Insurance Monday: Digitalisierung & Versicherung

ÖRAG goes digital: Vom Rechtsschutzversicherer zum Ökosystem meinrecht.de

Insurance Monday Episode 161

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In dieser Episode sprechen die Hosts Dominik Badarne und Simon Moser gemeinsam mit Patricia Körner und Sonja Messerschmidt über die spannende Transformation der ÖRAG – vom traditionellen Rechtsschutzversicherer hin zu einem digitalen Ökosystem mit meinrecht.de. 

Im Zentrum steht die mutige Strategie der ÖRAG, rechtliche Services nicht nur eigenen Kunden, sondern allen Interessierten kostenlos zugänglich zu machen – und das mit Erfolg!

Wie gelingt es, klassische Versicherungsleistungen neu zu denken und in die digitale Welt zu übersetzen? Welche Rolle spielt dabei Instagram für die Kundenansprache? Und wie schafft es die ÖRAG, über Social Media tatsächlich echten Mehrwert zu stiften? 

Patricia Körner und Sonja Messerschmidt teilen Insights zu den Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Learnings aus dem Aufbau von meinrecht.de und geben einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der neuen, kundenorientierten Versicherungswelt.

Freut euch auf frische Denkanstöße, praxisnahe Einblicke und jede Menge Inspiration aus der Schnittstelle von Recht, Versicherung und digitaler Kommunikation!

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Dominik Badarne [00:00:00]:
Hallo und herzlich willkommen zum Insurance Monday Podcast, Kleingedrucktes aus der Finanz- und Versicherungswelt, dein Podcast mit spannenden Insights und exklusiven Gästen aus der traditionellen und digitalen Finanzwelt. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Insurance Monday Podcasts. Heute wird's spannend. Wir reden über einen Versicherer, der freiwillig Services an Menschen verschenkt, die gar keine Kunden sind. Das klingt verrückt oder die einzige Überlebenschance in einer digitalen Welt. Wir sprechen mit Patricia Körner und Sonja Messerschmidt von der ÖRAG darüber, wie aus einem traditionellen Rechtsschutzversicherer mit meinrecht.de ein echtes digitales Ökosystem wurde und welche Rolle Instagram dabei spielt. Und damit herzlich willkommen, ihr beiden, zu einer neuen Folge. Ich bin Dominik Badane und mit mir dabei ist aus dem Insurance-Mundi-Team Simon Moser.

Dominik Badarne [00:01:05]:
Bevor wir inhaltlich starten, Patricia und Sonja, stellt euch doch beide zum Start bitte kurz vor.

Patricia Körner [00:01:11]:
Ja, hallo Dominik, erst mal vielen Dank, dass wir heute dabei sein dürfen von der ORAC. Ja, mein Name ist Patricia Körner. Ich bin Vorständin bei der ORAC für Produkt, Betrieb und IT und bin seit 2024 hier bei der ÖRAG und begleite das Thema Rechtsschutz Weiterentwicklung mit.

Sonja Messerschmidt [00:01:28]:
Auch von meiner Seite ein ganz herzliches Dankeschön für die Einladung, Dominik und Simon. Schön, dass wir dabei sein dürfen. Ich bin Sonja Messerschmidt, ich bin Hauptabteilungsleiterin in der ÖRAG-DA-Gruppe für Marketing und Kommunikation und seit 2022 dabei.

Simon Moser [00:01:45]:
Sehr cool. Ja, auch von meiner Seite ein herzliches Hallo in die Runde und wie immer— dass unsere Hörerinnen und Hörer euch noch etwas besser kennenlernen, starten wir mit meiner Lieblingskategorie, nämlich den schnellen 5. wichtig dabei, ich stelle euch eine Frage, ihr gebt eine kurze, knappe Antwort. Wir starten immer mit Patricia und machen dann weiter mit Sonja. Als Erstes dürft ihr euch mal von der Arbeit wegbewegen und ihr seid jetzt im Urlaub, da, wo gerade wahrscheinlich bei der Kälte alle ganz gerne wären. wenn ihr im Urlaub seid, lieber alles geplant mit akribischem Excel-Sheet und Sightseeing-Slot oder doch eher Motto: Wo ist mein Pass? Ach egal, ich fahr einfach mal los.

Patricia Körner [00:02:27]:
Da ist die Antwort für mich ganz klar. Vielleicht muss es nicht unbedingt das Excel-Sheet sein, aber ich habe schon gern einen Plan, wo ich vorher hingehe. Von daher würde ich sagen, klarer Plan gefällt mir besser.

Sonja Messerschmidt [00:02:38]:
Also ich bin eher Part: Wo ist mein Pass? Ach egal, fahren einfach los, weil alles, was man auch vergessen hat, kann man im Zweifel auch vor Ort besorgen. Also gerne auch mal ungeplant.

Simon Moser [00:02:49]:
Perfekt. Dann, ja, ich glaube, die größte Angst aller Chensis, euer Smartphone-Akku ist bei 5%, Panik oder Gelassenheit?

Patricia Körner [00:02:59]:
Für mich ist die Antwort klar, 5% sind ja noch keine 0%, deswegen würde ich sagen, bei 5% auf jeden Fall noch Gelassenheit, spätestens bei 1, 2%, dann werde ich etwas nervös.

Simon Moser [00:03:10]:
Perfekt.

Sonja Messerschmidt [00:03:10]:
Sonja? Da bin ich auch genau dabei, erstmal gelassen, vielleicht nochmal kurz die Info, an die wichtigsten Leute, mein Akku ist bald alle. Und dann kann es weitergehen.

Simon Moser [00:03:21]:
Sehr gut. Dann— ihr sitzt auf einem spannenden Versicherungsevent und wollt euch natürlich alle Impulse mitschreiben. Analoges Notizbuch oder digitale Notizen?

