Happy Business

Folge #loslassen // Wie du aufhörst, alles festzuhalten mit Anja Kruppa

Sarah Thullner Season 2 Episode 11

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In dieser Episode spricht Sarah Thullner mit Anja Kruppa – Mentorin für Frauen, die viel funktionieren, leisten und ihren Alltag im Griff haben, dabei aber spüren: So kann es nicht dauerhaft weitergehen.

Anja begleitet Frauen dabei, aus dem Hamsterrad auszusteigen, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen und wahrzunehmen, was sie wirklich brauchen.

In diesem Gespräch geht es um Leistung, Burnout, innere Antreiber, Pausen, Körperwahrnehmung und die Frage, wie wir wieder mehr in den eigenen Flow finden können.

Anja erzählt von ihrem Weg als ehemalige Leistungssportlerin im Bogenschießen, ihrer Zeit in der deutschen Nationalmannschaft, zwei Olympiateilnahmen und dem Moment, in dem sie merkte: Disziplin kann wertvoll sein - aber auch zur inneren Peitsche werden.

Nach einem Burnout im Jahr 2017 begann sie, sich intensiv mit Stress, Burnoutprävention und der Verbindung von Körper, Verstand und innerer Wahrnehmung zu beschäftigen. Heute gibt sie genau diese Erfahrung in ihrer Arbeit weiter.

In dieser Folge erfährst du:

• warum Funktionieren auf Dauer so viel Kraft kostet
 • weshalb Disziplin nicht immer nur positiv ist
 • wie wichtig Pausen, Körperwahrnehmung und innere Erlaubnis sind
 • warum Veränderung Zeit braucht und nicht über Nacht passieren muss
 • wie Bogenschießen als Coaching-Element helfen kann, loszulassen


Ein besonderer Impuls aus dieser Folge:

Loslassen bedeutet nicht, etwas aktiv wegzudrücken. Manchmal bedeutet es, aufzuhören festzuhalten.


Außerdem spricht Anja über ihr kostenloses Webinar „Atempausen“, das am 10. Mai startet, sowie über ihre Flow-Reise, die Ende Mai beginnt und Frauen über mehrere Wochen dabei begleitet, aus dem Abarbeiten heraus und wieder mehr ins eigene Spüren zu kommen.

Diese Folge ist für dich, wenn du oft funktionierst, viel leistest und dir wieder mehr Ruhe, Verbindung und Leichtigkeit in deinem Leben wünschst.


🎧 Hör rein und nimm dir nach dieser Folge vielleicht einfach drei bewusste Atemzüge nur für dich.

Schön, dass du dabei bist bei Happy Business 💛


Kontakt zu Anja: 

https://anjakruppa.de/

https://www.instagram.com/anja_kruppa/

https://anjakruppa.de/atempause/--> kostenfreier Workshop 10.-17. Mai 2026

https://anjakruppa.de/femflowreise/--> 19-wöchige Reise, Start: 31. Mai 2026

https://anjakruppa.de/for-free/ --> hier gehts zu den "fem:flowmoments", das sind kostenfreie, regelmäßige Impulse für mehr Ruhe, Gelassenheit und flow im Alltag. Die sind aus meinem Adventskalender letztes Jahr entstanden...

Schön, dass du meinem Podcast "Happy Business" hörst!

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Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner

Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit



Sarah Thullner
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Happy Business, dem Business Podcast mit Humor und Leichtigkeit. Heute habe ich wieder eine Interviewpartnerin an meine Seite und freue mich schon auf alles, was sie erzählt. Denn ich glaube, da gibt es viel zu erzählen, was Anja Kruppa so erlebt hat, wie der Weg zu einer Mentorin sie durch, glaube ich, vielen Lebensereignisse geführt hat. Und sie wird uns erzählen, was sie jetzt tut und wem sie wie helfen kann. Herzlich willkommen, liebe Anja, in meinem Podcast.

Anja Kruppa
Ja, vielen Dank Sarah. Ich freue mich sehr, da zu sein und auf eine Happy Hour mit dir.

Sarah Thullner
So schön. Anja, stell dich doch mal unseren Zuhörern vor. Wer bist du? Was tust du?

Anja Kruppa
Ja, mein Name ist Anja Kruppa. Wie du schon gesagt hast. Und ich arbeite als Mentorin für Frauen, die. Ich würde mal sagen, sehr, sehr stark im Funktionieren und Abarbeiten sind. Sehr gut auch ihren Alltag im Griff haben ist, sie aber unglaublich viel Anstrengung kostet. Und diese Frauen, die für sich bemerkt haben okay, wenn ich so weiter mache, dann lande ich irgendwann in dem Burnout den Frauen, Die unterstütze ich dabei, dieses Hamsterrad zu stoppen und wirklich auch wieder wahrzunehmen und zu spüren okay, was brauche ich eigentlich? Wer bin ich eigentlich? Neben all diesen Rollen, die ich erfülle, neben diesem ganzen Abarbeiten und Funktionieren? Also wer bin ich? Was brauche ich? Und diese Frauen, die kommen zu mir und ich unterstütze sie und begleite sie dabei, wieder ihren Weg zu finden, der aus ihnen heraus und nicht nur aus diesem Außen. Was will das Außen von mir? Genau.

Sarah Thullner
Und rausdürfen aus ihrem Hamsterrad, das sie da täglich beschäftigt. Gibt es da eine gewisse Altersgruppe, wo du sagst, die sich da mehr an dich wendet oder ist das total bunt gemixt aus jeder Alterskategorie da was dabei?

Anja Kruppa
Also es ist sehr bunt gemixt. Ich habe Frauen, die sind teilweise über 50. Ich begleite aber auch Frauen, die sind unter 30. Also das ist jetzt nicht ganz so festgelegt. Und gleichzeitig glaube ich, aufgrund meiner Erfahrung kann ich natürlich Frauen am besten unterstützen und begleiten, die jetzt einmal näher dran sind, auch an meinem eigenen Alter und an meiner Erfahrung. Also da merke ich immer wieder, auch da schwingt es dann noch mal ein bisschen anders, auch wenn man ja vielleicht auch ähnliche Lebensphasen schon durchschritten hat. So, und gleichzeitig kommen wir ja alle an ganz unterschiedlichen Punkten in unserem Leben oder zu Zeitpunkten in unserem Leben an? An Herausforderungen, wo wir dann für uns entscheiden okay, so geht es nicht weiter und das kann mit 25 sein, Es kann aber auch mit 65 sein. Und da bin ich natürlich ganz offen auch für die Frauen, die sich dann auch ja von mir auch begleiten lassen wollen, die dann auch eben sagen Ja, die Anja passt zu mir, das ist ja immer das Wichtigste, auch absolut.

