WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
127 - Der Feierabend-Fresser - Warum du tagsüber stark bist und abends alles kippt.
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Tagsüber läuft alles noch ganz gut.
Du bist beschäftigt, funktionierst, isst kontrolliert, hältst dich zusammen.
Und dann kommt der Abend.
Plötzlich zieht es dich in die Küche. Der Kühlschrank wird aufgemacht, der Süßigkeitenschrank ruft, aus einem kleinen Snack wird mehr als geplant – und irgendwann sitzt du da und fragst dich:
„Warum passiert mir das immer wieder ausgerechnet abends?“
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum der Feierabend für viele Frauen zur schwierigsten Zeit beim Abnehmen wird.
Du erfährst:
- warum abendliches Essen oft gar kein reines Hungerproblem ist
- weshalb mentale Erschöpfung Essdruck auslösen kann
- warum zu wenig Essen tagsüber abends oft zurückkommt
- welche Rolle Stress, Blutzucker, Belohnung und Müdigkeit spielen
- warum mehr Regeln am Abend häufig nicht helfen
- und wie du deinen Feierabend entschärfst, ohne dich noch strenger zu kontrollieren
Wir schauen uns an, warum viele Frauen tagsüber stark sind, im Job funktionieren, für alle mitdenken – und abends beim Essen plötzlich das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren.
Diese Folge ist für dich, wenn du tagsüber „brav“ bist, abends aber regelmäßig im Kühlschrank landest und endlich verstehen willst, was dahintersteckt.
💛 Verständlich erklärt.
💛 Nah am echten Alltag.
💛 Für Frauen, die abnehmen wollen, ohne ihren Abend ständig als Willenskraft-Test zu erleben.
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, warum dein Abend oft schon tagsüber entschieden wird.
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Heute geht es um das Thema, das wahrscheinlich ganz viele kennen, auch wenn es die wenigsten gerne zugeben. Es geht um diesen Moment am Abend. Denn tagsüber läuft eigentlich alles ganz ordentlich. Man funktioniert, man arbeitet, man erledigt, man kümmert sich, man hält sich irgendwie zusammen. Und dann kommt der Feierabend. Und auf einmal ist irgendwas anders. Da ist nicht einfach nur Hunger, da ist so ein innerer Zug Richtung Küche. So ein Ich brauche jetzt irgendwas, irgendwas Süßes, irgendwas Knuspriges, irgendetwas Schnelles, irgendwas, was sich nach Pause anführt. Und dann steht man da vor dem Kühlschrank oder am Süßigkeitenschrank oder man macht sich eigentlich ein vernünftiges Abendessen und danach geht es trotzdem noch weiter. Ein Stück Schokolade, dann noch eins. Dann vielleicht noch ein Brot oder ein paar Nüsse. Dann noch ein bisschen Käse. Und irgendwann sitzt man da und denkt, was war das denn jetzt bitte? Tagsüber war doch alles okay. Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Ich nenne das heute mal den Feierabendfresser. Und mir ist wichtig, gleich am Anfang zu sagen, damit meine ich natürlich keine Person. Es geht also nicht darum, dass du abends zu einem anderen Menschen wirst oder dass da irgendwas mit dir nicht stimmt. Ich meine damit eher diesen Zustand, der abends entsteht, wenn der Tag dich so richtig leer gezogen hat. Dass Essen plötzlich eine ganz andere Funktion bekommt. Tagsüber war Essen vielleicht noch irgendwie Versorgung oder Ernährung. Abends ist Essen dann Entlastung. Und ja, das ist ein Unterschied. Denn gerade viele Frauen glauben, sie hätten abends einfach zu wenig Disziplin. Und ich sehe das komplett anders. Oft ist der Abend nämlich nicht das eigentliche Problem. Der Abend zeigt nur, was tagsüber alles passiert ist. Und lass uns da mal reinschauen. Warum ist ausgerechnet der Feierabend so schwierig? Tagsüber haben ja die meisten von uns irgendwie