WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?

117 - Sonne, Stimmung, Stress & Stoffwechsel

Marcus Milarov Season 1 Episode 117

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Kennst du das Gefühl, dass im Sommer oder im Urlaub plötzlich alles leichter wird? 

Du hast mehr Energie. 

Deine Stimmung ist besser. 

Du bewegst dich mehr. 

Und selbst dein Körper wirkt irgendwie kooperativer. 

In dieser Folge schauen wir uns genau an, ob Sonnenlicht tatsächlich einen Einfluss auf Stimmung, Stresslevel und Stoffwechsel hat – und ob es deshalb auch indirekt beim Abnehmen eine Rolle spielen kann. 

 Du erfährst: 

•warum Sonnenlicht viel mehr ist als nur „schönes Wetter“ 

•wie Licht deinen Biorhythmus, Cortisol und Schlaf beeinflusst 

•welchen Zusammenhang es zwischen Sonnenmangel, schlechter Stimmung 

  und emotionalem Essen geben kann 

•ob ein Vitamin-D-Mangel das Abnehmen erschweren kann 

•und wie du deinen Vitamin-D-Spiegel sinnvoll unterstützen kannst 

 

Außerdem sprechen wir darüber: 

•warum dein Körper im Sommer oft besser funktioniert 

•welche Rolle Serotonin, Stressregulation und Alltagsbewegung spielen 

•welche Lebensmittel Vitamin D liefern 

•und wann eine Supplementierung sinnvoll sein kann 

 

Diese Folge ist für dich, wenn du spürst, dass dein Körper im Winter oft schwerer, träger und blockierter wirkt – und du verstehen möchtest, warum das so sein könnte. 

 

💛 Wissenschaftlich fundiert. 

💛 Verständlich erklärt. 

💛 Mit praktischen Impulsen für deinen Alltag. 

 

🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum dein Körper vielleicht nicht nur Motivation braucht – sondern Licht. 