Sarah Thullner
Ich glaube, nur dann, wenn die Synergien passen, kann man sich auch gegenseitig gut unterstützen oder auch geführt werden. Ich glaube, manchmal ist es ja auch ganz wertvoll, dass man jemanden von außen hat, der einen da vielleicht an die Hand nimmt und mal Momente auffängt, die vielleicht gerade schwierig sind, vielleicht herausfordernd sind oder vielleicht auch eine neue Perspektive benötigen. Total spannend. Ja, wenn du sagst aus deiner Erfahrung lass uns da mal eintauchen wie Wie ist denn das Leben von Anja so verlaufen?

Anja Kruppa
Ja, alles andere als normal und geradlinig, würde ich jetzt mal sagen und gleichzeitig. Also ich habe alles mögliche mitgenommen an Höhen und Tiefen und Erfahrungen. Ich würde mal sagen, ich sage ganz gerne in meinem ersten Leben. Auch war ich Leistungssportlerin und war Bogenschützin, habe zwölf Jahre war ich in der deutschen Nationalmannschaft, war bei Olympia zweimal, habe auch verschiedene Titel errungen und da war ich eben sehr, sehr stark in diesem Leistungsorientierung, Leistungsmodus und immer wieder quasi weitere Höchstleistungen erreichen zu wollen. Und da habe ich dann aber schon mit 26 damals aufgehört, weil ich parallel Wirtschaftsingenieurwesen studiert habe und der der Schwerpunkt war Umwelt und Nachhaltigkeit. Und damals war dann so diese Sinnfrage auf einmal okay, wir fahren gerade diese Welt an die Wand. Das ist doch völlig irrelevant, ob ich jetzt eine Olympiamedaille gewinne oder nicht. Und das hat damals für mich diesen diese, diesen Moment quasi oder diese Entscheidung herbeigeführt, dass ich gesagt habe okay, ich höre auf mit dem Leistungssport. Also es gab noch mehrere Gründe. Die sind jetzt nicht nur, nicht nur deswegen, aber das.

Sarah Thullner
War eine.

Anja Kruppa
Initialzündung. Und genau. Und dann habe ich mich eben auf das Studium fokussiert, habe dann danach auch im Bereich Klimaschutz gearbeitet und ja, und dann bin ich eben aufgrund meiner sehr starken Leistungsorientierung und auch meiner Fähigkeit, auch durchhalten zu können und nicht so schnell aufzugeben, bin ich dann 2017 in den Burnout gelandet?

Sarah Thullner
Ach okay.

Anja Kruppa
Genau. Und das hat dann dazu geführt, dass ich angefangen habe, mich noch tiefer mit mir zu beschäftigen. Also ich hatte eine Depression, ein Burnout, bin dann in eine Therapie gegangen, habe ganz viel über mich gelernt und über meinen inneren Antrieb, der mich dahin gebracht hat, auch. Und genau dann habe ich mich eben so intensiv mit mir und und dem Thema Stress und Burnout Prävention beschäftigt, dass ich dann entschieden habe, ich mache eine Ausbildung als Coach und Beraterin im Bereich Burnoutprophylaxe. Und genau da ist dann so das eine zum anderen gekommen. Und dann habe ich begonnen, eben sowohl als Coach, als Trainerin, als Mentorin zu arbeiten und mache das jetzt seit 2021 22 quasi, also schon vier fünf Jahre und fühle mich sehr, sehr wohl. Bin sehr gut angekommen.

Sarah Thullner
Total schön, wie ich finde. Ich finde es auch immer so spannend bei meinen Interviewpartnerinnen, dass sie ja meistens aus ihrer eigenen Erfahrung dann ihren Weg gegangen sind. Das heißt also, wenn was Entscheidendes passiert ist im Leben, hat man registriert okay, jetzt darf es eine Veränderung, eine Veränderung vollziehen. Und ich möchte auch irgendwie dieses Ergebnis, das ich daraus gezogen habe, mit anderen teilen oder vielleicht auch anderen präventiv helfen. Das finde ich so eine tolle, tolle Geschichte und finde es immer wieder beeindruckend, wie sich dann Wege komplett verändern können. Weil ich denke jetzt mal so im Außen denkt man immer, Disziplin ist immer gut, ist immer positiv ist immer was. Ja genau, Du lachst. Genau, weil das ist glaube ich verankert damit aber, dass das ein natürlich auch mal bis zur Entkräftung führen kann, wie in deinem Fall jetzt zum Burnout ist, glaube ich gar nicht so verbreitet, oder?

Anja Kruppa
Ich würde mal sagen, wir dürfen Disziplin noch so ein bisschen unterscheiden. Also es gibt schon, ich sage mal, Disziplin, so wie ich sie gelebt habe, war halt mit der Peitsche und mich quasi vorwärts zu treiben und gar nicht mehr zu berücksichtigen. Wie geht es mir eigentlich? Was macht mein Körper? Und das sage ich auch immer. Im Endeffekt lerne ich als Leistungssportlerin natürlich auch, meine Grenzen zu verschieben. Und das ist auch total wertvoll, weil wir bewegen uns immer wieder raus aus der Komfortzone. Das heißt auch dieses Thema, ich habe Mut auch, ähm, auch mich zu verändern usw Das lernen wir eben auch als Leistungssportlerinnen. Und ähm und gleichzeitig ist es eben so wir haben ja einen einen Trainingsplan, ein Jahresplan, ein Vierjahresplan usw und der hat Rahmenbedingungen, die uns helfen, auch eben einen gewissen Erfolg eben auch dann zu zu erreichen zu erreichen.

Sarah Thullner
Okay, verstehe.

Anja Kruppa
Genau. Als ich dann aufgehört habe, hat aber keiner mehr gesagt Anja, jetzt machst du eine Pause, jetzt machst du mehr, jetzt machst du weniger, sondern da bin ich halt Vollgas weiter gerast, würde ich jetzt mal sagen. Und das habe ich in Anführungszeichen auf die harte Tour dann eben gelernt, dass es wichtig ist, diese Pausen zu machen, weil mir keiner von außen mehr gesagt hat Jetzt ist es dran, jetzt hast du Physiotherapie und jetzt hast du Urlaub. Sondern ja, also dieser Jahresplan und diese Struktur, die mir immer Sicherheit gegeben hat, das musste ich erst neu lernen. Ja, und zum Thema Disziplin ist für mich ganz wichtig, dass es nicht nur negativ ist, also auch da. Wenn ich jetzt zum Beispiel keine Ahnung, ich möchte ich, ich habe eine Sucht und ich möchte aufhören zu rauchen oder zu trinken oder was auch immer meine Sucht ist, dann braucht es natürlich auch eine gewisse Disziplin in dem Moment, wo der der Automatismus greift. Meine alte Gewohnheit greift, standhaft zu bleiben und es nicht zu tun. Das ist auch Disziplin. Disziplin heißt aber eben halt auch das andere, was ich gelernt habe, nämlich es geht immer weiter, immer härter, immer schneller. Und deswegen, da dürfen wir einfach für uns schauen, okay, wo dient uns die Disziplin, wo brauchen wir sie auch, um gesund zu sein und auch gesund zu bleiben. Und wo ist es aber einfach eine Peitsche, die uns antreibt? Ja.

