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#103 Sein Millionen Exit mit Amazon FBA - Vincent Baumann
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In der neuesten Folge begrüßen wir Vincent, einen erfolgreichen Amazon-Verkäufer, der einen Millionen-Exit mit Flipline erzielt hat. Vincent teilt seine Erfahrungen, Erkenntnisse und die Veränderungen in seinem Leben nach dem Verkauf von Flipline. Er spricht über die Herausforderungen und Freuden des Amazon-Verkaufs, seine Erwartungen und die Realität nach dem Exit, und wie er sich inspirieren lässt, um seine nächsten Schritte zu planen.....
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SPEAKER_00Herzlich willkommen zurück hier beim e-commerce.de Podcast. Neue Folge heute zu Gast Vincent. Den der ein oder andere vielleicht schon aus einem anderen Podcast kennt, auf jeden Fall schon ein bisschen vielleicht unterwegs gewesen, hat einen Millionen-Exit gemacht mit Flipline als sehr erfolgreicher Amazon-Seller. Darüber werden wir heute unter anderem sprechen. Ich habe super spannende Fragen. In dem Sinne, viel Spaß bei der Folge. Du hast, wann hat, wann hast du oder habt ihr Flipline verkauft?
SPEAKER_01Das war im Dezember 2022, also jetzt schon neun Monate her eigentlich, ja. Sehr wild.
SPEAKER_00So, das erste, was mich voll interessiert. Also, du hast die Company aufgebaut zusammen mit einem Kumpel von dir.
SPEAKER_01Genau, mein Co-Founder Simon heißt der.
SPEAKER_00Genau, zu zweit quasi. Und dann habt ihr das geexitet und was? Betrag, kannst du denen sagen, genau? Nicht genau, leider, ja. Aber es wird um einen Betrag in Millionenhöhe gehandelt haben. Wie hat sich erstmal dein Leben danach verändert? Also, was ist danach so abgegangen?
SPEAKER_01Ja. Ja, sehr gute Frage. Das habe ich mich auch immer gefragt bei anderen, die die Erfahrung so gemacht haben. Und es ist auch immer lustig, wie halt diese Vorstellung dann doch anders ist, ein bisschen wie die Realität. Jetzt gar nicht unbedingt schlechter, aber einfach anders, als man sich es ein bisschen vorstellt. Weil meine Vorstellung war wirklich so, wenn der Punkt gekommen ist, dann ist so alles geschafft. So das alles, was mich die letzten viereinhalb Jahre quasi bewegt hat und umgetrieben hat, ist dann alles weg und dann ist so geschafft und dann bin ich auch erstmal so angekommen. Und ich dachte auch immer so, da mache ich erstmal frei und dachte so, jetzt wird so sommerferienmäßig. Du stehst jeden Morgen auf, weißt gar nicht, welcher Tag. Das war so meine Vorstellung, als ich damals angefangen habe mit 19 quasi. Und die Realität war dann schon anders. Es war natürlich erstmal richtig befreiend, weil ich sag mal, jeder Seller kennt es ja, auch bei einem FBA, je nachdem wie viele Produkte du auch hast, es geht eigentlich immer was ab. Also es ist immer was los. Jeden Tag hast du kleine Problemchen, dann kommt da eine schlechte Bewertung, Produkt wurde ausgeblendet, du musst das Hauptbild ändern, irgendwelche Sachen. Und es ist auf einmal alles weg. Komplett weg. Und das war dann schon so ein Friede erstmal, wo ich gesagt habe, ey krass, ich muss jetzt nicht jeden Morgen an PC hetzen und dann noch WeChat öffnen und mit den Suppliern direkt, bevor die Feierabend haben, so, sondern es war dann erstmal alles weg. Und es war schon so ein Friede auf jeden Fall für den Kopf, ja.
SPEAKER_00Okay, crazy. Und jetzt so neun Monate danach, was, also weil du hast gesagt, das war so die Erwartung und dass es so komplett ist, was ist dann so Realität gewesen?
SPEAKER_01Ja, ja, ist spannend. Also wenn man halt diesen Abschluss hat, für mich war es dann wirklich so, weil wir haben sehr explizit darauf hingearbeitet. Also für uns war ich klar, dass wir das irgendwann machen wollen. Am Anfang konnten natürlich auch keine wissen, dass generell diese Bubble so explodiert mit Corona und auch mit den Aggregators und dass dann wirklich sehr viel Geld in den Markt kommt. Also wir hatten auch niemals am Anfang geglaubt, dass es so hoch wird irgendwann. Und dann haben wir quasi gesagt, okay, es ist crazy, dass der Punkt jetzt gekommen ist. Und danach war es dann wirklich so, dass ich gesagt habe, ich ruhe mich erstmal aus, hat aber sehr kurz gehalten. Also ich glaube, jeder von uns, der das macht, hat so einen Drive in sich. Und klar, man braucht dann schon nochmal eine Pause. Aber ich sage dir ehrlich, diese Pause war eine Woche ungefähr. Und dann habe ich halt gesagt, so geht es nicht mehr. Ich muss jetzt wieder aktiv werden. Aber dann wiederum halte ich es auch nicht für sinnvoll, direkt das nächste Großprojekt zu starten, sondern erstmal ein bisschen sich zu inspirieren, mit anderen Leuten zu reden, mit dir zu reden, mit Leuten aus ganz anderen Branchen mal zu reden und zu schauen, hey, will man überhaupt weiter das machen, was man gerade tut? Zum Beispiel, du hast ja auch viele andere Bereiche schon geöffnet für dich, um da einfach mal so zu reflektieren, worauf hat man Bock, quasi ja. Und da bin ich eigentlich immer noch in der Phase gerade drin. Also ich mache so, weiß nicht, ob ich das hier sagen darf, aber Mentoring quasi für andere Seller, aber eben one-on-one, das heißt ganz anderes Thema. Ja, und das mache ich eben so gerade, aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich sagen würde, das mache ich jetzt die nächsten zehn Jahre.
SPEAKER_00Okay, alles klar. Das heißt, das ist ja sowieso immer auch so ein Punkt, wo glaube ich viele, oder ich damals so auch so den Pain hatte, als ich angefangen habe, ich dachte so am ersten Moment, okay, wenn ich das jetzt mache, dann mache ich das für immer und will ich das auch für immer machen. Und dann habe ich mir überlegt, ey, warte mal, das ist doch Bullshit. Das ist ja im Grunde genommen, auch wenn du eine Company aufbaust. Natürlich, du hast halt mehr Verantwortung, vielleicht, aber trotzdem muss man es ja auch nicht für immer machen. Yeah. Beziehungsweise auch gerade mit einem Exit kann man ja auch sagen, okay, ich habe jetzt super viele Learnings auch here. Vielleicht mache ich die nächste Brand, vielleicht mache ich auch, keine Ahnung, habe ich meine erste Brand. War das zum Beispiel bei euch Produkte ungefähr, in welche Bereich das geht, kann man das sagen? Von der Menge her oder was für Produkte von Flipline jetzt?
SPEAKER_01Achso, ja, das kann man ja auch alles bei Amazon nachgucken. Also es war, wir hatten eigentlich zwei Brands unter einem Firmendach. Das war einmal Flipline und das andere war Hardwerk, das war Baumarktbereich. Und Flipline war klassisch Küche, Haushalt, Wohnen, weil wir haben einfach am Anfang gesagt, hey, wir brauchen Cashflow-Produkte, wir müssen erstmal schauen, ob wir es überhaupt hinbekommen. Also am Anfang hast du ja gar nicht den Glauben, dass es überhaupt funktioniert. Und deswegen ist es halt dann so gewachsen und dann haben wir irgendwann einen Baumarkt noch dazu genommen. Einmal aus dem Grund, weil die Nische halt super leer war, damals noch, jetzt auch nicht mehr so ganz. Und zum anderen, weil Simon seinen Vater da wirklich Erfahrung hatte und wir konnten bei dem extrem viel ausprobieren. Und ich sag mal, ich persönlich habe jetzt nicht so viel Ahnung von Stahl und Co. und Qualitäten, aber das hat sich dann alles eben ergeben und deswegen sind es so, die beiden Brands gewachsen.