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SPEAKER_00

Endlich Frühling, endlich wieder Sonnenschein. Und ich weiß nicht, ob du das kennst, du bist im Urlaub oder einfach mitten im Sommer und die Sonne scheint und du bist mehr draußen, der Tag fühlt sich heller an und plötzlich scheint dein ganzer Körper anders zu funktionieren. Du bist leichter drauf, du hast mehr Energie, du bewegst dich mehr, ohne dich überhaupt dafür zwingen zu müssen. Und dein Appetit fühlt sich irgendwie entspannter an. Und selbst dein Körper wirkt irgendwie, ich sag mal, kooperativer. Ja, und vielleicht kannst du es ja sogar nachvollziehen, solche Sätze wie, im Urlaub esse ich teilweise sogar mehr und fühle mich trotzdem besser. Im Sommer fällt mir alles viel leichter. Sobald die dunkle Jahreszeit kommt, kippt bei mir irgendwie die Stimmung. Und genau da stellt sich eine spannende Frage. Ist das einfach nur Einbildung? Ist das nur die schöne Urlaubsstimmung? Oder gibt es tatsächlich einen biologischen Zusammenhang zwischen Sonnenlicht, Stimmung, Stresslevel und Stoffwechsel? Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Aber bevor ich so richtig in die Folge starte, möchte ich einmal nochmal kurz Eigenwerbung machen. Schau doch mal bei YouTube und Instagram vorbei. Denn da habe ich noch viel mehr spannende Themen abseits dieses Podcasts. Und wenn du dann schon vorbeischaust, dann hinterlass mal gerne ein Abo, damit du dann auch in Zukunft nichts mehr Spannendes verpassen kannst. So, nun aber wieder zurück zur Frage. Gibt es tatsächlich einen biologischen Zusammenhang zwischen Sonnenlicht, Stimmung, Stresslevel und Stoffwechsel? Und die kurze Antwort ist ja. Diesen Zusammenhang gibt es. Sonne macht zwar nicht direkt schlank, aber Sonnenlicht beeinflusst viele Systeme in deinem Körper, die wiederum sehr wohl mit Energie, Hunger, Stress, Schlaf und sogar mit deiner Fähigkeit zu regulieren zusammenhängen. Und genau darüber sprechen wir heute. Also wir schauen uns an, warum Licht viel mehr ist als nur schönes Wetter, wie Sonne auf Stimmung und Stress wirkt, was das mit Cortisol, also deinem Stresshormon, zu tun hat, was das mit Schlaf, Heißhunger und so weiter zu tun hat, welche Rolle da Vitamin D spielt und ob ein Vitamin D Mangel das Abnehmen erschweren kann. Und natürlich zu guter Letzt, was kannst du denn ganz praktisch tun, um deinen Körper besser zu unterstützen? Also lass uns mal starten, warum Licht biologisch viel mehr ist als nur Helligkeit. Denn wenn wir über Sonnenlicht sprechen, denken viele natürlich zuerst mal an Wärme, Sommer und gute Laune. Aber biologisch betrachtet ist Licht vor allem eins, ein Steuerreiz. Denn Sonnenlicht ist für deinen Körper wie ein Dirigent. Es sagt deinem inneren System, wann tag ist, wann Nacht ist, wann du wach sein solltest, wann du müde werden darfst und wie bestimmte Hormone im Tagesverlauf ausgeschüttet werden. Dein Körper arbeitet nämlich mit einer inneren Uhr. Man nennt das den cirkadianen Rhythmus. Und dieser Rhythmus beeinflusst unter anderem Schlaf und Wachheit, dein Cortisolspiegel, Melantonin, deine Körpertemperatur, dein Appetit, deine Verdauung und auch dein Energielevel. Und gerade das Licht am Morgen ist dabei extrem wichtig. Wenn am Morgen Licht auf deine Netzhaut trifft, bekommt dein Gehirn das Signal, der Tag beginnt. Und dadurch werden Prozesse angestoßen, die dich wach machen, deinen Tagesrhythmus stabilisieren und den Körper insgesamt besser synchronisieren. Oder bildlich gesagt, Licht ist wie der Taktstock für dein hormonelles Orchester. Und wenn dieser Takt fehlt oder schwächer wird, zum Beispiel im Winter, bei viel Indoor-Aktivität oder Indoor-Alltag oder generell wenn wenig Tageslicht da ist, dann spielt der Körper oft nicht mehr sauber im Takt. Und genau das kann sich auf sehr viele Bereiche auswirken, die gerade bei Menschen oft als, naja, ich sag mal, irgendwie blockiert erlebt werden. Und jetzt lass uns mal über Sonne und Stimmung sprechen. Also warum Licht psychisch so viel verändert. Denn ein Bereich, den die meisten Menschen intuitiv sofort spüren, ist die Stimmung. Viele merken das ganz deutlich. Also im Sommer geht es den meisten emotional besser. Oder sie sind wacher. Oder sie sind sogar offener. Sie haben ja Lust auf Bewegung, auf Menschen, auf Leben. Und nein, das ist nicht nur eine romantische Sommerverklärung. Denn Sonnenlicht beeinflusst unter anderem die Regulation von Serotonin, also einem Botenstoff, der stark