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Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#145 Offline Business vs. Ecommerce, Sie macht beides!
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Podcastfolge erzählt Pari von ihrem inspirierenden Weg vom Gastronomie-Business hin zum erfolgreichen E-Commerce-Unternehmen und gibt wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Learnings dieses Wandels. Erfahre, welche Eigenschaften und Strategien entscheidend sind, um Hürden zu meistern und langfristig unternehmerisch erfolgreich zu sein.
Willkommen beim e-commerce.de Podcast. Den Unternehmerpodcast. Jeden Montag 16 Uhr. Überall wo es Podcast gibt.
SPEAKER_00Ganz herzlich willkommen zurück hier beim e-commerce.de Podcast. Heute sitzt die liebe Pari mir gegenüber bei uns Kundin, und wir sprechen über ein ganz besonderes Thema und zwar wie man aus einem Business Modell in ein anderes switcht. Du hast damals in der Gastronomie was aufgebaut, wo du dich gut auskanntest. Das stimmt. Jetzt mittlerweile auch seit länger Zeit im E-Commerce mit unterwegs. Und wir sprechen heute darüber, wie das abläuft, welche Mindsets man mitbringen muss, was man vielleicht auch beachten sollte dabei. Viel Spaß mit der Folge. Also, wo bist du gestartet? Wie bist du überhaupt in das Thema Selbstständigkeit so gekommen?
SPEAKER_02Also, es war mir relativ früh schon bewusst, ich möchte mich selbstständig machen. Ich habe auch so mit 15 angefangen zu arbeiten, die ersten Jobs, die man so kennt, Schuhkartons sortiert, irgendwie für, keine Ahnung, vier, fünf Euro. Und dann bin ich irgendwann in die Gastronomie reingerutscht und habe dann mit 18 auch ein Restaurant geleitet. Die ersten Führungspositionen, die ersten Erfahrungen, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und das alles, was man so kennt.
SPEAKER_00Nein, das kennt ja nicht. Jeder, also das ist ja schon mal so eine Auszeichnung, wenn du mit 18 im Grunde genommen eine Führungskraft wirst, dann wirst du das ja nicht, weil du jetzt da irgendwie ein großes, wahrscheinlich Studium ausbildung oder sonst was gemacht hast, sondern durch einfach Leistungen, die du vor Ort bist. Ich habe mir als Abitur gemacht. Genau, du hast Abi gemacht und warst dann direkt Führungskraft. Das ist ja wahrscheinlich, also ich komme nicht aus der Gastronomie, aber ist ja nicht gewöhnlich, dass die Leute, die 18 sind, die Führungskräfte sind.
SPEAKER_02Ja gut, du musst dir vorstellen, so quasi mit 16,5 kam ich in die Gastro rein. Und in den Jahren wächst du ja da so rein. Du wächst ja in den Aufgaben und willst ja mehr und mehr erfahren, so war ich zumindest immer. Und der Chef hat das damals entdeckt und gesagt, okay, da gebe ich ihr mal irgendwie ein paar Aufgaben und auch Verantwortung und das hat super geklappt. Und so hat sich das halt irgendwann entwickelt. Und ja, dann habe ich ja BWL und Wirtschaftspsychologie studiert. Um ehrlich zu sein, war das eigentlich nur, um Mama stolz zu machen.
SPEAKER_00Aber immerhin, ja.
SPEAKER_02Ja, und hab parallel zum Bachelor-Thesis da halt mich selbstständig gemacht und das Konzept geschrieben, es ist ein franchise-basiertes Speiseis-Konzept gewesen damals. Und hab dann, nachdem ich meinen Bachelor abgeschlossen habe, also einen Monat später, den Mietvertrag gehabt und somit gemacht.
SPEAKER_00Also das, was du im Studium erarbeitet hast, hast du sozusagen dann auch wirklich gegründet und.
SPEAKER_02Nee, im Studium ging es ja in der Stadt. Okay, war es ganz anders.
SPEAKER_00Also du hast ein Franchise-Konzept, unapsitzeit.
SPEAKER_02Ja, das war, das war, ja klar, das war unabhängig.
SPEAKER_00Und dann hast du sozusagen deinen eigenen Laden, was ja erstmal so, also wenn man sich, wenn man an Selbstständig machen denkt, gut, heute denken Leute oft schon an so Online-Business, aber man denkt ja eigentlich, also ich damals dachte auch irgendwie so dahin, ich dachte an Fitnessstudio, das war so mein erster Dio und dann siehst du halt mal, was kostet, ein Fitnessstudio zu öffnen.
SPEAKER_02Ja, okay, aber wie bist du auf Fitnessstudio gekommen?
SPEAKER_00War das aus dem Grund, weil du sagst, weil ich selbst im Fitnessstudio war, ich kannte super viele Leute im Fitnessstudio und dann versteht, also umso mehr man ja in einer Sache drin ist, desto mehr versteht man ja auch, wie die ihr Geld verdienen. Dann siehst du die Leute, die sich immer den Proteinshake holen zum Beispiel oder die da in diesen Automaten was holen. Genau. Du weißt, was die Monatsgebühr ist, du kannst ja grob abschätzen, ey, guck mal, da sind immer hunderte von Leuten drin und es gibt so viele Fitnessstudien schon, eins mehr oder weniger, also man kann ja sicher noch eins dazu aufbauen. Und ich hatte so ein paar Ideen. Dann dadurch, dass ich halt da trainiert habe, was mir nicht gefallen hat an dem Gym und wo ich gesagt habe, ey, wenn ich das umsetze.
SPEAKER_02Dann mache ich das anders.
SPEAKER_00Dann mache ich das anders und das werden die Leute liegen.
