10 nach 10 Podcast

CSDC: Programmierung 1

June 11, 2021 Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic
10 nach 10 Podcast
CSDC: Programmierung 1
Chapters
10 nach 10 Podcast
CSDC: Programmierung 1
Jun 11, 2021
Sigrid Schefer-Wenzl and Igor Miladinovic

Die Programmierung kann man als Kommunikationsschnittstelle zwischen Menschen und Maschinen sehen. Sie ist der Kern jeder Softwareentwicklung. In unserem Bachelorstudium CSDC beschäftigen sich die Studierenden mit Programmierung ab dem ersten Semester. Als Einstieg dient die Lehrveranstaltung Programmierung 1. 

In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit den Vortragenden die Inhalte, Ziele und die Organisation dieser Lehrveranstaltung vor. Und wir geben Ihnen Tipps für die Vorbereitung und Absolvierung dieser Lehrveranstaltung.

Show Notes Transcript

Die Programmierung kann man als Kommunikationsschnittstelle zwischen Menschen und Maschinen sehen. Sie ist der Kern jeder Softwareentwicklung. In unserem Bachelorstudium CSDC beschäftigen sich die Studierenden mit Programmierung ab dem ersten Semester. Als Einstieg dient die Lehrveranstaltung Programmierung 1. 

In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit den Vortragenden die Inhalte, Ziele und die Organisation dieser Lehrveranstaltung vor. Und wir geben Ihnen Tipps für die Vorbereitung und Absolvierung dieser Lehrveranstaltung.

00:00:05
 Intro Speaker: Wissenswertes und Wissen. News aus den Studiengängen der Technik an der FH Campus Wien.

00:00:23
 Igor Miladinovic: Die Programmierung kann man als Kommunikationsschnittstelle zwischen Menschen und Maschinen sehen. Sie ist der Kern jeder Softwareentwicklung. Die Herkunft weitet sich von altgriechischen Wort programma ab, welcher Befehl bedeutet, dass verdeutlich, dass dem Rechner gewisse Aufgaben zugeteilt werden, die abgearbeitet werden müssen.

00:00:46
 Sigrid Schefer-Wenzl: In unserem Bachelorstudium Computer Science and Digital Communications beschäftigen sich die Studierenden mit Programmierung ab dem ersten Semester. Als Einstieg dient die Lehrveranstaltung Programmierung 1. In dieser Folge stellen wir Ihnen gemeinsam mit den Vortragenden die Inhalte, Ziele und die Organisation dieser Lehrveranstaltung vor, und wir geben Ihnen Tipps für die Vorbereitung und Absolvierung dieser Lehrveranstaltung.

00:01:18
 Igor Miladinovic: Die Entwicklung der Informatik und digitalen Kommunikation war nie so schnell wie heute

00:01:24
 Sigrid Schefer-Wenzl: und sie wird nie so langsam sein wie heute.

00:01:29
 Igor Miladinovic: In diesen Podcast stellen wir wichtige Themen rund um unsere Informatik Studiengänge der FH Campus Wien vor,

00:01:37
 Sigrid Schefer-Wenzl: die Sie optimal für diese Entwicklung vorbereiten werden.

00:01:44
 Igor Miladinovic: Willkommen zu dieser Folge von unserem Podcast 10 nach 10 Mein Name ist Igor Miladinovic und ich bin der Studiengangsleiter von den Studiengängen Computer, Science and Digital Communications und Software Design and Engineering.

00:01:57
 Sigrid Schefer-Wenzl: Willkommen auch von meiner Seite. Mein Name ist Sigrid Schefer-Wenzel und ich unterrichte in diesen beiden Studiengängen.

00:02:04
 Igor Miladinovic: Heute reden wir über die Lehrveranstaltung Programmierung 1 im ersten Semester des Bachelorstudium. Das ist die größte Lehrveranstaltung in diesem Semester. Eine sehr wichtige Lehrveranstaltung. Es gibt viele andere Lehrveranstaltungen, die darauf aufbauen. Als Gäste haben wir Jürgen Falb und Michael Strommer, die diese Lehrveranstaltungen abhalten. Und am Anfang würde ich Michael und Jürgen bitten, sich kurz vorzustellen.

