Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
Monika Mrowietz - Nachhaltig denken fühlen - erfolgreich leben.
#150 Soll ich bleiben oder gehen?
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Ein intensive Folge über Beziehungen. Es geht natürlich um Liebesbeziehungen UND du kannst auch jede Bitschaft auf dein Business übertragen- also deine Businessbeziehungen.
Eine Folge voller Herzensehrlichkeit und auch Erfahrunhsschätze aus meinen Coachings. Mittlerweile berate ich Menschen seit 29(!) Jahren.... 🤍.
Ich liebe es, mich immer weiterzuentwickeln und diese Reise mit dir zu teilen. We never walk alone.
Deine Monika
Nachhaltig denken fühlen Erfolgreich Leben, ein Podcast von Diplom-Psychologin und Unternehmercoach Monika Morowitz.
SPEAKER_01Hallo, einen wunderschönen Tag wünsche ich dir. Heute nehme ich die 150. Podcast-Folge für dich auf. Irgendwie crazy, oder? Es geht um ein Partnerschaftsthema. Es geht um das Thema: Soll ich bleiben, soll ich gehen, soll ich zurückkommen? Und weißt du, Partnerschaften waren schon immer ein spannendes Thema, sind ein spannendes Thema und werden auch immer ein spannendes Thema bleiben, weil es einfach so mit unserer Uressenz so viel zu tun haben, mit unserem Menschsein. Und ich hatte dir bei Instagram die Tage angekündigt, dass ich zu diesem Thema etwas machen möchte. Und die Resonanz war auch groß in persönlichen Impulsen. Und ich habe vor, in dieser Podcast-Folge natürlich auch ganz viel Persönliches von mir zu erzählen, also beziehungsweise persönliche Erfahrung auch mit dir zu teilen. Auch all das Coaching wissen, das ich gerade auch aus meinen paar Coachings sammeln kann, dir zur Verfügung zu stellen, weil ich Paare begleite, bei der Frage, sollen wir zusammenkommen, sollen wir es wirklich ernst meinen miteinander oder auch Paare, die sich vielleicht entscheiden, noch einmal zusammenzukommen oder auch Trennungscoaching im Frieden gut miteinander sein, gerade auch wenn Kinder dabei sind und auch wenn keine Kinder dabei sind, Partnerschaften und Beziehungsthemen immer vollständig zu machen für jede weitere Entscheidung. Und es geht zwar um Partnerschaften, also um Liebespartnerschaften. Und dann habe ich mir auch gedacht und festgestellt, naja, alles, was ich jetzt hier so sage, gilt natürlich auch für Businesspartnerschaften. Also wenn du mit jemandem zusammen ein Business gerade betreibst oder dir die Frage stellst, ob du mit jemandem zusammen ins Business startest, dann kannst du all diese Informationen und Marker und Impulse auch durchaus auch für dein Business nutzen. Auch wenn der Fokus oder die Sprache jetzt hier auf die Partnerschaften gerichtet ist. Mir ist ganz wichtig zu sagen, dass es nicht besser ist, in Partnerschaften zu sein und auch nicht besser ist, nicht in Partnerschaften zu sein. Und natürlich auch umgekehrt, es ist auch nicht besser, also alle Varianten, you know. Darüber möchte ich hier gar keine Wertung mit dir teilen, weil jeder von uns wirklich frei ist, zu bleiben, zu gehen, wiederzukommen, für immer zu gehen. Und das ist okay. Es ist nichts davon besser oder schlechter. Das ist auch nicht meine Motivation, diesen Podcast aufzunehmen, sondern weil ich dich mit den Impulsen in deine eigene Wahrheit begleiten möchte, die nur du kennst, die nur du fühlst, um eine wirklich freie Entscheidung darüber zu treffen. Und so richtig frei sind wir oftmals nicht. Und zwar nicht, weil wir faktisch nicht frei sind, das sind wir nämlich, sondern weil so vielen Gedanken und Erlebnissen und Erfahrungen, die wir in unserem Leben gesammelt haben, so eine vernebelte Wahrheit in uns gebildet haben, dass wir tatsächlich von diesen Erfahrungen häufig geleitet werden, auch in Entscheidungen, auch in Partnerschaften, die nicht zwangsläufig mit dem Kongruenz, also nicht mit dem deckungsgleich sind oder sind mit dem, was unsere Wahrheit im Inneren wäre. Naja, klingt jetzt, glaube ich, ein bisschen komplizierter, als ich es irgendwie meine. Es geht mir darum, dir nochmal zu sagen, es ist nicht besser oder schlechter, in Partnerschaften zu sein, es ist auch nicht besser oder schlechter, durchzuhalten, drin zu bleiben in der Partnerschaft, weil du an jeder Stelle in deinem Leben die freie Wahl hast und triffst, zu gehen oder zu bleiben. Jede Entscheidung, die wir treffen, ob jetzt zu gehen oder zu bleiben, hat eine Konsequenz. Und dieses Wort Konsequenzen mögen so viele Menschen gar nicht hören. Irgendwie hat das was Hartes für sie, was Bedrohliches, was Enges, was Angstmachendes. Das ist damit ja gar nicht gemeint, sondern alle Entscheidungen, die wir treffen, führen immer zu Folgeentscheidungen, die wir danach hier auch mittreffen und nachdem wir eine Entscheidung getroffen, auch die nächste dann treffen werden. Also jede Entscheidung hat Folgeentscheidungen. Und wenn wir so emotionsgesteuert sind und vielleicht auch voller Wut und Enttäuschung und Schmerz, dann sind wir meistens nur auf die nächste Entscheidung programmiert zu gehen oder zu bleiben. Und diesen Raum möchte ich gerne in diesem