programmier.bar – der Podcast für App- und Webentwicklung

Spezialfolge : Hands on Technology e. V. und FIRST Lego League

programmier.bar Season 7 Episode 21

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Diese Folge entsteht im Rahmen des Podcasthon, einer internationalen Initiative, bei der Podcasts weltweit auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen.

Wie begeistert man Kinder und Jugendliche für Technik? Der gemeinnützige Verein „Hands-on Technology“ weiß es. Stefanie Sieber aus der Geschäftsführung und Fabian Schmidtchen als Vorstandsmitglied geben einen Einblick in die Arbeit des Vereins und in das Bildungsprogramm „First Lego League“. Ziel ist es, junge Menschen aus Grund- und weiterführenden Schulen spielerisch an Robotik, Programmierung und Problemlösung heranzuführen. Über 1.000 Volunteers unterstützen regionale Wettbewerbe, betreuen Teams und bewerten Projekte.

Die „First Lego League“ kombiniert Robotik, Forschung und Teamarbeit. Teams bauen und programmieren Lego-Roboter, lösen Aufgaben auf einem standardisierten Spielfeld und präsentieren jährlich ein Forschungsprojekt zu einem gesellschaftlich relevanten Thema, wie z. B. Archäologie. Bewertet werden dabei Robotik-Design, Forschungsansatz sowie die Einhaltung der Grundwerte wie Zusammenarbeit und Fairness.

Hands-on Technology stellt Schulen nicht nur Materialien und Roboter-Sets zur Verfügung, sondern begleitet auch den Aufbau der Teams. Die Teilnehmenden treten in regionalen Wettbewerben und nationalen Finals an und haben die Möglichkeit, bei internationalen Events Erfahrungen zu sammeln.

Stefanie und Fabian geben praktische Tipps, wie Eltern und Lehrkräfte interessierte Kinder und Jugendliche fördern können, sei es durch aktives Coaching, durch Volunteering bei Wettbewerben oder durch Unterstützung im Verein selbst.


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SPEAKER_02

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Programmierbar-Folge. Heute ein bisschen wieder ein Special. Ich bin Dennis Becker und freue mich sehr auf die kommenden Minuten. Und das, was wir heute machen, ist im Rahmen des Podcast-Tons. Der Podcasthon ist eine Initiative, die es ganz unabhängig von Tech Podcasts gibt, sondern einfach alle möglichen Podcasterinnen und Podcaster da draußen aufruft in der Woche, wo jetzt auch dieser Podcast hier gerade rauskommt, einem Verein eine Bühne zu geben und genau, damit irgendwie über die ganze Podcast-Welt hinweg so den guten Zweck zu haben, der einen verbindet und eben gemeinnützige Organisationen vorzustellen. Und da haben wir uns eine gesucht, wo wir das Gefühl haben, okay, das ist relativ nah dran an den Sachen, die wir zum einen spannend finden und die wir auch aus unserer Perspektive sehr unterstützenswert finden. Und ich habe heute gleich zwei Gäste, mit denen ich darüber sprechen darf. Und das sind zum einen Stefanie Sieber und Fabian Schmidtchen. Hallo Fabian, hallo Stefanie. Schön, dass ihr beide da seid.

SPEAKER_00

Hallo Dennis, schönen guten Morgen. Wir freuen uns auch.

SPEAKER_01

Hallo.

SPEAKER_02

Und vielleicht sollten wir erstmal anfangen, damit zu sagen, welcher Verein denn hier heute zu Gast ist. Denn das ist Hands-on-Technology, so heißt euer Verein. Und auch wenn das noch weiter erstmal ein Monolog am Anfang von mir ist, kann ich nochmal ganz kurz Kontext geben, so wie wir darauf gekommen sind, euch dann zu finden und worüber wir auch dann heute mit Sicherheit ein bisschen reden werden. Ich habe da lustigerweise so ein paar Connections zu und es ging bei mir nicht nur ein einziger Weg, der irgendwie dahin geführt hat. Also zum einen hat Lotum für eine Schule in unserer Stadt, in Bad Nauheim, sogenannte Lego Spike-Sets gesponsert. Und darüber habe ich dann irgendwie mitbekommen, okay, da gibt es so ein Programm und das war dann unsere Schule. Genau, das ist die eine Richtung und dann bin ich eben auch im Förderverein unserer Schule und es gibt, ja, mein Sohn ist jetzt in der dritten Klasse, das ist auch so die Zeit, wo das ganz gut reinpasst, das Ganze. Und dann festgestellt, okay, da gibt es auch Wettbewerb und keine Ahnung was, wo man irgendwas mit diesen Lego-Sachen machen kann. Darüber kamen wir so ein bisschen, denn Handsog Technology hat auch oder unterstützt auch eine Veranstaltungsreihe, die sich First Lego LEG nennt und da kommen wir so ein bisschen her. Das erstmal so zur Rahmenbedingungen. Aber stellt euch gerne mal selbst ein bisschen vor, sagt, wie ihr seid, was ihr eigentlich so im Leben normalerweise macht und was für euch Hands-on-Technology ist, wie lange schon ihr dabei seid und was ihr so ein bisschen damit verbindet. Und ich würde sagen, Stefanie, wir fangen einmal mit dir an.

SPEAKER_00

Sehr gerne. Du hast es schon gesagt, Hands-on Technology ist der Verein. Ich bin Teil der Geschäftsführung des Vereins. Also es ist ein gemeinnütziger Verein und wir sitzen in Leipzig und gegründet wurde der Verein 2002 und Ziel ist eben, ja, MINT-Bildung an Kinder und Jugendliche heranzutragen und das, ja, sie einfach dafür zu begeistern. Und das Programm, was wir dafür nutzen, ist eben First Lego League. Und das dürfen wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz machen. Und ja, ich bin dabei seit, es sind dann im Sommer 20 Jahre tatsächlich. Ich habe angefangen, als Werkstudentin hier im Verein zu arbeiten. Und ja, so habe ich mich irgendwie immer damit verbunden gefühlt. Und inzwischen bin ich mit Susanne, meiner damaligen Kommilitonin, die auch, die kurz vor mir eingestiegen ist, ihre Diplomareit über das Projekt First Lego League und wie man das in regionalen Wettbewerben aussetzen kann, damit beschäftigt hat. Bin dann irgendwie dazugekommen, war bei einem der ersten Finals dabei und habe mit unterstützt und bin so reingerutscht und irgendwie sind dann immer mehr Aufgaben dazugekommen. Und seit 2014 bin ich jetzt mit ihr Zusammenhang der Geschäftsführung. Und der Verein wird aber nicht nur von der Geschäftsstelle, die in Leipzig ist, wo Menschen sind, die festangestellt sind und da sich in ihrem Daily Job mit beschäftigen, mit den Sachen, die wir so tun, sondern wird getragen auch von den Ehrenamtlichen. Und da zählt einmal der Vorstand dazu und natürlich alle Mitglieder, aber auch eine große Community, die gar nicht unbedingt im Verein ist, aber das Programm durch ihr Volunteering an verschiedenen Standorten, in regionalen Wettbewerben, in Ausstellungen und so weiter trägt. Und Fabian ist ein Teil davon und vielleicht kann er auch mal seine Story erzählen. Er hat auch schon eine längere Geschichte mit First Ego League und dem Verein.