00:02:32
 Jürgen Falb: Ja, herzlich willkommen! Mein Name ist Jürgen Falb, ich bin nebenberuflich Lehrender an der Fachhochschule und bin CTO einer Firma, einer Softwarefirma mit 35 Mitarbeitern und bin leidenschaftlicher Software Entwickler und Architekt und unterrichte mit vollem Enthusiasmus hier Programmierenm weil das mich mein ganzes Leben lang schon begleitet und es quasi auch immer wichtiger wird.

00:03:09
 Michael Strommer: Hallo auch von meiner Seite. Mein Name ist Michael Strommer. Ich bin ebenfalls nebenberuflich tätiger Lektor am FH Campus Wien und unterstütze eben Jürgen bei dieser Lehrveranstaltung Programmierung 1, mit anderen Kollegen natürlich auch noch und vielleicht nur kurzer Hintergrund zu mir: Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert, hab dann lange Zeit in der Forschung gearbeitet auf der TU Wien, dann auch noch privat in einem Forschungsunternehmen, war dann auch in der Industrie tätig, lange Zeit als Software Projektmanager und bin sozusagen immer schon sehr praxisorientiert unterwegs gewesen und weiß, worauf es natürlich auch hier ankommt, was wichtig ist für Firmen, worauf Wert gelegt wird und was natürlich auch die Anforderungen an Programmierer Programmiererinnen so sind. Heute bin ich großteils auch noch selbstständig tätig, mache immer wieder Consulting Aufträge und habe natürlich aber auch meinen Fokus hier die Lehre gelegt und auf der Verbesserung der Lehre.

00:04:13
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielen Dank. Was sind denn die Inhalte der Lehrveranstaltung Programmierung 1 ?

00:04:16
 Jürgen Falb: Die Inhalte der Lehrveranstaltung Programmierung 1 haben mal zum Ziel, die Grundkenntnisse des Programmierens zu vermitteln. Dazu zählen quasi die Grundkompetenzen, um mal mal einfache Programme erstellen zu können. Das heißt, man muss in der Lage sein, Abläufe einerseits zu analysieren. Ich muss mir mal eine Problemstellung anschauen können und mir dann überlegen Okay, was sind denn die Abläufe, um das Problem zu lösen und dann das quasi in eine Programmiersprache umzusetzen? Weiters ist es natürlich wichtig, beim Programmieren die Kompetenz zur Fehlersuche sich anzueignen. Das hat meistens so ein bisschen CSI Charakter, halt gewisse Evidenzen, Hinweise und muss halt da quasi herausfinden was sind quasi Fehler und wie kann ich sie beheben. Für Programme an sich ist es sehr wichtig, Kontrollstrukturen zu beherrschen, dass ich sagen kann Okay, welche Schritte müssen denn öfters durchgeführt werden? Welche Schritte sind optional in einem Programm? Des Weiteren ist dann als Inhalt die einzelnen Programmierparadigmen, d. h. wir fangen an mit einer strukturierten Programmierung, das heißt Schritt für Schritt Abläufe beschreiben und gehen dann über zu einer objektorientierten Programmierung, was quasi das standard Programmierparadigma, heutzutage ist. Für das Programmieren schauen wir uns das Ganze anhand verschiedenster Beispiele an. Die Domäne fürs Programmieren ist sehr weit gefasst. Software ist heutzutage überall vertreten von Hardware Geräten, sei es jetzt am Smartphone mit Apps am Desktop, Anwendungen, Web Anwendungen bis zu embedded Systems mit Haushaltsgeräten, Netzwerk, Hardware und so weiter. Also wir schauen uns hier auch verschiedenste kleine Beispiele dazu an, die auch in Übungen quasi vertieft werden. Inhaltlich gibt's spannende objektorientierte Konzepte, die wir uns anschauen. Sprich Vererbungs Konzepte, wie kann man Schnittstellen gut designen, wenn mehrere Komponenten bzw. auch mehrere Programmierer miteinander arbeiten? Oder Programmiererinnen? Das sind so quasi die Hauptinhalte in Hüter der Lehrveranstaltung. Da ist natürlich auch wichtig, dann ein Gefühl dafür zu bekommen. Okay, wie kann ich ein System analysieren, aus welchen Komponenten besteht ein System? Wie interagieren einzelne Komponenten miteinander? Das sind quasi so auf Fähigkeiten, die fürs Programmieren relevant sind, dass man hier in der Lage is, ein System zu beschreiben und in eine Programmiersprache umzusetzen. Aus Sicht der Programmiersprache schauen wir uns die Programmiersprache Java an. Das ist eine sicherlich am weit verbreitetsten objektorientierte Programmiersprache. Da ist man gut gerüstet für verschiedenste Jobs in der Softwareentwicklung und stelle auch eine gute Basis dar für das Lernen von weiteren Programmiersprachen.

