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Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#139 Mit Google Shopping Ads zu mehr Umsatz als auf Amazon
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser spannenden Folge spricht Nicklas mit Lukas Bilmann von Bilmann Consulting über die Vorteile von Google Shopping Ads im Vergleich zu Amazon. Er teilt Strategien, wie man mit gezielten Google Ads auch in umsatzschwächeren Zeiten erfolgreich sein kann und diskutiert die Bedeutung von Marktplätzen wie Otto und Kaufland.
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SPEAKER_00Ganz rein herzlich willkommen zurück hier beim ecommerce.de Podcast. Heute Lukas Beilmann von Beimann Consulting oder Beimann Marketing. Hier bei uns zu Gast und wir sprechen über Google Ads, was mit Google Ads möglich ist. Wir haben den absoluten Fachmann dafür am Start und in dem Sinne viel Spaß bei der Folge. Du arbeitest ja nur mit hast du viele auch Leute, die bei dir zum Beispiel irgendwie auch auf Amazon verkaufen?
SPEAKER_01Eigentlich machen fast alle D2C-Brands, mit denen wir zusammenarbeiten, Amazon auch nebenher, weil es total Sinn macht, neben deiner D2C-Brand oder deinem Online-Shop halt auch noch weitere Marktplätze halt anzubinden. Also nicht nur auch Amazon, auch was hast du denn alles? Otto, was hast du Kaufland und ein Co. Das macht schon Sinn, wenn du ein bestimmtes Portfolio hast, dich da zu platzieren.
SPEAKER_00Und ist das so jetzt, also ich sag mal, Prime Day, andersrum Black Friday ist immer so eine riesige Vorbereitung und so ein Massive Sales Event. Und ich sag mal so, du hast natürlich auch Black Friday hast du ja auch auf Amazon, aber Prime Day ist schon sehr Amazon-exclusive. Also ich habe zum Beispiel gestern gesehen, wir haben gestern 26K Revenue auf Amazon gemacht und 600 oder 700 Euro im Shop. Also und verhältnismäßig, okay, Shop ist jetzt bei uns ja auch nicht so ein Big Thing, aber sonst machen wir so ein Car vielleicht am Tag mit dem Shop. Und jetzt mit einer Brand vielleicht drei, vier K irgendwie auf Amazon.
SPEAKER_01Kannst du es kurz erklären? Das heißt, das ist aber auch nur ein Tag, ne? Zwei sind es jetzt. Zwei Tag, zwei Tage. Wahrscheinlich wird es irgendwann noch eine ganze Woche sein, Prime Week wahrscheinlich.
SPEAKER_00Ja, es war am Anfang ein Prime Day. Jetzt gibt es ja zweimal im Jahr. Also es gibt schon zweimal Prime Days sozusagen und es sind jetzt immer jeweils zwei Tage. Also es gab immer den jetzt im Sommer, das ist halt ganz geil, weil du eigentlich jetzt bei vielen Sachen.
SPEAKER_01Das Sommerloch kommt, ne? Die Sales gehen meistens runter, weil die Kaufbereitschaft nicht da ist. Dann gehst du nochmal mit Prime, gehst halt nochmal rein, macht total Sinn.
SPEAKER_00Und es scheppert richtig. Also meiner Meinung nach, klar, du hast halt nur zwei Tage, ist es das stärkste jetzt Sales-Event. Also von klar, wenn du die Big Numbers anguckst, hast du natürlich Black Friday ist ja mittlerweile eigentlich zwei Wochen, du hast Black Friday und dann bei Amazon noch Cyberweek.
SPEAKER_01Manche machen sogar einen Monat, ne? Mittlerweile. Also es geht ja, es wird ja immer, immer breiter, weil du diese Sales-Events teilweise so vorbereiten musst. Warum? Weil deine CPMs an den einzelnen Tag auch so teuer sind. Also wenn du viel Ads machst, ich weiß nicht, Prime Day ist auch viel organisch wahrscheinlich, wird auch viel organisch gepusht.
SPEAKER_00Du hast halt bei Amazon diese, du stellst diese Angebote ein und Amazon pusht dann die Angebote organisch sehr krass über die Plattform. Okay, okay.
SPEAKER_01Ja, das ist natürlich ein Vorteil, weil du halt nicht unbedingt sofort irgendwie Ads investieren musst. Aber bei Black Friday ist es ja schon so, da musst du deine Kunden erstmal vorbereiten. Du willst, dass die Leute sich in irgendwelche Liebformulare, in die Newsletter, bei Clavio reinsetzen, damit du dann an dem Tag auch wirklich ballern kannst. Manche machen ihren Shop auch zu, wirklich taktisch, um irgendwie Scarcity, Exclusiveness halt zu implementieren. Und da ist eine Wissenschaft da hinten dran, was Black Friday angeht.
SPEAKER_00Aber es gibt wahrscheinlich auch strategisch wieder mehrere Sachen, also zum Beispiel Shop schließen, macht vielleicht für die eine Person Sinn, für die andere ist es so, what the fuck, was ist das?
SPEAKER_01Also ich merke schon, dass es für viele durch die Bankwelt gut funktioniert, wenn du es halt mal an einem zwei Tagen machst. Ich muss sagen, ich war da nie viel in der Planung mit drin. Ich bin immer der, der nur auf den Button klickt und dann viel Budget rausballert. Um natürlich dann nochmal.
SPEAKER_00Alle müssen arbeiten, Lukas drücken die Button.
SPEAKER_01Ja, ja, ich glaube, aber strategisch muss das gut vorbereitet sein, ist auch meistens eher so ein Social Ads-Thema. Bei Google Ads hast du ja eher so ein Thema mit dem Demand, den du halt abfängst. Das heißt, du willst an dem Tag eigentlich so effizient wie möglich auch deine Ads ausspielen, um nicht so viel auszugeben. Und dann aber, wenn du die Möglichkeit hast, dass Neukunden reinkommen über bestimmte generische Keywords, weil Google ist ja sehr suchbasiert, ja, dass du halt dann sagst, okay, ich muss, ich pushe da halt das Offline in die Menge sozusagen.
SPEAKER_00Okay, und aber jetzt nochmal, um zurückzukommen, das heißt aber vom Prime Day würdest du sagen, das ist echt ein reines, also aus meiner Perspektive ist es ein reines Amazon-Ding.
SPEAKER_01To be honest, also wir machen, ja, ich habe gar nichts davon mitbekommen in meiner Bubbe. Wirklich crazy.
