Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
113 - Mediterrane Ernährung- keine Diät – sondern eine Lebensstrategie
•Marcus Milarov•Season 1•Episode 113
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Warum gilt die mediterrane Ernährung seit Jahrzehnten als die gesündeste Ernährungsform der Welt? Und warum zeigen wissenschaftliche Studien immer wieder, dass Menschen rund um das Mittelmeer seltener an Herzkrankheiten, Diabetes oder Demenz leiden?
In dieser Folge tauchen wir tief in die Wissenschaft hinter der mediterranen Ernährung ein. Du erfährst, warum sie weit mehr ist als nur eine Liste gesunder Lebensmittel – und weshalb sie heute als eines der effektivsten Modelle zur Prävention chronischer Krankheiten gilt.
Wir sprechen darüber:
• was die mediterrane Ernährung wirklich ausmacht
• warum Olivenöl eine so zentrale Rolle für Stoffwechsel und Herzgesundheit spielt
• welche Wirkung Kräuter, Gewürze und sekundäre Pflanzenstoffe auf Entzündungen haben
• warum diese Ernährungsweise beim Abnehmen helfen kann, ohne eine klassische Diät zu sein
• und weshalb Studien zeigen, dass sie das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Krebs und Alzheimer deutlich senken kann.
Du erfährst außerdem, welche Lebensmittel im Mittelpunkt dieser Ernährungsweise stehen, warum sie so sättigend ist und weshalb sie weltweit als eine der nachhaltigsten Strategien für langfristige Gesundheit und ein langes Leben gilt.
Diese Folge ist wie eine kleine Ernährungs-Dokumentation – verständlich erklärt, wissenschaftlich fundiert und voller praktischer Erkenntnisse darüber, wie eine Ernährung aussehen kann, die nicht nur satt macht, sondern auch schützt.
Wenn du verstehen möchtest, warum Millionen Menschen rund um das Mittelmeer gesünder altern – dann ist diese Episode genau für dich.
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45 Minuten, in denen du erfährst, warum dein Körper gerade nicht abnehmen will. Warum es nicht an zu wenig Disziplin liegt, sondern an zu wenig Energie. Und was du stattdessen tun kannst.
Wenn wir über gesunde Ernährung sprechen, denken viele sofort an Regeln, an Verbote, an komplizierte Ernährungspläne. Aber interessant ist doch, in einigen Regionen der Welt leben Menschen auffällig länger und gesünder. Ich denke da an Griechenland, an Süditalien, an Spanien, an Sardinien. Und die haben eines gemeinsam, die mediterrane Ernährung. Und das Spannende ist, diese Ernährung wurde nie als Diät entwickelt. Sie ist einfach das, was Menschen dort traditionell essen. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Und heute geht es um die mediterrane Ernährung. Und das will ich an dieser Stelle gleich mal klarstellen. Es geht nicht um eine mediterrane Diät, sondern um die mediterrane Ernährung. Denn womöglich hast du es in der einen oder anderen Zeitschrift gelesen oder vielleicht in einem Post, da wird von mediterraner Diät gesprochen. Das ist aber leider keine richtige Übersetzung. Denn das englische Wort Diet hat nichts mit dem deutschen Wort Diät zu tun, wo es ja in erster Linie darum geht, irgendetwas einzuschränken. Oder sich womöglich nur einseitig von einem Lebensmittel zu ernähren. Ich denke hier an die Kohlsuppendiät, bei der es ja nicht darum geht, alles außer Kohlsuppe zu essen, sondern ausschließlich Kohlsuppe zu essen oder zu trinken. Denn die eigentliche Bedeutung hinter Diet bedeutet Ernährungsweise. Also die Art, wie du dich ernährst. Entweder über einen gewissen Zeitraum oder sogar womöglich lebenslang. Und es gibt noch einen weiteren Unterschied. Eine Diät im Deutschen hat immer einen gewissen Zweck. Meistens ist es das Abnehmen. Oder speziell das Thema Muskelaufbau oder die Vorbereitung auf einen gewissen Wettkampf. Aber eine Ernährungsweise muss nicht unbedingt ein gewisses Ziel haben. Eine spezielle Ernährungsweise hingegen kann ethische Gründe haben oder auch ökologische. Bei der mediterranen Ernährung