SPEAKER_01

Ja, ganz so lange bin ich noch nicht dabei wie Stefanie, aber dafür habe ich, glaube ich, noch ein paar mehr Rollen in dem gesamten Konstrukt erlebt. Ich bin eingestiegen als Teilnehmer in die First Ego League, habe dann drei Jahre lang als Teilnehmer das Bildungsprogramm kennenlernen dürfen, habe da auch relativ viel erreicht. Also es gibt verschiedene Stufen, Regionalwettbewerbe, dann Qualifikationswettbewerbe. Dann wird von unserem Verein das Finale ausgetragen und dann kann man noch international auf Events gehen. Und ich hatte irgendwie die Möglichkeit, das alles zu erreichen und fand das so cool danach, dass ich mir dachte, ja, jetzt bin ich zu alt, aber das kann es doch jetzt nicht sein, das kann doch jetzt nicht vorbei sein. Und so bin ich dann reingestartet in das Thema Volunteering. Es gibt verschiedene Bereiche, in denen man als Volunteer aktiv sein kann. Ich war mal primär als Schiedsrichter aktiv, also habe an den Wettbewerbstischen selbst die Kids mit ihren Robotern betreut und bewertet. Und das hat mir viel Spaß gemacht, habe ich irgendwie auf vielen Wettbewerben gemacht, hat dann irgendwie dazu geführt, dass ich Oberschiedsrichter für Deutschland, Österreich und Schweiz wurde. Das heißt, ich habe dann auch die Regeln mit übersetzt und die entsprechend für unsere Region passend angepasst interpretiert. Und habe das jetzt viele Jahre lang gemacht. Irgendwann bin ich auch dann dem Verein beigetreten, um da noch an anderen Stellen einfach mitzuhelfen und mehr im Hintergrund zu machen. Und seit einem Dreivierteljahr jetzt ungefähr bin ich jetzt auf dem Vorstand vom Verein und kann auch da entsprechend mitgestalten.

SPEAKER_02

Cool. Ich weiß gar nicht, warum in meinem Kopf das irgendwie bei einem ist direkt verknüpft mit dass man das nur so nebenbei macht, aber das ist natürlich Quatsch. Also du auch gerade gesagt hast, okay, ne, da sind dann Leute eingestellt und arbeiten da irgendwie auch Vollzeit dran. Könnt ihr so ein bisschen Einblick geben in die Größe oder Struktur? Also wie viele sind fest eingestellt, mit wie vielen ist man da irgendein Kontakt, wie groß ist so ein festes Voluntierteam, die regelmäßig dabei sind, einfach so ein bisschen um zu greifen, wie viel dahinter steht.

SPEAKER_00

Ich kann ja vielleicht mal nochmal ganz weit ausholen. Also First Lego League ist prinzipiell ein globales Bildungssystem. Also wir machen das hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber das gibt es auch in über 100 Ländern in der Welt. Und ursprünglich haben eine amerikanische Stiftung, die heißt First, die ist namensgebend zusammen mit Lego haben die sich in den 90er Jahren dieses Programm überlegt. Und die Stiftung First in den USA, die machen auch noch Programme für Studenten, für Hochschüler, die Roboter entwickeln und die dann auch bei großen Events dort sich miteinander messen. Das heißt dann First Tech Challenge oder First Robotics Challenge. In Deutschland gibt es da auch einzelne Teams, aber wir sind vor allem im Bereich First Lego League unterwegs, also von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule. Und die Struktur ist so, dass wir der Verein, der das in Deutschland, Österreich und der Schweiz prinzipiell anbietet. Teams und Klassen können sich bei uns anmelden für das Programm und nehmen dann an regionalen Veranstaltungen teil. Das heißt, es gibt dann, du hast es in Hessen erlebt, gibt es dann zum Beispiel in Gießen eine Veranstaltung, es gibt eine in Dresden, es gibt eine in der Nähe von Hamburg, in Norderstedt, es gibt eine in München und so verteilt sich das in Deutschland, Österreich, in der Schweiz auf über 60 regionale Events. Das ist dann in Hochschulen, in Schulen, in Museen und ja, ganz vielfältig. Und die machen dann für ihre Region für zwölf bis 24 Teams ungefähr, jeweils eine regionale Veranstaltung und dort kann man als Volunteer dabei sein. Und zum Beispiel, wie Fabian Barth gesagt hat, als Schiedsrichter an, weil das Programm selber besteht aus verschiedenen Themenbereichen. Es gibt das Robotgame, wo dann der Schiedsrichter dabei ist. Es gibt die Jurybewertung, wo verschiedene Menschen sich dann angucken, was die Schülerinnen und Schüler dort in der Programmierung gemacht haben im Roboterdesign, also in dem Prozess, in dem sie ihren Roboter über die Wochen und Monate entwickelt haben, wie da ihre Iterationsphasen waren und wie die ihren Prozess dort beschreiben, wie die ihre Strategie entwickelt haben und auf dem Spielfeld dann Aufgaben zu lösen. Und das zweite ist ein, was this year stays this program under a new theme. And that spiegelt sich auf this Spielfeld from the Robot Game, then in the Jury Bewerton, namely in the Forschungsprojine. This team must pass some theme a forgingsprojing and dort then a jury vorstellen. So they must newartick entwick for etwas, was with this thing to do. This year gave um Archäologie and wie man Archäologen die Arbeit erleichtern kann und wie man dort technisch unterstützen kann, zum Beispiel. Sollten sie sich Dinge ausdenken, die Themen sind aber ganz vielfältig und eigentlich auch immer relativ nah am Zeitgeist. Es ging auch in den letzten Jahren um Energie, es ging um das Klima und ja, also schon immer gesellschaftlich relevante Themen, wo die Kinder und Jugendlichen dann ihre Ideen einbringen konnten. Und Fabian, du kannst ja auch mal erzählen, du warst auch bei einem Seitenstrang des Wettbewerbs beim Global Innovation Award, wo Teams aus der ganzen Welt dann ihre neuen Projekte vorstellen konnten und das dort teilweise bis zur Patententwicklung geführt hat.

