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#125 Auswandern in die Schweiz oder Dubai? Steuervorteile & Co Amazon FBA mit Hendrick Telepski
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Tauche ein in unsere neueste Podcastfolge und entdecke faszinierende Einblicke in die Welt des Auswanderns! Zusammen mit unserem heutigen Gast Hendrick Telepski diskutieren wir die Vor- und Nachteile eines Umzugs in die Schweiz oder nach Dubai, insbesondere im Hinblick auf die Steuervorteile. Sei dabei und erfahre, wie du deinen unternehmerischen Horizont erweitern kannst. Bereit für eine spannende Diskussion? Höre jetzt rein und entdecke, welche Option für dich am besten ist!
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SPEAKER_00Ganz richtig herzlich willkommen zurück hier beim ecommerce.de Podcast. Heute mit einem besonderen Gast, den Hendrik Extra aus der Schweiz, angereist Unternehmer, auch Steuerberater, gerade in diesem ganzen Amazon-Game sehr, sehr, sehr tief drin. Und wir sprechen heute einfach mal ein bisschen über die Zukunft von Amazon, vielleicht auch so ein bisschen über die Steuervorteile, die man so in der Schweiz hat. Und warum ganz heißes Thema. Ganz heißes Thema. Und warum du auch, du bist ja selbst Deutscher und du bist ja auch sozusagen in die Schweiz gegangen, warum du das vielleicht gemacht hast. Würde mich nämlich mal interessieren, weil ich habe auch schon mal darüber nachgedacht, so, nach meinem Sommerurlaub letztes Jahr. Also wird auf jeden Fall eine geile Folge. Viel Spaß. Alright, Hendrik, vielleicht stellst du dich einmal ganz kurz vor, erzählst kurz was über dich und dann legen wir los.
SPEAKER_01Sehr geil. Also ich bin der Hendrik Telewski, ich bin Steuerberater in der Schweiz, also in der Schweiz nennt man das Treuhänder. Das heißt, genau was machen wir? Wir machen halt so langweilige Sachen wie Buchhaltung und Jahresabschluss und Steuererklärung, aber wir machen auch ganz spannende Sachen, wie zum Beispiel auch betriebswirtschaftliche Beratung so ein bisschen, dass wir den Unternehmern so ein bisschen auch helfen, dass sie nicht nur die Steuersituation richtig aufstellen, sondern auch das Unternehmenswachstum maximieren, das Vermögenswachstum und dass das auch so gestaltet ist, dass du deine Freiheit nicht beraubst als Unternehmer oder Unternehmerin hier in der Schweiz. Das heißt, das ist mal von der Seite fachlich gesehen unser Fokus. Auf der anderen Seite haben wir auch einen sehr starken Fokus auf E-Commerce, also ungefähr die Hälfte unserer Kundschaft sind wirklich E-Commerce-Händler, die von der Schweiz aus verkaufen. Normalerweise in Deutschland auch, im Dachraum, aber auch in der ganzen EU teilweise gibt es natürlich auch Leute, auch in den USA und so weiter. Aber das ist, sage ich jetzt mal, unser großes Klientel. Wir betreuen auch Coaches und Berater oder Agenturen. Generell Leute, die digital arbeiten. Genau, wir sind auch sehr stark gewachsen innerhalb der letzten paar Jahre, wo wir eigentlich praktisch die schnellstwachsende Treuhandkanzlei in der gesamten Schweiz gewesen sind.
SPEAKER_00Das heißt, du hast richtig Insights so auch und siehst, ich sag mal so, beim Steuerberater, man sieht ja wirklich die Zahlen schwarz auf weiß, was sind Umsätze, was sind Gewinne und Co. Und gerade bei euch, ihr habt früher auch, habt ihr auch so einen Fokus nur auf Amazon gehabt, eine Zeit lang, oder?
SPEAKER_01Richtig, also wir haben damit angefangen eigentlich in dem Sinne, oder ich habe angefangen, ich habe so eine Stammkundschaft übernommen von dem Arbeitgeber, wo ich früher angestellt war, selber als Treuhänder. Da habe ich viereinhalb Jahre gearbeitet.
SPEAKER_00Der dreckige CRM-Export. An Spaß, Spaß, Spaß. Nee, das ist alles ganz sauber gelaufen.
SPEAKER_01Und ich habe auch ein super Verhältnis noch zu meinem früheren Chef und so weiter. Aber genau, richtig. Und da habe ich diese Kundschaft gehabt, aber dann habe ich auch gemerkt, da sind auch mehrere Leute dabei gewesen, weil ich habe lange Zeit ein großes Unternehmen betreut, das hat so Sensoren verkauft, erst in der Schweiz, so an Flughäfen und dann in Europa und so weiter. Und da muss ich mich schon sehr stark in diese ganzen Themen einarbeiten, so wie ist das Umsatzsteuertechnisch in Deutschland und so weiter. Und das ist ein Vorteil, den ich gehabt habe, weil dieses Unternehmen wurde dann für 70 Millionen verkauft, ist auch nichts Geheimnis oder so, das ist auch öffentlich einsehbar im Handelsregister. Und da habe ich halt wirklich stark mit Investoren zu tun gehabt und so. Und da habe ich auch wirklich gemerkt, dass ich dort sehr große Expertise aufgebaut habe in dem Prozess. Und da wurde ich eigentlich relativ schnell in den Amazon-Communities so ein bisschen, da hat sich rumgesprochen, so endlich ein Treuhänder, der sich darauf spezialisiert. Deswegen ist es eigentlich so automatisch entstanden. Und da habe ich eigentlich nicht viel gemacht. Ich habe einfach eine Website gemacht, weil ich habe gemerkt, was die Amazon-Händler interessiert und was für Fragen die stellen. Und dann habe ich nur eine Website gemacht, wo ich nur die typischen Fragen aufgelistet habe. Also wirklich super unsexy war das damals. Und dann habe ich so viele Anfragen bekommen, weil das natürlich genau die Keywords waren, die die Leute eingetragen haben. Und so ist es dann eigentlich relativ schnell, hat sich das dann so ausgebreitet.
SPEAKER_00Du bist ja selbst sozusagen, wo kommst du her in Deutschland?
SPEAKER_01Ich komme aus Bremen.
SPEAKER_00Aus Bremen, stimmt, ja, wir kommen ja aus derselben Ecke da oben. Und wie ist es, also wie bist du überhaupt dazu gekommen, also in die Schweiz zu gehen? Wusstest du schon, du wolltest dich selbstständig machen, irgendwie steuerlich oder einfach die Berge oder warum?