SPEAKER_02Das ist immer die Anfangs-Euphorie. Also immer, wenn man sich selbstständig machen möchte, egal womit man sich beschäftigt, wenn eine Barkeeper jetzt irgendwie Cocktails irgendwie macht, jahrelang sagt er, ich möchte unbedingt eine Cocktailbar, aber wenn ich meine eigene Bar habe, dann mache ich noch die Lichter in LED und dann kommt da noch ein Teppich hin und und. Das ist halt immer so dieses Anfangs-Euphorie. Und jeder, der sich so selbstständig gemacht hat oder selbstständig ist, kennt das Gefühl. Oder kennt diese ersten.
SPEAKER_00Man schläft nachts ein und träumt schon von denen, man sieht das sozusagen schon vor sich, wie das alles aussieht, wie das dann ist und denkt in.
SPEAKER_02Genau, genau. Also wie viele Stunden ich da saß und bis aufs kleinste bestimmte Farben rausgesucht habe und das muss so sein und total Detail verliebt, das ist gar nicht notwendig. Also mit den Jahren erfährt man ja da halt auch, dass ganz viele weitere Punkte sehr, sehr wichtig sind. Und dass es nicht nur darauf ankommt, jetzt irgendwie die krassesten Einzelheiten irgendwie umzuändern, sondern dass man da auch gewisse Skills braucht, um überhaupt langfristig erfolgreich zu sein, was man auch als Erfolg definieren mag.
SPEAKER_00So diese General Business Skill. Also erstmal, kurz, weil wir gerade diese Anfangs-Euphorie hatten, erstmal, wenn man dann, glaube ich, richtig in die Umsetzung geht, hat man auch erstmal eigentlich immer einen Schlag im Gesicht, weil du dann mit der Realität konfrontiert bist. Und natürlich, ob das jetzt mal funktioniert hätte in meinem Gym oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt. Aber ich wäre wahrscheinlich früher oder später hätten sich irgendwelche Kosten aufgetan, von denen ich wahrscheinlich nie was gehört hätte. Ich irgendwie dachte, hey krass, ich muss es heizen oder ich muss jetzt noch irgendwelche Leute, die müssen aber durchwischen. Desinfektion und, und, und, was auch immer.
SPEAKER_02Sei es die GEMA für Musik.
SPEAKER_00Ja, genau, irgendwelche Musikgeschichte. Das wäre zum Beispiel so eine Sache gewesen, das hätte ich sofort, ich finde Musik im Gym absolut furchtbar, weil ich dachte mir, entweder als Kopfhörer, du willst keine Musik hören. Ich hasse Musik im Gym, ich finde es furchtbar. Aber gut, wie auch immer.
SPEAKER_02Aber ja, das sind die Punkte, ne? Am Anfang, da fehlen ja diese Skills. Man denkt gar nicht darüber nach.
SPEAKER_00Genau, man denkt nur an diese, man denkt an die, man denkt am Anfang ganz oft an Dinge, die auch, also ich würde nicht sagen, dass die Details nicht wichtig sind, aber erstmal muss das Fundament stehen, also diese General Business, egal ob du jetzt ein Online-Business machst oder ob du jetzt wie bei dir in Gastronomie machst. Wie ist es denn denn weitergegangen? Also du hast sozusagen deinen Mietvertrag gehabt. Wie waren da so die, also weißt du noch im Kopf ungefähr, was du da so eine Einstiegsinvestitionen dann hattest, um das damals zu erzählen?
SPEAKER_02Also ursprünglich hatte ich ja so roundabout 470.000 Euro Kredit aufgenommen und wollte ja mit drei Filialen beginnen. Weil das war ja im Franchise-System. Ich wollte ja sozusagen drei Filialen in eigene Regie und dann Lizenzen erteilen. Und als ich dann die erste Filiale aufgemacht habe, war ja sechs, sieben Monate später Corona.
SPEAKER_03Okay. Let's go, yeah.
SPEAKER_02Und ja, während der Zeit hat man ja dann halt so gemerkt, okay, bestimmte Punkte, bestimmte Dinge, egal wie viel Erfahrung man auch in der Gastronomie hatte, darüber hat man gar nicht nachgedacht. Also wie du eben auch gesagt hast, diese kleine Kosten, where man anfangen nicht mitrechnet or where man is informed is. Unabhängig davon sind ja auch noch ganz viele Aufgabenbereichs, die dazu zählen. And obviously BWL studied and when I said, Okay, sie ist da jetzt top aufgestellt, is it in the praxis immer was komplett anderes. Auch wenn du in a führende Position arbeitest, man bekommt nie das mit, was zum Beispiel the Chef an Informationen oder an Zahlen oder was auch immer im Hintergrund abläuft. Das kennt man ja nicht mit. Und all diese Punkte, das sind halt Erfahrungen, die man halt eben mit der Zeit sammelt. Und in der Zeit habe ich dann angefangen auch zu überlegen, okay, wie kann ich weitere Standbeine mir aufbauen, die halt nicht diese Punkte haben, die ich in der Gastronomie sehe. Also bedeutet jetzt Öffnungszeiten, ob jetzt ein Kunde da ist oder nicht.
SPEAKER_00Und du warst wahrscheinlich auch dann selbst vor Ort auch gebunden.
SPEAKER_02Ich war selbst vor Ort gebunden. Ich hatte natürlich sehr, sehr tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die waren auch mal da. Also ich habe auch während der Corona-Zeit auch die Leute weiter beschäftigt. Wir hatten ja auch auf. Ich habe umgeswitcht, wir haben Lieferando gemacht.
SPEAKER_03Mit Eis?
