VENTURE AI PODCAST - Bundesverband für KI-Transformation

Warum KI ohne Methode Innovation lähmt (#1259)

Norman Müller

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Norman Müller spricht mit den Gründern von ideastream.io Jan Groenefeld und Matthias Schmidt darüber, warum KI in Unternehmen oft stecken bleibt, wenn sie nur als Lizenzpaket verstanden wird. Im Zentrum steht die Frage, wie aus Ideen schnell verwertbare Arbeitsergebnisse werden, ohne Prompt Engineering und ohne Methodenwissen vorauszusetzen. IdeaStream.io setzt dafür auf einen kuratierten Innovationsprozess, in dem ein digitaler Innovationscoach Teams zu klaren Deliverables führt. Spannungsfeld der Folge ist der Unterschied zwischen Produktivität und Wertschöpfung und die Rolle von KI als Teil eines soziotechnischen Systems.

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SPEAKER_00

So, es ist wieder Zeit für eine neue Folge hier im VentureAI Podcast. Heute geht es um ein Startup, das Mitglied bei uns im Bundesverband für KI-Transformation ist und sich einer sehr konkreten Frage widmet. Wie entsteht aus Ideen schnell auch Ergebnisse, die im Unternehmen tatsächlich konkrete Ergebnisse ermöglichen? Mit Ideastream IO haben meine heutigen Gäste ein KI-gestütztes Werkzeug entwickelt, das Teams dabei unterstützen, in wenigen Minuten strukturierte Arbeitsergebnisse zu erzeugen. Ergebnisse also, die sofort einsetzbar sind und nicht erst übersetzt werden müssen. Ich möchte in dieser Podcast-Folge heute mehr über das Produkt erfahren und verstehen, wie dieses Startup entstanden ist, welche Probleme die Gründer selbst erlebt haben und warum sie glauben, dass genau hier echte Wertschöpfung entsteht. Herzlich willkommen, Jan Grönefeld und Matthias Schmid.

SPEAKER_01

Moin. Hi.

SPEAKER_00

Hallo, ihr zwei. Ich hoffe, es war alles richtig im Intro. Ihr könnt, wie eingangs schon gesagt, natürlich gerne noch Korrekturen vornehmen. Zu eurem Startup kommen wir gleich und wenn ihr einverstanden seid, würde ich euch bitten, vielleicht Matthias, fängst du an, dass du dich vorstellst und dann der Jan.

SPEAKER_01

Ja, gerne. 40 Geburtstage habe ich mittlerweile schon gefeiert. Also vielleicht nicht mehr der jüngste Gründer, aber bestimmt auch nicht der älteste Gründer. Wo komme ich eigentlich her? Also ursprünglich war ich mal im Maschinenbau unterwegs. Ich bin aufgewachsen mit einer Firma zu Hause. Mein Vater hatte eine Maschinenbaufirma und das hat mich wahrscheinlich schon geprägt. Aber wie man sieht und hört, bin ich nicht im Maschinenbau geblieben. Sondern ich habe mich irgendwie der Innovationsentwicklung verschrieben. Kleine Abstecher bei Mercedes. Haben wir unsere anderen, habe ich meine anderen Teammitglieder auch kennengelernt, die jetzt heute hier nicht dabei sind. Bob und Ben. Und ich wollte unbedingt mal Autos verkaufen. Das war so ein Kindheitstraum von mir. Echt?

SPEAKER_00

Kindheitstraum, Autos zu verkaufen.

SPEAKER_01

Ja, tatsächlich. Ich war, ich war sehr auto-affin.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_01

Und ich wollte es ausprobieren und hab dann auch in Sales gearbeitet für Mercedes. Und hab dann aber auch gemerkt, das ist es auch nicht so ganz. Weil, also wie du dir Autoverkaufen vorm Schreibtisch vorstellst, ist nicht so wie hinterm Schreibtisch. 80% Papierkram, 20% Mensch. Und das hat mir Spaß gemacht, aber es war nicht die große Erfüllung für mich. Und dann mit Ben und Rob haben wir eine kleine Innovationsagentur gegründet mit unseren Erfahrungen aus dem Automobilbereich und haben anderen Autohäusern geholfen, mit Social Media klarzukommen und mit kleinen innovativen Lösungen eigentlich an den Markt zu kommen. Und das ging dann bis Corona und das ist vielleicht eine interessante Baustelle bei uns auch als Team. In Corona haben wir Schutzscheiben gebaut.

SPEAKER_00

Von 100 auf null. Krass. Die Scheiben, die an der Krasse. Okay.

SPEAKER_01

Also das ist vielleicht so ein kleiner Vorschub zu dem, worüber wir noch reden, unser Startup oder wer wir sind. Wir haben innerhalb von drei Tagen unser Geschäftsmodell pivotiert. Nur wusste keiner von uns, wie das damals heißt. Okay. Also innerhalb von an einem Tag kamen alle Rahmenverträge wurden gestoppt und wir hatten keine Arbeit mehr. Und es war klar, dass Lockdown und solche Dinger kommen. Und meine Frau hat mir dann ein Foto gezeigt aus der Apotheke. Was es jetzt so alles gibt, hat sie gesagt, guck mal, wie die in die Apotheke anfangen. Und ich habe gedacht, okay, das da machen wir auch. Skiffe gemacht, reingeschickt und einen Tag später Prototyp gebaut. Bei meiner Vater in der Firma. Und noch einen Tag später hatten wir einen ersten Sprinter voll mit 80 Scheiben und sind über die Dörfer am Saarland gefahren und haben an Ärzte und Apotheker Schutzscheiben ausgeliefert, weil die nichts hatten. Keine Disfektionsmittel, keine Handschuhe mehr, gar nichts mehr. Und sie haben vom Sprinter mit so einem kleinen Kartenlesegerät Scheiben verkauft. Fliegende Händler. Und ab dem Zeitpunkt hat sich unser ganzes Leben eigentlich verändert, weil wenn du so innerhalb von drei Tagen mit deinem Programmierern Polykarbonat mit der Kreissäge geschneidest in der Werkstatt, dann willst du nicht mehr zurück. Und ich glaube, das ist so unser Impuls gewesen, dass wir ab dem Zeitpunkt Dinge einfach anders gedacht haben, weil wir selbst dadurch gegangen sind. Ja, was ist das? Und dann Innovationsagentur. Ja. Super verrückt. Und jetzt Ideal-Stream. Aber da kommen wir gleich wahrscheinlich noch dazu.

SPEAKER_00

Ja, unbedingt. Ja, aber das mit den Scheiben gefällt mir schon sehr gut, weil das ist ja genau der Spirit, den ich auch so mit Startups verbinde. Dass du am Wochenende irgendwie eine Idee hast, dann hast du irgendwie zwei Kästen Bier und einen Laptop oder sowas und am Montag ist der Lounge oder so.

SPEAKER_01

Ja, genau sowas. Über Nacht Landingpage gebaut, Robert, tagsüber Polykarbonat geschnitten und Ben ist beim Sprinter über die Dörfer gefahren, hat verkauft aus dem Auto. Und dann noch eine zweite Variante mit anderen Unternehmern im Saarland noch gemacht, die du zusammenpacken konntest in Bilderrahmenverpackungen. Dann haben wir die durch die Republik geschickt und wir haben das Zeug echt dann palettenweise durch die Republik gekauft. Netzwerke, Menschen. Es war People Business. Mit Menschen gearbeitet und das hat es ausgemacht. War eine coole Zeit. Brauche ich aber so in der Form nicht nochmal, war aber gut. Ja, okay.

SPEAKER_00

Das Mindset. Coole Story. Danke, Matthias. Gerne. Jan. Wie sah deine Corona-Zeit aus?

