Peer Coaching Lab Podcast

Bessere Kommunikation durch Reflexion: Selbstbild, Fremdbild & das Johari-Fenster

Peer Coaching Lab Season 1 Episode 24

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 24:55

In dieser Episode des Peer Coaching Lab geht es um Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung und das Johari-Fenster, ein klassisches Modell aus der psychologischen Beratung und der Arbeit mit Teams. Es zeigt, wie wir auf andere wirken, wo unsere blinden Flecken liegen und wie Feedback unsere persönliche Entwicklung unterstützen kann.

Wir sprechen darüber, wie das Johari-Modell im Coaching und in Teams eingesetzt wird, warum es die Kommunikation verbessert und welche Dynamiken entstehen, wenn Menschen ihre Selbst- und Fremdeinschätzung vergleichen. Außerdem berichten wir aus unserer Kleingruppenarbeit im peer coaching lab, teilen praktische Erfahrungen und geben Impulse für Coaches und psychologische Berater*innen.

Wir sind Katja Tressel und Julia Pouly. Wenn ihr Fragen habt oder als angehende psychologische Beraterinnen, Berater oder Coaches beim kostenlosen online Peer Coaching Lab mit machen möchtet, schreibt uns gerne eine Email an peercoachinglab(@)gmail.com und besucht unsere Webseite peercoachinglab.de.
 
Music: Pixabay

Send us Fan Mail


00:06:41.000 --> 00:06:43.000
Julia Pouly: So herzlich willkommen zurück.

00:06:43.000 --> 00:06:48.000
Julia Pouly: Es ging diese Woche beim Peercoaching Lab um Selbst und Fremdwahrnehmung.

00:06:48.000 --> 00:06:51.000
Julia Pouly: Insbesondere um das Joharifen.

00:06:52.000 --> 00:06:54.000
Julia Pouly: Was ich gleich nochmal näher mit.

00:06:55.000 --> 00:07:03.000
Julia Pouly: Beschreiben würde. Genau da geht es eigentlich gar nicht so darum, dass das so ein super fundiertes, tiefgründiges Werkzeug ist.

00:07:04.000 --> 00:07:07.000
Julia Pouly: Ein Modell, sondern eher das ja als.

00:07:07.000 --> 00:07:10.000
Julia Pouly: Richtig elegantes, praktisches Werkzeug.

00:07:10.000 --> 00:07:16.000
Julia Pouly: Wie man in Teams zum Beispiel auch die Fremdselbstwahrnehmung da verbessern kann und somit auch intendiert von den.

00:07:16.000 --> 00:07:19.000
Julia Pouly: Die Kommunikation.

00:07:19.000 --> 00:07:22.000
Julia Pouly: und wir berichten euch dann jetzt im Anschluss noch.

00:07:22.000 --> 00:07:24.000
Julia Pouly: Genau wie das auch bei uns in der.

00:07:24.000 --> 00:07:26.000
Julia Pouly: Kleingruppenarbeit gewirkt hat.

00:07:26.000 --> 00:07:30.000
Julia Pouly: und ja, wie wir sonst das praktisch schon.

00:07:30.000 --> 00:07:37.000
Julia Pouly: Angewandt haben, genau also erst mal ein kleiner inhaltlicher Ausflug.

00:07:37.000 --> 00:07:41.000
Julia Pouly: und zwar: was meinen wir denn eigentlich, wenn wir von Selbstwahrnehmung sprechen?

00:07:41.000 --> 00:07:44.000
Julia Pouly: und zwar ist Selbstwahrnehmung einfach.

00:07:44.000 --> 00:07:52.000
Julia Pouly: Was wir wahrnehmen, von unseren eigenen Gedanken, unsere Gefühle, die Motive und das zweite.

00:07:52.000 --> 00:07:57.000
Julia Pouly: Wie wir unser Verhalten interpretieren. Also, wir haben einmal die innere Wahrnehmung, die Introspektion.

00:07:57.000 --> 00:08:02.000
Julia Pouly: und was fühle ich, was denke ich und dann die Selbstbeobachtung auf der Verhaltensebene.

00:08:02.000 --> 00:08:06.000
Julia Pouly: Wie handle ich und wie erkläre ich mir mein Handeln? Da gibt es ja auch immer.

00:08:06.000 --> 00:08:08.000
Julia Pouly: Unterschiedliche Interpretationen.

00:08:09.000 --> 00:08:21.000
Julia Pouly: Genau da haben wir auch schon verschiedene Folgen gehabt, wo wir dann mehr in das Thema reingehen, auch wie man mit kognaktiver Dissonanz umgehen, wenn sozusagen Verhalten und Werte nicht übereinstimmen und sowas das ist auch ganz spannend.

00:08:22.000 --> 00:08:28.000
Julia Pouly: Genau, und wenn wir da sehr reflektiert sind, können wir uns auch besser selbst regulieren. und so, weil wir ja mitbekommen, was wir tun.

00:08:29.000 --> 00:08:33.000
Julia Pouly: Das finde ich, ist auch ein ganz großer Anteil der Coaching-arbeit.

00:08:33.000 --> 00:08:35.000
Julia Pouly: Da diese Selbstbeobachtung.

00:08:35.000 --> 00:08:37.000
Julia Pouly: und auch: was erzählen wir uns selber.

00:08:38.000 --> 00:08:40.000
Julia Pouly: Über uns, warum wir was tun.

00:08:39.000 --> 00:08:41.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:08:40.000 --> 00:08:43.000
Julia Pouly: und bewerten wir das womöglich auch noch negativ.

00:08:43.000 --> 00:08:46.000
Katja Tressel: Da gäbe mir jetzt mein Stichwort wieder.

00:08:45.000 --> 00:08:47.000
Julia Pouly: Ja.

00:08:46.000 --> 00:08:48.000
Katja Tressel: Das Thema Achtsamkeit.

00:08:47.000 --> 00:08:49.000
Julia Pouly: Okay, Genau.

00:08:49.000 --> 00:08:53.000
Julia Pouly: Dann die andere Seite der Medaille. Hier ist dann die Fremdwahrnehmung.

00:08:54.000 --> 00:09:00.000
Julia Pouly: und das beschreibt einfach. Wie nehmen uns andere Menschen wahr? Also, was sehen Sie, was? Hören Sie.

00:09:00.000 --> 00:09:06.000
Julia Pouly: Was nehmen Sie wahr und wie besonders wie interpretieren und bewerten Sie.

00:09:06.000 --> 00:09:15.000
Julia Pouly: Dann die Person, Das ist auch wieder aufgeteilt, einmal natürlich das, was man einfach beobachten kann. Ich kann die Mimik, die Sprache, das Verhalten einer Person beobachten.

00:09:15.000 --> 00:09:20.000
Julia Pouly: und dann tue ich immer meinen eigenen Senf dazu und interpretiere dieses durch meine eigene Brille.

