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Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#119 Mit diesen Amazon Tools arbeiten wir 2024
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In unserer heutigen Podcast-Folge geht es um die Zukunft des Amazon-Handels im Jahr 2024. Tim und ich diskutieren über die Entwicklung der Margen für Amazon-Verkäufer, die Rolle von Tools und Software sowie die sich verändernden Marktbedingungen. Hier sind einige der wichtigsten Punkte:
- Margenentwicklung: Trotz Herausforderungen wie Inflation und steigenden Logistikkosten war 2023 für viele unserer Teilnehmer ein gewinnstarkes Jahr. Für 2024 erwarten wir ähnliche Bedingungen, mit der Möglichkeit, dass Amazon seine Gebühren senkt, um wettbewerbsfähiger zu bleiben.
- Wichtige Tools und Software: Wir sprechen über die Bedeutung von Tools wie Helium 10 für die Produkt- und Keyword-Recherche. Wir diskutieren auch die Grenzen von Automatisierungstools, insbesondere im Bereich PPC (Pay-Per-Click).
- Automatisierung und Prozessoptimierung: Die Notwendigkeit, Kernprozesse wie Lagerbestands- und Cashflow-Planung zu automatisieren, wird betont. Wir sprechen über die Herausforderungen, die mit der Integration verschiedener Tools und Datenquellen verbunden sind.
- Künstliche Intelligenz (KI) im E-Commerce: KI wird zunehmend für die Zielgruppen- und Produktrecherche eingesetzt. Wir diskutieren das Potenzial von KI im Kundensupport und wie es die Effizienz steigern kann.
Willkommen beim e-commerce.de Podcast Den Unternehmerpodcast. Jeden Montag 16. Überall wo es Podcast geht.
SPEAKER_00Ganz recht herzlich willkommen zurück hier beim e-commerce.de Podcast. Tim und ich sind schon wieder bereit und wollen heute mit euch mal über 2024 sprechen. Also was wird sich dieses Jahr verändern für uns als Amazon-Händler? Wie werden sich die Margen entwickeln? Wir wollen da einfach mal drüber diskutieren. Plus natürlich auch, welche Tools, in welchen Ländern, welche Marktplätze, was sind neue Chancen, was kommt auf uns zu. Bleibt bis zum Ende dran. Viel Spaß mit der Folge. Bevor wir loslegen, an dieser Stelle ein kleiner Hinweis auf zwei richtig geile Events. Und zwar einmal für Anfänger, blutige Anfänger sogar und einmal für absolut fortgeschrittene und große, erfolgreiche Seller, die selbst auch in der Lage sind, Input zu vermitteln. Einmal veranstalten wir am 3. und 4. Februar die Sellercon in Köln in der Motorworld. Geile Location. 500, 600 Leute, keine Ahnung, ich weiß nicht genau, wie viele Leute kommen werden. Perfekte zwei Tage für ein Setup für dein eigenes FBA-Business. Wenn du damit starten möchtest, sollst du unbedingt nutzen. Es gibt so ein Event nirgendwo sonst. In der Intensität und in dem Preissegment vor allem. Also das ist coaching technisch, wenn Leute dafür teilweise wahrscheinlich tausende von Euros verlangen. Wir klären euch das Ding für 49 Euro brutto. What the fuck? Also holt euch ein Ticket, wenn ihr starten wollt. Und das zweite seller-society.de, unsere erste richtig Open Mastermind, in der wir eine Seller Society aufbauen werden in den nächsten Jahren, die im Grunde genommen ja fast so ein bisschen wie die Illuminaten über das Amazon und Amazon FBA Game herrschen werden. Und wer mal mindestens, also es ist das Allerunterste, mit dem du dich dort bewerben kannst, eine Million Jahresumsatz machst, dann bewirb dich dort gerne mal. Also das ist kein Verkaufs- oder Nötigungsgespräch oder sonst irgendwas, was dahinter ist. Entweder du hast dann Bock dabei zu sein oder nicht. Wir haben da eh nur eine ganz, ganz, ganz kleine Anzahl an Leuten. Wir werden nach Regjavik fliegen. Wir werden dort eine sehr geile Zeit haben, sehr viel gemeinsam erleben und lernen. Am Ende Februar, also ja, sollte man jetzt mit dabei sein, wird wahrscheinlich relativ schnell voll sein. Also in dem Sinne, let's go.
