
Wie Worte wirken
In diesem Podcast sprechen Menschen mit unterschiedlichen Berufen über ihr Wissen und ihre Erfahrung, wie Worte wirken. Du bekommst praktische Tipps und Informationen, die deine alltägliche und berufliche Kommunikation verbessern.
Der Podcast ist eine Co-Produktion von
Helga Boss
https://www.helgaboss.com/
Heidi Winsauer
https://www.sprechenundbegeistern.at/
Wie Worte wirken
Folge 88 mit Heinz Fuchsbichler, Fußballtrainer und Eventmanager
Was auf dem Fußballplatz gilt, gilt auch in einem Unternehmen. Im Stressmoment musst du den Druck kontrollieren, damit du die im Moment beste Entscheidung triffst. Fußballtrainer Heinz Fuchsbichler spricht in dieser Podcastfolge über die veränderte Kommunikation im Fußballsport, die moderne Nachwuchsarbeit und über die Rolle der Eltern.
Bis vor einigen Jahren waren Beschimpfungen und Beschuldigungen üblich. Auf dem Platz, in den Kabinen und auf der Tribüne. Mit neuen Programmen verändert sich die Kommunikation miteinander - und damit auch die Fußballkultur. Ein moderner Führungsstil von Trainer:innen und Funktionär:innen setzt auf wertschätzenden Umgang und Sachlichkeit.
Ein Beispiel. Heinz gibt nach einem Spiel erst dann ein konkretes Feedback, wenn er die Aufzeichnung in Ruhe und ohne Adrenalin analysiert hat. Das kann 1 - 2 Tage dauern. Und das Feedback konzentriert sich auf die Frage: Was lernen wir daraus?
Neben seinem Beruf als Fußballtrainer hat er sich vor wenigen Wochen als Eventmanager selbstständig gemacht. Am 12. September 2025 findet sein erstes großes Speaker-Event statt. Fünf sehr erfolgreiche und einflussreiche Persönlichkeiten aus dem Profifußball sprechen über ihre Führungsarbeit.
Zur Event-Webiste 👉🏻 https://www.sports-mindset.at/
Wie Worte wirken. Das ist ein Podcast, bei dem Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen über ihre Erfahrung und über ihr Wissen sprechen, wie Worte wirken und welche Kraft sie dadurch entwickeln. Es geht also um effiziente und effektive Kommunikation. Viel Spaß Heute mit Heidi Winsauer, und mir gegenüber sitzt Heinz Fuchsbichler. Heinz, du bist Fußballtrainer beim FC Dornbirn. Über deine Arbeit und über deine Pläne reden wir gleich. Zuerst auch an dich die Frage aus deiner Sicht und Erfahrung Wie?
Speaker 2:wirken Worte? Wie wirken Worte? Ich glaube, wichtig ist, wie sie gesprochen werden. Wie kommt es beim Gegenüber an? Das ist, glaube ist, wie sie gesprochen werden. Also, wie kommt es beim Gegenüber an? Das ist, glaube ich, ganz entscheidend. In welchem Tonfall werden diese Worte auch gesprochen, und dementsprechend hat man eigentlich eine Waffe in der Hand. Das heißt, das Gegenüber kann man schon sehr beeinflussen mit diesen Worten, die man aussendet, kommt auf die Lautstärke drauf an, kommt auf die Gestik drauf an, und da kann man mit Worten sehr viel bewegen. Also ich sage, man beeinflusst eigentlich das Gegenüber.
Speaker 1:Du bist Trainer, das heißt, du hast eigentlich nur die Kraft der Worte, dass du deine Fußballspieler Spielerinnen du trainierst nur die Männer, dass du deine Fußballspieler Spielerinnen, du trainierst nur die Männer, dass du die dazu bringst, dass sie ihr Bestes geben.
Speaker 2:Also, ich glaube, jeder Fußballer geht auf den Platz, egal ob es beim Training oder beim Spiel ist, und will sein Bestes geben. Und als Trainer hast du die Aufgabe, die Spieler zu begleiten. Du bist vielleicht für die Taktik verantwortlich, für die Trainingsgestaltung, du hast natürlich auch so deine Mittel und Wege diese Taktik die Mannschaft und die Spieler noch motivieren muss, damit sie dann auf den Platz gehen und ihr Bestes geben. Das ist eigentlich nicht wirklich Sondern, jeder Spieler geht aufs Feld und will gewinnen, der will sein Bestes geben, und es gibt oft Umstände, es passieren Fehler, wie bei jedem anderen, und dann kann es natürlich auch sein, dass ein einem Spieler an dem Tag nichts Bestes gibt, weil er vielleicht irgendeine Blockade hat.
