WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
Der Podcast rund ums Thema schnelles und einfaches Abnehmen für alle, die endlich Ergebnisse auf der Waage und im Spiegel sehen wollen. Hier geht es um rigorose Ehrlichkeit. Was funktioniert wirklich und was ist nur blanke Theorie?
Ich bin Marcus Milarov - Abnehmcoach, langjähriger Geschäftsleiter von mehreren Fitnessclubs, Dozent, Ausbilder für Fitnessberufe und Experte für Gewichtsreduktion aus Berlin.
Tauche mit mir in die Welt der Stoffwechseloptimierung ein und entdecke, was jenseits von Kalorienzählen und weniger essen möglich ist.
Kennst du das Gefühl, aus Stress oder emotionalen Gründen zu essen? Ich werde diesem Teufelskreis den Kampf ansagen und nachhaltige Strategien entwickeln, um emotionales Essen zu überwinden und Stressessen in den Griff zu bekommen.
Keine Zeit? Kein Problem!
Dieser Podcast ist für alle, die keine Lust mehr haben, kostbare Momente mit komplizierten Diäten zu verschwenden. Er ist ein unverzichtbarer Begleiter für müheloses Gewicht verlieren, selbst wenn dein Leben von Beruf und Familie in Beschlag genommen wird.
Gemeinsam werden wir beweisen, dass Abnehmen mit Leichtigkeit und Freude möglich ist – und das sogar mit Kindern im Schlepptau.
WARUM NICHT EINFACH ABNEHMEN?
131 - Warum dein Wochenende deine ganze Woche sabotiert
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Du bist Montag bis Freitag diszipliniert, isst ordentlich, achtest auf dich – und trotzdem passiert auf der Waage kaum etwas?
Dann lohnt sich vielleicht ein ehrlicher Blick auf dein Wochenende.
Denn viele Frauen unterschätzen, wie stark Freitagabend, Restaurantbesuche, Alkohol, Brunch, Snacks, spätes Essen und schlechter Schlaf die ganze Wochenbilanz beeinflussen können.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum dein Wochenende oft mehr ausmacht, als du denkst – nicht, weil du nie wieder genießen darfst, sondern weil dein Körper die ganze Woche zählt. Auch Samstag und Sonntag.
Du erfährst:
- warum fünf gute Tage nicht automatisch reichen
- weshalb Freitagabend oft der Startschuss für den Autopilot ist
- warum Alkohol selten nur Alkohol bleibt
- wie Restaurant, Brunch, Lieferdienst und Snacks deine Woche ausgleichen können
- warum der Montag-Neustart den Kreislauf oft verstärkt
- und wie du dein Wochenende genießen kannst, ohne jeden Montag wieder von vorne anzufangen
Diese Folge ist für dich, wenn du unter der Woche viel richtig machst, aber am Wochenende regelmäßig rausfliegst und dich montags fragst:
„Warum nehme ich nicht ab, obwohl ich doch eigentlich so diszipliniert bin?“
Das Wochenende muss nicht perfekt sein.
Aber es darf auch nicht jedes Mal die ganze Woche zurückdrehen.
💛 Praktisch und ehrlich.
💛 Ohne Verbote.
💛 Für Frauen, die abnehmen wollen, ohne ihr Sozialleben aufzugeben.
🎧 Hör jetzt rein und erfahre, wie du dein Wochenende so gestaltest, dass Genuss bleibt – aber der Montag kein Neustart mehr sein muss.
👉🏻 Gib mir Feedback zur aktuellen Folge!
👉🏻 Gib mir Feedback zur aktuellen Folge!
▬ MEHR VON MIR ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
► KOSTENLOSES ONLINE-SEMINAR: „Warum 8 von 10 Frauen zu wenig essen"
45 Minuten, in denen du erfährst, warum dein Körper gerade nicht abnehmen will. Warum es nicht an zu wenig Disziplin liegt, sondern an zu wenig Energie. Und was du stattdessen tun kannst.
► Du möchtest Dich unverbindlich beraten lassen?