Sarah Thullner
Und da hast du natürlich jetzt ganz viel Erfahrung sammeln dürfen und kannst natürlich, wie du es schon angesprochen hast, deinen Kundinnen sehr, sehr helfen und aus seiner eigenen Perspektive darauf schauen Was macht es gerade mit deinen Kundinnen, Was passiert da gerade und wo ist jetzt vielleicht mal kurz der Resetknopf zu drücken? Wahrscheinlich.

Anja Kruppa
Oder ja auch. Und vor allen Dingen es ist ja jetzt nicht so, dass ich jetzt völlig erleuchtet bin und gar kein Thema mehr habe mit Stress oder so, sondern für mich ist natürlich auch auf meinem Weg, mich immer wieder selber auch daran zu erinnern, dass jetzt eine Pause dran ist, weil ich natürlich dieses innere Feuer auch vor allem jetzt, wo ich so brenne, mit Leidenschaft für das, was ich tue, dass das schiebt mich natürlich auch dann manchmal in eine Richtung, wo ich sage okay, stopp, jetzt darfst du wieder Pause machen. Ich merke es nur früher als als, also als früher. Damals habe ich es einfach nicht gemerkt. Ich habe die Signale von meinem Körper nicht gehört und habe auch ja gar nicht mir gar nicht erlaubt, überhaupt mir diesen Raum zu nehmen, den ich brauche, mit Ruhe oder Rückzug oder Pausen. Und das ist ja auch dieses, Warum es uns auch hilft, uns begleiten zu lassen, dass wir immer wieder jemanden haben von außen als als Sparringspartnerin oder eben halt auch mal Reflexionsfläche, wo wir sagen können Ah ja, stimmt, da habe ich mich angetrieben oder da bin ich über meine Grenze gegangen und jetzt möchte ich wieder wählen, es wieder anders zu tun. Jetzt mal für mich achtsamer wieder zu sein. Mit meinem Körper, mit meiner Energie, auch mit meinem Umfeld. Ja, genau.

Sarah Thullner
Das ist total spannend, weil und ich finde mir mir klingt gerade ein Wort noch so nach erlauben. Ich glaube, das ist ein ganz, ganz entscheidendes Wort, das wir vielleicht auch manchmal verlieren. Nämlich dieses Erlauben. Was bedeutet das für uns? Was bedeutet das für den Moment? Ähm, was ist da vielleicht noch dran geknüpft? Warum erlauben wir uns Dinge nicht? Kommen die vielleicht aus der Vergangenheit? Sind sie vielleicht sogar anerzogen? War, dass unser Umfeld, das es mitgeprägt hat. Und mir begegnet das immer mehr. Dass das viele, vielen, vielen Frauen, aber auch Männern so geht das erlauben. Ein ganz, ganz entscheidender Punkt geworden ist, der leider nicht mehr so ganz selbstverständlich ist. Ja.

Anja Kruppa
Ja, und das ist auch ganz natürlich, dass wir gelernt haben, das, was du gerade schon gesagt hast in unserer Kindheit, dass wir in einer Art und Weise sein müssen, wie unser Umfeld uns haben möchte. Nicht, weil die irgendwie gemein und boshaft waren, sondern weil sie es einfach nicht besser wussten und weil sie einfach ihre eigenen Muster dabei hatten. Das heißt, wir haben erlebt in unserer Kindheit, dass das, was wir wollen und brauchen, nicht sein darf oder nicht richtig ist. Es wurde bewertet vom Außen. So, jetzt stell dich doch nicht so an, das tut doch nicht weh, oder? Warum? Du musst doch jetzt keine Angst haben oder was auch immer. Ja, solche Klassiker, die uns abgesprochen haben, dass das, was wir wahrnehmen, auch wahr ist. Und das ist etwas, was wir jetzt quasi erst in der späteren Zeit wieder lernen dürfen. Was wir damals verlernt haben, nämlich dass wir uns wahr und wichtig nehmen dürfen. Also ich darf mich erst mal wieder wahrnehmen und spüren. Und ich darf wichtig nehmen, was da kommt. Und ich darf wieder mir vertrauen, was da kommt. Und diese Erlaubnis, die ich mir dann daraus heraus gebe, ist ja wie etwas, was mir damals abgesprochen wurde. Ja, und deswegen ist es so wichtig, dass wir, also wir sind ja jetzt die Erwachsenen, Es muss uns nicht mehr die Mama oder der Papa erlauben, sondern wir. Und das ist ganz wichtig, dass wir jetzt diese Instanz sind und auch diese Verantwortung übernehmen, uns das zu erlauben. Ja, und das fällt uns häufig schwer, weil wir halt immer noch in diesem Teil, in uns, in diesem Kind, ich teilweise uns ganz viele Dinge eben nicht erlauben, weil sie uns abgesprochen wurden.

Sarah Thullner
Ja, total spannend. Wirklich. Ich, ich ich glaube, da ist es. Wie du sagst, glaube ich manchmal wirklich die Hilfe von außen sehr wertvoll, weil ich glaube, mit sich selbst seine Erkenntnis zu treffen, ist manchmal schwierig, weil man ja jahrzehntelang vielleicht schon so lebt, Jahrzehnte lang das Muster genauso weitergeführt hat. Und ich glaube, da ist Coaching, Mentoring oder Training ganz ein ganz, ganz wertvoller Wirkungsgrad, der einem da helfen kann, aus dieser aus dieser Perspektive auch wieder rauszukommen. Wenn wir da ein bisschen tiefer eintauchen. Wie sieht so was bei dir aus? Also findet da ein Erstgespräch statt? Oder gibt es Zeiträume, wo du sagst so und so lang begleitest du gerne? Erzähl uns da mal von deiner Arbeit noch mehr.

Anja Kruppa
Mhm, also ich habe verschiedene Angebote, würde ich jetzt mal sagen. Okay, das eine ist im Endeffekt, dass ich Frauen eins zu eins begleite und genau wir haben dann Kennenlerngespräch, weil das muss natürlich auch matchen. Also es ist wie in jeder anderen Beziehung in Anführungszeichen auch, dass ich gucken darf, mit wem arbeite ich und mit wem möchte ich quasi auch arbeiten. Vor allem, wenn es um solche sehr vertrauensvollen Räume geht. Und genau in diesem Erstgespräch, was kostenlos ist, spricht man erstmal darüber Worum geht es eigentlich? Wo steht die Frau und wie kann ich sie begleiten? Und dann begleite ich sie gerne eben über drei vier Monate. Es sind meistens zehn Sitzungen, weil ich einfach sage, es braucht diesen längeren Zeitraum, weil wir nicht über Nacht alles verändern und das ist auch in Ordnung und und total normal und menschlich. Nur manchmal ist es so, dass die Frauen, habe ich die Erfahrung gemacht, wie so unter Druck stehen. Jetzt habe ich eine Sitzung und eine Session und jetzt muss ich quasi mein komplettes Leben irgendwie verstehen und umkrempeln und weiß ich nicht.