SPEAKER_05

Boah, Corona. Corona war geil, weil da hatten wir frisch gebaut und das erste Mal hatte ich Garten in meinem kleinen Rheinhäuschen und wir haben tatsächlich zwei sehr schöne, ganz klassische Familien-Corona-Jahre gehabt. Aber mein Leben, meine Geschichte ging los in Hannover 1982. Rechnet selbst, dass das mehr als 40 Jahre sind, aber nicht viel. Ich bin gerne in Ordnung. Ich mag die Gegend da oben bis heute. Meine Sehnsuchtsstadt ist Hamburg, da war ich als Jugendlicher viel und gerne. Und dann bin ich irgendwann aus dem Elternhaus raus zum Studieren nach Zweibrücken an die FH Kaiserslautern und habe da Informatik studiert. Warum? Boah, weil man das damals so gemacht hat. Es schien zukunftssicher, die Eltern haben gesagt, ja komm, harten dran, mach mal. Und Scheine habe ich auch alle gesammelt, aber ich habe nicht erst auf Hälfte festgestellt, dass Coden alleine meine Zukunft nicht würde. Wie gesagt, Scheine gesammelt, aber es hat mich nicht getriggert. Und dann bin ich aber etwas über den Weg gelaufen, das hat mich richtig begeistert. Das war Human-Computer Interaction. Und da gab es so für mich so drei, vier Nächte, da habe ich so ein Fachbuch About Faith nennt sich das, wirklich durchgesuchtet. Und da wusste ich, okay, das will ich machen, Mensch und Technik. Das begeistert mich. Die Technik verstehen, aber vor allem ins Leben von Menschen bringen. Und da bin ich auch meinem ersten Chef als Professor dort über den Weg gelaufen, habe dann 18 Jahre in einer großen UX-Agentur verbracht und habe da viele Projekte geleitet als UX-Designer. Und naja, nach 18 Jahren war dann irgendwie Zeit noch was Eigenes zu machen und dann bin ich mal mit Gründern über den Weg gelaufen. Und da habe ich dann als allererstes mal den ganzen KI-Schwung letztendlich mitgenommen und habe unsere internen Prozesse komplett darauf umgestellt. Und dann war plötzlich das Gefühl da, Alter, das müssen wir irgendwie auch mal draußen bringen. Das darf hier nicht bei uns bleiben, sondern wir müssen das irgendwie in die Dose packen und anderen verfügbar machen. Und das jetzt so als kleine Brücke tatsächlich zu IDStream als Startup schon, da hat Matze dann den entscheidenden Gedanken geäußert, dass er sagt, ja, ich habe eine Idee für die Dose, für dieses Prozesswissen. Und so sind wir bei IDStream gelandet. Es wird heute ja sicherlich auch Thema sein, wie wir zu KI stehen. KI ist für mich als kleiner Vorgriff mittlerweile fast mehr ein emotionales als ein rational-technisches Thema. Deswegen kleiner Funfact, wenn du mich fragst, war was geilste oder was war deine entscheidendste Anschaffung letztes Jahr? Eine vollkommen analoge alte Vespa. Ich liebe das. Und zwar, weil es so herrlich technisch analog ist. Das nur so als, ne, das ist ehrlich, es ist authentisch, das beschreibt tatsächlich meine Haltung auch ein Stück weit, meine sehr vielschichtige Haltung zu KI mittlerweile.

SPEAKER_00

Dann ziehen wir den Spannungsbogen doch gerne noch ein bisschen nach oben, bevor wir zu eurem Startup kommen. Lasst uns mal über Haltung im Bereich KI sprechen. Weil vielleicht auch noch eine gedankliche Brücke. Ich hatte gestern einen Podcast gemacht mit dem CEO von Edesso und uns, also hat sich eigentlich bestätigt das, was ich mit vielen Unternehmen bespreche, nämlich dass Unternehmen oft sich vielleicht noch in dieser Sandbox gerade vorfinden, wo ich verschiedene KI-Tools ausprobieren kann und so weiter. Vielleicht schafft das ein oder andere Unternehmens noch eine Pilotphase, aber dann hört das einfach auf. Und ich meine Prophezeiung ist, dass wir 2026 erwachsen genug sind, hoffe ich zumindest, dass viele Unternehmen vielleicht auch mal so den holistischen Blick auf ihre Company, auf ihre Prozesse wagen, um zu sagen, ich implementiere KI und baue mir hier ein Asset rein und auf mit meinen Unternehmensdaten. Also das Thema Copilot haben wir alle ausprobiert, dieses Mikromanagement, wie werde ich produktiver meine Texte schreiben, haben wir jetzt alles ausprobiert, aber jetzt wird es ernsthaft. Wie seht ihr das?

SPEAKER_05

Letztlich genau so. Matze, ich mach mal einen Aufschlag, auf den du gerne einhakst. Also A zu der Frage Haltung. Ich bin manchmal gar nicht sicher, ob wir schon eine Haltung entwickelt haben können, ob das Thema nicht insgesamt noch zu dynamisch ist. Ich sehe das bei mir. Es gibt Tage, da mag ich die Magie dieser natürlichen Kommunikation und was damit alles möglich ist. Wenn du mich heute fragst, sage ich, das ist eine Plage. Ich hasse das Zeug, das macht uns kaputt, das zerfetzt die Gesellschaft, es schafft Spannung. Und so bin ich von einem Tag auf den anderen in unterschiedlichen Haltungen. Aber das Problem, was ich bei diesen ganzen Sandbox-Sachen sehe, diese Menschen, die es da einführen, die kaufen nur Lizenzen, die denken, KI ist eine Lösung. KI ist nur eine Technik und zwar eine Abskomplexe, die erst in Wirkung kommt, wenn du absurd viel Engineering und Wissen mit beisteuerst. Das ist das eigentliche Problem, warum das nicht in Piloten kommt. Die Leute schrecken auf. Oh mein Gott, ich muss ja doch entwickeln. Es kommt ja gar nicht von alleine. Ja, Überraschung, was noch nie? Da würde ich wirklich einen Unterschied machen zwischen falscher Erwartungshaltung und Haltung im ethischen Sinne.

SPEAKER_00

Ja, aber das ist ja das, was für uns zukommt. Die Unternehmen merken jetzt, oh krass, wir haben jetzt KI eingeführt, was ändert sich für uns? Also es ist eher eine Enttäuschung. Weil so diese Magie ist jetzt gerade so, hat sich aufgelöst so ein bisschen.

SPEAKER_05

Das ist es ja. Gar nichts haben die eingeführt. Die haben Lizenzen gekauft. Ist das ein Einführungsprozess? Prozess im eigentlichen Sinne, auf irgendwas gezielt? Gar nichts. Nein, es ist verfliegt. Das ist ja auch genau das, wo Matze ganz andere eine sehr spannende drauf Sicht eben hat, wie Wirksamkeit entsteht mit KI.

SPEAKER_00

Los geht's, Matze.

SPEAKER_01

Einfach auch Matze, sagst du einfach auch Matze, das ist gut. Ich habe ja auch schon ein paar Podcasts gehört, auch von dir, Norman, und ich fand das immer total coole Lösungen, auch differenzierte Blicke auf das Thema. Aber ich glaube, wir müssen auch mal grundsätzlich, über was reden wir eigentlich. Ich glaube, du kannst Geschäftsmodelle mit KI darstellen. Kürzlich habe ich nochmal irgendwas gelesen bei LinkedIn, wo jemand aus seiner Agentur einfach mal 18 Leute rausgeschmissen hat und macht jetzt KI. Das ist individuell, ist das ja super für den. Das freut mich ja, also wenn jemand so eine Performance hinlegt. Aber was hat denn das für einen gesellschaftlichen Rahmen eigentlich? Was ist denn mit den 18 Leuten? Also es ist uns gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht damit geholfen, wenn wir so an diese KI-Sache rangehen, aus meiner Sicht. Weil irgendjemand muss ja auch abends noch einkaufen gehen, irgendjemand muss an der Kasse sitzen. Ja, es gibt Kassen, da kann ich selbst Checkout machen, aber es geht, glaube ich, auf der Meta-Ebene darum, wie wollen wir in Zukunft auch leben. Wie wollen wir unser Leben gestalten? Und da müssen wir über Wertschöpfung reden und Menschen konsumieren. Deswegen machen wir das alles hier. Menschen konsumieren, Menschen müssen leben. Wir machen das ja nicht aus der Spaß, an der Freude und so haben sich auch Wirtschaftssysteme entwickelt. Und deswegen, glaube ich, müssen wir uns grundsätzlich darüber unterhalten, wie wir KI einsetzen. Und da bricht es dann auch für mich, weil du sagst, out of the sandbox, da verließen sie ihn. Da ist dann keine Performance mehr. Weil wir schon wieder an dieser Schwelle stehen, Technik, der Technik willen einzusetzen und uns nicht die Frage stellen, wie bei der Digitalisierung. Uns uns nicht die Frage stellen, was wollen wir eigentlich damit tun? Und wenn ich mit vielen Menschen heute spreche, die erzählen mir von ihrem Problem und ich denke, okay, das sind keine KI-Probleme, was du hast. Du steckst bei dem Thema Digitalisierung noch mitten im Prozess. Das Einzige, was KI dir gerade übersplippt, ist, weil es an mancher Stelle noch schneller geht. Dadurch die Entropie in deinem Unternehmen noch größer wird, weil viel mehr Rauschen, viel mehr Informationen zur Verfügung steht, die aber gar nicht mehr vernünftig verarbeitet werden kann. Was haben wir denn davon? Und wenn wir über KI nachdenken, glaube ich, müssen wir die gesellschaftliche Dimension vor Augen führen. Wir müssen uns überlegen, was will ich als Unternehmer und ich glaube auch nicht daran, dass jeder Unternehmer zwangsläufig jetzt Leute entlassen will. Das Narrativ glaube ich auch nicht. Das macht nämlich gar keinen Sinn. Und deswegen ist meine Haltung auch hier, dass wir, wenn wir über Wertschöpfung denken, das war ja auch die Steilvorlage von Jan, müssen wir uns überlegen, was heißt denn eigentlich Wertschöpfung auch als Gesellschaft letztendlich und was heißt Wertschöpfung für mich individuell, aber auch bei meinem Arbeitgeber. Und Co-Pile zu haben, das ist ein Hygienefaktor mittlerweile, das muss ich anbieten. Das hat aber jetzt erstmal keine Auswirkung auf das Unternehmen. Und das zeigen ja auch viele, viele Studien. Und die Produktivität stellt sich nicht ein. Deswegen, eigentlich, bevor wir mal über KI nachdenken, das ist eine Lösung, müssen wir eigentlich mal über die Menschen in den Unternehmen nachdenken. Weil ohne die Menschen werden wir keine gute Implementierung haben. Und das sehen wir jetzt schon an vielen digitalen Prozessen, die nicht gut laufen. Meine Meinung. Schön.

