VENTURE AI PODCAST - Bundesverband für KI-Transformation
VENTURE AI PODCAST ist der Podcast über Künstliche Intelligenz, KI-Transformation und Innovation in Deutschland. Norman Müller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband für KI-Transformation e.V., spricht mit führenden Köpfen aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Startup-Szene über KI, Digitalisierung, Verantwortung und die Zukunft des deutschen Mittelstands.
Hier geht es nicht um Hype, sondern um Substanz. Um echte Erfahrungen aus Unternehmen, Forschung und Transformationsprojekten. Um die Frage, wie KI unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur verändert und welche Verantwortung Entscheider dabei tragen.
Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten mit Haltung: ihre Perspektiven, ihre Konflikte, ihre Entscheidungen und ihr Blick auf die Zukunft. Der Podcast macht Künstliche Intelligenz greifbar, nicht als abstrakten Trend, sondern als gelebte Praxis in Unternehmen, Institutionen und öffentlicher Verwaltung.
Wöchentlich erscheinen neue Essays, Gespräche, Analysen und Perspektiven zur KI-Transformation in Deutschland.
Shownotes, Hintergrundberichte, exklusive Videoaufzeichnungen, Live-Talks und die Podcast-Community findest du auf Substack:
https://ventureaibriefing.substack.com
Herausgeber des Podcasts: Norman Müller
In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für KI-Transformation e.V.
VENTURE AI PODCAST - Bundesverband für KI-Transformation
Nicht die KI ist das Problem. Sondern ihre Infrastruktur. (#1253)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge des Venture AI Podcasts spricht Norman Müller mit Dr. Annette Doms über die eigentliche Leerstelle der KI-Debatte. Es geht nicht um Modelle, sondern um Vertrauen. Nicht um Tools, sondern um Infrastruktur. Annette verbindet Kunstgeschichte mit KI-Strategie und zeigt, warum Deutschland mit Verantwortung, Präzision und kultureller Tiefe eine führende Rolle im globalen KI-Zeitalter einnehmen könnte.
Das Gespräch spannt den Bogen von Gutenberg bis ChatGPT, von Blockchain als Vertrauensinfrastruktur bis zur Frage nach Superintelligenz. Eine Folge für CEOs, CIOs und CDOs, die verstehen wollen, warum KI Transformation kein Technologieprojekt ist, sondern eine Führungsentscheidung.
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Wenn du uns dabei unterstützen möchtest, diesen Podcast zu einer Allianz von Zukunftsarchitekten der KI-Transformation zu machen, in der wir offen über Chancen, Risiken und reale Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz sprechen, dann abonniere uns auf YouTube, Spotify oder Apple Podcasts. Dein Abonnement kostet dich nichts, hilft uns aber sehr, noch mehr herausragende Persönlichkeiten für tiefgehende und inspirierende Podcast Gespräche zu gewinnen. Vielen Dank für deinen Support.Darüber hinaus laden wir dich ein, Teil der Plattform des Bundesverbands für KI-Transformation e.V. zu werden. Hier vernetzen sich mittelständische Unternehmen, KI Expertinnen und Experten, Startups sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Wissenschaft, um Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und um an konkreten KI-Projekten zu arbeiten. In unserer Podcast Community kannst du dich einbringen, mitdiskutieren und den Bundesverband als Mitglied aktiv unterstützen und mitprägen.Zur Plattform:https://www.venture-ai-germany.spaceVernetze dich mit Norman auf LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/muellernorman
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Dieser Podcast wird präsentiert von Genius Alliance. So, es ist wieder Zeit für eine neue Folge hier im VentureAI Podcast. Wir reden über künstliche Intelligenz, als wäre sie vor allem eine Frage von Rechenleistungen, Modellen und Geschwindigkeit. Aber vielleicht ist das der falsche Fokus. Vielleicht entscheidet sich die Zukunft nicht daran, wie Intelligenzsysteme werden, sondern daran, ob wir ihnen vertrauen können. Ob wir wissen, wer hinter ihnen steht, ob Kompetenz überhaupt überprüfbar bleibt und ob Identität in einer KI getriebenen Welt nicht verschwimmt, sondern nachvollziehbar ist. Mein heutiger Gast beschäftigt sich genau mit dieser Leerstelle. Sie denkt KI nicht vom Tool her, sondern von der Infrastruktur. Von Ordnung, von Verantwortung und von kultureller Tiefe. Sie hat ein Buch veröffentlicht, das eine große historische Linie zieht, von Gutenberg bis ChatGPT, und damit eine unbequeme Frage stellt. Welche eigene Stimme braucht Deutschland im globalen KI-Zeitalter? Sie arbeitet parallel an einer globalen Infrastruktur, die KI-Kompetenzen erstmals verlässlich, überprüfbar und international sichtbar machen soll. Zwei Werke also, ein gemeinsamer Kern. Die Frage, wie Intelligenz tragfähig wird. Herzlich willkommen, Dr. Anette Domes. Hallo, Annette.
SPEAKER_00Hallo, freut mich.
SPEAKER_01Anette, was Sie natürlich vergessen in my intro, but I besonders hervorstellen möchte, ist das Du Vicepräsidentin bist in unserem Bundesverband für KI-Transformation und dich engagierst. And ich möchte an dieser Stelle auch nochmal Danke sagen for this engagement. Wir haben jetzt ein Jahr zusammen hinter uns. Wir haben noch einen eigenen Podcast vorgemacht, aber da nochmal ein ganz großes Dankeschön. Aber bevor wir einsteigen in das Thema und das mal durchleuchten wollen, würde ich dich bitten, stell dich doch selbst nochmal kurz vor, wer bist du so als Privatperson und wie war so deine berufliche Laufbahn bis jetzt in erster Linie bin ich Mensch, ja, das dürfen wir nie verlieren.
