
Wie Worte wirken
In diesem Podcast sprechen Menschen mit unterschiedlichen Berufen über ihr Wissen und ihre Erfahrung, wie Worte wirken. Du bekommst praktische Tipps und Informationen, die deine alltägliche und berufliche Kommunikation verbessern.
Der Podcast ist eine Co-Produktion von
Helga Boss
https://www.helgaboss.com/
Heidi Winsauer
https://www.sprechenundbegeistern.at/
Wie Worte wirken
Folge 90 mit Lisa Gier, Marketingberaterin
In dieser Episode von Wie Worte wirken spricht Helga erneut mit Lisa Gier, Inhaberin einer Beratungsagentur für Marketing.
Nach unserem ersten Gespräch über Events widmen wir uns heute einem Thema, das weit über Social Media hinausreicht: Was können Unternehmen von erfolgreichen Personenmarken lernen?
Lisa teilt, warum Sichtbarkeit kein Zufallsprodukt ist, wie Influencer ticken – und welche Strategien jedes Unternehmen daraus ableiten kann.
Inhaltliche Highlights
🔹 Personenmarke ≠ nur Influencer – Warum jede:r Coach, Anwalt oder Physiotherapeut zur Marke werden kann.
🔹 Vom Produkt zur Persönlichkeit – Was passiert, wenn nicht das Angebot, sondern die Vision im Vordergrund steht.
🔹 Kleine Schritte statt Perfektionsfalle – Weshalb „Better done than perfect“ oft der Schlüssel zu mehr Reichweite ist.
🔹 Marathon statt Sprint – Warum Ausdauer wichtiger ist als der schnelle Erfolg.
🔹 Projektumsetzerin & Mutmacherin – Lisas Ansatz, Menschen bei der Umsetzung und beim Dranbleiben zu begleiten.
💬 „Ich war halt so blöd, dass es mich nicht interessiert hat.“ – Eine erfrischende Sicht auf den Start in Social Media.
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Wie Worte wirken. Das ist ein Podcast, bei dem Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen über ihre Erfahrung und über ihr Wissen sprechen, wie Worte wirken und welche Kraft sie dadurch entwickeln. Es geht also um effiziente und effektive Kommunikation. Viel Spaß Heute am.
Speaker 2:Mikrofon Helga Boss, und bei mir zu Gast ist Lisa Gier. Lisa hat eine Beratungsagentur für Marketing. Ihre Leidenschaft sind die Events. Schön, dass du heute da bist, lisa. Vielen, vielen Dank, helga Freut. Wir einsteigen. Unsere erste Frage wie immer Wie wirken Worte in deinem beruflichen und privaten Alltag? Ob es um Marketing geht, ob es um das Miteinander geht, worte können so viel bewirken, positives wie auch Negatives. Und ja, genau das ist in vielen Bereichen auch meine Aufgabe, was Unternehmen von Personenmarken lernen können. Was ist denn das Spezielle, wenn man eine Personenmarke aufbaut?
Speaker 3:Absolut. Ich glaube, dass für viele der Begriff auch noch gar nicht so bekannt ist. Also, quasi eine Personenmarke zu sein, bedeutet einfach, dass, egal, was du machst, alles von dir und deinem Namen abhängig ist. Und ich glaube, das kann man im Moment am besten Beispiel immer bei Influencern sehen. Es gibt mittlerweile ganz viele, die bei Instagram sind, sich als Person zeigen, ihren Alltag, zeigen das, was sie machen, und damit Geld verdienen. Weil die Menschen plötzlich von den Personen angezogen werden, weil sie toll finden, was sie machen. Und auf einmal wollen sie die gleiche Küchenmaschine benutzen, wollen sie die gleichen Sportgeräte haben, wollen sie die gleiche Küchenmaschine benutzen, wollen sie die gleichen Sportgeräte haben? wollen sie vielleicht die Marke besitzen, die die auch besitzen? Und das ist das, was eine Personenmarke ausmacht.
