Happy Business
Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit von Sarah Thullner
Dieser Podcast soll dir einen Einblick in andere Unternehmen, in den Business-Alltag als Selbstständige und viele weiter Impulse, Tipps und Mehrwert geben.
Mein Impuls: Voneinander lernen!
Der "Einsteige" soll den "langjährigen Unternehmer" inspirieren neue Wege ins Business zeigen. Der "erfahrene Unternehmer" soll dem "Starter" Mut machen.
Das ALLES ohne Anstrengung, Erwartung und Voraussetzung.
Erfahre von steinigen Berufswegen oder ganz viel Leichtigkeit im Umgang mit manchen Aufgaben.
Im Wechsel von Solofolgen von mir, Sarah Thullner, und meinen Interviewpartnern wünsche ich Dir ganz viel Freude beim Zuhören und freue mich, wenn du ein Teil meiner Community wirst.
Du hast selbst Lust eine Folge mit mir zu machen oder mir eine Empfehlung für einen Interviewpartner?
Dann melde dich bei mir podcast@sarah-thullner.de
Gefällt dir mein Podcast?
Deine Bewertung und Worte zu meinem Podcast sind mir sehr wichtig. Mit deiner Stimme kann ich mehr Unternehmer dabei unterstützen, ihr Business und den Weg dorthin zu erzählen, also lass deine Meinung hier oder sei gerne die nächste Podcast-Stimme.
Sei herzlich gegrüßt und wir hören uns,
Sarah
Happy Business
#generationen // Gemeinsam statt gegeneinander arbeiten mit Melissa Kanthak
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Wie gelingt Zusammenarbeit, wenn unterschiedliche Generationen, Erfahrungen und Erwartungen aufeinandertreffen?
In dieser Folge von Happy Business spreche ich mit Melissa Kanthak, Unternehmensberaterin, systemischer Coach/Trainerin und zertifizierter Big Five for Life Coach. Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, warum wir Menschen so schnell in Schubladen stecken – und welches Potenzial verloren geht, wenn wir uns nicht wirklich begegnen.
Melissa erzählt von ihrem Weg aus der Bankenwelt in die Selbstständigkeit, ihrer Arbeit mit generationenübergreifenden Teams und davon, warum Stärken wichtiger sind als vermeintliche Schwächen. Außerdem sprechen wir über die Big Five for Life und wie persönliche Werte und Lebensziele sowohl im Berufs- als auch im Privatleben Orientierung geben können.
In dieser Folge erfährst du:
- Warum Generationen voneinander lernen können statt gegeneinander zu arbeiten
- Weshalb Stärken wichtiger sind als vermeintliche Schwächen
- Wie die Big Five for Life dabei helfen können, den eigenen Weg klarer zu sehen
- Warum Perspektivwechsel viele Konflikte entschärfen können
Impuls aus der Folge:
- Menschen sind mehr als ihre Rolle, ihr Alter oder ihre Berufsbezeichnung.
- Je besser wir verstehen, was andere geprägt hat, desto leichter fällt es uns, wertschätzend zusammenzuarbeiten – im Unternehmen genauso wie im privaten Umfeld.
Reflexionsfrage der Folge
Welche Schublade hast du in letzter Zeit geöffnet – oder vielleicht sogar geschlossen? Und welche neue Perspektive könnte dadurch entstehen?
Besonderes Geschenk für die Hörerinnen und Hörer
Melissa hat exklusiv für die Community von Happy Business ein besonderes Angebot vorbereitet:
Wenn du dein persönliches Big Five for Life Paket bei ihr buchst und erwähnst, dass du über den Podcast kommst, erhältst du zwei zusätzliche Coaching-Sessions à 90 Minuten kostenlos dazu. So begleitet Melissa dich insgesamt zehn Wochen auf deinem Weg zu mehr Klarheit und persönlicher Entwicklung.
🎙️ Viel Freude mit dieser Folge von Happy Business.
Wenn dir die Episode gefallen hat, freue ich mich über deine Bewertung, dein Feedback oder wenn du den Podcast mit Menschen teilst, die sich für Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung und moderne Zusammenarbeit begeistern.
