Catwalk Talk des Modelinstitutes

Künstliche Schönheit - ist KI das Ende klassischer Model Karrieren?

The Model Institute by Most Wanted Models® & Juliane Braun Season 1 Episode 23

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Visual by guest: Kenneth Fraunhofer

SPEAKER_02

Wir begrüßen dich zum Catwalk Talk, den Podcast des Model-Instituts. Wir sind für dich da in allen Fragen rund ums Modeln. Du findest uns auf TikTok, Instagram oder YouTube. Außerdem informieren wir euch über aktuelle Events und Trends, aber auch in unserem Newsletter. Hier im Podcast geben wir dir aber noch viel tiefere Einblicke in die Menschen der Branche, zum Beispiel unsere Coaches, Models, Photografen, Caster, Agenten, Scouter, Produzenten und so viel mehr. Schön, dass du dabei bist. Wir wünschen dir viel Spaß beim Zuhören und Lernen. So, und ich begrüße heute in unserer neuen Episode des Catwalk Talks einen ganz besonderen Gast, nämlich den Kenneth Braunhofer. Kenneth ist Profi in Sachen KI, und wie ihr schon in einer anderen Folge von uns mitbekommen habt, widmen wir uns dem Thema auch und das sogar immer intensiver. Denn mittlerweile hat Most Wanted Models eine neue Division. Das heißt die Bridge. The Bridge. Und The Bridge soll tatsächlich auch eine Brücke sein zwischen den aktuellen Produktionsabläufen mit Models zu den Kunden und das Ganze aber jetzt noch mit neuen Abläufen, neuen Workloads, neuen Workflows. Und das zieht einiges an Veränderung mit sich. Und deswegen freue ich mich heute, Kenneth als Gast zu haben. Aber natürlich auch Doreen, die ja auch immer wieder mitmacht hier und ihre tollen Impulse gibt. Hallo Doreen, Hallöchen.

SPEAKER_03

Ich freue mich wirklich auch riesig, dass wir heute diesen Podcast aufnehmen und Kenneth bei uns an Bord haben, weil es sehr spannend ist, was er zu erzählen hat.

SPEAKER_00

Ja, hallo erstmal. Ich freue mich, dabei zu sein und euch ein bisschen was zu berichten darüber. Wir kennen uns ja schon ein bisschen. Und ich glaube, dass das ganz spannend wird heute.

SPEAKER_02

Kenneth, erzähl doch bitte mal ganz kurz, dass man noch ein bisschen mehr Background hat, was genau deine Arbeit aktuell ausmacht oder ein bisschen vielleicht sogar ausholend, wo kommst du denn her? Und wie hat sich das verwandelt in die Arbeit, die du jetzt machst?

SPEAKER_00

Ja, also ich bin freier Kreativ und Art Director. Ich habe lang, also ich habe ganz am Anfang mal irgendwann mal ganz vor vielen Jahren Multimedia Design studiert, habe dann in vielen Agenturen gearbeitet als Art Director und Kreativdirektor, habe für große Kunden betreut und an einem auch schon für Marken gearbeitet wie Microsoft oder Land Rover Disney. Und habe mich dann 2015 selbstständig gemacht, als Freiberufler mit verschiedenen Partnern auch zusammen, mit denen ich immer wieder zusammenarbeite, aber auch alleine. Und betreue jetzt Kunden im Fashion-Bereich, im Beauty-Bereich, aber auch aus der Industrie und eigentlich querbeet, was mir mega Spaß macht, weil genau diese Abwechslung finde ich ganz großartig. Ich bin so eine Anlaufstelle für alles Digitale, würde ich sagen. Also es ist genauso im Fotobereich, habe auch ein eigenes Studio in München. Genauso wie im Filmbereich, Motion-Bereich, Webbereich. Und seit drei Jahren jetzt immer stärker im natürlichen KI-Bereich. Und die Entwicklung dahin ist super spannend, finde ich.

SPEAKER_02

Das denke ich auch, oder das ist ja auch laut genau das, was wir mitbekommen. Deswegen gibt es auch The Bridge, Doreen, gell?

SPEAKER_03

Ja, also wir haben ja jetzt, so sind wir ja auch zueinander, also haben wir zueinander gefunden mit Kenneth, weil wir Shootings hatten und dass Kennef das hybrid umgesetzt hat, richtig? Da hat der Kunde also noch richtige Models gebucht und dann andere Hintergründe und so weiter eingesetzt, soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe, oder?

SPEAKER_00

Genau, also du sprichst von einer aktuellen Kampagne, an der ich arbeite, für eine Brillenmarke. Da hatten wir über euch Models und es ist eine Hybridkampagne. Ich würde sagen, ja doch, man kann schon noch Hybridkampagne sagen, aber sie ist sehr KI-lastig schon, aber im Einsatz mit realen Models. Also es ist teilweise schon raus, aber teilweise noch nicht. Deswegen kann ich jetzt noch nicht zu viel davon darüber sagen.

SPEAKER_02

Aber es erzählt ein bisschen genau das, dieser Prozess, dieser sehr, sehr sich gerade formende Prozess, in dem ihr auch im Booking gerade steckt, Doreen, gell?

