Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
# 139 Es ist
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Also, in dieser Folge spreche ich von diesem einen Satz: "Es ist". Welche Power in diesen Worten für dich steckt, erfährst du in dieser Folge. Und ich bin so gespannt, ob du sie auch spürst...?!
Deine Monika
Nachhaltig denken fühlen Erfolgreich leben, ein Podcast von Diplom-Psychologin und Unternehmercoach Monika Morowitz.
SPEAKER_00Hallo, ich grüße dich sehr, sehr herzlich zu einer neuen Folge, zu einer neuen Podcast-Folge. Und es geht in diesem Podcast immer darum, dass du eine Idee davon bekommst, wie du mit deinen Kräften, mit deinen Gefühlen, mit deinen Gedanken nachhaltig umgehen kannst. Also nicht unnötig sie verpulverst, damit rumaßt, sondern wertvoll mit deiner eigenen Kraft, mit deinen Ressourcen umgehst. Und ich erzähle sehr gerne hier in diesem Podcast aus meinen Erfahrungen im Coaching, mit ganz wunderbaren Menschen, wie sie tatsächlich auch durch ihre persönlichen Nadelöre gehen. Und natürlich erzähle ich genauso von Dingen, die ich selbst erlebe, weil ich glaube, wenn wir Menschen so wahrhaftige Geschichten dahinter spüren und sehen, dann fällt es uns leichter, auch etwas auszuprobieren. Und mir ist so ein Gedanke gekommen, etwas, was ich, ich weiß gar nicht, wann ich angefangen habe damit. Irgendwie auch durch was richtig angetriggert, weiß ich auch nicht. Naja, auf jeden Fall habe ich etwas ausprobiert, das mir unheimlich gut tut und mich so sicher durch sehr blöde Situationen navigiert. Und dieses Tool würde ich gerne mit dir teilen. Und da hole ich einmal kurz aus. Also egal wie schön, wie erfolgreich, wie wunderbar du bist, denn das bist du. Wir alle erleben mal Situationen, die wir so gerne anders hätten. Ob es vielleicht etwas ist in deinem Business, wo du denkst, oh, da möchte ich gar nicht sein. Es ärgert mich hier gerade alles überhaupt nicht so, wie ich es gerne haben möchte. Vielleicht ein Kontostand, vielleicht dann Körper, vielleicht ist es eine Situation mit deinem Partner, wo du denkst, so nicht, ja, oder es ist auch vielleicht die Frage, dass du dir so sehr einen Partner wünschst, ja, und der noch nicht, der oder die noch nicht in dein Leben gekommen ist. Oder du struggled so viel mit deinen Freunden oder du hast irgendwie eine Situation, mit der du völlig klar bist, dass du damit nicht okay bist. Und dann heißt es ja immer so schön, es sind alles nur Herausforderungen im Leben. Ja, das stimmt. Und manchmal ist es trotzdem total nervtötend. Und man will sie weghaben und man ärgert sich so sehr, weil man denkt, man hat sich noch nicht genug angestrengt oder noch nicht den richtigen Lösungsknopf gefunden. Und ich glaube, es ist wichtig, einmal zu unterscheiden von, also zwischen kleinen Herausforderungen, die wir irgendwie jeden Tag irgendwie alle bekommen. Und in den allermeisten Fällen, ohne dass es uns klar ist, greifen wir auf irgendwelche Tools in uns zurück, die uns helfen, sofort weiterzukommen. Da ist etwas, worüber du stolperst. Denkst du dir, okay, gefällt mir nicht, so zack, wendest du es irgendwie an und dann geht es weiter. Und erstmal, nochmal an diesem Punkt stehen zu bleiben, erkenne dich auch dafür an, wie vieles du im Alltag mal ebenso meisterst und wegkriegst aus deiner, irgendwie an Stolpersteinen, die irgendwie im Weg stehen, dass du all das auch schnell beseitigen kannst. Und dann gibt es Themen, wenn die sich nicht so leicht lösen und