Dann buche Dir einen Termin bei mir:
https://tidycal.com/marcus-milarov/kennlerngespraech
Heute wird es wahrscheinlich ein bisschen unangenehm. Ja, nicht so dramatisch unangenehm, eher so ein, oh ja, Mist, das könnte bei mir tatsächlich sein. Es geht um das Wochenende. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge dieses Podcasts. Genau gesagt geht es heute um die Frage, warum dein Wochenende vielleicht der Grund ist, warum du unter der Woche das Gefühl hast, du machst eigentlich alles ganz ordentlich. Aber auf der Waage passiert trotzdem nichts. Oder es passiert zu wenig. Oder es geht immer wieder hoch und runter. Und ich muss dir sagen, das ist ein Thema, das in der Praxis unglaublich häufig vorkommt. Ganz viele Frauen erzählen mir, Markus, ich verstehe es nicht. Montags bis Freitag, da läuft es richtig gut. Ich esse nicht viel, ich achte auf mich, ich mache Sport, ich bin wirklich diszipliniert, aber irgendwie nehme ich nicht wirklich ab. Und wenn man dann mal genauer hinschaut, dann liegt die Antwort oft nicht beim Montag und auch nicht beim Dienstag. Manchmal liegt sie ganz klar zwischen Freitagabend und Sonntagabend. Und das ist jetzt gar keine moralische Folge. Also ich würde dir jetzt nicht erzählen, dass du am Wochenende nur noch gedünstetes Gemüse essen darfst und bitte um 21 Uhr mit einem Kräutertee ins Bett gehen musst. Das ist nicht das Leben. Und das will auch keiner. Aber wir müssen mal ehrlich sein. Wenn du abnehmen willst, dann zählt dein Wochenende nun mal mit. Auch wenn es sich anders anfühlt. Dein Körper sagt dir nämlich nicht, ach, Samstag, heute verbuchen wir das mal extra. Dein Körper rechnet nun mal die ganze Woche. Und genau da passiert bei vielen die Überraschung. Lass uns mal so einen ganz normalen Ablauf anschauen. Montag startest du motiviert. Vielleicht mit einem guten Frühstück. Vielleicht mit einem Skir, mit Quark, mit Eiern oder was auch immer. Mittags wird auch ordentlich gegessen. Und abends passt auch halbwegs. Dienstag ähnlich. Mittwoch vielleicht so ein bisschen stressig, aber trotzdem irgendwie alles noch im Rahmen. Und auch der Donnerstag ist das noch okay. Freitag tagsüber läuft vielleicht sogar auch richtig gut, weil man ja weiß, heute Abend ist Wochenende. Und dann kommt Freitagabend. Und Freitagabend hat bei vielen eine besondere Macht. Da passiert innerlich etwas. Der Laptop ist zu, die Woche war anstrengend, man hat funktioniert, man hat sich auch gekümmert, man hat es so richtig durchgezogen. Und jetzt kommt dieser Gedanke, jetzt habe ich mir aber auch wirklich was verdient. Und ganz ehrlich, natürlich verstehe ich diesen Gedanken. Der geht mir genauso. Und natürlich will man am Wochenende nicht genauso funktionieren wie unter der Woche. Natürlich will man genießen, natürlich will man essen gehen, Freunde treffen, mit dem Partner etwas Schönes machen, vielleicht ein Glas Wein trinken, vielleicht auch ein Kuchen essen, vielleicht einfach mal nicht über alles nachdenken. Das ist völlig menschlich. Das Problem entsteht meistens nicht durch einen schönen Abend. Das Problem entsteht, wenn aus einem schönen Abend ein ganzes Wochenende im kompletten Autopilot wird. Also Freitagabend ein Glas Wein. Vielleicht auch zwei. Dazu noch Brot, Käse, Snacks oder ein Restaurantbesuch. Und Samstag wird dann später aufgestanden. Und entweder fällt das Frühstück gleich komplett aus oder es wird zu einem großen Brunch. Und dann unterwegs ein Cappuccino und vielleicht ein Stück Kuchen. Abends gibt es dann Restaurant oder vielleicht der Lieferdienst, vielleicht wieder Alkohol. Und Sonntag dann dieses Gefühl, ja, morgen geht's wieder los. Also nochmal gemütlich Frühstücken. Vielleicht die Reste, vielleicht Pizza, vielleicht nochmal Süßes auf dem Sofa. Und Montag steht man da und denkt, ich verstehe