SPEAKER_02

Okay, krass. Vielleicht ganz kurz nochmal vorher, also so grob die, wie viele Leute daran arbeiten in der Stadt. Achso, ja, genau.

SPEAKER_00

Also im Verein arbeiten im Moment sind es acht Menschen, die angestellt sind. Und der Verein selber hat über 40 Mitglieder. Also es ist gar nicht so riesig, aber die ganzen Volunteers, die da dranhängen, die Coaches, die dabei sind, das sind über 1000. Also es ist eine relativ große Community, die auch mehr oder weniger stark an uns gebunden ist und dieses Programm auch immer weiterträgt. Und es lebt sehr, sehr viel von Volunteering in den Regionen. Ohne Schiedsrichter, ohne Juroren, die dort am Wettbewerbstag die Teams bewerten würden und den ganzen Aufbau und so weiter supporten würden, würde das nicht funktionieren.

SPEAKER_01

Am Ende bilden wir als Verein auch mehr die Basis dafür, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, dass es fürs Gleo-League in Deutschland, Österreich und der Schweiz überhaupt existieren kann. Aber das, was das Ganze dann mit Leben zu füllen und vor Ort auszugestalten, da sind ganz, ganz, ganz viele Menschen mit mehr involviert, als wirklich im Verein aktiv sind.

SPEAKER_02

Ja. Okay. Und wie ist so der Einfluss, das hört sich negativ an, oder die Unterstützung vielleicht eher von Lego an der Stelle? Ich meine, die haben das, ne, wenn du irgendwie sagst, schon Ende der Neunziger eingeführt. Und nehmen die das so mit oder ist das auch irgendwo ein großer Part, den sie dann irgendwie nehmen, um da unterstützen zu können und zu wollen? Also welche Rolle spielt heute noch Lego oder machen die gar nichts mehr offiziell und geben nur ihren Namen her?

SPEAKER_00

Nee, nee, nee. Die sind da tatsächlich in die Entwicklung der Themen und des Programms hardcore involviert und die zusammen mit First arbeiten, die jedes Jahr an der Themenentwicklung, an den wirklich an den Aufgaben und dieses Spielfeld, von dem ich vorhin gesprochen habe, dem das Robotgame passiert, da sind Lego-Steine drauf und dieses Spielfeld muss entwickelt werden. Die Aufgaben, wo der Roboter dann drüber fahren soll, der auch aus Lego-Steinen ist. Also alle Teams haben einen Lego-Roboter. Da ist eine Verbindung und tatsächlich sind die, also der Bereich heißt Lego Education, der sich sozusagen auf die Schulen- und Bildungsbereich spezialisiert hat. Die sind dann stark involviert und sie machen das zusammen mit First, mit der amerikanischen Stiftung, arbeiten da an der Programmentwicklung und tragen sozusagen das Programm in die Welt aus und genau.

SPEAKER_02

Okay. Fabian, da du es das häufig auch schon mitgemacht hast, kannst du uns vielleicht nochmal ein bisschen detaillierter abholen, was so Teil davon ist, weil Stefanie hat erwähnt, es gibt irgendwie einen Tisch oder eine Spielfläche oder sowas, die Teil des Wettbewerbs ist. Und wenn ich das richtig verstehe, aber es gibt halt irgendwie diese Lego-Boxen, ist wahrscheinlich ähnlich wie ein Lego-Set, nur vielleicht ein bisschen variabler noch irgendwie da drin. Jetzt ist es ja auch, wenn es das schon so lange gibt, dann weiß ich nicht, war das wahrscheinlich zu Beginn ja auch nicht irgendwie, dass es da schon diese Bluetooth-connecten iPad-Controller und sowas immer dauerhaft gab. Aber einfach nur so ein bisschen noch konkreter darzustellen, okay, wie geschaltet sich das? Was ist das, was die Schülerinnen und Schüler irgendwie zur Verfügung haben und was sind so die Aufgaben? Also was ist konkret, was man macht so in diesem Aufgabenspektrum?