Struktur. Da ist der Kalender, da sind Termine, da sind Aufgaben, da sind Mails, da sind Menschen, die etwas wollen und da ist Verantwortung. Und man kann sich da relativ gut durch den Tag bewegen, weil von außen ganz viel vorgegeben ist. Und dann kommt der Abend. Die äußere Struktur fällt dann weg, aber der innere Druck ist natürlich noch da. Dein Kopf ist voll, der Körper ist müde, vielleicht hat man auch zu wenig gegessen, vielleicht zu wenig getrunken, vielleicht hat man auch den ganzen Tag nur reagiert. Und dann kommt dieser erste Moment, in dem niemand mehr direkt etwas von einem will. Oder zumindest ein Moment, in dem man hofft, dass jetzt endlich mal Ruhe ist. Und genau dann meldet sich Essen. Ich glaube, für viele ist der Feierabend der erste Moment am Tag, an dem sie überhaupt merken, wie anstrengend alles war. Tagsüber ist man im Modus. Da wird nicht groß gefühlt, da wird einfach gemacht. Und abends, wenn der Modus runterfährt, kommt der Körper mit seiner Rechnung. Und das Abendessen ist dann oft gar nicht nur Abendessen. Es ist Pause, es ist Belohnung, es ist vielleicht sogar ein kleiner Trost, es ist runterkommen. Und es ist das Gefühl, jetzt bin ich mal dran. Und wenn man das verstanden hat, dann sieht man dieses Thema auch ganz anders. Weil dann ist nämlich nicht die Frage, warum esse ich abends so viel, sondern eher, was versuche ich mir abends eigentlich über Essen zu holen? Und ich muss sagen, das ist eine sehr wichtige Frage. Denn manchmal sucht man abends gar nicht Essen. Man sucht eigentlich Ruhe. Nur liegt Ruhe leider selten im Kühlschrank. Und jetzt lass uns mal unterscheiden zwischen Hunger und diesem Essdruck am Abend. Hunger ist ja relativ klar, der Körper braucht Energie oder der Körper braucht Nährstoffe. Der Magen meldet sich. Man merkt also, ich brauche jetzt etwas zu essen. Der abendliche Essdruck fühlt sich meistens ganz anders an. Da ist dieses Suchende. Man macht den Kühlschrank auf, guckt rein, macht ihn wieder zu, geht vielleicht zum Schrank, guckt, ob noch irgendwo etwas Brauchbares liegt. Man weiß gar nicht genau, worauf man Appetit hat, aber irgendwas soll es jetzt doch noch sein. Und häufig sind es dann Nicht-Brokkoli und Hähnchenbrust, die einen dann magisch anziehen. Sind wir mal ehrlich, es ist doch eher Schokolade oder Brot, Käse, Chips, Nüsse, Wein, vielleicht sogar Müsli oder Cornflex. Irgendwas, was schnell wirkt. Und das ist kein Zufall. Wenn der Kopf den ganzen Tag angespannt war, dann will das Gehirn abends eine schnelle Belohnung. Es will etwas, was zuverlässig funktioniert. Und Essen funktioniert. Und zwar sehr zuverlässig sogar. Süßes gibt schnell Energie und auch noch ein gutes Gefühl. Fettiges gibt ein Gefühl von Fülle und Beruhigung. Knuspriges beschäftigt. Brot macht schnell satt und hat etwas Tröstliches. Ein Glas Wein fühlt sich für manche an wie ein Schalter. Jetzt ist Feierabend. Das ist alles erklärbar. Das ein Problem entsteht, wenn Essen abends immer die Hauptrolle übernimmt. Wenn es der einzige Weg wird, aus dem Tag auszusteigen. Und ich glaube, das betrifft gerade viele Frauen, die tagsüber ganz viel leisten. Die den ganzen Tag Entscheidungen treffen. Für Kunden, für Mitarbeiter, für ihre Kinder, für Partner, für Projekte, für alles Mögliche. Und irgendwann ist der Kopf einfach leer. Dann hat man keine Lust mehr, noch eine perfekte Entscheidung zu treffen. Noch hat man Lust zu überlegen, was wäre denn jetzt eigentlich optimal? Also was hat genug Eiweiß? Was passt zu meinem Ziel? Was könnte ich vielleicht kochen? Was steht denn in meinem Plan? Irgendwann sagt der Kopf einfach, bitte nicht noch eine Entscheidung. Und dann gewinnt meistens das, was