VENTURE AI PODCAST
VENTURE AI ist der Podcast über Künstliche Intelligenz, KI-Transformation und Innovation in Deutschland. Norman Müller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband für KI-Transformation e.V., spricht mit führenden Köpfen aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Startup-Szene über KI, Digitalisierung, Verantwortung und die Zukunft des deutschen Mittelstands.
Hier geht es nicht um Hype, sondern um Substanz. Um echte Erfahrungen aus Unternehmen, Forschung und Transformationsprojekten. Um die Frage, wie KI unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur verändert und welche Verantwortung Entscheider dabei tragen.
Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten mit Haltung: ihre Perspektiven, ihre Konflikte, ihre Entscheidungen und ihr Blick auf die Zukunft. Der Podcast macht Künstliche Intelligenz greifbar, nicht als abstrakten Trend, sondern als gelebte Praxis in Unternehmen, Institutionen und öffentlicher Verwaltung.
Wöchentlich erscheinen neue Essays, Gespräche, Analysen und Perspektiven zur KI-Transformation in Deutschland.
Shownotes, Hintergrundberichte, exklusive Videoaufzeichnungen, Live-Talks und die Podcast-Community findest du auf Substack:
https://ventureaibriefing.substack.com
Herausgeber des Podcasts: Norman Müller
In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für KI-Transformation e.V.
VENTURE AI PODCAST
Erst muss der Mittelstand sein Wissen retten (#1290)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Louis Wagner spricht mit Norman Müller darüber, warum viele Unternehmen zwar KI testen, aber noch weit davon entfernt sind, produktive KI in echte Arbeit zu übersetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, weshalb der deutsche Mittelstand nicht einfach weitere Chatbots braucht, sondern klare Prozesse, gesichertes Erfahrungswissen und Vertrauen in der Belegschaft. Die Folge zeigt, warum KI-Transformation vor allem ein Menschenthema bleibt und warum gerade Hidden Champions jetzt ihre Wissensbasis retten müssen. Es geht um KI-Mitarbeiter, Legacy-Systeme, Generationswechsel, Souveränität und die harte Frage, wohin frei werdende Kapazität wirklich fließen soll.
- 00:00 Einstieg: Vom KI-Piloten zur produktiven KI-Belegschaft
- 01:41 Louis Wagner, VALIUE und der Weg in die KI
- 06:37 Digitaler Klon: Wer braucht den Menschen dann noch?
- 07:18 KI-Agenten sind keine Kollegen
- 10:06 Warum KI immer gruseliger und mächtiger wirkt
- 16:06 Wo der Mittelstand bei KI wirklich steht
- 20:33 Was Entscheider über KI noch falsch verstehen
- 22:18 Warum Hidden Champions jetzt handeln müssen
- 27:38 Wissenstransfer, Rente und digitale Unternehmenssouveränität
- 34:23 Analoge Prozessdaten und Garantien für Wissensträger
- 45:20 Vom E-Mail-Pingpong zum KI-Mitarbeiter im Vertrieb
- 53:41 Was Unternehmen vor produktiver KI klären müssen
- 59:12 Schlussgedanke: Kommunikation als wichtigste Fähigkeit
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So, es ist wieder Zeit für eine neue Folge hier im VentureAI Podcast. Viele Unternehmen haben inzwischen ihren ersten KI-Piloten gestartet, doch der Sprung vom beeindruckenden Test zur verlässlichen Arbeit im Alltag gelingt nur wenigen. Mein heutiger Gast sagt, dass Unternehmen keine weiteren Chatbots brauchen, sondern eine produktive KI-Belegschaft, die in echten Prozessen und Systemen arbeitet. Das klingt nach einem gewaltigen Versprechen, erste KI-Mitarbeiter in nur 90 Tagen, aber wann ist ein Agent wirklich ein Mitarbeiter? Was darf er entscheiden? Und wer trägt die Verantwortung, wenn er falsch handelt? Darüber spreche ich heute mit dem Gründer von Value, der nach eigenen Aussagen bereits zahlreiche Langdog-Implementierungen in Unternehmen aufgebaut hat und darüber freue ich mich sehr, Mitglied bei uns im Bundesverband für KI-Transformation, ist herzlich willkommen Luis Wagner. Hallo Luis.
SPEAKER_01Hallo, ich grüße dich. Freut mich, dabei sein zu dürfen heute. Endlich. Ja, also ich freue mich heute mit dir zu sprechen. Schau mal, was heute alles kommt und bin offen für ein super Gespräch.
SPEAKER_04Super Gespräch, ja, darüber freue ich mich auch. Vor allen Dingen, weil wir schon einen Anlauf oder zwei hatten. Wir haben beide viel zu tun. Kein Wunder bei dem, was da draußen gerade los ist, das darf man ja wirklich auch mal sagen. Viele Unternehmen kümmern sich jetzt auch, das ist auch eine erfreuliche Nachricht. Was wir so für Zustände in den Unternehmen vorfinden, werden wir nachher noch weiter diskutieren. Ich würde dich bitten, vielleicht kannst du noch ein bisschen was so über dich erzählen. Wie bist du zu dem Thema KI überhaupt gekommen? Ein bisschen was über deine Company.
SPEAKER_01Ja, sicher. Ja, also wie schon kurz angeräutet, ich bin Luis Wagner, ich bin einer Mitgründer von Value. Also wir sind so gesehen drei Jungs, die das gestartet haben insgesamt. Wir haben, also was wir selber machen, wir sind, wir sehen uns definitiv als KI-Transformationspartner für Mittelstand, wobei das natürlich so ein bisschen so ein Wort ist, das ein bisschen so ein Heavy ist, würde ich sagen. Wie wir uns selber positionieren, um nicht immer KI zu nennen und das Ganze immer so aufzubrausen, ich würde immer, wir selber positionieren und sagen immer, dass wir mehr Kapazitäten in Unternehmen schaffen, ohne dafür neue Mitarbeiter einstellen zu müssen oder, ja ich sag mal, die aktuellen zu überlasten. Heißt also, wir stellen ja grundsätzlich, wie man das immer wieder hört, die Frage, wie ein Unternehmen funktionieren würde, wenn die Menschen, die einfach Arbeit oder zeitliche Ressourcen in Dinge stecken, die wirklich dem Unternehmen was bringen und eben die Arbeit, die keinen Umsatz bringen, die kein Geld bringen, eben von der KI eben übernehmen lassen. Und da haben wir ganz, ganz viele verschiedene spannende Dinge bereits umgesetzt. Und ja, mal ganz kurz zu mir, da kommen wahrscheinlich eh weitere Fragen. Ja, wie ich selber zu KI gekommen bin, ich hatte 2022. November, da habe ich das erste Mal mit ChatGPT geschrieben. Da habe ich, ich war damals auf Twitter, ich glaube, da hieß es noch Twitter, jetzt ist es ja X. Da habe ich damals von Sam Altman diesen berühmten Satz gehört, ChatGPT ist jetzt live, chatte da mal damit und das habe ich dann mal gleich getestet. Und da war ich damals in der IT in einem Unternehmen angestellt, bei meinem alten Arbeitgeber, einem Familienunternehmen. Und da habe ich damals im Gespräch drin gesessen, in einer seinem Brainstorming-Runde. Und ich hatte meinen Chat-GPT in der ganzen Zeit mit dabei und dann haben wir darüber gesprochen, wie wir unsere Mitarbeiter eben besser ausbilden können, bewerten können, wie wir die Mitarbeiter eben, wie wir unser Unternehmen einfach entwickeln. Und ich bin dann da gesessen, hab dann mit Chat-GPT, habe so getan, als ob ich mir irgendwas in irgendwelche Notizen mache und habe dann nur mit Chat-GPT gebrainstormt, während mein alter Geschäftsführer und die ganzen Leute, die mitten am Tisch gesessen sind, gar keine Ahnung hatten von Chat-GPT, weil es war wirklich kurz nachdem Chat-GPT rausgekommen ist. Und ich hatte dann, ich weiß nicht, also so viele Ideen, die ich mit Chat-GPT gebrainstormt habe, dass die dann baff gewesen sind, weil da bin ich erst kürzlich ins Unternehmen gekommen und da habe ich gedacht, ich habe so richtig viel Input dabei, war das eigentlich die KI für mich. Und da habe ich damals schon gemerkt, okay, das ist jetzt schon heftig, also was man, wie schnell man sich da Ideen sammeln kann. Und dann habe ich dann kurz danach auf Fiverr, auf so einer Freelancing-Plattform, habe ich dann angefangen, so Biografien zu schreiben, für Leute, die da sich eine Biografie schreiben lassen haben. Das habe ich da aber alles mit ChatGPT gemacht, bevor alle Wind davon bekommen haben. Und so bin ich erstmal in diese Berührungspunkte damit gekommen, mit KI Geld zu verdienen. War da noch nicht viel, weil dann irgendwann haben die Leute von Chat-GPT Wind bekommen. Aber es hat mich dann so fasziniert, dass ich dann angefangen habe, 2023 habe ich dann meinen ersten Anlauf gehabt mit einem Unternehmen. Aber da war KI noch nicht sehr, ich würde sagen, kommerziell oder noch nicht so richtig nutzbar im Unternehmen. Es war Chat-GPT da, aber die Fragezeichen waren noch größer. Und dann die Frage ist, wie kann man das in einem Unternehmen überhaupt, ich sag mal, applizieren oder einsetzen. Und dann habe ich den Testlauf dann ganz schnell wieder beendet, weil ich einfach nicht wusste, wie ich das angehen soll. Jetzt bereue ich es tatsächlich, weil ich eigentlich ganz, ganz am Anfang mit dem Boot war. Aber nichtsdestotrotz habe ich dann in einem Enterprise-Kontext, ich habe ja für eine Automotive-Industrie, habe in Automotive dann für BMW, von USA bis in Dingolfing, überall, wo ich eben unterwegs war, haben wir verschiedene Softwareprojekte umgesetzt mit meiner alten IT-Abteilung und haben dann schon seit 2024 dann schon Heavy die API von OpenAI genutzt für verschiedene Use Cases. Und so habe ich mal, sag ich mal, ganz viel Praxiserfahrung eben in Mittelstandsbereichen eben sammeln können. Also alles von ISO-Zertifizierung von 9001, 14.001, ISO 27.001, T-Suck, sogar in Automotive. Und so habe ich mir ganz viel Erfahrung sammeln können, wie KI überhaupt in einem Enterprise-Kontext eben funktionieren kann. Und dann habe ich das ganze Wissen natürlich gesammelt. Und nochmal kurz zusammengefasst, wie bin ich dann eigentlich zum Thema KI gekommen oder warum habe ich mich selbstständig gemacht? Ich habe mich dann schon, habe mich schon mit den Gedanken gespielt, mich wieder selbstständig zu machen. Und wir hatten dann uns damals T-Sax zertifizieren lassen. Also T-Sax ist ähnlich so wie ISO 27001, nur halt ein bisschen so für die Automotive eben spezialisiert. Und dann habe ich gesagt, ich gehe jetzt und habe meinen eigenen Klon gebaut. Also ich habe mal alles, was ich bei BMW umgesetzt habe, alles, was ich bei ganz vielen anderen Unternehmen umgesetzt habe als IT-Projektleiter, habe ich dann geklont, damit meine Mitarbeiter, die in der Abteilung geblieben sind, mit meinem alten Klon kommunizieren können. Und da war ein Unternehmensberater bei uns und hat gesagt, hey Luis, das musst du bei mir bitte auch machen. Ich brauche so einen digitalen Klon. Und dann hat, das hat sich halt direkt so ein Projekt ergeben, der hat mich dann direkt weiterempfohlen, hat dann schon, das hat, haben sich schon die ersten Projekte eben gesammelt und dann war der Mut, sag ich mal, da jetzt offiziell dann Cut zu machen und so bin ich dann in die KI oder in die Selbstständigkeit mit KI gekommen. Das war dann ab im Mai letzten Jahr, 25.