SPEAKER_01

Also bei der First Lego League ist es so, dass man einen Wettbewerbstag hat, in dem man die Möglichkeit hat, das erstmal alles zu präsentieren, aber um dahin zu kommen, gibt es eine ganz lange Zeit, die man sich vorbereiten kann. Man hat dann ein Viertel bis ein halbes Jahr Zeit, um sich erstmal dahin zu iterieren und um die ganzen Aufgaben zu lösen. Es gibt zum einen das Robotgame, auf dem der Roboter, den das Team in der Vorbereitung baut, Aufgaben lösen muss. Das heißt, es gibt ein ca. drei Quadratmeter großes Spielfeld. Da liegt eine Papiermatte unten drin, da ist dies entsprechend bedruckt. Da gibt es dann Lego-Aufbauten, die halt auch weltweit gleich sind. Und dann gibt es Regeln, die halt erlauben, dass der Roboter in bestimmten Bereichen angefasst werden darf und in anderen Bereichen davon nicht angefasst werden. Und dann hat das Team zweieinhalb Minuten Zeit, um so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Dabei ist wichtig, dass der Roboter davor gebaut wird. Also die kommen mit einem fertig konstruierten Roboter hin und einem fertig programmierten Roboter. Das heißt, natürlich, man kann nochmal einen Stein mehr dranstecken oder einen Stein abbauen oder so, aber das Konzept hat man davor schon so weit entwickelt, was der Roboter tun soll. Und dann kommt man beim Robotgame zum Spieltisch hin, bereitet sich vor, stellt einen Roboter in den Startbereich und dann heißt es irgendwann, sind alle bereit und dann geht der Countdown los, 3, 2, 1 Lego und dann laufen die zweieinhalb Minuten runter. Dann drückt man einmal auf den Knopf, der Roboter fährt dann außerhalb von dem Bereich, den man anfassen darf. Also der heißt dann eine Startzone, fährt da raus, erledigt Missionen und im Optimalfall kommt er auch wieder zurück in die Startzone, sodass man ihn dann da wieder anfassen kann und dann kann man ihn dort im Bereich umbauen. Es sind halt viele Schwierigkeiten, die sich so für so ein Team oder Herausforderungen, die sich auf so einem Weg dann da ergeben beim Robotgame. Weil wenn der Roboter angefasst wird und umgebaut wird, geht zum Beispiel die Zeit weiter. Das heißt, wenn man da vor sich viel Zeit genommen hat, um die Programmierung zu verbessern und da vielleicht noch zwei Sekunden rauszuholen. Und dann hat man aber einen Aufsatz, der sehr lange braucht, um den anzubauen, dann geht einem da vielleicht nochmal ein bisschen Zeit verloren. Und das ist so ein viel Learning. Man kann ganz viel an Herausforderungen daran mitnehmen und dann danach feststellen, das lief nicht so gut, das lief schon sehr gut, und dann sich entsprechend weiter dran iterieren. Man hat auch mehrere Runden von diesem Robotgame an jedem Tag, sodass man auch noch während des Tages sich entsprechend verbessern kann. Aber das Robotgame ist auch nur am Ende nicht mal die halbe, sondern nur die Viertelmiete von dem gesamten Wettbewerb, weil es gibt auch noch die Forschung, das Roboterdesign und die Grundwerte. Das heißt, die werden entsprechend auch mitbewertet. Das heißt, das Robotgame ist zwar das Öffentlichkeitswirksamste, findet meistens auf einer Bühne statt oder so. Aber die anderen drei Kategorien, die sind genauso wichtig. Die finden in einer Jury-Sitzung statt. Die ist auch öffentlich, das heißt, der kann man sich auch als anderes Team oder als Zuschauer da zum Beispiel mit angucken. Und da geht es dann darum, zum einen im Roboter-Design den Roboter, den man entwickelt hat, zu präsentieren und zu zeigen, wie bin ich denn da hingekommen. Also das war ja wahrscheinlich nicht mein erster Versuch, den Roboter genau so zu bauen. Meistens gab es da irgendwelche Probleme, die sich auf dem Weg ergeben haben und die musste man lösen. Manchmal gibt es auch Teams, die dann erklären, ja, wir haben hier einen Roboter gebaut, aber der hat gar nicht funktioniert, haben wir nochmal komplett auseinandergebaut, haben nochmal einen komplett neuen Roboter gebaut. Und genau darum geht es, das einmal zu verstehen, um zu gucken, wie hat man sich so eine Lösung angenähert. Also so wie es auch im IT-Bereich oder im Ingenieursbereich wirklich der Fall ist, man geht ja nie gerade einen Weg geradeaus und alles klappt. Und genau diese Höhen und Tiefen, die sich da auf dem Weg ergeben, die soll man da einmal versuchen darzustellen. Und dann gibt es noch die Forschung. Und die ist jedes Jahr unter einem anderen Thema. Dieses Jahr heißt es Unearthed, also es geht um Archäologie. Und in dem Kontext haben die Teilnehmenden die Aufgabe, sich mit Forschungsthemen, die Archäologen dieses Jahr ganz konkret haben, zu beschäftigen und zu gucken, was sind denn da Probleme, die da auftreten. Da sieht man dann sehr unterschiedliche Lösungsansätze zu ganz unterschiedlichen Problemen, die auftreten. Also beispielsweise gibt es dann Probleme, die Kids finden, wie man hat meistens bei Wasserausgrabungen oder Wasseruntersuchungen, wenn da irgendwas im Wasser vergraben liegt, noch nicht so gute Möglichkeiten aktuell, dass man das detektieren kann und kartografieren kann. Und da hat zum Beispiel ein Team dann eine Lösung entwickelt, um genau da reinzugehen und das zu kartografieren. Dabei geht es nicht darum, dass das am Ende eine ausgeklügelte Lösung ist, die zum Patent kommt. Also da sieht man auch immer mal wieder ein Team, was das wirklich schafft und das auch so weit treibt. Aber es geht vor allem auch erstmal darum, festzustellen, okay, da gibt es ein Problem und wie kann ich mich jetzt dem wieder annähern und das lösen. Und wenn man dann ein Konzept vorstellt, ist das total fein. Wenn man einen Prototypen aus Lego darstellt, ist das auch cool. Und wenn man natürlich dann schon ein fast fertiges Produkt hat, ist das auch richtig klasse. Aber alles in Stadien, die absolut gewünscht und erlaubt sind, um sich dem Ganzen anzunähern. Und über all diesen drei Kategorien stehen dann die Grundwerte der First Lego League. Das heißt, freundliches Miteinander geht da rein, wie man im Team miteinander umgeht, wie man zwischen den Teams miteinander umgeht. Und auch das geht entsprechend mit in die Bewertung ein, um dann am Ende des Tages auch zu gucken, nicht nur, dass ein Team, was in sich vielleicht auch nicht so gut die Zusammenarbeit hinbekommt, groß zu belohnen, sondern auch, dass man das entsprechend heraushebt, wenn es ein Team wirklich schafft, sehr konstruktiv und zielorientiert und freundlich und mit den anderen Teams umzugehen.

SPEAKER_02

Okay, cool. Und die Vorbereitungen, beziehungsweise sind dann auch die Materialien oder das, was ich bekomme, ist das auch irgendwie thematisch dann abgepasst oder ist das nur für dieses Event, wenn man dann vor Ort ist, dass das dieses Thema hat oder gibt es praktisch diese, also was für Materialien braucht man letztendlich, um sich vorzubereiten auf einen solchen Wettkampf?

