DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
Das ist der Podcast von Dirk Neubauer. Ehemals Landrat, vormals Bürgermeister, politischer Denker im lokalen Raum. Jetzt Unternehmer, Keynote-Speaker, Grüner Investor und Spiegel-Bestsellerautor. Gründer des Denkwerkes Ost. Hier werden Themen des sächsischen Outbacks behandelt. Die letzte Meile der Politik will hier Denkanstöße platzieren, Debatten spiegeln und Einsichten geben in das, was uns im lokalen, politischen Kleinstraum beschäftigt.
DORFFUNK_Ost - Die Stimme aus dem ostdeutschen Outback
#faktencheck: Die Lüge vom gefährlichen Infraschall
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Nichts wird so sehr politisch benutzt, wie Angst und Wut von Menschen. Beim Kampf gegen die Windkraft ist den professionell organisierten Widerstandskämpfern jedes Mittel Recht, die Sorge der Menschen zu verstärken und zu verwenden, politisches Kapital darauf zu schlagen. Und nichts eignet sich dabei besser, als der Infraschall. Nicht hörbar. Nicht sichtbar. Man kann ihn nicht schmecken. Man muss glauben, was einem gesagt wird. Und das tun die Menschen dann auch. Glauben. Doch "Wissen" wäre besser. Und auch möglich. Denn die Wissenschaft hat in 100 Publikationen, die wissenschaftlichen Standards entsprechen nachgewiesen, dass Infraschall der Windkraftanlagen nicht gesundheitsschädlich ist. Beispiele zeigen, dass Propanden, die sich über Windkraftbelästigung beschwerten, im direkten Versuch keine Reaktionen auf Infraschall zeigten. Und: Beim Thema 100 im Auto erleben wir den 316fachen Schalldruck von dem, was eine WKA in 750 Metern Entfernung generiert. Eine einzige mehrstündige Autofahrt ist gleichzusetzen mit dem jahrzehntelangen Wohnen bei einem Windpark. Fahren diese Menschen deshalb jetzt kein Auto mehr? Nein. Das zeigt, dass es längst nicht mehr um die Sache geht. Jedenfalls nicht um die, die man vorschiebt. Hört selbst, oder lest wie immer begleitend im Blog unter https://dorf.energy/blog
Ja hallo und ein herzliches Willkommen zur Sommerausgabe, Extra-Ausgabe, wie immer man das nennen möchte von Dorffunk Ost. Ich wollte eigentlich Urlaub machen, aber der letzte Post sozusagen zu dieser Dokumentation, wenn der Wind sich dreht, gegen die Windkraft, hat so viel Resonanz erzeugt und mal wieder gezeigt, wie unwissenschaftlich tatsächlich und wie persönlich es dann sehr schnell in den Kommentaren wird. Deshalb lege ich natürlich noch einen drauf, weil es so schön triggert. Wir hatten ja in dem Film herausgefunden, dass der Infraschall das Thema ist, was am meisten genannt worden ist. Und das ist auch das Thema, was in meiner Erfahrung, ich bin ja viel mit Anti-Windkraft-Kampagnen im Gespräch, was aus meiner Erfahrung immer wieder viel zitiert wird, warum? Das ist eigentlich relativ einfach. Man kann da nichts überprüfen. Infraschall hört man nicht. Infraschall kann man zwar messen, aber je nachdem, wer den Wert misst, bestimmt auch eigentlich darüber, wie wertvoll er ist. Also misst irgendjemand einen Wert, der gegen Windkraft ist und der Wert ist besonders hoch, weil man quasi sich direkt an den Turm stellt oder was auch immer man da machen kann, dann ist der Wert natürlich valide, sagt Wissenschaft, das ist alles Quatsch, ist Wissenschaft natürlich Quatsch. Ich habe das jetzt alles mitgelesen. Ich kommentiere das auch nicht alles, weil es ist eigentlich total sinnlos, da irgendwas zu sagen, denn mit klaren, faktischer Debatte kommt man da nicht weiter. Dennoch habe ich das Thema Infaschai jetzt nochmal aufgelegt und habe nochmal recherchiert, wie kommt man eigentlich dazu kommt oder mich gefragt, wie kommt es eigentlich dazu, dass dieses Thema so sehr gekocht wird. Und da ist es relativ einfach. Es gibt weltweit tatsächlich irgendwas um die 100 belastbaren Studien, Experimente, Arbeiten, die wirklich wissenschaftlich geprüft sind. Und über 500 Werke, die nicht wissenschaftlich geprüft sind und die immer wieder durchgereicht werden. Teilweise sind das wirklich Zeitungsartikel, einzelne Untersuchungen, Einzelfallberichte oder schlicht Meinungsäußerungen. Aber eben, und das ist das große Thema, keine wissenschaftlichen Arbeiten. Und das ist genau das Problem. Wissenschaft ist Wissenschaft, weil sie Wissenschaft und nicht, weil sie meint. Und deshalb werden solche wissenschaftlichen Arbeiten grundsätzlich immer, wenn sie publiziert werden, von