SPEAKER_04Aber jetzt sprichst du ja genau was an, das ist ja ein Use Case. Wenn du geklont bist, wer braucht dich dann eigentlich noch?
SPEAKER_01Ja, das ist, das ist ja das Thema, weil es ist ja eine Sache, KI, sag ich mal, zu nutzen. Aber das Problem ist, dass KI nicht leider ist eigentlich sogar gut, ist einfach immer noch ein viel zu krasses Menschenthema. Also es, ich habe jetzt, ich habe es immer heavy versucht einzusetzen, aber wenn der Mensch nicht mitspielt, dann bringt jetzt Stand heute, ich weiß nicht, was passiert wird in Zukunft, ich sage nie wieder Nein zu solchen Sachen. Aber ich würde sagen, jetzt aktuell ist KI noch KI noch ein ziemlich starkes Menschenthema, um das wirklich produktiv in einem Unternehmen einsetzen zu können.
SPEAKER_04Und das ist genau der Punkt, den ich auch habe. Und letztens auch in einem Essay: KI-Agenten sind keine Kollegen. Also dass man, dass man mal sich klar macht, dass wir das, was wir eigentlich ständig falsch machen, uns nämlich mit einer Maschine zu vergleichen, ja, wann ersetzt die mich? Also auch diese Angst wird ja immer wieder befeuert, dass wir den Gedanken einfach mal loslassen und sagen, das ist so für sich eine Spezies. Das ist was völlig Neues, was völlig anderes als wir mit den Qualitäten, die eine Maschine mitbringt, aber auch mit den Defiziten, weil es halt kein Mensch ist. Und das mal neben den Menschen zu stellen und nicht assoziativ zu sagen, das ersetzt mich vollständig als Menschen. Ich glaube, der Gedanke muss unbedingt aus den Köpfen raus, weil dann haben wir auch viele Blockaden und Ängste einfach auch nicht mehr, sondern überlegen einfach nur, ich nehme immer so den Superhelden Iron Man, weißt du? Da bleibt der Tony Stark bleibt ein Mensch in einem Anzug. Hat super Fähigkeiten durch den Anzug, kann den Anzug ablegen und es ist nach wie vor ein Mensch. Aber du brauchst irgendwie beides. Der Anzug alleine ist einem auch nur so smart, wenn er ihn steuert oder er die Befehle gibt, er ihn kontrolliert.
SPEAKER_01Ja, wobei ich da ein bisschen mittlerweile dann doch schon, ich sag mal, nicht ängstlicher werde, aber wo ich schon sage, das wird immer gruseliger, das Ganze, weil es wird immer heftiger. Ich selber, was ich schon oft erwähne, dass in den Prozessen, dass wenn ich KI in einem Prozess implementiere, ich unterscheide, da können wir auch später nochmal drüber reden, zwischen einem KI-Assistenten und einem KI-Mitarbeiter. Da streiten sich immer viele drüber, weil die sagen, ja, KI-Agent ist das gleiche wie ein KI-Mitarbeiter oder ein KI-Assistent. Aber selber, wenn ich zum Beispiel Leuten versuche, das zu erklären, dann sehe ich schon die KI in einem Prozess als eine eigene Einheit, also als eine selbstständige und eine vollwertige Einheit in einem Unternehmen, auch wenn der Mensch noch drüber steht, das definitiv. Aber ich versuche, wenn wir KI irgendwo implementieren, dass die KI eine selbstständige Einheit wird und auch als Einheit so wahrgenommen wird, dass man klar weiß, okay, diese KI ist für den Prozess verantwortlich, auch wenn ich als Mensch eben noch drüber schaue und gucke, was die KI eben macht. Aber das auch nur bis zu einem gewissen Punkt, weil wenn die KI das hunderttausendmal gut macht, dann muss ich auch als Mensch eventuell mal nicht mehr drüber gucken und lass die KI dann auch im Hintergrund laufen. Deswegen, ich bin komplett bei dir. Aber ich bin gespannt, in welche Richtung sich das auch noch entwickelt in Zukunft. Ich würde gerne sagen, dass das bleibt für immer so und das hoffe ich auch, dass es für immer so bleibt. Aber wenn ich mir gucke, was etwas wie Fable 5 kann zum Beispiel, dann wird es schon echt heftig, wie das Ganze dann funktioniert. Also das ist dann schon ziemlich gruselig, würde ich behaupten.
SPEAKER_04Aber lass uns mal auf das Gruselige nochmal ein bisschen näher eingehen. Also, was siehst du heute schon und vielleicht auch so als Ahnung in der Zukunft, wohin die Reise gehen könnte. Also lass uns das mal vielleicht kurz einordnen. Also wir steigern uns im minimalsten Fall, also wenn ich das so rudimentär anwende, steigern wir unsere eigene Effizienz. Wir lassen unsere E-Mails vorschreiben, sind noch diejenigen, die dann auf Senden drücken. Der Power User, der programmiert sich eine eigene App. Und da liegt noch eine ganze Menge dazwischen. Man kann noch exorbitant mehr machen damit. Aber was siehst du heute schon, Fable Five, hast du gerade gesagt, heute schon und was lässt sich davon vielleicht schon auch für die Zukunft ableiten?