SPEAKER_01Let's go.
SPEAKER_00Wir wollen, wollen wir direkt mit dem Podcast starten?
SPEAKER_01Wir können direkt mit dem Podcast starten. Dann starten wir direkt mit dem Podcast. So, Herr Spielmeier, Blick in die Glaskugel, was denkst du? Wie werden sich unsere Margen als FBA-Steller dieses Jahr entwickeln?
SPEAKER_00Also, wir haben ja relativ spannende Jahre mit völlig unterschiedlichen Herausforderungen hinter uns. Also gerade so mit damals Pandemic Stuff war ja so, dass eigentlich in den meisten Fällen die Margen relativ gering seien oder hätten sein müssen, obwohl die Umsätze geistesgestört waren. Durch die hohen Logistikkosten, zumindest für Leute, die aus Fernost importiert haben. Danach, ja, Inflation, aber gleichzeitig irgendwie auch keine Inflation, Kaufkraft nimmt ab, so online. Schwierig. Ich würde sagen, 2023 war zumindest bei unseren Teilnehmern eher ein gewinnstarkes Jahr. Auch wenn das in vielen Bereichen im E-Commerce sicherlich nicht der Fall war. Aber auch bei einigen bei uns war es, glaube ich, relativ schwierig und wurde auch schwieriger, aber alles in einem war es brutal gut. Überraschend gut, also auch für mich, also hätte ich gar nicht unbedingt erwartet von dem Jahr. 2024, was kommt auf uns zu? Sicherlich steigende Logistikkosten in der Gesamtlogistik, also alles, was Dienstleistungen und so weiter und so fort belangt, wird einfach teurer. Vor allem in Deutschland. Also Energiekosten und und und. Was ich mir vorstellen könnte, was günstiger werden kann, das kann ich natürlich nicht versprechen, aber ich kann es mir vorstellen, sind Amazon-Gebühren. Weil Amazon auch natürlich checkt, hey, wir müssen möglichst günstig sein, um jetzt wachsen zu können weiterhin. Gerade auch mit anderen Plattformen wie Temo und sowas, könnte ich mir vorstellen, dass die vielleicht hingehen werden unter der einen oder anderen Kategorie, sie haben es, glaube ich, sogar schon in Kleidung gemacht, wirklich die Beteiligung sozusagen darunter schrauben und dadurch uns die Möglichkeit geben, als Heller günstiger anzubieten. Das ist natürlich das Ziel. Nicht, dass wir mehr Marge machen, sondern dass wir günstiger anbieten. Wie wir das umsetzen, ist uns natürlich überlassen. Am Ende des Tages weiß ich nicht, ob es unbedingt zu mehr Margen führen muss, ist es aber nicht unwahrscheinlich, dass es das tut. Zumindest gibt es uns mehr Kontrolle über die Kosten.
SPEAKER_01Das ist eine Sache. Was würdest du sagen in Bezug auf Marketingkosten? Doch Märkte, wo natürlich trotzdem mehr Konkurrenten auch reinkommen. Klar, es fliegen immer mal wieder welche raus, aber jetzt einfach nur mal bezogen auf Marketing.
SPEAKER_00Ich habe das Gefühl, auch 2023, wir sind auf so einer Art Plateau. Also es ist nicht mehr so wie noch ein, zwei Jahre davor, dass man das Gefühl hatte, die Nischen füllen sich mehr, sondern eher so, okay, wir sind schon auf einem hohen Level, mal geht jemand, mal kommt jemand. Das heißt, der Markt hat sich auch in der Hinsicht sehr weiterentwickelt und dementsprechend gehe ich persönlich nicht davon aus, dass die Marketingkosten so unglaublich stark weiter wachsen, wenn man ein gesundes, also eine gesunde Mischung hat. Nur Amazon PPC, definitiv. Weil Amazon ist so günstig, also Amazon PPC ist so ein Spottbillig, immer noch ein Verhalten ist zu Google, zu Facebook und Co. Das liegt, glaube ich, auch daran, dass viele große Companies keine Werbung auf Amazon machen. Ich weiß es aber nicht genau. Es kann auch sein, dass es nicht teurer wird, aber ich gehe sehr davon aus. Man muss halt mehr dann schauen, einfach, hey, wo kriege ich Free Traffic her? Und Free Traffic wird immer einfacher im Internet. Also egal, was euch Leute erzählen, organisch zu wachsen wird immer und immer und immer einfacher, gerade auch für Products und Brands.