00:07:43
 Igor Miladinovic: Vielen Dank, Jürgen und ihr habt schon erwähnt, das ist eine sehr große Lehrveranstaltung. Wir reden von einem Viertel von Semester Wochenstunden im ersten Semester. In ECTS Punkten ist es sogar mehr als ein Viertel und es ist eine integrierte Lehrveranstaltung. Du hast schon erwähnt, da gibt's auch eine Übung und eine Vorlesung. Mich würde interessieren, wie diese Lehrveranstaltung genau organisiert ist.

00:08:08
 Michael Strommer: Igor, du hast schon richtig erwähnt: Die Lehrveranstaltung ist als integrierte Lehrveranstaltung konzipiert. Das heißt, der Übungsteil und Vorlesungsteil verschmelzen miteinander. Es ist sogar noch mehr hier als eine LV. Es handelt sich um ein Modul. Und dieses Modul besteht nicht nur aus Programmieren 1, sondern auch aus der Lehrveranstaltung Teamarbeit. Und das ist natürlich eine spannende Kombination. Die Verzahnung dieser beiden Lehrveranstaltung, ist dann realisiert über ein Lehrveranstaltung übergreifendes Projekt. Das heißt, bei diesem Modul sind jetzt nicht nur die Kollegen der Lehrveranstaltung Programmieren 1 involviert, sondern auch noch die Kollegen der Lehrveranstaltung Teamarbeit. Das heißt, hier gibt es sehr viel Überschneidungen und auch sehr viel Abstimmung, damit das Ganze eben auch für die Studierenden eine spannende und spannendes Modul wird. Die Lehrveranstaltung Programmieren also als Idealform ist so aufgebaut, dass es einem Plenums Teil gibt. Dieser Plenums Teil wird von Jürgen gehalten. Da wird im Wesentlichen die Theorie erläutert und erklärt und mit Beispielen vertieft. Wir könnten sagen, das ist so eine Art interaktiver Vorlesung, wo viel diskutiert wird, wo viel Involvement auch der Studierenden gefordert wird und auch genutzt wird. Und dann gibt es diesen diesen Übungs Teil. Und es geht auch darum Programmieren lernt sich nicht durch die graue Theorie alleine, sondern es geht ums Üben, Üben und noch viel mehr Üben. Und der Übungs Teil soll da eben unterstützen. Es gibt eine Vielzahl von Übungsaufgaben, die hier in Einzelarbeit zu absolvieren sind. Es gibt dann auch in der Mitte des Semesters eine Leistungs Überprüfung in Form von einem praktischen Übungs Test. Und dann ab ungefähr zwei Drittel der Lehrveranstaltung beginnt das Projekt, das eben hier in Zusammenarbeit mit Teamarbeit ausgeführt wird. Das Projekt an sich ist natürlich für viele, die noch nie in einem Team gearbeitet haben, noch nie programmiert haben, eine große Herausforderung. Allerdings zugleich auch eine große Motivation, da hier ein Thema selbst gewählt werden kann. Es können hier die Rahmenbedingungen, die die Applikation sozusagen dann umfassen, selbst gewählt werden. Es können grafische Anwendungen erzeugt werden. Es kommen dann auch sehr spannende Ergebnisse dabei heraus, die die dann natürlich auch zusätzliche Motivation darstellen. Führt diese Projektarbeit und auch für die ganzen Übungsaufgaben verwenden wir Tooling, Entwicklungsumgebung an, die sozusagen State of the Art darstellen. Also wir verwenden auch Versionierung, GitHub ist im Einsatz. Die Studierenden kommen sehr rasch schon mit den Technologien, die auch in vielen Firmen eingesetzt werden hier in Projekten sehr rasch in Berührung und lernen sie sehr rasch kennen. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Was die Übungsaufgaben selbst angeht Auch hier verwenden wir bereits GitHub, nämlich ein spezielles Projekt auch von von dieser Plattform, nämlich GitHub Classroom. Das unterstützt uns hierbei, die Übungsaufgaben auch automatisch zu benoten und zu beurteilen und auch zu überprüfen, ob das Richtige hier programmiert worden ist. Also wie gesagt, hier schon sehr früh im Studium kommen die Studierenden mit den Tools, die auch in der Praxis zum Einsatz kommen, in Berührung.

