Mit dem Pferd – Der Podcast
Mit dem Pferd. Aktuell im Diskurs – der Podcast zur Klassischen Reitlehre
In ihrem Podcast „Mit dem Pferd“ sprechen die Buchfrau und Freizeitreiterin Dido Nitz und der Profi-Dressurreiter Christoph Ackermann über verschiedenste Themen rund den Umgang mit Pferden. Christoph Ackermann ist international gefragter Reitlehrer, Meisterschüler von Egon von Neindorff und Träger des Goldenen Reitabzeichens.
In ihren „Coffee-Talks“ geht es um Ausbildungsfragen wie Jungpferdetraining, die korrekte Anlehnung oder den vieldiskutierten Begriff Dehnungshaltung. Ebenso werden ethische, kulturelle und aktuelle Themen besprochen, wie zum Beispiel die kritische Debatte um den modernen Dressursport.
In der Reihe „Auf ein Wort“ sind Gäste wie Klaus Krzisch, Dr. Kathrin Kienapfel oder Kerstin Gerhardt mit an Bord.
Hinweis zum Mitgliederbereich
Zu den Themen gibt es einen vertiefenden zweiten Teil in der Takt & Talk Reitakademie, dem Mitgliederbereich von Mit dem Pferd.
Dort sprechen wir ausführlicher über Praxis, konkrete Übungen und typische Fragen aus dem Reitalltag.
👉 Alle Infos zum Mitgliederbereich findest du hier:
https://steady.page/de/podcast-mit-dem-pferd/posts
Mit dem Pferd – Der Podcast
Coffee Talk 28: Tempo weg – Pferd weg: Das richtige Tempo finden
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge sprechen Christoph Ackermann und Dido Nitz über eines der grundlegendsten und gleichzeitig meist missverstandenen Themen der Reiterei: das richtige Tempo.
Denn Tempo ist keine Frage von „schneller“ oder „langsamer“. Es ist eine Frage von Takt, Rhythmus, Balance und Losgelassenheit.
Ihr erfahrt unter anderem:
- warum Tempo die Grundlage jeder Bewegung des Pferdes ist
- wie man erkennt, dass ein Pferd im richtigen Gleichmaß geht
- warum zu viel Treiben genauso problematisch ist wie zu viel Halten
- welche Rolle Sitz, Balance und Mut zur Bewegung spielen
- warum der Satz gilt: „Tempo weg – Pferd weg.“
Christoph erklärt außerdem, warum das richtige Tempo nicht „gemacht“ werden kann – sondern entsteht, wenn die Voraussetzungen stimmen.
Eine Folge über Grundlagen, über Geduld – und über den Unterschied zwischen Reiten und Machen.
🎧 Bonusfolge in der Takt & Talk Reitakademie
Viele Hörerinnen und Hörer haben uns gefragt: Was tun, wenn das Pferd scheinbar „faul“ ist und nicht mehr richtig reagiert?
Dazu gibt es eine exklusive Bonusfolge im Mitgliederbereich, in der wir genau darüber sprechen:
Wie wird ein abgestumpftes Pferd wieder munter?
👉 https://steady.page/de/podcast-mit-dem-pferd/posts
Wenn du die hier besprochenen Themen zur klassischen Reitlehre vertiefen möchtest: In der Takt & Talk Reitakademie findest du Bonusfolgen, Hintergrundwissen und konkrete Umsetzung für die Praxis.
👉 https://steady.page/de/podcast-mit-dem-pferd/posts
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Mit dem Pferd, dem Podcast von Condé Reit-Seminare mit Christoph Ackermann und Dido Nitz. Christoph Ackermann ist Dressurreiter, Ausbilder im In- und Ausland, Diplom, Betriebswirt und leidenschaftlicher Vertreter der klassischen Reitlehre im Sinne der Ausbildungsskala. Er war lange Jahre Meisterschüler bei Egon von Neindorf und ist Träger des Goldenen Reitabzeichens. Mein ist Dido Nitz, ich bin Redakteurin und Buchmensch aus Leidenschaft, sitze auf Pferden seit meiner Kindheit und bin Besitzerin einer sehr meinungsstarken Lusitanustu. Ich bin also eine ganz normale Reiterin mit allen Fragen, die sich der Alltag reiterlich so stellt. So, lieber Christoph, hallo! Hallo Lido. Du hast deinen Kaffee schon ausgetrunken. Was ist das denn? Das geht ja gar nicht. Na gut, dann ohne.
SPEAKER_00Ja, wir können voll einsteigen.
SPEAKER_01Ja, genau, das passt auch zum Thema. Wir haben heute das Thema Tempo. Hast also mit Speed deinen Kaffee ausgetrunken. Mit Geschwindigkeit sozusagen. Ja, genau. Manchmal ist man ja auch über Tempo. Ah ja. Genau, also es ist gar nicht so leicht, das Richtige zu finden. Das werden wir jetzt sicherlich auch im Verlauf des Gesprächs merken. Ich fange vielleicht mal an mit so ein paar typischen Fragen, die ich einfach so im Netz gefunden habe dazu. Ich gucke ja auch immer so ein bisschen, was wollen die Leute denn so genau wissen und was ist eigentlich so das Gängigste? Ich lese es mal vor und wir sprechen dann nachher einfach über die einzelnen Sachen, okay? Also, da tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Zum Beispiel, mein Pferd ist zu langsam, wie bekomme ich mehr vorwärts? Kennen viele, glaube ich. Oder mein Pferd rennt im Trab, wie bekomme ich es langsamer? Oder warum fällt mein Pferd im Schritt auseinander? Oder wie erkenne ich denn, ob das Tempo richtig ist? Oder warum geht mein Pferd an der Longe besser vorwärts als unter dem Reiter? Also, wenn du dir das so anhörst, sind das alles eigentlich Tempo-Fragen oder steckt da was anderes dahinter?
SPEAKER_00Es ist beides. Oftmals ist es doch die Hand. Aber da kommen wir sicher drauf. Also erstmal Takttempo, Rhythmus ist das erste, was wir brauchen beim Pferd. Und dafür gibt es ja auch einen Grund, nicht wahr? Also wenn unser Pferd nicht rhythmisch geht, taktmäßig ruhig sozusagen, dann funktioniert der Hoofmechanismus not so wie it's function, but the Kreislauf and the Herzschlag des Pferdes. Dann krieg ich ein riesen Problem. That is when the Pferd will not get will. This is also when the Pferd the French. In principle, there are three things: the phone and the not get in the Pferds. And when we the Pferd in the nature, and we see it off the wide. There is nothing. The Pferd bewegs. Not the cow muscular, so it goes here and here. And when it's here and here, then we have this in a given ruhe. So it is not per se a fluchtier, it is vor all. Bewegung liegt im Pferd. Und wenn Pferde große Strecken zurücklegen, das tun sie im Trap, dann machen die das sehr rhythmisch. Also dieser Rhythmus liegt bei den Lebewesen, auch bei uns Menschen, man kann fast sagen, im Blut. Das ist ja alles rhythmisch. Die Zellen arbeiten rhythmisch, das Herz arbeitet rhythmisch, das Gehirn arbeitet rhythmisch und, und, und. Das kann man so ausführen. Bei den Darmen gibt es also vier Wochen, was Rhythmisch ist sozusagen. Also, ich meine, die ganze Natur ist darauf ausgerichtet und das gilt selbstverständlich auch für das Pferd. Und deswegen spielt das Tempo eine Riesenrolle.