SPEAKER_02Ja, mit Eis. Waren wir bis heute noch? Lieferando gemacht. Mit Eis, mit Waffeln, mit alles, was so gerne auf der Couch ist, ne? Und gefühlt haben wir Klopapier verkauft während der Corona-Zeit, damit wir überleben, ne? Und geguckt, wir hatten ja schon einige Stammgäste. Zu Beginn hatten wir sehr, sehr viel Werbung gemacht. Und die sind dann halt auch gekommen, total süß, und haben schon Gutscheine gekauft. Damit ich später dann halt, ne, es gab ja auch voll viele Aktionen damals. Ja, auf jeden Fall hat man so die Corona-Zeit überlebt. Aber ich habe damals schon gemerkt, okay, auch als Corona vorbei war, es lief sehr gut, Gott sei Dank. Es war aber so, ich dachte mir, ich mache jetzt nicht den zweiten und dritten Laden auf. Also lieber stecke ich das Geld irgendwo anders rein. Ich habe da schon gemerkt, dass da sehr viele Punkte sind und ich will mich davon loslösen. Ich konnte mir nicht vorstellen, jetzt 24,7 da jetzt ein Laden besitzt, irgendwie Familienbetrieb irgendwie zu sein. Und oder bei, da ist ja egal, was du hast. Also ob du jetzt krank bist, musst du da stehen. Die Mitarbeiter sind zwar zuverlässig, aber die haben auch vielleicht mal keinen Bock, bei 30 Grad da zu stehen, da musst du hin. Und es gibt ja die Vorarbeitung, Nacharbeitung, also sehr, sehr viele Punkte, was in der Gastronomie als so eine Herausforderung darstellen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass andere Branchen das nicht haben.
SPEAKER_00Aber es hat wahrscheinlich so als persönlich, als Chef, zumindest wenn du wahrscheinlich keinen Restaurantchef oder einen Gastro-Chef irgendwie eingestellt hast, bist du halt schon sehr, also man kennt das ja selbst, wenn man essen geht und man ist in einem Restaurant, was jetzt nicht zu einer größeren Kette gehört, dann hat man ja immer, also man kennt meistens, dass man weiß, okay, this is der Typ, den du gehört hast und wie oft sieht man die Person da ständig. Also ich kenne das zumindest hier aus ein paar Läden, wo man weiß, okay, der Person gehört das. Und immer wenn du da bist, ist diese Person natürlich.
SPEAKER_02Und du gehst vielleicht auch dahin, weil du die Person sehen möchtest und du findest das ja auch schön, ne?
SPEAKER_00Ja, genau. Aber das ist andersrum natürlich aus Sicht des Gründers nicht so interessant. Und hast du damals schon überlegt, also, oder vielleicht mal anders gefragt, der Grund, warum du dich überhaupt selbstständig gemacht hast, war ja wahrscheinlich nicht, weil du dein Leben lang davon geträumt hattest, Eis und Waffeln zu verkaufen. Nein.
SPEAKER_02Ich habe das Konzept in Dubai entdeckt. We waren mit sechs Freunden im Urlaub und einer hat die ganze Zeit gesagt, Cold Stone, Cold Stone, dann ist die ganze Zeit hin und her gesprungen und ich kannte das gar nicht. Und er hat mir das gezeigt. Und du musst dir vorstellen, es ist eine kalte Platte, da kommt Speiseis drauf und Zutaten. Sowas wie Ben ⁇ Jerry's. Nur du suchst dir das selber aus. Und ich habe in dem Moment, als ich das in Dubai gesehen habe, habe ich nur so ein Dollarzeichen gesehen. Ich dachte mir, geil, die Marge. Also die haben damals irgendwie 1,20 Euro pro Zutat mit berechnet. Das waren irgendwie vier Salzbrezeln. Und für mich war er so, okay, die Marge, das Eis, das macht Sinn. Du arbeitest jetzt nicht mit Frithülsen zusammen, also all das, was jetzt irgendwie problematisch ist. Du hast jetzt nicht hohe Investitionskosten wie in einem Restaurant. Und deswegen war das für mich so, okay, das Konzept muss ich nach Deutschland bringen. So kam das. Aber bevor jetzt das bevor ich jetzt das Konzept gegründet habe, war schon immer der Gedanke da. Also für mich war schon relativ früh bewusst, ich kann da jetzt nicht unter jemandem arbeiten.
SPEAKER_00Aber du kannst nicht unter jemandem arbeiten, weil du sagst, du bist sozusagen so eine Art in Anführungsstrichen Freigeist, dass du sagst, okay, ich möchte einfach die Entscheidung selbst treffen und ich möchte mich nicht in den Entscheidungen anderer Leute fügen. Oder bist du mehr einfach, hey, okay, ich will einfach in Anführungsstrichen mein Potenzial halt voll entfalten.
SPEAKER_02100 Pro das. Also ich möchte meine Potenziale entfalten. Und wir haben das ja alle. Wir sind ja nicht einfach so hier und es ist ja auch, ich konnte mir nicht vorstellen, okay, ich arbeite jetzt von 8 bis 16 Uhr und dann sage ich, okay, tschüss und gehe und habe damit nichts mehr zu tun. Und bestenfalls mache ich das jetzt noch die nächsten irgendwie zwölf Jahre. Sondern man muss ja auch die Potenziale und das, was man hat, ja ausschöpfen, bestenfalls. Und auch immer besser werden. Bedeutet, Fehler machen, so viel es geht, und daraus lernen und wieder aufstehen und nochmal das Ganze eingehen. Und das kannst du selten in einem Job. Also meistens, wenn du ja gewisse Fehler machst oder.
