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Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#31 Tricks für die Hersteller Verhandlung Amazon FBA
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SPEAKER_01Ganz recht herzlich willkommen heute zu einer weiteren Folge beim e-commerce.de Podcast, dem Podcast für Online-Händler, die sich etwas eigenes aufbauen wollen. Und zwar nicht nur was Kleines, sondern was Fettes aufbauen wollen, davon leben wollen und interessiert sind am Big Money. Und deswegen sprechen wir heute auch über ein sehr wichtiges Thema. Und zwar das Thema, worauf solltest du achten, wenn du Hersteller suchst? Also was ist allgemein wichtig überhaupt? Wie ist das Vorgehen? Weil es gibt so viele Dinge, die eigentlich zu beachten sind. Ich sage manchmal, eigentlich ist die Herstellersuche und Auswahl fast genauso komplex wie die Produktsuche selbst. Und auch mindestens genauso wichtig, denn am Ende des Tages hilft dir die beste Produktidee natürlich nichts, wenn der Hersteller später nicht in der Lage ist, sein Produkt so umzusetzen, wie du es dir wünschst. Und dieses Video richtet sich, beziehungsweise dieser Podcast richtet sich vor allem an Leute, die schon das eine oder andere Mal gesourced haben, also schon ein bisschen Erfahrung haben, weil wir vor allem über Dinge sprechen, die falsch laufen, wo man die dazu führen, dass man entweder zu viel bezahlt oder dazu führen, dass man nicht das richtige Produkt bekommt, was sich weird anhört, aber bei fast allen Sourcing-Prozessen der Fall ist. Oder sehr vielen, gerade wenn man Produkte individualisiert. Und ja, fangen wir einfach mal an. Sourcing im Grunde genommen kann ja heutzutage auf ganz viele verschiedene Arten ablaufen. Wir haben nach wie vor Alibaba als Platzhirsch. Es wird jetzt immer populärer, auch in Europa zu sourcen. Darüber wollen wir jetzt gar nicht so viel sprechen. Im Grunde genommen gibt es aber zwei wesentliche Unterschiede zwischen Herstellern aus China oder allgemein aus Asien und Herstellern hier in Europa. Unterschied Nummer eins ist, und er ist ganz, ganz wichtig zu sehen, die Individualisierbarkeit von euren Produkten. Ihr findet bei Alibaba ja meistens Kataloge. Das heißt, ihr seht immer schon mehr oder weniger das Produkt, was ihr haben wollt. In Europa gibt es ja nicht diese riesigen Kataloge, sondern der Hersteller sagt halt, er kann es theoretisch bauen, aber es gibt meistens jetzt nicht schon fünf oder zehn Modelle, die er gebaut hat. Das ist sozusagen ein Unterschied natürlich von Herangehensweise. Das heißt, in Europa ist es Standard eigentlich, dass du ein individuelles Produkt machst. In China ist es eigentlich so, dass du meistens zwar in Anführungsstrichen ein individuelles Produkt machst, was aber jeder ständig einkaufen kann. Du kannst aber auch da natürlich Dinge anpassen lassen. So, und der zweite Unterschied ist vor allem in der Mindestbestellmenge. Die Mindestbestellmenge in Europa ist eigentlich deutlich höher als in Asien, wobei auch in Asien die jetzt immer höher wird. So, das sind jetzt Sachen, die aber eigentlich bei der Herstellerauswahl selbst gar nicht so eine große Rolle spielen. Sondern der erste Punkt, und das ist einer der entscheidendsten Punkte, ist die Art und Weise der Kommunikation. Und da passieren von Anfang an die meisten Fehler. Man kann es nicht ganz pauschalisieren. Eine Sache, die unglaublich wichtig ist, und immer wenn du