SPEAKER_03

Ganz genau, dass wir eben die Kunden auch immer mehr schon auf KI setzen. In allererster Dinge natürlich für Backgrounds oder für Motion, die sie umsetzen wollen. Das heißt, dass sie einfach aus Bildern bewegtbild machen möchten, was ja technisch alles schon wunderbar geht. Und das haben wir natürlich, diese Berührungspunkte haben wir tagtäglich, was die Usage und so weiter betrifft, dass die Kunden diese Rechte jetzt auch haben wollen und damit ihren Content natürlich deutlich aufwerten. Weil einfach ein Shooting, das im Studio gemacht wurde, hinterher auch draußen sein kann, also darstellbar ist. Oder eben, wie gesagt, ich habe Fotos und ich kann daraus diese Bewegbilder gerade für Social Media und sowas generieren und das gefällt uns und auch den Kunden sehr gut.

SPEAKER_02

Das ist der Punkt, an dem ihr und die Menschen wie Kenneth, die diese Software, die KI-Software als Kreativtool bedienen können, immer näher zusammenrücken werden. Würdest du sagen, Doreen, dass diese Art die ganze Zukunft ausmacht oder wie meinst du, was siehst du, die generelle Branche diesbezüglich?

SPEAKER_03

Also ich denke, dass natürlich die KI nicht mehr wegzudenken ist, diese Evolution, das passiert, das ist so wie digitale Fotografie. Da geht jetzt auch keiner mehr her und fotografiert analog, auch wenn es theoretisch ginge. Es hat ja viele Vorteile auch. Die Kunden, zum einen natürlich Kostenersparnis, was jetzt Locations und so weiter betrifft, wenn man jetzt mal nur rein an den Hintergrund denkt und auch nicht an Avatare, sondern wir gehen noch davon aus, dass man ein echtes Model hat. Aber ich kann mir meine Location weltweit oder auch fantasiemäßig aussuchen, ohne dass ich lang planen muss, ohne dass ich Location-Gebühren bezahlen muss, ohne dass ein ganzes Team dorthin reisen muss. Das heißt, ich bin auch vollkommen unabhängig vom Wetter, Jahreszeiten oder Flugverbindungen. Und das ist natürlich schon toll. Also ich finde das toll. Und ja, ich denke, dass das natürlich einfach bleiben wird, dass das Türen geöffnet hat, die für alle nur positiv sind.

SPEAKER_02

Zusätzlich. Ken jetzt, aus deiner Perspektive, wo stehst du denn gerade, an welchen, was sind so die meistgefragten Sachen, die gerade umgesetzt werden sollen von deiner Arbeit her?

SPEAKER_00

Also, viele denken ja irgendwie, dass das jetzt erst losgeht und so. Also von meiner Sparte her kann ich sagen, wir stecken da schon mittendrin. Also, wenn ich mir jetzt das Jahr bis jetzt anschaue, 2025, würde ich sagen, 80% meiner Jobs und meiner Arbeit in diesem Jahr war KI-lastig oder waren reine KI-Projekte. Also Brands nützen es bereits ganz stark für Social Media zum Beispiel. Social Media ist auch der Bereich, wo ich die Sache sehe, bis Ende des Jahres, die super KI-lastig werden wird. Natürlich ist es immer noch so, dass manche Marken, also viele denken, ja, okay, jetzt werden wir da komplett ersetzt und es ist alles nur KI, so wird es nicht sein. Aber KI wird eine starke Koexistenz bekommen. Die man einfach sehen muss und akzeptieren muss. Und für die Brands ist das natürlich super. Weil sie super schnell reagieren können, die Dinge werden günstiger. Und gerade da, wenn die Brands sparen können, das findet jeder gut.

SPEAKER_02

Was meinst du denn konkret mit Social Media? Was genau kann denn beim Social Media ersetzt werden oder addiert werden?

SPEAKER_00

Also Social Media lebt ja davon, dass es schnell ist, dass es spontan ist, dass es viel ist. Wir merken in den letzten zwei Jahren, merkt mir, dass die Contentmasse, die von Brands gemacht wird, ständig steigt. Das heißt, einmal die Woche posten bringt einen eigentlich nichts mehr, sondern alle zwei Tage posten, das bringt einen was. Und somit sind zum Beispiel repetierte Dinge wie nehmen wir mal als Beispiel eine E-Commerce-Brand, die kann jeden Tag ein Outfit passend zu irgendeinem Thema raushauen. Ohne dass es was shooten muss. Und das, wie gesagt, das ist ein Beispiel, was zum Beispiel schon sehr viele nützen. Und das wird immer stärker werden.

SPEAKER_02

Wie ist das denn, Doreen? Ihr habt doch auch Creators bei euch an Bord. Geht das ein bisschen in, ist das eine Erweiterung für diese Creatives, dass sie als Creator, als das ein Avatar von sich erstellen und dann da sich vermarkten oder ist das eher zusätzlich parallel?

SPEAKER_03

Du meinst unsere Social Media Creator, also unsere Content Creator, da sehe ich das nicht, weil das sind Persönlichkeiten. Der Kunde bucht die, weil sie eben wegen ihrer Persönlichkeit, also wegen ihrer, die Follower sind ja echt und so weiter und die Follower denen natürlich auch, weil sie diese Person mögen, weil die an ihrem Leben teilhaben können oder die irgendwas eben beiträgt, was den Menschen interessiert. Das Outzusourcen wird schwierig. Es gibt natürlich auch KI-Creator mittlerweile, aber auch die haben ja irgendwie ein Profil, was jemand geschliffen hat und woraufhin, weshalb die Leute denen folgen. Also da geht es ganz stark um die Persönlichkeit. Aber ich bin sicher, dass sie trotzdem vielleicht Tools nutzen können, um ihren Content schneller zu produzieren, weil es schon sehr, sehr aufwendig ist, immer diese Videos umzusetzen. Vielleicht gibt es da dann irgendwelche neuen Technologien, das kann ich mir schon vorstellen. Aber es wird nicht die Persönlichkeit ersetzen, kann es nicht. Davon bin ich überzeugt.

