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Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#10 Produkte in der Türkei einkaufen statt China - Mit Sasan Solimany
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Wer sein eigenes Business im eCommerce aufbauen möchte, der kommt an der Produktbeschaffung nicht vorbei. Eines der beliebtesten und meist frequentiertesten Länder für Produkte ist bekanntlich China. Wenn du als Online-Händler nicht möchtest, dass deine Produkte erst um die halbe Welt geschickt werden, bist du hier genau richtig! Wir sprechen heute über Produkte aus Europa, mit dem Fokus auf die Türkei. Wie du deine Produktion auch nach Europa verlegst und welche Vor- und Nachteile das bringt, erfährst du hier.
E-commerce.de präsentiert der Podcast für bessere Strategien, mehr Freiheit und Erfolg. Neue Folgen jeden Montag um 15 Uhr.
SPEAKER_01So und damit ganz herzlich herzlich willkommen heute zu einer weiteren Folge unseres Podcasts hier bei e-commerce.de. Heute mit einem ganz besonderen Gast, der Mann, der die neue Seidenstraße baut. Ja, es geht heute um das Thema Sourcing. Wo bekommen wir Ware her? Egal wo oder wie oder was man verkauft. Irgendwann muss man die Ware auch irgendwo einkaufen. Und heute sprechen wir mal zu einer Alternative zu dem wahrscheinlich größten und bekanntesten Weg in China, was es eben für eine Alternative gibt. Und ja, ich würde sagen, wir starten einfach mal so, dass du dich kurz vorstellst und einmal kurz erzählst, was dein Background ist, damit die Leute Bescheid wissen, wohin die Resorte geht.
SPEAKER_02Servus, ich bin der Sasan, bin Geschäftspartner seit über fünf Jahren Unternehmer und sind eigentlich größtenteils in Handel tätig gewesen. Haben unsere öfter zum größten Teil aus Türkei, sag ich mal, gesourced, haben da vor zweieinhalb Jahren die Agentur LMC Resource gegründet, Dienstleisting Agentur und Produktsourcing. Wir sind Produktentwickler und Sourcer für größtenteils FBA-Seller und haben da auf positive Resonanz, sag ich mal, bekommen von der Community, ja, aus der FBA-Gruppe, da wir halt in der Containerkrise, sag ich mal, da gut angesetzt haben. Die Karten haben uns in die Hände gespielt. Und ja, genau.
SPEAKER_01Alright, dann vielleicht erstmal kurz, warum machen wir heute diesen Podcast, beziehungsweise warum läuft es gerade bei euch so gut oder warum ist das, was ihr eben macht, so interessant aktuell? Wir haben ja in China aktuell durch die Containerkrise ein Problem. Preise sind extrem gestiegen, Rohstoff sind extrem gestiegen, aber vor allem auch die Lieferzeiten sind extrem gestiegen. Wie sehr, weil du hast ja gesagt, dass ihr selbst auch sozusagen im Handel tätig seid, wie sehr hat euch das selbst getroffen oder wart ihr schon immer sozusagen komplett außerhalb von China vom Sourcing?
SPEAKER_02Ich muss sagen, wir haben größtenteils die Ware immer aus der Türkei importieren lassen, ja. Wegen diversen Vorteilen, die haben ja drei große Vorteile für Zeit und Kosten. Dann einmal zollfrei, ja, EU-Abkommen mit Türkei. Da ist die Ware komplett zollfrei bei Keramik. Gut, so ein bisschen Keramik haben oft Zollsätze von 30, 35 Prozent, nehme ich an.
SPEAKER_01Ich glaube sogar mittlerweile über 40 Prozent.
SPEAKER_02Muss ich dir vorstellen, zahlst für ein Produkt 10 Euro, ja, 4 Euro nochmal in Zollgebühren, da macht es keinen Spaß, wenn also wie gesagt, Türkei zollfrei und die Flexibilität, die man hat. Man hat eine Versandszeit von 10 Tagen in China oft 2 bis 3 Monate. Wenn man, sag ich mal, Glück hat, wie gesagt, vor zweieinhalb Jahren der Agentur gegründet in der Containerkrise. Wir haben ja große Kosten an Container, ja. Vor zwei Jahr hast du für einen Container viel Fuß um die 300.000 Euro gezahlt.