Speaker 2:Irgendwelche andere Umstände sind dann da, wo es eben nicht funktioniert. Also, wir sind alles Menschen, und nicht jeder kann an Tag X immer die beste Leistung abrufen. Das ist eigentlich oft einmal entscheidend, wenn man dann als Zuschauer draußen sitzt und sagt, spielt der für einen Scheiß. Aber ich sage, ich kann auch viele andere Umstände haben, und das eigentlich so ein bisschen richtig einzuordnen, ist ein bisschen die Aufgabe vom Trainer.
Speaker 1:Wenn jetzt dein Team verloren hat, was siehst du da als Hauptaufgabe? Dass du schimpfst, damit sie sich das nächste Mal mehr anstrengen, oder dass du sie motivierst mit der Sorge, dass sie es dann nicht so ernst nehmen, wobei du sagst, ja gerade jeder will immer gewinnen. Was siehst du da als unmittelbare Erstversorgung nach einer Niederlage?
Speaker 2:Also die Erstversorgung ist einmal, dass eigentlich die Mannschaft meistens ein paar Worte nur sagt, aber überhaupt nicht so genau auf das Spiel, sondern gibt es ein paar interne Informationen. Aber ich lasse es selber bei mir wirken. Meistens schauen wir das Spiel dann selber noch mal an, weil man unterschätzt es auch oder man überschätzt den Trainer, wenn man glaubt, ein Trainer sieht alles, ist nicht so. Viele Situationen muss man erst richtig einschätzen, indem man es vielleicht ein, zweimal angeschaut hat, und dann sieht man vielleicht, dass gewisse Dinge einfach nicht funktioniert haben. Man darf nie vergessen, es gibt ja Gegenüber Die andere Mannschaft. Der andere Trainer versuchen auch, das Spiel zu gewinnen. Das heißt, sie versuchen auch, mit Taktiken und so weiter als Sieger vom Platz zu gehen, und da musst du halt dann das richtig analysieren. Das passiert dann. Ich sage meistens am Anfang der Woche, dass du dann genau einordnen kannst, was waren die Ursachen? Und wenn du dann diese Ursachen mehr oder weniger für dich klar sind, dann gibst du es der Mannschaft weiter, und dann versuchst du, im nächsten Trainingsprozess die Sachen besser zu machen.
Speaker 1:Spannend. Also, wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann sagst du, fußball ist ein hochemotionales Spiel. das weckt Emotionen. Ich als Trainer warte, bis meine eigene Emotion raus ist, und dann schaue ich es mir von der sachlichen Perspektive noch einmal an, was war überhaupt? Und dann erst rede ich mit meinen Leuten.
Speaker 2:Ist so. Also ich sage selber mal runterkommen. Es macht überhaupt keinen Sinn, direkt nach einem Spiel aus irgendwelchen Emotionen heraus irgendwas herumschreien. Diese Zeiten sind vorbei.
Speaker 1:Aber das gab es in dem Fall. Wenn du sagst, die Zeiten sind vorbei, dann gab es die mal.
Speaker 2:Die gab es Also. Die habe ich als Spieler mehr als genug miterlebt, und das ist dann natürlich auch hängen geblieben. Wenn man dann immer ich sage, einen Schuldigen sucht, und der ist dann schuld für die Niederlage, und dann habe ich natürlich einen Trainer besucht, so viele Seminare, macht so viele Fortbildungen und beschäftigt sich extrem mit diesem Thema, und dann weiß man, was man in so einem Spieler dann bewirkt oder bewegt. Wenn man den dann auserkommt und sagt okay, du bist schuld und wegen dir haben wir verloren und gibt es vielleicht noch an die Presse weiter, an die Zuschauer weiter und hat so richtig, so einen Sündenbock gefunden. Also diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Richtig so einen Sündenbock gefunden. Also, diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei, das gibt es nicht mehr. Man ärgert sich innerlich natürlich, wenn Fehler passieren, aber ich sage, wenn ein Spieler fünf Meter vom Tor das leere Tor nicht trifft, dann ist der am Boden zerstört.
Speaker 2:Dann braucht es mich nicht, der, was von draußen sagt, konzentrier dich Oder irgendwas anderes reinruft, dann weiß man, der Spieler, der hat alles versucht, aber der Ball ist versprungen, er hat die falsche Entscheidung getroffen, und dann muss man ihn bestärken, dass er halt wieder weitermacht, um ihm irgendwie so ein bisschen die moralische Unterstützung zu geben.
