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108 - Set-Point-Gewicht: 80% nehmen wieder zu

Marcus Milarov Season 1 Episode 108

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80% der Abnehmenden nehmen wieder zu. Insbesondere dann, wenn das Abnehmen durch ein Kaloriendefizit geschehen ist.

 In dieser Folge erkläre ich dir, warum das oft kein Fehler, keine fehlende Disziplin und kein „kaputter Stoffwechsel“ ist, sondern eine biologische Schutzreaktion deines Körpers


Wir sprechen ausführlich über die Set-Point-Theorie – also über den inneren Bereich, in dem dein Körper versucht, dein Gewicht zu stabilisieren. Du erfährst: 

•was der Set-Point wirklich ist (verständlich & ohne Fachchinesisch) 

•warum dein Körper gegen weiteres Abnehmen kämpfen kann 

•welche Rolle Hormone, Stress und Diäten dabei spielen 

•und wie du den Set-Point langfristig verschieben kannst – ohne Kampf, Druck oder Hunger 

 

Diese Folge ist für dich, wenn du das Gefühl hast, „alles richtig zu machen“ und trotzdem an dir zu zweifeln beginnst. 

 

🎯 Wissenschaftlich fundiert, emotional entlastend und praxisnah. 

💛 Für alle, die ihren Körper wieder verstehen und mit ihm arbeiten wollen – statt gegen ihn. 

  

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  • Wie du mehr Struktur in deine Ernährung bringst
    Du erfährst, wie du Orientierung bekommst, ohne dich von widersprüchlichen Ernährungstipps verrückt machen zu lassen.
  • Wie du Heißhunger und Energietiefs besser einordnen kannst
    Du lernst mögliche Ursachen kennen und bekommst praktische Impulse, um bewusster damit umzugehen.
  • Wie nachhaltige Veränderung leichter werden kann
    ...
SPEAKER_00

