Ecommerce.de Podcast
Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#142 Dein Produkt in den Einzelhandel bringen
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge erfährst du, wie du dein Produkt erfolgreich aus dem E-Commerce in die Regale des Einzelhandels bringst – von cleverer Produktpräsentation bis hin zu den besten Strategien für Verhandlungen mit Händlern. Lass dich von spannenden Insights und praktischen Tipps inspirieren, die deinen Weg in den stationären Handel ebnen können!
Willkommen beim e-commerce.de Podcast. Den Unternehmerpodcast. Jeden Montag 16 Uhr. Über alle wo es Podcast geht.
SPEAKER_01Ganz rät herzlich willkommen zurück hier beim e-commerce.de Podcast. Heute sitzt Kevin neben mir, gerade eingeflogen aus Düsseldorf, früher auch mal bei uns im Training gewesen.
SPEAKER_00Ja, eigentlich noch immer, ja.
SPEAKER_01Aber auch gleichzeitig aus seinem beruflichen Umfeld absoluter Experte im Bereich Einzelhandel, wie man Produkte nicht nur online verkauft, das worum es hier eigentlich geht, sondern im Grunde genommen genau diese Produkte auch ins Geschäft bringt, in die Regale. Darum geht es heute. Bleib dran, wird super spannend. Viel Spaß damit. Wie auch immer, du kannst ja mal kurz anfangen, vielleicht und so erzählen. Also du, du kommst ja selber aus der, du hast bei wo hast du gearbeitet?
SPEAKER_00In einem Pharmakonzern Johnson ⁇ Johnson, aber in der Konsumgütersparte. Und hab da quasi die Konsumgütermarken, also Listerine, kennt man, Neutrogener, OB, Carefree, ja, das sind so die Konsumgütermarken von Johnson Johnson. Und hab da quasi Handelskunden betreut. Also am Ende des Tages ein Rossmann, Edeka, und hab die Marken reinverkauft, die Produkte der Marken reinverkauft, hab da verhandelt, Produktvorstellungen gemacht und all das, was da halt Daily Business ist.
SPEAKER_01Und dann bist du aber erstmal ja auch sozusagen, bevor du jetzt überhaupt daran gedacht hast, wahrscheinlich mal irgendwie eine komplett eigene Brand da reinzubringen hast, erstmal E-Com abgecheckt. Genau.
SPEAKER_00Genau, richtig. Ich hatte immer den Wunsch, irgendwie was selber zu machen, schon immer. Ich hab dann ursprünglich mal angefangen mit so einer kleinen High-Intensity Fitness Label in Düsseldorf, also so ein Programm und ein bisschen Merge haben wir gemacht. Und dann kam aber Corona und dann war das ganz schnell wieder vorbei. Gott sei Dank hat man da nicht alles auf eine Karte gesetzt. Bin dann im E-Commerce gelandet, bei dir tatsächlich, wie du weißt, und hab dann die ersten zwei Marken auf den Markt gebracht und hab bei der zweiten Marke, bei unserer Wettwäschen-Marke Cozy, überlegt, dass der USB so groß ist, dass das eigentlich auch super interessant für den Handel ist, auch wenn man eben keine große Marke hat. Und hab da eigentlich der Outside of my Bubble sozusagen andere Kontakte akquiriert, ja, oder selber in die Akquise gegangen, was Einkauferkontakte angeht, eben im Haushaltsbereich. Ja, und hab dann gemerkt, das funktioniert grundsätzlich. Und jetzt bin ich so weit, dass ich anderen Marken helfen kann, denen zu zeigen, wie es geht und auch wenn wir Kontakte haben, natürlich gerne zu vermitteln.
SPEAKER_01Ja, geil. Ist ja im Grunde genommen für jemanden, der jetzt erstmal Außenstehend ist und damit noch nie was zu tun hat, eigentlich eine Blackbox. Siehst du es so, checkst es aber nicht. Okay, aber du bist sozusagen damals hast deine eigene E-Com-Brand gegründet. Ich habe gerade schon im Vorfeld erzählt, dass du ja damals dann das mit, glaube ich, drei Kollegen oder zwei, drei Kollegen zusammengestartet hattest. Auch auf unserem allerersten Event, 2021 im Oktober damals in Continental war das, ne? Hier in Berlin war. Da ging's los. Und dann, du warst jetzt aber auch mit bei uns auf der Mastermind in Ibiza. War sehr geil, oder?
SPEAKER_00Ja, das war eine perfekte Mischung. Ich habe auch viel danach noch drüber erzählt. Aus einfach mal die Bubble zu verlassen. Man kann sich ja nicht davor retten, irgendwie immer in die gleichen Routinen zu gehen. Und Ibiza war eine perfekte Ablenkung und gleichzeitig wieder mega interessanter Input, super viel gelernt, sowohl E-Commerce als auch nicht-E-Commerce. Also wir haben ja auch da das Thema Handel groß und breit besprochen. Also es war eine super geile Erfahrung. Ich freue mich aufs nächste Mal.
SPEAKER_01Ja, es war echt, also ich fand es von A bis Z, weil im Grunde genommen, ich habe immer so das Gefühl, so eine Mastermind hat immer so zwei Ziele. Einmal, hat, also zumindest jetzt, das war unser zwei Ziele. Also einmal willst du natürlich rein thematisch so neue Inspirationen. Also Inspiration ist ein Punkt und Strategie natürlich, aber Inspiration ist eine Sache, die hast du nicht jetzt aus einem normalen Training oder ein Kurs, der muss nicht unbedingt inspirierend sein, sondern der soll in erster Linie wissensvermittelt sein. Mastermind soll natürlich auch irgendwo inspirierend sein, wo du halt vielleicht, du triffst halt andere und die haben, die sind schon drei, vier, fünf Schritte weiter und du siehst das und die erzählen darüber, als wäre das super easy und du denkst dir, ey, what the fuck? Und so weiter und so fort. Und haben diese Inspiration und gleichzeitig haben wir das Ganze, also das ganze Wissenstechnische halt gepaart mit so einem Lifestyle-Event auch.