SPEAKER_01Ja, genau. 2.000, 5.000, 3.000, teilweise auch je nachdem natürlich, wie viel Kleinkarton-Zeugs dann da drin war, aber grundsätzlich so in dem Bereich, ja.
SPEAKER_02Hier zahlst du für einen Container, wir haben da Gruppen gehabt letzte Woche, die lassen importieren, ganze Container für 21.000 Euro. Das ist schon extrem, da musst du vorstellen, da hast du einen Anstieg von 600-700 Prozent, ja, vor zwei Jahren. In Türkei, wie gesagt, Versand kosten sehr, sehr niedrig. Du zahlst für einen 45 Fußcontainer, 5 Fuß größer als ein China.
SPEAKER_0140 Fußcontainer. Also sagen wir mal so, ein Container, wo ordentlich was reinpasst.
SPEAKER_02Wo ordentlich was reinpasst. Ja, Hausereien, voll Hütte, so um die 3000 Euro. Versandzeit 10 Tagen, keine Zollsätze, eine Flexibilität, Cashflow-Problem als FBS-Halk hätte man ja. Muss halt sehr viel Geld an Ware binden, da wird noch kein Umsatz generiert, bis dann hat zwei, drei Monate die Ware da ist.
SPEAKER_01Können wir auch mal kurz an dem Punkt anhalten, weil das ist so eine Sache, gerade auch für Leute, die am Anfang stehen, die dieses Problem, aber die diesem Punkt oft gar nicht so bewusst sind. Man muss sich ja mal vorstellen, wenn ich jetzt Ware einkaufe, dann überweise ich das Geld an den Hersteller, eine Anzahlung meistens 10 bis 30 Prozent. Wenn wir jetzt mal einfach von China ausgehen, um 10 bis 30 Prozent, sondern produzieren die das Ganze. Dann ist die Ware fertig produziert, dann bezahlst du den Rest. Wenn du gesehen hast, ja, war es fertig, war es so, wie ich die haben wollte. Und dann ist die Ware ja aber natürlich nochmal unterwegs, anderthalb Monate, teilweise bis sie dann verkaufbar ist, zwei Monate. Und in der Zeit ist das ganze Kapital sozusagen schon in den Produkten. Das heißt, du kannst damit nicht mehr arbeiten, aber gleichzeitig kannst du noch gar nicht verkaufen, weil die Produkte eben noch nicht da sind. Schaut es aus, ja. Wenn du jetzt eine Lieferzeit hast von nur zehn Tagen, dann ist das natürlich ein anderes Ding, weil du bezahlst das Geld und zehn Tage später kannst du schon verkaufen und hast dementsprechend die Kapitalbindung viel geringer. Das heißt, man kann schneller nachbestellen, schneller neue Produkte an den Markt bringen und hat nicht so diese extreme Kapitalbindung.
SPEAKER_02So schaut es aus, genau. Die meisten FBA-Seller-Kunden, also bei uns, bestellen oft Ware, wir haben Querbit-Kunden natürlich den Neulingen, der gerade beim Putzingstart 100% Vollgas geben möchte, ja. Bis hin zu den Kunden, die natürlich über 100 Produktvarianten haben, ja, bis zu 500 Produktvarianten. Und die meisten Kunden bestellen oft Ware für vier bis sechs Morte, zur Zeit bei uns, ja. Du musst halt vorstellen, wie viel Geld du an, also wie viel Kapital du an der Ware einfach verbindest, wenn du für vier, sechs Monate Ware einkaufst, ja. Und wenn du sowas in Türkei, sag ich mal, bestellen würdest, ja, Hosefleischware für zwei Monate, Ergo hast du weniger Kapital an der Ware gebunden. Was machen wir mit dem Kapital? Natürlich neue Produkte auf den Markt bringen, ins Marketing investieren, ein gutes Coaching holen, ja. Und ja, kann man besser wachsen, besser eskalieren und so weiter und so fort. Deswegen ist es ein sehr, sehr großer Vorteil, wenn man, sag ich mal, so ich muss sagen, nicht alle Produkte in der Türkei, also nicht alle Produkte sind in der Türkei möglich, ja. Wir haben drei Rohstoffkategorien, die ich gleich gerne erläutern würde, ja. Im Lauf des Gesprächs, was halt in der Türkei möglich ist, ja. Und ja, sag mal so, wenn ein Produkt in der Türkei möglich ist, ja, für einen guten Preis, ja, vielleicht für einen Preis wie vor zwei Jahren in China, dann macht es natürlich ein Produkte aus Türkei, ne? Zwei Monate Versandzeit, äh, zehn Tage Versandzeit, zwei Monate Kapitalanbindung.