Speaker 1:Wann war der Wandel? Wenn du sagst, du kennst das Alte von früher, dieses auf einen reinschreien, kannst du dich noch erinnern, wann der Wandel oder durch was der Wandel passiert ist?
Speaker 2:Ja, indem das einfach die Ausbildungen immer besser worden sind, die Trainerausbildungen immer besser worden sind, natürlich auch. Man hat sehr viele Möglichkeiten. Man schaut sich auch viel von internationalen Trainern ab, die immer wieder als Vorbildleibnische hergenommen werden, und dann kann man schon ganz deutlich unterscheiden und sieht dann, wer sind dann die Trainer, die mehr bewirken und welche weniger. Und da nimmt man sich schon dann so ein bisschen diese Beispiele raus und sieht dann schon, wie jemand an der Linie agiert und warum er so agiert. Und ich sage, da hat es eben wirklich die richtigen Marktioniert hat, wenn irgendeine Schulnote schlecht war oder sonst irgendwas war, und das hat sich dann gelegt. Wenn man heute die Eltern oder die Erziehung anschaut, dann hat sich da auch sehr viel verändert. Und ich sage, in der Familie passiert eigentlich auch nichts anderes als wie dann eigentlich auch im Sport oder wenn man ein Team führt.
Speaker 1:Jetzt muss ich mich aber arg zusammenreißen, heinz, jetzt muss ich echt widersprechen. Meine Kinder, neun und zehn, die hatten Fußball-Saisonen, und das Schlimmste, was ich beobachtet habe, waren diese Eltern, die da bei Volksschulkindern am Rand reinschreien. Und ich habe mir immer gedacht, ich könnte denen jetzt bitte endlich mal jemanden sagen, dass sie gefälligst ihre Klappe halten sollen, weil das sind Kinder, und da schreibt man nicht so rein. Also da muss ich dir jetzt ein bisschen widersprechen.
Speaker 2:Auf dem.
Speaker 1:Fußballplatz. Bei Familien hat sich dann nicht überall alles verändert.
Speaker 2:Genau. Also, ich sage, da gibt es ja extrem viele Programme, wo man eben da entgegenwirkt. Wie ja extrem viele Programme, wo man eben da entgegenwirkt, wie sollen sie Eltern am Fußballplatz verhalten? Aber die kriegen keine geile und rote Karte. Ja, leider nicht, aber im Prinzip sind es Zuschauer. Das ist für einen Verein oft sehr, sehr schwierig, das zu handeln. Ich sage es ganz oft, und was wir dadurch auch das Problem haben, das ist einfach, dass es dadurch auch zu wenig Schiedsrichter gibt, weil ich sage, teilweise wirklich, im Kinderfußball werden teilweise Schiedsrichter beschimpft, unfassbar Wegen einer Entscheidung. Das muss man sich mal vorstellen, und da gibt es so tolle Programme, und da muss man wirklich versuchen, dass man diese Programme umsetzt, wo es wirklich darum geht. Es ist das Spiel der Kinder, nicht das Spiel der Eltern. Und es geht immer mehr der Trend dorthin, dass man sagt, siegen und Verlieren ist nicht entscheidend im Nachwuchs. Die Kinder wollen spielen, und der Druck und so weiter, der kommt dann nochmal später, aber bitte nicht im Kindesalter. Das ist Wahnsinn, was da passiert. Ein Kind, wenn es rausgeht aus einem Spiel ich sage, zehn Minuten nach dem Spiel, weiß der gar nicht mehr, haben wir gewonnen oder verloren? Der will einfach nur Fußball spielen. Und mir hat das so fasziniert ich habe doch eine Zeit lang in Lichtenstein gearbeitet, und da war der Schweizer Fußball. Da hat man angehängt am Schweizer Fußball, wenn man anklinkt am Schweizer Fußball um die haben. Zum Beispiel, wenn ein Team gegen das andere gespielt hat, und die waren in der Halbzeit 5-0 vorn, hat man dann die besten Spieler vom einen Team ins andere Team gegeben, nur damit es dann mehr oder weniger ein ausgeglichenes Spiel war. Man hat einfach gesagt, was bewirkt es bei den Kindern, die in der Halbzeit schon 5-6-0 hinten sind, und was bewirkt es bei den Spielern, die 5-6-0 vorhin sind? Die einen sind total überfordert, die anderen sind unterfordert, und man kann eigentlich nur Leistungssteigerung bewirken, indem es immer eine ganz leichte Überforderung gibt. Also deshalb hat man da auch entgegengewirkt, und das macht man richtig, richtig gut hat man da auch entgegengewirkt, und das macht man richtig, richtig gut. Es gibt Programme, wo man sagt, die Kinder, die retatiert sind, das heißt, die retatiert sind, die biologisch noch um zwei, drei Jahre, wie sie sagen, meistens ist es von der Körpergröße, die eben zwar im gleichen Jahrgang sind, sind aber vom biologischen Alter her statt zwölf erst neun und so weiter, dass man auch da einen Ausgleich findet, weil oft hat man im Nachwuchs den Vorteil, wenn man größer, stärker ist, dass man halt ein kleiner niederrennt und so halt Stile gewinnt, und das Ganze wirkt sich dann natürlich aus in Tabellen und Ergebnissen aus in Tabellen und Ergebnissen. Und auch da gibt es sehr, sehr viele Bestrebungen, programme vom ÖFB, auch vom Vorarlberger Fußballverband usw, dass man dem entgegenwirkt, dass man da wirklich versucht.