SPEAKER_01Es war tatsächlich so, also ich liebe Bremen. Bremen ist so eine schöne Stadt und ich bin aufgewachsen und alles dumm und dran. Aber es ist auch so gewesen, ich wollte woanders mal studieren und ich habe gedacht, ich würde gerne ins Ausland gehen, aber ich wollte jetzt nicht ins Ausland gehen, irgendwie nach Amerika oder Indien oder wie auch immer. Sondern ich wollte in ein Land, wo ich sprachlich jetzt nicht eine neue Sprache lernen muss, während ich gleich in den neuen Fachgebiet lerne. Das heißt, dann habe ich mich für die Schweiz entschieden, auch die Schweiz. War die Auswahl ja relativ begrenzt, oder? Genau. Und genau, da habe ich mich dann für die Schweiz entschieden, weil einfach, mir hat das irgendwie gefallen, die Schweiz hat so von den Werten, die die Leute dort haben, das hat irgendwie zu dem auch gepasst, wie ich selber ticke. Also auch so ein bisschen einfach, ich habe mich dort einfach wohlgefühlt. Brutal.
SPEAKER_00Ich habe es einfach wohl gefühlt und ja. Ich war im Sommer, in der, im letzten Sommer in der Schweiz und ich habe danach so, ein paar Leute haben mich gefragt, wie fandst du die Schweiz? Und ich habe gesagt, ich stelle mir Deutschland vor 20, 30 Jahren so vor, wie die Schweiz jetzt ist, so eine Gesellschaft, die so intakt wirkt einfach, wo die Leute mehr so gleich sind. Also ich glaube, das fand ich extrem geil bei der Schweiz, weil ich war in Zürich, war in das ganze Land durchgefahren, also wirklich überall. Also über die Berge, ein paar Wanderungen da gemacht und Gletscher angeguckt und im See schwimmen gewesen und und und. Also alles, was man so in der Schweiz halt macht. Es ist wunderschön, ne? Es ist wunderschön, es ist erstmal ein wunderschönes Land. Und die Leute sind überall sehr ähnlich. Du gehst durch die Stadt und du hast einen guten Vibe, so, weißt du, es ist weniger wie leider halt heute in vielen, gerade so Großstädten in Deutschland, zum Beispiel in Berlin, gehst du durch die Gegend, siehst halt jemanden, der ist halt vom Leben gezeichnet, sag ich mal, irgendwie ein Obdachloser. Oder du siehst halt, yo, der dicht auf der Parkbahn ist wahrscheinlich drogenabhängig oder sonstiges. Und gleichzeitig dann, also es ist mehr alles so beieinander. Und das finde ich, hat man, das hat mich auch, fand ich sehr cool.
SPEAKER_01Also die Schweizer würden dir widersprechen, es gibt da so ganz typische Konflikte. Meistens so zwischen Zürich und Bern, Basel. Da gibt es immer so gewisse Sachen, auch fußballtechnisch und so weiter. Aber das gehört jetzt im Schweizer auch dazu. Natürlich, genau. Das sind auch so mehr so Neckereien. Also genau, das sind das sind solche Themen. Aber ich gebe dir recht, es ist wirklich, vor allem in der Schweiz, du hast die deutschsprachige Schweiz, du hast aber auch den italienischen Teil, du hast den französischen Teil und noch den rätoromanischen Teil in dem Sinne.
SPEAKER_00Das war das Einzige, was ich total komisch fand. Also, ich wusste das natürlich vorher, dass es es gibt, aber das ist wirklich einfach, die können ja auch teilweise kein Deutsch sprechen. Zum Beispiel, dann denkst du, okay, nimm die Schweiz ja kein großes Land, warum zum Teufel habt ihr drei fucking Sprachen in eurem Land?
SPEAKER_01Und du musst dir überlegen, wie schaffen die das, dass sie trotzdem so zusammenhalten. Und das ist eben das, was du meinst. Also man merkt, man hat so mehr wirklich diesen Zusammenhalt so ein bisschen. Das ist definitiv der Fall, ja.
SPEAKER_00Okay, und ich sag mal so, basierend auf der aktuellen Situation, man könnte ja in Deutschland jetzt nicht nur als Unternehmer, sondern es ist ja so ein bisschen schlechte Stimmung. Meine persönliche View ist auch, es ist mehr schlechte Stimmung als tatsächlich, dass es schlecht ist. Aber zumindest ist die Stimmung schlecht und wir haben halt, keine Ahnung, steuerlich natürlich zum Beispiel, zumindest auf den ersten Blick, sieht es in der Schweiz viel schöner aus als in Deutschland. Also ich weiß nicht, ich glaube, wir haben in Deutschland jetzt auf einer GmbH zum Beispiel, zahle ich ja ungefähr so meine 30 Prozent. Was ist so ungefähr, ich glaube, in der Schweiz hängt es sehr auch davon ab, in welchem Kanton oder Bundesland man ist.
SPEAKER_01Genau, also hier, also in der Schweiz ist es so, dass du wirklich je nach Kanton, du wechselst einen Kanton von einem Kanton in den nächsten und du zahlst doppelt so viel Gewinnsteuer. Das kann tatsächlich passieren. Und deswegen gibt es auch viele Leute, die sich sehr viel Gedanken darüber machen, in welchen Kanton sie dann ihre Firma anmelden und so. Dann gibt es auch diejenigen, die einfach in einem anderen Kanton sind und irgendwo in dem Kanton eine Firma anmelden. Bitte nicht machen, weil das ist vor allem mit der Digitalisierung immer mehr heikler. Aber grundsätzlich, wenn du im Kanton Zug zum Beispiel eine Firma gründest, je nach Gemeinde dann gibt es dann auch nochmal Unterschiede, was den Steuersatz angeht, aber im Durchschnitt im Kanton Zug zum Beispiel zahlst du 11,85% Gewinnsteuer. Das musst du dir auf der Zunge zergehen lassen, weniger als die Hälfte natürlich, ja, im Vergleich zu den 30% in Deutschland. Und bei der Einkommensteuer ist es ähnlich. In der Schweiz ist das so, oder in Deutschland hast du auf der Einkommensteuer eben diese 60.000er, glaube ich, Grenze, wo du dann so den Spitzensteuersatz erreichst. Ich glaube, dann gibt es nochmal eine Reichensteuer oder so. Ich bin ja selber nicht, ich bin vorher nicht deutscher Steuerberater gewesen, deswegen. Ich habe nur Informationen von Steuerberaterkollegen, aber wenn ich es richtig verstehe, so mit 250.000 oder so, kommst du dann nochmal in diese Reichensteuer rein. Aber das heißt, die Steuersätze steigen bis zu 47%, glaube ich, oder irgendwie sowas. Ich will nichts Falsches sagen, aber irgendwo so um die 50% herum. Auf jeden Fall echt heftig, ja. Und in der Schweiz ist es so, wenn du, je nach Kanton, ist es so, das steigt viel, viel länger an. Also da machst du auch einen Unterschied, ob du 100.000 machst oder 400.000. Da hast du immer noch eine sehr große Spanne, wo das sehr stark ansteigt. Aber du hast eigentlich den höchst maximalen Steuersatz in einem Kanton, ist dann trotzdem 22%. Also du musst es mal vergleichen. Also auch um die Hälfte herum.
