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#23 Auswirkung des Ukraine Konflikts auf Amazon FBA & E-Commerce
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SPEAKER_01Aufgrund der aktuellen Situation habe ich mich heute mal dazu entschlossen, ja, über das Thema Krieg bzw. vor allem aber äußere Einflüsse oder starke äußere Einflüsse durch Dinge wie Krisen oder jetzt aktuell der Russland-Ukraine-Konflikt zu sprechen auf unser Business, auf Amazon FBA. Erstmal ganz vorneweg, wir werden jetzt nicht unglaublich tief da reingehen. Es geht jetzt auch nicht um diesen Konflikt selbst oder was ich oder sonst irgendjemand davon hält oder sonst irgendwas. Wir hoffen natürlich viele Leute vor Ort das Beste. Aber sprechen heute in erster Linie darum, hey, was hat das überhaupt für Einflüsse vielleicht auch auf uns und auf die Art und Weise, wie wir Business machen. Erst einmal vorneweg ist eine Sache, die, glaube ich, super, super wichtig zu verstehen ist, egal was man macht, es wird immer mal wieder größere, äußere Einflüsse geben. Es muss kein Krieg sein. Wir sehen zum Beispiel, Corona ist sowas, ist ein unglaublich starker Einfluss, wahrscheinlich einer der stärksten seit dem zweiten Weltkrieg, die es überhaupt gab, auf die Art und Weise, wie man lebt. Kann aber auch sein, zum Beispiel bei uns, wie ein Schiff, was sie einfach im Suchaskanal querstellt und extrem krasse Auswirkungen haben kann. Sowohl positive als auch negative, je nachdem. Und wir werden heute einfach darüber sprechen, okay, wie geht man mit so etwas um? Sollte man ja zum Beispiel jetzt auch gerade vielleicht für Leute, die neu starten oder gerade überleben, zu expandieren, ist das jetzt die richtige Zeit oder sollte man abwarten? Was für Gefahren drohen da, was für Risiken drohen da? Und natürlich auch ein bisschen Bezug jetzt auf das aktuelle Thema eben Ukraine und Russland. Also, erst einmal, wir nehmen das ganze Video jetzt relativ spontan auf. Es ist gerade Freitag. Das heißt, am Donnerstag hat ja der Krieg so offiziell angefangen. Es ist jetzt gerade Freitag. Der Podcast kommt ja immer montags. Das heißt, es kann natürlich in dieser Zeit jetzt schon was passierend sein, was wir jetzt nicht berücksichtigen können, also nur kurz zum Zeitraum. Und aktuell muss man sagen, dass sozusagen natürlich das durch die Medien geht, dadurch natürlich in der Bevölkerung vielleicht etwas Unruhe oder auch Angst entstehen kann, was sich aber direkt nicht unglaublich stark jetzt auf das Konsumverhalten von den Leuten auswirkt. Denn im Grunde genommen können für uns im E-Commerce, im FBA-Business-Bereich, da können eigentlich zwei Sachen passieren durch eine Krise. Entweder die Kunden können nicht mehr kaufen oder wollen nicht mehr kaufen, oder wir können keine Produkte oder Ware, so wie wir uns das vorstellen und planen, einkaufen. Die beiden Sachen können im Grunde genommen passieren. Natürlich kann theoretisch sein, dass Amazon morgen nicht mehr da ist, aber das ist jetzt sehr, sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Und erstmal durch diese Krise, jetzt zumindest auf die Sicht, wie wir sie jetzt sehen und auch das, was planbar daraus resultieren wird, wird sich das Käuferverhalten dadurch wahrscheinlich in Deutschland oder allgemein auch im Rest von Europa nicht ändern. Also es ist jetzt nicht so, dass dadurch, keine Ahnung, die Leute jetzt sagen, oh Gott, jetzt ist Krieg in der Ukraine, jetzt kaufe ich mir keinen Toaster mehr oder jetzt kaufe ich mir keinen Kühlschrank mehr. Ergibt keinen Sinn. Aber, und das ist zum Beispiel eine wichtige Sache, die man immer berücksichtigen, es gibt ja globale Verschiebungen. Das sehen wir jetzt zum Beispiel bei Corona. Das passiert jetzt nicht, wenn irgendwo mal ein Reißsack umfällt, sondern schon bei wichtigeren