Patricia Körner [00:03:31]:
Also da ich tatsächlich mittlerweile kaum noch Papier nutze, bin ich da ganz klar Fan des Smartphones und schreib mir alles digital in meine Notizen oder diktiere es mir im Nachgang in mein iPhone.

Sonja Messerschmidt [00:03:45]:
Sehr gut. Ich bin ein bisschen älter, deswegen wahrscheinlich auch zweigeteilt. Ich mache beides, weil nicht immer kann ich mir die digitale Sprachnachricht direkt sozusagen in einem Termin notieren. Ich mache es auch gerne im Nachgang, aber manchmal in Terminen auch noch mal ein Notizbuch ganz hilfreich.

Simon Moser [00:04:01]:
Sehr gut. Jetzt seid ihr ja bei den Positionen, wo man dann doch auch mal den ein oder anderen Deal abschließt, den ein oder anderen Partner reinholt. Welches Team seid ihr eher? Handschlag, man schaut sich tief in die Augen und weiß, das funktioniert, oder dann doch eher 50 Seiten Kleingedrucktes?

Patricia Körner [00:04:17]:
Also das ist, finde ich, gar nicht so eine einfache Frage, weil wir sind ja Versicherer, kennst das, wir sind reguliert, wir sind Rechtsschutzversicherer, das heißt, wir haben den ganzen Tag mit Juristen zu tun, ganz genau. Aber ich bin tatsächlich persönlich, in Klammern vielleicht bei der ein oder anderen beruflichen Entscheidung nicht, aber grundsätzlich eher pragmatisch veranlagt und bin Kategorie Handschlag, dort wo es

Sonja Messerschmidt [00:04:39]:
geht. Ja. Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn es geht, Handschlag. Aber natürlich geht es aufgrund der Regulatorik nicht immer. Und da müssen wir den Regeln folgen. Und insofern 50/50.

Simon Moser [00:04:52]:
Perfekt. Dann Dienstagabend. ihr müsst natürlich viel unterwegs sein, wie wir alle wahrscheinlich. Habt ihr dann doch lieber das Networking-Event mit Abendevent, Dinner Speech, oder dann doch lieber— Charme zu Hause auf der Couch.

Patricia Körner [00:05:08]:
Also, dass die Antwort für mich auch sehr klar— ich bin eher Kategorie Abendevent mit hoffentlich vielen sympathischen Menschen, die ich schon kenne oder neu kennenlerne, mit Networking. Couch kann ich ja machen, wenn es Wochenende ist. Also von daher lieber neue Leute kennenlernen, Horizont erweitern.

Sonja Messerschmidt [00:05:24]:
Ist bei mir genauso. Abendevent immer spannend, egal ob beruflich oder privat, neue Leute kennenzulernen und, ab und zu mal ein Couchabend Schadet nicht, findet aber relativ selten statt.

Simon Moser [00:05:36]:
Perfekt. Dann starten wir doch gleich mal ins Thema rein. Und ich starte mal mit einer etwas provokanten Frage. war meinrecht.de schon immer eine mutige Vision, die ihr lange geplant hattet? oder war es doch ein Stück weit auch eine Notbremse, um eine junge Zielgruppe anzusprechen, die ihr sonst vielleicht verloren hättet? Oder— Ja, die man so anders nicht hätte ansprechen können.

Patricia Körner [00:06:01]:
Ja, also du hast es ja vorhin gesagt, wir sind traditioneller Rechtsschutzversicherer. Die Örag ist seit über 55 Jahren etabliert und sehr, sehr erfolgreich am deutschen Rechtsschutzmarkt aktiv. Und wir haben schon immer ein klares Ziel. Wir wollen den Zugang zum Recht gewähren. Wir wollen unseren Kunden und eben auch Nicht-Kunden den Zugang zu rechtlichen Themen vereinfachen. Das ist so ein bisschen die Idee, die Vision, die uns auch antreibt. Und das tun wir natürlich, indem wir klassische Rechtsschutzversicherer sind. Das heißt, indem wir gegen Abos, gegen Prämien, wenn du so willst, einen Schutz, ja, gewährleisten und den Zugang zu Recht, zu Anwälten, aber auch zu sonstigen Rechtsdienstleistungen erleichtern, überhaupt ermöglichen.

Patricia Körner [00:06:44]:
Was für uns aber ganz klar ist, dass dieses Thema Zugang zum Recht nicht nur über eine klassische Versicherung funktioniert, sondern dass es das eben noch ein bisschen erweitert braucht und dass das auch viel mehr ist als einfach nur eine klassische Versicherung, was man ja heutzutage auch als, ja, als Kostenerstatter mehr oder weniger sieht. Deswegen würde ich sagen, es gehört schon immer zu unserer Philosophie dazu, zu unserer DNA zu sagen, wir wollen Menschen zum Recht verhelfen. Und dazu gehört eben auch, dass wir mit der Zeit gehen, dass wir uns weiterentwickeln, dass wir natürlich auch digitale Lösungen anbieten, die übrigens wunderbar Hand in Hand gehen mit den Versicherungsdienstleistungen, auch mit den Vertrieben, mit den stationären Vertrieben, die wir— über die wir heute bundesweit vertreiben. Deswegen ist für mich die Antwort sehr klar: Eine Notbremse keinesfalls, sondern es ist vielmehr die folgerichtige oder logische Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells, indem wir das, was wir schon seit über 50 Jahren machen, nämlich Versicherungen verkaufen, jetzt auch anders tun, nämlich über digitale Plattformen. Und nicht nur Versicherungen, sondern wirklich den Kunden, den Kundinnen, den Menschen in Deutschland dazu verhelfen, dass das Thema Recht einfacher wird und dass wir alle auch einen, einen einfachen Zugang zu den Themen haben, die uns so im Alltag mit rechtlichen Fragestellungen beschäftigen.