das nicht. Unter der Woche war doch alles so gut. Ja. Und unter der Woche vielleicht schon. Aber die Woche besteht eben nicht nur aus Montag bis Freitag. Und ich glaube, das ist für viele wirklich wichtig, dieser Punkt. Vielleicht macht es bei dem einen oder anderen jetzt da Klick. Denn viele überschätzen, wie viel sie unter der Woche einsparen. Und sie unterschätzen, wie schnell das Wochenende diese Einsparung wieder auffrissen kann. Also lass uns das mal ganz einfach machen. Mal ohne Kalorienzähnen-App oder ohne Küchenwaage, ohne Tabellen. Nehmen wir einfach mal an, eine Frau oder was auch immer, ein Mann, ist auch egal, ist Montag bis Freitag jeden Tag so ein bisschen weniger, als die Person eigentlich braucht. Gar nicht so extrem, einfach nur so ein bisschen weniger. Sagen wir mal so grob 300 Kalorien pro Tag weniger als dein Körper braucht. Also ein Kaloriendefizit von 300. Und das klingt erstmal gar nicht so wild. Und nach fünf Tagen, wenn du das mal zusammenrechnest, wären das also ungefähr 1500 Kalorien. Und jetzt kommt das Wochenende. Freitagabend Restaurant, Brot vorweg, Öl oder Butter, dann das Hauptgericht, vielleicht noch ein Dessert, zwei Gläser Wein. Da kann allein dieser Abend schon ein großer Teil davon wieder ausgleichen, von dem, was du in der Woche eingespart hast. Und Samstag kommt dann noch dieser Brunch dazu und vielleicht ein Stück Kuchen. Abends Snacks oder halt Lieferdienst. Sonntag nochmal ein gemütliches Frühstück und später irgendwas auf dem Sofa. Und plötzlich ist die ganze schöne Wochenbilanz dahin. Manchmal ist sie nicht nur weg, sondern manchmal ist sie sogar darüber. Und jetzt ganz wichtig, das sage ich nicht, damit du jedes Wochenende mit dem Taschenrechner und schlechten Gewissen durch die Gegend läufst. Bitte, bitte nicht. Aber du musst verstehen, warum ich war doch unter der Woche so gut beim Abnehmen manchmal nicht reicht. Weil dein Körper nämlich nicht fragt, an welchen Tagen du dich gut gefühlt hast. Er bekommt über die Woche Energie rein. Und er verbraucht über die Woche Energie. Und die Bilanz entsteht nicht nur an den, ich in Anführungszeichen, an den braven Tagen. Dieses Wort brav finde ich übrigens wirklich richtig schwierig. Viele sagen ja, ich war die ganze Woche brav, so als wären sie im Kindergarten. Unter der Woche brav am Wochenende unartig. Also Montag wieder Strafe. Und da merkt man schon, wie moralisch aufgeladen das Ganze wird. Und genau diese Moral macht das Thema meistens noch schlimmer, weil das Wochenende dann zur Belohnung für Verzicht wird. Montag bis Freitag hält man sich zusammen oder reißt sich zusammen. Und Freitagabend darf dann endlich alles lockerer sein. Samstag ist dann Genuss. Und Sonntag ist Abschied vom Genuss, weil Montag ist ja wieder Diät. Und so entsteht so ein Kreislauf, der sich zwar vielleicht erstmal normal anfühlt, aber beim Abnehmen unglaublich bremsen kann. Ich nehme mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich. Stell dir mal vor, du willst Geld sparen. Montag bis Freitag legst du jeden Tag 20 Euro beiseite. Und du bist richtig stolz. Und dann am Wochenende gehst du los und gibst 250 Euro aus. Einfach so nebenbei, weil Wochenende ist. Und dann kannst du montags natürlich sagen, ja, aber ich habe doch die ganze Woche gespart. Das stimmt ja auch. Aber unterm Strich ist trotzdem nichts übrig. Denn 5 Tage mal 20 Euro eingespart sind 100 Euro. Wenn du am Wochenende 250 Euro ausgibst, hast du nun mal nichts gespart. Im Gegenteil, du hast mehr ausgegeben, als du wolltest. Oder in Bezug aufs Abnehmen, du hast die ganze Woche Kalorien gespart und die hast du nun mal am Wochenende mehr als ausgeglichen. Oder sogar noch mehr zu dir genommen. Es geht also nicht darum, nie Geld auszugeben. Es geht nicht darum, nie essen zu gehen. Es geht darum zu