SPEAKER_00Und ich komme in der Tat, was viele anfangs nicht denken, aus der Geisteswissenschaft. Also ich habe Kunstgeschichte studiert, war dahingehend immer an einer Sache interessiert, nämlich an dem Thema Innovation. Das ist so, und das habe ich sehr früh erkannt in meinem Studium, dass eigentlich alles in der Kunstgeschichte mit neuen Technologien zu tun hat. Also selbst die alte Meister haben sich mit neuen Techniken und Technologien auseinandergesetzt. So war das immer so. Und wenn man mal ins Museum geht und das unter diesem Aspekt betrachtet, dann ist das eine logische Geschichte und das zieht sich bis heute durch. Also Alte Meister über die klassische Moderne, über Fotografie, über digitale Kunst, bis hin zu den ganzen KI-Anwendungen, die wir heute haben und humanoiden Roboter, die es auch natürlich in der Kunst schon gibt. Und das ist super spannend, ja. Und insofern hatte ich mich da früh auch schon im Studium als Digitale Kunstexpertin etabliert und habe bereits 2005, als ich in der Akademie der bildenden Künste für Josef Kusut gearbeitet habe, das ist ein berühmter amerikanischer Konzeptkünstler, mit den Studenten damals zusammen in Second Life die ersten Projekte realisiert. Dann 2014 Deutschlands erste Messe für digitale Kunst co-gefoundet, konzipiert und veranstaltet. Und das war auch so die Zeit, wo ich angefangen habe, mich mit Blockchain-Themen auseinanderzusetzen. Auch hier gab es die ersten Künstler, die quasi über Bitcoin Kunstwerke verkauft haben. Und ich hatte damals schon die ersten Artikel geschrieben über die Blockchain als Effizienztechnologie für den Kunstmarkt. Kommen wir vielleicht später nochmal dazu. Und insofern hat sich das so entwickelt. Natürlich gab es dann auch damals in der Hochphase 2014 erstmal wieder einen Fall, ja, in dem Investitionen gekürzt wurden, der Markt zusammengebrochen ist und so weiter. Aber so ist es halt nach Gartner Hype Cycle auch. Also immer die Hochs und dann das Teil der tiefen Tränen. Also ich habe mich dann wieder zurückbewegt in den Bereich klassische Kunst, Fine Art. Das mache ich aber auch heute noch. Also ich mache Provenienzforschung, ich betreue Sammlungen, ich helfe bei anderen Verkäufen, sowohl in der klassischen Moderne als auch im Bereich digitale Kunst. Und dann kam das Thema eigentlich wieder ganz stark zurück, als Corona quasi im Land war, 2019. Da hat man so feststellen können, auf diversen globalen Plattformen, wie auf einmal digitale Kunst, enorm in der Preisspanne hochgegangen ist. Stichwort NFT. Und damals, ich meine, du wirst dich nur daran erinnern, 2020 waren auch diese tollen Clubhouse-Talks. Da wurde sehr viel über digitale Kunst diskutiert und da war ich auch mit dabei. Und 2021, in der Hochphase des NFT-Hypes, habe ich mich mit einer Partnerin Christina Bruger zusammengeschlossen. Wir haben eine NFT-Galerie gegründet, haben Kunst im Metaverse quasi ausgestellt. Und nach 2021 folgte dann quasi auch das Metaverse-Jahr. Ja, da war ich in sehr vielen Podcasts und auch Advisory Boards und für die Telekom, Union, Investition und so weiter unterwegs. Das war ein Wahnsinnsthema, das dann wiederum Ende 2022 abgelöst wurde durch die Einführung von ChatTBT. Das hat so ziemlich alles verdrängt, ja. Das heißt, ich habe mich dann auch wieder zurückbewegt in das Thema KI, also auch die Kunst ist ja schon viel länger da. Aber wir haben immer umgesetzt, ja. Also es ging uns immer ums Machen. Und das ist, glaube ich, auch Schlüssel innerhalb von jeder Technologie-Entwicklung, ja, dass man die Dinge ausprobiert. Also man kann nicht über das Thema NFT reden, wenn man nicht selber mal eine Wallet angelegt hat oder auch Token transferiert hat. Man kann nicht über das Metaverse reden, wenn man nicht einmal drin war. Und genauso wenig kann man über KI reden, wenn man die Tools nicht ausprobiert. Und da sehe ich in Deutschland eine sehr große Angst, gegen die wir ja auch im Bundesverband quasi ankämpfen, dass man wirklich hier Wissen aufbaut und sich auch nicht scheut dafür. Und ich meine, es ist fatal, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt. Also keiner möchte zurück zur Pferdekutsche, wir wollen auch den Taschenrechner nicht mehr, also den nicht mehr missen. Und ich erinnere gerne auch zurück an die Zeit, an die Anfänge des Internets, ja. Ich meine, da haben wir auch alle gesagt, brauchen wir nicht. Das heißt, wir haben das nicht alle gesagt, aber viele haben gesagt, wir brauchen keine Webseite und wir sehen, wo wir heute stehen, ja. Und KI ist da und wird bleiben. Und sämtliche Geschäftsmodelle jetzt schon verändern oder auch gesellschaftliche Strukturen. Insofern, last but not least, also der rote Faden ist, ich komme aus der Kunstgeschichte, ja, aber eigentlich aus der Beobachtung von Umbrüchen, weil Kunst ist immer dort, wo Gesellschaft quasi kippt. Und insofern arbeite ich sehr stark an den Übergängen, also zwischen Kultur und Technologie, zwischen Mensch und Maschine, zwischen Vision und Umsetzung. Und habe ein starkes intrinsisches Interesse an neuen Technologien. Ich liebe Science-Fiction-Filme, das wäre auch ein eigener Podcast. Und sagen wir mal, meine Vision oder der Wendepunkt war irgendwann mal, als ich festgestellt habe, dass Fachwissen nicht allein ausreicht, sondern dass wir quasi die Menschen mitnehmen müssen, was wir ja auch im Bundesverband sehr stark fokussieren. Das heißt, ich bin eigentlich inzwischen Brückenbauerin und dahingehend auch tätig in Form von Technologien einfache Sprache zu übersetzen. Also hierzu habe ich ja quasi schon ein erstes Buch, das war mein erstes Buch, ein Beginnersbuch geschrieben zum Thema Web 3, also das neue Internet, das auf uns zukommt: KI, Blockchain und Metaverse. Das ist wirklich so runtergebrochen, dass man es einfach versteht. Und das zweite Buch, über das wir vielleicht auch noch sprechen werden, geht denselben Weg, ja, also wirklich mal einen anderen Blick auf KI zu ermöglichen, einen holistischen Blick, also von Gutenberg zu Chat-TBT, damit wir nicht die Kontrolle über die Zukunft verlieren. Da ist sehr viel reingepackt. Ich denke, das werden wir gleich nochmal besprechen. Und ja, ich glaube, man darf die Geschichte nie vergessen. Also du musst mich unterbrechen, wenn ich zu viel rede, aber ich erinnere gerne auch mal daran als Kunsthistorikerin, dass quasi die KI nicht mit ChatGPT begann, sondern dass quasi der Wunsch des Menschen in Form einer Maschine, die die Handlungsmacht übernimmt, agiert, schon in der Antike existiert. Also es gibt die wunderbare mythologische Figur Talos. Das war eine Maschine, die quasi Krita für die Götter verteidigt hat. Also da ging das eigentlich schon los. Und dann natürlich im letzten Jahrhundert das KI, das goldene Zeitalter der KI, mit dem Beginn eigentlich der KI-Geschichte, der Darst Maus-Konferenz 1956. Ich meine, da war so viel los. Und bis ZBT dann kam, hatten wir so viele KI-Winter und KI-Sommer, dass das sei auch schon mal auch erwähnt und dahingestellt.
SPEAKER_01Ist es eine menschliche aus deiner Sicht? Weil deine Sicht finde ich insofern interessant, als dass ja Kunst auch immer wieder eine Interpretation des technisch Möglichen, der Innovation generell sind. Aber ist es aus deiner Sicht eine Überforderung der Menschheit, weil ja so viele neue Sachen in den letzten Jahren auf uns zukommen, ja? Also Blockchain, ich glaube nicht, dass das jeder verstanden hat, das ganze Thema NFT und was sonst so alles. Ist es vielleicht jetzt auch eine fehlende oder fehlerhafte Einordnung des Themas KI, dass man sagt, okay, das ist jetzt ein Trend, ChatGPT geht jetzt hoch und rochen runter und dann ist dann nächstes Jahr halt was Neues?
SPEAKER_00Ja, ich glaube, dass viele immer noch denken, es ist ein Trend und quasi das Ganze auch mit KI-Blasen-Thematiken versehen. Das ist aber auch menschlich, ja. Und ich meine, man muss ja sagen, es ist wirklich sehr, sehr viel an Technologie, was wir aktuell erleben, alles gleichzeitig. Und ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass es uns evolutorisch auch verändert. Also es gibt ja auch Studien bereits, die belegen, dass unsere Sprache sich verändert durch KI, dass auch unser Gehirn sich verändert. Es gibt von der katholischen Universität in Mailand einen sehr interessanten Report, der das System Null identifiziert. Also es gibt ja das System 1, es gibt das System 2, also das Intuitive und das Mathematische. Und jetzt gibt es ein System 0 quasi durch die Entwicklung der KI, das quasi so funktioniert wie eine Festplatte, indem wir Wissen auslagern. Und das macht natürlich sehr vielen Angst, ja. Und das war schon immer so in der Geschichte. Und ich meine, viele neue Technologien sind dazu da, um Menschen zu automatisieren, ja, nicht wegzurationalisieren, aber viele Aufgaben des Menschen zu rationalisieren. Das war in der Industrialisierung auch schon so, da war auch eine große Angst. Aber am Ende des Tages hat sie mehr Arbeitsplätze geschaffen, als quasi davor da waren. Und eine ähnliche Entwicklung sehe ich auch gerade bei der KI. Wenn man sich überlegt, wie viele neue Berufe entstanden sind in den letzten zwei Jahren. Also man braucht sich nur das Münchner KI-Netzwerk anschauen, was da an Professoren stellen und auch Start-ups und auch Startups von vielen jungen Leuten und auch für Frauen. Aber man muss natürlich bereit sein, sich zu verändern. Ich glaube, das ist eine sehr große Thematik auch im Bereich Leadership. Man muss flexibel sein, man muss agil sein, man muss quasi adaptiv auch werden, man muss es zulassen, man darf keine Angst haben, man muss es ausprobieren und man muss quasi orchestriert denken und in Communities, also auch das hat sich verändert, ja, dass wir quasi in Communities arbeiten. Und selbst bei dem, was ich mache, ja, das klingt immer sehr viel, aber wenn man drin ist in den Thematiken, und das empfehle ich wirklich jedem dringend, einfach mal damit anzufangen, weil es wird immer schwieriger, ja, den Zug zu verpassen, ist in dem Bereich sehr einfach. Aber dafür sind wir ja da, ja, im Bereich Lifeline Learning tätig, sowohl im Bundesverband als auch mit den ganzen einzelnen Teilnehmern hier, um da Hilfestellung zu leisten und Orientierung zu geben. Weil ein anderes Problem ist natürlich auch, dass es wie in jedem neuen Technologiezeitalter auf einmal unglaublich viele Experten gibt, ja. Und diese, sagen wir mal, Experten, die eigentlich keine Experten sind, dann quasi teure Produkte verkaufen, Pilotprojekte starten, die am Ende scheitern. Also auch das haben wir als Problem. Das hemmt natürlich wieder Innovationen. Und da müssen wir dann quasi auch im Bundesverband dagegen ankämpfen, ja. Und so sozusagen die Ärzte sein, die die Anamese machen und dann an die Fachärzte weiterleiten. Aber weil wir einfach wissen, wo qualitative, hochwertige Experten sitzen und wo man andocken muss.