mit der Stimmung, deinem Antrieb, der inneren Stabilität und natürlich auch deinem Wohlbefinden verbunden ist. Das heißt also, mehr Tageslicht ist mit einer besseren Stimmung verbunden. Oder anders, weniger Tageslicht kann sich dagegen zeigen durch mehr Müdigkeit, mehr Schwere, mehr Reizbarkeit, weniger Motivation, mehr Rückzug und auch mehr emotionale Bedürftigkeit. Und jetzt wird das für dein Thema spannend, also wenn dein Thema das Thema Abnehmen ist. Denn wenn die Stimmung sinkt, verändert sich auch oft das Essverhalten. Denn viele Menschen essen nicht nur aus Hunger, sondern natürlich auch aus Erschöpfung, aus Frust, aus Lehre, aus innerer Unruhe oder auch dem Wunsch nach Belohnung oder Trost. Und wenn Licht fehlt und das Nervensystem gedämpfter oder instabiler wird, dann steigt bei vielen nicht nur die Müdigkeit, sondern auch das Bedürfnis nach schnellen Energieleferanten. Also zum Beispiel die Lust nach Süßen, nach Snacks, nach fettigen Komfortlebensmitteln. Also einfach dieses typische, ich brauche jetzt einfach was. Und nein, das bedeutet natürlich nicht, dass Sonnenmangel automatisch zu Übergewicht führt. Aber er kann Bedingungen schaffen, unter denen Appetitregulation, Stimmung und Selbstfürsorge einfach schwerer werden. Und das ist natürlich ein Unterschied. Und jetzt schauen wir uns mal einen weiteren entscheidenden Faktor an, nämlich das Thema Stress. Genauer gesagt, eigentlich das Stresshormon Cortisol. Cortisol hat einen ganz normalen Tagesrhythmus. Im Idealfall ist es morgens am höchsten, damit du nämlich schwach wirst, Energie hast und in den Tag kommst. Im Laufe des Tages sinkt es dann langsam ab, damit der Körper gegen Abend wieder runterfahren kann. Und Sonnenlicht, vor allem morgens, hilft deinem Körper dabei, genau diesen Rhythmus sauber einzustellen. Wenn dieser Rhythmus aber gestört ist, weil du zum Beispiel zu wenig Tageslicht bekommst oder viel künstliches Licht abends hast oder einfach nur schlecht schläfst und wenig draußen bist, dann kann dein Cortisolsystem aus dem Takt geraten. Ja, und was passiert dann? Du fühlst dich zum Beispiel morgens müde und kommst schwer in Gang. Und du bist abends innerlich immer noch aufgedreht. Du schläfst schlechter, du regenerierst schlechter und wirst insgesamt irgendwie stressanfälliger. Und genau da beginnt die Brücke zum Stoffwechsel. Denn ein Körper, der sich dauerhaft gestresst oder aus dem Takt fühlt, der arbeitet nun mal anders. Er hält eher fest. Er ist eher auf Sicherheit gepolt. Er reguliert Hunger und Sättigung einfach schlechter. Und gerade Bauchfett reagiert besonders sensibel auf chronisch erhöhte Stresssignale. Und deswegen ist es so wichtig, dass du verstehst, ein Körper, der sich dauerhaft in einem Wintermodus fühlt, der hält oft lieber fest, statt loszulassen. Nicht, weil er böse ist, sondern einfach nur, weil es ein Schutzprogramm ist. Und jetzt kommen wir zur eigentlichen Kernfrage. Kann Sonne oder Sonnenmangel den Stoffwechsel irgendwie beeinflussen? Und die Antwort ist, ja, irgendwie schon, indirekt aber eher. Damit meine ich, Sonne macht dich nicht schlank wie ein Zaubertrick. Aber Sonnenlicht beeinflusst gleich mehrere Faktoren, die wiederum direkten Einfluss auf dein Gewicht und deine Stoffwechselregulation haben. Zum Beispiel deine bessere Stimmung. Wenn du emotional stabiler bist, ist du oft entspannter und weniger kompensatorisch. Es beeinflusst natürlich auch Energie, also du hast mehr Energie. Und du bewegst dich dadurch mehr. Nicht unbedingt im Training, aber schon im Alltag einfach mehr. Und genau diese Alltagsbewegung ist oft stoffwechseltechnisch viel relevanter als die meisten denken. Der nächste Faktor ist nun mal besserer Schlaf. Und je besser du schläfst, desto besser ist deine Appetitregulation, deine Insulinsensitivität, also wie du mit Zucker umgehst, ob dein Körper eher Zucker verbrennt oder ob er Zucker umwandelt in Körperfett. Dann verbessert sich natürlich noch deine Regeneration und auch deine Stressresistenz. Also wie gut kannst du im Alltag mit Stress umgehen. Und wenn du nun weniger Stress hast, bedeutet das automatisch auch weniger Cortisol. Und weniger Cortisol, also dein Stresshormonpegel, bedeutet, du hast weniger Wassereinlagerung, du hast weniger Heißhunger und du hast auch weniger Bauchfettspeicherung. Und wenn Sonnenlicht dazu führt, dass du mehr draußen bist, dann bedeutet dieses Mehr an Zeit draußen, dass du automatisch läufst. Oder andersrum automatisch