SPEAKER_00Und das trotzdem muss man ja auch sagen, ich sag mal, man zahlt ja immer Steuern, sage ich immer, ist wie Miete. Also Steuern ist für mich wie Miete zahlen in einem Land. Okay, ich lebe in diesem Land, gut, ich wurde auch hier geboren sozusagen und ich zahle halt zum Beispiel in Deutschland auch, ich bin auch bereit, Steuern zu zahlen und ich glaube, wir müssen nicht das günstigste oder das beste Steuerland sein. Wir sind halt ziemlich krass am, glaube ich, oberen Ende von dem Cap. Und bis vor, glaube ich, 10 Jahren hat das auch relativ wenig Leute so krass gestört oder 15 Jahren, weil du halt dafür ausgezeichnete Infrastruktur. Also zum Beispiel, dass man sagt, die hat mich in der Schweiz extrem genervt, dass du halt überall 60 oder 80 km/h schnell fahren darfst. Das ist wirklich, das hat mich extrem aufgeregt.
SPEAKER_01Es gibt so viele viele Memes übrigens, einfach, man sieht das auf Social Media die ganze Zeit, dass du irgendwie, du hörst, fährst super langsam und dann wirst du schon geblitzt. Es gibt ja keine Jana, dass du berühmter Comedian in der Schweiz, der meinte auch immer, pum, pum, pum, also dass du überall geblitzt wird.
SPEAKER_00Und es ist crazy, es ist crazy. Ich habe es tatsächlich geschafft, ich wurde nur einmal geblitzt. Es war nicht mal wirklich meine Schuld, denn ich wurde in dem Moment angerufen und habe dann deswegen das Schild übersehen, weil ich diesen scheiß Call gerade angenehmen muss. Dann halt schon mal ein Handy in der Hand. Aber das Gute war für einen Wagen, der nicht auf mich ist. Das heißt, ich hoffe mal, dass ich das an ignorieren kann. Auf jeden Fall, ähm, nee, auf jeden Fall so, weißt du, du hast ja auch in Deutschland viele Sachen, die geboten werden. Du hast keine Ahnung, Krankensystem und so, alles tipptopp. Und jetzt so in den letzten Jahren ist es halt so ein bisschen negativer geworden. Und ich glaube, deswegen hat man so das Gefühl, okay, ich zahle zu viel Miete. Und deswegen will man auch nicht mehr so viel zahlen. Und das ist natürlich in einem Land wie in der Schweiz extrem geil, weil da hast du glaube ich eine sehr gute Preis-Leistung, weil du hast ja auch ein sehr sicheres Land. Definitiv, ja. Wahrscheinlich deutlich sicherer zum Beispiel als Deutschland, würde ich jetzt mal einfach pauschal denken. Und ja, gesellschaftlich auch wahrscheinlich großartiges Gesundheitssystem. Ich weiß es jetzt nicht, ich kenne mich jetzt nicht so gut aus, aber ich gehe mal davon aus, dass diese ganzen Sachen in der Schweiz auch mindestens so sind wie in Deutschland. Absolut, absolut. Und du zahlst halt aber weniger Miete so. Und dann fragst du dich, okay, woran liegt das? Wir haben wahrscheinlich, ne, also wer ist dafür verantwortlich, dass wir mehr als das Doppelte zahlen müssen, wie jemand, der in der Schweiz zahlen ist. Also du machst jetzt mietechnisch? Also Miettechnisch, nee ich meine Miete sozusagen steuern. Also wie kann es sein, dass es sozusagen das Land in der Lage ist, fast das Gleiche oder sogar vielleicht sogar an einer oder anderen Sache noch was Besseres zu geben, als es in Deutschland der Fall ist, mit der Hälfte des Geldes?
SPEAKER_01Ja, also ich meine, am Ende des Tages ist es ja so wie Unternehmertum, ja. Am Ende des Tages ist es immer die Sache der Effizienz der Prozesse und so weiter. Aber ich hätte jetzt, es ist so komplex das Thema, ja. Es ist zu komplex, auch teilweise politisch bin ich da nicht so tief im Detail jetzt auch, was Deutschland angeht und so weiter, deswegen kann ich es ja auch nicht abschließend sagen, aber ich. Also bevor wir es lange ausführen, unterm Strich sind die Grünen wahrscheinlich schuld. Nein, das ist ein Spaß, alles gut. Also auf jeden Fall, das Ding ist, auf jeden Fall, denke ich, ist das ein wichtiger Punkt. Man merkt auch zum Beispiel jetzt auf steuerlicher Ebene, vielleicht kann ich das dahingeh beantworten, weil auf steuerlicher Ebene ist es so, in Deutschland ist die Gesetzeslage weitaus komplizierter. Da gibt es so viele Untergesetze und ein Gesetz verweist auf das andere und so weiter. Ich will nicht sagen, dass es steuerlich jetzt voll simpel ist in der Schweiz, ja. Aber zum Beispiel die Steuerverwaltung, die kann auch jederzeit einfach sagen, hey, nee, das passt uns nicht, das sieht aus nach einem Steuerkonstrukt aus, deswegen akzeptieren wir die Steuer nicht. Das ist viel mehr, Gesetze natürlich sind eine wichtige Grundlage, aber in der Schweiz gibt es auch oft so ein Miteinander auch. Also da ist es auch viel mehr, dass du mit der Steuerverwaltung, ja wenn die Steuerverwaltung nicht akzeptiert, dann macht man eine Einsprache und oder man nimmt auch mal das Telefon in die Hand und so. Also ich denke, sehr viel, es hängt auch damit zusammen, wie komplex die Gesetze sind und der gesamte Apparat einfach insgesamt, ne? Dass das wahrscheinlich Bürokratie sehr viel Geld in Deutschland ist. Richtig, genau.