SPEAKER_00Auf jeden Fall, ja, wie gesagt, du, also das ist, finde ich, so das Paradebeispiel für, wenn du was machst, worauf du Bock hast, fühlt es sich nicht für Arbeiten an. Also du bist da irgendwie zwei, drei Tage am Start und bist produktiv. Natürlich gehst du abends vielleicht auch mal ein Bierchen trinken oder gehst mal an den Strand oder so. Aber die ganze Atmosphäre, also es muss man eigentlich mal erlebt haben. Muss jener mal machen.
SPEAKER_01Ja, ja, wir haben in, wir haben in Ibiza eine Villa gehabt. Wie fandest du die? Also wir haben tatsächlich relativ lange geschaut, weil wir wollten sozusagen als Location in Urlaub, also wir wollten sozusagen reisen und arbeiten verbinden. Haben wir gedacht, okay, warum, also wenn alle in Deutschland traveln müssen, du hast gerade gesagt, mit der Bahn brauchst du irgendwie sechs Stunden hier nach Berlin und im Flieger brauchst du halt irgendwie wahrscheinlich insgesamt irgendwie eine Stunde eine Stunde in der Luft zu. Ja, dann haben wir zwei unterwegs. Bist du vielleicht zwei unterwegs? Da haben wir gedacht, ey, okay, ob wir das jetzt in Berlin machen oder in Ibizaus von der Anreise für die meisten Leute wahrscheinlich das gleiche. Die fuckelt so, warum nicht? Und dann haben wir halt überlegt, so nicht so einen klassischen Seminarraum zu nehmen. Und dann haben wir halt diese eine, also die Villa war schon ziemlich groß, ich glaube, ich weiß gar nicht, wie viele Schlafzimmer hatten wir irgendwie sechs, sieben Schlafzimmer, acht Schlafzimmer. Also die war auch zum Wohnen groß, aber vor allem als Austragungsort, weil die halt so diesen Spot in der Mitte hatte.
SPEAKER_00Ja, es hat super gepasst, ne? Also ich meine, das Wetter hat auch mitgespielt, weil es nicht brutal heiß ist, sodass du es draußen nicht ausgehalten hast. Das hätte ja auch passieren können. Und hat aber auch nicht geregnet, was. Ja, strahlener Sonnenschein.
SPEAKER_01Es war schon so. Ja, und das Witzigste fand ich, das Witzigste war, da warst du, aber was, naja, warst du glaube ich nicht dabei, da muss ich nochmal muss ich nochmal einen Podcast, der kommt jetzt vielleicht davor oder danach mit Tim, mit Adrian, Lars Bücher und der Mann von Lars und ich. Wir waren da noch in diesem einen, in diesem einen Club, was nicht toll war, aber das Witzige war, war das Ganze drumherum, was da so passiert ist, das war so ziemlich lustig. Aber da müsst ihr eine andere Folge einschalten. Das kommt dann wahrscheinlich davor oder danach, aber wie auch immer. Ja, aber hattest du so ein Key Learning oder irgendwas, was du so gesagt hattest, boah, ja, das fand ich jetzt so super spannend.
SPEAKER_00Also tatsächlich, das ganze Thema Finanzierung und Zahlungsziele quasi als, ich sag mal, Finanzierungsmittel nutzen oder für sich Nutzen noch effektiver nutzen. Das war super interessant, gerade weil das auch bei uns jetzt bei einem Projekt sehr relevant ist und auch etwas ist, was ich meinen Kunden im Prinzip weitergeben kann, weil ja auch da klar Mengen eine Rolle spielen, ja, und diese Mengen wollen finanziert werden und wenn man das idealerweise aus dem Zahlungsziel oder aus dem Cashflow herausmachen kann, ist das natürlich vorteilhaft.
SPEAKER_01Ein kurzer Hack an alle Zuhörer vom Podcast wollen natürlich auch ein Value an der Stelle mit euch teilen, was ich ziemlich geil fand. Daran sieht man auch wieder, wie wertvoll es ist, sich mit anderen auszutauschen, nicht dieses, yo, ich mach alles selbst, das ist das Dümmste, was man. Also gerade wenn man wieder von so einer Mastermind kommt, da denkt man so, wie kann, wie können Menschen alleine zu Hause sitzen und das alleine machen wollen. Zum Beispiel, ich weiß gar nicht, von wem der Tipp gerade kam, aber es funktioniert tatsächlich. Amazon zu schreiben, ey, bei den Ads, also gut, das ist jetzt kein Einzahlenstipp, aber es ist bei den Ads, hey, können wir die Abrechnungssumme auf 10.000 Euro erhöhen, also immer erst dann die Ads abrechnen von meiner Kreditkarte, wenn ich ein bestimmtes Limit erreicht habe, sprich dadurch natürlich viel später erst auch die Ads bezahlen. Das heißt, und das aber komplett planbar halt, ne? Ohne irgendwie Zinsen oder sonstiges drauf zu zahlen. Und das funktioniert. Also wir haben es jetzt, wir haben es selber gemacht und ich glaube, wir haben bei zwei, drei anderen Leuten, die davon berichtet haben, dass es geklappt hat. Und jetzt auf 10.000, wir können jetzt mal ausprobieren, ob man vielleicht auch mehr. Also wenn ihr zuhört, könnt ihr auch gerne mal nach mehr fragen. Funktioniert natürlich nicht, wenn du jetzt wahrscheinlich ein Produkt hast und 100 Euro und wir haben einen Tag Adspend hast. Dann wird es ja nur alle drei oder vier Monate mal Ads bezahlen. Aber ja, das war auf jeden Fall ein geiler Benefit. Kurzer Einschiebe, auch Finanzierung. Eigentlich müssten hier die Trompeten ausgefahren werden. Hat Videoteam leider vergessen, die Vorbereitung dafür zu treffen. Wir haben auch jetzt gegründet e-commerce.de Finance GmbH. Ich habe gestern Nacht um 1.30 Uhr die Website und die Beschreibung dafür gemacht. Das heißt, wir können auch in Zukunft Ware finanzieren und dann darüber hinaus nochmal beim Wachstum helfen. Aber cool. Das heißt, hat sich gelohnt für dich, Mastermind war geil.