SPEAKER_01Ja, weil du, weil du gerade auch so ein bisschen, ich hatte gerade so Paris mit Pferden vor mir. Ehrlich gesagt, in den Cowboy-Filmen sind die nie im Trap, habe ich mir gerade so gedacht. So unbequem. Ja, ja, genau. Weil du sagtest, die Hauptstrecken zurück. Also ohne Reiter, ohne.
SPEAKER_00Übrigens beim Militär früher in den beiden Kriegen war das genau das gleiche. Trapp war die Gangweise, um die es ging.
SPEAKER_01Ja, ja, das ja, ja, ja, genau. Und Leichttraben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist ja auch eine Erfindung, damit man das besser aushält.
SPEAKER_00Ja, Leichttraben? Natürlich, zum einen aushalten, zum anderen natürlich es dem Pferd einfach zu machen. Und die Rhythmik zu halten. Also wenn wir daran denken, dass wir zum Leichttraben nutzen, auf dem Zirkel, wenn man die dritte verlängert, also nicht eidiger wird, sondern die dritte verlängert, also sprich in den Mitteltrab geht zum Beispiel, da traben wir am Anfang beim Üben leicht. Warum wohl? Klar, um die Rhythmik zu halten. Also wenn ich da angekommen bin, dann habe ich vornherein schon ein Thema, ein großes. Ich muss wohl zu irgendeiner Zeit, also ich oder mein Vorgänger, Vorgängerin, muss wohl zu irgendeiner Zeit zu viel mit der Hand gekommen sein. Dafür gibt es ja nur viel Gründe, mit der Hand zu kommen. Manchmal ist es unterschwellig die Bedenken, die man hat, andere haben in der Tat einfach Angst. Die dritten haben gelernt, das Pferd muss in die Hand ziehen. Das sind all, die forsiten völlig unbrauchbar sind. Natürlich ist Angst kein good begleiter beim Reiten. So wie das Festhalten an Zug. Man nennt es auch in the Hand ziehen. And we darf achten, the beweging not to zerstören, sondern in a regelmäßig tempo, in a rhythmische Gangart to be able to, warum that so without it. It's entscheidend für das Pferd. And then stellt sich auch ein gewisses Wohlbefinden beim Pferd ein. It might im Reiter vielleicht zu wenig sein, dass das Pferd so rhythmisch und so gleichmäßig geht. Aber für das Pferd ist das nicht nur eine große Hilfe, es ist ein Muss. Damit sich daraus dann entwickeln kann. Dann habe ich das Tempo nicht das richtige, also bekomme ich es nicht nach vorne, was häufig passiert. Dann muss ich dringend mir überlegen, what muss ich jetzt ändern, damit mein Pferd marschiert? Das ist ein weites Feld. Beginnt immer damit, dass wir die Verhaltene Hilfe, also die Hilfe, die die Bewegung verhält, sprich die Hand, auflösen. Am besten die Salzsäure. Dass sie gar nicht mehr da ist. Dann hat es weiter SO4. Also wie auch immer, jedenfalls muss die weg. Und dann, wenn sie weg war, dann können wir anfangen, unser Pferd ein bisschen nach vorne zu bekommen.
SPEAKER_01Also kommt, wenn du sie wegnimmst, was genau tust du dann?
SPEAKER_00Ja, Züge weglegen.
SPEAKER_01Zügelschnalle, okay.
SPEAKER_00Ja, am liebsten, richtig, Tito. An der Schnalle des Zügels am liebsten. Und dann einfach nur außen rum. Denn das sogenannte vorwärts ist das Erste, was kommt. Das allererste.
SPEAKER_01Treibst du das Pferd dabei aktiv?
SPEAKER_00Ja, natürlich. Wenn es nicht geht, muss ich es treiben. Ich kann mir von jemandem der unten mit langen Peitschen steht, helfen lassen. Es bedeutet nicht, dass ich jetzt so lange am hingegebenen Zügel rumreite, bis mich das Pferd abwirft, weil es endlich mal einen Bocksprung macht auf heute. Also das wollen wir nicht erreichen. Aber wir müssen schon schauen, dass wir die Hand auflösen. Und wir müssen die Hand ablegen. Das Interessante beim Pferd ist ja, dass die Augen etwas seitlich sind. Das heißt, das Pferd sieht alles seitlich. Sieht auch jeder Handbewegung. Und manchmal kombiniert das Pferd schon Handbewegungen mit von der Bewegung wegkommen, runterkommen in der Geschwindigkeit. Weil es das schon sieht. Wir müssen schauen, dass wir die Hände ruhig halten. Es geht natürlich nicht so vorwiegend um das Sehen des Pferdes, sondern um eine ruhige Zyklusführung nachher. Denn nur mit einer ruhigen Führung können wir dann später das Thema Anlehnung angehen.
SPEAKER_01Finde ich aber interessant, dass du das sagst mit dem Sehen, weil das stimmt. Oder die Erfahrung habe ich auch gemacht. Also zum Beispiel, wenn man die Zügel auch mal in eine Hand nimmt, um sie eben ruhig zu halten, dann sieht das Pferd das. Und ich habe es oft erlebt, dass die Pferde dann anfangen, vorwärts zu gehen. Weil sie merken, ah, jetzt kommt Ruhe. Okay.
SPEAKER_00Kommt Ruhe, oder? Oder kommt die Ruhe? Die Gärtnis in der anderen Hand.
SPEAKER_01Ja, auch, aber das glaube ich, ist es in dem Fall nicht. Ich hatte wirklich den Eindruck, und also nicht nur bei einem Pferd, sondern wenn die das kennen, dass sie merken, ah ja, das ist einfach, das ist so der Teil, wo es jetzt einfach so eben auf so ein Gleichmaß, auf so eine, da ist absolute Ruhe da oben dann. Das ist natürlich für einen selber auch sehr kritisch hilfreich, weil man merkt, oh, da habe ich vorher wohl ein bisschen Unruhe gehabt, heißt das ja im Umkehrschluss.
