Ecommerce.de Podcast
Für Menschen, die echte Unternehmen aufbauen und skalieren wollen. Mit Top Produkten, Top Marketing und Top Werbung. Mit Nicklas Spelmeyer als Host sprechen wir hier über neue Strategien, Fehler und Erfolg im Online Handel - eCommerce.de
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#16 Spitzen Qualität oder Billig Produkte - womit verdient man wirklich im Ecommerce
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Für jeden, der Interesse am eCommerce Handel hat, ist eine Frage ganz entscheidend. Womit verdient man wirklich im eCommerce? Qualitätsprodukte oder Billig Wahre, aus welchem dieser Bereiche, lässt sich am meisten für das eigene Business herausholen? Eine dieser beiden Strategien wird von mir eindeutig bevorzugt. Welche dieser zwei Strategien das genau ist und warum ich diese Strategie immer vorziehen würde, erfährst du hier.
E-commerce.de präsentiert der Podcast für bessere Strategien, mehr Freiheit und Erfolg. Neue Folgen jeden Montag um 15 Uhr.
SPEAKER_01So und damit ganz recht herzlich willkommen hier beim ecommerce.de Podcast. Mein Name ist Niklas Spielmeier. Heute bin ich hier wieder ganz alleine, aber natürlich mit extrem wertvollen Informationen bzw. ja vor allem mit extrem wertvollen Informationen zum Thema Positionierung. Denn was ich immer wieder beobachte in den ganz verschiedenen Geschäftsbereichen, ganz egal, ob man jetzt gerade über einen Shop verkauft, über Amazon verkauft oder sonst wo verkauft, auch in normalen Geschäften, wo ist eigentlich der, ja, so der Sweet Spot? Wo ist eigentlich der Punkt, wo man als Händler die meiste Kohle macht? Denn am Ende des Tages, lasst uns nicht lügen, wir wollen alle Geld verdienen. Und es geht darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Und es gibt einfach, und das ist eine Sache, mit der ich mich am Anfang sehr viel beschäftigt, verschiedene Ansätze und Unternehmen aufzubauen. Man kann sagen, hey, ich möchte besonders nachhaltige Produkte verkaufen, ich möchte besonders gute Qualität verkaufen, ich möchte besonders preisgünstige Produkte. Es gibt alle möglichen Ansichten, die man haben kann. Aber bei welchen dieser Modelle, bei welchem dieser Punkte verdient man das meiste Geld? Verdient man das bei nachhaltigen Produkten, bei super gut qualitativen Produkten oder vielleicht sogar bei Billigramsch- oder Billigschrottprodukten eigentlich, die fast jeder sofort wegschmeißt. Wo lässt sich das meiste Geld verdienen im Handel? Und dazu muss man ganz bisschen bewerten, erstmal, wo und in welchem Umfeld bewegt man sich. Ich teile jetzt einmal ganz groß ein in Shop und Amazon. Denn bei Amazon schon mal fällt eine Sache raus, ich würde niemals Schrott verkaufen auf dieser Plattform. Warum nicht? Schlechte Bewertungen und Retouren werden jedes Produkt innerhalb von zwei bis drei Wochen komplett vom Markt wieder verschwinden lassen. Das heißt, es gibt keinen Platz für Produkte, die wirklich schlecht sind, also wirklich aktiv schlecht sind. Das bedeutet nicht, dass es für sehr günstige Produkte keinen Platz geben würde, die nicht die absolute Hammer-Qualität haben, aber es gibt keinen Platz für Produkte, die nicht wirklich funktionieren, kein RAM-Schaben. Das ist bei Shops anders. Ich würde sagen, bei in Deutschland betriebenen richtigen Shops, wo Leute wirklich ein E-Commerce-Business aufbauen, da ist es auch so, die werden an den Retouren ersticken. Bei irgendwelchen Dropshipping-Leuten sieht man ja wieder sehr oft, genauso wie das bei solchen, ich sag mal immer, ich vergleiche das immer, Wish ist ja sozusagen so eine