SPEAKER_01Wenn man halt hier wieder diesen extra Step geht, weil viele Leute scheuen sich halt dann auch vor, irgendwelche Influencer-Vergleichsseiten oder andere Quellen, YouTube-Videos mal zu machen, weil jeder will diesen freien Traffic, aber keiner hat Bock, sich da irgendwie abends nochmal zwei, drei Stunden hinzusetzen und dann Leute reinzuschreiben.
SPEAKER_00Und das ist ein Fehler. Also man sollte das definitiv machen. Es ist eigentlich.
SPEAKER_01Es lohnt sich immer, es hat sich bisher immer rentiert, wenn du einfach mehr Arbeit reinsteckst.
SPEAKER_00In der Zeit, in der wir leben, nicht die Motivation zu besitzen, wirklich mal Gas zu geben in Social Media, ist fatal. Und auch dumm. Also bei manchen Produkten ist es ehrlicher zugegebenerweise etwas schwieriger, aber bei den wenigsten. Also fast überall kann man geilen Content createn und dadurch direkt mehr Kunden gewinnen, ohne dafür große Ausgaben zu haben. Okay.
SPEAKER_01Das heißt, du sagst margentechnisch.
SPEAKER_00Schwierig. Also ich würde sagen, margentechnisch, wir sind 2023 ja relativ gut gewesen. Ich würde sagen, einfach mal jetzt per se, es wird auf einem ähnlichen Level bleiben.
SPEAKER_01Mit trotzdem natürlich trotz Inflation, also jeder sagt immer Inflation, ja, Kaufkraft sinkt, aber das haben wir jetzt eigentlich nicht gesehen.
SPEAKER_00Auf Amazon eigentlich, weil Amazon verteilt sich ja und Amazon wächst, gewinnt in Marktanteile, deswegen kann man es halt schwierig sagen.
SPEAKER_01Alright, dann nächster Punkt. Wichtige Tools, Software. Vielleicht mal einfach als Aufhänger. Helium 10 kennt jeder. Was denkst du, haben wir letztes Jahr an Helium 10, an Affiliate bekommen durch alle Teilnehmer, die das nutzen? Ist ja auch einiges rumgekommen.
SPEAKER_00Boah, wie viel Geld haben wir von. Ich weiß das genau, wie viel wir bekommen. Du weißt es nicht. Deswegen frag ich dich. Was glaubst du? Also ich weiß genau, wir sind ja seit seitdem es Helium 10 in Deutschland gibt, Partner, wir haben das damals nach Deutschland integriert. Ich kenne auch die Geschäftsführer, auch den Bradley, der war zum Beispiel auch beim Fulltime Day bei uns mit am Start, hat da ein paar Strategies gesharrt mit unseren Klienten. Ich glaube, es sind 2023 so um die 200.000 gewesen, die wir von denen bekommen haben. 200.000 Dollar oder Euro, das weiß ich gar nicht, aber es ist ja mehr oder weniger dasselbe. Also ja, eigentlich ganz gut.
SPEAKER_01Darüber haben wir ausgerechnet, wenn wir 200.000 daran verdienen, werden sich unsere Kunden mindestens den gleichen Betrag gespart haben an 30 Rabatte, die sie halt bekommen haben. Ja, genau. Das ist ja das Geile eigentlich daran.