SPEAKER_00Du musst schon auf einem gewissen Level in einem Job arbeiten. Du machst es wahrscheinlich nicht, wenn du jetzt 18, 19, 20 bist, sag ich mal, und du bist in einem Restaurant angestellt oder sowas. Wahrscheinlich, wenn du jetzt irgendwie in einer Entwicklungsabteilung bei irgendwie großen Konzernen oder sowas arbeitest, kannst du wahrscheinlich schon irgendwie auch wahrscheinlich einige Sachen so mitmachen, aber es ist natürlich sehr bedeutet.
SPEAKER_02Ja, das stimmt. Und halt auch die Kreativität, ne? Wenn du da halt, ich war immer super kreativ und habe sehr viele Dinge gesehen, die man irgendwie ändern kann oder verbessern kann. Und super lösungsorientiert. Deswegen, da kommt man in Schwierigkeiten.
SPEAKER_00Ja, ja, gerade wenn man auch Lust hat, sowas zu gestalten. Das war zum Beispiel bei mir auch so. Ich wäre auch, also ich hätte kein Problem damit, nicht Unternehmer zu sein, sondern auch in einem Unternehmen zu arbeiten, wo mir das ermöglicht wird. Und gleichzeitig aber auch dieses Leistungstechnische, weil dann hätte ich noch mehr Bock, dann würde ich wahrscheinlich noch länger arbeiten, wenn ich denken würde, ich würde so viel arbeiten, wie es irgendwie möglich ist, weil ich auch auf der anderen Seite immer diese Angst habe, kein Geld mehr zu haben. Das war bei mir bei mir zum Beispiel, also ein Pain-Vermeidungsfaktor. Okay, alles klar. Und dann Eis-Geschäft hat dann sozusagen funktioniert, dann über Corona wahrscheinlich schwieriger, aber danach dann auch.
SPEAKER_02Genau, danach hat es wunderbar funktioniert. Dann waren interessanter, also übrigens haben wir da halt auch während der Corona-Zeit ganz viel ausgeliefert für Firmen und so und haben da halt dadurch auch Catering entstanden. Das heißt, EC-Catering und Waffeln und sowas nicht gesehen. Also die Firmen, die wir während der Corona-Zeit zu Hause die Mitarbeiter haben beliefert, weil die viele Firmen wollten den Mitarbeitern was gut ist und haben uns dann halt angerufen, ob wir dann mal die Mitarbeiter erfahren können. Und daraus haben sich ganz viele Catering-Aufträge entwickelt nach der Corona-Zeit. Und haben da noch das Ganze aufgebaut. Und ich habe mir gedacht, und ja, nach der Corona-Zeit kamen dann Franchise-Anfragen rein. Also Leute, die halt gerne auch irgendwie so ein Eishunger-Filiale aufmachen wollen. Und den einen habe ich mir rausgepickt und habe gesagt, schau mal, ich habe den Laden super aufgebaut. Hier sind die Zahlen, es läuft wunderbar. Wir haben Stammkunden, eins der besten Gegenden in Hamburg. Komm du hier rein, mach dein Learning, mach ein Jahr mit, schau, wie das läuft. Und dann können wir nochmal darüber sprechen. Oder beziehungsweise du kannst ja dann den Laden übernehmen. Und ja.
SPEAKER_00Also wolltest du sozusagen dann den Laden dann verkaufen und dich komplett.
SPEAKER_02Ja, ich wollte mir noch die Tür offen lassen, ob ich gerne noch das Ganze weiterverfolgen möchte oder nicht. Das heißt, in der gesamten Zeit habe ich das ganze Catering noch weitergemacht. Also ich habe noch so einen Verkaufsanhänger, so einen kleinen, und der stand mal hier auf Festivals oder da mal. Also ich stand jetzt nicht selber da, sondern die Mitarbeiter, aber es war immer irgendwo im Hintergrund noch da, aber ich habe mir damit Zeit gekauft und habe da meine Kompetenzen aufgebaut und geschaut, okay, welcher Job hat nicht diese ganzen Punkte, die mich so sehr gestört haben an der ersten Selbstständigkeit und habe sozusagen gesagt, okay, es muss auf jeden Fall irgendwas im E-Commerce sein, mich informiert und gesehen, okay, let's go. Let's go, okay.
SPEAKER_00Und dann bist du sozusagen in den E-Comm reingestartet, aber schon, muss man sagen, auch beim Unterschied, das würde mich mal jetzt interessieren, was du sagst, was waren so Skills, die du sozusagen aus einer völlig anderen Branche mitnehmen konntest in den E-Commerce, wo du sagst, okay, das hilft mir im E-Comm auch jetzt. Dadurch, dass ich schon, sag ich mal, Vorerfahrung als Selbstständige, Selbstständiger gesammelt habe. Also zum Beispiel, was bei, oder was ich jetzt rausgehört habe, ist, wenn du sagst, du hast ein Konzept zum Beispiel aus Dubai genommen und hast es einfach nach Deutschland gebracht, ist ja im Grunde genommen eine Beispiel eine Art von Skill oder Learning. Gut, muss ja nicht unbedingt, also Dubai ist ja nur eine Variable, aber könnte auch, keine Ahnung, USA sein oder was auch immer, irgendwas anderes, aber dass du im Grunde genommen etwas, was irgendwo schon funktioniert, im Grunde genommen auf dein Zielmarkt, also in dem Fall Deutschland, einfach umbaust oder einfach jeden Tag.
SPEAKER_02Ja, also ich überlege nur, weil es gibt ganz viele Punkte. Nur ich möchte jetzt nicht alle aufzählen, aber auf jeden Fall, du hast ein ganz anderes Verständnis dafür, wenn du schon selbstständig bist oder warst, oder generell, ich war ja die ganze Zeit über selbstständig, du hast ein anderes Zahnverständnis, du hast eine andere Risikobereitschaft, du hast Verschwendung.
SPEAKER_00Würdest du sagen, dass die Risikobereitschaft eher steigt oder sinkt?