SPEAKER_01Ja, also wir leben ja in einer sehr, sehr schnelllebigen Welt. Das heißt, in zwei Monaten dreht sich die Welt noch schneller, als sie sich heute dreht. Und wir fangen an, mittlerweile, oder das merke ich ziemlich stark, den Wert nicht mehr hinter einer oder hinter der Kreativität des Menschen, sag ich mal, wert zu schätzen. Ich habe da ein ganz spezifisches Beispiel, vielleicht ein ganz lustiger Fact noch über mich. Ich bin ja Musiker, ich habe ja eigentlich ursprünglich Audioingineering studiert an der Fernschule und ich habe angefangen, ich habe Musik, ich spiele mehrere Instrumente ziemlich gut, ich spiele Schlagzeug, Klavier, Gitarre, ich bin, meine Eltern haben das in mich reingeprügelt, da KI, also reingeprügelt im Sinne von mach das, lern das richtig, das wird dir eines Tages von Nutzen sein, ist es auch. Also ich bin ein riesiger Musikfan. Aber wenn ich jetzt sehe, was man mit KI an Musik machen kann, wo eigentlich die Emotion, die Kreativität des Menschen gefragt ist, und da man über so Apps wie Suno AI einfach KI-Musik wie am Fließband generiert, die unfassbar gut klingt. Also wo ich sage, das kann doch nicht sein, dass diese Emotion von dieser KI-Stimme, so, da kriegt man Gänsehaut. Und da, wenn ich jetzt schon anfange, Gänsehaut zu bekommen, obwohl da eine KI die Texte schreibt, wir haben unseren Eltern, die haben jetzt 30-jährige Hochzeitsjubiläum gehabt und da haben wir ein Lied generiert, wo wir die ganze Story von meinen Eltern von klein auf bis hin, wo die uns großgezogen haben, innerhalb von, ich glaube, fünf Minuten 20 verschiedene Songs generieren lassen haben, wo wir uns nur noch aussuchen mussten. Nehmen wir hier die Jazzversion, nehmen wir die Blues-Version, nehmen wir hier die Hip-Hop-Version, keine Ahnung was, und das ist dann schon heftig. Das ist mal im rein kreativen Bereich. Es ist schon krass. In anderen Bereichen ist es dann auch so, dass ich, dass ich, gerade zum Beispiel, wenn ich mit Dingen wie Fable 5 zum Beispiel arbeite, ist natürlich schon ziemlich verschwenderisch, aber dass ich Tasks laufen lassen kann, die, das ist doch ein massiver Unterschied nochmal zwischen einem Opus-Modell zum Beispiel und Fable 5. Also ich finde, das hat man richtig krass gespürt, nochmal der Sprung, der zu Fable 5 gegangen ist, zum Beispiel, weil ich ja viel einen Clawed Code selber mache. Ich will nicht, ich weiß nicht, ob ich zu technisch werden soll, weil ich könnte jetzt anfangen, hier auszupacken, weil ich das so genial finde, das Ganze. Aber so ungefähr, dass du das mal nachvollziehen kannst, was ich gruselig finde, dass der Mensch nicht mehr reale, also nicht mehr wertgeschätzt wird oder dass die Kreation des Menschen nicht mehr wertgeschätzt wird, weil die KI aktuell Content, die KI liefert gerade wie am Fließband und man einfach nicht mehr da alles so wertvoll ist irgendwie. Ich habe das Gefühl, alles, was der Markt gerade hergibt, ist richtig viel wert, aber auch irgendwie überhaupt kein Wert. Also das ist eine ganz, ganz komische Situation, die ich jetzt gerade sehe, weil einerseits finde ich es gut, dass ich sehr, sehr viel Content-Input bekomme, andererseits sage ich, ich muss mich mehr davon fernhalten, weil ich irgendwie meinen Kopf mich überfülle mit Informationen. Und ich glaube, du kennst es ganz gut. Ich habe das Gefühl, ich komme nicht mehr hinterher hinter dem Ganzen. Also ich bin, ich fühle mich, als ob alles gerade an mir vorbeizieht und ich nicht hinterherkomme, wirklich auf dem neuesten Stand bei KI zu bleiben. Und das ist eigentlich totaler Blödsinn, weil ich wahrscheinlich auch, wie du mittlerweile auch ganz, ganz, vielleicht nicht ganz vorne mit, ich hoffe es schon, ich denke es schon, ich weiß es aber nicht. Es ist ganz, ganz schwierig, wegen dem ganzen Informationsüberfluss, den wir aktuell haben.
SPEAKER_04Also ich glaube, was mal festzustellen ist, diese, oder wir leben, glaube ich, in einer Zeit, in der wir alle Lernende sind. Ja, und sagen wir mal, die Tools, die uns seit Ende 2022 angeboten werden, ja, das sind unsere Lerntools. Und erstaunlicherweise die großen KI-Gurus von Meta und Co. und wie sie alle heißen, die irren sich ja auch regelmäßig. Das heißt, die werden ja auch immer wieder übertroffen, was dann die Modelle auf einmal wirklich alles können. Also im Grunde genau die Reaktion, die wir jetzt hier auch bei dir erleben und die ich super gut nachvollziehen kann. Die Frage ist, brauche ich diese Power für mich persönlich, wahrscheinlich eher nicht, für mein Daily Business, aber für uns, die wir so ein bisschen damit ja auch in so eine Glaskugel gucken und mal eins und eins zusammenzählen und mal uns überlegen, wo geht denn die Reise eigentlich hin? Also ist der Influencer, den wir hier auf der Bühne gestern noch mit einem Ticket gekauft haben, ist das Album wirklich von ihm oder ihr, ja. Wobei in der Vergangenheit die Songwriter auch andere Personen waren und gar nicht die, die gesungen haben, teilweise die Bühnenauftritte auch Playback waren. Also weißt du auch nicht, war es echt oder nicht. Aber ich verstehe, was du meinst. Da ragt auf einmal eine Technologie, die uns assistiert hat in der Vergangenheit, die rückt jetzt an eine völlig neue Position, in der kreative Arbeiten übernommen werden, die so gut sind. Also Beethovens Sinfonien weiterzuentwickeln, beispielsweise. Eine neue Version davon zu entwickeln und so weiter. Und du hörst es einfach auch gar nicht mehr raus, wer das erstellt hat. Und das ist dieses Verwischen der Grenzen.
SPEAKER_01Ja, absolut, absolut.
SPEAKER_04Die Frage ist: Jetzt hast du mit vielen Unternehmen zu tun, mittelständischen Unternehmen zu tun. Mich würde mal interessieren, wo sind die eigentlich? Also, die werden wahrscheinlich nicht mit Fable Five experimentieren oder die wenigsten davon, aber wo sind die Unternehmen jetzt gerade in seiner Sicht?
SPEAKER_01Ja, das ist eine gute Frage. Es unterscheidet sich nämlich ziemlich stark. Mich wundert es jetzt Stand heute nicht mehr. Also, das habe ich nicht ganz verstanden. Klar, Digitalisierung war immer in unseren Köpfen in den letzten Jahren. Aber jetzt, jetzt, seitdem KI da ist, jetzt kann ich wirklich nachvollziehen, warum es so entscheidend sein wird in naher Zukunft, warum Digitalisierung so wichtig war und warum es gut war, wer jetzt da früher gesagt hat, ich digitaliere jetzt. Weil was wir sehr, sehr häufig merken, wir sind ja sehr, sehr viel vertrieblich. Also wir machen sehr, sehr viel Vertrieb, also sehr heavy Vertrieb, würde ich sagen, damit wir natürlich auch unser Geschäft voranbringen. Wie du sagst, Fable Five ist jetzt kein relevantes Werkzeug, sage ich mal, in mittelständischen Unternehmen. Noch nicht. Aber wir selber, wir haben einen ganz, ganz, ganz klaren Prozess, wie wir anfangen mit KI in Unternehmen. Da können wir auch später nochmal drauf eingehen. Aber zu deiner Frage, das Thema ist, wenn wir in einem Unternehmen drin sind, sagen wir mal, wir haben jetzt den Auftrag oder wir sind jetzt in der Zusammenarbeit, es wurde unterschrieben und jetzt wollen wir starten, da haben wir ganz am Anfang ganz, ganz viele Probleme gehabt und mussten sogar oft mit Kunden die Zusammenarbeit eben abbrechen, weil wir noch so eine Vorarbeit leisten mussten. Bedeutet also, viele Kunden, die erstens oft wussten die gar nicht, was die in Unternehmen oder was für Systeme die nutzen, wie die Architektur intern aussieht, vor allem auf die Geschäftsführer, die wollen was mit KI machen, die wollen, die wissen, die haben, das hören die überall in der Zeitung, im Fernseher, KI, KI, KI. Aber die haben noch eine sehr, sehr, sehr, sehr schlechte Voraussetzung oder Ausgangsposition, um KI im Unternehmen zu implementieren. Und das Problem ist dabei, dass wir dann anfangen, natürlich wollen wir unser Geschäft voranbringen. Das Problem ist aber, dass wir dann irgendwie dazu neigen, Insellösungen zu bauen, die keinen realen Mehrwert im Unternehmen schaffen. Und dann scheitert das Projekt, warum ich dann irgendwie solche Sachen gar nicht mehr machen möchte. Das heißt, wir haben eine sehr, sehr hohe Disqualifizierungsquote bei unseren Kunden, weil wir sagen, entweder wir müssen hier vorher viel Vorarbeit leisten, wir haben da schon Partner, mit denen wir digitale Transformation vorantreiben, aber das Investissoft so enorm in den Unternehmen das digital zu transformieren, auf ein neues ERP umzustellen. Und ich glaube, du kennst das ganz gut. Es ist schon heftig, weil wenn wir mit den Unternehmen sprechen, es passiert nicht selten, dass die sagen, ja, ich nutze ein ERP-System seit 30 Jahren als Beispiel. Und es gehört dem Nachbarssystem aus, das hier mir gegenüber sitzt. Die haben das damals für uns entwickelt und programmiert und das nutzen die. Ohne Schnittstelle, die Schnittstelle ist extrem komplex aufzubauen und dann liegt es auf dem Server drauf und dann haben wir so viel Vorarbeit zu leisten, was die reine Architektur angeht, dass KI überhaupt wirksam werden kann. Und dann sehen wir die Unternehmen, die haben schon ein bisschen was gemacht, die haben schon Digitalisierung vorangetrieben, haben aber noch ein paar Stellschrauben, die eben eben umgesetzt werden müssen. Da arbeiten wir schon mit den Leuten zusammen. Und dann gibt es die Unternehmen, die schon voll durch digitalisiert sind, aber die haben dann auch nicht mehr so den Bedarf, weil die schon da Inge Fuß fassen konnten oder schneller Fuß fassen konnten, weil oft, und du weißt es, wenn ich jetzt, du hast ja vor Langdock angesprochen, wenn ich in Microsoft Cloud bin, kann ich meinen Outlook per Klick einfach anbinden. Das heißt, ich gehe in Outlook rein, klicke da meinen Outlook an und dann habe ich schon meine Verbindung zu meinem Outlook hergestellt und kann schon mal mit meinen ganzen E-Mails kommunizieren. Und viele Unternehmen, die auf dem Exchange-Server sind, die haben gar nicht die Möglichkeit, einfach jetzt mal schnell den Outlook anzubinden und mit den eigenen Daten kommunizieren zu können. Mal abgesehen davon, dass viel auf dem File-Server liegt, viele Excel-Tabellen dann irgendwie Passwortgeschützt sind und da alle gerade auf eine Excel-Tabelle Zugriff haben, mit 20.000 Zeilen, also es ist heftig. Es ist wirklich, wirklich heftig, wie viele gerade arbeiten und wir reden hier nicht von irgendwelchen Unternehmen. Wir reden von den begehrten Hidden Champions aus Deutschland. Also die Unternehmen, die der ganzen Welt liefern eigentlich, aber halt mit einem System, das immer noch funktioniert, aber nicht weit genug ist, dass die da die Prozesse intern automatisieren oder mit KI eben befähigen, sag ich mal. Das ist so, das ist so die Wand, an der wir eigentlich tagtäglich stoßen.