wissen, was passiert unterm Strich. Und da ist das Wochenende bei vielen wirklich ein blinder Fleck. Freitagabend ist dabei oft der Schalter. Ich glaube, Freitagabend entscheidet bei ganz vielen nicht durch die einzelne Mahlzeit, sondern durch die innere Haltung. Es macht nämlich einen riesigen Unterschied, ob du sagst, heute Abend gehe ich essen und genieße das bewusst oder ob ich innerlich vielleicht denke, jetzt ist Wochenende, jetzt ist mir alles egal. Montag geht es ja eh wieder los. Der erste Satz ist Genuss. Und der zweite Satz ist Autopilot. Und der Autopilot ist selten freundlich zur Figur. Weil der Autopilot nämlich nicht fragt, bin ich satt, will ich das wirklich? Schmeckt mir das gerade überhaupt noch? Brauche ich wirklich noch ein Glas? Muss die Chipstüte offen neben mir liegen? Nein, der Autopilot macht einfach weiter. Und genau deshalb wird ein Wochenende oft nicht durch den einen großen Ausrutscher schwierig, sondern durch die vielen kleinen Momente, in denen keiner richtig mitbekommt, was da eigentlich passiert. Ein paar Nüsse hier, ein paar Chips da, ein Cappuccino unterwegs, ein Stück Kuchen, probieren beim Kochen, Brot im Restaurant, Öl im Salat, Käseplatte, Schokolade auf dem Sofa, ein Saft beim Frühstück, zwei Gläser Wein, ein Dessert, weil doch alle eins nehmen. Und für sich genommen ist davon nichts schlimm. Aber das Wochenende besteht oft genau aus diesen kleinen Dingen. Und am Montag bleibt da nur noch dieses Gefühl übrig von, ich habe doch eigentlich gar nicht so viel gegessen. Vielleicht nicht in einer einzigen Mahlzeit. Aber über zwei Tage verteilt kann da ganz schön viel zusammenkommen. Und lass uns mal über das Thema Alkohol sprechen. Alkohol ist am Wochenende natürlich ein großes Thema. Und ich sage dir direkt, es geht nicht darum, Alkohol moralisch zu verteufeln. Keineswegs. Aber aus Abnehmsicht muss man halt mal ehrlich sein. Alkohol ist selten nur Alkohol. Zwei Gläser Wein sind selten nur zwei Gläser Wein. Da kommt halt noch oft mehr mit. Man isst anders. Man entscheidet lockerer. Man hat mehr Appetit auf Salziges, auf Fettiges, auf knuspriges, Chips, Käse, Brot, Pizza, Pasta, was auch immer. Außerdem schläft man durch Alkohol schlechter. Und schlechter Schlaf macht den nächsten Tag nicht leichter. Man hat nämlich dadurch weniger Energie, weniger Lust auf Bewegung. Man hat dadurch mehr Appetit. Man hat mehr Lust auf Kaffee. Vielleicht macht man dadurch auch ein späteres Frühstück. Vielleicht insgesamt sowieso mehr Chaos. Das heißt also, der Alkohol am Freitagabend kann den Samstag gleich mitbeeinflussen. Nicht wirklich doll, nicht dramatisch, aber wirklich einfach nur als Wirkung. Und ich finde, genau das sollte man wirklich betrachten. Und nicht moralisch, nicht mit Schuld, sondern einfach nur ehrlich. Also wenn du Alkohol trinken möchtest, dann trink Alkohol einfach bewusst. Aber tut es nicht so, als hätte er keine Wirkung. Und gerade bei Frauen, die sagen, ich esse doch gar nicht so viel, sind Getränke wirklich oft ein spannender Punkt. Wein, Aparol, Cocktails, Latte Macchiato, Saft, Softdrinks. Das sind Dinge, die nicht wie Essen wirken, aber im Körper trotzdem ankommen. Und beim Restaurant ist es ähnlich. Ganz viele sagen, ich war doch nur Essen. Ja, aber Restaurantessen ist natürlich oft anders als das Essen zu Hause. Da ist meistens mehr Öl dabei, mehr Butter, mehr Soße, größere Portionen vor allem. Vielleicht Brot noch vorher. Vielleicht noch ein Dessert und vielleicht auch Alkohol. Vielleicht isst man auch schneller, weil man im Gespräch ist oder man isst einfach nur nebenbei. Vielleicht hört man da auch nicht so oft so gut auf seine Sättigung, weil der Abend einfach schön ist. Und nochmal, das ist alles okay. Ich gehe auch super gern essen. Denn Essen ist Lebensqualität. Aber wenn du jedes