SPEAKER_01Also was würdest du sagen, jetzt erstmal, also die Punkte, die die Türkei sozusagen als Sourcing-Land am interessantesten machen, sind kurze Lieferzeiten. Die Preise sind ähnlich wie in China. Oder vielleicht kurz danach, wie kann man sich das sozusagen so vorstellen? Also natürlich voraus, man kann das Produkt jetzt in der Türkei produzieren, da können wir gleich nochmal drüber sprechen, welche Produkte man jetzt gut in der Türkei machen kann. Aber so, um mal so einen Vergleich herzustellen, wie kann man sich das vorstellen? Also wenn ich jetzt in China zum Beispiel 5 Euro für ein Produkt bezahlen würde im Einkauf, wie viel bezahle ich dann in der Türkei?
SPEAKER_02Also die Produkte in der Türkei sind oft 10, 20 Prozent teurer als in China, ja. Man muss halt sagen, Türkei ist ja schon die Ecke, ist in Europa, ja. Also europamäsisch, sage ich mal so, ja. Und da hat man halt höhere Lohnkosten, ja, und so weiter und so fort, dann sind halt die Produkte 10, 20 Prozent teurer als in China. Jedoch spart man halt im Versand um die 600%. Wenn dein Produkt im Versand 5 Euro kosten würde, ja, vor zwei Jahrchen, möbelstück als Beispiel, und es kostet jetzt 30, 35 Euro, dann machst du auch keinen Spaß mehr. Dann bestellt sich die Ware aus der Türkei, man muss einfachestentaschenrechner benutzen können. Wenn der Einkauf höher ist, der Versand viel günstiger und kein Zoll anfällt, bist du in Summa Sumarium viel günstiger unterwegs als.
SPEAKER_01Das heißt, es ist eine Chance, und das finde ich so interessant eben. Man hat den Hersteller sehr nah. Man bezahlt trotzdem in vielen Fällen aktuell sogar weniger als in China. Und das natürlich so in Kombination miteinander macht es schon zu einem verdammt interessanten Punkt. Jetzt ist natürlich die Frage, okay, welche Produkte kann ich jetzt in der Türkei sourcen? Denn eine Sache, egal in welchem Land man einkauft, ob das jetzt in der Türkei ist, ob das in Europa ist, ob das in Amerika ist, es gibt wahrscheinlich, selbst wenn man alle Länder auf der Welt zusammennimmt, wird China immer noch mehr Produkte produzieren, verhältnisse die Möglichkeit haben, mehr verschiedene Produkte zu produzieren. Welche Produkte kann man gut in der Türkei einkaufen?
SPEAKER_02Gute Frage. Ich sag mal so, China hat halt einen Vorteil, die haben natürlich viel mehr Zeit gehabt, da, sag ich mal, sie so skalieren, ja, drei Jahre knapp. Und natürlich haben die bessere Strukturen da aufgebaut in der Türkei. Ja, muss man sagen, wie gesagt, wir haben drei Rohstoffkategorien in der Türkei. Die erste Kategorie wäre natürlich Textilware. Wir sitzen da direkt an der Quelle. Textilware ist sehr schnell umsetzbar, kostengünstig, auch mit der guten Qualität natürlich. Wir arbeiten nur mit qualitativen Herstellern zusammen. Unter anderem mit Herstellern von Hugo Boss und Deischmann, wenn man es als gute Qualität nennt, ist dann gute Qualität, genau. Genau, die erste Kategorie wäre natürlich Textilien. Und die zweite Kategorie Holz und Keramik, also Möbel und Geschirr. Hier gut zu wissen, wie gesagt, Keramik hat sehr oft hohe Zollsätze, die man in Türkei gar nicht hat, ja. Also wenn wir Keramik herstellen.