Speaker 2:Die Kinder, das ist ein Spiel der Kinder, und man soll es ihnen nicht wegnehmen. Und die Eltern geben mehr oder weniger das Kind ab und sollen dann einfach nur zuschauen und so eine Freude haben, dass die Kinder an Sport betreiben. Und wenn man das Denken herkriegt, dann ist es einmal ganz, ganz großartig, unabhängig, ob der Schiedsrichter jetzt zwei Fehlentscheidungen getroffen hat oder nicht, scheißegal. Es gibt auch so ein Projekt wie zum Beispiel das Foninio, wo man vier Tore spielt, wo permanent gewechselt wird, wo jeder die gleiche Hand hat.
Speaker 2:Ja, das kenne ich noch Sensationell sensationell, Und ich sage, ich war so begeistert wie das Vereinigen. ich glaube, es ist jetzt schon wieder sechs, oder acht Jahre her, wie das vorgestellt worden ist.
Speaker 2:Großartig, weil ich sage, das ist ja auch passiert sehr oft. ein Kind spielt dann, weil es halt zu klein ist, spielt dann teilweise in der Meisterschaft nur die letzten zwei Minuten jedes Mal. Und der andere, der körperlich gut ist und halt, sage ich mal, einen Schritt weiter schon ist, der spielt jedes Spiel, weil mit dem gewinnen wir ja die Spiele. Und dieses Umdenken findet statt.
Speaker 2:Und das ist extrem, extrem wichtig, Und eben ich sage auch die Emotion, was von den Eltern kommt, dass das reduziert wird. Ich finde, es ist ja um vieles besser geworden, aber nur immer nicht dort, wo man sein sollte, Vor allem.
Speaker 1:du sprichst was Wichtiges an. Das eine ist die Spielfreude. Ich habe das auch wirklich beobachtet. Meine Jungs haben ihre Trainer wirklich respektiert. Die haben denen viel mehr gefolgt als mir als Mama. Super, also dafür super. Die lernen da Zugehörigkeit, regeln, verlässlichkeit. Das einzig Schwierige waren immer diese blöden Turniere, blöderweise oder, wie du sagst, interessanterweise, wie die Eltern in der Turniersituation reagieren. Und da hat mir dann einmal ein Freund erklärt weißt du, als ich vor 30, 40 Jahren Fußballkind war, hey, mein Papa war nicht einmal auf dem Fußballplatz. Ich weiß gar nicht, warum da jetzt plötzlich alle Eltern immer dastehen. Also auch da hat sich was verändert, und offensichtlich nicht immer nur zum Positiven. Und du sagst jetzt, das versucht man in den Griff zu bekommen.
Speaker 2:Logisch, ich sage ja, was extrem wichtiger ist, das ist so ein Aspekt, man darf nicht vergessen. die Integration findet eigentlich oder funktioniert hervorragend im Forstbau. So blöd, dass es klingt, aber das ist egal welche Hautfarbe, aber das ist egal welche Hautfarbe, egal welche Religion, egal welche Kultur man spielt.
Speaker 1:Genau so ist es.
Speaker 2:Und im Endeffekt man braucht einen Ball, und man braucht, ich sage, fußballschwerer. Ja, müssen ja die Besten sein, und das war's. Und die Kinder können miteinander spielen, und das sagt keiner, der eine hat diese Hautfarbe, der andere die Religion. Scheißegal, sie wollen einfach nur Fußball spielen. Und dadurch ich sage, das funktioniert. Und das ist auch ein ganz, ganz, ganz wichtiger Aspekt. Und wie gesagt, wo es halt nicht funktioniert, das ist halt außerhalb vom Platz, das ist halt, das sollte halt noch besser werden. Und ich sage, ich bin sogar schon der Vater gewesen, weil natürlich mein Sohn spielt noch immer, gott sei Dank, und ich war alles zuschauen, was noch irgendwie gegangen ist. Und ich habe auch oft einmal zu einem Vater hingegangen und gesagt hey, hey, lass dein Kind spielen, ist doch scheißegal, sei einfach froh, dass er spielt, ist doch wahr. Der Schiedsrichter, der gibt auch sein Bestes. Aber stell dir vor, der Schiedsrichter drückt jetzt dir die Pfeifen in die Hand, du musst pfeifen, und er geht heim und kommt nie wieder. Dann hätten wir doch alle einen Schaden genommen. Also ich habe solche Gespräche oft geführt.