Sarah Thullner
Und oh je.

Anja Kruppa
Und wenn ich aber diesen längeren Zeitraum habe, dann kann ich mich auch dahinein entspannen und kann sagen okay, ich habe die Anja jetzt für diese drei, vier Monate, die begleitet mich und wir machen eben unsere Termine aus und es ist quasi festgesetzt und ich konnte mich auch aus mir heraus für diesen Zeitraum, was auch helfen kann, weil manchmal, wenn es schwierig wird, dann sage ich ach nee, das ist jetzt doch irgendwie nicht dran oder Es ist doch nicht wichtig. Und da ich mich aber für diesen längeren Zeitraum committe, ist es so okay. Ja, da kommt jetzt eine Stimme in dir, die ganz normal ist, wenn wir uns verändern. Die sagt so Nee, nee, stopp! Veränderung ist gefährlich, wir bleiben lieber im Alten. Und ich bleibe lieber in meiner Komfortzone, wo ich mich wohlfühle. Das zwar scheiße da aber irgendwie ein Teil in mir sagt Das ist aber sicher. Ja, das haben wir gelernt und das ist unser Vertrautes. Und wir können noch so unglücklich sein, aber dieser, dieser Anteil in uns ist dann teilweise so stark, dass er uns wieder zurückwirft in dieses Alte. Das heißt, wenn ich mich aber begleiten lasse über einen längeren Zeitraum, dann wird auch diese Phase abgefangen. Und eben auch in dieser Phase ist dann jemand da, die mir hilft, das zu erkennen. Aha, wenn es schwierig wird, dann ist es eben meistens genau das, dass dieses alte Muster versucht, mich wieder zurückzuziehen in die sichere Zone und genau in dem quasi entgegenzuwirken. Und genau da geht es ganz viel darum, natürlich auch Dinge zu verstehen. Also ich arbeite gerne auch auf verschiedenen Ebenen. Das eine ist die Verstandesebene, das wir einfach auch manche Dinge verstehen. Und gleichzeitig ist es mir aber noch viel wichtiger, tiefer zu sinken. Also wirklich von dieser Verstandesebene tiefer zu kommen auf das Was nehme ich denn wahr? Weil das ist quasi das, was wir verlernt haben, weil wir alle so geprägt sind in unserem Verstand zu sein und alles zu durchdenken, dass ich gar nicht mehr diese Signale kenne, die mein Körper mir sendet, ist es wird jetzt in mir weit. Und und es fühlt sich total nach Freude an oder ist in mir eng und alles hat Angst. Ja, also das sind so diese körperliche Ebene, die ich dann eben da noch mit einbeziehe. Ganz, ganz wichtiges Element mittlerweile für mich. Genau.

Sarah Thullner
Würdest du sagen, da hat dir auch dein Leistungssport eigentlich geholfen, da noch einen besseren Fokus und eine Perspektive zu bekommen?

Anja Kruppa
Ähm, Nicht so direkt. Nein. Also eigentlich. Also ich habe schon ein gutes Körpergefühl und ich kann auch, glaube ich, aufgrund meines Leistungssport und dieser körperlichen Phase in meinem Leben schon auch gut über den Körper wahrnehmen und spüren. Und dennoch habe ich ja damals 2017, als ich den Burnout hatte, ja trotzdem jedes Signal ignoriert und überhört, was vorher da war. Ja, also mir musste ja dann erst mal richtig die Füße wegziehen, damit ich überhaupt anerkenne Ah ja, okay, es läuft hier gerade etwas nicht so, wie ich es gerne haben möchte. Also von dem her. Ähm. Also. Ja und nein. Vielleicht so.

Sarah Thullner
Vielleicht. Wahrscheinlich jetzt in der Hilfe für deine Kunden damals. Für dich selbst nicht. Wahrscheinlich ist das jetzt so der Unterschied gewesen. Ja, wir sind ja selber Meister in dem, dass wir Dinge, wie sollen wir sagen für uns selbst nicht richtig umsetzen können, aber doch vielleicht eine Perspektive von außen klarer haben. Also wie oft ist man doch in einem Gespräch mit einer guten Freundin, wo man Tipp hat und sagt Du, guck mal, mach doch vielleicht das und das. Und für sich selbst kann man es vielleicht überhaupt gar nicht umsetzen. Kennst du bestimmt auch, oder?

Anja Kruppa
Ist ja immer, immer viel leichter anderen Tipps zu geben, weil man emotional nicht drin hängt. Also das ist total natürlich, dass wir das bei anderen sofort erkennen und bei uns aber emotional andere Verstrickungen noch da mit drin hängen, dass wir ja manchmal vielleicht sogar erkennen, aber eben nicht diese Umsetzung alleine schaffen. Ja, total total spannend.

Sarah Thullner
Liebe Anja, was ist denn noch so dein Fokus? Also jetzt haben wir über die Arbeit sehr viel gesprochen, aber wie sieht denn zum Beispiel ein wunderschön erfüllender Tag für Anja aus?

Anja Kruppa
Hm, also mein erfüllender Tag sieht so aus, dass ich morgens Zeit habe. Ich nehme mir morgens gerne Zeit und trinke Tee oder Kakao und, ähm. Und ich mache morgens so ein paar Übungen für meinen Körper, einfach weil sie mir gut tun. Und ja, und für mich ist ein Tag, in dem ich mich wohlfühle, wo ich Zeit mir selbst Zeit nehme Für mich, für meine Langsamkeit. Auch mal für Stille, aber auch je nach Energie, für Tanzen und Freude oder so, also das ist jetzt auch nicht immer gleich. Ähm und und dennoch ist es so ein also ich ich bin tatsächlich an gerne auch für mich. Ich liebe das total einfach weil ich dann meinen Rhythmus das kann dann einfach fließen und dann und dann so sein, wie du möchtest. Ja, genau. Ich esse, wenn ich Hunger habe und das kann dann halt zu ganz unterschiedlichen Zeiten sein und so Und das ich liebe das einfach wirklich einfach gar nicht zu planen dann in dem Moment. Und ich bin eigentlich schon eine Person, die sehr viel plant und sich überlegt hat und so, aber das ist wirklich so mein Tag, wo ich nichts geplant habe und einfach dann ah, jetzt ist es mir danach rauszugehen, dann gehe ich raus.