00:11:50
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wir bekommen häufig von Interessentinnen und Interessenten für unser Studium die Frage, wie sie sich denn auf Programmieren vorbereiten können, also viele unserer Bewerberinnen und Bewerber haben oft noch keine oder sehr wenig Programmier Erfahrung. Jetzt habt ihr schon sehr viel Erfahrung im Unterricht mit unter anderem acht Programmier Anfängerinnen und Anfängern. Habt ihr Tipps für Leute, wie sie sich darauf vorbereiten können? Im Vorfeld, also vor dem Studium noch? Oder wie sie am besten während der Lehrveranstaltung vorgehen, um möglichst viel mitzunehmen aus dieser Lehrveranstaltung.

00:12:26
 Jürgen Falb: Also Tipps gibt's auf verschiedensten Ebenen zur Vorbereitung fürs Programmieren, gerade für die, die noch nie programmiert haben. Es gibt dazu einerseits mal sehr gute Online Tools, um sich mal prinzipiell mit der Idee oder mit der Vorgangsweise beim Programmieren vertraut zu machen, wie z.B. vom MIT Scratch. Da ist man noch gar nicht so sehr stark in einer Programmiersprache gebunden, sondern das ist eher ein grafisches Tool, was einer normal ermöglicht, quasi sich diese strukturierte Denken und auch das Denken in quasi Abläufen anzueignen. Das kann man grafisch machen. Es gibt sehr gute sogenannte Playgrounds, wo man einzelne Befehle auch oft ausprobieren kann für verschiedenste Programmiersprachen, sodass man hier quasi sieht, ok wie verhält sich ein Befehl? Was führt der aus? Wenn ich kleine Änderungen mache, sehe ich die sofort dabei. Also da kann man schon mal quasi auch vorab üben und sieht auch so quasi schnell a einen gewissen Erfolg. Natürlich sehr hilfreich, quasi Richtung Übungen, Richtungen, logischen Denken, Systemanalyse zu machen, dass man sich mal hinsetzt und sich irgendein System anschaut, zerlegt in Einzelteile, schaut, wie interagieren Einzelteile miteinander, bis hin zur Grundkompetenzen, die dann auch beim programmieren sehr stark helfen. Es gibt für viele Programmierer sehr gute Plattformen, die ganz konkret auf bestimmte Fragen eingehen, wie Stack Overflow zum Beispiel. Also wenn mal sehr konkrete Fragen hat, ist das z.B. sehr hilfreich. Man findet im Internet sehr viele Tutorials, auf die wir auch hinweisen mit ganz einfachen Standardbeispielen, die sich anbieten, hier ganz am Anfang zu lösen. Aber man darf sich beim am Anfang keine zu großen Aufgabenstellungen vornehmen. Programmieren an sich in der Praxis ist ja ein Vorgang, der über einen längeren Zeitraum erfolgt und wo man ja meistens im Team sogar programmiert oft. Dann muss man halt aufpassen am Anfang, dass man sich wirklich nur eine ganz kleine Aufgabe heraussucht, die einen am besten auch noch interessiert. Dann kommt man auch sehr schnell zu einem