SPEAKER_01Ich glaube, das, was du gerade ansprichst, ist auch so ein hoher Unsicherheitsfaktor. Also ich merke, wie im Markt die KI-Projekte gar nicht erst gestartet werden oder eher unzureichend vielleicht auch ein bisschen zu zaghaft angegangen werden. Vielleicht probiert man auch einfach nur Tools aus, aber bewegt sich aus dieser Sandbox überhaupt nicht mehr raus. Weil die Unsicherheit einfach zu groß ist, weil auch so die Goldgräberstimmung da ist und jeder als Experte gilt. Ich habe noch eine Theorie. Bin mal gespannt, was du dazu sagst. Ich glaube, dass die KI oder das Thema KI jetzt dafür sorgen wird, dass Blockchain-Technologie, Metaverse, also im Grunde alle Themen, die du doch seit Jahren erforschst und auch mit konkreten Projekten bedienst, dass das irgendwie so diesen Loopschiffe. Weil Blockchain-Technologie werden wir brauchen, um das Thema Sicherheit in dieser KI-Welt irgendwie herzustellen? Das ist ein großes Thema, was ich so in den nächsten zwei, drei Jahren, wenn ich sogar noch früher sehe. Aber eben auch neue Geschäftsmodelle. Also wir sehen es ja in der Kunst mit NFTs, war es ja möglich, dann wirklich auch meine Kunst zu monetarisieren. Glaubst du, dass sich der Loop schließt mit dem Thema KI und diese ganzen Themen aggregiert werden und zusammengebracht werden, dass das im Grunde jetzt.
SPEAKER_00Absolut. Also wie gesagt, das größte Hemmnis ist gerade die Orientierungslosigkeit, aber ich sehe auch, dass, sagen wir, diese ganze Arbeit der letzten Jahre, ja, wo man ja sehr viel Geduld auch haben musste, jetzt so langsam Sinn macht. Weil diese Konvergenz dieser drei Technologien, KI, Metaverse und Blockchain jetzt auf einmal wahnsinnig Sinn macht, ja. Vor allem dann, wenn das Thema Superintelligenz noch auf uns zukommt, ja, vielleicht können wir das auch ganz kurz ansprechen. Es ist ja, steht ja im Raum, dass quasi in den nächsten drei bis sieben Jahren die Superintelligenz da sein wird, ja. Und das ist dann quasi, also was ist die Superintelligenz? Das ist ja eine Intelligenz, die dann wirklich denkt und handelt, ja. Also eine Entität, die nicht mehr nur Werkzeug ist, sondern quasi ein erster nicht-biologischer Akteur in der Geschichte der menschlichen Zivilisation. Ich meine, das, was wir jetzt momentan haben, sind spezialisierte Werkzeuge, ja. Also sehr stark in einer Disziplin, aber hilflos in allen anderen. Ich meine, der größte Anwendungsfall in der KI oder auch bei ChatGPT momentan ist quasi die Therapie oder Therapiegespräche, aber die KI hat kein Gefühl für quasi Trauer. Oder auch, sagen wir mal, die Bildgenerierung von Rembrandt-Werken beispielsweise, ja. Sieht toll aus, aber die KI weiß nicht, warum Licht und Schatten für Emotionen eingesetzt wird. Dasselbe im Bereich Stimmen oder Musik, ja, Beethoven-Kompositionen, aber die KI weiß überhaupt gar nicht, warum wir überhaupt Musik hören. Und was ihr fehlt, ist einfach, und deswegen sprechen wir von schwacher KI, diese, sagen wir mal, dieser Gesamtblick auf die Welt oder der Transfer zwischen den Domänen und die Superintelligenz wäre dahingehend ein wirklich kategorialer Sprung. Also nicht mehr nur ein leistungsstarkes Tool, sondern wirklich ein Instrument mit Handlungsmacht. Und da wird es wirklich gefährlich, also eine KI, die nicht nur berechnet, sondern auch beschließt und die nicht nur antwortet, sondern auch hinterfragt. Da müssen wir jetzt schon dran arbeiten und da spielt die Blockchain eine zentrale Rolle, weil die Blockchain eine Infrastruktur bietet für Vertrauen. Also die Blockchain is eine Schlüsseltechnologie für sichere digitale Identitäten, für compliance, für Transparenz in Datenflüssen. Können wir auch ankrete Anwendungsbeispiele gleich benennen? Und das ist wichtig, weil wenn wir quasi an den Maschinen des Denkens bauen, die irgendwann mal so weit sein könnten wie ein Mensch selbst und dann wirklich in verschiedenen Domänen tätig ist, dann brauchen wir eine vertrauensvolle Infrastruktur und vor allem quasi eine Infrastruktur, die unsere menschlichen Gedanken und Ergebnisse respektiert und quasi klar kommuniziert und auch weiß, wo die Grenzen sind. Und wer diese Infrastrukturen gerade baut, wird letztendlich auch einen Vorteil haben oder sagen wir mal, an der wichtigsten Ressource der Menschen arbeiten, also kognitive Macht.
SPEAKER_01Bauen wir die gerade in Deutschland, die Infrastruktur.
SPEAKER_00Warum? Entschuldigung, die Frage.
SPEAKER_01Bauen wir die gerade in Deutschland. Es wäre ja für uns in Deutschland, die ja Sicherheit lieben, Risiken minimieren wollen. Wir sind jetzt nicht die First Mover wie in Amerika oder auf dem chinesischen Markt, aber wir lieben Sicherheit. Wir könnten doch die sicherste KI-Infrastruktur bauen oder das sicherste KI-Modell bauen. Das wäre doch ein Newspee, das wäre doch ein Alleinstellungsmarkt. Das ist auch für die Chinesen super spannend.
SPEAKER_00Wir haben die Menschen, wir haben gute Menschen in Deutschland, wir haben die Kompetenzen da, wir haben die Infrastruktur da. Und das, also darum geht es auch in meinem Buch, ja. Es geht auch um quasi die Kombination aus Technologie, die wir schon seit Jahrhunderten haben, ja. Also mit Wutenberg, der quasi mit der Buchdruck-Presse die erste Medienrevolution ausgelöst hat, eigentlich das Äquivalent des Internets im 15. Jahrhundert, ja. Also diese Kompetenz an Maß, an Präzision ist in der deutschen kulturellen DNA verankert. Wir haben aber auch die Wissensarchitektur mit dem Beginn des Humbischen Bildungssystems. Das ist ja alles noch da. Also wir haben unglaublich tolle Forschungseinrichtungen, ja, also die ganzen technischen Universitäten in Deutschland, das Fraunhofer, Hemholz und so weiter, das ist alles hier. Wir haben auch die Menschen da. Und wir haben auch KI, die hier entwickelt wird, die aber nicht so laut ist, wie du sagst. Also Amerika ist laut, die haben natürlich auch viel mehr Kapital. Wir in Deutschland arbeiten vor allem in Industriekompetenzen, das ist weniger laut, also Stichwort Hidden Champions auch, ja, aber es hält die Weltstruktur, ja. Also Wirth beispielsweise hat schon seit Jahren KI-Systeme entwickelt, auch Zeiss oder Trumpf, ja, das sind alles wichtige Beispiele, die wir in Deutschland haben. Auch Dieple, ja, also wissen die wenigstens, oder viele auch nicht, dass das ein deutsches Produkt ist, ja.