Wochenende ein oder zwei Restaurantbesucher hast und denkst, das hätte ungefähr denselben Effekt wie dein normales Essen zu Hause, dann täuscht du dich wahrscheinlich ziemlich. Ein Restaurant ist nicht das Problem. Oder das Restaurant. Das Problem ist, wenn du es nicht mit einrechnest. Und ich meine nicht mit einer App. Ich meine mit Bewusstsein. Und das gleiche gilt auch für Brunch. Brunch klingt natürlich erstmal gemütlich. Ist es auch. Aber Brunch ist aus Abnehmsicht oftmals ein kleines Mienfeld. Denn man isst spät, man isst lange, man mischt süß und herzhaft. Brötchen, Butter, Käse, Marmelade, Eier, Croissant, Saft, Cappuccino, vielleicht auch Kuchen. Und später vielleicht mischt sich das Ganze noch mit einem herzhaften Mittagessen, wo dann wieder ein Dessert folgt. Und dazu fleißig Alkohol. Und mit fleißig meine ich nicht, dass du dich besinnungslos trinkst, aber oftmals ist so ein Restaurantbesuch vielleicht so ein Gläschen Wein mit dabei oder vielleicht ein Bier. Auch wenn es alkoholfrei ist. Und weil es Frühstück und Mittag irgendwie zusammen ist, fühlt es sich manchmal gar nicht so viel an. Aber energetisch betrachtet kann es natürlich ordentlich sein. Vor allem, wenn danach der Rhythmus raus ist. Dann ist man nachmittags komisch satt, abends aber wieder hungrig und plötzlich wird doch noch bestellt. Und da merkst du schon, es geht nicht um die einzelnen Lebensmittel. Es geht um das Muster. Und dieses Muster ist am Wochenende bei vielen völlig anders als unter der Woche. Unter der Woche gibt es da so eine richtige Struktur. Du hast Arbeitszeiten, du hast Mahlzeiten, du hast Termine, vielleicht Sport, vielleicht auch irgendeinen Plan. Und am Wochenende fällt diese Struktur komplett weg. Und für manche ist das schön, aber fürs Abnehmen ist Struktur nicht automatisch der Feind. Denn eine Struktur kann dich durch den Tag tragen. Sie begleitet dich. Und wenn am Wochenende alles offen ist, dann entstehen viele Entscheidungen, nämlich wann esse ich, was esse ich, trinken wir heute was, gehen wir essen, bestellen wir, nehme ich noch ein Stück und je entspannter oder müder man ist, desto eher entscheidet man aus dem Moment heraus. Das kann mal gut gehen. Aber jedes Wochenende aus dem Moment heraus zu essen, führt oft nicht dahin, wo man eigentlich hin will. Und dazu kommt halt noch der Schlaf. Viele unterschätzen das komplett, auch wenn ich das hier ganz oft sage. Am Wochenende wird später gegessen, später geschlafen, später aufgestanden, vielleicht sogar schlechter geschlafen durch den Alkohol oder durch das schwere Essen davor. Und Sonntagabend kommt man nicht so richtig runter. Und Montagmorgen ist man dann geredet. Und dann startet die Woche direkt mit Stress, mit mehr Kaffee, weniger gutem Frühstück, weniger Bewegung. Und schon beginnt der nächste Montag nicht wirklich frisch, sondern mit einem Körper, der vom Wochenende noch hinterherläuft. Und ganz viele starten montags nicht nur mit einem schlechten Gewissen, sie starten auch mit dem schlechten Rhythmus vom Wochenende. Und das macht den Montag dann schwerer, als er eigentlich sein müsste. Und jetzt kommen wir mal zu dem, ich nenne es mal, Montagneustart. Das ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Punkte. Viele behandeln den Montag wie eine kleine Beichte. Also am Wochenende war es zu viel und Montag wird wieder streng. Weniger Essen, mehr Sport, keine Kohlenhydrate, alles clean und sauber, neuer Plan, neues Versprechen. Und ja, wie immer, das fühlt sich am Anfang richtig gut an, weil man wieder die Kontrolle hat. Aber genau diese Strenge baut oft den nächsten Druck aus für das nächste Wochenende. Du startest Montag hart, hältst durch und Freitag fühlst du dich wieder leer oder eingeschränkt. Und dann kommt wieder, ah, jetzt habe ich mir aber was verdient. Das