geht es insbesondere darum, wie traditionell gelebt wird oder gelebt wurde. Und wenn Wissenschaftler heute darüber sprechen, welche Ernährungsform den größten Einfluss auf Gesundheit und Lebensdauer hat, dann fällt oft der Begriff mediterrane Ernährung. Und sie wird seit Jahrzehnten untersucht und gehört zu den am meisten und am besten erforschten Ernährungsformen der Welt. Denn Menschen, die sich nach diesem Prinzip ernähren, haben nachweislich ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankung, für Diabetes, für bestimmte Krebsarten und sogar für neurodegenerative Erkrankungen, wie zum Beispiel Alzheimer. Und trotzdem ist sie eigentlich keine Diät. Sie ist vielmehr ein Lebensstil. Eine Ernährungsweise, die über Generationen hinweg in Regionen rund um das Mittelmeer entstanden ist. Vor allem in Griechenland, Süditalien, Spanien und Teilen Nordafrikas. Und genau deshalb schauen wir uns in dieser Folge einmal genauer an. Was genau ist denn mediterrane Ernährung eigentlich? Was bedeutet es? Warum Olivenöl darin so eine große Rolle spielt? Weshalb Gewürze und Kräuter ein unterschätzter Gesundheitsfaktor sind. Und warum diese Ernährungsweise nicht nur beim Abnehmen hilft, sondern vor allem auch Krankheiten vorbeugt. Die wissenschaftliche Geschichte der mediterranen Ernährung beginnt bereits in den 50er Jahren. Damals stellten Forscher nämlich fest, dass Menschen in einigen Mittelmeerregionen auffällig selten an Herzinfarkt starben. Und das war besonders erstaunlich, weil ihre Ernährung nicht fettarm ist. Im Gegenteil, Fett spielt sogar eine wichtige Rolle. Und der amerikanische Forscher Ansel Kies begann darauf hin, diese Ernährung mal genauer zu untersuchen. Und was er herausfand, war an sich kein Diätkonzept, sondern eine traditionelle Lebensweise. Er fand heraus, dass die Menschen überwiegend sich ernährt haben von frischem Gemüse, von Obst, von Hülsenfrüchten, von Vollkornprodukten, von Fischen, Nüssen und natürlich Olivenöl. Und gleichzeitig waren industriell verarbeitete Lebensmittel recht selten. Auch Fleisch wurde relativ weniger konsumiert als in den westlichen Ernährungsformen. Aber nicht nur die Ernährungsweise spielt eine große Rolle bei der Gesundheit. Darüber hinaus geht es nämlich vielmehr um den Lebensstil, nämlich um regelmäßige Bewegung im Alltag, um gemeinsames Essen, regionale und saisonale Lebensmittel und natürlich weniger Stress beim Essen. Und genau diese Kombination aus Ernährung und Lebensstil wurde später als die mediterrane Ernährung bezeichnet. Also lass uns jetzt doch mal über das Fundament der mediterranen Ernährung sprechen. Wenn man sich nämlich diese Ernährungsform anschaut oder in einer Pyramide darstellen würde, dann stünden an der Basis vor allem pflanzliche Lebensmittel. Dazu gehören insbesondere Gemüse, Salate, Obst, Hülsenfrüchte und auch Vollkornprodukte. Typische Getreideprodukte sind da zum Beispiel Vollkornbrot, Vollkornnudeln, brauner Reis, Dinkel oder auch Hafer. Und diese Lebensmittel liefern einfach komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und natürlich auch eine Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen. Und sie stabilisieren dadurch den Blutzuckerspiegel, fördern deine Darmgesundheit und sorgen für eine langfristige Sättigung. Und ein weiterer wichtiger Bestandteil sind pflanzliche Proteinquellen wie zum Beispiel Linsen, Kichererbsen oder auch Boden. Und natürlich spielen dort auch Nüsse und Samen eine wichtige Rolle. Denn auch sie liefern gesunde Fette. Sie liefern Magnesium, Zink und auch Antioxidantien. Aber das Herzstück dieser Nierungsweise, und das wird dir wahrscheinlich bewusst sein, ist das Olivenöl. Das ist nämlich das zentrale Element dieser Ernährungsform. Und es findet sich auch fast in jeder Mahlzeit an. Und das Besondere ist, dass es nicht irgendein Olivenöl ist, sondern extra natives Olivenöl. Dieses wird nämlich ausschließlich durch mechanische