SPEAKER_01Ein P3-Player.
SPEAKER_00Ja, das sind ja Produkte, ja. Also das müssen wir halt mal betonen und wirklich in den Vordergrund stellen. Und was wir im Bereich Blockchain beispielsweise und KI auch haben, also ein Anwendungsfall sind ja KI-Agenten, ja, die dringend auch quasi einen Nachweis in der digitalen Identität brauchen. Also man muss ja wissen, quasi oder die Identität des Agenten haben. Und da gibt es das Masomi-Network, das ist entwickelt worden von Serviceplan und NMRK auf der Cardano-Blockchain. Und hier wird quasi diesen Agenten wirklich eine digitale Identität zugewiesen. Es wird sehr transparent quasi offengelegt, die Kommunikation unter den Agenten, aber auch die Zahlungssysteme, ja. Weil wir die, sagen wir mal, viele Aufgaben abgeben und die KI im Hintergrund oder die Agenten im Hintergrund für uns Arbeiten erledigen, sei es Flugbuchungen oder Reisebuchungen und solche Dinge, ja, dann. Brauchen wir auch Haftungsnachweise und sowas. Und dadurch, dass das quasi, dass jede Transaktion oder jeder Datentransfer dann auf der Cardano-Blockchain quasi dokumentiert wird, ist das ein ein vertrauensvolles Tool in dem Bereich. Das ist ein schöner Anwendungsfall mit der KI und Blockchain.
SPEAKER_01Was mir an deinem Buch sehr gefällt, ist eigentlich dieses Spannungsverhältnis zwischen Gutenberg und ChatGPT. Wenn ich richtig informiert bin und da kannst du mich gerne korrigieren, weil du bist ja unsere Historikerin und der Gutenberg erfindet die Buchdruckmaschine und 100 Jahre später ist eigentlich so das Zeitfenster, wo es zum Durchbruch kam. The Leute konnten nicht lessen in dieser Zeit. Also der erfindet was wirklich Großartiges, was viel später erst so den großen Durchbruch feiert. Das ist ja genau das, was wir so auch in deinem Intro im Grunde beobachten können. We reden über Web3, we reden über Metaverse, Second Life and so weiter, war ja alles schon mal da. NFTs and Blockchain and so we have. KI gibt's nicht seit ChatGPT. Das ist im Grunde eine wunderbare Marketingmaschine, but we can auf einmal sofort umsetzen. Also ich bin in den Augen meiner Kinder in Sterne Koch geworden, seitdem es ChatGPT gibt, weil ich alles damit bauen kann anders and kochen kann in der Küche. And dadurch erlebt es diesen unglaublichen Hype. Und auf der anderen Seite, also Gutenberg und auf der anderen Seite mit ChatGPT, diese unglaublich exponentielle Entwicklung, die wir uns immer so schwer vorstellen können. Warum geht das jetzt auf einmal so schnell? Warum ist jetzt der Zeitpunkt der richtige durch Hardware und Technologie und so weiter? Die Frage ist doch, wenn wir die Dichter und Denker sind in unserem Land, und wir können ein MP3-Format entwickeln, aber überlassen es dann irgendwie den Amerikanern, das zu monetarisieren, Apple zum Beispiel, in Form von iTunes Tracks und so weiter. Wie schaffen wir es, in die Umsetzung zu kommen? Wie schaffen wir es, dass wir diese Errungenschaften, diese Wissenschaften, diese Grundlagen der KI-Forschung, die ja heute in Google drinsteckt, in Gemini oder in ChatGPT und Co. Wie schaffen wir es, dass wir in die Umsetzung kommen? Weil das, glaube ich, das Riesenproblem, was wir haben.
SPEAKER_00Ja, vielleicht gehen wir nochmal ganz kurz auf Gutenberg ein. Also er hat ja quasi mit diesen beweglichen Lettern auch eine neue Architektur des Wissens gebaut und der Kommunikation und auch neue gesellschaftliche Strukturen verankert. Und diesen Moment haben wir jetzt mit der KI. Es ist eigentlich ein Gutenberg-Moment 2.0, weil die KI auch in kognitive Prozesse und in quasi gesellschaftliche Strukturen eingreift. Insofern gebe ich in dem Buch quasi die Vorlage mit Gutenberg und spreche natürlich auch über die Umsetzung in Deutschland, was dringend notwendig ist. Ich meine, was uns einfach hemmt, sind die bürokratischen Auflagen. Regulatorik ist gut. Der EU AI-Act als der erste weltweite quasi Regulierungsfaden für KI. Also irgendwann braucht KI auf jeden Fall diese Regulierung. Ist ein guter Ansatz, aber er schafft eigentlich sehr viel mehr Rechtsunsicherheit, als er Sicherheit schaffen würde. Also der ist viel zu kompliziert, der müsste dringend vereinfacht werden. Ich habe auch einen Leitfaden für einen EU Punkt 2.0 in diesem Buch verankert. Es müssen Pilotprojekte unterstützt werden, dass quasi auch der Mittelstand erstmal sich ausprobieren kann, ohne dass man da gleich in Haftungsrisiken reinkommt. Weil es ist nämlich so, dass der EU-Act ist ja in verschiedene Cluster oder Risikofaktoren quasi aufgeteilt, mit teilweise bis zu 35 Millionen Strafen. Und da hat man auch Angst. Also das ist auch nicht so klar definiert. Also es ist natürlich wichtig im medizinischen Bereich, auch im Finanzbereich und im juristischen Bereich. Aber da herrscht noch wahnsinnig viel Unsicherheit. Die Fragmentierung ist auf der einen Seite gut in Europa, vor allem auch für Sprachmodelle, ja, also für das Training von Sprachen, da ist es natürlich, sagen wir mal, ein Paradies, dass wir da so viele Möglichkeiten haben. Aber wenn jedes Land verschiedene quasi auch Rechtssysteme hat, dann ist es natürlich sehr schwierig. Also das ist natürlich ein Punkt, dass wir quasi überregulieren. Das ist ja auch der große Vorwurf aus Amerika. Da muss man irgendwie eine neue Basis oder behaupte Basis schaffen, dass es möglich ist. Dann muss es auch so sein, dass man in Deutschland wieder gründen kann. Also ich bin der Meinung, jeder Gründer in Deutschland muss die Chance haben, Multimillionär zu werden, ja. Und auch da gibt es einfach noch viel zu viele Hürden, ja. Da müssen mehr Anreize geschaffen werden. Viele Talente gehen auch weg, weil hier einfach, sagen wir mal, die Einkommensverhältnisse oder Angebote viel geringer sind. Also ein Postdoc vom Fraunhofer verdient 55.000 Euro. Bei Google Deep bekommt man 250.000. Also wir haben wahnsinnige Abwanderung, das heißt, wir müssen quasi die Attraktivität für Talente schaffen in Deutschland. Also wir müssen Talente holen, ja. Und das sind alles solche Faktoren und dann nach wie vor quasi auch Bildungssysteme, ja. Also das kann man auch nicht alleine der Regierung überlassen, ja. Also da muss die Wirtschaft vielleicht hier auch wirklich eingreifen und jedes Unternehmen für sich quasi dieses Lifeline Learning ermöglichen, um somit auch wieder Fachkräfte aufzubauen. Also das muss ganz, es ist ein Invest und das muss natürlich auch unterstützt werden durch Steuererleichterungen und sowas. Ich glaube, wir haben wirklich alles da, ja. Also wir haben auch mit dem Bauhaus das Thema Design Thinking da. Und wie du sagst, weißt du, ich meine, das iPhone von Apple, das ist Bauhaus, ja, das ist auch bekannt, dass Steve Jobs sich intensiv mit Dieter Rams auseinandergesetzt hat. Und es kann eben nicht sein, dass hier so viel entwickelt wird. Also es ist ja auch so, dass gerade an den technischen Universitäten auch viele ausländische Studenten sind, ja, die ja eine Top-Ausbildung bekommen und dann nach dem Studium abwandern, ja. Also da müssen wir einfach viel mehr Anreize schaffen. Auch das Kapital, was hier zur Verfügung gestellt wird für das Thema KI ist im Vergleich zu dem, was in Amerika oder China passiert oder in meinem Buch auch sehr stark erwähnt, die Vereinten Arabischen Emirate, ja, also was da abgeht, also es wird ja immer über USA und China geredet, aber die haben ja wirklich ein ganz tolles ganzheitliches Programm mit dem Commitment der Regierung, mit Forschungseinrichtungen, mit sehr viel Kapital, also weil sie wissen, dass sie auch eine Postöl-Industrie brauchen. Die setzen hier unfassbar viel auf KI und neue Technologien, auch zum Thema Blockchain. Und ich meine, das waren ja großartige News, ja, dieses Jahr, dass quasi KI schon ab dem, sagen wir mal, Kindergartenalter eingeführt wird. Also was die machen, ist wirklich, dass sie eine Gesellschaft quasi KI ready machen von an Beginn. Und das sind so Dinge, die hier, glaube ich, unterschätzt werden. Also wir müssen ein bisschen mehr Speed aufnehmen. Wir sind zu langsam. Bei uns sind wir einer Meinung. Das ist ein riesengroßes Problem. Wir werden von allen Seiten überholt.