ist also wie ein Pendel. Je weiter du unter der Woche Richtung Kontrolle ziehst, desto stärker schlägt es am Wochenende Richtung Loslassen aus. Und deshalb sage ich dir das mal ganz direkt, wer jeden Montag neu anfangen muss, hat meistens kein reines Wochenendproblem. Das stimmt das ganze System nicht. Denn ein gutes Abnehmensystem muss auch Samstag und Sonntag überleben oder funktionieren. Und zwar nicht perfekt, aber es darf nicht jedes Wochenende komplett auseinanderfallen. Sonst hast du keinen richtigen Lebensstil. Dann hast du fünf Tage Diät und zwei Tage Gegenbewegung. Und diese Gegenbewegung reicht oft aus, um deinen Fortschritt zu stoppen oder sogar dagegen zu wirken. Und was macht man jetzt damit? Wie kann man jetzt also das Wochenende doch genießen, ohne Montag wieder von vorne anzufangen? Naja, aus meiner Sicht beginnt es mit einer sehr einfachen Sache. Plane deinen Genuss vorher, statt ihn einfach passieren zu lassen. Das klingt langweilig, weiß ich, aber das verändert wirklich was. Denn viele gehen ins Wochenende mit der Haltung, nur mal schauen. Und mal schauen heißt meistens, der Moment entscheidet. Oder der Hunger entscheidet, die Stimmung entscheidet, der Partner entscheidet, die Freunde entscheiden, der Kellner entscheidet vielleicht. Die offene Chipsüte entscheidet. Besser ist aber Klarheit. Also zum Beispiel, Samstagabend gehe ich essen. Und das genieße ich. Und Sonntag gibt es auch Kuchen bei der Familie. Auch okay. Aber das heißt nicht automatisch, Freitag Wein, Samstag Brunch, Samstag Kuchen, Samstag Restaurant, Samstag Nacht Snack, Sonntag Pizza und Montag wieder Strafe. Du brauchst also nicht fünf Highlights an einem Wochenende. Manchmal reicht auch ein echtes Highlight, damit du das bewusst genießen kannst. Und das fühlt sich am Ende sogar viel besser an als dieses diffuse Dauer nebenbei. Ein geplantes Highlight ist Genuss. Ein Wochenende im Autopilot ist oft danach nur Müdigkeit und schlechtes Gewissen. Der zweite Punkt, behalte Mahlzeitenanker bei. Und gerade am Wochenende. Denn viele verlieren am Wochenende komplett ihre normalen Mahlzeiten. Dann gibt es spät Frühstück, zwischendurch Snacks, abends Restaurant, irgendwann irgendwas Süßes. Und die Folge davon ist, dass dein Körper keine klaren Signale bekommt. Und es hilft oft schon, eine oder zwei stabile Mahlzeiten einzubauen. Also eine proteinreiche Mahlzeit. Irgendwo Gemüse. Nicht den ganzen Tag irgendwie im Snack leben oder in Snacks leben. Nicht bis 14 Uhr hungern und dann komplett eskalieren. Und das muss gar nicht perfekt aussehen. Aber der Körper braucht auch am Wochenende ein bisschen Verlässlichkeit. Ein Frühstück mit Eiweiß. Oder ein gutes Mittagessen. Oder halt ein stabiles Abendessen vor dem Sofa. Also nicht, dass du vor dem Sofa sitzt, sondern bevor du dich aufs Sofa begibst. Also irgendwas, das dich nicht komplett dem Snack-Modus überlässt. Der dritte Punkt ist, auch Alkohol solltest du vorher entscheiden. Nicht erst nach dem zweiten Glas. Frag dich vorher, trinke ich heute. Und wie viel ungefähr? Was esse ich dazu? Und was mache ich danach? Und ja, das klingt vielleicht unromantisch, aber es ist erwachsen. Und genau darum geht es. Nicht um Verbote, um erwachsene Entscheidung. Wenn du nämlich weißt, dass du nach zwei Gläsern Wein immer an die Snacks greifst, dann tu nicht jedes Wochenende überrascht. Dann plane es anders. Vielleicht ist du vorher schon ordentlich. Vielleicht kaufst du dir keine riesige Snackauswahl. Vielleicht entscheidest du dich für ein Glas. Vielleicht trinkst du langsamer. Vielleicht wechselst du auch mal Wasser ab. Und es geht darum, nicht so zu tun, als wäre der Verlauf jedes Mal ein Unfall. Viele Wochenenden sind keine Unfälle. Sie sind wiederholte Muster. Und Muster kann man ja verändern. Der vierte Punkt