mit Herstellern kommunizierst, sollst du vor allem darauf acht legen, du musst den Hersteller davon überzeugen, und zwar am besten in der allerersten Nachricht, dass eine Zusammenarbeit mit dir extrem profitabel und rentabel für ihn langfristig sein wird. Das bedeutet, beispielsweise du hast schon ein Produkt oder hast schon eine Marke online, dann erwähne das immer. Schreibe ihm immer, hey, ich habe schon die und die und die Produkte online, damit er sieht, dass du kein Anfänger bist, dass du schon Verkäufer zielst, dass du schon erfolgreich bist und dementsprechend schaffst du einfach mal viel mehr Trust. Weil ihr müsst euch vorstellen, gerade in Asien wahrscheinlich die Hälfte oder Dreiviertel der Anfragen, die die bekommen, sind Leute, die das das erste Mal machen. Dementsprechend wissen die auch, hey, wahrscheinlich werden da ziemlich viele Sachen floppen, wahrscheinlich wird da nicht so viel funktionieren oder die haben einfach gar keine Referenz. Und wenn du schon irgendwas Existierendes hast, egal ob Onlineshop, egal was, auch selbst wenn es gar nicht die gleiche Marke ist, dann sende das trotzdem mit als Referenzwert oder erzähle einfach kurz etwas darüber, um deutlich größeres Vertrauen zu haben und du wirst automatisch merken, wie die Hersteller dich ganz anders behandeln werden. Denn jeder kennt das, der vielleicht noch ein bisschen am Anfang steht. Hersteller sind oft unzuverlässig, antworten spät, erfüllen nicht deine Wünsche komplett, sondern sagen immer, ja, aber dann ist das und dies und jenes, Lieferzeiten verzögern sich und so weiter und so fort. Das sind alles Probleme, die man vor allem dadurch hat, dass der Hersteller dich nicht so wirklich ernst und auch nicht so richtig als wertvollen Partner sieht. Zumindest noch nicht. Das ist der erste Punkt. So, und der zweite Punkt ist jetzt, du musst in der Kommunikation von Anfang an möglichst klar und präzise kommunizieren. Da gibt es Millionen Gründe, warum das wichtig ist. Einer der Hauptgründe ist erstmal auch wieder, wie du wie der Hersteller dich betrachtet, weil wenn du da irgendwie sagst, ja, wir haben überlegt, die Produkte zu verkaufen, wir wissen aber noch nicht ganz, ob wir das oder das wollen oder das, das, das oder das wollen und ob wir das Material oder in dieser Farbe haben wollen, dann wird der Hersteller gar keine Lust haben, dir eine Quotierung oder über Preise zu geben, weil er sich denkt, hey, ja, okay, was soll ich denn jetzt machen? Nicht falsch verstehen, es ist nicht schlimm, wenn du zum Beispiel sagst, hey, wir wollen einfach mal Preise vergleichen zwischen zwei Produkten und für zwei Produkte nach Preisen fragst, um das zu vergleichen. Aber so diese extreme Unsicherheit, wir wissen noch gar nicht so richtig, was wir wollen und so weiter und so fort, ist nicht gut. Im Idealfall schreibst du extremst präzise die Anforderungen an ein Produkt an den Hersteller. Sprich, wenn du zum Beispiel einen Blumentopf kaufen möchtest, würde ich schreiben, aus welchem Material soll er sein, wie groß soll er sein, wie viele Liter soll der haben, wie groß soll der Umfang unten sein, wie groß soll der Umfang oben sein, wie soll das Ding verpackt werden. Und wenn du das mal machst, dann hat der Hersteller auch direkt eine ganz andere Wahrnehmung wieder, weil er das Gefühl hat, dass du einfach nicht das erste Mal machst oder halt keine Ahnung hast von dem, was du tust, sondern wirklich Erfahrung auch