Erfolgserlebnis. Wichtig vom Mind-Set her ist auch z.B. gerade beim Fehlversuchen, also Programmieren ist ja immer fehlerbehaftet, die wenigsten Programmierer, auch wenn sie schon viel Erfahrung haben, werden auf Anhieb am Anfang ein fehlerfreies Programm erstellen können, aber da ist quasi dieser Spirit das man CSI mässig sich die einzelnen Spuren, Hinweisen, Fehlermeldungen nachgeht und versucht herauszufinden, was kann da die Ursache sein? Das heißt durchaus auch ein spannender Punkt, wenn man das so zielstrebiger verfolgt. Da lernt man dann auch wirklich am meisten beim Programmieren. Wenn man hier schafft die Fehler zu beseitigen und das ist wirklich ein spannender Vorgang. Ich kenn viele Programmierer, die am liebsten nur Fehler suchen in Programmen und jetzt gar nicht unbedingt so von Grund auf ein neues Programm erstellen wollen. Das ist wirklich ein Punkt, wo man keine Angst davor haben darf, beim Programmieren quasi hier auch Fehler zu machen. Wenn man die aber behebt, dann kommt man ja sehr schnell zu einem Ergebnis. Es gibt auch sehr viele gute Literatur am anschauliche Bücher dazu. Möglichkeiten gibt's hier viele. Was man vielleicht auch mitbringen sollte beim Programmieren, sind auch genug Englischkenntnisse. Das ist sehr hilfreich. Gerade die Softwarewelt ist sehr stark im englischsprachigen Raum verwurzelt und sehr viele Lösungen und Fragen, findet man im Internet halt meist nur auf Englisch und auch Source Code, den man schreibt im Programm ist typischerweise alles in Englisch. Also das hilft auch gut beim Einstieg, wenn man hier sich dementsprechend hier drauf vorbereitet.

00:16:42
 Michael Strommer: Ich würde gerne auch noch anmerken, ein paar Tipps für während des Studiums. Also ich habe schon gesagt Programmieren lerne ich durch viel, viel, viel Üben. Programmieren ist ein Handwerk, das kann ich erlernen. Das ist kein Rocket Science. Programmieren lerne ich durch Beispiele. Also Beispiel getrieben Learning by example sozusagen. Ich schaue mir Lösungen an. Ich schaue Wie kann ich diese Lösungen für mich adaptieren? Wie kann ich die daraus lernen und einsetzen? Es hat viel mit Reimund Ärger zu tun. Es hat da Jürgen schon gesagt und vielleicht noch als als Leitfaden, den ich allen mitgeben wollen würde es sozusagen am Ball bleiben. Also von vorne weg immer mit lernen, mit üben und ja, nicht die Motivation verlieren und von Anfang an sozusagen hier programmieren lernen.

00:17:34
 Sigrid Schefer-Wenzl: Vielen Dank für diese Tipps. Jetzt kommen wir zu einer Frage, die nicht so einfach hier. Die Antwort auf diese Frage könnte deswegen auch sehr lang dauern. Weil das eine Lehrveranstaltung ist, die auf viele Berufe vorbereitet. Auf welche sagen wir Kernberufe bereitet diese Lehrveranstaltung vor?

