Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
109 - Insulinresistenz bei Frauen – oft übersehen, aber entscheidend
•Marcus Milarov•Season 1•Episode 109
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
0:00
|
19:36
Insulinresistenz kommt bei Frauen extrem häufig vor und wird viel zu selten erkannt. Auch ohne Diabetes, und lange bevor ein Blutwert auffällig wird.
Du erfährst:
•was Insulinresistenz wirklich ist (ohne medizinisches Fachchinesisch)
•warum sie auch ohne Diabetes entstehen kann
•was dabei in deinem Körper passiert
•warum Kalorienzählen das Problem oft verschärft
•und was dein Stoffwechsel stattdessen braucht, um wieder loslassen zu können
Diese Folge ist für dich, wenn du spürst, dass du nicht „undiszipliniert“ bist – sondern dein Körper unter Dauerstress steht und nach Sicherheit sucht.
Klar, verständlich und ohne Schuldzuweisungen.
Für Frauen, die endlich mit ihrem Körper arbeiten wollen – statt gegen ihn.
► KOSTENLOSES ONLINE-SEMINAR: „Warum 8 von 10 Frauen zu wenig essen"
45 Minuten, in denen du erfährst, warum dein Körper gerade nicht abnehmen will. Warum es nicht an zu wenig Disziplin liegt, sondern an zu wenig Energie. Und was du stattdessen tun kannst.
Die Waage steht, dein Bauch fühlt sich hartnäckig an, die Energie fehlt komplett und irgendwo schleicht sich dieser Gedanke ein, was stimmt denn bitte nicht mit mir? Und genau da möchte ich dich heute erstmal entlasten. Denn in ganz vielen Fällen liegt das Problem nicht an Disziplin, nicht an Willenskraft oder an falschen Entscheidungen, sondern an einem Stoffwechselthema. Und zwar über eins, über das viel zu wenig gesprochen wird, gerade bei Frauen. Und zwar ist es das Thema Insulinresistenz. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Aber bevor es losgeht, möchte ich mich erstmal ganz herzlich bei dir bedanken als Zuhörer. Denn meine Zuhörerzeilen haben sich in den letzten Wochen mehr als vervierfacht. Und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue, dass dieser Podcast so gut ankommt. Vor allen Dingen die letzten Folgen. Und genau aus diesem Grund möchte ich dich um eine kleine Sache bitten. Falls du es noch nicht getan hast, abonnier doch mal diesen Kanal. Besonders dann, wenn du gerade über Spotify hörst. Denn wenn du abonnierst, zeigst du dem Algorithmus damit, dass dieses Thema wirklich relevant ist. Und damit wird dieser Podcast noch mehr Leuten angezeigt, die vielleicht das gleiche Problem haben wie du und denen meine Inhalte wirklich weiterhelfen könnten. Und damit jetzt aber auch wirklich rein in die Folge. Insulinresistenz. Und nein, du brauchst dafür kein Diabetes, auch keine auffälligen Blutwerte und kein Kranksein. Heute erkläre ich dir ganz genau, was Insulinresistenz wirklich ist, wie sie entsteht und was dabei im Körper eigentlich passiert. Und vor allen Dingen auch, warum sie gerade beim Abnehmen so massiv blockieren kann. Und damit kommen wir erstmal zu einer kleinen Auffrischung. Was ist denn Insulin jetzt nochmal eigentlich genau? Lass uns aber ganz von vorne anfangen, also ohne Facheschinesisch. Insulin ist ein Hormon. Und seine Hauptaufgabe ist eigentlich sehr simpel. Es hilft nämlich, deinem Körper Energie aus dem Blut in die Zellen zu bringen. Stell dir Insulin einfach wie einen Schlüssel vor. Und deine Körperzellen wie Türen. Wenn du jetzt also etwas isst, vor allem