SPEAKER_00Crazy, weil es ist auf Amazon, würde ich sagen. Also ihr könnt ja gerne mal irgendwie in die Kommentare schreiben, wie ihr das wahrnehmt und auch, was eure Ergebnisse und Results sind. Wir haben eigentlich durch die Bank weg immer so zwischen, sagen wir mal, so fünf bis zehnfachen Revenue von einem normalen Tag an zwei hintereinander folgenden Tagen. Ohne dass du jetzt auch eine, das ist ja nochmal der Unterschied, du hast halt diese Vorbereitung und so weiter und so fort, ist natürlich viel kleiner als bei Black Friday. Also du musst nicht drei Monate vorher musst du nicht schon überlegen, okay, was mache ich jetzt? In der Regel würde ich wahrscheinlich auch nicht als empfehlenswert, haben wir so noch nicht getestet, aber und nicht super empfehlenswert sehen, dann die Leute alle auf Amazon zu schicken vom Newsletter, ey, guck mal, wie haben wir Prime Day Offers oder sowas. Aber würdest du im Shop, also in einem Online-Shop, wirst du, wenn du jetzt, sagen wir mal, du hast, du fährst mit Prime Days brutale Offers, 20% zum Beispiel, also es ist auf Amazon schon gut, so du hast ja nicht so die gleiche Preisvolatilität, sag ich mal, wie jetzt auf dem Shop. Das heißt, ihr macht gar nichts oder würdest du shop-technisch nicht sagen, okay, dann passe ich im Shop zum Beispiel vielleicht auch den Preis an, damit ich die Kunden nicht aus, weil die aus dem Shop verlierst dann natürlich wahrscheinlich viele, die dann auf Amazon sehen, ey, guck mal, ist gerade Prime Day.
SPEAKER_01Tatsächlich musst du sogar ein bisschen revidieren. Ich habe sogar zwei Kunden, die senden sogar den Google-Traffic direkt zu Amazon, um da, weil sie wissen, ey, ich hab da gute Conversion-Raten und push auch den gesamten Traffic auch. Es war einer hat so gemacht, am Prime Day sogar rübergeschoben über Search oder Shopping, teilweise kannst du es auch machen, dass du den Google-Traffic direkt zu Amazon halt weiterschickst. Weil auch, ich weiß nicht, wie viele Menschen dann auch Prime Day auf dem Schirm haben. Ich wurde natürlich auch außerhalb von Amazon halt mit Ads zugeballert von Amazon, aber nicht von der Marke an sich. Und das hat gut geklappt tatsächlich. Und es klappt teilweise auch echt gut, wenn du den Traffic von Google rüberschickst zu Amazon, wenn du weißt, wie du es tracken kannst, sozusagen, was ja nicht einfach ist. Und dann den, ich weiß nicht, ob ich das empfehlen würde, aber den Amazon-Button in die PDP, also auf die Produktdetailseite draufzupacken. Um dann, wenn du ganz normal im Online-Shop bist, dann kannst du auch nachts machen.
SPEAKER_00Aber das vor allem wahrscheinlich mit Fokus dann auf Prime Day. Oder würdest du sagen, das ist so ein Running-Ding? Weil ich hab's auch, also wir haben auch ein paar Kunden, die machen das dann teilweise mal, wenn sie Amazon gerade pushen wollen, also ranking-technisch, um es organisch zu pushen, langfristig dadurch. Dauerhaft hast du natürlich, sag mal, wenn jemand auf dem Shop ist und schon kaufbereit ist, dann willst du ihn ja auch im Shop closen und dann nicht nur noch die ganzen Zusatzkosten im Grunde genommen über Amazon haben.
SPEAKER_01Ganz ehrlich, du killst auch deine Unabhängigkeit, weil die meisten dann sowieso auch auf Amazon kaufen. Und ich sehe eigentlich die Brands, die es nicht schaffen, eine unabhängige DTC-Brand auch aufzubauen neben Amazon, schicken dann auch diesen Traffic zu Amazon, aber bleiben immer abhängig von Amazon. Und der Shop-Umsatz wächst nicht weiter, weil du danach gar nicht... Du willst ja eigentlich einen DTC-Shop haben, der unabhängig von Amazon läuft. Und dann auf der PTP-Seite auf Amazon zu schicken, macht, glaube ich, nicht so viel Sinn.
SPEAKER_00Der Flow ist sowieso immer eher in die andere Richtung. Eher immer eigentlich Shop Amazon, also sehr selten, dass du von jemand auf Amazon schaut, ein Produkt findet und dann in den Online-Shop geht und es dort kauft. Da musst du schon eine sehr krasse, irgendwas krasses in deinem Shop, irgendein Service oder irgendwas, was du so nicht kriegst.
SPEAKER_01Was würdest du sagen, wann macht es Sinn, eine eigene DTC-Brand zu starten, wenn ich bei Amazon schon gute Umsätze fahre?
SPEAKER_00Also ganz kurz dazu, wir haben ja auch, also Lukas hat auch ein sehr geiles Training ja für Google Ads etabliert bei uns, für die Apex-Methode. Da haben auch echt schon viele Leute auch jetzt gestartet, dadurch mit Google Ads und auch einfach mit dem Shop. Für Google Ads, meiner Erfahrung, also die Erfahrung, die ich bisher gesehen habe bei den Kunden, ist es eigentlich durch die Bank bei ganz vielen Produkten super geil. Ich muss dazu aber sagen, wir haben halt von den Arten und Weisen, welche Produkte wir verkaufen, meistens schon 40 Euro plus, eher so Richtung Lifestyle-Produkte oder irgendwie Produkte, wo ein größerer Pain dahinter steht. Also jetzt nicht diese klassische Knoblauchpresse oder ein Kabel. Ganz genau, vernünftige Produkte, wo du auch über einen Shop, sag ich mal, auch auf Google gut Suchtraffic zu hast, wo die Leute sich vielleicht auch noch informieren vorher und so weiter und so fort vor dem Kauf. Das ist wahrscheinlich einer auch der Gründe, aber grundsätzlich kann es ja eigentlich auch über Google jetzt auch mit einem Produkt schon gut funktionieren, weil du halt sehr straight und genau target bist.
SPEAKER_01Ja, also so früh wie möglich eigentlich.
SPEAKER_00Genau, also genau, so früh wie möglich. Ich würde es, der einzige Grund, wo ich es nicht machen würde immer, ist, wenn dein größter Pain nur Lagerbestand ist. Also wenn du sozusagen schon auf Amazon nicht hinterherkommst, die Ware rechtzeitig wieder im Lager zu haben und permanent in Anfang steht im Ausverkauf bist, dann kannst du es meinetwegen schon mal hingehen und sagen, okay, ich baue jetzt schon mal die Basic-Sachen auf und eigne mir das Knowledge schon mal an, damit wenn ich bereit bin, losschießen kann.
