Digital Business Podcast - CFO Show by Matthias Walter ESER

#207 - Profi Triathlet Jan Stratmann über Erfolg, Leistungsdruck und das Mindset hinter echter High-Performance!

Matthias Walter ESER, MBA Episode 207

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In der 207. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast, der auf den ersten Blick aus der Reihe fällt – und auf den zweiten Blick die ehrlichste Case Study für unternehmerisches Risiko liefert: Profi-Triathlet Jan Stratmann (31), Ironman-Sieger und auf dem Weg zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii (Kona). 

Das Gespräch ist ein Austausch zwischen zwei Unternehmern – einem, dessen Asset eine Marke ist, und einem, dessen gesamtes Geschäftsmodell an einem einzigen, hochfragilen Asset hängt: dem eigenen Körper. 

Jan spricht ungeschönt über die Ökonomie des Profisports, über ein bewusst diversifiziertes Sponsoren-Portfolio statt eines Klumpenrisikos, über Preisgelder, mit denen man nicht kalkulieren darf, und darüber, warum mentale Gesundheit kein Soft-Thema ist, sondern die zentrale Performance-Infrastruktur.

Was du in dieser Folge lernst:

  • Warum ein Profisportler das radikalste Beispiel für Personen-Abhängigkeit ist – der gesamte „Enterprise Value" hängt an einem einzigen, kaum versicherbaren Asset: dem eigenen Körper. Und was Founder daraus über Key-Person-Risiko lernen.
  • Wie man ein Geschäft ohne planbaren Umsatz strukturiert: Preisgeld als nicht kalkulierbarer Bonus vs. Sponsoren-Verträge aus Fixum + Prämien als wiederkehrende Erlösbasis – das Athleten-Pendant zu Fixed & Variable Revenue.
  • Warum Jan bewusst auf den einen großen Hauptsponsor verzichtet und stattdessen breit diversifiziert (Hoka, Pinarello, Abus, DT Swiss, Ergon & Co.) – Risikodiversifikation gegen das Klumpenrisiko, das jeden Cashflow kippen lässt.
  • Wie Profisportler heute direkt mit Influencern um dieselben Marketing-Budgets konkurrieren – und was Messbarkeit, CAC und Affiliate-Logik für die Personal Brand als immateriellen Vermögenswert bedeuten.
  • Warum mentale Gesundheit der größte ungehobene Performance-Hebel ist – und weshalb ein präventiver statt rehabilitativer Ansatz (Psychologie als Resilienz-Investment) über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Das Fazit für Unternehmer: Ein Profisportler ist die ehrlichste Case Study für unternehmerisches Risiko. Während ein Founder quasi unbegrenzt viele „Shots" hat, bleiben einem Ironman-Athleten zwei bis drei Rennen pro Jahr und ein Leistungsfenster von oft nur drei bis fünf Jahren, um alles abzurufen. Wer alles auf ein einziges Asset setzt, muss es schützen, diversifizieren und vorausschauend managen – körperlich, finanziell und mental. Jan Stratmanns wichtigste Botschaft: Der größte Hebel liegt nicht im Training, sondern in der Arbeit an der eigenen Persönlichkeit – und im Spaß an dem, was man tut. Wer den Spaß verliert, wirft nicht alles über Bord, sondern dreht an den kleinen Stellschrauben, die ihn zurückbringen.

👇 Links & Ressourcen zur Folge:

  • Verfolge Jan Stratmann live: am 28. Juni beim Ironman Frankfurt (Qualifikationsziel Kona) und am 5. Juli mit eigenem Messestand auf der Challenge Roth.
  • Vernetze dich mit Matthias Walter Eser auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/matthias-walter-eser-mba-880174237
  • Du baust dein eigenes Unternehmen oder deine Brand und brauchst einen Reality-Check für deine Finanzen? Lass uns sprechen: https://eser.capital/

Angaben gemäß § 5 TMG

ESER Capital Advisory Partners GmbH
vertreten durch: Herrn Matthias Walter Eser
Adlerstraße 9
82467 Garmisch-Partenkirchen

Du willst wissen, wie das Big Money Game im E-Commerce und Mittelstand wirklich funktioniert? Dann vergiss alles, was du bisher über Exits und Finanzierungsrunden gehört hast. Willkommen im Digital Business Podcast. Hier gibt es ehrliche Einblicke in echte Transaktionen. Ungeschönt und ohne Filter. Lerne von den verschwiegenden Akteuren der Branche, wie du dein Unternehmen wirklich exit-ready machst und deine Bewertung. Hier ist Dein Host, Berater für Mergers und Acquisitions, externer Chief Financial Officer, Spiegelbestseller Autor und offizielles Mitglied im Forbes Finance Council, Matthias Walter Esers. Hi und herzlich willkommen zur 207. Folge im Digital Business Podcast. Mein Name ist Matthias und ich freue mich, dass ich heute einen ganz besonderen Gast begrüßen darf, nämlich den lieben Jan. Der letzte Gast hieß Jan, der heutige Gast hier heißt auch Jan, allerdings in ihrer Natur komplett unterschiedlich. Der letzte war Notar. Heute haben wir einen Profi-Triathleten zu Gast und aus dem Grund, weil ich natürlich selber Triathlet bin, nur Hobby-Triathlet, aber auch ein wahnsinnig großes Interesse dahinter habe, wie sowohl der Profi-Triathlon als Businessmodell funktioniert. Aber wie auch Profisport als Businessmodell funktioniert und wie die Gedanken eines Profisportlers über die eigene Existenz sind. Denn wenn ich mir die Gedanken darüber mache und stelle mir vor, alles würde nur an meinem Körper und damit an meiner physischen Existenz und Leistungsfähigkeit hängen, dann kann das sicherlich das ein oder andere Unbehagen auslösen. Wer könnte das aber besser beantworten als ein Profisportler? Deswegen Jan, herzlich willkommen im Podcast. Danke für deine Zeit vorweg und vielleicht magst du ein, zwei Sätze über dich verlieren. Wer du bist, was du machst und warum du heute hier sitzt. Ja, hi Matthias, danke, dass ich da sein darf. Mein Name ist Jan Straatmann, ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meiner Frau im schönen Heneff, das ist bei Bonn. als Kind des Ruhrpots, als kurzen Abriss, bin ich natürlich mit dem Fußballspielen aufgewachsen und habe dann nach einem Skiunfall im Jahr 2011 die Liebe zum Trial und Sport gefunden, so bisschen induziert durch meinen Vater. Und das hat mich nicht mehr losgelassen und Ich hab dann parallel, oder quasi mein Abitur gemacht, hab angefangen damals noch in Bochum an der Ruhruniversität zu studieren und hab immer versucht, mich in dem Sport nach oben zu kämpfen, in die Spitze. Und hab's dann auch irgendwann geschafft mit den ersten Erfolgen, dass ich sagen könnte, okay, du bist jetzt Profisportler. Für mich war's immer die Definition, ich bin Profi, wenn ich davon leben kann. Und hab parallel aber noch geschaut, okay, du brauchst eine akademische Ausbildung. Das ist zu unsicher und auch kein Sport, wo du das drei, vier Jahre auf Profi-Niveau machst und dann finanziell durch bist. Dann habe ich noch ein Bachelor- und Masterstudium abgeschlossen und bin seit 2022, würde ich sagen, Vollprofi. Das heißt, da habe ich Studium abgeschlossen und seitdem mache ich hauptberuflich Triathlon. Was hast du denn studiert? Ich habe damals angefangen. war eigentlich fast durch Zufall. Mein Traum war es, früher immer Arzt zu werden. Dann habe ich gedacht, das funktioniert nicht mit der Triathlon-Karriere. Zu der Zeit nach dem Abitur habe ich alles auf den Triathlon gesetzt. gesagt, ich Triathlon-Profi werden. Ich war aber noch nicht so weit, dass ich sagen konnte, ich kann jetzt davon leben. Ich war nicht in der Nationalmannschaft und so weiter auf der Kurzdienst. Ich habe gesagt, du brauchst eine Ausbildung. Dann habe angefangen, Sportwissenschaften in Bochum an der Hohe Universität zu studieren. Eigentlich aus dem einzigen Grund, weil ich mit einem Kumpel, der ist Kanute gewesen, diesen Eignungstest gemacht habe. Und dann habe ach komm, das kriegst du neben dem Sport hin. wollte eigentlich immer BWL studieren. Dann ich gesagt, machst du halt Sportmanagement, das passt auch. habe im Sportschule immer relativ schnell erkannt, das ist mir ein bisschen zu eng aufgestellt und habe dann gesagt, Ich schaue, ich jetzt schon, ich glaube, das war nach dem dritten, vierten Semester, wo es mir bewusst geworden ist, wollte aber diese vier Semester nicht wegwerfen, dass ich schon mal die Fühler ausstrecke und schaue, wie ich einen BWL-Master machen kann. Hab dann zum Beispiel noch an der Universität Mathevorlesungen gehört und so weiter, da noch zusätzliche Credits zu haben. Und hab dann an einer Ferienuni, die hieß damals noch, IUBH, und glaube mittlerweile EU, hab ich einen dann parallel, und das war auch einfacher dann letztlich, wo es dann mit dem Sport weiter voran ging. ein Fernstudium zu machen, weil ich einfach viel unterwegs war. Hab dann da ein BWL-Master gemacht und genau im Jahr 22 abgeschlossen. Ja super, habe ich ja quasi einen Kollegen auf der anderen Seite sitzen, umso vorteilhafter, aber dann können wir ja noch viel tiefer eintauchen, also ohne dass es jetzt den höchsten akademischen Anspruch irgendwie erfüllen muss. Aber ich glaube dann ist es deutlich leichter, weil sonst wäre irgendwie immer so der Trade-off zu sagen, so wie tief steigen wir dann ein, am Ende bist du ja dein eigenes Business. Also du musst ja verschiedene Bälle jonglieren. Es gibt die Marke Jan Straatmann, es gibt wahrscheinlich das Werbegesicht Jan Straatmann, es gibt aber auch den Athleten Jan Straatmann, dann gibt es die Privatperson Jan Straatmann und irgendwie muss man ja alles versuchen, deinen Hut zu bekommen und diese Rollen auch klar auszudefinieren und zu sagen, wie gut schaffe ich denn eigentlich den einzelnen Case jeweils zu monetarisieren. Denn ich weiß jetzt nicht, wie gut die Preisgelder sind, aber was ich so mitbekomme, der Regel gut davon leben kann man jetzt nicht. Insbesondere bei so einem teuren Sport, auch wenn Sponsoren mit dabei sind, ist halt schwer die ganzen Anreisen und Trainingslager und Co. mit zu finanzieren. Aber ich glaube, da steigen wir später noch ein. Du hast also deinen BWL-Master abgeschlossen mit dem Gedanken, du wirst Profi und bist dann 2022 auch Profi geworden. Kurze Unterbrechung. Eine Frage an dich als Gründer. Dein Umsatz wächst jeden Monat. Aber wenn du auf dein Konto schaust, bleibt viel zu wenig hängen. Dein Steuerberater verwaltet nur deine Vergangenheit, aber niemand plant strategisch deine finanzielle Zukunft. Genau das ist der Moment, dem aus Wachstum ein unkontrolliertes Risiko wird. Wir bringen absolute Financial Excellence in deine Finanzen. Keine Kompromisse. Klare Strukturen für klare Ergebnisse. Wir übernehmen Dein strategisches Finanzmanagement, optimieren Deinen Cash Conversion Cycle und machen Deine E-Commerce Brand zu 100 % exit ready. Bevor Du in der