SPEAKER_00Ja, ja. Und wenn man mit einer Hand reitet und man hat die Zügel aufgenommen, dann muss das Pferd, wenn wir es richtig gemacht haben, in dieser Position halt und bleiben. Aber jetzt sind wir ja noch dabei, das Pferd nach vorne zu schicken. Und es gibt durchaus Momente, wo wir dann auch durchdringen müssen mit unserer Hilfe und sagen, also, mein liebes Ross, jetzt wollen wir mal loslegen, Ria. Und zwar richtig. Und dann brauchen wir die Gärte, brauchen wir die Stimme. Vielleicht haben wir ja, hatte ich eingangs bereits erwähnt, jemanden, der von unten mit der langen Peitschen nachhilft. Also, das muss man so weit betreiben, dass wir urplötzlich, und das geschieht, während einer Reitstunde bereits, urplötzlich Bewegung in die ganze Kiste kriegen. Pferde bewegen sich ja nun gerne. Und wenn man da diesen Schalter findet, diesen, was heißt Schalter, ist ein blödes Wort, wenn man das Pferd so einstellen kann, innerlich, dass es versteht, okay, ich soll jetzt gehen, und das Pferd nimmt das dann dankbar auf, weil es eben nicht mit der Hand zurückgehalten wird. Manchmal sind wir ja ganz leicht mit der Hand dran, aber auch das ist bereits ein Zurückhalten. Das darf man nie vergessen. Weil die Hand nur einzige Job hat, nämlich Bewegung zu verhalten. Also muss die Züge weglegen. Und wenn sie dann marschiert, sofort Schritt, Pferd loben, fein gemacht, kurze Pause, wieder anfangen. Das muss wiederholt werden. Und zwar so lange, bis ich eine gewisse Freiwilligkeit des Pferdes bekomme, so dass das Pferd sich dann anbietet und sagt, yeah, here I'm just for dich bereit. Wir legen los. And then ist der Moment gekommen. Und weil ich die Hände vorher schon abgelegt hatte und so weiter in die Hände, wo ich das Pferd ein klein wenig aufnehmen kann and mal ausprobieren kann, was sagt denn das Pferd auf my hand, wenn ich die Zügel ganz leicht aufnehme. Nimmst du da gleich den Gang wieder raus? Dann war es schon zu viel mit der Hand. Also braucht man ein großes, großes Feingefühl anderes für die Situation. That braucht man, um einschätzen zu können, was my Pferd im Moment verträgt. Not so leicht. And when man, we sprechen ja immer from wissenden gefühlt. Wenn man dann auch noch das Gefühl hätte, konjunktiv, dann wäre es ja noch besser, dann würde ich ja spüren, ob der Rücken meines Pferdes die Aktion, die ich jetzt betreibe, verträgt. Also macht es mit oder reißt den Hals noch weiter hoch oder bleibt es komplett aus. Also gibt es verschiedene Signale, die am Rücken kommen können. Denn das muss ja auch irgendwie transportiert werden. Die Pferde, also geistig meine ich jetzt transportiert werden, die Pferde reagieren ja intuitiv direkt und sehr, sehr schnell. Also man kann von Zehntelsekunden sprechen, so schnell reagiert ein Pferde ohne Hilfe. Also da sind die Pferde deutlich schneller als für Menschen.
SPEAKER_01Ja, vielleicht lassen wir das jetzt mal so stehen, was jetzt das etwas langsame Pferd anbelangt. Was mache ich denn, wenn das Gegenteil der Fall ist? Das Pferd rennt los im Trab. Wie bekomme ich es denn dann langsamer?
SPEAKER_00Zuerst einmal müssen wir aus dem Kopf heraus agieren. Es muss klar sein, dass davonrennen ist genauso ein Verhalten sein wie das Nicht-Marschieren. Also beide haben die gleiche Ursache, sind in der Ausprägung allerdings so unterschiedlich, dass es kaum unterschiedlicher sein könnte. Für mich als Reiter bedeutet es, mehr Vorsicht walten zu lassen. Zuerst einmal fängt das davonrennen, das davon eilen unter dem Hintern davonrennen, damit an, dass wir meinen im Schritt müsste, gerade am Anfang der Stunde, müsste hier ein besonderes Vorwärts herrschen. Da ist bereits der Gedanke des Vorwärts nicht verstanden worden. Denn der Schritt ist, wie in Natur auch, a ruhig, schreitende Bewegung. Da müssen wir uns halten. When the Pferd im Schritt schon eilt, tue ich schon zu viel. Dann nimmst du vielleicht noch mit der Hand auf, weil es zu viel tut. And jetzt habe ich das Verhalten sein beinander. Also this is a riesen thema. When I forget, I can say that a sport that is online is when it's beweging. And so muss man's Pferd out saying. And the tolerance must bring. The tolerance to say, good, the first 10 minutes in the shirt, they can Pferd. So grab my wurst, what the Pferd macht, also Dido knack me not fest of 10 minutes. But the last minute Pferd. And then sollte it gear not to lassen. Das wäre das allererste. When I this nothing, when my Pferd sowesome so geland hat, davon zu rennen, that it is not renned, then can I do this Pferd auch ablongieren before ich aufsitze. Mit der Stimme beruhigen. Also auf jeden Fall muss ich diese Nervosität des Pferdes abstellen. Und dann habe ich das abgestellt und jetzt kommt gleich der nächste Fehler. Und wir traben an und bum, bang, boing, zack, geht's in den Trap. Ich glaube nicht, dass das ein Pferd beruhigen wird, wenn ich so in den Trap gehe. Warum lasse ich mir am Anfang einfach nicht ein bisschen mehr Zeit? Konkret? Und ja, ich überfalle das Pferd nicht mit meiner Trapphilfe. Das könnte ich mir auch sagen, Trap Trap und mal gucken, was passiert. Also wenn ich das mal Longieren aussage, Trap Trap und mache das beim Reiten genau gleich, dann wird das Pferd in Trap gehen. Wenn ich natürlich dummlicherweise rumschnalze beim Longieren, dann wird es mit Trap Trap vermutlich nicht gleich funktionieren. But die Pferde sind ja willens. Die sind ja willens to folgen. When we're not geschickt genug. And when we mit einer guten anders in the trap rutschen, muss ich fast sagen. And I read this from beginning the stone, then it's doch not in order. I love it. When it's the macht that I have will ruh, klopf es amals and streich. And möglich, when it's mirror the erst, nehme ich die Zügel auf, pariere wieder zum Schritt, beruhige anderhole das Ganze in aller Ruhe. Bis to the Zeitpunkt, wo es ruhiger reagiert. Aber ich muss natürlich dabei auf meine Hilfe achten. Und zwar ganz gewaltig.
SPEAKER_01Also da drehe ich einfach leise.