SPEAKER_00Also ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, ja. Okay, bekommt ihr viele Anfragen so für das Thema, hey, ich bin jetzt vielleicht in Deutschland oder auch in Österreich und ich möchte gerne in die Schweiz. Also ich möchte mein Unternehmen zumindest in die Schweiz verlagern.
SPEAKER_01Also tatsächlich habe ich jetzt in den letzten Jahren gemerkt, dass es massiv zugenommen hat. Und wir haben ab und zu mal mit auch anderen Steuerberatern in Deutschland Content generiert und plötzlich wurden wir überflutet mit Anfragen. Und es ist grundsätzlich so, dass vor allem immer mehr Unternehmer natürlich wirklich das in Betracht ziehen, in die Schweiz auszuwandern. Da gibt es aber sehr komplexe Themen, die auf deutscher Seite erstmal geregelt werden müssen. Thema Werkzugsbesteuerung zum Beispiel, da hat der deutsche Staat, ich will nicht sagen, dass der deutsche Staat dort sneaky war, aber es ist tatsächlich so gewesen, dass über die Jahre dann immer mehr der deutsche Staat gewisse Regeln gesetzt hat, was die Werkzugsbesteuerung angeht. Das heißt, so ein bisschen nach dem Modell, so hey, wie, kaufst du einen Frosch in dem Sinne, in dem du den erstmal ins Wasser reintust und dann langsam die Temperatur aufdrehst. Ich will dem deutschen Staat das nicht vorwerfen, aber es ist nicht so gut.
SPEAKER_00Weißt du, wer das die Werkzeugsbesteuerung erfunden hat? Das weiß ich gerade nicht. Also NS-Zeit, Hitler und Co. sozusagen. Ist es damals, okay. Die haben das damals entwickelt, damit die Unternehmen nicht wegziehen sozusagen am Anfang, also vor dem Krieg noch. Und die sozusagen im Land zu halten. Ist an sich natürlich nicht gewusst. An sich natürlich, ich glaube, es gibt es auch nicht in vielen Ländern. Also es gibt nicht in allen Ländern eine Wegzugsbesteuerung. Ist natürlich an sich, ich meine, in Deutschland in so einem Hochsteuerland, gerade wenn wir mit Blick auf die Zukunft sind, wahrscheinlich aus Landessicht, gleich für den Unternehmer ist es scheiße, aber aus Landessicht ist es wahrscheinlich gar nicht so stupid.
SPEAKER_01Ich denke auch, weil gerade der Unterschied zwischen Deutschland und Schweiz ist halt einfach markant, aber natürlich klar auch so Themen wie Duban und Malta und so weiter. Ja, genau.
SPEAKER_00Aber ich glaube, ich glaube, dass der Vorteil, den die Schweiz halt hat gegenüber zum Beispiel sowas wie Dubai oder Malta, ist halt, Punkt 1, es ist halt ein Land wie Deutschland. Also es ist, es funktioniert alles, es sind Infrastruktur, die Menschen sind ähnlich, die sprechen auch Deutsch. Es ist ein Nachbarland, das heißt, also du bist super schnell A nach B, das Klima und alles ist ähnlich. Weil das ist zum Beispiel ein Punkt, ich werde das auch zum Beispiel selbst super oft gefragt, yo, warum gehst du nicht nach Dubai? Auch jetzt nicht nur mit E-Con, sondern auch mit Coaching und den ganzen anderen Sachen, weil wir zahlen auch echt viel Steuern in Deutschland. Und das Ding ist so, ja, teilweise unternehmenstechnisch, wenn ich jetzt keine Wegzugsbeschreibung hätte und es wäre super einfach, würde ich es vielleicht sogar, keine Ahnung, in Erwägung ziehen. Aber ich hätte zum Beispiel überhaupt keine Lust, also null Prozent könnte ich mir vorstellen, in der Wüste zu wohnen. Egal wie geil die Leute da sind oder die Stadt ist, ich fahre super gerne am Wochenende in den Wald, auch im Winter. Ich bin draußen, keine Ahnung, das ist so dieser, ich liebe das total. Das hätte ich in der Schweiz auch. Habe ich natürlich zum Beispiel in Malta oder in Dubai, habe ich andere Sachen, aber das würde ich total vermissen. Lieber Urlaub mache ich hier leben.
SPEAKER_01Ja, von 40 Grad, ja klar, also ich mag es auch gerne warm, aber es wäre mir da teilweise auch zu heiß. Und ja, das ist halt immer das Thema. Wir haben vorhin auch, habe ich kurz erwähnt, also wir unterstützen unsere Unternehmer auch oftmals nicht nur in der steuerlichen Sache, sondern eben die betriebswirtschaftliche Seite wird immer wieder vergessen. Und wenn du nach Dubai gehst, ich meine allgemein, es gibt, ich will nicht sagen, dass es da nicht seriöse Leute gibt. Auf jeden Fall gibt es auch seriöse Leute. Und da gibt es auch viele sehr bekannte Unternehmer und so weiter. Aber am Ende des Tages muss man einfach verstehen, dass wenn du von Dubai aus Geschäfte betreibst, dann gibt es, es gibt viele Leute, die das eben machen, damit sie eben Steuern sparen können oder umgehen können oder solche Geschichten. Das heißt, du hast einen ganz anderen Ruf. Also wenn man das vergleicht vor allem mit dem Schweizer Ruf, die Schweiz, es gibt aus meiner Sicht keinen besseren Ruf als die Schweiz, was die Qualität angeht und Seriosität. Also du hast halt wirklich diese zwei Welten, wo du dich dann wirklich fragen musst, hey okay, steuerlich optimiere ich jetzt was, aber dann eigentlich betriebswirtschaftlich oder wenn es um einen Unternehmenserfolg geht, dann habe ich eigentlich einen Nachteil gegenüber Deutschland oder ich hätte einen riesen Vorteil, wenn ich in die Schweiz gehen würde.