Kohlenhydrate, dann steigt dein Blutzucker. Daraufhin schüttet dein Körper dann Insulin aus. Insulin, kannst du dir vorstellen, sagt dann sowas wie, hey Zelle, mach auf, hier kommt Energie. Und die Zelle, die öffnet sich dann, nimmt den Zucker auf und nutzt ihn entweder für Bewegung, für Denken, für den Stoffwechsel, für die Wärmeproduktion, aber auch für die Hormonproduktion. Soweit, so gut. Und was bedeutet jetzt Insulinresistenz genau? Insulinresistenz bedeutet jetzt nicht, dass dein Körper kein Insulin mehr produziert. Ganz im Gegenteil, es produziert oft zu viel davon. Das Problem ist nämlich, die Zellen reagieren irgendwann immer schlechter darauf. Bleiben wir bei der Metapher. Der Schlüssel ist also da, aber das Schloss klemmt. Insulin klopft also, aber die Zelle sagt, ich höre dich zwar, aber ich mache nicht mehr richtig auf. Und was macht dein Körper dann? Naja, denkt so viel wie, okay, anscheinend reicht das Insulin nicht richtig, also produziert er noch mehr Insulin. Und genau hier beginnt dann das eigentliche Problem. Denn ein hoher Insulinspiegel bedeutet gleichzeitig, dass sich dein Körper im Speichermodus befindet. Denn wenn dein Insulinspiegel ziemlich hoch ist, bedeutet das ja für deinen Körper, dass anscheinend sehr, sehr, sehr viel Energie da ist. Und wenn ganz viel Energie da ist, muss dein Körper ja auf jeden Fall nicht an seine Energiereserven ran. Denn deine Energiereserven, die du zum Beispiel in deinen Fettzellen hast, das sind ja Notreserven. Also für Zeiten, wo nicht so viel Energie reinkommt. Das bedeutet also im Umkehrschluss, dass ein sehr hoher Insulinspiegel dazu führt, dass deine Fettverbrennung komplett blockiert ist. Das ist dann auch egal, wie wenig du gerade isst. Denn selbst in der strengsten Diät, wo du nur noch ein paar Kalorien zu dir nimmst, produziert dein Körper ja trotzdem sehr viel Insulin. Es kann jetzt also sein, dass du vielleicht abnimmst, aber es wird auf jeden Fall kein Fett verloren gehen. Denn dein Körper wird dann die Energie aus deiner Muskulatur holen, indem er sie zum Beispiel abbaut. Auf jeden Fall kommt dein Körper nicht mehr gut an seine gespeicherte Energie ran. Aber was ist jetzt der Grund, warum Insulinresistenz so oft übersehen wird? Und ja, jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt. Gerade bei Frauen ist es nämlich so, dass sie keffälligen Blutzuckerwert haben, also kein Diabetes, also auch keinen Arzt, der irgendwo Alarm schlagen könnte. Und trotzdem zeigen sich Symptome wie, dass das Bauchfett da ist, trotz wenig Essen, dass du Heißhunger hast, vor allem gerade auf Süßes oder Snacks, dass du Energietiefs hast, besonders nach Mahlzeiten, dass du Brainfuck hast, also dich einfach nicht mehr so richtig konzentrieren kannst. Du das Gefühl hast, du bist komplett vernebelt und kannst dich nicht fokussieren auf eine bestimmte Sache. Dann kommt noch sowas dazu wie Stimmungsschwankungen und natürlich auch Gewichtsstagnation. Also die Waage steht wie festgemeißelt. Und warum ist das jetzt so? Naja, weil eine Insulinresistenz jahrelang ganz leise entsteht. Dein Körper kann nämlich ziemlich lange kompensieren. Er hält deinen Blutzucker normal, indem er nämlich immer mehr Insulin ausschüttet. Und viele Frauen sind nicht krank, aber ihr Stoffwechsel ist halt dauerhaft überfordert. Und woher kommt jetzt nun diese Insulinresistenz? Und