SPEAKER_02

Ich glaube auch, dass es genau die Essenz ist eben immer wichtiger wird, dass man als Mensch seine Persönlichkeit immer mehr tatsächlich auch zeigt und sich dazu traut, sie zu zeigen. Und sich eben nicht hinter irgendwelchen Avataren nur versteckt, sondern das Persönliche immer wichtiger wird. Aber gut, das.

SPEAKER_00

Also ich denke, dass in Zukunft das fürs Model an sich super wichtig wird, sich Persönlichkeit zu zeigen, auch Werte zu zeigen, das ist wichtig. Das kann die KI natürlich nicht ersetzen. Also ein KI-Avatar hat keine Werte und hat keine wirkliche Persönlichkeit und sowas. Und was auch wichtig wird für die Models, ist Community. Auch natürlich, dass es eine große Community oder eine gut gepflegte Community ist für Brands, super spannend. KI hat keine, sag ich mal, hat, also ein KI-Influencer hat, das ist keine wirkliche Community, sondern.

SPEAKER_03

Ja, es geht ja auch ganz stark auch immer um Authentizität und das ist ja schon auch noch, was viele Marken, gerade im High-Fashion-Bereich, die brauchen das. Da wird das die KI nicht ersetzen. Das ist natürlich jetzt auch ein Werbemittel, wenn sie hier und da mal mit Etro oder irgendwer mitwirbt, weil man natürlich jetzt Medienaufmerksamkeit auch damit nochmal anders bekommt. Aber generell im High-Fashion-Bereich sehe ich es nicht unbedingt. Was ich sie aber sehe, und man sieht es ja auch, jetzt das nicht High-Fashion, aber H ⁇ M, um das Beispiel mal zu nehmen, dass natürlich von Models in einem bestimmten Bereich, also die ein bestimmtes Klientel haben, der Kunde Avatare anfährt oder auch das Model selbst, beziehungsweise die Agentur einen Avatar, einen Oftrag gibt und man den dann buchen kann, aber man bucht ja dann trotzdem irgendwie das Model. Also man will ja diese Person, die sieht ja eins zu eins so aus, nur in digital. Und das würde man ja nicht tun, wenn die Person nicht schon irgendwie vorher bekannt wäre.

SPEAKER_02

Genau, da kommt Kennis ins Spiel, weil er ist einer der Menschen, die solche Avatare von einer Person dann auch anfertigen, gell?

SPEAKER_00

Genau. Also das wird auch im Endeffekt trainiere ich unter anderem Avatare oder digitale Models. Das ist auch eine Sache, die bereits schon mehrfach passiert ist und schon im Einsatz ist und wo man, wo Leute oder die Menschen das gar nicht gemerkt haben. Dass es diesen Austausch gab. Also ich habe bereits zwei, drei Personen, die auf Instagram posten und das halt auch teilweise eine KI-Automatisierung übernimmt und wo man den fließenden Übergang nicht bemerkt hat. Dass die das nicht mehr selber, die schon auch das selber machen, auch. Aber zu 80 Prozent übernimmt es eine künstliche Intelligenz gerade.

SPEAKER_03

Ja, ich sehe es ja auch im Booking, wenn ich jetzt vom Kenneth mal ein Beispiel bekomme, ist es faszinierend. Es sieht so echt aus. Es ist ja auch, der Witz ist ja bei solchen Geschichten, ist ja eigentlich auch, wenn man dann sagt, ich habe nochmal mit einem anderen KI-Creator, nenne ich es jetzt einfach mal drüber gesprochen, man sagt, das ist ja nicht echt oder das Bild ist nicht echt oder was, aber es ist ja letztlich doch echt, selbst wenn es ein Avatar ist, hat es ja jemand kreiert. Also es ist ja eigentlich doch ein Mensch dahinter, der sich das ausgedacht hat, damit es am Ende so ausschaut. Also so ganz fake ist es ja dann irgendwie auch nicht. Man muss es nur mal neu bewerten, weil es das einfach vorher noch nicht gab. Aber es ist nicht unecht.

SPEAKER_02

Aber was machen wir jetzt mit diesen Möglichkeiten, dass man auch Avatare von einem Model erstellt, zum Beispiel Menschen wie Kenneth. Wie verändert sich die klassische Fotoproduktion oder auch das klassische Casting? Hast du da eine Idee dazu, Doreen?

SPEAKER_03

Also meine Hoffnung, oder da glaube ich eigentlich auch, hier nur Hoffnung, ich bin relativ sicher, dass man es auch am Beispielen von anderen Kunden schon sieht, es im besten Fall natürlich so sein wird, dass Models die Möglichkeit haben, sowohl echte, also physisch anwesende Shootings zu haben, als auch hier und da ihren Avatar verbuchen zu können und im Prinzip zu Hause sitzen oder wo auch immer, am Strand oder was weiß ich was tun. Und der Avatar kann natürlich beliebig oft an einem Tag irgendwo gebucht sein, wenn man das so nennen möchte. Das ist eigentlich eine Chance. Also man könnte ja gleichzeitig in Tokio shooten und auch in Hamburg, ohne dass man dass man sich zerreißen muss, weil eben eins davon der Avatar macht. Das finde ich eine spannende Möglichkeit zumindest. Grundsätzlich.