und größeren Sachen, die Einflüsse haben auf die Lieferketten. Corona zum Beispiel hat dazu geführt, dass wir einen riesigen Umsturz vieler Lieferketten haben, dass wir eine Containerkrise auf der ganzen Welt haben, Frachtkosten explodiert sind, teilweise die Rohstoffpreise extrem hochgegangen sind und wir eine Inflation haben von 6 bis 7 Prozent. Das heißt, die Preise auch teurer werden, was uns im Verkauf zwar hilft, weil wir auch mehr Geld einnehmen können, aber im Einkauf auch die Produkte und Waren deutlich teurer gemacht hat. So, das hat zum Beispiel einen unglaublich starken Einfluss gehabt. Müssen wir jetzt gucken, wie das in Ukraine, Russland, wie das noch ausartet. Jeder wird das sicherlich mitbekommen haben, wir haben eine relativ, ich bin auch jetzt kein Experte genau, was die Energiewirtschaft anbelangt und so weiter und so fort. Aber eine Sache, die ich mir zum Beispiel vorstellen könnte, die passiert, ist dadurch, dass Ölpreis zu stark steigt und Energiepreis stark steigt, so etwas wie zum Beispiel der Transport der Waren innerhalb Deutschlands teurer wird. Das ist die Frage, ob das dann auch auf uns überhaupt weitergeben wird oder ob dann DHL und UPS, weil die ja natürlich Verträge haben mit Amazon zum Beispiel, wo feste Preise niedergeschrieben sind, das gar nicht weitergeben können. Oder wie stark das dann auch ist. Ich weiß jetzt nicht genau, wie groß der Benzinpreis reinspielt in so eine Auslieferung von Paketen. Es kann auch sein, dass es einfach ein völlig nichtiger Anteil ist und dadurch überhaupt kein Unterschied entsteht. Aber vor allem natürlich für Leute, zum Beispiel die Ukraine, ist gar nicht so untypisch als Handelspartner. Ist natürlich ein unglaublich krasser, ja, krasses Problem jetzt, wie Leute aus der Ukraine zum Beispiel einkaufen. Wir haben zum Beispiel Leute, die haben Möbel aus der Ukraine importiert. Wir haben zum Beispiel auch sogar mit unserer Grafikagentur Stackway.de haben wir sogar Mitarbeiter, die in der Ukraine arbeiten, was von da aus natürlich ein Problem darstellt, jetzt aber, denke ich, auf die meisten Zuhörer hier im Podcast nicht zutreffen wird. Natürlich aber sonst, wenn du aus Russland gerade oder aus der Ukraine direkt Waren beziehst, wird das natürlich sehr hochwahrscheinlich entweder durch Sanktionen, gar nicht mehr möglich sein, aus Russland was zu importieren oder natürlich einfach dadurch, dass die Leute jetzt gerade andere Probleme haben in der Ukraine und bessere Sachen zu tun haben wahrscheinlich, als irgendwelche Produkte zu produzieren, gar nicht mehr möglich sein dort, Ware überhaupt einzukaufen. Und das wahrscheinlich auch nicht auf absehbare Zeit wieder möglich sein wird. Wenn das aber nicht der Fall ist, dann denke ich, dass der Konflikt, so wie er jetzt aktuell ist, keine wirklich großen Auswirkungen auf uns haben wird. Auch wirtschaftlich gesehen muss man immer differenzieren. Natürlich, Sanktionen treffen sowohl das Land, was sanktioniert wird, als auch das Land, was meistens Sanktionen gibt. Russland ist jetzt aber für Deutschland in der insgesamt wirtschaftlichen Abhängigkeit jetzt nicht so, dass wir damit rechnen können, dass wir jetzt unsere Wirtschaft extrem einbrechen würden und dadurch langfristig weniger Leute, weniger Angestellte gibt und so weiter und so fort. Man kann sowas immer natürlich prognostizieren, dass das irgendwie negativ ist. Andersrum könnte man genauso gut auch sagen, hey, wir werden auch Flüchtlinge wahrscheinlich haben aus der Ukraine, höchstwahrscheinlich, je nachdem, wie sich das entwickelt, die zum Beispiel nach Deutschland kommen, wo wir wieder Bevölkerungswachstum haben, es sind ja größtenteils meistens auch im Bereich der Flüchtlinge, auch jüngere Leute, die eben via Arbeitskräfte, Fachkräfte etc. sind, wo ich