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CSDC: Mobile App Development

February 05, 2021 Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic
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CSDC: Mobile App Development
Feb 05, 2021
Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic

In dieser Folge stellen wir die Lehrveranstaltung Mobile App Development im 4. Semester in unserem Bachelorstudium Computer Science and Digital Communications vor. Wir reden über die Inhalte, Vortragende, Organisation und die wichtigsten Ziele der Lehrveranstaltung. 

Show Notes Transcript

In dieser Folge stellen wir die Lehrveranstaltung Mobile App Development im 4. Semester in unserem Bachelorstudium Computer Science and Digital Communications vor. Wir reden über die Inhalte, Vortragende, Organisation und die wichtigsten Ziele der Lehrveranstaltung. 

00:00:05
 Introspeaker: Wissenswertes und Wissen, News aus den Studiengängen der Technik an der FH Campus Wien.

00:00:22
 Igor Miladinovic: Mobile App Development ist ein Thema, das uns mittlerweile länger als ein Jahrzehnt begleitet.

00:00:28
 Sigrid Schefer-Wenzl: Im Jahr 2020 benutzen rund 77 Prozent der österreichischen Bevölkerung ein Smartphones, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar rund 96 Prozent.

00:00:39
 Igor Miladinovic: Deswegen ist Mobile App Development für viele Unternehmen hochrelevant. Im Bachelor Computer Science in Digital Communications lehren wir im vierten Semester im gleich genannten Wahlfach die Grundlagen von Mobile App Development.

00:00:55
 Sigrid Schefer-Wenzl: Und diese Lehrveranstaltung werden wir Ihnen in dieser Podcastfolge vorstellen.

00:01:03
 Introspeaker: Die Entwicklung der Informatik und digitalen Kommunikation war nie so schnell wie heute und sie wird nie so langsam sein wie heute. In diesem Podcast stellen wir wichtige Themen rund um unsere Informatik Studiengänge der FH Campus Wien vor, die Sie optimal für diese Entwicklung vorbereiten werden.

00:01:31
 Igor Miladinovic: Willkommen zu unserem Podcast 10 nach 10, in dieser Folge wollen wir Ihnen Mobile App Development vorstellen und das ist sehr praktisch, weil dieser Lehrveranstaltung machen wir zwei zusammen, unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter Leon Freudenthaler, der heute nicht dabei sein konnte. Am Beginn von einer Vorstellung einer Lehrveranstaltung ist es immer so, dass sich die Personen, die da unterrichten, kurz vorstellen. So Sigrid, ich würde dich bitten, dass du etwas über dich erzählst.

00:02:08
 Sigrid Schefer-Wenzl: Ja, danke. Mein Name ist Sigrid Schefer-Wenzel, ich unterrichte verschiedene Fächer im Software Engineering Bereich in unseren beiden Studiengängen. Parallel dazu unterrichte ich auch an der Wirtschaftsuniversität. Von dort komme ich auch her. Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert, Doktorat in diesem Bereich gemacht und bin dann hier an die FH gekommen. Ja, möchtest du dich auch kurz vorstellen?

00:02:34
 Igor Miladinovic: Mein Name ist Igor Miladinovic, ich bin der Studiengangsleiter vom Studiengang Computer Science and Digital Communications und vom Studiengang Software Design Engineering. Ich unterrichte auch einige Fächer im Bachelor-Studiengang und im Masterstudiengang. Nebenbei unterrichte ich an der FernFH Ferdinand Porsche und Mobile App Development ist ein Thema, das ich sehr gerne unterrichte. Wir haben diese Lehrveranstaltung vor drei Jahren eingeführt und es war die erste Lehrveranstaltung, die wir hier eingeführt haben. Was sind die Inhalte von dieser Lehrveranstaltung

00:03:13
 Sigrid Schefer-Wenzl: In dieser Lehrveranstaltung beginnen wir üblicherweise damit, dass wir die Software Engineering Methoden wiederholen und nochmal die wichtigsten Konzepte anwenden. Das heißt, es werden Requirements definiert. Es werden verschiedene Methoden aus dem Software Engineering Kontext angewendet. Dann fokussieren wir uns auf Mobile App Development, insbesondere auf die Entwicklung von Android Applikationen. Wir besprechen die Grundlagen des Android Betriebssystems, besprechen wie eine App grundlegend aufgebaut ist in Android. Wir sprechen auch wichtige Konzepte in Android und es sind immer wieder neue Konzepte. Es ist ein hoch dynamisches Umfeld. Also die Lehrveranstaltung läuft in jedem Durchlauf wieder anders ab, weil sich in diesem Bereich eben sehr viel ändert. Wie ist die Lehrveranstaltung organisiert?