SPEAKER_05

Matze hat gerade, also ein Wort hat er nicht gesagt, auf das ich jetzt spekuliert hatte, nämlich sozio-technisches System. Das spiegelt für mich sehr gut, dass es eben Technik und Mensch nur zusammen dann wirklich zu einer Wirksamkeit bringen. Und einen Satz, wo ich mich freuen würde, wenn wir kurz einhaken, nicht jedes Problem ist ein KI-Problem. Und das ist so tief, wenn man darüber nachdenkt, weil uns wird gerade suggeriert in diesem großen Valley-Narrativ, dass jedes fucking Problem, sorry, wir sind ja unter uns, jedes Problem, auf dem Reden. Jedes Problem scheint mit KI lösbar. Das ist eine große Lüge. Das ist schlicht eine große Lüge. Es erinnert mich fast ein bisschen an diesen ganzen Bitcoin-Hype oder Blockchain-Hype, zu dem man händeringend und bis heute ja das Problem zu dieser Lösung gesucht hat. Ich glaube, das KI, generative KI, wir müssen auch hier unterscheiden, Machine Learning-KI ist durch die Tür, bin ich völlig dabei. Generative KI ist das, was unsere Diskussion bestimmt. Das, was von Katja Burkhardt bis Tagesschau momentan durch die Welt wabert. Aber hier ist, das ist geprägt durch ein großes Narrativ derer, die ein paar hundert Milliarden drauf gewettet haben. Was bitte sollen die tun, außer an dieser Story festzuhalten? Das heißt, A, Feststellung, nicht jedes Problem kann ein KI-Problem sein, nicht jedes Problem kann durch KI gelöst werden und muss es auch gar nicht. Und lass uns mal die Freiheit nehmen, zu hinterfragen, wie viel KI brauchen wir eigentlich in unserem Leben wirklich, weil niemand von uns ist aufgestanden und hat gesagt, oh, so ein GPT, das ist eine tolle Sache.

SPEAKER_00

Aber ich glaube, wir könnten nicht mehr schlafen, wenn wir es nicht mehr hätten. Oder bedingt. Matze vielleicht noch, aber dann hört es auch schon auf. Ich weiß es nicht in Ordnung.

SPEAKER_05

Manchmal stelle ich mir gerne vor, kennst du diese Debattierclubs, die so an Colleges, die es in Amerika an Colleges gerne gibt. Ich finde das total geil. Und ich habe mir immer vorgestellt, ich bin dann auf der Kontra-Seite, obwohl ich die andere Position vertrete. Und finde ich attraktiv. Und jetzt gerade möchte ich hier genau diesen Kontramann machen und sagen, ich weiß es nicht, Norman. Ich weiß nicht, ob das Platzen der Blasen mich tatsächlich zu einer Rolle rückwärts führt und die Menschen erkennen, oh ja, ich weiß auch nicht, dass das Ding jetzt mal eine E-Mails liest und mir Termine machen kann. So geil ist es nicht. Ich weiß nicht, ob mich aus der Ernüchterung auch eine Klärung passieren kann.

SPEAKER_00

Vielleicht nicht für jeden. Vielleicht nicht für jeden. Watze, deiner Meinung will ich dazu auch gleich noch hören. Ich glaube, dass wir verstehen müssen, und das haben, glaube ich, nochmal die über dem großen Teich in die eine Richtung oder auch in China in der anderen Richtung besser verstanden als wir, dass KI ist im Grunde so sauerstoff angereicherte Luft, die wir irgendwie alle brauchen. In unserer Gesellschaft, in unserer Wirtschaft wird überall KI eine Rolle spielen. Ich meine, unser Handy hat schon ewig KI, ohne dass wir das so wirklich wahrnehmen. Aber wenn ich mir vorstelle, dass wir ab morgen ohne sind, jetzt mal, ob wir Chat-GPT oder Gemini oder was auch immer brauchen oder nicht, in welcher Intensität. Ich habe vorhin eine Soße für die Spaghetti über meine Tochter gebaut. Ich habe in Gänze versagt, ich hätte es glaube ich selber machen müssen, ich habe es mit Chat-GPT gemacht, ja. Sonst bin ich echt ein guter Koch mit ChatGPT. Ohne Chat-GPT kannst du mich in der Küche wirklich nur zu ganz rudimentären Aufgaben einsetzen. So, das heißt, aber um es mal wieder so ein bisschen auch in Richtung eurer, wir können gerne eine Fortsetzung machen, dieses Podcast, aber ich würde gerne auf euer Startup kommen, damit wir die Zeit ja auch wirklich gut nutzen. Was, glaube ich, festzustellen ist, und deswegen finde ich, dieser menschliche Fokus extrem wichtig. KI heißt in meiner Welt eben auch kollaborative Intelligenz. Also wie können wir Mensch, Maschine zusammenbringen? Und wie können wir, wenn wir uns mal so einen Prozess meinetwegen im Vertrieb oder Marketing anschauen, wie viel Nettoarbeitszeit verbringst du eigentlich im Marketing oder im Vertrieb auf der eigentlichen Aufgabe, neue Kunden zu gewinnen oder mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu erzeugen? Das heißt, die meisten sagen vielleicht 25 Prozent, ja, und die Frage ist, kann man sich, und da gehört für mich da der Fokus drauf, wo wir Menschen einsetzen und nicht entlassen, ja. Und die Frage ist doch, auf diese 75%, die dann noch übrig bleiben für Verwaltung, Dokumentation, E-Mails schreiben und gedönst, dass, wenn wir das KI machen lassen, dann können wir doch aus diesem 25% Vertrieb vielleicht 50% Vertrieb machen.

SPEAKER_01

Das ist genau das der Punkt. Da oben steht ein Buch, das heißt im Regal Bullshit-Jobs. Und von denen haben wir super viele. Das muss man auch mal, also das ist auch gerade mal der Status quo, was die Jobs angeht, weil du das Thema Verwaltung auch gesagt hast. Wir sind gefangen in Work-Around Work. Wichtige Wertschöpfung, da ist das Thema wieder. Und ich spreche nicht von Produktivität, sondern von Wertschöpfung. Um die geht es ja eigentlich. Und da greifen wir auch letztendlich mit unserem Start-up an, an dem Thema zu sagen, okay, wir wollen im Innovationssektor, die Work-Around Work, die wollen wir minimieren. Und die haben ja gerade ein bisschen Behaltung oder Einschätzung gesprochen. Wir sind beide gar nicht gegen KI. Nur, wie Jan gesagt hat, wir verstehen es als soziotechnisches System, du hast es auch nochmal bestätigt, in der Kollaboration zwischen Mensch und Maschine. Und nicht, wir haben KI, weil wir KI haben, sondern es geht darum, wie setzen wir dieses Werkzeug ein. Ich kann ja mit einem Hammer kein ganzes Haus alleine bauen. Ich habe ein Werkzeugkasten und KI ist mittlerweile ein echt gutes Werkzeug, um zum Beispiel diese Workaround Work oder Bullshit-Jobs einfach besser zu machen. Weil viel zu viele Menschen hocken mit ihren kreativen Fähigkeiten, mit ihren kognitiven Fähigkeiten, emotionaler Intelligenz, die Dinge, die ihm zum Beispiel bei dem Thema bleiben, auch den Unterschied machen. Die hocken einfach da und sind mit Verwalten beschäftigt. Und jemand bezahlt sie für das Verwalten von Informationen. Und da, glaube ich, haben wir große Möglichkeiten mit KI, wenn wir das kollaborativ denken, dass der Mensch Teil davon ist, uns auch ein bisschen von diesen Fesseln der Digitalisierung nochmal zu lösen. Aber natürlich denken wir immer direkt in Effizienz. Okay, dann kann ich ja noch mehr machen, wenn jetzt Zeitfrei wird. Also wir müssen das, glaube ich, auch erstmal als Menschen und Gesellschaft und Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen wir das auch mal aushandeln, wie geht das eigentlich richtig? Und da glaube ich, da müssen wir auch viel tun. Also einfach nur KI implementieren ist es nicht, sondern wir müssen uns dem Thema auch nähern. Und Jan hat es eben gesagt, wir sind, glaube ich, auch noch in der Lernphase. Wir sollten alles nicht immer so ultimativ schwarz oder weiß sehen. Vor allem bin ich kein Freund davon, diese Technik zu verhindern. Technikgläubigkeit auch völlig monokausal weiterzudenken.

SPEAKER_05

Genau. Das ist letztlich auch der Punkt, den ich machen wollte. Ich sagte ja, es gibt Tage an denen und es gibt Tage an denen so. Und seitdem ich mir erlaube, beide Haltungen auch einzunehmen, komme ich zu viel besseren Gesamtansichten zu dem Thema. Dafür möchte ich werben. Was mir fürs Produkt wichtig ist tatsächlich, dass die KI nicht im Vordergrund steht. Wir sind mittlerweile so weit, dass wir es von den Landingpages weitestgehend sogar rausnehmen. Weil das ist so ein überinterpretiertes Feature, das gar nicht so sehr im, nee, es ist ja gar kein Feature, es ist eine Technologie. Da müsste ich ja auch drauf schreiben, wir nutzen Angular als Frontend und was weiß ich was für eine Datenbank. Machen wir ja auch nicht. Wichtig ist das, was beim Nutzer ankommt, bei den Nutzerinnen ankommt. Und das versuchen wir im Wissen der Limitationen von generativer KI im Produkt wirksam zu machen, positiv. Darum geht es eigentlich, dass du es nicht als KI per se verstehst, sondern den Mehrwert im Produkt erleben kannst, weil da bietet es interaktional tatsächlich riesen Möglichkeitsräumen und das ist toll, das macht Spaß.