SPEAKER_00Also dieses deutsche Marke zum Beispiel, oder auch gerade wenn man, also dieses, oder made in Switzerland, gut, das kannst du trotzdem machen, das Made in, aber dieses, hey, wir sind ein kleines Unternehmen, was ja im E-Com relativ verbreitet ist, dass du dich sozusagen auch so positionierst und dann gehst du halt aufs Impressum und da kriegst du Hate. Also wenn du das trotzdem, du kannst es natürlich trotzdem machen, aber du kriegst dann Hate, wenn du siehst im Impressum Dubai Street X irgendwie sowas.
SPEAKER_01Da muss man auch solche Sachen berücksichtigen, auch Anfälligkeit für irgendwie, wenn du mal vielleicht irgendwie einen Fehler machst oder so als Unternehmer und plötzlich kriegst du irgendeinen Shitstorm oder so, ja. Wenn da jetzt Dubai auch noch im Impressum steht, dann hilft dir das nicht in solchen Situationen. Und wenn jetzt da ein Reporter ist oder ein Journalist oder irgendwie sowas, das macht einfach die perfekte Story. Das runde das ab. Also das sind, es gibt so viele Orte in der Zeit und er ist in Dubai gekommen. Das ist schon ein Arschloch und es ist in Dubai. Das vergessen die Leute. Also das heißt, dahingehend ist das definitiv sehr interessant.
SPEAKER_00Und die 11,8% hören sich verkraftbar an, meiner Meinung nach. Vor allem in Dubai haben die Leute jetzt ja auch 8% oder so eingeführt.
SPEAKER_01Das ist auch das Thema. Man weiß ja auch nicht, wie das langfristig dann in Dubai aussehen wird. Also das ist sicher der erste Schritt, aber man sieht ja schon, in welche Richtung das geht. Das heißt, in Zukunft kann es ja auch sein, ich weiß nicht, was da geplant ist. Ich habe mich da auch jetzt nicht im Detail beschäftigt. Der eine oder andere wird jetzt vielleicht als Kommentar hier drunter schreiben, nee, aber in Dubai haben die das und das vor. Aber grundsätzlich, ja, man sieht ja, in welche Richtung es gibt.
SPEAKER_00Es ist ein sehr cooles Konstrukt. Also was Dubai ist, ist eigentlich ein Unternehmen und da hast einen Geschäftsführer und der macht dieses Produkt. Dubai ist ein Produkt, baut er auf. Der schaltet Ads weltweit, der sponsort Influencer, der macht Social Media Marketing sozusagen für dieses Konstrukt Dubai, um das größer zu machen, um sich langfristig das ja das Ziel unabhängiger zu machen von Öl, der sucht Investoren und und und. Also ganz klassisches Unternehmen, was im Grunde genommen dort aufgebaut wird, auf einem riesigen Scale. Sehr interessante Sichtweise, ja. Und irgendwann fängst du an, Cash rauszuziehen, indem du sagst, wir nehmen jetzt Steuern, also ist ja klar, also wenn das, ich sag mal so, die denken ja auch auf, das sind ja keine Vollidioten, die sind super smarte Leute. Natürlich. Und ich sag mal, irgendwann entdeckt man, ey, warte mal, wir können 15% von allem, was hier an Geldtransaktionen läuft, einsammeln. Hallo, let's make it happen. Also natürlich machen die das irgendwann. Aber die Frage ist halt, wann, wenn, wie groß willst du es wachsen lassen? Weil dann willst du auch, dann ist es irgendwann so cool, dass du da lebst und dich heimisch fühlst und dann dort auch fein damit bist, 15%. Warum auch nicht? Ich meine, das ist ja auch in Ordnung.
SPEAKER_01Es ist super spannend, wo du gesagt hast, es ist wie ein Unternehmen. Ich meine, eigentlich so gesehen haben die ein Freemium-Produkt rausgebracht, in dem sie erstmal gesagt haben, ja, keine Steuern. Und jetzt erhöhen sie sozusagen den Preis. Also das ist so.
SPEAKER_00Die holen die Vents dahin und und und. Das liegt ja, das ist alles Marketing, das ist total brilliant. Auf einer ganz anderen Ebene. Also zum Beispiel, Dubai als Unternehmen ist wahrscheinlich größer als Apple oder sowas. Ich weiß es nicht genau, aber, oder es kommt auf eine ähnliche Grund von dem, was da an Potential drin steckt. Und irgendjemand owned halt, oder irgendwie zwei, drei, vier Familien wahrscheinlich ownest. Und ja, super smart. Also, glaube ich, auch jetzt, was die dann, zum Beispiel dieses Neum oder so, ne, in Saudi-Arabien mit der Stadt, wer wird da hinziehen? Das zieht Leute an, Innovationsmenschen, Leute, die was aufbauen wollen. Das ist einfach, das ist faszinierender, wenn, äh, ich weiß nicht, ob die es schaffen, so viele Leute dahin zu bekommen, aber sonst zahlen sie halt für eine Zeit lang und irgendwann kommt das Geld zurück. Ja, das ist auch ein Investment. Ja, absolut. Okay, und vielleicht jetzt nochmal so, also du hast gesagt, es kommen mehr Anfragen, das ist ja nicht euer Themenbereich, also bevor sich, oder können die Leute sich bei euch melden, wenn die sowas machen wollen, oder ist es nicht so?
SPEAKER_01Also ist es halt folgendermaßen. Aktuell ist es so, dass wir nicht helfen bei dem ganzen Umzug, weil das sind so komplexe Themen und oft ist es viel zu früh, wenn die Leute dann sofort zu uns kommen. Ich weiß, die Leute wollen das immer koordinieren, ja, ich möchte jetzt mit dem deutschen Steuerberater reden, mit dem Schweizerischen und dann würde ich es koordinieren und vorbereiten und so. Das Problem ist halt, dass es meistens zu weit weg ist, aktuell auch nicht anbieten, weil die meisten Themen müssen wirklich auf deutsche Seite geklärt werden. Das heißt, wir starten normalerweise, wenn die Person wirklich komplett umgezogen ist in die Schweiz, dass wir dann unterstützen, okay, wenn du wirklich den vollständigen Lebensmittelpunkt in der Schweiz hast, deine Firma da hast und nicht noch irgendwie große, komplexe Situationen im Ausland hast, dann ergibt das Sinn, wo wir dann übernehmen. Und für die Zwischenschritte haben wir jetzt zum Beispiel auch Partner, die da auch, sag ich jetzt mal, in Deutschland auf deutscher Seite da diese Situation mit der Wachstumsbesteuerung und so weiter regeln. Aber das ist normalerweise erst starten wir, wenn die Personen wirklich komplett in der Schweiz sind, sozusagen.