Podcast weiter öffnen, um dir wirklich mal ganz andere Facetten, oder vielleicht kennst du auch viele Facetten davon schon, zu geben, um ein größeres Bild in dir selbst zu erschaffen. Und dieses Bild gibt dir auch nochmal Kraft und den Raum viel freier zu entscheiden. Also, wie ich ja schon gerade gesagt habe, werden auch sicherlich einige persönliche Impulse reinfließen von mir, also aus meinem persönlichen Leben. Meine ganz persönliche Haltung zu diesem Thema. Also ich habe nicht den Anspruch, objektiv und rein nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gehen, sondern ich habe dazu so ein eigenes Bild, was ich nicht für richtig halte, sondern was ich für mich gewählt habe und was für mich in meinem Leben gut funktioniert. Und du kannst gucken, ob es Facetten davon gibt, die du auch für dich in dein Leben davon übernehmen möchtest. Und wie ich gerade gesagt habe, eben auch das jahrelange Coaching mit Paaren und mit Einzelmenschen. All das wird in irgendeiner Form jetzt gerade in diesen Podcast reinfließen. Starten wir mal. Was glaube ich, was ich persönlich, wovon ich ganz fest überzeugt bin, sehr, sehr wichtig ist für Partnerschaften und vor allen Dingen für Partnerschaften, in denen eine Tiefe da ist, eine Wahrhaftigkeit und vor allen Dingen auch dauerhaft echt und beglückend und erfüllend. Weil in den ersten sechs Monaten, wenn wir jemanden kennenlernen, das regeln schon unsere Hormone, all good. Ich meine, so was danach kommt und auch, was so viele Jahre danach kommt. Ich glaube, es ist sehr wichtig, sich selbst darüber im Klaren zu werden, was sind meine eigenen Werte in meinem Leben, was sind meine Top drei. Und ich finde das so spannend, wie viele Menschen das gar nicht so abrufen können. Ist ja auch irgendwie naheliegend, wenn man sich diese Frage nicht stellt, dann hat man auch gerade keine Antwort parat. Und das lege ich dir schon mal ans Herz. Wenn du vielleicht mein Buch hast, dann gibst auch da eine Übersicht von verschiedenen Werten und eine Idee, wie du da dran kommst, also das immer weiter runterzubrechen, bis wirklich deine drei wichtigsten Werte am Ende des Tages stehen auf dem Papier. Du kannst auch über einen Umweg auf deine Werte kommen, nämlich dir Gedanken zu machen, was triggert dich extrem bei anderen Menschen. Also was bringt dich so voll auf die Palme bei anderen Menschen. Darüber kannst du nämlich auch dann im Umkehrschluss darauf kommen, was sind nämlich dann daraus abgeleitet deine Werte. Und das ist deshalb so wichtig, weil wenn du mit dir erstmal klar bist, dann ist dein Kompass schon mal stärker ausgerichtet, ja, auch für den Partner, für die Partnerin in deinem Leben. Und dann ist es natürlich auch sehr wichtig, miteinander darüber zu sprechen, was sind so die Werte des anderen. Wenn du vor einer Partnerschaft bist, ist es natürlich am einfachsten, weil man dann irgendwie ganz frei vorher checken kann, passt es überhaupt oder passt es nicht. Das kannst du aber natürlich auch jederzeit in deiner Partnerschaft machen. Interessant ist, wenn so Werte wirklich so richtig auseinander gehen, dann heißt es nicht, dass es ein No-Go ist, dass man zusammenbleibt oder dass man irgendwie auch nicht glücklich zusammenbleibt. Dann ist es nur ein größerer Stretch, weil es nochmal einen viel größeren Toleranzrahmen zwischen euch beiden braucht, um respektvoll miteinander bleiben zu können. Es ist, wie gesagt, kein K.O.-Kriterium, es ist ein größerer Stretch, definitiv. Und es ist möglich, durch Toleranz, durch Respekt miteinander eine ganz neue Ebene zu erschaffen. Um es mal ganz konkret zu sein, weißt du, wenn der eine Mensch wirklich Kinder haben möchte und der andere nicht, dann ist es etwas, was man nicht wirklich diskutieren kann. Und deshalb gibt es auch tatsächlich dazu Untersuchungen von Paartherapeuten, die sagen, naja, wenn die Werte so stark auseinander gehen in manchen Punkten, dann wird es schon schwierig für Partnerschaften oder für Paare gut zusammen zu bleiben, weil einer irgendwie zurücktreten müsste von seinen Werten. Und Werte an sich sind unverhandelbar. Werte kannst du nicht diskutieren, Werte kannst du nicht relativieren, Werte sind einfach so innere Größen, wie so Statuen, die sind einfach da. Die sind auch dein Kompass. Und wenn du nach deinen Werten lebst, fühlst du dich immer lebendig, immer beflügelt und irgendwie immer richtig in dir. Umgekehrt natürlich genauso, wenn du eben gegen deine Werte leben sollst, dann bricht auch vieles weg. Und deshalb ist der zweite Punkt, den ich mit dir besprechen möchte, nämlich Träume - auch sehr wichtig, weil wenn du wirklich einen Traum hast und dein Partner, deine Partnerin einen ganz entgegengesetzten Traum hat, dann wird es auch wirklich belastend, weil kein Mensch ist auf Dauer glücklich, wenn er wirklich seinen Traum nicht leben kann. Und was dann bei uns Menschen passiert, auch wenn wir uns das im Kopf uns irgendwie zurechtbiegen, uns irgendwie erklären, uns genug Argumente zu bringen, warum es irgendwie doch okay ist, auf den eigenen Traum