einer anderen wissenschaftlichen Instanz geprüft, ob das wirklich alles so sein kann, wie das dort gesagt wird. Und erst wenn ein solcher Peer-Review erfolgt ist, dann darf sich eine wissenschaftliche Arbeit wissenschaftliche Arbeit nennen. Da gibt es also um die 100 interessanterweise auch tatsächlich Untersuchungen, wo also wirklich mit Menschengruppen wirklich gearbeitet wurde. Also eine Studie aus Finnland beispielsweise, da wurde die Emission von Windkraftanlagen aufgenommen, tatsächlich reale Werte. Und es wurde eine Gruppe Bescheid damit, die angegeben hatte, sie hätten Probleme mit Windkraft und könnten seitdem irgendwie weder schlafen noch sonst irgendwas. Und eine Gruppe, die völlig unbelastet wertfrei an das Thema heranging. Tatsächlich ist es so, dass beide Gruppen keine relevanten Veränderungen überprüfbar zeigten. Und dass selbst die Anti-Windkraft-Gegner, die quasi mit einem Placebo Bescheid worden sind, also mit nicht Bescheid worden sind, genauso reagierten wie welche, die damit Bescheid worden sind. Also sprich, es kam tatsächlich unterm Strich überhaupt nichts Nachweisbares raus, medizinisch zumindest nicht. Und so sind wir natürlich in der psychischen Ecke und das ist sicherlich was ganz anderes und das wird so ein bisschen vermengt. Also Infraschall, medizinische Folge und ja, das, was man wahrnimmt, also tatsächlich ein Schall, beziehungsweise Schattenschlag etc. pp. Was dann auf die psychische Ebene geht, aber eine völlig andere Geschichte ist und behandelt werden kann, weil die meisten dieser Sachen sind in den Genehmigungsverfahren inzwischen Bestandteil und werden auch geprüft. Richtiger Schall wird gemessen, Schattenschlag wird inzwischen behördlich in den Genehmigungsverfahren geprüft und werden zum Beispiel Abschaltzeiten für Windkraftanlagen wirklich tatsächlich beauflagt, damit also in bestimmten Zeiten, wenn die Sonne so steht, dass Schattenschlag entstehen kann, die Windkraftanlage steht und erst wieder einschaltet, wenn der Schattenwurf an einer eventuellen Wohnbebauung vorbeigezogen ist. Das alles kann man wissen, wenn man sich damit auseinandersetzt, wenn man sich offen damit auseinandersetzt. Und beim Infraschall ist es eben halt so, das ist eine große Erzählung und da wird unglaublich viel rein interpretiert und man kann es nicht prüfen. Und genau das ist das Problem. Und jeder, der Auto fährt beispielsweise, ist quasi in den Augen der Windkraftgegner schon tot. Weil in einem Auto bei 100 Stundenkilometer sind wir dem Hunderttausendfachen des Infraschall-Drucks ausgesetzt, den eine Windkraftanlage in 750 Metern Entfernung auf uns niederprasseln lässt. Und wenn dort einer der Insassen leichtsinnigerweise noch das Fenster ein und spalt öffnet, dann explodiert das Ganze ins Millionenfache. Das heißt, wir wären quasi alle schon tot. Und Vergleichsstudien sagen zum Beispiel, dass eine mehrstündige Autofahrt tatsächlich gleichzusetzen ist mit einem jahrzehntelangen Aufenthalt bei einer Windkraftanlage in Entfernung von 750 Metern. Nur um das mal in die Relation zu setzen, die meisten von den Menschen, die gegen diesen Infrasch kämpfen, dieser Windkraftanlagen, kämpfen quasi aus ihrem fahrenden Auto heraus. Das heißt, das sind alles Autofahrer, sind alles Menschen, die in Urlaub fahren, die lange Reisen machen. Und da stürzt irgendwie niemanden, aber die Windkraftanlage ist das entscheidende Thema. Wir sind also tatsächlich, wenn man so will, in der psychischen Ecke. Also Menschen, die behaupten, dass der Infraschall irgendwas mit ihnen macht, es gibt dafür keine wissenschaftliche, belegbare These. Und selbst diese Peer-Gruppenuntersuchungen zeigen ja, dass es sich also tatsächlich auch nicht reproduzieren lässt. Wir sind im psychischen Bereich, und da ist nachgewiesen: der Nocebo-Effekt, Menschen, die an etwas nicht glauben, etwas nicht haben wollen, die leiden darunter, ob das dann eintritt oder nicht. Und das ist tatsächlich eine psychische Ebene. Ich will das deshalb nicht kleinreden oder jetzt sagen, die werden alle verrückt oder so. Aber man muss trotzdem irgendwie auf einer wissenschaftlichen Ebene bleiben. Ich habe es also in meinem Blog jetzt tatsächlich nochmal aufbereitet, nochmal mit Quellen dran. Alles wissenschaftliche Quellen, vieles in Englisch müsst ihr halt euch durcharbeiten, aber Fakt ist, man kann es so nicht stehen lassen. Es ist