00:09:20.000 --> 00:09:22.000
Julia Pouly: Oder das gegenüber.

00:09:22.000 --> 00:09:29.000
Julia Pouly: Ich bringe meine persönlichen Erfahrungen Erwartungen, meine Stereotype, alles mit dabei und konstruiere dadurch.

00:09:29.000 --> 00:09:33.000
Julia Pouly: Sozusagen, was ich dann unterstelle der anderen Person.

00:09:32.000 --> 00:09:34.000
Katja Tressel: Mhm.

00:09:33.000 --> 00:09:35.000
Julia Pouly: und was andere über uns denken.

00:09:35.000 --> 00:09:40.000
Julia Pouly: Das ist auch schon mal ein ganz wichtiger Punkt, den ja im Coaching, der immer wieder rauskommt, dass.

00:09:40.000 --> 00:09:43.000
Julia Pouly: Das einfach eine Konstruktion ist.

00:09:43.000 --> 00:09:49.000
Julia Pouly: Also andere Leute konstruieren, wer wir sind. Wir konstruieren, wer andere, was andere Leute sind.

00:09:48.000 --> 00:09:50.000
Katja Tressel: Hm.

00:09:49.000 --> 00:09:55.000
Julia Pouly: Wir unterstellen Motive. Wir unterstellen da irgendwie Absichten und.

00:09:56.000 --> 00:09:58.000
Julia Pouly: Persönlichkeitseigenschaften usw.

00:09:59.000 --> 00:10:05.000
Julia Pouly: und wo wir dann später dann noch zusammenkommen. Das ist genau eigentlich so. Der Krux an der Geschichte.

00:10:05.000 --> 00:10:07.000
Julia Pouly: Wie können wir Menschen dazu bringen.

00:10:07.000 --> 00:10:10.000
Julia Pouly: Zu sehen, dass sie eine Konstruktion.

00:10:10.000 --> 00:10:13.000
Julia Pouly: Haben, und wie kann man sie dazu führen, vielleicht abzugleichen.

00:10:13.000 --> 00:10:20.000
Julia Pouly: Ob jetzt die Fremdwahrnehmung, die ich von anderen Menschen habe, ob da irgendwo eine Schnittstelle ist, auch irgendeine Übereinstimmung.

00:10:20.000 --> 00:10:22.000
Julia Pouly: Zu der selbst.

00:10:22.000 --> 00:10:24.000
Julia Pouly: Wahrnehmung der Person.

00:10:25.000 --> 00:10:28.000
Julia Pouly: Genau. Es ist dann einmal nochmal ganz wichtig zu sagen, dass wir ja beides brauchen.

00:10:28.000 --> 00:10:37.000
Julia Pouly: Wir leben davon, dass wir auch, also wir leben nicht davon, aber wir bewegen uns in Systemen mit anderen Menschen, im optimalen Falle.

00:10:37.000 --> 00:10:41.000
Julia Pouly: und brauchen da die Rückmeldung von außen, um zu sehen.

00:10:41.000 --> 00:10:48.000
Julia Pouly: Kommen wir denn so an, wie wir das wollen. Also, wenn ich gute Intentionen habe. Es gibt nichts Schlimmeres als die gute Absicht.

00:10:43.000 --> 00:10:45.000
Katja Tressel: Mhm.

00:10:48.000 --> 00:10:50.000
Julia Pouly: Es kommt darauf an. Wie kommt die rüber.

00:10:50.000 --> 00:10:54.000
Julia Pouly: Das hängt nicht immer nur an uns, wie wir ja gesehen haben. Es wird konstruiert.

00:10:54.000 --> 00:10:56.000
Julia Pouly: Aber, dass wir verstehen.

00:10:56.000 --> 00:10:58.000
Julia Pouly: Woher der andere Mensch kommt. Deswegen, Wir möchten.

00:10:59.000 --> 00:11:02.000
Julia Pouly: Dort Perspektiven eröffnen. Wir möchten Empathie fördern.

00:11:02.000 --> 00:11:10.000
Julia Pouly: Aber gleichzeitig braucht der Mensch natürlich auch also ein stabiles Inneres, irgendwie eine stabile Referenz, wo ich sagen kann: Ja, das ist meine Identität.

00:11:10.000 --> 00:11:15.000
Julia Pouly: Das bin ich, wo ja auch irgendwie wert und alles mit drinne. Da haben wir auch eine Folge zu gemacht.

00:11:15.000 --> 00:11:18.000
Julia Pouly: Um da überhaupt selbstwirksam agieren zu kommen.

00:11:18.000 --> 00:11:23.000
Julia Pouly: und das ist ja immer irgendwie im Ziel, auch im Coaching, was wir haben, dass die Leute einmal reflektieren.

00:11:23.000 --> 00:11:25.000
Julia Pouly: So sehe ich mich selbst.

00:11:25.000 --> 00:11:29.000
Julia Pouly: Da. Auch. Je nachdem, welche Schule man da so ist, kann man da unterschiedlich tief.

00:11:28.000 --> 00:11:30.000
Katja Tressel: Mhm.

00:11:29.000 --> 00:11:33.000
Julia Pouly: Einsteigen, auch warum das so ist. Warum sehe ich mich so Warum nicht.

00:11:34.000 --> 00:11:36.000
Julia Pouly: und dann das andere Puzzleteil.

00:11:36.000 --> 00:11:38.000
Julia Pouly: So wirke ich auf andere.

00:11:38.000 --> 00:11:47.000
Julia Pouly: und das ist gerade, auch wenn man Konflikte bearbeitet, immer total spannend. Wir hatten da schon das Werte und Entwicklungsquadrat, was dann richtig? Super tool so ist.

00:11:47.000 --> 00:11:52.000
Julia Pouly: So mitzubekommen, kann meine Hilfsbereitschaft bei jemand anders als Übergriffigkeit.

00:11:51.000 --> 00:11:53.000
Katja Tressel: Hm.

00:11:52.000 --> 00:11:55.000
Julia Pouly: Wahrgenommen werden. Obwohl meine Intention total gut ist.

00:11:56.000 --> 00:12:02.000
Julia Pouly: und schaffe ich da sozusagen die Perspektiven zu wechseln, empathisch zu sein. Meinem Gegenüber.

00:12:02.000 --> 00:12:04.000
Julia Pouly: Gleich besprechen.

00:12:04.000 --> 00:12:06.000
Julia Pouly: Dass es die Kommunikation verbessert.

00:12:07.000 --> 00:12:10.000
Julia Pouly: Wenn ich mich selber gut verstehe und verstehe, woher du kommst.

00:12:10.000 --> 00:12:12.000
Julia Pouly: Können wir besser kommunizieren.

00:12:11.000 --> 00:12:13.000
Katja Tressel: Mhm.