Speaker 1:Was mich noch spannend findet du hast in dem Fall die Doppelrolle Papa und Trainer. Hast du da einen Untersieg gemacht für deinen Sohn in dem Fall?
Speaker 2:Also mein Sohn hat nie bei mir gespielt.
Speaker 1:Ja, weil er zu Hause ist.
Speaker 2:Es gab da nie taktische Kritik, doch jedes Mal Er spielt beim FC Hart, macht es auch richtig gut und spielt dort schon seit klein auf. Also wirklich von der Pampinis weg spielt er beim FCH, ein großartiger Verein, und egal, wenn es nur irgendwie funktioniert, schaue ich sein Spiel an, und ich habe noch nie irgendeinen Satz reingerufen, und wenn sie verlieren, dann rede ich mit ihnen genau gleich, wie wenn sie gewonnen haben. Also das, weil ich halt weiß, ich habe halt den Hintergrund, was das bewirkt, und wie er noch klein war, dann haben wir trotzdem dort was getrunken, und ich habe gesagt und hast du dann Spaß gehabt, hast du eine gute Reaktion gehabt? haben positiv motiviert. Wenn er dann zu euphorisch war, dann habe ich wieder gesagt ja, aber hallo, haben wir auch wieder ein bisschen runtergehalten, aber wir haben immer also das war immer ein Spaß, und er will heute noch das in den Zuschauern gehen. Das ist vielleicht ein gutes Zeichen. Und natürlich bei uns daheim wir haben eine Freizeithast war es einfach immer so raus in den Garten und Fußball spielen mit ihm, weil es einfach Spaß gemacht hat.
Speaker 1:Okay, also wie war die Wirkung aus fußballerischer Sicht? Da sind wir jetzt durch. Das hast du jetzt recht gut erklärt, dass es eben wichtig ist, dass man geerdet bleibt, positiv bleibt, und sachlich Habe ich das richtig zusammengefasst.
Speaker 2:Sachliche Ebene ist, glaube ich, extrem wichtig, weil du siehst, dass heutzutage die Spieler auch viel weiter sind, wenn du da etwas Falsches behauptest. Die Spieler schauen sich halt auch ihre Spiele an, ihre Aktionen, wissen extrem viel über Belastungssteuerung, über Trainingsreize und so weiter über Taktik. Die Jungs sind richtig gut drauf, also, das heißt, du brauchst ihnen keinen Scheiß erzählen, also, die decken dich auf, so schnell kannst du gar nicht schauen. Deshalb musst du schon sattelfest sein und musst schon wissen, was du denen weitergibst, überhaupt für eine versammelte Mannschaft, weil sonst kommst du in Troubles, wenn du nicht das Richtige ihnen erzählst oder nur das erzählst, nur damit du gut darstellst, geht nicht.
Speaker 1:Das eigene Ego muss zu Hause bleiben, damit man andere entwickeln kann. Jetzt hast du ja eine super, also wirklich aus meiner Sicht eine grandiose Idee geboren, nämlich ein Event Sports Mindset. Am 12. September 2025 feiert dieses Event Premiere, und da ist es dir gelungen, dass Menschen mit einem fußballerischen Hintergrund auch wieder mittels Worten wichtige Botschaften weitergeben. Aber das sind nicht irgendwelche, sondern das sind mit einem fußballerischen Hintergrund, auch wieder mittels Worten wichtige Botschaften weitergeben. Aber das sind nicht irgendwelche, sondern das sind echte Größen. Heinz, jetzt mach doch mal einen kurzen Überblick, was du dir gedacht hast. Was hast du dir dabei gedacht? sagt man vor allem was ist dein Ziel, was ist dein Plan?