SPEAKER_01Ja, und es war jetzt eine recht lange Liste an Themen, die wir erarbeiten oder an denen wir arbeiten müssen. Aber was auffällig ist, dass es immer auch in den anderen Ländern von der Region gepusht and getrieben wird. Also dass das unterstützt wird, in which form, or in den autocratischen Staaten then auch auf obtrui anders, so that is jetzt unsere Agenda, and this is the next 12 months then intensively the Marschrichting. The Frage for me, which I stelle is, and da würde ich gerne mal deine Meinung hören, wie du das einschätzt. It is ja schon, wenn man sich so mal die Posts bei LinkedIn anschaut, oder auch was, wenn man so die Medien konsumiert, je nachdem, an welchem Kanälen man unterwegs ist, it's ja schon eher so eine pessimistische, vielleicht teilweise auch tendenziell depressive Stimmung im Markt. Wie schätzt denn du das ein? Welche Möglichkeiten haben wir noch, wenn unsere Schlüsseltechnologien wie Automobil oder dergleichen nicht mehr ganz so die Zugpferde sind, um unseren Wirtschaftsstandort so attraktiv zu halten?
SPEAKER_00Ja, ich meine, wir haben, wie gesagt, unfassbar viele Möglichkeiten. Es passiert ja auch sehr viel in Deutschland, ja. Also es ist jetzt nicht so, dass irgendwie gar nichts gemacht wird im Bereich KI. Also es werden Gelder zur Verfügung gestellt, aber eben zu wenig. Das haben wir auch am Digitalgipfel in Berlin gesehen, dass KI steht schon ganz oben auf der Agenda und mit Jupiter in Jülich, dem Rechenzentrum quasi, werden hier auch großartige Möglichkeiten geschaffen, dass man hier mit richtiger Power arbeiten kann. Es gibt in Stuttgart und in vereinzelten Städten in Deutschland unfassbare Entwicklungen. Aber was, glaube ich, so ein bisschen fehlt, ist die Orchestrierung. Also es bräuchte eine Institution, wie vielleicht auch beim EU AI-Act, ja, der bräuchte eine zentrale Aufsichtsbehörde, wie im Medikamentenbereich oder auch im EMA oder im Finanzbereich. Das fehlt vielleicht, ja, so eine Instanz, die alles, was wir haben in Deutschland orchestriert, ja. Und wir haben wirklich die Möglichkeit, also das Thema digitale Souveränität ist ja auch ein sehr großes Thema, war auch beim Digitalgipfel ein großes Thema, dass wir das angehen, weil das könnte unser USP sein, ja, dass man in Deutschland wirklich eine verantwortungsvolle KI baut, also die Transparenz ist, die nachvollziehbar ist, die verantwortungsbewusst ist, ja, weil dieses Thema menschenzentrierte KI wird auch immer wichtiger. Also wir wissen ja, wenn wir KI vollständig vertrauen, KI hat so viele Halluzinationen, ja, aber es ist eine Technologie, die tiefgreifender sein wird als die Industrialisierung und die Digitalisierung zusammen, ja. Und wir müssen jetzt die Architekturen bauen. Und Deutschland ist prädestiniert dafür. Dass das Ethikbewusstsein und auch das Rechtssystem und auch die Regulatorik sind da sehr wichtige Elemente. Und ich glaube, dass man durch Kooperationen natürlich auch mit den USA und natürlich auch mit China und vor allem vielleicht auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten da enorm helfen können. Also das ist ein globales Projekt, vor allem in Richtung Superintelligenz. Und wenn wir da alle zusammenarbeiten, umso besser. Und Deutschland kann hier orchestrieren. Ich meine, also wenn man die Datenschutzgrundverordnung anschaut, das ist ja quasi auch eine Verordnung gewesen, die von der ganzen Welt adaptiert wurde. Also die wird sogar in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingesetzt, auch im KKI-Bereich. Und das hat Vorbildcharakter, ja. Und keiner auf der Welt möchte auf die 350 Millionen Europäer verzichten, ja. Insofern, ja, wir brauchen einen Orchestrator.
SPEAKER_01Und ich meine, wir haben es ja schon als Qualitätsmarke bewiesen. Also Made in Germany war ja immer auch, da kommt die Qualität her. Und wenn wir uns überlegen zum Thema KI und Robotik, gerade Industrieroboter oder dergleichen, da willst du auch auf Systeme setzen, denen du vertrauen kannst. Und ich hatte es auch interessanterweise in den letzten Podcast-Folgen immer wieder tauchte dieses Wort Vertrauen auf. Und du hast ja schon eingangs gesagt, du arbeitest an konkreten Projekten und eins davon ist AI-ID Passport. Magst du uns mal erzählen, worum es da geht?
SPEAKER_00Ja, also ich bin ja quasi in diversen Expertboards, auch international, unter anderem bei Cities ABC. Es ist eine Londoner Firma, bei der ich Partner bin. Und da kam eine Anfrage aus Indien, aber nicht nur aus Indien, von der Universität, um quasi auch oder einen Vorschlag unsererseits, AI Passports auf Blockchain-Basis zu bauen. Also es geht auch um das Thema Bildung, Ausbildung von quasi, sagen wir mal, auch Kindergarten an über Universitäten und man kann natürlich auch beim Thema Blockchain-Infrastruktur schaffen, auch für solche AI-Passports, ja. Also das Blockchain ist ja immer auch ein Ekosystem. Also erstens mal kann man dadurch Identitäten abbilden, also Student-IDs, dann aber auch Zertifikate quasi mit in die Wallet legen. Man kann quasi auch Log-Systeme damit verbinden, also dass man überhaupt, also Blockchain ist ja auch immer Zugang zu etwas, dass man quasi in die Universität reinkommt, dass man das mit Stießfächern verknüpft, mit der Cafeteria und so weiter. Also das ist ein allumfassendes System. Und hier sprechen wir in Indien eben mehrere Universitäten an. Und das ist aber nicht nur für den Blockchain-Bereich, also für den universitären Bereich interessant. Das geht auch in den Bereich Pharma, also Feldarbeiter. Und das kann man ausweiten und endlich. Das ist ein skalierbares Modell. Aber auch da geht es einfach um Infrastruktur. Und das sind Systeme, die man entwickeln muss, auch mit starken Data Centern im Hintergrund und quasi auch im Vertrauen. Also auch hier geht es vor allem um Vertrauen.
SPEAKER_01Wie weit seid ihr dann mit dem Projekt? Ich finde das insofern ganz interessant. Ich habe mich mal eine Zeit lang mit dem Thema, wie könnte man Patientendaten speichern, sicher speichern. Das in Zeiten, wo ja die, ich glaube, Patienten, digitale Patientenakte und auch Gesundheitskarte immer wieder ein Thema ist. Und ich glaube, das zehn Jahre wurde das diskutiert, aber so eine richtige Lösung gab es am Ende nicht.
