10 nach 10 Podcast

CSDC: Programmierung 2

March 26, 2021 Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic
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CSDC: Programmierung 2
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CSDC: Programmierung 2
Mar 26, 2021
Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic

In unserem Bachelorstudium haben wir gleich im 1. und im 2. Semester die  Lehrveranstaltungen Programmierung 1 und 2. Sie lernen die Grundkonzepte von Java und Design Patterns kennen und wenden diese in kleineren Projekten an. In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit dem Vortragenden die Lehrveranstaltung Programmierung 2 vor, die Sie im 2. Semester unseres Bachelorstudiums erwartet. 

Show Notes Transcript

In unserem Bachelorstudium haben wir gleich im 1. und im 2. Semester die  Lehrveranstaltungen Programmierung 1 und 2. Sie lernen die Grundkonzepte von Java und Design Patterns kennen und wenden diese in kleineren Projekten an. In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit dem Vortragenden die Lehrveranstaltung Programmierung 2 vor, die Sie im 2. Semester unseres Bachelorstudiums erwartet. 

00:00:05
 Intro Speaker: Wissenswertes und Wissen. News aus den Studiengängen der Technik an der FH Campus Wien.

00:00:22
 Igor Miladinovic: Softwareentwicklung ist ein zentrales Thema in unseren Studiengängen, das viele unterschiedliche Fähigkeiten erfordert. Es dauert einige Jahre, diese Fähigkeiten zu entwickeln, um kreativ und innovativ Software entwickeln zu können. Diese Kompetenzen werden bei uns im Laufe des Studiums ständig ausgebaut. Eine der fundamentalen Fähigkeiten für Softwareentwicklung ist das Programmieren.

00:00:48
 Sigrid Schefer-Wenzl: In unserem Bachelor-Studium haben wir gleich im ersten und im zweiten Semester die Lehrveranstaltungen Programmierung 1 und Programmierung 2. Sie lernen die Grundkonzept von Java und Design Patterns kennen und wenden diese in kleineren Projekten an. In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit dem Vortragenden die Lehrveranstaltung Programmierung 2 vor, die Sie im zweiten Semester unseres Bachelor Studiums erwartet.

00:01:19
 Igor Miladinovic: Die Entwicklung der Informatik und digitalen Kommunikation war nie so schnell wie heute.

00:01:25
 Sigrid Schefer-Wenzl: Und sie wird nie so langsam sein wie Heute.

00:01:30
 Igor Miladinovic: In diesen Podcast stellen wir wichtige Themen rund um unsere Informatik Studiengänge der FH Campus Wien vor,

00:01:39
 Sigrid Schefer-Wenzl: die Sie optimal für diese Entwicklung vorbereiten werden.

00:01:46
 Igor Miladinovic: Willkommen zu dieser Folge von unserem Podcast 10 nach 10. Mein Name ist Igor Miladinovic und ich bin der Studiengangsleiter von den Studiengängen Computer Science and Digital Communications und Software Design and Engineering.

00:01:59
 Sigrid Schefer-Wenzl: Mein Name ist Sigrid Schefer-Wenzel und ich unterrichte an diesen beiden Studiengängen.

00:02:04
 Igor Miladinovic: Heute reden wir über die Lernfernanstaltung Programmieren 2 in unserem Bachelor mit dem Vortragenden Wolfgang Radinger-Peer. Wolfgang, kann ich dich gleich am Anfang bitten, dass du dich kurz vorstellst?

00:02:18
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, gerne. Also mein Name ist Wolfgang Radinger-Peer und ich unterrichte seit 20 Jahren als externer Lektor am FH Campus Wien. Und in diesen Jahren habe ich die unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen im Bereich der Softwareentwicklung vorgetragen. Ich habe das Diplomstudium der Elektrotechnik an der TU absolviert und nach einem Jahr in der Unternehmensberatung habe ich das Doktorat an der TU angeschlossen. Schon in meiner Doktorarbeit habe ich mich intensiv mit Softwareentwicklung Methoden auseinandergesetzt. Danach war ich 15 Jahre in den unterschiedlichsten Rollen in Softwareentwicklung tätig und bin nun als Enterprise Architekt bei der ING Austria gelandet.

00:03:03
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielen Dank. Kannst du uns kurz vorstellen, was sind die Inhalte der Vorlesung oder der Lehrveranstaltung Programmieren 2?