80% nehmen einfach wieder zu. Und ja, ich weiß, ich schieße hier in diesem Podcast ja regelmäßig gegen ein Kaloriendefizit. Aber die aktuelle Studienlage ist da sehr eindeutig. Denn selbst wenn man behauptet, dass ein Kaloriendefizit die einzige wirkliche Lösung ist beim Abnehmen, dann würde das bedeuten, dass es für lediglich 20% der Bevölkerung überhaupt klappt, abzunehmen. Bei allen anderen wäre das zumindest mal nicht dauerhaft möglich. Denn eine Diät beeinflusst nun mal nicht nur dein Körpergewicht. Denn unser Körper ist nun mal viel, viel komplexer als ein einfacher Taschenrechner. Wo man sagen kann, weniger rein bedeutet einfach abnehmen. Beziehungsweise, wenn du weniger isst, als dein Körper verbraucht, dann muss ja das Körpergewicht runtergehen. Und wenn du diesen Podcast regelmäßig hörst, dann weißt du ja, dass man mit wissenschaftlichen Studien belegen kann, dass es Personen gibt, die selbst mit einem Kaloriendefizit einfach nicht abnehmen können. Und zwar sind das gerade die, die besonders häufig Diäten gemacht haben mit einem Kaloriendefizit. Das mag dann also am Anfang funktionieren, aber irgendwann später in deinem Leben klappt es nun mal nicht mehr. Aber heute soll es gar nicht so sehr ums Abnehmen gehen, sondern ums Zunehmen. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Ja, und vielleicht kennst du diesen Moment. Du hast schon so viel verändert. Du achtest auf deine Ernährung, du bewegst dich, du bist viel bewusster geworden. Und trotzdem steht die Waage. Oder noch viel schlimmer, sie bewegt sich sogar wieder nach oben. Und ja, da ist es vollkommen normal, dass du dir denkst, ich mach doch alles richtig, warum funktioniert denn mein Körper nicht? Was ist denn mit dem da los? Und genau hier möchte ich dich heute erstmal entlasten. Denn sehr häufig ist dieses Nicht mehr abnehmen kein Fehler. Auch kein Disziplinproblem und schon gar nicht dein persönliches Versagen. Sondern vielmehr eine Schutzreaktion deines Körpers. Heute möchte ich mit dir über das Setpoint-Gewicht sprechen, beziehungsweise über die Setpoint-Theorie. Also darüber, warum dein Körper Gewicht hält, warum er sich manchmal regelrecht dagegen wehrt, weiter abzunehmen und vor allem, wie man diesen inneren Widerstand langfristig und ohne Kampf verändern kann, beziehungsweise muss. Und ja, mir ist klar, wir haben alle gelernt, wenn ich weniger esse, dann muss ich ja abnehmen. Und ja, von mir aus, Kalorien spielen eine Rolle. Aber sie erklären nun mal nicht, warum zwei Menschen mit ähnlicher Ernährung völlig unterschiedlich reagieren. Denn dein Körper, und das sage ich hier an dieser Stelle nochmal, ist kein Taschenrechner. Er ist vielmehr ein Regelsystem. Und er reguliert nun mal deinen Hunger, deine Sättigung, deinen Energieverbrauch, deine Bewegungslust und natürlich auch deine Hormone. Aber was die meisten nicht klar ist, dein Körper reguliert auch dein Körpergewicht. Und genau da kommt die Setpoint-Theorie ins Spiel. Und das bedeutet so viel, dass in deinem Körper angelegt ist, wie viel er gerne wiegen möchte. Und man nennt es aus diesem Grund Setpoint-Theorie, weil man dieses von deinem Körper festgesetzte Gewicht nicht berechnen kann. Man kann sich also nicht den Status deiner Hormone anschauen oder die Effektivität deiner Mitochondrien und danach berechnen, was dein Körper jetzt gerade als Gewicht haben möchte. Das heißt aber nicht, dass die Setpoint-Theorie nur eine fixe Idee ist. Denn was man sehr wohlwissenschaftlich beobachten kann, ist, wie dein Körper gegenreguliert, sobald du durch ein Kaloriendefizit abnimmst. Und wie viele unterschiedliche Prozesse dann im Körper entstehen, die dafür sorgen, dass du nach einer Diät immer wieder zunimst oder sogar noch darüber hinaus. Ich persönlich arbeite bereits seit 2014, also seit über zehn Jahren, mit dem sogenannten Setpoint. Und ich habe das an der einen oder anderen Stelle in diesem Podcast auch immer wieder erwähnt. Wenn dein Gewicht momentan nämlich relativ stabil ist, du also vielleicht mal über die Feiertage 2, 3 Kilo zunimmst, aber dein Körper wie von selbst wieder zurück zu deinem Ursprungsgewicht geht. Oder andersherum, wenn du versuchst abzunehmen und du 2-3 Kilo abnimmst und dein Körper danach auch wieder zurück zu seinem Ursprungsgewicht kommt, dann