SPEAKER_02Er steigt.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_02Immer.
SPEAKER_00Würdest du sagen, dass die Risikobereitschaft steigt oder die Risikobere, ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist, weil ich würde zum Beispiel nicht sagen, dass die Risikobereitschaft steigt, das hängt sicherlich auch vom Charakter ab, weil manche Leute sind auch einfach bleiben permanent paranoid. Aber ich würde sagen, eher so die Toleranz von Risiko, die nimmt extrem zu. Also du tolerierst aber, okay, du tolerierst ein etwaiges Risiko, weil du dir immer sicherer bist, dadurch, dass du halt schon Selbstvertrauen gesammelt hast, weil du weißt, okay, das grundsätzliche Konzept von Selbstständigkeit funktioniert ja an sich extrem gut. Was du vorher, oder was ich zumindest, bevor ich meine erste Company hatte, gar nicht wusste. Ich wusste gar nicht, dass Selbstständigkeit überhaupt gut funktioniert, weil ich habe immer nur gehört, Peter XY ist Handwerker seit 30 Jahren selbstständig, hasst sein Leben und verdient nur minimal mehr als seine Mitarbeiter. Ja, ja, ja.
SPEAKER_02Aber du musst dir vorstellen, es ist ja anfangs immer so. Also am Anfang denkt man sich, okay, da fängt es ja schon an, Kredite aufzunehmen. Dann heißt es ja für viele, das sind ja Schulden. Damit fängt es ja an. Die Leute haben ja total die Hemmung, irgendwie Kredite aufzunehmen, aber es ist ja eigentlich Kapital, womit du arbeitest.
SPEAKER_00Gerade auch beim ersten Mal, weil du dir natürlich nicht so sicher bist, dann, wenn du es noch nie gemacht hast, okay, funktioniert es auch nicht.
SPEAKER_02Genau, und du brauchst ja eine höhere Summe. Also wenn du jetzt kommt drauf an, jetzt eine ganze fängt ab 100.050.000, Minimum. Minimum. Also bei drei Läden 470, 480, es ist schon sehr, sehr wenig angesetzt. Und du gehst ja dann halt auch mit Zahlen anders um, weil du weißt, okay, alles klar, ich investiere das, ich stecke da Zeit rein. Aber was auf jeden Fall, du wirst ja stärker. Dadurch, dass du ja stärker wirst aus der Expertise, die du geschaffen hast in der Zeit, also du machst ja auch Fehler in der Zeit, das heißt, du weißt dich aus dem Problem, du hast einen anderen Blickwinkel. Am Anfang, wenn irgendeine Herausforderung war, ich dachte mir, oh mein Gott, was soll ich jetzt machen? Und hier und da. Und du wirst ja immer besser in dem, was du bist. Und deswegen fällt es dir auch einfacher, Risiken einzugehen, weil du weißt, okay, es gibt für alles eine Lösung.
SPEAKER_00Genau, das ist, glaube ich, ein ganz großer Punkt. Du hast einfach, umso größer auch dein Business wird, desto anders kommen dir auch die Zahlen vor, weil du auf einmal siehst, was möglich ist und dann siehst du, lernst du ja Leute kennen und die, du denkst, boah, ich bin jetzt voll krass, weil ich 150k in meinen Laden investiert habe und dann kommt, triffst du irgendjemanden, der sach dich aus und sagt so, haha, ich habe gerade anderthalb Millionen oder zehn Millionen oder was auch immer aufgenommen, um das irgendwie zu investieren. Und du hast, also bei mir ist es so, dass das Selbstvertrauen vielleicht auch teilweise sogar, gerade wenn man, glaube ich, sehr jung ist, so wie ich das damals war, ist das Selbstvertrauen kann auch ungesund steigen, weil man denkt, boah, ich bin so geil, ich kann alles machen. Was dann dann auch aufhalten kann, aber grundsätzlich, du entwickelst dich einfach weiter, weil du meisterst neue Herausforderungen und meine persönliche Meinung ist immer, der Mensch wächst, also das gibt es doch als Sprichwort, man wächst an seinen Herausforderungen. Das ist 100% true.
SPEAKER_02Und deine Ziele verändern sich ja auch. Also, ne, du hast ja immer so Zwischenziele, die man so nennt. Und die verändern sich auch nicht.
SPEAKER_00Ja, du hast gesagt, dein erstes Ziel waren die 10.000 Euro zu machen.
SPEAKER_02Das wäre ja relativ schnell gemacht. Und dann dachte ich mir, okay, was ist das denn? Das ist doch nicht mein Ziel, ist doch nicht so cool. Und dann immer weiter, weiter und dann irgendwann dachte ich mir, okay, meine Ziele sind doch anders. Die sind jetzt nicht definierbar mit irgendwelchen Zahlen, sondern mit dem, was ich bin und mit dem, was ich kann und wie ich das auch einsetze und in welche Art und Weise, wie mein Blickwinkel zu den Sachen ist. Und irgendwann fand ich das ganz toll, weil die Mitarbeiterinnen mich irgendwann dann so inspirierend fanden. Das waren ja teilweise sehr, sehr junge Mädels auch, die vielleicht mit ihrem ersten Job begonnen haben, mit 15 in der Eisziele. Und teilweise waren die noch bis dem, die irgendwie 18, 19 waren, noch bei mir. Und zu denen stehe ich immer noch bis heute noch in Kontakt. Und das war irgendwie inspirierend, weil die haben mich dann halt immer gesehen und die haben gesehen, wie ich mit Sachen umgehe und die Probleme, die vorkommen können in so einem Laden. Und es sind sehr, sehr viele Probleme, die auftreten können. Und trotzdem bin ich noch gewählt. Trotzdem mache ich noch hier, trotzdem mache ich noch das und habe noch gute Laune und gehe mit allem gut so easy um, als wär's nichts.