SPEAKER_00

Danke für die Überleitung, Jan. Denn lasst uns mal so ein bisschen den Vorhang mal lüften und aufmachen. Und es wäre super, jetzt sind wir drei schon in eurer Bubble drin, weil wir uns natürlich mit dem Thema schon intensiv beschäftigen. Lasst uns mal das aus der Perspektive von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern betrachten und vom Problem kommen. Welches Problem habt ihr vorgefunden? Was war letztendlich der Auslöser dafür, zu sagen, hierfür brauchen wir ganz konkret eine Lösung. Also so praktisch wie möglich, vielleicht mal auch in so einem Unternehmensprozess dargestellt. Warte.

SPEAKER_01

Also, das war ein Zusammenspiel letztendlich aus Jan und mir. Und zuerst mal das eigene festgestellte Problem. Das muss aber nicht immer zwangsläufig im Startup-Kontext das Problem deiner Nutzer sein. Das will ich mal vorschicken. Also, das sind nochmal verschiedene Paar Schuhe. Da verliegt man sich auf Nenner seine Idee. Aber woher kommen wir eigentlich? Jan ist wirklich da autodidaktisch und tüftler mit einer guten, fundierten Ausbildung auch. Und ich trei jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf in meinem Kopf. Gerne auch mal zwei, drei parallel. Und ständig habe ich einen Jan genervt, weil Jan mich versteht. Jan ist ein sehr guter Übersetzer von meinem Kopf in Technik, in Machbarkeit. Und deswegen macht das unser Team auch so unheimlich performant, muss man sagen, weil wir uns sehr gut verstehen. Wir haben eine sehr gute Semantik. Um mich zu verstehen, ist manchmal nicht einfach. Deswegen ist ja Jan jetzt hier auch ein Podcaster dabei. Genau, Jan kann das besser aussetzen. Wo kommen wir her? Aus der Innovationsagenturseite kommen wir her. Das heißt, wir haben Menschen, Unternehmen, aber auch Start-ups dabei begleitet, wie man von einer Idee oder einer Zukunft, die man sieht, abgeleitet. Oder einem Problem, wie man eigentlich dann ein potenzielles Geschäftsmodell entwickeln kann, um auch eine Innovation daraus zu entwickeln. Weil eine Innovation ist ja im Prinzip eine Idee oder eine Invention, die erst erfolgreich am Markt stattfindet, die Wert stiftet. Das muss nicht immer Geld sein, das kann auch eine soziale Innovation sein. Und in dem Bereich haben wir gearbeitet. Wir haben uns der agilen Innovationsentwicklung verschrieben. Das heißt, mit Build Measure Learn, Feedback-Schleifen, Alc Reese, Steve Blank, Osterwalder Business Model Canvas. Also einfach nur ein bisschen Name-Dropping, damit man das ein bisschen einordnen kann. Iteratives Vorgehen, viel Agilität und auch eine gewisse holistische Haltung. Aber System dahinter, Prozesse, Methoden. Business Design als Methoden-Framework haben wir gern genutzt. Und wir haben dann mit Aufkommen der KI, als 2023 war das bei uns, glaube ich, ja, wo wir das das erste Mal gemerkt haben, kamen bei uns natürlich direkt die Gedanken, okay, das ist, das wird unseren Job disrupieren. Weil KI durch die Natürlich Sprachlichkeit kommunikativ hochgradig anschlussfähig ist. Und du als Mensch natürlich auch so ein bisschen die Hoheit über diese Sprache auch verloren hast mit KI und du mit natürlicher Sprache programmieren kannst. Das ist erstmal anschlussfähig für jeden. Und das macht es natürlich so wild auch gerade. Und da haben wir gesagt, Innovation ist ein hochkommunikativer Prozess und der wird durch KI auf jeden Fall angefasst und mit Sicherheit disrupiert. Erster Gedanke bei uns war, Jan, wir tüfteln jetzt aus, also du musst es austüfteln, wo wir uns beschleunigen können, um mehr Marge in unseren Projekten zu fahren. Ganz simpler Gedanke. Und ich bin mit Aufgaben gekommen, die waren für 23, was an Technologie da war und bei uns auch am Wissen, eigentlich viel zu groß waren. Und ich habe das schon visioniert bei mir durch, in der Stunde denen erzählt, was ich will, und Jan und Rov haben gesagt, nett, aber. Und Jan hat dann getüftelt, erste kleine Pocks gemacht, erste kleine Agents für uns gebaut und das war wahnsinnig gut, wie das funktioniert hat. Aber wir haben gesagt, das reicht nicht. Da fehlt. Da fehlt was. Weil wir jedes Mal prompten mussten. Und aber vielleicht, Jan, kannst du mal von diesen ersten Pocks auch technisch auch ein bisschen erzählen, dass die Zuhörer, Zuhörerinnen dann wie Norman Beute, auch ein bisschen mehr verstehen, vielleicht von der Ebene.

SPEAKER_00

Aber vielleicht, Jan, jetzt kommt ja die Übersetzung von dem, was Matze gerade erzählt hat. Vielleicht können wir das auch ein bisschen praktischer einordnen. Weil ich bin ja jetzt gerade so aus der, ich versuche mich jetzt gerade mich die Perspektive unserer Zuhörer zu übersetzen und zu sagen, ich sitze jetzt hier im Marketing in der HR-Abteilung oder im C-Level-Board und ich habe eine Idee. Was mache ich denn jetzt? Wie kriege ich denn das Ergebnis hin?

SPEAKER_05

Ich laufe nur, weil die Brücke habe ich vorher gesehen.

SPEAKER_04

Die waren deutlich.

SPEAKER_05

Ich versuch's mal. Also ich versuche es mal aus einer anderen Perspektive, weil ich komme aus einem Produktgeschäft. Das heißt, Innovationsdesign, Businessdesign, da hat Matze mich überhaupt erst eingeführt. Und gelernt und erfahren habe ich, Innovation ist sexy. Oder war sexy. Heute wird Innovation gebraucht, benötigt. Das Problem ist, Innovation ist ultrakomplex schon immer gewesen, also Echte Innovation, die Markt ankommt. Das Problem potenziert sich durch die heutige Zeit, in der alles von jetzt auf gleich auf dem Kopf steht. Das heißt, so etwas wie langsam teuer und präzise, wie Innovationsprozesse heute sind, fällt dir dreimal auf die Füße. Du überlebst das nicht als Mittelständler, wenn du da nicht tätig wirst. Eine ähnliche Situation hatten wir als Innovationsagentur und wir haben das für uns gelöst durch Sprachmodelle, durch KI gestützte Prozesse. Dieses Wissen wollen wir jetzt auf diese Stufe für oder haben wir mit dem Produkt auf die Stufe für Mittelstand und Konzerne gehoben, um denen diese Prozesse zu vereinfachen, damit Innovation wieder Spaß macht. Und tatsächlich getrieben vom Treibstoff Sprachmodelle.

SPEAKER_00

Ich übersetze das jetzt nochmal mit meinen Worten, ob ich euch auch wirklich verstanden habe. Innovationen, und ihr seid sehr inspirierend, das ist unglaublich. In jedem Satz könnte ich da noch so fünf andere Zweige aufklappen, aber ich muss mich konzentrieren. Also Innovation ist ja erstmal total anstrengend für ein Unternehmen, weil das bedeutet, ich muss ja aus meiner Komfortzone raus. Das heißt, immer wenn einem Unternehmen sagt, Innovation, heißt das ja, da zucken ja auch viele zusammen und sagen, oh, Mehraufwand, ja, oder was kommt jetzt? Oder Unsicherheit. So. Und dann auch mit KI ist das schon mal ganz schwierig. Aber ohne Innovation geht es halt einfach nicht. Ohne Innovation habe ich ein Wettbewerbsproblem, ja. Dann habe ich auch vielleicht Märkte, die ich in Zukunft verliere, weil es andere eben besser machen, ja, und schneller dadurch sind. Und ihr habt ein, ich übzeis jetzt ins Analoge, in deine Vespa einen Apparat gebaut, ja, mit KI, wo ich im Grunde vorne meine Idee reinpacke und am Ende ein oder mit Hilfe von Workflows ein Ergebnis rauskommt, mit dem ich tatsächlich auch ein Geschäftsmodell ablesen kann. Also was total aufwendig ist, durch meine Abteilungen zu treiben, kann ich in 0, nix Sekunden, Minuten ablesen, was das für einen Einfluss auf mein Unternehmenserfolg hätte. Ist das korrekt?