00:18:00
 Sigrid Schefer-Wenzl: Die Lehrveranstaltung bereitet natürlich in erster Linie darauf vor, Software Developer zu werden. Wir haben natürlich auch die Möglichkeit, in der Architektur Jobs und Stellen zu besetzen. Oder wenn ich an meine Vergangenheit denke: Software Projektmanager. Das ist natürlich auch ein standard Beruf, den ich eben danach erwerben kann. Nach Absolvierung der diversen Programmier Lehrveranstaltungen hab ich kann natürlich auch im Bereich des Software Testens oder auch das Qualitätsmanagements und hier tätig werden. Also da gibt's einige, einige Berufe und natürlich auch der Weg in die Selbstständigkeit. Also da kann der Jürgen natürlich vieles erzählen, ist natürlich offen.

00:18:47
 Jürgen Falb: Natürlich gibt's auch hier noch Berufe, wo quasi Softwareentwicklung wichtig ist, z.B. der ganze DevOps Bereich heutzutage viele Infrastruktur Aufgaben in der Industrie werden heutzutage programmiert. Also es ist ein sehr weites Feld wo man Software einsetzen kann und auch Domänen übergreifend. Also Programmierer sind für quasi für alle Domänen da, kommen in allen Domänen heutzutage vor. Von Medizin über Grafik, über Computerspiele, über Finanzwesen. Also so gut wie in jedem Lebensbereich gibt's irgendwo Teile, die heutzutage in Software gelöst sind.

00:19:32
 Sigrid Schefer-Wenzl: Wenn ihr euch von euren künftigen Studierenden etwas wünschen könntet, was wären denn die drei wichtigsten Sachen, die sich Studierende aus eurer Lehrveranstaltung mitnehmen soll?

00:19:45
 Igor Miladinovic: Das Allerwichtigste wäre, dass man in der Lage ist, quasi Problemstellungen, die man aufgetragen bekommt, formalisieren zu können. Das heißt, dass ich eine Spezifikation dazu erarbeiten kann. Eine Lösungskompetenz, das ich hier strukturiert, die Schritte überlegen kann die notwendig sein, die der Computer ausführen muss, sodass ich damit quasi mir mein Programm eine Software modellieren kann und erstellen kann, dass ich in der Lage bin, die Abläufe, die hier notwendig sind, beschreiben zu können. Das sind, glaube ich so diese Grundkompetenzen, die man als Programmierer quasi Erlernens sollte, um dann quasi mitbringen sollte. Natürlich ist es dann gut, eine Programmiersprache zu beherrschen. Das ist nämlich eine gute Basis, dann, um im Berufsleben sehr schnell auf andere Programmiersprachen umsteigen zu können. Also das wären so die wichtigsten Kompetenzen, auf die wir schauen, wenn wir jetzt in der Firma Softwareentwickler anstellen.

00:20:54
 Michael Strommer: Und natürlich noch Teamarbeit, möchte ich noch hinzufügen.

00:20:58
 Igor Miladinovic: Vielen Dank, Jürgen Michael. Damit sind wir mit den inhaltlichen Sachen eigentlich fertig. Wir kommen jetzt zu den Fragen, die etwas persönlicher sind, um halt ein Bild von von euch zu bekommen. Und die erste Frage von mir wäre Was ist das erste Erfolgserlebnis beim Programmieren bei euch?

00:21:24
 Jürgen Falb: Aber das erste Erfolgserlebnis bei mir is, sobald etwas am Bildschirm erscheint, das im weitesten Sinne dem entspricht, was ich mir quasi erwartet habe. Man muss nicht dem im Detail entsprechen, aber sobald am Bildschirm irgendetwas aufscheint, von simplen Text bis zu Grafiken. Das ist dann schon ein Erfolgserlebnis. Oder wenn ich einen Fehler gefunden habe und ihn gelöst habe. Das sind so die klassischen Erfolgserlebnisse beim Programmieren.