Simon Moser [00:08:09]:
Super, vielen Dank. daran anschließend abschließend mal eine Folgefrage an dich, Sonja. Jede Veränderung ist ja irgendwo auch mit Bedenkenträgern verbunden. Und jetzt könnte man vielleicht etwas provokant sagen, naja, so ein Portal wie meinrecht.de kannibalisiert ja unser Produkt weg, weil wenn die Leute ganz einfach Zugang zum Recht bekommen und da schon finden, was sie suchen, die Unterstützung nämlich mit, mit Rechtsthemen, dann brauchen sie ja gar keine Rechtsschutzversicherung mehr. Wie viele Kollegen aus der alten, alten Welt haben denn da Schnappatmung bekommen und wie seid ihr vielleicht damit umgegangen?

Sonja Messerschmidt [00:08:44]:
Also ich finde, Schnappatmung ist ja vom Prinzip erst mal nicht schlecht, weil es heißt, es ist was Neues, es ist was Ungewohntes und man transformiert sich vielleicht. Also, dass der eine oder andere vielleicht im ersten Moment schluckt und sagt, hm, ich muss noch mal drüber nachdenken, neues Thema, Thema, glaube ich, ist gar nicht so schlimm. Aber wir kannibalisieren uns ja tatsächlich nicht, sondern wir ergänzen unser Rechtsschutzangebot. Und so profitieren ja auch unsere Kunden durch die Integration Rechtsdienstleistung in den Tarif und können auch die Leistung auf meinrecht.de vollumfänglich nutzen. Und wir bedienen damit ja die Kunden mit einem ausgezeichneten Tarif, aber eben auch Nicht-Kunden mit einem umfassenden Angebot. Patricia hat es ja schon gesagt, unsere DNA ist es ja, Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Und da ist es im ersten Schritt egal, ob Kunde oder Nicht-Kunde. Also das ist ja unser Angebot, was wir an alle Bürgerinnen und Bürger sozusagen stellen.

Sonja Messerschmidt [00:09:37]:
Und somit kommen für mich beide Zielgruppen, zum Kundennutzen. Also es ist ein Nutzen für beide. Und insofern war die Schnappatmung, glaube ich, gar nicht so groß.

Dominik Badarne [00:09:51]:
Kommen wir noch mal zurück auf das Thema, Patricia, was du angesprochen hattest: Versicherer, die tendenziell in Richtung Kostenerstatter sich hin entwickeln. Und jetzt noch mal blickend eben auf diese neue Plattform: Wie viel Örag steckt denn tatsächlich noch in meinrecht.de? Und auch blickend auf die Akquisition von möglichen Kunden: Worauf fokussiert ihr euch

Sonja Messerschmidt [00:10:11]:
denn?

Patricia Körner [00:10:11]:
Ja, so, vielleicht sage ich noch mal zwei Sätze dazu, was meinrecht.de überhaupt ist, damit ihr, die ihr heute zuhört, das auch einordnen könnt. meinrecht.de ist eine digitale Plattform, die wir als ÖRAG vor mehreren Jahren ins Leben gerufen haben und die wir stetig weiterentwickeln. Was kann man auf meinrecht.de machen? Auf meinrecht.de haben wir einerseits ein Kundenportal, das heißt, unsere Kunden haben da so was wie ein digitales Postfach, können auch ihre Verträge einsehen etc. pp. Können beispielsweise auch Ihre Adresse ändern. Aber es ist eben auch weitaus mehr. Das Thema Recht, ich habe es ja gerade schon mal ein bisschen angesprochen, das Thema Zugang zum Recht steht im Mittelpunkt. Wir haben sämtliche Newsletter, wir haben, Fragen und Antworten zu alltäglichen Dingen wie: Was hat sich zum aktuellen Monat beispielsweise an rechtlichen Neuerungen in der Bundesrepublik, ergeben? Aber auch im Winter ganz aktuelle Themen Welche Rechte oder auch welche Pflichten habe ich als Eigentümer von meinem Haus, beispielsweise wenn es schneit? Also es sind wirklich Dinge aus dem Alltag, die ein jeden von uns bewegen und auf die wir einfache Antworten geben.

Patricia Körner [00:11:17]:
Das können manchmal wirklich nur Fragen sein, das können aber manchmal auch Leistungen sein, wo man dann mit einem speziellen Dienstleister, mit einem Rechtsdienstleister, an den wir vermitteln, sprechen kann oder kommunizieren kann, um sein Thema zu lösen. So, das ist so ein bisschen die, die Logik. Warum machen wir das? Ich habe schon gesagt, bei uns ist einfach der, der Kunde steht im Mittelpunkt und wir wollen eine schnelle Lösung für unseren Kunden und wir wollen unseren Kunden auch dazu befähigen, dass er sich selber hilft. Weil natürlich haben wir hier ein Riesenkompetenzteam an ganz vielen Juristen, die ans Telefon gehen, wenn jemand ein Problem hat, also wenn jemand von unseren Kunden nen, nen Rechtsschutzschaden meldet. Aber wir haben einfach die Erfahrung gemacht, und das ist auch so unsere Überzeugung, dass das nicht ausreicht, sondern manch einer will nicht immer direkt zum Anwalt. Manch einer will nicht immer direkt den Streit, sondern es geht viel darum auch um Prävention. Es geht viel um Vorbeugung, um Aufklärung ehrlicherweise auch. Weil das Thema Recht ist komplex.