Speaker 3:Das funktioniert aber auch in ganz vielen anderen Bereichen. Auch jeder Anwalt, jeder Coach, jeder Physiotherapeut kann eine Personenmarke sein, und ich glaube, was die Menschen zusammenhält, ist wirklich, dass sie als Person im Vordergrund stehen. Ganz oft heißen die Firmen auch genauso, wie man selbst heißt, und so eben Geld verdient wird. Und was ich ganz besonders finde, ist, dass in dem Fall man keine Produkte direkt vermarktet, sondern eigentlich eine Person und der ihre Lebensweise. Und heutzutage ist es ja auch so. Wir haben so viele Möglichkeiten, es gibt so viele Produkte, man hat ja eine schiere Auswahl, und oft entscheiden wir uns auf einer menschlichen Basis für das, was wir kaufen. Und genau da kommen Personen, marken zum Tragen.
Speaker 2:Und was können jetzt Unternehmen von Personenmarken lernen? Also, wenn ich jetzt nicht gerade ein Solopreneur bin oder ein Mensch, der ja selber seine Leistung verkauft, sondern ich vielleicht ein Unternehmen habe mit Mitarbeitenden, was kann man so von diesem Personenmarketing lernen?
Speaker 3:no-transcript und wie man sich nach außen zeigt. Und genau solche Unternehmen, wie nehmen wir ein großes Apple, oder manchmal sind es auch andere die haben verstanden, dass sie emotional verkaufen müssen, dass sie viel darüber nachdenken, wer sind sie und wer zeigt sich nach außen und nicht, dass die Produkte im Vordergrund stehen. Und wenn man diesen Schritt einmal im Marketing geht, dann dauert das manchmal vielleicht ein bisschen länger, weil so eine Sache lange dauert, bis sie aufgebaut wird. Aber wenn man erstmal eine Vision aufgebaut hat und jeder Mensch die Firma kennt und was dahinter steht, dann erhält man, glaube ich, sehr, sehr treue Kunden.
Speaker 2:Was ja da total wichtig ist, dass ja auch die Mitarbeitenden dann verstehen, wer sind wir. Aber da ist oft einmal die Diskrepanz, dass vielleicht der Unternehmer und die Unternehmerin sehr genau wissen, welche Werte und welche Vision da einhergeht, aber das teilweise halt unternehmensintern nicht wirklich bekannt ist.
Speaker 3:Absolut. Das ist natürlich auch wieder ein großer Faktor, und genau das ist auch wieder, wenn wir zu dem Anfang zurückkommen der Teil der Kommunikation oder der Worte. Als Unternehmer muss man ständig wieder auf die Werte zurückgehen, auf das, was man eigentlich vermitteln will, mitarbeiter immer wieder einarbeiten. Also, was wir ja ganz viel machen, ist, wenn ein Mitarbeiter neu in so ein Unternehmen kommt, dann sagen wir ihm einmal, was die Werte sind, sagen ihm einmal, wie das Unternehmen läuft, und drei Jahre später wundert man sich manchmal darüber, dass später wundert man sich manchmal darüber, dass es vielleicht gar nicht mehr da ist, dass man es vergessen hat Und immer wieder reingehen, immer wieder diese Werte auch vorleben und die nach außen tragen, ist ganz, ganz wichtig, aber natürlich auch nicht immer einfach.
Speaker 2:Ist das das, was die Influencer dann quasi tagtäglich tun oder Und was der Unternehmer auch nach innen wie nach außen tun sollte.
Speaker 3:Absolut, absolut. Und natürlich wirkt es am Anfang so, als Influencer ist das ja einfach, man ist alleine. Aber was wir oft gar nicht sehen, ist, dass viele, viele Influencer mittlerweile eine große Mitarbeiterstamm auch hinter sich haben, die ja diese Vision auch mittragen müssen. Natürlich steht eine Person vorne, und das kann man ja wirklich auf ein Unternehmen vortragen. Also die Firma steht vorne dran, aber sie lebt am Ende von jeder einzelnen Person, die dahinter ist.
Speaker 2:Sie lebt am Ende von jeder einzelnen Person, die dahinter ist. Was tun jetzt Personen, die sich selber nicht so gerne vermarkten? Ich meine, da haben ja ganz viele ein Problem. Ich gehöre etwas dazu. Was hast du für Tipps, wenn man sich da vielleicht etwas schwer tut? Hm.