SPEAKER_04Aber das sehe ich ganz genauso, das erlebe ich auch genauso, aber was ist, was verstehen die meisten Entscheider noch immer grundlegend falsch? Also die Erwartungshaltung ist ja eine ganz andere, wenn ich sage, ich hole mir jetzt mal jemanden, der mir KI einbaut. Ja, aber was ist das grundlegend falsche Verständnis, was du vorfindest?
SPEAKER_01Ja, das Falschverständnis, also wir stoßen an ein Thema ganz, ganz oft. Viele, wenn man eh schon bei dem Wort war, Hidden Champions, die haben natürlich, wenn die irgendwelche Spezialisten sind für Galvanik oder für irgendwelche Gummirohre, die nicht quietschen oder sonstiges, die haben natürlich ihr Wissen, alles, was die, was dieses German Engineering, was die über die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, das liegt bei denen oft auf einem Server, das liegt bei oft denen eingeschlossen, die ganze Expertise und Erfahrung. Und wir selber, wir tun uns das, muss ich dir ehrlich sagen, wir tun uns das nicht unbedingt an, eine alte Infrastruktur komplex an eine KI in die Cloud einzubinden, die in der Cloud läuft, weil die auch oft nicht offen sind dafür, das zu machen. Das heißt, es gibt auch einen sehr, sehr hohen Widerstand, was das Thema Datenschutz auch angeht, was auch total zu Recht ist und auch total berechtigt ist, weil die haben einfach Angst, die Daten herauszugeben oder in der Cloud zu haben, haben auch nicht das Verständnis, dass eben Tools auf dem Markt gibt, mal geschweige. Von Langdog, das ist ein bisschen so ein Thema jetzt geworden mit der Datensouveränität, aber das ist so, sag ich mal, die größte Hürde, die die Leute nicht verstehen und die Offenheit einfach gerade nicht da ist. Also das ist für mich ein ganz, ganz schwieriges Thema und das ist nicht, das ist nicht einfach nur rausprügeln aus den Leuten, also dass die Leute das da, das passt schon, sondern die müssen wirklich richtig Vertrauen aufbauen zu der neuen Technologie.
SPEAKER_04Aber jetzt lass uns mal so ein Hidden Champion nehmen, so einen Weltmarktführer in so einer wirklich spitzen Nische. So, mir gehört jetzt der Laden, ich denke mir, never change a winning horse. Also, wenn man mich kopiert, muss man ja erstmal die Jahrzehnte meines Traditionsunternehmens aufarbeiten. Warum soll ich mich mit KI beschäftigen? Warum muss ich das jetzt machen? Also die Digitalisierung ist ja auch an mir vorbeigegangen. Mein ERP-System ist 30 Jahre alt, kurz nach. Du hast gar kein ERP-System, Excel. Es ist heftig. Das ist eine sehr gute Frage.
SPEAKER_01Das Thema ist, also das größte Thema, und das kann man sich auch mal anschauen, was die Leute haben und gerade diese Geschäftsführer ist, die gehen bald in Rente und niemand kann das wissen oder was die halt gemacht haben in den letzten Jahrzehnten aufgreifen. Der Sohn, der jetzt gerade 25 ist, der hat, der ist nicht, es sind ja oft, sind oft Familienbetriebe, ich habe es erst vor kurzem gehabt, Galvanik-Betrieb, ein Galvanik-Betrieb, ein super Typ. Also mit dem habe ich mich super angefreundet, direkt geschäftlich, aber der hat das Familienunternehmen von seinem Vater übernommen und der hat mir wirklich wortwörtlich gesagt, der ist in der Fabrik, in der Anlage, dort überall, was da produziert worden ist, der ist dort aufgewachsen, der ist als Kind dort groß geworden. Das heißt, sein Vater hat ihm das Wissen übergeben und das ist kein seltenes Thema, dass die Familienbetriebe schon seit gefühltem Jahrhundert dort dort die Unternehmen existieren. Und dann ist es so, der hat es dann auch mit aufgebaut. Das Ganze hat es skaliert wahrscheinlich auch. Und dann irgendwann in den letzten 25 Jahren ist es dann dort stehen geblieben, wo es halt eben jetzt ist. Und wie du sagst, es funktioniert, das Unternehmen läuft. Das Problem ist, das ganze Unternehmen ist oft abhängig von der eins von dem einzigen Geschäftsführer, der alles weiß. Ein Beispiel dazu ist, der Geschäftsführer, mit dem wir jetzt gerade zu tun haben, der hat, nur er kann Angebote schreiben. Warum? Weil er die ganze Chemie, wie er das Ganze in dem Unternehmen eben, wie der Prozess durchlaufen soll, die Maschinen kennt er. Er kennt die ganzen Formeln und alles, was er eben benötigt, um da das Produkt eben rauszubringen, nur er hat das in seinem Kopf. Das Problem ist also, dass mir seine Frau gesagt hat, dass er aktuell maximal eine Woche Urlaub macht, weil wenn er länger als eine Woche Urlaub macht, also er macht es natürlich verteilt, dann steht das Unternehmen. Das heißt, das Problem ist jetzt also, dass niemand das Ganze, was er jetzt in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, kann das nicht übernehmen und sein Sohn kann das auch nicht übernehmen. Heißt das, sein Sohn würde das gerne übernehmen. Das Problem ist, so viel Wissen steckt im Kopf von dem Geschäftsführer, von dem Inhaber, dass es jetzt ein Riesendefizit und ein Riesenproblem werden wird für ihn, dass das Wissen einfach nicht oder dass diese ganze Erfahrung, wir reden ja hier von Jahrzehnten, was der nur selber gemacht hat, dann das Unternehmen gewachsen auf der gleichen Architektur und jetzt steht das und jetzt muss er sich überlegen, was tue ich jetzt? Wie schaffe ich es, dass mein Sohn, erstens mein Sohn oder der nachfolgenden Geschäftsführer, das Ganze weiterführen kann und ich auch mal in Pension gehen kann. Also das ist, sage ich mal, deine Frage. Also so würde ich das auf jeden Fall beantworten.
SPEAKER_04Super Perspektive auch, weil auch das bedeutet ja Souveränität. Also wir sagen ja immer, wir müssen in der Lage sein, jederzeit vom Tisch aufstehen zu können und zu sagen, da mache ich nicht mit, da gehe ich woanders hin. Und das betrifft ja die Auswahl der Large Language Models, der technischen Infrastruktur, der Serverinfrastruktur und so weiter und so fort, ja. Aber in unserem Beispiel, was du gerade genannt hast, kann ich eben nicht aufstehen, weil wenn ich aufstehe als Geschäftsführer in Urlaub fahre, drei Wochen, dann ist das Risiko zu groß, dass das Unternehmen nicht mehr fortbestehen kann. Und es gibt ja nun auch Kinder, die das nicht gerne weiter übernehmen wollen, da nicht neue Nachfolger gefunden werden müssen, die sie da aufwendig einarbeiten. Und teilweise gibt es ja auch sogar Handwerksbetriebe oder auch Industrien, die so manuelle Arbeit machen. Ich habe das mal in einer Möbelfabrik gesehen. Da sind Schablonen aufgehängt, ja, also die sind da physisch da, da passiert nichts digital. Ja, und die Näherinnen, wo du siehst, diesen gleichen Rente, ja, wo kommt denn der Nachwuchs her? Wie soll denn das funktionieren? Die nehmen das Wissen mit. Also, das sehe ich auch als ein riesengroßes Thema. Das heißt oder würde ja bedeuten, dass bevor wir überhaupt dieses KI-Game spielen können im Unternehmen, ist genau diese Vorarbeit, von der du gesprochen hast, zu erledigen. Das heißt, wo steckt das Know-how, das Wissen, die Unternehmensgeheimnisse? Da gehen wir natürlich an sehr sensible Daten ran. Deswegen natürlich auch das Thema Datenschutz und Co. Was empfiehlst du solchen mittelständischen Unternehmen, die vielleicht jetzt, die einfach sagen, weißt du, mein Umsatz ist doch stabil. Also ich würde es ja jetzt nicht so. Und wir beide sagen ja doch, weil das dauert ja auch ein Prozess, das hat ja auch einen Zeitraum, den ich da absolvieren muss, bis das dann mal in eine neue Infrastruktur überführt ist oder eine neue Architektur, wie du sagst. Aber wie würdest du den Unternehmen empfehlen, Step by Step, wie gehe ich vor, wie kann ich diesen Wissenstransfer in so eine digitale Welt überführen?