SPEAKER_00Okay, also man muss dann sollte auch in der Schweiz leben, um das Ganze zu machen.
SPEAKER_01Richtig, weil wenn du es nicht machst, dann ist es teilweise auch sehr kompliziert, wenn du dann noch eine Firma hast in Deutschland. Und du zahlst ja auch in Deutschland Einkommensteuer.
SPEAKER_00Also klar, das Unternehmen selbst erstmal ist natürlich weniger, aber du zahlst in Deutschland Einkommensteuer. Und hast du so einen Punkt, weil ich glaube, das ist einer der Probleme, viel zu viele Leute. Machen sich viel zu früh Gedanken darüber. Also, bevor man sich über Steueroptimierung Gedanken macht, sollte man erstmal, ich sag mal, keine Ahnung, eine Million oder so mal gemacht haben. Mindestens, glaube ich. Ich glaube, vorher macht es gar keinen Sinn, dann zu gucken, okay, das ist ja ein totales, total bescheuertes Mindset zu sagen, okay, wie kann ich 20.000 Euro Steuern sparen, statt sich erstmal zu fragen, wie kann ich 500.000 mehr Gewinn machen. Und es hat wahrscheinlich den ähnlichen Aufwand erstmal ab einem gewissen Scale. Und deswegen, also ich glaube, super wichtig, hast du so eine Zahl oder so, wo du sagen würdest, okay, ab dann könnte ich mir vorstellen, dass es für die Leute sinnvoller ist. Also du meinst für deutsche Leute, die überlegen, in die Schweiz zu kommen? Ich glaube, in Österreich ist es ein ähnliches System, also ich glaube, Österreich hat ähnliche Probleme tatsächlich auch. Ich weiß nicht, auch die österreichischen Zuschauer gerne mal kommentieren, wie es so Steuern in Österreich, also wir haben ja auch ein Netzwerk und so, ich bin da jetzt selbst steuerlich nicht so deep drin, das macht bei uns ja Adria größtenteils. Aber ich glaube, Österreich hat ähnlich hohe Steuern wie Deutschland und ja, also Schweiz wahrscheinlich auch dann deutlich besser für die. Aber ihr habt so ein bisschen Beef auch, ne? Die Schweizer und Österreicher ist das nicht so?
SPEAKER_01Wüsste ich nichts dazu. Also vielleicht gibt es auch irgendwas, was der Schweizer diese Frage besser beantworten kann oder so, aber so wie ich das wahrgenommen habe, nicht. Ich habe selber auch einen österreichischen Mitarbeiter, komm da, der kommt zu der E-Mail, der wird nicht gemobbt. Okay, krass. Von daher, ähm, und nee, genau. Hier zu deiner Frage ist das folgende. Es ist halt so ein bisschen schwierig, die Frage zu beantworten, weil sobald du halt super viel Substanz in Deutschland aufgebaut hast, in dem Sinne, und da eine große Firma aufgebaut hast, dann ergibt es halt wiederum aus betriebswirtschaftlicher Sicht, also aus unternehmerischer Sicht, nicht mehr, also auch weniger Sinn, jetzt das alles umzuziehen in die Schweiz sozusagen. Das heißt, da könnte man sagen, so aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise, du willst dich am Anfang zwar voll fokussieren, erstmal Geld zu machen. Das ist richtig. Und auf der einen Seite, wenn du zu viel machst in Deutschland, ist es wieder schwieriger, in die Schweiz umzuziehen. Oder viel komplizierter. Also deswegen, ich hab da jetzt auch nicht die Patentlösung dafür. Aber sicherlich sollte man sich am Anfang genau Gedanken machen, eventuell before man überhaupt startet, ja, aber eben auch nicht zu viel Gedanken.
SPEAKER_00Before man startet, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen, wenn ich in Deutschland bin, gründlich in Deutschland. Aber wenn ich zum Beispiel jetzt einen Exit habe oder sowas und the next start, also das nächste Ding kann jetzt kommen oder sowas, dann zum Beispiel ist wahrscheinlich ein Punkt, wo man sagen könnte, okay, jetzt könnte man mal überlegen, macht man das? Natürlich, wenn du sagst, auch mit dem ist Mittelpunkt, dann natürlich auch, okay, kann ich mir das überhaupt vorstellen? Das ist ja auch eine wichtige Entscheidung so. Aber ich, also das ist, glaube ich, einer der wichtigsten Punkte, auch wahrscheinlich Timing. Also wann das ist. Das Timing ist hier wirklich entscheidend, ja. Mache ich das. Und dann muss man wahrscheinlich nochmal spezieller einfach sprechen mit Leuten, die das dann halt wirklich machen, die dabei helfen können. Ich meine, ich kriege ständig Ads von, hey, ich kann deine Company setup in Irland, in der Schweiz, in Dubai, in whatever.
SPEAKER_01Man muss da auch super aufpassen, weil da gibt es auch sehr viele Leute, die nicht so coole Dienstleistungen anbieten, die da wirklich das alles zu schön reden. Zum Beispiel jetzt auch vor allem, wenn es jetzt um Dubai geht, ja. Die Leute stellen das alles super einfach dar. Wir haben selber auch Kunden gehabt, den wir auch so ein bisschen gewarnt haben, hey, mach's nicht. Die haben es trotzdem gemacht, plötzlich ein Kunde, der zwölf Monate gewartet, bis er überhaupt ein Bankkonto bekommen hat. Und ihm wurde das alles so einfach dargestellt. Und hey, überleg dir mal, du hast ein Unternehmen und du hast kein Bankkonto. Wie willst du ein Unternehmen führen? Weißt du, wie ich meine? Das sind solche Geschichten oder eben Probleme mit der Steuerverwaltung und so, wo meistens durch diese Berater nicht gesagt wird. Aber ja, es gibt natürlich auch seriöse Berater, die da helfen können, auch in die Schweiz und das Ganze drunter an.
