Wie KI Worte wirken

Folge 103 mit Katrin Dubberke als  HR Executive Leaderin und Talentmanagerin

Helga Boss und Heidi Winsauer

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KI als Spiegel unserer selbst: Warum Prompting eine Selbstoffenbarung ist

In dieser Folge begrüßt die Helga Boss die erfahrene HR Executive Leaderin und Talentmanagerin Katrin Dubberke. Katrin bringt eine faszinierende Perspektive auf das Thema Künstliche Intelligenz mit: Für sie ist die KI kein mirakulöses Orakel, bei dem man einfach irgendwas hineinkippt und magisch ein Ergebnis herausbekommt. Die KI ist vor allem ein riesiger, digitaler Spiegel der Person, die davor sitzt.

Das Gespräch dreht sich darum, warum der eigene Prompting-Stil so viel über die menschlichen Denkstrukturen verrät, wie man durch echtes Feedback im Dialog mit der KI aus der „Ja-Sager-Falle“ entkommt und warum die eigentliche Herausforderung bei der KI-Transformation in Unternehmen nicht die Technik ist, sondern der Mensch.


Darum geht es in dieser Folge:

  • Sprache als Selbstoffenbarung: Warum sich die eigene Persönlichkeit, Detailverliebtheit und die Kommunikationsmuster eins zu eins in den Prompts widerspiegeln – und wie die KI lernt, den Nutzenden genau das zurückzuspiegeln.
  • Das Sparring-Partner-Feedback: Warum es Menschen oft leichter fällt, konstruktive Kritik von einer Maschine anzunehmen als von Kolleginnen, Kollegen oder dem eigenen Partner – und wie man mit der KI in einen echten, zweiseitigen Dialog einsteigt.
  • Die Gefahr des Selbstbestätigungslochs: Warum die ständige Höflichkeit der KI in eine Filterblase locken kann, warum das Tool den Menschen niemals wirklich „versteht“ (sondern nur Wahrscheinlichkeiten berechnet) und wie man sich das kritische Denken bewahrt.
  • Künstliche Intimität vs. echte Nähe: Ein ehrlicher Blick auf die gesellschaftliche Herausforderung, sich nicht in KI-Avataren und digitalen Coaching-Tools zu verlieren, sondern den so wichtigen zwischenmenschlichen Kontakt im echten Leben zu pflegen.
  • KI-Transformation in Unternehmen: Katrins wertvolle Tipps für HR und Führungskräfte. Warum reine Software-Lizenzen und Prompt-Zettel nicht reichen, warum Teams betreute Räume (wie Hackathons) zum Ausprobieren brauchen und warum auch bei der KI-Nutzung die Dosis das Gift macht.
  • Führung im neuen Zeitalter: Warum durch den Einzug der Technologie in Zukunft plötzlich viel mehr Menschen in die Rolle einer Führungskraft schlüpfen – weil eben auch eine KI klare Führung und Richtung braucht.


Habt ihr die KI auch schon mal nach Feedback zu eurem eigenen Kommunikationsstil gefragt? Und wie führt ihr eure digitalen Assistenten im Alltag?

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Begrüßung Und Einstieg Ins Thema

SPEAKER_01

Wie KI-Worte wirken. Das ist ein Podcast für effiziente Arbeit und moderne Kommunikation im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

SPEAKER_00

Heute am Mikrofon Helga Boss und bei mir zu Gast ist Katrin Duberke. Katrin ist HR Executive Leaderin mit einer langjährigen Erfahrung in Transformationen in Unternehmen und auch eine Talentmanagerin. Wie schön, dass du heute bei unserem Podcast bist. Herzlich willkommen. Danke, Dagar, ich freue mich sehr, hier zu sein. Katrin, du kennst unseren Podcast. Du hast, glaube ich, auch schon ein paar Folgen angehört. Und unsere erste Frage ist immer, wie wirken KI-Worte in deinem beruflichen und vielleicht auch privaten Alltag?

SPEAKER_02

Ja, tatsächlich wirken sie immer stärker, stelle ich fest. Ich beschäftige mich nicht nur privat damit, beruflich, sondern umgekehrt vor allen Dingen eigentlich sogar gerade privat, weil ich sehr tief eintauche, gerade im Rahmen einer Weiterbildung. Und mich deswegen sehr damit beschäftige, aber auch merke, wie KI immer mehr in allen Lebensbereichen Einzug hält. Und deswegen wirken da Worte sehr stark. Und ich merke auch, wie meine Worte vor allen Dingen mit KI wirken.