SPEAKER_01Ja, also erstmal, also auf was ich auf jeden Fall sagen muss, das ist jetzt, ich würde sagen, dass es definitiv den Leuten bewusst ist. Das heißt, es ist nicht so, also ich habe es tatsächlich noch nicht irgendwie mitgekriegt, dass jemand sagt, ja, da haben wir noch Zeit in die Richtung, sondern das ist ein Thema, was in den Leuten durchgehend im Kopf ist. Also die haben das, also so habe ich es jetzt letzte Zeit empfunden, seitdem wir eben das Ganze machen, dass die wissen, dass da ein Riesenproblem auf diz zukommt. Die haben das im Kopf, die wissen, dass das passieren wird und die, die spielen schon die ganze Zeit mit oder haben diese Fragen durchgehend im Kopf. Es ist eine ganz, ganz gute Frage, weil das Thema Wissensmanagement und das Thema Wissen in Unternehmen zu behalten, Generationswechsel, das ist ja ein riesiges Problem, vor allem deswegen, weil die Leute, und das sehe ich immer wieder, ich bin ja ein junger Typ, so, ich hätte mein Unternehmen, ich habe bis jetzt dreimal oder viermal mein Arbeitgeber gewechselt, weil wir Jungen, wir sind da zwei Jahre, wollen Karriere machen, wechseln da unseren Betrieb, das Unternehmen wollen da wachsen. Und dann gibt es die, wie du sagst, der Nähmaschine, die da 30 Jahre arbeiten. Diese Leute, die waren 30 Jahre lang loyal in einem Unternehmen, haben dort 30 Jahre lang das ganze Unternehmen geführt. Und jetzt dann habe ich einen Mitarbeiter, so sag mal ich als Beispiel, der jetzt da ins Unternehmen kommt, der hat überhaupt keine Ahnung, was, was, warum der Kunde das gerne mag. Also diese ganze Erfahrung, dieses ganze, dieses, das ganze Wissen, was die in den letzten Jahren gesammelt haben. Und wie schaffe ich es oder wie schafft der Geschäftsführer, dass er mich schnell produktiv bekommt? Also wie schafft er, dass jetzt, dass ich jetzt, wenn ich ins Unternehmen komme, sofort mit der Arbeit starten kann, ohne dass ich da erstmal ein Jahr Einarbeitungszeit benötige? Und da beginnt oft eine Blockade auch, weil die, wie ich, ich selber, ich bin ja sehr enthusiastisch, mich selber zu klonen, heißt also, ich sitze da an meinem Computer und ich fange dann an mit Whisper mal alles reinzusprechen, was ich bei einem Kunden eben gemacht habe und sammle mein Wissen. Meine KI strukturiert man das Wissen, legt es dann dem Kunden ab. Aber jetzt das mal einem 55-jährigen Herrn zu sagen, der da, wie gesagt, 25 Jahre im Unternehmen gearbeitet hat, dann auch noch Meister ist in der Produktion, der also auch noch weniger mit dem Computer arbeitet. Wie schafft der das jetzt, sich am Computer hinzusetzen und um das Wissen einzusprechen? Und das ist schon heftig, weil das ist nicht, das ist keine einfache Aufgabe. Und das Problem ist oft, also das gibt ganz, ganz viele Probleme, was man da eigentlich vorher lösen muss, um das zu machen. Da jetzt können wir ganz tief ausholen. Ich weiß nicht, wie tief man da reingehen soll, aber ein kleines Thema ist grundsätzlich erstmal Verständnis schaffen. Also heißt im Endeffekt, es ist oft so, die Leute wissen ja, dass die ja auch in Rente gehen wollen. Also das heißt, es muss immer ein Verständnis aufgebaut werden, dass die erstmal verstehen, was haben wir eigentlich vor. Es muss eine klare Kommunikation herrschen von der Geschäftsführung, von Inhaber zu den Leuten, die eben sehr wertvoll sind. Und dann ist die Frage, oder dann ist das Thema, oder wenn man jetzt mal nur rein ins Thema Wissen und Generationswechsel und Wissenstransfer anspricht, das ist ja schon mittlerweile auch so ein Buzzword geworden, Wissenstransfer in der ganzen KI-Welt, ist es so, dass die ganzen älteren Herren oder älteren Damen, je nachdem im Unternehmen sind, wir haben da ein bestimmtes Framework, wie wir das aufbauen. Und zwar machen wir das auf diese Art und Weise, dass der nicht unbedingt sich an den Laptop setzen muss und jetzt da der KI oder dem Transcriber alles erklären muss, es kann auch nicht, sondern das ist ein Prozess, es ist eine Transformation, es ist eine Adoption. Das heißt, es passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Aber es ist oft so, wenn der Meister, der da 30 Jahre gearbeitet hat, mit einem Auszubildenden spricht oder mit einem Mitarbeiter oder sonstiges, dann wird das oft in der Regel aufgezeichnet. Heißt also, der erklärt es eher einem Menschen, anstatt dass er jetzt irgendwie einfach in die KI reinspricht, ins Computer und es dann transkripiert wird, weil er kann es oft so selber gar nicht machen oder er fühlt sich unwohl. Ich weiß nicht, ob du es mal gesehen hattest, weil wir führen überall das Sprechen ein. Du sprichst wahrscheinlich auch viel mit der KI oder nur mit der KI. Wenn du mal mit jemandem sprichst, der 55 ist und dem du sagst, ob du sagst, dem er soll mal in sein Computer sprechen und ihm erklären, was er will, den überforderst du komplett, der weiß gar nicht, was er sagen soll, wie er es sagen soll, der versteht nicht, dass er sich nicht die ganze Zeit korrigieren muss oder dass er, weil die KI versteht, dass wenn er sich mal was sagt und dann es wieder umsagt oder anders sagt, heißt also, ich muss da ein System entwickeln, ein Framework oder ein Framework etablieren im Unternehmen, wo er ganz angenehm das Ganze beispielsweise erklären kann. Und das machen wir eben dadurch, dass da Mitarbeiter an den Prozessen platziert wird oder an der Maschine oder an eine bestimmte Aufgabe und der Meister, der da schon 30 Jahre arbeitet, auch dem Azubi, dem Lehrling, dem Mitarbeiter, dem Geschäftsführer erklärt, was er da eigentlich tut. Und so wird das Ganze eben aufgezeichnet in dem Sinne und eben transkripiert. Dann wird von einem KI-Mitarbeiter oder KI-Assistenten dann eben sauber sortiert, dass das Wissen eben gespeichert wird und je nachdem in eine Unternehmens-KI eingespeist. Das macht er aber nicht immer ganz gerne, weil er weiß, okay, was machen die hier mit meinem Wissen, wollen die nicht loswerden. Heißt also, bevor das Ganze passiert, muss eben ganz, ganz klar kommuniziert werden, was haben wir hier eigentlich vor. Und dann vor allem, da kann man auch drüber sprechen, über Reallokation, also wo, wenn jetzt diese Arbeit frei wird, wo geht diese frei gewordene Ressource hin? Als Beispiel, wenn wir jetzt von Automatisierungen sprechen oder von KI-Mitarbeitern, da stellen sich ganz, ganz viele Fragezeichen, die erstmal klar definiert werden müssen. Wir haben Kunden, die sagen, sagen wir mal, es ist vor kurzem wieder gehabt, ja nee, wir sind da ganz agil, wir wollen da keine Strategie entwickeln, wir brauchen da kein Zielbild, weil wir wollen erst einmal ganz agil handeln, weil dann stellen sich die Fragen automatisch. Und ich persönlich, gerade beim Thema KI, bin dann nicht so der Freund davon. Also aus dem Grund, weil die Leute dann automatisch verschlossen sind demgegenüber. Also wenn die, wenn die auf einmal eine Aufgabe bekommen, wo die agil handeln müssen, dann entsteht da eine Verschlossenheit. Und deswegen muss man von Anfang an klar kommunizieren, was man eigentlich erreichen möchte, ein klares Problembewusstsein schaffen und dann auch den Leuten ein Framework an die Hand geben, wie wird das Ganze jetzt umgesetzt und sich dann natürlich dann daran halten und ja, und dann natürlich auch sagen, wo geht es jetzt für dich hin? Sagen wir mal, wir haben jetzt wirklich dein Wissen erhalten und wir wissen jetzt, was du machst, warum du es machst. Was passiert dann mit dir? Und da muss man den Leuten dann natürlich sagen, hey, du wirst, wir können das schriftlich machen, wir können es in einem neuen irgendwo einbauen in deinen Vertrag, das wir dich deswegen nicht kündigen werden, weil du jetzt zum Beispiel man dich nicht mehr braucht. Und das wird sowieso immer so sein, dass man die Leute weiterhin brauchen wird. Gerade die Älteren, die braucht man sowieso.
SPEAKER_04Wow, da waren jetzt eine ganze Menge Sachen drin und ich musste die ganze Zeit an ein Video denken, was ich wo auch immer gesehen habe auf irgendeiner Plattform. Und zwar war das eine riesige Halle mit unzähligen Menschen, die an der Nähmaschine sitzen. Keine Ahnung, was die da gemacht haben, wahrscheinlich Fashion, wahrscheinlich in China oder sonst was. Und die hatten auf ihren Händen Sensoren und eine Kamera. Und die haben im Grunde aufgenommen, was die Bewegungen sind die ganze Zeit. Und die machen ja jeden Tag die gleiche Bewegung. Mit der Idee, mit diesen Daten irgendwann da einen Roboter hinzusetzen, der diese Bewegungen machen kann. Das heißt, das wäre mal so ein ganz analoger Prozess. Wie kann ich den digitalisieren? Wie kann ich den langfristig umbauen? Und wenn ich mir dann überlege, der Betreiber einer solchen Fabrik hat dann nur noch Roboter da sitzen, okay, anfangs vielleicht ein größeres Investment, aber langfristig können die 24 Stunden am Tag arbeiten. Ich habe die Personalkosten nicht mehr. Ich brauche einen Bruchteil der Leute, die das Supervising übernehmen, die das Management übernehmen. Das in einer super analogen, super analogen Business wie einer Nähmaschine. Also klar kannst die Nähmaschine dann noch optimieren und kleine Turbo-Dinger daran machen, dass es noch schneller geht. Aber also ich glaube auch, das ist halt immer ein wirtschaftlicher Faktor. Wann betreibe ich diesen Aufwand, aber im Hinblick darauf, dass ich sag mal, die Alten, die Know-how-Trä in den Unternehmen ja irgendwann mal gehen und das übernehmen müssen, ist ja schon eine Überlegung, die da ist oder sein müsste, wenn ich das Unternehmen irgendwas vergeber.