kann man sagen, dass das Gewicht relativ festgesetzt ist in deinem Körper. Der sogenannte Setpoint. Und ja, natürlich macht das das Abnehmen schwer. Und vor allen Dingen das Gewicht halten. Und auch das habe ich schon so oft erwähnt in diesem Podcast. Sobald du anfängst, weniger zu essen, reguliert dein Körper gegen. Das erste, was er tut, ist, deine Mitochondrien, also deine Kraftwerke, dort wo die eigentliche Energie entsteht, die versucht er runterzufahren. Wenn du also weniger isst, als dein Körper gerade benötigt, dann versucht deinen Körper mit dem bisschen, was du deinem Körper dann noch gibst, auszukommen oder zu Haushalten. Und wenn das über einen gewissen Zeitraum passiert, also du längerfristig eine Diät machst oder weniger isst, dann fährt dein Körper nicht nur die Mitochondrien herunter, die Kraftwerke, sondern dann fängt er irgendwann an, die Kraftwerke aufzulösen. Damit dein Körper halt nicht mehr so viel Energie verbraucht und du auch mit der wenigen Nahrungsmenge zurechtkommst. Und wenn auch das nichts mehr hilft, fängt dein Körper direkt an, deine Muskulatur abzubauen. Denn da sind ja die Kraftwerke drin. Und warum er das macht, das möchte ich dir jetzt mal im Folgenden erklären. Dein Körper ist nun mal kein Akku, der aufgeladen werden muss. Du ernährst dich also nicht aus dem Grund, weil du über den Tag Energie verlierst und diese Energie muss wieder aufgeführt werden. Der Hauptgrund, warum du dich überhaupt ernähren musst, sind die Nährstoffe. Deswegen heißt das Ganze auch Ernährung. Denn dein Körper kann nun mal nicht alle Stoffe selber herstellen. Und deswegen musst du sie von außen zu dir führen. Und diese Nährstoffe braucht dein Körper aus dem Grund, weil er täglich Regeneration oder Reparaturarbeiten machen muss. Jeden Tag müssen neue Blutzellen, Hautzellen, Immunsystemzellen, Organzellen und natürlich auch das Gehirn regeneriert oder repariert werden. Und ein Großteil der Baustoffe kann dein Körper auch selber herstellen. Aber für die Stoffe, die er nicht herstellen kann, musst du dich halt ernähren. Und das erfolgt durch die Einnahme von Eiweißen und Fetten. Das sind also die wichtigsten Baustoffe oder die wichtigsten Stoffe in deiner Ernährung. Und obwohl dein Körper ja kein Akku ist, braucht er natürlich trotzdem Energie. Und das braucht er in Form von Bewegungsenergie. Und das sind nun mal Kohlenhydrate. Oder auch Mehrfachzucker genannt. Denn ein Kohlenhydrat ist nichts anderes als eine lange Kette von Zucker. Und dieser Zucker kann dann in die Muskulatur transportiert werden und dort zu Energie umgewandelt werden für deine Muskeln. Aber dein Körper braucht nicht nur Energie zum Bewegen, sondern er braucht auch Energie, um deine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Denn wie du ja vielleicht im Biologieunterricht gelernt hast, sind wir Säugetiere gleichwarme Tiere. Das heißt also, wir passen unsere Körpertemperatur nicht der Außenumgebung an. Sondern wir haben Systeme in unserem Körper, die dafür sorgen, dass unser Körper die gesamte Zeit über irgendwo so bei 36 bis 37 Grad liegt. Und auch das passiert in den Mitochondrien, also in den Kraftwerken. Und das kannst du dir tatsächlich so vorstellen, dass etwas verbrannt wird und dabei Wärme entsteht. Ein Großteil der Energie, die wir am Tag benötigen, geht nämlich dafür flöten, dass unsere Körpertemperatur reguliert werden muss, beziehungsweise aufrechterhalten werden muss. Nun ist es aber ein Trugschluss, dass man aus diesem Grund Unmengen von Kohlenhydraten essen muss. Denn dein Körper kann sich sehr wohl aussuchen, ob er dafür Zucker, also Kohlenhydrate benutzt oder das eigene Körperfett. Aus diesem Grund ist es also wirklich nicht notwendig, Kohlenhydrate zu essen. Dein Körper kommt sehr, sehr gut auch ohne Kohlenhydrate zurecht. Was an dieser Stelle natürlich nicht bedeuten soll, dass du dein ganzes Leben lang keine Kohlenhydrate essen musst oder solltest. Das Problem ist eher die Menge. Denn die Menge, die wir heutzutage zu uns nehmen, ist viel mehr als das, was wir im Alltag durch Bewegung verbrennen. Und es ist auch viel, viel mehr als das, was wir benötigen, um unsere Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Und leider wird all das, was wir an Kohlenhydraten übrig haben, nun mal