SPEAKER_00

Da möchte ich jetzt tiefer eintauchen. Was meinst du damit, wenn du sagst, meine Worte wirken mit KI oder wie wirken meine Worte mit KI? Wie siehst du das oder was meinst du damit?

SPEAKER_02

Ja, ich meine damit

KI Als Spiegel Statt Orakel

SPEAKER_02

vor allen Dingen, dass ich sehr deutlich inzwischen merke, dass KI weniger, ich sag mal, ein Orakel ist. Also da geht was rein und da kommt was raus und miraculöserweise. Sondern dass es ganz viel ein Spiegel ist. Ein Spiegel der Person, die davor sitzt und die was eingibt. Und das war mir tatsächlich am Anfang nicht so klar. Also das war mir nicht so bewusst in der Form. Und das wird mir aber immer deutlicher. Also ich habe deutlich am Thema Prompting gearbeitet. Also ganz am Anfang, schon ein paar Jahre her, habe ich gedacht, okay, Hauptsache das richtige Prompten und dann kommt das Richtige raus. Und heute kann ich sagen, yeah, KI ist ein großer Spiegel der Person, die gegenüber sitzt anderer, die gegenübersitzt.

SPEAKER_00

Warum ist das so? Weil ich immer mehr mit der KI spreche und die mich besser kennenlernen. Also it's sure, also if I personally finish that this eingeben des Prompts should not relevant is, oder? Welche Rolle soll sie einnehmen? Welches Ergebnis möchte ich? Aber natürlich, also wir haben jetzt schon genug solche Prompts mit, hey KI, du kennst mich schon so gut, was weißt du über mich und wo sind meine blinden Flecken? Meinst du das in diese Richtung, dass die KI unsere Muster viel eher erkennt oder blinde Flecken, die wir vielleicht nicht sehen? Yeah, genau.

SPEAKER_02

Ich glaube auch, was du sagst, ist total richtig. Man muss klar sein, genau sein, irgendwie beim Prompting. And dennoch is es ja von Mensch to Mensch total unterschiedlich, was ich as klar empfinde. And that is then Prompting eben auch eine Selbstoffenbarung. Also ich, so wie in der Sprache auch, da can we this vielleicht, ja, man kann nichts sagen und auch da ist Sprache eine Selbstoffenbarung von mir selbst and of my präferenzen anderstruktur und wie det ich bin zum Beispiel, ja, oder wie implizit ich kommuniziere, all das kommt ja automatisch in mein Prompting rein. Da ist, glaube ich, auch niemand gefeit davor, weil so eine Selbstkontrolle, dass ich mich da komplett irgendwie verstelle, während ich prompte und mich nur an Regeln halte, wir sind ja keine Maschinen. Das heißt, das ist immer da auch drin. Und so ein LLM ist ja grundsätzlich darauf trainiert, zu helfen. Ja, und deine, ich sag mal, Wünsche und Anfragen zu erfüllen. Und insofern passt sich dieses LLM dir da auch an und fängt an, das zu spiegeln und übernimmt das, was es von dir erlebt. Und natürlich, je mehr und je öfter und je länger die Interaktion passiert, umso mehr passiert das auch. Und ich selbst habe dann die Erfahrung gemacht, weil ich selber dazu neige, kann ich auch ganz offen sagen, schon genau zu sein und eher ein bisschen detaillierter zu sein. Hab dann irgendwann gedacht, Mensch, ich bin irgendwie jetzt ein bisschen genervt von diesen ausführlichen Antworten und dass ich immer noch eine Schleife irgendwie drehe. Genau. Und ich fand das und habe dann aber tatsächlich gesagt, okay, jetzt mache ich das mal wie mit einem Mitarbeiter, jetzt gebe ich mal Feedback und hole mir auch Feedback. Ja, also

Prompting Als Selbstoffenbarung

SPEAKER_02

steige wirklich in einen Dialog ein, also nicht in ein Monolog Anfrage, Antwort, Anfrage, Antwort, sondern wirklich in einen Dialog, hey, ich habe beobachtet das, ja, woran könnte das liegen, gib mir mal Feedback, was kann ich besser machen, was kannst du besser machen. Dann kommen halt genau solche Sachen dabei raus und es zeigt dann sehr deutlich, ja, genau, du beeinflusst das mit dem, wie du argumentierst und wie du, was du reingibst, in welche Art und Weise, sehr stark was rauskommt. Und ich bin mir nicht sicher, ob das jedem in der Form so bewusst ist und fand das eine ganz spannende Sache.

