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#85 Umsatz ist nicht gleich Gewinn | Und um welche Kennzahl es im Ecommerce wirklich geht
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Wieviel Geld musst du generieren, um von Amazon FBA leben zu können und dass dein Unternehmen gleichzeitig wächst ? Warum du Phasen haben wirst, in denen es kein Gewinn gibt und warum du dann erst recht nicht aufgeben darfst, erfährst du in der heutigen Folge.
E-commerce.de präsentiert der Podcast für bessere Strategien, mehr Freiheit und Erfolg. Neue Folgen jeden Montag um 15 Uhr. Ganz recht herzlich willkommen zurück hier beim e-commerce.de Podcast. Tim und ich haben uns gerade schon warm geredet. Wir sind bereit und zwar heute für das Thema Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Wie viel Geld musst du eigentlich generieren, um A, ich sag mal, von Amazon leben zu können, dir selbst ein sehr gutes Gehalt auszuschütten, gleichzeitig aber auch dein Unternehmen weiter zum Wachsen zu bringen. Was sind da sozusagen die Ziele? Und in dem Sinne, viel Spaß mit der Folge.
SPEAKER_01Ja, ich habe mitbekommen, du warst gestern im Fernsehen oder Pre-Production, ZDF war das, glaube ich, ne?
SPEAKER_00Ja, ich war gestern bei Hyperbowl, das ist die Produktionsfirma. Das kennt der ein oder andere auch, weil Hyperbowl selbst sogar ein Format ist. Das ist super bekannt, das ist dieses, wo die Leute mal vor so einer farbigen Wand stehen und dann so Fragen bekommen. Das bekannteste Video, glaube ich, von Florian Homm, frag einen Mehr der. Das ist auch noch ein sehr geiles Video, aber wir haben ein anderes Format produziert, sag's mir. Da hast du immer so zwei Leute, die sich gegenüber sitzen und die zwei völlig verschiedene Standpunkte vertreten. Bei uns war es jetzt meiner Meinung nach so ein bisschen schwach ausgewählte Gegenüber. Also der Gegenpartner, warte, ich sage erstmal so, was ich dachte erstmal so. Es ging halt so, logischerweise, warum haben die mich ausgewählt, relativ jung, erfolgreich und so. Ich sage es einfach mal, überspitzt Geld geil. Und so Lust auf Arbeit, Lust, viel Geld zu verdienen, was zu machen. Ich hätte gedacht, dass sie mir jemandem gegenüber sitzen, irgendwie so einen Langzeitstudenten oder so einen 25-jährigen Hartz-IV-Empfänger oder sowas, der so sagt, ja, ich habe keine Lust und dies, das, jenes. Und irgendwie darüber zu debattieren. Wobei ich auch schon überlegt habe, dass das ja auch schon unlustig ist, weil es ist ja kein Standpunkt. Also es ist ja jeder, der zuschaut, der nicht Hartz-IV-Empfänger ist, ist ja automatisch, selbst wenn ich vielleicht irgendwo anecke, wird er immer eher auf meiner Seite sein. Also es ist ja so ein Konzept, wo das, also es gibt ja gar keine Meinung. Ich habe ja noch nie einen Hartz IV-Empfänger erlebt, der gesagt hat, so yo, jeder sollte Hartz IV machen. Und deswegen, also war ich mir nicht ganz sicher und dann sitzt du da und du weißt wirklich nicht genau, worum es geht oder was das Thema ist.
SPEAKER_01Also du bist wirklich so gesessen, einfach. In so einem Studio, ja.
SPEAKER_00Es ist so ein Studio, ich kann, wo es auch voll, wie es aussieht, es sind so drei grüne Blöcke, wo man sozusagen so Stück für Stück Szenen herkommt. Und dann kam halt so ein relativ alter Mann, kam sozusagen so rein. Ich dachte so, okay, krass, was kommt jetzt so? Und dann am Anfang stellt man sich so gegenseitig Fragen, aber man darf den Namen und das, was man macht, erstmal gar nicht verraten. Also sondern es geht so zum Beispiel wie wichtig ist dir Freiheit oder sowas. Das waren so Fragen. Ah, okay, verstehe. Und ich dachte die ganze Zeit so, oh krass, und dann hat er so erzählt, ja, in seiner Kindheit, er ist aufgewachsen mit irgendwie 16 Leuten am Tisch, ne, und musste immer viel mit anpacken und so weiter und so fort auf dem Land. Dann dachte ich mir so, hm, komisch, das wirkt jetzt nicht so wie jemand, der so gar keinen Bock hat, irgendwas zu machen oder so. Und der war halt auch 62 war, ne? Hartmut. Und dann kam halt die Auflösung und der war einfach obdachloser. Also der war einfach sozusagen obdachloser, aber logischerweise, weil wie kriegst du einen Obdachlosen in der TV-Show? Auch nicht so ganz obdachlos. Also nicht so jemand, der sozusagen unter Brücken haust und so komplettes Leben aufgegeben hat, sondern jemand, der so, also der Typ fährt zum Beispiel mit dem E-Bike durch Deutschland, hat so einen, hat einen Hund, so einen Fahrradanhänger, einen Camping-Equipment für ein paar K und hält auch ab und zu mal irgendwo Vorträge. Und ja, dann ging es halt so, es ging im Grunde um eigentlich, glaube ich, darum, ich habe das Thema bis ganz am Ende selbst gar nicht so ganz gecheckt. Also es wird halt nicht vorgegeben, sondern man diskutiert dann halt einfach. Und ich glaube, es ging so ein bisschen darum, macht Geld glücklich, weil er sozusagen, ja, jetzt, der hat halt auch viele Jobs gehabt, so er war nicht immer, der hat auch eine Tochter gehabt, die eigentlich schon 25 war. Ja, und zwar halt so ein bisschen dadurch, ja, macht Geld glücklich. Ich weiß nicht, ob das so der ideale Partner dafür war, das zu nehmen, weil er hat eigentlich becomes Socialhilfe und sowas, and er hat halt einfach gesagt, er braucht nicht viel.
SPEAKER_01Dieser Frugalismus halt so, ne? Dass er halt ohne wirklich viel zu haben, materiell.