SPEAKER_00Crazy. Und weil das ist so, das ist auch, glaube ich, bei einigen, zumindest habe ich das bei einigen, die haben so eine Brand mal aufgebaut in irgendeinem Produktbereich. Ja. Und dann sind die da raus oder meinetwegen haben sie es verkauft, was auch immer, dann der Punkt war. Und dann sind die halt in so einem Bereich, wo die voll Bock drauf hatten. Also, keine Ahnung, viele machen dann irgendwas so in Richtung Gesundheit halt, irgendwie so Supplements oder whatever.
SPEAKER_01Wo man auch wirklich mit ein bisschen Begeisterung mehr mit am Start ist. Aber auch da finde ich wieder, die Journey ist halt auch so das Ziel. Das ist ganz wichtig. Also wenn es dir einfach Spaß macht, was zu bauen, was zu erschaffen, dann ist ja auch dieses Why, what, how quasi, start with why. Dieses What ist am Ende ist, ist gar nicht so wichtig, wenn du halt am richtigen Platz bist, aber von der Schaffenskraft so zu sehen. Also wenn das why stimmt, dann ist das What gar nicht mehr so relevant quasi. Meine Meinung.
SPEAKER_00Ja, absolut. Das ist immer, das ist ja auch, ich sag mal, als Geschäftsführer oder Unternehmer am Ende des Tages, es gibt ja so cringe Businessmodelle oder Sachen, wo Leute abstrakt viel Kohle machen oder dadurch ein abstrakt geiles Leben sich erarbeitet haben. Niemand denkt sich so, yo, voll dumm, dass du das damals gemacht hast, wenn du dann diesen Y sozusagen auch erfüllt siehst. Zum Beispiel genau jemanden, der Schrottplätze macht, so, ne? Der macht Schrottplätze, macht Schrottsachen und so weiter und so fort. Es halt ein brutales Business. Riesending. Also ganz brutal. Wenn du, weißt du, du gehst in dieses, das ist, also die machen zwei Schläge im Millionen Bereich im Jahr und das ist sick, was auch hängenbleibt. Not bad, ja.
SPEAKER_01Ja, voll. Also ich glaube, da muss man nicht sich direkt so festlegen, was es im Endeffekt ist. Und ich denke mal auch, jeder, der so anfängt mit 18, 19 oder noch früher, man liest dann halt hier Steve Jobs, man liest Warren Buffett und bei mir war es dann damals so, dass ich halt dachte, wie soll ich das denn schaffen? Wie soll ich wie Steve Jobs werden? So ist völlig irre quasi. Und da hilft es dann einfach mal anzufangen und sich da nicht so den Kopf zu zerbrechen.
SPEAKER_00Man muss ja auch nicht der smarteste Mensch der Welt sein, um Business zu starten. Also der nicht der smarteste, aber so der Wissenste.
SPEAKER_01Vom IQ her der intelligenteste, ja. Also das musst du definitiv nicht sein, ja. Da fällt mir noch eine Frage ein, die ich dir stellen würde. Und zwar, du meinst gerade, was Company angeht, man muss sich ja nicht so krass festlegen. Also man kann ja auch immer einen Exit quasi fahren dann und sich wieder trennen von was. Aber du hast ja jetzt zum Beispiel auch eine Personal-Brand mit aufgebaut, die hängt ja an dir. Also du hast ja ein bisschen Zugzwang, aktiv zu sein. Du kannst nicht mal, also du kannst theoretisch schon, aber es ist jetzt nicht gut, wenn du mal dich ein Jahr rausnimmst quasi. Nee, gar nicht.
SPEAKER_00Ja, genau, das ist zum Beispiel auch ein großer Punkt. Ich sage auch mal den Leuten, also es ist nach wie vor so, dass im E-Com ist schon eins der entspanntesten Geschäftsmodelle, weil du von der Verantwortung her nie so in dem Ding bist, weil du nicht den Kundenkontakt hast. Zum Beispiel bei uns, weißt du, wenn, du musst halt schauen, die Leute müssen zufrieden sein, die Leute müssen vorankommen, auch ja im Agency-Bereich oder sowas. Du musst halt liefern und bei einem Produkt, das Produkt ist halt schon da, weißt du, der Kunde wusste schon voll genau, was er kauft. Das ist alles ganz, ganz, ganz, ganz, ganz genau da. Und sonst geht es halt um irgendwie 30 oder 40 oder 50 Euro oder sowas. Alles muss 100 Euro sein. Also E-Commerce schon auch das Entspannendste. Das sieht man auch zum Beispiel wie, also wie viele, ihr hattet zwei Mitarbeiter?
SPEAKER_01Ja, genau, wir waren relativ klein noch und der Laden war aber wirklich so von der Kapazität fast am Platzen eigentlich. Also ich kenne auch Brands, die machen irgendwie 10 Mio, wir haben 5 gemacht quasi im Jahr und die haben irgendwie 30 Mitarbeiter, wo ich halt auch denke, das kriegst du halt wirklich auch mit fünf, sechs Leuten hin, auf jeden Fall.
SPEAKER_00Also fünf Mio-Umsatz mit zwei Mitarbeitern, das musst du dir mal vorstellen, ist es halt sehr wenig Geschäftsmodellen möglich.
SPEAKER_01Ja, ja, das stimmt. Deswegen, ich bin nach wie vor großer E-Com-Fan auf jeden Fall.
SPEAKER_00Es ist auch nach wie vor, also wie würdest du so sagen, dadurch, dass du auch länger dabei bist, glaubst du, auch 2017 angefangen? Zwar 18, ja. 2018, ja. Witzig, ich hattest irgendwo mal gehört, se 2017 so ein bisschen und dann 2018.
SPEAKER_01Ja, so informiert und Idee war schon ab 2017 da, aber erstes Produkt ab 2018 dann so, ja.
SPEAKER_00Okay, und was würdest du so sagen, seitdem hat sich so verändert? Oder ich frag es mal anders. Ihr habt Flipline ja sehr erfolgreich aufgebaut. Würdest du heute nochmal zum Beispiel die gleichen Produkte machen? Oder ähnliche Produkte machen? Wenn du jetzt wieder neu anfangen müsstest, natürlich würdest du wahrscheinlich vertrag dich auch gar nicht dürfen, weiß ich nicht, aber. Nee, tatsächlich nicht. Also was würdest du anders machen sozusagen?
SPEAKER_01Ja, also meinst du es, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde, ja, dann würde ich natürlich nicht die gleichen Produkte machen, weil die Märkte sind halt full jetzt auf jeden Fall. Ich würde schauen, dass ich noch besser wirklich eine Brand aufbaue, weil gerade beim Amazon-Thema ist ja schon so, dass viele Leute am Anfang sagen, einfach mal Cashflow, was ich auch grundsätzlich für richtig halte, weil wenn du eine super Brand hast, die halt einfach nicht funktioniert, bringt halt auch niemand was so. Aber ich würde halt viel stärker noch drauf gehen, wirklich eine richtig gute Brand aufzubauen, die dann aber auch Omni-Channel funktionieren kann. Weil zum Beispiel unsere Produkte, ganz ehrlich gesagt, wir haben einen Shop gehabt, der war nicht mega krass und wir haben da auch einfach nicht das Potenzial gesehen, weil wir uns halt immer auch gefragt haben, gut, ich kann jetzt ein neues Produkt machen, da mache ich 10 bis 50, 60k im Monat Umsatz oder ich push jetzt halt meinen Shop und das wird übertrieben lang erstmal break-even oder negativ laufen. Dann haben wir halt immer ein neues Produkt gemacht quasi. Und heute würde ich aber eher sagen.