Melissa Kanthak ist systemische Coachin und begleitet Unternehmen dabei, die verschiedenen Generationen im Unternehmen zu verbinden, damit sie eine Sprache sprechen und Konflikte gar nicht erst entstehen. Ihre Vorgehensweise ist dabei stärkenorientiert und praxisnah, damit eine Umsetzung schnell und einfach im Arbeitsalltag gelingt.
Kontakt zu Melissa Kanthak:
LinkedIN: Melissa Kanthak | LinkedIn
Homepage: www.melissa-kanthak.de
Link Zum Big Five For Life Erstgespräch: https://tidycal.com/melissakanthak/bffl
Schön, dass du meinem Podcast "Happy Business" hörst!
Du möchtest mehr über mich, Sarah Thullner, erfahren?
Dann schau doch auf meiner Homepage https://sarah-thullner.de/
Oder schreibe mir direkt eine Mail: office@sarah-thullner.de
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Wunderbar, ich freue mich drauf - schreibe mir dazu eine Mail an podcast@sarah-thullner.de über welches Thema du gerne in dem Podcast sprechen möchtest oder was dir auf dem Herzen liegt.
Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner
Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit
Sarah Thullner
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von HappyBusiness. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast. Oder vielleicht auch das erste Mal. Ich freue mich, dass du zuhörst. Heute ist es wieder eine Folge mit einer Interviewpartnerin. Die liebe Melissa. Und jetzt darf ich einen anderen Namen sagen, weil sie verheiratet ist. Kanthak. Wir haben uns noch, nämlich unter Adam kennengelernt. Habe ich heute an meiner Seite. Sie ist super vielseitig, aber ich starte mal mit dem Wort Unternehmensberatung und sie wird euch erzählen, was sie noch alles macht. Weil das ist nur eine Betitelung, die ich jetzt hier gerade erwähne und daher herzlich willkommen, liebe Melissa. Schön, dass du in meinem Podcast bist.
Melissa Kanthak
Vielen Dank für die Einladung, liebe Sarah.
Sarah Thullner
Melissa erzählt uns Jetzt habe ich ja schon ein bisschen angeteasert. Unternehmensberatung ist ein eine Betitelung, die zu dir als Businesskontext gehört. Aber was ist es denn noch? Erzähl uns wer bist du? Was machst du?
Melissa Kanthak
Im Großen und Ganzen liebe ich es, Schubladen zu öffnen. Ich glaube, das ist so der Überbegriff über allem, was ich tue. Und es zeigt sich vor allem im Generationenthema. Ich begleite Unternehmen in dem Prozess, Jung und Alt miteinander zu verbinden. Im Unternehmen sei es Azubis mit Ausbildern, sei es aber auch Teams untereinander, die altersgemischt sind, weil wir doch in ganz vielen Schubladen drinstecken, die wir über den anderen haben oder die anderen haben und ich das einfach so schade finde, weil wir da ganz viel Potenzial auf der Straße lassen, was Teamarbeit angeht, was persönliche Entfaltung angeht. Ja, und da begleite ich Unternehmen, da den richtigen Weg zu finden, weil da auch da gibt es wie bei vielem im Leben keine Lösung, die für alle passt. Genau. Und dann Du hattest schon gesagt, ich habe viele Interessen, begleite ich auch zusätzlich, sowohl im Unternehmenskontext als auch im privaten Kontext Menschen dabei, ihre eigenen Big Five for life herauszufinden. Also für alle, die das Buch kennen oder das Buchcafe am Rande der Welt. Da geht es um die größten Lebensziele, die wir alle haben. Und jeder von uns hat Ziele und Wünsche und Träume. Und ich unterstütze dabei, die auch Wirklichkeit werden zu lassen.
Sarah Thullner
Da möchte ich direkt einsteigen. Big five for life. Erzähl uns, wie kam es zu dieser Thematik mit diesem Buch? Das finde ich so inspirierend. So haben wir uns ja auch kennengelernt mit diesem Thema und ich fand das da schon total interessant, wie man das aufgreifen kann. Erzähl uns, wie kam es dazu?