SPEAKER_02

Ja, zumindest kannst du. Kannst du mal bitte kurz erklären, wie wäre denn so eine technische Umsetzung, wenn man einen solchen Avatar anfertigen lässt? Und vor allem, was heißt das, der Avatar ist dann gebucht? Weil effektiv sind es ja Datensätze, die durch die Gegend geschickt werden, dass die Zuhörer ein bisschen besseres Gefühl dafür bekommen.

SPEAKER_00

Also vielleicht sollte man erstmal mit den Datensätzen anfangen. Also der Avatar an sich oder das Modell an sich wird nicht durch die Gegend geschickt. Das ist genau das, was für die Models toll ist, dass sie, wenn sie bei euch zum Beispiel unter Vertrag sind, sind die eigentlichen Kerndaten des Modells bei euch. Und die werden den Kunden auch nie erreichen. Also der Kunde bekommt nicht das Modell an sich und kann damit machen, was er will, sondern er fragt bestimmte Dinge bei euch an, was das Modell machen soll. Und somit bleibt die volle Kontrolle bei euch und auch beim Modell, was denn da passiert. Das ist schon mal, denke ich, eine gute Sicherheit für das Model oder eine gute Sache, zu sagen, okay, mein digitaler Zwilling, nennen wir es mal so, ich mag das Wort Avatar irgendwie nicht so. Der ist sicher. Der ist behütet und da wird auch nichts Schlimmes damit gemacht.

SPEAKER_03

Genau, das ist was, was vielen Models sehr wichtig ist. Also wovor sie, wo sind die größten Bedenken, dass sie ihn überhaupt nicht mehr kontrollieren können, wo Bilder von ihnen entstehen.

SPEAKER_00

Genau, das können sie schon kontrollieren, weil das kontrolliert ihr. Also und ihr schützt das Modell damit auch. Und somit das bedeutet, wenn, nehmen wir an, das gibt es eine High-Fashion-Kampagne oder eine Fashion-Kampagne für Kunde XY, dann wird das praktisch bei euch angefertigt und geht dann als Bild zum Kunden. Und somit weiß man, das Model sieht toll drauf aus, das passt. Das sind auf keinen Fall Bilder, die irgendwie den Ruf des Models zerstören könnten. Oder würde dir niemals jemanden schaden.

SPEAKER_02

Weil ganz entscheidend ist hier jetzt zu sehen, dass die Model-Agentur zur Werbeagentur wird letzten Endes, zur Creative Agentur.

SPEAKER_00

Zur Creative Agent, genau, ja. Also die Werbeagentur wird jetzt, oder es ist ja nicht wird, sondern viele sind es schon, sind auch Producer-Agenturen, Kreativagenturen. Und der Vorteil ist eben, wenn man einen digitalen Zwilling hat, kann man ganz normal seinen Tagesablauf machen und hat ein megapassives Einkommen, finde ich, wenn man gebucht ist und wenn das irgendwie.

SPEAKER_03

Ja, und vor allem kenne ich das megapassive Einkommen theoretisch auch unendlich lang. Also ich bin jetzt, weiß ich nicht, das Model ist 25 und wird mit diesem Look gebucht. Die können mittlerweile 55 sein und der Zwilling von damals könnte immer noch gebucht werden.

SPEAKER_00

Genau, der Zwingelt, also solange ich den Zwilling nicht update, wird der nicht älter. Der bleibt in dem Alter bestehen und somit wird er für immer dieses Alter haben.

SPEAKER_03

Genau. Und wenn man krank ist und was weiß ich, vor allem. Also ich finde, das ist eine Riesenchance für alle, wie du sagst, so ein passives Einkommen unbegrenzter Zeit zu generieren, ohne dass man sich stressen muss über Alter aussehen, Figur und so weiter. Das ist echt mega cool.

SPEAKER_00

Genau, und es ist auch, es ist auch, also mal ein bisschen, wenn man mal darüber erzählt, wie sowas gemacht wird eigentlich. Also viele Models haben ja schon einen unglaublichen Fundus an Bildern von sich, die toll aussehen, wo sie auch wissen, wie sie drauf aussehen und was sie anhaben, wie sie drauf wirken. Und die werden unter anderem verwendet für so ein KI-Training, für so ein Zwillingstraining. Aber natürlich, bei manchen wird es auch so sein, die, also in meinem Fall ist es so, die kommen dann zu mir ins Studio und wir machen ganz speziell ein Shooting, das darauf abzielt, Trainingsdaten zu erstellen. Und genau. Dann wird sowas trainiert, eine KI drauf trainiert und man muss sich das, man selbst ist dann keine KI, sondern man ist im Endeffekt, der Zwilling ist im Endeffekt ein Feature, dass man an die KI ranhängen kann. Und die KI weiss dann einfach, wie zum Beispiel die Melanie Mustermann aussieht. Genau. Und dann kann man eben sagen, das ist so für denjenigen, der die Bilder generiert, dann, also in dem Fall ihr. Es ist wie wenn die Melanie Mustermann jetzt im Fotostudio wäre oder im Filmstudio wäre. Und dann kann ich sagen, Melanie, jetzt machen wir den Purzelbaum. Und dann macht die Melanie das.