00:04:07
 Igor Miladinovic: Ja, so wie du gesagt hast, es ist eine sehr dynamische Lehrveranstaltung. Bis jetzt hatten wir drei Durchgänge, das heißt, drei Jahrgänge, wo wir diese Lehrveranstaltung unterrichtet haben, und bis jetzt haben wir das dreimal unterschiedlich gemacht. Android entwickelt sich sehr schnell. Letztes Jahr haben wir zum Beispiel die Umstellung von Java auf Kotlin gemacht, weil jetzt unter Android überwiegend in Kotlin entwickelt wird. Und das ist die Sprache, die auch in der Zukunft mehr relevant für Android sein wird. Und die Lehrveranstaltung ist so organisiert, dass wir eine Mischung zwischen Theorie, dann praktische Anwendung und Ausarbeitung eines eigenen Themas inkludieren. Im ersten Teil, in diesen Theorie Teil, da geht es um die grundlegenden Android Konzepte, wie entwickelt man eine Android Applikation? Welche Komponenten gibt es da? Wie kann man diese Komponenten benutzen? Und das lernen die Studierenden so, indem sie diese Konzepte mit kleineren Applikationen erlernen. D.h. auch in diesem theoretischen Teil sind wir sehr praxisorientiert. Auch da gibt es viele Applikationen, die dazu dienen, dass man diese Konzepte beherrscht. Im zweiten Teil, in diesem Übungsteil, wo wir die meiste Unterstützung von unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter bekommen, geht es um die Entwicklung einer eigenen Applikation, die etwas größer ist. Und diese Applikation wird von der Studierenden zuerst konzipiert, spezifiziert, dann wird dein Design gemacht, dann wird dieses Design implementiert, am Ende wird es getestet und von uns abgenommen. Das ist ähnlich wie ein echtes Industrieprodukt, wo am Anfang etwas versprochen wird als Spezifikation, d.h. die Studierenden sagen, was sie da implementieren werden. Wenn wir damit einverstanden sind, dann geht es los mit der Implementierung und am Ende vom Semester schauen wir uns gemeinsam an, wie weit diese Implementierung ist. Im dritten Teil geht es darum, dass die Studierenden sich selbstständig unter Betreuung von uns in ein Thema vertiefen. Und zu diesem Thema schreiben die Studierenden eine Seminararbeit und diese Seminararbeit wird dann abgegeben. Die Studierenden bekommen ein Feedback für diese Seminararbeit. Das kann man auch als eine kleine Übung für die Bachelorarbeit sehen. Natürlich ist der Umfang viel geringer, aber die Struktur hat einen wissenschaftlichen Charakter, genauso wie eine Abschlussarbeit.

00:07:02
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielleicht noch eine Ergänzung. Wir arbeiten in der Vorlesung auch gerne mit sogenannten Lerntagebüchern, in denen die Studierenden ihren Lernfortschritt dokumentieren und reflektieren. Und das ist bei den Studierenden immer auf sehr positive Resonanz gestoßen.

00:07:19
 Igor Miladinovic: Danke. Aber jetzt würde mich interessieren, auf welche Berufe diese Lehrveranstaltung die Studierenden vorbereitet.