am leichtesten. Brot geht schnell, Käse geht schnell, Müsli oder Kornflex geht schnell, Schokolade geht schnell, Lieferdienst geht auch schnell, Reste gehen schnell. Irgendwas im Stehen geht schnell. Und genau das ist abends oft entscheidend. Es gewinnt selten das beste Essen. Es gewinnt das Essen, was am wenigsten Kraft kostet. Und jetzt etwas, was ich so oft hier in diesem Podcast sage, aber es ist wirklich einfach wichtig. Die meisten Frauen essen tagsüber zu wenig. Und zwar nicht unbedingt bewusst aus Diätgründen. Manchmal ist das auch einfach nur der Alltag. Also morgens nur ein Kaffee, weil keine Zeit war. Dann vielleicht ein paar Termine. Mittags gibt es einen Salat, weil man ja gesund essen will. Aber in dem Salat ist halt nun mal kaum Eiweiß drin. Nachmittags gibt es dann nochmal einen Kaffee. Vielleicht irgendwas Kleines nebenbei. Und dann geht man bis zum Abend irgendwie so durch. Oder man kommt bis zum Abend durch. Ja, und abends wundert man sich dann, warum der Körper sich meldet wie ein Inkasobüro. Der Körper holt sich nun mal irgendwann, was ihm vorher gefehlt hat. Wenn du ihm also tagsüber zu wenig Energie gibst, zu wenig Eiweiß, zu wenig echte Sättigung, dann ist es kein Wunder, dass es abends lauter wird in deinem Körper. Ich sag mal ganz ehrlich, der Abend rächt oft nicht mangelnde Disziplin, sondern einfach nur die schlechte Versorgung am Tag. Und das klingt hart, ja, ist aber wirklich wichtig. Weil man nämlich merkt, ich muss abends vielleicht gar nicht noch strenger werden. Ich muss tagsüber erstmal aufhören, mich durchzumogeln. Denn dieses, ich esse tagsüber schön wenig, klingt im ersten Moment ja, nach gut und nach einem irgendeinem Prinzip, was funktionieren könnte, aber dein Körper vergisst das nicht. Wenn du mittags nur einen kleinen Salat isst, der nach einer Stunde wieder weg ist, weil er aufgebraucht ist, dann hast du nicht gewonnen. Du hast nur Hunger auf später verschoben. Und später ist meistens nicht der beste Zeitpunkt, um gute Entscheidungen zu treffen. Denn abends bist du müde. Und ein müder Mensch entscheidet anders als ein richtig gut gesättigter und versorgter Mensch. Dazu kommt noch das Thema Blutzucker. Wenn du tagsündig isst, viel Kaffee trinkst, gestresst bist und vielleicht lange Pausen hast, dann kann der Blutzucker wirklich instabil werden. Und wenn dann noch Cortisol, also dein Stresshormon, mit reinspielt, dann hat der Körper irgendwann richtig Lust auf schnelle Energie. Also Süßes, Brot, Chips oder Alkohol. Und das ist dann kein Charakter- oder irgendwie Disziplinproblem. Das ist einfach nur dein Körper, der dir sagt, ich brauche jetzt schnell etwas, weil heute einfach zu viel war. Ich nehme mal einen Vergleich. Wenn du den ganzen Tag mit fast leerem Tank fährst, dabei noch ständig Gas gibst, dann brauchst du dich abends halt nicht wundern, wenn dein Körper an die Tankstelle will. Und an der Tankstelle greift man selten zu gedünstetem Gemüse. Da möchte dein Körper etwas anderes. Irgendwas, was schnell reingeht. Und das Schlimmste, was dann die meisten machen, ist, einfach noch mehr Regeln aufzustellen. Also abends keine Kohlenhydrate mehr. Oder nach 18 Uhr nichts mehr essen. Ich hatte tatsächlich schon Kunden, die haben nach 16 Uhr nichts mehr gegessen. Dann sowas wie gar keine Snacks mehr im Haus haben, nur noch Suppe, nur noch Salat, nur noch Tee. Das kann man alles machen, ja. Aber meine Erfahrung ist, wenn eine Frau abends sowieso erschöpft ist, und es ist egal, ob es eine Frau ist, also wenn ein Mensch abends sowieso schon erschöpft ist, dann hilft es selten, den Abend noch strenger zu machen. Dann wird dein Abend einfach nur zu einer Prüfung. Und wenn man