SPEAKER_00Das ist sehr sinnvoll, weil die meisten Leute scheitern an der Entscheidung.
SPEAKER_01Ja, das stimmt. Nee, dann würde ich heute auf jeden Fall eine Brand machen, die halt Omni-Channel besser skalierbar ist.
SPEAKER_00Okay. Also auf jeden Fall, also hat sich dahingehend auf jeden Fall was verändert. Also Produkte würdest du anders machen. Was ich übrigens interessant finde, ich würde gar nicht immer so dieses Cashflow-Brand voneinander trennen. Ja. Weil im Grunde genommen willst du eigentlich einen Anfangstrichen Cashflow-Produkte als Brand aufbauen. Also du willst sozusagen, diese Konstellation hört sich immer so an, als würden Brand-Produkte automatisch unprofitabler sein oder weniger weniger Marge oder was haben. Ich glaube, es ist immer sehr sinnvoll, wenn man in einen Bereich geht, wo es einfach auch so schon relativ gut möglich ist und jetzt nicht unbedingt in einen, wo du die Brand aufbauen musst, damit du überhaupt die Produkte verkaufen kannst.
SPEAKER_01Das stimmt, ja. Da tappen ja aber auch manche Leute zum Beispiel in die Falle, die suchen sich eine Nische aus, machen da drei Produkte und realisieren dann halt so, okay, die Nische ist eigentlich jetzt zu Ende und dann machen sie halt irgendwelche noch nischigeren Produkte, anstatt einfach zu sagen, jetzt mache ich halt dann eine andere Brand oder weite mich in einen ganz anderen Bereich aus. Also da darf man auch nicht in die Falle tappen.
SPEAKER_00Es ist super wichtig, in dem Bereich, glaube ich, immer von vornherein mal so zu schauen, was für Brands gibt es eigentlich so. Ich finde immer Offline-Brands sehr spannend anzuschauen, weil es gibt auch viele Leute, die sagen, sie haben eine Amazon-Brand, haben sie auch, aber es sind eigentlich gar nicht so unbedingt die zwangsläufigen Cross-Sale-Produkte, sondern es ist eigentlich so, okay, die Produkte sind in einem Bereich, aber come on, wer kauft es wirklich zusammen? Also das beste Produkt dafür ist meiner Meinung nach ein Messerblock. Messerblock zum Beispiel ist für mich brandtechnisch ein Lost-Produkt. Ist trotzdem interessant, also kann man sicherlich Geld mitverdienen, aber es ist ein Lost-Produkt, weil okay, dann machen die Leute Küchenbretter dazu oder Messersets. Kein Mensch kauft meistens einen Messerblock und Messerset zusammen. Wenn dann kauft er das Messerset und dann den Messerblock, also müsstest du, wenn du die Brand aufbauen willst, das ist halt immer voll wichtig, auch zu denken, wie kauft der Kunde, was kauft er dann zuerst und was ist das Beiprodukt. Und wenn du die Brand halt aufbaust, muss meiner Meinung nach muss man immer das Main-Product auf jeden Fall auch mitzählen.
SPEAKER_01Das stimmt, ja. Also der Branding-Effekt ist nicht so groß, wie es sich manche gerne einreden würden auf Amazon. Und ich muss auch sagen, in dem Exit-Prozess an sich hat man auch dann schon, das ist ja so die harte Realität, so was bietet wirklich jemand am Ende dafür. Und es ging am Ende schon fast only um Zahlen. Also die Leute wollen halt Zahlen sehen und nicht irgendwie, oh, ich habe jetzt die tolle Brand und voll den geilen Insta-Account, sondern die wollen halt Numbers, Profit halt.
SPEAKER_00Würdest du sagen, dass das von der Art her so der sinnvolle Weg ist? Weil ich mache mich oft über so sehr viele von diesen Aggregatoren auch ein bisschen lustig, weil 90% von den Sachen, die man halt sieht, oder also bei mir sind es eigentlich alle Sachen, die man sieht, gehen immer bergab. Also ich sage mal so aktuell Amazon FBA sehr geil wieder, weil die ganzen geilen Brands wurden eigentlich aufgekauft oder sehr viele von Aggregatoren und die haben das eigentlich fast alles gegen die Wand gefahren. Jetzt sind Märkte nicht unbedingt so frei wie 2018, aber diese richtig starken Player sind so teilweise einfach weg.
SPEAKER_01Das stimmt, wir haben es ja auch vorhin von einem Produkt hier gehabt, das können wir jetzt nicht leaken leider. Aber da ist ja eigentlich die gleiche Situation, da gab es auch einen sehr dominanten Markt, der aufgekauft wurde, der jetzt halt nicht mehr dominant ist. Also hast du eigentlich recht, es ist wie so ein zweiter Gold Rush, wo auf einmal die Bestseller wieder abfallen halt die meisten, ja. Ja, also da ist ja allgemein bekannt, dass Operations technisch die da schon Probleme haben, auf jeden Fall.
SPEAKER_00Bei euch war das, wie hat sich Flipline so entwickelt? Oder was ihr besonders?
SPEAKER_01Ja, ich habe jetzt gar nicht den expliziten Einblick mehr, ehrlich gesagt. Man sieht natürlich schon von außen und man kriegt so in gewissen Abständen ein Reporting. Das hat sich eigentlich gut entwickelt, jetzt aber auch nicht kometenhaft. Also, obwohl ist es jetzt nicht so, dass wir das abgeben haben und dann so, oh, jetzt ist mega viel besser und mega viel schlechter ist eigentlich so auf Maintaining-Level quasi. Ja.
SPEAKER_00Okay. Cool. Vielleicht auch nochmal so eine Sache. Was würdest du so rückwirkend sagen, war auch beim Aufbau von der Brand bei euch so entscheidende Entscheidungen, sag ich mal, so Dinge, die ihr vielleicht anders gemacht habt als andere. Oder Sachen, wo du sagst, okay, da haben wir uns bewusst irgendwie gegenentschieden.
SPEAKER_01Ja. Ich bin immer ein großer Fan generell vom Thema Produkt, weil das wird halt oft so unter den Tisch gekehrt, ein bisschen bei den Amazon-Sellern. Generell bei E-Comm auch an sich. Also es geht halt irgendwie immer nur um Gebotsstrategien, Darn-Hack. Marketing, alles ist immer Marketing. Alles ist Marketing, genau, aber im Endeffekt, wenn du einfach ein, gut, wenn du nur ein gutes Produkt hast, hilft dir natürlich auch nicht weiter, weil Marketing ist einfach der Key. Aber du kannst nicht ein scheiß Produkt geil vom Marken und davon langfristig richtig gut profitieren. Deswegen, ich bin ein großer Fan davon, wirklich auch ein gutes Produkt zu machen, weil wenn du ein starkes Produkt hast, ist alles andere wirklich ein Kinderspiel. Also wenn du ein Produkt hast, wo du schon weißt, das ist faktisch besser als das, was auf dem Markt ist, dann weiß ich ja auch schon genau, wie ich das vermarkten kann. Dann weiß ich genau, wie mache ich meine Bilder. Dann weiß ich genau, mein PPC funktioniert viel besser, weil mein Produkt ist besser und ist auch noch besser dargestellt im Marketing. Und dann fällt dir einfach alles andere so ein bisschen in Schoß. Also ich bin ein großer Fan davon, wirklich viel in ein Produkt zu investieren. Aber auch da, gerade am Anfang, darf man sich natürlich nicht verrennen. Weil wir hatten es ja auch vorhin vom Thema Mold-Kost und Co. Da darf man da nicht den Fehler machen zu sagen, oh, ich mache jetzt das ultra innovative Produkt, das kein Proof of Concept hat und investiere da irgendwie 15k in den Mold direkt am Anfang. Das kann halt auch schnell in die Hose gehen. Aber das finde ich sehr, sehr wichtig und das sehe ich auch, dass wir das gemacht haben, viele andere Seller nicht, sich wirklich mal stark mit dem Produkt auseinandzusetzen, alle Competitor sich zu kaufen, alle Competitor mal in die Hand zu nehmen, jede Bewertung zu lesen, die es da draußen gibt, das ist ja kostenlos, weil so muss man denken, eine Bewertung zu lesen, das ist einfach ein bisschen Zeit. Und manche Leute fliegen da so drüber und sagen, ja, ich habe die erste Seite von den Bewertungen gelesen, das passt dann. Aber nee, also ich kann richtig reingrinden, richtig zum Geek werden für die Nische einfach. Und das zahlt sich nachher aus, meiner Ansicht nach.