Sarah Thullner
Schön. So schön. Und gibt es auch Orte oder Situationen, die dir mehr Energie geben? Gibt es etwas, wo du sagst Ja, das mache ich gerne regelmäßig oder bin ich dort? Bin ich gerne regelmäßig, um aufzutanken oder kreativ zu sein oder. Ja, genau sowas in die Richtung.

Anja Kruppa
Also das eine ist tatsächlich so dieser dieser Ort in mir, dass ich einfach immer wieder mich über. Also quasi wie in eine Meditation in mich zurückziehe und einfach auch da für mich in dieser Stille bin. Und und da entsteht ganz viel Kreativität auch. Was ist jetzt dran? Und dann bin ich mit dem, was da kommt. Das ist ein Ort und dann aber auch ich. Ich liebe den Wald. Also vor allem jetzt auch zum Frühling, wenn dann so alles so grün wird. Und du hast so das Gefühl, das explodiert. Richtig. Und überall der Bärlauch am Boden und. Ja und.

Sarah Thullner
Erst erwacht alles.

Anja Kruppa
Ja total so schön. Und was ich auch total gerne mag, ist irgendwo von oben runterzuschauen. Ich finde, wenn du so diesen weiten Horizont hast, den du sehen kannst, ja diese Weite. Also sagt man ja auch ja, das erweitert den eigenen Horizont. Auch wenn du nicht immer nur auf einen Bildschirm oder auf die nächste Häuserwand guckst, sondern wirklich deinen Blick mal ganz, ganz weit werden lassen kannst. Und dann eben halt von oben. Hast einen guten Blick, Ja. Kannst du Sachen sehen, die unten sind, Kannst Sachen sehen, die in der Ferne sind und da wird mein Herz weit. Da geht es bei mir quasi auch auf, wo ich einfach dann merke ich ja, kann dann gut denken, gut atmen, gut sein.

Sarah Thullner
Ja, wie schön. Ich glaube ja, Ja. Jetzt bin ich gespannt.

Anja Kruppa
Noch einen. Genau das ist mein Absolutes. Also, wo dann manche Menschen erstmal irritiert sind, habe ich jetzt eine Weile nicht gemacht, weil ich gerade umgezogen bin. Aber ich gehe eigentlich gerne auf den Friedhof und erzähl, erzähl. Und hier in Stuttgart gibt es tatsächlich auch richtig schöne Friedhöfe. Es gibt hier zum Beispiel in so ein Waldfriedhof in Degerloch, der ist auch halt einfach so schön mit den Bäumen und weitläufig. Also ich gehe da tatsächlich zum einen hin, weil da meistens auch Stille ist. Das ist das eine und das andere auch. Ich gehe gerne auf den Friedhof, weil es mich so demütig macht. Also das ist so eine Erinnerung daran, immer wieder aufs Neue. Ich habe dieses Leben und ich feiere es total, dass ich lebe. Und wenn ich keine Angst hätte vor Fehlern, ähm, was würde ich dann tun? Ja, also dann immer wieder mich selber zu erinnern, das ist ja endlich. Und ich weiß nicht, ob es morgen aufhört oder in 50 Jahren oder wann auch immer. Ja, das weiß ich ja nicht. Und das ist das Spannende an der Geschichte. Und gleichzeitig eben, sich immer wieder damit zu verbinden, nicht nur wegzuschauen. Ich ich tue so, als ob ich, als ob ich ewig lebe und nicht sterbe, sondern genau immer wieder hinzuschauen, wenn das mein Leben ist, das ich gerade lebe. Wie möchte ich das denn leben? Wie möchte ich meinen Tag verbringen? Welche Beziehungen möchte ich führen? Wie möchte ich Beziehungen führen? Wo möchte ich aussteigen? Was tue ich? Einfach, weil ich das Gefühl habe, unendlich Zeit zu haben, was mir aber weder Freude noch Energie gibt. Also das ist für mich wirklich auch ein sehr, sehr kraftvoller Ort. So ein Friedhof. Ja.

Sarah Thullner
Finde ich total inspirierend. Vor allem dieses demütig, was du vorhin gesagt hast. Ich glaube, das ist genau der Punkt, den ich auch immer wieder spüre. Man muss dazu sagen, meine Eltern wohnen genau gegenüber von dem Friedhof. Dadurch ist da die Berührung auch sehr oft da. Und wenn man dann doch mal die Abkürzung in Anführungszeichen nimmt, zu Ihnen nach Hause über den Friedhof. Finde ich immer wieder spannend, auch mal zu schauen auf den Gräbern, was da für ein Datum steht. Hatten Sie ein langes Leben? Hatten Sie ein kurzes Leben? War es vielleicht aber auch ein Kind? Ja, wo du ganz genau erkennst, das war jetzt ein ganz kurzer Zeit. Und wie du sagst, das kann dann ein für sich selbst noch mal ins Reflektieren bringen. Wenn ich jetzt an dem Tag heute Morgen nicht mehr aufwache. Was? Was berührt einen das? Er war waren Phasen im Leben dabei. Die, die vielleicht auch eine Geschichte des Abschieds mit reinkommen. Sind es Momente, wo man sagt Ja, das war berührend Und ich ich gehe da voll mit dir mit. Das ist wirklich immer mal wieder. Vielleicht, wenn man gerade so eine eigene Reflexionsphase hat, doch ganz wertvoll da mal diese Ruhe und diese eigenen Geschichten, die ein Friedhof zeigt und schreibt und geschrieben hat, doch mitzunehmen. Ja, kann ich nachvollziehen. Kann ich nachvollziehen. Ja, spannend.

Anja Kruppa
Früher hatte ich immer Angst vor Friedhöfen. Also da bin ich. Ich habe da einen großen Bogen drum gemacht. Also auch das ist nur ich sag mal ein Teil meiner Reise jetzt in den letzten zehn Jahren geworden. Das war früher ganz anders.

Sarah Thullner
Ah, okay, interessant. Also da war dann schon eher was Negatives behaftet früher mit dem Ganzen interessant gucken und so kann sich das dann doch wandeln wieder im Leben. Oder das aus einer negativen Emotionen doch wieder etwas wird, was ein wie du so schön gesagt hast, Demütig, dankbar und vielleicht auf eine gewisse Art und Weise, ohne dass uns jetzt die Zuhörer falsch verstehen, inspirierend sein kann. Ja, ja, genau. Genau. Ach, voll interessant, Anja. Da gibt es ja aber noch viel mehr, was du natürlich erzählen kannst. Und wie du auch schon am Anfang gesagt hast dein Leben war nicht linear. Es ist sehr viel passiert, was mir auch so ein bisschen hängen geblieben ist aus dieser. Ja, du hast ja verschiedene Trainingsformen angesprochen oder Workshops oder Begleitungen, die du tust in deiner Arbeit. Ein Punkt ist mir hängen geblieben. Du bietest auch Bogenschießen an, das ist wahrscheinlich dann eher nicht für nur Frauen, sondern bestimmt auch vielleicht für Unternehmen. Magst du uns da noch ein bisschen mehr Einblick geben?