SPEAKER_00Und nur zu empfehlen. Also einfach mal einfach mal rauskommen, einfach mal anderen Input bekommen, der weiterhilft.
SPEAKER_01Muss man aber auch ein gewisses muss schon ein gewisser Schlag von Menschen sein, oder habe ich danach gedacht, das war schon gut, wen wir so mitgenommen haben.
SPEAKER_00Fand es so, weil ich fand es, genau, also ich fand es halt super ausgeglichen. Also es war alles irgendwie dabei. Es hat einfach Spaß gemacht.
SPEAKER_01Genau, es war alles dabei, aber ich habe auch so gedacht, okay, es könnten auch Leute dabei sein, die den Vibe dann so ein bisschen, also die das so ein bisschen hätten killen können, weil es war schon eine sehr durchweg sehr positive und lockere und offene Stimmung auch. Also, ja, wobei, es hat einfach gepasst, stimmt. Es waren auch echt Leute dabei, wo man das erstmal nicht so gedacht hätte, vielleicht, dass es so. Okay, alles klar. Weißt du, wie viele, äh, es war, war irgendjemand dabei, der schon mal was im Einzelhandel verkauft hat?
SPEAKER_00Ja, der Sebastian, Herz. Dann, ähm, ja gut, da waren halt so ein paar im Einzelhandel jetzt nicht direkt, also im stationären Handel vielleicht nicht direkt, der Fabian, der quasi über die Marktplätze der Einzelhändler kommt, was ja eine faire Strategie ist, damit zu starten. Aber ich glaube so nicht wirklich, ne? Außer Sebastian, glaube ich, keiner.
SPEAKER_01Alright, dann lass uns mal rein starten. Also, Thema Einzelhandel. Also erstmal Produkte offline verkaufen im Grunde genommen. Vielleicht, um das mal so reinzustarten. Du hattest auf der Mastermind hattest du so ein Bild mit so einem Teich und da drum saßen sozusagen super viele Angler, was so ein bisschen so diesen E-Comm-Teich war und dann sozusagen auch einige Fische und dann war aber dieser Einzelhandelsteich, wo sozusagen super wenig Angler waren, aber auch halt super viele Fische.
SPEAKER_00Du hast jetzt gehört, das Bild hat dir gefallen.
SPEAKER_01Ja, ja, ich habe das Bild reproduziert für die Seth, hast du das gesehen? Luca hat mir geschrieben. Luca, Digga. Ja, äh, ich habe es übersetzt auf einem anderen News Case. Ich habe es etwas schöner, glaube ich, rausgerendert mit Hai zu, aber nein, was. Also wie auch immer, aber das war sozusagen so deine Darstellung erstmal. Vielleicht, was ist das Potenzial oder was? Ich meine, es ist jetzt ja klar, dass man, also für die wenigsten Leute wird das jetzt wahrscheinlich möglich sein, okay, du bist in drei Monaten, wenn du jetzt alles richtig machst, bist du irgendwie bei Lidl, Aldi, Edeka oder je nachdem, in welchem Bereich deine Produkte halt fallen, bist du überall drin und machst irgendwie 50 Millionen und fragst Adi das, ob die dich kaufen wollen. Was ist so ein realistisches Potenzial aus Sicht von einer E-Com-Brand?
SPEAKER_00Also ganz grundsätzlich sage ich immer, du brauchst einen von drei Brückenpfeilern sozusagen, also einen von drei Pfeilern, der dich aus dem E-Commerce oder auch vielleicht aus gar keiner vorhandenen Vertriebsstrategie bis jetzt in den Einzelhandel bringen kann. Das eine ist, entweder du hast einen absoluten Game Changer, also eine Neuerung, die wirklich die Welt verändert. Weil am Ende des Tages musst du immer die Frage stellen, was hat der Einkäufer davon, was möchte der Einkäufer, der Einkäufer möchte von, oder der Händler möchte von einem funktionierenden Produkt mit profitieren am Ende des Tages.
SPEAKER_01Klar, der begrenzt Platz in seinen Regal und kann nicht jetzt 20 Auswahl mit.
SPEAKER_00Ja, und das ist ja auch der Grund, warum E-Commerce so attraktiv ist, weil jeder, also die Einstiegshürden sind halt quasi nicht vorhanden. Ein Amazon-Listing ist schnell gemacht. Ich sage nicht, dass ein gutes Amazon-Listing schnell gemacht ist, aber grundsätzlich kann erstmal jeder mitspielen. Auch ein Shopify-Store ist schnell eröffnet. In den Regalen der Händler sieht das anders aus, da ist Verdrängung notwendig. Und genau, um die Brücke zurückzuschlagen, also entweder das eine technische Neuerung, wo der Händler sagt, okay, wenn wir das gut kommunizieren können, dann fliegt das raus, auch ohne, dass du eine Marke hast, ohne dass du bisher irgendwie Online-Verkäufe gemacht hast. Das zweite ist, du hast eben eine starke Marke, ja, das heißt, du bist bekannt und die Kunden gehen gerne dann zu dem Händler, um diese Marke zu kaufen. Und das dritte ist, du hast halt einfach so ein Proof of Concept, so ein Produkt Market Fit, da brauchst du den Proof dann aus dem E-Commerce, bist also Top-Seller in deiner Nische, dass du eben etwas richtig machst. Und das kann dann natürlich auch ein Argument sein.