SPEAKER_00Ich glaube, Zielgruppenanalyse ist eine der unterschätztesten Dinge überhaupt, gerade im FBA-Game. Ich glaube, so in diesem sonst D2C-Bereich ist das etwas populärer, aber wirklich die Zielgruppe, sich mal genau anzugucken, wer ist das, warum kaufen die, was sind deren wirkliche Painpoints. Und dann, das, was du gerade gesagt hast, ich habe da mal so gesagt, hey, stellt euch einfach vor, ihr würdet auf der Straße rumlaufen mit eurem Konkurrenzprodukt und eurem Produkt. Und ihr müsstet jemandem das einfach hinlegen, diese typischen, yo, was ist was, sozusagen, welches dieser beiden Produkte findet ihr besser? Und ihr müsst dafür sorgen, einfach, dass der Großteil der Leute einfach am Ende des Tages sagt, yo, euer Produkt ist das Bessere. Wenn ihr das habt, dann könnt ihr eigentlich, wenn ihr die restlichen Sachen einfach nur umsetzt und vernünftigen Prozessen folgt, kannst du das Ding halt vor allem auf Amazon gut vermarkten. Shop ist nochmal was anderes, weil da gibt es noch so ein paar andere Metriken. Da musst du erstmal die Leute für dich gewinnen, aber wenn du auf Amazon siehst, yo, da gibt es 20.000 Leute, die wollen Produkte kaufen, die suchen nach dem besten Angebot für sich. Wenn du halt produkttechnisch eins der besten Angebote hast, dann bist du schon mal sehr, sehr gut aufgestellt.
SPEAKER_01Ja. Und alles andere fällt einem halt leicht einfach. Und auch, ich finde das ganz wichtig, was du gerade gesagt hast, Kundenverständnis generell ist halt bei Amazon, wir sind sehr datenbasiert alle, wir Amazon-Seller. Wir gucken eigentlich nur auf Daten und wir wissen gar nicht so viel über Marketing, wie wir manchmal gerne hätten. Ich meine aus einer psychologischen Perspektive quasi. Weil da ist ja gerade, wenn du jetzt wirklich einfach eine D2C-Brand hast, musst du dir ja genau überlegen, welche Angles spreche ich meiner Ad an. Wie kann ich den Kunden abholen. Das ist ja bei uns nur im geringsten der Fall. So eigentlich hast du halt sechs Bilder plus ein Video und ein EBC und that's it halt. Und sich da mal wirklich hinzuhocken und weiterzubilden und in dem Bereich richtig gut zu werden, das kann wirklich den Unterschied machen auf Amazon auch.
SPEAKER_00Ich bin sowieso tatsächlich gar nicht so der Datentyp. Also bei manchen Sachen schon so, aber bei den meisten Dingen ist einfach so dieses Zielgruppenverstehen, Angebot, Zielgruppenfit zu erarbeiten, ist viel wertvoller als, boah, zum Beispiel, ich bin immer total gelangweilt von diesen, alles was mit Thema Keywords zu tun hat. Super wichtiges Thema bis zu einem gewissen Grad, aber kein dieses, weißt du, irgendwie, wenn du, ich erinnere mich noch damals immer an diese Helium-10 Videos, du verkaufst keine Produkte, du verkaufst Keywords und sowas. Kompletter Nonsens. Also es ist einfach, wenn du ein geiles Produkt hast, das gut vermarktet ist, du wirst automatisch in diesen ganzen Sachen gut sein.
SPEAKER_01Also das ist. Ansonsten würde ich auch noch sagen, weil deine Eingangsfrage war ja, was kann man anders machen und was unterscheidet einem? Ich finde, am Anfang hilft es natürlich einfach, wenn man in einem Coaching ist oder wenn man Leute hat, die auch FBA machen, natürlich erstmal das zu machen, was die tun, weil du hast ja gar keine Ahnung am Anfang. Also einfach mal kopieren ist schon eine gute Taktik, um am Anfang voranzukommen. Aber irgendwann, wenn du an einem gewissen Level bist, würde ich echt empfehlen, deine eigenen Wege zu gehen. Also zum Beispiel, was du ja auch machst mit deiner Personal-Band und mit Logistik und mit Software und Code, hast ja jetzt nicht unbedingt Blueprint bei irgendjemand gesehen, sondern es war einfach so deine eigene Intuition, dein eigener Move. Und da würde ich jedem dem Ratschlag geben, wer jetzt schon wirklich an einem fortgeschrittenen Level ist, macht eure eigenen Moves, geht eure eigenen Wege. Geht nicht zu dem Dienstleister, den jetzt schon 100 andere verwenden, sondern findet einen eigenen Weg und auch produktweise eben, macht nicht das, was alle schon gemacht haben. Aber das würde ich jetzt eher einem Fortgeschrittenen sagen und nicht einem Anfänger, weil das ist dann ein bisschen zu komplex, glaube ich.
SPEAKER_00Ich glaube, es kommt sehr tatsächlich auch auf die Thematik an. Ich würde sagen, was die Brand anbelangt, ja. In bestimmten Thematiken gibt es einfach Dinge, die funktionieren halt so all over. Und die würde ich, also zum Beispiel, das war zum Beispiel bei mir ein großer Punkt. Ich habe damals so, das erste Mal, wo ich so echt wirklich absurd viel Geld in Training ausgegeben habe, war so, ging gar nicht um thematische Sache, sondern wie werde ich Führungskraft, beziehungsweise wie stelle ich Mitarbeiter ein, wie läuft das? Weil ich hätte das, ich habe das so am Anfang gemacht und dann war das so, dann, also Adren hier war zum Beispiel einer der ersten Mitarbeiter, der macht bei uns so Finanzen und auch so viel Datencontrolling. Mittlerweile tatsächlich auch nur noch das, aber am Anfang war das dann so, der hat so alles gemacht. Ich dachte so, ich müsste jetzt so mich kopieren einfach, dass es mich zweimal gibt, wo ich halt total dran gescheitert bin, weil du findest aber nie wieder einen Menschen, der so ist wie du und das ist auch gar nicht Ziel der Sache. Und also ich persönlich bin immer der Meinung, dass es so wichtig ist, gerade bei einer Brand auch eigene Wege zu gehen, nicht nur irgendwie eine andere Brand nachzumachen. Natürlich, wenn man Sachen sieht, die halt gut funktionieren, kann man die ja von, also sich so die besten Sachen zusammenzusuchen. Da bin ich ein großer Fan von.
SPEAKER_01Ja. Weil natürlich jetzt irgendwie auf Kampf zu überlegen, ich muss dieses Rad neu erfinden und dann halt irgendwas zu machen, was der Markt gar nicht will oder geht es nicht mehr.
SPEAKER_00Wenn man eine Marketingstrategie noch nie irgendwo irgendwann ausprobiert hat.