Melissa Kanthak
Das Buch begleitet mich tatsächlich schon die Hälfte meines Lebens jetzt. Also ich habe das so mit 1516 gelesen, bin jetzt Mitte 30. Und ich habe das Buch damals von meiner Mama bekommen, Die hat es gelesen, hat gesagt Lies das. Das ist ein super gutes, spannendes Buch. Schöne Geschichte. Und in diesem Buch geht es darum, dass Joe in einer Lebenskrise steckt und Thomas kennenlernt. Und Thomas ist ein erfolgreicher Unternehmer, der sein Unternehmen nach dem Big Five for Life lebt und auch seine Mitarbeiter danach führt. Das heißt, es geht im Prinzip darum, die Mitarbeitenden zu stärken, ihre Lebenswünsche Realität werden zu lassen, ihre Stärken in ihren Wünschen zu sehen und sich dann auch beruflich danach auszurichten. Und in dem Konzept geht es beispielsweise darum, dass eine Mitarbeiterin von Thomas total gerne reist. Und dann haben die beschlossen Okay. Hey, die war vorher im Marketing, war da auch super gut. Ähm. Und er hat gesagt Hey, wir müssen dich eigentlich fördern. Und in dem Buch macht sie dann ein Reisebüro für die Mitarbeitenden auf. Also quasi ein neuer Geschäftszweig, wo auch Externe quasi Reisen buchen können. Aber sie vor allem für die Mitarbeitenden diese Reisen plant und in die Umsetzung geht, weil es ihre Leidenschaft ist und das Unternehmen am Ende des Tages davon profitiert.
Sarah Thullner
Spannend. Und was hat das Buch mit dir dann gemacht? Also war es dennoch, muss man gestehen, schon noch sehr jung, wo du es gelesen hast. Was ist da passiert? Bei dir? Ich bin neugierig.
Melissa Kanthak
Also ich bin ganz blauäugig in die Arbeitswelt eingegangen. Ich hatte natürlich schon Ferienjobs und Minijobs und solche Sachen auch während der Schulzeit. Aber nachdem ich dann im Beruf angekommen bin, habe ich gemerkt So, ja, das ist gar nicht so, dass die Unternehmen einen nur in den Stärken fördern, sondern es ist ganz oft so, dass die Schwächen zu Stärken gemacht werden sollen und dass man, ähm, ja die eigenen Fähigkeiten immer bewertet werden. Also bei mir war das ganz oft in all meinen Zeugnissen, auch in der Schule stand immer Melissa ist viel zu ruhig. Melissa muss man mehr aus sich rauskommen? Ähm, ja. Heute stehe ich auf Bühnen. Heute mache ich Workshops.
Sarah Thullner
So viel dazu. Zu ruhig und zu still.
Melissa Kanthak
Genau. Und macht es. Aber eben auf meine Art, weil ich eben in diesem Ruhigen Beobachtenden auch meine Stärke gefunden habe. Und das ist so auch auch der Kern, dass wir eben mehr auf das gucken müssen, was kann jemand. Weil nur weil jemand etwas gut kann, heißt es nicht, dass es den Stärken entspricht und die Person das gerne macht.
Sarah Thullner
Oh, das ist ein ganz entscheidender Satz. Und da gehen wir noch mal tiefer rein. Ja, da bin ich vollkommen bei dir. Da hast du, da hast du richtig was ausgelöst. Ja. Wie oft? Wie oft sagen wir das? Und vor allem, wie oft? Diese Frage, die kennst du bestimmt auch. Hast du schon so oft gehört? Was sind ihre Stärken und Schwächen? Wo ich immer wieder denke, dieses Warum muss etwas, was mir vielleicht nicht so gut liegt, immer gleich eine Schwäche sein? Das ist einfach nur. Ich habe einen anderen Fokus. Ich bin vielleicht auch anders erzogen worden. Ähm, wenn du gerade sagst, dieses ruhige Es gibt ja auch Kulturen, wo eher das ruhige Etwas halt auch von der Kultur mit sich bringt. Ja, wo man einfach sagt, das ist eigentlich eine Attitüde, man ist ruhig, man soll so sein. Also ich finde es so spannend. Erzähl was, Was ist dir da alles so begegnet? Schon in deinem Berufsleben?