SPEAKER_00

Jede Schule hat letztendlich so ein Robotikset oder ein Lego Education Set, wo die ihre robotische Lösung draus bauen. Oder für die Grundschulen ist das eher ein bewegliches Modell, was gebaut werden soll, und die Roboter spielen dann letztendlich bei den weiterführenden Schulen eine Rolle. Und das haben die oder müssen die sich besorgen. Viele Schulen in Hessen zum Beispiel wurde vom hessischen Kultusministerium wurden viele Schulen mit dem System ausgestattet und die können das dann auch im Unterricht anderweitig nutzen, neben First Lego League. Und was man von uns dann bekommt, wenn man sich im Programm anmeldet, ist diese Spielmatte mit den Aufbauten für die weiterführenden Schulen und bei den Grundschulen ist es ein bisschen kleinerer Maßstab. Da bekommt man auch so eine kleinere Matte und Aufbauten, um dann sein bewegliches Modell zu bauen. Mit den Motoren und Detailen, die man aus dem Robotik-Set hat.

SPEAKER_02

Okay, cool.

SPEAKER_01

Man kann aber grundsätzlich auch noch Lego-Teile über das Roboterset hinaus nutzen. Also gerade wenn man so ein paar Jahre an dem Wettbewerb teilnimmt, dann hat man ja die Spielfelder aus den vorherigen Jahren meistens noch rumliegen und die kann man dann zum Beispiel auch gleich noch mit nutzen. Das ist meistens sehr cool dann zu sehen, wenn ein Team oder wenn in einer Saison eine bestimmte Teileart sehr dominant auf dem Spielfeld vorhanden war, dann haben meistens die Hälfte der Teams in dem nächsten Jahr genau diese Teileart in den Robotern auch sehr dominant wieder verbaut. Also Lego-Teiltechnisch ist da einem keine Grenzen gesetzt. Wenn man da mehr möchte, dann geht da auch mehr.

SPEAKER_00

Viele Teams haben nicht nur den Roboter, sondern dann auch verschiedene Werkzeuge, um die Aufgaben zu lösen. Und da kommen viele Teile zum Einsatz.

SPEAKER_02

Okay. Und wie hat sich das so über die Jahre gewandelt? Also ist das, also wie ich schon gesagt habe, ich meine, heute ist es irgendwie dann mit iPad und keine Ahnung was, aber das war ja wahrscheinlich vor 15 Jahren oder grob oder wie auch immer, aber vor anderen Jahren anders. Aber war das trotzdem immer schon auch dieser Ansatz mit der Robotik und dem Programmieren? Also gab es den trotzdem schon immer oder ist das irgendwie dazugekommen?

SPEAKER_00

Nee, den gab es schon immer tatsächlich. Damit hat es eigentlich angefangen. Also der Mikrocontroller war immer Teil des Ganzen. Es hat angefangen in Mitte der 90er mit diesem gelben Stein, dem RCX, und mit den verschiedenen Produktreihen, die dann danach kamen, die Mindstorms-Reihe. Und ja, ganz neu gibt es jetzt demnächst im Handel das Lego Education, Informatik und KI-Set. Das rückt ein bisschen weg von dieser Mikrocontroller und Robotikschiene. Das geht mehr auf die allgemeine Informatik und Programmierung und den KI-Ansatz auch zu kleineren Teilen. Und genau, da wird sich auch tatsächlich First Lego League inhaltlich ein bisschen verändern. Da wird demnächst the Future Edition an den Start gehen, parallel zu dem, was man das, was wir gerade beschrieben haben. Also the sogenannte Founders Edition wird bleiben noch zwei Jahre lang, und die Future Edition ist die Fortentwicklung, dass das Ganze auch interaktiver wird, dass das Ganze mehr noch einen spielerischen Charakter bekommt, aber grundsätzliche Prinzipien von Informatik damit auch erlernt werden können.

SPEAKER_02

Hat das auch was mit diesem, was hat Lego vorgestellt? Wie heißt der? Der Smart Brick oder so? Nee, das ist nicht so gut.

SPEAKER_00

Nee, das ist tatsächlich Consumer-Bereich, das ist eher aus dem Spielzeugbereich. Also es sind ja auch letztendlich Spielzeuge, aber Lernspielzeuge. Und genau. Keine Ahnung, ob wir den dann auch sehen werden. Es wird vermutlich nicht verboten sein, den zu verwenden. Aber das wissen wir noch nicht.

SPEAKER_02

Okay. Also kriegt man die Sachen auch gar nicht als normaler Consumer. Also verkauft Lego das nur an Schulen etc. oder ist das auch theoretisch erhältlich?

SPEAKER_00

Lego arbeitet da mit Händler, die das machen, die verkaufen das gar nicht selbst, sondern also Lego Education. Und das richtet sich hauptsächlich an Schulen tatsächlich, aber also ein Beispiel, was jetzt mir einfallen würde, wäre Konrad, die das in ihrem Onlineshop haben. Es gibt aber auch verschiedene andere Händler, die das im Programm haben, gerade in Deutschland. Ist da ein recht vielfältiger Markt. Also man könnte das auch als Privatkeller sein.

SPEAKER_01

Also als Team habe ich damals auch nicht an einem Schulteam teilgenommen. Also es gibt sehr viele Schulteams, die an der Fürs Legolik teilnehmen, gerade in Arbeitsgemeinschaften oder das in entsprechende Unterrichtsfächer mit einbinden. Das war bei mir nicht der Fall. Wir haben das bei meinen Eltern zu Hause umgesetzt im Keller und waren da dann auch nicht so daran gebunden und haben das dann auch einfach alles privat umgesetzt.

SPEAKER_02

Okay. Wie habt ihr davon dann, wie war der Zugang? Also wie war der Kontakt und woher wusstet ihr oder wahrscheinlich deine Eltern, dass es das gibt?

SPEAKER_01

Das war ganz witzig. Ich war in der Physik AG bei uns an der Schule und wir haben, naja, halt, was man halt so in der Physik AG macht, so Experimente durchgeführt. Und ich habe irgendwie ein halbes Jahr vorher zu Weihnachten einen NXT damals noch bekommen. Also jetzt vor vier Generationen das Modell. Und fand den ganz cool. Dann haben wir auch damit dort in der Arbeitsgemeinschaft ein bisschen was gemacht. Und irgendwann kam ein Lehrer auf mich zu und meinte, ich war hier bei so einer Schulung und da wurde hier so ein Bildungsprogramm vorgestellt. Du machst doch da so Dinge mit Lego, vielleicht ist das ja was für dich. Und dann habe ich mir dazu ein bisschen was angeguckt und dann dachte ich mir, oh, das ist so cool, das ist genau mein Ding, das muss ich machen. Und so bin ich dann erstmal auf das Bildungsprogramm aufmerksam geworden. Und dann hat sich so nach und nach um mich ringsherum ein Team formiert und meine Eltern haben mich halt auch dabei unterstützt. Also mein Vater war am Ende dann der Coach, der das Ganze offiziell geleitet hat. Aber am Ende haben wir das halt einfach primär selber gemacht und hatten daran ganz viel Spaß und haben uns da halt immer weiter reingenürdet.

