10 nach 10 Podcast

Studiengang Computer Science and Digital Communications

January 28, 2021 Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic
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Studiengang Computer Science and Digital Communications
Jan 28, 2021
Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic

In dieser Folge stellen wir unseren Bachelorstudiengang "Computer Science and Digital Communications" vor.  Der Studiengang verbindet die Themen Informatik und Kommunikationsnetze. In dieser Folge erfahren Sie mehr über Schwerpunkte und Highlights im Studium, den Aufbau des Studiums, die Vortragenden und wie Sie sich bewerben können. 

Show Notes Transcript

In dieser Folge stellen wir unseren Bachelorstudiengang "Computer Science and Digital Communications" vor.  Der Studiengang verbindet die Themen Informatik und Kommunikationsnetze. In dieser Folge erfahren Sie mehr über Schwerpunkte und Highlights im Studium, den Aufbau des Studiums, die Vortragenden und wie Sie sich bewerben können. 

00:00:05
 Introspeaker: Wissenswertes und Wissen - News aus den Studiengängen der Technik an der FH Campus Wien.

00:00:22
 Igor Miladinovic: Eine Ausbildung im Bereich Informatik und Kommunikationsnetze ist sehr gefragt. Aber wie finde ich das für mich passende Angebot?

00:00:33
 Sigrid Schefer-Wenzl: In dieser Folge geben wir einen Überblick über die wichtigsten Fakten des Studiums Computer Science and Digital Communications an der FH Campus Wien.

00:00:47
 Introspeaker: Die Entwicklung der Informatik und digitalen Kommunikation war nie so schnell wie heute und sie wird nie so langsam sein wie heute. In diesen Podcast stellen wir wichtige Themen rund um unsere Informatik Studiengänge der FH Campus Wien vor, die Sie optimal für diese Entwicklung vorbereiten werden.

00:01:15
 Sigrid Schefer-Wenzl: Willkommen zur ersten Folge dieses Podcasts 10 nach 10, bei dem wir Ihnen das Bachelor-Studium Computer Science and Digital Communications kurz vorstellen wollen. Mein Name ist Sigrid Schefer-Wenzl, ich bin Lehrende am Studiengang und führe dieses Gespräch gemeinsam mit dem Studiengangs Leiter Igor Miladinovic. Zu Beginn möchte ich Igor kurz bitten, sich vorzustellen

00:01:40
 Igor Miladinovic: Hallo auch von meiner Seite willkommen zu diesem Podcast. Wie schon erwähnt wurde, mein Name ist Igor Miladinovic und ich bin der Studiengangsleiter von diesem Studiengang Computer Science and Digital Communications. Ich selbst habe an der TU Wien studiert, Studium Elektrotechnik, Studienrichtung Computertechnik. Dann habe ich drei weitere Jahre dort gearbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und mein Doktorat fertig gemacht. Danach war ich in einem Forschungszentrum für Telekommunikation, ftw, weitere zwei Jahre und danach, 2005 habe ich in die Industrie gewechselt. Dort war ich in verschiedenen Rollen einer großen Firma und das war von 2005 bis 2016. Und dann habe ich zu Campus Wien gewechselt, als Studiengangsleiter damals vom Studiengang IT und Telekommunikation und heute heißt dieser Studiengang Computer Science and Digital Communications.

00:02:46
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wie ist dieses Studium entstanden?

00:02:50
 Igor Miladinovic: Wie gesagt, das Studium gab es schon unter einem anderen Namen. Und wir haben gemeinsam dieses Studium überarbeitet. Das ist ein normaler Prozess an einer FH. Alle Studiengänge werden alle fünf bis sieben Jahre angeschaut, angepasst, modernisiert, überarbeitet. In diesem Fall war das eine großere Überarbeitung und wir haben das Studium Richtung Informatik und Kommunikationsnetze, war schon im Studium, aber das haben wir etwas an Internet of Things an aktuellen Themen angepasst.

00:03:27
 Sigrid Schefer-Wenzl: Kannst du das kurz beschreiben, wie das Studium aufgebaut ist?

00:03:31
 Igor Miladinovic: Ja, sehr gerne. Also das Studium ist so aufgebaut, dass in den ersten zwei Semester ist der Fokus auf Grundlagen. Da sind so mathematische Grundlagen, aber auch Grundlagen im Programmieren Grundlagen, was die Kommunikationsnetze betrifft. Und wir starten auch von Anfang an mit Professional-Skills im ersten und zweiten Semester sind das Teamarbeit und Professional Presentations. Ab dem dritten Semester sind dann die Grundlagen weniger. Das Studium ist noch stärker anwendungsorientiert. Es kommen andere Themen im Bereich Informatik/Kommunikationsnetze immer mit einer sehr praxisnahen Implementierung. Ab vierten Semester hat man dann die Möglichkeit, das Studium teilweise selber zu gestalten und man kann sich die Projekte aussuchen. Es sind dann sehr oft Projekte gemeinsam mit der Industrie, an denen Studierenden mit unserer Unterstützung arbeiten. Und aus diesen Projekten entstehen sehr oft Bachelorarbeiten.