SPEAKER_01Ja, das ist aber auch so, das sind eigentlich so meine, ich würde sagen, fast meine besten Freunde in der ganzen Adoptionsphase, diese älteren Leute, die da 30 Jahre im Unternehmen waren. Weil wenn ich mit einem Jüngeren rede, der hat ja meistens Bock, der hat Lust, das zu machen, der ist da motiviert. Und dann gibt es einen älteren Werksleiter, haben wir ganz, ganz oft das Thema, der das da schon seit 20 Jahren leitet und der sieht dann immer die Dinge, die niemand sonst sieht. Also der hat, der weiß absolut alles, der weiß, warum alles so ist und der fängt an, dann anfangen, nicht zu kritisieren, sondern er sieht die Risiken in dem Fall. Und dass der die Risiken sieht, das sind so die besten Freunde, um eben das von Anfang an richtig oder korrekt oder besser aufzusetzen, weil der den besten Input eigentlich liefert. Die anderen, die sagen, das kann man machen, das ist super, das macht Sinn, weil da verlehre ich richtig viel Zeit. Und dann der Ältere oder die Älteren, die sagen, die Kritiker, die Kritiker, weil es sind ja nicht die Kritiker, sondern das sind eigentlich die Realisten, würde man fast sagen. Die sehen da eigentlich so das Problem. Und das sind so in der ganzen Adoptionsphase eigentlich meine besten Freunde, wenn wir anfangen, die Dinge zu implementieren, weil ich mir das Feedback eher von den Leuten hole, die das da seit 20 Jahren so gemacht haben, als von denen, die da motiviert das machen sollen. Es heißt nicht, dass man auch einen Prozess umdenken sollte. Also das ist auch immer die Gegenfrage, die man sich stellt, muss es denn wirklich so laufen, wie es bis jetzt oder wie der Herr es da jetzt mal 20 Jahre gemacht hat, muss es denn weiter so laufen oder gibt es da eine Zwischenlösung zwischen beiden Welten, die man da gehen könnte, um es eben effizienter und zu optimieren, das Ganze? Und deswegen, die Leute sind extrem wichtig. Also die Leute sind unfassbar wichtig und denen muss man wirklich Mut machen eigentlich. Also es ist dann wieder so ein Mensch-Thema, denen muss man Mut machen. Ich war heute, tatsächlich heute hatte ich einen Workshop wieder bei einem Kunden und es war diesmal nur mit den Älteren, die da wie gesagt 15 Jahresunternehmen gibt es seit 20 Jahre, seit 15 Jahren arbeiten die in dem Unternehmen und die wissen, warum ein Angebot auf die Art und Weise geschrieben wird, die wissen, warum ein Kunde bessere Konditionen hat als ein anderer, weil er schon seit 15 Jahren zahlt. Das heißt, es gibt keine festen Preise oder keine Fixpreise oder keine Artikel oder sonstiges, wie man es so sonst bei anderen Unternehmen kennt, sondern jeder Kunde hat so seine eigenen Konditionen. Und diese Konditionen, die kann man nicht so wirklich festlegen. Das heißt, weil die immer so individuell sind. Aber jetzt ist individuell trainierbar. Das heißt, es ist kein Gegenargument mehr zu sagen, ja, ich kann keine Angebote zum Beispiel automatisieren, weil ich muss sie nicht mehr automatisieren. Ich kann nämlich individuell trainieren. Das heißt, man muss jetzt in der Lage sein, was die eben da jetzt da 15 Jahre mit den Sonderkonditionen gemacht haben, müssen die jetzt irgendwie das auch auf Blatt bringen, auf ein Papier bringen, damit die KI das Wissen auch eingespeist, eingelernt werden kann. Und dann sagen die auch, und das ist schon krass, weil die selber merken, okay, mit KI, und gerade in Workshops, weil das ist so meistens der erste Erfolg oder ein Riesenerfolg, wenn wir mit den Unternehmen starten, mal zu verstehen, wie KI eigentlich funktioniert. Und alle Geschäftsführer sagen mir in der Regel, ja, nee, ich habe nicht vor, meine Mitarbeiter zu ersetzen. Ich möchte nicht da meinen Mitarbeiter einsparen, ich möchte einfach die entlasten. Das sagen die alle und das meine ich ernst, weil danach sagen die doch, boah, also das ist dann doch wirklich möglich, selbst meine individuelle Arbeit, wo ich eigentlich auf Menschen angewiesen bin, zu ersetzen im Fall.
SPEAKER_04Aber jetzt lass uns mal ganz ehrlich zu diesem Thema sein. Ich habe ein Pharmaunternehmen beraten, die machen mit 60 Mitarbeitern eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Da gibt es eine Person, die ist ein Generika-Unternehmen, die Ausschreibungen macht im Bereich RX, also verschreibungspflichtige Medikamente. Umsatz ungefähr 25 Prozent mit OTC-Produkten, also ohne Rezept, in der Apotheke frei ohne Rezept kaufbar. Und dieser RX-Bereich hängt eigentlich nur an dieser einen Person, die diese Ausschreibung macht. Das heißt, wird ja dann von Krankenkassen und Co. ausgeschrieben, wer das Medikament anbieten darf, und die drei günstigsten, die werden dann an der Apotheke ausgegeben. Der Typ ist der King, weil an ihm hängt der Umsatz. Wird die Ausschreibung nicht gewonnen, können die ihre Chargen nicht verkaufen. Jetzt kommst du daher, total sympathisch, ja, und erklärst mir, dass du eigentlich einen digitalen Zwilling von mir anfertigen möchtest und damit aber mich entbehrlich machst. Das erkenne ich ja ziemlich schnell. Du willst ja wissen, was ist. Warum soll ich mit dir arbeiten? Warum soll ich das Projekt nicht sabotieren und den Leuten erklären, dass es keine gute Idee ist, mit dem Lucius zusammenzuarbeiten?
SPEAKER_01Ja, deswegen sage ich, das ist am Ende des Tages immer noch ein Riesenmenschenthema. Und ich muss dir ehrlich sagen, ich habe bei sowas natürlich auch keine Antwort. Ich habe das KI-Game natürlich nicht durchgespielt. Das hat keiner durchgespielt. Also wer das behauptet, dass der weiß, wie das jetzt richtig funktioniert, das würde ich nicht glauben. Ich kann natürlich echt nicht sagen, wie das Ganze dann wirklich aufgesetzt werden, vor allem wie du sagst, dann wirklich alles an eine Person hängt. Ich weiß aber auch nicht, wie dieser Mensch, wie die Person des Menschen ist. Heißt also, ist es ein Mensch, der von der Art, vom Charakter jemand ist, der sagt, er fühlt sich auch wie der King, weil das gibt es natürlich auch, der sagt, ja, von mir hängt alles an und dann sitzt er dem Geschäftsführer im Nacken und sagt ihm, ja, wenn ich dieses Jahr keine Gehaltserhöhung gehe, dann gehe ich, weil das gibt es ja auch ganz oft, die dann auch mit der Drohung kommen. Weiß ich nicht, das ist natürlich nichts bei dir das Beispiel, denke ich mal nicht. Ich meine nur damit, dass das kommt natürlich auch auf Menschen an. Weil ich persönlich, ich kriege das schon oft mit, dass die Leute wissen, okay, von mir hängt viel ab und die wollen auch dem Unternehmen nichts Schlechtes. Gibt es natürlich vielleicht auch, die sagen ja, ich will dem Unternehmen schlecht, oder von mir hängt alles ab, aber ich habe da nicht sehr viel Widerstand gehabt, muss ich dir ehrlich sagen. Also ich kann nicht sagen, wie es jetzt ist, wenn sich da jemand komplett dem entgegensetzt. Andererseits kann ich aber auch nicht wissen, wie du sagst, ob die Person es sabotiert, bewusst oder nicht alles hergibt, was nötig ist. Und dann, das können wir aber auch nicht validieren, das Ganze. Und das ist natürlich dann schon sehr, sehr schwierig.
SPEAKER_04Genau, weil es gibt ja auch zwei Perspektiven auf das Ganze. Wir sind ja selber Unternehmer, ja. Das heißt, wir gucken aufs Unternehmen und dem Unternehmen muss es gut gehen. Und allen Arbeitsplätzen, allen Mitarbeitern entsprechen natürlich auch. Aber wenn ich in so einer Position sitze, dann ist mir ja schon klar, welchen Impact ich auf dieses Geschäftsmodell habe. Das ist mir klar bei der Gehaltsverhandlung und das ist mir auch klar bei der Wahl meines Urlaubs. Mache ich einen Bayerischen Waldurlaub oder fahre ich auf die Seeschellen? So, das heißt, ich habe natürlich immer, bei mir gehört die Kampe hinten hier nicht, auch ein persönliches Interesse, dass ich meinen Parkplatz vorne am Haupteingang für meinen neuen Elber, dass ich den auch weiterhin habe. Dass ich auch in den nächsten Jahren meinen Arbeitsplatz noch habe. Weil ich ja nicht weiß, ob ich so einen attraktiven Arbeitsplatz nochmal bekomme und weil meine Hütte noch nicht abbezahlt ist und ich den Kredit ja noch bedienen muss und so weiter. Also da gibt es ja diese persönlichen Befindlichkeiten. Ich denke, ich habe auch kein Patentrezept dafür, aber ich könnte mir vorstellen, dass, und da schließe ich mich dir an, wir unterstellen den Mitarbeitern nichts Böses, aber die brauchen Garantien. Die brauchen in solchen Projekten von der Geschäftsleitung eine Garantie und sagen: pass mal auf, ich habe auch ein persönliches Interesse an diesem KI-Modell oder auch die Grundlagen zu schaffen für den Einsatz von künstlicher Entität. Intelligenz, ja. Aber ich muss in irgendeiner Form hier eine Perspektive auch für mich sehen. Also zum Beispiel eine Beteiligung, das kann ja eine virtuelle Beteiligung, an diesem Projekt, an diesem KI-Modell sein, was ich dann, was dann als Asset im Unternehmen aufgebaut wird, sodass ich sage, naja, klar, soll die KI so viel wie möglich machen, wenn ich dann am Ende die Hälfte der Zeit arbeiten muss, dann kriege ich aber auch Kohle. Also dann habe ich auch was dazu. Absolut. Und ich glaube, über solche Modelle müssen wir eben auch nachdenken, weil wir, also erfolgreich sind die Projekte dann, wenn die Leute auch wirklich aktiv mithelfen. Und das, was wir jetzt erlebt haben, ist, wir bauen mit Tools und testen und machen. Und dann habe ich so eine Abteilungsleitung, die sagt, oh, endlich haben wir diesen Prozess hier, Excel aktualisieren, jeden Tag zwei Stunden, haben wir endlich los. Das sind die Projekte, die erfolgreich gelaufen sind, aber das hat ja nichts mit Transformation zu tun.