SPEAKER_01Ja, also das ist halt dann schon sehr gefährlich teilweise.
SPEAKER_00Also du kannst es halt machen, wenn es nicht viel kostet oder so. Wir haben zwar schon mal überlegt, ob es, so das haben wir, das haben wir damals, aber wir haben es tatsächlich nicht gemacht, weil ich auch nicht wusste, wie aufwendig es ist. So, da dachte ich so, ey, wir müssen marketingtechnisch in jedes Produkt, wo dieses mit dieser Brandstory und sowas, da haben wir relativ früh angefangen, hey, ihr müsst euch selbst irgendwie zeigen, so ein bisschen Personal-Stuff reinbringen. Und dann habe ich gesagt, ihr müsst in eurer Stadt, sucht euch ein Geschäft, was irgendwie zu euch passt, und macht davor Bilder mit euren Produkten und shoppt einfach so die Store-Sachen raus und macht da eure eigenes Sache rein oder so. Und dann zum Beispiel so eine Fahrradwerkstatt oder sowas, ne? Und das sind zum Beispiel Sachen, das habe ich vorher noch nie, also keine Ahnung, vielleicht hat es schon mal irgendwo irgendwie jemand gemacht. Das würde ich sagen, ist so ein New Way, ich glaube, wir haben es am Ende nur mit Schublade aufgemacht. Irgendwie bei zwei, drei Leuten. was umgesetzt hat, auch ganz nice funktioniert, würde ich jetzt aber nicht unbedingt jedem jedem empfehlen. So weißt du, für manche ist es vielleicht nice, vielleicht gerade ein geiler Input gewesen von einem anderen und bei anderen Sachen ist es halt einfach.
SPEAKER_01Ja, ja, ja. Ja, also ich finde auch jetzt ganz konkret mal bezogen, wenn du zum Beispiel irgendwie an dem Punkt bist, wo du sagst, ich will jetzt einen PPC-Freelancer oder eine Agentur, geh vielleicht nicht dahin, wo schon deine 100 Kollegen sind, sondern such ein bisschen länger, such diesen Rohdiamanten, der noch besser ist, der nur nicht so viele Kunden hat und ist halt in jedem Bereich einfach, den du machst.
SPEAKER_00Vor allem, ja, also da würde ich dir total zustimmen, in vielen so Core-Bereichen, also gerade so kleinen Dingen, wo man sehr viel Expertise aufbauen kann, würde ich auch nie unbedingt zu einer riesigen Agency oder sowas gehen. Bei so allgemeinen Sachen wahrscheinlich eher, weil dann ist das mehr so, also Agencies, so ein Ding, das kommt immer drauf an, welches Thema bin ich sowieso nicht so der riesengroße Fan von. Aber zum Beispiel, keine Ahnung, du willst jetzt jemanden, der Google Ads macht, für deinen Amazon Store oder sowas. Gut, das ist in Deutschland noch relativ unprofitabel. In den USA zum Beispiel mega interessant, gibt mittlerweile sogar Tools, da kannst du es halt tracken, du kannst Retargeting auf Google machen. Du kriegst ja auch bei den USA, warum auch immer das in Deutschland noch nicht ist, diese 10% Feedback von Amazon. That's crazy. Das ist voll geil. Und du kannst sogar, es gibt sogar, du kannst sogar Retargeting machen auf Leute, die auf Amazon auf deinem Produkt waren. Das ist jetzt relativ neu, aber es ist trotzdem sehr nice und interessant. Und darauf zum Beispiel wirst du, wenn du jetzt zu so einer big Google Ads Agency gehst, die machen, die werden sich nicht auf diesen auf diesen Core point versteifen, weil je generalistischer etwas ist, desto weniger Expertise gibt es halt in diesen ganz spezifischen Punkten.
SPEAKER_01Voll, ja. Also die können es ja unmöglich so intensiv abbilden, wie du das gerne hättest oder wie du es dir vorstellst hast.
SPEAKER_00Das ist aber eigentlich erst in einer, also da muss man halt schon ein gewisses Level so erreichen.
SPEAKER_01Genau, das ist jetzt nichts, was man am Anfang macht.
SPEAKER_00Auf der Reise zu den ersten Millionen Umsatz wahrscheinlich ist relativ egal. Ja. Habt ihr viel mit Agency und Freelancern gemacht?
SPEAKER_01Auch sehr wenig. Also weil ich auch eigentlich grundsätzlich Fan bin, das In-house zu halten. Wir haben es auch so gemacht, also wir haben irgendwann ein PPC abgegeben, aber nicht irgendwie, weil wir keine Lust drauf hatten oder kein Verständnis, sondern wir hatten es eigentlich komplett geownt, haben einfach gesagt, aber okay, aber ab dem Punkt hier ist gerade nur noch Zeitaufwand quasi, das wöchentlich oder daily zu managen. Und dann haben wir uns quasi jemand gesucht, den wir aber auch sehr eng zu uns geholt haben. Nicht einfach quasi, du machst jetzt wie du willst und dann reden wir einmal im Monat, sondern wir haben halt gesagt, hey, wir wollen das so, mach es genau so und bitte mach es einfach für uns quasi. Und gibt natürlich noch dein Input hinzu. Und das funktioniert dann auch richtig gut, finde ich, ja. Also aber jetzt so komplett blind irgendwie eine Agency zu beauftragen, das ist schon problematisch. Da verbrennst du schon Kohle.
SPEAKER_00Ja, also ich finde persönlich, also auch Amazon und so PC-Agencies, in den meisten Fällen, auch wenn die teilweise trotzdem gute Arbeit machen, sind es einfach zu teuer und man könnte wahrscheinlich die gleiche Leistung durch entweder einen Mitarbeiter oder halt so eine Art Freelancer deutlich günstiger bekommen. Und du kannst heutzutage schon auch mit diversen Tools schon bis zu einem gewissen Grad hin auch, zumindest so die ganz stupid Facts, kannst du halt weg automatisieren.
SPEAKER_01Auf jeden Fall, ja. Was mir da einfällt, was ich dich mal fragen wollte, das ist jetzt vielleicht ein bisschen kontrovers, aber wir sind ja eigentlich schon beide so relativ lang jetzt in dem Amazon-Bereich am Start. Und man hat ja alles mitbekommen von es ist extrem Nische, bis zu jeder kennt eigentlich den Begriff FBA. Und es gab ja auch extrem viele Coaches und gibt es auch ja heute noch, quasi einfach dein Marktumfeld. Wie siehst du da dich positioniert im Vergleich zu den anderen und was hältst du euch von den anderen Sachen, die es am Markt gibt? Uh, jetzt könnte es eine sehr kontroverse Kontroverse.