Verfahren gewonnen, meistens kalt gepresst. Und das führt dann dazu, dass Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe nahezu vollständig erhalten bleiben. Und das macht wirklich einen großen Unterschied. Bei raffinierten Ölen ist es nämlich so, dass durch chemische Prozesse bestimmte Begleitstoffe entfernt werden. Das führt aber dazu, dass gerade der Nährstoffgehalt stark reduziert wird. Bei besonders gutem nativen Olivenöl ist auch der Erntezeitpunkt entscheidend. Es wird dann nämlich zwischen Standardernten und der Früernte unterschieden. Das nennt man auch Early Harvest. Und gerade Öle aus früher geernteten Oliven weisen oft die höchste Konzentration an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Olazanthal auf. Und diese sind besonders entzündungshemd. Wenn man sich Olivenöl mal genauer anschaut, dann besteht Olivenöl zu etwa 70 bis 80 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Und genau diese Fettsäuren wirken sich besonders positiv auf deinen Fettstoffwechsel aus. Sie können nämlich helfen, dein LDL-Colesterin-Spiegel zu senken und gleichzeitig dein HDL-Colesterin stabil zu halten. Doch die eigentliche Besonderheit von Olivenöl liegt in seinen bioaktiven Pflanzenstoffen. Es enthält nämlich über 30 verschiedene Polyphenole. Und diese Substanzen wirken stark antioxidativ und entzündungshemd. Besonders interessant ist da Oleokanthal, also der Stoff, der bei der Frühernte besonders häufig vorkommt. Denn dieser Stoff zeigt in Studien eine besondere Wirkung auf Entzündungsprozesse, die sogar mit milden entzündungshemmenden Medikamenten vergleichbar ist. Und darüber hinaus verbessert Olivenöl deine Insulinsensitivität, deine Blutzuckerkontrolle und auch dein Sättigungsgefühl. Und die Studien zeigen, dass Menschen in mediterranen Regionen häufig so 30 bis 45 Gramm Olivenöl pro Tag konsumieren. Und das ist eigentlich gar nicht so viel. Das entspricht nämlich gerade mal zwei bis vier Esslöffeln täglich. In der großen Predimet-Studie wurde sogar eine tägliche Menge von etwa 25 Gramm empfohlen. Aber bei der mediterranen Ernährung geht es nicht nur um Olivenöl, sondern auch der großzügige Einsatz von Kräutern, Gewürzen, Knoblauch und Zwiebeln spielen natürlich eine zentrale Rolle. Und was mir gar nicht so klar war, es geht dabei darum, das Salz oder die tägliche Salzmenge zu reduzieren, nämlich auf unter 6 Gramm pro Tag. Denn diese aromatischen Zutaten verbessern den Eigengeschmack der Speisen so stark, dass große Mengen Salz zur Geschmackssteigerung gar nicht mehr notwendig sind. Und aus diesem Grund lass uns doch mal eintauchen in die Kräuterwelt der mediterranen Ernährung. Das sind so am einen die klassischen mediterranen Kräuter. Dazu gehört Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian. Und diese bilden oft die Basis vieler Rezepte und werden direkt als Ersatz für Salz empfohlen. Dann gibt es natürlich noch Petersilie, Salbei und Majoran. Und gerade die verleihen Gerichten ihr charakteristisches Aroma und sind vor allen Dingen reich an sekundären Pflanzenstoffen. Auch Dill und Minze gibt es in der mediterranen Ernährung. Und zwar besonders in den griechischen und marokkanischen Gebieten. Da bekommen die Gerichte nochmal eine richtige Frische. Ich würde auch noch Lorbeerblätter und Estragon zu den klassischen mediterranen Kräutern zählen. Diese dienen der geschmacklichen Tiefe in Fleisch- und Fischgerichten. Die nächsten Lebensmittel würde ich jetzt mal unter aromatische Gemüse und Würzmittel kategorisieren. Dazu gehören Knoblauch und Zwiebel. Und auch diese verstärken die vaskuläre Gesundheit, also dein Herz-Kreislauf-System, beziehungsweise die Gesundheit deiner Arterien. Dann wären da noch Kapern und die werden gerade häufig in Süditalien und Griechenland geschätzt und dienen dort als würzige Komponente in Soßen oder auch Fischgerichten. Als letzte Lebensmittel in dieser Kategorie wären dann noch Zitronensaft