00:04:40
 Sigrid Schefer-Wenzl: Was würdest du sagen, sind Schwerpunkte und Highlights in unserem Studium?

00:04:46
 Igor Miladinovic: Aus meiner Sicht hat das Studium zwei große Schwerpunkte, so wie im Namen schon ersichtlich, Computer Science and Digital Communications, Schwerpunkte sind Informatik und Kommunikationsnetze, Informatik im Sinne von angewandter Informatik, also sehr viel mit Programmieren, Softwareentwicklung, Software Engineering und Kommunikationsnetze, da starten wir mit Grundlagen von Datenübertragung bis zum Internet of Things, komplexeren Protokollen für die Datenübertragung. Daneben gibt es auch noch Professional-Skills. Professional-Skills begleiten unsere Studierenden von Anfang bis zum Ende des Studiums. Ich habe schon zwei erwähnt Teamarbeit und Professional Presentations. Aber dann kommen andere Fächer wie Scientific Technical Writing, Projektmanagement, Business Administration, Qualitätsmanagement oder IT-Recht.

00:05:44
 Sigrid Schefer-Wenzl: Was würdest du sagen, sind große Unterschiede oder worin liegen große Unterschiede zu anderen Studien in diesem Bereich?

00:05:53
 Igor Miladinovic: Eine Sache ist eine organisatorische Sache unseren Studiengang gibt es sowohl als Vollzeit Studiengang als auch berufsbegleitend, und es ist der gleiche Studiengang. Das bedeutet für unsere Studierende, dass sie die Möglichkeit haben, von einer Form in die andere zu wechseln. Das ist selten der Fall bei den anderen Studiengängen und das ist, das passiert auch relativ oft bei uns, dass eine Person, die Vollzeit studiert, ein gutes Jobangebot bekommt und dann, dass diese Person dieses Angebot annimmt und dann berufsbegleitend das Studium abschließt. Oder umgekehrt, Eine Person will sich ganz dem Studium widmen. Sie benötigt nicht mehr zu arbeiten neben dem Studium. Dann kann man von berufsbegleitend zu Vollzeit wechseln. Weitere Highlights sind Wahlmöglichkeiten. Wir haben neben Wahlprojekten und Bachelorarbeiten, dass man sowieso individuell es sich aussuchen kann, wir haben sogenannte Wahlpflicht Module und diese war schlicht. Modulen dienen dazu, dass man sich für bestimmte Bereiche spezialisiert. Zurzeit werden fünf Module angeboten: IT-Security, Software Development, Mikrocontroller, Network Technologies und Künstliche Intelligenz und Data Science. Man sucht sich zwei aus diesen aus. Und in diesem Bereich macht man üblicherweise Wahlfachprojekte und auch Bachelor-Arbeit. Und eine dritte Sache, die ganz gut im Studium ist, ist die Möglichkeit Zertifikate zu erwerben. D.h. während des Studiums wird man auf verschiedene Initiativen vorbereitet, wie z.B. Cisco, ISTQB, IREB, Oracle Java und PMA und man kann im Rahmen des Studiums freiwillig diese Zertifikate erwerben. Unsere Studierenden müssen natürlich Prüfungsgebühren an diese Institutionen zahlen, die diese Prüfungen abhalten, aber diese Prüfungsgebühren sind wesentlich günstiger als wenn man sonst diese Zertifizierungen machen würde.

00:08:12
 Sigrid Schefer-Wenzl: Was bedeutet denn berufsbegleitend studieren?

00:08:16
 Igor Miladinovic: Berufsbegleitend studieren bedeutet eigentlich Vollzeit studieren, aber am Abend. Das ist ganz wichtig, wenn man berufsbegleitend studieren will, man muss sich bewusst sein, dass das ein vollwertiges Studium ist. Das ist ein Vorteil, dass es vollwertig ist, aber auch eine Gefahr, dass man das eventuell unterschätzt und dass man beginnt, so Vollzeit zu arbeiten und Vollzeit zu studieren. Wenn man sich diese Stunden dann in der Woche ausrechnet, so ein Studium hat 30 ECTS im Semester, 30 ECTS sind, das muss man mit 25 multiplizieren, dann bekommt man Aufwand in Stunden in einem Semester und man kommt auf circa 40 Stunden in der Woche während des Semesters für das Studium. Wenn dazu noch 40 Stunden von der Arbeit kommen, haben wir dann insgesamt 80 Stunden in der Woche. Das bedeutet elf Stunden am Tag, inklusive Wochenende. Nun, das Ganze drei Jahre lang. Das ist möglich, aber sehr schwierig auszuhalten. Und das macht überhaupt keinen Spaß. Und ein Studium sollte auch Spaß machen. Und deswegen empfehlen wir immer unseren Studierenden, zumindest im ersten und im zweiten Jahr die Stunden in der Arbeit auf 20 oder maximal 25 zu reduzieren, damit das Studium möglich wird.