SPEAKER_00Das ist auch ein Charakteristik, die ich glaube, ganz viele Selbstständige haben so eine grundsätzliche Positivität. Also ich habe das erste Mal so erfahren, habe ich ja gerade erzählt, we have in a Doku gedreht. Die ist wahrscheinlich auch schon dann draußen, wenn der Podcast hochgeladen wird. Und da haben glaube ich zwei, drei Leute, Niklas ist einfach immer gut gelaunt. Das ist total komisch. Niklas hat aber immer, also ich habe das so mitbekommen. Ich habe jetzt schon so eine first version davon gesehen. Und ich glaube, so, wenn du einen grundsätzlichen Mensch bist, der ständig negativ ist oder ständig so diese Energielosigkeit hat, dann ist es auch super schwierig, dann musst du erstmal das meistern, bevor du überhaupt erfolgreich selbstständiger bist, weil du musst halt einfach ein.
SPEAKER_02Das wird gar nicht funktionieren, Nicklass.
SPEAKER_00Nee, du musst eine Positivität haben, um überhaupt Probleme angreifen zu können, weil sonst hast du nicht die Energie dazu und dann wirst du auch nicht erfolgreich. Und das führt aber insgesamt nicht nur zu einem nicht erfolgreichen Unternehmer, sondern, glaube ich, einfach zu katastrophalen allgemein.
SPEAKER_02Nee, das führt zu den Leuten, die dann sagen, ich war selbstständig, hast du versucht, ist nichts. Hat nicht geklappt. Was ja in Ordnung ist, ne? Nein, nein, es ist in Ordnung. Aber es gibt ja Leute, auch wenn es nicht geklappt hat, man kann ja trotzdem weitermachen. Es kommt immer drauf an, was man im Leben möchte. Genau. Ja, dachte ich mir, okay, E-Commerce, habe mich so ein bisschen informiert, was gibt es da so für Modelle? Und was bedeutet das Ganze überhaupt? Weil viele bezeichnen ja, denken ja, E-Commerce ist Dropshipping oder so. Man muss sich auch mit der Definition einmal beschäftigen. Und hab dann halt einfach gesehen, okay, alles klar, es gibt Sinn, wo suchen die Leute auf Amazon. Ich selber bekaufe auch alles da, weil man weiß, okay, morgen übermorgen ist es da, es ist schnell, du findest alles zu den besten Preisen. Und 30 Tage zurück, ähmgaberecht.
SPEAKER_00Und dann hast du gedacht, okay, dann starte ich sozusagen überall.
SPEAKER_02Und dann dachte ich, okay, nee, ich beschäftige mich mit der Thematik und hatte schon einige Berührungspunkte mit E-Romas gehabt. Und dann habe ich einfach begonnen und gesehen, okay, wohin die Reise führt. Produktsuche, geschaut, okay, was kann ich anbieten, was einen Mehrwert gibt? Also was eine Lösung für jemanden ist, quasi.
SPEAKER_00Und dann ging's los. Cool. Und was war deiner Meinung nach so der größte Unterschied erstmal von der Herangehensweise zwischen deiner ersten Selbstständigkeit und deinem E-Commerce? War es die gleiche Art der Herangehensweise? Oder hast du gesagt, okay, ich habe jetzt irgendwie im E-Commerce, dadurch, dass es online ist, es ist ja was anderes so. Also du hast es, also aus meiner Perspektive, das ist ja das, was du auch eingangs gesagt hattest, wir machen uns meistens oder am liebsten selbstständig in Bereichen, in denen wir uns gut auskennen.
SPEAKER_02Oder wofür wir uns interessieren. Genau, oder? Beauty-Bereich. Genau.
SPEAKER_00Genau, genau. Und dann gehst du halt hin und sagst, okay, ich mache E-Commerce, wo du in erster Linie das Geschäftsmodell lukrativ findest. Nicht das Thema, das Thema ist ja noch gar nicht vorgegeben, das Thema ist umbeschrieben, das macht es, glaube ich, auch für viele super schwierig greifbar. Und das ist auch, glaube ich, ein Grund, warum viele Leute das auch exiten. Also wir haben auch so viele Kunden, die nach ein oder zwei Jahren ihre Marke dann wieder verkaufen und sagen, ja, ich will aber eigentlich nochmal einen ganz anderen Bereich. Also ich will gar nicht jetzt in, keine Ahnung, Kinderbereich sein oder im Gartenbereich, sondern ich will in den Supplement-Bereich oder in den oder den oder den Bereich, sammeln halt dann die Erfahrung, verkaufen dann ihr Business, keine Ahnung, 500k, vielleicht sogar teilweise in der Zeit sogar noch mehr. Aber wie war das für dich? Weil das ist ja, also bei dem Eisladen hast du auch im Grunde genommen einfach eine Opportunity gesehen des konkreten Geschäftsmodells, aber es ist, glaube ich, einfach ergreifbar, als jetzt einfach nur E-Commerce als Modell zu sehen.
SPEAKER_02Naja, du guckst ja auch immer, welche Herausforderungen sind in einer Branche immer gegeben. Also Beispiel jetzt, wenn vier Mitarbeiter krank sind, musst du ja hingehen oder den Laden schließen. Und das hast du ja nicht, wenn du E-Commerce machst. Da läuft das schon von alleine. Nicht von alleine, du musst natürlich Zeit reinstecken am Tag. Aber es ist jetzt nicht so, dass du abhängig bist von einer Person. Und das war eher so mein Pain. Und der Grund, warum ich gesagt habe, okay, hier jetzt irgendwas, was ich digital machen kann und E-Commerce. Und ja, und diesmal bin ich aber an die Sache rangegangen und gesagt, okay, ich möchte aber auf jeden Fall auch etwas anbieten, was man sowohl online verkaufen kann, also vielleicht auch irgendwie im Handel, vielleicht irgendwann erstpinnt. Oder auch auf weiteren Plattformen. Also es war jetzt nicht nur so, okay, jetzt unbedingt nur auf Amazon, sondern ein bisschen breiter aufgestellt und ein bisschen geschaut, okay, was kann man da in dem Sinne machen.