SPEAKER_01Wenn man sich den auch preis mal da anschaut.
SPEAKER_02Ja, natürlich, so schaut es aus, ja. Oder Holz haben wir sehr viele verschiedene Holzsorten. Bambus jetzt nicht, ja. Für die Kunden. Ja, für die. Bambuswechsel in China ist ja vollkommen klar. Deswegen kriegt man auch Bambus.
SPEAKER_01Aber tatsächlich muss man dazu sagen, für die Leute, wir haben ein, zwei Sachen, die aus Bambus gefertigt sind. Aktuell ist Bambus sowieso extreme Engpässe. Das heißt, selbst in China oder im asiatischen Raum ist es gerade schwierig zu bekommen.
SPEAKER_02So schaut's aus. Wir haben Buche, Kirschholz, Walnussholz, glaube ich. Da muss ich das in Klammer setzen. Es sind viele Holzsorten, die man halt natürlich verwenden kann. Gute qualitative Holzsorten. Und ja, Keramikgeschirr, wie gesagt, Tasten, Auflauffirme. Ich möchte keine Produkte jetzt nennen, aber es gibt genug Produkte im Bereich Keramik. Die dritte Kategorie, sehr wichtig zu wissen, ist Plastik und Metall. Hier muss man oft mit hohen Moldkosten rechnen. Man muss halt so vorstellen, dass die Produkte, die man in Türkei herstellt, die gibt es halt nicht so wie in China. Also in China ist alles schon vorgefertigt, vorentwickelt. Du guckst einmal auf die Plattform, okay, der hat eine Brottose, den kann ich direkt bestellen. In Türkei musst du mehrere Hersteller finden, damit die die Brottose herstellen können. Da brauchst du oft.
SPEAKER_01Das bedeutet, also das ist halt zum Beispiel ein super wichtiger Unterschied, glaube ich, auch, was halt diese ganze, auch vor allem den Bereich Sourcing eben betrifft. Du hast halt in China über die Hersteller und die ganzen Plattformen wie Alibaba, hast du halt einen Katalog, wo eine Million Produkte gefühlt drin sind und du kannst ja einfach aussuchen, ah, ich möchte das und dann vielleicht, wenn ich jetzt eine Brootdose habe, ich möchte den Deckel von der Brotdose, das dazu, mach das mal alles passend und das geht alles sehr, sehr schnell und einfach in China. Und egal, übrigens, es ist nicht nur in der Türkei so, sondern auch wenn man sonst in Europa zum Beispiel so ist, ist das meistens nicht der Fall, dass man diese riesigen Kataloge hat, wo alles super schnell und einfach eben auch produziert werden kann. Aber nochmal zurück, du wolltest gerade sagen, zu Plastik und Metall.
SPEAKER_02Genau, das ist das Beispiel die Brotdose, da müssen wir halt Molts erstellen lassen, ja, von Fabrikanten. Also Molz sind halt Gussformen, die man einmal herstellen muss, ja. Da sind wir beim Brotdose hier den Boden, Deckel, die Scharniere, das Innenteil, was das alles abtrennt, ja, sind wir schon bei 4 Molts, A, 3.000 Euro als Beispiel. Ja, Molz sind sehr, sehr teuer in der Türkei, bitte schon bei 12.000 Euro und aufwollen. Die Hersteller auch hohe Mengen haben bei Plastik und Metall, ja. Wir reden hier von Minimum 5.000 Einheiten, A, 5 Euro bist du schnell auf 25.000 Euro plus die 12.000 Euro. Es hat viel Kapital als Neuling, sag ich mal so. Deswegen empfehlen wir eigentlich jeden Kunden, wenn die ein Produkt in der Türkei sourcen wollen, ja, und gute Ergebnisse erzielen wollen, dann nur Textilien, Holz und Keramik, weil da haben die besten Ergebnisse. Wir haben auch viele Produkte auf den Markt gebracht mit Kunden, ja. Da Metall und Plastik gibt immer Probleme, deswegen sagen wir im Erstgespräch im Kunden immer, bewegt sich in den ersten zwei Kategorien, weil wieso soll man das Leben schwerer machen, als ich schon nächste Sag schon mal so.