nächsten Verhandlung Geld auf dem Tisch liegen lässt, buch Dir ein kostenloses Erstgespräch mit mir und meinem Team. Den Link findest Du in den Show Notes. Und jetzt zurück zum Thema. Ja, bin 2019 von der Kurzdistance, die ja auch bei Olympia ausgetragen wird, das ist 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen, auf die Mitteldistance gewechselt und ich hätte gesagt, in dem Jahr bin ich dann auch Profi geworden und in dem Jahr, wo es richtig funktioniert hat, wo ich gesagt habe, okay, das hat hier eine Zukunft. Das war 2021, war das Corona Jahr, da wurde ja alles ein bisschen auf Pause gedrückt. Aber dann in dem Jahr danach konnte ich sagen, okay, jetzt habe ich die Erfolge. Ich mein erstes Rennen gewonnen, habe bei der Halbdistanze Europameisterschaft ein Podium gemacht und konnte sagen, jetzt bin ich da oder auf dem Weg, wo ich hin wollte und ich traue mir zu, die großen Rennen zu gewinnen und damit kann ich sagen, okay, ich kann jetzt hier eine Karriere haben und davon ein paar oder einige Jahre leben oder den Weg dahin zumindest beschreiten und das auch für mich selber rechtfertigen. Das war nämlich auch die Frage, weswegen ich auf 22 abgespielt oder abgestellt habe. Wie war denn damals dann auch der Sprung in einen Sport hinein während Covid, wo ja Volatilität und Unsicherheit in der gesamten Gesellschaft größer war denn je? Und so wie ich dich jetzt wahrnehme und was ich über dich mitbekommen habe, du bist ein sehr bedachter und wahrscheinlich auch sicherheitsbedürftiger Mensch von deiner ganzen Persönlichkeitsstruktur her. Wie hast du das damals mit dir persönlich abgewogen, aber auch mit deiner Frau wahrscheinlich abgewogen, diesen Schild zu wagen in diesen Zeiten, wo eh so viel im Umbruch war? Ich würde das eher so aufziehen, dass ich die ganze Zeit an diesen Traum geglaubt habe, Profisportler zu werden. Ich habe 2012 mit dem Sport angefangen. der kurzen Stanz bin ich die Kaderstrukturen im Landesverband durchlaufen. habe so Deutschland-Klubs, Deutsche Meisterschaften gemacht. Danach kam der U23-Bereich. Europa Cups, Welt Cups und so weiter. war alles auf der Kurzdistance. Ich bin immer so bisschen hinterher gerannt, weil ich war für die Kurzdistance eher ein Späteinsteller, hab spät schwimmen gelernt und hab aber immer irgendwie daran geglaubt, dass ich's schaffen kann und vor allen Dingen auf der längeren Distanz. Ich wusste aber, dass du dir eine Basis aufbauen musst. Das ist kein Sport, wo du reingehst und sagst, okay, ich hab so viel Talent, ich hau jetzt alle weg. Du brauchst Fleiß, Durchhaltevermögen, Disziplin und das über ganz viele Jahre und das ist nicht, ich mach das mal ein, zwei Jahre. postest auf Social Media, wie toll das ist, sondern du musst halt wirklich über Jahrzehnte deinen Körper dahin bringen, dass du irgendwann in der Weltspitze sein kannst. Das war bei uns immer so ein Spruch. Im Leistungssport ist das immer so System, man es nennt, darüber gewesen, du brauchst 10 Jahre oder 10.000 Stunden Training, um in die Weltspitze zu kommen. Das sind 1000 Stunden Training im Jahr ungefähr, also 10 bis 12 Jahre braucht man einfach, um sein Körper da hinzubringen, ganzes System, seine Strukturen, um da hinzukommen. Und das hatte ich im Hinterkopf und habe immer dran geglaubt. Und dann hat sich das so abgezeichnet, dann so richtig ab 2020, 2021, 2022, dass es möglich ist. Und das war dann auch der richtige Zeitpunkt, weil so langsam meine Ausbildung, also das Studium, sich dem Ende hingeleigt hat. Und für mich war immer Ich versuche es solange ich studiere, aber wenn das Studium dann fertig ist, im Master habe ich mir auch bisschen mehr Zeit genommen, Bachelor habe ich mir auch noch Regelsstudium Zeit gemacht. Wenn das fertig ist, dann entweder reicht es oder ich suche mir halt einen Job und dann hat es halt nicht gereicht. Da war ich schon mal recht klar, weil ich gesagt habe, du musst ja auf eigenen Beinen stehen, vor allen Dingen dann irgendwann mit Mitte 20 und möchtest nicht von deinen Eltern irgendwie abhängig sein, die es auch finanziell hätten nicht tragen können, muss man auch sagen, wenn man darauf kommt, wie teuer dieser Sport ist. Du kommst aus einer größeren Familie, ich glaube du hast mehrere Geschwister und da ist ja Unabhängigkeit des Einzelnen umso wichtiger, weil eben in dem ganzen Familienverband ja die Aufmerksamkeit für den Einzelnen gar nicht so groß sein kann, wie das jetzt beispielhaft bei einem Einzelkind der Fall ist. Würdest du sagen, dass diese unfreiwillige, aber dann doch gegebene Eigenständigkeit, Bestandteil war deiner gesamten Reise zum Profi hin auch, wo man sehr viel Selbstvertrauen und auch Selbstbewusstsein, weil ich wirklich sehr bewusst über deiner selbst, aber auch sehr in dich selbst vertrauend, weil du dir deiner selbst sehr bewusst bist, beschreiben zu von außen Wahrnehmung. Ja, musste sehr früh selbstständig sein, Mich auch Zeit meiner Kindheit meine Brüder mit kümmern. Als ich der Älteste bin, bin ich drei jüngeren Brüdern aufgewachsen. Ich bin früh in die Verantwortung gegangen. Aber zum Thema Selbstvertrauen muss ich schon sagen, dass ich jedes bisschen Selbstvertrauen sehr hart erarbeiten müsste. Natürlich versucht man immer das nach außen vielleicht nicht ganz so. zu kommunizieren, dass das vielleicht nicht so Gott gegeben ist oder dass man einfach so mit stolzgestellter Brust überall in den Raum reintritt und sagt hier bin ich, was wollt ihr. Aber ja, war so ein Prozess, dass man sich das hart erarbeiten muss, aber auch die Selbstständigkeit und darüber halt dann, glaube ich, mal früh in Anführungsstrichen, wie man so schön sagt, erwachsen geworden ist. Spannend. Also mich interessiert natürlich auch immer so, ob meine eigenen Ausbildung mit dem Thema Wirtschaftspsychologie immer so, wie tickt der Mensch hinter dem, was er dort tut, weil jeder braucht irgendwie, er die jeweilige Handlung ausführt und wenn das dann so fest verankert ist und der Traum seit 2012 bestand irgendwann mal Profi zu werden oder das du angefangen so richtig und dann irgendwie zehn Jahre später hat sich dann richtig materialisiert dieses Profi-Dasein, dann ist es natürlich schon eine lange Zeit, eine Dekade, die du in deinem jungen Alter, was ja dann noch viel unwahrscheinlicher rein statistisch ist, dass man das dann so durch dann aber durchgezogen hast. An dem Zeitpunkt, wo du sagst, dort war ich wirklich Profi, wie hat sich das in deiner eigenen Welt richtig materialisiert? an welchen Aspekten konntest du bemessen? Du meintest vorher, weil du davon leben kannst. Definiere, davon leben können als Profisportler, wo ist da irgendwie so das Niveau, wo man sagt, finanziell ist es überhaupt machbar? Also erstmal das so zu sagen, ich bin mit, weiß ich gar nicht, nach dem Bachelor zu Hause weggezogen, erstmal an den Bundeschützpunkt Potsdam und bis dato hab ich halt zu Hause gewohnt, da waren die Kosten überschaubar und da hatte ich aber schon früh gemerkt, ich brauche irgendwie Unterstützung, weil auch allein so ein Fahrrad für mich damals, da haben die Fahrräder noch nicht so viel wie heute gekostet, aber trotzdem war 3000 Euro für ein Fahrrad halt super viel Geld und hab mir schon früh, ich sag mal, damals war es eher noch Mezenaten gesucht, die das Ganze unterstützen wollen. Ich war da umtriebig und habe geschaut, wo kriege ich mein Material her und so weiter. Als ich dann ausgezogen bin, habe BAföG bekommen. Ich hatte immer sehr viel gespart als Kind schon und habe dann auch teilweise von dem Ersparten gelernt. Also es war schon alles so bisschen auf Kante gestrickt. Meine Eltern haben mich wie sie konnten unterstützt. Das war nicht viel und es gab auch Zeitpunkte, da musste ich dann andere Wege gehen. Beispiel aus 2018, da war eigentlich das Ersparte aufgebraucht. Und da hab ich gerade einen Master angefangen und in Potsdam, das hat alles nicht mehr funktioniert und hab dann ein Angebot bekommen in Holland, dass die ein Team aufbauen um einen Athleten herum und das wird voll durchfinanziert. Wir haben irgendwie 1000 Euro Monat bekommen und alles an Material und Trainingslager bezahlt und dann hab gesagt, gut das ist jetzt die einzige Chance und die ergreife ich das Ganze weitermachen zu können, weil sonst wäre es finanziell nicht möglich gewesen und ich hätte gesagt, okay ich muss wieder nach Hause, ich muss irgendwie nebenbei arbeiten oder muss halt irgendwie gucken, dass ich Studium fertig kriege. Und dann konnte ich die Inhaber von dem Unternehmen, die das Ganze gesponsert haben, irgendwie überzeugen von mir, dass das Team sich aufgelöst hatte. Und dann haben die mich noch nur als Einzelathletin ein Jahr weiter unterstützt. Und so konnte ich dann meinen Weg weitergehen. ich habe immer irgendeinen Weg gefunden. Und dann kam halt erst mal Corona. Das war alles noch mal ein bisschen auf Pause gesetzt. Aber in dem Jahr, wo ich dann quasi abliefern musste, weil da war so, ok, du brauchst jetzt die Erfolge, du brauchst die Ergebnisse, ansonsten musst du halt den anderen Weg gehen. Und die kamen dann genau zum richtigen Zeitpunkt, muss man sagen, dass ich dann sagen konnte, ich habe dann die ersten Sponsoren bekommen und wie du richtig gesagt hast, selbst von so einem Preisgeld, ich hatte dann nämlich drei oder vier Podiumsplatzierungen einrennen gewonnen in dem Jahr, da sprechen wir dann von 20, 25.000 US-Dollar, die das Preisgeld waren, ich mal, ich weiß es gar nicht mehr so ganz genau. wahrscheinlich. und in Dollar. Und was dann in Euro auf deinem Konto ankommt, ist dann schon mal ernüchternd. Und dann musst du das halt noch versteuern und so weiter. es kurz zu machen, du planst oder im Triathlon eigentlich ganz selten mit Preisgeldern das als Lebensgrundlage. Das ist im Idealfall, natürlich gesprochen, ist das Bonus und top. Weil damit kannst du nicht rechnen und wenn du damit nicht rechnen kannst, dann ist es natürlich noch mal umso mehr Druck. Wenn du am Anfang des Jahres sagst, ich muss so so viele Rennen auf dem Podium beenden oder gewinnen, damit ich überhaupt davon leben kann, im Wesentlichen lebst du von Sponsoren, Sponsorenverträgen. Und die sind meistens aufgebaut aus einem Idealfall, dass du nicht einfach nur Material bekommst, sondern du kriegst ein Fixum und Prämien und dafür musst du alle entsprechende Gegenleistungen bringen. Was natürlich in der heutigen Zeit nicht mehr wie früher ein Logo auf einem Trikot, auf