einen sehr vollen Tag hinter sich hat, möchte man abends bestimmt was ganz anderes als die nächste Prüfung bestehen. Man möchte einfach nur runterkommen. Und deshalb finde ich den Ansatz viel sinnvoller, deinen Feierabend zu entschärfen, statt ihn mit neuen Regen zu überladen. Und da gibt es schon ein paar Dinge, die erstaunlich gut funktionieren können. Das erste ist wirklich eigentlich banal, aber es ist ein ganz wichtiger Schritt. Tagsüber einfach besser essen. Und ja, ich weiß, das klingt nicht wirklich spektakulär, aber die meisten Probleme beim Abendessen werden nicht um 20 Uhr geboren. Die entstehen meistens schon um 8 Uhr oder um 12 Uhr oder um 15 Uhr. Wenn du morgens nur Kaffee trinkst, mittags halbherzig isst und nachmittags durchziehst, dann ist der Abend oft vorprogrammiert. Das heißt nicht, dass jeder frühstücken muss. Um Gottes Willen, du kennst meine Meinung dazu, wenn du meinen Podcast regelmäßig hörst. Aber irgendwo am Tag braucht dein Körper nun mal echte Versorgung. Du musst deinen Körper schon die Nährstoffe geben, die er braucht. Also eine richtige Eiweißquelle. Etwas, was dich satt macht. Nicht nur so ein bisschen Grünzeug mit schlechtem Gewissen, auch nicht nur irgendwie so einen Snack nebenbei und nicht nur einen Kaffee und Hoffnung. Ich würde mir an deiner Stelle mal ganz ehrlich anschauen, habe ich tagsüber wirklich gegessen? Oder habe ich mich nur irgendwie durch den Tag gebracht? Ich kann es nur immer wieder sagen, richtiges Essen, eine richtige Mahlzeit ist das Essen, was du dir auch im Restaurant bestellen würdest. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, sich ein Sandwich in einem Restaurant zu bestellen, denn das ist nur ein Snack. Oder ins Bistro nebenan zu gehen und sich eine Handvoll Nüsse zu bestellen. Oder ein Joghurt mit Beeren. Das schmeckt alles gut. Und ja, das macht dich auch für einen Moment satt, aber das ist doch keine richtige Mahlzeit. Und noch einmal, wenn du deinem Körper keine echte Mahlzeit gibst, dann wird er früher oder später auf dich zurückkommen. Meistens ist das nun mal abends. Und dann wünscht er sich eine Mahlzeit. Und wenn man abends müde unterschöpft ist, hat man wahrscheinlich keine Lust, noch eine echte Mahlzeit vorzubereit, zu kochen. Und das ist einfach nur menschlich und geht jedem so. Also nochmal, habe ich heute wirklich gegessen oder habe ich mich nur irgendwie so durch den Tag gemurgelt? Denn das macht für deinen Körper einen Unterschied aus. Und gerade Eiweiß spielt hier eine ganz große Rolle. Wenn du mittags eine Mahlzeit isst mit genügend Eiweiß, mit Gemüse und einer Portion, die wirklich dich durch den Tag trägt, die deinen Körper wirklich versorgt hat, dann sieht der Abend meistens ganz anders aus. Und ich bin mir sicher, die meisten, die hier gerade zuhören, die brauchen gar keinen neuen Abendplan. Sie brauchen eigentlich ein besseres Mittagessen. Und das zweite ist eine Übergangsphase. Die meisten, und ja, auch ich gehöre dazu, kommen aus dem Arbeitsmodus und gehen direkt in den Essmodus. Also Laptop zu, Küche auf. Und das ist ziemlich gefährlich, weil der Körper eigentlich noch im Stressmodus ist. Der Kopf ist halt noch nicht angekommen. Und Essen wird dann zur ersten Landebahn. Und ich würde da etwas dazwischen setzen. Das muss auch gar nichts Großes sein. Das kann sein, dass du 10 Minuten gehst oder vielleicht kurz duschst, deine Kleidung wegsetzt, einmal raus auf den Balkon, Musik anmachen, einen Tee machen, einfach mal kurz hinsetzen und gar nichts entscheiden. Damit will ich sagen, der Feierabend braucht manchmal erst eine Landebahn, bevor du in die Küche gehst. Sonst landet der ganze Tag direkt im Kühlschrank. Ja, und