SPEAKER_00Plus, ich weiß gar nicht, das ist krass. Ich darf gar nicht, ob man da sagen darf, was man davon bekommt. Ich weiß auch gar nicht, ob das bei uns so abgerechnet wird wie bei anderen Affiliates, weil wir halt da sozusagen das promoted haben, bevor man da überhaupt Geld mit verdient hat. Ich habe das ja promoted nicht, um Geld mit zu verdienen, sondern weil wir das Tool halt selbst genutzt haben und auch teilweise immer noch nutzen. Aber auch da mit der Frage, muss man auch mal ganz ehrlich sagen, welche Tools werden denn 2024 interessant? Ich habe das schon vor eine, anderthalb Jahren gesagt, Helium 10 hat sich halt voll krass weiterentwickelt auf der einen Seite. Auf der anderen Seite aber auch ist es trotzdem irgendwie irrelevanter geworden, um ehrlich zu sein.
SPEAKER_01Helium 10 kann alles, aber eigentlich nutzt man nur 10% davon. Immer wieder die gleichen Tools.
SPEAKER_00Also wir nutzen es so. Und ich würde sagen, es gibt halt Tools, die haben immer einen gewissen Stärken und auch auf der anderen Seite Schwächen in anderen Bereichen. Helium 10 ist meiner Meinung nach so dieses X-Ray-Tool und Product Research Tool und auch Keyword-Tool, genau. Dafür nutzen wir es auch. Wir benutzen es jetzt zum Beispiel nicht für irgendwie, um Profits zu analysieren oder für PPC-Automations, wobei ich mir das auch mal ganz gerne angucken würde, wie die das oder was sie da konkret gemacht haben. Das Problem, da, da können wir direkt mal Tool-technisch springen. PPC-Tools, sage ich ja immer, absolut keine Empfehlung. PPC-Automatisierungstools und so weiter und so fort. Einfach, es ist so ähnlich wie Dropshipping. Du hast mal von 100 Leuten vielleicht einen, der, der sagt, boah, das ist super, weil es halt einfach Lucky irgendwie funktioniert hat. Warum auch immer. Alles, die Sterne und der Mond stand so gut zueinander, dass es einfach geklappt hat. Das ist in der Regel aber nicht der Fall. Und deswegen Finger weg davon, gerade weil die Dinger auch relativ teuer sind und einfach das Geld dann in direkt PBC sinnvoller investiert wäre. Was ist noch, also was sehr wichtig ist meiner Meinung nach mittlerweile, ist so Automatisierung von so Kernprozessen. Also ist, man muss solche Tools nicht nutzen, aber man kann sich mit den Tools Zeit sparen und die dann lieber so in gewinnbringende Sachen investieren. Also beispielsweise Lagerbestandsplanung, Cashflow-Planung.
SPEAKER_01Andere Sache, die ich auch ganz wichtig finde, die letzte Zeit einen enormen Aufschub genommen hat. Wir arbeiten ja in unseren Unternehmen extrem viel mit Prozessen. Und ich glaube, die wenigsten Leute, die irgendwie ein Unternehmen neu gründen oder schon länger am Start sind, haben wirklich Prozesse. Sich da irgendwie mal Beispiel, ich sage mal, Notion. Das ist wie so ein zweites Gehirn einfach. Wenn du das sinnvoll nutzt, wirklich, kannst du dir so viele Sachen sparen, weil wie oft kennst du das, dass du dein Hersteller braucht irgendwie eine Datei und die suchst du wieder aus 100.000 Schritten, die du eigentlich wieder in drei, vier Monaten nochmal machen musst, irgendwie sich wirklich ein komplettes Prozesssystem mit anderen Softwaren, Lagerbestandsplanung und so aufzubauen. Alles, was irgendwie mehr als zweimal gemacht werden muss, solltest du eigentlich automatisiert schon einen Prozess für haben.