SPEAKER_02

Genau, und damit verändert sich nicht nur die Aufgaben- oder Arbeitsgebiet der Models, die eigentlich am Strand bleiben können und der Avatar, der Zwilling, macht die unterschiedlichsten Jobs am gleichen Tag und ins Nirvana, sondern auch der Beruf des Models, des Bookers verändert sich, Doreen, gell?

SPEAKER_03

Ja, man muss natürlich ganz anders mit dem Kunden sprechen und sich viel mehr Infos abholen, damit am Ende auch das Bild entsteht, was der Kunde möchte. Das ist neu. Und wir müssen keine Reisen mehr organisieren, aber es ist ja nicht gar nicht mehr. Deswegen, ich möchte davon, möchte da, also einfach nochmal, ich bin sicher, dass beides parallel stattfinden wird. Ich vergleiche das immer gerne mit damals an der großen Aufschau rumgehen, als das E-Commerce entstanden ist. Man Angst hat, oh Gott, Online-Shops, jetzt sterben die Innenstädte aus, keiner wird mehr in lokalen Geschäften einkaufen und so weiter. Und wir sehen ja heute, dass es so nicht ist. Mittlerweile ist sogar der Trend so, dass reine Online-Shops plötzlich Stores eröffnen, also der Weg umgekehrt wurde. Und so stelle ich es mir letztlich bei der ganzen KI-Geschichte auch vor, dass es einfach wie eine Art neues Marktsegment entsteht, entstanden ist schon und gleichzeitig existieren wird. Und ja, deswegen der Booker jetzt einfach noch zusätzlich was können muss, ja. Da müssen wir uns alle drauf vorbereiten. Und da freue ich mich schon drauf.

SPEAKER_00

Also ich sehe das auch so, es wird auf jeden Fall in eine Koexistenz laufen. Aber es ist natürlich als Model sollte man sich halt schon überlegen, ob man nicht, also den Markt teilen müssen sie sowieso. Das tun sie jetzt schon. Aber warum dann nicht in digitaler Form mitspielen? Also einfach mitmachen. Mit der Sicherheit, dass die Agentur die Hand über den Zwilling hat und den more or weniger beschützt. Somit finde ich, das hat eigentlich nur Vorteile, and we said, and it is zum Beispiel, wenn man jetzt sagt, naja, welche Branche wird das auf jeden Fall. Also die E-Commerce-Branche, die wird 100%, die ist schon anders bis spätestens Ende des Jahres komplett auf KI gesetzt und automatisiert, weil es wird kein Model mehr gebucht für ein E-Commerce-Shooting mit 80 Outfits an einem Tag oder so. Also das sind eh die Jobs, die für alle anstrengend sind. Und die wird es einfach nicht mehr geben. Die werden sterben. Und da aber zu sagen, hey, ich meine, als Model den Job hätte ich sowieso nicht gemacht, weil das ist total anstrengend. Ich habe das als Fotograf einmal gemacht und habe gesagt, ich mach das nie wieder. Nie wieder. Das war der schlimmste Tag meines Lebens.

SPEAKER_02

Es macht das Tagesgeschäft vieler Models aus deswegen.

SPEAKER_00

Absolut, absolut. Und es ist gutes Geld, aber das ist wie gesagt, das wird für das reelle Model wird das auf jeden Fall nicht mehr nicht mehr passieren.

SPEAKER_02

Na ewig. Was sind denn die aktuellen Grenzen, die die KI vorgibt? Also unsere Erfahrung ist eigentlich jetzt schon, dass es sich schon noch schwer tut, direkte Mode, zum Beispiel im High-Fashion-Magazin oder so, darzustellen mit allen Falten und genau der Knopf, also wirklich genau das Produkt an der Stelle, wo es hingehört.

SPEAKER_03

Und dann noch mit Schuhen und was weiß ich was, es war es, da wird es dann kompliziert, meine Erfahrung. Was ist denn deine Erfahrung?