Melissa Kanthak
Ja. Also ich glaube, ich würde gerade noch mal das Thema ruhig aufgreifen, einfach weil ich ja in meiner Arbeit auch über Alter spreche oder Altersgruppen sprech, aber natürlich auch die Themen Männer und Frauen streife. Deswegen würde ich das ganz gerne an der Stelle mal noch mal in den Vordergrund rücken, dass ja auch Mädchen beispielsweise eigentlich als ruhig und zurückhaltend erzogen werden, immer noch und die Jungs immer die Raufbolde sein dürfen. Und im Berufsleben beruflichen Kontext ist es aber nicht mehr gern gesehen, dass er bzw dann. Junge Frauen sollen immer noch gute Arbeit leisten, sie dürfen aber nicht zu laut sein. Also auch da haben wir ja so eine Diskrepanz. Ähm und laut sein oder auch leise sein ist ja weder eine Stärke noch eine Schwäche ist, sondern es kommt ja immer darauf an Bin ich an der richtigen Position im Leben, dann ist es eine Stärke. Bin ich in der falschen Position, im Leben im Unternehmen, dann ist es eine nicht eine Schwäche, aber ein Potenzial, das ich verändern könnte.
Sarah Thullner
Die Formulierung finde ich toll. Ja, genau. Potenzial, das ich verändern kann, Weil ich kann mit diesem Wort Schwäche einfach nichts anfangen. Ja, absolut. Schön formuliert. Schön formuliert. Ja, Ja.
Melissa Kanthak
Danke schön.
Sarah Thullner
Und dann? Jetzt, Wenn wir abgekommen. Aber weil du ja das Thema gerade aufgegriffen hast. Wie ging es dann weiter? Du hast das Buch gelesen. Du bist ins Berufsleben eingestiegen. Wie hat dich das dann weiter begleitet, dass du zu deinem Thema wurde?
Melissa Kanthak
Ähm, also zum einen habe ich immer schon gedacht okay, wir müssen mehr auf die Stärken gucken. Wir müssen mehr darauf gucken. Wer ist jemand? Nicht was kann jemand, sondern wie ist die Person? Welche? Welche Potenziale hat sie, die sie selber vielleicht sieht oder auch noch nicht sieht? Und wie kann man das stärken? Und ich komme ursprünglich aus der Bank und war da im Vertrieb auch als Filialleiterin. Da kommt auch das Generationenthema her. Kurzer Schwenk ähm, damals war ich 26 und mein Team 45 plus ähm also auch da.
Sarah Thullner
Sorry, das braucht kurz, weil das ist Wahnsinn. Das ist ja der Wahnsinn. Das ist eine ganz, ganz, ganz herausfordernde Situation für dich gewesen, oder?
Melissa Kanthak
Ja, absolut.
Sarah Thullner
Okay. Erzähl weiter.
Melissa Kanthak
Und da habe ich zum einen natürlich das Generationenthema erlebt, aber eben auch das Thema Stärke. Weil wir hatten natürlich in der Bank hat man jeder kennt Bausparvertrag, Geldanlage, Versicherungen, Bankprodukte rundherum ganz bunter Blumenstrauß. Ähm, aber nicht jedem liegt jedes Thema gleich gut. Und trotzdem hatten wir Ziele pro Person, weil klar im Vertrieb. Wir müssen irgendwie den Laden am Laufen lassen. Wir müssen Umsatz machen, damit unsere Gehälter gezahlt werden können. Und trotzdem war immer der Anspruch, dass jeder in jedem Bereich sein Ziel erfüllt. Das funktioniert aber nicht, weil nicht jeder ist mit jedem Thema gleich connected. Und es ist egal, ob das die Bank ist, ob das Maschinenbauunternehmen ist oder ob das unsere privaten Themen sind. Jeder Weg ist unterschiedlich und das auch zu honorieren und auch anzugucken. Auch gerade beim Altersthema. Woher kommt jemand? Was hat die Person geprägt, zahlt, hat total auf die Big Five for Life ein, weil die Big Five eben ja nicht nur Ziele sind im Sinne von die hake ich irgendwann ab, sondern es geht auch viel um Welche Werte habe ich, welche Haltung habe ich dem Leben gegenüber? Und das kann man sowohl im Unternehmenskontext super gut ausbauen, eben aber auch im privaten Umfeld. Und das ist auch so, weil du ja nach meinem Weg gefragt hast. Mich hat das Buch immer beschäftigt und ich habe immer überlegt, wie kann ich diese Big Five in meinen Alltag integrieren? Wie kann ich andere dazu motivieren, ihre Ziele, ihre Big Five zu lesen? Und ich habe dieses Buch schon so oft verschenkt und so oft weiterempfohlen. Und irgendwann hat John Strelecky, also der Autor des Buchs und der Entwickler des Konzepts, eine Ausbildung angeboten. Und die habe ich gemacht. Und seitdem bin ich quasi zertifizierter Big Five for Life Coach.