SPEAKER_00Ja, aber er hat auch so natürlich nicht viel. Also weil das ist halt das, worauf es eigentlich dann hinaus ging. Er hat halt gar nichts eigentlich. Also sozusagen ist halt obdachlos, klar, er hat so seine E-Bike und sowas, was er auch krass ist, eigentlich. Man denkt so, what the fuck? Obdachlos fährt irgendwo so ein 4000-Euro-Fahrer. Aber gut. Aber er hat auch, also ich hätte, man hätte ja so gesagt können, okay, du hast so einen Standpunkt von jemandem, der zum Beispiel sagt, okay, Familie ist viel wichtiger, so Scheiß auf Geld, aber er war ja auch kein Familien oder Freunde oder Netzwerk oder und er hat da so ein bisschen gesagt, Gesundheit ist wichtig, aber Gesundheit ist ja auch, also es war im Grunde genommen so, dass er von gar nichts irgendwie viel gebraucht hat. Und das war natürlich so ein bisschen langweilig, weil du dann nicht so eine richtige, ich sag mal so ein, ich bin ja jemand, ich mag dann ja auch gerne so meine Meinung durchsetzen, aber wir sind gar nicht so meinungstäglich aneinander gegangen, weil ich mir dachte, naja, okay, wenn er das alles nicht möchte, was soll ich ihm dann, also man muss ihm das ja nicht aufzwingen, so, ne?
SPEAKER_01Ja, es ist halt schwierig, weil ihm ging es ja, wie du sagst, wahrscheinlich auch nicht darum, dass ich jetzt keine Arbeitsmoral hatte, wenn er sein Leben lang gearbeitet hatte und so, Bauernhof, dies, das, so, dann ist ja okay, du hast nicht.
SPEAKER_00Er hat jetzt auch nicht gesagt, ich soll nicht arbeiten oder so, was ich mache, sondern er hat gesagt, ich verstehe, was du meinst.
SPEAKER_01Es ist halt irgendwo doch so eine gemeinsame Meinung gehabt und dann ist es halt schwierig in so einer Diskussion dann, ja.
SPEAKER_00Also es ist nicht ganz so reiberisch gewesen, wie ich gedacht hätte. Danach haben mir ein paar Leute irgendwie geschrieben auf Insta wäre voll witzig mit irgendjemandem so von der letzten Generation. Das wäre funny gewesen.
SPEAKER_01Von der letzten Generation?
SPEAKER_00Ja, von diesen Klimaleuten. Ach so, das wäre funny gewesen.
SPEAKER_01Ich dachte jetzt von vorher unserer Generation. Nee, nee.
SPEAKER_00Aber da hätte man nicht so beefen können, weißt du, oder wenn du so einen Linken gehabt hättest, der gesagt hätte, so, yo, das ist alles schlecht und wir müssen irgendwie das Geld durch so und so ersetzen. Und dadurch, dass er halt auch, das sieht man auch aus, wenn man sich das anguckt, ist euch trotzdem ziemlich lustig oder ziemlich gut geworden, so. Weil ich auch so ein bisschen, ich mag so nicht diese, weil er hat gesagt, ja, ich bin so ein Systemaussteiger, aber gleichzeitig bekommt er halt Bürgergeld. Und sagt halt, dass es wichtig ist, dass man sich mehr um die Leute kümmert, oder was? Also das ist so diese Systemaussteiger, die aber eigentlich gar nicht ausgestiegen sind, sondern eigentlich weiterhin nur weiter hinten am Teil sitzen und eigentlich nur halt nehmen, aber nicht wirklich geben. Okay.
SPEAKER_01Wann kommt das raus?
SPEAKER_00Ich glaube in vier oder fünf Wochen.
SPEAKER_01Okay. Auf ZDF dann.
SPEAKER_00Auf ZDF, genau, aber vor allem über dieses, die haben da diesen diesen Unbubble mit der YouTube-Challenge. Ach so, auf YouTube, okay.
SPEAKER_01Aber auch so im Fernsehen. Wahrscheinlich dann auch. Hyperbowl heißt sie.
SPEAKER_00Hyperbowl heißt die Produktionsfirma. Ich weiß auch nicht, ob diese Dingssachen, ich glaube, es ist tatsächlich, ich weiß gar nicht, ob es im Fernsehen kommt, ich glaube, das ist eine reine YouTube-Produktion. Das war aber wild, es waren echt elf Leute da und ich dachte mir so, boah, für so ein YouTube-Video, was, keine Ahnung, vielleicht eine Filmklicks oder sowas bekommt, ist das schon ziemlicher Aufwand hier alles zu machen. Also ich dachte mir schon, boah, nicht schlecht. Ja, aber interessant, aber. Mal schauen.
SPEAKER_01Bin ich gespannt. Sieht man euch? Auch oder ist das so verdeckt? Also hast du den anderen Gegner gemacht. Ja, natürlich, natürlich, natürlich. Man hat den die ganze Zeit gesehen.
SPEAKER_00Ja, also nächste Mal, wenn wir sowas machen, setzen wir irgendwie so einen Linksradikalen gegenüber. Das macht viel mehr Spaß noch nicht. Weil der war halt auch dadurch, dass er ein bisschen älter war und halt, ich sag jetzt mal, einfach einen abendschen Obdachlos, hat er halt auch sehr viel einfach abgeschweift vom Thema, dann hat er dann irgendwas über sein Leben erzählt. Wir machen Feministin gegen Alpha. Ey, das ist fast nicht zu unserem Thema. Alright, dann würde ich sagen, starten wir mal mit dem Podcast.
SPEAKER_01Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Was steckt dahinter?
SPEAKER_00Das, äh, ich sehe das mal in den YouTube-Kommentaren oder oft so, ja, Umsatz toll, aber was ist Gewinn? Und erstmal, glaube ich, was super wichtig ist, allgemein zu diesem Spruch, ist zu wissen, so, Umsatz ist schon die wichtigste Kenngröße eigentlich grundsätzlich bei einem kleineren Unternehmen. Also jetzt bei einem Konzern, der riesengroß ist, wird, glaube ich, auch gewinnen und die ganzen Geschichten werden immer wichtiger, weil du kannst bei einem kleinen Unternehmen ja immer überhaupt nicht abschätzen, was hat zum Beispiel den Gewinn gedrückt. Kann ja zum Beispiel sein, dass der Typ sich da irgendwie einen Ferrari gekauft hat oder whatever. Und das hat ja einen enormen Einfluss darauf, wie profitabel ein Unternehmen ist. Aber im Grunde genommen finde ich, man definiert immer die Größe und grundsätzlich auch erstmal den Erfolg von einem Unternehmen am Umsatz. Nicht am Gewinn der Marge oder sonstigen, sondern erstmal Umsatz. Natürlich, ein Unternehmen, was zig 100 Millionen Umsatz macht und am Ende des Tages nur Verluste und immer nur Verluste machen wird, ist natürlich trotzdem nicht super, aber meiner Meinung nach trotzdem erfolgreicher als ein Unternehmen, das 100k macht und 50k Profit. Also ein Unternehmen, was 200 Millionen Umsatz macht und nur Verlust und immer nur Verluste macht, wird wahrscheinlich trotzdem den Geschäftsführer am Ende des Jahres mehr bringen. Und es ist eigentlich ein erfolgreiches Unternehmen, einfach weil es größer ist als das Unternehmen, was über 100k 50k Profit macht.