Speaker 2:Ja, ich muss ja auch wieder ein bisschen ausholen, wenn ich darf, geh mir um Zeit. Nein, es ist so. Ich habe den Legenden Cup, oder mein Team hat den Legenden Cup organisiert Im Dezember 2024, und da haben wir einige alte Herren nach Vordalberg geholt, in die Handballhalle nach Hart, und haben ein super Charity-Event gemacht. Und da war der Antti Herzog, toni Polster, klaus Augenthaler, also da waren Weltmeister, europameister, da waren österreichische Größen da und so weiter. Und im Zuge dessen habe ich auch gemerkt, was eigentlich diese Leute noch zum Sagen haben, was sie für Aura haben, was sie für Wirkung haben und sozern, so salonfähig im Fußball zu machen, oder was es heißt, trainer von Manchester United zu sein oder die österreichische Nationalmannschaft so weit zu bringen, dass sie sogar ich sage schon fast in die Favoritenrolle gekommen sind bei der Europameisterschaft 2024. Und dann schlafen wir halt ein paar Mal drüber. Dann habe ich natürlich das einmal angedacht beim Frühstück. Dann habe ich mir gedacht okay, wenn die Frau jetzt nicht sofort die.
Speaker 2:Scheidung einreicht, dann habe ich schon einmal gewonnen. War zwar kurz davor, echt, das war Ihre erste Lektion Bist du verrückt Oder super? Genau, meine Frau ist eine Sensation, und ich sage, ohne sie würde das Ganze nicht stattfinden.
Speaker 1:Aber was war Ihr erster Impuls?
Speaker 2:Also sie schaut dann immer meinen Sohn an und meine Tochter, und die sagen, oh mein Gott, der Sohn war dann gleich positiv. Die Tochter hat gesagt, da bin ich im Urlaub, da bin ich nicht da, weil ich mache den Scheiß selbst. Und in Wirklichkeit sind sie die größten Unterstützer. Und das fängt halt dann an, dass man halt ich sage, das plant, sucht eine Location, sucht eben andere Speaker, weil man sagt, ja, was ist, wenn zum Beispiel der Herr Rangnick vielleicht zu dem Zeitpunkt nicht kann beziehungsweise vielleicht Engagement annimmt bei einem anderen Verein? dann steht man blöd da, wenn man schon alles organisiert hat. Und dann habe ich eben so ein bisschen Kontakt aufgenommen zu anderen Speakern und bin ich wirklich das kann ich sagen da bin ich sehr, sehr stolz. Ich habe dann wirklich sehr, sehr viele, sehr, sehr gute Leute zusammentrommelt. Das heißt wirklich, dass ein Weltschiedsrichter, ein dreifacher Weltschiedsrichter, wie der Dr Markus Merk nach Altach kommt, ist grandios. Ich habe das eben geschaut. Er wohnt in der Nähe von Kaiserslautern und ist eben Speaker. Dann habe ich mit seiner Agentur Kontakt aufgenommen. Das hat funktioniert.
Speaker 2:Dann habe ich mit dem Heinz Palme, der einfach Weltmeisterschaften organisiert hat, zusammen mit dem Franz Beckenbauer zu dem Kontakt aufgenommen. Der ist dabei, der hat mir dann den Tipp gegeben in Markus Hörwig, der ist einfach 33 Jahre, war der Medien und Kommunikationschef von Bayern München. Der ist am Schreibtisch, an dem Schreibtisch mit Uli Hoeneß gesessen die letzten Jahrzehnte und hat gesagt ja, er ist auch dabei, und er würde gerne über das Thema reden. Wie ist es gelungen, bayern München zu so einer Marke zu machen im Weltfußball, und wie ist es gelungen, die letzten ich weiß nicht wie viele Jahrzehnte diesen Verein an der Weltspitze zu halten? Da habe ich gedacht boah, total.
Speaker 2:Dann war ich schon sehr, sehr begeistert. Und dann hat eben der Heinz Balme, weil ich den auch schon sehr, sehr lange kenne, gesagt, wir brauchen unbedingt eine Dame dabei. Und dann ist mir Gott sei Dank die Idee gekommen mit Andrea Schneider, die einfach die Queen der Champions League ist, eine Bekannte aus Lichtenstein von mir, weil sie dort im Lichtensteiner Verband auch arbeitet, und die ist eben für Top-Klubs in Europa verantwortlich, was da passiert in der Champions League. Sie stellt eigentlich fast wie die Regeln auf, sie sagt den Trainern, sie sagt, wann das Spiel losgeht, sie sagt, wie sie sich verhalten müssen, sie gibt alle Regeln vor, und das nur dazu als Frau seit 25 Jahren in einer absoluten Männerdomäne. Also sehr, sehr spannend. Das waren so ein bisschen die Hintergründe, wie es funktioniert hat. Und natürlich, wenn man dann redet über das Publikum, dann sagt man, für wen ist das interessant? Dadurch, dass natürlich diese Speaker nicht gratis kommen, sondern ich sage, teilweise ist es ihr Job, und so weiter, die Location natürlich im Alltag richtig toll ist.