SPEAKER_02

Cool. Wie sehr gehört das denn zu euren Aufgaben auch als Verein, was irgendwie die Sichtbarkeit angeht? Geht es vor allen Dingen um die Durchführung der Events und der Organisation, also diese ganzen Strukturen im Dachraum? Oder ist euer Anspruch auch irgendwo das noch mehr in Schulen zu etablieren, ja, irgendwie die Aufmerksamkeit zu erhöhen? Was sind dann noch so die Tätigkeitsfelder von eurem Verein?

SPEAKER_00

Also prinzipiell ist natürlich erstmal dieses, wir bieten die Struktur, die Teams können sich bei uns anmelden, wir schulen die Regionalpartner, wir geben den Coaches Materialien mit, damit sie, also Coaches sind Lehrkräfte oder Eltern, so wie in Fabians Fall, um das Ganze mit Teams oder ganzen Klassen dann umsetzen zu können, gehen wir denen an die Hand, damit sie im Programm teilnehmen können. Das ist erstmal so unser Hauptaugenmerk. Aber natürlich gehört auch immer Marketing und Öffentlichkeitsarbeit dazu und das Ganze auch weiter zu tragen. In den letzten 20 Jahren hat sich das Ganze ganz gut durch Mund-zu-Mund-Propaganda und Menschen, die irgendwie daran teilgenommen haben und gesagt haben: Oh, ich habe jetzt keine Lust mehr von, keine Ahnung, aus der Pfalz irgendwo nach Baden-Württemberg zu fahren, weil es bei mir noch keinen Wettbewerb gibt. Ich setze das jetzt selber auf bei mir an der Schule. Und so hat sich das Ganze in den letzten über 20 Jahren weiterentwickelt und es sind immer neue regionale Wettbewerbe entstanden, es sind immer neue Teams dazu gekommen. Also es ist auch sehr viel in den Regionen, was da passiert, dass die regionalen Partner, also die Schulen und Hochschulen, die dort verankert sind, in ihrem Netzwerk dann neue Menschen und neue Schulen an Bord holen, die bei dem Ganzen mitmachen. Und das ist aber auch eine unserer Aufgaben, das zu machen. Also ich war tatsächlich gestern auf der Didakta einer der größten Bildungsmessen in Europa in Köln und habe dort viele Menschen aus dem Bildungsbereich getroffen. Wir haben die Future Edition dort in einem Workshop vorgestellt. Und ja, machen wir so darauf natürlich auch immer wieder aufmerksam. Und auch Volunteering ist eine Möglichkeit, auf uns aufmerksam zu machen, dass Menschen uns kennenlernen. Und natürlich ist auch der Faktor Finanzierung ja für uns tatsächlich ein Punkt. Also wir müssen auch da auf uns aufmerksam machen, um Spender und Sponsoren auf das Programm aufmerksam zu machen, weil wir keine Bundesförderung, keine Länderförderung, nur in bestimmten Bereichen, können wir Programme aufsetzen. Wenn wir sowas haben, wie in Hessen zum Beispiel, dass das hessische Kultusministerium dort Mittel zur Verfügung gestellt hat, einmal um die Schulen mit Robotics auszustatten, dann aber auch um am Bildungsprogramm teilzunehmen. Wenn wir sowas, solche Türen geöffnet bekommen, dann ist das total super. Und dann machen wir das sehr gerne und unterstützen das und können das auch in anderen Bundesländern aufsetzen. Und wir haben ganz viele Unternehmen, die uns unterstützen. Das ist auf jeden Fall auch ein wichtiger Punkt, um da in der Öffentlichkeit präsent zu sein und ja auch zu zeigen, was Schülerinnen und Schüler dort Tolles leisten. Und dass im MINT-Bereich irgendwie nicht nur die Nerds unterwegs sind, sondern dass da tolle Ideen entstehen und Teamarbeit total wichtig ist. Und das ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor bei First Lego league, dass die Kids da im Team zusammen Ideen entwickeln und Lösungen finden und das Ganze dann zu einem tollen Ergebnis bringen und das dann bei einem Wettbewerb eine Jury vorstellen und manchmal halt auch ins echte Leben holen. Also das sind Punkte, die uns da unterstützen in der Öffentlichkeitsarbeit, wenn wir sowas zeigen können. Und über die Jahre hinweg versuchen wir natürlich auch unsere Wirkung zu zeigen. Wir haben einen Wirkungsbericht, den kann man sich angucken bei unserer Webseite, wo man sehen kann, dass 2002 haben wir 2001 war der Pilotwettbewerb mit 16 Teams. Und inzwischen sind wir bei über 1000 Teams und Klassen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und das ist, glaube ich, ein ganz cooles Bild, das man da zeigen kann. Und es dürfen aber gerne immer noch mehr und weitere Schulen mitmachen. Wir haben auch noch weiße Flecken auf der Landkarte, wo wir noch Platz haben für Teams, Klassen und Regionen.

SPEAKER_02

Okay, cool. Fabian, vielleicht kannst du nochmal ein bisschen einfach berichten, wieso die Erfahrungen waren, als es dann auch noch über Deutschland hinaus ging. Also, das ist ja dann wahrscheinlich irgendwie nochmal über andere übergreifende Dinge irgendwie organisiert. Also was war dann da möglich oder wie weit ging das dann?