00:07:27
 Sigrid Schefer-Wenzl: Grundsätzlich bereitet diese Lehrveranstaltung die Studierenden auf sämtliche Berufe im Entwicklungsbereich vor. Wir fokussieren uns jetzt in dieser Vorlesung auf Mobile App Development. Das heißt, das ist die Basis für die Berufe in diesem Bereich. Sie bekommen einen Einblick in Android Entwicklung und können darauf aufbauen, z.B. in Wahlfachprojekten, Bachelorarbeiten, was auch viele Studierende machen, sich weiter vertiefen. Aber sie entwickeln natürlich auch ihre Coding Skills weiter und können in sämtlichen anderen Entwicklungs Bereichen auch davon profitieren. Das heißt, Ziele sind eben auch die allgemeine Verbesserung der Coding Skills in dieser Lehrveranstaltung. Was sind die wichtigsten drei Sachen, die Studierende deiner Meinung nach aus unserer Vorlesung mitnehmen sollten, Igor?

00:08:19
 Igor Miladinovic: Es ist ganz wichtig, dass man sich in dieser Vorlesung nicht nur mit technischen Sachen beschäftigt, sondern auch mit kreativen Sachen. Für mich ist es ganz wichtig, dass die Studierenden lernen, eine Idee als eine mobile Applikation zu spezifizieren. Und dann, die zweite Sache, aus dieser Idee eine mobile Applikation zu designen und in weiterer Folge zu implementieren und zu testen. In der Vergangenheit, und das ist für mich das Schönste, was man in dieser Lehrveranstaltung sehen kann, gab es einige Fälle, wo die Studierenden allein durch diese Vorlesung eine bessere Stelle in der Arbeit bekommen haben. Vor zwei Jahren gab es einen Studierenden, der ein Team in seiner Firma bekommen hat, weil er ein Problem aus seiner Firma im Rahmen von Mobile App Development gelöst hat. Und dann hatte ein Team bekommen, das diese Applikation dort weiterentwickelt. Das ist für mich immer das Schönste, wenn man durch diese Anreize sich in dieses Thema noch vertieft und eigene Coding Skills und auch Software Engineering Skills verbessert, und dieses Wissen behalten kann. Zum Schluss noch einige Fragen, die sich mehr auf uns beziehen als auf die Lehrveranstaltung Mobile App Development. Sigrid, was bedeutet ein Studium für dich?

00:09:48
 Sigrid Schefer-Wenzl: Ein Studium sollte Entfaltung bringen. Das heißt, ein Studium ist für mich Entfaltung, Selbstverwirklichung, Weiterentwicklung. Was bedeutet für dich prüfen?

00:09:59
 Igor Miladinovic: Prüfen bedeutet für mich eine stichprobenartige Qualitätskontrolle. Das Unangenehme bei einer Prüfung ist es, dass es immer eine Glückssache ist. Man kann sich sehr gut vorbereiten und bei der Prüfung schlecht abschneiden. Und man kann sich wenig vorbereiten und eine Prüfung gut absolvieren. Deswegen ist eine Prüfung etwas, was wir nur zum Teil für die Leistungsbeurteilung verwenden. Für uns ist z.B. diese Applikation die man da entwickelt und wie weit dieser Applikation ist genauso relevant für die Benotung wie die Prüfung selbst. Was bedeutet eine Note für dich?

00:10:37
 Sigrid Schefer-Wenzl: Eine Note ist ein Leistungsindikator, einer von vielen, mit dem wir uns mit anderen Leuten vergleichen, mit anderen Studierenden vergleichen können. Wir können sagen, der- oder diejenige hat in dieser Vorlesung die Anforderungen, die gestellt wurden, besser oder schlechter erfüllt als jemand anderer. Trotzdem sollte man den Wert einer Note nicht überschätzen. Und zu guter Letzt, was bedeutet für dich ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin?

00:11:06
 Igor Miladinovic: Eine gute Lehrerin oder ein guter Lehrer ist für mich eine Person, die Studierende inspirieren kann. Und genau das hoffen wir, dass wir in der Lehrveranstaltung Mobile App Development erreichen können, dass sie sich dort entfalten können, dass sie eigene Ideen implementieren können und dass Sie Inspiration bekommen, noch weitere Sachen zu implementieren. Es hat uns gefreut, Ihnen einen Überblick über die Lehrveranstaltung Mobile App Development gegeben zu haben.

00:11:37
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielen Dank fürs Zuhören. Bis bald.

00:11:39
 Igor Miladinovic: Bis zum nächsten Mal.