SPEAKER_00Wenn nicht. Du so möchtest? Ja. Sollte man übrigens bei allen Pferden am Anfang der Stunde. Guter Ausdruck, leise drehen. Leise eine Hilfengebung, ja. Körpersprachlich nicht so laut. Warum soll ich in den Wald schreien, wenn es gar nichts zum Rufen gibt? Warum muss ich mein Auto hochtourig fahren, wenn es noch kalt ist, wobei es noch gar nicht warm ist? Dabei ruiniere ich mein Auto. Mein Pferd übrigens auch.
SPEAKER_01Ja, wir waren ja vorhin auch so bei der ersten Phase bei der Zügelschnalle, jetzt beim verhaltenen Pferd. Verhaltenen Pferd sind ja beides, wie wir jetzt besprochen haben, aber beim langsamen Verhalten, also das Pferd, das dann mit langsam sein reagiert, waren wir bei der Zügelschnalle. Ich möchte ja die Hilfen bei diesem Pferd, das übertempo reagiert, auch leise halten. Was tue ich da mit den Zügeln, wenn ich sie an der Zügelschnalle halte und sag mal, das Gefühl habe, der schießt mir jetzt wirklich ab.
SPEAKER_00Na gut, dann muss ich die Zügel natürlich aufnehmen. Es ist ja nicht immer so, dass wir Züge weglegen. Im ersten Fall geht das Pferd nicht. Da würde ich die Hand komplett auflösen. Im zweiten Fall müssen wir sehen, dass wir eine gewisse Beruhigung in das Pferd hineinbekommen. Was nicht so einfach ist. Und dafür brauche ich natürlich auch die verhaltene Hilfe. Auch wenn es ein Verhalten sein ist. Aber irgendwie muss ich aus dieser Nummer, die ich wohl selber provoziert habe und mir erschaffen habe, wieder rauskommen. Also muss ich ein Verhalten ändern.
SPEAKER_01Das heißt, wo hast du deine Hand, die Zügel?
SPEAKER_00In jedem Fall brauche ich, und das gilt jetzt, insofern hast du recht, für beide Fälle, ich muss die Hand ablegen. Ich muss sie irgendwo ruhig ablegen. Auf Widerrist oder am Sattel. Eine tiefe, ruhige Hand. Wir kennen ja all den alten Spruch. Hohe Hände, tiefer Kopf, tiefe Hände hoher Kopf. Also wenn ich die Hände hoch tragen würde, beim Pferd, das sich verhält, in dem Sinne läuft, bekäme ich mein Pferd unweigerlich auf den Kopf. Also das Pferd würde das fünfte Bein in der Hand suchen. Da werden zwar diejenigen glücklich, bei denen es heißt, das Pferd muss in die Hand ziehen, aber alle anderen, die es besser wissen and besser können, werden sagen, oh Mist, this habe ich ihn auch noch in der Hand.
SPEAKER_01Weißt du was? Also da darf ich nur ganz kurz, ganz kurz was sagen. Ich weiß du, dir wird es gleich die Zorn des Röte ins Gesicht schießen lassen. Aber nein, aber wegen dieses Ausdrucks in die Hand ziehen. Ich kenne den auch aus meiner Kinderzeit, wo ich Reiten gelernt habe. Damals war das, aber es war anders gemeint. Also ich glaube, es sind ja zwei Dinge, ob das Pferd die Hand, natürlich ist es dieses Wort ziehen, ist ungünstig. Es ist unglücklich gewählt. Aber es ist ja nicht der Reiter, der zieht, sondern es ist einfach gemeint, dass das Pferd nach vorne strebt und die Hand sucht. Und das ist genau das, ja, aber das ist das, was gemeint war, zumindest in meinen Reitstunden. Und da möchte ich nur, weil es gibt bestimmt ganz viele Leute, die mit diesem Ausdruck aufgewachsen sind und tatsächlich da was Richtiges damit verbinden. Also nur, ich glaube, das muss man ein bisschen auseinanderhalten. Dass der Ausdruck mit Ziehen unglücklich gewählt ist, finde ich auch ein bisschen, ja. Aber ich glaube, wir verbinden als Altschüler damit einfach so dieses nach vorne die Hand suchen.
SPEAKER_00Ja, das ist jetzt immer schon, jetzt sind wir richtig auf einmal. Jetzt ist nämlich ganz was anderes. Der Text ist schon anderer wie Ziehen und Suchen.
SPEAKER_01Eben, genau, es ist eine textliche Frage, aber ich glaube, es ist auch ein Missverständnis. Also es zieht ja nicht der Reiter, sondern das Pferd nach vorne.
SPEAKER_00Das ist beides falsch. Also, das ist. Das Pferd soll auch nicht nach vorne ziehen. Dann bin ich über Tempo. Dann bin ich schon wieder im Verhalten sein. Das ist wie dieser Ausdruck, dass das Pferd vorm Schenkel stehen sollte. Also unglücklicher geht es gar nicht. Erzähl mal das. Ja, es sollte auch nicht dahinter stehen. Es sollte sich am Schenkel sich befinden. Und an der Hand finden. Das ist ganz anders gedacht. Weil bei diesen Dingen am, das ist ein Prozess, das sind Prozesse, die ablaufen über viele Monate, Jahre. Und es ist doch primitiv, das Pferd vor ein Schenkel zu bekommen. Da hau ich mal einen Sprung rein. Da ziehe ich vorne halt mal. Habe ich auch gezogen. Und das geht eben nicht. Ja, genau. Ich wollte mal einmal sagen. Aber das ist mir jetzt doch ziemlich Wurst. Hey, doch nicht wurscht, wenn ich rot werde. Nein, natürlich nicht. Nein. Aber es kann nicht sein, dass das Pferd davon läuft, wie lange sprechen, das Pferd zieht in die Hand. Ich weiß, wer diesen Ausdruck überhaupt erfunden hat. Der wird abgestraft.
SPEAKER_01Ich glaube, es ist so ein bisschen, also ich kann mir die Bewegung dahinter schon vorstellen, die aber keine aktive ist. Also so ist es jedenfalls nicht gemeint gewesen oder gemeint. Wenn es irgendwo beeinträchtigend das irgendwo liest, auch ja.
SPEAKER_00Aber das Reiten ist doch viel schwieriger.
SPEAKER_01Wie nun ja viel vorgeschenkt bleiben. Na Gott sei Dank haben wir eine gute, also eine variantenreiche Sprache. Natürlich können wir das anders ausdrücken und das können wir auch dann an dieser Stelle tun und sagen, nein, wir finden den Ausdruck unglücklich und möchten es lieber anders haben. Ich meine nur, man kann das nicht grundsätzlich, finde ich, so verteufeln, wenn etwas anderes damit gemeint ist. Ich meine, mit diesem vor dem Schenkelsein ist ja einfach, glaube ich, gemeint, dass das Pferd halt irgendwie impulsiv reagieren soll oder was? Oder was ist damit gemeint?
SPEAKER_00Nein, dass er so weit vorwärts geht oder man kann auch sagen, davon rennt, dass er in die Hand zieht. Das ist damit gemeint.