SPEAKER_01

Also angefangen immer beim Regionalwettbewerb. Also ich komme aus Halle und dann war Merseburg unser nächster Regionalwettbewerb. Da mussten wir entsprechend gut performen, um dann zum Qualifikationswettbewerb zu kommen. Der war dann bei uns in Eberswalde. Und auch da konnten wir uns entsprechend durchsetzen als Team. Und dann, jetzt sind wir ja Deutschland, Österreich und Schweiz als Hands-On. Damals war es nach Zentraleuropa und dann ging es für uns zum jetzigen Deutschland, Österreich-Schweiz-Finale, damals Zentraleuropa-Finale nach Debrecen in Ungarn. Und dann hatten wir da ein Riesen-Event über zwei Tage hinweg und durften uns da präsentieren als Team. Sind dann dort achtes Team geworden von, ich glaube, 24, die da vor Ort waren. Und hatten dann damit die Möglichkeit, zum Open European Championship nach Teneriffa zu fliegen. Das heißt, es ging dann nach Teneriffa in eine riesen Messehalle. Das war ein jetzigen Perspektive immer noch ein riesiges Event mit weit über 100 Teams, die dann wirklich aus der ganzen Welt da kamen. Man hatte dann dort vor Ort, ich glaube, einen dreimal, drei Meter großen Stand, auf dem man sich präsentieren konnte, wo man seine Sachen hinlegen konnte. Und da haben wir dann Deutschland vertreten und unsere Region ein bisschen vertreten und konnte dann da sich mit den anderen Teams austauschen, da einfach zusammen fürs Lego-League feiern. Und das gesamte Event ging, ich glaube, fünf Tage lang mit Eröffnungen, mit einer großen Siegerehrung, mit einem Umzug dann auch da durch die Stadt, um das einfach dort vor Ort für das Lego-League sehr publik auch zu machen. Wir waren da eher recht schüchtern als Team unterwegs und waren da jetzt nicht so die extrovertierten Teams. Da gab es andere Teams, die da mit ganz großen Trommeln und vielen Faden und vielen Tröten sehr stark dann auf sich auch aufmerksam machen. Und es ist einfach ein riesiges Event mit vielen Menschen und da habe ich auch Freundschaften geknüpft, die auch bis jetzt immer noch halten. Das war sehr, sehr cool. Also da auf dem Event habe ich mich mit einem anderen Team aus Deutschland angefreundet und mit zwei Menschen aus dem Team, die jetzt auch inzwischen im Verein sehr aktiv sind, waren wir jetzt auch schon viel in der Welt unterwegs auf vielen anderen Events und machen viel Urlaub zusammen und verbringen einfach viel Zeit zusammen. Also da haben sich sehr, sehr starke Freundschaften auch geknüpft, die bis jetzt auch immer noch halten. Schön.

SPEAKER_00

Wenn ich da kurz ergänzen darf, das, was Fabian gerade beschreibt, diese Community, die da entsteht, das ist tatsächlich was, was wir häufig erleben. Das ist nicht nur bei ihm sein persönliches Bild, sondern das ist tatsächlich dieser First-Kund-Werte-Gedanke, der da gelebt wird. Und diese internationalen Events, das sind große Partys. Wir haben auch schon drei von denen organisiert, einmal in Mannheim, einmal in Paderborn 2011 und 12 und dann in Debrecen nochmal so ein Open neben dem Finale. Das ist unglaublich, was da für eine Stimmung ist. Und was da wird einfach, ja, Technikbegeisterung und Teamwork wird da gefeiert und das ist bunt, das ist laut, das macht Spaß. Und ja, wenn ich vielleicht noch kurz um wir haben jetzt viel erzählt über den Wettbewerb und das Feeling dort und die Atmosphäre. Also einfach selber mal vorbeikommen. Das sind immer öffentliche Veranstaltungen. Nächste Gelegenheit, Leipzig, Finale am 18. und 19. April kommt gerne vorbei im neuen Rathaus. Da sind 25 Challenge-Teams und 16 Explore-Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und das wird auch eine große bunte Party. Und ja, wir freuen uns da schon sehr drauf. Und auch da kommt immer die Volunteer-Community und diese Freundschaften kommen da immer wieder zum Tragen. Und da kommen Menschen aus diesem großen Bereich und helfen uns da freiwillig. Die zahlen selbst ihre Reise- und Hotelkosten, um dabei zu sein, um da so ein großes Community-Treffen irgendwie auch abzuhalten und uns zu unterstützen, dieses Finale zu machen, was wir als Verein als abschließende große Veranstaltung jede Saison den Teams dort ermöglichen wollen. Und das wird getragen durch die große Community und auch durch viele Mitglieder, die da sehr aktiv sich engagieren und das Ganze mit uns zusammen feiern.

SPEAKER_02

Ja, cool. Also genau, ich war ja, ähm, durfte ja selbst auch in Gießen war ich dieses Jahr und habe da mal vorbeigeguckt, zusammen mit meinen Kindern und also ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass die Stimmung sehr schön war und sehr ausgelassen war. Und auch irgendwie, also es gab dann noch so ein paar, es war auch in der Uni in Gießen oder in Räumlichkeiten der Uni und da waren auch noch so Aussteller, die halt in diesen ähnlichen Bereich gehen, keine Ahnung, es gibt so ein Makers, wie heißt das, Makers Lab, weiß ich nicht genau, das irgendwie da war und die haben das als Ausschuss gestellten und auch Kindern halt nochmal die Möglichkeit gegeben, an verschiedenen Dingen und Stationen teilzunehmen und so. War auch ein echt, echt schönes Rahmenprogramm. Was ein guter Punkt ist, weil ich wollte auch nochmal darauf hin, so wenn man das jetzt hört und spannend findet, gibt es ja vielleicht verschiedene Angriffspunkte, wie man sich nähern kann. Also einmal ist tatsächlich einfach die Events zu besuchen und sich das Ganze mal anzugucken, was eine Möglichkeit ist. Was ist denn sonst vielleicht für die Eltern auch, die den Podcast hören und so denken, ja, irgendwie würde ich das gerne meinem Kind ermöglichen? Was sind da so die, also wie kann man das aktiv irgendwie unterstützen? Also entweder die Schule hat das, dann hat man vielleicht Glück, so das eine Sache. Was sind sonst Möglichkeiten, das ein bisschen voranzubringen? Ist das was, was man dann an die Schule ranträgt? Ist das das, was man, keine Ahnung, wenn es die Schule sowas hat wie einen Förderverein dort als Thema irgendwie reinbringt? Aber wenn man das jetzt gerade hört, vielleicht selbst Kinder hat und gerne unterstützen möchte, was sind so Wege dahin?