weniger sitzt und du einfach aktiver bist. Und das heißt, Sonnenlicht verändert natürlich nicht direkt deine Figur, aber es verändert oft genau die Bedingungen, unter denen dein Körper leichter regulieren kann. Und das ist der wichtige Gedanke dahinter. Und jetzt kommen wir mal zu einem Begriff, den fast jeder schon mal irgendwie gehört hat, nämlich Vitamin D. Wobei man streng genommen sagen muss, Vitamin D ist eigentlich eher ein Hormonvorläufer als ein klassisches Vitamin. Denn dein Körper bildet es größtenteils selbst, und zwar über die Haut unter dem Einfluss von UVB-Strahlung. Das heißt also so viel wie, die wichtigste Quelle für Vitamin D ist nicht Nahrung, sondern tatsächlich Sonnenlicht. Und dieses Vitamin D spielt im Körper an ganz vielen Stellen eine entscheidende Rolle, nämlich zum Beispiel in deinem Immunsystem, in deiner Knochengesundheit, in deiner Muskelfunktion, in deiner Entzündungsregulation. Also wie gut kann dein Körper gegen Entzündungen ankämpfen oder Entzündungen unterdrücken. Es geht da auch um Stimmung und möglicherweise auch um deine Insulinsensitivität, also auch Stoffwechselprozesse. Und deshalb ist es ja naheliegend zu fragen, kann ein Vitamin-D-Mangel das Abnehmen irgendwie erschweren? Und auch da muss ich dir wieder ehrlich antworten, naja, er ist wahrscheinlich nicht die einzige Ursache, aber es kann durchaus ein relevanter Mitspieler werden. Und vor allem dann, wenn gleichzeitig verschiedene Dinge auftreten, wie zum Beispiel Müdigkeit, schlechte Stimmung, geringe Belastbarkeit, Muskelschwäche, wenig Antrieb und auch generell wenig Lust auf Bewegung. Denn dann geht es nicht nur um Kalorien rein, Kalorien raus, dann geht es eher um ein System, dem an mehreren Stellen Energie- und Regulationsfähigkeit fehlen. Aber wer hat denn eigentlich ein erhöhtes Risiko für ein Vitamin-D-Mangel? Na, das sind zum Beispiel Menschen mit wenig Sonnenkontakt oder mit Leuten, die ganz viel Indoor-Berufe haben, also Leute, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und nur unechtes Lampenlicht abbekommen. Das sind Leute, die dort wohnen, wo es lange Winterphasen gibt. Das sind aber auch Leute mit eher dunklerer Haut. Denn die eigentlich gut gemeinte dunkle Haut, um dich vor der Sonne zu schützen oder vor der Sonneneinstrahlung, die sorgt indirekt dafür, dass bestimmte Lichtstrahlen nicht durch die Haut kommen, die aber ganz notwendig sind, um Vitamin D zu produzieren. Und es gibt noch eine weitere Gruppe von Menschen, das sind nämlich Menschen mit höherem Körpergewicht, die gerade ein höheres Risiko für Vitamin D-Mangel haben. Und letzteres ist besonders spannend, weil Vitamin D nämlich ein fettlösliches Vitamin ist und sich bei höherer Fettmasse stärker im Gewebe verteilen kann. Und das kann dazu führen, dass bei Menschen mit Übergewicht häufiger niedrige Vitamin D-Spiegel gemessen werden. Einfach weil das Vitamin D nicht im Blut herumschwimmt, sondern in der Fettmasse gespeichert wird. Aber unterm Strich ist wichtig für dich zu verstehen, dass Vitamin D vielleicht nicht der Hauptschalter für dein Gewicht ist, aber möglicherweise ein fehlendes Zahnrad in deinem System. Aber lass uns das doch mal etwas konkreter machen. Vitamin D-Mangel führt nicht automatisch dazu, dass jemand zunimmt. Und auch nicht jeder mit Übergewicht hat automatisch einen Vitamin D-Mangel. Aber es gibt schon plausible Zusammenhänge. Wenn Vitamin Demis niedrig ist, dann kann das einhergehen mit nun mal wenig Energie oder weniger Energie, mit schwächerer Muskelfunktion, mit einer geringeren Belastbarkeit, mit schlechter Stimmung, mit mehr Erschöpfung und einer geringeren Bewegungsfreude. Und wenn genau diese Dinge zusammenkommen, dann wird Abnehmen natürlich schwerer. Nicht, weil Vitamin D magisch fett verbrennt, sondern vielmehr, weil dein Körper sich insgesamt weniger leistungsfähig und weniger reguliert anfühlt. Und dazu kommt natürlich noch, ein stabileres System bewegt sich eher. Ein stabileres System schläft eher gut, erholt sich eher und isst eher nach Bedarf. Und ein erschöpftes System macht oftmals genau das Gegenteil. Deshalb ist hier die entscheidende Botschaft nicht, lass einfach Vitamin D messen und dann geht alles, sondern vielmehr eher, wenn dein Körper auf mehreren Ebenen blockiert ist, dann lohnt es sich eventuell Vitamin D nicht zu ignorieren. So, und jetzt wird's praktisch. Was kannst du denn tun, wenn du deinen Vitamin D-Status und generell dein Lichtkontakt verbessern