SPEAKER_01Okay, aber warum? Wenn du sagst, du machst irgendwie 200 Millionen Umsatz, aber keinen Profit, warum ist das dann erfolgreicher als ein Unternehmen, was wir halt. Also es ist auf jeden Fall größer, sagen wir es mal so.
SPEAKER_00Ich finde, die größte Unternehmen hat nichts mit dem Gewinn zu tun, sondern mit dem Umsatz. Naja, man muss sich halt vorstellen, umso mehr Umsatz oder mehr Geld dadurch fließt, desto mehr Leute investieren da vielleicht rein. Es gibt ja auch viele Unternehmen zum Beispiel, die an der Börse sind und die gar nicht profitabel sind und trotzdem hunderte von Milliarden Bewertungen haben. Ich weiß zum Beispiel immer noch, die ist Tesla zum Beispiel mittlerweile nicht profitabel, weil die waren auch zum Beispiel lange Zeit ja gar nicht profitabel und waren schon mehrere hunderte Milliarden wert. Und da hat ja, da kannst du ja nicht sagen, ja, oder kann man schon, aber es ist dumm zu sagen, das Unternehmen ist null erfolgreich, weil es keinen Gewinn macht. Oder Amazon zum Beispiel, Amazon selbst macht ja ganz wenig Gewinn und zum Beispiel, ich glaube, letztes Quartal haben die zum Beispiel, oder vorletzte Quartal haben die irgendwann mal Verluste gemacht. Dadurch ist Amazon ja nicht auf einmal ein unerfolgreiches Unternehmen.
SPEAKER_01Ist auch die Frage, warum machen sie keinen Gewinn? Weil sie halt, keine Ahnung, wenn du 200 Millionen im Jahr machst, aber alles in dein Wachstum vor deinem Unternehmen widersteckst, dann kommst du halt zu dem Punkt, dass du irgendwo bei 300, 400, 500 Millionen bist und dann machst du halt einen Gewinn durch, und dieses Wachstum würde ja nicht entstehen, wenn du nicht die ganze Zeit deine Gewinne reinvestiert hast.
SPEAKER_00Ja, genau, und in kleinem Maße ist das ja noch viel krasser. Das heißt immer, wenn man nämlich nach Gewinn fragt, erstmal einen Gewinn kann man nur immer am Ende des Jahres festsetzen. Also du kannst nicht sagen, wie viel Gewinn habe ich im März gemacht. Du kannst natürlich eine BWA, die vom März geben lassen, aber unterm Striche sind das immer Momentaufnahmen, weil es kann ja sein, dass du zum Beispiel jetzt im März zufällig gerade keine Ware nachgestellt hast oder sonstiges. Gut, Ware taucht natürlich in der Bilanz auch irgendwo wieder auf, aber du musst dir vorstellen, dass es ja so viele Investitionen auch gibt, die langfristig sind. Kann ja zum Beispiel sein, dass du jetzt sagst, hey, im FBA bist du, okay, jetzt mal beispielsweise, ich kaufe mir einen Laptop. Nur mal als Beispiel, so für 2000 Euro oder sowas und du bist jetzt aber ein kleineres Unternehmen und machst vielleicht 30.000 Umsatz, dann wird diese 2.000 Euro ja in dem Moment, das ist ja fast 10% von deinem Umsatz, wird natürlich für den Monat extrem krass rundreistet. Ja, das wird auch abgeschrieben und so weiter und so fort, aber ich glaube, wenn man weiß, worauf ich hinausfällt.
SPEAKER_01Oder wenn du halt irgendwie, keine Ahnung, du stehst bei 500.000 Umsatz Ende des Jahres und haust dann nochmal irgendwie 100k in Ware rein.
SPEAKER_00Und hast du ein kleines Unternehmen und bist noch nicht bilanzpflichtig, sondern sieht das aus, als wären das 100.000 Euro Verlust. Das zum Beispiel kommt halt dazu, weil ich hasse diese Leute, die das nicht checken, dass Gewinn keine Aussagekraft hat, wenn du dir nicht mal den Geschäftsbericht durchliest, den du ja bei der GmbH, klar, ich weiß gar nicht, ob man den so öffentlich mit allen einzelnen Ausgabepunkten anschauen kann. Aber du siehst es ja in erster Linie, auch wenn du irgendwo guckst, ne, Bilanzsumme oder sowas, das ist ja alles schön und gut. Aber es gibt ja auch Dinge, die zum Beispiel, oder beispielsweise, es kann auch im anderen, es kann auch andersrum gehen. Es kann sein, dass in was investiert wird, was halt einen Wert hat, aber eigentlich den Verlust minder. Zum Beispiel, wo wir damals e-commerce.de gekauft haben. Da sah es am Ende des Monats genauso aus wie der andere Monat auch, aber eigentlich hatte ich eine sehr, sehr große Summe Geld halt weniger und war eigentlich Verlust. Nur weil das halt irgendwie steuerlich nicht absetzbar ist, sowas. Und das ist, glaube ich, ein großes Problem, weil viele Leute verstehen nicht, dass wie gesagt Umsatz ist immer eindeutig. Also beim Umsatz kannst du nicht flunkern oder irgendwie sonst irgendwas machen, sondern der ist halt einfach da. Und beim Gewinn kannst du halt, ja, du kannst ihn künstlich drücken, das kann auch interessant sein, um weniger Steuern zu zahlen oder um mehr in Wachstum zu investieren, was dann vielleicht für einen Außenstehenden, der das gar nicht sieht oder weiß, total schlecht wirkt. So wie Amazon. Amazon investiert ja unglaublich viel in Wachstum und ich habe auch schon Leute gesagt, die mir gesagt haben, oh, Amazon geht jetzt nämlich pleite, weil die machen gerade keinen Profit. Was so dämlich, also es ist wirklich so dumm, das zu denken, nur weil die Verluste machen, weil es ist ja es macht einfach gar keinen Sinn, für das Unternehmen vielleicht überhaupt Profit zu machen, weil wer hat was davon am Ende des Tages.