einem Einteiler ist, sondern mit sehr viel mehr... Aufwand verbunden ist, sage ich mal, das ganze Thema Social Media. Ja, also das war die Folgefrage, weil man merkte, dass jeder Athlet eine ganze Kohorte von Sponsoren hat, die dann auf dem einen Teil abgebildet sind oder auch woanders teilweise noch abgebildet sind und das ganze Social Media Game wird ja immer relevanter. Ist ja schon am Peak seine Relevanz angekommen. Man sieht ja auch, wie hochgradig professionalisiert die Medienarbeit einzelne Athleten drum herum ist. Also wenn mittlerweile sogar für Amateure, ich bekomme jetzt irgendwie ganz viele Werbeanzeigen, weil ich auch kürzlich im Greichgau war, von einem Videografen, der am Amateursportler dabei begleitet, weil sie ihren persönlichen Ironman irgendwie mitzufilmen. Natürlich gegen Entgelt. Das ist aber ja eigentlich das, was Profis tun sollten, damit sie ihre Personal Brand aufbauen, weil für den Amateur vielleicht irgendwie Nice to have aber war eigentlich vollkommen irrelevant, ehrlich zu sein. Wenn du das Ganze jetzt machst, dann wirst du halt diesen Videoauftrag auch noch bezahlen müssen, damit dein Social Media funktioniert. Also du brauchst deinen Kameramann, du brauchst einen Cutter und das muss ja auch publiziert und gemanagt werden und gleichzeitig, du hast wahrscheinlich jetzt auf deiner Ausbildung einen kleinen competitive advantage. dem normalen Sportler gegenüber, weil du halt irgendwie selber noch in die Verhandlungen einsteigen kannst und abwägen kannst, ist wirtschaftlich sinnvoll oder eher unsinnig. Wie funktioniert so das ganze Sponsoren-Game denn im Genere, wenn wir jetzt mehrere Sponsoren haben, gibt es wahrscheinlich Ausschlusskriterien, kannst du jetzt nicht irgendwie zwei Fahrradhersteller haben und zwei Helmhersteller, also nimm uns mal ein bisschen in diese Welt noch mit. Also erstmal ist der Triathlon Sport sehr dankbar, aufgrund dessen, dass du drei Sportarten hast, wofür du Material brauchst. Das heißt, du musst schwimmen, Rad fahren und laufen und du brauchst unglaublich viele Sachen eigentlich für so Triathlon. Das merkt jeder Triathlete, der mal für einen Renn packen muss, denkt sich wieder, was ist Man zieht quasi um. Du weißt, kennst das auch. Und das ist natürlich für den Profisportler von Vorteil, weil es dann sehr, viele Marken in dem Sport gibt, die die Athleten ausrüsten. Und man muss aber ganz klar sagen, dass es immer noch eine Nischen-Trendsportart ist, wo einfach nicht so viel Geld in dem Sport ist. sag mal, das vielleicht zu beziffern, ich vermute wirklich gut leben von dem Sport. Und damit meine ich, ich kann am Ende des Jahres mein Leben komplett damit finanzieren, meine Wohnung, Essen, alles. Und ich kann auch ein bisschen was zurücklegen, dass ich in einem, weil ich einen Beruf habe, extrem risikobehaftet ist. Das heißt, es kann von heute auf morgen alles vorbei sein. wird man wahrscheinlich nicht viel mehr als zwei Hände vollkriegen, das mal ganz klar zu sagen. Es gibt dann wahrscheinlich auch noch ein paar Athleten, irgendwie vom Elternhaus oder durch Medizinate, durch Firmen, die das unterstützen wollen, auch noch davon leben können, aber es sind nicht viele. Und dann gibt es natürlich eine Speerspitze von ein Athleten, die sehr, sehr gut davon leben können, das kann, man auch so sagen. Und da geht es dann halt die Verträge, die man kriegen muss. Und da geht es heutzutage nicht mehr nur die Ergebnisse. Also wenn du jetzt nur Rennen gewinnst, das gibt dir keine Verträge mehr. Die Zeiten sind vorbei. Und du konkurrierst als Profisportler in gleicher Weise mit den Influencern. Es gibt ganz viele Sportinfluencer aktuell und gefühlt wird das immer größer und hat auch in letzten zwei, drei Jahren noch mal einen extremen Aufwinterlebt. Und das ist deine Konkurrenz, weil die die gleichen Budgets der Firmen haben, die im Sport drin sind. Und das ist auch eine Entwicklung, die herausfordernd ist, weil du als Profisportler möchtest, die Firma Ergebnisse von dir und Social Media Präsenz was sich beißt ein bisschen. Weil wenn du dich auf dein Training konzentrierst, dann kannst du dich nicht darauf konzentrieren, des Trainings Bilder zu machen und Hochglanzvideos. Das gehört dazu, aber das behindert dein Training. Und auf der anderen Seite, wenn du nicht Performs und nur Social Media machst, dann kriegst du auch keine Verträge. Also das ist so bisschen so eine Zwickmühle teilweise. Und du musst dann für dich als Athlet schauen, okay, wie kann ich das Beste aus beiden Welten fusionieren und hab dann einen USP für die Unternehmen und sag, okay, aber ich bin ja viel glaubwürdiger. Und ich glaub, da ist gerade auch eine ganz spannende Zeit, man, wo sich das gerade so beide Richtungen so bisschen verschiebt. Wenn man dann teilweise mitbekommt, was sind Leute, die dann in den Sport reinkommen. als Influencer mit einer riesengroßen Reichweite, was die dann gezahlt bekommen, wo du dann natürlich als Profisport noch mal denkst, Alter, das ist krass. Aber wenn du dann siehst, wenn die so einen Code posten und 500 Stellungen pro Code, den die gepostet haben, die auf Story generieren, ja was soll's dann sagen? Die können das einfach messbar machen, die Unternehmen, noch viel mehr als bei uns, weil da tut man sich im Profisport, glaub ich, auch grad mit so diesen ganzen Affiliatesachen und Code posten schwierig, äh, schwer, weil man so bisschen seine Glaubwürdigkeit damit... zumindest meint man das, meinen wir das untergräbt, ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Ja, wenn du genau das ansprichst, ich bin ja von Berufs wegen Herr Exeter CFO für E-Commerce Brands und ich habe auch ganz viele Supplement Brands bei uns mit drin, wo es genau die Fragestellung geht, so was lohnt sich denn am Ende aus einer ökonomischen Sicht auch für das Unternehmen einen Influencer mit zu engagieren. Das ist ja die irgendwo auch authentischste Form der Werbung, wenn jemand, das tut, was er richtig gut tut, dann am Ende auch noch dafür benutzt, etwas zu promoten, was das noch besser machen soll, irgendwie so eine Korsalkarte aufzuzeichnen. Der Profisport konkurriert mit Influencern. Meint das in deiner Welt auch, dass der Profisport irrelevanter wird oder meint es, dass es eine temporäre, vielleicht auch langfristige Verschiebung gibt, dessen was den Menschen eigentlich wichtig ist. dass der Profisport zwar immer noch der Profisport bleibt und für die echten, hartgesottenen Fans gleich wichtig ist, aber für die breite Masse und damit auch für die Primärkundschaft dieser Unternehmen ist das eigentlich mehr und mehr irrelevant. Dass es möglicherweise auch dazu kommen könnte, dass der Profisport irgendwann in so eine, ich würde nicht sagen verschrobene Ecke, aber schon in eine Ecke gestellt wird, die irgendwie nice to have ist, aber keinen ökonomischen Mehrwert so richtig bringt. für die allerallermeisten Sportler. Ich glaube, ist eine spannende Frage, die auch nicht abschließend geklärt ist. Ich glaube, es kommt auf das einzelne Unternehmen an. Wie die Ausrichtung des Unternehmens ist, möchte ich in diesen High-Performance-Bereich rein. Ist mir das wichtig oder geht es mir erstmal andere Möglichkeiten der Skalierung? Ich glaube, das ist dann Unternehmen zu Unternehmen aktuell extrem unterschiedlich. Man merkt schon, dass die Marken immer mehr Interesse daran haben, Sportinfluencer da reinzubringen, weil die natürlich, glaube ich, in gewisser Weise die Sachen nochmal anders pushen, aber wir als Profisportler haben die gleichen Möglichkeiten das auch zu tun und in gewisser Weise sind wir auch Influencer, weil wir das auch machen sollen müssen und wenn du weiterhin als Profisportler davon leben willst, hast du, wie du das schon am Anfang gesagt hast, du musst deine eigene Brand aufbauen, du musst dir Sachen überlegen über deine sportliche Leistung hinaus, wie du deine eigene Bekanntheit steigerst, wie du Leute... an dich bindest und dir damit quasi eine gewisse Art von Community aufbaust, dass Leute dir zuhören, dich verfolgen, dich interessant finden. Und am Ende ist das wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich zu dem, was dann Influencer oder reine Influencer machen. Die einzige Differenzierung, die ich mir jetzt vorstellen könnte aus einer psychologischen Warte heraus, ist die, dass der Käufer in der Regel ja kein Profi ist und dass die Hemmschwelle der Identifikation mit einem Influencer deutlich geringer ist, weil ich kann mich halt mehr mit jemandem, der quasi aus dem normalen zivilen Umfeld kommt, leichter identifizieren. Selbst wenn ein Post-A-Tasn-Event nicht geglückt ist, ein Wettkampf nicht geglückt ist, das Training schlecht laufen, dann untermauert das ja seine Authentizität und erlebt von Authentizität und von Bindung zur Community. Der Profisportler hat genau den Zielkonflikt, dass er sagt, naja, eigentlich will ich ja so extraordinary sein, dass ich als Profi durchgehe und damit aber auch die Bindungsmöglichkeiten zu meiner vielleicht Zoll-Community irgendwie damit ja unterbreche, weil ich so gut bin. Das ist ja eben genau das, man dann halt schaut, will ich mich davon auch abgrenzen irgendwie oder ist es halt so, dass du vielleicht auch so bisschen unerhörbar bist für die Leute, die dir folgen und wenn ich dann irgendwelche Einheiten poste oder meine Wochenumfang im Training poste und man dazu was sagt, dann können vielleicht viele Leute gar nicht, weil das zu weit weg ist von denen, nicht so viel damit anfangen, aber wenn jetzt jemand kommt, auf einem ähnlichen Niveau ist und einfach so seine Struggles, seinen Alltag und vielleicht auch seinen Weg in den Sport aufzeichnet und den Leuten näher bringt und das vielleicht noch mal auf eine bessere Art und Weise, dann kann das auch in dem Fall vielleicht nahbarer sein und damit für die Leute interessanter. Seite. Aber wie du sagst, die Frage ist wahrscheinlich nicht abschließend geklärt. Das wird sich dann erst über die Zeit hinweg zeigen und ich glaube auch jeder Top findet sein Deckel. Am Ende hat ja auch irgendwo jeder seine Zielgruppe, er anspricht. Und wichtig ist ja, dass man die Zielgruppe, die man hat, gut bespielt und nicht versucht immer die Zielgruppe auf Zwang zu erweitern, weil Quantität steht ja nicht notwendigerweise für Qualität. Das muss man jetzt auch mit dazu sagen. Wenn wir jetzt mal auf deine Sponsoren zu sprechen kommen, was sind eigentlich deine Sponsoren, die