zu Energiespeichern umgewandelt, also zu Körperfett. Richtig. Aber lass mich jetzt wieder zurück zum Thema kommen, also zum Setpoint. Ich fasse also nochmal zusammen. Dein Setpoint-Gewicht besteht daraus, dass dein Körper hormonell darauf geeicht ist, wie viel du momentan wiegst. Und wenn du einen Punkt in deinem Leben hast, wo du mit deinem eigenen Gewicht nicht mehr zufrieden bist, versuchst du abzunehmen. Und leider ist es immer noch so, dass die meisten es über ein Kaloriendefizit versuchen. Also einfach weniger essen, als dein Körper eigentlich benötigt. Du reduzierst also die Kalorien, die du über die Ernährung aufnimmst, und dann entsteht ein Prozess im Körper, der nennt sich adaptive Thermogenese. Und das heißt so viel wie Thermogenese, die Produktion von Wärme und adaptiv, dein Körper passt sich an. Sobald du also weniger isst, versucht dein Körper gegenzuregulieren, indem er deine Körpertemperatur anpasst, nämlich nach unten. Das bedeutet so viel wie, er versucht einfach nicht mehr so viel Wärme zu produzieren, weil das ja ein Energieverschwender ist. Und je weniger Wärme dein Körper produziert, desto weniger Kalorien verbraucht er auch. Das bedeutet jetzt aber auch, dass wenn du über einen gewissen Zeitraum vom Jahr aus 300 bis 400 Kalorien weniger über die Ernährung zu dir nimmst, dass dein Körper auch 300 bis 400 Kalorien weniger verbraucht. Und das wiederum bedeutet, dass du irgendwann nun mal nicht mehr in einem Kaloriendefizit bist, du also genauso viel isst, wie du gerade verbrauchst. Und natürlich nimmst du dann nicht mehr ab. Und wenn du jetzt denkst, naja, ist ja nicht so schlimm, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich nicht mehr abnehme, habe ich ja von mir aus schon 5 oder 10 Kilo verloren. Das Problem ist nämlich dabei, dass die adaptive Thermogenese weiterhin bestehend bleibt. Das Problem ist nämlich, dass dein Körper jetzt nicht einfach mit geringerer Temperatur weiterarbeitet. Das ist biologisch nämlich nicht sinnvoll. Unser Körper funktioniert am besten nun mal mit 36 bis 37 Grad. Und schon wenige Kommastellen unter dieser Temperatur sorgen dafür, dass dein Stoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert. Und natürlich gibt sich dein Körper nicht damit zufrieden, dass die Organe jetzt einfach nicht mehr so funktionieren, wie dein Körper das gerne hätte. Wenn jetzt aber die Körpertemperatur weiterhin niedriger bleibt, was meinst du, was dein Körper macht, damit er nicht friert? Ja genau, er baut mehr Körperfett auf. Denn Körperfett ist hier biologisch gesehen ein Wärmepuffer oder eine Wärmeisolation. Das bedeutet also, dass alles in deinem Körper dafür schreit, wieder mehr Fett aufzubauen, also wieder zuzunehmen. Und es wird noch schlimmer. Es gibt eine groß angelegte Studie, die gezeigt hat, dass diese adaptive Thermogenese auch bei der jetzt schlanken Person weiterhin aktiv ist. Man hat also Personen mit dem gleichen Körpergewicht untersucht. Die eine hat schon immer so viel gewogen, die andere hat mehrere Kilo abgenommen, um zu diesem Gewicht zu kommen. Und das Spannende war jetzt, beide Personen haben den gleichen Muskelgehalt, den gleichen Körperfettgehalt und das gleiche Gewicht. Aber die Person, die vorher eine Diät gemacht hat, verbraucht nach wie vor 300 bis 400 Kalorien am Tag weniger als die andere Person. Sie spart also noch immer. Oder anders gesagt, sie darf nur noch 300 bis 400 Kalorien am Tag weniger essen, um das Gewicht zu halten. Diese Person müsste also ihr ganzes Leben lang Diät machen, in einem Kaloriendefizit leben, nur um das Gewicht halten zu können. Sobald diese Person wieder normal ist, nimmt sie Tag für Tag wieder zu. Und sämtliche wissenschaftlichen Studien zeigen, dass dieser Zustand im Schnitt sechs Jahre lang andauert. Ich sage es nochmal und vielleicht schreibst du dir das hinter die Ohren. Hast du einmal über ein Kaloriendefizit abgenommen, ist dein Stoffwechsel die nächsten sechs Jahre so down, dass du weniger essen darfst, um dein Gewicht zu halten? Sobald du normal essen würdest, würdest du wieder zurück zum Ursprungsgewicht kommen. Und jetzt kommt der nächste Punkt, den ich gerne ansprechen würde. Was ist denn, wenn du nicht nur 5 oder 10 Kilo abnehmen wolltest, sondern vielleicht 20 Kilo? Und von mir