Anja Kruppa
Ja, also das eine, was ich anbiete ist, dass man eben eine Coaching Session auch mit dem Bogenschießen verbinden kann, weil es dann auf dieser Erfahrungsebene einfach auch noch mal die Möglichkeit gibt, es anders zu reflektieren. Also wenn ich jetzt zum Beispiel eine Frau habe, die, die steht da und sagt Aber was soll ich denn jetzt machen, wenn ich jetzt hier mit dem Ziel auf der Scheibe bin? Was muss ich denn jetzt machen? Ja, loslassen. Aber ich kann nicht loslassen. Ich traue mich nicht loszulassen. Ja, dann. Dann ist es auch auch ein Teil des Coachingprozesses, sage ich mal, okay. Was? Was ist es? Ist es die Angst vorm Versagen? Oder ist es die Angst vor Kontrollverlust oder wie auch immer? Also man kann das auf dieser metaphorischen Ebene dann eben einbeziehen. Und genau was ich eben auch mache ist ist, das dann eben für Teams in Unternehmen anzubieten. Also Unternehmen, die dann sagen, wir machen hier eine Teamentwicklung, zum einen einfach so dieser gemeinsame Spaßfaktor, aber auch diese Selbstreflexion. Also wie gehe ich mit Niederlagen um? Zum Beispiel wenn ich jetzt beim Bogenschießen einen Pfeil vorbeischieße. Und wie kann ich das dann eben auch übertragen auf mein Leben? Okay, habe ich Angst vor, vor, Vor Fehlern oder vor vor Scheitern. Und deswegen versuche ich alles bis ins Detail zu planen und zu kontrollieren. Also diese Ebene, diese Erfahrungsebene hilft uns eben auch manchmal, Dinge zu erkennen in unserem Alltagsleben, die uns nicht so präsent sind oder die uns präsent sind. Das kann natürlich auch sein. Und wenn wir über einen längeren Zeitraum, dann zum Beispiel durch Bogenschießen oder auch andere Möglichkeiten auf dieser körperlichen Ebene daran arbeiten, kann uns das natürlich auch helfen, auf der mentalen Ebene das zu verändern. Ja.

Sarah Thullner
Total spannend. Sehr, sehr spannender Bereich, weil ich glaube, dieser Fokus, den man da auch braucht beim Bogenschießen, wie du sagst, dieses Loslassen, das habe ich so noch gar nicht gesehen. Natürlich, man muss ja, man muss ja den Bogen, man spannt ihn erst, man hat Haltung und dann lässt man auf einmal los.

Anja Kruppa
Ja, den Bogen hältst du fest. Der Bogen bleibt bei dir, aber die Sehne lässt du. Genau.

Sarah Thullner
Und da lasse ich das los. Das habe ich so wirklich noch gar nicht gesehen. Das ist ein ganz, ganz spannende Betrachtung von dem Ganzen. So kann man ja den Sport auch mal ganz anders noch mal wahrnehmen. Ja.

Anja Kruppa
Und tatsächlich ist es ja auch so, das Loslassen, also sowohl auf diese Weise beim Bogenschießen als auch bei im Leben an sich. Zum einen ist es eine Entscheidung. Auch ich bin bereit loszulassen. Und gerade beim Bogenschießen ist es auch nicht so, dass du die Finger dann öffnest, sondern du im Endeffekt hörst auf zu halten und.

Sarah Thullner
Der Bauch kurz Ja, du hörst auf zu halten. Ich ich muss gerade wiederholen. Ja, stimmt, Stimmt. Spannend. Ja.

Anja Kruppa
Du entspannst dich. Ja, und so ist es bei Loslassprozessen im Endeffekt auch. Ja, Das eine ist quasi erst mal dieses Ich. Innerlich auch. Bin ich bereit loszulassen? Bin ich bereit, das, was mich da noch festhält in meiner Vergangenheit oder so und da bin ich bereit, das loszulassen. Was braucht es vielleicht auch noch dafür? Ja, was braucht es vielleicht auch noch dafür? Was möchte ich noch gefühlt werden? Was möchte noch getan werden? Was möchte noch ausgesprochen werden? Ja, jetzt gerade. Also sowohl im Leben als auch beim Bogenschießen. Ja, vielleicht möchte ich mich noch ein bisschen anders hinstellen oder so und deswegen diese Übertragung. Es ist super einfach oder einfach Es ist eigentlich super einfach loszulassen und dennoch ist es eben ein intensiver Prozess. Genau. Wie sagt man so schön es ist. Es ist leicht. Es ist einfach, aber nicht leicht. Oder irgendwie so oder andersrum.

Sarah Thullner
Ja, absolut. Absolut. Ich glaube, du hast gerade unseren Zuhörern ganz viele neue Bilder in den Kopf gezaubert und was da so vielleicht mit dem einen oder anderen selber passiert, wenn man so überlegt, man steht da und darf diesen Bogen abschießen. Ich glaube, das ist schon noch mal eine ganz, ganz spannende Vorstellung für einen selber. Ja, also ich ich kann es ja aus Erfahrung selber sagen. Ich finde es ein ganz interessanter Prozess. Würde es jedem mal empfehlen und da finde ich das so schön. Du gibst ja verschiedene Möglichkeiten, wie man ja wie gesagt mit dir arbeiten darf. Und unter anderem finde ich es auch total schön, dass du sagst, du bietest auch kostenlose Workshops an, da hast du, glaube ich, jetzt sogar demnächst wieder eine Möglichkeit, dich kennenzulernen. Oder ähm, erzähl uns mal mehr.