und Essig, zum Beispiel Basamico. Und diese sauren Komponenten, die können anstelle von Salz verwendet werden, um zum Beispiel den Geschmack von Speisen anzuheben. Und dann gibt es als letzte Kategorie noch Gewürze, die für Tiefe und Schärfe sorgen. Zum Beispiel nämlich Fenchelsam und Anis. Die geben Ölen und Fischgerichten oder Fleischgerichten nämlich eine feine Note. Dann werde noch Chili, Pfeffer und Muskat und die sorgen für die nötige Würze ohne Natriumersalz. Und auch Schwarzkümmel ist ein typisches Gewürz für zum Beispiel Fladenbrote und soll für die Anregung deiner Verdauung dienen. Und wenn man mal Richtung Nordafrika schaut, also gerade so bei der marokkanischen Tradition, da finden wir häufig Safran, Kurkuma, Kreuzkümmel und auch Zimt. Und auch bei diesen Gewürzen geht es um den Ersatz von Salz. Übrigens an der Stelle mal ein kleiner Profitipp. Idealerweise fügst du die Gewürze erst ganz am Ende der Speisenzubereitung hinzu. Dann bleibt nämlich eine hohe Nährstoffkonzentration erhalten. Und dann sorgt das dafür, dass die Kräuter einfach nicht zerkocht werden und die Vitamine darin kaputt gehen. Aber jetzt mal zu einem anderen Punkt. Denn mein Thema ist ja nicht nur Ernährung, sondern speziell das Thema Abnehmen. Und wenn du jetzt mal meine dezidierte Meinung hören möchtest, ohne dass ich mich jetzt großartig in das Thema eindenke, dann muss ich dir ehrlich gestehen, dass ich bei der mediterranen Ernährung oder generell, wenn ich an den Mittelmeerraum denke, nicht wirklich an ausschließlich schlanke Menschen denke. Denn wenn ich mir von meinem bildlichen Auge mal so eine Nonna vorstelle, dann denke ich da nicht an eine gärtenschlanke Seniorin. Dann denke ich da vielmehr an eine braungebrannte, von Lachfalten gezeichnete ältere Dame, die mit einer Schürze und breiten Grinsen vor ihrem Kochtopf steht. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber so richtig schlank stelle ich mir so eine Frau nicht vor. Und das ist wirklich vollkommen wertfrei. Und ich bezweifle auch gar nicht, dass diese Frau steinalt wird. Aber figurtechnisch ist es wahrscheinlich nicht das, was du dir gerade vorstellst. Zumindest meine ich das, wohin du gerade hinstrebst. Und eines kann ich dir sagen, ich liebe den Mittelmeerraum. Meine Familie väterlicherseits kommt aus dem Bereich Bulgarien. Und daher kenne ich die Mittelmeerküche sehr wohl. Und wenn ich an mediterranes Essen denke, dann denke ich da an Gyros, an Bivteki, an die Herkules-Grillplatte. Jedenfalls nicht an eine vorwiegend pflanzliche Kost. Und selbst wenn ich gedanklich Richtung Italien springe und mir vorstelle, dass mittags und abends Pasta auf dem Teller liegt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass diese relativ kalorienarme Kost in jungen Jahren dazu führt, dass du schlank bist. Aber ich kann mir genauso gut vorstellen, dass diese Ernährung mit fortschreitender Lebenserfahrung dazu führt, dass du eher rund wirst. Und auch wenn ich an den Salzkonsum denke, dann bezweifle ich gerade, dass im mediterranen Raum weniger Salz benutzt wird. Mein Vater zum Beispiel hat immer Unmengen an Salz benutzt. Aber nun mag es ja sein, dass sich die Ernährungsweise im Mittelmeerraum sich seit den 50er Jahren auch maßgeblich geändert hat. Und ich kann mir schon vorstellen, dass die arme Landbevölkerung wenig Fleisch konsumiert hat. Einfach aus Kostengründen. Und dass sich das jetzt vielleicht geändert hat. Weil es natürlich auch in diesen Gebieten mehr Wohlstand gibt als vielleicht noch vor 20, 30 oder 50 Jahren. Auf jeden Fall kann ich dir mal sagen, dass es ein häufiger Irrtum ist, dass die mediterrane Ernährung eine klassische Diät ist. Das stimmt nämlich nicht. Sie ist nämlich gar nicht darauf ausgelegt, möglichst schnell Gewicht zu verlieren. Stattdessen unterstützt sie eher eine langfristige Gewichtsstabilität. Und da sind wir wieder im Thema. Denn das reine Abnehmen ist ja nur ein