vor allen Dingen auch längere Zeit einhalten oder vielleicht auch immer wieder im anderen Gewand hochkommen, dann lohnt es sich, anders drauf zu gucken. Weil dann können wir uns da irgendwie selbst beobachten, wenn du so eine Vogelperspektive auf dich selbst einnimmst und merkst, ey, dieses Thema habe ich immer wieder. Oder in Abstemm, dass es jedes halbe Jahr kommt. Oder irgendwie etwas, was dir so gefühlsmäßig überhaupt nicht gefällt und dieses Gefühl aber immer wieder mal da ist. Da habe ich so einen Satz in mir, der mir wirklich hilft. Und zwar, es ist. Und es hört sich so doof an und denkst du, ja, okay, es ist ja, es ist, und dann will es aber irgendwie wegmachen. Dann gibt es so zwei Grundtypen. Und natürlich gibt es auch ganz, ganz, ganz viele Farben dazwischen, aber so zwei Grundtypen. Es gibt einmal die Menschen, die losrennen, einfach ins Tun kommen, um diesen Schmerz, um diese Unzufriedenheit nicht größer werden zu lassen, als sie eh schon ist. Wie Rennen, Rennen, Rennen, übers Machen, sich ablenken, übers Machen an dieser Idee festhalten, festklammern, dass alles sich löst, ja, was auch okay ist. Also es ist nicht schlecht, nicht schlimm. Es kann nur sein, dass du nicht immer damit da hinkommst, wo du gerne hin möchtest, oder auch nicht in der Geschwindigkeit irgendwie dahin kommst. Weil du powerst dich total aus und es ist wirklich, wirklich anstrengend, Vollgas zu geben, um diesen Schmerz nicht zu spüren. Es tut aber irgendwie auch weh, du bist erschöpft, weil du eben noch nicht die Lösung hast. Und es ist auch völlig in Ordnung, das mal auszuprobieren, ja, oder es auch zwischendurch mal so anzuwenden. Und dann gibt es den anderen Typ vom Mensch, der in so eine innere Resignation geht, nach dem Motto, so ja, okay, es ist jetzt, wie es ist, ich kann es nicht ändern, ich bin eh machtlos, ich bin dem ausgeliefert, da kommen so Gefühle von Ohnmacht hoch, so es eh nicht ändern zu können, als kleines Rad in dieser Riesenwelt, es irgendwie eh nicht ändern zu können, weil andere Menschen machtvoller um mich herum sind. Ich überspitze immer sehr gerne, wenn ich so zwei Typen von Menschen beschreibe, damit es dir leichter fällt, dich in irgendeine Richtung, in irgendeine Tendenz wiederzufinden, was nicht heißt, dass wir Menschen nur so sind und nur so sind. Sondern es geht darum, dir eine Idee zu vermitteln, welche groben Muster es gibt. Und in beiden Situationen ist es total anstrengend. Sich ausgeliefert zu fühlen und nicht weiter zu wissen und zu denken, ich kann es eh nicht ändern, das ist wahnsinnig anstrengend. Und loszurennen, um zu tun und alles auszuprobieren, um bloß nicht stillzuhalten, ist auch anstrengend. Und dieser Satz: der ist so viel kraftvoller, als du gerade denkst. Ich stelle mir diese Frage: Was kann ich jetzt gerade tun, wenn ich es jetzt gerade weder durch mein Tun noch alles fallen zu lassen innerlich und so traurig zu sein, wenn ich das jetzt gerade nicht ändern kann an eine Situation, dieses so lange mir zu sagen, bis mein ganzes System runterfährt. Und vielleicht beobachtest du dabei mal deine Gedanken, wenn du sagst, es ist. Das darf nicht sein, das muss aber jetzt weg und was kann ich tun. Und wir verkrampfen so sehr, in dieser Haltung die Lösung haben zu müssen. Und wir kriegen sie nicht. Und dieses es ist, bedeutet, in so einen Raum zu gehen, in dir, um dein ganzes System runterzufahren, diesen Anspruch loszulassen, dass du jetzt sofort die Lösung finden musst, dass sie in