SPEAKER_01Am Ende ist ja sowieso jeder bezahlt, ne? Jeder Mitarbeiter, die haben mehr Leute eingestellt, die haben neue Logistikzentren eröffnet, Geschäftsführer, wer auch immer, extrem was ausgeschüttet, jeder hat eigentlich profitiert. Also warum muss dann am Ende des Jahres Big Plus dastehen?
SPEAKER_00Das zum Beispiel ist das Nächste, was halt mit reinkommt, wenn du jemanden nach Gewinn fragst, ist zum Beispiel, okay, der Gewinn ist ja grundsätzlich erstmal, also ich sag mal, wird ja eigentlich nach Gehältern auch bemessen. Das heißt, es könnte ja sein, dass du mit einem Einzelunternehmen oder mit einer GmbH zum Beispiel im Monat theoretisch mit deiner Marge auf Sellerboard 30.000 Gewinn stehen hast, aber jetzt sagen wir mal, das wäre zwar unklug, aber du zahlst ja einfach 25.000 Euro aus davon jeden Monat, dann würde jemand dir sagen, hey, du bist ja voll wack, weil du machst auf 100K nur 5K Gewinn und checkt aber gar nicht, dass du eigentlich, also weißt du, deswegen ist es halt super dumm, erstmal sein eigenes Unternehmen rein nach Gewinn am Ende des Jahres zu beurteilen, sondern mehr eigentlich nach insgesamtem Wachstum. Also gucken, was zählt damit rein, das Gehalt komplett sich anzuschauen, wenn man sich das auszahlt. Dann aber auch, okay, wie hat sich das Unternehmen entwickelt? Das Unternehmen hat ja auch einen Asset-Wert, der teilweise ja sogar noch vielleicht wichtiger ist als der Gewinn. Das ist auch zu dem Thema 100 Millionen Company. Also wenn du 100 Millionen machst und eine Million Profit, hast du zwar nur 1% Marge. Aber natürlich ist das geiler, als einen 1 Millionen Umsatz zu haben und 100.000 Gewinnen mit 10% Marge, weil ich habe lieber eine Million, dein Unternehmen ist trotzdem viel mehr wert. Und hat in der Regel, wenn du bei 100 Millionen bist, ja auch schon ganz viele Mitarbeiter etc. Das heißt, viel automatisierter, sieht man ja bei allen größeren Companys die Margen, zum Beispiel werden umso größer ein Unternehmen wird, meistens immer kleiner, weil es halt mit dem Umsatz kein Problem ist. Also Adidas oder sowas, die kaufen halt sammeln, drei Euro ein.
SPEAKER_011% oder so haben die dann meistens.
SPEAKER_00Ich glaube, die haben sechs oder sowas. Aber wenn man sich mal anguckt, die kaufen halt für, die haben ja so günstige Einkaufspreise und so hohe Verkaufspreise, dann denkst du, wo bleibt die ganze Kohle ja? Bleibt bei den Aktionärsleuten, bei den Mitarbeitern in der Kinder.
SPEAKER_01Ja, und jeder ist ja zufrieden, weißt du, jeder, sie zufrieden bekommen, mehr Gehalt, irgendwelche Vergünstigungen, so das ganze Wachstum vom Unternehmen wird ja vorangetrieben.
SPEAKER_00Und das ist jetzt in einem ganz großen Bereich gesehen, die Frage ist halt, wenn man in ganz großen Unternehmen irgendwann, wenn das an der Börse ist, das betrifft uns jetzt vielleicht nicht, aber wem bringt überhaupt der Gewinn was? Weil, also klar, es bringt vielleicht irgendwo der Bewertungsverfahren.
SPEAKER_01Das ist ja eigentlich unklug, am Ende des Jahres den Gewinn zu haben, weil wer profitiert, der Finanzamt profitiert davon, aber du bist ja alles dagegen. Auch jetzt dieses Gebäude, was sie bei uns bauen, hier in Amar, diesen Amazon Tower, das ist keine Ahnung, wie viele Millionen da auch reingehen, und dann denkst du dir, okay, könnt ihr es natürlich nicht. Nein? Schau dir mal an. Nee, der ist tatsächlich, ich kann es dir gerade nicht sagen, wo genau, aber relativ mittig auch.
SPEAKER_00Das ist sehr groß.
SPEAKER_01Ja. Wie hoch ist der, was ja? Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Aber es ist schon wirklich eines der größten Gebäude dort in der Gegend. Okay. Voll aus Glas.
SPEAKER_00Ey, du musst mal unbedingt auch für alle Leute, die nach Berlin kommen. Ich habe gestern, oder nee nicht gestern, aber letzte Woche habe ich ein Bürogebäude hier gesehen, direkt bei uns hier vorne an der Friedrichstraße. Ich habe noch nie in Deutschland so ein krasses Gebäude gesehen. Das ist so wie so eine Schlucht gebaut. So ein Gebäude, das geht auf beiden Seiten und in der Mitte ist sozusagen so ein riesiger Schluss, so acht Stockwerke. Und oben gehen überall so Brücken über das Gebäude, wo so grüne Lianen runterhängen. Das ist krass. Und durch diese ganze Schlucht hängen überall solche riesigen, kennst du diese Tondinger, wenn die Tür aufgeht, dass sie so einen Bimmel machen. Und die hängen da so in sechs Meter langen Metalldingern und wenn der Wind dann so richtig loot ist, dann habe ich mir sagen lassen, soll das da Musik? Und das ist eine Friedrichstraße. Also wenn du von hier aus durchläufst.
SPEAKER_01Also hier der Tower, Edge East Side Tower. Im Jahr 2018 geplant und begonnen. Friedrichshain-Kreuzberg.
SPEAKER_00Ach doch, natürlich, das ist der Amazon-Amazon-Tower. Ich wusste es nämlich auch nicht. Ich hab den heute.
