Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
#134 Zeiträuber
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Hast du manchmal das Gefühl, andere Menschen rauben dir die Zeit? Sie reden, ohne aufzuhören und merken gar nicht, dass du eigentlich gar nicht mehr zuhören möchtest.
Diese Zeiträuber entlarve ich mal kurz in diesem Podcast für dich. Und fasse die wichtigsten drei Facts kurz zusammen.
Also, wenn du dir die Zeit nehmen MÖCHTEST, hör' gerne rein.
Ich wünsche dir dein bestes Leben!
Deine Monika 🤍
Nachhaltig denken. Fühlen. Erfolgreich leben. Ein Podcast von Diplom-Psychologin und Unternehmercoach Monika Morowitz.
SPEAKER_01Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge. Dieses Mal im Vergleich zu letzter Woche mit einer neuen kraftvollen Stimme. Sie ist wieder da. Und heute geht es um das Thema Zeit. Vielleicht gehörst du zu Menschen oder zu den Menschen, die gerne mehr Zeit hätten. Oder vielleicht auch zu der Gruppe von Menschen, die sich darüber gerne aufregen, dass andere Menschen ihnen irgendwie ein Kotlet an die Backe reden und ihre Zeit rauben. Und wenn das der Fall ist, dann kann ich dir sagen, diese Gruppe ist wahnsinnig groß. Also die Menschen, die sich mehr Zeit wünschen und die das Gefühl haben, andere rauben ihre Zeit, ist eine große, große Gruppe. Und ich habe mir überlegt, mit dir heute drei Fakten zu teilen, die ich mir zu diesem Thema überlegt habe. Deshalb wird die Folge auch kurz und knackig sein. Also der erste Fakt ist zu dem Thema Zeiträuber, also zu dem Thema, dass uns andere Menschen unsere Zeit nehmen und klauen. Es gibt keine Zeiträuber. Ja, es gibt sie nicht. Denn im Gegensatz zu ganz vielen anderen Themen, also dir kann eine Hose, ein Auto geklaut werden von jemand anderem. Oder du kannst etwas anderes abgenommen bekommen, aber nicht deine Zeit. Und ich glaube, dass wir Menschen uns darüber sehr selten Gedanken machen, dass uns, dass kein anderer Mensch in der Lage ist, uns unsere Zeit zu klauen, wenn wir dafür nicht die Tür öffnen und es abgeben, unsere Zeit. Und so profan sich dieser Punkt anhört, ja, so wichtig ist er, also sich mal darüber Gedanken zu machen, dass das wirklich gar nicht möglich ist, dass uns jemand Zeit nimmt, unsere wertvolle Zeit nimmt, sondern wir geben sie ab. Haben dabei vielleicht danach schlechte Gefühle, okay, aber wir geben die Zeit hin. Wir geben sie ab dem anderen. Also erster Punkt, es gibt gar keine Zeit räuber. Wir geben die Zeit ab. Der zweite Punkt ist, wir sind häufig nicht fokussiert. Das ganze Leben kannst du sagen, welche Absicht lebst du in deinem Leben lebst? Das ist vielleicht so das übergeordnete, große Ziel, so ein Titel über deinem Leben. Wo geht deine Reise hin in deinem Leben? Was ist deine Absicht, was ist dein großes Ziel? Das ist der erste Punkt, dass das schon mal die wenigsten Menschen für sich richtig klar benennen können. Und dann kannst du das ja auch runterbrechen auf einen zehn Jahres-Zeitraum. Du kannst es auch runterbrechen auf ein Jahr. Und auch genauso spannend ist es, das auf Tage runterzubrechen. Was ist heute an diesem Tag dein Ziel, deine Absicht, dein Fokus? Denn dort, wo dein Fokus liegt, da geht deine Energie hin. Wenn wir keinen Fokus für den Tag setzen, dann dann wir sinnlos in den sozialen Medien unserer Zeit oder gucken Netflix-Serien oder verlieren uns beim Shoppen oder verlieren uns beim Rumprütteln. Sorry. Das heißt, wenn wir auch den Fokus für den Tag nicht benennen, haben wir keine Macht über unsere Zeit. Dann ist der Tag rum und dann denken wir, ey, was haben wir eigentlich heute gemacht, neben allen To-Dos an Arbeit und so weiter, die so von uns gefordert werden? Aber wo lassen wir unsere Zeit? Wo haben wir unseren Fokus