zu verzichten, habe ich so festgestellt, nicht nur in meinem Leben, ich komme zu meinem Beispiel gleich, sondern auch bei vielen anderen Menschen im Coaching, irgendwie schwingt da immer was mit. Also diese Traumenergie, die geht nicht weg. Und wenn wir sie aber immer irgendwie wegschieben und uns schönreden und bagatellisieren und irgendwie so einfach wegdrücken, dann kann es sein, dass das irgendwann mal kippt und du anfängst, deinem Partner, deiner Partnerin irgendwann Vorwürfe zu machen. Obwohl er oder sie ja dann dafür gar nichts kann, weil du es ja akzeptiert hast. Also die Verantwortung für deinen Traum aufgeben liegt ja bei dir, nicht bei dem anderen. Und bei mir war es tatsächlich lange Zeit so und ich möchte dazu sagen, ich bereue diesen Weg auch nicht. Ich bin nur froh, dass ich ihn irgendwann, glaube ich, zu einer richtigen Zeit für mich erkannt und auch benannt habe. Ich hatte als Kind schon immer den Traum, in einer größeren Stadt zu wohnen, zu leben. Immer. Und da war es so, mit meinen Eltern habe ich eben nicht in einer größeren Stadt gelebt und in der Studienzeit auch nicht. Und das war auch völlig in Ordnung bei mir, dass Studium viel wichtiger war, dass ich den Platz bekomme. Da wäre ich tatsächlich in jede kleine Stadt gezogen. Hauptsache, ich konnte Psychologie studieren. Und das war quasi mein Traum da, den ich nicht losgelassen habe. Und dann war der Lebensort zweitrangig, gerade auch in der Lebensphase. Also völlig klar. Und später habe ich mich dazu entschieden, in eine kleinere Stadt ins Sauerland zu ziehen. Und das habe ich auch bewusst getan. Das habe ich für die Idee einer Familiengründung getan, für einen Neustart in einer Beziehung für den Wert der Familie. Und das habe ich auch getan und diese Absicht, die hat sich auch erfüllt. Das heißt, auch da war mein Traum, der auch mit meinen Werten deckungsgleich ist, mit Familie, einer erfüllte Partnerschaft und Familie zu leben, habe ich auch damit verfolgt. Und irgendwann war das erfüllt und es ist ins Leben gekommen. Also das, was ich mir so vorgestellt habe. Und dann habe ich gemerkt, dass dieser Traum immer wieder angeklopft hat mit der größeren Stadt. Und natürlich gab es tausend Gründe, wirklich wahrscheinlich auch 1578, die dafür gesprochen hätten, in dieser kleinen Stadt zu bleiben. Weil so vieles auch in einem gewissen Alter, ich bin jetzt gerade 50 geworden, das war vor ein paar Jahren. Weißt du, dann hat man ja so sein Leben gerne auch mal so eingerichtet, dass so vieles eingestielt ist, auch mit vielen Verpflichtungen und all solchen Sachen, dass man denkt, nee, das kannst du jetzt nicht mehr machen. Und ich hatte schon immer, glaube ich, auch so eine leicht rebellisch-lebendige Stimme in mir, die gesagt hat, ey, das ist aber immer dein Traum gewesen. Und dann habe ich auch mir ehrlich die Wahrheit gesagt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich irgendwann meinem Partner gegenüber, meinem Mann gegenüber gemein werde, weil ich es ihm vorwerfen werde. Und ich bin, auch wenn wir zu dieser Zeit keine Lösung gefunden haben am Anfang, bin ich so tief im Vertrauen mit mir geblieben, an meinem Wunsch, an meinem Traum dran zu bleiben, ohne seine Träume kaputt machen zu wollen. Das ist ganz wichtig. Also Kompromisse ist ja der kleine Bruder davon, würde ich gar nicht jetzt aussprechen, davon halte ich gar nichts, weil bei Kompromissen einfach beide nicht bekommen, was sie wollen. Und ich glaube fest, dass wenn jeder mit sich in seiner eigenen Essenz verbunden bleibt, auch das darf man ja auch erstmal lernen, so mit sich in Verbindung, im Vertrauen zu sein. Wenn beide miteinander, also erstmal wenn beide in sich, im Vertrauen mit sich verbunden sind, dann kann man auch gemeinsam in einen Raum gehen, zu sagen, okay, wir wissen beide noch nicht die Lösung. Und wir wissen nur, dass es sie geben wird, auch wenn wir sie jetzt noch nicht sehen, auch wenn wir sie jetzt noch nicht benennen können. Und ich bin meinem Mann total dankbar darüber und auch mir dankbar dafür, dass wir beide auf diesem Weg geblieben sind in unserer eigenen Wahrheit. Und das haben wir dann nicht innerhalb von drei Minuten oder drei Tagen entschieden. Wir sind nur dran geblieben, bis unsere Träume irgendwie Gestalt annehmen konnten, die wir ins Leben bringen konnten. So, wer mir irgendwie auf Instagram folgt oder generell mich kennt und aus dem Coaching oder wo auch immer her, sorry, ich lebe jetzt in Düsseldorf mit meiner Familie und wir haben es uns richtig gut gemacht, also so richtig erfüllend gestaltet und sind natürlich immer noch dran und es wird irgendwie immer schöner, auch viel schöner, als wir uns es vorher gedacht haben. Also Träume sind so wichtig und Träume lassen sich nicht belügen von dir. Und ich sage ja manchmal auch, manchmal, manche Menschen sind irritiert, wenn ich den so sage, aber ich so ganz ehrlich, Träume sind doch nicht nur dafür da, um nur geträumt zu werden. Träume sind richtig wichtige Botschaften, die ins Leben gebracht werden wollen. Also die sind