SPEAKER_00Naja, es gibt ja die digitale Patientenakte, ja, aber die hatte auch ihre Vor- und Nachteile. Ich verstehe auch nicht, warum man dann nicht vielleicht auch mit Leuten vom Computer-Chaos-Club oder so zusammenarbeitet. Also mit Leuten, die es wirklich verstehen, ja. Und da von Anfang an da keine Fehler im System hat. Ich war auch letzte Woche im Rechts der ISA im Krankenhaus, habe da mit einem Professor gesprochen und wir haben auch viel über KI geredet und der meinte auch, also er könnte ja jetzt eigentlich dieses Gespräch quasi mit einer KI mitlaufen lassen. Also wie wir es kennen, quasi auch von Meetings, ja. Also wir lassen ja auch die KI mitlaufen, haben dann eine Zusammenfassung, aber er sagte auch, das sei dann wieder ein datenschutzrechtliches Problem. Also da muss man halt irgendwie so die goldene Mitte finden, ja, zwischen Datenschutz, aber auch, wie gesagt, da kann euch kann die Blockchain vielleicht auch helfen, indem dann quasi die Transparenz von Anfang an da ist, ja. Auch beim Thema Metaverse, ich meine, also wenn jetzt wirklich die, sagen wir mal, Killer-Brille kommt, ja, und es steht ja kurz bevor und wir uns dann wirklich, also nicht in rein virtuellen Welten bewegen, sondern sagen wir mal in hybriden Welten oder man nennt es ja XR oder Mixed Reality, ja. Also dass wir quasi eine ganz normale Brille aufhaben und dann die digitalen Zusatzinformationen im Raum, ja. Also auch hier Science Fiction comes true. Man muss sich ja nur die ganzen Science-Fiction-Filme anschauen. Da haben wir das schon seit seit Jahrzehnten. Und das wird, glaube ich, kommen. Aber auch da müssen wir wissen, ich meine, es ist dann auch ein ökonomischer Raum, in dem wir uns bewegen mit Avataren, also mit Digital Twins. Und auch da müssen wir wissen, welche Akteure da aktiv sind. Das Ganze ist ja dann auch KI-gesteuert teilweise. Also da kommt wieder so die Konvergenz zwischen den drei Technologien raus. Und da wäre es schon auch gut, wenn man von Anfang an quasi sichere Identitäten aufbaut.
SPEAKER_01Ich glaube, dass wir diesen digitalen Layer, also dass wir eine digitale Identität jeder von uns hat, die haben wir ja jetzt schon, wenn wir uns mal angucken, unser LinkedIn-Profil, der nächste ist noch bei Insta und bei Facebook und das heißt, die Welt da draußen, wenn sie denn Zugriff hätte, weiß sowieso alles von uns. Aber dieses digitale Upbild zu sichern und vor allen Dingen die Kontrolle zurückzubekommen. Also momentan haben wir ja lange Jahre geglaubt, oh, das ist ein kostenloser Service, dabei haben wir es mit unseren Daten bezahlt. Und dann wird es natürlich auch marketingtechnisch oder marketingmäßig kommuniziert in unserem Interesse mit personalisierter Werbung, aber im Endeffekt sind es verkaufte Daten, um Business zu machen. Und das betrifft dann weniger uns. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das in der Zukunft immer wichtiger wird, weil wir begreifen, dass so eine digitale Identität für uns auch immer das Thema berufliche Karriere wichtiger wird. Also wenn ich nicht gefunden werde bei LinkedIn, wenn ich keinen digitalen Fußabdruck habe, wenn ich mein Personal branding nicht im Griff habe, dann wird mich in Zweifel keiner in meinem realen Dunstkreis erleben, sondern das wird alles digital stattfinden. Oder when eine KI nach den Inhalten sucht from mir oder eine Recherche anstellt und da nichts findet, dann gibt es mich schlicht und ergreifend in diesem System nicht.
SPEAKER_00Ich habe neulich eine sehr nette Begegnung mit ChatGPT, weil ich habe natürlich im Zuge meines Buches, also ich habe es auch korrigieren lassen und so weiter, ich habe das auch mit diversen KIs kürzen lassen von 220 auf 160 Seiten, um wirklich to the point zu kommen. Und ChatGT könnte mich ganz gut. Und wenn ich ChatGPT inzwischen frage, was er sie von dem Gedanken hält, dann kommt jetzt neuestens zurück, das ist typisch Doms. Das ist natürlich schon, also sie wird natürlich immer emotionaler, aber das ist ja auch die größte Gefahr. Sprichwort Halluzinationen, ja, dass wir uns darauf verlassen, auch bei Therapiegesprächen, ja. Sie redet uns schon nach dem Mund und findet viele, das habe ich auch gemerkt im Zuge des Buches, dass viele Projekte erfunden werden, die gar nicht so existieren, dann auch noch mit Quellenangaben. Ich meine, da hat sich im letzten halben Jahr schon unfassbar viel getan. Und wer diese Sicherheit haben möchte, benutzt Perplexity, aber ich meine, Chatbiti gibt inzwischen auch schon Quellenangaben. Aber wir verlassen uns immer mehr auf diese Aussagen und die KI wird ein vertrauter Partner. Das ist natürlich ein Thema, mit dem Künstler schon sehr lange spielen, ja. Das ist also auch hier wieder, Künstler sind tolle Vorreiter, indem sie nicht nur Technologie sofort nutzen, sondern eben auch hinterfragen und auch kritisieren und die Gefahren aufdecken. Es gibt Künstler wie Max Haarig beispielsweise, der die KI auch so challenged und mit Fragen konfrontiert, die es eigentlich gar nicht gibt. Andere Künstler wie Florian Adolf, die die KI so mit eigenen quasi Werken trainieren und man hat ja dann schon auch da quasi, ich meine, die KI kann ja auch nicht ohne Mensch, ja. Letztendlich ist sie ja immer nur eine Verlängerung auch einer Vision, eines Gedankens und so beim Künstler auch, weil ich hatte neulich die Diskussion mit einigen Museumsdirektoren, die KI-Kunst kategorisch ausschließen aus ihren Jury-Sitzungen, wo ich gesagt habe, das erinnert mich so ein bisschen an die Fotografiediskussion vor 100 Jahren. Also es ist ein Werkzeug, ja, und sie kann nicht alleine. Und wenn ich quasi versuche, mich da in Kunstwerke zu oder Kunstwerke zu kreieren, kommt da was vollkommen anderes raus, als wenn das ein Künstler tut, ja, der mit der KI lange trainiert und da wirklich so scharfe Prompts entwickelt, die ich gar nicht formulieren könnte, ja. Also und das ist halt das, was die KI macht. Also sie verstärkt das, was eigentlich schon da ist, was auch jede Technologie bisher gemacht hat, ja, dass quasi auch Mächte quasi, Handlungsmächte verstärkt werden. Natürlich kann sie quasi Krankheiten besser heilen oder auch im Bereich Klima uns helfen, aber sie kann eben auch Gesellschaften polarisieren oder schwächen und ja, diese Machtstrukturen verschieben. Und das ist natürlich sehr gefährlich, aber ich glaube, es ist weder das Paradies noch die Apokalypse, sondern dann irgendwas dazwischen, ja. Und letztendlich ist es das, was wir Menschen daraus machen, aber das ist wichtig, ja.