SPEAKER_01Ich wusste es auch nicht, dass es Amazon ist. Ich habe das wirklich erst am Wochenende gemerkt. Das ist ja richtig krass.
SPEAKER_00Also das ist ja richtig krass, dass es das Gebäude ist. Das könnt ihr jetzt leider nicht sehen, aber wer in Berlin ist, das ist dieses krasse Building an der East Side. Okay, fett.
SPEAKER_01Ich habe das so oft gesehen, das Gebäude und ich habe es erstmal am Wochenende gecheckt, dass das wirklich von Amazon ist. So ein neuer Headquarter für die ganzen Entwickler und so.
SPEAKER_00Ja, heftig. Ich habe auch für alle Amazon-Mitarbeiter, die haben gerade so ein Call, Call of, also die dürfen jetzt auch nicht mehr remote arbeiten. Müssen wieder alle rein. Ja, die müssen alle ins Office weltweit, überall echt habe mich ganz witzig unterhalten mit einer Kundin von uns, die arbeitet da und sie hat gesagt, dass super viele halt jetzt in dieser Zeit remote eingestellt wurden und gar nicht in der Nähe von irgendwas wohnen. Teilweise irgendwo ein Haus gekauft haben oder sowas auf dem Land oder sowas. Die müssen jetzt alle entweder gehen halt zurück oder die kündigen. Was natürlich auch bitter ist, weil die müssen dann ja kündigen. Das heißt, sie kriegen auch alle keine Abmahnung. Das ist eigentlich auch smart von Amazon, wenn die Leute loswerden wollen.
SPEAKER_01Aber nicht mal, dass sie sagen, okay, ein, zweimal die Woche Remote ist möglich. Das geht, glaube ich.
SPEAKER_00Ich glaube, die müssen dreimal mindestens im Office sein. Aber das ist ja auch normal eigentlich. Ja, ja, aber du kannst halt nicht in XY wohnen, um das zu machen. Naja, aber wenn du hier in der Nähe wohnst, gibt es ja Leute, die wohnen dann in fucking Süddeutschland oder sowas, ein bisschen nach Berlin, weißt du, also das ist ja, die haben ja überall eingestellt. Das ist schön interessant.
SPEAKER_01Ja, um nochmal auf das Thema zurückzukommen, dann auf jeden Fall, was würde ich sagen, trotzdem extreme Relevanz hat, auch wenn am Ende des Jahres natürlich jetzt nicht der Profit, weil der durch Reinvestitionen verfälscht sein kann, nicht so relevant ist, ist trotzdem, würde ich mal sagen, die Marge, die du halt hast, wenn du in einem Monat deine Prozess. Was du zum Beispiel im Sellerboard halt auch sehen kannst, letztendlich, ob dein Produkt profitabel ist oder nicht. Weil dahingehend entscheidest du ja auch, ob du das Produkt weitermachst, neu reinvestierst, wenn du jetzt siehst, okay, ich mache 30.000 Euro Umsatz, aber da habe ich vielleicht irgendwie 300 Euro Gewinn jeden Monat, überlegst, okay, mache ich das weiter oder nicht oder du machst sogar Verlust, weißt du, immer auf einen längeren Zeitraum gesehen. Das ist halt schon relevant. Und das siehst du, glaube ich, relativ gut durch Stellerboards zum Beispiel. Jetzt aufs Produkt bezogen, auf einzelne Produktebene.
SPEAKER_00Ja, genau, aber ich finde, ich glaube, genau das ist so ein bisschen auch gleichzeitig eine Verfälschung, weil du siehst halt nur alle direkt damit in Zusammenhang stehenden Sachen. Also ich kenne die wenigsten Leute, die das wirklich nutzen und alle Dinge eintragen, die so an Kosten so anfallen, sowas wie Steuerberatung und so weiter und so fort. Das heißt, es ist kein Overall so Cashflow-Tool, sondern es ist einfach nur, um zu gucken, was läuft, wie gut, zum Anpassen auf Amazon. Aber es hat nicht so eine riesengroße Aussagekraft auf die Gesamtleistung, meiner Meinung nach. Umso weniger sonst Ausgaben man hat, desto genauer ist es natürlich, aber umso mehr man beispielsweise, also wenn man Mitarbeiter hat oder wenn man sich jetzt anfängt, selbst ein Gehalt auszuschütten oder mehr mit Freelancern und so weiter und so fort zusammenarbeiten, dann sind das halt Dinge oder Daten, die da auch teilweise halt gar nicht damit erfasst werden.
SPEAKER_01Man könnte aber alle eintragen. Wenn du alle einträgst, kannst du eigentlich das relativ geil als Cashflow-Tool für dein Unternehmen auch nutzen, damit wirklich jeden Posten einträgst.