SPEAKER_01

Genau da ist der Unterschied. Da ist der Unterschied. Dian, wenn ich gerade einen Punkt machen kann, Jan kann das gleich nochmal wahrscheinlich auch nochmal ausführen. Genau darum geht es uns nicht. Die Maschine hat nämlich eine, kann einen richtig guten Job übernehmen für uns in der Innovationsentwicklung, auch auf anderen Feldern, aber wir beschränken uns gerade mal darauf. Wenn ich ChatGBT nutze und ich sage, okay, ich will jetzt Innovation entwickeln, das ist meine Idee. ChatGBT ist erstmal passiv. Dann muss ich ihm eine Rolle reinprompten. Also ich muss schon mal prompten, das ist der erste Punkt. Und wenn ich jetzt einen Innovationsprozess durchlaufen will, den ich noch nie durchlaufen bin, woher soll ich denn eigentlich am Anfang sagen, was meine Zielgröße ist? Ich habe ja keine Referenz. Ich weiß das, ich bin da schon oft durch. Also fehlt eine methodische und eine Prozessgrundlage eigentlich, um vernünftig zu prompten. Das heißt, du musst an dem Punkt immer damit Vorlieb nehmen, was die KI dir gibt. Jetzt kannst du aber natürlich fachlich bewerten, ob das richtig oder falsch ist, was da drin steht. Aber ist es methodisch korrekt, ist es prozessual korrekt? Das weißt du auch nicht. Und da hast du schon den ersten Bruch. Du musst prompten können und du musst fachkompetent sein und von dem Thema Ahnung haben, worüber du sprichst. Das nehme ich mir als gegeben. Aber Innovationsentwicklung ist hochgradig kompetenzabhängig. Und das kannst du auch nicht einfach auf einer Uni mal in einem Kurs lernen. Das ist Berufserfahrung, das sind viele Weiterbildungen, das sind so viele unterschiedliche Themen, die da rein spielen und auch Berufserfahrung. Und deswegen haben wir genau diesen Sweetspot gesehen. Und was haben wir gemacht? Ich versuche das zu simplifizieren. Wir haben einen Prozess entwickelt, der nach Innovationsprozessmethodik funktioniert und eine Methode hinterlegt. Das heißt, unsere KI ist methodisch und prozessual aufgebaut und du musst nicht mehr prompten. Das heißt, du fängst an und sagst, das ist meine Idee. Und unsere KI weiß, wir nennen die Johnny aktuell, das ist ein Arbeitstitel. Johnny weiß, wer er ist, der ist Innovationscoach und der ist mit der prozessualen Geschichte vertraut und er weiß, okay, was soll rauskommen. Wenn du mit einer Idee startest, ist der erste Punkt als Beispiel mal eine Idee-Karte. Nutzer, Problem, Lösung. Und Johnny weiß, wo er hin will. Er will dich zu Nutzer Problemlösung bringen. Und der andere große Punkt ist, wir machen dadurch, wir haben eben gesagt, Kollaboration. Unser Job ist es nicht, dir deine Ideenkarte auszufüllen. Johnny hilft dir dabei, dein latentes, implizites Wissen zu deiner Idee, zu deiner Lösung, die du entwickelt hast, aus deinem Bauch rauszuholen, sie explizit zu machen und aufs Papier zu bringen, weil dann entsteht das, was du eben gesagt hast, eingangs gesagt hast, verwertbare Assets, Deliverables. Und Johnny hilft dir dabei, dich explizit zu machen. Wir bringen deine Idee aufs Papier. Johnny schärft dich, er framed dich, weil er ein super Innovationscoach ist und weil er weiß, was er am Ende braucht. Und da führt er dich hin. Er begleitet dich, er coacht dich. Jan hat den Begriff geprägt, okay, wir machen eigentlich digitale Workshops, 24-7 rund um die Uhr, ob du von Innovation Ahnung hast oder nicht. Johnny hat sie. Und das ist der Punkt.

SPEAKER_00

Okay, danke für die Erklärung, den fand ich wirklich gut. Und das meinte ich eigentlich mit Apparatur und Workflows. Und du hast uns jetzt nochmal reingucken lassen in diese Apparatur. Mit Johnny ist super gefährlich, weil der ist ein Sympathieträger, den hast du jetzt ganz schnell als Running Gag hin und so.

SPEAKER_05

Der bleibt auch, Johnny bleibt.

SPEAKER_00

Könnt ihr mir mal ein Beispiel geben von einem Kunden, mit dem ihr gearbeitet hat oder ein eigenes Beispiel, an dem ihr gewirkt habt, was war die Idee und was ist am Ende rausgekommen? Was war das Ergebnis?

SPEAKER_05

Darf ich noch ganz kurz noch, du könntest später gerne rausstreiten, aber ich liebe, dass du meine kleine grüne Vespa dir als Analogie genommen hast und wir dazu noch sagen, es ist der Apparat, aber wir setzen dich auf die Vespa und die Vespa sagt dir, wo du hinfahren sollst. Sie stoppt an den richtigen Momenten und sammelt weitere Menschen ein. Also alles richtig, aber, und daran hat sich Matze völlig zu Recht gerade, glaube ich, da ist er getriggert worden, da kommt nicht einfach etwas hinten raus, sondern du bist derjenige, der weiter für die Qualität und auch das Ergebnis bestimmt. Das ist uns ganz, ganz wichtig, weil es ist für uns eine unumgängliche technische Limitierung von diesen Wortrechnern. Die Dinger geben keine Antworten, das sind keine Ergebnisse. Aber wenn du es richtig benutzt, dann macht es was auf in dir. Deswegen, das ist der große Unterschied, deswegen wir uns wehren, wenn jemand sagt, und da kommt ja gleich was hinten raus. Das ist wirklich tatsächlich genau das Gegenteil von dem, was wir wollen.

SPEAKER_00

Das heißt eigentlich die Befähigung, dass ich auf dem Weg der Entwicklung, der Innovationsentwicklung zu einem Ergebnis kommen kann, ohne dass ich Prompt Ingenieur-Zertifikat habe.

SPEAKER_05

Genau.

SPEAKER_00

Okay, okay. Das ist ein bisschen.

SPEAKER_05

Und zwei Beispiele, dass das gut funktioniert und wo wir es zuletzt angewandt haben. In der frühen Discovery kam ein, wir waren unserer Startup-Challenge verankert, da kam ein Gründer auf uns zu und sagt, hey, jetzt weiß ich eigentlich, was meine Idee ist. Total geil. Johnny hat mir geholfen, das zu reflektieren. Und da haben wir gemerkt, ja, genau, das ist der Weg. Wir wollen gar nicht, dass Johnny dir sagt, was es ist. Wir wollen, dass er dich zu reflektieren bringt und du das dann weißt. Riesenunterschied. Das zweite zur Kollaboration, Matze, vielleicht magst du das erzählen, als wir im Dezember in Frankfurt waren.

SPEAKER_01

Ja, auf eine andere Seite, das ist wichtig, dass man unsere Haltung auch versteht und unser System auch besser versteht. Wir hatten in Frankfurt den Auftrag, einen hybriden Workshop durchzuführen, Design Thinking Workshop. Ich habe mal bei Dark Horse eine Design Thinking Coach-Ausbildung gemacht und das ist so, ich lieb das einfach, solche Workshops zu machen. Und Jan und ich haben die Herausforderung gestellt, haben gesagt, okay, wir machen jetzt den ersten hybriden Design Thinking-Workshop mit unserem Tool. Und es ging bei Dr. Gamber, Lidl und DM, das waren die drei Firmen, die teilgenommen haben, ging es um das Thema Shoplifting. Und eigentlich hätten wir vernünftigerweise, wenn du den Workshop so geplant hast, hätten wir drei Tage gebraucht von der Intensität, weil das Field Research und so weiter. Und die haben gesagt, die machst du in zwei Tagen und beschleunigen das an neuralgischen Stellen mit Ideastream. Und jeder, der mal einen Design-Thanking-Workshop gemacht hat, weiß, wie wichtig Kollaboration, Austausch ist, gemeinsames Sinn machen, eine gemeinsame Semantik und auch die gemeinsame Synthese, diese Aushandlungsprozesse. Und das ist hochsensibel, da einfach mal hinzugehen, zu sagen, wir machen das jetzt mit KI. Sehe ich sehr kritisch. Aber wir haben genauso dann am zweiten Tag an den Punkten ID-Stream eingesetzt, wo wir wahnsinnig beschleunigt haben. Das im Prototyping haben wir das. In der User-Persona erstellen. All die Dinge, weil wir genau die den Punkt gesetzt haben, ihr handelt es aus und dann füttern wir die Maschine damit. Und die macht die Arbeit für euch, die Workaround-Work. Weil ich muss ja kein Template bauen, wo ich dann auf einmal Zettelchen für eine Persona schreibe. Lass es uns direkt in der Maschine machen. Und dann am Ende eine Landingpage, den Prototyp entwickelt mit IdeaStream und das in einer rasenden Geschwindigkeit. Und die Teams haben dann, äh, sorry, haben dann ihre Landingpages präsentiert und auf einmal war das total anschlussfähig. Die haben wirklich über Details gesprochen, wie können wir das im Ladengeschäft umsetzen und so weiter. Und das war wahnsinnig gut. Es hat richtig Spaß gemacht.