SPEAKER_01Das heißt, der Pain ist eigentlich, ich habe ein Neukundenproblem, ich will eigentlich mehr Neukunden erreichen und könnte entweder jetzt auf Amazon natürlich irgendwie mit Adsis pushen, mir noch stärker meine Position halt ausweiten. Oder ich gehe halt in andere Marktplätze und baue meinen eigenen D2C-Shop auf, um halt mehr Neukunden auch zu akquirieren.
SPEAKER_00Und auch klar, um sowas wie eine Kundenliste. Das ist ja eine Sache, die hatten wir sehr lange, sehr wenig auf dem Schirm als Amazon-Seller. Wir haben immer gesagt, okay, Traffic kommt von Amazon, Traffic kommt von Amazon. Und natürlich, es wird auch kompetitiver, auch dort steigen die Ads und irgendwann bist du halt an dem Punkt, wo du dann sagst, okay, was habe ich jetzt an Adkosten, um ein Sale auf dem Shop zu machen oder das auf Amazon? Du bist zwar in der Regel, zumindest bist immer noch auf Amazon deutlich günstiger. Trotzdem wird es halt immer wichtiger, dass so eine Sache, wo wir vor eine, halb Jahren somit angefangen haben, das aktiv zu pushen, dass du sagst, okay, du musst irgendwie an die Kundendaten kommen, du musst, selbst wenn du, wenn dein Amazon dein Main-Channel ist, auch dort haben wir Wege gefunden, gut, auch E-Mail-Adressen dann durch irgendwelche Infoprodukte, naja, je nach Produkt, was halt passt, anzubieten. Du hast zum Beispiel einen, keine Ahnung, kaufst du zum Beispiel einen VOG oder sowas und hast du einen kompletten Kochkurs, packst du schon aufs Dissing drauf, 49 Euro bei jedem Produkt for free dabei. Dann kannst du für so einen Mitgliederbereich oder sowas anmelden, wo logisch ist, dass du deine E-Mail-Adresse mit hinterlässt. Dann kannst du die Leute zum Beispiel da über Content oder sowas catchen, auch über die Marktplätze, aber du willst es natürlich am einfachsten, ist klar, irgendwie 10% Rabatt, trag dich jetzt einen Newsletter oder whatever.
SPEAKER_01Ich finde auch die Erfahrung, muss man gemacht haben, auch mal auch einen weiteren Shop aufzubauen, weil wenn du es zu spät machst, finde ich, dann fällt dir dieser Absprung auch meistens schwerer, in die D2C-Brand reinzugehen. Ich habe eine Brand, die ich betreue, die macht 85 Millionen im Jahr und will natürlich in die D2C rein, aber sie hat gar nicht die Kraft dazu, oder sie will eigentlich gar nicht in D2C stärker rein, weil halt 95% des Umsatzes kommt halt über Amazon. Dann würde ich eher Amazon als Position.
SPEAKER_00Hebel sind auf Amazon so krass, dass es was eigentlich lohnt, was zu tun. Genau, genau.
SPEAKER_01Und wenn du nicht von Anfang an auch irgendwie parallel was aufbaust, habe ich das Gefühl, ist dann Amazon, das dann wirklich zu penetrieren, wirklich durchzuspielen, halt irgendwie attraktiver. Bist du aber dann wirklich irgendwann in dieser Abhängigkeit, weil du dann auch bist. Genau, du bist so gefangen.
SPEAKER_00Also du entscheidest dich so für diesen, ich sag mal so, extremen Weg, ohne nach links und rechts und du gehst einen Weg und dann gibt es irgendwann keinen zurück. Also es wird dann immer schwieriger, den Shopper aufzunehmen.
SPEAKER_01Das ist meine Sicht, oder das habe ich beobachtet, ja, weil meistens die, die größer sind auf Amazon, haben mehr Probleme, eine D2C-Brand zu bauen, als die, die direkt schon parallel mit halt D2C machen. Und ich weiß aber nicht 100%, woran es genau liegt. Glaubst du, dass die Margenstruktur dann auch anders ist?
SPEAKER_00Ja, aber ich glaube, tatsächlich glaube ich, dass der größte Punkt einfach Produktportfolio ist, weil du musst auf Amazon passt dein Produktportfolio so krass nach dem direkt gesuchten Bedarf an und viel weniger auf Cross-Selling, Upselling und so weiter und so fort. Und dadurch hast du halt, also zum Beispiel, sagen wir jetzt mal, du verkaufst Fahrräder auf Amazon, dann hast du wahrscheinlich irgendwann super viele Fahrräder drin. Jeder, der eine D2C-Brand hätte, hätte relativ früh angefangen, ein Schloss oder so dazu zu verkaufen, weil du sagst einfach, ey, guck mal, Fahrradschloss, wahrscheinlich 60% aller Leute, die ein Fahrrad kaufen, kaufen im gleichen Zug ein Fahrradschloss dazu. Und ich würde es einfach kombinieren, aber auf Amazon bringt, also die unten kaufen vielleicht auch ein Fahrradschloss, aber es ist relativ unwahrscheinlich, auch wenn es da natürlich Möglichkeiten gibt, das ein bisschen zu pushen, trotzdem muss man einfach sagen, meistens kaufen sie dann wieder von einer anderen Brand. Das ist es, ne?
SPEAKER_01Ja, ist ein spannender Punkt, weil ich überlege mir, wie, weil viele, die von Amazon noch rüberwechseln, auf D2C bzw. das starten wollen, da schaue ich mir manchmal auch die Strukturen an und denke mir, okay, da passt noch einige Dinge noch nicht ganz wirklich, dass du mit deiner eigenen D2C-Brand auch wirklich durchstarst. Weil im Amazon hast du, weil bei Amazon hast du oft diese Preissensitivität und da sind die AOVs auch meistens ein bisschen lower. Warum? Weil du hast diesen Wettbewerb, weil du musst eine gewisse. Du bist in der Vergleichbarkeit einfach. Du bist sehr schnell in der Vergleichbarkeit. Und da ist es natürlich nochmal ein bisschen aggressiver, als wenn du jetzt eine eigene D2C-Brand hast, wo du mehr Kontrolle hast. Du kannst viel auch mehr mit Bestandskunden auch machen am Ende, weil du die nochmal ganz anders ansprechen kannst. Du kannst Community-Building betreiben. Dadurch hast du im Frontend in deiner Profitabilitätsgestaltung oder den Zielen, die du im Frontend halt setzt, nochmal ganz andere Möglichkeiten. Weil ich habe das Gefühl, viele verwechseln ihre Kur, so sagt man ja bei Amazon, aber im D2C, im Google-Bereich ist es jetzt eher RoAS, ja, mit ihrer gesamten Market. Ihre Gesamtmarketing-Effizienz sozusagen. Das ist ja bei D2C ja ganz anders, weil ich habe ja bei Google Ads einen gewissen Rohrs, auf den ich optimiere, das aber nicht direkt meine Marketing-Effizienz gesamt in meinem Shop. Und das ist ja ein Unterschied.