SPEAKER_00

Ich finde das auch spannend, also dieses KI als Sparing Partner. Kurz nur zur Erklärung für alle Hörerinnen und Hörer, die vielleicht nicht wissen, was ein LLM ist, das sind die Large Language Models, wenn wir von ChatGPT, Gemini, Claude, etc. sprechen, diese Grundmodelle Large Language Models, genau. Aber zurück zu deinem Thema, ja, die KI als Spairing Partner oder zu sagen, hey, wo ist mein blinder Fleck, gib mir Feedback, ist ja ja immer, ich nehme die Kritik lieber von der KI als von meinem Mann. Also es ist nicht ganz so schlimm für mich selber, oder? Also wenn mir jetzt eine künstliche Intelligenz sagt, Helga, du bist sehr ausschweifend und sehr lang in deinen Erklärungen, dann fange ich wahrscheinlich ziemlich sicher an, darüber nachzudenken. Wenn mir das jetzt jemand anderer sagt, dann bin ich in erster Linie mal gekränkt, weil ich ja Kritik bekommen habe, oder? Also das ist schon irgendwie leichter zu verkraften. Geht es dir auch so oder ist das mein Phänomen? Ich würde es auch unterschreiben.

SPEAKER_02

Ich glaube, das liegt auch daran, dass vielleicht das Gegenüber nicht so trainiert ist, wie gibt man richtig Feedback. Also richtig, ne? Du weißt, was ich meine. Es gibt ja so Feedback-Regeln und so weiter, wie es auch gut für die andere Person annehmbar ist. Und ich unterstelle, meine Eltern ist ja mit diesem ganzen Wissen gefüttert. Das heißt, und ist natürlich auch noch darauf trainiert zu gefallen. Also nicht jetzt sehr konfrontativ zu sein. Das funktioniert auch nicht, wenn du es promptest und sagst, sei konfrontativ, dann funktioniert das genau einmal oder zweimal und dann ist es wieder vorbei. Und

KI Als Sparringspartner Für Feedback

SPEAKER_02

dadurch fällt es, kann ich das auch sagen, fällt mir das auch leichter, dahin zu hören, lesen und das anzunehmen und zu sagen, ah, spannend. Was könnte das sein? Ich frage vielleicht sogar nochmal nach, wohingegen, ja, wenn das vielleicht, was ja oft auch im menschlichen Zusammenhang ist, das kommt ja dann oft spontan und es ist dann vielleicht nicht unbedingt vorbereitet und ja, sehr poliert in der Sprache. Da ist es dann vielleicht einfach, trifft man es auf den falschen Fuß. Und man fragt ja die KI auch. Also die KI gibt ja auch nie ungefragt Feedback.

SPEAKER_00

Genau, ja, stimmt. Und da wäre man wieder bei den Regeln, gell? Dass die KI an die Regeln hält und wir Menschen oft haben wir halt vielleicht nicht so. Genau. Du, und wie findest du das? Ist das jetzt gut oder schlecht? Also ich kann es für mich selber noch gar nicht einordnen. Finde ich das gut, wenn wir künstliche Intelligenz als Bearing-Partner nehmen? Oder gibt es da auch Gefahren, die wir ein bisschen im Auge behalten sollen? Wie ist es, wenn die KI mein Spiegel wird, oder? Also das ist so, gibt es ja mehr von Helga, bin ich dann wirklich effizienter? Oder wenn ich jetzt nicht so effizient bin, bin ich dann nur schlampiger? Also wo sind deine Grenzen in

Risiken: Selbstbestätigung Und Autonomie

SPEAKER_00

einer solchen Zusammenarbeit mit der KI?