SPEAKER_05

Matze fokussiert auf die Geschwindigkeit. Das finde ich interessant, weil mir ist genauso im gleichen Part hängen geblieben der Spaß, den die Leute damit hatten. Tatsächlich, deswegen hat ich gerade schon mal bemüht, Innovation soll wieder Spaß machen. Normalerweise sind diese Methoden wie Persona und dergleichen das ist komplex, wenn du es noch nie gemacht hast, dann fragst du dich schon, wieso Persona, was soll denn das? Und was soll das eigentlich? Wo kriege ich das her? Naja, aber den Leuten hat es Spaß gemacht, die haben gar nicht aufgefragt, können wir diesen Stream, diesen virtuellen Persona-Workshop noch einmal durchlaufen, noch einmal durchlaufen. Und der Höhepunkt für uns beide eigentlich als Produkterschaffer an der Stelle war, dass diese Menschen mit einer Begeisterung, mit einer Identifikationsfähigkeit und mit einer Qualität an Ideen auf der Bühne gestanden haben, die hätte niemand dort für möglich gehalten. Die allermeisten hatten großen Respekt davor, ob überhaupt zu diesem Thema noch Neues gefunden werden könnte. Denn eigentlich gilt im Shoplifting, es ist alles gesagt und alles ausprobiert. Aber da ist noch Neues da rumgekommen.

SPEAKER_01

Es war interessant und also O-Ton jetzt auch von Menschen. Ach, ich bin ein Vertrieb an Computern habe ich nichts und da so KI, ich kann nicht prompten. Und ich habe gesagt, musst du auch nicht. Guck mal, der hilft dir. Und dann hat die Person nachher auch präsentiert und war von den Zocken, wie gut das war. Und das sind die Momente, die wollten wir erzeugen mit unserer Entwicklung. Es gibt noch ein anderes Beispiel, wenn du das noch. Wir sind ja sehr stark in dem Bereich auch der Gründungszentren, universitären Gründungen, Startups unterwegs, weil Startups genau diese Herausforderung haben. Sie müssen ohne methodische Vorkenntnisse, begleitet von Gründungsberatern oder Gründungscoaches, einen Weg gehen, um einen Punkt zu ziehen. Und wir arbeiten natürlich, weil wir auch im Inkubator in der Universität Saitrucken sind, SWX, SurfSXX Startup Factory. Arbeiten die auch mit ID Stream in der Gründungsberatung, um ganz früh die Teams in einen Prozess auch zu bringen, der die Teams zwingt, konzentriert, aber selbstwirksam Schritte zu geben. Das wirkt auf zwei Ebenen. Die Gründungsberatung hat eine Visualisierung des Gründungsgeschehens sehr früh. Eine Potenzialeinschätzung kann sie vornehmen anhand der Ergebnisse, die die Teams auch produzieren in der Geschwindigkeit über unser Dashboard. Und die Teams lernen hands-on den Prozess und vor allem dieser eine wichtige Punkt, diese frühe Validierung, die sind innerhalb, eigentlich kannst du als Startup innerhalb eines Tages mit IDStream an dem Punkt stehen, dass du den Normen Müller morgen anrufen kannst mit einer Landingpage oder einem anderen Prototyp, den wir erzeugen, und kannst sagen, hey, was hältst du davon? Weil zwischen Idee und Validierung ist für Startups oft ein zu langer Zeitraum. Und Gründungsberater haben so viele Teams, 20, 30 Beratungsgespräche, jetzt schon im Januar Teams, die kommen, die erzählen dir, die bringen ihre Paper mit. Und jetzt läuft das so, da wird zugehört, verstanden und dann gehen die mit ID-Stream in einen kuratierten Prozess an, wo sie dann wirklich auch Stages und Gates auch haben, wo sie durchlaufen müssen, betreut vom Gründungsberater. Und Gründungsberater kann jetzt viel mehr Teams gleichzeitig betreuen und mehr coachen, weil mehr Coaching-Zeit frei geworden ist.

SPEAKER_00

Lasst uns mal genau in der Richtung weitergehen. Also ich finde es gut, dass wir jetzt einen größeren Raum gegeben haben, um zu verstehen, was ihr macht, was ihr anbietet und was eure Lösung kann. Bei mir leuchten gerade so ganz viele Lampen auf, ja. Ob das jetzt Accelerator sind, ob das VCs sind, ob das Angels sind, ob das, also die mit eurer Lösung ja auch Risiken minimieren können, ja, weil ich investiere ja in etwas und möchte ja sicher gehen, deswegen dauert so eine Due Diligence auch ewig lange, ja, aber ich möchte sicher gehen, dass das am Ende auch funktioniert, ja, oder dass das Ergebnis vielleicht auch messbarer wird. Wen wünscht ihr euch als Kunden? Wer ruft jetzt nach diesem Podcast an, um mit euch zu arbeiten?

SPEAKER_01

Jan, wen hättest du gern am Telefon?

SPEAKER_00

Das kann man sich jetzt aussuchen. Jetzt kannst du jetzt auch an. Wenn ihr ausgebucht seid, geht es halt auch nicht mehr. Das muss man jetzt wirklich auch nochmal hier den Zuhörern sagen. Bei Startup ist man nie ausgebucht. Weiß ich nicht. Nach diesem Podcast mit dieser Millionen Reichweite. Danach dann, ja. So. Eben. Deswegen, jetzt ist die Chance.

SPEAKER_05

Also ich, warte, wenn du dir in Richtung Startup-Factories was wünschst, dann äußere ich den Corporate-Wunsch-Wunsch. Ich würde gerne die internen Innovationsprozesse bei Bosch mit IDStream beschleunigen. Ich mag diesen Laden, ich mag, welche Felder die bearbeiten und ich fände es hochgradig attraktiv, dort einen Weg zu finden, ID-Stream in die Prozesse einzubringen.

SPEAKER_01

Also Gründerzentren sind wirklich, sind ein Sweet Spot von uns, weil wir können den Gründerzentren helfen, wirklich helfen, weil wir ein Tool haben, was auch mit einem Gründungszentrum zusammen entwickelt wurde. Das muss man einfach so sagen. Natürlich, in der gleichen Logik, Norm, das hast du direkt antizipiert, ist, du kannst den VCs von der anderen Seite genau in der gleichen Logik helfen. Wichtig ist immer, du hast die Fachkompetenz zu deinem Thema. Und Addistream hilft dir dann, immer schneller auf den Punkt zu kommen. Das ist so diese Grundlogik. Aber tatsächlich ein spannender, also es gibt ein paar spannende Unternehmen, es gibt viele Hidden Champions, aber Deutsche Bahn finde ich super spannend, weil da bewegt sich was. Und es ist für Deutschland ein ganz neuralgischer Punkt, die Bahn. Wir müssen da was tun und ich finde das super spannend. Wir haben geile digitale Unternehmen. Otto ist zum Beispiel so ein Thema, was ich super spannend finde. Weil die natürlich auch sehr nach vorne gerichtet sind und versuchen auch sehr früh Innovationen auch umzusetzen. Eigentlich ist es in Deutschland oder Europa, ich bin ja echt Europäer mit Leib und Seele, ich wohne ja hier im Saarland, da muss man Europäer sein mit so vielen Grenzen. Ich mag diesen Gedanken, es gibt so viele spannende Unternehmen. Ich könnte jetzt noch in Möcher aufzählen, weil wir so coole Firmen auch in Deutschland haben. Und ich würde mir wünschen, dass wir ID Stream in vielen Innovationsabteilungen sehen, an verschiedenen Stellen frühphasig genau das zu machen. Und vor allem, Jan und mein ganz großer Wunsch ist auch aus unserer eigenen Erfahrung, wir wollen ID Stream im Ideenmanagement auch verankern. Das heißt, ganz früh Mitarbeitern, auch im Shopfloor, Blue-Collar-Arbeitern die Möglichkeit geben, viel einfacher und niedrigschwelliger am Innovationsprozess zu partizipieren und teilzunehmen. Auch wenn die erste Frage von Johnny ist, wo hast du ein Problem heute an deiner Arbeit? Weil ein Problem, das steckt vielleicht ein Bedürfnis hinten dran. Und das mal zu erfassen und mit Johnny aus einem Problem im Bedürfnis abzuleiten und dann eine Lösung zu entwickeln, vielleicht auch im Rahmen der Unternehmenszahlen, es gibt Constraints dafür. Aber das finde ich super spannend, weil ich glaube, so können wir Zukunft auch viel mehr gestalten, indem wir mehr Potenziale heben. Und das ist auch das Thema an den Startup Factories. Wir brauchen mehr Startups. Gleiches System. Mehr Möglichkeiten in Deutschland, in Europa schaffen, dass am Ende wirklich die runterfallen, die es dann auch geschafft haben, wo gute Ideen waren, wo die Innovationsflugöhe oder der Innovationsgrad hoch genug waren, dass wir Zukunft haben in Europa und uns nicht abhängig machen müssen. Und deswegen ist es unser großes Interesse, viele Menschen ganz stark am Innovationsprozess partizipieren zu lassen mit unserer Software.