SPEAKER_01Ja, absolut. Das wir jetzt gerade reden, hat den ganzen Tag. Ganz, ganz klein. Ja, absolut, das ist es. Es ist ja gerade da, weil wir, wenn wir zum Beispiel, wir starten immer ganz, ganz gerne, wie schon gesagt, das ist wieder so ein Thema, weil es jetzt auch schon wieder leicht so überflüssig ist, weil man startet immer mit Workshops. Aber ich starte bewusst mit Workshops, weil ich da gerne die ganze Mannschaft mit am Tisch habe und wir mal einfach klar auseinanderbauen, wie die KI eigentlich funktioniert. Und das Ding ist, die Leute streben sich auch oft dagegen, weil die nicht wissen, also das ist auch ganz lustig, viele, wenn wir mit im Vertrieb sind, sagen, ich nutze schon, wir nutzen alle schon KI im Unternehmen. Wir haben da eine Unternehmens-KI, das habe ich heute jetzt wieder gehabt, wir haben eine Unternehmens-KI und so weiter. Und dann, wenn ich tiefer reingehe und nachbohre und nachhacke, dann ist es oft eine Chat-GPT-Team-Lizenz als Beispiel. Und dann haben die KI, ja, wir haben die KI weiß schon, da hat unser Kollege, der hat da schon Prompts vordefiniert, die wir einmal nur reinfügen und dann weiß die KI schon, was ich am Ende möchte. Und das ist so fern von der Realität oder fern von dem, was eigentlich mit KI schon möglich ist. Und in solchen Workshops, wenn man das auseinanderbaut, also das Ganze, also was braucht eine KI, damit in einem Unternehmen funktionieren kann, dann entsteht einfach Klarheit. Und da ist es eben so, dass auch von Anfang an klar geframed wird, die Person. Und deswegen hast du auch angesprochen, habe ich davor auch kurz gesagt, dass man es einfach schriftlich macht, was passiert mit mir, wenn der Prozess wirklich automatisiert ist, weil das klassischste Thema, und das wirst du wahrscheinlich auch schon schon ein paar Mal gemacht haben, ist das Thema Anfragemanagement. Anfragemanagement, ich stelle immer der Geschäftsführung die Frage, hey, schau mal, wenn du jetzt wirklich, wenn du jetzt mal deinen drei besten Mitarbeitern die Frage stellst, mit welchen Dingen beschäftigst du dich in der Woche, die dem Unternehmen keinen Umsatz bringen. So, das ist die erste Frage, die ich stelle, weil ich in der Regel darauf abziele, das Unternehmen zu befähigen, von einer oder not money-making activity, wie zum Beispiel Anfragen zu bearbeiten oder ein Angebot zu schreiben, in eine Richtung oder umzulenken, die Ressourcen so zu verschieben, in eine Moneymaking Activity. Bedeutet also, ich bekomme kein Geld dafür, und das ist ein Riesenschmerz, den die Unternehmen haben, ich bekomme kein Geld dafür, dass mir der Kunde eine Anfrage stellt zu einem bestimmten Produkt oder zu was weiß ich, was, was das Unternehmen eben anbietet. Und der Kunde schickt mir nicht wieder die Liefadresse, schickt mir nicht den Ort, schickt mir nicht, was für eine Beschichtung, was für ein Grundmaterial dieses Bauteil hat, wie viele er braucht. Er schickt mir nur, er braucht bitte folgendes Produkt, bis dann und dann. Und das reicht erst einmal. Und dann fängt der Mitarbeiter an, der vorne im Service, im Vertrieb, sonstiges, erstmal dem Kunden nachzuschreiben, hallo, Herr Kunde, ich bräuchte von dir bitte noch die Liefadresse, an welche Rechnungsadresse geht es, wenn wir vor allem von Konzernen zum Beispiel sprechen, die da vielleicht keine Ahnung wie viele Geschäftsstellen haben oder Standorte. Und dann setze ich meine zeitliche Ressource in eine Arbeit rein, die keinen Umsatz bringt. Heißt also, wenn ich jetzt stattdessen einen KI-Mitarbeiter beispielsweise habe, also ich sage da bewusst KI-Mitarbeiter und nicht KI-Agent oder Assistent, der KI-Mitarbeiter, der weiß ganz genau, was benötige ich von dem Kunden in dieser Anfrage, damit mein Mitarbeiter oder damit der Mitarbeiter dann eine vollständige Information hat, um mein Angebot zum Beispiel schreiben zu können. Heißt also, das ganze E-Mail-Ping-Pong, für die ich kein Geld verdiene, das wird alle erstmal von der KI komplett abgearbeitet. Das heißt, es entstehen hier, keine Ahnung, eine Stunde pro Tag, die jetzt frei werden, weil ich mir das E-Mail-Ping-Pingpong schreibe. Davon sind zwei oder drei Vertriebsmitarbeiter betroffen. Heißt drei Stunden pro Tag insgesamt. Mal 15 Stunden pro Woche. Jetzt haben wir 15 Stunden freie Zeit, die wir dadurch gewonnen haben, dass die KI mir hier das ganze E-Mail-Pingpong übernimmt und nur noch vollständige Anfragen bei mir auf dem Tisch landen. Jetzt kann man weiterdenken, wird das Angebot auch automatisiert gemacht. Hier entsteht aber oft ein großes Problem, weil die ERP-Systeme, die Technik noch nicht weit genug ist, dass das Angebot auch automatisiert in einem ERP-System entstehen kann. Aber sagen wir mal, es würde funktionieren. Sagen wir, wir haben Business Central als ERP-System, da kann ich mein Angebot schön automatisieren lassen, weil die Schnittstellen nativ sind und die sind da. Was passiert jetzt, wenn ich auch noch das Angebot automatisiert machen lasse von der Kredit? Da werden dann zwei Stunden pro Kopf am Tag frei, als Beispiel. Und jetzt muss klar definiert werden, und das machen wir gerne in Workshops. Wir legen bestimmte Zahlen fest, was passiert mit der freigewordenen Ressource. Wo lenke ich jetzt diese Zeit hin in eine Aktivität, die das Unternehmen voranbringt, die das Unternehmen wachsen lassen. Und dann entstehen ganz oft Lösungen, wie zum Beispiel, ja dann rufe ich doch dem Kunden mal, den anderen Kunden, die ich Angebote schon rausgeschickt habe, mal hinterher. Ich schreibe nicht meine E-Mail, Hallo Herr Kunde, haben Sie mein Angebot erhalten, sondern ich suche als Mensch den persönlichen Kontakt. Ich suche als Menschen, dass, ich versuche als Mensch, diese Aktivität zu leisten, die eigentlich am Ende des Tages den realen Unterschied machen, der persönliche Kontakt. Ich rufe ihn an, hallo Herr Kunde, ich habe vor drei Tagen mal das Angebot rausgesendet. Wollen wir das mal gemeinsam durchgehen? Hast du Fragen zu dem Thema? Bist du unsicher? Möchtest du vielleicht nochmal drüber sprechen? Sollen wir vielleicht noch was anpassen? Das heißt, ich kann mich in eine, in eine, ich kann meine Ressource, meine zeitliche Ressource, in eine Aktivität lenken, die meinem Unternehmen etwas bringen. Und diese Ressource und dieser Kapazitätsschift, der muss klar definiert werden. Und nicht, und das ist das Schlimme daran, weil die Unternehmen, wenn die jetzt eine Zeit oder wenn jetzt zwei Stunden pro Tag frei wird, dann wird oft diese zeitliche Einsparung in irgendeinen Müll reingesteckt, irgendwas, was uns gar nichts bringt. Wir füllen dann diese Zeit, diese zwei Stunden mit irgendetwas, was uns wieder nichts bringt. Und wir haben das Gefühl, dass wir trotzdem dadurch nicht wachsen. Das heißt, deswegen rede ich immer von einer ganz, ganz klaren Strategie, die festgelegt werden muss, damit ich weiß, was passiert wirklich mit der frei gewordenen Zeit, die hier eben zustande gekommen ist.