SPEAKER_02

Ja. Ja, ich denke, es gibt schon so ein paar Dinge, wo ich sagen würde, aufpassen, Achtung! Weil die KI, da habe ich ja eingangs gesagt, spiegelt dich. Das heißt, in Grunde verstärkt sie das ja. Nehmen wir mal an, du bist jetzt nicht die Person, die sich Feedback geben lässt und der auffällt, was passiert und das nochmal reflektiert, sondern du gibst es rein und dann kommt was raus und dann passiert das. Und die KI passt sich immer weiter dir an. Und da die KI ja auch nicht widerspricht oder nicht sagt, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das jetzt so gut war oder magst du das nicht mal anders machen, finde ich, kann man auch in so eine Art Selbstbestätigungsloch kommen. Ja, und auf der einen Seite kann das gut sein, ja, Mensch, da ist jemand, der mich unterstützt und der mich vielleicht sogar immer wieder lobt, was ja eine KI auch macht, finde ich, by the way, relativ nervig irgendwann. Und auf der anderen Seite fehlt mir aber auch so ein bisschen dieses echte Korrektiv, ja. Also wenn wir sich jetzt mal im Extrem denken und sagen, also ich arbeite viel lieber mit der KI als mit echten Menschen, die sehr verkümmert da auch meine Fähigkeit, mich mit echten Menschen und echten Diskursen auseinanderzusetzen. Das, glaube ich, ist ein bisschen die Gefahr. Und deswegen ist, wird ja auch ganz viel in X-Studien und Fachliteratur und so gesagt, dieses Thema kritisches Denken wirklich so wichtig. Also genau ihnen zu sagen, mir ist es bewusst, die KI, und zwar egal welche KI, versteht mich nicht. Die versteht mich nicht. Die hat einfach gelernt, welche Worte wahrscheinlich richtig sind, wenn ich vorher solche Worte gelesen habe, eingegeben bekommen habe. Das hat nichts mit Verstehen zu tun. Das ist was völlig anderes. Und ich glaube, das muss man sich ab und zu mal wieder so auf der Zunge zergehen lassen und selber sagen. Und wenn ich selber jetzt so sage, denke ich auch, es fühlt sich schon anders an. Und das ist ja genau das, was KI gut kann. Mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig vorhersagen, welche Worte jetzt kommen müssen. Aber das hat nichts mit Verstehen zu tun. Ich glaube, das ist nochmal so das, was man sich selber bewahren muss, diese Autonomie, diese Abgrenzung als, das ist ein tolles Tool. Das kann mich wahnsinnig effizienter machen und sehr helfen. Ich will es überhaupt nicht verteufeln. Und gleichzeitig ist es eben ein Tool und ich bin ein denkender Mensch und ich habe noch eine andere Aufgabe, als nur einen Trump zu schreiben.

SPEAKER_00

Ich denke, das wird

Künstliche Intimität Und Coaching-KI

SPEAKER_00

sehr wichtig sein in Zukunft, oder? Also, mich beschäftigt aktuell gerade dieses Thema der künstlichen Intimität, oder? Das ist mit diesen Avataren, wo die Menschen lieber mit ihrem Avatar-Freund sprechen, als am Abend mit einem Arbeitskollegen vielleicht nur einmal auf einen Drink zu gehen oder gemeinsam Abendessen zu gehen. Und wir sind ja eh schon nur mehr mit Menschen zusammen, die unserer Bubble entsprechen und unseren Meinungen und uns bejahen. Und das wird aber noch exponentiell ärger und wilder, wenn wir nur mehr mit unseren KI-Avataren uns quasi unterhalten. Ich glaube, dass das, was ist, wo wir als Gesellschafter ganz achtsam drauf schauen dürfen und viel darüber reden dürfen, dass eine KI eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist und kein empathisches Gegenüber und dass dieser zwischenmenschliche Kontakt so unglaublich wichtig ist. 100%.

SPEAKER_02

Und ich habe auch vor kurzem eine KI ausprobiert, die auf Coaching trainiert war und wirklich, wirklich sehr gut gemacht. Also ich habe mich streckenweise wirklich auch berührt gefühlt, also emotional berührt und musste mir immer wieder sagen, das ist total toll, aber das ist kein Mensch und kein Coach. Das ist einfach eine Maschine, die sehr, sehr gut eingestellt ist und da ist ja auch nichts, nichts falsch dran. Wie du sagst, ich glaube, es ist nur die Frage, müssen wir das Berufsfühlen zum einen. Und ich glaube, da braucht es auch in der Gesellschaft und in Firmen sowieso sehr, sehr früh eine Aufklärung, könnte man schon fast sagen. Ja, ein Verständnis dafür, was ist es eigentlich? Nicht nur ein, oh cool, TatGPT-Copilot, wie auch immer, kann mir jetzt tolle Mails schreiben und baut mir eine Präsentation und weiß ja so viel, sondern auch, was steckt denn dahinter? Weil natürlich hält es überall Einzug und es wird sich auch nicht aufhalten lassen. Das ist ja auch richtig so. Das war mit der Dampfmaschine, wenn man jetzt an industrielle Revolution denkt, ja, auch so. Und gleichzeitig war halt eine Dampfmaschine sicherlich schneller erklärt und einfacher zu verstehen. Und sehr, sehr handhabbar und anfassbar und sichtbar. Und das ist, glaube ich, die Herausforderung, dass es durch diese sehr schnelle Anpassung an mich selbst, an mein Sprachmuster, an meine Gewohnheiten und Wünsche eine andere Wirkung erzeugt, die ich nicht so einfach einschätzen kann, wenn ich mich nicht wirklich damit beschäftige.