Teilbereich des Abnehmens. Vielmehr geht es ja darum, dann das Gewicht auch halten zu können. Und genau da sehe ich eine wirkliche Stärke der mediterranen Ernährung. Nichtsdestotrotz zeigen Studien, dass Menschen mit dieser Ernährungsweise häufig auch Gewicht verlieren. Gerade dann, wenn sie zu dieser wechseln. Und ich würde das darauf zurückführen, dass du durch eine hohe eiweißreiche, nährstoffdichte und vor allen Dingen auch fettreiche Ernährung halt einfach schneller satt bist. Denn dein Körper bekommt genau das, was er wirklich braucht. Und das macht ihn nun mal satt. Nichtsdestotrotz zeigt gerade die Direct-Studie, dass mediterrane Ernährung sogar erfolgreicher sein kann als klassische, gerade fettarme Diäten. Und auch die Macher dieser Studie sehen den Grund dafür in mehreren Faktoren, nämlich dass Ballaststoffe aus Gemüse und Hülsenfrüchten für eine lange Sättigung sorgt. Und dass die gesunden Fette, zum Beispiel aus Olivenöl, den Blutzucker stabilisieren. Und dass die hohe Nährstoffdichte dann halt auch die Heißhungerattacken reduziert. Aber wenn man das jetzt mal mit anderen Diäten vergleicht, dann erfolgt der Gewichtsverlust oft etwas langsamer. Aber was man diese Ernährungsform auf jeden Fall zugute heißen kann, ist, dass gerade bei den Leuten, die sich so ernährt haben, um abzunehmen, dass der Bauchumfang wesentlich mehr reduziert wurde und dass die Muskelmasse besser erhalten geblieben ist. Wie schon erwähnt, würde ich also die mediterrane Ernährung nicht als Abnehmkonzept einstufen, sondern vielmehr als die Phase danach. Also die Phase, die für eine Stabilisierung deines jetzt neuen Gewichtes sorgt, die, wie du ja weißt, wenn du die letzten Podcast-Folgen gehört hast, umso wichtiger ist. Und außerdem müssen wir uns diese Ernährungsform mal abseits des Abnehmens anschauen, denn es gibt noch wesentliche größere Effekte, nämlich das Thema Krankheitsprävention. Denn da ist sich die Ernährungswissenschaft relativ einig, aufgrund der Ausgewogenheit dieser Ernährung, ist es für fast alle Bevölkerungsgruppen eine sichere und vor allen Dingen eine vorteilhafte Wahl der Ernährung. Und sie wird auch als die wissenschaftlich fundierte Strategie zur Prävention und Unterstützung bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt. Und da geht es besonders um folgende Personengruppen. Menschen mit Herz-Kreislaufrisiken. Denn wie vorhin schon angesprochen, ist die mediterrane Ernährung die bestuntersuchteste Ernährungsform. Und gerade wenn es um das Thema Herzinfarkte, Schlagampffälle und Cholesterinsenkung geht. Denn du kannst durch diese Ernährungsform signifikant deinen Blutdruck senken, deinen Cholesterinwert senken und auch sämtliche Entzündungswerte in deinem Körper. Die nächste Personengruppe sind die Personen mit Typ 2-Diabetes oder Prädiabetes. Denn diese Kost hilft dir dabei, deinen Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, deinen HBA1C-Wert zu senken, also deinen Langzeitzucker und auch deine Insulinsensitivität deiner Zellen zu verbessern. Das bedeutet so viel wie, dein Körper kann besser mit Zucker umgehen. Das führt also dazu, dass Zucker nicht automatisch gleich in Fett umgewandelt wird, also in Körperfett, sondern dass dein Körper eher versucht, den Zucker zu verbrennen. Die nächste Personengruppe, und das ist eine immer größer werdende Gruppe, sind die Senioren. Denn die mediterrane Ernährung fördert ein gesundes Altern und schützt gerade vor kognitivem Verfall, also Demenz, Alzheimer, Parkinson und wirkt vor allen Dingen altersbedingten Muskelabbau. Das ist auch der Grund, warum gerade Senioren in diesen Mittelmeerräumen weniger allgemein gebrechlich sind. Aber diese Ernährungsform ist nicht nur was für Senioren, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Und gerade eine frühzeitige Umstellung kann das Risiko für Übergewicht im späteren Leben drastisch senken. Und weil diese Ernährungsform so reich an