aus hast du jetzt 5 oder 10 Kilo schon über ein Kaloriendefizit abgenommen. Und dein Stoffwechsel ist jetzt so down, dass du sowieso schon Tag für Tag bei 400 Kalorindefizit bist. Einfach nur, weil dein Stoffwechsel so niedrig ist. Wie willst du denn jetzt weiter abnehmen? Wie kommst du denn auf die nächsten 10 Kilo Gewichtsverlust? Etwa noch weniger essen? Das würde also bedeuten, dass du zum Ursprungsstoffwechsel jeden Tag 800 Kalorien oder sogar 1000 Kalorien weniger essen müsstest, damit du weiter abnimmst? Und wenn du dort angekommen bist, ist durch die adaptive Thermogenese dein Stoffwechsel so weit runter, dass du dein ganzes Leben lang nur noch Diät halten musst, um irgendwie Gewicht zu halten? Und weil die Körpertemperatur dann so weit runter ist, bist du dann zwar schlank, aber baust gleichzeitig immer mehr Körperfett auf, um diese niedrige Temperatur auszugleichen. Du bist dann also dünn, aber schwabbelig und fühlst dich dadurch auch nicht viel wohler als vorher. Und soll ich dir was sagen? Das ist nicht der einzige Regulationsprozess, wenn du abnimmst. Das heißt also so viel, dass dein Körper nicht nur mit adaptiver Thermogenese deine Wärmeproduktion runterregelt und dadurch regelt, wie viel Kalorien dein Körper am Tag benötigt. Nein, er macht noch ein paar andere Sachen, die auch sehr interessant sind in Bezug aufs Abnehmen. Zum Beispiel macht er deine Mitochondrien effizienter. Und zwar bei sportlicher Betätigung. Und ja, ich weiß, das klingt jetzt im ersten Schritt mal nach etwas ganz Positivem und ein Argument für die Kaloriendefizitbefürworter. Denn wie toll ist das denn? Du isst weniger, nimmst ab und deine Mitochondrien, also deine Kraftwerke, werden effizienter beim Sport. Aber soll ich dir mal sagen, was das wirklich bedeutet? Das bedeutet nämlich so viel wie, dass deine Mitochondrien weniger Energie dabei verbrauchen, wenn du Sport machst. Sie haushalten also besser mit der Energie und können auch mit wenig Energie deine Muskulatur effizient in Bewegung halten. Und das heißt nichts anderes, als dass du beim Sport weniger Kalorien verbrennst. Und das mag für afrikanische Ureinwohner, die bei der Jagd 20 Kilometer durch die Wüste laufen müssen, auch wirklich sinnvoll sein. Denn das ist natürlich ein Überlebensvorteil, wenn du auch bei hohen körperlichen Belastungen möglichst wenig Energie verbrauchst und du deshalb weiter laufen kannst oder die Jagd länger durchhält. Aber wenn du eigentlich Sport machst, um Kalorien zu verbrennen oder weil du abnehmen möchtest und dann deine Mitochondrien so effizient arbeiten, dass du durch den Sport möglichst wenig Kalorien verbrennst, dann ist das bestimmt nicht das, was du dir eigentlich vom Sport versprichst. Das bedeutet nämlich, wenn du über ein Kaloriendefizit abgenommen hast, du aber noch nicht bei deinem Endgewicht oder bei deinem Wunschgewicht angekommen bist, wird weder weniger essen noch mehr Sport dann dazu führen, dass du dein Ziel erreichst. Und selbst wenn du dein Zielgewicht erreicht hast, du aber noch nicht so sportlich aussehst, wie du dir das vorstellst, weil dein Körperfettanteil noch zu groß ist. Und noch einmal, das liegt dann daran, weil durch die adaptive Thermogenese deine Wärmeproduktion ja runtergegangen ist und dein Körper dann gegensteuert, indem man mehr Körperfett aufbaut, dann wirst du auch durch sportliches Training keine sportliche Figur bekommen. Also zumindest mal keine definierte Muskulatur, die man schön im Spiegel sieht. Und jetzt möchte ich gerne noch einen weiteren Punkt ansprechen, was gegen ein Kaloriendefizit spricht. Denn sobald du eine Diät machst mit einer geringeren Kalorienaufnahme, verändert sich auch physiologisch dein Hormonhaushalt. Und das betrifft insbesondere das Sättigungshormon Leptin. Denn ohne an dieser Stelle näher darauf einzugehen, wirkt dieses Hormon dann nicht mehr so gut in deinem Körper. Und was passiert, wenn ein Sättigungshormon nicht mehr so gut funktioniert? Ja genau, du bist halt nicht mehr so schnell satt. Oder anders, du hast mehr Hunger. Und sobald man einen gewissen Spiegel im Blut von Leptin unterschreitet, steigt gleichzeitig das Hungerhormon Grelin. Und jetzt stell dir doch einmal kurz vor, wie man sich als Mensch fühlt, wenn man nicht mehr so schnell satt ist