Speaker 1:Also im Business-Club-Alltag.
Speaker 2:Genau Ein Wahnsinn für Vorarlberg, sage ich ganz ehrlich.
Speaker 1:Was ist der Wahnsinn?
Speaker 2:Weil es einfach so, wie sie es gemacht haben, mit so einer Vision. also da muss ich sagen, wie ich mit Werner Gunst darüber geredet habe, ob diese Location zu mieten ist, Und der mir dann eine Führung gemacht hat im Rohbau und der mir gesagt hat, was da alles entsteht, dann ist es einfach für Vorarlberger Verhältnisse ein Wahnsinn.
Speaker 1:Also, das ist wirklich schön. Werner Gunz ist ein Visionär.
Speaker 2:Genau unvorstellbar. Und dann eben mit Blick aufs Spielfeld, mit Blick auf die Schweizer Berg mit, dann eben mit Blick aufs Spielfeld, mit Blick auf die Schweizer Berg mit der neuesten Technik drinnen. Also das wird richtig, richtig toll, Und allein das ist es schon wert, dass man dorthin geht.
Speaker 1:Und so hat sich das Ganze eigentlich dann entwickelt, Und da muss ich sagen, da ist uns auch von der Location her einiges genommen, und weil du vorhin gesagt hast, mit Blick auf wer hört uns dazu? da kommen Menschen, die bekommen Geld dafür, dass sie reden. Die Speaker-Szene funktioniert so. Ich habe mir jetzt das Ticket gekauft. Kostet 300 Euro, das tut nicht weh, man darf sich da wochenlauf darauf freuen. An wen hast du gedacht? Also sicher nicht an so Fußball-Lien wie mich. An wen hast du da gedacht?
Speaker 2:Also, das Ticket kostet 245 plus Mehrwertsteuer, und da ist eben alles inkludiert, auch Catering, Getränke, alles, natürlich auch Zugang zu den Speakern und so weiter. Aber an wen habe ich gedacht? Also, ich habe gesagt, das sind eben alles Entscheidungsträger, die eben in ihrer Branche extreme Entscheidungen getroffen haben und treffen. Und deshalb habe ich gesagt, wir spannen eigentlich den Bogen vom Sport zur Wirtschaft. Das heißt einfach, ich glaube, dass es für Führungskräfte in der Wirtschaft tagtäglich der Fall ist, dass sie Entscheidungen treffen müssen, dass sie mit Menschen umgehen müssen, dass sie Teams führen müssen und so weiter. Und genau diese Themen werden wirklich behandelt, jeder eigentlich so mit unterschiedlichen Themen.
Speaker 2:Aber ich glaube, man kann sehr wohl von Bayern München was lernen, man kann von einem Schiedsrichter, der unter Druck Entscheidungen trifft, was lernen von einem Schiedsrichter, der unter Druck Entscheidungen trifft, was lernen? Man kann von jemanden lernen, der Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Großevents organisiert hat, was lernen. Und natürlich auch die Champions League, die UEFA, wenn man weiß, was das für ein Apparat ist und wie die funktioniert. Ich glaube, da kann jedes Unternehmen sehr viel rausholen, Aber natürlich ich sage aufgrund vom Preis. Und der Preis, der ist nicht, dass wir gesagt haben, ja, okay, wir wollen jetzt reich werden, also das ist ganz im Gegenteil so, sondern wir haben gesagt, der wird sich wahrscheinlich eher nicht an Privatpersonen richten, sondern eher an Firmen, die sagen okay, unsere Firma hat dadurch einen Mehrwert, wenn wir dort unsere Leute hinschicken.
Speaker 1:Du tust jetzt so, als ob die Karte so extra teuer ist, finde ich nicht Ganz ehrlich. Also da kosten ähnliche Events gleich viel, und ich glaube, dass da wirklich, wie du sagst, sehr viele was mitnehmen. Also auch so dieses wie oft kann man denn schon mit jemandem reden, der auf dem Fußballplatz steht, 50.000 Leute um sich herum mit einer Pfeife in der Hand, und dann entscheiden muss ist das jetzt ein Elfer oder nicht, ist das jetzt eine rote Karte oder nicht? Ich war einmal bei einem Fußballspiel in Neapel, da war Mailand zu Gast. Ich beneide niemanden, der da Entscheidungen trifft, weil da bist du immer der Verlierer. Und das mal von jemandem zu hören, der es gemacht hat. Also ich freue mich echt drauf, und wie du sagst, es geht ja nicht um Fußball, sondern es geht um Entscheidungen. Entscheidungen treffen, entscheidungen aushalten, und ich glaube, da nehmen extrem viele Führungskräfte einen Mehrwert mit, auch wenn man nichts mit dem Fußball am Hut hat, völlig egal.