nicht nur aus Spaß da, in Anführungszeichen, ja, sondern die haben eine Kraft und es ist schon ganz gut, die Kraft auch ernst zu nehmen. Also so, das dazu. Ein weiterer Punkt, den ich sehr wichtig finde für das Thema Partnerschaft, Wahl, Blei, Gehen und so weiter, ist, dass beide in der Partnerschaft, an der Partnerschaft dranbleiben. Und ich bin tatsächlich in eine vielleicht selbst gestaltete Falle getappt, weil ich irgendwann mal einen Satz gehört habe, den fand ich sehr cool, den habe ich auch übernommen, so für mich. Der hieß: entweder es klappt oder es klappt. Und irgendwie haben wir uns diesen Satz in der Partnerschaft für die Ehe so mitgenommen, weil wir oder aus der Idee heraus, dass keiner von uns schnell geht. Dass keiner von uns, wenn es irgendwie brenzlig wird, wenn es herausfordern wird, in Anführungszeichen einfach so die Sachen packt und geht. Die Idee war ja cool. Und irgendwann ist für mich dieser Satz aber zum Gefängnis geworden, weil in mir so ein Gefühl entstanden ist, dass das wie so ein Freifahrtschein, so eine Dynamik von so einem Freifahrtschein in der Ehe bekommen hat, dass es eben nicht reicht, wenn einer sich die Themen anguckt, dass es eben nicht reicht, wenn einer irgendwie arbeitet und der andere sich in dem Vertrauen umgibt oder von dem Vertrauen umgeben ist, es wird sowieso nichts Schlimmes passieren, weil entweder es klappt oder es klappt. Also quasi keiner geht. Also für mich war es an irgendeiner Stelle ein Gefängnis, aus dem ich dann unbedingt gerne raus wollte. Und wie gesagt, ein selbstgestaltetes Gefängnis. Und zum Glück haben wir das auch ganz gut hingekriegt. In unserer Partnerschaft bin ich auch durchaus diejenige, die so lange dran bleibt, bis es dann gut ist. Also von daher kannst du den Satz ja auch switchen. Wir bleiben so lange dran, bis es gut ist. Also den Satz fühle ich voll, den leben wir auch und es ist auch herausfordernd, ja. Nur das basiert so auf dieser Verantwortung, die jeder in der Partnerschaft auch trägt, für seinen eigenen Frieden zu sorgen, also sich die einen Themen anzugucken. Und da gibt es immer genug. Immer wieder auch mal, egal wie lange du an deinen Themen dran bist und du gehst immer in die nächste Dimension und immer, indem du ja wächst, entstehen ja automatisch auch Themen in dir, die geordnet, sortiert, liebevoll angesehen werden wollen. Also es ist ja erstmal ein total natürlicher Prozess. Und in dieser Haltung, wir bleiben so lange dran, bis es klappt, das ist eine gute Base. Und die wird tatsächlich auch in der Wissenschaft bestätigt, dass es schon auch die Bereitschaft beider Menschen in der Partnerschaft braucht, um eine Beziehung dauerhaft in Zufriedenheit, in echter Nähe und Erfüllung zu kreieren. Dann der nächste Punkt ist: Ich habe von dem sehr bekannten amerikanischen Paartherapeuten Terry Real einen Satz gehört: You always marry your unfinished business. Und vielleicht wollen wir den auch alle nicht hören, weil wir denken, nee, bei mir ist es aber anders, bei mir ist es wirklich so, dass der andere nervt und wenn sie nur anders wäre und wenn er nur anders wäre. Wir heiraten einfach unseren unfinished, unser unfinished business. Und es ist okay, alleine das mal zu akzeptieren. Vielleicht kann man sich das ja so vorstellen, wir werden so in die Welt so ausgeliefert. Das ist unsere Voreinstellung unserer menschlichen Natur, so energetisch wie auch immer, dass wir ein Sog sind für Menschen in unserem Leben, um selbst in die Vollständigkeit zu kommen. Und es wäre ja schön, wenn das harmonisch passieren würde. Das ist von der Natur her einfach nicht so vorgesehen. Du kriegst die Leute, die Aufgaben, den Chef, den Vorgesetzten, den Partner, die Partnerin, die dich an den Rand deines Verstandes bringt und auch an den Rand deines Herzens. Ich sage das zwar lustig, lustig gemeint, und auf der anderen Seite ist es vollkommen mein Ernst, dass es wirklich niemanden auf der Welt gibt, der mich so zur Weißglut bringen kann wie mein Mann. Und heute kann ich das in tiefster Liebe sagen, weil ich weiß, dass er derjenige ist, an dem ich das größte Wachstumspotenzial erleben kann in meinem erdischen Sein auf dieser Welt. Und da sage ich null ironisch, ich sage es aus tiefster Herzensüberzeugung. Fühlt sich halt nicht immer geil an. Ja, Leute, so ist es. Und ja, wir können auch daran strugglen. Und das ist vor allen Dingen deshalb auch so interessant, weil manchmal denken wir, ja, wir haben aber auch genau anders geheiratet, als wir es irgendwie vielleicht zu Hause gesehen haben. Wir haben genau das Gegenteil gemacht, um es richtig zu machen. Genau. Nach einer gewissen Zeit kriegst du die Themen halt trotzdem, weil es immer eine Medaille ist. Es kommt nur darauf an, welche Kehrseite du dir gerade anguckst. Deine Themen spiegeln sich immer in deinem Gegenüber wieder. Und es hat nichts mit Schuld zu tun. Das ist super wichtig, auseinanderzuhalten. Es geht null um Schuld. Du bist hier, um in deine Vollständigkeit reinzuwachsen. um deinen innersten, tiefsten Frieden wiederzufinden. Das