SPEAKER_04Das ist ein super Hinweis. Und das deckt sich auch mit dem, was ich auch immer ganz gern gesagt habe, dass wir in Zeiten der KI-Transformation eigentlich immer nachdenken müssen, egal wo wir arbeiten, HR, Vertrieb, Marketing, im Service, Angebotserstellung und so weiter. Ist immer die Frage, wie zahlt das aufs Geschäftsmodell ein? Das ist ja im Grunde genau das, was du sagst, dass du sagst, hey, hier wird Kapazität frei, wie können wir das so umlenken, dass es letztendlich auch unser Geschäftsergebnis verbessert. Und das sind eigentlich auch die kreativen Aufgaben, die ich dann auch in meinen Führungsteams weiter delegiere und sage, hier, macht euch Gedanken, wie können wir das besser nutzen? Und ich kann mir eben auch vorstellen, was ist befriedigender, als am Abend zu Hause am Esstisch der Familie zu erklären, ich habe heute 15 Angebote geschrieben. Oder ich habe mit echt coolen Leuten gesprochen, ja, weil die Angebote schreibt jetzt eine KI, ja. Aber ich habe mit den Leuten, denen ich gesprochen habe, die wollten dann alle noch ein anderes Produkt, ja. Oder ich habe die auf eine ganz neue Innovation, Produktinnovation hingewiesen, die war noch gar nicht im System bei uns. Oder ich habe mit einem Kunden gesprochen, daraus ergab sich eine Produktneuentwicklung, habe ich sofort mit unserem Produktteam besprochen. Genau das, was du meinst, dieses, wir wollen ja am Ende nicht mit einer Maschine reden. Ich möchte mit einer Maschine reden, wenn ich die Telekom anrufe, um meinen Vertrag zu aktualisieren. Aber wenn ich ein Produkt kaufe, wo es ja auch echt um Investments geht, dann hätte ich schon gern noch einen persönlichen Kontakt.
SPEAKER_01Absolut. Das ist ja auch da ganz relevant. Wir haben das heute, das Thema gehabt und deswegen sage ich auch, deswegen positionieren wir uns auch selber, zu sagen, wir schaffen mehr Kapazitäten Unternehmen, ohne jetzt, wie gesagt, wir reden nur von digitalen Prozessen an der Maschine, wird da niemand stehen, der irgendwas fräst oder was da reinmacht, das natürlich nicht. Aber wir reden immer davon, weil es sagt die Geschäftsführung ganz oft, wir würden so gerne mehr umsetzen, wir würden so gerne vielleicht ein neues Projekt starten, haben einfach nicht die Zeit dafür. Wir schaffen es einfach nicht. Aber ich will auch nicht neu einstellen, weil den muss ich auch noch einlernen. Ich muss das ganze Unternehmen erklären, bis der da produktiv wird und weiß, wie und warum wir etwas erreichen wollen. Also wie kann ich meine jetzige Mannschaft auf ein neues Level bringen? Und deswegen meine ich, das ist dann wieder so ein Thema, okay, vielleicht mache ich keine Moneymaking-Activity als Mitarbeiter, nur weil ich jetzt zwei Stunden weniger am Tag für Angebote und Anfragen eben übernehme. Aber dann, wie wäre es, wenn ich jetzt diese zwei Stunden in das neue Projekt reinstecke, was wir eigentlich schon seit zwei Jahren starten wollten? Das ist auch eine Aktivität, die sehr, sehr wichtig ist für viele. Und ja, absolut, bin total beide bei den Ganzen.
SPEAKER_04Ja, Kooperationen eingehen, interne Schulungen vielleicht auch, ne? Das ist ja auch eine Befähigung, dann auch bessere Entscheidungen zu treffen. Ja, absolut. Okay, was haben wir heute gelernt? Wir müssen das nochmal zusammenfassen. Bevor wir KI einsetzen, brauchen wir eigentlich ein paar Grundlagen. Und was mir sehr gefallen hat heute in dem Gespräch mit dir, ist, dass das ja nicht nur Unternehmen betrifft, die schon digital arbeiten, sondern dass das natürlich eine besondere Herausforderung ist für unsere Hidden Champions in Deutschland, für Industrieunternehmen, die noch sehr analog in ihren Prozessen sind, die vielleicht Handarbeit noch ein Thema ist oder wo Menschen an der Maschine gebraucht werden. Da kann ich ja auch nicht die Maschine neu erfinden, sondern das ist einfach die Gegebenheit. Aber wir haben Wissen, wir haben ein Wissensmanagement, was wir brauchen und was eine super Grundlage ist, um darauf Analysen zu fahren, um darauf neue Prozesse aufzusetzen, um vielleicht parallele Prozesse aufzusetzen. Wir müssen an die Geschäftsleitung, Vorstände oder wer auch immer da verantwortlich ist, adressieren, dass die Mitarbeiter Garantien brauchen. Die brauchen eine Motivation, intrinsische Motivation, zu sagen, hier muss viel mehr mit KI laufen, weil ich an diesen Erfolgen partizipiere. Der braucht es neue Organisationsmodelle, ja, aus meiner Sicht. Und um eben einfach auch so eine Übergabe eines solchen Unternehmens und vor dem demografischen Wandel stehen wir ja gerade, das passiert ja gerade, in den nächsten Jahren gehen 30 Prozent der Belegschaft in Rente. Ich weiß gar nicht, wie wir das auffangen wollen. Der ist das Wahnsinn. Das muss mit Wahnsinn gehen, anders geht das gar nicht. Also das ist auch das, was unseren Wohlstand zumindest bewahren wird, wenn wir es denn in der Lage sind, einzusetzen. Deswegen wichtiger, dass wir das Ganze jetzt angehen. Also war sehr inspirierend. Vielen Dank, Luis, für die Einblicke. Und wir müssen unbedingt nochmal eine Fortsetzung machen. Also meine ganzen Fragen konnte ich ja nicht beantworten, weil ich war so fasziniert, weil ich einfach auch mit sehr vielen mittelständischen Unternehmen zu tun habe, in Gesprächen mit denen bin, die genau vor diesen Fragestellungen geht. Da geht es gar nicht um ChatGPT, Copilot oder welches Tool auch immer. Sondern das sind kluge Fragen, die die jetzt schon stellen und wo Antworten gefunden werden müssen. Und ich glaube, die Zuschauer hier haben gut herausgefunden, dass du da diesen Deep Dive mit deinem Team in den jeweiligen Unternehmen sehr gut machen kannst, um da entsprechende Lösung auch zu finden. Ich würde dir gerne das Schlusswort für diese Podcast-Folge überlassen. Und ich hoffe, ich habe es mit dir nicht abgesprochen, es ist okay, wenn wir nochmal eine Fortsetzung machen. Absolut, sehr, sehr gerne, hat Spaß gemacht. Weil da müssen wir unbedingt nochmal nachsetzen. Ich würde gerne von dir wissen, stell dir vor, du hättest die Allmacht. Also du könntest eine Dinge auf dieser Welt verändern, mit KI oder ohne. Was würdest du dir wünschen? Was wäre das Ding, was du verändern wollen würdest?
SPEAKER_00Boah, das ist eine sehr schwierige Frage.
SPEAKER_01Also die eine Sache, die ich verändern würde, mit oder ohne KI.
SPEAKER_00Das hast du mich jetzt erwischt. Das ist wirklich schwierig. Das ist eine schwierige Frage.
SPEAKER_01Methode.
SPEAKER_04Ist das schon das Schlusswort? Das ist dein Schutzwort. Du kannst auch noch eine Sekunde drüber nachdenken und ich werde einfach noch für unsere Zuhörer den Hinweis bringen. Wenn ihr Kontakt aufnehmen wollt mit Luis, dann natürlich gerne in den Shownotes nachschauen. Da verlinken wir ihn mit seiner Website mit den Kontaktdaten auf LinkedIn. Und ich freue mich, wenn ihr Interesse habt, unseren Bundesverband zu unterstützen. Da bauen wir nämlich genau solche Projekte mit Luis und anderen Unternehmen, die bei uns Mitglied sind, um genau hier den Unterschied zu machen. Also nicht Debatten zu führen und zu theoretisch werden, wie jetzt hier in unserem Podcast, wobei ich den schon sehr praktisch fand, sondern in die Umsetzung zu gehen, also Projekte tatsächlich zu realisieren.
unknownSo.
SPEAKER_01Mir ist jetzt was eingefallen, und zwar, was ich den Leuten auf jeden Fall mitgeben würde. Wir leben ja in so einer Zeit, wo ein absoluter Informationsüberfluss ist. Und was ganz wichtig ist für alle, ist, dass man nicht verschlossen ist oder nicht denkt, dass man alles weiß, sondern dass man immer und von jedem Menschen noch lernen kann. Bedeutet also, dass man sich öffnet, mit den Leuten zu sprechen, dass man sich öffnet, neue Dinge zu lernen, die bei anderen eben funktionieren und nicht zu denken, dass man zum Beispiel Themen wie KI zum Beispiel schon durchgespielt hat, sondern mal einfach mal offen ist, sich die Dinge noch anzugucken und vor allem deswegen, weil in meinen Augen die wichtigste Fähigkeit, die wir wahrscheinlich als Menschen für die nächste Zeit oder in der ganzen KI-Revolution haben werden, denke ich, wird die Fähigkeit sein, kommunizieren zu können. Heißt also, ich muss mir, ich muss in der Lage sein, als Mensch mein Wunschergebnis kommunizieren zu können und das dann eben zum Beispiel einer KI sagen zu können, weil das wird uns dann ganz massiv unterscheiden von den Leuten, die da sich dagegen verschließen. Und deswegen die wichtigste Fähigkeit, die wir als Menschen haben wollen, ist ganz, ganz klar die Kommunikation.
SPEAKER_03Das lassen wir genauso stehen.
SPEAKER_01Vielen Dank, Luis.
SPEAKER_03Wir hören uns in Kürze wieder.
SPEAKER_01Sehr gut.