SPEAKER_00Zu Leute kannst du auch rausschneiden. Also nee, wir sind ja so relativ offen. Also ich bin da immer jemand, dadurch, dass ich nicht alles selbst gemacht habe und selbst Experience habt, habe ich erstmal bevor ich loslege, so eine allgemeine Sache. Also ich kenne, wir haben viele Leute, die zu uns gekommen sind, die vorher bei anderen waren, mal wirklich upgefuckt waren, also wirklich abgrundtief waren, mal so gesagt haben, boah, it was okay, aber es hat mir nicht wirklich weitergeholfen. Ich glaube grundsätzlich erstmal, wenn man mit FPA startet, selbst wenn man wahrscheinlich nicht so das geilste oder den besten, das beste Training und Coaching holt, bringt es meistens trotzdem was, weil man zumindest in der Regel, wenn es halbwegs aktuell ist, so alle Steps mal sieht. Und die siehst du, also zum Beispiel haben wir so eine Schritt für Schritt-Leitung auf YouTube für zweieinhalb Stunden geht die. Und alle Leute, yo, damit kann ich ja FPA starten. Und ich habe gesagt, yo, das ist voll geil, du kriegst schon mal einen Überblick, aber selbst da hast du nicht jeden einzelnen Step drin. Es gibt aber so viele Sachen, die lernt man einfach erstmal im Prozess und auch erst im Prozess kommen Fragen auf, ist ja auch nicht nur so, dass nur Produktsuche oder so was relevant wäre. Ja, so honestly, ich werde tatsächlich, also ich kann, immer wenn ich irgendwelche Namen sage, kriege ich mal irgendwelche Abmahnungen, das habe ich schon relativ häufig hier gehabt. Ich finde, dass sehr viele Leute am Markt mich immer enttäuscht, weil ich bin jemand, ich bin da passionated drin. Also ich mir macht es wirklich sehr viel Spaß, diesen Markt und auch die Kunden so voranzutreiben und neue Dinge reinzubringen. Beispiel mal diese Testsie, die du überall jetzt auf Amazon siehst. Das habe ich vor anderthalb Jahren erfunden, weil ich immer gesagt habe, jemand muss das mal machen. Es kann nicht sein, dass wir alle nur ab und zu mal dieses Vergleich Org-Ding für 800 Euro im Jahr oder sowas kaufen, wo nicht mal irgendwie so eine Note oder sowas wirklich draufsteht. Und dann habe ich mal gesagt, hey, habt ihr nicht Bock, das zu machen? Auch bin ich sogar zur einen oder anderen größeren Agency und habe gesagt, ey, habt ihr nicht Bock, das zu machen? Das ist easy Money. Und es ist mega der Value. So, da habe ich es gemacht, 100 Millionen Leute kopieren das Ganze. Aber ich denke, jetzt ist schon wieder. Nee, also für diese Nische, für diese Branche habe ich so den, ich habe ganz Amazon damit so ein Stück geshiftet eigentlich. Ja. Zumindest aus Händlersicht, glaube ich, größtenteils im positiven Sinne.
SPEAKER_01Ja, true. Also das Siegel sieht man ja schon oft und wie du gesagt hast, da kamen auch dann einige andere noch dazu. Ja, ja. Davor gab es eigentlich nur Vergleich.org.
SPEAKER_00Ja, genau. Und dann halt, oder halt die Officials so, ne, irgendwie DekradIV oder so. Und mir fehlt so voll die Innovationsgabe bei vielen. Also mittlerweile gibt es echt viele, die uns einfach kopieren. Also wir haben auch mehrere offene, wie nennt sich das, Prozesse, wo Leute uns wirklich eins zu eins. Von den Inhalten her, meinst du? Von den Inhalten, wo Grafiken eins zu eins kopiert werden. So, weil wir schon sehr viel selbst auch gemacht haben, dadurch, dass ich auch schon relativ lange dabei bin, also sehr viele unserer Strategien sind wirklich basieren nicht auf irgendwas, was jetzt aus den USA kopiert ist oder sowas, sondern komplett vom System her selbst. Und wir machen halt gerne Modelle dafür. Und wenn du ein Modell halt kopierst, gut, in den meisten Fällen bin ich ganz ehrlich, du kannst es halt nur bis zu einem gewissen Grad schützen. Ich mache das auch meistens, um die Leute so ein bisschen einzuschüchtern. Aber haben wir sehr viele Sachen, ich bin dahingehend immer so ein bisschen enttäuscht. Ja, und am Ende des Tages, also honestly, so ein paar Leute sind halt da frei, da tun mir Leute immer leid, die da gekauft haben. Es gibt halt so diese berühmten Full-Service Agencies, das ist halt.
SPEAKER_01Oh, das ist katastrophal.
SPEAKER_00Das ist böse, also es ist einfach nur Betrug. Ist auch witzig, die Geschäftsführer und sowas, die sind manchmal so auf Messen, haben die immer so einen Stand und nie sind die selber da. Nie. Das ist total witzig. Die würden sonst Schläge bekommen. Ich glaube auch, ja. Krass. Ja, und sonst die Big Player von damals, also damals gab es eigentlich zu Lukas zum Beispiel, habe ich damals mal geschaut.
SPEAKER_01Ja, es war auf jeden Fall auch das erste, was ich mir reingezogen habe.
SPEAKER_00Also Lukas Videos habe ich damals geschaut und dann auch wer relativ lange schon da ist auch FBA bei Markus. Der macht ja zum Beispiel gar kein Coaching und Consulting, sondern der macht ja, ist jetzt ja bei Helium 10 sozusagen, da war ich auch nochmal im Podcast. Finde ich halt so ganz nice für Anfänger. Ich finde halt immer relativ interessant, dass viele tatsächlich selbst gar nicht FBA machen. Ich muss auch dazu, also, oder gar nicht mehr FBA machen und das aber auch teilweise seit mehreren Jahren. Also wenn du jetzt zum Beispiel, wenn du jetzt sagst, okay, ich bin gerade geexited, so alright ja, man hat trotzdem noch einen Bezug, aber nach einer gewissen Zeit verliert man so ein bisschen den Bezug und man sieht nicht so die ganzen Dinge, die jetzt gerade so aktuell auch neu sind und dadurch sind, glaube ich, viele Sachen auch einfach nicht mehr so gut. Oder die sind mir zum Beispiel, also ich habe zum Beispiel damals sogar mal, bei Ventures habe ich sogar mal angerufen, telefoniert, die haben damals, ich habe so gesagt, ey yo, bei dem Produkt, ich hätte mal Lust, das mit euch zusammenzumachen und zu sehen, wie ihr das macht. Weil ich war damals schon in anderen Trainings, ich habe mir in den USA was gekauft, das war gar keine Coaching, sonst war damals tatsächlich so das Founder-Team von Helium 10, bzw. deswegen, ich habe das auch 2018, Ende 2018, also das gab es noch gar nicht in Deutschland, da gab es nur in den USA und die haben es aber irgendwie schon in Deutschland gehabt, habe ich das schon genutzt, dadurch, dass ich halt da bei denen war, sozusagen. Und dann haben die damals, also das Feedback war damals, so das ist ein komplettes Trash-Produkt und es war eine sehr, sehr, sehr krasse Fehlanalyse. Also es war eine sehr krasse Fehlanalyse und dann dachte ich mir damals, okay, when die sagen es ist trash, dann macht es ja keinen Sinn, das mit denen zusammen zu machen. Wer weiß, wo die Reise sonst hingegangen wäre. But das Produkt tatsächlich mit einem unserer erfolgreichsten Produkte, das ist ein Six-Figure-Product im Monat auch überhaupt nicht. Also es ist sehr nice. Und dann dachte ich mir damals, okay, dann passt das doch nicht so gut zu mir. Also wie auch immer, ich glaube, die sind auch relativ wenig jetzt so aggressiv auch am Markt. Es gibt allgemein auch gar nicht. Also wir sind so gesehen, glaube ich, von den von den Teilnehmern, auch der Community, auch von dem Output, so eigentlich mehr oder weniger die größten. Ja, und es gibt halt immer noch relativ viele Leute, die sich dann halt entscheiden, weil wegen Alter zum Beispiel ist ein großer Punkt, warum Leute nicht zu uns kommen. Also es gibt ein paar Leute, die halt einfach älter sind, dann sagen sie seit 20 Jahren. Also immer wenn ich das höre, ich bin seit 20 Jahren im Online-Handel für mich ein komplett Red Flag. Jemand, der seit 20 Jahren im Online-Handel ist, ist meistens, also wenn du 20 Jahre im Online-Handel bist und du wärst richtig krass, Alter, wie fucking viele Stacks an Million Dollars. Du hättest, Stellfort, du hättest 2013, du wärst dann schon, du wärst 2013 schon 10 Jahre im Online-Handel gewesen, ey, irgendwann, du hättest Amazon, du hättest da 50, 100, 200 Millionen mitgemacht.