brauchst du nicht, musst du nicht. Mir hilft diese Einstellung sehr, in einer Gelassenheit und in einer liebevollen Kraft zu wachsen. Also raus aus diesem Opferstatus und dann in diesen Gestaltungsmodus reinzugehen und zu sagen, ich bin ja hier, um etwas zu lernen. Also meine Seele will ja hier was lernen. Ich will hier irgendwie auch einen Beitrag leisten in dieser Welt. Deshalb mache ich das, was ich mache. So, passiert halt eben nicht über Harmonie, nur ausschließlich. Es gibt zwar kleine so Harmoniemomente. Es passiert halt häufig über Schmerz, über Frust, über Trigger, über all das. Und in diesem Kontext habe ich mir nochmal so drei Kategorien überlegt, durch die wir tatsächlich als Menschen gehen können. Nämlich einmal völlig unbewusst, also du machst dir gar keine Gedanken, also bewusst im Sinne von, du beschäftigst dich mit diesen Themen nicht, mit deinen inneren Themen nicht, du nimmst auch seltenst mal die Perspektive deines Partners ein, sondern verurteilst, beurteilst, regst dich total auf. Dann gibst du diese Frauentreffen, die dann irgendwie drei Stunden nur über Männer aufregen können. Dann gibt es die Herrenrunden, die dann nur irgendwie verspottend über Frauen reden. Was auch immer, gibt es alles in der Welt. Das sind Menschen, die dann entweder relativ schnell in die Trennung schlittern oder in die Resignation. Nach dem Motto, ja, die Alte ist halt so, ja, ich habe ein viertes Kind, also wenn du schon drei hast, dann hast du halt als Mann, das vierte Kind. Diese Menschen sind sich darüber gar nicht im Klaren, welchen Weg sie so gewählt haben. Oder beziehungsweise dass Emotionen und Bilder über den anderen letztlich die Entscheidungsmacht über die Partnerschaft und über die Zukunft deines eigenen Lebens haben. Die zweite Kategorie ist, dass Menschen anfangen, in die Persönlichkeitsentwicklung zu gehen. Meistens ist es erstmal eine Person, häufig die Frauen, nicht immer, aber häufig. Natürlich können es auch die Männer sein. Und dann ist es so, dass man sich so anfängt mit der eigenen Lebensgeschichte zu beschäftigen. Und dann trifft man irgendwie auf, vielleicht auch auf viel Verständnis vom Therapeuten oder vom Coach. Und dann geht es so darum, wie geht es dann weiter? Also wenn es dann dabei bleibt, die eigene Geschichte zu kennen, also die eigene Herkunftsgeschichte, die eigenen Schmerzen, die eigenen Traumata, was auch immer, dann erlebe ich es auch oft bei Menschen, dass es in dieser Dynamik stecken bleibt, die Partnerschaft, ja, eigentlich müsste er sich ja nur ändern, weil er ist nicht bewusst und er hat sich mit seinen Kindheitsthemen nicht beschäftigt, etc. Und es ist auch alles nachvollziehbar. Wirklich. Also ich kann das alles nachfühlen und ich kann das auch alles nachvollziehen. Der Punkt ist nur, das bringt dich nicht wirklich dauerhaft in eine erfüllte Partnerschaft. Es ist natürlich wichtig, in dem Prozess auch herauszufinden, was sind so meine eigenen Konditionierungen, was sind meine Trigger, wo sind meine Schmerzen, was sind die Konditionierungen, die ich in mir habe, die meine Wahrheit darstellen, wo habe ich auch Unterbrechungen erlebt mit meinem Partner, seit dem Moment hat sich ein bisschen was verändert, war mir gar nicht so klar. All das ist wirklich wichtig, um die Qualität deines Seins in Partnerschaft höher zu bringen. Es ist nur nicht die einzige Lösung. Schön ist es natürlich dann auch, wenn der andere mitmacht, passiert übrigens auch in den allermeisten Fällen nur Zeit versetzt, wenn überhaupt. Das ist nur, wie gesagt, nicht die Lösung. Und häufig an dieser Stelle, weil die Menschen sich wirklich in dieser Persönlichkeitsentwicklung auch häufig aufreiben und das auch lange tun. Und es ist manchmal auch echt anstrengend. Es ist auch anstrengend. Und dann kann es durchaus auch sein, dass dann aus diesen Emotionen, die so schwer sind und all das, was so lastet und belastet, nur noch der Ausweg in einer Trennung gesehen wird. Oder eben auch in dem Inneren Resignieren, wie ich es bei dieser ersten Kategorie genannt habe, ja, komm, die alte ist so, der Alte ist so sehr plakativ, aber um es mal schneller auf den Punkt zu bringen, eben diese Resignation oder eben die Trennung. Ja, weil es einfach nicht mehr geht und dann gehst du raus aus der Beziehung in der Hoffnung oder aus dieser tiefen Überzeugung, dass die Freiheit erst in dir zu fühlen ist, wenn er oder sie weg ist. Wenn du nicht mehr genervt wirst von denen und den Verhaltensweisen, wenn der andere einfach weg ist, dann wird da der Frieden und die Freiheit ersehnt und auch ja nicht nur vermutet, sondern der Glaube ist da so stark dran. Und dann gibt es die dritte Kategorie, und das machen nicht viele Menschen. Und ganz ehrlich, ich war auch kurz davor, irgendwie die Abbiegung zu nehmen, weil es einfach mal immer so anstrengend ist und du bist so frustriert und du fühlst dich so ohnmächtig und könntest irgendwie einfach alle umklatschen. So, die dritte Kategorie ist, weiter dran zu bleiben und zwar nicht um zu leiden oder um etwas