aktuell bei dir als Unterstützer mit dienen? Da müssen wir die Liste aufmachen. Im Prinzip habe ich die meisten Sachen abgedeckt, die ich für einen Rennen brauche als Partner. Meine größten Sponsoren sind sicherlich Hoka, die Laufschuhmarke, Pinarello als Fahrradmarke, gar nicht weit von hier sitzt ein Abus, das mein Helm-Partner, dann habe ich einen Sockenpartner, einen Silencé aus Hamburg. T-Shirt ist ja auch von den Mein T-Shirt ist auch davon. Ich habe einen Partner für Laufräder, DT Swiss. Ich habe einen Partner für Sättel, Ergon, sitzen hier unten in Koblenz. Einen Partner für meine Einzüge und Fahrradklamotten. Das ist ein Unternehmen aus Norwegen, Surpass heißen die. Und dann habe ich noch ein Hotel als Partner des Plaitas, ein Sporthotel auf Fuerteventura. Und dann auch noch Unternehmen hier aus der Region, die das Ganze unterstützen und dabei sein wollen. Immobilienunternehmen, eine Arztpraxis und so weiter. Also man ist das Breitgefächer. viele, ich sag mal, das Große aus dem Sport, aber auch Unternehmen, sag ich mal, regionale Art. Und so findet sich das so zusammen. Es ist jetzt nicht so, dass man diesen einen großen Hauptsponsor hat, sondern eher schon viele Sponsoren, die die Sachen abdecken. Ein Brillensponsor kommt noch dazu und so weiter. Das heißt, wenn dir jemand zuhört und findet irgendwie das, was du da machst, cool und hat über die entsprechenden finanziellen Mittel Hoheit, dann kann er sich bei dir melden und sagen, ja, wir würden dich gerne unterstützen, finden wir da irgendwie zusammen oder sagst du, aktuell quasi schon alle Slots, wenn man das irgendwie so bei dir bezeichnen kann, ausgebucht. Ne, auf keinen Fall. Wir sind immer interessiert an Partnerschaften und ich würde das auch immer nicht nur einen Sponsor nennen, weil es ist ja, wie wir das gerade schon angesprochen haben, Prinzip ist es immer ein Trade-Off, es ist immer eine Partnerschaft auf beiden Seiten, die nicht damit einhergeht, dass ich nur die Sachen anziehe und so, sondern dass man schaut, wie können beide davon profitieren. Ich habe auch einen Manager, da hatten wir noch nicht drüber gesprochen, also ich habe einen Trainer, ich habe einen Manager, der das so bisschen für mich übernimmt. Mir fällt es auch manchmal schwer, mich rauszuhalten aus den Sachen zum Leidwesen meines Managers, weil ich natürlich vielleicht dann auch selber viele Meinungen habe mit dem ganzen Thema, das ich auch irgendwo studiert habe. Ich hatte auch einen Marketing-Schwerpunkt im Studium und so weiter. Aber ich würde nach wie vor sagen, sich selbst zu managen im Profisport, ich könnte das nicht. Ich kann das glaube ich deutlich besser bei anderen, aber für mich selber zu verhandeln und so was, das macht glaube ich keinen Sinn. Meine Meinung und so weiter bring ich mit rein. Aber das Gro übernimmt dann mein Manager und macht dann auch zum Beispiel die komplette Orga für so Sachen, also neben dem die Verträge zu verhandeln und so weiter. Solche Sachen, die ich einfach nicht leisten kann im Alltag. Wir hatten zum Beispiel im letzten Jahr auf der Challenge Roth, muss man sich vorstellen, das ist die größte Triathlon Expo auch, Messe. Da hatten wir auch einen eigenen Stand und so weiter und da versucht man halt dieses Brandbuilding voranzutreiben, das macht ja auch alles. Und das könnte ich als Athlete gar nicht neben meinem Training leisten, das alles zu organisieren. Ja klar, also irgendwann sind halt auch mal deine Stunden erschöpft. Also die Trainingsstunden sind halt einfach bei drei Sportarten, die man auf Höchstleistungniveau macht, einfach dann irgendwann mal erschöpft und du musst dich auch neu erholen. Dieses Thema Management, wie fortgeschritten ist dieses Thema Management im Triathlon inzwischen? Weil im Fußball wissen wir, es gibt irgendwie die hochbezahlten Manager, die das dann machen und vielleicht sogar ähnlich gut verdienen wie die Athleten selber. Jetzt wissen wir noch nicht genau, wie gut verdienen Athleten denn im Kern und wie gut verdienen auch die Manager oder würdest du sagen, gehört auch schon eine ganz ordentliche Portion Leidenschaft dazu, dass man sich versucht auch beruflich auf diesem Track weiterhin zu bewegen. Auf jeden Fall. Zweiteres, das machst du nicht, wenn du sagst, ich will hier nur mein Geld mit verdienen. Mein Manager zum Beispiel, ich hab den irgendwann mal angesprochen, der war selber guter Läufer. hat dann auch in Köln, hat er Sport studiert damals. Hat dann eigentlich Fotografie gemacht und ich dachte mir irgendwann, ich hab ihn angesprochen, das ist ein guter Trade-off. Der kommt selber aus einem Hochleistungssport. Du musst das Ganze Social Media-mäßig bildtechnisch verarbeiten, hat der Bock mich zu managen. Und so haben wir eigentlich zusammen. Angefangen, das war 2020, wo ich ihn angesprochen habe. Und haben uns zusammen quasi entwickelt. ich mich halt in meiner Profikarriere und er als Manager, weil er es vorher noch nicht gemacht hat, ich war sein erster Athlet und im ersten Jahr hat er genau so viel von mir bekommen, also 0 Euro. Ich glaube, ich hatte dann irgendwie, wir haben einen Partner Rocket Espresso, das ist italienische Kaffeemaschinenmarke. Und da hatte ich glaube ich meine erste Kaffeemaschine bekommen von denen und habe ihm die, ich hatte, dann als Bonus gegeben. wie ich da war. Da war auch noch nichts zu holen und das hat sich dann entwickelt und ich glaube, ist eine Sache der Leidenschaft. Es gibt ein paar Manager, die Geld damit verdienen, die dann aber viele Athleten haben. Es ist aber ein hartes Business. Es ist auf keinen Fall mit einem Sport wie Fußball, Handball, Tennis, Basketball und so weiter zu vergleichen. wenn du da am Ende dann normales Einkommen hast, musst du halt auch schon richtig rotieren. Dann reden wir hier von einem normalen mit durchschnittlichen Einkommen. Selbiges bei den Profisportlern. Man könnte jetzt Jan Fodenow, das ist erfolgreichste Triathleten, aber auch unternehmerischer Sicht mit Abstand der erfolgreichste Athlet. Als Beispiel sehen, der wird auch zwei, drei, vier Millionen im Jahr verdient haben. Aber dann kommt ganz lange nichts, muss man auch sagen. Und dann reden wir hier wahrscheinlich, wenn wir jetzt von Umsätzen von den Unternehmen, Wir sind ja Einzelunternehmer reden. ich sag mal, man hat immer gesagt, wenn du Hawaii gewinnst, also Weltmeister auf der Langdistanze wirst, dann bist du Millionär. So, das ist immer so ein Spruch dahingesagt. Und dann meinst du manchmal nicht, weil man so viel bekommt, das Preisgeld da sind 125.000 Dollar. Vorsteuern? Das heißt, da kommt wahrscheinlich 50.000-60.000 Euro irgendwann an. Meistens hast einen Trainer, der kriegt Prämien von dem Preisgeld. Lass es 50.000 Euro sein, ankommen. Aber das ist nicht das. Du kriegst dann die Prämien von Sponsoren und die Verträge, die das nach sich zieht, die haben dann die Wertigkeit. Das ist auf jeden Fall kein Sport, den du machst, wenn du sagst, ich will hier reich werden oder mein Geld verdienen. ist wieder, wir wieder zurück zu einer Frage der Leidenschaft. Das machst du, weil es deine Leidenschaft ist. Du wirst auch nur an die Spitze kommen in dem Sport, wenn es deine Leidenschaft ist und du das liebst, was du tust. Das mit sehr viel Entbehrung verbunden ist, du musst drei Mal am Tag trainieren, jeden Tag. Und das 365 Tage im Jahr über sehr viele Jahre, um es überhaupt zu schaffen. Und das schaffst du nicht, wenn du irgendwie sagst, ich möchte jetzt in Geld hinterher rennen. Das funktioniert nicht. Ja, insbesondere ist ja diese Gegenüberstellung eigentlich verrückt, weil die meisten, die jetzt zuhören, die sind unternehmerisch irgendwie engagiert, egal ob jung oder alt, groß oder klein, aber nur sich zu verbildlichen, Millionär im weiteren Sinne, nicht durch das Preisgeld, wenn man Hawaii gewinnt. ist irgendwie, wenn jemand sagt, ich kann nur Millionär werden, wenn ich die Champions League im Fußball gewinne. Also das ist so... unrealistisch für die allermeisten Athleten, die sich da bewegen. Und wenn man das jetzt mit einer klassischen Unternehmer- oder vielleicht Manager-Karriere vergleicht, dann ist das etwas, was ich relativ gut planen kann. Also vielleicht ist es irgendwie, multi-pamilionär ist schwierig, jenseits der 50 Millionen ist es sehr, schwer, aber zwischen 1 und 5 Millionen, wenn jemand sein Leben darauf verbringt, dann ist das gut abbildbar. Wenn man in der Zeit vernünftig handelt, sauber investiert, dann ist das jetzt kein Ding der Unmöglichkeit. Und jetzt kommen wir mit der Überleitung zum Thema Risikomanagement. Risikomanagement ist ja auf so vielen Ebenen als Sportler deutlich komplexer als ein normaler Unternehmer. Ich würde dich jetzt auch einfach mal als Unternehmer klassifizieren, weil du bist ein Unternehmen und du führst ein Unternehmen. Also die multiple Rollen, du da verkörperst. Wie würdest du dein eigenes Risikomanagement auf ganz unterschiedlichen Ebenen erstmal generell beschreiben? Bist du jemand, der sagt, ich bin sehr risiko-averse oder sagst du, ich habe über die Zeit hinweg gelernt, dass ich gewisse Risiken eingehen muss, aber es fällt mir noch immer schwer, dass wir einfach so bisschen verstehen, wie triffst du Entscheidungen. Ja, auf jeden Fall ein sehr spannender Punkt, weil eigentlich, das hat es zu Eingangs schon sehr gut analysiert, bin ich ein Mensch, ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat. komme aus einem Beamtenhaushalt, mein Vater ist Polizist. Mir wurde das gefühlt in die Wiege gelegt, dass man mit so einem Sicherheitsbedürfnis aufwächst. Da ist natürlich ein Sport, den ich ausgesucht habe, das absolute Gegenteil von. Ich lebe so bisschen davon, dass ich Risiken eingehen muss, vor allen Dingen Risiken, meinen eigenen Körper betreffen. Und letztlich ... steht und fällt meine sportliche Leistungsfähigkeit und damit auch mein Verdienst im hohen Maße an meiner körperlichen, geistigen Gesundheit. Und die ist sehr fragil bei dem, was ich tue. wenn ich das mal so skizziere, ich bin jetzt 31 Jahre alt, früher hat man mal gesagt, den Sport kann man bis 40 machen. Es hängt einzig und allein davon ab, wie lange kann ich meinen Körper oder das von meinem Körper, was ich aktuell tue, abverlangen. Und da muss ich auch ganz klar sagen, mit 31 merkst du Sachen anders als mit 25. Das habe ich immer so belächelt, aber es ist so. Du kannst nicht einfach auf deinen Körper wie wild draufhauen