Speaker 3:Und ich würde sagen, dass sich da jeder schwer tut. Also, wenn ich selbst an mich denke und an viele, viele Situationen alleine die Vorstellung bei mir, immer einen LinkedIn-Beitrag zu schreiben und zu zeigen, was man Tolles macht. Also so geht es jedem, und ich bin ein ganz großer Fan von kleinen Schritten, es immer wieder zu probieren, klein anzufangen, aber dahinter zu sein, anzufangen, aber dahinter zu sein. Vielleicht wirklich das Beispiel von LinkedIn. Als ich mich selbstständig gemacht habe, wusste ich, weil ich natürlich auch jedem Kunden sage du musst regelmäßig auf LinkedIn was veröffentlichen, musst zeigen, was du machst, und wenn es nur ein kurzer Text ist, und mir ist das so schwer gefallen, und mir fällt es auch heute immer noch schwer. Aber irgendwann habe ich angefangen, einmal im Monat, dann waren es alle zwei Wochen, jetzt ist es jede Woche, und eigentlich müsste es noch mehr sein. Aber man kommt irgendwann in eine Selbstverständlichkeit rein, die dann irgendwie nötig ist, und vielleicht auch ein bisschen, dass es einem mehr egal wird, dass man nicht über alles nachdenkt, was nach außen getragen wird. Aber man muss halt diese kleinen Schritte gehen, um weiterzukommen.
Speaker 2:Okay, ein Schritt nach dem anderen faszinierend. weil du eben sagst Influencer verkaufen ihre Lebensweise. oder Meine Kinder haben mich letztens auf diesen Mr Beast aufmerksam gemacht. Kennst du den zufällig?
Speaker 3:Ein bisschen.
Speaker 2:Das ist jetzt vielleicht nicht der Fokus, aber ich habe schon davon gehört Und was da auf uns zukommt, und das finde ich sehr, sehr spannend. der hat gesagt du, es zahlt sich gar nicht mehr aus, dass andere Marken nicht zahlen, dass ich sie präsentiere, und die fangen an, ihre eigenen Brains zu machen, oder Das wird jetzt eine unglaublich spannende Zeit, finde ich jetzt persönlich, welche Produkte da jetzt auf den Markt kommen oder Also welche Eistee-Sorten oder keine.
Speaker 3:Ich wollte sagen, eistee-sorten sind, glaube ich, das Bekannteste, was wir schon alles kennen, aber kennen. Aber es sind Modemarken, es ist Schminke, es sind Geräte, also da entsteht einfach sehr, sehr viel. Und diesen Prozess finde ich eigentlich auch spannend, weil die meisten Influencer fangen mit ja mit Social Media, sagen wir mal an, weil sie Spaß daran haben, weil sie gerne vor der Kamera sind, weil sie irgendwie und irgendwann entstehen Produkte, irgendwann entsteht das drumherum, und ich glaube, wenn wir als Unternehmer und das ist natürlich sehr, sehr schwierig mit so viel Lockerheit erstmal am Anfang reingehen würden, uns selbst zu entwickeln, das, was wir wollen, wer wir sind, nach außen zu tragen, und aus dem Wissen, was unsere Kunden mögen und was wir mögen, sich Produkte entwickeln würden, dann wäre es viel, viel leichter, die zu vermarkten.
Speaker 2:Das ist natürlich sehr, sehr schwierig aber so ein bisschen in die Richtung zu denken, kann, glaube ich, manchmal ganz gut tun. Und wie hinderlich ist die Perfektion in diesem ganzen Spiel mit den sozialen Medien.
Speaker 3:Sehr hinderlich Also, wenn ich jetzt im Marketing manchmal unterwegs bin. Also wir hatten neulich eine Veranstaltung von einem Kunden von mir, und dort war auch ein großer Influencer dabei, und irgendwie wurde er immer wieder gefragt ja, aber wie machst du das, wie hast du gestartet, wie hast du angefangen? Ich fühle mich so unwohl, war halt so blöd, dass es mich nicht interessiert hat. Und das finde ich halt so schön und so ausschlaggebend, weil ich glaube, dass es ganz, ganz viel ausmacht, einfach zu sagen ja, mal gucken, wie es halt wird. Und wenn sich jemand drüber lustig macht, dann habe ich einen Follower, der sich drüber lustig macht.