ich weiß, das klingt vielleicht im ersten Moment ein bisschen einfach, ein bisschen simpel oder banal sogar, aber manchmal sind genau diese kleinen Übergänge entscheidend. Weil du deinen Körper nämlich damit signalisierst, der Arbeitstag ist vorbei. Und wir müssen das jetzt nicht übers Essen lösen. Und das Dritte, was du ändern könntest, ist ein Abendessen, was wirklich satt macht. Denn viele versuchen abends besonders leicht zu essen, weil sie ja tagsüber schon so brav waren und weil sie Angst haben, abends zuzunehmen. Und dann gibt es einen Salat oder eine Suppe oder ein bisschen Gemüse oder naja, irgendwas Kleines. Und eine Stunde später geht dann aber die Suche los. Dann war das Abendessen vielleicht gesund, aber nicht ausreichend. Und ein gutes Abendessen muss ja gar nicht riesig sein, aber es sollte deinen Körper beruhigen. Und da gehört für viele eine Proteinquelle rein, also eine Eiweißquelle. Denn Gemüse ist gut, natürlich. Etwas Fett macht auch satt. Und je nach Tag können auch Kohlenhydrate sinnvoll sein. Auch abends. Ich weiß, da räumen bei manchen wieder innerlich die Diätbücher durchs Regal. Aber wenn du abends ständig was Süßes suchst, nachdem du dir ein super leichtes Abendessen erlaubt hast, dann ist vielleicht nicht die Banane das Problem, sondern die Angst vor einer normalen Mahlzeit. Manchmal ist ein vernünftiges Abendessen mit Kartoffeln, mit Eiweiß und Gemüse besser fürs Abnehmen als ein Salat, nachdem du später nochmal durch die Küche wanderst auf der Suche nach dem nächsten leckeren Snack. Und wenn wir gerade bei dem Thema Snac sind, ich bin kein Fan davon, alles zu verbieten. Denn Verbote machen manche Dinge einfach nur interessanter. Aber ich bin ein großer Fan davon, Snacks aus dem Nebel zu holen. Was ich damit meine ist, viele Snacks passieren so halb unterbewusst. Also im Stehen, beim Aufräumen, beim Kochen, vor dem Fernseher, am offenen Schrank, aus der Packung vielleicht. Und danach weiß man gar nicht mehr genau, wie viel das eigentlich war. Und wenn du abends gerne etwas Süßes möchtest, dann kann man das auch einplanen. Zum Beispiel nach dem Abendessen ein Dessert. Eine Portion auf einem Teller. Und zwar ganz bewusst. Und das ist dann etwas ganz anderes, als wenn du den ganzen Abend mit dir verhandelst und am Ende doch die halbe Tafel weg ist. Es geht also nicht darum, sich nichts mehr gönnen zu dürfen oder sich nichts mehr zu gönnen. Es geht einfach darum, dass Genuss für dich klar ist, dass du dir das erlaubst. Und zwar ganz bewusst. Weil dieses halbbewusste Essen meistens weder richtig befriedigt noch gut für dein Ziel ist, gerade wenn dein Ziel abnehmest. Das fünfte, was du ändern könntest, ist ein richtiger Abendabschluss. Und auch hier, ich rede nicht von militärischer Disziplin. Ich rede eher von einem Ritual. Also Zähne putzen, Tee machen, Küche aufräumen, Licht in der Küche aus, Wohnzimmer wechseln, vielleicht eine kurze Abendroutine. Irgendwas, was deinem Kopf sagt, Essen ist für heute erledigt. Viele lassen die Küche nämlich innerlich den ganzen Abend offen. Und solange die Küche in deinem Kopf offen ist, gibt es auch immer wieder die Frage, esse ich jetzt noch was? Und diese Frage, die kostet Kraft. Und wenn du sie zehnmal am Abend innerlich beantworten musst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du halt irgendwann Ja sagst. Also mach's die einfach leichter. Also nicht durch mehr Härte, sondern einfach für deine innere Klarheit mit dir. Räum die Küche auf, mach das Licht aus, keine Ahnung, stell einen Stuhl vor die Tür. Es geht einfach nur darum, dass du für dich den Abend abgeschlossen hast und beziehungsweise dass du das Essen für den Abend