Plattform, dieses Wish-App, ich weiß gar nicht, ob es die noch gibt. Das ist ja im Grunde genommen eine Plattform für Dropshipper. So, da kannst du halt die Produkte nicht zurücksenden, es ist alles relativ schwierig gehandelt, da gibt es viele schwarze Schafe, da verkaufen viele Leute Schrott. So, da kann sowas vielleicht funktionieren, dass man überhaupt Geld damit verdient. Das wird, wie gesagt, sowohl bei Amazon als auch bei einem eigenen Ownershop hier in Deutschland nicht der Fall sein. So, das heißt, diese ganz untere Kategorie können wir mal ausschließen. Jetzt ist es so, dass natürlich vom Prinzip her, wenn man sich überlegt, was will ich verkaufen, man will doch immer das Beste verkaufen. Man hat doch Lust, geile Produkte an den Kunden zu bringen, wo wirklich der Kunde sagt, ey, das ist das Beste, was ich jemals hatte, das ist mega tiptop. Also wenn ich zum Beispiel Autos verkaufen würde, würde ich ungerne Zitrant oder sowas verkaufen, sondern ich würde gerne Porsche, Mercedes, was weiß ich nicht, sowas in die Richtung verkaufen. Und das ist bei Produkten nicht anders. Jetzt ist es aber so, und das wird auch vielen auffallen, dass man gerade wenn man dann mal versucht, diese Produkte einzukaufen, bemerkt, ey, das ist wahnsinnig teuer, die auch einzukaufen. Das heißt, wir haben zum Beispiel bei ein und demselben Produkt, beispielsweise bei Textilien ist es gut, weil es Textilien in super vielen Qualitätsstandards gibt. Ein hoher Qualitätsstandard, sagen wir, bezahlst du zum Beispiel für ein T-Shirt 12 Euro im Einkauf, bei einem geringen Standard kriegst du es für 80 Cent oder für 1,20 Dollar oder so. Das heißt, wir haben teilweise wirklich exorbitante Unterschiede im Einkauf. Gleiches gilt für mechanische Produkte zum Beispiel oder metallerne Produkte, wie sind die verarbeitet, und so weiter und so fort. Da gibt es gewaltige Unterschiede, also wirklich gewaltige Unterschiede von den Preisen. Wir haben zum Beispiel ein Produkt, das kaufen wir in zwei Qualitätsstandards ein. Es ist genau das gleiche Produkt, es braucht die gleiche Material, Anzahl an Material, sozusagen Gewicht an Material, die gleichen Rohstoffe, es sind unterschiedliche Rohstoffe, aber es ist das gleiche Produkt sonst. Also es sind nur unterschiedliche Materialien, sonst das gleiche Produkt. Das eine ist einigermaßen gute Qualität, das andere ist absolute Spitzenqualität. Und das Krasse ist, die Einkaufspreise sind mehr als doppelt so hoch für das qualitativ höhere Produkt. Jetzt haben wir im günstigen 6 Dollar, im teuren über 14 Dollar. Über 14 Dollar, 6 Dollar. Das heißt, im Verkaufspreis, wenn wir das hochrechnen, müssen wir eigentlich die Verkaufspreise auch fast verdoppeln. Für mehr oder weniger das Produkt, was die gleiche Leistung bringt, nur qualitativ hochwertiger ist. So, und da stellt sich natürlich die Frage, wie viele Leute sind dazu bereit, das zu zahlen und wie wirkt sich das auf die Marge aus? Und wir haben eine Erkenntnis gemacht, die ich lange Zeit gar nicht so gedacht hätte, dass es tatsächlich so ist, aber tatsächlich sind diese super Tip-Top-Qualitätsprodukte, die wirklich am oberen Ende der Nahrungskette sind, in den meisten Fällen nicht so profitabel wie Produkte, die in der Mitte sozusagen sind. Also die nicht schlecht sind, nicht super hammer mega gut, sondern einfach solide Produkte. So, und das lässt sich auch relativ einfach erklären. Es gibt da immer Ausnahmen, das ist ganz wichtig. Es gibt auch Produkte, die sich mit Top-Qualität einfach für absurde Verkaufspreise auch für die doppelten oder teilweise dreifachen