SPEAKER_00Super wichtig, dass du das sagst. Also finde ich super wichtig. Das ist auch so das Konzept, was wir hier gerade auch so in den Markt reinbringen wollen, ist auch dieses rauszukommen aus diesem Denken, ich bin Amazon-Seller oder ich bin D2-Sealer oder ich bin, keine Ahnung, Ebay-Väufer, hinzugehen, zu sagen, okay, ich verkaufe geile Produkte an eine Zielgruppe und die ist wahrscheinlich über all diese Sales-Channel-Plattformen, wie auch immer, ansprechbar. Und ich versuche auch natürlich, keiner startet ein Business und ist auf jedem Marktplatz aktiv und hat den perfekten Shop und hat gerade gleichzeitig das Produkt matcht auf alle Sachen zu 100%, aber mehr darin von Anfang an auch schon zu denken, als Brand einfach und weniger, wie gesagt, als ein Plattform-Ding. Gerade Amazon-Seller betrifft.
SPEAKER_01Ganz genau. Und wenn ich meine Profitabilitätsziele auch setze für mein Marketing, weil D2C ist ja, lebt ja eigentlich nur vom Marketing. Dieses Organ, du kannst natürlich organisch mit Suchmaschinenoptimierungen, mit vielleicht organischen TikToks, Instagram oder so, kannst du ein bisschen was an Umsatz machen, aber du bist sehr ads abhängig, wenn du eine D2C-Brand hast, weil da der größte Scale liegt.
SPEAKER_00Mittlerweile, aber genauso auf Amazon ist. Ohne Ads kommst du auch nicht wirklich drauf. Du kannst zwar nach wie vor super viele Organic Sales machen, aber du wirst in einem einigermaßen kompetitiven, klar, wenn du jetzt in einen Off-Market gehst oder du machst meinetwegen, entwickelst du das krasseste Produkt, was auch wirklich von der Zielgruppe bedarft wird in einem krass kompetitiven Markt, dann kannst du wahrscheinlich mit sehr wenig Adsband trotzdem schon ultra viele Sales machen, aber.
SPEAKER_01So, und jetzt interessiert mich, wie ihr die Profitabilitätsziele auch setzt, weil im D2C-Bereich ist es so, ich habe einen Blended Return, also einen Blended Roas, einen MER, also eine Marketing-Efficiency Ratio, die ich mir anschaue. Das heißt, das ist eigentlich mein Umsatz in meinem Online-Shop, den ich mir angucke, und die gesamten Marketingkosten, die ich darauf investiere. Und dann habe ich eine Effizienz sozusagen. Und dann breche ich es aber runter, ey, welchen Rohr, Akkost, was weiß ich, muss ich denn in meinen Marketingkanälen erreichen, um diese Effizienz auch zu erreichen?
SPEAKER_00Und steigern, um die Profitabilität zu erreichen, um Geld zu verdienen.
SPEAKER_01Und da ist ja auch eine Lücke drin. Und viele Amazon-Seller kommen zu mir und sagen, ja, Lukas, hätte gern einen Akkus von 20 oder 5, also sehr, sehr ambitionierte Ziele, Profitabilitätsziele, weil sie halt ihre Marketing-KPIs mit ihren Business KPIs dann auch entsprechend verwechseln. Und da ist es, das finde ich so interessant, weil die Denke von Amazon-Sellern meist ganz anders ist als von D2C-Owner, also Brandowern. Und da diese immer diese Lücke, und ich glaube, das ist auch schwer, dann vielleicht ein anderes Mindset zu setzen, aber diese Lücke zu schließen, das ist, glaube ich, super interessant für den E-Commerce an sich.
SPEAKER_00Das ist ein mega spannendes Ding, weil du musst, also der Standard Amazon-Seller geht hin und macht eine Pro-Produkt-Analyse. Also es ist immer auf jedem Produkt wie Profitabilität berechnet, weil du die Werbekosten auch immer direkt einem Produkt in der Regel zuordnen kannst. Das ist ja nicht unbedingt, also klar, auch beim Shop zahlst du vielleicht für ein Produkt Werbung, aber trotzdem hast du sehr häufig dann, dass der Kunde auch ein anderes Produkt kauft oder zusätzlich kauft und so weiter und so fort. Das heißt, du gehst als Amazon-Seller sehr präzise vor auf Produktbasis. Du guckst weniger auf die Gesamtbrand, sondern du optimierst deine Ads und alles auch immer auf Produktebene. Weil ich. Weil du mehr Daten, sagen wir mal so, du hast eine mehr größere Sicherheit von der, von den Daten, die du für Werbung investierst. Aber, und das ist interessant, dass du das ansprichst, der Shobb-Betreiber, der guckt vor allem, deren seine Rentabilität hängt vom Marketing ab. Wie viel er in Marketing investiert, er wird nicht profitabel sein, weil er zu viel im Versand zahlt oder weil er, keine Ahnung, gut, klar kann auch sein, aber das ist eher eine untergeordnete Rolle.
SPEAKER_01Oder zu hohe Fixkosten, das kann dir auch das Genick brechen.
