Susanne's Podcast "Rock bottom - wie du von ganz unten zurück kommst!"

Ich schäme mich dafür, dass ich immer noch nicht über den Tod meines verstorbenen Mannes hinweg bin

May 28, 2018 Episode 2
Susanne's Podcast "Rock bottom - wie du von ganz unten zurück kommst!"
Ich schäme mich dafür, dass ich immer noch nicht über den Tod meines verstorbenen Mannes hinweg bin
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Susanne's Podcast "Rock bottom - wie du von ganz unten zurück kommst!"
Ich schäme mich dafür, dass ich immer noch nicht über den Tod meines verstorbenen Mannes hinweg bin
May 28, 2018 Episode 2
Susanne Keck
Müssen Sie sich schämen, wenn Sie nach einem Jahr noch nicht über den Verlust hinweg gekommen sind? Und was bedeutet denn eigentlich "Darüber hinweg sein"?
Show Notes
Eine Podcast-Hörerin fragt: Ich schäme mich dafür, dass ich nach 12 Monaten immer noch nicht über den Tod meines Mannes hinweg bin. Ich bin immer noch sehr traurig und vermisse ihn. Was kann ich tun?

Als Trauernde kennen Sie das vielleicht auch: Sie fragen sich, ob Sie schon zu lange trauern bzw. ob sie "richtig" trauern. Möglicherweise bekommen Sie Hinweise aus Ihrem Umfeld, dass es jetzt langsam genug sei und Sie nach vorne schauen sollten.

In dieser Folge spreche ich über Folgendes, um die Frage zu beantworten:

1. Gibt es wirklich eine Zeitspanne, nach der Sie über einen Verlust hinweg gekommen sein sollten, wie z.B. das berühmte Trauerjahr?
2.Was bedeutet denn eigentlich “Darüber hinweg gekommen sein”? Woher weiß man, wann man "darüber hinweg" ist ?
3. Was tun, wenn man nach längerer Zeit immer noch traurig ist?

Kurze Zusammenfassung der Episode:

Wie lange Trauer dauert hängt sehr stark von der Schwere eines Verlusts ab. Je unerwarteter und plötzlicher ein Verlust eintritt, desto länger dauert in der Regel die Trauer. Trauer ist nichts, was sich linear an einen bestimmten Ablauf halten würde oder eine festgelegte Zeit dauert! Sie ist sehr individuell.

Es gibt sehr viele Missverständnisse darüber, was es heißt über einen Verlust hinweg gekommen zu sein. Es kursieren Ideen wie z.B. dass man "darüber hinweg" sei, wenn man den verstorbenen Mensch nicht mehr vermissen würde, nicht mehr traurig wäre, nicht mehr an ihn/sie denkt oder neutrale Gefühle ihm/ihr gegenüber hat. Das ist alles nicht zutreffend! Traurigkeit und Wehmut können immer wieder auftreten, egal wie lange der Verlust her ist. Ich gebe Ihnen 3 handfeste Kriterien, die für mich darauf hindeuten, dass ein Verlust "verdaut" ist.

Traurigkeit ist nichts für was man sich schämen müsste! Stehen Sie zu Ihrem individuellen Trauerprozess! Im Gegenteil: je mehr Sie diese Gefühle in sich ablehnen, desto länger wird die Trauer dauern! Es geht darum die Trauer willkommen zu heißen, wenn sie auftaucht und sich selbst gut zu versorgen solange sie da ist.

Meditation "Mit schwierigen Gefühlen umgehen" aus meinem Onlinekurs "Achtsamkeit und Selbstmitgefühl für Trauernde"

Eine Möglichkeit mit Trauer umzugehen ist Selbstmitgefühl, d.h. sich freundlich und mitfühlend zu begegnen, wenn Gefühle wie Traurigkeit oder Scham auftauchen.

Wenn Sie gleich wissen möchten, wie sich das anfühlt, dann hören Sie sich jetzt die von mir gesprochene geführte Meditation "Mit schwierigen Gefühlen umgehen - weicher werden, umsorgen, zulassen" aus meinem Onlinekurs "Selbstmitgefühl für Trauernde" an. Sie werden sofort dadurch Erleichterung spüren, dass Sie anders auf die schmerzlichen Gefühle reagieren!

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