dir ist, dass du dich noch nicht genug angestrengt hast oder merkst, dass du der ganzen Welt ausgeliefert bist, sondern in diesem Raum zu verweilen und diesen Anspruch an die Lösung fallen zu lassen. Das kann so entlastend sein. Also manchmal muss ich mir das auch zehnmal sagen, bis irgendwie so ein Funke mal so zu mir durchkommt und sagt, okay, lass es jetzt, lass es jetzt. Und es geht nicht darum, die Dinge, die jetzt gerade nicht okay sind, schön zu reden. Wirklich nicht. Also auch da, das ist überhaupt damit nicht gemeint, sondern es ist, heißt es ist. Es ist jetzt gerade so, wie es ist. Und kein Gefühl dran zu hängen. Das ist der Game Changer. Weder wütend zu sein, noch hilflos zu sein, noch irgendwie sauer zu sein, rastlos zu sein, also all das nicht an diesen Satz, es ist zu hängen. Weil wenn du es wirklich schaffst, in diese Qualität des Füllens zu kommen, es ist. Was in dem Moment passiert, ist, du lässt den Widerstand los. Du lässt das kämpfen los. Sowohl im Aktionismus als auch im totalen Rückzug. Du lässt drumherum alles los. Und ich glaube, dass wir Menschen in diesem Zustand tatsächlich erstmal kommen müssen, um einen neuen Space aufzumachen in uns für die Lösung. Und in diesem Raum, das ist kein Flur, ne? Also nicht, dass du da einmal durchgaloppierst, es ist ja, ja, ja, ja, okay, zack, und wo ist die Lösung? Sondern in diesem, es ist so lange zu sein, bis du merkst, die Situation fordert dir kein Gefühl mehr ab. Und ich weiß, dass das eine Riesenherausforderung ist. Und ich übe es genau in diesen Situationen, wenn es mich am allermeisten an, um es nicht zu sagen, anärgert, okay, was gerade ist. Es ist. Und dann beruhige ich meine Gedanken, nehmen, okay, ich muss es jetzt gerade nicht gut finden, es ist egal, es ist. Wir brauchen noch nicht die Lösung, denn jetzt gerade geht es nur darum, zu fühlen, es ist. Etwas im Spiegelbild zu sehen und zu sagen, es ist. Du kannst jetzt, jetzt, jetzt in dem Moment die Situation sowieso nicht ändern. Es ist. Und ich weiß, ich wiederhole mich jetzt gerade nur, ich möchte dir so eine Idee davon geben, von diesem Es ist zu fühlen, so wirklich sacken zu lassen, dein System zu beruhigen, auch über deinen Atem, indem du nicht fließt, im Sinne von auf die Lösungsautobahn jumpst und mit 180 losfährst, sondern in diesem Es ist zu verweilen. Wir haben meistens Angst davor, wie wir uns fühlen, wenn dieses ist, bleibt. Und diesen Moment auszuhalten, in diesem Es ist zu bleiben, keine Wertung drüber zu legen, keinen Gedanken danach zuzulassen, sondern denen zu stoppen. Es ist Punkt. Und alles, was du dein Gehirn, dein Verstand dir reinhämmert und reinbrüllt, in voller Lautstärke zu sagen, stopp, es ist. Darum geht's. Und diesen Moment zu weiten, zu merken, all der Widerstand, all diese negativen Emotionen, hol mal Luft. Wir brauchen diesen Moment, um uns innerlich neu auszurichten. Und vor allen Dingen brauchen wir diesen Moment von es ist, um wahrhaftig die Erfahrung zu machen, dass wir sicher sind. Dass wir sicher sind, dass uns nichts passiert. Auch wenn die Situation so nicht bleiben soll. Denn wir verfallen ja in diese Ohnmacht oder in diese Aggression nach vorne und power uns aus bis zum Burnout, weil wir es nicht ertragen würden, dass die Situation sich nicht ändert. Und das macht uns dann deshalb so Angst und bringt uns in die Ohnmacht oder in dieses fortlaufende Rennen, weil wir nicht sicher sind, also weil wir eine maximale Angst haben über unsere Unsicherheit, dass