SPEAKER_00

Genau, es ist so. Es gibt genügend Brands, die haben mittlerweile interne Abteilungen, die KI-Modelle speziell für das und das tragen. Also es kommt ein Rock raus, der geht sofort in die KI-Abteilung, der wird trainiert. Und diesen Rock gibt es dann als Modell. Beispiel, wie Mango das mit der Team-Kampagne gemacht hat. Die waren eine der ersten und die haben die Klamotten wurden trainiert. Oder Lewis hat es auch gemacht und macht es immer noch. Casablanca ist auch, fällt mir gerade ein, Talé Paré, fällt mir ein Nido. Das sind alles Firmen und es werden immer mehr. Die praktisch, also das hat den Grund, weil sie halt das gerade für Social Media oder für schnelle Kampagnen oder für Testkampagnen und so wollen die kein Shooting mehr machen. Da haben die kein Man hat bestimmte Daten, die Daten Userverhalten, Daten, Daten von Kunden. Die Daten sind jetzt heiß, die sind jetzt gelten die. Und dann will man jetzt die Kampagne speziell auf diese Daten generieren. Und dann haben die eben für jedes Kleidungsstück direkt ein Zwilling, so ähnlich wie ein Modell-Zwilling, haben sie auch dieses Kleidungszwilling. Und dann stellen die das zusammen natürlich. Und da ist es so, wenn man das so macht, das erkennst du nicht weg from echten Bild. Also das sieht perfekt aus. But it's Methoden, and it's not from Kunden up, and then often is it also so that when Kunden this zum Beispiel in Italy or in Bali machen lassen, then kriegen sie for this Kleidungsstück, this is, and then become automatic in the house either productions tabletop-Aufnahmen from einem Kleidungsstück. And jetzt gibt es bereits KIs, die speziell darauf trainiert sind, diese Tabletop-Aufnahmen richtig zu interpretieren und themodel anzuziehen. And das wird so der Standard im E-Commerce-Bereich werden, wo eben jetzt 200 Produktbilder gesucht werden oder gebraucht werden und eingepflegt werden müssen. Und genau, also das ist tatsächlich, man kann sagen, der Stand, also auch von der Entwicklung, um darauf nochmal kurz einzugehen, aktuell ist es so, dass etwa alle drei Monate springt die KI-Technologie um eine ganze Version. Also es geht wirklich, es geht so schnell, dass ich glaube, ich habe jetzt gestern oder vorgestern gelesen, dass die amerikanische Regierung, glaube ich, Open AI gebeten hat oder in Verbindung mit denen steht, und nachfragt oder nachgefragt hat, ob sie nicht irgendwie die Updates sechs Monate aussetzen können. Um einfach mehr oder weniger klar zu kommen. Weil das zu schnell geht alles. Also, und so ist es auch gerade, die, das ist, es ist meiner Meinung nach auch viel zu schnell für die Welt, was gerade passiert.

SPEAKER_02

Okay, das heißt, du siehst diesen Sprung eigentlich tatsächlich schon sehr nah, sehr früh, dass man das Produkt auch wirklich dann rein digital auf den Zwilling drauf setzt.

SPEAKER_00

Ja, schon. Also es ist auch immer, also es ist jetzt schon, dass sehr viele Updates kamen. Im April kamen sehr viele Updates, auch mit KIs, mit denen ich arbeite dort, die alle dieses Feature haben jetzt eigentlich. Und dass man halt irgendwie, also man darf nicht vergessen, es ist jetzt keine Sache, die auf Knopfdruck geht. Also so funktioniert es nicht. Aber immer noch viel, viel schneller, wie wenn es und kostengünstiger, vor allem wie wenn man drei Tage im Studio bucht. Für E-Commerce.

SPEAKER_02

Wie ist das denn? Ich meine, es gibt Menschen, die wehren sich wirklich mit Händen und Füßen gegen diese Entwicklung. Wir sind so weit, dass wir sagen, diese Entwicklung ist Teil der Evolution, hast du auch schon vorhin, Doreen, angeteased. Es ist einfach Teil der Menschheit, dass sie sich weiterentwickelt. Das gehört jetzt dazu. Wie ist das? Kriegt ihr Widerstände mit? Oder wie ist das, Doreen, bei den Models, ist dann da deine Erfahrung?

SPEAKER_03

Also ich habe jetzt noch nicht alle interviewt, aber mit denen, die ich gesprochen habe oder auch mit den Agenten, sagen wir es mal so, ich habe ja ein weltweites Netzwerk, mit dem ich zusammenarbeite, da ist schon bei vielen Agenten einfach auch viele Fragezeichen im Kopf. Und ich glaube, dadurch, dass sie die Technik sich nicht so damit befasst haben oder auch noch nicht die Einblicke bekommen konnten, sind hauptsächlich Ängste vorhanden. Und die führen dann in erster Linie erstmal zu Ablehnung und Blockade. Und ich bin halt der Meinung, dass gerade wenn die Kunden jetzt eben fragen für die KI-Rechte und so weiter, wenn ich zu allem immer Nein sage, komme ich nirgendwo hin. Das ist sowieso Teil dessen. Wir müssen mit der Technik mitgehen und dass die Kunden neueste Technologien verwenden wollen, ist auch logisch. Die müssen ja auch ihr Unternehmen vorwärts bringen und am Zahn der Zeit bleiben. Und ja, da sind große Ängste, deswegen versuche ich mich einfach aufzuklären, wo es geht, mit Beispielen, mit dem Wissen, was ich versuche mir anzueignen. Es gibt leider keine Leitfaden, man muss einfach viele Menschen fragen und Kontakte knüpfen und dann sich sein eigenes Bild so ein bisschen draus machen und versuchen, ja, da eben Aufklärung zu betreiben, damit diese Ängste, die gerade bei den Models sind, ja, eben aufgehoben werden können.

SPEAKER_02

Hast du noch Aufklärungsarbeit zu tun, Kenneth, bei dem Kunden, oder sind die, die sich bei dir melden, schon die, die eh schon auf dem Zug mitfahren?

SPEAKER_00

Also ich habe, wie gesagt, also bei mir ist das so, bei meinen Kunden, die haben alle richtig Bock und viele testen, wie in Deutschland, viele wollen jetzt rein die Sachen testen und so weiter. In den USA sind sie da so viel weiter. Wir alles, was wir bis jetzt gemacht haben mit Kunden, ist so, dass sie super positiv überrascht sind, dass sie super happy sind damit und dass sie alle sagen, ja, nee, das machen wir weiter, das ist doch super.