SPEAKER_01Ja, genau. Das bedeutet, wenn du jetzt mal schaust, wir haben einige Vorteile auf jeden Fall, Source in der Türkei, Kostenvorteil, Zeitvorteil. Was ist so die Herausforderung? Also wo ist die Herausforderung, in der Türkei Produkte einzukaufen?
SPEAKER_02Die Herausforderung ist halt, dass wir.
SPEAKER_01Also neben den Molds jetzt, also das vielleicht schon mal, haben wir ja gerade schon darüber gesprochen, dass die erste Herausforderung, du hast nicht so diese Kataloge, wo der Hersteller dir jetzt zigtausend Möglichkeiten gibt oder du einfach auch erstmal zigtausend Hersteller hast, sondern du musst halt ein bisschen mehr individueller mit dem Hersteller sprechen.
SPEAKER_02Also der große Nachteil ist halt, dass wir nicht einen Hersteller haben, der natürlich alles gemacht. Ich nehme jetzt als Beispiel ein Produkt, ein Kalkissen für ein Popo, ja. Kennt ja jeder FBS-Seller eigentlich. Da haben wir keinen Hersteller, der es herstellt. Da müssen wir als Dienstleister, sag ich mal, verschiedene Faktoren knüpfen, damit wir in der Summe in Ende gibt es das Produkt für einen Seller haben. Wir müssen den Schaumstoff einkaufen, den richtigen Schaumstoff, den richtigen Bezug, die richtigen Reißverschlüsse. Da müssen wir so eine Manufaktur da alles oder so Atelier da alles, sag ich mal, fertigen lassen. Das sind halt viele Aspekte, die man da mit einfließen lassen muss als Dienstleister, die man bei FBS in Alibaba schon alle hat. Du klagst im Chinesen einfach, ich möchte das Produkt haben mit anderen Reißverschluss, mit anderen Schaumstoff, mit anderen Bezug, will ich noch ein paar USPs. Das musst du halt alles an einem Kontakt, sag ich mal, knüpfen auf Alibaba. Aber in der Türkei musst du halt viele Faktoren zusammen verbinden, damit du wirklich das Produkt für den Seller hast.
SPEAKER_01Das heißt, diese Infrastruktur, diese Vernetzung von Herstellern und Lieferanten in China ist so, dass selbst wenn einzelne Teile ausgetauscht werden, weil das ist immer wichtig, auch zu verstehen, wie Leute die Ware einkaufen, natürlich, wenn man zum Beispiel ein Kissen einkauft, musst du sich mal vorstellen, der Hersteller baut nicht den Reißverschluss, den Bezug, knüpft die Baumwolle da irgendwo zusammen und so weiter und so fort, sondern zum Beispiel ein Reißverschluss wird halt fertig eingekauft und wird dann damit vernäht und kommt auch aus einer anderen Firma. Und in China hat man halt diese Infrastruktur, die hat man in der Türkei also nicht so in der Art und Weise und muss sozusagen selbst mehr sich darum kümmern, die einzelnen Punkte sozusagen, oder je nachdem, wenn man das mit einer Sourcing-Agentur macht, wie zum Beispiel mit euch, dann, dass ihr euch sozusagen darum kümmert, dass man diese ganzen Kontakte halt herstellt und das an einem Punkt dann zusammenführt.