SPEAKER_01Wie du es sagst, also es kann beides sein. Es kann das Paradies sein oder die Apokalypse. Also ich glaube schon, dass sich das auch in. Das wünschen wir uns, das ist das Sichere, dass von beiden was hat. Aber am Ende des Tages und das. Das merkt man ja, es ist eine Manipulation. Also, wir manipulieren das System und jetzt manipuliert das System zurück. Das heißt, alles, was ich ChatGPT gebe, ist großartig, auch wenn es im Grunde das Gegenteil von dem ist, was ich gerade schon hochgeladen habe. Aber ich glaube, dass also dass wir imstande sind mit diesen Erkenntnissen und wir stehen ja ganz am Anfang, wir lernen ja alle noch. Wenn ich mir teilweise die KI-Forscher, die führenden KI-Forscher anschaue, was da für Wahrscheinlichkeiten benannt wurden, die dann ein paar Monate später einfach ganz anders eintreffen oder schon viel früher da sind, dann zeigt mir das einfach, dass das macht den Prozess ja auch so spannend, dass wir alle lernen im Moment.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, es ist auch wichtig, die Jugend wirklich abzuholen, weil eine Tendenz ist, ich habe auch neulich mit einem KPMG-Mitarbeiter gesprochen, der diese Beobachtung auch hatte bei jungen Mitarbeitern, dass man quasi, bevor man sich selbst irgendwas überlegt oder bevor man denkt, eine Frage stellt an die KI und dann kriegt man die Antwort und dann übernimmt man, also der Prozess muss ja umgekehrt sein. Also ich muss erstmal diesen Prompt super intelligent formulieren und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mit der KI spreche, da ist bei mir kein Fehler drin, ja. Also ich schau, dass ich das wirklich grammatikalisch und auf guten Deutsch formuliere, dass da auch Gutes zurückkommt. Insofern ist ja meine Theorie, also wenn man so vorgeht, dass der Mensch dann auch wieder intelligenter wird, ja. So müsste man aber auch die ganze Jugendschulen, ja, dass man wirklich erstmal sich selber diese Fragen formuliert und KI dann wirklich nur als Verstärker oder Unterstützer holt. Das geht so ein bisschen verloren gerade, habe ich das Gefühl. Das ist natürlich auch eine Entwicklung.
SPEAKER_01Weil es unsere Komfortzone bedient. Also die Maschine kann das ja dann einfach übernehmen und wir lesen uns dann durch und sagen, okay, nehme ich oder nehme ich nicht.
SPEAKER_00Aber im Grunde auch schon so war. Also nicht die beim Taschenrechner war es ja ein bisschen ähnlich. Da hat man auch quasi so sein Denken ausgelagert, aber das ist halt jetzt schon noch eine andere Nummer.
SPEAKER_01Ja. Weil sie halt einfach überall reinragt. Also KI wird halt zum roten Faden, der, egal, ob das Technologie ist, ob das unser Wirtschaftsleben, unser Privatleben im psychologischen Bereich oder sowas. Und da, das ist dann, wenn es gerade so psychologische Themen angeht, therapeutische Themen angeht, die ja sehr nah so an uns herankommen, die wir dann. Ich hatte letztens ein Gespräch, da ging es auch darum, dass, ich versuche das jetzt hier zu anonymisieren, dass jemand so eine Beziehung tatsächlich zu Chat-GBT hergestellt hat, ja, und sich dann darauf freut, heute Abend wieder ein nettes Gespräch zu führen, weil Einsamkeit ein großes Thema ist.
SPEAKER_00Die ist 24.7 verfügbar, redet immer positiv. Und also ich kenne beispielsweise auch einige Menschen, die ganze WhatsApp-Chat-Verläufe quasi der KI übergeben und die analysieren lassen. Also auch das ist ein Trend. Und man fühlt sich unbeobachtet, sitzt ja auch niemand neben einem, aber natürlich wird das irgendwo gespeichert und ausgewertet, ja. Also muss man mal gucken, wohin das dann führt. Aber im Endeffekt sind wir gläsern durch all die Fragen, die wir hier preisgeben.
SPEAKER_01Gläserner mehr denn je, was uns ja wieder zum Thema Blockchain führt, dass wir Infrastruktur, Technologie brauchen, die uns nicht nur Sicherheit vorgaukelt, sondern tatsächlich auch Sicherheit durch Zertifizierung oder durch Nachweise erbringen kann. Also ich glaube schon, die nächsten zwei bis drei Jahre werden vom Thema Sicherheit, Cybersecurity und so weiter geprägt sein. Weil einfach auch die Verwendung von KI noch so viel einfacher wird, dass halt so ein Einbruch auf den Großrechner gar keine große Hürde mehr darstellt.
SPEAKER_00Also im Endeffekt, ja, das ist genau der Punkt. Also deswegen war sie ja so omnipräsent, ja, und hat alle anderen Technologien quasi verdrängt, weil sie so einfach im Zugang ist, ja, und man das auch sofort versteht und auch sofort einen Mehrwert hat und spürbare Automatisierung und Erleichterung. Und insofern prägt sie natürlich schon die semantische Architektur unserer Gesellschaft, wie wir arbeiten, wie wir denken, wie wir kommunizieren, wie wir entscheiden und wie wir auch erinnern. Und insofern braucht es dringend ab sofort schon eine gute Struktur. Das Problem beim Thema Blockchain ist, dass viele natürlich dann erstmal auch an Kryptowährungen denken und an Bitcoin, ja. Ich meine, Bitcoin war die erste Blockchain, die quasi erfunden wurde und ein Peer-to-Peer-Zahlungssystem. Die Blockchain hat sich ja wahnsinnig weiterentwickelt. Und es gibt tausende von Blockchains für verschiedenste Anwendungen. Und was die Blockchain vor allem ganz gut kann, ist Eigentumsnachweise. Vielleicht können wir kurz das Thema NFT-Nummer aufgreifen, weil ich glaube, dass das auch im Bereich KI für Urheberrecht sehr sein kann. Ich meine, so ein NFT, also ein Non-Fungible Token, ein nicht austauschbarer Token, ist ja quasi die Verknüpfung von einer digitalen Datei mit einem sogenannten Smart Contract. Und diese Kombination führt zu einem einzigartigen Asset. Und das ist wirklich revolutionär, ja, weil das passiert in einer Welt, wo quasi digitale Dateien beliebig kopierbar waren und somit auch wertlos. Und durch diese Kombination hat man quasi eine Signatur auf einem digitalen Asset, also wie die Signatur auf einen Picasso-Gemälde, das quasi die Authentizität absichert. Und das ist es ja auch, ja. Dadurch können quasi digitale Assets genauso behandelt werden wie physische Assets mit den gleichen Rechten, die existieren. Und das ist im Bereich natürlich künstlerischer Produktionen, aber auch im Bereich Immobilien. Also da sind wir beim Thema Tokenisierung. Man kann ja sowohl Kunstwerke als auch Immobilien, als auch Wein, ja, also vertokenisieren, das heißt in Anteile aufgliedern, sodass quasi bei einem Kunstwerk, das im Museum hängt, dann vielleicht das Eigentum bei vielen Bürgern liegt, die rein theoretisch auch mit diesen Assets handeln können, wenn eine Steigerung da ist. Und das sind Möglichkeiten, die ganz neue Geschäftsmodelle ermöglichen und Ökonomien, ja. Und im Bereich KI ist es natürlich spannend, wenn Künstler sofort, sagen wir mal, ihre künstlerischen Werke mit so einer digitalen Signatur versehen können und dann sozusagen auch das Urheberrecht geschützt ist, ja, weil das ist ja ein großes Thema nach wie vor oder noch nicht ganz geklärt, wem gehören diese Bildproduktionen? Also eine KI kann kein Urheberrecht haben, aber dann der Künstler und das ist gerade noch ein bisschen abhängig von der Intensität oder Ausformierung des Prompts oder auch der nachweisbaren Kollaboration mit der KI, aber wenn man wenn man das quasi anwenden würde und wir arbeiten auch daran, auch in Deutschland, dass wir das vielleicht bald integrieren und umsetzen können, dann ist das ein wahnsinniges Schlüsseltool oder die Blockchain an sich eine Schlüsseltechnologie auch für das, ja.
SPEAKER_01Glaube ich auf jeden Fall. Also wenn allein die Diskussion von Verlagen, wem gehört der Content, ja, oder mit welchen Daten wurde die KI trainiert. Im Zweifel nicht mit Daten, die die KI selber irgendwie erfunden hat, sondern mit Content, der da war. Und dann ist ganz schnell die Frage, zu wem führt das Ganze. Ich finde das eine spannende Frage. Wir sollten unbedingt noch mal eine Podcast-Folge nur zum Thema Blockchain und NFT machen. Das fände ich total wichtig, weil ich glaube, dass das in Zukunft eine nahe Zukunft ein großer Hebel sein kann. Lieber Anette, ich habe noch so eine kleine Quick QA Session mit dir vor. Ich habe ein paar Fragen vorbereitet. Und die dir jetzt stellen, du darfst in einem Wort oder einem Satz antworten. Und damit du noch ein bisschen Luft holen kannst, bevor es losgeht mit so einem Rap-System.