Speaker 2:Ja, würde ich auch sagen. Also ich glaube natürlich, das war so ein bisschen so ein Gedankenspiel von mir Wer kann als Speaker kommen? Wir sind diesmal, sage ich mal, sehr fußballlastig, jeder hat einen Fußballhintergrund, und natürlich noch dazu in Alltag, Und ich muss sagen, es hat sich so ergeben. Also, ich habe zuerst angedacht, eben auch andere Speaker, aber ich habe mir gedacht, vielleicht sollte man bei einem Thema ein bisschen bleiben, dass man so ein bisschen diese Szene abholt, wenn es schon in Alltag ist.
Speaker 1:Pferdesport kannst du nächstes Jahr machen. Zum Beispiel Aber um das jetzt abzurunden, bevor wir da zu einem Gerücht in die Welt setzen also das ist jetzt nicht die neue berufliche Perspektive des Heinz Fuchsbichler, dass er Eventmanager wird. Du bleibst Fußballtrainer.
Speaker 2:Also natürlich, man weiß, FC Dörrmünz spielt in der Regionalliga. Also das heißt, ich habe eine eigene Firma gegründet. Ich bin da nicht hauptberuflich, sondern ich bin genauso Amateurtrainer wie jeder andere. Es macht mir unglaublich Spaß, Es ist richtig gut. Ich habe da am Abend meine Trainingseinheiten, die natürlich auch geplant werden müssen und so weiter, Aber am Wochenende das Spiel. Das heißt, es bleibt für mich am Vormittag und am frühen Nachmittag Zeit, so etwas zu organisieren, Und das macht eben den großen Unterschied.
Speaker 2:Ich kann eigentlich das, was ich eigentlich ein Leben lang gemacht habe, also den Fußball zu leben. Das kann ich da machen. Plus, ich kann da mal probieren, ein bisschen austesten. Obwohl ich schon ein bisschen im älteren Semester bin, kann ich trotzdem noch was austesten und sagen, okay, kann ich das, so wie ich es eben beim Legenden Cup gemacht habe. Da wäre gesagt kann ich das oder kann ich es nicht? Und im Endeffekt ist es uns gut gelungen. Ich war ja da nicht allein, und ich bin auch jetzt nicht allein. Ich habe da auch jetzt wieder Familie dabei, die richtig gut sind, jeder in seinem Bereich. Mein Sohn studiert sogar Sportmanagement und hat den Eventbereich. Das ist eine Projektarbeit.
Speaker 1:Danke, papa Eben eben Sehr cool.
Speaker 2:Und meine Frau zum Beispiel, die ist sowieso eine Organisationsgenie, was das betrifft, die ist richtig gut in dem Bereich, überhaupt was Finanzen betrifft. Und meine Tochter ist natürlich die absolute Social-Media-Expertin und arbeitet auf der Raiffeisenbank in Bregenz für den Firmenkundenbereich und ist auch dort. Sage ich mal, kann sie mir immer Inputs geben? Also sie kann sagen du, papa, das würde ich anders machen, bitte, das geht einmal gar nicht. Das habe ich die letzten Wochen einige Mal gehört. Oh mein Gott, weißt du so in etwa gerade, dass ich nicht sage, du kommst aus dem falschen Zeitalter, und so weiter. Also es ist da sehr direkt, und was auch gut ist, und du kriegst dadurch immer andere Ansätze.
Speaker 1:Bin ich ja gespannt, was sie über unseren Podcast dann urteilen wird. Lieber Heinz, ich wünsche dir viel Erfolg für dieses Event und alles, was dann noch kommen mag, und sage vielen Dank auch für deine Offenheit, und ich glaube, ich bin überzeugt, es haben aus diesem Podcast schon viele Menschen was mitgenommen.
Speaker 2:Super vielen Dank, hat mich gefreut.
Speaker 1:Das war, wie Worte Wirken, der Podcast für effiziente und effektive Kommunikation, eine Koproduktion von Helga Boss und Heidi Winsauer. Wenn dir gefallen hat, was du hier gehört hast, dann freuen wir uns über dein Like oder eine persönliche Empfehlung, und wenn du selbst Lust hast, hier mal Gast zu sein, dann melde dich bitte bei uns. Unsere Kontaktdaten findest du auf der Webseite. Bis zur nächsten Folge wünschen wir dir schöne Begegnungen, gute Gespräche und eine feine Zeit.