Patricia Körner [00:12:17]:
Keiner hat sich so richtig— keiner hat so richtig Lust, sich in seiner Freizeit mit irgendwelchen Paragraphen oder rechtlichen Themen auseinanderzusetzen. Also von daher steckt da ganz viel ÖRAG drin in unserer Plattform MeinRecht. Und die Sonja hat es ja vorhin schon mal so ein bisschen angeteasert. Die Philosophie, die wir verfolgen, ist ja einerseits ist das ein Angebot, diese Plattform an unsere Kunden, also auch das Thema Rechtsschutzversicherung erstens noch mal ein bisschen einfacher zu denke— zu denken, einfacher auch zu vermitteln, aber es eben auch ein Angebot an Kunden, die noch keine Rechtsschutzversicherungskunden sind und die wir durch einfache Leistungen, durch Newsletter, durch Magazine, durch auch einfache Dokumente, die natürlich alle rechtlich geprüft sind, wie, wie ein Arbeitszeugnis beispielsweise, ranführen wollen an das Thema. Im besten Fall gewinnen wir die natürlich danach als Versicherungskunden, aber das Angebot ist so gestaltet, dass wir beide Zielgruppen, Kunden und auch Nicht-Kunden und Kundinnen begeistert wollen.

Dominik Badarne [00:13:19]:
Ich finde es auch super, dass ihr quasi diesen rechtlichen Aspekt da in den Vordergrund stellt, weil kommt von eigenen Erfahrungen. Natürlich kann man jetzt sagen, klar, ChatGPT und alle anderen KI-Modelle könnten da sicherlich auch helfen, aber da ist die Halluzination durchaus noch sehr groß. Oder man denkt, die juristische Einschätzung ist ja gegeben und damit, gehe ich jetzt mal raus und stellt dann erschreckend fest, dass der Anwalt das grundlegend anders sieht. Vielleicht dann noch mal nachgefragt, den Content, den ihr liefert, Das klingt sehr stark nach Kundenbindungsinstrument, aber natürlich auch potenzielle Neukunden zu, zu generieren. Das heißt, ihr unterscheidet euch auch da bewusst von beispielsweise frag-einen-anwalt.de oder reiht sich das in die Richtung ein?

Patricia Körner [00:13:57]:
Nein, also da sind wir tatsächlich sehr abgegrenzt unterwegs. Natürlich liefern wir Content, wir liefern Antworten auf juristische Fragen, die sind auch alle juristisch geprüft. Also damit stellen wir unseren Kunden natürlich auch qualitativ hochwertige Antworten zu Rechtsfragen zur Verfügung. Aber ich glaube, das Wichtige, was man noch mal betonen muss, ist, dass das Thema Recht einfach oft in sehr un— in sehr kritischen Situationen auftritt. Ja, sehr unangenehme Situationen. Also denk mal an eine Kündigung, die dir dein Arbeitgeber auf den Tisch gelegt hat. Das ist kein Thema, wo du dich gerne mit beschäftigst. Und deswegen ist, glaube ich, dieses Thema Vertrauen sehr, sehr wichtig.

Patricia Körner [00:14:38]:
Vertrauen in den Inhalt, aber auch Vertrauen in den Partner, der, der diese Information liefert. Und ich glaube, das schaffen wir mit MeinRecht, dass wir einfach sehr qualitativ hochwertige, juristisch geprüfte Informationen bereitstellen. Und unsere Kunden sind langjährige Kunden, die haben natürlich auch ein vertrauensvolles Verhältnis zu uns aufgebaut und das funktioniert sehr, sehr gut. Und was vielleicht auch noch mal spannend ist, das ist ja eine, eine digitale Plattform, die funktioniert nicht singular, sondern die funktioniert natürlich immer im Zusammenspiel mit unseren Einheiten, also mit unseren Vertrieben. Ganz wichtig. Also wir trainieren unsere Vertriebe auch darauf, dieses Instrument, so wie du es richtig sagst, als Kundenbindungsinstrument, aber eben auch als, ja, als weiteren Zugangskanal zu nutzen. Und auch unsere internen Schadenabteilungen, unsere Share-Schadeneinheit, auch das geht Hand in Hand mit der digitalen Plattform meinrecht.de.

Simon Moser [00:15:33]:
Ich habe auch noch eine ganz kurze Nachfrage an dich, Patricia, und zwar, das klingt natürlich super altruistisch, was ihr da jetzt macht und, und Erste Hilfe zur Selbsthilfe ist immer sehr, sehr gut und natürlich ist auch ein Kundenakquise-Kanal, das steht außer Frage. Aber ein, Thema, das glaube ich gerade die Branche sehr, sehr stark beschäftigt, ist ja auch das Thema Kostendruck. So, merkt ihr das denn intern, seit ihr diese Plattform habt, dass ihr vielleicht auch weniger Kundenanfragen bekommt, dass eure Serviceabteilung dadurch ein Stück weit entlastet wird, dass vielleicht auch weniger die Anwälte genutzt werden und ihr dadurch einfach weniger interne Kosten habt. Ist das vielleicht auch ein schöner Nebeneffekt des Ganzen? Oder war das vielleicht sogar von Anfang an so mitgedacht?

Patricia Körner [00:16:11]:
Also unsere Philosophie ist ja, dass die Kunden, wenn sie sich bei uns melden, im besten Fall telefonisch bei uns melden, weil wir dann im direkten Gespräch viel besser einschätzen können, was denn überhaupt das Thema, das Problem des Kunden ist. Und dann können wir ihm die— dem Kunden die optimale Lösung anbieten. Von daher nutzen wir auch meinrecht.de nicht als Kostenreduktionsmaßnahme, ganz und gar nicht, sondern es ist wirklich möglich aus Kundensicht gedacht und aus Versicherersicht gedacht möglichst alle Zugangswege zu bespielen und die möglichst gut— das funktioniert in der Regel auch ganz gut, vielleicht noch nicht immer perfekt, aber möglichst gut— miteinander zu verbinden, sodass der Kunde sich die Lösung aussuchen kann, die für ihn die beste ist.