SPEAKER_01Obwohl das Produkt relativ ähnlich ist, vielleicht zu bestehenden. Genau. Lass mal ein Beispiel haben. Also zum Beispiel, was mir direkt gerade einfällt, zum Beispiel ein Produkt ohne eine krasse Neuerung jetzt, aber was im Einzelhandel wahrscheinlich auch irgendwo vertreten ist, zum Beispiel so Snock Socken. Die haben nicht die Welt verändert, aber die haben halt eine Brand aufgebaut, die echt so populär geworden ist und dadurch gibt es halt Einzelländer, die wollen die einfach mithaben zum Beispiel C und A, oder keine Ahnung, ich weiß jetzt nicht, aber sowas, ja. Und hast du gerade mal so ein Beispiel für ein Produkt für eine Neuerung, außer vielleicht so Höhle der Löwen sind ja so klassische Produkte.
SPEAKER_00Genau, richtig. Also Hülle der Löwen und wir kennen ja alle Ralf Dümmel von Hülle der Löwen. Also jeder, der Hülle der Löwen geguckt hat, wird Ralf Dümmel kennen. Er macht ja nichts anderes, ja. Also der holt sich, natürlich muss man da dazu sagen, ist die Ausstrahlung dieser Sendung nochmal ein absoluter Marketinghebel. Das heißt, in dem Moment rennen natürlich alle in die Läden. Aber am Ende des Tages ist es halt die Frage, hat das Produkt eine Daseinsberechtigung hinsichtlich wirklich funktioneller USPs? Und wenn dem so ist, dann ist die Frage, wie kommuniziere ich das am Regal, um eben vielleicht auch so ein bisschen Impulskauf zu triggern oder eben am Regal zu überzeugen. Und wenn die zwei Sachen stimmen, dann verkauft sich das auch raus. Und am Ende des Tages ist das das Einzige, was der Händler will, dass das, was er einkauft, sich natürlich auch rausverkauft.
SPEAKER_01Okay, alles klar. Und das heißt, also potenziell könnte das erstmal fast für jeden in irgendeiner Hinsicht, vielleicht nicht sofort, aber zumindest perspektivisch interessant werden. Was ist jetzt so, oder sagen wir mal andersrum, jetzt erstmal gar nicht aus Händlersicht, sondern so pauschal. Kann man so grob sagen, was so ein Einzelhändler an Marge macht auf ein Produkt oder Marge haben will?
SPEAKER_00Es kommt komplett drauf an. Also es geht von bis, ich sag mal so, zwischen, und das hilft halt keinem weiter, zwischen 20 und 60% ist alles drin. Es kommt absolut auf Kategorie an und auf die Drehzahl, also wie oft verkauft sich das auch raus, weil man kann natürlich mit einem Produkt, was vielleicht nur 30% Marge für einen Händler abwirft, aber sich fünfmal in der Woche verkauft, mehr rausholen, als wenn du 50% Marge hast, aber eben nur einen verkaufst. Logisches Rechenbeispiel. Und hinzu kommt natürlich, wir denken immer, du sagtest es auch gerade an Edeka und Rossmann und. Du denkst erstmal immer nur an diese großen, ja. Genau, und das ist ja nicht alles. Also es gibt gewisse, auch da Kategorien, in denen der Markt noch sehr fragmentiert ist. Also Elektro ist so ein Ding. Elektro-Fachhändler gibt es ja wirklich noch an jeder Ecke. Und dann hast du so einen Drogeriebereich, die die Kern-Sortiment-Drogerie machen. Da hast du eigentlich nur noch die drei großen mit DM Rossmann und Müller, ja. Und da ist der Markt eben weniger fragmentiert. Und die Strategie und der Vorteil bei fragmentierten Märkten ist, du kannst eben auf Schlagzahl mit kleinen Händlern anfangen. Du kannst wirklich inhabergeführte Händler mit ins Boot holen von Anfang an.
SPEAKER_01Beste Beispiel sind immer meiner Meinung nach Fahrradgeschäfte. Also du hast einfach keine großen Ketten, du kannst im Grunde genommen die einfach kontaktieren, du kannst ja irgendwo die ganzen Kontakte in irgendeiner Form scrapen, die einfach mal fragen. Selbst wenn der ein Produkt jetzt nicht die, die wahrscheinlich die allerkrassen, sondern so ein bisschen was wahrscheinlich von dem, ich glaube, es ist, also aus meiner Perspektive jetzt, wenn ich das denken müsste, kannst du ja sagen, was du davon hältst. Denke ich so, in so einem Bereich ist es nicht verkehrt, wenn du sozusagen so ein bisschen was vom ersten hast, also so einen guten USP, also grundsätzlich ein geiles Produkt schon mal. Es muss jetzt nicht die Welt verändern, aber hat irgendwas, was vielleicht die anderen nicht haben? Kann auch sein, dass es einfach pricing-technisch. Manchmal gibt es ja einfach nur teure Marken dann im Einzelhandel. Und auf der anderen Seite hast du sozusagen so diesen Online-Case und kannst sagen, ey, schau mal, wir haben hier zigtausend positive Bewertungen, die Kunden lieben das Produkt, die kaufen, das überkloppt. Habt ihr nicht mal Lust bei so einem Einzelhändler, da spricht man ja auch nicht direkt über Stückzahlen dann über eine hohe Stückzahl, wahrscheinlich über irgendwie 30 Stück oder 20 Stück oder sowas, nehmen die wahrscheinlich dann erstmal ab.
SPEAKER_00Auch das, genau, also wenn du einen einzelnen Laden hast, auch das kommt natürlich darauf an. Also wenn du jetzt ganze Fahrräder machst, wird dir keiner auch auf einen Schlag 30 Fahrräder abnehmen. Aber wenn du zum Beispiel ein Schloss machst, dann ist das wahrscheinlich eine legitime Stückzahl. Das ist auch eine Frage, die mir oft gestellt wird, mit wie viel Stück kann ich denn rechnen? Auch das kommt natürlich komplett drauf an. Es ist das Kernsortiment des Händlers, dann eher, also Beispiel, ein Edeka verkauft natürlich weniger Haarwachs als ein DM pro Filiale Haarwachs, einfach weil es ein Neben und ein Hauptsortiment gibt. Und da ist ein einfacher Trick, geht einfach in die Filiale und frag mal. Also wenn du einen Händler hast, in Aussicht, mal angenommen, du hast Fahrradschlösser, dann gehst du einem Fahrradladen um die Ecke und sagst, wie viele Fahrradschlösser verkauft ihr eigentlich so über alle Brands hinweg? Und dann machst du deine Rechenhausaufgaben und dann ziehst du dir das hoch über die Filialen, die es so gibt. Also du fragst natürlich nicht nur eine Filiale, du fragst zehn, um irgendwie eine Stichgrube zu haben, die auch ein bisschen was aussagt. Aber es gibt Mittel und Wege, immer an die Informationen zu kommen. Und für nichts gibt es leider eine pauschale Antwort.