Sarah Thullner
Wie spannend, wie spannend. Ich glaube, das ist vielen gar nicht bewusst. Also wäre das Buch vielleicht kennen. Das ist eine Ausbildung dazu gibt. Das ist ja interessant. Ja. Wie schön. Ja. Wann hast du die denn gemacht? Weil. Ich meine, es war schon ein interessanter Werdegang, bis wir gerade jetzt schon erreicht haben. Aber wann hast du das dann? Wann bist du das dann angegangen?
Melissa Kanthak
2022, glaube ich, hat es angefangen. Das ging knapp ein Jahr. Ich glaube, im Januar 23 habe ich die Prüfung gemacht. Ja, irgendwie so was. Genau. Und seitdem arbeite ich mit der Methode. Es wurde tatsächlich auch nur zwei Jahre angeboten, die Ausbildung mit John und seitdem tatsächlich gar nicht mehr. Deswegen bin ich so ein kleines Einhorn, was das Thema angeht.
Sarah Thullner
Mega total als Alleinstellungsmerkmal oder wie? Grandios. Absolut richtig gut. Richtig gut. Okay, das heißt also, wir greifen ja zurück. Dann sind es jetzt drei Jahre, die du mit diesem Thema umgehst. Gehen wir mal noch einen Schritt zurück. Du hast erzählt, du kommst aus dem Bankwesen und hast da als Führung. Wie ging es denn dann da weiter, bevor jetzt die Ausbildung kam?
Melissa Kanthak
Ich würde es manchmal als holprigen Weg bezeichnen. Der eben.
Ich habe während meiner Zeit als Filialleiterin auch gemerkt Hey, irgendwie. Das mit den Kunden mag ich total. Ich liebe die Arbeit mit meinen Kollegen, obwohl wir so unterschiedlich arbeiten und Arbeit definieren. Ich habe aber trotzdem gemerkt, dass das Konstrukt zu meinen Stärken und meinen Werten und zu dem, was ich der Welt gerne geben möchte, einfach nicht mehr passt.
Es gab natürlich auch ein paar Faktoren. Ich glaube, jeder, der schon mal ein Unternehmen verlassen hat, verlässt das Unternehmen nicht aus einem Grund, sondern es ist ein, manchmal ein Blumenstrauß an verschiedenen Themen, wo man sagt hm, dann der ein oder anderen Stelle, da knarzt irgendwie und irgendwann ist der Punkt, wo man sich entscheiden muss. Kann ich, will ich so weitermachen oder will ich etwas anderem die Chance geben? Und so war es bei mir. Ich wollte einfach etwas anderem die Chance geben. Habe dann das Unternehmen verlassen, habe dann im Finanzbereich einen anderen Arbeitgeber gefunden und parallel mit meiner ersten Coachingausbildung angefangen, weil ich einfach gesagt habe, wenn ich mit Unternehmen, wenn ich mit Menschen arbeite, will ich das fundiert machen und nicht einfach aus dem Bauchgefühl heraus. Ähm, Das ist so mein Qualitätsanspruch auch an mich, dass ich da einfach ja mit mit den richtigen Tools, den Menschen begegnen kann und den Unternehmen begegnen kann. Genau. Und dann habe ich, war ich drei Jahre noch mal dort. Und dann habe ich gemerkt So, es ist schön hier, Top Arbeitgeber. Also, wenn mein Lebenslauf mal im Detail angucken möchte, ähm, kann ich auch empfehlen.