und die nächste Einheit und die nächste Einheit. Zum Beispiel hat mir gerade gesagt, ich war jetzt zweimal erkältet hintereinander. Ich musste einen Rennen absagen. Und da kann ich sagen, das ist sehr, sehr herausfordernd. Da gibt es vielleicht Leute, das schnell abhaken können. und sagen, es muss weiter, es muss nach vorne gehen, das ist das Richtige eigentlich. Du schaust, was kann ich das Beste aus der Situation jetzt machen? Ich muss gesund werden. Alles, was du hast, dann da rein investieren, dass du dich ausruhst, dass du wieder gesund wirst. Und dann geht's weiter. Aber natürlich kommen auch diese negativen Gedanken immer wieder, weil natürlich deine Existenz eben davon abhängt, dass du diese Rennen machst, dass du performst, dass dein Körper funktioniert, damit du besser werden kannst. Und so ein Aufbau für so Ironman oder für so einen Rennen, der beginnt ja... Monate und Jahre vorher. Das heißt, es baut alles aufeinander auf und wenn du mal kurz zwei, drei Wochen wegbrechen, dann ist die Vorbereitung schon holprig. Und da entscheidet sich es letztlich, dass du ruhig bleibst und die richtigen Entscheidungen triffst und nicht in Panik verfällst, weil das ganze Kartenhaus zusammenbrechen kann natürlich auch. Weil am Ende musst du, wie sagt man ja immer, wichtig ist auf dem Platz, so hat man bei uns im Ruheport gesagt, und da musst du abliefern, dann ist egal was vorher war. Und das ist schon herausfordernd und das muss man auch lernen, dass man damit glaube ich umgeht und trotzdem in gewisser Weise seinen Frieden findet. Genauso wie was ich dir eingangs gesagt habe, hatte es jede Entscheidung und das soll jetzt nicht zu hochtrabend klingen, aber letztlich ist es ja so, jede Entscheidung die ich in meinem Leben treffe, hat mittelbar oder unmittelbar Einfluss auf meine körperliche Leistungsfähigkeit. Wenn ich abends noch mal weggehe mit Freunden und ein Bier trinken würde, dann hat das... Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit wie, wenn ich zwei, drei Stunden weniger schlafe, in die Stadt gehen mit meiner Frau oder, Und da ist, glaube ich, der Traitor, wo das Wichtigste ist, dass du dir überlegst, du hast auf der einen Seite deine körperliche, aber auch deine mentale Gesundheit und dann auch deine sportliche Leistungsfähigkeit. Und da musst du lernen, eine Balance zu finden. Das ist nicht so einfach, aber letztlich glaube ich auch der Schlüssel zum Erfolg. Man könnte ja weitesten Sinne sagen, man muss auch lernen abzuschalten. was aber wahnsinnig schwer ist bei drei Einheiten pro Tag. Wenn wir jetzt ins Büro gehen oder irgendwie quasi unserer normalen Tätigkeit im beruflichen Sinne nachgehen, dann ist die in irgendeiner Form eingegrenzt. Klar, in den modernen Zeiten, wir haben immer unser Telefon mit dabei, man hat ganz viele Kommunikationskanäle, wo man mit den Leuten in Touch ist, aber es ist auch relativ leicht, abzulegen, weil diese Welten zumindest einigermaßen voneinander getrennt sind, wenn man sich sein Leben zumindest so gebaut hat. Bei dir ist es aber nicht losgelöst. Du stehst morgens auf und du uh Stellst dir mal die Frage so, okay, wo habe ich denn eigentlich geschlafen? Also welche Form von Bett verwende ich denn eigentlich? Du machst einen Kühlschrank auf und stellst dir die Frage so, was esse ich jetzt im Kühlschrank? Du trinkst einen Kaffee und stellst dir die Frage an der Kaffee davor, na, passt die Eisenaufnahme, wenn ich Kaffee zum Frühstück trinke, ja oder nein? Also es ist ja wirklich viel omnipräsenter als bei dem Otto-Normal-Verbraucher, wo ich jetzt auch jeden sonst performanten Menschen mit hineinzähle, selbst wenn der ein wenig ambitionierter ist, weil es eben keine wirkliche Trennung dieser Sphären gibt. Weil deine physische Existenz, also das womit du dich über diese Kugelnameswelt bewegst, ist das, was letztlich auch irgendwie dein Einkommen produzieren soll und damit deine Überlebensfähigkeit im physischen als auch im wirtschaftlichen Sinne definiert. Was sind denn deine Rituale, weil ich glaube von jemandem wie von dir kann man extrem gut lernen, insbesondere weil du jetzt auch so wirkst, als würdest du sehr viel über deine Gedanken nachdenken und manuell vielleicht auch verkopfen, diese Trennung wieder herzustellen und zu sagen, jetzt finde ich meinen Frieden, jetzt kann ich zur Ruhe kommen und in der Ruhe dann wieder gute Entscheidungen treffen und nicht aus Aktionismus heraus nur mehr Entscheidungen treffen. Das Ding ist, wenn ich das jetzt so sage, ich weiß es eigentlich, was ich machen muss. Ich habe mir auch schon sehr oft sehr viele Gedanken darüber gemacht. Aber was ich vorwegnehmen will, ist, das natürlich ... Oft auch nicht bei mir funktioniert, dass ich mir diese Ruhephase nehme und mich auch zu sortieren, was super wichtig ist. Es ist einfach diese völlige Überreizung meistens des zentralen Nervensystems, wie du auch gesagt hast, ob du jetzt Profisportler bist oder im Beruf nicht abschalten kannst oder du arbeitest und dann hast du zu Hause wieder ein Thema und kannst nie runterfahren. Thema Handy, ganz wichtig. Immer am Handy, immer Reizüberflutung und ich weiß, dass ich da extrem anfällig für bin und auch noch große Baustellen habe, aber theoretisch wüsste ich, wie man es anders machen kann. Zum Beispiel, wenn man irgendwie die Möglichkeit hat, am Tag sich ein, zwei Mal die Zeit zu nehmen, ist natürlich in einem Job, nine to five, vielleicht auch schwierig, aber diese wichtigen Phasen ohne jedwede Ablenkung, das heißt, ohne elektronische Geräte, ohne irgendeine Musik auf dem Ohr, da muss man sich auch mal hinterfragen, wie selten man das eigentlich hat, ohne irgendeinen Stimulus, mal einfach nur mit sich selbst zu sein. Das kann sehr anstrengend sein, aber wenn man das lernt und dann noch irgendwelche Mittelwegetricks erlernt, sich runterzufahren, ist das wie so Reset. Zum Beispiel man sagt immer so, dieser Powernap Mittagsschlaf, was auch immer. Die meisten Menschen können das wahrscheinlich gar nicht im normalen Alltag einbinden, aber wenn man die Möglichkeit hat, ich würde gar nicht sagen, das hat gar nichts mit dem Mittagsschlaf an sich zu tun, sondern einfach mal sein Nervensystem und sich selber runterzufahren und sich mal zu resetten am Tag, ist so wertvoll. Und habe auch mal die Erfahrung gemacht, was passiert, wenn man das zu lange nicht macht. Dann fährt man nämlich mit Vollgas gegen die Wand. Unabhängig also früher war es zum beispiel so dass meine besten freunde hier im alltag meine airports waren ich habe keine ahnung wie viel setz davon verballert muss man ganz ehrlich sagen heute sind meine besten freunde die hier sind europaks und ich verwende diese europaks die größte zeit des tages wo ich keine course und keine termine habe und hier das kannst du jetzt natürlich nicht sehen aber hinter meinem schreibtisch steht eine couch aber nicht weil ich so gern gäste empfangen im büro sondern einfach nur genau dieses ritual mittags zu verfolgen zu sagen kurz ausruhen und einfach nur den kopf runter fahren weil ein überlasteter im Zweifelsfall die Basis für jede Entscheidung bildet und wenn die Entscheidung gut oder schlecht ist, dann kann das jetzt sein, möglicherweise esse ich dieses, mache jenes und dann bildet sich so eine Kaskade von Fehlentscheidungen, die mehr Fehlentscheidungen bringen und die Ergebnisse immer noch schlechter werden, die Frustration steigt an, der gewollte Aktionismus und der gelebte Aktionismus steigt noch mehr und dann ist man in einer klassischen Abwärtsspirale, wenn man so möchte. Die tiefsten und höchsten Phasen einmal beleuchten. Was würdest du sagen in deiner Karriere, weil Karriere ist natürlich auch irgendwie das Endprodukt einer gewissen Entscheidungsfindung über lange Zeit hinweg, wo würdest du sagen in deiner Karriere war so der tiefste Punkt und wo war in deiner Karriere auch der höchste Punkt, das Worst Case und Best Case sozusagen mit Blick in die Vergangenheit, wo du persönlich gesagt hast, habe ich vielleicht schon mit übernacht gedacht, das Ganze auch bleiben zu lassen und doch irgendwie zurück in die freie Wirtschaft zu gehen. Und wann hast du dir gedacht, der nächste logische Schritt ist Kona zu gewinnen? glaube, wie immer im Leben ist es eine Weltenbewegung. Auch meine Karriere hatte sehr viele Höhen und sehr viele Tiefen. Zwei waren zum Beispiel, die im Nachhinein aber auch sehr positive Ergebnisse hatten. Im ersten Moment waren die aber sehr negativ. war zum einen 2019 natürlich ein Mühlungsbruch im Kreuzbein, weil ich einfach zu viel trainiert habe. Dann nach ist die Entscheidung gefallen, okay, ich gehe auf die Mitteldistance. Das war eine sehr, sehr wichtige und gute Entscheidung. Ich weiß nicht, ob ich die zu dem Zeitpunkt gefällt hätte, aber es war genau zum richtigen Zeitpunkt für mich. Das zweite war kurz vor meinem Masterabschluss. wollte nach den ersten guten Erfolgen in 2021 einen draufsetzen und noch mal mehr trainieren, noch mal mehr, mehr, mehr. Ich habe immer nebenher studiert und habe gesagt, gut, jetzt schreibst du mal eben noch eine Masterarbeit nebenher. Und das war dann Saisonabschluss ab Oktober bis April, habe ich quasi jede freie Minute, die ich nicht trainiert habe, an der Masterarbeit gesessen. Immer bis nachts 1, 2 Uhr, viel zu wenig geschlafen. Dann habe ich diese Masterarbeit abgegeben und dann ging die Saison quasi zwei Wochen später los. Und in der Rennwoche, weiß ich noch, wie heute, saß ich auf dem Rad und ich war so unglaublich leer. Ich habe es nicht geschafft. Ich habe mich an die Seite gestellt und bin nach Hause gegangen. Es ging nichts mehr. war auf der Kopf, Durchzug. Ich dachte, gut, das war zu viel. Und dann hat mein Körper einfach gestreikt. Und dann habe ich auch bis Juli keine Rennen in dem Jahr gemacht. Und mich dann wieder zurückgekämpft. Dann habe ich meinen Trainer gewechselt und habe so einen richtigen Reset gemacht, Stoppbutton gedrückt. Und dann war es 1, 2... Achtungserfolge gehabt, aber nichts Richtiges. Dann war es wieder eine Dursstrecke bis zur 70.3 Weltmeisterschaft 2023. Da war tatsächlich auch vorher schon Verletzung im Frühjahr nicht die Ergebnisse, die man von mir erwartet, die meine Sponsoren, meine Partner, meine Trainer, auch alle von mir erwartet hatten. Immer so 4. oder 5. geworden, absolut nicht das, was ich wollte. Und dann war auch schon so, boah, muss du vielleicht auch dann doch irgendwie es