jetzt bitte ganz wichtig, das ist keine Schuldfrage. Insulinresistenz entsteht oft durch eine Kombination. Und zwar aus dauerndem Essen und Snacken. Der Körper kommt dadurch nämlich niemals zur Ruhe und Insulin bleibt ständig erhöht. Als nächstes sind es tatsächlich Diäten und insbesondere Kaloriendefizite. Also Phasen, wo du weniger isst, als dein Körper eigentlich benötigt. Denn das bedeutet nichts anderes, als zu wenig Energie kommt rein. Und das macht deinem Körper nur mal Stress. Und Stress wiederum, das weißt du mittlerweile, führt dazu, dass dein Cortisol, also dein Stresshormonpegel, hochgeht. Und das Problem bei Cortisol ist, dass dadurch auch dein Insulinspiegel steigt. Denn bei Stress, und da ist es vollkommen egal, ob der Stress jetzt körperlich oder mental ist, möchte dein Körper am liebsten Notreserven aufbauen. Denn dein Körper versucht dich ja zu schützen. Denn Stress hatte ja bekanntlicherweise in Urzeiten immer irgendwas mit Nahrungsknappheit zu tun. Und wenn wenig Essen reinkam, muss man den Körper schützen, indem man halt Notreserven aufbaut. Das heißt also nicht nur, dass Insulinresistenz dafür sorgt, dass deine Fettverbrennung komplett blockiert ist. Nein, im Gegenteil, dein Körper baut sogar noch mehr Fett auf. Und dabei kann es trotzdem sein, dass dein Gewicht stagniert oder dein Gewicht gar nicht zunimmt. Und trotzdem baut dein Körper im Hintergrund Muskulatur ab und Fett gleichzeitig auf. Das heißt, auf der Waage siehst du das erstmal gar nicht. Aber was du merkst, ist, dass du immer weicher wirst. Keine straffe Muskulatur mehr. Keine straffe Haut mehr. Und weil deine Muskulatur immer weniger wird, natürlich auch weniger Kraft. Das bedeutet also, dass jede Bewegung immer schwerer wird. Und irgendwann wird sie so schwer, dass du halt einfach keine Lust mehr hast, Sport zu machen oder dich körperlich aktiv zu bewegen. Und weil deine Muskulatur das Hauptstoffwechselorgan deines Körpers ist, sinkt damit noch mehr dein Stoffwechsel, was dazu führt, dass du immer weniger deiner Ernährung verbrennen kannst. Und das führt letztendlich dazu, dass du irgendwann zunimmst und nicht mehr so einfach abnehmen kannst. Und dabei hat dein Körper ja nicht nur körperlichen Stress, sondern es kommt auch chronischer Stress hinzu. Weil du einfach Job, Familie, Verantwortung, Druck, all das hast du. Und dein Körper bleibt also immer im Alarmzustand. Das nächste, was bei den meisten zuschlägt, ist Schlafmangel. Und dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob du jetzt acht, sieben oder sechs Stunden schläfst. Es kommt da vielmehr darauf an, wie gut du schläfst. Denn fünf Stunden richtig guter Schlaf ist immer noch besser als acht Stunden Schlaf, der nicht gut ist. Denn selbst wenn du noch kleine Kinder hast und ständig nachts raus musst, kann es trotzdem sein, dass dein Schlaf vielleicht wenig, aber immer noch gut ist. Aber wenn du aufgrund deiner Ernährung einen schlechten Schlaf hast, du zum Beispiel, weil du zu wenig Eiweiß zu dir nimmst, nicht mehr richtig in Tiefschlafphasen kommst und dadurch nicht erholt morgens aufwachst, auch wenn du acht, neun oder zehn Stunden geschlafen hast, dann führt dieser Schlafmangel dazu, dass die Insulinwirkung messbar verschlechtert ist. Das heißt also so viel wie, dass Insulin zwar da ist, dass es auch produziert wird, aber dass es einfach nicht mehr