künstlich auszuhalten. Darum geht es mir nicht. Sondern erst dann zu gehen oder erst dann dich für eine Trennung zu entscheiden, wenn du da keine emotionale Spitze mehr zufühlst. Also wenn es ziemlich emotionslos passiert. Hört sich crazy an, ne? Ich versuche das mal so gut es geht in Worte zu fassen. Also ich finde den Satz ja generell ganz gut, gehe erst, wenn du nicht mehr gehen musst, das gilt genauso im Business, also ob du jetzt der Stelle kündigst oder eben auch aus einer Beziehung gehst. Das heißt, du hast dann die Themen in dir vollständig gemacht. Ja. Um dann irgendwann wieder vielleicht ganz zum ersten Punkt, wo wir den Podcast angefangen haben, über deine Werte, über deine Träume nachzudenken. Sagen, okay, irgendwie, es passt nicht, aber es ist nicht mehr diese Not, ich halte es hier mit ihm oder ihr nicht mehr aus. Es ist nicht mehr dieses, ich bin ohnmächtig, ich bin am Ende meines Lateins, das ist diese emotionale Spitze, die ich meine, wo man denkt, ich kann nicht mehr, es reicht, ich muss jetzt hier einen Schnitt machen und erst danach geht es für mich gut weiter. Aus der Erfahrung heraus kann ich dir sagen, du nimmst dich immer mit. Und wenn du die Entscheidung für eine Trennung, also nee, es reicht mir jetzt mit zu anstrengend, ich habe irgendwie schon fünf Schleifen gezogen hier mit dir, das funktioniert nicht, wenn du aus dieser Energie gehst, Klammer auf, sehr nachfühlbar, sehr nachvollziehbar, Klammer zu, dann nimmst du dieses Thema in deinem Leben mit und auch in deine nächste Beziehung. Auch wenn es sich erstmal überhaupt nicht so anfühlt, weil erstmal überwiegt dann natürlich die Freiheit, du hast diese Streitgespräche nicht mehr, du hast das nervige Verhalten nicht mehr, du hast wieder mehr Autonomie, du hast mehr Raum, mehr Zeit und es fühlt sich ja wirklich gut an. Es fühlt sich definitiv friedlicher an, du hast keine Streitgespräche, kein Zerfetzen, kein Ich kann nicht mehr. Von daher, diese Phase nach der Trennung ist tatsächlich eine spürbare Erleichterung. Okay? Und diese Phase, die kann auch tatsächlich auch eine Zeit lang anhalten. Und irgendwann, und meistens ist es so, ja, nach gefühlt mehreren Monaten, vielleicht nach einem Jahr, I don't know, kommen die anderen Themen wieder zurück zu dir. Und die nimmst du dann in dein Leben mit. Dann kannst du irgendwie in dieses Bild einsteigen, ja, jetzt, um wieder ganz in die Erfüllung zu gehen, in diese Liebe, um glücklich zu sein im Leben. Dafür brauchst du jetzt wieder diesen Partner. Also auch das, erstmal hängt es in diesem zweiten Schritt, ja, ich brauche gar keinen Partner, um wieder in meinen Frieden zu kommen. Und an der Zeit denkst du dir, oh, jetzt ist wieder mein Partner. Das heißt, es fehlt dann wieder etwas. Also in der Partnerschaft fehlte ganz viel, deshalb musstest du gehen und irgendwann fehlt dann auch wieder ganz viel, deshalb musst du jetzt wieder eine Partnerschaft finden, kreieren und vor allen Dingen hauptsächlich erfüllt und glücklich. Und das klingt ein bisschen ironisch, meine ich aber null, sondern einfach nur von der natürlichen Entwicklungskurve her. Und du nimmst dich als Mensch mit und nach dieser Phase der Entspannung und dass es dir viel besser auch physisch, emotional, alles geht, seit er oder sie weg ist, dann entsteht wieder der Raum, dass die alten Themen sich wieder melden können. Und es geht nicht darum, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, ganz bestimmt nicht. Und ich bin auch immer noch auf meinem Weg und der Weg verändert sich und irgendwie, ich mag den Weg, den ich so gehe, weil es auf dem Weg so viele coole Erfahrungen für mich gibt, die mich auch motivieren, dran zu bleiben, die mich auch bestätigen, die mich natürlich auch herausfordern manchmal, den Weg weiterhin zu gehen, so zu diesem, zu dieser Qualität des inneren Friedens. Und auf dem Weg, auf dem ich jetzt bin, seit einigen Jahren fühle ich diesen Frieden, dass die Entscheidungen für etwas, auch in einer Partnerschaft, die sind nicht mehr, die kommen nicht mehr aus dieser Not heraus, ich kann nicht mehr oder ich kann nie wieder vertrauen oder ich fühle mich ohnmächtig. Das kommt nicht mehr aus dieser Qualität. Und ich glaube, das ist meine ganz persönliche Meinung, die ich auch eben als solche deklarieren möchte in diesem Podcast, dass ich glaube, in diesem Raum dieser Freiheit oder nee, in diesem Raum dieses Friedens, da liegt deine Freiheit, um wirklich für dich die passende Entscheidung zu treffen, mit jemandem zusammenkommen zu wollen, mit jemandem zusammenbleiben zu wollen. Da ist diese wirkliche Freiheit. Aber die Freiheit faktisch haben wir eh, also wir sind ja heute alle so aufgestellt, dass wir alle ohne den anderen Partner, auch in Deutschland zumindest, sie wirklich überleben können. Also gezwungen sind wir gar nicht mit irgendjemandem zusammenzubleiben. Es gibt immer einen Weg, also so. Sondern es geht darum, diese innere Freiheit zu haben, dass nicht Schmerz dich zu einer Entscheidung führt, dass nicht Frust oder Ohnmacht dich zu einer