wieder dran geben, weil es läuft einfach nicht und du kommst nicht rein. Und dann habe ich es im Kopf aber irgendwie geschafft, das echt kurz vor der 73-Wettmeisterschaft zu drehen und bin Dritter geworden und war auf dem Podium. Das war dato einer meiner größten Erfolge und das war so wie schnell und naher Freude und Leid beieinander liegen. Und ich glaube, was mich die ganze Zeit getragen hat, war so dieser tiefe Glaub oder Wille, dass ich doch gut bin, dass ich es doch schaffen kann und dass ich da nie... Natürlich hatte ich... Zweifel, auch große Zweifel, aber tief im Inneren habe ich trotzdem nicht geglaubt und habe gesagt, ich kann das, ich kann es schaffen. Und dann hat es wieder geklappt. Und dann hatte ich so bisschen so einen Höhenflug. In 2024 sehr viele Rennen sind mir gelungen. Ich meinen ersten Ironman gewonnen, war Vierter bei der Challenge Rot und habe auch ein paar andere Podest-Pazierungen eingefahren. Und dann geht es mit der Wellenbewegung weiter. Dann war 2025 auch erst durch Verletzungen geprägt. Hab dann aber mich wieder gefangen, konnte in Rot aufs Podium und hatte dann wieder sehr schwierige Wochen und Monate, weil man auch einfach dann noch mal sagen muss, das wird heutzutage dieses Extreme immer so als Standard hingestellt, gerade auf Social Media. Son Iron Man verlangt dem Körper, sowohl auf körperlich, auch auf hormonaler und mentaler Seite, sehr, sehr viel ab. zum Beispiel beim Rennen Rund Roth letztes Jahr musste ich so, so tief gehen. Das war echt hart, weil ich nicht 100 % fit war, weil ich vorher verletzt war. Aber es unbedingt wollte, da aufs Podium zu kommen. Da es dato dritten bei Kilometer 40 überholt. Also kurz vorm Ziel, musste alles reinwerfen. Und das wird auch mitunter zur Folge gehabt haben, dass ich keinen Fuß mehr auf den Boden in einem Jahr bekommen habe. Weil es vielleicht zu viel war, wer weiß. Und so ist diese Wellenbewegung, die wahrscheinlich auch Unternehmer kennt, dass es gute Zeiten, dass schlechte Zeiten gibt. Und im Sport durchlebt man die aber glaube ich noch mal intensiver. damit muss man auch lernen umzugehen und das ist sicherlich nicht einfach. Und es gibt auch... Da wirke ich schwierige Momente und dafür sind aber auch die schönen Momente umso intensiver. Ja also bei uns sagt man so schön the higher the highest the lower the lows also je die höhen desto tiefer sind auch die tiefen am ende und Ja im Unternehmertum hat es glaube ich nochmal den Unterschied, dass du dich ja irgendwie relativ abstrakt auch irgendwie bewegst. Ob du jetzt immer mit Immobilien handelst oder wie ich im weitesten Sinne mit Unternehmen oder mit Unternehmensanteilen und mit Finanzierungsgeschäften. Man kann sich relativ gut davon lösen. Wenn jetzt irgendwie einen Deal habe und der funktioniert nicht, dann setze ich mich dann aufs Rad, irgendwie 150 Kilometer Rad und meine Welt ist wieder in Ordnung im weitesten Sinne erstmal. Du fährst 150 Kilometer Rad und das gelingt dir nicht und was machst du denn dann alternativ? Dann sitzt du auf der Couch und willst dich eigentlich erholen und bist ja dann erstmal so in diesem mentalen nichts gefangen. Und demnach auch die Frage, weil mir persönlich hat es extrem geholfen, ich habe da vor Jahren damit angefangen und deswegen auch meinen eigenen Master in dem Fach gemacht, mit einem Psychologen zu arbeiten, also wirklich mit einem Performancepsychologen zu sagen, lasst uns doch dieses Thema Psychologie nicht mehr so als abstrakte Wissenschaft, sondern wirklich als Wissenschaft behandeln und als einen Core-Pillar, also so einen wesentlichen Bestandteil der kompletten Leistungsklaviatur. Hast du sowas? Wenn ja, wie handelt ihr das Ganze? Wie arbeitet ihr zusammen? über die Zeit hinweg in dem Kontext auch gelernt. Ich arbeite tatsächlich auch seit 22 mit einem Psychologen zusammen. Der hat gar nicht so viel im direkten Sinne mit dem Sport zu tun, sondern der hat selber eine MVZ-Psychie geleitet. Der ist jetzt aber schon pensioniert und betreut mich aber noch. Wir haben auch in einer Weile ein freundschaftliches Verhältnis. bin ich auch auf das, irgendwann habe ich gesagt, ich muss da was ändern. Ich hatte auch schon immer sehr viel Interesse an dem Thema Psychologie, hatte auch damals in meinem Bachelorstudium an der Universität Vor allen Dingen in der Wirtschaftspsychologie damals noch, Personalpsychologie und so weiter ein paar Kurse gehört, weil es mich einfach interessiert hat. Und seitdem arbeite ich mit ihm zusammen und mir war es gar nicht wichtig, weil alle gesagt haben, du musst in eine Sportpsychologie und so weiter. Ich weiß, dass er selber Arzt, Psychotherapeut, das ist ja auch mal eine Unpsychologin, das ist alles. Und ich dachte aber, ich brauche keinen Sport. oder Sportpsychologen, weil die Themen, mit denen ich zu tun habe oder die mich beschäftigen, die beschäftigen mich in allen Lebensbereichen. Und das ist so, wie gehe ich mit gewissen Situationen um, wie, mit welcher Einstellung gehe ich an die Sache ran und wie sehe ich gewisse Situationen. Und ganz oft sind es ja auch ganz andere Ursachen oder ursächlich für gewisse Verhaltensweisen, für gewisse Denkmuster. Es geht ja in ganz vielen Fällen meine Kindheit zurück. Wenn man da manchmal, das hat mir zumindest geholfen, Sachen aufarbeitet und vielleicht auch Sachen erst mal erkennt, von denen man gar nicht wusste, dass die einen eigentlich total doll beschäftigen, dann an sich arbeitet. Und das ist immer das, was ich schon oft gehört habe, da hatte ich auch mit meinen Eltern, wenn ich mal gestritten war, dieses, ja du bist eben so. Und ich finde, ja, wenn du das akzeptierst, dass du eben so bist, dann kommst du halt auch nicht weiter im Leben, weil jeder hat die Möglichkeit. genauso wie du an deinem Unternehmen, an deiner sportlichen Leistungsfähigkeit, aber auch an dir persönlich, an deiner Persönlichkeit zu arbeiten und da weiterzukommen. Und ich muss für mich persönlich sagen, das ist für mich deutlich herausfordernder als an meiner Radperformance zu arbeiten. Weil da muss so wirklich mit dir selber ins Gericht gehen und an dir selber arbeiten. Und für mich ist das die größte Herausforderung, aber ich glaube, da liegt teilweise auch das größte Leistungspotenzial. 100 % ich also die aussage du bist ebenso würde erst mal die henne eifrage aufwerfen warum bin ich denn so es gibt ja immer die primärprägungen und die sekundärprägungen die sekundärprägungen hast du nicht ausgesucht okay das wahrscheinlich erstmal so prägung aus dem umfeld aus der familie das ganze genmaterial was du mitbekommen hast und dann gibt es aber noch die primärprägungen wo man sich anschaut so welche einflüsse wirken denn aktiv auf dich und die kannst du als zumindest mündiger und dann allerspätestens als erwachsener menschen maßgeblich selbst beeinflussen welche einflüsse auf dich einwirken social media ist sicherlich ein wichtiger Stichpunkt, aber ich kann mir auch ganz gezielt mentale Nahrung raussuchen, wie du ja auch die Nahrung am Kühlschrank oder am Obstkorb aussuchst, die du deinem Körper zuführst, was du deinem mentalen Setting im Endeffekt zuführst. Und ich glaube, da liegt noch deutlich zu wenig Aufmerksamkeit auf dem Bereich der mentalen Ernährung, am Ende genau wie du sagst, diesen diesen verborgenen Schatz einmal zu heben und dann auch zu materialisieren und eben auf alle Lebensbereiche auszubreiten, weil das wie so eine Gießkanne ist. Du verteilst von oben im wahrsten Sinne des Wortes vom Kopf her dann auf alles nach unten stehende, das ist deine Beziehung, das ist deine sportliche Performance, das ist aber auch wirklich alles, was sonst noch damit verbunden ist. Ja, aber interessant, dass du das genauso vernimmst. Gab es für dich so ein paar Schlüsselmomente, wo du dann persönlich gesagt hast, das hat sich so richtig gelohnt oder wo du dann auch mal getweifelt hast, weil es dir so schwer gefallen ist? Man ist jetzt im Zusammenhang mit dem Psychologen. Ja, ich glaube, das ist vor allen Dingen das gewesen, was ursächlich für ein lange dagewesenes Fehlen des Selbstvertraues war und große Unsicherheiten. Da habe ich mich sehr lange gegen gewehrt. Wir haben teilweise Streitgespräche, habe ich mit meinem Psychologen geführt, weil ich das nicht wahrhaben wollte. Bis ich die Ursache dann gefunden habe oder über sich akzeptiert oder in dem Moment, wo ich akzeptiert habe, das wahrscheinlich, das glaube ich, zwei Jahre gedauert, nicht ganz, anderthalb Jahre, bis ich das in den Gedanken überhaupt im Kopf zugelassen habe, das könnte ursächlich sein. Und in dem Moment habe ich die ersten Fortschritte gemerkt, habe gemerkt, ich kann mich davon lösen. Dann hat es aber noch mal eine ganze lange Zeit gedauert und in dem Prozess bin ich immer noch. dass ich da Fortschritte gemacht habe. Aber sobald ich das zugelassen habe, gemerkt habe, hier geht es ja voran, und ich kriege eine andere Sicht auf die Dinge, ich komme weiter, habe ich dann auch gemerkt, okay, das ist der richtige Weg. Das sich selber beeindrucken stellen, wäre immer so, was ist dann, warum geht man zu einem Psychologen, arbeitet mit einem Psychotherapeuten zusammen. Im Prinzip ist es, was man auch oft und schön sagt, Hilfe zur Selbsthilfe, aber eigentlich hat man ja das Handwerkszeug. Man braucht vielleicht nur mal jemanden, das ist ja auch ganz oft dieses Sprichwort oder schön daher gesagt, aber dieses aus der Situation raustreten von außen drauf gucken, das ist für einen selber ja oft extrem schwer. Und da helfen einem Leute, die einen dann mal vielleicht so die richtigen Bälle zuspielen, dass man das selber erkennt. Und wenn man dann anfängt, das selber zu erkennen, ist immer noch die Arbeit, die bei einem selber liegt. Aber ja, mir hat es dann geholfen, dass ich die Situation oder Sachen aufgearbeitet habe und das hilft mir in allen Lebensbereichen, das ist jetzt nicht auf den Sport bezogen, das ist überall so. ja, das glaube ich kann jedem helfen und ich finde das immer noch so, weil du es auch richtig angeschaut hast, dass irgendwie noch nicht in der Mitte der Gesellschaft so richtig angekommen bist. Ich glaube zum Beispiel Länder wie in den USA, sind da deutlich weiter. Zum Beispiel die Generation meines Vaters. Da irgendwer das sagen würde, dann würden die sagen, man muss zum Seelen klemmen oder was. Es gibt wahrscheinlich viele, die das auch machen, ich glaube, so ist es schon in der gerade älteren