SPEAKER_00Da würden sich auch noch schnell antworten, gell? Quick, quick.
SPEAKER_01Hast du angeboten, dein Buch zu verlosen? Wir haben jetzt noch kein Game dafür erfunden. Aber ich würde einfach sagen, der kreativste Post vielleicht sogar unter der Podcast-Folge, die wir bei LinkedIn auf jeden Fall posten werden. Da könnten wir ja mal die in den Lostopf schmeißen und du ziehst dann einen.
SPEAKER_00Auf jeden Fall. Also ich liebe Bücher verlosen. Ich liebe Signaturen in Büchern. Können wir dann auch personalisieren. Das machen wir ja.
SPEAKER_01Cool. Also an alle, die jetzt hier zuhören oder das dann auch später sich noch anhören oder anschauen.
SPEAKER_00Gibt es denn nur auf Amazon. Jetzt erstmal ist im Eigenverlag entstanden. Ab 2.26 dann auch im Buchhandel.
SPEAKER_01Auch im Buchhandel. Genau, also eure kreativsten Posts sind gefragt und die Annette zieht ja an. Wir können ja zur nächsten Podcast-Folge dann den Gewinner oder die Gewinnerin.
SPEAKER_00Sehr gern.
SPEAKER_01Okay, dann kommen wir jetzt zu unserer QA Session. Anette, was ist deine Mission in einem Satz? So quasi als Pitch.
SPEAKER_00Lifelong Learning mit Angst nehmen. Rücken.
SPEAKER_01Was würde uns an dir überraschen? Gibt es eine Eigenart oder ein Splin, den du hast, den keiner kennt und den du jetzt in diesem Millionen Publikum?
SPEAKER_00Liebe Science-Fiction-Filme, ich brenne für Science Fiction.
SPEAKER_01Was ist dein Lieblingsfilm?
SPEAKER_002001 Space Odyssey von Stanley Krubek. Da haben wir alles schon drin. 1967, da gibt es auch schon die Superintelligenz.
SPEAKER_01Das ist ein cooler Film. Welches eine Wort beschreibt dich als Marke am besten?
SPEAKER_00Sollte man beim SARS-Branding so rausschießen können? Authentisch. Ich muss mich nicht verstellen.
SPEAKER_01Wie triffst du Entscheidungen?
SPEAKER_00Sehr spontan und sehr schnell.
SPEAKER_01Bist du so ein Bauchentscheidungsmensch?
SPEAKER_00Auch in der Kunst. Ich kann sofort Fälschungen entlarven.
SPEAKER_01Über die Kunst müssen wir auch nochmal eine Podcast-Folge machen im Speziellen. Welche Persönlichkeit würdest du gern mal treffen? Egal ob lebendig oder schon verstorben. Und was würdest du diese Person fragen?
SPEAKER_00Oh, da muss ich mich da auf eine beschränken. Also auf jeden Fall Steve Jobs, ja. Das ist schon ein sehr großes Vorbild. Also die Vision, die er hat. Er hat ja kein Produkt verkauft, sondern eine Vision. Aber das ist Pippi Langstrumpf, zweite Person.
SPEAKER_01Was würdest du Pippi Langstrumpf fragen?
SPEAKER_00Ah, diese Angstlosigkeit, ja, diese Entschlossenheit, einfach dieses Machen, dieses Selbstbewusstsein, finde ich super interessant oder auch hat Vorgeldcharakter.
SPEAKER_01Nächste Frage: Welche Ressourcen kannst du empfehlen zum Thema künstliche Intelligenz? Vielleicht würde ich das auch noch ein bisschen erweitern um das Thema Web 3, Metaverse, Blockchain. Gibt es ein Buch oder einen Podcast oder ein Newsletter?
SPEAKER_00Ressourcen, ja, also das ist ja, also die größten Ressourcen bekommt man ja oder Wissensbekundungen aus WhatsApp-Gruppen, muss ich auch dazu sagen, also die Communities. Web 3 natürlich mein Buch, ja, erschien im Gabal-Verlag. Es gibt aber auch von John Dixon das Buch Read, Write Own. Also, das sind ja die Kernpunkte, also im Bereich Web 3. Ressourcen im Bereich KI, natürlich die verschiedensten Tools, ja. Also ich bin benutzt nicht nur ChatGPT, sondern auch Perplexit, Stable Diffusion, Sora, Claude, ich bin ein sehr großer Fan von Claude, das ist für mich eine sehr anspruchsvolle KI, dass man sich da ausprobiert. Dann natürlich im Bereich Metaverse auch historische Bücher Snow Crash, beispielsweise von Stevenson, ja, also ein unfassbar gutes Buch und ja, gerne auch Filme, ja. Tron oder Blade Runner oder She hieß es, glaube ich. Also, oder? Es war doch wie zwei Jahre, wo man, wo er sich in einen KI-Avatar verliebt mit. Nee, wie hast du genau Titel ist? Entschuldigung, jetzt krieg ich es nicht mehr zusammen. Aber ja, also es war eigentlich alles schon da, ja. Insofern kann man sich ja austoben.
SPEAKER_01Ja, sehr cool. Wir packen alles mit die Shownotes, auch deine Bücher, dass da auch die Möglichkeit mit dir in Kontakt zu treten. Übrigens, weil ich es noch nicht erwähnt habe, die Aufzeichnung, unsere Videoaufzeichnung, wird dann exklusiv bei uns auf der Plattform des Bundesverbandes veröffentlicht. Ansonsten natürlich zu hören in allen möglichen Podcast-Plattformen.
SPEAKER_00Sehr gut.
SPEAKER_01Annette, vorletzte Frage. Welche drei Gäste sollen wir aus deinem Netzwerk hier in dem Podcast holen? Von denen wir noch was lernen können? Kannst du uns drei empfehlen?
SPEAKER_00Ja, also Birgit Ströbel unbedingt, Gründerin von Emoscout 24, die quasi sehr, sehr viel im Bereich KI macht, auch eine Person ist, die nicht stillsetzen kann und sich immer weiterentwickelt. Vielleicht Darius Göttert, der ist von der jungen Generation, ich glaube noch keine 22 Jahre alt, hier in München sehr aktiv. Das sind jetzt eigentlich so die zwei Personen, die ich hervorheben würde.
SPEAKER_01Okay, dann hast du noch einen Joker.
SPEAKER_00Ein Joker, vielleicht.
SPEAKER_01Bitte?
SPEAKER_00Ein Künstler, Julian van Dirken, ist auch eine sehr interessante Persönlichkeit, der viel im Bereich KI-Kunst gemacht hat, sich auch sehr kontroversen Diskussionen aussetzen musste in der Kunstwelt, weil eines seiner Werke mal in einem Museum hing in den Niederlanden und dann entfernt werden sollte und so weiter. Also der hat ziemlich viele Geschichten zu erzählen. Ja, man muss einiges durchmachen im Bereich Pionierarbeit. Kann ich auch ein Lied davon singen.
SPEAKER_01Ja, das ist nicht der einfachste Weg. Vielen, vielen Dank, lieber Nette, auch für deine Zeit heute, für die Insights. Ich glaube, wir werden noch ein paar Podcast-Folgen machen, wo wir den ein oder anderen Deep Dive machen zu den Themen, die wir heute nur oberflächlich tangieren konnten. Deswegen würde ich dir gerne das Schlusswort für diese Podcast-Folge belassen mit der Frage, wenn du eine Sache auf dieser Welt verändern könntest, mit oder ohne KI, was wäre das?
SPEAKER_00Ändern könnte. Ich glaube, die wichtigste Message ist, sich einfach mit den Themen auseinanderzusetzen. Also das größte Risiko derzeit an KI, an Web 3 und all diesen Themen ist, sich nicht damit auseinanderzusetzen. Das wäre mein Schlusswort dazu.
SPEAKER_01Das lassen wir genauso stehen. Vielen Dank, Annette, und bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_00Bis zum nächsten Mal. Ciao.