Simon Moser [00:16:55]:
Perfekt, vielen Dank dafür. Sonja, kommen wir doch mal zu dir, weil Es gibt die schönste Rechtsplattform der Welt, aber keiner kennt sie. Bringt ja dann auch keinem was. jetzt habt ihr es geschafft, gerade über Social Media und gerade auch über Instagram diese Plattform echt gut zu platzieren und relativ bekannt zu machen. Was mich auch ein Stück weit verwundert, weil was funktioniert normal auf Instagram? Lifestyle, Fitness, Food, aber jetzt in meinem Kopf zumindest nicht so gut Versicherung. Gut, das hat man vielleicht Bastian Kunkel am Anfang auch gesagt und mit Versicherung mit Kopf hat er da Erfolg gehabt, aber ihr Seid einer der wenigen, sag ich mal, Versicherer, die das auch schaffen. Willst du uns damit Einblicke geben, wie ihr das geschafft habt und wofür das

Sonja Messerschmidt [00:17:36]:
Kunden vielleicht vor allem nutzen? Genau, sehr gerne. Also man muss tatsächlich sagen, ja, wir sind eine Rechtsschutzversicherung, aber das Thema Recht findet einfach im Alltag eines jeden Menschen statt, also an ganz unterschiedlichen Stellen. Also ich sag mal von, wenn meine Kita zu ist, darf ich dann zu Hause bleiben als Eltern? Oder wie ist das rechtlich, Mal lustig, wenn die Strandliege immer belegt ist, also wenn klassischerweise Handtücher drauf liegen, was, was sind denn da

Dominik Badarne [00:18:08]:
Themen?

Sonja Messerschmidt [00:18:08]:
So, und wir haben, wir haben festgestellt, und das glaube ich, dadurch begründet sich auch unser Erfolg auf Instagram, dass Recht wirklich ein Thema im Alltag ist. Und wir versuchen, das nicht allzu ernst, aber doch auch mit Fakten zu unterlegen und so sozusagen die Marke Mein Recht von unterschiedlichen Perspektiven aufzubauen. Und Instagram ist natürlich ein Vehikel, um viele, vor allen Dingen vielleicht auch eher jüngere Kunden, ja, sag ich mal, mit dem Thema Recht in Kontakt zu bringen. Aber natürlich muss man realistischerweise sein. Es kommen natürlich auch viele Kunden über die Google-Suche, weil das Thema Recht einfach permanent im Alltag vorhanden ist. Also ist es nicht nur Instagram. Was da allerdings sehr schön ist, wir konnten innerhalb von kurzer Zeit eine große Community aufbauen. Und es gelingt uns mittlerweile, den Content aus den— aus der Community heraus zu gestalten.

Sonja Messerschmidt [00:19:05]:
Also tatsächlich, die stellen uns Fragen oder Kommentare, auf die wir dann eingehen können. Und das ist ja ehrlicherweise das, was ein soziales Netzwerk ausmacht, ne? Aus, aus der Community heraus, aus den Followern, die Themen zu bespielen, die für sie relevant sind. Und ich glaube, das gelingt uns ganz gut. Und so können wir eben von unterschiedlichen Themen oder von unterschiedlichen seit— das Thema recht bespielen.

Patricia Körner [00:19:28]:
Und eine Sache, die ich vielleicht da mal ergänzen möchte, weil ich sie einfach persönlich so toll finde, ist, die Menschen, die bei uns auf dem Instagram-Kanal unterwegs sind, das sind keine hochprofessionell gecasteten Schauspieler oder Schauspielerinnen, sondern das sind alles URAK-Mitarbeiter, alles Mitarbeiter bei uns aus dem Haus. Und ich finde, das zeigt auch einfach noch mal einerseits die Identifikation unserer Mitarbeitenden mit dem Unternehmen, aber andererseits auch die Professionalität, die wir da bieten können, und gewissermaßen auch die Authentiz— Zitat, die wir da mitbringen. Und ich bin überzeugt, dass das mit ein Erfolgsfaktor ist, dass unser Kanal da wirklich so erfolgreich war im letzten Jahr.

Dominik Badarne [00:20:05]:
Ja, und ihr habt ja auch genau dieses Social-Media-Spiel da perfekt durchgespielt letztendlich, weil genau diesen zündenden Faktor der Interaktion ist ja meist immer das Schwierige. So nicht nur plakative schöne Bilder mit einer, mit einer Versicherungsmessage dahinter, sondern wirklich auch das Produkt so in den Vordergrund zu inszenieren, dass da echte Fälle draus entstehen. Ich meine, ich persönlich bin auch ein großer Rechtsschutzfreund. Ich finde, man lebt einfach deutlich entspannter und gefühlt auch mit steigendem Alter, warum auch immer, oder es kommt mit dem Versicherungsprodukt einher, kommen da ja auch die Fälle mitunter auf, ob man es will oder nicht. Insofern ist es ja genau der richtige Anwendungsfall dafür. Vielleicht noch mal nachgefragt, Sonja, zu dem, Instagram-Hype oder Instagram-Interaktion, merkt ihr denn auch, dass die Fälle, die reingetragen werden, die für euch in Anführungszeichen richtigeren Fälle sind, oder habt ihr da durch die zusätzliche Community-Arbeit mehr Aufwand, weil viele Leute eher versuchen, auch gerade Wissen von euch abzuziehen?