die Wirtschaft auch wieder wachsen kann. Also das Ganze gleicht sich sozusagen in solchen Sachen aus. Das sind aber alles mal Mikro-Sachen, die im Grunde genommen uns als kleines Business nicht stark betreffen werden. Ein Konzern wie Volkswagen oder Siemens, die spüren das vielleicht, weil bei denen 5% sind vielleicht bei denen 10 Milliarden oder so. Aber bei uns auf unserer Ebene wird davon fast nichts spürbar sein. Zumindest jetzt nicht von dem Ukraine-Russland-Konflikt. Also seitdem ich Handel betreibe, war das heftigste und die heftigsten Auswirkungen, die es gab, das Querstellen von dieser Evergiven auf dem Suest-Kanal. Also das war der Fall mit den heftigsten Faktoren. Es gab extreme Lieferverzögerungen, dadurch gab es rückwirkend Rückstaus in der Produktion, dadurch gab es Warenknappheit. Das sieht man ja immer noch. Autokonzerne können teilweise keine Autos produzieren, weil da irgendwelche Teile fehlen und andere Dinge, die eben einfach in der Lieferkette noch nicht wieder so sind, wie sie vor Corona waren. Das war das, was tatsächlich uns auch in Anführungsstrichen getroffen hat. Jetzt nicht unbedingt maximal finanziell, aber vor allem es hat halt Dinge verzögert. Und allgemein, und das ist halt super wichtig, sollte man immer bei jedem größeren Event, was stattfindet, wo wir keinen Einfluss haben, wie ein Krieg, wie eine Pandemie jetzt in jüngster Vergangenheit, wie ein Unglück, eines Schiffs, sollte man immer sich anschauen und sollte sich darüber nachdenken, hey, was können daraus und zwar selbst nicht nur was die Medien sagen, sondern selbst darüber nachdenken, hey, was können da für Sachen passieren und dann immer bewerten, okay, trifft mich das jetzt wirklich? Denn es gibt viele Dinge auf der Welt, die können sehr, sehr krass wirken und die können auch sehr krass sein und trotzdem können sie eigentlich, kann es sein, dass sie kaum einen Einfluss auf unser Business haben. Das ist in den meisten Fällen so. Ich gehe jetzt davon aus, dass der Russland-Ukraine-Konflikt auch damit darunter fällt. Das heißt, dass wir da für uns im Business jetzt keine unglaublich großen Unterschiede bzw. Auswirkungen spüren werden. Und es ist auch wichtig, tatsächlich, meiner Meinung nach, das auch immer so zu betrachten, weil das haben wir in der Pandemie gesehen, gerade bei uns auch als Coaching-Dienstleister, wo wir mit vielen Menschen zusammenarbeiten, dass Leute teilweise gesagt haben, hey, ich pausiere das jetzt erstmal und warte erstmal, wie sich die Sachen entwickeln. Dabei hat sich die Pandemie halt für uns als Online-Händler als das Beste, was uns hätte überhaupt passieren können, erwiesen. Der Markt ist noch schneller gewachsen als sonst. Es gibt noch mehr Kunden auf der Plattform, es gibt gleichzeitig tatsächlich weniger Händler, weil viele Unternehmen sozusagen, die vorher auf Amazon verkauft haben, aber auch ein großes Offline-Geschäft haben, pleite gegangen sind und nicht gesehen haben, dass sie sich hätten einfach mehr auf online fokussieren sollen. Das heißt, sogar Krisen, die teilweise unglaublich positive Auswirkungen auf uns gehabt haben. Aber das einfach immer zu differenzieren und immer am Ende des Tages zu schauen, okay, klar, da passiert gerade was Schlimmes, aber das hat eigentlich gar keine Auswirkung jetzt auf mich als Mensch selbst. Weil oft eine große Angst, herrscht sozusagen, auch obwohl wir jetzt gar nicht direkt betroffen sind, trotzdem auch in der Bevölkerung eine gewisse Unsicherheit. Und dadurch, durch Unsicherheit folgt, das ist ganz wichtig, gibt es zwei Reaktionen. Auf Unsicherheit folgt entweder massive Aktion, sprich jemand, der hingeht und sagt, ich bin unsicher, ich muss jetzt was tun, ich muss was anfangen, ich muss was starten, das sieht man immer in Wirtschaftskrise. Es gibt