Generation oftmals leider. Bitte berichtige mich, wenn du da andere Erfahrungen mitgemacht hast, aber ich habe die persönlich einfach gemacht, dass das noch so bisschen negativ gesehen wird. Ja, weil ja bisher das ganze... psychologische Thema in der Vergangenheit sehr rehabilitativ nur betrachtet wurde. Es wurde halt wie der klassische Arzt, der den Kranken heilen sollte. Heute ist es ja so, dass Psychologie einen deutlich präventiveren Ansatz mitbringt, wo ich ja sehr weit vorausdenke und versuche den Schaden gar nicht entstehen zu lassen und damit den größten Nutzen eigentlich stifte. Und das ist großer Unterschied, ob ich was Kaputtes repariere oder ob ich etwas vor Schaden bewahre. Und in der Vergangenheit und damit auch die ältere Generation, die wollten sich halt nicht eingestehen, dass möglicherweise etwas geschädigt ist und demnach gab es auch keine auf Reparatur. Was wir jetzt eigentlich besprechen, ist ja nur partiell die Reparatur. Es ist ja eher das Verständnis teilweise auch nur des vielleicht auch relativ kleinen Schadens, der aber doch Auswirkungen hat und dann aber die Festigung und der Resilienzaufbau dessen, was in der Zukunft noch gebraucht wird. Insofern, ich sehe das ganz genauso wie du, aber ich glaube da muss man auch die ältere Generation ein wenig in Schutz nehmen, weil sich die Psychologie als Wissenschaft damals auch einfach komplett anders gesellschaftlich dargestellt hat. heute hat sie einfach ein ganz neues Kleid bekommen, das sie auch besser wirken kann. Absolut, ich wollte auch keinen mit angreifen oder so. sagte nur, ich allgemein der Tenor war. Ich glaube aber auch, was man sagen muss, dass sich die Zeiten insofern verändert haben, dass ich zum Beispiel für meinen Teil, ich bin Jahrgang 95 extrem froh bin, dass ich noch so eben durchgerutscht bin ohne dieses ganze Medienzeug. hatte glaube ich erstes Handy war so ein Nokia-Knochen und ich glaube letztes Jahr Oberstufe oder so Abiturjahr hatte ich mein erstes Smartphone. Ich hatte eine normale Kindheit, ich war draußen. Ich wüsste selber nicht, und das ist ja das durch das Social Media und das, man sieht, als Kind, gerade wenn man es noch nicht so reflektieren kann. Ich würde jetzt sagen, als Erwachsener kann man das vielleicht noch mal auf eine andere Art. Ich erwische mich aber auch selber manchmal dabei, wie ich es dann in Momenten nicht kann. Ist diese maximale Reizüberflutung und man sieht den ganzen Tag nur, was andere Leute haben, was sie besser machen, toll. Und man sieht nur so eine ganz geschönte Welt. Und ich glaube, dass der Bedarf aufgrund dessen an der Psychotherapie oder an Psychologie, an Coachings, was auch immer, so groß wie nie ist, einfach den Leuten Sachen... Du kriegst den ganzen Tag nur aufs Butterbrot geschmiert, es gibt Leute, die besser dran sind. Und du weißt es ja nicht. Aber das ist, glaube ich, eine riesengroße Herausforderung, wo wir noch gar nicht absehen können, was das für Auswirkungen hat. Das kann man sogar supergut absehen, was es für Auswirkungen hat. da gibt es eine interessante Studie dazu, wie sich zwei Ratten in einem Aquarium verhalten. Und zwar hat man eine sehr starke und eine sehr schwache Ratte in ein Aquarium gesetzt und man hat eine Glasscheibe in diesem Glas-Aquarium eingezogen, dass die sich zwar nicht berühren können, aber die können sich vollständig betrachten. Und man hat quasi die Hirnaktivität der beiden Ratten dauerhaft gemessen in regelmäßigen Abständen und man hat festgestellt, dass die schwache Ratte unter der Stetenbetrachtung der schwachen Ratte nicht stärker wurde, sondern sie wurde depressiv. Das heißt, das was wir als motivierende Botschaften sehr häufig verkauft bekommen, setzt voraus, dass der Betrachter diese motivierende Botschaft erstmal mit einem i und das liegt im Wort motivierend ein Motiv entwickeln kann, das seinem Motiv wiederum entspricht. Also die Botschaft muss seinem Motiv entsprechen und damit ist sie Nutzenstiftend. Wenn du jemandem generell das einfach nur servierst. dann ist es einfach nur dieser sehr fundamentalpsychologische verankerte Prozess, dass ich vergleiche mich mit dem, also sehr auf Ego-Ebene, und dann hast du natürlich immer das Nachsehen. Du siehst den mit dem schöneren Haus, mit den schnelleren Autos, der sieht besser aus, der hat dieses, der hat jenes. Du kannst nie qualifizieren, ob das wirklich Science ist und ob das ihm direkt zuzuordnen ist und was er dafür getan hat, wie dem auch sei. Aber es ist schlicht einfach nur dieser Unwillen des Menschen in einer sozialen Hierarchie weiter unten zu stehen, wie der andere. Und dieses Gefühl, ich stehe in der sozialen Hierarchie weiter unten, wie der andere führt dazu, dass du die Schwäche fühlst und Schwäche führt immer nur zu mehr Schwäche. Insofern, ich glaube, das wäre schon einigermaßen gut absehbar. Die Frage ist, wer entscheidet das am Ende des Tages? Und die Unternehmen, die einfach das entscheiden, sind, und dann sind wir wieder so zum Teil auch am Anfang des Gesprächs, zum Thema Influencer und Co. Wie wirkmächtig sind denn die Medien tatsächlich und welche Wirkung hinterlassen sie am Ende des Tages? Und dass Unternehmen funktionieren und sogar sehr gut funktionieren und dadurch große Wohlstandsvolumina aufgebaut werden, rührt halt daher, weil der Mensch sehr einfach beeinflussbar ist. Ja. Da haben wir einen großen Bogen gezogen. Was mich vielleicht mit Blick auf die Uhr interessieren würde, ist, wir sind jetzt 2026, wir sprechen im Juni, also Hälfte des Jahres ist circa vorbei. Wenn man dich jetzt als Sportler mal betrachten möchte, wir haben jetzt tolles Gespräch abgezogen, aber du bist ja im Kern immer noch Leistungssportler. Wo könnte man dich dieses Jahr noch verfolgen? Jetzt steht dir dann sowieso irgendwie am Wochenende Ironman Hamburg an und dann gibt noch Challenge Road und Ironman Frankfurt. Wo bist du denn überall vertreten? Also eins meiner großen Saisonsziele ist der Ironman in Frankfurt und der findet am 28. Juni statt. Und da möchte ich mich auch im Idealfall noch für die Ironman-Wettmeisterschaft auf Hawaii qualifizieren. Ich war dieses Jahr schon für ein Monat oder bisschen mehr als ein Monat in den USA und habe da schon eine Halbdistance in den Ironman Texas gemacht. Das war nicht so erfolgreich leider. Ich hatte bisschen Probleme beim Laufen in beiden Rennen. Das Problem oder die Ursache dafür aber glücklicherweise ich zu Hause lösen konnte, weshalb ich guter Bedingung für Frankfurt bin. Auch wenn jetzt nochmal durch die Erkältung, so ist das halt im Sport, nochmal Steine in den Weg geworfen wurden. Aber ich bin trotzdem guter Dinge, dass ich da fit und ready an der Startlinie stehen kann Ende Juni, um da ums Podium mitzukämpfen. Und ansonsten habe ich noch nicht das Jahr so wie ich durchgeplant, weil es auch viel davon abhängt, wie das Rennen in Frankfurt läuft. Ich bin auch jedenfalls bei der Challenge Road, wo ich leider dieses Jahr nicht starten werde, weil es die Woche nach Frankfurt ist, also am 5. Juli. Da bin ich aber auf jeden Fall auch vor Ort in den Tagen vor dem Rennen. Und haben wir auch auf der Messe wieder meinen eigenen Messestand. Und da gibt es auf jeden Fall den besten Kaffee. Von Rock! Ne und da hängt jetzt erstmal viel ab. ist ja auch noch so eine Sache. Triathlon Ironman, du hast halt zwei bis drei Shots im Jahr. Wenn du dich auf die Ironman Distanz, dann auf die volle Distanz fokussierst, dann kannst du zwei, drei Vorbereitungsgränen auf der halben Ironman Distanz machen. Aber im Wesentlichen zielt dein gesamtes Jahr und alles worauf du dich vorbereitest auf zwei bis drei Tage im Jahr ab. Und da gilt es alles abzurufen. Was ja eigentlich crazy ist, weil man sagt ja immer Unternehmertum sei irgendwie diskant, aber du hast ja unendlich viele Shots. Du hast die begrenzte Lebenszeit, die begrenzte Aktivzeit, das heißt du kannst es nicht ewig lang machen. Das heißt, wir irgendwie sagen, du bist Profi mit Anfang 20 und kannst es 20 Jahre lang machen und hast irgendwie drei Shots im Jahr, dann ist das rein von der Quantität her ja doch relativ überschaubar, um darauf gründen doch irgendwie dann sehr viel aufzubauen. Auf jeden Fall und die meisten, wenn man ehrlich ist, so ein... Jeder hat so sein Fenster. Du hast so... Ich glaube auch mittlerweile, dass du eine gewisse Anzahl an Rennen hast, Iron Man-Rennen, die deinen Körper verkraftet und dies begrenzt. Und da reden wir nicht von 20 Jahren, da reden wir wahrscheinlich auch von der Zeitfenster, wo du auf allerhöchstem Niveau das machen kannst, von drei bis fünf Jahren, sag ich mal. In der Aufnahme fallen mehr, aber da wird dein Peak sein. In den Jahren musst du dann zeigen, was du kannst. Und dann gibt es die Ausnahmen, die das vielleicht über zehn Jahre schaffen, in der absoluten Weltspitze zu sein. Aber auch immer mit einer Wellenbewegung. Das macht den Sport auf der einen Seite sehr herausfordernd, aber auf der anderen Seite macht es den Sport auch irgendwo aus. Diese Herausforderungen, die da mit einhergehen. dann halt noch dieses wichtigste Rennen. es steht ja überall, es ist diese Ironman of Hawaii, die Weltmeisterschaft. Und das ist quasi das eine Rennen, worum sich alles dreht. Im Triathlon bist du der König, in Anführungsstrichen, wenn du dieses Rennen gewinnst. Genau, exakt. Und das ist dann nochmal unwahrscheinlicher, aber der Traum ist da. Ich bin wirklich sehr beeindruckt, weil du hast jetzt die ganze Sache auch für mich als Hobbyathlet in ein ganz anderes Licht gerückt. Weil logischerweise, wie gesagt, für mich persönlich ist es Ventil. Für dich ist es Existenz. Und wenn du sagst, du hast die Dinge natürlich schon deutlich rationaler in Betracht gezogen, als ich das jetzt mache, weil Leidenschaft ist halt Leidenschaft, steckt halt viel Leidend einfach auch mit drin und macht Spaß, aber für dich ist es Job. Wenn man Leute anschaut wie ein Christian Blumenfeld und man spricht von diesem Zeitfenster drei bis fünf Jahre und ich verfolge den jetzt schon einigermaßen lange. Es stimmt, sind auch viele genetische Faktoren irgendwie Ausschlag geben, dass das so ist, wie es eben ist. Also muss man dazu sagen, das ist kaum nachvollziehbar, wie so eine hohe Leistungsdichte über so eine lange Zeit stattfinden kann. Was würdest du sagen, ist sein, seine Secret Source, wenn du es überhaupt betrachten kannst, willst du sagen, das ist irgendwie so One in a billion in