SPEAKER_00

Es gibt viele Wege. Also einmal, das, was du gerade beschreibst, ist definitiv einer der ersten Wege, dass man guckt, irgendwie gibt es das schon am Kind, an der Schule meines Kindes, gibt es da vielleicht ein Robotikset, gibt es einen Lehrer, der da Interesse hat, das zu machen. Es braucht tatsächlich immer diesen erwachsenen Coach, der das Team dann da so ein bisschen begleitet und mitnimmt. Und das kann aber auch ein Elternteil sein. Also gerade an der Grundschule ist das häufig auch, kann das auch ein Tandem sein. Eltern, Lehrkraft oder pädagogische Fachkräfte, die an der Schule im Nachmittag unterwegs sind. Also das, wo das Ganze andockt, ist ganz unterschiedlich. Und in der weiterführenden Schule sind es häufig die Informatiklehrer, aber das kann auch eine andere Lehrkraft sein. Also letztendlich braucht man jemanden, der da die Möglichkeit gibt, den Schülern den Raum gibt, wo sie ihr Spielfeld aufbauen können, bis sie ihre Roboter programmieren können und dort sich auf den Wettbewerb vorbereiten können. Und so wie Fabian es beschrieben hat, kann es natürlich auch sein, dass man es zu Hause im Keller oder im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer macht. Das passiert auch, damit man sich ein paar Freunde und macht es mit denen. Aber ja, häufiger Ansatzpunkt ist tatsächlich die Schule. Und als Eltern kann man natürlich immer unsere Flyer von unserer Webseite runterladen oder mal ein Video teilen. Unseren YouTube-Kanal empfehle ich da. Da sieht man auch, da wird es ein bisschen lebendig, da kann man es sich ein bisschen besser vorstellen, kann man es einer Lehrkraft rübergeben. Aber auch einfach bei uns anrufen, fragen, was man machen kann, ist ein Weg. Ja, das ist das eine, mit der Schule anzusetzen, aber man kann auch als Voluntier dabei sein bei einem regionalen Wettbewerb, in dem man sagt, ich habe jetzt vielleicht nicht so viel Zeit, ein Team über eine ganze Saison zu begleiten, über mehrere Wochen. Das schaffe ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, ich habe vielleicht Programmiererfahrung oder ich kenne mich gut mit Forschung oder mit Marketing aus und kann mir vorstellen, dort das Team zu bewerten. Also es gibt globale Bewertungskriterien, das ist kein Hexenwerk. Es gibt ein Briefing von uns, das man sich vorher angucken kann. Und dann kann man zu so einem Wettbewerb gehen, wenn man bei dem regionalen Partner sich angemeldet hat, ich würde dich gerne unterstützen, ich werde da gerne in der Jury an so einem Wettbewerbstag. Meistens im Januar, im Februar sind die regionalen Wettbewerbe und dann ist das häufig an einem Wochenende, Samstag oder Sonntag, dass man dann dort ganztägig dabei ist und dort so einen Wettbewerbstag mit unterstützt als Juror oder Schiedsrichter.

SPEAKER_02

Okay. Dafür muss man ja auch keine, muss man ja auch kein Elternteil sein.

SPEAKER_00

Nö, das kann jeder machen. Da muss man nicht Eltern sein, richtig. Und ein dritter Weg ist tatsächlich bei uns im Verein aktiv zu werden. Einmal entweder als Mitglied oder angedockt irgendwie in der Community. Wir haben zum Beispiel, suchen wir gerade für unser CRM, EAP-System, das auch von Volunteers großteils aufgesetzt ist und gepflegt wird, Menschen, die sich da einbringen. Das ist recht komplex. Das ist unser Anmeldesystem, das ist unser Rechnungssystem, da werden Statistiken ausgelesen, Daten ausgelesen und ja, wenn man irgendwie Softwareentwicklung PHP-Erfahrung hat, darf man sich da gerne bei uns melden und wir holen die Menschen dort als Entwicklerinnen mit ins Team und gucken, wo sie da unterstützen können.

SPEAKER_02

Cool.

SPEAKER_00

Das sind, glaube ich, die die häufigsten Wege, wie man dabei sein kann.

SPEAKER_02

Sehr, sehr spannend. Gibt es noch irgendwas von eurer Seite, wo ihr sagt, ach, das wären wir jetzt eigentlich gerne noch gefragt worden? Oder darüber hätten wir gerne noch ein bisschen was berichtet oder habt ihr den Eindruck, wir haben ganz gut umrissen, was ihr macht als Verein.

SPEAKER_00

Fabian, fällt dir noch was ein?

SPEAKER_01

Also nach den Aussagen, die du gerade getroffen hast, dachte ich mir so, worüber wollen wir jetzt noch reden? Das war doch jetzt irgendwie so das Wichtigste bei unserem Verein.

SPEAKER_00

Also ja, einfach wenn ihr euch dafür interessiert, schaut es euch mal an. Sowohl auf unserer Webseite als auf unserem YouTube-Kanal, als auf Live, kommt vorbei, erlebt es und dann entscheidet, ob das, was für euch ist. Die meisten Menschen, die vorbeikommen, sind da eigentlich begeistert und viele wollen dann auch mitmachen.

SPEAKER_02

Ja. Ja, ich finde es super spannend. Von daher freue ich mich auch, dass wir hier in der Programmierbar ein bisschen euch die Bühne geben konnten, das einmal ein bisschen vorzustellen und hoffe natürlich, dass der ein oder andere oder die ein oder andere Hörerin das spannend findet und dass so ein kleiner Anschluss war, da mal nachzugucken und das vielleicht ein bisschen weiter zu verbreiten. Von daher, genau, guckt euch das gerne alles mal an. Es ist super spannend. Vielen Dank euch beiden, dass ihr die Zeit hattet, heute darüber zu sprechen. Natürlich auch vielen Dank für all das, was ihr in dem Bereich macht. Das ist ja auch irgendwo immer irgendwie zum Teil ja auch so eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die man hat, zu gucken, wie kann man diese Bereiche unterstützen. Was kann man im Bereich der Bildung noch zusätzlich machen, um unser Bildungssystem zu unterstützen und da weitere Anreize zu schaffen. Von daher sehr cool, dass es solche Initiativen gibt und Menschen wie euch, die das auch stark unterstützen. Ja, vielen, vielen Dank für euren Besuch hier und weiterhin alles Gute.

SPEAKER_00

Vielen Dank für die Bühne und ja, wir freuen uns auf alle, die uns auch bald besuchen kommen.