so gut bei den Zellen wirkt und dein Blutzuckerspiegel dadurch weiter oben bleibt. Und das führt wiederum dazu, dass dein Körper immer mehr Insulin produziert. Und der nächste Punkt ist nun mal auch wenig Muskelmasse. Und diese wenig Muskelmasse muss gar nicht so sehr von Diäten kommen. Das natürlich auch. Aber ich habe in diesem Podcast ja mehrfach schon darüber gesprochen. Ab einem bestimmten Alter baust du einfach von allein Muskulatur ab. Zumindest dann, wenn du nichts aktiv dafür tust. Und noch einmal, Muskeln sind große Zuckerverbraucher. Wenig Muskel bedeutet also, dass wenig Zucker verbraucht wird. Und das wiederum führt dann dazu, dass der Zucker nun mal im Blut bleibt und wiederum deine Insulinproduktion erhöht. Und dann kommen natürlich noch die hormonellen Veränderungen dazu. Gerade bei Frauen. Und gerade ab 35. PMS, Perimenopause, also die Phase vor den eigentlichen Wechseljahren. In dieser Phase ist dein Hormonspiegel sowieso schon durcheinander. Denn Östrogen, Progesteron und auch deine Schilddrüsenhormone, die verändern sich nun mal. Und die verändern auch deine Insulinwirkung. Aber noch einmal, das ist natürlich nicht dein Versagen. Das ist einfach Biologie unter Dauerbelastung. Und ich hoffe, du hast an dieser Stelle schon verstanden, warum Kalorienzähnen dann hier auch nicht mehr hilft. Denn dann ist nämlich völlig klar, warum gerade so viele Frauen mit einer Insulinresistenz beim Abnehmen verzweifeln. Denn weniger essen löst ja das Problem nicht. Ganz im Gegenteil, zu wenig Energie erhöht deine Stresshormone, verschlechtert deine Insulinwirkung und senkt auch noch deinen Grundumsatz. Und alles, was dein Körper dann natürlich denkt, ist Gefahr, Mangel und besonders festhalten. Und genau dann hörst du Sätze wie, ich esse doch kaum noch etwas, warum nehme ich nicht ab? Ja, und die Antwort ist ganz einfach, weil dein Körper nicht loslassen kann. Solange Insulin dauerhaft noch hoch ist. Lass uns das jetzt also nochmal zusammenfassen. Was passiert denn da eigentlich im Körper? Also erstens, dein Insulinspiegel ist hoch. Und das wiederum führt dann dazu, dass deine Fettverbrennung komplett blockiert ist. Und obwohl du eigentlich genügend Energie reinsteckst, weil du nämlich viele Kohlenhydrate isst, kommt diese Energie nicht in die Zellen rein. Und genau aus diesem Grund fühlt sich dein Körper dann unterversorgt. Und dadurch bekommst du dann Hunger. Oder Heißhunger und beides. Dadurch isst du dann natürlich mehr. Vor allen Dingen mehr von dem, was du eigentlich nicht essen solltest. Nämlich Schokolade, Süßigkeiten und Chips. Und trotzdem kommt diese Energie nicht an. Was dann dazu führt, dass deine Müdigkeit zunimmt. Und was noch zunimmt, ist dein Körperfettgehalt. Und zwar vor allem am Bauch. Und selbst wenn dein Körperfettanteil nicht steigt, der Bauch bleibt trotzdem. Du hast also in dieser Misere zwei Möglichkeiten. Entweder du nimmst zu oder du nimmst auf jeden Fall nicht mehr ab. Und nein, das ist kein Willenskraftproblem. Das ist ein Regulationsproblem. Aber bevor ich jetzt da hinkomme, was denn stattdessen hilft, würde ich gerne noch einmal kurz darüber sprechen, wie denn eine Insulinresistenz überhaupt festgestellt wird. Und das passiert natürlich in der Regel bei einem Arzt. Und zwar mit Hilfe von Bluttests. Und im Prinzip wird das relativ einfach gemessen, denn man schaut