wir irgendwie untergehen, dass wir im schlimmsten Bild nicht überleben. Und dem ist nicht so. Es ist, bedeutet den Zustand jetzt zu lassen. Nichts ändert sich mit Gewalt. Wenn du etwas mit Gewalt änderst, dann machst du es in der Regel kaputt, aber meistens nicht zu deinem Gewinn. Und ich weiß, wir probieren alle vieles aus im Leben und es darf ja auch sein. Aber dieser Impuls von es ist, gekoppelt mit alle Gedanken, die danach kommen, zu stoppen, zu sagen, es ist. Und dann wird dein Verstand dir ganz vieles nachschießen. Und dann bist du in dem Moment der Chef. Geh in diese eigene große Souveränität, die in dir ist, und zu sagen, ich halte das aus, ich bin sicher, es ist. Und der nächste Schritt wäre dann, ein Jetzt einzubauen. Also es ist jetzt so. Weil wenn du jetzt das Wort jetzt benutzt, dann macht es das Riesenproblem zu einem kleineren Problem, weil du es zeitlich eingrenzt. Wenn es jetzt so ist, öffnet sich damit ein Fenster, das es auch eine Zeit geben wird und die auch kommen kann, wo es anders sein wird. Also dieses Jetzt fokussiert deine Kraft auf die Veränderbarkeit der Situation. Es ist jetzt so. Und ich brauche noch nicht die Lösung zu wissen. Atmen, Widerstand loslassen und sich immer zu sagen, ich bin sicher. Auch wenn die Situation mir nicht gefällt, ich bin sicher. Und ich weiß, dass es die Lösung gibt, auch wenn ich sie noch nicht jetzt greifen kann. Und vielleicht denkst du dir, wie banal, ne? Also ganz ehrlich, so viel Neues ist es nicht. Ich glaube, dass wir die Power von diesem Raum, von es ist, total unterschätzen bei einer tiefgründigen Veränderung, die wir manchmal im Leben brauchen, um aus einer Situation ernsthaft gut gewachsen rauszukommen. Und ich meine nicht, irgendwie sich ablenken zu lassen durch andere Erfolge, durch Weggucken, ach, ich bin, ich kann es eh nicht ändern, sondern um eine wirkliche innere Veränderung, ein Wachstum, ein richtiges Wachstum zu erlangen, kommen wir nicht dran vorbei, in diesem, was ist, zu sein, ohne abzuhauen. Und abzuhauen, meine ich auch, das eine Gedankenflut, Entwertung, sich klein machen, sich niedermachen, sich so streng selbst sehen und mit sich selbst so streng zu reden. Das sind die Lösungskiller Nummer eins. Ehrlich, unsere Gedanken, wenn uns eine Situation nicht gefällt, diese Selbstgespräche, die wir dann führen, und ganz ehrlich, wir führen sie alle. Das ist der Lösungskiller Nummer eins. Also wir glänzen dann trotzdem nach außen, weil ja unsere Gedanken nicht hörbar sind für andere. Aber sie sind hörbar für uns und es ist der Lösungskiller Nummer eins. Hör auf damit. Hör auf, mit dir zu reden, als wärst du der letzte Dreck. Fang an, dich zu ehren. Fang an, dich in der Form zu ehren, dass du die Erfahrung machst, dass dir nichts passiert, wenn du den Widerstand gegen das, was gerade ist, aufgibst. Das ist so meine Botschaft, die ich gerne mit dir teilen möchte, weil ich finde, da ist eine Kraft drin. Die können wir uns gar nicht ausmalen, wenn wir es nicht wirklich üben. Es klappt nicht immer, aber wir können uns immer weiter darin trainieren. Und ich bin mir so sicher, dass auch du die Erfahrung machen wirst, was da für eine Kraft liegt und dir so eine vollkommen neue Grundsouveränität im Leben verleiht. Die bringt dich in so eine total neue Dimension. In diesem Sinne, ich wünsche dir dein wunderbarstes Leben. Denn es ist für dich bereit, es steht für dich bereit. Du verdienst es vollkommen. Alles Liebe, bis nächste Woche.