SPEAKER_00

Stark. Also, wir haben, das ist die gute Nachricht, da ihr ja jetzt ganz frisch Mitglied im Bundesverband für KI-Transformation seid, haben wir natürlich auch gute Kontakte in unser Präsidium. Eine der genannten oder einige der genannten Firmen haben wir ja tatsächlich dabei. Den werden wir den Podcast schicken hier mit euch, ne? Wir werden den Timecode noch durchgeben, das auf jeden Fall da angehört. Aber ich sehe das genau wie ihr. Es geht gar nicht so sehr um die Quantität an Startups, sondern tatsächlich um die Qualität, um die Innovationspower, auf die wir ja maximal angewiesen sind. Und ich meine, wir sind ein Land der Ingenieure. Wir sind jetzt wahrscheinlich nicht die wahnsinnig schnellsten, müssen wir aber sein. Und sind wir ja dank eurer Lösung in jedem Fall, aber vor allen Dingen auch diesen Spaß dran, nicht zu verlieren, was du vorhin gesagt hast, aber eben auch die Qualität für alles das, was folgt, Investments, die an der Qualität interessiert sind. Oder ich kenne einige VCs oder auch Family Offices, die einfach im Portfolio mehrere Startups haben, ja, wo sie einfach sagen, von denen, das müssen wir einwerten können, da muss eine Qualität am Ende stehen, ja. Genauso wie Unternehmensberatungen, die oft angerufen werden und gesagt, ey, du, ich habe da ein Startup, kannst du das bitte mal angucken, ja? Die das vielleicht auch im Portfolio als Werkzeug haben.

SPEAKER_05

Ich darf kurz einhatten, dass du sagtest, wir sind ein Land von Ingenieuren. Das klingt so, als wäre es per se was Gutes. Ist es wahrscheinlich prinzipiell auch, aber das bringt mich auf folgende Gedanken gerade noch. Wir haben halt gelernt, wir sind alle so T-Shaped, nenne ich das gerne Ingenieure. Es gibt T-Shape, T-Shape, das ist im Prinzip ein Bissensprofil. T, hast du nur eine Säule? Du bist ein Wirtschaftsingenieur, ein bisschen Designingenieur, bist du ein Informatiker, so ja alles Ingenieure. Das Problem daran ist, die Herangehensweise, diese sehr monokausale Perspektive an ein Produkt. Der technische Ingenieur denkt in Codezeilen. Yeah, das wird funktionieren. Feasibility, technische Machbarkeit. Der Produktingenieur denkt in Attraktivität an die Nutzer, vergisst dabei aber normalerweise die Wirtschaftlichkeit und die technische Machbarkeit. Der Wirtschaftsingenieur hat manchmal noch Ahnung von der Attraktivität für den Nutzer, aber seltenst von der technischen Machbarkeit. Ja, wo soll denn das hinführen? Das ist genau dieses Bermuda-Dreieck, dieser drei Professionalitäten letztendlich, ist auch etwas, das versuchen wir zu mitigieren mit ID-Stream. Wir haben in unserer eigenen Startup-Journey jetzt so viele Gründer kennengelernt, die genau in einer dieser sehr hellen leuchten, aber eben selten in allen dreien. Das ist tatsächlich ein Problem dieses Landes aus Ingenieuren.

SPEAKER_00

Ja, das ist gut. Vor allen Dingen hole ich mir dadurch ja eigentlich ein großes virtuelles Team mit verschiedenen Perspektiven auf das Thema an meinen Tisch, was ich ja unbedingt brauche. Denn sonst habe ich ja diesen MP3-Moment. Wir entwickeln MP3-Format, aber sind nicht die, die das monetarisieren, das lassen wir dann die Amerikaner, Apple machen. Und das wäre ja toll, wenn wir in der Lage wären, auch das mal unternehmerisch auf Markt zu bringen. Und vielleicht die sicherste KI-Lösung der Welt zu zaubern. Vielleicht nicht die schnellste, nicht die erste, aber die sicherste. Kleiner Aufruf hier, mit euch zusammenzuarbeiten.

SPEAKER_01

Aber das ist einer der wichtigsten Punkte. Das müssen wir. Wir stecken jetzt sehr vieles Geld in Startups auch rein. Die Factories sind eine super Sache. In Saarbrücken bewegt sich bei uns super viel, die treiben das Thema echt voran. Wir haben auch Kontakt mit anderen Startup-Factories. Aber da auch nochmal wirklich die Perspektive aus der Wirtschaft. Die Wirtschaft muss einen besseren Zugang, vielleicht auch einen neuen Arbeitsrhythmus mit Startups bekommen. Wir können, wir sind gerade im MVP-Stadium, wir können manche Dinge, die ein IT-Beauftragter dann als Checkliste reinschickt, das wirst du nicht, das wirst du gar nicht erfüllen können als Startup. Weil irgendwo ist die Decke ja immer zu kurz. Und das ist auch ein Appell, dass gestanden Unternehmen, Corporates, KMUs, dass man das Mindset auch ändert und sagt, okay, wie können wir es machbar machen, auch einfach mit einem Startup zusammenzuarbeiten? Wie können wir mal kleine POX machen? Wie können wir, wir reden über 49 Euro Lizenz. Darum geht es ja eigentlich für ein Corporate dann nicht mal drei Lizenzen. Für uns ist aber zum Beispiel mal, einen kleinen Case zu machen und mit Menschen dort zu sprechen, das Produkt weiterzuentwickeln. Das hat für uns ganz große Relevanz. Aber oft hast du das Thema, dass du an den schlechtmöglichsten Kandidaten im Unternehmen verwiesen wirst, den Minusmann, und der soll dann mal bewerten, ob man nächstes Jahr deine Software einführt. Zentraleinkauf. So, ja. Und diese, das wird nicht funktionieren. Dann können wir noch, das hat es noch nie, da können wir noch und möcher Geld in Startups pumpen. Die Wirtschaft muss sich, glaube ich, auch da über die Factories zum Beispiel, ein möglicher Punkt. Anschluss knüpfen. Factory macht Übersetzungsleistungen zwischen Startup und auch Corporate. Und da würde ich mir echt wünschen, mehr Chancen zu bekommen. Mir ist es klar, wenn du in deinem Job sitzt, hast acht Stunden Zeit, die dann mal noch eine halbe Stunde für ein Call zu nehmen, das ist wenig. Da bleibt wenig am Tag übrig. Aber es ist so wichtig für die Startups, auch eine Chance einfach mal zu bekommen und offen zu sein und nicht zu sagen, sehe ich nicht. Wenn du Referenzen bringst, dann ja, das ist immer so ein Henno-Eye-Problem. Wir brauchen einfach als Startups mehr Chancen.

SPEAKER_00

Es ist fast eine eigene Podcast-Folge, wenn wir über die Herausforderungen von Startups sprechen, aber finde ich einen wichtigen Punkt. Und vielleicht können wir daraus ein Call to Action hier an dieser Stelle machen. An alle, die hier zuhören und in der Lage sind, mit Fingertipp, Tastatur oder Maus diese Podcast-Folge vielleicht mit den Menschen zu teilen, die eine Möglichkeit haben, mit euch zum Beispiel eine Zusammenarbeit zu erproben, eure Lösung auszuprobieren, mal kennenzulernen, in der Demo euch mal kennenzulernen, sind zwei super sympathische Jungs mit einem tollen Team dahinter. Liebe Grüße an Ben und Co. Rob, habe ich vorhin noch gehört. Rob. Grüße gerne raus. Also ich glaube, das ist eben auch wichtig, dass wir Unternehmen wie euch, Startups wie euch, Lösungen wie euch, die dann auch noch aus unserem Land kommen, supporten und unterstützen. Deswegen, ich werde mal gucken, ob wir die genannten Brands motivieren können, eine Fortsetzung als Podcast-Folge mit euch zu machen, nachdem sie mit euch gearbeitet haben. Um mal über Ergebnisse zu sprechen, weil das ist mir persönlich auch ein großes Anliegen. Wir haben ja gesagt, wir treten ja an, um einen Bundesverband zu bauen für KI-Transformation, aber eben nicht als politischen Lobbyverband, sondern ganz bewusst als gemeinnützig, ja, auf jeden Fall. Und vor allem aber unternehmerisch agierend. Das heißt, wir wollen KI-Projekte initiieren oder Digitalisierungsprojekte mit Hilfe von KI-Projekten, von KI initiieren. Also das ist mir auch ein ganz wichtiger Punkt, den ich hier auch nochmal machen möchte und aufzurufen. Wir müssen Aktivisten sein, nur darüber reden, eine Debatte führen oder Podcast-Folgen produzieren. Das ist eine Kiste, sondern, und das ist so meine Challenge, die nächste Podcast-Folge mit euch muss einfach auch ein Projekt beschreiben, in dem jemand mal eure Lösung ausprobiert hat und über die Erfahrung auch ganz offen und ehrlich berichtet. Das finde ich total cool.

SPEAKER_05

Das wäre mega. Wir hätten da so einen Fan, Matze, wir denken wahrscheinlich an den gleichen. Fängt mit S an, hört mit Fan auf. Den könnten wir vielleicht begeistern dafür.

SPEAKER_01

Wir haben mal Hautner Insights aus der Königspolatung.

SPEAKER_05

Nee, das ist echt eine tolle Idee. Und total gerne. Darum geht es uns ja. Wir wollen raus aus dem Reden, wir wollen zeigen, dass man mit KI wirklich geile Sachen machen kann. Aber eben das Verständnis dabei auch wecken, dass du ein paar Meter tun musst, um damit geile Sachen zu machen. Es ist kein Selbstläufer.