Anja Kruppa
Ja, sehr, sehr gerne. Also am 10. Mai startet ein Einwöchiger ein einwöchiges Webinar, wie man das so schön nennt und das heißt Atempausen. Und im Endeffekt geht es genau darum, dass wir uns in unserem Daily Castle immer mal wieder eine Atempause erlauben dürfen. Und da ja die Menschen und die Frauen so viel beschäftigt sind, ist es eben auch auch ein eine komprimierte Art und Weise, die ich mir da so überlegt habe und und auch den Frauen ermögliche, in dieser einen Woche ja zum einen zu reflektieren, aber eben auch immer wieder zur Ruhe zu kommen, immer wieder auch für sich diese Wahl zu treffen. Ich darf jetzt mal für drei Atemzüge einfach nur an mich denken, einfach nur bei mir präsent sein. Und diese Begleitung über diese Woche ist im Endeffekt so, dass es einzelne Audios gibt. Eine Meditation gibt auch schon wenn man sich anmeldet, bekommt man eine Meditation geschenkt. Die Atempause. Oh schön. Ja, also herzlich eingeladen. Und dann machen wir noch zwei Livecalls auch, also in diesen acht Tagen. Und der eine Live Call ist am 13. Mai, der andere Live Call ist dann am 17. Mai an dem Sonntag. Und bei diesen Live Calls geht es eben auch noch mal darum, auch noch mal durch Übungen auch tiefer einzutauchen. Dann noch so die ein, zwei Dinge, die mir noch wichtig sind, auch zu erklären. Das ist wie gesagt, ich nehme gerne den Verstand mit und gleichzeitig dann eben, wie es so schön sagt, die Körperin oder den Körper. Weil wir. Wir können uns nicht entspannt denken nur Ja, wir brauchen unseren Körper. Wenn der Körper die ganze Zeit in im Überlebensmodus, wie man es ja so schön sagt, drin steckt durch diesen Fight or Flight Mode dann dann ist da so viel Spannung im Körper und die möchte entspannt werden und durch. Also wir können quasi vom Kopf in den Körper und vom Körper in den Kopf. Also es geht quasi in beide Richtungen. Und in meinem Webinar oder auch in meinen anderen Angeboten nutze ich eben beide Wege. Das eine braucht das andere.

Sarah Thullner
Ist ja keine Einbahnstraße. Das ist es ja, genau das dürfen wir uns, glaube ich, immer wieder vor Augen führen. Das ist keine Einbahnstraße und das darf fließen. Von oben nach unten, von unten nach oben. Und dann funktioniert es vielleicht nicht sofort, weil du vorhin ja auch so schön erwähnt hast, dass deine Kundinnen gerne auch mal sagen So, jetzt muss sofort alles geändert werden. Das funktioniert nicht immer. Ich glaube, da braucht es einfach viel mehr. Weil, meine ich, ich habe das bei mir gemerkt. Wenn man Jahrzehnte lang gewisse Muster einfach verfolgt, ist es ein Irrglaube zu sagen, innerhalb von drei Tagen lässt sich dieses Jahrzehnte aufgebaute Muster verändern. Das funktioniert nicht. Das wirst du mir bestätigen, oder?

Anja Kruppa
Also insofern ist es ein. Also ein Entwöhnungsprozess. Ja, und manchmal ist es tatsächlich so, dass es einen Klick macht und ich habe etwas verstanden. Und dann gibt es vielleicht noch. Dann muss es noch ein bisschen tiefer sinken. Also jetzt auch so als als Beispiel. Ich habe eine Zeit lang in meinem Leben habe ich geraucht und. Und ich habe immer wieder ja, hätte ich jetzt gar.

Sarah Thullner
Nicht.

Anja Kruppa
Vermutet.

Sarah Thullner
Anja Da kommen ja ganz, ganz neue Seiten raus. Ja.

Anja Kruppa
Genau.

Sarah Thullner
Okay, du hast geraucht. Ja. Spannend. Ja.

Anja Kruppa
Genau. Und. Und es gab immer wieder Phasen in meinem Leben, wo ich aufgehört habe. Ja, ich glaube, das kennt jede Raucherin. Jeder Raucher. Das ist quasi. Wir hören mehrmals auf. Und. Und das eine Mal war es einfach. Quasi ich. Ich habe ein Buch bekommen, endlich Nichtraucher. Und ich habe das nur auf meinen Tisch gestellt und ich habe es nie gelesen. Aber in dem Moment habe ich aufgehört zu rauchen. Also das war quasi ein mein Körper war bereit. Diese Entscheidung war getroffen und ich habe aufgehört von jetzt auf gleich.

Sarah Thullner
Wahnsinn.

Anja Kruppa
Naja und das ist halt. Also deswegen will ich sagen, es gibt Muster, die sich über Jahre und Jahrzehnte eingeschlichen haben, die wir wirklich sofort unterbrechen können und gleichzeitig das, was du auch sagst, ja, viele von den Mustern beschreibt das auch gerne mit diesen Autobahnen. Ja, das sind diese achtspurigen Autobahnen und es rollt und es ist super bequem. So, und jetzt möchten wir was verändern und dann müssen wir uns erstmal durchs Dickicht schlagen und müssen die Machete auspacken und die Äste erstmal beiseite hauen, dass wir da durchkommen, weil wir das nicht mehr gewohnt sind. Ja, das ist zugewachsen, zugewuchert. Das heißt, es kostet einfach viel mehr Anstrengung, diesen Weg zu gehen. Und wenn ich jetzt zum Beispiel das Rauchen Thema nehme natürlich gibt es dann immer wieder Situationen, wo dann das alte Muster kommt und sagt so, Ah, komm, hier eine Zigarette und alles löst sich. Natürlich Bullshit. Aber das ist dann im Endeffekt der Moment, wo viele dann auf die Autobahn zurückkehren und dann wieder mit 180 durchbrettern und eben abbiegen von ihrem Trampelpfad. Ja, also das ist so natürlich für uns wichtig zu wissen, dass es, selbst wenn wir wieder zurückgezogen werden auf die Autobahn ein ganz natürlicher Teil eines Veränderungsprozesses sein kann. Und wir dürfen in dem Moment freundlich mit uns sein, liebevoll mit uns sein und uns wieder klar dafür entscheiden. Und ich wähle jetzt erneut den Trampelpfad. Also darum geht es ja im Endeffekt immer wieder neu diese Wahl zu treffen. Jeden Moment neu.

Sarah Thullner
Im Endeffekt total schönes Bild, vor allem gerade, wo du gesagt hast, liebevoll mit sich zu sein. Das ist man im Alltag manchmal nicht so. Ja, da hast du absolut recht. Aber du hast uns, glaube ich. Also ich spreche jetzt mal wahrscheinlich für die Zuhörer und Zuhörerinnen. Du hast uns, glaube ich, so viele schöne Bilder geschenkt, wo man sich selbst jetzt mal sehen konnte, einen Perspektivwechsel vollziehen konnte. Ich finde es total spannend. Und ja, an der Stelle auch ein kleiner Appell an liebe Zuhörerinnen. Also das gerade gehörte Workshop beginnt bald, da darf man kostenlos teilnehmen und danach geht glaube ich eine neue Session bei dir los, oder mit wem?

Anja Kruppa
Flow Ja, genau. Ich habe ein Programm. Eine Reise, die über mehrere Wochen geht und diese eine Reise, die endet jetzt. Und. Und die neue Reise startet dann Ende Mai. Und diese Flow Reise. Das ist so für mich einfach auch so eine Möglichkeit, wieder in dieses Fließen kommen zu können. Also raus aus diesem Abarbeiten, aus diesem Funktionieren. Wirklich wieder rein in dieses okay. Wie fühlt es sich denn an, wenn ich mit mir und dem Leben fließe, anstatt dagegen zu kämpfen oder schneller rennen zu wollen als als der Fluss, oder? Ja, also einfach auch um da wieder diese Bilder zu nutzen. Schwimme ich gegen den Strom oder rase ich den Fluss hinunter und kriege gar nicht mit, was rechts und links um mich herum überhaupt passiert? Da bin ich schneller als als ich selbst. Ja, und.