SPEAKER_00Genau, vielleicht wenn du einen Mitarbeiter hast oder ein Büro hast oder sowas und brauchst du es eigentlich gar nicht und dann sitzt gleichzeitig irgendwie einer zu Hause alleine am Schreibtisch und leistet irgendwie das, was deine drei Mitarbeiter leisten als einzelne Person, hat keine Bürokosten, sondern hat dann, ist klar. Aber der große Punkt ist tatsächlich, dass es sich bei uns eigentlich in den letzten zwei Jahren auch dahin entwickelt hat, dass der Profit von Amazon-Zellern auch basierend ist auf dem, was du im Marketing holst und gleichzeitig auch, wo du deinen Preispunkt setzen kannst. Also wie schaffst du es kreistechnisch, dich aus einer Art Preiskampf, die du immer ja hast in der Vergleichbarkeit? Es gibt auch, wenn du ein besseres Produkt hast siehst, trotzdem gibt es immer irgendeinen Preiszusammenhang. Wie schaffst du es dich daraus, in Anführungsstrichen so zu befreien, dass du vielleicht nicht jetzt immer, wenn jemand ein Euro günstiger wird, sofort deine Sales einbrechen, wenn du nicht auch ein Euro günstiger bist. Also an den beiden Metriken hängt es im Grunde genommen auch ab. Und dementsprechend rechnen wir wahrscheinlich sogar relativ ähnlich. Zwar auf Produktebene, aber der große Unterschied ist, glaube ich, die, es muss mehr Arbeit investiert werden, um das Produkt auch aus der Vergleichbarkeit vom Produkt selbst herzuziehen. Weil du siehst auf Amazon, wenn du 30 Mal mehr oder weniger genau das gleiche Produkt siehst, dann kann der Kunde ja auch, er hat ja auch die Bewertung dazu. Das heißt, er muss jetzt nicht Angst haben, dass das mit einem Produkt, was günstiger ist, das kann ja durch gute Bewertung trotzdem gut sein. Das heißt, er muss nicht die Angst haben, die er vielleicht auf dem Shop eher hat, wo er sagt, er sieht vielleicht auch die Bewertung, aber ich würde sagen, der Kunde vertraut Amazon-Bewertung grundsätzlich etwas mehr als den Bewertungen, die er vielleicht auf dem Shop sieht. Und da hast du, glaube ich, auf jeden Fall mehr Freiheiten, was die Preisgestaltung angeht.
SPEAKER_01Preisgestaltung und ich glaube auch, es ist nicht nur die Preisgestaltung an sich, die ich beeinflussen kann. Auch vielleicht im D2C-Bereich kann ich die Preisgestaltung meistens nochmal ein bisschen einfacher gestalten. Außer ich bin halt nur jetzt irgendwie auf Shopping oder so aktiv. Also mit Google Shopping Ads, wo du auch Preise sozusagen miteinander hast. Und das kann eine krasse Strategie sein tatsächlich, deinen Preis auch sehr kompetitiv zu setzen, erstmal, um ein gewisses Volumen abzudecken. Weil du kannst davon ausgehen, dass du auf Google Ads mindestens nochmal dasselbe Volumen hast wie auf deinem Amazon, im Amazon und meistens die Amazon-Seller in ihrer PDP-Gestaltung viel, viel besser sind teilweise als manche anderen Online-Shops. Also Online-Shops auf Shopping, die die Appearances kacke, deren Titel ist nicht gut, die haben meistens gar keine Bewertung mit drin.
SPEAKER_00Also ganz kurz, für alle, die nicht so PDP und so weiter und so fort, also du hast als Amazon-Seller machst du dir ja schon super viel Gedanken über dein Hauptbild, wie catchst Aufmerksamkeit, Preispunkt, du machst schon kompetitives Pricing und so weiter und so fort. Das machen viele Online-Shops eigentlich.
SPEAKER_01Und Online-Shop, teilweise gar nicht. Also sie setzen sich nicht mit ihren Produktbildern auseinander. Das ist dann einfach nur das Produktbild, okay, ja. Keine Hintergründe, keine wirklichen Slideshows, okay, das da ist jetzt schon auf der, auf der, da sind wir schon auf der Detailseite. Aber ich habe ja, wenn ich jetzt Shopping, Google Shopping mache, habe ich ja auch die Möglichkeit, mein Bild, mein Titelbild anzupassen, meinen Titel an sich anzupassen, den Preis und ich kann Bewertungen nochmal Zusatzinformationen mit hinzufügen. Und allein diese Appearance, ich sag dir, 60, 70 Prozent der Online-Shops da draußen setzen sich nicht mit dieser Appearance zusammen. Das heißt, wenn du als Online-Amazon-Seller eigentlich in D2C reingehst und dich mit Google Shopping auseinandersetzt, hast du eigentlich einen Skill-Vorteil, der insane ist, ja, weil du natürlich weißt, was die Leute suchen, wie du einen guten Titel aufbaust, wie du ein Bild halt strukturierst, ja. Und klar, es gibt noch ein paar Richtlinien von Google, also wenig, also bis gar keine Overlays und so, aber allein von der Bildsprache her kannst du schon einiges machen. Und wenn du dann noch eine richtig geile Preisstrategie hast, glaube ich, weiß ich, dass du eine sehr, sehr schnelle Skalierung auch mit Shopping halt hinbekommst, wenn du weißt, dass das Produkt halt gute Nachfrage hat.
SPEAKER_00Absolut.
SPEAKER_01Ja, und ich hatte da, ich habe es schon mehrmals gemacht, teilweise auch Dropshipper und Co., die können auch immer nochmal mit ihren Preisen runtergehen. Da habe ich das mal getestet, aber auch mit klassischen D2C-Brands, die sagen, hey, ich will mehr verkaufen, sich dann mit einer vernünftigen Preisstrategie auseinanderzusetzen und zu schauen, hey, wie kann ich vielleicht meinen Preis so setzen, dass der vielleicht ein paar Prozent günstiger ist als mein Wettbewerb und dann aber aggressiv mich wirklich dort zu platzieren, wo der Konsument ist, in Google Shopping, um mit einer bisschen besseren Appearance wirklich fast den Großteil der Klicks abzugreifen, kann halt, hat sehr, sehr gut funktioniert. Also ich habe eine, ich glaube, ich habe ein paar Beispiele in dem Kurs auch gemacht zu so Barfußschuhen oder so. Letztes Jahr ging das heftig ab. Wir haben den Preis von meinem Onlineshop etwas runtergesetzt, sind so zwei, drei Euro günstiger gewesen tatsächlich. Und der Kollege hat von 20.000 Euro Umsatz bis eine Million Euro Umsatz pro Monat gemacht. Innen jetzt in der heißen Sommerphase, wo halt alle Leute jetzt noch raus wollen. Nur weil die richtige Preisstruktur halt gewählt worden ist. Weil auf einmal die Leute.