00:03:11
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, nomen est omen, Programmierung mit der Programmiersprache Java. Die Lehrveranstaltung setzt auf die Lehrveranstaltung Programmieren 1 auf und hat als Ziel, die Konzepte der Programmierung zu vertiefen. In der Praxis ist die Qualität der Softwareentwicklung immer wichtiger. Und daher lege ich darauf den Fokus. Als erstes bringe ich den Studierenden das Konzept von Test Driven Development näher, um ihnen zu zeigen, dass Programmcode und Testcode immer zusammengehören. Jeder Softwareentwickler ist dafür verantwortlich, seinen Code zu testen und einen stabilen Code auszuliefern. Weiters gehe ich auf das Konzept der Patterns ein, also Lösungs Muster, um den Studierenden zu zeigen, wie strukturelle Lösungen im Bereich der objektorientierten Programmierung aussehen können. Durch den Einsatz von Lösungsmustern werden Programme verständlicher und das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Als dritten Schwerpunkt im Lehrplan haben wir weiter Konzepte wie Fehlerbehandlung also Exception Handling, Arbeiten mit Datenströmen, Streams oder auch Threads.

00:04:30
 Sigrid Schefer-Wenzl: Danke schön, wenn du sagst, du setzt auf Programmieren 1 auf, was wünscht du dir denn, was die Studierenden idealerweise mitbringen?

00:04:39
 Wolfgang Radinger-Peer: Die Studierenden sollten bei Programmieren 1. die grundlegenden Kenntnisse wie ich Algorithmen, also einfache Schleifen, if statements und diese Dinge sollten Sie können und ohne Probleme einsetzen können. Das heißt, wir wollen nicht mehr auf die einfachen Dinge eingehen, sondern wollen schon erweiterte Programme mit Ihnen schreiben und nicht die einfachen Dinge nochmals mit Ihnen durchgehen.

00:05:13
 Igor Miladinovic: Danke schön. Programmieren 2 ist eine integrierte Lehrveranstaltung. Das bedeutet, sie besteht aus einem Vorlesungsteil und aus einem Übungsteil. Wie ist diese Lehrveranstaltung genau organisiert?

00:05:26
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, die Lehrveranstaltung ist eine integrierte Lehrveranstaltung. Das heißt, wir starten mit einem Theorieblock in der Vorlesung, der allerdings auch schon praktische Elemente hat. Ich sage immer Programmieren ist ähnlich wie Tanzen und Schwimmen. Man lernt es nur dadurch, dass man selber macht. Daher sind die Studierenden auch schon während der Vorlesung angehalten, die Beispiele auch gleich umzusetzen. Danach kommen die Übungen und jede Übungseinheit fokussiert auf einen inhaltlichen Teil aus der Vorlesung und vertieft diesen. Das heißt, die Studierenden bekommen für eine Übungseinheit eine konkrete Aufgabe und müssen diese in dieser Übungseinheit selbstständig lösen.

00:06:14
 Sigrid Schefer-Wenzl: Dankeschön, auf welche Berufe bereitet dieses Fach vor? Jetzt ist es natürlich ein Programmierfach. Das heißt klassischerweise natürlich auf Programmier Berufe. Aber vielleicht bereitet es aus deiner Sicht auch noch auf andere Bereiche gut vor.

00:06:32
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, Programmierung ist die Basis für viele Berufe im Bereich der Softwareentwicklung. Natürlich in erster Linie für den Beruf der Programmiererin und Programmierer, die in Teams qualitativ gute Software erstellen, aber natürlich auch auf Softwaretesterinnen oder Softwaretester. Weil Software besteht im Normalfall aus vielen Teilen und Softwaretester schauen, ob die Software überhaupt das macht, was der Kunde spezifiziert hat. Aus meiner Sicht ist es auch so, dass Projektleiter im Bereich der Softwareentwicklung ein Basis Wissen über die Programmierung benötigen, um sich auch mit dem Team auszutauschen.

00:07:19
 Igor Miladinovic: Vielen Dank! Was wären für dich die drei wichtigsten Sachen, die sich die Studierenden aus deiner Lehrveranstaltung mitnehmen sollten?