SPEAKER_03

Aber ich muss, wenn ich kurz sagen darf, klar, bei dir kommen die Kunden hin, weil du das machst, die schon offen dafür sind, weil ich habe es selber ja auch schon versucht, da wir ja The Bridge haben und so weiter, habe ich ja auch solche und solche und ich habe auch viele Kunden gehabt, die gesagt haben, nee, das wollen wir nicht und so weiter. Also da gibt es auch auf Seiten der Kunden immer noch viele, die sagen, kann ich mir nicht vorstellen, ich bin dagegen und so weiter.

SPEAKER_00

Man muss auch dazu sagen, es passt auch nicht zu jedem Kunden. Also es ist auch, wenn ich jetzt zum Beispiel ein Unternehmen bin, also ich habe auch zum Beispiel ein Fashion-Unternehmen, das ist im Allgäu ansässig und für die manch seit vier oder fünf Jahren die Kampagnen Foto und Film, das ist halt ein absolut nachhaltiges Unternehmen. Also das ist ein Slow-Fashion-Unternehmen und das ist ein hochpreisiger, die haben ein hochpreisiges Produkt im Fashion-Bereich. Und die sagen: Nee, das sind wir nicht. Wir sind echt, wir sind authentisch, wir sind zum Anfassen. Und egal, und wenn das jetzt irgendwie so und so viel kostet, mehr kostet, dann kostet es das. Das ist einfach so. Und also das muss man vollkommen verstehen. Aber es gibt andere Kunden, wie zum Beispiel sowas wie Zalando oder so, die sagen halt, hey, mega! Wir hauen einfach irgendwie 2000 Bilder am Tag durch. Das ist doch fantastisch. Also man muss es, wie gesagt, es ist nicht für jedes Produkt da und es ist auch keine Übergangstechnologie. Es ist da, um zu bleiben. Das ist es auch. Man muss auch absolut keine Angst davor haben, weil es wird niemanden ersetzen, sondern es wird einfach alle ein Stück stärker machen, glaube ich. Oder leistungsfähiger machen auch.

SPEAKER_02

Gibt es einen Rat, den du gibst, den du Marken oder auch Creatives ans Herz legst, da jetzt nicht den Anschluss zu verlieren?

SPEAKER_00

Also, das ist schon der tolle Rat, den hast du jetzt gerade gegeben. Da bitte nicht den Anschluss verlieren und gerade auch für die Creator. Also, KI, also ich mache ja auch sehr viel, ich habe ja auch sehr viel eine Postproduktion und auch Filmschnitt und Motion Design und sowas. Und wenn ich mir jetzt anschaue, wenn ich zum Beispiel ein Interview habe oder irgendwas habe, wo einen Film habe, wo Sprache drin ist, dann ganz früher musste ich das, also war das so heftig alles, dass ich das einfach in ein Studio geschickt habe anders den Ton master lassen. Jetzt ist es ein Knopfdruck. Und dann wird Ton Musik gemastered automatisch. Die KI übernimmt das. The Buildretus, this is auch eine Sache, die weiden nicht von einem Filter anvending, sondern wir reden von ganz speziellen KIs, die auf eine Art retuschieren, wie man das selber machen wird, aber man selber braucht three Stunden for this. Und die KI macht es in drei Sekunden. Also es ist eine krasse Zeilen. Und das kann nicht natürlich an den Kunden weitergeben. Und der freut sich natürlich, wenn er da jetzt irgendwie nicht drei Stunden zahlt, sondern dann eben nur, wie gesagt, dann ist das halt einfach mit dabei irgendwo.

SPEAKER_03

Aber wie du vorher schon gesagt hast, ich habe das Gefühl, dass diese Ersparnis oder das, was da mit drin ist, führt letztlich auch die Geschwindigkeit dazu, dass sie mehr Content produzieren, wodurch ja dann doch wieder mehr Volumen generiert wird.

SPEAKER_00

Absolut, absolut. Also ich glaube nicht, dass sie es 100% ausgleicht, aber natürlich findet der Kunde aber eine Brand kann nicht genug Content produzieren. Also das geht nicht. Und wenn sie bis jetzt, wie gesagt, schon zweimal die Woche gepostet hat, dann lass sie mal einmal die Woche alle zwei Tage gepostet, meinte ich, dann lass sie mal jeden Tag posten, wie das boosten wird. Und also genug Content, wie gesagt, gibt es nicht und wird es nie geben. Und somit ist es, also grundsätzlich haben die Brands Vorteile, also grundsätzlich hat jeder eigentlich Vorteile, durch irgendwie noch, glaube ich, keine großen, ganz wilden Nachteile.

SPEAKER_02

Vor allem, weil der Bedarf tatsächlich stärker wird, denn je Content braucht jeder immer mehr, wie du es gerade auch gesagt hast. Und man sollte es eigentlich eher als diesen Zusatz sehen, mit dem man sich vielleicht tatsächlich auch mal zefrei schaufelt, um das Leben zu genießen. Lass doch die KI die Arbeit machen.

SPEAKER_00

Dafür wurde sie ja auch irgendwie geschaffen, genau sowas zu machen.

SPEAKER_02

Gibt es irgendeine Art, kommst du, Kenneth, an eine gewisse Art moralische Bedenken bei deiner Arbeit?