ist, vielleicht auch das Restaurant oder dem Restaurant Leitplanken geben. Und ich mag dieses Wort in dem Zusammenhang, weil es nämlich nicht nach Verbot klingt. Leitplanken heißen, du darfst fahren. Aber nicht komplett in den Graben. Also beim Restaurant kann es ganz simpel sein. Irgendwas Eiweißhaltiges wählen. Gemüse und Salat dazu. Brot bewusst essen, statt automatisch den Korb leer zu machen. Auch die Soße vielleicht bewusst wählen. Auch das Dessert bewusst wählen. Langsam essen. Alkoholbewusst und langsam trinken. Du musst ja nicht mit der Küchenwaage ins Restaurant gehen. Bitte nicht. Aber du kannst trotzdem wach bleiben. Und ich finde, das ist wirklich ein guter Satz. Genießen heißt nicht, den Kopf komplett auszuschalten. Genießen heißt, dabei zu sein. Der fünfte Punkt, Bewegung am Wochenende nicht als Strafe sehen. Viele denken bei Bewegung oft an Kalorienverbrennen. So nach dem Motto, ich muss das Essen wieder abtrainieren. Und das ist Quatsch. Und das führt oft noch zu einem schlechten Verhältnis zum Sport. Bewegung am Wochenende sollte natürlich keine Strafe sein. Darf es auch gar nicht. Sie kann einfach ein Teil eines guten Wochenendes sein. Ein Spaziergang, vielleicht ein Stadtbummel, Fahrradfahren, Schwimmen, Garten, was auch immer, Ausflug, Treppe statt Ausflug, das kannst du auch am Wochenende machen. Eine Runde nach dem Essen gehen. Das muss ja nicht das komplette Fitnessprogramm sein. Aber dein Körper sollte am Wochenende nicht nur zwischen Tisch, Auto und Sofa pendeln. Und gerade wenn du unter der Woche vier sitzt, kann das Wochenende sogar eine gute Chance sein, deinem Körper wieder mehr mitmachen zu lassen. Der sechste Punkt, Sonntag nicht wie die letzte Mahlzeit vor der nächsten Diät behandeln. Und das sehe ich wirklich extrem häufig. Sonntagabend ist da so ein innerlicher Abschied, eine Henkersmahlzeit. Morgen geht es wieder los. Also heute nochmal so richtig, komm, Pizza, Eis, Reste essen vom Vormittag, Schokolade, nochmal, ach, egal was. Und damit baust du dir den Montag direkt als Gegenspieler auf. Sonntag wird zum letzten Tag der Freiheit. Und Montag wird wieder zur Strafe. Das ist doch keine gute Dynamik. Besser wäre es doch, den Sonntag ziemlich, ich sag jetzt mal, normal zu halten. Vielleicht mit Genuss, aber ohne dieses Abschiedsessen. Denn wenn du Sonntagabend ruhig landest, musst du Montag nicht nur starten. Du machst einfach ganz normal weiter. Und genau das ist langfristig wirklich Gold wert. Nicht dieser permanente Neustart, sondern einfach weitermachen. Und auch nach einem Restaurant, auch nach einem Stück Kuchen, auch nach einem Glas Wein. Das ist für viele die eigentliche Veränderung. Nicht perfekt essen, sondern nicht mehr ständig ins Extreme kippen. Und ich würde dir fürs nächste Wochenende gerne mal drei Fragen mitgeben. Erstens, was möchte ich denn dieses Wochenende wirklich genießen? Und sei mal bitte ehrlich, nicht alles. Was wirklich? Der Restaurantabend, der Kuchen mit der Familie, das Frühstück mit dem Partner, das Glas Wein am Samstag? Such dir mal bewusst etwas aus. Zweitens, welche Mahlzeiten halten mich trotzdem stabil? Also, was macht mich wirklich satt? Was gibt mir wirklich Versorgung im Körper? Welche Mahlzeiten ernähren mich wirklich? Also, wo baue ich Eiweiß ein? Wo esse ich normal? Wo ist normal? Wo verhindere ich, dass der ganze Tag nur aus Snacks oder Zufall besteht? Die dritte Frage: Was mache ich am Montag, damit ich nicht wieder in Strafe rutsche? Und die Antwort sollte sein, normal weitermachen. Nicht wenig essen, nicht alles ausgleichen, nicht panisch werden. Montag ist kein Bußtag. Montag ist einfach nur der nächste Tag. Ich nehme ein Beispiel, wie ein abnehmfreundliches Wochenende aussehen könnte. Freitagabend, du isst ein normales Abendessen. Vielleicht gibt es dann