00:12:14.000 --> 00:12:21.000
Julia Pouly: Genau. Wir wollen auch keine ganz hundertprozentige Übereinstimmung von unserem Selbstbild und dem Fremdbild.

00:12:21.000 --> 00:12:24.000
Julia Pouly: Das ist nicht erstrebenswert und auch nicht realistisch.

00:12:25.000 --> 00:12:27.000
Julia Pouly: Weil was dazu ja auch kommt.

00:12:27.000 --> 00:12:34.000
Julia Pouly: Wir haben unterschiedliche Facetten von uns selber und sind somit ein bisschen unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Kontexten.

00:12:35.000 --> 00:12:38.000
Julia Pouly: und das ist vollkommen in ordnung So, ich werde irgendwie.

00:12:38.000 --> 00:12:41.000
Julia Pouly: Im privaten Anderssein als im professionellen Kontext.

00:12:42.000 --> 00:12:44.000
Julia Pouly: und das ist trotzdem ja alles. Ich.

00:12:44.000 --> 00:12:48.000
Julia Pouly: Das kann. Ist: alles kann. Alles muss nicht, aber kann alles authentisch sein.

00:12:47.000 --> 00:12:49.000
Katja Tressel: Mhm.

00:12:49.000 --> 00:12:55.000
Julia Pouly: Wir sehen immer nur auch Teilausschnitte von anderen andere sehen nur Teilausschnitte von uns.

00:12:55.000 --> 00:12:59.000
Julia Pouly: und wir brauchen auch ein gewisses Maß an Privatsphäre.

00:12:59.000 --> 00:13:03.000
Julia Pouly: Da können wir dann uns auch irgendwie frei entfalten, uns da differenzieren.

00:13:03.000 --> 00:13:07.000
Julia Pouly: und unabhängig von Rollenerwartungen von außen auch.

00:13:07.000 --> 00:13:14.000
Julia Pouly: Agieren. Genau also unser Ziel ist auch nicht, sodass irgendwie unsere Klientinnen und Klienten da über angepasst sind und nur noch das.

00:13:14.000 --> 00:13:17.000
Julia Pouly: Machen, so wie andere sehen wollen, aber.

00:13:17.000 --> 00:13:20.000
Julia Pouly: Es kann wichtig sein zu wissen, was andere erwarten.

00:13:20.000 --> 00:13:24.000
Julia Pouly: und es dann eine bewusste Entscheidung, ob ich diese Erwartungen erfüllen möchte oder nicht.

00:13:24.000 --> 00:13:27.000
Katja Tressel: Ja, klar, denke ich, auch im beruflichen Kontext.

00:13:28.000 --> 00:13:30.000
Katja Tressel: Also wenn ich eine bestimmte Rolle innehabe.

00:13:28.000 --> 00:13:30.000
Julia Pouly: Genau.

00:13:30.000 --> 00:13:34.000
Katja Tressel: An, die vielleicht auch bestimmte Erwartungen.

00:13:34.000 --> 00:13:37.000
Katja Tressel: Im Auftreten nach außen geknüpft sind.

00:13:37.000 --> 00:13:43.000
Julia Pouly: Genau und da geht es, wie gesagt, immer ein bisschen Achtsamkeit und Bewusstsein. Das heißt immer nicht so, oh, ich.

00:13:40.000 --> 00:13:42.000
Katja Tressel: Hm.

00:13:43.000 --> 00:13:45.000
Julia Pouly: Ich weiß, wie ich wahrgenommen werde.

00:13:45.000 --> 00:13:49.000
Julia Pouly: und ich werde anders wahrgenommen als ich bin. Das heißt nicht gleich, dass sich da ganz viel verändern muss.

00:13:48.000 --> 00:13:50.000
Katja Tressel: Mhm.

00:13:49.000 --> 00:13:52.000
Julia Pouly: Das heißt einfach nur, dass sich da dann auch das Verhalten der anderen.

00:13:52.000 --> 00:13:54.000
Julia Pouly: Verstehen kann.

00:13:54.000 --> 00:14:00.000
Julia Pouly: und dann kann es eine bewusste Entscheidung sein. Ob ich was verändere oder nicht, und dann sind auch die Konsequenzen.

00:13:57.000 --> 00:13:59.000
Katja Tressel: Ja.

00:14:00.000 --> 00:14:02.000
Julia Pouly: Die kommen dann nicht so überraschend.

00:14:02.000 --> 00:14:04.000
Katja Tressel: Ja.

00:14:03.000 --> 00:14:07.000
Julia Pouly: Generell wollen wir selbst Kongruenz. Wir möchten.

00:14:07.000 --> 00:14:10.000
Julia Pouly: Dass es irgendwie zusammenpasst. Also, ich.

00:14:10.000 --> 00:14:14.000
Julia Pouly: Möchte über mich selbst reflektieren und verstehen, wie ich mich sehe und warum und.

00:14:15.000 --> 00:14:21.000
Julia Pouly: und ich nehme wahr, wie andere mich erleben und kann mich dann, wie gesagt, ganz bewusst entscheiden.

00:14:21.000 --> 00:14:27.000
Julia Pouly: Wie weit ich mich öffne, was ich von mir preisgebe, ob ich möchte, dass die anderen mich noch besser kennenlernen und verstehen.

00:14:27.000 --> 00:14:29.000
Julia Pouly: und ob ich mein Verhalten ändere.

00:14:30.000 --> 00:14:33.000
Julia Pouly: So, dann kommen wir jetzt zum Joharifenster.

00:14:34.000 --> 00:14:36.000
Julia Pouly: Das ist schon ein bisschen.

00:14:36.000 --> 00:14:40.000
Julia Pouly: Ein älteres, etabliertes Modell sage ich jetzt mal von 1.955.

00:14:40.000 --> 00:14:44.000
Julia Pouly: Von Josef, Luft und Harry Ingram. Wenn man dann.

00:14:44.000 --> 00:14:52.000
Julia Pouly: Joseph und Harry von Harry zusammennimmt, dann bekommt man dieses kreative Titel Johari.

00:14:51.000 --> 00:14:53.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:14:53.000 --> 00:14:57.000
Julia Pouly: und das beschreibe ich jetzt so. Das ist ein Quadrat.

00:14:57.000 --> 00:15:00.000
Julia Pouly: Wo einmal auf einer Achse.

00:15:00.000 --> 00:15:05.000
Julia Pouly: Es dann sein kann. Die Anteile von meiner Persönlichkeit, die wir jetzt betrachten, sind mir bekannt.

00:15:05.000 --> 00:15:08.000
Julia Pouly: Oder sind mir unbekannt und auf der anderen Achse dann.

00:15:09.000 --> 00:15:12.000
Julia Pouly: Sie sind anderen Menschen unbekannt, oder sie sind anderen bekannt.