SPEAKER_01Hätte man schon was machen können, klar. Man weiß natürlich nicht, wie dann die Journey war so, aber ja.
SPEAKER_00Aber es ist, also wenn man sagt, so yo, ich bin seit 20 Jahren Experte oder sowas und hab halt meinen höchster Jahresumsatz waren so 2 Millionen oder sowas, dann sage ich so, okay. Weil zum Beispiel ich bin auch nicht, also wir haben auch so unser höchster Jahresumsatz war auch mit zwei Brands zusammen ganz knapp über 5 Millionen. Ja. Aber trotzdem, also ich habe halt auch andere Brands gesehen oder andere viele viele Insights so aus Sachen, die auch größer sind als das, aber ich mach's halt trotzdem jeden Tag so. Wir haben auch ein legitimes Team da drin aufgebaut. Ich glaube daraus können wir sehr viel ziehen und ich weiß nicht wie du das siehst, das würde mich auch mal interessieren, weil du warst ja auch in anderen Sachen drin. Der, also Innovation findet statt bei uns, zum Beispiel im Training, sehr groß über eine Wechselwirkung von Leuten, was dann aber auch systematisiert wird und ins Training reingebracht wird. Also Netzwerken ist mal geil, du kriegst immer Gold Nuggets, aber es fehlt manchmal so jemand gerade bei komplexen oder fortschrittleichen Themen, der dann hingeht und wirklich sozusagen so eine Art System, Prozess, wo du es so Schritt für Schritt aufbauen kannst. Beispiel jetzt einfach mal so E-Mail-Marketing für Amazon FBA. Hört sich erstmal geil an, jemand sagt dir das auf dem Event, du denkst dir, ja, könnte ich mir auch gut vorstellen. Und dann gehst du in die Umsetzung und denkst so, hm, okay, was soll ich jetzt überhaupt machen? Also das ist nice, das ist glaube ich, dass es gut funktionieren kann, ist glaube ich außer Frage, aber so, hey, okay, wie konkret setze ich das um? Zum Beispiel eine Sache an der arbeiten wir jetzt gerade. Aber das fehlt mir zum Beispiel bei sehr vielen, oder ich weiß, dass es bei sehr vielen nicht stattfindet.
SPEAKER_01Dass so nochmal das Wissen konsolidiert wird und quasi in System und Prozess gepresst wird, sozusagen. Ja, ja, das stimmt. Also ich glaube, wie gesagt, ich kenne jetzt auch nicht alles von innen, zum Beispiel euers kenne ich gar nicht von innen. Was ich prinzipiell auf jeden Fall gut finde und das habe ich auch hier bei dir im Office gesehen, dass du da richtig noch hinter deinen Brands dahinter stehst. Weil dieser klassische Weg, den man ja oft von außen sieht, ist so, ja, ich habe das irgendwann mal gemacht und jetzt bin ich halt das Gesicht dafür, aber eigentlich habe ich gar nichts damit zu tun. Und das ist, glaube ich, schon sehr viel wert, wenn man da noch am Zahn der Zeit ist. Weil selbst ich habe jetzt das gemerkt, bei mir ist jetzt neun Monate her und ich habe ja dann aber auch angefangen mit dem One-on-One-Mentoring quasi und da habe ich auch gesehen, das tut mir richtig gut, weil es kommen eigentlich Daily neue Themen auf oder zumindest Weekly, die du sonst einfach nicht mehr auf dem Schirm hast. Und wenn ich jetzt neu anfangen würde, ich würde natürlich schon schnell reinkommen, aber es gibt mindestens zehn Themen, die ich jetzt in der Zeit verpasst hätte, wenn ich jetzt komplett abgeschalten hätte. Und da tut sich halt ständig was und das am Ende kann den Unterschied machen, definitiv, ja.
SPEAKER_00Also es ist nicht so ein Markt, dass den man mal eben kurz so outhoppen kann und dann einfach wieder reinfragt, so ein Jahr später und sagt, ich habe es gesagt, das ist so wie Minecraft, das ist mein ideal Vergleich. So, hast du mal Minecraft gespielt? Ja. Was meinst du jetzt erzählt? Minecraft hat sich auch so, also ich habe das seit zehn Jahren nicht mehr gespielt, aber wenn du das jetzt spielen würdest, es gibt eine Million Sachen, auf die du gar nicht klarkommen würdest, weil es die noch gar nicht gibt, irgendwelche komische neuen Materialien, Baustoffe, Automatisierung, whatever. Ja, viel zu komplex. Genau, weißt du, so Computerspiele oder sowas sieht man das immer, die haben sich so krass weiterentwickelt und wenn du das jetzt, wenn du nicht das kontinuierlich gemacht hast, dann kommst du da gut, Computerspiele sind meist so gebaut, dass du wieder schnell reinkommst, aber ein Businessmodell ist nicht so gebaut. Ja. So, weil die sagen sich, ja, come on, also der Unternehmer wird es das schon irgendwie hinbekommen.
SPEAKER_01Ja, das stimmt. Und am Ende ist es ja auch die Summe der kleinen Teile auch bei Amazon. Also ich bin schon auch großer Fan davon zu sagen, hey, fokussier dich auf die Kernprozesse, renn jetzt nicht jedem Hack hinterher, so oh, da kann man nochmal ein anderes Badge reinmachen, ich muss es jetzt unbedingt tun. Aber am Ende ist schon natürlich die Summe von vielen Dingen, die richtig gemacht werden, damit es am Ende funktioniert. Wenn ein Teil davon halt nicht passt, dann ist halt direkt ja eine Frage dazu.
SPEAKER_00Erzähl ich oder eine Sache, die wir sehr oft sehen, ist so dieses 80-20-Prinzip, kennt ja, denke ich, jeder Pareto. Wie war das bei euch? Vielleicht fangen wir, weil du gerade mit den Hacks anfängst. Also es gibt so Leute, die versuchen, jeden Hack irgendwie zu integrieren. Und ich glaube, es gibt so manche Sachen, die sind vielleicht teilweise auch etwas aufwendiger, die haben aber wirklich einen Big Impact und andere, die haben weniger Big Impact. Jetzt die erste Frage: Be deiner Brand, wo ihr 5 Millionen Jahresumsatz gemacht habt, gab es irgendwie so ein, zwei, drei Produkte, die eigentlich Main Treiber waren für diesen gesamten Umsatz und die anderen, also die verhältnismäßig zu den anderen Produkten einfach alles in den Schatten gestellt haben.
SPEAKER_01Nicht so krass, wie man denkt tatsächlich. Also wurde ich auch schon mal gefragt. Es war schon relativ treppenartig. Also wir hatten dann irgendwie, wenn wir in unserem Bestmonat haben wir 600k gemacht quasi, dann hatten wir, glaube ich, unser Bestseller war dann 150k, dann ging es weiter mit 80k, dann ging es auf 50 und so eigentlich eine relativ straighte Treppe. Natürlich hast du dann schon deine Schwerpunkte so, aber es war jetzt nicht so, dass eins irgendwie 50% ausmacht. Also so verrückt war es dann nicht.
SPEAKER_00Nee, aber ich hatte es mir mal auf Fehlung gesehen, weil jetzt aktuell habt ihr, glaube ich, irgendwie ein Produkt, was irgendwie über 100k macht und die anderen sind irgendwo so bei 10K. Also schade. Ich sehe das relativ häufig, das so, was ja auch nicht, es ist überhaupt nicht negativ, aber es ist krass, dass du verstehen, teilweise sind Brands, die aus 10 Produkten bestehen, du könntest 8 Produkte cutten. Ja. Trotzdem macht es nicht unbedingt Sinn, die zu cutten. Die können ja trotzdem auch gewinnen und sowas produzieren, aber die zwei Produkte würden eigentlich zusammen schon sogar gestellt für Umsatz machen.