SPEAKER_00Ein großes Problem mit Sicherheit ist bei vielen dieser Tools, zum Beispiel, jetzt sagen wir mal Lagerbestandsplanung. Wir nutzen zum Beispiel teilweise Seller Point, teilweise Ventury One. Das Problem von vielen Tools aktuell ist, dass es sehr kleine Tools sind. Also es gibt wirklich auch viele coole Anwendungen, die man so nutzen kann. Und das Problem ist aber, die Automatisierung geht immer nur zu einem gewissen Grad, weil es halt nur eine Fähigkeit hat und gleichzeitig viele wichtige Daten fehlen. Beispielsweise ist Lagerbestandsplanung das eine, musste aber eigentlich komplett direkt im Zusammenhang mit Cashflow-Planung gesehen werden. Plus eigentlich auch mit Profit-Planung. Denn Lagerbestandsplanung bedeutet oft gerade im E-Comm, wenn man stark wächst, okay, welches Produkt bestelle ich nach, denn ich habe vielleicht nicht genügend Kapital. Und dann muss eine Entscheidung eigentlich basierend getroffen werden auf Rentabilität, auf Ranking, auf Cashflow, wie wird sich man Cashflow entwickeln. Und dafür braucht man halt viele Daten. Das ist eine Sache, die wir versuchen, auch das sage ich ganz bewusst mit Seller Point abzubilden, ist nämlich nicht einfach. Es gibt auch aktuell, also ihr könnt gerne mal schreiben, wenn ihr ein Tool kennt, was da das wirklich kann. Ich kenne keins. Und wir sind halt dabei, viele Sachen zueinander zu führen. Zum Beispiel eine Sache, die ich glaube, die wird jetzt wahrscheinlich so im Verlauf des Q1 fertig werden, in der ersten Version, ist das Thema, ich möchte meine Hersteller und Orders tracken, gleichzeitig meine Lieferzeiten, Shippingpreise vergleichen. Und das Ganze mit Lagerbestandsplanung im 3PL und Amazon. Das heißt, ich will sozusagen wissen, wann bestelle ich bei meinem Hersteller welche exakte Menge an Produkten nach. Zum Beispiel, das ist eine Sache, die ich zum Beispiel, also Venture One ist zum Beispiel ein sehr cooles Tool, was zum Beispiel ein totaler Pain ist, ist, dass das Tool nicht checkt, wie viel Umkartons es können in einen 40-Fuß-Container. Also zum Beispiel ist eine Empfehlung, nur als Beispiel, eine Handlungsempfehlung wäre jetzt vielleicht von dem Tool, okay, bestell 334 Kartons, weil du 334 Kartons zusätzlich brauchst. Aber du könntest in einen Container 412 Kartons reinbringen und würdest minimal mehr vielleicht Versandkosten zahlen. Das Tool weiß es aber nicht und dementsprechend gibt es dir eine Empfehlung, die du eigentlich manuell anpassen musst und dadurch geht der Automatisierungsflow ein bisschen verloren.
SPEAKER_01Das ist so der Fehler an den Tools, oder was heißt Fehler? Das ist so das, was eigentlich fehlt bei den Tools. Dass es so ein bisschen für dich mitdenkt, noch nicht nur dir Daten liefert, sondern aus den Daten was interpretiert und die eigentlich diese Handlungsempfehlung gibt.
SPEAKER_00Genau, und zwar eine sehr konkrete Handlungsempfehlung. Und dann muss es ja gleichzeitig zum Beispiel auch noch wissen, also dass zum Beispiel eine Sache, die bauen wir jetzt halt gerade den Seller Point ein, dass wir die Herstellerkomponente dazu bauen und dass das Tool genau weiß, welche Produkte kommen von welchem Hersteller und können auch zum Beispiel zusammen von einem Hersteller benannt werden, weil viele Lagerbestandstools schauen auch immer nur auf SKU-Ebene und sagen dir dann, okay, SKU XY musst du so und so viel nachbestellen und dann hast du halt noch zwei Varianten, die beim gleichen Hersteller sind und dann würdest du sagen, okay, ist es nicht dann, aber die müssten erst in anderthalb Wochen nachbestellt werden. Dann ist es eigentlich sinnvoller zu sagen, okay, ich bestelle die auch jetzt mit in einer Order nach, weil ich muss auch irgendwie die Preise verhandeln mit meinem Hersteller und so weiter und so fort. Und das ist nicht einfach und das hat übrigens nichts mit AI zu tun, sondern es ist ein reines Wenn dann. Also es ist ein logisches System mit einfach ein komplexes logisches System, was an vielen verschiedenen Ecken und Enden hängt, die verschiedene Gewichtungen haben müssen. Und es ist nicht einfach. Also wir arbeiten auch an den Formen und sowas intern sehr, sehr, sehr mühselig. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Das wird auf jeden Fall, glaube ich, ein großer Punkt, das komplett zu automatisieren. Was cool ist, das testen wir gerade bei uns, also das ist noch nicht online, aber das testen wir gerade schon. Ist automatisierte Anlieferplanerstellung bei Amazon, basierend auf den Lagerkosten und Versandkosten von 3PL, aktuell natürlich nur basierend auf E-Commerce E-Logistics, kann man aber auch später andere einfügen und Amazon, das sozusagen das Tool selbst entscheidet, ob du FPM machst oder FPA und dann gleichzeitig einen Anlieferplan erstellt, den aber automatisch, also du kannst es halbautomatisch machen, dass du es abklickst, einfach nur Check, ja, will ich. Du kannst es komplett manuell dann anlegen, wenn du möchtest, oder du sagst, okay, ich mache vollautomatisch und in dem Moment, wo das passiert, wird es wirklich vollautomatisch für dich angelegt im Seller Central und die ganzen Daten und Etiketten werden automatisch in der Logistik, in das dortige, was auch immer die nutzen, dann, keine Ahnung, Central oder JTL oder whatever, eingefügt, dass du im Grunde wirklich, du musst nicht mal eine Mail schicken, du musst es nicht mal schauen, du siehst einfach nur im Dashboard, ah, ping, neue Benachrichtigung, okay, da läuft was. Das testen wir gerade, das wird auch jetzt früher oder später ready sein. Also da kommt, glaube ich, viel auf euch zu. Wir haben ja einige Probleme auch mit Cellar Point gehabt intern, weil es einfach echt nochmal eine Software zu entwickeln in dem Umfang ist schon nicht ganz einfach. Aber es ist halt cool zu sehen, dass es auch vorangeht und immer besser wird und es immer weniger Bugs und kleine Haker gibt und es sozusagen immer stimmiger läuft. AI?
SPEAKER_01Das war meine nächste Frage gewesen. Was denkst du, wie viel Einfluss oder welchen Einfluss hat künstliche Intelligenz oder AI? Jetzt gerade so in den E-Commerce dieses Jahr.
SPEAKER_00Also meine persönliche Einschätzung, 2024 jetzt zumindest, ist Kunden, also Zielgruppenrecherche und Produktrecherche sehr, sehr viel. Also sehr ist ja jetzt schon, benutzen wir jetzt schon viel, das ist wirklich Gold wert, viel über die Zielgruppe zu erfahren. Man kann halt AI über die Zielgruppe ausfragen. Und das ist jetzt zumindest aktuell funktioniert das sehr gut, meiner Meinung nach. Also man kann sehr viel schon jetzt herausbekommen. Das wird sicherlich noch ein Stückchen besser. Es kann übrigens auch mal sein, das habe ich neulich im Bericht gelesen, dass AI an einem bestimmten Punkt so extreme Probleme damit bekommt, dass es sich selbst halt feedet mit ihren eigenen Informationen, weil die baut ja meistens auf Informationen aus dem Internet auf. Wenn aber die AI selbst die Informationen im Internet schreibt, dann ist es halt irgendwann so eine Schleife, in der keine neuen Informationen dazukommen.
SPEAKER_01Ich könnte mir vorstellen, vielleicht eine Sache, die ja eventuell irgendwann gelöst werden könnte durch AI, ist so das Thema Kundensupport. Wenn du dafür eine geile Lösung findest, also es ist ja dieses Chatbotton und so ist ja sowieso schon, aber wenn dem Kunden das Gefühl geben kannst, ey, der spricht dir gerade wirklich mit einer natürlichen Person und die AI gibt dir dann vielleicht einfach nur noch eine Handlungsempfehlung wieder anhand diesem Chatverlauf, dass du dir nicht diese Zeitaufwand nehmen musst, um mit dem Kunden jetzt zehn Nachrichten zu schreiben, um herauszufinden, was rauskommt, sondern der Kunde hat das Gefühl, ey, ich rede gerade mit Thomas und die AI sagt dir, ey, schick mal dem Kunden einfach nur das Produkt oder das Teil.