und gleichzeitig mehr Hunger hat. Und auch hier ist es so, dass dieser Stoffwechselzustand auch Jahre nach einer Diät noch weiterhin Bestand hat. Das bedeutet also, selbst wenn du nach einer Diät keine Diät mehr machst, was du ja eigentlich machen müsstest, weil dein Stoffwechsel um 300 bis 400 Kalorien niedriger ist als vorher, dann quälst du dich weiter mit Heißhungerattacken und geringer Sättigung. Und all das macht dein Körper nicht, um dich zu ärgern. Denn das Einzige, was er möchte, ist dein Setpoint-Gecht wieder erreichen. Und das macht er ganz einfach, indem er weniger verbraucht, du also bei normalem Essen von alleine zunimmst und gleichzeitig noch deine Sättigung und dein Hungergefühl manipuliert. So dass es dir also willentlich gar nicht machbar ist, dein Gewicht zu halten. Oder anders du von ganz alleine wieder das Ursprungsgewicht erreichst. Und es ist jetzt verwunderlich, dass 80% der Leute, die eine Diät machen mit einem Kaloriendefizit nach Monaten, spätestens aber nach einigen Jahren ihr Ausgangsgewicht wieder erreichen? Und die Frage ist jetzt, möchtest du Lotto spielen und hoffen, dass du vielleicht zu den 20% gehörst, es doch schaffen, über diese Art abzunehmen? Oder ist dir vielleicht das Risiko dann doch zu hoch, dass du dich erstens quälen musst beim Abnehmen, dann dich über mehrere Jahre auch noch quälen musst, dein Gewicht zu halten, und die Wahrscheinlichkeit dann doch bei 80% liegt, dass du wieder zunimmst. Oder willst du es vielleicht dann doch anders angehen, um abzunehmen? Denn ja, weniger essen ist nicht die einzige Methode, die es gibt. Auch wenn dir das alle sagen wollen. Der viel natürlichere Weg wäre es, deinen Stoffwechsel einfach wieder herzustellen, so wie er einmal war. Und zwar zu dem Zeitpunkt, bevor du einmal zugenommen hast. Denn dann würdest du nicht nur ganz natürlich und vor allen Dingen auch leicht abnehmen, sobald dein Stoffwechsel wieder normal ist, brauchst du auch keine Angst haben, dass du wieder zunimmst. Denn mein Abnehmsystem mit einer Stoffwechseloptimierung ist nichts, was ich mir ausgedacht habe. Ich halte mich einfach nur an die Biologie des Menschen. Und sobald man weiß, wann der Körper gegenreguliert oder wie er das tut, kann man Systeme erschaffen, wobei dein Körper nicht in irgendeine Notsituation gerät, wo dein Körper dann zwangsläufig mit einer Gegenregulation reagiert. Und übrigens, ich hatte ja vorhin schon gesagt, ich arbeite bereits seit über zehn Jahren mit dem Setpoint-Gecht. Und das Schöne daran ist, dass ich dir aus diesem Grund sagen kann, und das kann ich auch wissenschaftlich untermauern, dass man seinen eigenen Setpoint auch neu justieren kann. Das Einzige, was man dazu wissen muss, ist, wann entsteht ein Setpoint? Was hat dazu geführt, dass mein Setpoint-Gewicht über die letzten Jahre immer weiter nach oben gegangen ist? Und was genau muss ich tun, damit mein Setpoint nach einer Abnahme neu gesetzt wird, sodass dein Körper also freiwillig dort bleibt. Und ja, all das ist kein Hexenwerk. Das ist reine Physiologie. Ohne Quälen, ohne Verzicht. Und tatsächlich ganz einfach. Man muss lediglich verstehen, wie der Körper funktioniert. Und es reicht dann nun mal nicht aus, sich nur die wissenschaftlichen Studien anzuschauen, die besagen, dass wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt, dass man dann abnimmt. Sondern man sollte auf der anderen Seite auch schauen, dass dein Körper dann auf der anderen Seite vier bis fünf Prozesse hochfährt, die dazu führen, dass du wieder zunimmst. Und wenn dich das Thema genauso brennend interessiert wie mich, dann melde dich gerne für mein kostenloses Online-Seminar an. Das geht gerade mal 45 Minuten und zeigt dir ganz explizit, warum 8 von 10 Frauen zu wenig essen, um abnehmen zu können und vor allen Dingen, was du dagegen tun kannst. Oder anders, was du tun solltest, damit du endlich deine Wunschfigur erreichst und sie natürlich auch dauerhaft halten kannst. Den Link dazu findest du wie immer unten in den Shownotes. Und damit bin ich auch am Ende der heutigen Folge. Wie immer hoffe ich, dass dir diese Folge etwas gebracht hat. Du mit mehr Wissen aus dieser Folge herausgehst und du weiterhin jede Woche bei mir reinhörst. Also, mach's gut, bis zur nächsten Woche. Wir hören uns.