00:15:12.000 --> 00:15:16.000
Julia Pouly: und dann kriegt man so schön 4 Felder.

00:15:16.000 --> 00:15:20.000
Julia Pouly: Wo jeweils dann das eine oder andere zustimmt.

00:15:20.000 --> 00:15:24.000
Julia Pouly: Meine Persönlichkeitsanteile, die mir bekannt sind.

00:15:24.000 --> 00:15:28.000
Julia Pouly: und die auch anderen bekannt sind, wie zum Beispiel einem Team.

00:15:28.000 --> 00:15:31.000
Julia Pouly: Die beschreiben meine öffentliche Person.

00:15:31.000 --> 00:15:36.000
Julia Pouly: Das ist das, da sind wir uns einig. Da stimmen überein Selbstwahrnehmung und fremdwahrnehmung.

00:15:37.000 --> 00:15:40.000
Julia Pouly: Nun kann es aber auch sein, dass andere.

00:15:41.000 --> 00:15:48.000
Julia Pouly: Mich vielleicht auch im Konsens einer Gruppe eine gewisse Art wahrnehmen, mir Eigenschaften zuschreiben.

00:15:48.000 --> 00:15:52.000
Julia Pouly: Die mir selbst aber komplett unbekannt sind. Also wo ich denke, so wie.

00:15:52.000 --> 00:15:55.000
Julia Pouly: So nimmt man mich wahr.

00:15:55.000 --> 00:15:57.000
Katja Tressel: Hm.

00:15:55.000 --> 00:15:58.000
Julia Pouly: Dann habe ich dort einen blinden Fleck.

00:15:58.000 --> 00:16:04.000
Julia Pouly: und dieser blinde Fleck kann kleiner werden, wenn ich mir sozusagen Feedback von außen einhole, Wenn ich in.

00:16:04.000 --> 00:16:09.000
Julia Pouly: Ins Gespräch komme, mit anderen Menschen und mich da informiere, wie denn meine Fremdwirkung ist.

00:16:09.000 --> 00:16:11.000
Katja Tressel: Mhm.

00:16:11.000 --> 00:16:16.000
Julia Pouly: Wenn wir jetzt weitergehen, dann gibt es noch das mir bekannte.

00:16:16.000 --> 00:16:19.000
Julia Pouly: Was anderen unbekannt ist. Das wird dann hier betitelt, als.

00:16:19.000 --> 00:16:26.000
Julia Pouly: Mein Geheimnis. Das ist dann in meiner ist dann privat noch.

00:16:26.000 --> 00:16:28.000
Julia Pouly: Das ist, wie gesagt, dann in.

00:16:28.000 --> 00:16:31.000
Julia Pouly: In Teams, auch was oder im beruflichen Kontext Sachen, wo ich.

00:16:31.000 --> 00:16:34.000
Julia Pouly: Ganz klar Sachen zurückhalte und mich vielleicht anders verhalte und.

00:16:35.000 --> 00:16:40.000
Julia Pouly: und wenn ich davon, was mehr preisgebe, rutscht das sozusagen in die öffentliche.

00:16:40.000 --> 00:16:48.000
Julia Pouly: Person zurück. und dann gibt es noch der letzte Quadrat, also das, wo mir es unbekannt ist, und den anderen auch.

00:16:48.000 --> 00:16:50.000
Julia Pouly: Das ist dann gänzlich einfach unbekannt.

00:16:50.000 --> 00:16:53.000
Julia Pouly: Oder man kann es auch im gewissen Kontext dann als noch.

00:16:53.000 --> 00:16:57.000
Julia Pouly: Unbewusst nennen. Also das kann zum Beispiel auch Sachen.

00:16:57.000 --> 00:17:05.000
Julia Pouly: Dann entweder zu meinem Geheimnis hinübergehen, wenn ich sozusagen reflektiere und mir plötzlich Sachen bewusst werden, die anderen aber nicht.

00:17:03.000 --> 00:17:05.000
Katja Tressel: Mhm.

00:17:05.000 --> 00:17:09.000
Julia Pouly: Oder wenn andere plötzlich denen ein Licht aufgeht, über mich.

00:17:09.000 --> 00:17:13.000
Julia Pouly: Mir aber nicht selbst. Dann rutscht es sozusagen in den blinden Fleck.

00:17:14.000 --> 00:17:17.000
Julia Pouly: Genau das Jurais-fenster jetzt von Luft und Ingam.

00:17:17.000 --> 00:17:22.000
Julia Pouly: Das wurde entwickelt, speziell um in Teams für eine bessere Kommunikation zu sorgen.

00:17:23.000 --> 00:17:26.000
Julia Pouly: und auch da einfach.

00:17:26.000 --> 00:17:30.000
Julia Pouly: Sich besser kennenzulernen, so besser zusammenarbeiten und so.

00:17:30.000 --> 00:17:35.000
Julia Pouly: und die sind folgendermaßen fortgegangen: Die haben eine große Liste an.

00:17:35.000 --> 00:17:37.000
Julia Pouly: Ich glaube, es waren 50 Adjektive.

00:17:37.000 --> 00:17:40.000
Julia Pouly: Da gegeben, Also, da ist von.

00:17:40.000 --> 00:17:45.000
Julia Pouly: Akzeptierend entspannt, kompetent mitfühlend.

00:17:45.000 --> 00:17:50.000
Julia Pouly: Er ist schlau, still, sentimental, verlässlich, warmherzig.

00:17:50.000 --> 00:17:57.000
Julia Pouly: Witzig. Also gibt es eine ganze Reihe. Manche Sachen. Würden wir heute vielleicht doch irgendwie anders ergänzen.

00:17:57.000 --> 00:17:59.000
Julia Pouly: Ist, wie gesagt, aus den 50er Jahren.

00:17:59.000 --> 00:18:02.000
Julia Pouly: Aber im Grunde genommen geht es einfach darum, eine große Positivliste.

00:18:03.000 --> 00:18:07.000
Julia Pouly: Es gibt. Manche, die sind vielleicht also scheu oder nervös ist jetzt nicht total.

00:18:03.000 --> 00:18:05.000
Katja Tressel: Mhm.

00:18:07.000 --> 00:18:10.000
Julia Pouly: Positiv, aber es ist jetzt auch also kein Total.

00:18:10.000 --> 00:18:13.000
Julia Pouly: Verdammendes Charakterurteil.

00:18:10.000 --> 00:18:14.000
Katja Tressel: Nicht gut.

00:18:14.000 --> 00:18:17.000
Julia Pouly: und dann, wie gesagt bekommt, halt.

00:18:18.000 --> 00:18:22.000
Julia Pouly: Jede der Teilnehmenden so eine Liste und dass sich dann 10.

00:18:22.000 --> 00:18:27.000
Julia Pouly: Adjektive aussuchen, wo er meint: Ja, das beschreibt mich als Person, das zuschreiben.