SPEAKER_01Da fällt mir auch dazu ein, das wollte ich auch noch sagen, weil du es vorhin erwähnt hast, dass du mal eine Produkteinschätzung dann bekommen hast, für ein Produkt, das eigentlich eine komplette Fehleinschätzung war. Meiner Ansicht nach, egal wie gut du bist als Seller, so die letzten, lass es, 30% sein, hast du einfach nicht in der Hand. Also du kannst es natürlich durch all die Techniken, durch all die Tools so gut wie möglich eingrenzen, durch all deine Erfahrungen, kannst du jeden überall die Checkmark setzen und sagen, das passt. Aber ob das jetzt wirklich am Ende boomt oder halt irgendwie da normal läuft quasi, das hast du nicht in der Hand.
SPEAKER_00Das ist so funny, dass du das sagst. Ich habe legit, das war so ungefähr vor einem Jahr. Da hatten wir so, wir haben so ein paar Tage mal im Training gehabt, die haben ja so Six-Figure-Products gelauncht. So, und ich war richtig, und wir haben das selber auch schon, ich habe es zweimal haben wir es auch schon gehabt oder also bei eigenen Produkten. Und ich war so richtig besessen davon, so diese Essenz hinter diesen Produkten zu verstehen. Weil ich gedacht habe, weiter, stell mir vor, wir machen nur noch solche Produkte. So, und im Grunde genommen ist die Erkenntnis, also ich habe da wirklich über anderthalb Monate wirklich besessen von dieser Idee, eine Produktsuche, Anleitung zu bauen, wie du nur noch diese Gold Nuggets bekommst. Nur sozusagen, ja genau, nicht nur Hits, sondern nur so die crazysten Hits. Also nur noch so die Sechser am Lotto. Und eigentlich bin ich darauf gekommen, dass es nicht möglich ist, das so zu definieren. Aber es ist relativ gut möglich, zu den 50 bis 60 Prozent der Ideen, die wahrscheinlich nicht funktionieren werden, die hier auszuschließen, ist eigentlich relativ einfach. Und dann haben wir so, wir haben so gesagt, okay, dann haben wir so noch, also 50, 60 Prozent der Ideen können wir relativ gut aussortieren. Wir haben halt eine relativ große Menge an Leuten, mit denen wir das auch testen können. Also wir machen immer Produktfeedback 1 zu 1 bei uns mit allen Kunden und geben halt für jede Produktidee, machen wir meistens so eine halbe Stunde, eine Stunde Call, wir machen nur so einen Analyse-Sheet und gehen das halt durch. So, und dann sozusagen diese 60%, die können wir sehr schnell ausschließen, das kriegt auch jeder relativ easy hin. Und dann so bei diesen 40 überbleibenden Prozent nochmal so zu schauen, okay, was sind vielleicht so die von denen 20% oder von denen 40 Prozent, sozusagen die 50%, also die Top 20%, wo es halt so die größten Erfolgswahrscheinlichkeiten bzw. auch das größte Potenzial am Ende des Tages gibt. Weil es ist echt unterschiedlich. Wir haben jetzt zum Beispiel gerade eine Kunde, die ist in einem Markt, der Markt war 80k groß, also sie haben ein Produkt reingelauncht und die machen jetzt selbst ungefähr 80k damit. Und der Markt hat sich halt verdoppelt, weil die hitten halt voll das Audience-Ding. Und das ist zum Beispiel eine Sache, die würdest du, wenn du fest nach Strategie vorgehst, kannst du gar nicht erwarten. Ja.
SPEAKER_01Also so die letzten paar Prozent, meiner Ansicht nach unmöglich. Wenn es jemand gecrackt hat, gerne melden. Aber ich glaube, das ist einfach so viel dann, dass da so viel zusammenkommen muss, da kannst du nicht 100% Trefferrate haben. Aber was man schon machen kann ist, also das, was floppt, kann man eigentlich dann nicht mehr vor quasi. Also wie du gesagt hast, es läuft halt normal gut, jetzt nicht überragend gut, aber good enough so. Und das kannst du schon hinbekommen, auf jeden Fall. Ich würde auch, weil du es vorhin gesagt hast, noch so, was ich empfehlen würde, wie kommt man gut voran, wenn man schon so im Business ist, quasi jetzt bei FBA. Bei ganz vielen Leuten, und das sehe ich auch, also aus eigener Erfahrung, sehe ich halt die Blockade, noch größere Nischen anzugreifen. Weil am Anfang war unser Ziel, okay, wir machen ein Produkt, das soll halt 10K Umsatz machen, bei 20% dB2 quasi, also 2K Gewinn. Das ist unsere Idee gewesen. Und dann haben wir halt irgendwann angefangen zu sagen, ja, jetzt lass doch mal was angreifen, was 50, 60K Umsatz macht. Turns out, es ist der selbe Aufwand. Du brauchst halt nur mehr Kapital, klar, aber vom Aufwand her ist es genau dasselbe. Und deswegen jetzt für die, die vielleicht schon zwischen 50 und 100k Monatsumsatz gerade hängen, nehmt euch einfach mal was Größeres vor, wenn ihr vom Kapital her stemmen könnt. Und das Ergebnis wird deutlich besser sein am Ende.
SPEAKER_00Ich sag tatsächlich sowieso fast immer, also das ist zum Beispiel eine Sache, absolut, also big niches sind auch teilweise für den Einstieg, es kommt immer auf die kommt, wie competitiv Niche ist, wenn du halt jetzt Supplements oder sowas machst. Boah.
SPEAKER_01Würde ich jetzt nicht als erstes Produkt machen.
SPEAKER_00Nee, wir haben tatsächlich einen Kunden, also wirklich, wir haben es einmal geschafft, aber jetzt kommt gerade der Paketrote rein. Kein Stress. Wir haben es einmal geschafft, dass ein Kunde wirklich zu uns gekommen ist und er hatte schon so die feste Überzeugung. Kann ich übrigens mal zum Probieren geben, es wirklich wild. Also du bist ja auch Fitness-affin, sieht zumindest so aus. Ja, schon. Und der hat legit, also ich kenne mich selber nicht so aus, aber wir haben auch einige Gym-Leute hier. Das ist legit das geilste vegane Proteinpulver, was ich jemals getrunken habe. Die sind meistens so ein bisschen sandig. Ja, genau, und es ist null sandig. Ich will jetzt nicht links hier Rezeptur oder sowas. Ich dachte am Anfang, da wäre so Schimmel drin oder sowas, aber es so richtig aus schmeckt sehr geil, ist sehr smooth und ich bin sonst auch so ein Geschmackslieb. Und das Ding wirklich, das auch als Produkt ist geil, deswegen sind da viele Leute jetzt in dieser Queue, weißt du, bei Amazon, die ordnen sich dann eine neue Verpackung alle 30, 60 Tage oder sowas. Und da ist es auch für diesen Markt echt geistergestellt, wie schnell das profitable war. Weil das ist normal. Und das ist auch, was small budget, eigentlich jetzt nicht irgendwie große Erfahrung in dem Bereich. Yeah.
SPEAKER_01Er ist mal out of stock gegangen, oder?
SPEAKER_00Yeah, yeah, yeah, mit denen geschmeckt. Das ist natürlich made in Germany etwas einfacher, aber es ist wirklich sehr nice. Cool. Dann, wenn du sonst keine gewussten Punkte hast, würde ich sagen, haben wir auf jeden Fall einiges an Input mitgenommen. Danke dir auf jeden Fall.
SPEAKER_01Sehr gerne. Hat Spaß gemacht.
SPEAKER_00Und dann hören wir uns wieder in der nächsten Woche am Montag beim ecommerce.de Podcast. Bis dahin weiterhin viel Erfolg, gute Umsätze, macht's gut. Ciao, ciao.