Sarah Thullner
Dann holt man sich da manchmal selber? Ja, genau. Total. Genau.

Anja Kruppa
Und in dieser. Also es werden dann 19 Wochen sein, weil es ja auch so über den Sommer geht, also bis Oktober. Und da haben wir sechs Module und diese Module. Da gibt es sowohl Input Videos als auch Meditationen als auch eben, ähm, paar körperliche Übungen, um, wie gesagt, das was ich sagte, auch den Körper mitzunehmen. Und da geht es um das Thema Selbstkenntnis, um die Selbstwahrnehmung, um die Selbstannahme, auch um die Selbstwertschätzung. Und es geht sehr stark darum. Das sind so die Herzstücke am Ende, wo auch dieses, ähm, ja, dieses sich selber anzunehmen, aber auch Frieden zu schließen mit seiner Vergangenheit und mit dem, was eben im Leben gerade da ist. Ähm, genau. Das sind so die Module, die dir, die wir da durchgehen und wie ich finde, eine sehr schöne Reise, immer tiefer in sich selbst hinein. Ähm, genau.

Sarah Thullner
Total spannend. Ich Ich habe echt. Ich habe da gerade schon so eine richtig visuelle Vorstellung, wie das so ist, wie man da mit dir mitgehen darf und kann Und richtig schön. Und vor allem finde ich es ja jetzt auch so vom Zeitablauf so was Schönes, weil wir kommen ja jetzt in so eine Reisezeit auch rein. Das heißt also, ich glaube, jetzt beginnen ja auch so die ersten Feiertage, wo man sich vielleicht auch mal mehr aus dem Alltag rausnimmt. Und ich glaube, das ist ein ist eine schöne, ja Zeitmoment, das mitzunehmen, was du da anbietest. Richtig schön. Und auch für alle, die sich jetzt gerade inspiriert fühlen Ihr wisst ja ganz genau, in uns, in meinen ShowNotes könnt ihr alles noch mal erkennen, lesen und Kontakt zu Anja aufnehmen und mit ihr auf die Reise gehen. Und ja, das ist total schön. Ach Anja, ihr glaube ich, wir könnten noch eine Runde weiterplaudern, aber es sind schon so langsam am Ende und ich würde genau dieses das was jetzt so durch den Podcast mitgezogen wurde, diese Bilder von Reisen und Mitnehmen und Selbsterkenntnis. Genau, gerne jetzt nochmal an dich zurückgeben. Und magst du noch ganz spezielle besondere Worte an unsere Zuhörer geben? Ähm, ja. Magst du einfach noch mal was sagen?

Anja Kruppa
Ja, also für mich ist es immer ganz wichtig, Gerade wenn ich mit Menschen arbeite oder auch meine eigene Erfahrung für mich reflektiere, ist es Wir sind so häufig abgeschnitten von uns selbst und getrennt von unserer Intuition, von unserer Wahrnehmung. Weil wir es ich sag mal, habe ich vorhin schon gesagt dieses verlernen mussten, weil unser Umfeld nicht damit umgehen konnte. Auf eine gute Art und Weise. Und das ist mir einfach das Allerwichtigste, dass wir wieder lernen, mit uns in Kontakt zu kommen, uns wahrzunehmen, uns zu spüren, uns auch wirklich wichtig zu nehmen, uns ernst zu nehmen. Und das ist für mich eigentlich so die Quintessenz meiner Arbeit. Und dieser Wunsch an alle Frauen, aber auch Männer und alles dazwischen, dass ich einfach sage Nimm dich wieder wahr, schenk dir die Zeit für dich. Immer wieder. Auch wenn es kleine Momente sind, drei Atemzüge sind ja dieses kurze Check in. Okay, wie geht es mir gerade? Was ist gerade da und erlaubt dir diese Pausen für dich und erlaubt dir auch. Also oft haben wir ja, das habe ich immer wieder, auch bei Klientinnen Ja dann dieses und ich muss immer glücklich sein und alles muss immer easy peasy laufen. Erlaubt dir die Momente, wenn du gerade nicht glücklich bist, auch traurig zu sein und erlaubt dir auch diese Wut, diese diese Angst, was auch immer gerade für einen, für ein Gefühl da ist, die auch zu fühlen. Drück sie nicht weg und schiebe sie nicht weg, sondern sei mit denen genauso wie mit der Freude, weil dann kann natürlich Freude viel intensiver werden, wenn ich mir auch erlaube, die anderen Gefühle zu fühlen. Also es geht darum, mit dem was ist, wieder in Kontakt zu kommen, mich wahrzunehmen, das, was gerade für mich dran ist, auch wieder lernen wahrzunehmen. Das ist so wie inspirierend.

Sarah Thullner
Ja, vielleicht fühlt sich jetzt jemand auch dazu inspiriert, nachdem der Podcast jetzt dann gleich vorbei ist. Vielleicht einfach mal, wie es vorhin so schön gesagt hast, dreimal zu atmen und vielleicht auch noch mal für sich ein paar Minuten zu nehmen, wäre schön. Oder wenn wir das mit diesem Podcast erreicht haben und vielleicht Impulse setzen konnten. Ich finde es wirklich sehr schön, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du gezeigt hast, wie ein Leben aus einer ganz disziplinierten Art und Weise in eine auch disziplinierte Lebensart umzugehen, aber viel achtsamer, viel wertvoller für sich selbst zu sein und.

Anja Kruppa
Viel mehr im Fluss vor allen Dingen. Also darum geht es ja, dieses in mir überhaupt wahrzunehmen und fließen zu lassen. Ja, auch.

Sarah Thullner
Total schön Und vielen Dank für alles, was du mit uns geteilt hast, liebe Anja.

Anja Kruppa
Ja, liebe Sarah, ich möchte auch Dir ganz herzlich Danke sagen für diesen Raum, den du hier auch ermöglichst für all die Frauen und Männer, die was teilen möchten. Und ja, ich habe mich sehr wohl gefühlt.

Sarah Thullner
Das ist sehr schön. Vielen Dank für die Rückmeldung. Und ja, ich finde, das war eine sehr inspirierende Folge. Liebe Anja, und in diesem Sinne sagen wir doch gemeinsam noch Tschüss.

Anja Kruppa
Sehr gerne.

Sarah Thullner
Habt alle einen schönen Tag. Bis dann. Tschüss.

Anja Kruppa
Ciao.