SPEAKER_01Ja, sicherlich ein super individuelles Thema. Nichtsdestotrotz so grobes Schlagwerte, was zum Beispiel, was ich total spannend finde, ist wahrscheinlich auch die Absatzzahlen pro Filiale sind ja wahrscheinlich, wenn wir es jetzt im E-Com-Vergleich denken und erstmal, hä, da geht ja gar nichts in Anführungsstrichen, weil du natürlich nur ein Mikrosortiment von einem ganz großen bist. Kann man wahrscheinlich auch nicht pauschalisieren, aber was würdest du denn so sagen, wie jetzt wenn man an Stückzahlen denkt, dann muss ja auch in irgendeiner Form ein Vorlauf da sein, Artikel müssen reinkommen. Gibt es so einen Punkt, wo du sagst, okay, man müsste irgendwie das oder das erreicht haben als Brand, dass man sich überhaupt mal wirklich damit auseinandersetzt, okay, wie kriegen wir einzahlen? Oder macht man das einfach mal, um das Potenzial abzuchecken?
SPEAKER_00Also ich finde, es spricht nichts dagegen von Anfang an, das mit zu planen. Also du musst ja, wenn du weißt, worauf es ankommt am Ende und du frühstückst das mit ab bei deinem Import, bei deinen Marketingstrategien und so weiter, dann tut es ja nicht weh. So, und wenn du dann, kannst du entweder parallel pitchen, sozusagen, bei kleinen Händlern oder auch bei großen. Oder du machst es halt später, wenn du erstmal sagst, du möchtest gucken, ob das Produkt überhaupt ein Produkt Market Fit hat und dadurch ist eben E-Commerce ja die beste Plattform, dann geht das auch. Aber es spricht auch nichts dagegen, von Anfang an mit einem mit einer Gehirnhälfte sozusagen mit über den stationären Handel nachzudenken. Denn am Ende des Tages, du hast das Bild ja gesehen, spielt da natürlich auch noch die Musik, ja. Und kann man mitnehmen, sollte man mitnehmen.
SPEAKER_01Genau, insgesamt Markt, was sind aktuell so zahlentechnisch, wie viel größer ist der Einzelhandel noch als der E-Commerce? Also ganz gut. Also jetzt in unserem, also was, wenn man den sozusagen all in all vergleicht, ist der natürlich exorbitant wahrscheinlich wie 8, 9, 10 Mal größer. Es sind natürlich bestimmte Gruppen oder artikelgruppen, die sind halt einzelhandelsträchtig, zum Beispiel Lebensmittel oder sowas, was wahrscheinlich mit dem Einzelhandel auch der größte oder mit eines der größten Volumen ist, ist natürlich wahrscheinlich irgendwie 90, 95, 99 Prozent oder sowas wird wahrscheinlich.
SPEAKER_00Wahrscheinlich, weil da natürlich Regionalität jetzt auch immer mehr eine Rolle spielt, ja gerade bei frischen Lebensmitteln und Kühlung und so, das ist einfach, da ist die Infrastruktur, glaube ich, in der letzten Weile hier im E-Commerce noch nicht ausgereift genug. Da gibt es andere bessere Beispiele in anderen Ländern. Das ist ja auch frische, glaube ich, oder?
SPEAKER_01Ist das so ein Ding? Würde man das bestellen? Also ich hasse zum Beispiel einkauf und ich habe eine Zeit lang mal immer diese Lieferdienste genutzt, aber die gibt es, glaube ich, nicht mehr. Und ich habe ja mittlerweile eine Freundin, deswegen. Nee, aber was, also sagen wir mal jetzt für eine normale Kategorie, die du sowohl online als auch offline kaufst, sagen wir jetzt mal so ein Beispiel sowas, was würdest du schätzen, so bei so Fahrrad- oder Elektro-Geräten zum Beispiel, wie oft werden die online gekauft versus offline?
SPEAKER_00Also ich glaube tatsächlich, diese ganze Elektro-Geschichte, da geht schon Richtung, ich will nicht sagen 50-50, aber da nimmt auf jeden Fall rasant E-Commerce zu. Overall, also gesamtes Einzelhandelsvolumen in Deutschland ist so 85 zu 15 ungefähr, wobei von den 15 natürlich Amazon ungefähr die Hälfte ausmacht.
SPEAKER_01Ja, aber wie gesagt, also habe ich jetzt auch nicht für jede Kategorie im Kopf, aber du hast ja auch einen Fall, also du kannst auf jeden Fall damit rechnen, dass du mindestens in den meisten normalischen mindestens nochmal genauso viel Umsatz hast im Einzelhandel wie im E-Com meistens das Doppelte, Dreifache oder Vierfache.
SPEAKER_00Wir müssen natürlich, also rein von der Begrifflichkeit jetzt, jeder E-Commercer macht am Ende ja, oder die meisten machen auch Einzelhandel. Einzelhandel heißt ja nur, ich verkaufe an den Endkunden. Wenn wir hier von Einzelhandel sprechen, dann meinen wir natürlich den stationären Einzelhandel, der Händler, der verschiedene Produktenmarken einkauft und die an den Endkunden verkauft.
