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#260 Ist berufliche Kommunikation auf Augenhöhe immer möglich?

Heike Beck-Cobaugh

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Augenhöhe ist ein starkes Wort. Und ein beliebtes. Es steht in Leitbildern, in Stellenausschreibungen und wird in Meetings überbetont. Meistens dort, wo sie fehlt. 

Viele fordern Kommunikation auf Augenhöhe ein und meinen damit oft:
 „Ich will gehört werden, ohne selbst Verantwortung übernehmen zu müssen.“ Doch im Berufsalltag, besonders im Klinik- und Pflegekontext, zeigt sich schnell: Augenhöhe ist kein Dauerzustand. Sie ist auch kein Kuschelkonzept und schon gar nicht hierarchiefrei.

Denn Augenhöhe funktioniert nur, wenn Rollen geklärt sind. Wenn Zuständigkeiten benannt werden dürfen und wenn Unterschiedlichkeit ausgehalten wird. Sei es fachlich, hierarchisch und auch menschlich. 

Schwierig wird es, wenn Hierarchie verleugnet wird, statt sie sauber zu nutzen und wenn Führung sich hinter „Augenhöhe“ versteckt, um Konflikte zu vermeiden. Und dann gibt es ja auch viele Mitarbeitende, die Gleichwertigkeit mit Gleichrangigkeit verwechseln. Augenhöhe heißt nicht: alle entscheiden alles.  

Die ehrlichere Frage lautet vielleicht nicht: „Kommunizieren wir auf Augenhöhe?“ Sondern: „Sind wir bereit, Verantwortung, Rolle und Unterschiedlichkeit offen anzusprechen?“ 

Hör doch mal rein

 

Buchempfehlungen: 
 

Hierarchie auf Augenhöhe

von Ursula Michel

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Die Danmark-Methode: Wie Sie mit dänischem Führungsstil auf Augenhöge die Veränderungen in der Arbeitswelt meistern

von Ralph Böttger

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Visite! Kommunikation auf Augenhöhe im interdisziplinären Team

von Alexander Forster

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