Speaker 2:Better done than perfect. Ja, auch genau Was ich immer wieder höre, ist es ist ein Marathon und kein Sprint, oder Also, gewinner sind jene, die die Ausdauer haben, auch mit weniger Followern immer wieder zu posten, richtig?
Speaker 3:Ja, absolut, und wir sehen leider immer nur dann alles, wenn es halt schon läuft. Wir sehen nicht, wie viele Jahre da nichts passiert ist oder wie oft irgendwie man selbst unglücklich war oder vielleicht ein Kommentar darunter stand, der nicht schön war, sondern wir sehen es dann, wenn es gut läuft, wenn viele da sind, wenn Interaktion entsteht, und ja, manchmal ist es vielleicht gut, den Anfang mitzubekommen, aber das passiert halt so selten.
Speaker 2:Genau und genau das sehe ich aber auch. Du unterstützt ja die Menschen dabei, ihre Personenmarke zu definieren oder vielleicht auch Klarheit zu bekommen. Oder Deine Produkte sind wie wie baue ich quasi meine Website und diese Wege, wie die Menschen zu dir kommen. Oder Aber auch du unterstützt bei Podcasts, online-kursen und Profilerstellung richtig. Kursen und Profilerstellung richtig.
Speaker 3:Genau, ich sehe mich immer so ein bisschen als Projektumsetzerin für die Personen, weil natürlich ist es ganz oft so, dass man denkt okay, jetzt fange ich an, ich muss Social Media machen, ich muss das machen. Also man hat ja das Gefühl, man kann nur erfolgreich werden, wenn man 50 Dinge auf einmal macht, und das zum einen hilft sich eben, die Projekte umzusetzen, damit sie schneller und natürlich auch laufen dann am Ende. Aber ich sehe mich auch ganz oft als Durchhalterin. Also, wie wir eben schon gesagt haben manchmal ist es so, man veröffentlicht einen Podcast, und er läuft halt nicht. Manchmal macht man einen Post, und es läuft am Anfang nicht.
Speaker 3:Und meine Aufgabe ist es auch, so ein bisschen Mut zu sprechen und ihnen zu sagen, ihr müsst weiter durchhalten, und immer wieder zu sagen, jetzt geht es weiter, jetzt nehmen wir den nächsten Schritt wieder. Weil es ist immer schwierig, gerade wenn man als Person im Vordergrund steht, immer wieder den neuen Mut zu fassen und immer wieder neu anzufangen und zu sagen, ich mache weiter, auch wenn das nicht geglückt ist, ich mache weiter, auch wenn der Post schlecht war. Und das ist, glaube ich, so die Arbeit, die manchmal auch dahinter steht.
Speaker 2:Voll gut. Und für alle, die jetzt mit dir arbeiten wollen wo findet man dich? oder wo gibt es denn mehr von Lisa?
Speaker 3:Also zum einen auf meiner Webseite lisagearcom und sonst gerne auch immer auf Instagram oder LinkedIn unter Lisa Gear.
Speaker 2:Danke, sehr cool. Lisa. Vielen Dank für unseren zweiten Podcast. Ich bin überzeugt, das wird der dritte noch Moin unseren zweiten Podcast. Ich bin überzeugt, das wird der dritte noch Deine Zeit und alle deine Tipps. Ich habe selber wieder sehr viel gelernt und mitnehmen können, und ich freue mich aufs nächste Mal.
Speaker 3:Vielen, vielen Dank. Hat mich sehr gefreut.
Speaker 1:Bis dann Tschüss. Das war, wie Worte wirken, der Podcast für effiziente und effektive Kommunikation, eine Koproduktion von Helga Boss und Heidi Winsauer. Wenn dir gefallen hat, was du hier gehört hast, dann freuen wir uns über dein Like oder eine persönliche Empfehlung. Und wenn du selbst Lust hast, hier mal Gast zu sein, dann melde dich bitte bei uns. Unsere Kontaktdaten findest du auf der Webseite. Bis zur nächsten Folge wünschen wir dir schöne Begegnungen, gute Gespräche und eine feine Zeit.