00:21:56
 Igor Miladinovic: Okay. Und wenn wir jetzt etwas zurückblicken, was war, also ihr habt beide sehr viel Erfahrung in Programmieren, aber was war so das erste Erlebnis bei irgendeinem kleinen Programm oder einem größeren Programm, wo man so wirklich so ein Erfolgsgefühl gehabt hat?

00:22:14
 Jürgen Falb: Naja, was natürlich dann auch ein Tupper Erfolgserlebnis ist, ist natürlich, wenn meine Software geschrieben hat, die dann auch in der Praxis von vielen Leuten verwendet wird.

00:22:27
 Igor Miladinovic: Und bei dir, Michael?

00:22:29
 Michael Strommer: Mein erstes Erfolgserlebnis, das ist natürlich schon eine Zeit lang her, ich muss dann jetzt kurz überlegen. Das war noch unter der Studienzeit, als ich das erste Mal an einer OpenGL Anwendung in C++ programmiert habe. Ohne irgendeine Grafik Engine und ich weiß noch das war so ein Realt-Time-Strategy Game im Star Wars Universum, als der Todesstern das erste Mal seinen Superlaser abgefeuert hat.

00:22:54
 Sigrid Schefer-Wenzl: Danke! Vielen Dank! Jetzt ist es natürlich so, dass jede Programmiersprache bestimmte Besonderheiten und vielleicht auch für bestimmte Einsatzbereiche besser geeignet ist. Aber ob Sie irgendeine Programmiersprache in der ihr am liebsten programmiert?

00:23:11
 Jürgen Falb: Das ist schwer zu sagen. Ich habe ziemlich viele Programmiersprachen in meinem Leben schon ausprobiert. Ich programmiere am liebsten in Programmiersprachen, die auch eine gewisse Einfachheit und ästhetische Schönheit haben. Und von den modernen Programmiersprachen finde ich da z.B. Kotlin.

00:23:31
 Michael Strommer: Java.

00:23:32
 Igor Miladinovic: Das war eine sehr eindeutige Antwort. Interessanterweise sind gerade Kotlin und Java durch Android auch etwas verwandt. Gut. Und die letzte Frage aus dieser Gruppe Was bedeutet für euch eine gute Vortragende oder ein guter Vortragender?

00:23:50
 Michael Strommer: Für mich ist das Wichtigste, die Inhalte verständlich und so einfach wie möglich zu transportieren. Und natürlich auch eine riesige Menge Geduld auch mit zu bringen.

00:24:02
 Jürgen Falb: Für mich ist das Wichtigste quasi die Studierenden quasi mitzunehmen, festzustellen, wenn irgendwo Unklarheiten sind. Weitere Beispiele dazu zu bringen, die Motivation zu fördern beim Programmieren, weil es gibt viele interessante, spannende Programme, die man erstellen kann. Und ich glaube, wenn man als Vortragender schafft, die Studierenden dahingehend zu motivieren und sie zu unterstützen primär beim Programmieren. Ich glaube, da hat man dann recht viel erreichen.

00:24:39
 Igor Miladinovic: Vielen Dank, Jürgen, Michael, danke, dass ihr heute mit uns wart. Und danke auch für diese Einblicke in die Lernveranstaltung Programmierung 1 in eure Lehrveranstaltung. So liebe Zuhörer und Zuhörerinnen. Wir hoffen, dass Ihnen diese Einblicke gefallen haben und wünschen Ihnen viel Erfolg mit den Inhalten dieser Lehrveranstaltung und zum nächsten Mal.

00:25:11
 Jürgen Falb: Vielen Dank auch von meiner Seite, dass man die Lehrveranstaltung vorstellen haben dürfen. Und ich freue mich auf ein Semester mit euch.

00:25:20
 Michael Strommer: Gleichfalls

00:25:21
 Sigrid Schefer-Wenzl: bis zum nächsten Mal. Vielen Dank!