abgeschlossen hast. Und am besten ist das nach dem Abendessen. Und jetzt lass uns doch mal ganz praktisch daran gehen. Wenn du dich in dieser Folge wiedererkennst, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich ganz viele da wiedererkennen, dann würde ich dir gar nicht empfehlen, direkt zehn Dinge zu ändern. Mach es doch einfacher. Schau dir mal in den nächsten sieben Tagen einfach mal nicht nur dein Abend an. Schau dir den Tag davor an. Also frag dich mittags, habe ich heute schon etwas gegessen, das mich wirklich gut versorgt hat. Also richtig ernährt hat. Nicht die Frage, war ich besonders brav, sondern bin ich wirklich gut ernährt? Bin ich gut versorgt? Das ist nämlich eine ganz andere Frage. Dann teste mal drei Dinge. Erstens, bau mittags oder spätestens nachmittags eine richtige Eiweißquelle ein. Also nicht nur so ein bisschen Salat, sondern wirklich etwas, was dir Sättigung bringt, was dich richtig satt macht. Zweitens, mach vor deinem Abendessen einen kleinen Übergang. Da reichen zehn Minuten. Gehen, duschen, umziehen, atmen von mir aus, Musik hören, egal. Hauptsache, du fällst nicht direkt aus deinem Arbeitstag in den Kühlschrank. Und drittens, entscheide nach dem Essen ganz bewusst, ob du noch ein Dessert möchtest oder ob die Küche für heute zu ist. Nicht dieses halbe Verhandeln über drei Stunden hinweg, sondern wirklich eine klare Entscheidung. Und wenn du ein Dessert möchtest, na dann isst doch ein Dessert. Ganz bewusst. Nicht heimlich, auch nicht nebenbei, auch nicht im Stehen. Was ich damit sagen will, ist, der Abend wird meistens ganz leicht oder viel leichter, wenn der Tag vorher nicht schon schief versorgt war. Und ich glaube, das ist die wichtigste Botschaft in dieser Folge heute. Der Feierabend ist kein Disziplintest oder kein Charaktertest. Wenn es bei dir abends immer wieder kippt, heißt das nicht, dass du irgendwie schwach bist. Vielleicht nimmt dein Tag einfach zu viel von dir. Vielleicht ist du tagsüber einfach zu wenig. Vielleicht hast du zu wenig echte Pausen. Vielleicht ist dein Kopf abends so leer, dass Essen einfach die schnellste Lösung ist. Und dann bringt es wenig, dich dafür fertig zu machen. Viel sinnvoller ist es dann, dich zu fragen, wie baue ich meinen Tag so, dass ich abends nicht komplett leer in der Küche stehe. Denn dieser Feierabendfresser wird selten leiser durch noch mehr Strenge oder noch mehr Härte oder noch mehr Disziplin. Dieser Feierabendfresser wird leiser, wenn dein Körper tagsüber besser versorgt ist. Und dein Kopf abends nicht mehr alles über Essen lösen muss. Unterm Strich würde ich das also so zusammenfassen. Wenn du tagsüber kontrolliert bist und abends regelmäßig die Kontrolle verlierst, dann schau nicht nur auf den Abend. Schau auf deinen ganzen Tag, auf dein Essen, auf deine Pausen, auf deine Belastung, auf deinen Schlaf und auch auf deine Übergänge. Und vor allem auf die Frage, ob Essen abends deine einzige echte Entlastung geworden ist. Und wenn du merkst, dass genau das dein Thema ist, dann musst du das nicht alleine auseinanderdröseln. Schau dir gerne mal die Shownotes an, denn da findest du die Möglichkeit, dich bei mir zu melden. Und dann schauen wir gerne mal gemeinsam darüber, was bei dir tagsüber so passiert, warum der Abend so stark wird und wie das Ganze zu lösen ist, dass es auch in deinen Alltag passt. Und wenn du jemanden kennst, der tagsüber immer super kontrolliert ist und abends regelmäßig in der Küche landet, dann schick dieser Person gerne diese Folge. Und damit bin ich am Ende der heutigen Episode. Ich hoffe, es hat dir gefallen und du konntest ein paar kleine Dinge mitnehmen. Ich wünsche dir eine schöne Woche und wir hören uns.