SPEAKER_00

Und Katrin, du hast das jetzt eh schon angesprochen und das würde mich

KI-Transformation In Firmen Startet Bei Menschen

SPEAKER_00

echt interessieren. Du kommst ja aus dem Change Management, Transformation in Unternehmen, HR, gell? Und wir sehen es ja, also dass diese KI-Implementierung und Transformation momentan nicht an den Tool scheitert, sondern eher an den Menschen. So, jetzt gehst du oder arbeitest du mit Firmen, eben, wie schaffst du das, dass sich die Mitarbeitenden nicht in der KI verlieren, dass da kein Suchtpotenzial entsteht, dass da eine ehrliche oder klare Nutzung entsteht. Wie bekomme ich das in die Firmen, in die Menschen? Also dieser achtsame Umgang mit der KI, oder? Weil ich meine, jetzt beginnen wir, Lizenzen freizuschalten und sagen, hey, du habt ja Grundschulung, jetzt arbeitet ihr mal mit der KI, aber es braucht ja dann eigentlich viel mehr Bewusstsein und Awareness für den Umgang damit.

SPEAKER_02

Genau, also zwei Sachen. Zum einen, du sagst es, so höre ich und erlebe ich es auch, ja, dann wird quasi die Lizenz freigeschaltet, hier, jetzt mach mal. Der erste Punkt ist aber schon, ich glaube, mach mal. Das reicht gar nicht. Es gibt ja immer die, die sagen, ja cool, ich mache das eh schon zu Hause the ganze Zeit and jetzt endlich kann ich es auch in der Firma machen, ohne dass ich jetzt Angst haben muss, unternehmenskritische Daten da rein zu laden, zum Beispiel. This is super. They listen meistens and couldn't say with us just genus over this thing unterhalten. They are damaged not so viele Berührungspunkte have verlieren sich vielleicht gar nichts, but they have erstmal eine andere Hürde. They say erstmal, yeah, wenn man damit jetzt bessere Mails schreiben kann, so viele Mails schreibe ich nicht, oder das mache ich schnell mal selbst. Was bringt mir das denn überhaupt? Mir, was bringt mir das? Und auch das ist ja eine Frage von Verstehen und nicht eine Frage von this is der Zettel, wie man gut promptet, jetzt mach mal. Sondern zum einen, glaube ich, müssen Unternehmen tatsächlich Räume, das mache ich jetzt nicht als physischen Raum, sondern Zeit dafür einräumen, das auch wirklich auszuprobieren und lernen zu können. Und aber auch Anleitung geben und Austauschmöglichkeiten dazu. Weil man wird auch Fehler machen, man wird auch irgendwie in so einem Rabbit Hole versinken und denken, jetzt habe ich hier drei Stunden irgendwas gemacht, aber ist es das jetzt wirklich? Also ich glaube, dieses, das ist ja in Transformation immer so, das habe ich schon vor 20 Jahren erlebt. Ja, es wird ein neues Tool eingeführt und dann gibt es irgendwie so das Grundtraining, wie bedient man das und dann ist es halt rum. Aber die Leute können dann ja nicht, haben dann schon nicht schon in die ganze Arbeitsweise umgestellt und können das einfach so. Auch da hat es immer schon