auf nüchterne Magen, wie hoch dein Insulinspiegel ist und wie hoch dein Blutzuckerspiegel ist. Und dafür gibt es verschiedene Messverfahren bzw. verschiedene Testverfahren. Unter anderem den Glucose-Toleranztest, wo dir also auch auf nüchterne Magen eine bestimmte Menge an Glucosesirup gegeben wird und dann geschaut wird, wie innerhalb der nächsten zwei Stunden sich dein Blutzuckerspiegel und dein Insulinspiegel verändert. Solche Tests werden aber in der Regel nur auf einen Diabetesverdacht gemacht. Leider wird bei Insulinresistenz aber an der falschen Stelle geschaut. Denn es gibt noch zusätzliche Marker im Blut, die darauf hinweisen können, dass dein Körper gerade mit einer Insulinresistenz kämpft. Und das sind deine Blutfettwerte, also die Triglyceride. Und insbesondere dann, wenn dein HDL-Colesterin zu niedrig ist. Und das muss ich an dieser Stelle einmal kurz erklären, obwohl ich das in einer anderen Podcast-Folge schon ausführlich getan habe. Denn natürlich wissen die wenigsten Leute, dass ein hoher Konsum von Kohlenhydraten, insbesondere viele Fertiglebensmittel oder ein hoher Süßigkeitenkonsum, dann dazu führen, dass deine Blutfettwerte sich verändern. Hier an dieser Stelle also nochmal ein kleiner Exkurs in das Thema Cholesterinwerte. Cholesterin zunächst mal ist ein Fett. Und zwar eines, was sehr, sehr wichtig für den Körper ist. Und deswegen produziert dein Körper das auch von ganz alleine. Dein Cholesterinwert besteht nämlich lediglich aus 10% von dem, was du über deine Ernährung aufnimmst. Es ist also vollkommen Quatsch, dass zu viele Eier in deiner Ernährung dazu führen, dass deine Cholesterinwerte hoch sind. Und ja, ich weiß, das hält sich immer noch als vermeintliches Wissen in der Bevölkerung. Und es gibt auch nach wie vor immer noch Ernährungsberater, die von zu viel Eierkonsum sprechen, wenn die Cholesterinwerte nicht in Ordnung sind. Aber noch einmal, zum Großteil, also 90%, wird Cholesterin selbst in deinem Körper produziert. Und jetzt musst du wissen, dass wenn du viele kohlenhydratreiche Lebensmittel zu dir nimmst und oder du zusätzlich noch viele Süßigkeiten isst, und dazu gehören natürlich nicht nur Schokolade und Gummibärchen, sondern auch Kuchen, Kekse und sonstige Backwaren, dann nimmst du über deine Ernährung einen großen Anteil an raffinierten Zucker zu dir. Und dieser raffinierte Zucker besteht aus zwei Teilen, nämlich ein Teil Glucose und der andere Teil ist Fruktose, also Fruchtzucker. Glucose ist jetzt das, was deinen Blutzuckerspiegel erhöht, was dann auch dazu führt, dass deine Fettverbrennung stoppt. Und alles, was du von diesem Zucker nicht verbrauchst, wird halt in Körperfett umgewandelt. Die Fruktose allerdings, die kann im Körper erstmal nicht verwendet werden. Und deswegen wird sie in die Leber transportiert, wo sie dann dort in Triglyceride umgewandelt wird. Also in Fett. Und weil auch deine Leber nur eine bestimmte Speicherkapazität hat, ist deine Leber irgendwann mal voll. Im schlimmsten Fall dann so voll, dass man von einer Fettleber spricht. Und dafür musst du nicht ein Gramm Fett gegessen haben. Der Zucker ist es, was deine Leber fett werden lässt. Wenn also deine Leber voll ist und nicht noch mehr Fruktose bzw. dann in umgewandelter Form Triglyceride speichern kann, dann versucht deine Leber, diese Fette wieder loszuwerden. Und das tut sie, indem