00:18:28.000 --> 00:18:37.000
Julia Pouly: und dann macht man das, dass dann andere eine andere oder mehrere andere Personen dann auch diese Adjektive sagen, und ja, die schreibe ich Person A zu.

00:18:37.000 --> 00:18:39.000
Katja Tressel: Mhm.

00:18:37.000 --> 00:18:45.000
Julia Pouly: Jetzt würde ich sozusagen mich selber einschätzen. und dann könnte ich Katja fragen, welche 5, 6 oder auch 10 Adjektive. Würdest du mir zuschreiben.

00:18:46.000 --> 00:18:50.000
Julia Pouly: und das ist dann ganz spannend. Wir können das gleich dann nochmal, Ja, ich würde sagen, jetzt.

00:18:51.000 --> 00:18:54.000
Julia Pouly: Direkt einfach so besprechen. Das haben wir ja in peercoaching Lab.

00:18:55.000 --> 00:18:57.000
Julia Pouly: Auch gemacht in Kleingruppen.

00:18:56.000 --> 00:18:58.000
Katja Tressel: Hm.

00:18:57.000 --> 00:19:00.000
Julia Pouly: und da hatten wir die schöne Kombination, dass.

00:19:00.000 --> 00:19:04.000
Julia Pouly: Es Leute gibt, die schon seit Jahren dabei sind, wo wir uns alle gegenseitig sehr gut kennen.

00:19:05.000 --> 00:19:11.000
Julia Pouly: und dann gab es auch ein paar neue, die man dann erst ein paar Minuten kennengelernt hat und wo wir trotzdem uns eingeschätzt haben.

00:19:08.000 --> 00:19:10.000
Katja Tressel: Ja.

00:19:11.000 --> 00:19:13.000
Katja Tressel: Ja.

00:19:11.000 --> 00:19:15.000
Julia Pouly: und auch mit spannenden Ergebnissen.

00:19:16.000 --> 00:19:19.000
Katja Tressel: Ja, tatsächlich war das eine spannende Erkenntnis.

00:19:19.000 --> 00:19:24.000
Katja Tressel: Dass doch man auch in wenigen Minuten.

00:19:25.000 --> 00:19:36.000
Katja Tressel: Also, wir hatten ja noch ein bisschen mehr gemacht und haben erst mal so 3, 4 min übereinander also voneinander erzählt. Das heißt, da war schon mehr Informationen, dann im Raum. Ihr habt es in eurer Gruppe, glaube ich.

00:19:36.000 --> 00:19:40.000
Katja Tressel: Ist er gleich ganz ins kalte Wasser gesprungen, Ohne weitere Einführung.

00:19:40.000 --> 00:19:42.000
Julia Pouly: Genau ganz blind, rein.

00:19:41.000 --> 00:19:43.000
Katja Tressel: und.

00:19:45.000 --> 00:19:58.000
Katja Tressel: Was doch einiges so ins Schwarze getroffen hat, wobei ich jetzt und vielleicht greife ich da jetzt schon vor wenn ich mir die Liste gerade nochmal anschaue. Also für die Hörerinnen. Wir haben die gerade hier offen vor uns, diese Liste der Adjektive.

00:19:58.000 --> 00:20:04.000
Julia Pouly: Die ist frei verfügbar ist wie gesagt, aus den 1.955. Also, es gibt, wenn man Johari-fenster googelt.

00:20:00.000 --> 00:20:02.000
Katja Tressel: Genau.

00:20:04.000 --> 00:20:06.000
Katja Tressel: Gibt es, die überall.

00:20:04.000 --> 00:20:08.000
Julia Pouly: und Adjuari Adjektive. und so kommen da ganz mehrere Listen.

00:20:08.000 --> 00:20:18.000
Katja Tressel: und jetzt muss ich aber gerade auch an den Barnum-effekt denken. Das ist ja dieser Effekt, dass Horoskope so allgemein beschrieben sind, dass man eigentlich immer, was Treffendes für sich findet.

00:20:15.000 --> 00:20:17.000
Julia Pouly: Ja.

00:20:18.000 --> 00:20:23.000
Katja Tressel: und so ein bisschen, glaube ich, schlägt dieser Effekt auch in der Liste zu.

00:20:23.000 --> 00:20:25.000
Julia Pouly: Definitiv definitiv.

00:20:23.000 --> 00:20:28.000
Katja Tressel: Also, das war nochmal eine Erkenntnis von heute.

00:20:28.000 --> 00:20:39.000
Katja Tressel: und aber auch gerade dadurch ist mir so diese Nützlichkeit oder der mögliche Nutzen des Yuchari-fensters nochmal klarer geworden, zumindest so wie ich es einschätze, nämlich dass man.

00:20:40.000 --> 00:20:42.000
Katja Tressel: Zum einen überhaupt mal drüber nachdenken muss.

00:20:42.000 --> 00:20:51.000
Katja Tressel: Was schreibe ich der anderen Person überhaupt zu, und zwar auch im positiven Sinne? Jetzt mal überwiegend sind das ja sehr positive Adjektive.

00:20:51.000 --> 00:21:04.000
Katja Tressel: und dann aber auch überlegen musst. Ja, warum? Weil gegebenenfalls kommt ja die Frage ja, Wieso findest du mich komplex, weil jetzt bei uns mal oder wieso findest du mich suchend? Also, das sind ja.

00:21:04.000 --> 00:21:14.000
Katja Tressel: Begriffe. Da sind wieder ganze Innenwelten dahinter. und dann kommt man miteinander in Austausch. und was bei uns dann passiert ist, war so diese wirkliche Lust, einander noch besser kennenzulernen.

00:21:15.000 --> 00:21:17.000
Katja Tressel: In einer sehr freundlichen Atmosphäre.

00:21:18.000 --> 00:21:24.000
Julia Pouly: Es ist richtig schön Genau. Also auch wenn man ganz daneben liegt. Man sagt so: ich schätze dich als total selbstbewusst ein und die Person so was mich.

00:21:24.000 --> 00:21:29.000
Julia Pouly: Also ich bin irgendwie ganz oft irgendwie unsicher. und so dann, wieso bist du ein unsicher und.

00:21:27.000 --> 00:21:29.000
Katja Tressel: Mhm: Mhm.

00:21:29.000 --> 00:21:32.000
Julia Pouly: Also, es gibt eine schöne Dynamik. Also.

00:21:30.000 --> 00:21:32.000
Katja Tressel: Mhm.

00:21:32.000 --> 00:21:40.000
Julia Pouly: Wie gesagt noch als so klein, Disclaimer. Ich würde das jetzt nicht in der Gruppe, wo ich weiß, die haben irgendwie ein Mobbingproblem oder irgendwie ganz große brodelnde Konflikte? Würde ich das nicht.