SPEAKER_00Ja, das ist sehr geil. Das ist tatsächlich auch eine Sache, die wir eigentlich mal für Seller Point mit ein, weil wir bauen gerade auch ein Retourn-Tool, womit man die FBM-Retouren einfacher bestätigen handhaben kann. Das gleiche dann natürlich auch für die anderen angeschlossenen Marktplätze, keine Ahnung, wo ihr halt noch verkauft, Shopify, Kaufland, Otto, Ebay und und und. Und ich hatte mir nämlich gewünscht, das ist mit Amazon nicht so einfach mit der Integration, aber dass man den Support auch dort in einer Plattform für alle Sales-Channels lösen kann und dann auch von dort erstmal zumindest manuell, aber alles, was du manuell kannst, wirst du mit AI dann auch früher oder später können, triggern kannst. Also zum Beispiel sagen, hey, einfach Ersatzprodukt schicken, plus hier, wir haben ein paar vorgeschriebene Texte, die dann einfach eingefügt werden können. Das ist eigentlich eine sehr geile Sache.
SPEAKER_01Vor allem kannst du halt wieder anbinden, wenn du gerade dann irgendwie nach Bewertung eventuell fragst, dann wirst du natürlich nicht an Kunden irgendeine Karte zum Beispiel schicken, der eine schlechte Erfahrung gemacht hat, dass sowas direkt aussortiert wird in der Liste. Das sind ja alles Sachen, die du müsstest so theoretisch nicht mal manuell machen. So bietet sich ja an.
SPEAKER_00Dann, was ich mir vorstellen kann, was interessanter wird, werden die Amazon-internen Tools, also Product Opportunity Explorer und so eine Geschichte. Ich weiß aktuell nicht, wie sehr, weil ich, also meine Einstellung zu Tools ist ganz anders als die vom Rest des Marktes, würde ich sagen. Weil ich viel, viel, viel weniger diese extrem übertriebene Datenverliebtheit habe. Also dieses, yo, mein SQ, R, Whatever-Report, die Conversion von meiner Competition.
SPEAKER_01Aus den USA viel kommt, ne?
SPEAKER_00Ja, und aber auch mittlerweile in Deutschland viel. Also die Conversion von meinem Konkurrenten ist 0,0534 Prozentpunkte höher als meine. Was muss ich, und jetzt darauf basierend muss ich irgendwas machen. Okay, was bringt mir das? Okay, er hat auf seinem Hauptbild die Farbe Orange verwendet. Jetzt soll ich das vielleicht auch machen oder nicht. Alles nur Verwirrung. Am Ende des Tages zum Beispiel, das ist noch ein Tool, das ist viel interessanter als viele von diesen Deep Analytic-Tools, sind AB-Tests. Also entweder mit Amazon-Experimente oder auch das, also es soll jetzt keine Werbung hier sein, beziehungsweise doch vielleicht schon AB-Tests und Protokolle zu führen, was auch über SellerPoint möglich ist. Bei uns halt integriert im Tool, das heißt, man bezahlt dafür nicht extra was. Also keine Ahnung, wir sind ja aktuell noch in der Beta, deswegen, wenn ihr das mal testen wollt, dann schreibt mir gerne. Können wir mal gerne einen Termin machen und dann könnt ihr das testen, wenn ihr so, ich sag mal so 30.000, 40.000 Monatsumsatz solltet ihr mindestens machen, dann können wir das gerne mal testen. Und dort ist es sozusagen so, dass wir das Ziel haben, AB-Tests zu machen unter Berücksichtigung voller KPIs, was bei Amazon-Experimenten leider nicht möglich ist. Also du siehst zum Beispiel bei den Amazon-Experimenten nicht deinen Gewinn, weil den Amazeller Central kennt deinen Gewinn nicht. Das heißt, du optimierst am Ende des Tages immer auf meiner Meinung nach Soft KPIs, die nicht unbedingt. Also es kann zum Beispiel sein, dass du dein Adbudget herunterfährst und dadurch deine Conversion steigt, weil du nur noch klarere Suchergebnisse irgendwie organisch, auf organisch halt nur klarer von Kunden gefunden wirst. Dadurch deine Soft KPIs Conversion zum Beispiel steigt, du sagst, boah, geil, war voll die gute Sache. Aber am Ende ist dein Profit, vielleicht ist deine Marge sogar 1-2% geklettert, aber dein Profit insgesamt ist runtergegangen und dein ARI ist runtergegangen. Und diese Datenpunkte hast du halt in vielen Tools nicht und es ist auch, also du kannst es nur in einem Tool machen, was die komplette Kostenstruktur erfassen kann. Das ist ein riesiger Pain. Also das ist aber gerade auch im AB-Testing eine sehr wertvolle Sache. Also man kann nicht nur Produktbilder AB testen, sondern auch, hey, ich mach jetzt YouTube-Videos, ich mach Google Ads oder versus ich mach keine Google Ads, sowas kannst du halt, das kannst du halt nicht in Experimenten testen.