SPEAKER_00

Wir hatten es doch im Vorgespräch, Komfortzone, ne? Oder ich hatte es ja vorhin, glaube ich, auch nochmal erwähnt mit dem ganzen Thema. Wir müssen es machen. Wenn der Muskel wachsen soll, dann müssen wir denen auch ein bisschen mehr überfordern, als das, was er sowieso jeden Tag tut. Und vielleicht kann es das unbedingt sein. Also nicht mehr.

SPEAKER_01

Vielleicht, das vielleicht noch als Ergänzung, unser Produkt ist vielleicht noch nicht dort, wo Bosch heute gerade einen Einsatz hat, aber wenn man uns versteht und wenn man die Logik versteht und zu sagen, ey, genau das ist das, was wir brauchen, lasst uns gemeinsam an diesen Punkt gehen. Darauf kommt es an. Das brauchen wir eigentlich.

SPEAKER_00

Ja. Ihr seid genau dort, wo Bosch euch braucht. Für mich. Und um das herauszufinden, müssen sie euch anrufen. Ich finde es übrigens auch echt gut, das mal so zu benennen und zu sagen, hey, wer ist euer Wunsch, Kunde dann wirklich mit so einer Brand rauszugehen und sagen, wir wollen das mit Bosch machen zusammen. Ich liebe Bosch.

SPEAKER_01

Ich habe alles von Bosch, ehrlich. Ich bin nur Pantafier-Fan. Ich schwöre es euch, ich hab alles von Bosch. Also liebe Bosch, Leute, wenn ihr das hört, ich liebe Bosch.

SPEAKER_00

So Bosch wie Gestuhl.

SPEAKER_01

Von Fahrrad bis in die Küche bis zur Waschmaschine. Ich liebe Bosch. Bosch was da.

SPEAKER_00

Ich denke, das ist der Bosch was. Also okay, bevor das nicht meldet. Bevor das ja ausartet. Mit Blick auf die Uhr, ich habe noch so ein paar kleine Fragen in so einer Q ⁇ A-Runde, die ich jetzt hier absolut verkürzt darstellen möchte, weil wir einfach die Zeit nicht mehr haben. Aber mich würde interessieren, und wir werden eine Fortsetzung machen, das möchte ich hier nochmal ankündigen und ich denke, da spreche ich auch für euch. Ich finde das nämlich total spannend, nicht nur über euer Produkt zu sprechen, sondern auch über das, was Unternehmen oder wozu ihr Unternehmen befähigt damit. Also das würde ich gerne nochmal in einer Fortsetzung ein bisschen tiefer abarbeiten. In der Q ⁇ A-Session geht es darum, in einem Wort oder einem Satz zu antworten. Und ich habe so ein paar Fragen, die ich jetzt zum Freestyle mit euch durchgehe. Die Frage richtet sich natürlich an jeden von euch beiden. Und unsere Zuhörer, die jetzt das Video nicht sehen, die müssen das jetzt sprachlich irgendwann erhalten, wer da antwortet. Euer wichtigster Produktivitätshack. Also, was ist euer Tool, was euch produktiv sein lässt?

SPEAKER_01

Mein Whiteboard. An der Wand? Weil ich dann meinen Team-Mitgliedern sehr schnell meine Vision im Kopf mitteilen kann. Das gibt wahnsinnige Beschleunigung. Wir wollen es jetzt digitalisieren. Jan hat was rausgesucht, dass das jetzt digital geht, so ein Whiteboard, aber das ist es ja.

SPEAKER_00

Ich habe erinnert an einen Freund von mir, der hat so einen Wandkalender in der Küche. Und immer wenn ich mit ihm unterwegs bin und wir wollen Termine vereinbaren, kann ich mit ihm nicht reden, weil er ja seinen Wandkalender zu Hause in der Küche hat. Give Größe an dich, Killian.

SPEAKER_05

Ja, ja. Mein größter Produktivitätsekt, um sicher zu gehen, auf mich als Person bezogen. Ja, das meinst du. Etwas tun, das nichts mit Technik zu tun hat. Die besten Gedanken entwickle ich beim Vesperschrauben und beim Jobbengehen.

SPEAKER_00

Das stimmt aber. Also wenn man ehrlich zu sich selber ist, und ich glaube, das können wir alle unterschreiben, dann haben wir ganz sicher nicht die geilsten Ideen an diesem Schreibtisch.

SPEAKER_05

Aber dann renne ich tatsächlich an den Schreibtisch, um es irgendwie mir zu manifestieren. Das ist das nächste Problem dann tatsächlich. Aber ja, die besten Gedanken habe ich in diesen eigentlich leeren Situationen. Technischen leeren Situationen.

SPEAKER_01

Jan und ich, wir arbeiten schon ein bisschen zusammen. Das matcht. Das connected.

SPEAKER_00

Okay. In einem Wort oder in einem Satz, welches Buch hatte für euch einen großen Mehrwert? Können auch Hörbücher sein.

SPEAKER_01

Ich fand vielleicht an, da ich ein kleiner Suchtie bin. Da hinten mitten das ja auch. Ich hatte so viele Bücher. Das letzte, was einen großen Mehrwert für mich hatte im Sinnal, habe ich über Weihnachten gelesen, war die Story von Nike. Shoedog, genau. Von Nike-Gründer. Fand ich super inspirierend, weil ich nicht gewusst habe, dass Nike jahrelang on the edge gelebt hat. Und wenn man selbst gerade gründet, tut es unheimlich gut, auch mal so einen großen Konzern zu erfahren, wie es früher war. Ansonsten mag ich Bücher von Wolf Lotter und Paul Feierabend. Das lese ich sehr gerne als Philosoph. Das ist genau.

SPEAKER_04

Cool.

SPEAKER_05

Das ist etwas, was bei mir im letzten halben Jahr zu kurz gekommen ist. Deswegen habe ich keine gute Antwort darauf. Aber was mich zuletzt wirklich begeistert hat, war der Podcast von Lenny, Lennys Podcast. Das ist jemand, der einen guten Draht ins Valley hat, den Gründer von Gamma beispielsweise, den Grant zuletzt interviewt hat. Das finde ich ziemlich eye-opening, was der erzählt. Und ich mag seine Art total, mit den Gästen umzugehen. Kennst du, kennst du den Podcast?

SPEAKER_00

Nee, aber der heißt Lenny's Podcast.

SPEAKER_05

Lenny's Podcast. Ich stelle dir den Link gerne zur Verfügung. Das ist eine kostenfreie Version. Aber das tatsächlich fand ich nochmal so ein ganz anderes Level an Insight, auch in Startup-Business, Methodik, Mindset.

SPEAKER_00

Tön. Ich liebe Podcasts, immerher damit. Sehr cool.

SPEAKER_05

Erinnert mich aber daran, Alter, ich muss mir mal wieder ein neues Buch suchen, um so eine Frage beantworten zu können.

SPEAKER_00

Ich glaube, Matze hat ein paar im Regal hinter sich. Auf da vorne, ja. Kann dir aushelfen. Cool. Die letzte Frage an euch beide. Und damit zwei Antworten. Und damit würde ich euch auch das Schlusswort für diese Podcast-Folge überlassen und bedanke mich jetzt schon für die Insights, für die Zusage hier, offiziell auch für die nächste Folge oder für eine Fortsetzung. Und wünsche euch total viel Erfolg. Und wir werden natürlich unser bestmöglichstes tun, um seitens des Bundesverbandes da auch noch mitzuwirken, Kontakte herzustellen und Projekte zu initiieren. Vielleicht an dieser Stelle auch nochmal der Werbespot an dieser Stelle für das AI-Cluster Saarland, dem ihr ja auch angehört und das wir ja gerade auch mit euch zusammen aufbauen und dem Oliver. Das finde ich eine total coole Initiative und ich bin sehr gespannt, was wir daraus machen können. Jetzt aber zur Frage. Die Frage ist, wenn ihr die Allmacht hättet, was wäre das eine Ding, was ihr auf dieser Erde verändern wollen würdet? Ihr könntet euch eine Sache ausdenken, die ihr verändern könntet. Was wäre das?

SPEAKER_05

Ich möchte ganz kitschig antworten: Friede und Wohlstand für alle. Also die Frage regelt mich gerade richtig, weil die Welt ist mir viel zu wild gerade. Tatsächlich, es nervt mich tierisch ab. Ich stehe auf mit dem Gedanken, es bewegt mich richtig. Ja, es ist ultra kitschig, aber tatsächlich, das hätte ich gerne. Immer wieder. Ruhe. Ruhe auf der Welt für alle.

SPEAKER_01

Ich glaube, ich würde meine Eihnacht nutzen, um Menschen spüren zu lassen, was es heißt, Mensch zu sein. Denn ich glaube, es gab sehr dunkle Zeiten auch in unserer deutschen Geschichte, wo viele Menschen keine Menschen mehr waren. Und ich glaube, zu spüren, Mensch zu sein und Mensch sein zu können und das zu verstehen, was das für einen Unterschied macht im Alltag. Das würde ich den Menschen schenken mit meiner Allmacht.

SPEAKER_00

Schön. Das lassen wir genauso stehen und ich danke von Herzen für euer Mitmachen hier und dass ihr da wart.

SPEAKER_05

Danke. Großen Spaß gemacht. Dankeschön.