00:21:38.000 --> 00:21:40.000
Katja Tressel: Ja.

00:21:41.000 --> 00:21:43.000
Julia Pouly: Anwenden, jetzt erst mal ohne.

00:21:43.000 --> 00:21:46.000
Julia Pouly: Anders. Also, ohne ein Gerüst drumherum sage ich jetzt mal.

00:21:45.000 --> 00:21:47.000
Katja Tressel: Mhm: Genau.

00:21:46.000 --> 00:21:52.000
Julia Pouly: Aber es ist wie du meinst. Also, es ist kein großartig validiertes, tiefgründiges.

00:21:52.000 --> 00:21:54.000
Julia Pouly: Modell.

00:21:54.000 --> 00:21:56.000
Julia Pouly: Aber es regt einfach dazu an.

00:21:57.000 --> 00:22:00.000
Julia Pouly: Wie gesagt, über die andere Person nachzudenken, über einen selbst nachzudenken.

00:22:00.000 --> 00:22:07.000
Julia Pouly: und diese Zuschreibung so wertschätzend sich, was sozusagen ich schätze, du bist so heiter immer und so, und ich kann mich auf dich verlassen.

00:22:02.000 --> 00:22:04.000
Katja Tressel: Mhm.

00:22:06.000 --> 00:22:08.000
Katja Tressel: Ja.

00:22:08.000 --> 00:22:11.000
Julia Pouly: und dafür ist es ja da, dass man irgendwie so zusammenwächst.

00:22:11.000 --> 00:22:13.000
Katja Tressel: Ja.

00:22:12.000 --> 00:22:14.000
Julia Pouly: und dass es da eine Öffnung gibt. Das ist ja auch.

00:22:14.000 --> 00:22:20.000
Julia Pouly: Vertrauen schafft, dass, wenn man vielleicht vorher so ein bisschen auf der Hut ist, so ich weiß nicht, ob mir die Elle wohlgesonnen ist.

00:22:20.000 --> 00:22:28.000
Julia Pouly: Wenn dann eine Gruppe von Menschen rückspiegelt, du bist so kompetent und verlässlich und.

00:22:24.000 --> 00:22:26.000
Katja Tressel: Mhm.

00:22:28.000 --> 00:22:33.000
Julia Pouly: Wie du schon meintest. Also, wer möchte nicht gerne als irgendwie warmherzig oder intelligent beschrieben werden?

00:22:34.000 --> 00:22:37.000
Julia Pouly: Aber es macht trotzdem Spaß, das Mal auszusprechen und.

00:22:37.000 --> 00:22:39.000
Julia Pouly: Man das annehmen kann. Es tut das irgendwie gut.

00:22:40.000 --> 00:22:46.000
Katja Tressel: Total. Also, es ist wie eine warme Dusche. Also, so habe ich es zumindest empfunden, fand es sehr schön.

00:22:46.000 --> 00:22:49.000
Katja Tressel: und interessant ist ja schon auch. Also.

00:22:49.000 --> 00:22:53.000
Katja Tressel: Viele Adjektive treffen ja auf.

00:22:53.000 --> 00:23:02.000
Katja Tressel: Würde ich mal sagen, viele Personen auch zu so allgemein sind die ja gehalten und interessant ist ja trotzdem, welche 5 bis 10.

00:23:02.000 --> 00:23:07.000
Katja Tressel: Fallen mir als erstes auf der Liste auf, und ich schreibe die der anderen Person zu.

00:23:07.000 --> 00:23:16.000
Katja Tressel: Also, das ist ja dann schon, was was so in der Außenwirkung vielleicht sehr schnell rüberkommt. und wenn das dann vor allem bei mehreren Fremdeinschätzungen auch übereinstimmt.

00:23:17.000 --> 00:23:20.000
Katja Tressel: Dann, glaube ich, hat man schon ein ganz gutes.

00:23:20.000 --> 00:23:28.000
Katja Tressel: Bild voneinander oder eine ganz gut übereinstimmende Fremdeinschätzung, Was mir in der ersten Runde so gegangen ist.

00:23:28.000 --> 00:23:32.000
Katja Tressel: Ist, dass ich beim Selber Einschätzen.

00:23:32.000 --> 00:23:41.000
Katja Tressel: Dann gedacht habe. Am sichersten bin ich mir eigentlich bei den Adjektiven, die auch in meinen Schulzeugnissen über viele Jahre über mich drin standen.

00:23:41.000 --> 00:23:52.000
Katja Tressel: Also, das heißt, es gab dann, weil es waren ja verschiedene Klassenlehrer, die das gemacht haben. Es war ja nicht immer der Gleiche. Das heißt, es gab da schon mal eine übereinschätzende Fremdeinstimmung für so ein paar Eigenschaften.

00:23:52.000 --> 00:23:58.000
Katja Tressel: und das war ja auch wieder identitätsbildend. Also, das wäre jetzt nochmal eine Stufe tiefer zu gehen, aber.

00:23:58.000 --> 00:24:03.000
Katja Tressel: Wie bildet sich denn eigentlich unsere Identität über die Selbst und Fremdeinschätzung.

00:24:03.000 --> 00:24:07.000
Julia Pouly: und gleichzeitig, was ich da so spannend fand, war ja dieses.

00:24:07.000 --> 00:24:14.000
Julia Pouly: Jemanden das erste Mal zu sehen, vielleicht irgendwie den über dem Bildschirm, auch noch nicht mal im echten Leben, sondern über den Bildschirm.

00:24:09.000 --> 00:24:11.000
Katja Tressel: Mhm.

00:24:14.000 --> 00:24:19.000
Julia Pouly: und das dann trotzdem. Also ich mit dieser ganz neuen Person, und ich, wir waren uns beide.

00:24:19.000 --> 00:24:22.000
Julia Pouly: Mit einigen Sachen komplett einig Über eine dritte person.

00:24:21.000 --> 00:24:23.000
Katja Tressel: Mhm: Ja.

00:24:22.000 --> 00:24:28.000
Julia Pouly: Ich kannte die Person schon sehr lange. Die andere war das erste Mal irgendwie über den Bildschirm, 3 min gesehen. So. Jetzt schätz Sie mal ein.

00:24:28.000 --> 00:24:30.000
Katja Tressel: Ja.

00:24:28.000 --> 00:24:34.000
Julia Pouly: und wo ich dann denke, das ist ja schon irgendwie so eine Überraschung, wo wir uns als sehr.

00:24:34.000 --> 00:24:42.000
Julia Pouly: Komplexe und vielleicht etwas mysteriöse Persönlichkeiten sehen, die man erst besonders tiefgründig kennenlernen muss, um sich ein Urteil zu erlauben.

00:24:38.000 --> 00:24:40.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:24:42.000 --> 00:24:44.000
Julia Pouly: und wo da halt rauskam, irgendwie.