SPEAKER_00Also am sinnvollsten ist auch eine Sache, wo wir gerade selbst bei uns machen wollen oder nachdenken wollen. Da wir halt viele Produkte aus China beziehen, ist halt ein Unternehmen vor Ort zu machen, weil du da kannst du halt beim Einkauf allein. Also du musst gar nicht dein Unternehmen komplett verlagern, sondern halt eine zusätzliche Company, aber wo du, das ist glaube ich sowieso auch immer so dieses Ding, okay, ich habe jetzt schon eine Substanz in Deutschland, Wekzugsbesteuerung und Co. Vielleicht ergänze ich was an meinem Unternehmen und habe dann sozusagen ein zweites Steckenpferd, was ich einfach erstmal gründen kann, was erstmal auch einen Dienst delivern kann, wo ich sozusagen zum Beispiel, wo wir das nutzen würden für uns wahrscheinlich im Einkauf, weil du ein anderes Auftreten hast gegenüber den Herstellern, wenn du halt selbst, wenn die sehen, okay, krass, die haben eine Einkauf, eine Company für ihren Einkauf in China oder Hongkong und hast natürlich auch dort Steuervorteile, aber dann kannst du ja auch gewinntechnisch später mal auch müssen so hin und her schiffen. Das ist ja auch eigentlich so, ich sag mal, wie die großen Companies. Ich meine, ein Volkswagen, Mercedes-Benz, ein Ali das, die sind ja auch deutsche Unternehmen, die zahlen ja auch keine 45 oder 30 Prozent oder sowas. Sondern die wissen ja auch, okay, wie kriegen wir über Lizenzen? Niederlande ist ja zum Beispiel so ein beliebtes Land mit diesem zwei Company-System, was man da irgendwie auffahren kann, wo du dann gegen Null gehst an Steuern, die du zahlst. Also es gibt ja schon auch Steuermodelle, die dann ab einer gewissen Größe sehr einfach machen. Aber ja, auf die Größe muss man halt erst auch mal kommen, bevor man sich halt da irgendwie darüber stellen kann. Ich habe neuest Reduktion. Ja, nee, sag ich.
SPEAKER_01Nee, das ist deswegen. Also auch, das finde ich gut, dass du das jetzt immer wieder erwähnst. Ich sage das auch immer meinen Zuschauern, hey, mach dir wirklich nicht zu viel Gedanken am Anfang. Man muss einfach darüber achten, einfach dass auch da muss man es richtig aufsetzen, natürlich, ne? Weil man hört ja viel, ne, ja, diese und diese Company hat es so gemacht. Aber das ist richtig, natürlich, mit der richtigen Gestaltung. Ich will das so wie Ansicht.
SPEAKER_00Also, wenn ihr sowas macht, geht einmal zu Henrik, der macht das euch sofort, ne? Ihr macht so wie Adidas Steuermodell, baut er sofort. Nein, natürlich. Ein Schnipser und es ist da. Nee, aber ich habe neulich eine Doku gesehen zu diesem Thema, wo die sagen, so diese Steuervermeidung in Deutschland, weißt du, so eine Links-Doku, so wie die darüber gesprochen haben. Hat halt einer von den, ich glaube, Reinhard Zittelmann war das. Der ist in Deutschland richtig populär, was zur Steuervermeidung geht. Und er hat halt gesagt, so, yo, wenn du halt in dem traurigen Vermögensbereich bist, zwischen einer und 30 Millionen, hast du halt die Arschkarte, weil du zu wenig Kapital hast, dass du dir ein richtiges Modell aufbauen kannst. Ja, aber schon so viel Kapital, dass Steuern wehtun. Und du musst sagen, irgendwie musst du über diese 30 Millionen hinauskommen, dann kannst du auch da hinkommen, wirklich im einstelligen Prozentbereich Steuern zu zahlen. Und dann kann man es ja immer noch selbst abwiegen. Wenn du die Kontrolle drüber hast, kannst du ja sagen, okay, wie viel Prozent finde ich auch fair? Weil ich zum Beispiel, also ich finde es in Ordnung, auch Steuern zu zahlen.
SPEAKER_01Das ist ein wichtiger Punkt. Man muss auch beachten, also auch wir in der Schweiz, wir sagen unseren Unternehmern auch immer, hey, wenn du es gut hast mit der Steuerverwaltung und wirklich sauber alles aufklärst, das ist ja auch das, was wir, was wir allen Unternehmern immer wieder sagen, hey, sauber der Ruf mit der Steuerverwaltung ist eigentlich langfristige Steuerplanung. Eine der besten Voraussetzungen, weil in der Schweiz ist es auch so, die besten Steuersparmodelle, die du nutzen kannst, sind die legalen Steuersparmodelle, wo du wirklich ganz normal einfach Prinzipien einsetzt, wie zum Beispiel, nur ganz kurz zusammengefasst, ein Prinzip ist zum Beispiel, für den Schweizer Staat macht es nicht einen Riesenunterschied, ob du jetzt heute Steuern zahlst oder in fünf Jahren. Natürlich, es geht jetzt nicht darum, dass man Steuerrechnung nicht bezahlen soll und irgendwie hinausschieben soll, sondern es gibt ja gewisse Prinzipien, wie du die Steuerlast in die Zukunft verschieben kannst. Indem du zum Beispiel eine GmbH gründest, anstatt einer Einzelfirma, nur ganz simpel, und dann zahlst du dir halt erstmal nicht so einen großen Lohn aus. Das heißt, du hast eine tiefere Einkommensteuer und du kannst irgendwie, klar, wenn du dann irgendwann aus der GmbH das auszahlst ins Private, zahlst du dann Steuern, aber dem Schweizer Staat spielt es eigentlich nicht so eine große Rolle, ob du das jetzt die Steuern zahlst oder in fünf Jahren. Der Schweizer Staat will einfach nur sicher gehen, dass du es überhaupt irgendwann zahlst. Und als Unternehmer macht es aber einen massiven Unterschied, ob du das Geld in fünf Jahren verlierst oder jetzt. Das bedeutet hier in der Schweiz gibt es eher wirklich dieses, die legalen Steuersparmodelle zu nutzen, zusammen mit der Steuerverwaltung. Und natürlich, man schafft auch als Unternehmer Arbeitsplätze und Kobilt auch die Wirtschaft an und solche Geschichten. Also der Staat profitiert auch davon. Das heißt, da geht es eher wirklich darum, gemeinsam das.