SPEAKER_01Okay, wie würde ich jetzt, also sagen wir mal, ich habe ein Produkt, unabhängig jetzt mal von der Kategorie, was ist das Vorgehen? Also du hast gerade gesagt, okay, man könnte zum Beispiel, wenn man jetzt so einen fragmentierten Markt hat, das haben ja nicht alle Produkte, aber wenn man das hat oder in seiner Art und Weise sieht, dann könnte man einfach mal loslaufen, einfach mal in die Geschäfte reingehen und fragen, dass zum Beispiel wäre ich, also wenn ich jetzt an zu Hause denke, zum Beispiel im Fahrradgeschäft, da würde ich ein, zwei Leute kennen, da würde ich wahrscheinlich, also da könnte ich mir darauf vorstellen, dass sie mir tatsächlich darauf eine Antwort geben würden, wenn ich frage. Kann ja auch für die interessant sein. Aber was ist so allgemein? Also was ist so der erste Schritt, um da was zu machen?
SPEAKER_00Also grundsätzlich ist das schon einer der besten Schritte zu sagen, ich gehe auf einzelne Händler zu, weil gerade auch in dem, ich sag mal, die, die das, die die LEH, also Lebensmittel, Einzelhandel, als ihr Kernsortiment haben, führen ja auch ganz viel Nebensortiment. Beispielsweise so ein Edeka, so ein Rewe. Und bei denen ist der Vorteil, also in dem Supermarktbereich, dass du oder Verbrauchermarkt, dass du da auch sehr viele selbstständige Einzelhändler hast. Die sind zwar unter dem Edeka-Dach, aber am Ende des Tages bestimmen die selbstständig ihr Portfolio und müssen nicht über die Zentrale alles einkaufen, sondern können auch regionale Produkte, die eben nicht in der nationalen Listung von der Edeka beispielsweise sind, listen. Das heißt, jeder kann zu einem Edeka gehen, auch wenn du keine Ahnung, Holzkohle machst oder irgendwas, was halt oder Drogeriebedarf oder Nahrungsergänzungsmittel und kann einen Deal mit dem Filialleiter verhandeln, das einfach mal auszuprobieren. Und wenn du das in fünf Filialen machst und sich das gut rausverkauft, dann wirst du mit Sicherheit diese Filialleiter im Rücken haben, dich mal bei der, vielleicht erstmal regionale oder dann auch nationalen Zentrale in Hamburg zu pitchen. Also klein anfangen, um sich selber so ranzutasten und ein Proof zu arbeiten, ist auf jeden Fall immer ratsam. Geht auch nicht immer, weil gerade wie auch im Drogeriebereich ist es halt nur zentral. Gesteuert, also da entscheidet nicht der Filialleiter, ein regionales Produkt reinzunehmen in der Regel, sondern da läuft es über die Zentrale. Aber in den allermeisten Kategorien ist das ein guter Angang. Dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, es schießen ja gerade auch hier Marktplätze aus dem Boden, ja, in allen möglichen, also jeder Einzelhändler, jeder stationäre Einzelhandler macht jetzt ungefähr einen Marktplatz, so gefühlt. Auch da Listen, ja, mit der Power, die ihr habt von E-Commerce Day oder woher auch immer. Also wenn ihr den Proof habt, wenn ihr wisst, wie es geht, wie Marktplatzgeschäft funktioniert, skaliert auf die Marktplätze von einem Hornbach-Bauhaus, was weiß ich, wer werde ich. Du wächst einfach alle Plattformen nehmen, die es gibt. Exakt. Und dann da performen und dann einmal die Woche den Einkaufer fürs stationäre Geschäft anrufen.
SPEAKER_01Wo kriege ich den Kontakt von dem her?
SPEAKER_00Da gibt es auch Tipps und Tricks. Das Beste ist natürlich persönlicher Kontakt, sprich messen, lauft auf Messenwerk.
SPEAKER_01Du wirst höchstwahrscheinlich auch nicht drum rumkommen. Also zum Beispiel, ich sage mal, also es ist jetzt ja nicht ein Thema, wo du eine Million Videos, Erklärungen oder sonstiges findest, weil es wahrscheinlich auch ein individuelles Thema ist. Am Ende brauchst du ja jemanden, der dich irgendwie damit in die Hand nimmt und irgendwie so zeigt, okay, so und so gehst du vor oder so verhältst du dich auch. Ich sage jetzt mal, klar, du kannst es mal anrufen und sagen, okay, so und so funktioniert das halt, wie verhandle ich jetzt sowas? Woher weiß man auch, ist das normal, ist das nicht normal? Man muss ja auch ein Gefühl dafür entwickeln. Wir haben zum Beispiel damals mal mit der ganz kurz mit Aldi in Kontakt, mit der Einkäuferin bei uns für ein Produkt, weil das von meiner Freundin, eine gute Freundin, die kannte die und darüber ist der Kontakt entstanden. Und das wäre zum Beispiel von uns von den Preisen her, wäre das gar nicht umsetzbar gewesen. Das ist natürlich auch noch was anderes. Aldi ist sicherlich wahrscheinlich nicht der einfachste Verhandlungsbehörde.
SPEAKER_00Nein, Hardcore-Discount, ne? Low Price.
SPEAKER_01Ja, ja, genau. Discount ist wahrscheinlich das Heftigste. Aber in so einer Art und Weise könnt ihr könnt ihr ja gerne zum Beispiel meinen Kevin Wenden, keine Ahnung, Instagram oder was auch immer. Oder hast du auch, wie ist die Domain-Webseite oder hast du auch eine Webseite dafür?
SPEAKER_00Ja, e-commer-tu-retail.com. E-Con Retail, genau. Oder LinkedIn, Instagram, ich meine, man findet mich ja, wenn man möchte.
SPEAKER_01Und dann kann man mal schauen, in welcher Art und Weise das ganz, ganz, ganz konkret funktioniert. Jetzt vielleicht mal so abschließend, was ist denn so eine so eine potenzielle Story, die man so erzählen könnte? Also irgendwo, keine Ahnung, ein Produkt, wo du vielleicht auch mit dabei warst, irgendwie, wo man dann in Einzelhandel gekommen ist, was einfach mal jetzt irgendwie aus dem Nähkästchen geplaudert.