der Menschheit oder was sind die Faktoren deiner Meinung nach? glaube da kommt einiges zusammen. Der hat natürlich physiologische Voraussetzungen, die niemand anderes hat. Das sieht man ja auch in seinem Brustkorb. Der hat angeboren in 100... Ich glaube, der ist relativ klein. ist ja mit 72 groß, aber hat ein Lungenwohnvolumen von über 7 Liter bei 75 Kilo. Das ist absolut geisteskrank. So muss man das sagen. fehlen ja auch die Superlative. Also der hat... Er ist dieser One in a Billion, er hat diese physiologischen Voraussetzungen. Das norwegische Leistungssportsystem ist aber auch so, das ist glaube ich manchmal bei uns im Land, wo oft leider eine Neid- und Missgunstkultur herrscht, auch zwischen einzelnen Sport- und Dachverbänden. Nicht so wie in Norwegen, es das Olympiatoppen oder so, da sitzen alle Dachverbände von allen Sportarten zusammen und tauschen ihre Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse aus. Und das wird dann bei den Athleten, das ist natürlich eine Kompetenz, die dann noch mal viel, viel größer ist, als wenn jeder Sportler so sein eigenes Suppchen rührt. Und das ist glaube ich zum einen sehr wertvoll, zum anderen, und das glaube ich vergessen viele, man sagt ja immer so, die Norwegian Method, wird ja immer so von gesprochen, weil es ja auch mehrere Norweger aus dem gleichen Ort sind, die in der absoluten Welt spitzen, sind jeder von denen war schon Weltmeister. es ist Christian Blumfeld, Kerstpas Sorenes, Gustav Iden. Was man aber sagen muss, ich habe auch viele in den USA jetzt wieder gesehen, die haben eine richtig coole Trainingsgruppe und die richtig viel Spaß im Training. Ich glaube, ist sogar die Kernescence von der Norwegian Method, dass sie einfach Spaß haben, dass sie eine coole Gruppendynamik haben und sich gegenseitig pushen. Und ich glaube, das ist das eigentliche Geheimnis. Die physiologischen Voraussetzungen, die haben die zum einen vielleicht angeboren. Die machen den Sport alle schon extrem lange in Kindesbeinen antrainiert. Da gab es einen Plan dahinter, die die nicht, und das ist manchmal im Leistungssportsystem in Deutschland, so wie ich es durchlaufen habe, der Landestrainer vom Landesverband, also 14, 15 bis, der wird dafür bezahlt oder der schaut, dass du in dem Alter Erfolge hast. Dann schaut der Bundesnachbuchstrainer schaut, dass du als Junior Erfolg hast, weil der daran gemessen wird. Dann schont der U23 Trainer, dass du dann erfolgreich hast. Und das vermisse ich so ein bisschen. Kann sein, dass sich das vielleicht geändert hat, für mich war immer das Gefühl, dass die das anders verstanden haben, dass da eine andere Herangehensweise war. Ich habe letztens ein Interview mit dem Klebo. Ich glaube keiner wie viel. hat alles, glaube ich, bei sechs Olympische Goldmedaillen jetzt bei den Winterspielen geholt. Der hat auch gesagt, bis 16, 17 sehr unspezifisch, können die noch machen, was sie wollen und dann steht ein richtiger Plan hinter, wie Leute in die Weltspitze geführt werden und zu Olympiasieger werden. Das wird da ausgesucht und das hat dann noch mal eine andere Struktur und ich glaube, wenn du dann einen jungen Athleten nimmst und einen Plan machst, dass der irgendwann in der Weltspitze ankommt und nicht Union-Europameister-Weltmeister wird. sondern den so aufbaust. Wir sprechen im Sport immer von so einer Pyramide. Du die Basics, die Grundlage, die technische Ausbildung und so weiter. Und da baut dann alles drauf aus. Eine Ausbildung der maximalen Sauerstoffaufnahme und so weiter. Und wenn du das ganz strukturiert von Kindesbein an aufbaust, glaube ich auch, dass das ein ganz großer Schlüssel zum Erfolg ist. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das z.B. bei uns in Deutschland überhaupt in irgendeiner Sportart, ich hoffe, dass es so ist, aber ich werde jetzt überfragt. So ist und ich glaube, das ist aber auch ganz großer Schlüssel bei denen zum Erfolg gewesen. Ich war in der Jugend- und Kindheit auch in der Nationalmannschaft, aber in der Randsportart im Eisstück schießen. Und bei uns war das auch immer sehr... sehr differenziell, also das war nie als geschlossenes Konzept irgendwie wahrzunehmen, so wie du das beschreibst. es ist ja nicht mich ge- Was da viel interessanter, glaube ich, ist eine gesamtgesellschaftliche Frage, die jetzt das Volumen des Podcasts vollkommen sprengen würde. Nämlich wie die Menschen ihre eigene Heimat wahrnehmen. Also ich war schon ein bisschen seit der Norwegen verbracht und ich habe Norwegen immer als ein sehr nicht verschlossen, aber ein geschlossenes Land im besten Sinne des Wortes verstanden. Also das ist sehr auf Miteinander bedachtes Land und ich empfinde Deutschland als ein sehr gegeneinander denkendes Land. Also egal was man ja macht, die Sportler untereinander, die Unternehmer untereinander, man muss ja schon fast immer irgendwie die Ländergrenzen überschreiten, um wieder in ein gesellschaftliches System einzudauchen, das mehr auf die Gemeinschaft abzieht und damit aber auch mehr im kollektiv den Erfolg produziert, weil der Mensch ist nun mal ein gesellschaftlich bedingtes Wesen und kein alleinstehendes Wesen. Merkt man schon daran, dass wir uns nicht selbst fortpflanzen können. Also wie gesagt, das würde es den Rahmen vollkommen vom Vollkommen sprengen, aber ich nehme die Botschaft auf jeden Fall so mit und ich glaube, so kann man es auch ableiten, berichtige mich, wenn ich es falsch verstanden habe, dass ein intakteres Miteinander und ein geplantes Ausbilden und Miteinander ausbilden, fortbilden und fördern auch von Menschen. maßgeblich dazu beitragen würde individuell auch wieder an die Weltspitze zu führen. Sport aber wahrscheinlich genauso wie in anderen Lebensbereichen. Absolut, ja. Man kann es direkt anwenden auf Bildungssystem, auf Beruf, auf alles am Ende des Tages. Ich wollte gerade sagen, dass du wenn du aufspannst, dann kannst du das überall drauf anwenden. Das vermisst man, glaube ich, in vielen Bereichen. Oder man könnte auch sagen, wenn man das mal so hinterfragt, dann ist es ja gar nicht so schwierig und dann stellen wir uns vielleicht in ganz vielen Punkten einfach selbst im Weg in der Entwicklung von so vielen Sachen. Das fängt in der Schule irgendwie an. Ich finde der Sport, weil es da so ein ehrlicher Maßstab ist, wenn du siehst, wer gewinnt am Ende und woher kommt das, welche Struktur steht dahinter, das ist eigentlich relativ leicht messbar im Vergleich zum Beispiel zu einer Schulbildung, Uni und so weiter, dass es bisschen komplizierter darstellbar Sport finde ich, es so Maßstab ist, du sehr einfach aufspannen kannst. Wie gesagt, wie du richtig angesprochen hast, wägt sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche quasi wieder aus dahingehend. Ja, ich muss sagen, jetzt respektive auf unser Gespräch blicken bin ich faszinierter, von welchen großen Bogen wir da gezogen haben. Und ich habe extrem viel gelernt auch von dir, von dem, wie du auch auf den Sport zugehst, wie du aber auch dein eigenes Leben betrachtest. Gibt es von deiner Seite noch irgendetwas, wenn du jetzt ... dich in die Situation eines Zuhörers, einer Zuhörerin versetzt und sagst, die haben sich das jetzt alles angehört, das würdest du quasi zur Completion irgendwie noch beitragen wollen, das ist dir wichtig noch mit anzumerken, egal aus welcher Perspektive, sportlich, menschlich, gesellschaftlich, akademisch, whatever it might be. Ich glaube und ich hoffe, dass das so rüber gekommen ist. Es ging ja dann oft um, woran muss man arbeiten, was nicht so gut, Höhen, Tiefen und so weiter. Und ich glaube, am Ende ist es aber noch was Cooles, ist erstmal, dass der Sport extrem verbindet. Dass es für mich immer noch ein riesen Privileg ist, dass ich den Sport als meinen Beruf ausüben kann. Und sagen kann, okay, ich bin Berufssportler, ich konnte mein Hobby zum Beruf machen, wovon viele träumen. Dass das natürlich auch nicht nur positiv ist, wie in jedem Beruf. ist auch klar. Letztlich ist aber der Schlüssel zum Erfolg in jedem Beruf, glaube ich, und im Profisport, sowie bei jedem anderen Beruf auch, dass man daran Spaß hat, was man tut. ich glaube, wenn jeder sich, vielleicht der sich dem Podcast hört hinterfragt, ob ich wirklich Spaß daran habe und was man ändern muss vielleicht, wenn man keinen Spaß daran hat oder woran es liegen könnte, dann ist glaube ich ein großer Schritt Richtung dem Glücklichsein getan. Und da kann, glaube ich, jeder an sich arbeiten. Mich eingeschlossen, auch noch ganz, ganz viel Potenzial. eigentlich perfekt, wenn du ergänzt noch mal das auf eine andere Art von Reise, du vorher meintest, wo du glaubst, dass das wahre Geheimnis in der Norwegian Method liegt und wir Spaß haben. Und vielleicht wollen wir es auch damit beenden, Leute habt doch einmal bisschen mehr Spaß an dem, was ihr macht und wenn ihr keinen Spaß an dem habt, dann werft nicht alles über Bord, sondern dreht an den kleinen Stellschrauben, die dazu führen, dass es wieder Spaß macht. Und damit kann ich nur sagen, es hat mir heute sehr viel Spaß gemacht. Ich glaube, wir hatten die Gelegenheit, zu tun, was uns beiden Spaß gemacht hat. Und damit Jan, ganz herzlichen Dank für deine Zeit. Wir wünschen dir jetzt natürlich, und das spreche ich im Namen vom gesamten Team, alles Gute für den Ironman Frankfurt. Ich hoffe, dass Kona gelingt. Ich werde auf jeden Fall im Livestream mitfiebern. Anwesend sein kann ich nicht, aber ich werde auf jeden Fall mitfiebern. Und wenn dem so sein soll, dann all the best für Kona. Bis bald Jan, ciao! Danke, tschau! Du hast Jahre deines Lebens in dein Unternehmen investiert. Schlaflose Nächte, unzählige Rückschläge und harte Entscheidungen. Dein Unternehmen ist mehr als nur eine Bilanz. Es ist dein Lebenswerk. Und genau deshalb darfst du auf den letzten Metern, wenn es den Exit oder die nächste Wachstumsstufe geht, nicht blind fliegen oder dich auf Standardformeln verlassen. Dafür trete ich hier an. Dafür stehe ich. Wir reißen die Fassaden der Finanzwelt ein, damit du das Big Money Game nach deinen eigenen Regeln spielen kannst und das behältst, was dir zusteht. Wenn dir diese Folge die Augen geöffnet hat, abonniere den Podcast, teile ihn mit einem Gründer, der diese Insights dringend hören muss und vernetze dich mit mir auf LinkedIn. Alle Links findest du in den Show Notes. Mein Name ist Matthias Walter Ese. Bleib profitabel, arbeite präventiv und bis zur nächsten Folge.