Zeit, Räume Und Hackathons Zum Lernen

SPEAKER_02

Zeit gebraucht und da ist es dann oft gescheitert, beziehungsweise hat halt sehr lange gebraucht, bis die Adaption da war. Und das ist bei KI nicht anders. Das heißt, gebt den Leuten die Zeit in den Raum, auch im betreuten Raum. Ich habe gute Erfahrungen mit Hackathons gemacht, wo man wirklich mal vorher spricht und sagt, was sind denn die Themen, die euch wirklich auf den Nerv gehen, die viel Arbeit kosten, die ihr oft machen müsst, kann euch KI da helfen? Lasst uns mal zusammen drauf gucken, wir probieren mal aus. Weil es braucht ja auch die Sicherheit, dass ich das tun darf und kann. Nicht jeder hat ja den, so wie wir beide jetzt vielleicht, so diesen Neugier und sagt, ja cool, das mache ich jetzt einfach mal. Und ich glaube, das andere, wenn wir dann schon da sind, wo du gerade sagst, dass die Mitarbeitenden das gut angenommen haben und dann eben die Gefahr laufen, so ein bisschen in diesen Rabbit Hole zu verschwinden und eben einfach viel Output produzieren, aber das nicht effizienter wird. Ich glaube, da ist auch ganz wichtig, dass Unternehmen nicht da Halt machen. Jetzt haben das ja alle und jetzt wird das schon irgendwie kommen. Ich glaube auch da wieder, die Dosis macht das Gift. Wenn ich nicht klar bin und das kann jetzt in meinem Team oder in meiner Abteilung oder eben in der ganzen Firma sein, was will ich eigentlich überhaupt damit erreichen und was eben auch nicht. Und bei was eben auch nicht, heißt es auch, ich habe was ausprobiert, das taugt aber nicht, jetzt lasse ich das auch wieder. Es geht ja nicht darum, alles jetzt mit KI zu machen. Ich habe neulich auch einen Workflow

Ziele Klären Und Dosis Bewusst Steuern

SPEAKER_02

gebaut, der war wahnsinnig toll, sehr komplex. Es war quasi eine Aufgabe, die ich da erledigen sollte. Das würde ich aber nie so machen, weil das kommt einfach nicht regelmäßig genug vor und dann wird es einfach zu aufwendig, auch wenn es für mich als neugierige und tech-affine Person sehr spannend war. Genau, ich glaube, da eine große Klarheit reinzubringen, was ist unser Ziel, warum machen wir das und das dann auch zu besprechen, haben wir das auch erreicht? Ja, bei aller Begeisterung für dieses neue Tool. Wunderbar.

SPEAKER_00

Also ich finde, das waren jetzt schon sehr, sehr wertvolle Tipps von dir, Katrin. Auch wie man eben die KI im Unternehmen wirklich gut etabliert. Wenn es jetzt unter unseren Zuhörerinnen und Zuhörern Menschen gibt, die sagen, my das ist lässig von der Katrin, möchte mehr hören, sehen, lesen. Wo findet man dich denn?

SPEAKER_02

Ja, man findet mich auf LinkedIn unter meinem Namen. Da gibt es auch noch ein paar Beiträge zu dem Thema KI, aber auch zum Thema Führung. Das ist ein anderes Herzensthema von mir und ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiges Thema.

Wo Du Katrin Findest Und Abschluss

SPEAKER_02

Die führe ich eigentlich in diesem ganzen unberuchneten Transformation. Also ich freue mich über Follower und Kontaktaufnahmen und bin auch freundlich auch mal über einen Austausch, wer Lust hat und mag.

SPEAKER_00

Wunderbar, weil die zwei Sachen keinen zusammen, oder? Ich meine, ob ich jetzt eine KI führe oder Menschen. Das Grundgerüst ist, denke ich mal, dasselbe. Es braucht vielleicht andere Werkzeuge oder andere Klarheiten, aber es ist Führung. In Führung geht es.

SPEAKER_02

Ja, und das bedeutet auch, wenn man darüber nachdenkt, dass es zu Ende denkt, dass viel mehr Menschen in Zukunft führen werden als vielleicht vor fünf Jahren. Ja, weil du, wie du sagst, KI muss auch geführt werden.

SPEAKER_00

Liebe Katrin, vielen Dank für deine Zeit and deine Besuch. Ich freue mich in dem Fall auf unser nächstes Gespräch und danke für deine Zeit und da sein.

SPEAKER_02

Ja, danke für dein Eyeliner.

SPEAKER_00

Bis dann.

SPEAKER_01

Wie KI-Worte wirken. Der Podcast für effiziente Arbeit und moderne Kommunikation im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Als Gastgeberinnen sind Helga Boss und Heidi Windsauer verantwortlich. Weitere Informationen findest du auf unserer Webseite kIwarte.com