SPEAKER_00Du hast auch einen Shop dann noch nachträglich mit aufgebaut, ne? Ja, ja. Bei beiden Marken. Ja, genau. Also was auch dann wieder sozusagen auch erst kommt, wenn man sich länger damit beschäftigt, diese ganzen auch wieder Details, die man vielleicht am Anfang erstmal gar nicht sieht, wo man dann, okay, Produktfindung oder jetzt Hersteller Sourcing, du hast zum Beispiel jetzt ja auch in China gewesen, eine Zeit lang. Das sind ja Dinge, damit hast du am Anfang gar nichts zu tun. Das interessiert dich auch gar nicht groß, du willst einfach dein erst Produkt am Markt, Umsatz und so weiter und so fort. Und dann kommen ja aber auch Stück für Stück so diese ganzen feinen Stellschrauben, Optimierungsrädchen und so weiter und so fort. Das ist aber eine Sache, die du, also du wirst ja wahrscheinlich sowohl in der Gastronomie gehabt haben, als auch im E-Commerce. Ist wahrscheinlich, oder es ist, würdest du sagen, so, hey, guck mal, das ist so, weil ich, also ich denke mir manchmal, der Unterschied zwischen Offline und Online-Business ist, dass Offline-Business einfach irgendwann durchgespielt sind und E-Commerce ist auch durchgespielt, aber es kommen jeden Monat neue Level sozusagen mit auf den Markt, wo du sagst, wie du das Neubauen kannst.
SPEAKER_02Ja, zum Teil, aber es kommt ja darauf an, wenn du ein Restaurant hast, kannst du auch jeden Monat neue Gerichte rausbringen, neue, keine Ahnung, Special Wochenkarten, Cocktail des Monats, irgendwelche Aktionen, Live-Musik, Karaoke Abende, du kannst ja alles Mögliche da erweitern, wenn du möchtest, wenn du die Energie reinsteckst. Das kannst du auf jeden Fall auch. Also auch wenn es jetzt nicht online ist, kannst du da auch viel Energie reinchecken und was Neues reinbringen.
SPEAKER_00Ja, und auf sowas kommt man aber auch erst dann, wenn man sich länger damit beschäftigt.
SPEAKER_02Ja, das auf jeden Fall. Und wenn man auch Lust darauf hat. Also ich habe es jetzt nicht gesehen, dass ich da jetzt noch 15 Jahre da hinter der Theke stehe und irgendwie ein Cappuccino den Kunden bringe. Ich habe mich da nicht gesehen. Und zusätzlich dann auch noch die anderen Punkte.
SPEAKER_00Und dann war es so. Und dann war das eigentlich so.
SPEAKER_02Entscheidung getroffen, okay, wir probieren nochmal was anderes, was als normal, aber wir probieren parallel nochmal.
SPEAKER_00Was würdest du sagen, rückwirkend ist die wichtigste Eigenschaft oder der wichtigste wichtigste Handelsweg für ein erfolgreiches Unternehmen? Also was musst du machen, haben oder sein, um am Ende des Tages erfolgreich zu sein, unabhängig jetzt mal, ob du jetzt E-Commerce machst oder irgendwie irgendwas anderes gerade?
SPEAKER_02Und dein Ego begraben.
SPEAKER_00Okay. Erklär mal.
SPEAKER_02Viele Menschen sind ja sehr, sehr emotional, wenn die an Sachen reingehen. Hätte ich damals, wenn ich da so emotional reingegangen, du musst dir vorstellen, ich bin zur Ladenbesichtigung reingekommen, es standen nur Männer da und da hatte einer aus dem Witz gesagt, ja, Kosmetiksalon ist nebenan. Okay. Wäre ich da jetzt irgendwie aufgebracht oder hätte gedacht, was ist denn hier los? Weil ich war die einzige Frau da war, hätte ich ja umgedreht und wäre gegangen. Ja, hab ich aber nicht.
SPEAKER_00Sonst hättest du den Laden auch nicht bekommen.
SPEAKER_02Genau. Ich habe den Laden, also ich hätte den auch nicht so bekommen, wenn ich da geblieben bin. Ich bin da geblieben. Ich habe so ein bisschen rumgeträgst, damit ich den Laden bekomme. Das ist ein anderes Thema. Aber Ego begraben. Viele Leute sind ja so emotional. Die nehmen alles persönlich. And when du unternehmerisch unterwegs bist, hörst du hier etwas, hier kommst du Held, here passiert etwas, da hast du ein Telefonat. And you muss auch mal über das.
SPEAKER_00Self deine Familie teilweise sagt, was machst du da? Ja, natürlich.
SPEAKER_02Hör auf damit, du hast auch dein Bachelor-Upschluss, get doch normal irgendwo arbeiten, Mensch. Du bist eine Frau, mach Kinder, all diese Punkte. Und da muss man halt einfach die Emotion komplett trennen. Wenn du das kannst, dann kannst du auch ein bisschen rationaler an die Sache reingehen. Und das ist die größte Fähigkeit, meiner Meinung nach, was man besitzen kann, rational an die Dinge heranzugehen. So ich mache das teilweise leider Gottes nach so vielen Jahren auch privat. Aber geschäftlich gesehen muss man auf jeden Fall rational an die Sache, wirklich nüchtern. And not so, okay, this is just my baby, and on one price muscle, du verlierst ja da halt auch die Faction. When you day too emotional and it's not a falsive perspective. And that must be.