in dem Bereich hast. Das ist halt einer der Hauptgründe. Die zweite Hauptgrund ist, dass es später keine Missverständnisse gibt, weil ich habe es schon so oft gesehen, dann kommt ein Sample, man bestellt sich ein Sample und die Qualität ist nicht wirklich das, was man sich vorgestellt hatte. Das ist zum Beispiel ein Klassiker, wenn du ein Sample bekommst, die Qualität ist schlecht, dann liegt das meistens an der Kommunikation. Das ist super wichtig zu verstehen. Die meisten Hersteller produzieren nicht nur Schrottprodukte, die können aber auch Schrottprodukte produzieren. Das heißt, je nachdem, wie du kommunizierst und dem Hersteller auch klar machst, was du möchtest, wird er dir auch ein Sample senden. Denn wenn du zum Beispiel kommunizierst und sagst, hey, der Hersteller sagt dir, es sind 12 Dollar und du sagst, okay, unser Zielpreis sind 8 Dollar, das ist das Maximum, was wir ausgeben können. Und uns ist vor allem wichtig, dass es halt für 8 Dollar produziert wird, dann wird er dir halt einfach im Easy Way einfach sagen, okay, dann sparen wir ein bisschen an der Qualität, machen keine Qualitätsinspektion, etc. und schick dir halt ein Sample für 8 Dollar. Was vielleicht nicht dementspricht, was du haben möchtest. Wenn du aber ihm schreibst, unsere oberste Priorität ist die Qualität. Wir wollen ein Produkt, was mittel-, also durchschnittlich bis oberer Durchschnitt an Qualität hat. Übrigens ganz wichtig, du kannst nicht mal sagen, du willst Spitzenklasse Qualität, weil die kostet auch extrem viel. Also es ist so, ein Volkswagen ist ein gutes Auto. Da beschweren sich die wenigsten Leute über Qualität, also ein solides, gutes Auto. Aber natürlich, wenn du jetzt einen Porsche einkaufen willst, dann kostet es mehr. Das muss es aber gar nicht immer unbedingt sein. Aber wenn du sagst, Qualität ist für uns das Allerwichtigste, und wir wollen diese Top-Qualität, diese gute Qualität zu dem Preis einkaufen, dann sagt der Hersteller zum Beispiel, hey, wir können nicht 8 Dollar machen, aber wir können vielleicht 9 Dollar 30 Dollar. In dem Moment handelst du. Weil einfach nur sagen, ich will es für den günstigeren Preis haben, dann handelst du nicht, sondern der Hersteller reduziert einfach die Qualität oder spart irgendwas am Material. Und das ist eine Sache, die bringt dir dann nicht wirklich was. Das ist also auch ganz wichtig. So, und jetzt ist unfassbar wichtig, der Hersteller ist dein Partner. Ihr seid ein Partnerunternehmen, aber trotzdem musst du verstehen, dass du die führende Hand bist, nicht der Hersteller. Das bedeutet, du schreibst dem Hersteller, was du an Produkt haben möchtest und es kann sein, dass wir der eine oder andere schon mal erlebt haben, dass der Hersteller anfängt, Sachen zu verändern zu wollen an dem Produkt zu verändern wollen. Und das ist dann ganz wichtig, dass du immer, du kannst dir das natürlich anschauen, es können auch manchmal interessante Sachen sein, aber es ist wichtig, dass du das ganz klar beurteilst, ist das sinnvoll oder ist das nicht sinnvoll. Denn oft sagen Hersteller das nicht aus gutem Willen, sondern um mehr Marge zu haben oder um sich weniger Aufwand zu machen. Und deswegen empfehlen dir dir zum Beispiel das Material zu verändern, die Verarbeitung zu verändern, etc. Manchmal ist das auch ein Positiv, und da sagt dir der Hersteller zum Beispiel, hey, mit dem Ventil oder mit dem Gelenk oder mit der Schraube oder sowas wird es nicht