00:09:47
 Sigrid Schefer-Wenzl: Würdest du sagen, macht es Sinn, dieses Studium auch zu probieren, wenn man keine HTL Ausbildung absolviert hat?

00:09:56
 Igor Miladinovic: Definitiv. Da muss man nur an die Zahlen schauen und an die Leute, die bei uns das Studium erfolgreich abschließen. Wir haben so circa 40 prozent AHS Absolventinnen und Absolventen, die sich während des Studiums super entwickeln. Sie haben vielleicht leichtere Nachteile oder einige Nachteile am Anfang des Studiums im ersten und im zweiten Semester. Aber erfahrungsgemäß schaffen diese Personen, diese Nachteile zu beheben, mit vielleicht mehr Einsatz im ersten und zweiten Semester ab dritten Semester gibt es dann keine keine Unterschiede mehr. Im Gegenteil, es ist oft so, dass die Personen mit einem AHS-Abschluss dann weiterhin mit so viel Aufwand am Studium arbeiten, dass sie dann sogar besser abschneiden als HTL Absolventinnen und Absolventen.

00:10:58
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wie sieht es denn mit dem Frauenanteil aus in unserem Studium?

00:11:02
 Igor Miladinovic: Auch eine gute Frage und die Frage ist unterschiedlich zu beantworten. Wir haben ein berufsbegleitendes Studium, das heißt am Abend. Dort haben wir einen Frauenanteil von circa 20 prozent, was eher so typisch für Informatikstudium ist, leider viel zu niedrig. Dafür haben wir in der Vollzeit Form einen Frauenanteil von 40 oder über 40 prozent. Da nehmen wir auch Teil an einem Programm für Frauenförderung von AMS, das hilft. Auf der anderen Seite, es ist tendenziell auch so, dass Frauen eher Vollzeit studieren wollen. D.h. insgesamt kommen wir auf einen Frauenanteil von circa 30 prozent.

00:11:48
 Sigrid Schefer-Wenzl: Das kann man nach diesem Studium alles studieren.

00:11:52
 Igor Miladinovic: Sehr viel. Das ist ein Studium, was das Informatik und Kommunikationsnetze vereint. Das bedeutet weiterhin, dass man viele Studien im Bereich Informatik weiter studieren kann, auch Studienrichtung Telekommunikation. So alleine bei uns im Haus gibt es 6 Masters, die man nach diesem Bachelorstudium studieren kann. Ich kann auch diese Masters aufzählen in alphabetischer Reihenfolge. Das sind Elektronik System Engineering, Health Assisting Engineering, IT-Security, Safety and System Engineering, Software Design and Engineering und Technisches Management.

00:12:35
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wie willst du die Leute aus, die bei uns im Studium unterrichten?

00:12:40
 Igor Miladinovic: Es reicht nicht aus, gute Expertinnen und Experten zu haben. Die Personen müssen auch die Fähigkeit haben, dieses Wissen zu vermitteln. Und es ist so besonders im technischen Bereich ist es auch so, dass man Personen trifft, die sich mit der Thematik sehr gut auskennen, aber wenn sie etwas erklären sollten da das geht dann nicht. Und ja, ich habe da ein internes Team, wo wir die Leute sehr vorsichtig ausgewählt haben und das Team ist also aus meiner Sicht sehr gut performt ausgezeichnet. Und alle im Team haben beide diese Fähigkeiten. Und was die externen Personen betrifft, wir haben auch viele Kontakte mit der Industrie und da kann man schon ein erstes Gefühl entwickeln, ob eine Person das Wissen vermitteln kann oder nicht. Sollten wir da oder dort eine falsche Entscheidung treffen, das entdecken wir relativ schnell und das wird schnell identifiziert. Dieser Person macht es dann keinen Spaß zu unterrichten und für die Studierenden ist es auch nicht vorteilhaft. Und dann machen wir es so, dass wir, dass wir da eine andere Person engagieren, wenn es so nicht geht. Aber für mich oder für uns ist es wichtig, dass man diese zwei Fähigkeiten hat und dass man gut mit den Studierenden arbeiten kann.

00:14:16
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wie kann man sich jetzt für dieses Studium bewerben?

00:14:19
 Igor Miladinovic: Die Bewerbung geht bei uns online über die Website. Da gibt es einen Link "jetzt bewerben". Da muss man einen Anmeldebogen ausfüllen, man muss einen Lebenslauf einen tabellarischen Lebenslauf abgeben, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaft, Nachweis, Meldezettel und eine Reifeprüfung oder ein Abschlusszeugnis oder Nachweis einer Studienberechtigung.

00:14:47
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielen Dank für diesen kurzen Überblick über das Bachelorstudium Computer Design and Digital Communications an der FH Campus Wien.

00:14:56
 Igor Miladinovic: Sehr gerne.