Entscheidung führt, weil das sind all Emotionen, die in dir einfach noch toben von irgendwann. Und das ist auch okay, es sind alles natürliche, wichtige Gefühle, nur aus dieser Qualität heraus eine Entscheidung zu treffen, ist höchstwahrscheinlich nicht verbunden mit dem Ergebnis, was du dir auf Dauer für ein erfülltes und glückliches Leben erhoffst und ersehnst. Und deshalb ist es so wichtig, sich auch diese Frage zu stellen, okay, wenn er oder sie endlich nicht da ist, dann bin ich zum Beispiel so oder dann kann ich endlich so und so sein. Okay, diese Frage hat eine große Berechtigung. Dann frag dich das, wie bist du als Mensch, wenn er oder sie endlich nicht mehr da ist? Wie bist du als Mensch, wenn er oder sie sich endlich ändert, auch innerhalb der Beziehung? Und dann frag dich, was kannst du heute tun, auch ohne ihn oder innerhalb der Partnerschaft, wenn der Partner sich ihm nicht ändert jetzt gerade? Wie kannst du so wahrhaftig mit dir sein, so ehrlich mit dir sein, mit deinen Gefühlen, mit deinen Gedanken, sich auch verletzlich zu zeigen, ohne den Anspruch, dass er oder sie sich ändert. Wie bist du, also in welcher Qualität lebst du in dir, wenn du dein erfülltes Leben hast? Und dann wird der Partner, die Partnerin, mit der du gerade zusammen bist, in dem Moment so von der Energiequalität wirklich nebensächlich. Also wenn mir das jetzt jemand irgendwie in manchen Nebensituationen gesagt hätte, ich wäre ihm an die Kurgel gesprungen wahrscheinlich, weil es sich so anders angefühlt hat. Und es ist okay, auch das, ich weiß ja, wie sich das anfühlt, wenn man gerade mit dieser Seite in sich nicht verbunden ist. Ich möchte dich dazu nur einladen oder dir einfach so diesen Gedanken dalassen und dem mit dir teilen, dass es diese Qualität gibt, wenn wir uns zuwenden, mit allem, was dazugehört, mit all Schmerz, wenn wir bereit sind, durch unsere Angst zu gehen. Wenn wir wirklich bereit sind, durch unsere Angst zu gehen, und zwar so lange, bis wir die Liebe, den Frieden in uns jederzeit anzapfen können. Ich weiß, das ist hier wirklich Masterclass Deluxe hoch 10. Und das ist kein Ponyhof, ist auf jeden Fall echt eine Challenge, dahin zu kommen. Ich will hier nur sagen, es gibt diese Qualität. Es gibt sie. Wir fallen da alle auch wieder raus, weil wir uns weiterentwickeln, dann kommen andere Herausforderungen, dann wirbelt irgendwie alles in uns, alles wieder chaotisch auf und wir können da wieder zurückkommen. Und interessant ist dann, und das ist das, was ich am meisten crazy finde, wenn du diesen Raum irgendwie in dir entdeckst und kreierst, dann passiert wirklich in Partnerschaften etwas Magisches, weil auf einmal fängt an, er oder sie sich irgendwie zu verändern und das auf einmal irgendwie zu leben, wo du dir vorher, wo du dich um Kopf und Kragen gesprochen hast, ja, ohne Erfolg. Und das ist Magie, und zwar kommt die einfach durch diesen inneren, durch deinen inneren Frieden. Das ist kein Manipulationstrick, ne? So schon mal vorab. Es ist dann so, weil du in deiner Wahrheit bist und weil du nicht dominiert bist oder nicht gesteuert bist von deinen Ängsten, Enttäuschungen, Verletzungen, sondern weil du in Klarheit mit dir bist. Und wenn du in Klarheit mit dir bist, ohne diese starken Emotionen irgendwie in dir toben zu haben, dann kannst du auch wählen zu gehen. Und vielleicht ist es dann der richtige Moment, zu gehen. Oder sich eben neu zu entscheiden. So, das erstmal dazu. Und dann ist es ja auch völlig, also es ist sowieso gut, ob du bleibst oder gehst. Es geht ja darum, ob es für dich funktioniert, ob es für dich auf Dauer das bringt und erschafft, was du dir in deinem Leben wünschst. Und um das nochmal, das ganze Thema abzuschließen, boah, ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal so einen langen Podcast aufgenommen habe, wahrscheinlich noch nie, weißt du, wie wahrscheinlich ist es, dass du den richtigen Partner oder die richtige Partnerin erfindest. Das ist diesen einen Menschen für dich gebt. Also wie wahrscheinlich ist das? Und wenn du dann diesen Menschen dann gefunden hast, beziehungsweise wenn du jemanden dann hast, wie wahrscheinlich, oder wenn du in einer Partnerschaft bist, ne? Wie wahrscheinlich ist es, dass du dich mit diesem Menschen in eine, in die gleiche Richtung, ja, in dieselbe Richtung entwickelst? Auf Dauer, ich rede jetzt nicht von den ersten Jahren, ich rede auch von 10, 20, 30, 40, 50 Jahren Ehe, ja. Wie wahrscheinlich ist es, dass es nur diese eine gibt? Wie wahrscheinlich ist es, dass ihr euch in dieselbe Richtung entwickelt? Und wie wahrscheinlich ist es bitte, dass ihr euch auch noch gleichzeitig in diese Richtung entwickelt? Okay? So, ich bin nie besonders gut in Mathe gewesen, aber Leute, die Wahrscheinlichkeit kann nicht hoch sein, ja. Und wenn das so wenig greifbar ist, dann habe ich daraus geschlossen, Volker, dann geht es ja um eine ganz andere Frage. Dann geht es ja nicht darum, ist er oder sie die richtige, sondern geht es darum, mache ich diese Person zu meiner richtigen Entscheidung. Und