wirklich absurd. Und es ist deshalb so gefährlich und deshalb greife ich das Thema auch immer wieder auf, weil es politisch ungläubig aufgeladen ist und benutzt wird. Ich bin gerade in Mecklenburg vor Pommern und hier hängen Wahlplakate der selbsternannten Alternative, die Großpaketieren. Mecklenburg ist kein Windpark. Und da sind wir in dem eigentlichen Thema. Es geht um Angstmache und es geht um die politische Aufladung von Angstmache. Und eigentlich ist die Windkraft und das gesamte Thema erneuerbarer Energien nur eine Projektionsfläche für viel Angst, für Wut aus anderen Bereichen, die vielleicht noch manchmal nachvollziehbar ist, aber die sich jetzt an einer Sache projizieren und entzünden. Und wir müssen wirklich, wirklich aufpassen, dass wir die Zukunft unserer Menschheit, nicht des Planeten, unserer Menschheit, nicht davon abgängig machen, dass wir gerade wütend sind oder irgendwas komisch finden. Eine Windkraftanlage muss man ästhetisch nicht gut finden. Eine Windkraftanlage im Wald muss man nicht gut finden. Tue ich auch nicht. Nochmal, tue ich wirklich auch nicht. Aber man muss eine Abwägung machen zwischen dem kleinsten Übel. Und wir haben den Klimawandel, wir erleben das gerade. Ich glaube, so eindrücklich wie in diesem Jahr war es lange nicht. Und ja, wenn wir nichts tun, wird das schlimmer. Und wenn wir Wald in Zukunft retten wollen, werden wir ihm helfen müssen. Dafür muss Geld her und dieses Geld muss irgendwie erwirtschaftet werden. Wenn wir Kommunen am Leben halten wollen, brauchen wir eine finanzielle Quelle. Warum nicht günstige grüne Energie, die Klimaschutz betreibt, die euch selber jeden einzelnen Haushalt entlastet, auch dafür benutzen, dass eine Kommune wieder handlungsfähig ist. Also das Dorf, in dem ihr wohnt, das Schuhe da reparieren kann, wenn es denn noch da ist. Und das will ich nicht, ich will mir nicht in den Kopf, warum wir unsere eigene Zukunft so sehr bekämpfen. Und da sage ich noch was, das wird viele triggern, der Widerstand, den ich wahrnehme, ist alt. Das sind Menschen, die entscheiden über die Zukunft meiner Kinder und deren Kinder, über etwas, was sie selber nicht mehr erleben. Und das ist tatsächlich, das muss man einfach aussprechen. Ich weiß, damit macht man sich nicht sonderlich beliebt, aber tatsächlich ist es so, dass der Altersdurchschnitt des Widerstandes einfach mal sehr, sehr hoch ist. Und da ist viel Egoismus im Spiel und nochmal sind viele Projektionsflächen, viel Unzufriedenheit aus anderen Bereichen. Das mag alles begründet sein im Einzelfall. Aber hier geht es um eine gesellschaftliche Aufgabe. Hier geht es darum, das Klima zu schützen. Hier geht es darum, eine gesellschaftliche Zukunft zu modellieren. Und die kann nicht davon abhängig sein, dass jemand irgendetwas einfach nur hässlich findet. Und lasst euch nicht benutzen von denen, die sich ausschließlich und wirklich ausschließlich aus Unmut und Wut ihre Kraft ziehen. Und das ist die Alternative, die selbsternannte, denn die hat keine eigenen Themen, die hat nur Gegenthemen. Lest es euch alles mal durch, es ist nichts in eurem Interesse, wenn ihr wirklich nach dem Programm geht. Und hier wird diese Linkswurke, linksgrüne Energiewende benutzt, um eure Angst in politische Kraft umzusetzen. Am Ende des Tages seid ihr den Scheiß egal. Und das, was ihr sagt, ist den Scheißegal. Und am Ende des Tages werden die auch gegen die Windkraftanlage nichts tun können, weil das sind gesetzliche Regelungen und man kann auch eine Windkraftanlage, die mal genehmigt ist, nicht einfach so wegreißen, liebe Frau W. aus dem Deutschen Bundestag. Das geht gar nicht, was ihr den Leuten da erzählt. Aber okay, um Fakten geht es ja offensichtlich nicht. Ich wollte es nur noch mal wirklich nachlegen, weil gerade so viel Frequenz auf den Kanälen ist. Und wir müssen in die Gegenrede gehen und wir müssen in die belegbare Gegenrede gehen, weil wir uns ansonsten in eine völlig falsche Richtung entwickeln. Deshalb habe ich das jetzt nochmal nachgeschoben. Lest den Blog, da steht alles drin. Lest die Quellen, da könnt ihr alles prüfen. Es sind anschauliche Beispiele, warum das alles nicht sein kann, was da erzählt wird. In diesem Sinne, beste Grüße aus MacPong. Ich wünsche euch noch ein paar schöne warme Tage, bis dann die Hitze endlich für dieses Jahr hoffentlich vorbei ist. Bis dahin, euer Dirkner Bauer. Ciao.