SPEAKER_00Also eine konkrete Story kann ich jetzt glaube ich nicht auspacken, aber ich kann so ein bisschen umreißen.
SPEAKER_01Wir müssen ja den Markennamen nicht hören. Wir können ja sagen, Kategorie XY und Yes.
SPEAKER_00Also genau, nur vielleicht um mal das Potenzial aufzuzeigen und auch die Wichtigkeit der persönlichen Beziehung. Weil am Ende des Tages der größte Unterschied ist, ihr geht halt aus einem D2C oder B2C-Business in ein B2B-Business. Das heißt, auf einmal seid ihr nicht mehr anonym hinter einem Listing oder hinter einem Webshop, sondern ihr müsst mit Menschen reden, ihr müsst Menschen überzeugen. Wenn das aber funktioniert, dann stehen alle Türen offen. Denn wir haben jetzt einen Fall auch, wo wir eine Marke im Einzelhandel platziert haben und die Beziehung im Prinzip so gereift ist, dass Vertrauen auch in den Kunden als Lieferanten gestiegen ist, dass sich eine Beziehung entwickelt hat, wo jetzt der Lieferant auch andere Produkte quasi auf Anfrage für diesen Händler produziert. Und das ist natürlich super viel wert.
SPEAKER_01Also ein Produkt ist in einen stationären Handel gegangen und jetzt bestellt er sozusagen bei dem oder fordert sozusagen, mach doch mal bitte auch noch die und die Produkte. Also der hilft sozusagen auch dann indirekt beim Brandaufbau, weil es ja für den auch.
SPEAKER_00Beziehungsweise beim Product Market Fit, ne? Also der Einkäufer, gerade von einem großen Händler, ist natürlich der Experte in der Kategorie, der hat die meisten Insights, also all das, was wir manuell machen über Helium 10 und was weiß ich. Da sitzt er, er oder sie ja an der Quelle, ja, die Person im Einkauf. Genau, richtig. Und wenn er eine Marktlücke identifiziert, es gibt natürlich auch Fälle, wo Händler dann unter einer eigenen Marke die Produkte selber quasi kreieren, importieren, wie auch immer. Aber manchmal wollen sie halt auch eine Marke haben oder sie wollen es einfach outsourcen. Und wenn du da ein Vertrauen, ein Partner bist, dem vertraut wird, dann kann es sein, dass du. Aber jetzt mal zurück zu der Story, also gut, der ist jetzt irgendwie mit einem Einzelheim, aber was ist so, was hast du irgendwie so Numbers oder Zahlen, was man so grob ja, also wir haben jetzt einen Fall da, auch da Marke würde ich jetzt ungern nennen, aber mit einer Zwei-Platzierungsaktion machen die 500.000 Euro. Ja, das ist eine Aktion, die wird einmal durchgesteuert und bringt natürlich auch immer eine Zweitplatzierung, sprich, so ein Aufsteller in einem Laden, ja. Auch als Test übrigens geeignet. Das heißt, wir haben gesagt, wir machen, wir machen mal.
SPEAKER_01Das ist tatsächlich auch, wenn ich ja in dem einen, ich weiß nicht, war das, das war hier auf dem Zeller Backen, wo ich den Hack gemeint hatte, das könnte geil sein für Conversion, wenn ihr sozusagen einfach mal auch als E-Com erstmal, wenn ihr noch nie im Einzelhandel seid, einfach so einen Aufsteller holt, da mal die Produkte sozusagen reinstellt, die kann man ja bestellen, solche Aufsteller auf, keine Ahnung, überall im Internet fällt. Flyer Alarm sogar ein. Flyer Alarm und so weiter und so fort. Und dann einfach die Produkte reinstellt, damit es so diesen Startup-Hülle der Löwen Innovations-, aber auch gleichzeitig Vertrauensbeweis hat. Ja.
SPEAKER_00Safe. Und genau, so eine Welle testen halt Händler auch mal an.
SPEAKER_01Und da ist das 500K, das heißt, das ist, kannst du sagen, wo drin das ist, also bei welchen Geschäften?
SPEAKER_00Darummittel Ergänzungsbereich. Also irgendwie Drogerie oder so. Genau. Und das ist halt gleichzeitig auch die Möglichkeit, sich da zu beweisen. Also wenn sie so ein, das ist halt für Produkte, die noch nicht fix gelistet sind, wo der Einkäufer oder die Einkäuferin sagt, wir probieren das aus. Und wenn das funktioniert, komplett ans Regal. 500k Ref aber wahrscheinlich, ne? 50k Profit wäre ja das nicht. Nee, nee, ja, also genau.
SPEAKER_01Und dann kannst du so ungefähr sagen, was da hängen bleibt.
SPEAKER_00Ja, 12 Prozent.
SPEAKER_01Man muss ja auch sagen, dass es da im Gegensatz zu E-Comm weißt du ja sozusagen die Zahlen komplett vorher. Das heißt, du verkaufst irgendwas und weißt, okay, ich mache jetzt hier in dem Fall irgendwie 60, 70, 80k, mach ich Profit mit einem Sale sozusagen.
SPEAKER_00Genau, also man muss da natürlich gerade bei so Teilen.
SPEAKER_01Und das ist ja noch was, was sich wahrscheinlich in Anführungsstrichen, das ist jetzt was Umsetzbares, das ist jetzt nicht Urknall sozusagen. Also das krasseste, was jemals jemand im Einzelnen geschafft hat, sondern das ist wahrscheinlich so, okay, du bist schon Drogerie, das ist natürlich jetzt nicht super klein, das ist jetzt kein fragmentierter Ein-Geschäft, würde es sein, sondern es sind mehrere, aber von da aus wird es natürlich wahrscheinlich auch nochmal einen massiven Effekt auch für einen Online-Bereich geben, wenn ich jetzt zum Beispiel an Armutsergänzungsmittel denke, Leute kaufen das im Geschäft und das nächste Mal bestellen sie es vielleicht auch bei dir im Shop.