00:07:29
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, was mir ganz wichtig ist Was die Studierenden mitnehmen sollen, ist kein Programm ohne Testcode. Umso früher die Studierenden das mitnehmen, umso besser und sie können es dann auch in den anderen Lehrveranstaltungen einsetzen. Das heißt, dass die Programme, die sie künftig entwickeln, auch getestet sind. Als zweites ist mir wichtig, dass es für die meisten Probleme schon Lösungen oder zumindestens Teillösungen gibt. Die Studierenden sollen sehen, dass ein Programm immer aus eigenem Code besteht, aus Programmbibliotheken und auch Lösungsmustern. Daher ist ein Take-Away für die Studierenden: Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden und ein Programm sollte sozusagen eine Komposition aus diesen Teilen sein. Und last but not least: Clean Code. Ein gut geschriebenes Programm sollte so klar geschrieben sein, dass das Programm schon selbst die Dokumentation ist. Das beginnt bei der Benennung von Variablen, Benennung von Methoden und Klassen. Das sind nur ein paar Beispiele, die helfen, cleanen Code zu schreiben.

00:08:44
 Sigrid Schefer-Wenzl: Gut, danke für den Überblick über die Lehrveranstaltung Programmieren 2. Wir schließen die Folge wieder ab, indem wir drei Fragen stellen, auf die wir dich bitten, einfach ganz spontan zu antworten, was dir darauf entfällt. Die erste Frage wäre: Was bedeutet ein Studium für dich?

00:09:05
 Wolfgang Radinger-Peer: Ein Studium ist die Zeit im Leben, in der man sich intensiv mit Themen auseinandersetzen kann. Das ist einerseits privat oder auch beruflich im Studium. Das heißt, man hat nachher selten so viel Zeit, sich mit Themen so intensiv auseinanderzusetzen. Wichtig ist, dass man Themen findet, die einem Spaß machen. Dann kann man das Ganze auch noch ganz gut kombinieren.

00:09:35
 Igor Miladinovic: Danke, du unterrichtest seit Jahren an diesen Studiengang immer nebenberuflich und du betreust auch viele Abschlussarbeiten, Bachelor und Masterarbeiten. Was ist deine Motivation, diese Abschlussarbeiten zu betreuen und überhaupt bei uns zu unterrichten, statt z.B. Freizeit zu haben am Abend?

00:09:57
 Wolfgang Radinger-Peer: Ja, danke für die Frage. Ja, ich bin schon seit 20 Jahren externer Lektor und mir macht es eigentlich sehr viel Spaß, auch die komplexen Thematiken, die sich im Bereich der Softwareentwicklung bieten, den Studierenden zu erklären und mit den Studierenden zu arbeiten. Auch Abschlussarbeiten, Master und Bachelorarbeiten betreue ich sehr gerne. Das gibt mir die Möglichkeit, mich mit Themen zu beschäftigen, mit den Studierenden, ihnen zu helfen, eine Arbeit zu schreiben und mich inhaltlich mit mit ihnen hier auszutauschen. Da es in der beruflichen Praxis oft nicht möglich ist, sich so tief damit auseinanderzusetzen, bietet das die Möglichkeit, mir mich mit Themen intensiver zu beschäftigen und auch noch dazu Studierende zu unterstützen.

00:10:54
 Sigrid Schefer-Wenzl: Danke schön! Und jetzt noch zur letzten Frage Warum ist es aus deiner Sicht sinnvoll, ein Studium der Informatik zu absolvieren?

00:11:06
 Wolfgang Radinger-Peer: Ich glaube, dass gerade das Studium der Informatik eines der zukunftsreichsten Studien ist und auch sein wird. Gerade hier haben sich die Entwicklungen in den letzten Jahren auf viele unterschiedliche Bereiche verlagert, auch Richtung Machine Learning oder auch Richtung Architektur, neue Konzepte. Das heißt, das ist ein sehr spannendes Thema für uns Lektoren, eine Herausforderung und ich glaube, dass es eines der Studien ist, die nie langweilig sein werden.

00:11:45
 Igor Miladinovic: Vielen Dank, Wolfgang, für das nette und informative Gespräch. Wir freuen uns, dass Sie heute mit uns waren und wünschen Ihnen alles Gute. Bis zum nächsten Mal.

00:11:58
 Sigrid Schefer-Wenzl: Bis zum nächsten Mal.