Sonja Messerschmidt [00:21:01]:
Das ist eine tatsächlich gute Frage. Also wir sind ja noch in den Anfängen tatsächlich von, von unserem Instagram-Auftritt. Wir sind seit einem knapp Jahr, einem Jahr organisch gewachsen, haben jetzt knapp 45.000 Follower. Man muss mal realistisch sein, dass es nicht so ist, dass alle Leute, die unserem Instagram-Kanal folgen, auch direkt auf mein Recht gehen. Es war im ersten Schritt aber auch tatsächlich gar nicht die Idee. Wir wollten wirklich zum Thema Recht sensibilisieren und auch Spaß mit dem Thema Recht sozusagen ja initialisieren. Und jetzt geht es darum, im nächsten Schritt tatsächlich den Leuten, wenn sie die Fragen haben, wenn sie Fragen haben, tatsächlich eine Überleitung stattfinden zu lassen, weil wir können natürlich keine juristische Beratung auf Instagram machen, aber wir können einfach unheimlich viele Angebote auf meinrecht.de oder eben auch in der MeinRecht-Telefonie anbieten. Und insofern wäre es, glaube ich, zu verfrüht, jetzt schon zu sagen, haben wir jetzt die rechte— richtigen oder andere Fälle.

Sonja Messerschmidt [00:21:57]:
Wir werden auf jeden Fall— nicht so torpediert mit juristischen Fragen. Das ist tatsächlich hier nicht so, dass jemand sein, sein persönliches Problem vorstellt. Und wenn das der Fall ist, dann leiten wir halt entsprechend über.

Simon Moser [00:22:11]:
Sehen wir, glaube ich, bei euch relativ gut einen funktionierenden Ökosystemansatz. Also man hat Social Media, das genutzt wird. Man hat mit meinrecht.de eine Plattform, die genutzt wird, die erst mal kostenfrei ist. Dann habt ihr natürlich eure Website. Habt eure Kundenbetreuer und so weiter. Im Zuge von Ökosystemgefühl redet man ja oft von Kundenreise und Nicht-Kundenreise. Patricia, möchtest du mal für beides ein Beispiel geben, weil das vielleicht doch dem einen oder anderen nicht Ökosystem- und nicht

Patricia Körner [00:22:43]:
Marketing-Spezialisten neuer Begriff ist? Ja, super gerne. Ich beginne mal mit dem Kunden, der klassischerweise schon das eine oder andere Jahr Kunde bei uns in der— Rechtsschutzversicherung ist. Also ich hatte es ja vorhin auch ganz kurz angesprochen. Bei uns ist meinRecht.de einerseits die Rechtsplattform, die digitale Rechtsplattform, aber eben auch Teil unseres Kundenportals. Und klassischerweise ist es so, dass unsere Kunden neben dem möglicherweise persönlichen Ansprechpartner, den sie vor Ort haben, auch einen Zugang zu ihrem digitalen Postfach haben, zu ihrem digitalen Kundenportal. Das heißt, die loggen sich erst mal ein. Und gucken möglicherweise, wie ist überhaupt mein Vertrag ausgestaltet oder wie sieht mein— wie hoch ist meine Rechnung für die Rechtsschutzpolice? So, und dann kann es ganz gut immer sein, dass der Kunde sich einfach mal informieren möchte. Ich nehme noch mal das Thema von vorhin, wenn wir die Kündigung des Arbeitgebers haben oder vielleicht auch einfach nur ein Arbeitszeugnis, was ein Mitarbeiter bekommen hat oder ein, ein Kunde von uns, der kann sich dieses Arbeitszeugnis dann mal prüfen lassen.

Patricia Körner [00:23:44]:
Das heißt, er kann ganz einfach über vor dem Upload des Arbeitszeugnisses checken lassen, wie genau sieht denn dieses Arbeitszeugnis überhaupt aus? Also was bedeuten all die Hieroglyphen hinter, hinter den Begrifflichkeiten so? Und dann bekommt man ungefähr eine Indikation. Was unsere Kunden auch sehr gerne nutzen, und auch das können wir auf meinrecht.de tun, einen ganz klassischen Service, den man natürlich per Telefon machen kann, aber das finden wir natürlich ehrlicherweise sehr positiv, wenn unsere Kunden für diese Dinge, wie beispielsweise eine Adressänderung, auch einfach noch mal diese digitale Plattform nutzen und eine Serviceänderung an uns durchgeben. So, und die Reise ist da nicht zu Ende, sondern die Plattform ermöglicht eben auch direkt den Kontakt sonst noch mal zu unserer Telefonie herzustellen. Das heißt, die Kunden können auch einfach zum Hörer greifen und dann bei uns im Kompetenzzentrum Mein Recht anrufen. Das ist so ein klassischer Fall von einem Kunden, sondern vielleicht gehst du noch mal auf das Thema nicht geht es auf den Endkunden ein, weil wir die ja auch im Fokus haben.

Sonja Messerschmidt [00:24:45]:
Genau. Vom, von der Nicht-Kunden-Reise ist es ja so, wenn ein Kunde grundsätzlich Interesse an einem Thema Recht oder eine Problemstellung hat, findet er bei uns mannigfaltige Lösungen, also von Musterformularen, Dokumenten zum Runterladen. Jetzt mal ein Beispiel: Man hat ein Datenschutz-Thema, findet man Dokumente bei uns, man Arbeitszeugnis hat Patricia schon gesagt, Mietnebenkostenprüfung. Also wir haben ganz viele Dinge, die der Kunde, wenn er eine rechtliche Fragestellung hat, bei uns tatsächlich lösen kann, auch wenn er noch kein Rechtsschutzversicherungskunde ist. Darüber hinaus informieren wir im Magazin über unterschiedlichste Themen. Beispiel war, wenn, wenn Datenschutzthema ansteht oder die FDI-Pleite letztes oder vorletztes Jahr. Innerhalb von 3 Stunden haben wir alle Informationen zusammengetragen, die der Kunde benötigt, um sich in dem Fall auch einfach weiterzuhelfen. Und es geht ja schon ein bisschen darum, eben zum präventiven Schutz sozusagen, da, wo der Kunde sich selber helfen kann, da braucht er vielleicht nicht immer eine Rechtsschutzversicherung.