SPEAKER_00Ich glaube, es ist gar nicht so verkehrt, das getrennt voneinander zu machen, weil dann hast du zum Beispiel ein Produkt, was vielleicht grundsätzlich, ich weiß nicht, wie das umgerechnet wird dann auf die Produkte. Ja, ich weiß, was du meinst. Weil das macht eigentlich keinen Sinn dann, weil wenn du zum Beispiel ein riesengroßes Produkt hast, was 10K Umsatz macht oder was 10K Profit im Monat und eins macht vielleicht 1K-Profit, dann könnte das sein, wenn du die Kosten irgendwie so verteilt, dass ein 1K-Profit auf einmal so aussieht, dass wir es negativ sein. Okay. Aber genau das sind nämlich diese Schwierigkeiten. Das heißt, was ich sehr wichtig finde, ist, wenn man mit einem Steuerberater ist, auch mal zwischendurch mal zumindest in die BWA zu gucken oder vielleicht auch mal Cashflow-Planung wirklich zu machen, also sich einfach, ohne jetzt auf Produktebene das Ganze zu betrachten, sondern wirklich auf komplett Business-Ebene zu sagen, was gebe ich aus im Monat und was kommt rein im Monat. Und zwar nicht auf Amazon oder irgendwo theoretisch, sondern alles, was wirklich praktisch auf dein Konto läuft. Und das sind ja eigentlich, wenn man es mal streng genommen nimmt, auch in Amazon die Umsätze. Also das, was du sozusagen ja eigentlich im Seller Central siehst, das ist ja nur der Umsatz, den du zwar über Amazon theoretisch machst, aber eigentlich ist dein Umsatz das, was bei dir auch aufs Konto geht. Das steht auch am Ende des Jahres nämlich in deiner BWA und das ist ja. Bezüglich den Gebühren und Versandinger, die du bist. Ja, die Amazon ja direkt einbehält und die nie auszahlt. Das ist zum Beispiel ganz wichtig zu wissen, weil dadurch wirkt dein Unternehmen auf dem Papier immer viel profitabler. Weil du musst dir sozusagen vorstellen, sagen wir mal, du hast 15% Marge auf 100% Umsatz, aber vom Umsatz bekommst du nur 60 oder 65 Prozent. Das heißt, du hast am Ende des Tages eigentlich. 30, 35 Prozent Marge oder 20 und 25% Marge, das ist übrigens auch einer der Gründe, warum Amazon Business auch in diesen ganzen Aggregator-Sachen halt immer viel besser aussehen in Anführungsstrichen, als du es erstmal zum Beispiel im Sellerboard siehst. Weil da sieht, da wird ja auch der Gesamtumsatz angezeigt, logischer, was ja auch irgendwo logisch ist, um sich so zu orientieren. Aber zum Beispiel auf dem Papier, wenn man sich das anguckt, ist das noch was anderes. Und die meisten Leute sprechen auch bei Amazon Umsatz, das machen wir auch immer von dem, den man tatsächlich auf Amazon generiert hat, nicht von dem, weil das ist ja auch immer dann unterschiedlich, je nachdem, wie die Versand kostet und dies, das jenes, müsste erst wieder dann errechnet werden. Sondern wenn man zum Beispiel 100.000 Euro Ware verkauft hat, sagen wir auch immer 100.000 Umsatz, auch wenn man vielleicht nur 60k aufs Konto überwiesen bekommt. Für den Gewinn hat es eh keinen Unterschied, aber das zum Beispiel alleine ist ja ein voll großer, also wenn jemand davon spricht, reelle Umsätze oder eigentlich ja fiktive Umsätze. Das stimmt. Und der Punkt ist, glaube ich, um jetzt auch nochmal auf das dann darauf weiterleitend einzugehen, wie viel Geld muss eigentlich ein Unternehmen oder muss dein Unternehmen produzieren, sage ich jetzt mal. Also bevor du jetzt was rausnimmst, also wirklich nur das, was das Unternehmen ohne Personalkosten produziert, damit du erstmal dir was auszahlen kannst, wie viel man sich auszahlen sollte, weil das ist auch nochmal ein sehr spannendes Thema. Das kann auch früher kommen, als man denkt. Kann ja sein, dass man irgendwie jetzt vielleicht erst ein, zwei Produkte am Markt hat, das erst seit einem Jahr macht, aber schon, keine Ahnung, 70, 80 kann Umsatz macht, dann kann das ja schon sehr relevant werden. Und ich würde tatsächlich das immer so handhaben, dass man erstmal gucken muss, wie beständig, also wie beständig produziert man Unternehmen Geld, weil es kann ja auch mal sein, dass man kurzfristig in der Saison echt Kohle macht.
SPEAKER_01Es sollte schon so mindestens drei besser sechs Monate so konstant irgendwo, also jetzt nicht einen Monat 10, den anderen 70 und dann sagen wir ja geil, jetzt bei 70 haue ich raus und dann drei bis sechs Monate konstant diese Umsetzung produzieren. Mit natürlich Blick auf die Karte.
SPEAKER_00Oder wenn du halt ein sehr saisonales Produkt hast, halt wissen, okay, ich muss dann was tun, um so zu wachsen, dass ich auch in der anderen Zeit klarkomme. Oder dass ich so abstrakt viel Geld natürlich, das geht natürlich auch, das betrifft, glaube ich, relativ wenig Leute, dass du einfach vielleicht in zwei Monaten so viel Geld verdienst, dass du den Recht des Jahres nicht verkaufen musst. Sowieso Weihnachtsmarktbetreiber oder so. Da gibt es ja auch, habe ich mal einen kennengelernt, die haben zum Beispiel wirklich, das ist einfach deren Job, die sind nur, machen anderthalb Monate vor Weihnachten und das ist deren Ding so. Und dann ist das ja alles mal die, keine Ahnung. Sind die vielleicht mal auf so einem kleinen Ostermarkt oder sowas, wenn die dann da irgendwas verkaufen, keine Ahnung. Aber das ist schon.
SPEAKER_01Ja. Okay, aber das heißt also A, Voraussetzungen, konstante Umsätze über einen längeren Zeitraum auch, mit natürlich ausreichend Profit.
SPEAKER_00Rücklagen, das ist ganz wichtig. Das Unternehmen muss in einer gewissen Art und Weise Rücklagen haben für Nachbestellungen, für neue Produkte. Ich würde zum Beispiel auch das nie machen, egal wie gut es läuft bei einem einzelnen Produkt, weil das kann dir immer irgendwie wegbrechen. Und dann ist es unternehmerisch sinnvoller, erstmal sicher zu gehen, dass du vielleicht zwei, drei, vier Standbeine hast, um das auch auszubügeln. Also wenn mal, wenn mal irgendwas nicht, oder wenn mal auf was out of stock geht oder sowas, oder Lieferschwierigkeiten sind, das ist jetzt ja nach nicht mehr so ein Problem gewesen, nach der Sache vor zwei Jahren. Wir dürfen ja das Wort nicht sagen, wenn du. Das ist ja die Shadowband, ne? Ja, dann kriegen wir immer direkt den und unten den Hinweis und so. Das ist immer.
SPEAKER_01Okay, wie sieht's aus mit Steuerrücklagen?