SPEAKER_01Jetzt kombinieren wir die ganzen schlimmsten Ausdrücke.
SPEAKER_00Ja, ja, wir sind jetzt nicht abgerutschen. Aber damit bringe ich mein Pferd ins Verhalten sein. Also Losgelassenheit auf Wiedersehen.
SPEAKER_01Ja, ja, ja. Ja, da sind wir natürlich jetzt wieder am zentralen Punkt, wie immer, bei der Losgelassenheit. Und das ist einfach natürlich das, was ich, egal wie ich es jetzt nenne, was ich einfach immer im Blick haben muss. Ich muss immer bei der Losgelassenheit landen.
SPEAKER_00Aber wenn ich ziehe, bin ich raus. Es wäre jetzt nicht mehr freiwillig kooperiert, als eben andere Muskelteile benutzen muss, die gar nicht für die Ausführung dieser Lektion von mir aus notwendig sind. Das widerspricht dem Gedanken der Losgelassenheit und zwar ganz massiv. Also da werden Balancefehler produziert durch eine solche Reiterei und die Welt klatscht dazu. Das sollen sie mal.
SPEAKER_01Naja, also eben, da sind wir auch bei einem super neuen Punkt. Sag mal, also das Tempo ist ja individuell, nicht? Das ist ja, jedes Pferd, jeder Mensch hat ja auch sein Joggingtempo, nehme ich mal an, so von so seinem Fitness so entspricht. Oftmals ähnlich, aber man kann es so sagen. Ja, ja. Also ist das denn, ja gut, auf mein Essen, okay, also ist das denn eine messbare Größe oder ist das ein Zustand der Balance?
SPEAKER_00Sehr gut. Es ist messbar, weil wir dafür die Balance brauchen. Das Tempo. Stimmt. Wo sich die Balance meines Pferdes befindet. Mehr hinten. Mehr vorne? Mehr mittig. Und wir wollen ja auch, dass wir dann nachher bestimmen können, wohin es eine Balance bewegt. Das ist ja das Ziel der ganzen Übung. Fängt hier vorne beim Tempo schon an. Uns reicht, wenn das Pferd sich in der horizontalen Balance bewegt. Das heißt, dass die Rückenwirbelsäule parallel zum Boden is. Also in der horizontale, natürliche Balance, nennt man das. Die läuft ja ein bisschen upwards in the shoulder. Hinter höher. Ich rede jetzt nicht von den Dorthorsätzen, sondern ich rede wirklich von den Wirbeln, von der Wirbelsäule. Wenn wir die in die Waagrechte bekommen, sauber, sind wir in der Balance. Und dafür brauchen wir ein gutes Tempo. Da schließt sich der Kreis wieder. Das heißt, ein Tempo, was übereilt, schiebt bei mein Pferd auf die Vorhand. Ein Tempo, was gar nicht geht, also wo das Pferd sich nicht bewegt, dann lösen wir die diagonale Struktur des Trabs auf. Und das Pferd latscht auch wieder über die Vorhand. Es latscht immer auf die Vorhand, gell. Finden wir ein gutes Tempo, dann kriegen wir eine saubere Diagonale im Treten im Trap. Saubere dritte, diagonal. Dann können wir erst überhaupt von der Reinheit des Gangs reden. Und deswegen ist Tempo so entscheidend. Tempo verloren, Pferd verloren. Diesen Spruch sage ich, weiß ich nicht, wie oft in meinen Reitstunden. Aber das ist genau der Punkt. Verliere ich das Tempo, verliere ich das Pferd. Einmal in der Konstellation, aber zum anderen natürlich in der Balance.
SPEAKER_01Wenn du dir das jetzt vor Augen führst, in welchen Momenten du das sagst, was kommt dir gleich for Augen, welcher Moment is where du sagst, oh, tempo verloren.
SPEAKER_00Also we brauchen ein gleichmäßiges Tempo. Rhythmic, gleich mäßig. Deswegen tact, tempo, rhythmic, or rhythmus, when we can do it. But the tact is this what the house out on the längere streak betrayed, it's clear. Yeah clay, that reading. So we have the rhythm, that in the living rhythm is the Pferd ganz dringend. When we have a good tempo, then can the Pferd endly rhythm. Then we hold this tempo, this way we can the Pferd, we speak of it. Also a saur that in the being in the being produced, so the beweging in which the Pferd from house out at the end. That's not so important. Often we have an errand or an error that says, Okay, this is just the flat, this is a bit freier in tempo. So Themen wie oder Wörter, wie langsam oder schnell gibt es im Reiten sowieso nicht. Also das müssen wir gleich mal abstellen, weil da haben wir nicht verstanden, dass die Tritt erweitern können, they can also freer werden, they can't be able to do it. Also this writers has been übrigens, Libido, eat a fair not in the hand, the reiteration has a sense. And when the fair so rhythm in that tempo, in which it will feel is the beginning to musculate to bow. While the head the sour stuff in the lunch, also a clear, in a gross transported that all the mass muscle and so on and so forth with blood versor. Yes on the wake to losgelas and notgelassenheit and locker is jail identity. Locker gehört dazu, ja Teilmenge, but losgelassenheit bedeutet that the Pferd vulkuirated and zwar nur mit den Ding that's a Willen auszuführen anders darüber hinaus. Da waren wir ja schon mal. And deswegen is this tempo so entscheidend. Krieg this anfangswelle not this tempo not as gleich mass of beweging out later in my output, then it's learned, this tempo hidden, the rhythmic half, unabian, a middle or a fry or a growth trap in trap right. The rhythmic, the schlagza, the rhythmic bleibt the gleich. Im ideal fall. Was it shown ideal? Also that the fan that's rengues and then iron maled to come, entschuldigung, that is bullshit.
SPEAKER_01Jetzt kommen wir trotzdem wieder ein bisschen zurück. Woran erkennst du denn? Ich glaube, das ist wirklich die ganz große Gretchenfrage, an der die meisten von uns so knabbern. Woran erkennt man denn, dass es das richtige Tempo, dass das ein Gleichmaß ist, was ich hier habe? Was sind da die Kriterien?
SPEAKER_00Also wenn man natürlich eine große Erfahrung hat, spürt man das dann schon. Das Pferd fängt an, rhythmisch zu gehen und es bietet, das hört nämlich zusammen, deswegen habe ich es gerade ausgeführt, bietet sich dem Reiter an und auf einmal merkt der Reiter, ups, ein Pferd geht ja.
SPEAKER_01Und ich muss nichts mehr machen, gell?