Sonja Messerschmidt [00:25:56]:
Man muss nur tatsächlich auch sagen, bei den steigenden Anwaltskosten merkt man relativ zügig, dass eine Rechtsschutzversicherung gar nicht so teuer ist. Also wenn man wirklich mal einen Anwalt dann nutzen muss, da kann natürlich die Plattform auch nicht an allen Stellen helfen. Und wir wollen einfach darüber aufklären, ja, wie das Thema Recht im Alltag sinnvoll genutzt werden kann. Und am Ende des Tages, das— da bin ich der festen Überzeugung, ist die Rechtsschutzversicherung immer die kostengünstigste und beste Lösung, die einen, so wie du das, Dominik, gesagt hast, auch irgendwie, ja, in Ruhe schlafen lässt, weil man einfach bei den dringenden rechtlichen Fragen gut abgesichert ist.

Dominik Badarne [00:26:35]:
Jetzt seid ihr da ja auch grundsätzlich sehr breit aufgestellt in dem Ökosystem. Wie plant ihr denn weiterzuwachsen, Patricia? Ist das Ziel, 1 Million Follower auf Instagram zu erreichen? Da würdet ihr euch sicherlich drüber freuen. Oder gibt es da noch ganz andere Potenziale, die ihr, die ihr noch seht?

Patricia Körner [00:26:51]:
Also für uns ist ganz klar, dass wir weiterhin in den Ausbau von meinrecht.de investieren, sowohl in Euro als auch in Kapazitäten. Wir werden weiterhin da rein investieren, dass die Plattform auch von der Usability noch attraktiver wird für Kunden und für Nicht-Kunden. Da haben wir aus meiner Sicht definitiv noch Potenzial und wir werden es auch weiter ausbauen zu noch einem breiteren Ökosystem Recht. Auch dann, wenn wir neue Versicherungstarife einführen, werden wir natürlich das Angebot an zum Beispiel Rechtsdienstleistungen, aber auch an weiteren Services, die wir anbieten— werden wir ausweiten. Wir werden das Thema Verknüpfung mit unseren bestehenden Einheiten weiter forcieren, sowohl mit unseren Vertrieben als auch mit unseren internen Einheiten. Und wir werden ganz bestimmt auch das Thema KI integrieren. Zum Beispiel das Thema Chatbot, Voicebot ist ja in aller Munde. Auch da haben wir Ideen, wie wir das zukünftig so kundenorientiert gestalten können, dass die Kunden noch mehr, noch bessere Möglichkeiten haben, mit uns in Kontakt zu treten.

Patricia Körner [00:27:54]:
Also wir haben wirklich ganz viele Ideen. Und wir freuen uns, dass wir da weiter investieren können und dass wir da auch weiter die Plattform noch größer machen, noch mehr Kunden vor allem auch draufkriegen, sodass es auch wirklich einen messbaren und echten Mehrwert für unsere Kunden bietet.

Dominik Badarne [00:28:09]:
Vielleicht da noch mal nachgefragt, gegebenenfalls auch provokante Frage, aber könntet ihr euch auch vorstellen, die Plattform für andere Gesellschaften zu öffnen und darüber zu monetarisieren, oder sollte es eher ein exklusives Asset von euch sein?

Patricia Körner [00:28:22]:
Das ist eine sehr spannende Frage. Tatsächlich ist es so, dass wir es im Moment geplant haben, dass wir die Plattform für uns, für die Örag-Rechtsschutzkunden exklusiv nutzen. Aber ich würde es perspektivisch für die Zukunft nicht gänzlich ausschließen. Wer weiß, was in 3, 4, 5 Jahren ist. Wer weiß, wie sich der Rechtsschutzmarkt entwickelt. Da ist ja auch einiges an Bewegung drin. Aber im Moment ist es so, wir nutzen es für unsere Kunden, wir nutzen für uns als Marke unter der Marke meinrecht.de. Und so soll es auch für die

Simon Moser [00:28:52]:
nächste kurzfristige Zeit erst mal bleiben. Perfekt. Bevor wir zu den Lessons Learned kommen, vielleicht noch eine letzte kurze Frage an dich, Sonja. Patricia hat es gerade schon angeschnitten, dass vielleicht ein paar weitere Formate geplant sind. Hast du da ein, zwei konkrete Beispiele oder ist es noch geheim und wir müssen uns alle ein Stück weit gedulden?

Sonja Messerschmidt [00:29:12]:
Ja, ein Stück weit müsst ihr euch noch gedulden. Geheim ist es nicht, woran wir aktuell— also wir sind ja auf LinkedIn auch vertreten, da aber wirklich mehr auch in Richtung Vertriebspartnerkommunikation. Wir sind gerade in der Überlegung, auf TikTok und YouTube Shorts noch mal durchzustarten, weil ich glaube, da haben wir auch gute Möglichkeiten des organischen Wachstums. Und wir sehen ja, dass das Thema Recht eigentlich an allen Stellen eine große Relevanz hat. Und warum die Chance, ja, liegen lassen, einfach noch mehr Kunden und potenzielle Kunden erreichen zu können. Also da kommt noch was.

Simon Moser [00:29:50]:
Dann sind wir alle gespannt und vielleicht haben wir euch ja nächstes Jahr wieder hier im Podcast und ihr könnt uns von den neuesten Errungenschaften berichten. Wir bleiben auf jeden Fall gespannt. Genau, kommen wir einmal kurz zu den Lessons learned. Wenn ihr jetzt sagen könntet, von der ganzen Reise von klassischer Rechtsschutzversicherer über Ökosystem, meinrecht.de, Instagram, was waren denn auf dieser Reise eure drei liebsten Lessons learned, die ihr unseren Hörerinnen und Hörern gerne mitgeben wollt?