Verkaufspreise auch sehr gut verkaufen können. Aber für die meisten Produkte trifft es zu, dass du im mittleren Preissegment sowohl vom Einkauf als auch vom Verkauf die höchsten Margen erzielst. So, und das hat, wie gesagt, es hat einmal den Grund, dass die größte Nachfrage dort herrscht. Also in der Regel ist es immer so, es gibt eine Verteilung, es gibt die super billig kaufenden, es gibt auch die super teuren Kaufenden, aber der Großteil der Leute kauft immer irgendwelche Preise in der Mitte. Wenn du zum Beispiel jetzt Klamotten, die mal anguckst, gibt es irgendwelche, keine Ahnung, kannst du bei Kick ein T-Shirt kaufen, wahrscheinlich für 5 Euro oder so. Kannst du wahrscheinlich bei Louis Vuitton kannst du ein T-Shirt kaufen für 70 oder 800 Euro, aber die meisten Leute kaufen sich T-Shirts für 30, 40, 50 Euro oder irgendwie sowas in dem Bereich halt, wo es irgendwo in der Mitte ist. Und das bedeutet schon mal, dass man vom Grund auf die größten Stückzahlen verkaufen kann, also gleichzeitig auch die größten Stückzahlen in dem Bereich produziert werden. So und jetzt kommt nämlich der Dreh- und Angelpunkt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist immer, also das ist eigentlich, egal in welchem Bereich man guckt, immer bei den mittelteuren Produkten das Beste. Wenn du diese super Top-Produkte dir anguckst, egal in welchem Bereich, die allerbesten Produkte, das sind vielleicht die besten Produkte, aber sie werden eigentlich nie das beste Preis-Leistungsverhältnis oder annähernd ein super gutes Preis-Leistungsverhältnis haben. Das hat auch wieder mehrere Gründe. Der größte Grund aber liegt auch wieder mit der Nachfrage zusammen, weil von der Produktion her ist die Produktionsmenge von den mittleren Produkten natürlich viel höher als von den super teuren. Deswegen kann man es auch günstiger produzieren. Ja, zum Beispiel, äh, das kann man ja bei Autos zum Beispiel sehen, zum Beispiel sowas wie ein Bugatti, fährt nicht am Fließband, weil es davon so wenig hergestellt wird, dass es fast alles von Hand zusammengebaut wird. Dadurch ist die Herstellung des Fahrzeugs viel teurer. Deswegen ist zum Beispiel ein Mercedes vielleicht von den Rohstoffen oder von der Verarbeitung gar nicht so viel schlechter, kostet aber nur einen Bruchteil davon. Kann aber dadurch eben deutlich günstiger hergestellt werden, dass es halt viel massenwarfter ist. So, und auf der anderen Seite, und das ist eben auch der springende Punkt, das ist der Grund, warum du mit den Billigprodukten nicht viel Geld verdienst, bei den ganz billigen Produkten guckt der Kunde nur auf den Preis eigentlich. Er versucht einfach nur Geld zu sparen, das heißt, er wird wirklich kein Geld ausgeben. Das heißt, du hast diese ganzen Einmalkosten, Dinge wie Versand, wie Logistikkosten, Dinge wie Werbekosten, Marketingkosten, die sind ja nicht anders für ein günstiges Produkt als für ein teures. Es ist scheißegal, ob du ein T-Shirt von Louis Vuitton was schickst oder ein T-Shirt von Kick. Der Post ist das egal, das kostet beides gleich viel. Das heißt, diese Einmalkosten, die drücken die Margen, gerade bei den sehr günstigen Produkten, extrem nach unten. Deswegen sind gerade diese Produkte auch super uninteressant. Und wie gesagt, du wirst keine glücklichen Kunden haben, es ist fast unmöglich, eine Marke oder wiederkehrende Kunden aufzubauen, einfach weil du beschissene Qualität hast, weil super günstig ist meistens beschissene Qualität. Und das hast du halt bei den mittleren Produkten nicht. Du hast bei den mittleren Produkten einfach die Möglichkeit, auf