SPEAKER_00Genau, weil Pricing wieder in direkt ist direkt sichtbar. Bevor der Kunde schon auf irgendwas draufklickt, sieht er das Pricing. Das ist ja die meiste, wenn du auf Facebook-Ads machst oder sagen wir auch Google Search-Ads, da bist du ja meistens hast ja nicht den Preis irgendwo da drin. Und dementsprechend auch was Conversion anbelangt, hast du bei Google Shopping Ads, zumindest was wir jetzt bisher gesehen haben von allen Google Ads, meistens auch die höchste Conversion, weil der Kunde sieht halt, es ist ähnlich wie bei Amazon, er sucht nach einem Produkt, er sieht schon, auch wenn du das erste Bild sieht, hat er trotzdem ja schon so einen ungefähren Match mit dem Produkt. Er klickt drauf, er kennt schon die Preise vorher und dann vergleicht er vielleicht noch zwei oder drei Sachen, wenn überhaupt. Aber deswegen auch als Tipp mal für alle, gerade auch wenn du noch gar keine Google Ads machst, geht einfach mal hin, stell dir einen Google Ads-Account, guck einfach mal im Keyword Planner, was ist eigentlich an Suchanfragen auf den relevanten Keywords für mein Produkt, weil jeder nutzt Helium 10 oder Co. auf Amazon und schaut sich das da an und sagt, wow, da habe ich 20.000 Suchvolumen und bei vielen Produkten ist es auf Google auch nochmal das gleiche, teilweise ist es mehr, teilweise ein bisschen weniger, je nachdem welche Nische, aber es ist halt auch Kunden, die schon sehr nah an diesem Buy-Etend sind und eigentlich schon Bock haben, Geld auszugeben und halt nur nicht Amazon, sondern Google halt nutzt.
SPEAKER_01Habt ihr Erfahrung mit Website-Gestaltung auch, weil da kommt es natürlich auch stark auf die Webseite an. D2C ist sehr, also die Conversion-Rate-Optimierung ist schon sehr, sehr weit bei D2C. Bei Amazon auch natürlich krass. Wie machst du das anders? Okay.
SPEAKER_00Also du musst dir vorstellen, bei Amazon ist, die Struktur ist ja komplett vorgegeben. Du hast ja mittlerweile auch durch diesen Premium-Abplus, kannst du ja unten schon fast sowas wie eine eigene Website bauen, aber unten halt. Und jeder Kunde kennt, was er sieht, unabhängig jetzt mal, ob das von Amazon gut oder schlecht ist. Aber jeder ist es für jeden Familie, jeder weiß, was ihn erwartet. Und bei Amazon ist es dann so, dass es auf die Bildgestaltung super stark drauf ankommt. Die macht aber der Seller eigentlich nie selbst, sondern gibt die eigentlich immer ab. Das heißt, man hat selbst nicht so viel Erfahrungen beim Shop, hast du natürlich erstmal so diese First, diese Hero-Section ja meistens, irgendwie, okay, worum geht es überhaupt auch in dem Shop? Nicht nur ein Produkt, sondern was erwartet mich überhaupt in dem Shop, was vermittelt der Shop für Werte, Trust Badges, bekannt aus, solche Geschichten. Das ist natürlich nochmal ein anderes Game und ich glaube, das ist tatsächlich auch einer der größten Skills, die du lernen musst, weil du ja auch teilweise Kunden erreichst, die viel kälter sind. Also bei Amazon gehst du ganz oft auch direkt schon in den Produktvergleich auf deinen Bildern ein. Also du hast unser Produkt, andere Produkte, weißt du, so eine Checkliste oder sowas. Das ist auf Shops zum Beispiel deutlich seltener, sehe ich sowas.
SPEAKER_01Du hast einen ganz anderen Trust-Faktor. Wenn ich jetzt Amazon bin, weiß ich, okay, ich weiß auf Amazon, ich weiß, was ich bekomme und Co. D2C-Brands, hast du meistens, in einem Online-Shop hast du meistens nicht sofort den Trust, vor allem als Neukunde, wenn ich reinkomme, weil ich da noch nicht gekauft habe. Ich weiß nicht, ist das Produkt legit, welche verarscht. Ja, genau. Bewertungen sind ja auch extrem wichtig. Sieht das vertrauenswürdig aus und das, diese ganzen Komponenten müssen da auch mitkommen.
SPEAKER_00Hast du so drei, hast du mal gerade so drei Quick-Tipps in einem Shop, jetzt nicht so diese super Basics, irgendwie Boston Menü oder Categories oder sowas, sondern so drei coole Sachen, wo du sagen würdest, hey, die machen vielleicht viele falsch und da sollte man drauf achten, um diesen Trust zu machen.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, was viele machen, sind so viel extra, wenn sie ihren Online-Shop bauen. Das heißt, eigentlich kannst du mit den ganz klassischen Themes gehen, solltest du auch, dass du fast schon fast schon vergleichbar auch ausschaust mit deinen, weil die der Shop allgemein, wie er aufgebaut ist, das ist mittlerweile gelernt, wie ein D2-CB-Shop aufgebaut ist. Da guckst du hier einen Snocks-Shop an, ne, weißt ganz genau, ey, so sollte ich den vielleicht grob aufbauen. Super Easy, ne? Das wird schon alles durchgetestet. Also nicht zu viel jetzt verkünsteln in der Shop, im Shopdesign. Trust aufbauen, ganz klar.
SPEAKER_00Also ganz kurz, was du damit meinst, zum Beispiel irgendwelche wilden Farbkombinationen oder überall sind Farbsprengler drin und irgendwie die Texte bewegen sich, drehen sich dreimal um.
SPEAKER_01Mach einfach einen Shopify-Store. So, wo ist das Problem? Also du willst jetzt nicht mit irgendeinem JTL-aufwändigen JavaScript-Online-Shop da um die Ecke kommen. Also nutzt Shopify, hol dir ein Theme, was passt. Dann vielleicht sogar eine Beratung reinzuholen oder ein paar Themes noch zu testen. Und dann Trust, ganz klar, also Bewertungen, möglichst auch echte Bewertungen sammeln.
SPEAKER_00Welche App würdest du da empfehlen? Oder hast du so, weil wir nutzen zum Beispiel gerade viel JudgeMe. Reviews.io sieht man oft. Also es gibt ja verschiedene.
SPEAKER_01Ja, ja, Reviews.io, auf jeden Fall auch eins meiner Favorites. Judge Me kannst du auch machen. Judge Me ist auch, teilweise kann es sehr sketchy sein. Warum? Du kannst natürlich deine eigenen Bewertungen auch reinschreiben, wenn du, wenn du nicht weißt, wenn du willst. Ja, es geht schon. Das heißt, Reviews.io ist, glaube ich, so das Tool, wo du, der Go-To. Da ist auch viel Trust dahinter und wächst auch immer weiter. Ist ein gutes Tool.
SPEAKER_00Okay, wenn ich jetzt den Shop starte, dann bin ich ja bei Null Bewertung. Habe ich Null Bewertung auf Amazon, das ist noch was anderes, weil der Trust ist trotzdem ein bisschen dadurch Amazon. Auf dem Shop ist es natürlich hilarious. Man kann aber also auch an alle, es geht auch bei Reuser.io, das hatten wir am Anfang, man kann auch Bewertungen tatsächlich importieren von Amazon für die Produkte. Also bei Judge Me weiß ich, dass es geht, aber bei JudgeMe, wie gesagt, da kannst du halt viel auch ein bisschen sketchy-Stuff machen.