SPEAKER_00Nur ganz wenig. Und da wollen wir doch hin. Wir wollen doch zum Thema unsichtbare Hilfe. Aber ohne losgelassenheit geht da gar nichts. Und die unsichtbare Hilfe fängt nicht erst then an, wenn wir irgendwie in schweren S-Lektion gelandet sind, so ein Quatsch. Die fängt ganz vorne an. Deswegen hand up, hand, ruhig, the girth, the shimmer, the gathering on the shoulders at best. When we are on the forward thing, in the shoulders, we want to filter not with the gathering on the shoulder, but later we have the gathering when we in the rich point, at the rich moment, the rich, also the inner hinterfoot, but that is a fair to get or to idle, or some root to have, and last, while it's like the hand. So that's things that we're the tempo and not in the hand. The hand space should a role. Also she comes gelagert. Josipovic hat a vorherschaft a Hilfe, Schenkelkreuz, Gewicht, also Hand, Stimme, was auch immer, gibt es nicht. Die gibt es nicht. Und Nein Dorf sagt sie sehr schön, man spricht also from Orchester der Hilfen. Das trifft es auch schön. Also auch bei diesen sogenannten einfachen Dingen, die bei Leibe nicht einfach sind, ein Pferd gut in, deswegen macht ja heute keiner mehr oder weniger, ein Pferd gut ins Tempo zu bekommen, eine saure Rhythmik to becoming. Das hört leider unspektakulär. Hilft dem Pferd ungeheuer und später auch in der Ausbildung hilft das irrsinnig. Aber es ist halt kein junges Pferd, was jetzt irgendwelche exaltierten Bewegungen macht. Das ist es halt nicht. Und damit ist gar kein Show-Effekt da. Es ist mehr so die Elementararbeit, die da vorne steht, nämlich ein gutes Tempo zu reiten. Aber das ist, wie das Wort schon sagt, elementar. Für alles andere, wenn wir unser Pferd mit 17, 18, 20 immer noch vernünftig reiten wollen. Ja. Eben und kann man ja ohne weiteres. Natürlich geht das. Also gut, es gibt Krankheiten, also das gilt jetzt auch fürs Tempo oder für die Rhythmik. Also ich gehe schon davon aus, dass diese Pferde am Leib gesund sind. Das ist eine ganz andere Situation, davon rede ich gar nicht. Gut, das ist ja muss man schon mal sagen. Auch der Beschlag vernünftig, ich habe ja erlebt, was it bedeutet when the Beschlag nicht in Ordnung is, das ist eine Katastrophe. Jetzt habe ich jetzt einen super Beschlag. Also das ist also schon ganz, ganz toll, was da Oddi da macht. Also das ist, ich will gar nicht sagen, große Werse ist, habe ich Name jetzt mal genannt, weil er es verdient. Das ist ungeheuer wie die Pferde das Gen anfangen. And when you then das Gen anfangen, dann dürfen wir keine Angst haben anders ins Verhaltensein kommen, in dem wir die Hand festhalten. Nein, wir müssen sagen, danke, danke, danke. I need the bewegung. I have the courage. I need the bewegung und die versuche ich jetzt zu kultivieren in ein Tempo zu bekommen. Das kann ich mit der Hand machen. Das kann ich vielleicht durchtreiben ein bisschen, vielleicht beides, vielleicht mit der Stimme. Also da gibt es mannigfache Möglichkeiten, hier auf das Pferd einzugehen. Aber wir müssen auf das Pferd eingehen. Wir müssen unbedingt auf das Pferd eingehen. Und wir müssen mal diese ganzen Sprüche, die wir da von der Bande hören, von außen müssen wir mal abschalten. Die interessieren doch überhaupt niemanden.
SPEAKER_01Tja, naja, das ist, wenn das so leicht wäre, aber ja, das ist natürlich das richtig. Also das ist ja auch was, was wir jetzt sehr oft auch so in unseren Gesprächen in der Reitakademie bei uns in Takt and Talk mitkriegen, ist einfach, dass ja diese Gespräche von der Bande sind wirklich unglaublich belastend, weil man eben dann in so einer Ruhe und diesen Unspektakulären oft doch ein bisschen alleine dasteht oder sich alleine fühlt, weil Leute halt nicht sehen, was man macht. Aber ich glaube, um die Frage.
SPEAKER_00Der Wissende, liebe Dido, der Wissende, der sieht das.
SPEAKER_01Der sieht das, der sieht das natürlich. Ja, ja, sicher. Wenn es nicht weiß, kann ich es halt auch nicht sehen. Ja, ich weiß nicht, ich habe es dir, glaube ich, noch gar nicht erzählt. Ich war neulich mit einem der Tochter einer ganz lieben Freundin, war ich Reitstunden gucken. Sie möchte gerne Reitstunden haben. Wir waren in einem Stall hier bei München und die bieten das an für jugendliche Reitunterricht. Und also ich weiß gar nicht, wie ich mein Entsetzen irgendwie noch ausdrücken soll. Es war so furchtbar in jeder Hinsicht. Und zwar genau, also ich meine, auch der ganze Umgang schon alleine, dass man das Pferd einfach so hinter sich herzieht, wenn man in die Halle geht und so. Ich finde, das ist einfach eine Frage des Anstands, dass man irgendwie auch mit seinem Wesen zusammen da hineingeht und nicht irgendwo mit einem Gegenstand. Aber das ist mal die eine Sache. But the other is eben dieser Mangel, ist bei Schulpferden sicher schwer, aber dieser Mangel so eben an losgelassen hat dieses Nicht-Wertlegen auf eben irgendeine Art von Rhythmus, Takt, eine natürliche Bewegung des Pferdes. Und da rede ich nicht davon, dass die Dreieckszügel drin hatten oder sowas, damit die Leute vielleicht auch nicht so im Maul rumruckeln. Das alles gar nicht. Aber ich rede davon, dass zum Beispiel jemand 20 Minuten lang geregelt hat vom einem Ende bis zum anderen, die Reidlehrin hat nichts gesagt und das Pferd war natürlich komplett taktverschoben. Ist ja klar. Das wusste ja gar nicht wohin, das ist ja Schlangenlinien gelaufen. Also das sind solche Sachen, wo man denkt, ja, wo soll es denn herkommen? Und ich meine, da kann man wirklich nur sagen, auch die Privatreiter, die da sind oder was, das ist natürlich schwierig in so einer Umgebung. Also da muss man wirklich Mut zusprechen, dass man irgendwie versucht, das Richtige zu tun. Weil das ist in so einer Umgebung, wird es einem wirklich schwer gemacht. So, das war jetzt das Wort zum Sonntag, aber das ist so aufgeregt.
SPEAKER_00Das ist doch sehr in Ordnung. Bin davon, weil dir glaube ich dass da die Ausbildung der Profis vom Verband her versagt hat.