dann ist das nicht ein Gefühl, was mich darin bestätigt, jeden Morgen, ob mein Kribbeln da ist oder wenn es dann nicht da ist, oh, ich fühle meine Liebe nicht mehr zu dir, sondern dann geht es darum, ob ich mich dazu entscheide und dieses Commitment für meine Entscheidung jeden Tag erneuere. Das ist genauso wie, weißt du, wenn du jeden Tag Sport machen möchtest, deine Morgenroutine, dann brauchst du ja nicht auf dieses Gefühl, darauf morgens zu warten, auf diese Matte zu gehen um 6.30 Uhr, sondern du machst es, weil du dich dafür entschieden hast und ist es richtig, ja, weil du es für dich als richtig entschieden hast. Und in diesem Commitment, und zwar auch mal losgelöst von diesem unmittelbaren Bauchgefühl, was man gerade hat, also von diesem Gefühl, bin ich noch verliebt, das ist zu schwach, um dich in eine erfüllte Partnerschaft zu bringen, zu begleiten, sondern es geht eher um die Bereitschaft, sich auf etwas total Unkontrolliertes einzulassen. Du weißt doch selber nicht, wie du dich in zehn Jahren entwickelst, wo du in zehn Jahren innerlich stehst und dein Partner auch nicht. Und je jünger man ist, desto weniger Prognose kannst du eh ausrichten. Weil so zwischen 20 und 30, sage ich ja immer, nee, sage ich jetzt nicht, aber zwischen 20 und 30 passiert so viel an Persönlichkeitsentwicklung, dass man sich diesen Raum auch durchaus mal geben kann, um überhaupt so Nuancen für Werte, für Träume, die so geerdeter sind durch bestimmte Lebenserfahrungen und Persönlichkeitsentwicklung, dass man das so vielleicht ein bisschen so kleine Impulse erahnen kann. Aber wir wissen es doch nicht. Also wenn ich mir überlege, wie ich mit 20 unterwegs war, Halleluja, danke an meinen Mann damals, der da so viel mitgemacht hat. Wir wissen es doch nicht. Und deshalb geht es ja gar nicht darum, denen die Richtige zu finden, sondern die Bereitschaft, dieses Abenteuer mit dieser einen Person zu gehen. Und zwar durch all den Schmerz aus deinem Leben, durch all den Schmerz vielleicht aus seinem oder ihrem Leben. Und das eher so als Abenteuer zu sehen, und zwar als ein ehrliches Abenteuer, also ehrlich miteinander sein, immer wieder, wenn man rausfällt, wieder zurückzukommen in seine innere Ehrlichkeit, immer wieder zu gucken, wo haben wir uns verhakt, wo sind wir stecken geblieben, wo hat etwas angefangen so in uns, dass wir etwas drüber gelegt haben, bis wir keinen Ausweg mehr gesehen haben. All das gehört irgendwie zu diesem Trip dazu. Und ich glaube, der wichtigste Wegweiser, den ich für mich definiert habe und vielleicht sei auch was für dich, ist tatsächlich ehrlich, die tiefste Ehrlichkeit in sich selbst zu erkennen und sich zu kultivieren. Und dann in einer liebevollen, friedlichen Art mit dir selbst sein und dann dadurch auch mit dem anderen sein zu können. Wenn du diesen Frieden, diese Qualität von Frieden und Liebe nicht in dir wiederentdeckst oder verankerst oder weißt du so, irgendwie zum Abrufen bereit hast, immer wieder, dann kannst du das mit deinem Gegenüber auch nicht. Das ist auch eine natürliche Folge, logisch, irgendwie, ne? Und von daher geht es gar nicht darum, die Kontrolle darüber zu erlangen, ob er oder sie die richtige ist, ob es sich lohnt oder nicht, sondern es ist eher eine Bereitschaft, ob du diese Reise, die mit dir ganz viel zu tun hat, ob du dir bereit bist, mit diesem Menschen, der jetzt gerade an deiner Seite ist, die gemeinsam zu machen. Und dann wird es irgendwie so viel schöner, als man jemals denkt. Das ist also auch meine persönliche Haltung, weil es klingt vielleicht jetzt so, als ob ich irgendwie so, ne, bleib dann lieber doch zusammen und so weiter. Das meine ich nicht. Also ich habe es schon sehr ernst gemeint, dass du in diesem Raum von Frieden und Liebe wirklich, wirklich frei wählen kannst, ob du gehen möchtest oder nicht. Und meine ganz persönliche Haltung für mich in meinem Leben ist, ich finde es halt sensationell, in der Ehe zu sein, weil es für mich der größte Entwicklungsbooster ist. Und ich bin total dankbar, weil ich all das, was ich in mir erlernt habe, durch die engsten Nadelöhre ever, die hätte ich niemals ohne meinen Mann in mir entdeckt. Und dafür bin ich ihm halt total dankbar. Und ich habe eben diesen Weg des sich entwickelns und des Lebens für mich in meinem Leben gewählt. Und genau, und das ist meine persönliche Haltung dazu und es ist genauso in Ordnung, wenn du es anders für dich wählst. So, jetzt habe ich aber richtig viel gesprochen. Also Leute, fast 45 Minuten, das gab es noch nie. Schön, dass du bis zum Schluss dran geblieben bist. Wenn du magst, kannst du auch auf Instagram rüberhüpfen. Da poste ich auch immer wieder etwas aus meinem Leben, von dem, was ich mag, und wünsche dir ein richtig wertvolles Leben und immer den Mut zu deiner inneren, zu deiner innersten, tiefsten Wahrheit hingehen zu wollen. Da ist so viel drin für dich. Ich wünsche dir ein wunderbares Leben. Bis zum nächsten Mal. Ciao.
SPEAKER_00Jede Woche neu, der Podcast von Diplompsychologin und Unternehmercoach Monika Moritz.