sie die Triglyceride zu LDL-Colesterin baut. Also dem Cholesterin, das Cholesterin in deinen Körper hineinliefert. Oder anders ausgedrückt aus der Leber wieder heraus. Denn das ist ja vollkommen logisch, wenn die Leber voll ist, muss geliefert werden. Also raus aus der Leber oder beziehungsweise rein in den Körper. Das L steht also bei dem LDL-Colesterin für Liefern. Und jetzt kannst du dir vorstellen, je voller dein Leber ist, desto mehr muss geliefert werden, desto höher ist dein LDL-Colesterin. Und weil deine Leber ja trotzdem voll bleibt, weil du dich nach wie vor so ernährst, wird dein Körper immer weniger Cholesterin aus dem Körper wieder zurückholen in die Leber. Und das H für holen ist das gleiche H wie in HDL-Colesterin. Wenn also bei deinem Bluttest herauskommt, dass du zu wenig HDL hast, dann muss das kein Zeichen dafür sein, dass du zu wenig gesunde Fette isst. Sondern dann kann es durchaus sein, dass du einfach zu viel Zucker isst und dass dadurch deine Leber schon voll ist und deswegen wenig zurückholen kann aus deinem Blut. Und das Problem, was dadurch nun mal entstehen kann, ist, dass das zu viele LDL-Colesterin dann in deinen kleinsten Adern verklumpen kann, weil nun mal zu viel geliefert wird und zu wenig wieder zurückgeholt wird. Lange Rede, kurzer Sinn, du siehst, das Thema ist recht komplex und man muss oftmals genauer hinschauen, wo da jetzt genau Ursache und Wirkung ist. Aber ich denke, du hast das Prinzip grundlegend erstmal verstanden. Lass uns jetzt mal dorthin kommen, was du denn stattdessen tun könntest, um Insulin wieder hörbar zu machen. Denn die gute Nachricht ist, Insulinresistenz ist reversibel, also wieder umkehrbar. Denn dein Körper wird darauf reagieren, wenn er wieder Sicherheit bekommt, wenn er regelmäßige Mahlzeiten erhält, wenn du ihm echte Nährstoffe gibst, vor allen Dingen auch ausreichende Energie. Und wenn dein Körper wieder weniger Stress hat. Und das kann man auf ein paar wichtige Prinzipien herunterbrechen, nämlich nicht ständig essen, nicht hungern und auch nicht extrem sein. Es geht also um Rhythmus statt Chaos. Es geht um Nährstoffdichte statt um Kalorienjagd. Und es geht um Muskelhalt statt Erschöpfung. Und das sollte auch noch alltagstauglich statt Perfektion sein. Denn dein Körper lässt Fett ganz freiwillig los. Aber nur dann, wenn er sich sicher fühlt. Also, wenn du dich heute in dieser Folge wiedergefunden hast, dann möchte ich dir das noch einmal ganz klar sagen. Du bist nicht falsch. Dein Körper arbeitet auch nicht gegen dich. Nein, er schützt dich. Und nur vielleicht ein bisschen zu gut. Und wenn du lernen möchtest, wie du wieder mit deinem Stoffwechsel arbeitest statt gegen ihn, dann begleite ich dich gern auf deiner letzten Abnehmreise. Schau dir dazu gerne mein aktuelles Online-Seminar an. Da vertiefe ich das Ganze noch einmal und erkläre dir Schritt für Schritt, warum 8 von 10 Frauen eigentlich nicht abnehmen. Den Link dazu findest du wie immer in den Shownotes. Und wenn du eine Freundin hast, die alles richtig macht und trotzdem verzweifelt, dann schicke gerne diese Folge. Und damit bin ich auch schon am Ende der heutigen Episode. Ich hoffe, es hat dir gefallen und du konntest wieder eine Menge mitnehmen. Denk daran, falls du es noch nicht getan hast, diesen Channel zu abonnieren. Und damit verabschiede ich mich für heute. Wir hören uns.