SPEAKER_01Ja, ganz offensichtlich, ich meine, der Profi, der das eine Pony in Beritt hatte, der war 80% am Handy. Dann hat er sein, also und zwar nicht telefonierend oder irgendwas wichtige Geschäfte abschließen, sondern schlichtweg wahrscheinlich Instagram gucken oder so, weil der hat einfach auf den Bildschirm geguckt, Fernsehen geschaut. Und die restlichen 20 Prozent hat er sein Pferd dann einfach zusammengezwirbelt. Und ja, dann irgendwie, also saß er mit einem riesen Hebel drauf, großer Mann, total schief, weil er nicht weil er es nicht konnte oder was, sondern da hat sich einfach keine Mühe gegeben. Das war dem Wurst. Und dann, ja, das war dann der Berit anscheinend. Und also wirklich, und wie willst du es denn lernen dann?
SPEAKER_00So jedenfalls nicht. So jedenfalls nicht. Also das ist auch kein gutes Vorbild. Die müssen sich doch engagierter mit der Materie befassen und nicht irgendwie blöd auf dem Handy rumtippen. Das finde ich nicht unmöglich. Dem Tier gegen übrigens gegenüber auch, also völlig unmöglich. Und dann kommen eben diese Schnellwörter wie, wir hatten es gerade, vorm Schenkel in die Hand ziehen, positiver Spannungsbogen. Also da gibt es noch mehr so einen Unsinn.
SPEAKER_01Ich glaube, wo wir tatsächlich komplett beieinander sind, ist eben auch so dieses, dass man solche Worte dann so einsetzt ohne Hirn. Also dass man irgendwie einfach so ein Schlagwort verwendet, weil man das halt ansonsten auch so gerne hört, eben dieses, du musst ein Pferd vorm Schenkel haben. Ja, um es einfach zu machen. Ja, genau, und da erklärt sich gar nichts. Ja, ja, genau, man erklärt es ja. Es ist nichts einfacher.
SPEAKER_00Es fängt schon beim Sitz an. Wir hatten ja schon Sessions darüber. Es fängt ja beim Sitz bereits an. Aber klar, mit der Hand dann ziehen. Und das Pferd vorn Schenkel, klar, mal Sporen reinhämmern. Und natürlich Spannungsboden positiv. Also ich weiß nicht, also die Steckdose hat ja nur einen Wechselstrom, positiv und negativ. Also wer spüren will, sollte mal die zwei Finger reinhalten. Also bitte nicht. Bitte nicht. Aber dieser Gedanke, Spannung, das Wort Spannung, und da fällt mir diese eine Geschichte beim Neindorf ein, wie eine Frau zum Neindorf kommt und sagte, Herr von Neindorf, sagen Sie mal, wozu lösen wir die Pferde überhaupt, wenn wir nachher in der Passage die Spannung ja doch sowieso wieder brauchen. Das hat er mir erzählt. Da kam aus dem Lach nicht mehr raus. Ich habe auch mal die Hände in den Kopf zusammengeschlagen, wobei ich hatte große Achtung von ihm. Also große Gesten waren da nicht angesagt. Aber jedenfalls dachte ich mir, die haben sowas von wenig verstanden, was Losgelassenheit ist, die haben überhaupt nicht kapiert, um was es geht und wollten dann Passage reiten. Aber solche Leute kamen auch zu Nein Dorf. Das war für ihn auch nicht immer einfach.
SPEAKER_01Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
SPEAKER_00Und der war ja nur ein großer Meister, was Piaffen Passage anblangt. Also ich glaube, es gibt kein Pferd, wenn man da hinkam, wollte das haben, Piaf und Passage, das er nicht dazu gebracht hätte. Also das war für mich ein Schockerlebnis, Märkchen bis heute noch. Wozu brauche ich Losgelassenheit, wegen der Passagespannung ich doch sowieso wieder brauche. Das ist überhaupt nicht verstanden worden, um was geht. Nee, also das ist wirklich. Spannungsbogen, klar.
SPEAKER_01Schön, ja, genau. Naja, also um noch so ein bisschen nochmal aufs Tempo und auf die Grundfrage nochmal zu kommen. Ich hatte dich ja vorhin gefragt, woran man das gut erkennt. Und ich glaube, für mich hat sich die Antwort auch nochmal bestätigt, ja, es ist, wenn ich merke, dass alles leicht geht und dass ich nicht viel zu tun habe, dann merke ich, es ist richtig, oder?
SPEAKER_00Anders. Okay? Nicht ganz falsch, aber leider auch nicht ganz richtig. Wenn ich spüre, was das Pferd, also ein vorher verhaltene Pferd, auf einmal für eine Dynamic aufrufe, and then Spite, and the forward left, then I'm gonna start. Also don't get it. Also I can not get my Pferd so long, but it just ends up trichter with the Nürnberger trichter or hammer. Not I must the moment awish in this where the Pferd is very free with it, and I said, with me cooperated and then in this point must. Or pause and not hold. But then I must be the Pferd wieder mood. Then it's this Kopfschuss. Man geht wenn es am schönsten ist irgendwie war es doch so gilt hier auch und dann kann ich dort darauf aufbauen. Das mache ich zweimal. Beim dritten Mal merke ich schon, ach, das geht halt, das Pferd hat verstanden, geht ganz leicht, geht schon ganz anders hier und ich muss nicht sofort. Und so ist das eben ein Prozess, auf einmal kommen andere Dinge hoch. Aber ich habe zumindest mal Takt, Tempo, Rhythmik. Und die Tempo weg, fährt weg.
SPEAKER_01Wie ist das denn jetzt? Also genau, mein Ziel ist dann diese Phasen zu verlängern, ist klar. Mit der Zeit. Mit der Zeit, ja. Und wenn ich das jetzt so ein bisschen geschafft habe, wenn ich dann beim Schließen bin, beim Versammeln, das ist ja, also die Voraussetzung ist ja, dass ich den Takt habe. Ja. Und ist dann das richtige Tempo dann immer gleich oder verändert sich das auch nach der Phase der Arbeit?
SPEAKER_00Tempo bedeutet Geschwindigkeit. Und wenn ich einen versammelten Trab reite, macht er nicht so viel Meter Geschwindigkeit, nicht so viel Meter wie ein starker Trab, nicht wahr? Das Tempo verändert sich, die Rhythmik und der Takt müssen bleiben. Das macht so schwer. Das sieht man heute ja gar nicht mehr. Wenn man heute mal in der Öffentlichkeit guckt, wie Traversalen geritten werden und wie das Pferd zuvor geht und nachher, also da sind zehn Rhythmikwechsel ganz locker mit drin. Ich sage jetzt zehn, es könnten auch nine sein oder 15. Für dich wurscht. Ständig, auch in der Traversale, wird die Rhythmie geändert. Von anderen Lingen, die falsch reden wir jetzt heute gar nicht. Also noch einmal, Tempo weg, das gilt für ein zu flottes Tempo oder ein zu ruhiges Tempo. Tempo weg, fährt weg.