SPEAKER_00Hat oft mit dem Ego zu tun. Manche Leute sagen einfach stur, die sind einfach zu blöd, um es zu checken. Die sind einfach, das ist irgendein Ego. Ich habe zum Beispiel irgendwann heute Morgen irgendein Typ schreibt mir einen YouTube-Kommentar. Das ist so, weißt du, Social Media ist der Ort, wo Menschen einfach viel zu großes Ego haben. Und schreibt da halt rein: so, hey, Niklas, ich muss dein Wissen korrigieren, man kann auch auf Alibaba irgendwie Produkte direkt einkaufen. Und dann habe ich geschrieben, warum das absoluter Schwachsinn ist, so logische Argumentation und so weiter und so fort. Ohne ihn jetzt, weißt du, ich bin, ich bin, ich mache ja kein Comedy-Content so. Ich kann auch mal straight irgendwas schreiben, ich sage einfach, ed ist Schwachsinn. Ich sage jetzt nicht, du bist behindert oder sonst irgendwas, sondern ich sage einfach, ed ist Schwachsinn, so und so sind die Fakten, fertig. Das ist für mich eine normale Artikulationsweise in einem B2B-Geschäft. Die meisten Leute, aber auch in dem Bereich, die sagen, gucken, dann schreibt er noch fünf, sechs Kommentare darunter, nein und dies und das und jenes, weil der es nicht akzeptieren kann.
SPEAKER_02Ja, genau.
SPEAKER_00Obwohl der Typ wahrscheinlich noch nie ein Produkt auf den Markt gebracht hat und gerade der checkt gar nicht, das ist so, als würde, keine Ahnung, irgendeine Ameise gegen Zeus oder sowas kämpfen. Das ist total dumm, aber nur wegen dem Ego. Mir ist es am Ende des Tages egal. Ich will ja ein Content machen, wo unter dem Video dann die richtige Information steht. Das ist mein Antrieb in dem Moment. Aber das ist ein großes Thema. Weil du kommst doch nicht voran, wenn du ein Ego zu ran ist. Du wirst ja auch dann zu schade sein zu schade sein für bestimmte Sachen. Und wenn du das Ego zu groß bist, dann bist du dir für bestimmte Sachen zu schade und das führt dazu, dass du dann, keine Ahnung, zum Beispiel den Raum nicht bekommst oder den Kustern. Ja, das stimmt.
SPEAKER_02Oder denkst du, nee, ich geh jetzt zurück. Oder auch von Freunden und Familien. Also natürlich am Anfang, ich weiß nicht, wie das bei dir war, sagen alle, okay.
SPEAKER_00Hast du Selbstständige oder Unternehmer in der Familie?
unknownJa.
SPEAKER_02Aber auch unabhängig, ich habe auch sehr viele Freunde, die halt, also die meisten sind halt auch selbstständig und Unternehmer. Aber unabhängig mal davon, es ist generell, sollte man da nicht so emotional an den Sachen reingehen, ne? Egal was es ist. Aber sonst macht man sich vieles kaputt.
SPEAKER_00Ist das, was heißt emotional rangehen? Weil ich für mich ist Ego nicht unbedingt, also es folgt eine emotionale Reaktion, wenn man so großes Ego hat. Also zum Beispiel, was heißt für dich emotional rangehen?
SPEAKER_02Du musst dir vorstellen, ja, vielleicht kennst du das nicht. Oder wie soll man das sagen? Wenn du irgendwo hingehst und die Leute sagen, ach, du bist so jung, du hast es noch nicht drauf. Oder du kannst gar nicht so viel wissen. Das musst du ja kennen, Niklas. So dass die Leute sagen, ach, der ist ja noch so jung, was will er mir denn erzählen? Oder der kann ja gar nicht so viele Erfahrungen haben. Ich hab ja dann noch 30 Jahre mehr auf dem Buckel. Und wenn du jetzt emotional darauf reagieren würdest, würdest du ja in so eine rechtfertige, du würdest dich rechtfertigen und sagen, nein, ich hab's schon das gemacht oder hier und da. Oder würdest du ein bisschen aggressiver mit dieser Person sprechen, weil er irgendeinen Punkt bei dir getroffen hat. Sei es nur drum, dass du bist. Ja, das stimmt.
SPEAKER_00Du hast dann ein Ego macht dich auch so gesehen, wenn du das Ego zu groß bist, dann bist du dadurch aber auch verwundbar. Ja, genau. Und das zieht dich runter und bringt dich weg darauf, Ziele zu fokussieren und dein Ding durchzuführen.
SPEAKER_02Oder falsche Entscheidungen zu treffen. Oder du sagst, okay, ich muss es jetzt unbedingt meiner Familie zeigen, dass ich das und das kann. Oder also so diese Zwänge, die man dann irgendwie hat.
SPEAKER_00Und wenn man das nicht hat, was glaubst du, wie viele Leute mir das schon gesagt haben und dann bei uns Kunde geworden sind und teilweise jetzt seit Jahren Kunde sind, obwohl die doppelt, dreifach oder vierfach so alt, dann vierfach so alt nicht. Aber doppelt und dreifach knapp. Einige. Ja, aber es ist auch, genau, und daran, ja, das ist ein guter Punkt auf jeden Fall. Also auf jeden Fall, Ego. Ja, ich würde sagen, danke für den Input. Einige spannende Sachen mitgenommen. Ich danke dir. Euch weiterhin viel Erfolg und bis zum nächsten Mal. Macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.
SPEAKER_01Tschüss.