00:24:45.000 --> 00:24:50.000
Julia Pouly: Können wir schon. Also strahlen wir viele Sachen einfach schon in kürzester Zeit aus, auch über die.

00:24:50.000 --> 00:24:57.000
Julia Pouly: Wahl, die wir treffen, wie wir uns präsentieren, sei es jetzt irgendwie, also Kleider machen Leute wird ja immer so gesagt, aber.

00:24:53.000 --> 00:24:55.000
Katja Tressel: Mhm.

00:24:56.000 --> 00:24:58.000
Katja Tressel: Ja.

00:24:58.000 --> 00:25:03.000
Julia Pouly: Wir beurteilen ja ganz viel ständig. Also, wir müssen ja irgendwo an irgendwas müssen wir uns ja festhalten.

00:25:01.000 --> 00:25:03.000
Katja Tressel: Ja, Ja.

00:25:03.000 --> 00:25:08.000
Julia Pouly: und dass das so übereinstimmt. Das ist, finde ich auch nochmal.

00:25:08.000 --> 00:25:12.000
Julia Pouly: Schön. Gleichzeitig kann man sich natürlich dann auch auf die Schulter klopfen, wie.

00:25:12.000 --> 00:25:16.000
Julia Pouly: Gut man andere Leute einschätzen kann, wenn die dann auch dem zustimmen.

00:25:16.000 --> 00:25:22.000
Julia Pouly: Was, wie gesagt einfacher ist, wenn es so eine positive Liste ist, wo man dann sagt: ja gerne.

00:25:19.000 --> 00:25:21.000
Katja Tressel: Ja.

00:25:22.000 --> 00:25:27.000
Katja Tressel: und auch etwas allgemeiner gehaltene Adjektive. Aber darüber kommt man ja auch wieder ins Gespräch. Wenn man.

00:25:22.000 --> 00:25:24.000
Julia Pouly: Nehme ich alles.

00:25:24.000 --> 00:25:26.000
Julia Pouly: Ja.

00:25:27.000 --> 00:25:29.000
Katja Tressel: Dann wirklich nachfragen kann, warum.

00:25:30.000 --> 00:25:40.000
Katja Tressel: Also Wie gesagt, warum findest du mich anpassungsfähig? Hast mich jetzt 3 min gesehen und schreibst mir das zu. Woher kommt es? Woran machst du das fest? und das ist auch eine gute Übung.

00:25:40.000 --> 00:25:43.000
Katja Tressel: Finde ich mal seine eigenen Urteile nochmal.

00:25:43.000 --> 00:25:54.000
Katja Tressel: Überhaupt mal zu differenzieren und zu definieren? Ja, warum schreibe ich das der Person einfach zu ankreuzen? Tun wir ja eher intuitiv. Zumindest war das in unserer Gruppe, sodass wir so.

00:25:54.000 --> 00:25:56.000
Julia Pouly: Hm. Mhm.

00:25:55.000 --> 00:25:57.000
Katja Tressel: Intuitiv die Adjektive auswählen.

00:25:58.000 --> 00:26:02.000
Katja Tressel: Aber auf Nachfrage kommt dann schon eine Erklärung, die auch plausibel ist.

00:26:02.000 --> 00:26:04.000
Julia Pouly: Ja, man hatte noch was. Also.

00:26:04.000 --> 00:26:13.000
Julia Pouly: Es macht irgendwie richtig Spaß. Also, wie gesagt, es eignet sich dazu auch so ein bisschen. Wir hätten es ja dann wie als Eisbrecher für Leute irgendwie die neu dazugekommen sind.

00:26:07.000 --> 00:26:09.000
Katja Tressel: Hm.

00:26:13.000 --> 00:26:15.000
Katja Tressel: Mhm.

00:26:14.000 --> 00:26:23.000
Julia Pouly: und als so warme Dusche, Wenn man irgendwie schon länger dabei ist, wo man dann das Gefühl hat, oh ja, die, die kennen mich und die schätzen mich so für alle meine wunderbaren Eigenschaften.

00:26:21.000 --> 00:26:22.000
Katja Tressel: Mhm.

00:26:24.000 --> 00:26:28.000
Julia Pouly: und da geht es ja irgendwie genau drum dass wenn man jetzt.

00:26:28.000 --> 00:26:32.000
Julia Pouly: Sich diese Quadranten vorstellt, könnte man sagen, jemand kommt neu ins Team.

00:26:32.000 --> 00:26:35.000
Julia Pouly: Da ist dann der öffentliche Bereich noch sehr klein.

00:26:35.000 --> 00:26:37.000
Katja Tressel: Hm.

00:26:35.000 --> 00:26:37.000
Julia Pouly: und der geheime Bereich noch sehr groß.

00:26:37.000 --> 00:26:39.000
Katja Tressel: Hm.

00:26:38.000 --> 00:26:45.000
Julia Pouly: Andersrum kann ich auch sagen, wenn ich jemand bin, der noch nie so groß mich selber beleuchtet hat, was ich denn mache und warum es mache, dann wäre jetzt.

00:26:45.000 --> 00:26:47.000
Julia Pouly: Mein unbekannter Bereich irgendwie.

00:26:47.000 --> 00:26:50.000
Julia Pouly: Sehr groß oder dass es mir irgendwie unbewusst ist.

00:26:48.000 --> 00:26:50.000
Katja Tressel: Ja.

00:26:50.000 --> 00:26:56.000
Julia Pouly: Oder mein blinder Fleck kann auch sehr groß sein, wenn andere Leute irgendwie denken, das ist ja auch immer abhängig.

00:26:57.000 --> 00:27:03.000
Julia Pouly: Wenn, wie gesagt, in welchem Kontext ich bin, ob ich jetzt mit anderen Leuten zu tun habe, die mich schon sehr gut kennen oder nicht.

00:27:00.000 --> 00:27:02.000
Katja Tressel: Ja.

00:27:03.000 --> 00:27:08.000
Julia Pouly: Ob das dann eher der blinde Fleck ist oder der geheime Bereich oder das Unbekannte, was so groß ist.

00:27:08.000 --> 00:27:12.000
Julia Pouly: und wo das Ziel eigentlich schon ist. Für Teams.

00:27:12.000 --> 00:27:15.000
Julia Pouly: Die irgendwie etabliert sind, die gut zusammenarbeiten sind. Da brauche ich ja irgendwie.

00:27:15.000 --> 00:27:18.000
Julia Pouly: Vertrauen und Vorhersehbarkeit, Vorhersagbarkeit.

00:27:18.000 --> 00:27:21.000
Julia Pouly: Nur, wenn ich meinen gegenüber einschätzen kann.