SPEAKER_01Ja, du darfst bei JudgeMe, es muss sich halt richtig anfühlen. Du kannst ja jetzt keine sofortigen 20.000 Bewertungen da reinballern mit ChatGPT, die irgendwelche Fake-Namen ausdenken und dann eine riesige Excel-Tabelle hochladen. Es muss schon irgendwie reasonable sein. 20.000 Bewertungen, let's go. Hast du eine gewisse Anzahl an Bewertungen, die sein müssen? Ich glaube, also es muss.
SPEAKER_00Also auf dem Shop, glaube ich, also meine persönlichen Dings, du solltest immer, du sollst jetzt nicht so 2, 3 haben, aber so ab 2030 ist eigentlich, dann geht es so das so ein bisschen zurück. Ob du jetzt 16.000 hast oder 2000, ist, glaube ich, nicht mehr so dramatisch.
SPEAKER_01Genau, genau. Vielleicht kann man sich so auch im Wettbewerb orientieren, wie viel Bewertung hat so der Wettbewerb?
SPEAKER_00Aber gut, also bleiben wir erstmal auf der grünen Seite des Gesetzes und sagen einfach, du kannst von Amazon importieren, da hat man ja oft dann schon, zumindest jetzt bei unseren Zuhörer, schon viele Bewertungen.
SPEAKER_01Genau, was ich mit grüner Seite meine, hey, was ist so mein Ziel an Bewertung? Und ich kann ja auch schauen, okay, wie viele Sales hat er vielleicht meinen Wettbewerb, wie stark ist der vertreten?
SPEAKER_00Kurze Frage mal dazu, also ich will gleich noch den dritten Tipp hören, aber Bewertungen spielen bei Amazon eine große Rolle. Du hast eine eigene Strategie, wie komme ich sozusagen an Bewertungen, wie sammle ich möglichst viele Bewertungen. Ist das im Shop, würdest du sagen, weil ich habe immer das Gefühl, wenn du auf Amazon einkaufst, dann bekommst du schon oft auch von den Verkäufern nochmal irgendwas. Wir zum Beispiel machen oft so handgeschriebene Karten oder sowas, wo du wirklich Kunden dann hinterher schickst und da hast du halt eine krasse Quote, ist auch geil für ein Branding in der Fall. Aber ist das für. User Experience ist auch wichtig, ne?
SPEAKER_01Also wenn du ein Produkt schickst und das muss sich sofort richtig geil anfühlen. Also ich habe ja eine eigene Skincare-Brand, Skinbro. Ich mache das mit fünf anderen Jungs aus dem E-Commerce, ja. Und da haben wir schon gemerkt, dass auch die Verpackung gut ausschauen muss. Wir haben so eine Pflegebox, wo du halt ein Peeling drin hast, eine Tagescreme und in der Mitte hast du so eine Reinigungscreme.
SPEAKER_00Ich sehe nämlich gerade, dass wir hier eine haben, die e-commerce.de, wenn du bei uns Kunde wirst.
SPEAKER_01Aber die ist jetzt, die ist glaube ich empty. Okay, aber es ist ähnlich, es ist genau auch so eine Box, die du halt aufmachst. Das ist jetzt leer. Genau, ja, ja, und dann liegen halt die Produkte drin. Aber wir haben hier vorne, ja, haben wir noch so einen QR-Code, wo du halt nochmal auf die Webseite kommst, wo du eine Bewertung hinterlegen kannst, wo du nochmal erklärt bekommst, was du in diesem System halt bekommst, sozusagen. Und da kannst du dann auch schon nach Bewertungen und Co. fragen, hey, jetzt dir gefallen und Co. Und weißt du auch, da hat sich eine Person registriert. Und ja, sowas Haptisches macht natürlich auch super Sinn.
SPEAKER_00Du stellst dich irgendwo hin, das kannst du gar nicht. Du bringst es nicht übers Herz, das zum Beispiel wegzuschmeißen. Never ever.
SPEAKER_01Und du willst den Kunden, der danach, der bei dir gekauft hat, du willst ihn danach eigentlich direkt wieder auch auf dem Online-Shop haben. Das erhöht halt die Bindung und dadurch kann sich die Retention auch entsprechend erhöhen. Weil du viel mehr in Kontakt mit der Brand halt bist.
SPEAKER_00Wo du natürlich auch den Kunden dann willst, dass er immer wieder kauft und wieder kauft und wieder kauft.
SPEAKER_01Stimmt, aber bin ich nicht als E-Commercer interessiert daran, meine Kunden auch an mich zu binden, langfristig? Ja, absolut, extrem klar. Also das gilt ja nicht nur für ein Verbrauchsprodukt. Egal ob ich jetzt Gartenartikel oder sowas verkaufe, möchte ich ja sagen, hey, hat dir die Heckenschere gefallen, wie wäre es mit einem motorischen Heckenschere, was weiß ich, ne? Also das war jetzt ein dummes Beispiel, aber du willst eigentlich eine gewisse Kundenbindung haben, um auch, vor allem, wenn du einen Online-Shop hast, mit deinen Bestandskunden kannst du ja viel mehr machen. Und du willst die auch für dich gewinnen über neue Produkte. Du willst mit denen reden, du sendest denen einen Post-Purchise-Survey, sagst, hey, was willst du noch? Was hättest du, was willst du, was würdest du noch kaufen von uns? Was fehlt dir noch in unserem Sortiment? Und willst diese Produkte auch rausbringen? Wir haben jetzt eine, unsere Kunden haben gesagt, ey, sie hätten gern eine Seife. Sie würden sich auch gerne einseifen. Und dann haben wir so eine Duschseife, so einen wirklich so einen Block haben wir geholt, so richtig schön duftet, schwarz mit Aktivkohle und es ist ein krasser Renner. Rasierer ist schweres Game.
SPEAKER_00Ja, ja, ganz wild, aber so als reines, also auch als reines Beiläuferprodukt.
SPEAKER_01Selbst zu pushen. Nee, nee. Also das Problem ist, wenn du jetzt so eine Rasierst.
SPEAKER_00Ich weiß noch, wir haben bei uns im Lager hatten wir eine ganz große Brand, die Karte.
SPEAKER_01Du kriegst über diesen Rasierhebel, kriegst du die Nutzer nicht, dass sie neue kaufen. Also was willst du denn als Verbrauch anbieten? Rasierklingen, nee, diese Seife, es gibt diese A Launchstein oder so.