SPEAKER_00Ja, genau, also Steuerrücklagen sind meiner Meinung nach in einem Business wie FBA nicht so dramatisch. Ich glaube, weil das ist, Steuerrücklagen sind ja Sachen, die sagen, wenn ich Steuerberatter, das ist der Grund, warum die meisten Businesses scheitern. Das ist meiner Meinung nach absoluter Bullshit. Also da scheitert bestimmt mal jemand dran, aber also ich habe, glaube ich, in meinem Leben noch nie jemanden gesehen, der ein super loor offenes Business hatte und dann gescheitert ist, weil der keine Steuerreklage angebildet hat und das Finanzamt den dann direkt dicht gemacht hat. Also habe ich noch nie gesehen. Also passiert bestimmt, ich glaube, das ist bei hier, bei diesen Influencer-Leuten damals, ne? Bei, wie heißt es ja, Inscope 21, die sind doch irgendwann mal so komplett broke gegangen. Bei denen ist das deswegen gewesen, weil die halt aber auch eigentlich auf eine grauzonmäßige Art und Weise die Steuern hinterzogen haben. Weil wenn du als Influencer so Sachen geschenkt bekommst, zum Beispiel eine Reise, die musst du versteuern. Echt? Ja, ja, weil das ist eine Dienstleistung gegenüber dir. Das heißt, wenn du zum Beispiel sagst, hey, die laden uns nach Duba ein und das Finanzamt hat dann die Insta-Stories gecheckt, komplett reverse, und hat die Sachen angeguckt und hat dann geschätzt, was das kostet, hat gesagt, du hast einen 10.000 Euro Urlaub und ihr müsst jetzt darauf noch 4.000 Euro Steuern zahlen und das konnten die halt nicht machen. Also da hatten die Kohle halt nicht für. Aber das passierte in der Regel als Amazon-Seller nicht, weil erstmal du reinvestierst natürlich viel Geld. Es kommt doch mal ein bisschen auf die Rechtsform an, ob du jetzt bilanzpflichtig bist oder nicht. Wenn du gar nicht bilanpflichtig bist, ist es sowieso easy, dann kannst du einfach im Dezember alles raushauen, kannst du einfach Ware kaufen bis zum Mond. Auch sonst ist es ja so, dass wenn du jetzt zum Beispiel 40.000, 50.000 Euro Profit machst, zum Beispiel in einem Jahr, dann musst du ja nicht direkt sozusagen am Stichtag 1. Januar diese 12.000, 13.000 oder was dann auch schon an Steuern anfallen. Je nachdem, was du da oder wie du das machst. Die musst du ja nicht direkt alle komplett bezahlen.
SPEAKER_01Das ist ja auch erst nach Abgabe der Steuererklärung dann letztendlich. Und das kannst du ja auch noch ewig eigentlich machen.
SPEAKER_00Also wir haben zum Beispiel ein Konto bei uns, da liegt noch das Geld drauf für die Steuern, die wir für 221 zum Beispiel zahlen müssen. Wir haben schon 223. Ich weiß nicht, wann die das abbuchen. Also das ist, dass wir das zahlen müssen, die genaue Summe steht schon alles fest. Ich weiß nicht, wann die das abbuchen. Jetzt freue ich mich, weil ich gerne ein paar Zinsen. Aber ja, also das ist meiner Meinung nach nicht so ein riesengroßer Punkt. Aber Rücklagen klar für Steuern, aber vor allem auch fürs Business selbst halt. Weil das muss man, sobald man halt so einen größeren Kostenfaktor hat, kann es ja auch mal sein, dass man zum Beispiel, wenn du jetzt sagst, ich kündige meinen Job, ich habe sonst kein Einkommen und vielleicht zahlt man sich nicht direkt irgendwie 7, 8, 9, 10k im Monat aus. Das heißt, man bildet dann auch nicht privat große Rücklagen, weil ich würde immer eher Rücklagen in der Company bilden als privat am Anfang. Das macht mehrmal mehr Sinn, weil du zahlst in der Regel dann weniger Steuern dafür. Und ja, es kann ja mal sein, dass dann irgendwie einen Monat oder zwei Monate du deine laufenden Kosten eigentlich nicht bedienen könntest und dann aus dem Kerngeschäft Geld rausnimmst, was das Geld, das Unternehmen kleiner macht. Das ist im Grunde genommen schon der Beginn von so einer Art Insolvenz. Weil das Unternehmen, wenn du das jetzt immer so weiterlaufen will, dann wird es früher oder später halt pleite gehen. Das heißt, du nimmst Ressourcen aus dem eigentlichen Business raus, das darfst du aber nie machen, sondern du musst natürlich dann das Geld nehmen, was du zum Beispiel in der Reserve hast. Weil das ist dann natürlich auch nicht schön. Hätte man ja auch für irgendwas Sinnvolles nutzen können, aber damit schadest du zumindest nicht so aktiv dem Business. Aber ganz am Anfang, also je nachdem, wo man halt steht, hat man auch noch gar keine Reserven, sondern man ballert halt 100% von der Kohle in neue Produkte. Das ist ja das, was die meisten Leute sagen.
SPEAKER_01Das ist ja auch das Geile, dass niemand eigentlich gerade FBA startet direkt mit Hinblick, ja, das ist jetzt Fulltime, ich habe meinen Job gekündigt, ich gehe jetzt all in in FBA und du musst da jetzt direkt Geld rausziehen, weil du kannst es ja nebenberuflich starten. Also warum wolltest du denn was rausziehen aus dem Business im Endeffekt?
SPEAKER_00Bei mir war das ja auch so, ich habe auch anderthalb Jahre noch, auch wenn das da theoretisch hätte, man sich vielleicht auch schon vorher mal was auszahlen können, aber ja, also ich glaube, dass es dann sinnvoller ist, lieber ein bisschen zu warten und sagen, hey sechs Monate, man kann ja sonst auch da irgendwie zeitlich was ändern, aber dass man da noch nicht so drauf angewiesen ist und dann, wenn man aber den Punkt erreicht, das ist umsatztechnisch, würde ich sagen, frühestens so ab 40, 50k Umsatz, wenn du auch weiter wachsen willst, weil wenn du dann sagst, okay, ich habe so 20% Marge, aber vielleicht so 10k Profit, kann man sich auch mal 2, 2,5 auszahlen, das sind dann fürs Unternehmen drei, und dann kannst du mit den 7000, das ist halt ganz, ganz wichtig, du musst sozusagen, das ist ja sowieso eine Sache, du musst halt früher oder später mit Fremdkapital arbeiten, wenn du weiter permanent wachsen willst, weil immer nur 7.000 Euro im Monat mehr zu haben, ist natürlich nicht schlecht, aber wenn du mal überlegst, das ist dann wieder ein Cashflow-Denken, wie viel Kredit kannst du dir kaufen, wenn du im Monat, nicht unbedingt 7, aber sagen wir mal für 4.000 Euro im Monat oder sowas oder 3.500. Da bist du immer noch auf der sicheren Seite, ne? Hast du immer noch einen positiven Cashflow? Also alles wird positiver, aber mit 3.500 Euro monatlich kannst du einen Haufen Kohle holen. Also da kannst du dir mindestens eine sechsstellige Summe holen. Ja, und das ist dann sinnvoller, so meiner Meinung nach, aber auch vorzugehen, als dass man dann sagt, permanent, okay, ich reinvestiere jetzt immer diese 10K und kann vielleicht erst in drei oder vier Jahren dann komplett davon leben. Weil ich könnte es zwar, aber ich mache es nicht, weil ich sozusagen diese 10K investieren will, statt dann einfach zu sagen, hey komm, ich nehme 3,5K raus von meinem Profit und schenk den jeden Monat der Bank und dafür schenkt die Bank mir eine gute Summe Geld, mit der ich das Wachstum halt viel schneller vorantreiben kann.