funktionieren. Wir empfehlen dir das zu nutzen, dann musst du das nicht sofort abblocken, sondern kannst überlegen, ah ja, okay, das könnte sein, wenn der da viel Erfahrung hat, dann wird das schon so richtig sein und kannst da auch drauf eingehen. Aber wenn du zum Beispiel jetzt ein Produkt haben willst und auf einmal fängt der Hersteller an, daran was rumzuwerkeln und du sagst, ja, okay, okay, okay, okay, hast du am Ende irgendwie ein Produkt, was gar nicht dem entspricht, was du eigentlich haben wolltest. Und das ist dann natürlich nicht sinnvoll. Denn ich kann dir eine Sache verraten, am Ende des Tages, wenn du ein Top-Produkt hast mit einer guten Qualität, was wirklich eine geile Dienstleistung bringt, dann wirst du das immer verkauft bekommen. Es ist viel, viel, viel, viel schlimmer, vielleicht wenn es dann auch 1, 2, 3 Dollar günstiger war, am Ende des Tages ein Produkt zu haben, das vielleicht günstig ist, aber auf der anderen Seite einen extremen Qualitätsmangel hat. Das ist einer der Gründe, warum teilweise auch Leute, die ja Produkte auch scheitern, komplett oder sehr viel Geld verbrannt wird, weil ein Feature bei dem Produkt, meistens nicht das ganze Produkt, aber ein Feature einfach nicht genug überdacht wurde oder es wurde dort gespart und dadurch geht das ganze Produkt kaputt. Ich nehme mal ein Beispiel, zum Beispiel mal so ein Verschluss für eine Tasche oder für einen Rucksack war das, gemacht und der war im Stoff so eingenäht und es war so ein Pressding, also sozusagen so ein Button, den man so zusammenklickt. Kennt, glaube ich, jeder. Kennt man so aus Portemonnaie, etc. gibt es oft so ein Klickding. So, und das war, das hätte irgendwie 13, 14 Cent mehr gekostet, dann wäre das so komplett eingebunden gewesen da rein. War es aber nicht. Und dadurch ist nach zwei, drei Monaten beim Rucksack dieser Punkt sozusagen rausgefallen. Also der hat sich aus dem Stoff gelöst und war da nicht mehr verschließbar, was dazu geführt hat, dass unglaublich viele schlechte Bewertungen kamen erstmal. Und natürlich auch viele Leute das returiert haben, denn das ist ja eine Sollbuchtstelle, in anderen Strichen. Und da können durch solche Kleinigkeiten wirklich arge Fehler entstehen. Es können auch Fehler sein, die jetzt nicht nach zweiter Monaten, sondern theoretisch direkt schon entstehen. Also haben wir auch schon miterlebt. Und dabei ist es eben sehr, sehr, sehr wichtig, wirklich auch genauestens zu kontrollieren, auch wenn man mit dem Hersteller über Samples spricht, beziehungsweise auch Samples bei sich prüft. Denn am Ende des Tages muss man einfach ganz klar sagen, wenn du das Produkt gut verstehst, wenn du genau weißt, worauf es ankommt, und wenn du halt vielleicht auch mal ein bisschen Gedanken machst, okay, woran könnte mein Produkt scheitern jetzt von der Herstellung her, ne? Von der Qualität her, von der Funktionalität her. Vielleicht könnte irgendwas brechen, irgendwas könnte nicht passen, irgendwas könnte falsch miteinander verarbeitet sein, etc. Und dann nochmal genau beim Sample auch zu prüfen, auf genau diese Punkte, wie sieht es da konkret aus? Und dann, auch wenn du eine Qualitätsinspektion machen lässt beim Hersteller, was wir mittlerweile immer empfehlen, da haben wir zum Beispiel Partner bei uns in unseren Trainings und Coachings, wo wir den Kunden geben, die zum Beispiel in der Türkei oder in China vor Ort den Hersteller besuchen und da die Produkte