auch bewusst ein Glas Wein oder ein Dessert. Aber keine offene Snacklandschaft bis zur Mitternacht. Samstag, du startest mit einer Mahlzeit, die dich wirklich sättigt. Vielleicht Eier oder Quark, Skir, Lachs auf dem Brötchen, Hüttenkäse, irgendwas mit Eiweiß. Dann Bewegung in irgendeiner Form. Spazieren gehen, Einkaufen, Stadtbummeln, was auch immer. Und abends auch gerne Restaurant. Und das genießt du. Du nimmst etwas, worauf du Lust hast. Aber du gehst nicht komplett raus. Vielleicht wieder Eiweiß im Mittelpunkt. Brot, wenn, dann bewusst. Alkohol auch bewusst. Dessert, nur dann, wenn du auch wirklich willst. Und Sonntag wieder ein entspanntes Frühstück. Normale Mailzeiten. Vielleicht auch Kuchen am Nachmittag. Aber kein Morgen beginnt die Diät-Finale, sondern ein normales Abendessen. Vielleicht noch eine Runde gehen. Fertig. Das ist kein Fitnesslager. Das ist einfach ganz normales Leben. Und genau darum geht es. Ein gutes Wochenende beim Abnehmen ist nicht perfekt. Es ist einfach nur nicht komplett grenzenlos. Und das ist der Unterschied. Und ich glaube, ganz viele Frauen müssen diesen Unterschied wirklich erstmal lernen. Und da gehe ich gar nicht so sehr von Frauen. Alle müssen, also viele, die abnehmen möchten, müssen diesen Unterschied wieder lernen. Weil sie nämlich oft nur zwei Modi kennen. Entweder streng oder komplett egal. Aber dazwischen liegt der Bereich, der wirklich funktioniert. Genuss mit Klarheit. Restaurant ohne Kontrollverlust. Alkohol bewusst. Snacks nicht in irgendeinem Nebel. Sonntag ohne Abschiedsessen und Montag ohne Strafe. Und ja, das klingt vielleicht weniger aufregend als ein Diätplan, aber es ist wesentlich nachhaltiger. Unterm Strich würde ich das jetzt mal so zusammenfassen. Das Wochenende muss nicht dein Gegner sein. Darf es auch gar nicht. Du darfst genießen, du darfst essen gehen, du darfst Kuchen essen, du darfst auch ein Glas Wein trinken. Du darfst ein Leben haben. Aber wenn du jeden Freitag innerlich auscheckst und erst Montagmorgen wieder eincheckst, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn die Woche nicht das Ergebnis bringt, was du dir gewünscht hast. Abnehmen scheitert selten an dem einen schönen Abend. Es scheitert meistens daran, dass aus einem schönen Abend ein ganzes Wochenende im Autopilot wird. Und wenn du dich daran wiedererkennst, dann schau dir das nächste Wochenende mal ehrlich an. Und zwar nicht mit Schuld, nicht mit Selbsthass. Einfach mal ehrlich. Wo kippst du raus? Ist es der Freitagabend? Ist es beim Alkohol? Beim Brunch, beim Restaurant, beim Sonntagabend, bei den Snacks auf dem Sofa, bei dem Gedanken, naja, Montag wieder. Da liegt oft viel mehr die Antwort, als man eigentlich denkt. Und wenn du merkst, dass du Montag bis Freitag eigentlich viel richtig machst, aber das Wochenende dich immer wieder zurückwirft, dann schau doch gerne mal in die Shownotes. Da findest du die Möglichkeit, dich bei mir zu melden oder dir mein aktuelles Online-Seminar anzuschauen, wo es genau darum geht. Und dann schauen wir gerne mal gemeinsam darüber, wo deine Woche wirklich kippt und wie du dein Wochenende so gestalten kannst, dass Genuss natürlich bleibt, aber der Montag nicht jedes Mal einen Neustartwerten muss. Denn ein Abnehmweg, der nur unter der Woche funktioniert, funktioniert am Ende nicht wirklich. Er muss auch zu einem und zu deinem Wochenende passen. Zum Restaurant, zur Familie, zur Einladung, zu echten Tagen, zu deinem echten Leben. Und wenn du jemanden kennst, der immer sagt, ich verstehe das nicht, unter der Woche bin ich doch so diszipliniert, dann schick dieser Person doch gerne diese Folge. Und damit bin ich am Ende der heutigen Episode angelangt. Ich hoffe, du konntest wieder was mitnehmen und es hat dir gefallen. Ich wünsche dir eine schöne Woche und wir hören uns.