SPEAKER_01Ja, das ist mal. Vor allem, wie du sagst halt, wenn du wirklich 7K Profit hast und davon ja nur die Hälfte nimmst und das ist ein Fremdkapital, also um Fremdkapital zu finanzieren, der Hebel ist ja extrem. Du bekommst für 500 Euro im Monat wahrscheinlich ohne Probleme 50k. Jetzt mach das mal 6 oder mehr.
SPEAKER_00Und das braucht man dir vielleicht gar nicht am Anfang. Also man kann auch dann sagen, hey, ich kaufe erstmal für 1000 Euro Geld ein. Weil das ist ja das, wie man auch denken muss. Das ist dann der Unterschied. Beim Kreditdenken darf man nie so denken, das ist beim Privatkredit so, aber bei einem Business-Kredit, um Geld zu verdienen, musst du immer denken, okay, was kostet mich der Kredit und wie viel Gewinn bringt mir der Kredit. Und deswegen kaufst du im Grunde genommen einen Kredit, das ist eine Investition. Und du siehst halt, das ist halt, das ist, deswegen ist Cashflow-Planung dann so wichtig, wenn du siehst, ich habe 1000 Euro im Monat übrig. Die sind total safe, die 1000 Euro. Dann kannst du halt diese 1000 Euro ausgeben im Monat und kannst halt gucken, okay, ich habe eine bestimmte Tilgungsrate plus die Zinsen kosten, okay, was zahle ich heute vielleicht Zinsen? 5%, sagen wir beispielsweise, wenn ich jetzt 50.000 habe, sind 5% 50.000, 2500. Ja, das sind 2500 Euro aufs Jahr. Das heißt, wenn du das runterrechnest, kannst du mit 200 Euro im Monat, kannst du dir schon 50.000 Euro verhunden.
SPEAKER_01Und ich glaube, viele scheuen sich halt immer noch so vor diesem Gedanken, Fremdkapital aufzunehmen, weil es absolut dumm ist, wenn du dir Verbindlichkeiten dafür holst, wenn du dir ein Auto liest oder irgendwie, keine Ahnung, teure Uhr mit Fremdkapital kaufst, dumm, weil es bringt dir ja kein Geld, im Gegenteil, verlierst du, außer du kaufst eine seltene Uhr, die du dann wieder verkaufst, aber das machen die wenigsten. Aber fürs Unternehmen ist es ja smart, weil du hast Zinsen, okay, sie sind auch gestiegen, aber irgendwie, keine Ahnung. 5% als Nachbar, 5% ist. Aber aus 5%, wir rechnen ja immer mit ROI auch, ne? Warnumschlag und das nicht aufs Jahr gesehen, machen wir ja nicht, meistens machen wir mit einem Bahnumschlag so 50% Return on Investment.
SPEAKER_00Und wenn du das zwei, dreimal im Jahr machst, hast du halt einen ganz anderen Hebel. Und wenn man das halt so in Cashflow sieht, dann wird das auf einmal total absurd. Also wenn du nämlich 8K Profit machst und du denkst, okay, ich will mir jetzt ein Gehalt auszahlen und dann denkst, okay, ich kann mir aber gar kein Gehalt auszahlen, weil dann is my interne not halb so grow am wax, dann denkst du schon in dem Moment, this is a totales mangeldenken, weil es wäre viel sinnvoller, then eben hinzugehen and mach 3, 4 K and pack die Geld und kaufe damit so eine große Summe Geld, that it's gar kein Problem. That is auch teilweise, ich sag's immer, we have zum Beispiel bei uns bei den Startup Days, hatte das irgendjemand gesagt, der hat gesagt, also ich sage ja immer den Leuten am Anfang, okay, guck mal, wie könnt ihr zum Beispiel aus Verbindlichkeiten Investitionen machen? Da war irgendjemand, der hat gesagt, der hatte im Monats ungefähr 300 Euro für so Feiern ausgegeben. Also irgendwie zweimal im Monat oder so, das war ja einfach irgendwo unterwegs und feiern. Und dann ist es ja krass, wenn du 300 Euro mal im Monat rechnest, wie viel Fremdkapital kannst du für 300 Euro im Monat holen? 30k oder so. Ja, 20, 30k, genau. Das ist dann natürlich auch passiert. So, und das ist, das ist im Grunde genommen, du hast im Grunde genommen nichts verloren in deinem Leben wirklich. Du hast aber einfach jetzt einmal 20, 30k.
SPEAKER_01Dann könntest du sogar einen Teil davon, wenn du 30K nimmst, nimmst du vielleicht einfach 3000 Euro davon, legst sie mal weg, dann hast du vielleicht schon fast für ein ganzes Jahr die Raten gedeckt, weißt du, und hast dann immer noch 27K, um erstmal ein Jahr damit zu arbeiten. Ohne dass du jetzt deinen monatlichen Cashflow damit sogar irgendwie beeinträchtigst. Ja.
SPEAKER_00Ja, das ist nice. Also hoffe, euch hat das ein bisschen auch auf Ideen gebracht, beziehungsweise mal so einen Einblick darauf gegeben, wie das läuft, weil so eine konkrete Summe muss jetzt nicht bei 20 oder 30k sein, sodass euch euer Gehalt überhaupt nichts mehr mit dem Unternehmenswachstum zu tun hat, sondern lieber, dass wir euch kapital dann ausgleichen. Und in dem Sinne würde ich sagen, vielen Dank fürs Zuhören, liebe e-commerce.de Familie und wir haben uns das nächste Mal. Bis dahin. Mein Name ist Digga Spürmeier, dem Fröhlich am Mike. Ciao.