dann wirklich nochmal prüfen, dass auch die Massenproduktion dann so gut ist wie die einzelnen Samples. Und da nochmal denen auch mit auf den Weg geben. Sie sollen auch diese Sollbruch stellen, also diese Punkte, wo es halt mal kritisch werden kann, auch mal mitprüfen. Denn so sicherst du dich am Ende des Tages auf der einen Seite auch dagegen ab, dass du eigentlich ein Top-Produkt hast, aber einfach irgendwas daran scheiße ist, wo auch nicht die Schuld übrigens, by the way, immer beim Hersteller liegt. Weil der Hersteller, der ist nicht dein Marketing-Experte, sondern der macht einfach das, was du ihm sagst. Und wenn du es ihm nicht sagst oder ihm Freiheiten gibst, dann musst du nicht erwarten, dass er da alles perfekt macht, sondern du musst es einfach klar beschreiben und klar kontrollieren. Deswegen eine Sample-Bestellung, Sample-Kontrolle, Qualitätsinspektion. Das ist so ein Dreisttufensystem, mit dem du in der Regel eigentlich sehr, sehr gut fährst und auch solche Fehler eben ausschließen kannst. Und dann auch noch in der Kommunikation mit dem Hersteller, was sehr wichtig ist, ist die Art und Weise, wie du auch langfristig mit ihm zusammenarbeitest. Das heißt, Dinge wie Preiserhöhung, wie wird damit umgegangen? Zum Beispiel, wenn der Hersteller dir was schreibt und du nimmst Sachen einfach so hin. Selbst wenn es teilweise manchmal jetzt gerade auch aktuell durch steigende Rohstoffpreise gerechtfertigt ist, musst du immer kämpfen. Du musst immer schauen, dass du dem Hersteller so viel Widerstand wie möglich bietest, damit er das Gefühl hat, okay, ich kann hier nicht einfach die Preise erhöhen, da gibt es immer viel Gegenwind. Weil wenn du einfach die Preiserhöhung hinnimmst, dann bekommt der Hersteller das Gefühl, ah, für den ist es kein Problem, der kann auch mehr bezahlen, dann können wir das nächste Mal wieder die Preise erhöhen und wieder die Preise erhöhen und wieder die Preise erhöhen. Und das ist natürlich eine Sache, die du nicht möchtest. Dementsprechend kann man auch mal relativ klipp und klar sagen, pass auf, das ist unsere Preisgrenze. Das ist eine sehr mächtige Art und Weise. Wenn du zum Beispiel gerade 10 Dollar bezahlst und jetzt will er das auf 10,70 Dollar erhöhen, sagen, pass auf, lieber Hersteller, 10 Dollar 25 Dollar ist unsere absolute Preisgrenze. Ich darf nicht oberhalb dieses Preises Ware einkaufen. Das heißt, in dem Moment stellst du dem Hersteller so eine Art Ultimatum, wenn der Hersteller jetzt sagt, okay, wir müssen aber für 10,70 Dollar machen, dann ist er ja offensichtlich nicht kooperationsbereit. Weil du musst dir mal vorstellen, der Hersteller erhöht die Preise so, dass er die gleiche Marge hat wie vorher oder dass er mehr Marge hat. Sonst erhöht er nicht die Preise oder er hätte eine höhere Erhöhung vorgeschlagen, psychologisch gesehen. Jetzt ist es ja so, dass durch steigende Lieferkosten nicht du der Alleinleidtragende sein musst, sondern du das mit dem Hersteller teilen kannst. Das heißt, es müsste eigentlich immer die Möglichkeit geben, auch von dieser Erhöhung nochmal runterzugehen. Und da ist es dann auch wichtig, dass wieder klar die Qualität gewahrt bleibt, aber du ganz klar dem Hersteller das kommunizierst. Und wenn er dann sagt, okay, alles klar, 10,20 bekommen wir nicht hin, 10,35 wäre das Beste, was ich dir anbieten kann, dann ist das in Ordnung, dann kannst du das so akzeptieren. Weil du am Ende des Tages hast du