00:27:21.000 --> 00:27:31.000
Julia Pouly: Traue ich mich vielleicht vielleicht auch zu investieren und weiß dann, was da ist. Also, selbst wenn ich weiß, dass jemand irgendwie immer 3 Tage zu spät die Sachen abgibt. Wenn ich das weiß, kann ich das mit einkalkulieren.

00:27:31.000 --> 00:27:33.000
Katja Tressel: Ja.

00:27:31.000 --> 00:27:35.000
Julia Pouly: und deswegen, je größer dann dieser öffentliche Bereich ist.

00:27:36.000 --> 00:27:40.000
Julia Pouly: Jetzt mal ganz unabhängig, ob ich das jetzt schätze, am anderen oder nicht.

00:27:39.000 --> 00:27:41.000
Katja Tressel: Ja.

00:27:40.000 --> 00:27:42.000
Julia Pouly: Macht es die Zusammenarbeit.

00:27:42.000 --> 00:27:44.000
Julia Pouly: Einfacher.

00:27:42.000 --> 00:27:44.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:27:44.000 --> 00:27:49.000
Julia Pouly: und ja, also, das ist es eigentlich schon so in A, Not. Shell, wie man so sagt.

00:27:50.000 --> 00:27:55.000
Julia Pouly: Also wirklich ein leicht anzuwendendes.

00:27:55.000 --> 00:28:00.000
Julia Pouly: Irgendwie sehr schönes Tool. Also, es ist kein Wunder, dass sich das jetzt schon so über.

00:28:00.000 --> 00:28:02.000
Julia Pouly: 70 Jahre gehalten hat.

00:28:02.000 --> 00:28:04.000
Katja Tressel: Ja.

00:28:03.000 --> 00:28:07.000
Julia Pouly: und es macht wirklich Spaß. Also, man kann das auch ein Recht.

00:28:07.000 --> 00:28:13.000
Julia Pouly: Kurzer Zeit eigentlich nehmen, wenn man halt sagt, man möchte so ein Team, das näherkommt, dass es über so Small Talk auch.

00:28:14.000 --> 00:28:16.000
Julia Pouly: Bisschen hinausgeht.

00:28:16.000 --> 00:28:18.000
Julia Pouly: Ähm wie.

00:28:16.000 --> 00:28:31.000
Katja Tressel: Ja, Also, wir hatten jetzt in einer Viertelstunde, so zu dritt. Es war ein bisschen eine schnelle Runde, aber wir konnten, das zu dritt gut ausfüllen und auch kurz darüber reflektieren. Man muss das nicht eine tagesfüllende Angelegenheit machen.

00:28:31.000 --> 00:28:36.000
Julia Pouly: Genau. Also, ich finde sowas immer angenehmer, als dann zu sagen, meine Hobbys sind und also.

00:28:35.000 --> 00:28:37.000
Katja Tressel: Mhm.

00:28:37.000 --> 00:28:40.000
Julia Pouly: Wo wir ja auch so ein intrinisches.

00:28:41.000 --> 00:28:44.000
Julia Pouly: Verlangen. Irgendwie haben andere Leute irgendwie zu verstehen und kennenzulernen.

00:28:43.000 --> 00:28:45.000
Katja Tressel: Mhm.

00:28:44.000 --> 00:28:46.000
Julia Pouly: und auch das Verlangen zu haben.

00:28:46.000 --> 00:28:50.000
Julia Pouly: Zu wissen, was die anderen wohl über uns denken und.

00:28:50.000 --> 00:28:52.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:28:50.000 --> 00:28:55.000
Julia Pouly: Das finde ich immer ganz neugierig. Wir überschätzen ja eigentlich auch, wie viele andere über uns nachdenken.

00:28:55.000 --> 00:28:57.000
Katja Tressel: Ja.

00:28:55.000 --> 00:29:03.000
Julia Pouly: und hier ist dann schön, wenn man rauskommt, dass die ganz viele positive Adjektive denken. Wenn Sie an uns denken.

00:29:01.000 --> 00:29:03.000
Katja Tressel: Mhm.

00:29:04.000 --> 00:29:07.000
Julia Pouly: Ja, Das heißt also ein schönes kleines Tool.

00:29:07.000 --> 00:29:11.000
Julia Pouly: Um in so eine Gruppe so ein bisschen also eine funktionierende Gruppe.

00:29:11.000 --> 00:29:16.000
Julia Pouly: Wo jetzt, keine großen roten Flaggen da wehen.

00:29:14.000 --> 00:29:17.000
Katja Tressel: Konflikte ja.

00:29:17.000 --> 00:29:19.000
Julia Pouly: Hier zusammenzukommen.

00:29:19.000 --> 00:29:22.000
Julia Pouly: Wunderbar. Das war es heute im Peercoaching Lab.

00:29:20.000 --> 00:29:22.000
Katja Tressel: Okay.

00:29:22.000 --> 00:29:25.000
Julia Pouly: Ihr seid wie immer eingeladen, auf unserer Webseite.

00:29:25.000 --> 00:29:28.000
Julia Pouly: Pearcoaching lab de.

00:29:28.000 --> 00:29:31.000
Julia Pouly: Da mehr Informationen. Wir treffen uns.

00:29:32.000 --> 00:29:37.000
Julia Pouly: Einmal monatlich an 2 unterschiedlichen Daten immer gemeinsam über Zoom.

00:29:37.000 --> 00:29:44.000
Julia Pouly: Entdecken damit neue Methoden und Werkzeuge und geben ganz viel Raum, um da in Kleingruppen zu coachen, gecoacht zu werden.

00:29:44.000 --> 00:29:50.000
Katja Tressel: Genau und als Teaser. Die Termine für 2.026 sind jetzt auch schon auf der Webseite.

00:29:44.000 --> 00:29:46.000
Julia Pouly: und.

00:29:50.000 --> 00:29:56.000
Katja Tressel: Könnt ihr nachgucken und falls ihr mitmachen möchtet, eine Mail schicken, an.

00:29:56.000 --> 00:29:58.000
Katja Tressel: Peercoaching lab at gmail punkt com.

00:29:59.000 --> 00:30:01.000
Katja Tressel: Die Adresse ist aber auch auf der Webseite.

00:30:01.000 --> 00:30:06.000
Julia Pouly: Genau. Wir sind ganz verbandelt mit den Studierenden der Fernuni Hagen.

00:30:07.000 --> 00:30:09.000
Julia Pouly: Wo wir selber auch unsere Abschlüsse haben. Aber wir sind auch offen.

00:30:10.000 --> 00:30:14.000
Julia Pouly: Für Menschen anderer Bildungsherkunft.

00:30:13.000 --> 00:30:15.000
Katja Tressel: Vielen Dank.

00:30:14.000 --> 00:30:17.000
Julia Pouly: Dann bis zum nächsten Mal.

00:30:17.000 --> 00:30:19.000
Katja Tressel: Bis zum nächsten Mal.