Sarah Thullner
Steht auf deiner Homepage, kann man da nachlesen. Oder man geht einfach auf LinkedIn. Sehr gut, sehr gut. Sehr guter Impuls. Dann schaut man ihn da mal nach.
Melissa Kanthak
Ja, deswegen. Deswegen war es auch nie ein Ich will weg von denen, sondern es war hin zu Ich möchte was Neues machen. Ich möchte meine Interessen noch mehr leben. Ähm, noch mal mein Arbeitsalltag freier gestalten und habe mich dann selbstständig gemacht. Also berufsbegleitend. Erst noch die ersten paar Monate und dann habe ich gesagt okay, irgendwie mich kitzelt, Ich muss es jetzt probieren, weil ich will es am Ende meines Lebens nicht bereuen. Genauso wie die Big Five am Ende des Lebens sollten wir dastehen und sagen War ein cooles Leben, war vielleicht ein wilder Ritt, aber ich bereue nichts. Ich habe alles gemacht, was ich ausprobieren wollte. Ja, und jetzt stehe ich irgendwie vier Jahre später da und denke mir so Ja, das war kein einfacher Weg, aber es war der richtige Weg für mich.
Sarah Thullner
Und, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr seht ja jetzt nicht, deswegen gebe ich jetzt mal weiter. Sie strahlt. Sie lachte und man sieht ihr in den Augen an, dass das die richtige Entscheidung war. Voll schön. Man merkt ihr das richtig an, dass du total erfüllt mit dem Weg bist und und neugierig auf alles was kommt, oder? Das ist ja genau das, was die Selbstständigkeit ja immer so spannend macht. Man kann ja nicht alles planen. Man kann ja zwar planen, ich möchte gerne so und so arbeiten und das und das sind meine Tools und Werkzeuge. Aber wie es sich entwickelt, das ist ja immer die spannende Frage, weil das heute kann so sein, das Morgen aber schon wieder anders. Ja, wie geht es dir damit?
Melissa Kanthak
Ich finde es mega schönen Prozess. Du hattest ja vorhin gesagt, ich habe geheiratet dieses Jahr. Ich bin jetzt gerade dran, meine Homepage neu zu machen und in dem Zug reflektiere ich natürlich auch mein altes Branding. Meine alten Texte und denke mir so Ja, süß, was Melissa da vor drei Jahren irgendwie in die Welt gebracht hat. Aber ich bin heute an einem ganz anderen Punkt. Ich überarbeite vieles, meine Konzepte sind ganz andere. Aber ich bin halt auch nicht mehr die Melissa von vor drei Jahren. Ich habe zwar noch die gleichen Werte und ich habe die gleichen Haltung zum Leben, ein Stück weit. Auch das verändert sich, Aber ich bin einfach in einem ganz anderen Punkt. Ich kann was ganz anderes mitgeben Den Menschen, mit denen ich arbeiten darf. Und das ist, glaube ich, auch einfach gerade. Ich meine dein Podcast. Hier geht es um Business, sowohl Angestellte als auch vielleicht für die Selbstständigen oder? Beziehungsweise für beide interessant. Es ist ein fortwährender Prozess und dem darf man Raum geben. Und man darf auch akzeptieren, dass man mal was loslassen muss. Ich habe es im Vorgespräch habe ich zu dir gesagt und deswegen auch für alle anderen vielleicht interessant. Ich habe mit einem anderen Business gestartet, hatte damals auch einen Podcast und ich habe dann zwischenzeitlich eben das Generationenthema dann angefangen, weil ich einfach gemerkt habe, ich brenne doch mehr dafür. Ähm, und ich habe die alte Selbstständigkeit aber ganz lange gar nicht abgemeldet, weil das für mich so. Wenn ich die jetzt abmelde, dann bin ich gescheitert. Dabei ist es ja kompletter Quatsch.
Sarah Thullner
Ja, aber spannend, was da passiert. Der Kopf sagt das einem und man kann es gar nicht ausstellen. Kenne das, kenne das Gefühl.