SPEAKER_00Naja gut, ich glaube, das größte Verbrauchsprodukt beim Rasierer ist eigentlich der Schaum, oder? Also Rasierschaum.
SPEAKER_01Also, wer rasiert sich nur mit Schaum? Weiß ich nicht. Das ist schon eine Nische.
SPEAKER_00Machst du das? Also wenn du halt keinen, also wenn du einen Bart hast, machst du natürlich nicht, aber wenn du so komplett rasierst.
SPEAKER_01Ja, ja. Ich mache elektrisch, aber es gibt eine, es ist aber eine Nische. Aber nee, Rasierer macht nicht so viel Sinn. Bei Skinball wollen wir diese gepflegten Mann sozusagen feiern. Und Rasierer passt nicht hundertprozentig in die Nische. Also Seifen, Peeling.
SPEAKER_00So diese ganzen, äh, wenn du mal so Nivea, also diese ganzen Rasierer-Ads finde ich immer so, das ist so für mich das Pflegeprodukt. Für den Mann, aber es kann auch gut sein, es ist natürlich eine andere Kategorie. Aber however.
SPEAKER_01Ja, ja. Aber da, und das ist so, da mit dem Kunden auch wirklich in Kontakt zu gehen, war halt der Game Changer, weil wir halt gemerkt haben, dass vor allem die Männer, es ist schwer, die zu akquirieren, aber wenn dann die Männer mal dein Produkt gekauft haben, kommen sie halt zurück. Und das kannst du mit einer eigenen D2C-Brand viel geiler leveragen, als wenn du halt auf Amazon Bestandskunden aufbauen möchtest.
SPEAKER_00Was ich glaube auch so, also genau, bei Amazon ist diese Post-Purchase-Surveys sozusagen alles, du musst es halt im Produkt liegen haben. Produktkatalog zum Beispiel, kann man reinpacken, irgendwie Angebotscodes vielleicht oder so. Aber gut, hast du noch einen dritten Tipp? Also sagen wir mal, man hat schon einen Online-Shop, verkauft schon, macht ein bisschen Umsatz darüber, irgendwas, was vielleicht viele falsch machen oder wo Conversion liegen bleibt, was man vielleicht noch anpassen sollte oder worauf man achten sollte.
SPEAKER_01Also ich glaube, ich setze gerade viel auf Education tatsächlich, wenn es darum geht, im Onlineshop den Kunden durch sein, durch das Produktportfolio durch zu guiden. Ich merke, ich will jetzt wieder diese Kurve auch schlagen zu den Ads an sich. Ich komme zwar über Shopping, da bin ich immer nur so im Bereich, okay, ich suche jetzt nach einem bestimmten Produkt und ich sehe dieses Produkt, okay, dann kaufe ich, weil es irgendwie das günstigste ist. Das sind nur ein ganz kleiner Prozentsatz an Leuten, die genauso agieren. Und das ist nicht so skalierbar. Du bist eigentlich Leute, die eher ein Problem oder eine Lösung haben und mit denen willst du in Kontakt treten und sagen, hey, guck mal, das ist dein Problem, das ist sehr schlimm, weil, und das ist die Lösung, ach hier, guck mal, ich habe das Produkt dafür. Warum? Weil es gibt viel mehr Leute, die noch gar nicht wissen, welches Produkt für sie sinnhaft ist oder sie haben Probleme, sie wissen gar nicht, dass es eine Lösung dafür gibt, als wenn Leute jetzt aktiv nach deinem Produkt suchen. Und um jetzt den Bogen zu schlagen, ich glaube, dass wir mit Education auf unserem Shop oder mit bestimmten Landingpages, es gibt ja jetzt viel auch Editorials, VSL-Funnels und Co. Also es gibt ja tausend Marketingtechniken, die einfach nur sagen, hey, guck mal, das ist das Problem erstmal erklären, was dein Produkt auch löst.
SPEAKER_00Also einfach im Grunde genommen Content auch direkt im Shop, wo du zum Beispiel sagst, keine Ahnung, du hast jetzt irgendein Produkt, du hast einen bestimmten Pain bei dem Produkt, sagen wir mal du verkaufst einen Wasserfilter und du machst dann mal so ein Teaching-Video, warum Leitungswasser schädlich ist zum Beispiel und erhöhst nochmal den Pain dadurch und zeigst dann nochmal ganz genau auch, warum genau dieser Wasserfilter oder warum das Produkt sozusagen hilfreich. Also dass du sozusagen nochmal ein bisschen dem Kunden einfach mehr Knowledge und Know-how gibst über das Produkt, gerade wahrscheinlich bei so.
SPEAKER_01Content ist so key. Nicht nur auch SEO-Technik, auch was die Conversion-Rate angeht. Also nur ein Produkt, dein Preis mit, ey, guck mal, das ist mit einer Relevanz, okay, das ist das Produkt, was ich verkaufe, damit kommst du nicht mehr weiter.
SPEAKER_00Und Content gibt ja auch Trust. Also sobald du Content konsumierst von einer Brand, fängst du ja auch sozusagen an, der Vertrauen fängt an, sich stark zu erhöhen, weil du auch immer mehr Informationen, also einfach, auch wenn nur Content konsumiert wird, ist es trotzdem eine Art der Kommunikation im Grunde genommen und umso länger du mit jemandem kommunizierst, desto vertrauter wirkt ja auch in irgendeiner Form die Person.
SPEAKER_01Hundertprozentig, ja. Also ich setze mich mit einer, wenn ich online einkaufe, setze ich mich mit der Marke, mich mit der Bemarker auseinander. Dann will ich wissen, okay, ich will wissen, okay, löst es meine Probleme? Ich habe meistens irgendwelche Objections in meinem Kopf, ja, warum ich dieses Produkt nicht kaufen sollte, warum es jetzt nicht ganz ist. Vor allem, wenn der Preis vielleicht um höher als 50, 60, vielleicht 100 Euro ist, ja, dann muss ich mir überlegen als Werbetreibende oder als Shop-Betreiber, wie kriege ich eigentlich diese ganzen Obstacles, obwohl ich mit meinem Gegenüber nicht reden kann, wie kriege ich die schon in meinem Content mit abgefrühstückt. Und meistens dann mehr Obstacles als die bei meinem Wettbewerb. Und also guter Content ist, finde ich, ein richtig krasser Game Changer.
SPEAKER_00Alright, dann auf jeden Fall dir vielen Dank für die Insights, für die Themen. Wir sehen uns nächste Woche wieder. Und bis dahin wünsche ich euch allen weiterhin viel Erfolg. Macht's gut. Ciao, ciao.