SPEAKER_00

Ja, absolut. Und es ist auch viel noch nicht geklärt, so wichtig. Also vieles ist dadurch, dass alles so schnell funktioniert und wir schon Dinge verwenden und machen, wir behandeln aktuell, behandeln wir auch, behandeln wir irgendwie so ein Bild, wie ein Bild, das wir fotografiert haben. Oder das irgendwie, wo wir die Urheberrechte haben, wo wir machen können, was wir wollen damit. Das ist so. Viele, also viele Technologieanbieter, KI-Anbieter sagen zwar, hey, es gibt da irgendwelche, es gibt die kommerziellen Rechte dafür und sowas, aber eigentlich können sie dieses Recht gar nicht vergeben. Also weil es diese Gesetzeslage noch nicht gilt. Also aktuell ist es so, ich habe Fälle, es gab schon Fälle, wo das vor Gericht gelandet ist, und es wurde immer so auch für Models interessant oder für berühmte Personalkeiten interessant. Es wurde immer das Recht am eigenen Bild angewendet. Also wenn ich zum Beispiel jetzt, also ich könnte jetzt zum Beispiel George Clooney kopieren und wir machen eine Most Wanted Werbekampagne mit George Clooney. Dann könnt ihr anrufen und könnte sagen, hey Jungs, so Mädels passt mal auf. Das war so nicht abgesprochen. Und es würde wahrscheinlich so jetzt noch so das Recht am eigenen Bild, obwohl es gar nicht ist. Aber also, wie gesagt, und da rechtlich gesehen, da wird man auch ganz viele Meinungen noch hören, gerade im Moment, weil noch nichts wirklich festgeschrieben ist. Also das ist und natürlich moralisch schwierig. Also schwierig, aber am ja, schwierig.

SPEAKER_02

Ja, ich wollte eigentlich eben vor allem auch nur einfach mal abfragen. Man hat auf der einen Seite diesen Spaß an der Arbeit, man muss eh mitgehen, auch mit der Zeit. Auf der anderen Seite kommt man natürlich auch an Grenzen, aber ich bin ehrlich gesagt auch zuversichtlich, dass sich all das lösen wird. Und zumindest bei The Bridge, bei Most Wanted Models und der Division ist es so, dass logischerweise nach fast 30 Jahren im Business und alles, was rund um das Models ist, Persönlichkeitsrecht, Verwertungsrecht und frage mich nicht, wie sie alle heißen, natürlich auch diesbezüglich genau begutachtet und betrachtet wird und immer die neuesten Gesetzmäßigkeiten dazu mitbeachtet werden. Sowieso. Wenn man damit so gesehen, also prinzipiell seinen eigenen Frieden gemacht hat und sagt, okay, ich vertraue, dass sich diese Dinge rechtlich auch alle in die richtigen Bahnen bewegen und dort geleitet werden und ich ein Team habe, das sich da auch mit drum kümmert, dann go for it. Wenn man grundsätzlich ein Problem damit hat, natürlich, dann macht man einfach gar nicht erst mit.

SPEAKER_00

Genau, richtig. Also man kann, man kann soweit sagen, also es wird, wir leben in Deutschland und Deutschland steht super drauf, Dinge zu regeln. Also, um Regeln aufzustellen. Und die werden nicht lange, wir werden nicht lange drauf warten, dann ist das genau mega auf dem Punkt mit 100 Unterpunkten geregelt. Und dann wird das Ganze auch, dann wird, dann wird das auch gar nicht so wild, wie manche denken. Weil dann hat man, ich denke mal davon, wenn ich jetzt mit einem, wenn wir mit einem Zwilling von einer realen Person arbeiten, dann sind wir da genauso in der Verantwortung, wie wir wirklich mit dem Bild arbeiten würden. Sie hat volle Rechte darauf und kann auch und hat eben das Recht am eigenen Bild. So sehe ich es auch. Weil sie darauf zu erkennen ist. Genau. Und so wird es jetzt schon gehandhabt und so wird es auch in Stein gemeißelt werden, denke ich mal. Weil das nur so macht es auch irgendwie Sinn, weil sonst sind wir im digitalen Wilden Westen.

SPEAKER_03

Das sehe ich ganz genau so. Das wird so kommen. Deswegen mache ich mir da auch wenig Dank. Man muss halt seinen digitalen Zwilling mal erstellen, damit er dann auch arbeiten kann. Damit sie die Rechte daran hergeben können.

SPEAKER_00

Genau, genau richtig. Und wie gesagt, man gibt so ein Modell, verdient da passiv mit. Und ganz wichtig ist, die Agentur und das Modell hat volle Kontrolle, was damit passiert, weil die Dinge in der Agentur passieren. Und nicht beim Kunden vor Ort. Also, das ist. Sehr gut zu wissen, genau.

SPEAKER_02

Definitiv. In diesem Sinne danke ich für das tolle Gespräch, für die vielen Insights, Kenneth. Sehr, sehr spannend, dass man mal ein Gefühl dafür auch bekommt, wo stehen wir denn jetzt, was ist möglich? Wohin geht die Reise? Und Loreen, auch dir vielen Dank für deinen Input. Ich danke euch fürs Zuhören. Und freue mich aufs nächste Mal. Mal gucken, was wir in der Zukunft noch weiter euch dazu berichten können. Und wir würden euch freuen, uns freuen, wenn ihr auch weiter mit dabei seid, zuhört und natürlich auch mit allen Fragen, die ihr habt, euch an uns wendet. Vielen Dank fürs Zuhören.

SPEAKER_00

Macht's gut. Danke, danke. Tschüss.

SPEAKER_01

Ciao.