möchtest? Erstens regelmäßig Sonne abbekommen. Das klingt erstmal banal, aber im Alltag für viele überraschend schwierig. Denn viele Menschen leben fast komplett Indoor, halten sich also den größten Teil ihres Tages im Inneren auf. Morgens im Haus, dann im Auto, dann im Büro, dann wieder im Auto, abends wieder drinnen. Aber für die Vitamin D-Bildung braucht es jedoch echte Sonne auf der Haut. Nicht nur Helligkeit durchs Fenster. Natürlich muss das immer vernünftig und hautgesund sein, also ohne sich zu verbrennen, aber kleine regelmäßige Sonnendosen sind biologisch oft viel wertvoller als gar keine. Zweitens, Tageslicht zur Routine machen. Also zum Beispiel morgens 10 Minuten raus, einen Mittagsspaziergang machen, Telefonate einfach draußen führen, Wege zu Fuß machen. Und obwohl Fenster auf und Licht ins Gesicht nicht komplett ausreicht, hilft Tageslichtkontakt deinem Rhythmus trotzdem. An dieser Stelle wirklich wichtig zu wissen, ist, dass normale Fenster einen Teil des Lichtes von draußen einfach abschirmen. Gerade die Lichtwellen, die wichtig sind für die Vitamin D-Produktion, werden durch ein Fenster einfach abgeschirmt. Es reicht also nicht aus, wenn du dich einfach vors Fenster setzt. Zumindest nicht dann, wenn es noch geschlossen ist. Das nächste Thema ist natürlich auch Ernährung. Dazu musst du aber wissen, dass Vitamin D nur in relativ wenigen Lebensmitteln steckt. Zumindest mal in nennenswerten Mengen. Aber dort, wo Vitamin D vorkommt, ist zum Beispiel fettem Fisch, auch Eigelb oder Leber, teilweise auch angereicherte Produkte und auch in gewissermaßen Pilze. Aber ganz ehrlich, über Ernährung allein einen wirklich guten Vitamin D-Spiegel aufzubauen, ist für viele Menschen einfach schwer. Und deswegen stehen viele Menschen vor der Frage, sollte man Vitamin D denn supplementieren? Also künstlich durch Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Und wenn du diesen Podcast regelmäßig hörst, dann weißt du, wie ich zur Supplementierung stehe. Aber, und dieses Aber ist wirklich doppelt unterstrichen, gerade in den Wintermonaten oder bei einem nachgewiesenen Mangel kann eine Supplementierung vielleicht doch sinnvoll sein. Wichtig ist ja aber, nicht einfach blind hochdosieren, sondern möglichst über einen Blutwert schauen, wo du überhaupt erstmal stehst. Und dann sinnvoll ergänzen und idealerweise mit deinem Arzt abgestimmt. Denn Vitamin D ist zwar wichtig, aber mehr ist nicht automatisch besser. Und vielleicht ist das einer der schönsten Gedanken dieser Folge. Der Sommer ist nicht nur deshalb leichter, weil wir bessere Laune haben, sondern möglicherweise auch, weil der Körper in dieser Zeit mehr von dem bekommt, was er biologisch braucht. Nämlich mehr Licht, mehr Rhythmus, mehr Aktivität, mehr Serotonin, mehr Tagesstruktur, mehr Sonne auf der Haut und oft natürlich auch mehr Bewegung und weniger Rückzug. Und genau deshalb fühlt sich im Sommer oder im Urlaub oft alles viel leichter an. Nicht magisch, auch nicht zufällig, sondern einfach biologisch nachvollziehbar. Und das heißt nicht, dass Sonne alles löst. Aber sie kann nun mal ein Baustein sein, der Stimmung, Stress und Stoffwechsel so beeinflusst, dass dein Körper wieder kooperativer wirkt. Oder anders gesagt, es ist nicht nur die Urlaubsstimmung. Es ist oft ein Körper, der endlich wieder mehr von dem bekommt, was er eigentlich braucht. Und wenn du aus dieser Folge heute nur eines mitnehmen dürftest, dann bitte das. Wenn du dich im Winter oder bei weniger Sonnenlicht schwerer, müder, gereizter und stoffwechselmäßig blockierter fühlst, dann bist du nicht schwach. Vielleicht fehlt deinem Körper nicht nur Motivation, vielleicht fehlt ihm einfach auch Licht, Rhythmus, Regeneration und im Zweifel vielleicht sogar ein guter Vitamin D Status. Sonnenlicht ist also keine Diät, aber es ist nun mal ein biologischer Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. Und wenn du das Gefühl hast, dass genau dieses Thema bei dir eine Rolle spielen könnte, dann lohnt es sich, hineinzuschauen. Vielleicht mehr rauszugehen. Vielleicht deinen Vitamin-D-Spiegel prüfen zu lassen, vielleicht kleine Lichtroutinen in deinen Alltag einzubauen. Und wenn du jemanden in deinem Bekanntenkreis hast, der im Winter komplett einbricht oder sich fragt, warum plötzlich alles so viel schwerer wird, dann schick ihm doch gerne diese Folge. Und damit bin ich auch tatsächlich schon am Ende dieser Episode. Ich hoffe, es hat dir gefallen und wir hören uns.