schon gut gespart und dann war meistens, wenn der Hersteller wirklich dann auch runtergeht, dann hast du ihn auch an dem Punkt, wo er dann wirklich auch nicht weiter runtergehen kann. Und das muss ja auch nicht sein, denn langfristig willst du ja auch, dass der Hersteller Lust hat, mit dir zusammenzuarbeiten. Und da ist es dann auch wichtig, das einfach mal als Grundstrategie, versuch immer so viele Produkte wie möglichst bei einem Hersteller zu haben. Manche Leute tun so irgendwie genau das Gegenteil, um unabhängig zu sein, ist komplett schwachsinnig, weil du findest, wenn du eine größere Produktpalette hast, später mal relativ easy, auch neue Hersteller immer. Und umso mehr du halt bei einem Hersteller beziehst, desto abhängiger wird dieser Hersteller von dir. Das bedeutet, der wird dir auch immer mehr entgegenkommen und wird immer mehr für dich tun. Das heißt, wenn du zum Beispiel mal irgendwann ein monatliches Bestellvolumen von 100, 200.000 Euro hast bei einem Hersteller, kannst du davon ausgehen, je nachdem natürlich, wie viel groß er ist, aber dass du halt einen Großteil deines gesamten Umsatzes mit ausmachst und dementsprechend natürlich auch andere Forderungen stellen kannst. Du bist sozusagen so VIP-Kunde. Und kriegst dann auch meistens bessere und günstigere Einkaufspreise und wenn nicht, kannst du sie halt einfordern. Und vielleicht auch noch ein kleiner Tipp, den kann man einfach mal machen mit dem Hersteller, gerade weil es auch wenige Leute tun, muss man ein bisschen aus der Komfortzone raus, ist einfach mal mit dem zu telefonieren oder ihn sogar zu besuchen, gerade wenn man auch hier jemanden in Europa hat oder vielleicht die Leute auch mal in Europa auf einer Messe sind oder man kann natürlich auch theoretisch mal nach China, jetzt aktuell natürlich recht schwierig mit Corona, in China vor Ort immer noch sehr, sehr schwierig. Und in dem Sinne würde ich aber mal empfehlen, einfach mal eine Videotelefonie oder einfach mal einen Call mit denen zu machen, weil viele schreiben halt immer nur. Und es ist übrigens auch normal, gerade wenn es jetzt um das Thema Alibaba geht, weil ich das oft höre, schreibt per E-Mail. Ihr müsst nicht alles über Alibaba schreiben. Ihr könnt irgendwann auch mal per E-Mail schreiben, weil das für einen Hersteller, das ist so, als würdet ihr einen neuen Freund kennenlernen oder jemanden kennenlernen über Facebook und würdet aber immer nur über Facebook schreiben und dann nicht irgendwann mal auf WhatsApp switchen. Oder schreibt auch mit eurem Hersteller auf WhatsApp oder auf WeChat oder so. Also, das ist total cool oder schickt ihr mir auch mal ein, zwei Bilder zwischendurch mal, hey, hier, wir haben jetzt ein neues Office, das und dies und jenes. Damit baut man so eine viel bessere Bindung auf und dann hat man auch eine viel größere Sympathie, wenn man das mal macht und das machen die wenigsten. Also, in dem Sinne hoffe ich, Folge hat euch gefallen. Einfach mal ein paar Inputs von meiner Seite, einfach mal ein paar Ideen, Gedankenanstöße zum Thema Hersteller, Kommunikation und Umgang mit dem Hersteller, damit du am Ende geile Produkte hast. Und wenn dir das oder dieser Podcast hier gefallen hat, dann teile ihn gerne mit anderen Online-Händlern oder erzähle Leuten davon, dass es hier geile Informationen gibt. Und in dem Sinne wünsche ich dir dann weiterhin viel Erfolg. Mein Name ist Victor Spehlmeier und bis zum nächsten Mal. Ciao.