SPEAKER_02Da muss ich sagen, da haben wir einen großen Vorteil. Wir haben ja schon seit fünf Jahren, mein Geschäftspartner und ich, Sourcing-Produkte aus der Türkei, haben dann natürlich viel Kontakt, Netzwerke. Ohne ein Netzwerk würden das auch nicht schaffen. Wir sind insgesamt vier Geschäftspartner. Bura, Kassan, Uno und ich, ja, meine Wenigkeit. Und nur durch diese Konstellation können wir auch, sag ich mal, die Produkte da herrschen lassen, wie der Kunde sie haben möchte. Weil du musst halt zu vielen Städten, sag ich mal, manchmal hinfahren. Und die Städte sind sehr weit entfernt, manchmal drei bis sechs Stunden entfernt, bis du da jemanden kontaktieren kannst. In Türkei musst du dir so vorstellen, da musst du halt wirklich da hinfahren, um einen guten Preis zu erziehen. Du kriegst niemanden per Telefon and sagst, 5 Euro und sagt, okay, 5 Euro oder 7 Euro, da musst du wirklich hinfahren und aus 5 Euro als Beispiel werden schnell 2, 2,30 Euro. Weil die Türken sind halt ein bisschen von der Tradition ein bisschen. Jeder, der in Türkei weiß, wenn es um einen Bazaar geht und der gute Türkei 40 Euro haben und du einen 10, aber dann nimmst du trotzdem an. Also da kann man sehr viel an den Preis handeln, wo wir halt eingreifen, ja, mit unseren Chancer vor Ort. Und ja, das wäre eigentlich.
SPEAKER_01Ja, das bedeutet, also das ist jetzt mal so ein Punkt, vielleicht ein bisschen ganz off-topic. Mich interessiert das immer so, wie Leute sowas aufbauen. Also ich finde das interessant. Weil ihr kommt ja sozusagen, ihr kommt aus Frankfurt. Und wie baut man so ein Netzwerk auf?
SPEAKER_02Also das Netzwerk ist zufällig entstanden, da wir halt Produkt gesourced haben, haben da dann die Krise gesehen vor zwei Jahren, zweieinhalb Jahren, die Containerkrise, die kennt ja jeder, ne? Haben dann unser Netzwerk, sag ich mal, aktiviert, ja, haben da mal angefragt, wie schaut es aus, wollen wir hier da, sag ich mal, eine Agentur gründung für FBS-Seller, prima FBS-Seller, weil wir schon jahrelang FBS-Seller sind. We said ganz genau die Probleme, den FBS-Seller hat, yeah. The problem in the crise können da auch sehr gut eingreifen in the sense des Kundenhandels, and it is halt so when you a product self in the Tokyo house and will, yeah, as FBSeller of eighteen fault, musst du eighteen in the Türkei einreight, yeah, and really. Per telephone kriegst du niemanden, they can often oft key English and so English. And when you have a whole price in China kennt man das so, the Chinese hairstyle hauen einen Zuschlag drauf, wenn du kein Chineser bist, ja ganz normal, 23% durchschnittlich. Die Türken hauen er schon 17% drauf. Wir hatten letztens einen FPS-Reich, ich darf es auch nennen, eine Commodore, der hat es auf eigentlich auch gesourced in der Türkei, hat er einen Preis bekommen von 13 Dollar. They have an intern and einen Preis von 7 Dollar bekommen for the gleich. Da muss man halt wirklich sehr viel Arbeit investieren, ja, that man hairsteller becomes for a good price. That is not so like when many forstelled, that's man halt auf Alibaba, we said, jemanden uns schreibt oder jemanden vielleicht bei Telefon erreichen kann, yeah. Da muss man sehr viel Arbeit investieren. Und am Ende des Tages bist du und Ende geht es viel teurer heraus, ja, wenn du sagst mal, das outsourcen würdest.
SPEAKER_01Yeah. Okay, alles klar. Dann vielleicht nochmal so eine abschließende Frage. Man hat jetzt ja sozusagen, also das ist, als ich damals angefangen habe mit Handel, war eigentlich, es gab damals nur China. Also wirklich nur China. Ich habe ja so in den letzten Jahren schon gemerkt, und wir haben das auch selbst immer mehr gemacht, dass man zum Beispiel das Europa an sich auch interessanter wurde? Teilweise auch Nordafrika oder zum Beispiel Pakistan, Indien oder so ein paar andere asiatische Länder, eben weil die Infrastruktur langsam auch in den Ländern besser geworden ist? Und dann eben eben auch so die Türkei. Wie siehst du so in den nächsten, sagen wir mal, so fünf bis zehn Jahren, wie wird sich das so entwickeln? Glaubst du, dass es mehr noch Türkei, Europa oder eben nicht China ist? Oder was ist so deine Vision?