SPEAKER_01Sprechen wir nochmal über den Sitz, weil das ist ja eigentlich in jeder Folge das Lieblingsthema. Wie viel hat denn das richtige Tempo mit dem Sitz zu tun? Wie viel hat der richtige Sitz mit dem Tempo, mit dem Rhythmus zu tun?
SPEAKER_00Man könnte pauschal sagen, je rhythmischer ein Pferd geht, desto besser kann ich das Pferd sitzen, desto besser nimmt mich das Pferd mit. Das bedeutet aber nicht, dass ich irgendwann mal auf dem Sofa sitze. Weil wenn ich mir zum Beispiel die großen Gänge mir anschaue, wie Passage, starker Trapp, Mitteltrapp, starker Galopp, also die da mitzusitzen auf dem großen Warmblüter, das ist schon mal eine Nummer. Und nicht jedes Pferd ist auch gleichmäßig sitzbar, ich nenne es mal so, im Rücken. Der eine macht es einem leichter und der andere macht es einem schwieriger. But je mehr dynamic ich im Pferd habe, je mehr der Hinterhand und Rücken auskommt, desto mehr muss ich auf meinen Sitz achten, weil der Sitz ganz anders gefordert wird, wie wenn einer nur die Füße. Also habe ich einen Schenkelgänger, der ist relativ gut zu sitzen. Da weiß ich schon, ob es da kann, was nicht stimmen. When I just aber auch in Spanier gucke, Spanier sind prinzipiell, da gibt es nämlich auch Ausnahmen, die schwer zu sitzen sind, die gibt es auch, sind aber selten, eher rarer. Also prinzipiell ist in Spanier leichter zu sitzen. Aber die Bäraten. Auch in die Pizana ist in der Regel leichter zu sitzen. Sie sind eben kleiner und kompakter und sind auch darauf gezüchtet worden. Also so pauschal lässt sich das schwer sagen.
SPEAKER_01Welche Rolle spielt denn eine? Also die Unsicherheit des Reiters hat ja auch sehr viel damit zu tun, dass man sozusagen aus dem Sicherheit oder Unsicherheit, genau, dass man aus der Rhythmik fällt, aus dem Tempo fällt. Wie kann ich dem begegnen als Reiter?
SPEAKER_00Also wenn ich erkannt habe, dass ich das Problem bin, muss ich was an mir ändern. Also gibt es nur eins: Sitzschulung. Wird leider nicht mehr so häufig angeboten. Muss ich mich echt konzentrieren, dass ich meinen Sitz in Ordnung bringe. Am besten auf Pferden, die eine gewisse Ruhe mitbringen, ein gewisses Gleichmaß, um auch gleichzeitig dieses Gleichmaß an der Longe spüren zu können bei so einem Pferd. Kann ich eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn ich das richtig mache. Es ist halt nicht sehr schick, einverstanden, aber ich halte es für eine dringende Notwendigkeit, das anzugehen. Und zur Beruhigung der Reiter und Reiterinnen, so sehe ich das zumindest mal, nicht jeder schafft es ganz rauf. Und es muss auch nicht jeder bis ganz rauf schaffen. It's gar nicht nötig. Aber bis zum Thema Anlehnung, so wie wir das jetzt, die du besprochen haben, das meine ich, und so wie Nein Dorf das gemeint hat, zum Thema Anlehnung, dass das Pferd sich nachher in der Hand findet, müsste es jeder Reiter schaffen, völlig unabhängig von irgendwelchen Lektionen, getrime, wenn ja meistens nur abgerichtete Lektionen sind ja gar nichts mehr wert. Also das wäre schon ein Gradmesser und ich kriege die Anlehnung nur dann, wenn ich das richtige Tempo, den Takt halte, das Tempo finde und die Rhythmik. Und das gilt für alle Lektionen im Trap, im Schritt, im Galopp. Das macht es so schwer. Und da muss ich eben an mir arbeiten, denn wenn ich das nicht habe, meinen Sitz, habe ich gar nichts. Ich kann nicht vom Pferd erwarten, weil ich ständig aus der Balance falle, dass das Pferd in Balance bleibt. Das kann ich nicht erwarten. Das ist ein Unding. Weil außerdem ist es nicht mehr losgelassen, weil es ja Körperteile braucht, die es eigentlich für die Lektion gar nicht gebraucht hätte, wenn wir nur richtig gesessen wären. Also gibt es andere Muskelgruppen her. Also das ist dann schon, also da muss man schon wie immer an sich selbst arbeiten. Wie immer, ja.
SPEAKER_01Das ist tatsächlich ein gutes Schlusswort. Wir könnten auch ewig drüber reden, aber es ist, wir sind mal wieder, ja, sind schon wieder lange zu Gange. Also ich denke, zusammengefasst konnten wir ja sagen, das Tempo, das richtige Tempo, ist nichts, was man herstellt, richtig? Sondern etwas, das entsteht mit Takt aus der Losgelassenheit heraus und aus einem locker losgelassenen Pferd heraus.
SPEAKER_00Ja, das Tempo ist das Anfangstempo ist das, was das Pferd bereit ist, in der Losgelassenheit zu liefern.
SPEAKER_01Und was wir oft tun, ist, wir beginnen dann oft zu treiben oder zu halten oder zu korrigieren. Zu viel. Zu viel, genau. Und wenn wir das im richtigen Maß finden, dann erhalten wir auch das richtige Tempo und spüren das auch sofort.
SPEAKER_00Ja. Und da kommt wieder mein Satz ins Spiel, viel zu viel zu schnell ist viel zu langsam.
SPEAKER_01Ja, also das ist sehr spannend. Jetzt bin ich, ja, ich nehme das natürlich selber genauso mit wie alle anderen, denke ich, die hier zuhören. Und es ist ganz schön, sich einfach diese Sachen nochmal so sehr bewusst zu machen. Weil das ist auch eins dieser A- und O-Themen. Zum Einzelnen, also wir haben sehr, sehr viele Anfragen bekommen für das Thema ein verhaltenes Pferd, das zu langsam ist, also ein sogenanntes faules Pferd, dass sie nicht faul sind. Er versteht sich von selbst, es ist aber einfach so ein bisschen der Ausdruck, der sich natürlich da einbürgert. Dazu haben wir noch eine Bonusfolge in unserer Takt- und Talk-Reiterakademie. Da finden sich ansonsten auch Hintergrundwissen und die konkrete Umsetzung für Praxis und so. Und einen Austausch mit eben anderen Interessierten in allen reiterlichen Fragen. Und genau, das findet man unter steady.page slash de slash podcast minus mit minus dem minus Pferd slash Posts. Ja, also damit mit dem Hinweis schließen wir für heute. Und ich danke dir sehr, Christoph, für den interessanten Einblick und bis bald. Und schönes Reiten. Reicht dir auch, Dino.
SPEAKER_00Und bis bald. Mach's gut.
SPEAKER_01Bis bald, Servus.