Nährstoffen, insbesondere Mikronährstoffen ist, ist das besonders gut für das Wachstum und die Entwicklung unserer Kinder. Aber auch Sportler oder aktive Menschen sollten sich mal mit dem Thema auseinandersetzen. Denn gerade der höhere Fettanteil durch das Olivenöl deckt ganz effizient erstens deinen Kalorienbedarf und die Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemd. Und das fördert deine Regeneration nach dem Training. Und auch Patienten mit Autoimmun- oder Entzündungskrankheiten hätten durch diese Ernährungsform deutliche Vorteile. Denn durch die antientzündliche Wirkung unterstützt das deine Therapie bei zum Beispiel rheumatoida Arthritis, Multipler Sklerose und auch chronischen entzündlichen Darmerkrankungen, wie zum Beispiel Morbos Kron. Und was ich noch viel wichtiger finde, diese Ernährungsform macht glücklich. Und zwar nicht nur durch das, was du isst, sondern noch einmal bei der mediterranen Ernährung geht es ja nicht nur um Ernährung, sondern halt nun mal auch um Lebensstil. Also ist es auch für Genießer und soziale Menschen. Denn weil du keine strengen Verbote hast, sondern eher der Fokus auf schmackhafte und frische Lebensmittel ist und natürlich auch auf gemeinsames Essen, ist es natürlich ideal für Personen wie mich, die eine alltagstaugliche und gesellige Ernährungsform suchen. Also nochmal zusammenfassend, die große oder die größte Stärke der mediterranen Ernährung liegt in der Vorbeugung chronischer Krankheiten. Und man kann schon sagen, dass dieses Ernährungsmodell das wirksamste ist zur Prävention der häufigsten westlichen Erkrankungen. Also besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und die groß angelegte Predimid-Studie, die ich vorhin schon erwähnt habe, die zeigte eine Reduktion schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa 30 Prozent. Und auch bei Diabetes gibt es überzeugende Ergebnisse. Denn die mediterrane Ernährung verbessert deine Insulinsensitivität der Zellen und senkt das Risiko für Typ 2-Diabetes und zwar um etwa 10 bis 20 Prozent. Und spannend finde ich auch, dass Studien zeigen, dass es eine reduzierte Sterblichkeit durch Krebs um etwa 10 bis 14 Prozent gibt. Insbesondere bei Brust- und Darmkrebs und auch, wie schon erwähnt, die Gesundheit deines Gehirns. In einigen Studien liegt das Risiko oder die Risikoreduktion zwischen 11 und 30 Prozent bei allen Formen von Demenz und Alzheimer. Wenn man sich also mal die mediterrane Ernährung genauer anschaut, dann erkennst du, dass der Erfolg eigentlich nicht auf den einzelnen Lebensmitteln basiert, sondern dass es halt ein Zusammenspiel vieler Faktoren ist. Also pflanzliche Lebensmittel, gesunde Fette, wenig hochverarbeitete Produkte, viele Kräuter und Gewürze und natürlich auch ein entspannter Umgang mit Essen. Und da kommt ein Aspekt hinzu, der gerade bei modernen Ernährungsdebatten oft vergessen wird, nämlich Essen im Mittelmeerraum ist ein soziales Ereignis. Man nimmt sich Zeit, man kocht gemeinsam, man genießt die Mahlzeit. Und ich würde fast sagen, dass genau darin das eigentliche Geheimnis dieser Ernährungsweise steckt. Die mediterrane Ernährung ist also keine Modeerscheinung. Sie ist vielmehr eine jahrhunderte Lebensweise, die einfach nur durch moderne Forschung bestätigt wurde. Und sie zeigt, dass gesunde Ernährung nicht kompliziert sein muss. Und dass sich Genuss, Tradition und Gesundheit nun mal nicht ausschließen. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum diese Ernährungsform bis heute als einer der gesündesten der Welt gilt. Und damit bin ich auch tatsächlich schon am Ende dieser Folge. Ich habe jetzt wirklich Appetit auf die Herkulesgrillplatte Bizzatzicki und ein Glas leckeren Rotwein. Also vergiss nie, Ernährung ist so viel mehr als Essen. Es ist Genuss, Liebe und Leidenschaft. Es ist soziale Interaktion. Und zwar ohne Reue und schlechtes Gewissen. Und damit verabschiede ich mich für heute. Wir hören uns.