Unternehmen, die in der Wirtschaftskrise massiv wachsen und es gibt Unternehmen, die massiv abstürzen. Es gibt eigentlich kaum so Sachen, die sich in der Mitte halten. Es gibt immer diese beiden Sachen. Und es gibt eben massive Aktionen, das sind meistens die Leute, die am Ende erfolgreich sind und dann gibt es die Leute, die immer sagen: Oh, ich bin vorsichtig. Ich mache gar nichts jetzt. Ich schaue erstmal, was passiert. Und dass in der Regel die Leute, die abwarten, etc., das sind so Tugenden, sich immer erstmal sich anschauen und abwarten, sind meistens die Leute, die am Ende des Tages einfach zu spät dann sind und keine Chance mehr haben. Deswegen im Business, das ist zumindest die Sachen, die wir jetzt in den letzten vier Jahren, und das ist ja doch recht viel jetzt gewesen, mitgemacht haben, hat sich immer gezeigt, dass das massive Aktion, schnelles Reagieren immer der richtige Weg war und Expansion, mehr Geld investieren, in Wachstum investieren, auch immer das Richtige war. Weil der Online-Handel wächst weiter. Wir haben zum Beispiel letztes Jahr ist in Deutschland die Wirtschaft geschrumpft, im Corona-Jahr 2020, 2021 ist solche Wirtschaft etwas geschrumpft. Trotzdem ist der E-Commerce zum Beispiel teilweise um 20, 25 Prozent weiter gewachsen. Also obwohl Wirtschafts, obwohl es eine Rezession gibt, trotzdem Wachstumsraten von 20, 25 Prozent zu sehen, das ist ja genau das, wofür das spricht, eben in diesem Bereich tätig zu sein und in diese Branche reinzugehen, weil sie eben krisensicher ist. Und das betrifft uns als Online-Herriter. Das kann in anderen Bereichen anders sein. Für große Konzerne ist das sicherlich anders, die auch viel in diesen Ländern dann operieren. Aber für den Fall, dass du jetzt gerade nicht in der Ukraine oder in Russland Handelsbeziehungen hast oder gerade deine Produkte mit einem Zug durch Russland fahren, da muss man jetzt auch erstmal abklären, es kann sein, dass da auch gar keine Probleme mit gibt. Ich meine, wahrscheinlich fällt der Zug trotzdem einfach durch. Das kann man jetzt nicht genau sagen, das muss man mal schauen. Aber solange es nicht aus Russland kommt oder aus der Ukraine kommt, wird es wahrscheinlich keine wirklichen Folgen haben. Und solange sich natürlich jetzt dieser Konflikt sich im Rahmen hält, also nicht noch erweitert auf andere Länder, das könnte dann natürlich relativ schnell relativ groß werden. Aber das zum Beispiel ist auch wieder so eine Sache, da über sowas nachzudenken, bringt niemanden weiter. Und wenn man jetzt sagt, okay, demnächst bricht irgendwie der dritte Weltkrieg oder sowas aus, dann haben wir sowieso andere Probleme als Business. Und dann ist auch dein Geld oder alles Mögliche nicht mehr wirklich wichtig, sondern dann gibt es ganz andere Sachen, um die wir uns kümmern müssen. Also von daher ist es immer wichtig zu schauen, okay, was ist wirklich da, was davon betrifft mich tatsächlich, wie kann ich damit umgehen und diesen gesamten emotionalen Teil, der da sozusagen mitschwingt, im Business ist das einfach so, den muss man so ein bisschen da rauscutten, weil wenn man jetzt in Angst und Panik verfällt, das hilft niemandem weiter. Also, das ist die Art und Weise, wie ich empfehle, mit solchen Krisensituationen umzugehen. Ich glaube nicht, dass uns die Krise jetzt groß beeinflussen wird in dem, was wir tun. Natürlich allgemein für die Menschen in der Ukraine, auf dem Gebiet der Ukraine, alles Gute. Und ansonsten für euch, für euer Business, würde ich jetzt erstmal nicht groß irgendwelche Sachen verändern, auf irgendwelche Sachen warten, verzögern, weil man gucken will, was passiert, sondern einfach ganz normal weitermachen. So, ich hoffe, die Folge hat euch gefallen. Dann sehen wir uns oder hören uns nächsten Montag wieder. Bis dahin, macht's gut. Ciao.