gesetzt? Und du kannst sogar noch kleingliedriger machen, indem du dir sagst: So was ist jetzt so meine Absicht für die nächste Stunde? In welcher Qualität möchte ich meine Lebenszeit verbringen? Oder wie möchte ich gerade das nächste Treffen gestalten, das nächste Meeting, das Abendessen zu Hause mit der Familie oder mit Freunden oder auch ganz bewusst alleine gewählt? Setzt dir im Laufe des Tages auch da immer wieder kleine Fokuseinheiten. Worauf möchtest du dich fokussieren? Und wenn du das täglich tust, und das ist eine super Trainingssache, also ich mache das immer, immer wieder. Klar, gibt es auch mal Tage oder Phasen, wo ich es vergesse, aber sich immer wieder daran zu erinnern und zu denken, okay, das ist jetzt diese Einheit vom Tag, diese zwei, drei Stunden, diese Stunde, und sich dazu immer wieder einen neuen Fokus und eine neue Absicht zu setzen, damit gehst du bewusst mit deiner Zeit um, mit deiner Lebenszeit. Und dadurch bekommt sie einen anderen Wert. Das heißt, damit verbunden ist natürlich auch die Frage, wie wertvoll ist dir deine Lebenszeit, deine Alltagszeit? Wie viel Liebe und Beachtung schenkst du dir selbst in deiner Zeit? Oder wie viel Liebe steckst du in deine Zeit? Das ist damit verbunden. Und wenn du viel Liebe dafür hast, dann fokussiere dich in den kleinsten Einheiten am Tag. Und der dritte Punkt ist, und ich glaube, da bleiben auch viele Menschen hängen, das kriege ich sehr, sehr viel mit, auch in meinen Coachings, dass ich den Satz immer wieder höre, ja, aber das ist ja auch nicht so nett, wenn ich die Leute dann unterbreche, die eben mit mir Gespräche anfangen. Oder dass man nicht wie so ein Egoist daherkommen möchte oder wie jemand, der nicht empathisch ist oder der nicht mitfühlend ist. Und meine Entschuldige bitte, ich muss jetzt ein paar mal husten. Meine Absicht ist nicht zu sagen, sei ein Egoist und sei gar nicht da für andere Menschen. Ganz bestimmt nicht. Sondern das, was ich sage, ist, sei dir bewusst, wem du gerade wirklich Empathie schenken möchtest. Sei dir dessen bewusst und wähle es oder wähle es nicht, weil ich bin davon ganz klar überzeugt, dass es wirklich noch unnetter ist, jemanden vorzugaukeln, man würde ihm zuhören und man wäre empathisch und bei der Sache, wenn man eigentlich innerlich total genervt ist, am liebsten weg wäre, raus aus der Situation, das ist doch nicht nett. Also ganz ehrlich, das ist doch nicht nett. Und ich finde persönlich, dass eine aufrichtige, ehrlich wertschätzende Kommunikation sehr, sehr viel netter ist, als etwas innerlich auszuhalten, was du gar nicht möchtest. Also angenommen, die ist heute aus welchen Gründen auch immer nicht danach, mit deiner Nachbarin das Pläuchchen zu halten, wo sie dir ganz viel über ihre Probleme erzählt, zum Beispiel. Oder dass ein Mitarbeiter noch mit einem privaten Thema kommt, was gerade deine emotionalen Kapazitäten für heute Abend sprengt. Es ist immer fair zu sagen, du, ich merke, das Thema ist wirklich wichtig für dich und ich habe dafür heute gerade gar keinen Raum. Also weil ich, ich bin zeitlich jetzt begrenzt, ich habe den nächsten Termin und ich möchte dir nicht mehr zum halben Ohr zuhören. Ist es okay, wenn wir das Thema nochmal aufs nächste Mal verlegen? Oder wenn du merkst, dass das auch dein Themenspektrum überschreitet, zu sagen, ich merke, das Thema ist dir wirklich wichtig und es geht dir auch sehr nah. Und ich merke, es überfordert mich in meiner Kompetenz, dir da tatsächlich zur Seite stehen zu können. Wäre es möglich, dass du da dir professionelle Hilfe holst oder wie kann ich dich unterstützen, dass du da in gute Hände kommst? Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass du ehrlich mit dir bist und dass du dann auch ehrlich mit dem anderen bist. Es ist nicht nett, jemandem Empathie vorzuspielen und deine Zeit hinzuwerfen oder dir abnehmen zu lassen, ohne dass du damit bewusst bist. Und manchmal gibt es Situationen, da ist dein Herz offen, eben mit deinem Nachbarn das Gespräch zu führen, wie es ihm oder ihr gerade geht. Oder dir auch tiefere persönliche Themen von deinen Mitarbeitern anzuhören und manchmal halt eben auch nicht. Und es geht nicht, dem anderen das vor Natz zu knallen, zu sagen, ey, weißt du was, geh mir damit weg. Das sage ich ja nicht damit, sondern in einer angemessenen Form. Du bist dein Chef über dein Leben, über deine Gedanken, über deine Gefühle und auch über deine Zeit. Das heißt, kein anderer kann einwirken auf dich, was du denkst, was du fühlst und wie du deine Zeit verliebst. Wenn du zum Beispiel sagst, ja, aber wenn ich, ich kann ja nicht irgendwie alles alleine wählen, mein Tag ist so voll und ich bin so eingebunden in meinem Job, in der Firma, mit meiner Familie, mit meiner Partnerin, mit meinem Partner, dann ist die Frage, hast du die Aufgaben gewählt? Und wenn ja, warum dem auch dann nicht zustimmen? Also warum wählst du etwas und machst es dann nicht gerne? Oder zu sagen, ich habe manche Sachen gar nicht richtig bewusst gewählt. Dann geh nochmal einen Schritt zurück und stell dir die Frage, wählst du sie oder wählst du sie jetzt nicht? Und wenn du sagst, manche Entscheidungen kannst du natürlich auch nicht von heute auf morgen zurückdrehen. Aber wenn du sie zum Beispiel heute nochmal neu wählen würdest innerlich und dazu eher alleinkommt, dann nimm es konstruktiv in dein Leben mit und guck, ob du Aufgaben abgeben kannst. Auch zu Hause, auch die Betreuungszeit, ob du da nicht eine neue Verlagerung reinbringen kannst. Oder dass du sagst, ich habe eine eigene Firma aufgebaut und merke, das ist aber nicht das, was ich gerne langfristig machen möchte. Auch da, natürlich, hast du eine Verantwortung zu tragen und kannst dich von heute auf morgen einfach nicht mehr erscheinen. Das ist ja deine Firma und deine Mitarbeiter und da hängt auch vieles dran und auch womöglich ein paar Kredite. Du kannst dich aber immer wieder neu ausrichten. Wo legst du deine Lebenszeit rein? Wo möchtest du deinen Fokus draufsetzen? Wo darf deine Energie hinfließen? Weil Energie ist auch Lebenszeit. Auch unsere Gedanken, das ist auch Lebenszeit, weil wir ja unsere Gedanken brauchen ja Zeit. Die entstehen ja unserem Kopf und wirbeln da so rum und machen sich manchmal ganz groß. Da steckt ja überall unsere Lebenszeit drin. Und wir sind uns manchmal dessen gar nicht bewusst, wie viel Macht und wie viel Kraft und wie viel Entscheidungskompetenz in uns ist über so viele Dinge in unserem Leben. Deshalb wollte ich dich daran erinnern, dass du keinen Zeiträubern ausgesetzt bist, sondern dass es um eine gesunde Abtrennung geht, eine Abgrenzung geht. Dass du merkst, so möchtest du deine Zeit lassen und dass du genauso merkst, so möchtest du die Zeit nicht lassen. Das ist nachhaltig umgehen mit Zeit, mit Gedanken, mit Gefühlen und mit allem, was in deinem Leben passiert. Das ist ja auch der Sinn des Podcasts, nachhaltig mit deinem Inneren umzugehen, mit deinen Ressourcen. Und Zeit ist unsere wertvollste Währung. Ja, also, das war jetzt mal kurz und knapp. Mal über die Zeit räumen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Das sind nur so Hirngespinste von uns. Überdenke es, fokussiere dich, richte dich neu aus. Und übe, übe, übe. Es macht wirklich Spaß, weil gerade in diesem Bereich kannst du auch so quick wins schnell generieren. In diesem Sinne, ich wünsche dir dein bestes Leben. Bis nächste Woche!
SPEAKER_00Der Podcast von Diplompsychologin und Unternehmercoach Monika Moritz.