SPEAKER_02Ja, ich denke mal, die meisten Seller, die es auf dem Markt sehen, da generell Händler auf allen Plattformen, ja, die merken langsam, China, wenn man sich nur auf China konzentriert, ist es halt immer problematisch, wenn man nur eine Option hat, anstatt man faire Optionen hat. Wir haben jetzt die Krise. In der Krise muss man halt viele Optionen Standbeine aufbauen, wo man andere Produkte sourcen kann. Es gibt natürlich Bangladesch, Pakistan, Ukraine, ja. Da haben wir natürlich Polen, Tschechien. Es gibt viele Länder, wo man Produkte herstellen kann. Der Verkäufer, also der Käufer, der Kunde auf Amazon, der möchte auch natürlich nicht Mate in China haben, weil der verbindet halt China oft mit minderer Qualität. Ist natürlich nicht so, wenn man richtig einkauft. Also er verbindet das halt. Wenn da Mateuropa steht, ist es für einen Kunden, sag ich mal, oder für den FBS ist ja natürlich auch ein Vorteil, wenn er ein Produkt aus Mateuropa hat. Ein sehr riesigen Vorteil, der der Kunde von Amazon as Beispiel auch sieht. Und ich denke, es werden schon viele Seller andere Optionen suchen als China. Und wenn man natürlich aus China oft kleine or große Produkte source, and that stimmt halt alles nicht, dann muss man andere Optionen suchen. We said die Versandpreise sind sehr, sehr hoch, was halt sehr schlecht in die Marge reinspielt, ja, für viele Space-Seller. Und es wird auch nicht aufhören, denke ich mal. Also ich stecke mal nächstes Jahr, ja, da werden wir nicht auf unter 15.000, 13.000 Euro pro Container, 100%. Da bin ich mir eigentlich schon sicher. Das wird noch dauern. Wenn was im Markt halt steigt vom Preis her, braucht es halt sehr, sehr lange, bis es, sag ich mal, wieder sinkt und auf den Ursprung wird das sowieso nicht stecken. Das ist halt der Markt nicht. Das ist halt immer so. Und ja, ich stecke mal, man muss sich viele Optionen und Standbeine aufbauen. Türkei ist ein gutes Beispiel, ja. Ist halt um die Ecke. Es ist halt immer so die Frage, wenn man ein Produkt aus einem anderen Land sourcen möchte, ja, wie kommt man an die Kontakte? Eine Webseite gibt es einige, ja, die sind halt sehr, sehr schlecht aufgebaut, ja. Ich stecke mal ein paar Webseiten.
SPEAKER_01Es gibt kein, das ist ganz wichtig, ich sag mal so, für die Leute, die auch, die nicht viel Zeit haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen, es gibt kein zweites Alibaba. Gibt es nicht. Nein. Es ist, Alibaba ist großartig in der Art und Weise, wie es existiert, aber egal für welches Land außerhalb von China, es ist sehr schwierig, über eine Plattform an Leute zu kommen, sondern man braucht immer entweder, man macht das mit Sourcing-Agenten oder man geht halt, da muss man mal sehr viel Glück haben, einfach eigentlich meistens direkt über Google. Oder eben so ein paar private Kontakte kann man ja auch mal, der ein oder andere hat sowas ja, aber das ist immer sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, antwortet der Hersteller überhaupt. Sehr genau. Bekommt man einen vernünftigen Preis, wie ist die Qualität und so weiter und so fort. Kann man natürlich auch alles hinbekommen, aber es ist meine Erfahrung auch von unseren Kunden her so, dass wir sehr wenig Leute haben, die den Weg gehen und sagen, hey, pass auf, ich mache jetzt alles auf eine Faust in Land XY, sondern meistens ist es eben dann über eine Agentur oder einen Agenten direkt vor Ort oder eben Alibaba.