SPEAKER_00Du hast ja auch enorme Steuervorteile schon mal erstmal als Unternehmer. Du kannst halt, ich sag mal, was man alles absetzen kann und auch macht und wo auch das Finanzamt ja nicht sagt, ey, warte mal, also das müssen wir jetzt nochmal hier bis auf die letzte Komma Stelle nachrechnen. Keine Ahnung, fährst so einen Urlaub, machst zum Beispiel bei uns 1, 2, 3 Videos oder sowas, setze ich ab natürlich komplett. Dann zahle ich halt prinzipiell erstmal mit Einkommensteuer und Co. fast nur die Hälfte für meinen Urlaub, wie jemand anderes. Das heißt, auch wenn du essen gehst oder sowas, gehst du, keine Ahnung, für zum Beispiel jetzt in Deutschland, du gehst zu 120 Euro zum Beispiel essen, zusammen mit deiner Freundin oder Frau, wie auch immer, so, dann hast du 120 Euro, sondern erstmal 19% Mehrwertsteuer, kriegst du komplett zurück. Also 100%, das heißt, du bist eigentlich nur bei 100 Euro. Dann auf die 100 Euro, die du sonst Gewinn gemacht hättest, hättest du ja mindestens 30% gezahlt oder mit Einkommensteuer sogar Richtung bei mir 50, 50 Prozent. Das heißt, im Grunde genommen habe ich eigentlich nur 50 Euro effektiv gezahlt. Wenn ich jetzt Unternehmer bin, hätte ich es als Privatperson, also wäre ich nicht Unternehmer, hätte es mich 120 Euro kostet. Also fast, ja, also mehr als das Doppelte. Das ist schon, das ist ja schon geil an sich, die Möglichkeit zu haben, so grundsätzlich.
SPEAKER_01Genau, da muss man natürlich immer aufpassen. Also in der Schweiz ist auch sehr, sehr wichtig, ob das überhaupt geschäftsmäßig begründet ist und so weiter. Ja, da muss es sich geschäftlich. Muss man schon aufpassen, aber ich verstehe, was du meinst. Grundsätzlich, es gibt ja immer so gewisse Flexibilität, die man nutzen kann. In der Schweiz ist halt trotzdem sehr, sehr wichtig, dass man da auch so ein bisschen schaut, also ich will jetzt auch nicht zu sehr, sage ich jetzt mal, die Zuschauer dazu, sag ich jetzt mal, trimmen, dass die wirklich versuchen, dann alles mich drüber anzumachen. Du siehst, ich krieg schon Panik, weil wir kriegen laufend immer so viele Anfragen eigentlich so, ja, kann ich das noch absetzen hier und da? Ja, man kann natürlich gewisse Sachen machen. Darf ich einen Tipp geben?
SPEAKER_00Also wirklich, ihr müsst einfach, einfach als E-Com-Brand, ihr solltet eine Art Social Media Präsenz haben und ihr könnt, also zum Beispiel beim Deutschen Finanzamt, du kannst die Sachen rechtfertigen, die du sagst, das ist Teil, ich baue eine Social Media Präsenz auf, das ist eine Investition da rein, zum Beispiel ich bin in einem Hotel, ich mache da vier, fünf Videos, das können ja kurze Storys, Bilder, whatever sein. Das kann für dein Produkt sein, kann auch, keine Ahnung, einfach für den Brand-Account, whatever sein. Und dann hast du die Rechtfertigung dafür, okay, ja, macht Sinn, wir wollen das oder das verkörpern. Zumindest ist es bei mir so, ne? Ich sage dann halt, ja, guck mal, das ist das Urlaub, ich hab da ein Video gedreht.
SPEAKER_01Da kamen auch so Themen rein, zum Beispiel jetzt eine Rolex, kann ich die über die Firma kaufen oder nicht? Das lieber nicht machen. Das soll man lieber nicht machen, oder? Also es kommt drauf anders.
SPEAKER_00Macht doch schon mal Sinn, wenn du Wertsteigerungen hast, hat es ja privat in Deutschland, also drauf geschissen, das hat sie gar keine Steuern für.
SPEAKER_01Also in der Schweiz ist es auch so, aber trotzdem, cashflow-technisch könnte das in gewissen Situationen Sinne geben. Man muss natürlich aufpassen, aber Cashflow-Technisch könnte es Sinne geben, weil wenn du in dem ersten Moment das über die Firma kaufst, dann ist das ja nicht bereits versteuertes Geld und zwar versteuert mit der Einkommensteuer, die teilweise viel höher ist in der Schweiz, plus Sozialversicherungsabgaben, die da auch noch zahlst auf den Lohn, wenn du es als Lohn rausziehen würdest. Das heißt, das kann schon gewissermaßen sinnvoll sein. Aber natürlich muss man da aufpassen. Aber jetzt zum Beispiel bei Luxusfahrzeugen ist das so ein typisches Thema auch in der Schweiz, kaufe ich das privat oder nicht. Auch da, wenn du dir erstes Geld ausschüttest ins Private, verlierst du halt bis zur Hälfte vom Geld. Ja klar, da kannst du dich fragen, okay, was ist da sinnvoll? Aber da muss man dann halt einfach schauen, zum Beispiel in der Firma drinnen. Da kannst du jetzt nicht irgendwie für, wenn du für 500.000, gut, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, also sagen wir für 250.000 ein Luxusfahrzeug kaufst und da einfach 40% Abschreibung drauf buchst im ersten Jahr, dann könnte es schon eher sein, dass die Steuerverwaltung da sagt, das ist problematisch. Aber auch da kommt es halt drauf an, sag ich jetzt mal, wie du da Gas gibst. Wenn du auch gewisse Privatanteile buchst und die auch verhältnismäßig hoch sind, dann muss man teilweise auch ein bisschen höher gehen, als sage ich jetzt mal die normalen Privatanteile und so weiter, dann kann man schon vieles machen, sag ich jetzt mal. Aber auch da eben, man muss, das muss man sauber anschauen. Das kommt halt, das ist auch immer kontextabhängig, wie viel Umsatz machst du? Also wenn du jetzt irgendwie wenig Umsatz machst und hast praktisch keinen Gewinn und dann kaufst du dir ein Lambo über die Firma, ist immer noch was anderes, als wenn du da jetzt irgendwie dir schon Millionen auch selber rausziehst oder wie auch immer. Also das, das heißt, genau. Das ist so das Thema.
SPEAKER_00Alright, dann cooler Abschluss. Ich danke dir auf jeden Fall für die Hinweise. Gerade wenn ihr so im Bereich Schweiz seid und steuerlich auch, ja, ich sag mal, Tipps, Tricks und Co. haben wollt, mehr Content haben wollt von Hendrik, dann gerne sein Channel auschecken. Henrik Telepski ist wahrscheinlich. Genau, einfach Henrik Telepski eingeben und dann finden wir uns auf YouTube. Sehr cool. Dann danke dir für deine Zeit und wir sehen uns zunächst wieder. Haut rein, mach's gut. Ciao, ciao.