SPEAKER_00Richtig, also du hast ja eine Visibilität, du hast einen Trust, ja, und auch das wird im E-Commerce immer wichtiger, gerade jetzt mit der Flut an chinesischen Plattformen und Sellern, die halt drauf kommen, ja, das wird immer wichtiger. Und am Ende des Tages hinzu kommt noch eigentlich mit so einer Zweitplatzierungswelle, du willst halt den Proof haben, du willst sagen, du willst ins Regal, weil da ist die Marge für dich dann auch nochmal höher als so eine Zweitplatzierungswelle, wo du eben das Display an sich, den Aufsteller, ja auch bezahlen musst, kostet ja alles Geld, der geht alles mit in die Kalkulation. Das heißt, das Ziel ist es, eher so eine Zweitplatzierungswelle mal zu nutzen als Test. Damit willst du kein Geld verdienen. Also, das ist gar nicht. Das ist jetzt nicht die größte Absicht, so nach dem Motto, ich werfe jetzt einmal eine Welle, ich habe jetzt ausgesorgt, das wird nicht passieren.
SPEAKER_01Mit 70, 80k ist ja auch ein kurzes Leben. Aber eine coole Geschichte natürlich, vor allem weil es ein Anfang ist. In der Regel ist es ja auch so, dass Artikel, was kann man da so sagen, sind die, wenn du da einmal drin bist, wie, also wenn du es jetzt nicht verkackst, also sagen wir, das Produkt ist gut, verkauft sich nochmal weiter, dann sind ja auch Produkte, die teilweise wahrscheinlich über Jahre, Jahre, Jahre, Jahre, Jahre, Jahrzehnte vielleicht sogar. Ich weiß noch damals, als ich, das muss jetzt fast zehn Jahre her sein, ja, fast zehn Jahre, jetzt wo ich Abi gemacht habe, da habe ich irgendwann, weißt du, durch Fitness, wo man das erste Geld verdient hat, man hat immer gesagt, okay, ich muss mir jetzt gesund ernähren. Und da war ich immer bei DM und habe diese Pulver von so Gerstengras und diese Pur oder sowas heißen die, glaube ich, aber ich weiß gar nicht, der Name ist mir gerade nicht ganz im Kopf. Aber die Dinger gibt es auf jeden Fall zum Beispiel permanent, keine Ahnung, was sie ja schon für Kohle gemacht haben müssen, aber das ist Wahnsinn, ja.
SPEAKER_00Du hast eben Snox angesprochen, ja, und es gibt ja diese Beispiele hier, ähm, ESN ist ja auch in ESN, das ist so.
SPEAKER_01Und jetzt die ganzen Influencer. Vielleicht nochmal Last Topic so. Last Topic für hört ihr vielleicht auch jemand so aus dem Influencer-Bereich. Also das ist, glaube ich, nochmal eine mega krasse Chance, weil die ja im Grunde genommen, deren Mega-USP ist ja ihr eigenes Gesicht, also deren oder beziehungsweise deren Marke ist die, genau, die Reichweite und auch das Image ja ein Stück weit, weil das wird ja meistens dann, ich weiß nicht genau, wird das meistens dann exklusiv, zum Beispiel ist das dann so im DM oder ist das im ist unterschiedlich, also es ist alles Warnungssache, ja wenn es exklusiv sein soll, dann reite ich nur jedem, schraubt eure eigene Marge hoch, beziehungsweise die Händlermarge halt entsprechend runter, ja, weil ihr seid, es ist eben verboten, dann woanders zu verkaufen.
SPEAKER_00Aber das ist genau der Punkt, der zeigt, eine Reichweite, eine Community zu haben, reicht. Also hier die ganzen Pizza, Eistees von Rappern und so, das ist ja jetzt nicht die megageile Pizza oder der geilste Eistee unter der Sonne. Was?
SPEAKER_01Na, was, bitte? Das ist nicht. Das wäre eine besondere Kreation und alles selbst entwickelt. Kann gut sein, aber das ist, was überzeugt, weiß ich nicht.
SPEAKER_00Ja, und die kommen natürlich über die Reichweite, weil der Händler weiß, ich stell das rein, das ist das Gesicht von I don't know drauf und das wieder. Wir machen Promo dafür und let's go, give ihm. Also das ist auch eine gute Meinung, brauchen wir nicht, ne? Wird auch immer mehr kommen. Weil Konzern, keine Ahnung, ich glaube, ich habe auch so das Gefühl in der Generation, die jetzt kommt, Konzern und Konzernmarken spielen gar nicht mehr so die Rolle, sondern du willst halt ein Gesicht hinter der Marke haben. Ja, und das ist.
SPEAKER_01Sieht man ja auch teilweise schon mal, zum Beispiel, es ist immer beispielsweise Tesla oder sowas. Also ich meine, im Grund ist es auch eine komplette Personal Brand. Also das ist ja, oder diese gesamte Unternehmensgruppe ist ja darauf aufgebaut. Deswegen sind die auch darauf angewiesen, dass, beziehungsweise sind die auch an diese Promo, permanente Sichtbarkeit von das ist ja deren Job mit, aber sein Job auch mittlerweile auch nicht nur smart zu sein, sondern auch smart sich zu vermarkten, beziehungsweise einfach populär zu sein.
SPEAKER_00Ja, und sichtbar zu sein.
SPEAKER_01Ja, ja, ja, ja, ja. Cool, alles klar. Dann dir vielen Dank, Kevin. Coole Insights. Und ja, genau, also ihr könnt ihm gerne schreiben, also findet man bestimmt in irgendeiner Art, sonst, wenn ihr bei uns in der Community seid, findet ihr auch so oder so direkt. Oder wenn ihr richtig big seid, erfolgreich seid und Bock habt, bei unserer nächsten Mastermind dabei zu sein, dass der Kevin ja vielleicht dann auch wieder mit am Start. Und in dem Sinne wünsche ich euch weiterhin viel Erfolg, gute Umsätze und bis zum nächsten Mal. Mein Name ist Niklas von ikomas.de. Macht's gut. Ciao, ciao.