der einen Seite trotzdem eine Marke aufzubauen, trotzdem was Geiles zu machen, trotzdem sehr gute Produkte zu verkaufen und sehr viele sehr glückliche Kunden zu haben, gleichzeitig aber ein Top-Preis-Leistungsverhältnis zu haben. Du bekommst da extrem viele Bewertungen dann auch von den Kunden, weil die überrascht sind, wie geil das ist. Und hast gleichzeitig aber eben nicht diese Probleme im günstigen Bereich, gleichzeitig aber auch nicht dieses extreme Probleme, jetzt im super Expensive Quality Plus Bereich mit Marken zum Beispiel auch zu konkurrieren. Denn du als Private Label Seller, wenn du deine eigenen Produkte verkaufst, musst dir auch mal vorstellen, okay, wenn ich jetzt in diesen Top-Qualitätsbereich gehe, in welchem Preisbereich bin ich? Ich bin im Preisbereich der großen Marken. Und das Problem ist, im Preisbereich der großen Marken, du bist nicht die große Marke. Wenn du einen, wenn du einen, sagen wir mal zum Beispiel, du verkaufst jetzt einen Topf und die WMF-Töpfe sind günstiger als deine Töpfe, dann ist es schwierig zu evaluieren für den Kunden, warum er deinen Topf kaufen soll, weil er weiß, dass WMF auch gute Qualität macht und günstiger ist. Und man kennt es. Also deswegen ist dieser extrem teure Bereich auch von der Positionierung her auch eben nicht immer unbedingt der smarteste. Schau also, egal in welchen Markt du eigentlich gehst, dass du am Anfang immer versuchst, irgendwo so, ich würde immer so sagen, wenn man es mal so in Viertel aufteilt, immer so im oberen, dritten Viertel sozusagen des Preises zu sein. Also sozusagen, sagen wir mal von 1 bis 100 Euro, wenn die Produkte verkauft, dann würde ich mal versuchen, so bei 60 bis 70 Euro zu verkaufen. Also leicht über der Hälfte, etwas überdurchschnittlich, dass man auch noch wirklich gute Qualität einkaufen kann, gute Margen hat, diese Einmalkosten wie Versand etc. nicht so die Marge belasten oder auch Marketing und man gleichzeitig aber trotzdem noch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat, nicht so wie die Produkte dann extrem teuer sind. Und damit erzählen wir, damit erzählen auch unsere Kunden und Teilnehmer eben im Schnitt die deutlich besten Ergebnisse. Später ist es immer interessant, wenn man das mal auch ausprobiert und mal zum Beispiel noch dann so ein Nonplusultra-Produkt ergänzt und einfach mal guckt, hey, was passiert denn da? Denn manchmal erkennt man auch, okay, ich habe vom Produkt und der Zielgruppe einfach Leute, die geben super gerne noch mehr Geld aus. Die wollen noch mehr Geld ausgeben. Die wollen nicht, dass das Produkt nur 50 Euro kostet, sondern die wollen, dass das 70 oder 80 Euro kostet und dafür, auch wenn es nur 5% oder 10% mehr Qualität hat, weil die wollen diese 5 bis 10% mehr Qualität. Gut, also, das im Grunde genommen, einfache Sache, um umsetzen, egal wo, was, wie du verkaufst. Ich freue mich über Feedback, über die Folge. Könnt mir gerne schreiben, entweder direkt über Instagram oder über unsere Seite. Ansonsten, wer sich für eine Zusammenarbeit interessiert, wer lernen möchte, wie er sich richtig positioniert, mit welchen Preispunkten wie man zum Beispiel die richtigen Preise findet für seine Produkte etc. Aber das Komplettpaket für sein gesamtes Business haben will, meldet euch www.ecommerce.de. Kann, glaube ich, jeder aussprechen und schreiben, der in diesem Business tätig ist. Wenn du dir was aufbauen willst, kannst dich auch gerne melden. Dann können wir mal schauen, ob wir dabei helfen können. Und ansonsten wünsche ich weiterhin viel Erfolg und bis zum nächsten Mal, deine Klasse Spirmann.