Patricia Körner [00:30:18]:
Ich fange mal an mit meinen Top-3-Lessons learned. Für mich ganz wesentlich ist das Thema Interdisziplinarität und auch so ein bisschen weg von der klassischen Versicherungsdenke. Was uns sicherlich geholfen hat, dass wir nicht nur die klassischen Versicherungskaufmänner und Kauffrauen hier in einen Raum eingeschlossen haben, also im übertragenen Sinne natürlich, und Kreativ haben zusammenkommen lassen, um meinrecht.de weiterzuentwickeln, sondern es war wirklich eine große Truppe aus vielen interdisziplinären Kollegen und Kolleginnen, die das gemeinsam entwickelt haben. Top 2 wäre auf jeden Fall den Kunden mitnehmen und den Kunden auch machen lassen. Was wir— was uns sehr gut gelungen ist und womit wir wirklich auch gute Erfahrungen gemacht haben, ist immer wieder User-Tests zu machen und die Kunden aktiv mit einzubeziehen bei der Gestaltung. Der Plattform. Und Top 3 ist bei allen Dingen, die man neu macht, und gerade bei den ganzen digitalen Themen: einfach mal machen. Konzeptionen sind immer gut, aber ich bin ja mein großer Freund von 80/20, also man muss nicht alles bis ins letzte Detail ausfeilen, sondern man muss es einfach auch mal machen und dann ausprobieren und lieber im Zweifel noch mal nachschärfen und justieren.

Patricia Körner [00:31:28]:
Das wären so meine 3 Top Lessons Learned aus dem Aufbau von meinrecht.de.

Simon Moser [00:31:34]:
Super. Sonja, hast du noch was hinzuzufügen?

Sonja Messerschmidt [00:31:36]:
Ja, ich kann das tatsächlich alles nur so unterschreiben. Also die Kundenzentrierung, wirklich vom Kunden her, zu denken und die Dinge aufzubauen, glaube ich, ist ein ganz zentraler Punkt. Weil was merken wir, und das ist gerade auch auf Social Media, man ist ja immer bereit zu sagen, was man alles hat, aber wenn man ganz ehrlich ist, interessiert das den Kunden nicht. Und wirklich zu sagen, oder drüber nachzudenken, was der Mehrwert für den Kunden des eigenen Angebotes ist. Das, glaube ich, ist ein Learning. Das müssen wir noch viel, viel mehr tun. Und ich glaube, das ist uns da ganz hervorragend gelungen. Und dann tatsächlich ein iterativer Prozess.

Sonja Messerschmidt [00:32:12]:
Man geht einen Schritt zurück, dann geht man zwei vor, dann geht man einen zur Seite. Das ist, sich nicht entmutigen zu lassen. es funktioniert nicht immer alles. Und wenn man aber agil vorgeht und auch in Sprints, und da haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, kann man aber auch, das Scheitern relativ schnell feststellen und kann da neue Wege suchen. Und das finde ich, dieses agile Arbeiten hat uns auch sehr geholfen, ziemlich zügig einfach weiterzukommen.

Dominik Badarne [00:32:40]:
Sehr schön. Ein passendes Wrap-up zur heutigen Session. Wir sind schon bei der Kategorie Famous Last Words und da geht es ja vor allem darum, welche typischen Gassenhauer könnt ihr nicht mehr hören? Was wollt ihr den— den Zuhörern zuhören, mitgeben? Was sind so Zitate, die für euch relevant sind? Vielleicht für MeinRecht, für Rechtsschutz generell, für die Branche? Was sind eure Last Words, Patricia?

Patricia Körner [00:33:07]:
Also manch einer sagt ja immer, dass die Versicherungsbranche total langweilig und ja grau sei. Das kann ich— dem kann ich wirklich nur widersprechen. Ich bin großer Fan von der Versicherung, bin jetzt auch schon mehrere Jahre, Jahrzehnte Jahrzehnte dabei und deswegen kann ich nur an alle appellieren: Versicherung macht super viel Spaß, toller Arbeitgeber und natürlich kann ich nur dazu raten, dass ihr alle einmal meinrecht.de besucht und euch Örag Rechtsschutz versichert.

Sonja Messerschmidt [00:33:33]:
Das ja wohl ganz klar. Und dem habe ich tatsächlich gar nichts mehr hinzuzufügen.

Dominik Badarne [00:33:40]:
Sehr schön. Ist natürlich die beste Branche, wie soll es auch anders sein. Können wir uns auch, quasi dahinter versammeln. Insofern schon mal ganz lieben Dank für die heutigen Insights. allerletzte Frage unsererseits für all diejenigen, die sagen, Mensch, meinrecht.de, super spannend. Patricia, Sonja, können wir uns mal dazu austauschen, wo und wie erreicht man euch denn am besten?

Sonja Messerschmidt [00:34:01]:
Patricia?

Patricia Körner [00:34:01]:
Also am besten ist es immer über LinkedIn, da könnt ihr mich finden und gerne auch kontaktieren.

Sonja Messerschmidt [00:34:07]:
Perfekt. Sonja? Genauso über LinkedIn, aber ansonsten natürlich auch gerne Kommentar auf Instagram, oder einfach mal auf meinrecht.de vorbeischauen.

Dominik Badarne [00:34:16]:
Das packen wir natürlich auch alles in die Shownotes, dann ist der Weg zu euch und auch zu meinrecht.de umso kürzer. Und wir sagen danke für die heutige Session. Viele spannende Insights mit dabei gewesen. Wir haben vieles Neues gelernt, ein sehr spannendes Geschäftsmodell und Ökosystem, was sich dahinter verbirgt. Ganz lieben Dank für die Insights und natürlich auch an Simon für die spannenden Fragen. Und zu guter Letzt natürlich auch an alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die heute mit dabei waren. Seid gespannt auf die nächsten Folgen, lasst uns wie immer gerne eine Bewertung da und wir sagen zum Abschluss: Macht's gut und bis zum nächsten Mal. Dankeschön.