SPEAKER_02Ja, oft muss man auf BSL auch sehen, wenn du schon drei, vier, fünf Produkte hast, ja, ob du wirklich deine Zeit da investieren möchtest, ob der Return halt hoch genug ist, ja, ob du die Arbeit vielleicht abgibst, ja, dann von der Zeit halt Spaß, vom Einkauf halt mehr Spaß, ja. Es muss am Ende des Tages alles eigentlich automatisiert werden. Als Unternehmer muss man Sachen automatisieren. Man kann nicht alles selbst überleben, man muss Arbeit abgeben, hat man einen viel größeren Hebel, ja, kann man sich auf andere Sachen konzentrieren. Genau.
SPEAKER_01Okay. Also Resümee, auf jeden Fall für mich. Wir haben das ja auch schon länger gemacht. Wir machen jetzt auch die ersten eigenen Produkte dann über die Türkei. Und wir haben jetzt auch immer mehr Kunden, die sich auch speziell auch bei euch melden, denen ihr sozusagen helft dabei, die richtigen Produkte und die richtigen Hersteller in der Türkei vor Ort zu finden mit den besten Einkaufspreisen. Und ich glaube persönlich, dass einfach so dieser Weg mehr Richtung Europa. Türkei ist halt ein Land davon, einfach immer mehr gehen wird. Und ich glaube, Türkei hat gerade halt in diesen Bereichen, was du gesagt hast, Stoff, Holz, Keramik, einfach ein enormes Potenzial, weil es kostentechnisch deutlich günstiger nochmal ist als viele andere europäische Länder, trotzdem eine gute Qualität hinbekommt und eben schnelle Lieferzeiten hat. Und wenn man das eben schafft, dann den richtigen Hersteller zu finden, auch eine extrem gute Möglichkeit ist, aber dass allgemein Sourcing immer mehr von Asien auch weggeht, was für uns Händler sehr schön ist, denn alle beschweren sich ja immer über die chinesischen Händler, aber die chinesischen Händler haben ja nur den Vorteil, solange sie in China sind und produzieren. Und jetzt sind die Leute, die gerade in Europa sourcen, haben in immer größer werdenden Vorteil durch diese eben hohen Schiffspreise, die nicht immer da sein werden. Ich glaube nicht, ich glaube, sie werden in ein, zwei Jahren auch wieder deutlich runtergehen, also wirklich wieder deutlich, deutlich runtergehen. Aber jetzt aktuell haben wir sie eben und deswegen kann man auch jetzt gut reagieren. Okay, also alles klar. Das heißt, für die Leute, die sich dafür interessieren, können sich gerne mal bei euch melden oder noch besser, dann ich sage mal so das Produkt, was man einkauft, letztendlich, ob man es jetzt in China einkauft, in der Türkei einkauft, in Polen einkauft, in Ukraine einkauft. Wichtig ist erstmal, dass es das richtige Produkt ist. Dass man dafür den richtigen Hersteller findet. Das heißt, meldet euch entweder dort oder direkt auch gerne bei uns im Training, damit ihr erstmal das richtige Produkt findet. So schaut's aus, ja. Wofür ihr dann den richtigen Hersteller sucht.
SPEAKER_02Wichtig zu wissen, die meisten Kunden stellen sich vor, wenn die so irgendeine Agentur gehen oder ein Produkt sourcen wollen, ja. Es sind ein, zwei Wochen völlig entwickelt ist, ja. So was braucht halt immer Zeit, ja. Manche Produkte gehen schneller, manche nicht. Ich würde eigentlich Ihnen empfehlen, eineinhalb bis zwei Monate einzuplanen, bis ein Produkt bestellbereit ist. Also Vorlaufzeit, sehr normal.
SPEAKER_01Okay, dann dir vielen Dank für die Antworten, für die Inputs. Und dann wollen wir mal schauen, dass wir gemeinsam mit unserem Einkaufsverhalten als Händler die europäische Wirtschaft wieder vorantreiben und die Produktionsstandorte hier stärker machen. Geil. Alles klar, macht's gut. Ciao, ciao.