SPEAKER_01Weil du halt sozusagen so einen Standpunkt machen kannst. Protokolliert, okay, das ist vorher passiert, jetzt mache ich eine Änderung. In Amazon kannst du AB-Test, Hauptbild machen. Aber nicht, wie du sagst, ne? Okay, das Produkt lief gerade so, ich habe alle meine ganzen Daten. Jetzt habe ich ein YouTube-Video dazu gemacht. Ab hier. Das wäre der Vergleich. Das ist ziemlich geil, ja.
SPEAKER_00Ja, genau, und das ist auch relativ wichtig. Und das bedeutet auch AB, also nicht AB, A, B, A, B. Also das ist bei Experimente, switcht es ja die ganze Zeit. Das kannst du da natürlich dann nicht machen. Aber gut, das ist auch so, es ist so oder so nicht einfach, diese Tests zu machen, aber sehr, sehr interessant, wenn wir uns gucken, wie groß diese Industrie rund um Conversion-Optimierung im Bereich Online-Shop ist und wie klein im Bereich Amazon, ist es auf jeden Fall ein big reason, da wirklich mal deep reinzugehen. Da ist wäre eigentlich ein geiles Produkt auch von uns. Wir müssten mal jemanden finden. Also melde dich mal gerne bei mir. Wenn du selbst so ein Conversion-Optimierer, Marketer bist und Bock hast, in dem Bereich vielleicht mal eine kleine Auffahr zu machen für Amazon-Seller, da so ein kleines Agency-Ding aufzubauen, wo man wirklich hilft, so für größere Seller einfach Mikrooptimierung in der Conversion für Amazon. Das gibt es nämlich eigentlich gar nicht. Also ich kenne gerade, mir fällt niemand ein, der das macht.
SPEAKER_01Alright. Haben wir sonst noch irgendwas? Letzter Punkt vielleicht, Prime Days.
SPEAKER_00Oh ja, allgemein wird bigger, ne?
SPEAKER_01Also aus Erfahrungen her, letztes Jahr, wir dachten ja, Mai war schon krass, wir dachten Black Friday war krass und Weihnachten, aber das ist ja alles absolut in Rahmen gesprengt. Als den Jahren davor über jedem Event wird meiner Meinung nach dieses Jahr genauso gehen.
SPEAKER_00Also die Erwartungen auf jeden Fall getoppt, plus die Möglichkeiten werden halt immer größer. Ich glaube auch zum Beispiel bei sowas, dann sich darauf vorzubereiten. Viele machen einfach nur Offer, nur ein Angebot, aber mal hinzugehen.
SPEAKER_01Anderes Hauptbild, irgendein Banner, irgendwie vorher schon die Preise so anheben, dass du dann zu den Prime Days genau den Rabatt auch reinhauen kannst, wo du immer noch profitabel bist, anstatt das zu verplanen, weil es muss ja auch einen gewissen Zeitraum mal haben, das auf dem Schirm einfacher.
SPEAKER_00Richtig. Alright. Also in dem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen, der Podcast e-commerce.de hat euch gefallen. Wenn dem so ist, kommt zu unseren Events, meldet euch an, bucht ein kostenloses Erstgespräch www.icomas.de. Und dann hören wir uns nächste Woche wieder.
unknownBis dahin.