Melissa Kanthak
Und erst als ich gemerkt habe, hey, das war eigentlich die Basis und alles was ich gelernt habe, nehme ich quasi in den neuen, in das neue Business, in das neue Gewerbe mit, in mein neues Tun mit und dass das darauf wachsen konnte. Und jetzt muss ich es loslassen, weil sonst kann ich auch im. In der Außenwirkung sorgt es einfach für Verwirrung. Warum hat sie zwei Homepages mit komplett unterschiedlichen Inhalten? Und ich habe für mich auch entschieden habe Das Alte will ich nicht mehr machen. Und ich habe ja gesehen, Du hast ja ähnliche Fusionen gemacht, aber beides behalten und beides integriert. Und ich habe sozusagen den Inhalt und den den Namen sozusagen abgestoßen vom Alten und einfach die Kernmethoden behalten. Und deswegen darf sich das auch entwickeln. Und es ist, darf, es darf sich entwickeln, es muss sich vielleicht manchmal auch erstmal ent entfalten, damit wir alles sehen können. Und ja, deswegen liebe ich auch die Big Five. Deswegen liebe ich das Generationenthema einfach so sehr, weil es für mich immer die größte Belohnung ist, sage ich mal, wenn. Wenn ich mit Menschen arbeite, die sagen Hey, ich habe das so noch gar nie gesehen.
Sarah Thullner
Es ist schön oder Das sind so, sind so aha Momente, die liebe ich auch in der Arbeit mit meinen Kunden, weil man immer wieder denkt, Genau deswegen machen wir das doch genau deswegen sind wir doch auf der Mission, um diese Aha Momente zu kreieren. Entweder für Sie oder mit Ihnen und oder Sie für sich alleine. Das kann ja auch mal im stillen Kämmerchen alleine passieren. Nach einem Termin, nach einer Nacht, irgendwie einer Coaching Session oder wie auch immer. Und das finde ich auch, das ist so eine Belohnung. Das kann mit Geld gar nicht aufgewogen werden. Das ist, das ist unbezahlbar. Wenn man diese Momente kreieren könnte. Ich kann so nachempfinden, was du gerade gesagt hast. So schön. Ja, aber es ist ein wildes Noch mal Aufgreifen, was du gerade gesagt hast mit diesem Verändern. Ich glaube, da haben sich gerade bestimmt viele Zuhörer abgeholt gefühlt, weil es ist, wie du vorhin erwähnt hast, egal ob man jetzt im Angestelltenverhältnis ist oder in der Selbstständigkeit, man darf sich verändern. Und manchmal darf man auch noch mal genauer hinschauen, was passt gerade für mich und ist vielleicht jetzt die Sarah oder die Melissa eine andere geworden, die jetzt noch mal schauen darf? Und passt mein Umfeld jetzt noch? Passt das Stelltenverhältnis passt die Selbstständigkeit und das ist weder schlecht, noch muss man es irgendwie bewerten oder irgendwas dergleichen, sondern es ist einfach ein Zustand und der ist so wichtig. Und ja, da hast du was. Aber schön ist gerade wieder angesprochen Total toll. Ja, absolut, absolut. Jetzt bin ich aber neugierig. Also ich habe ja vorhin noch gesagt Unternehmensberatung. Ja, diese Generationsarbeit, wie darf ich mir die denn vorstellen? Kannst du uns mal so ein Beispiel nennen? Wie geht das? Wie funktioniert das? Wie arbeite ich mit dir?
Melissa Kanthak
Ja, also ich nehme mal, vielleicht, weil wir Generationen sind oder das Thema haben, nehmen wir mal die ganz Jungen, die Azubis. Ich habe beispielsweise einen Azubi Workshop, wo wir zum einen natürlich auf das Thema in Anführungsstrichen Knicker, weil unter Knicke versteht jeder irgendwie irgendwas, aber bei mir geht es beim Knicke darum, wie kann ich mit anderen gut kommunizieren? Beispielsweise wie kann ich andere besser verstehen? Wir machen in den Workshops aber eben auch so Was sind die Erwartungen an meine Ausbildung? Was sind die Erwartungen an meine Kolleginnen und Kollegen? Und welche Erwartungen kann ich vielleicht erfüllen? Was bringe ich mit? Weil es ist. Es ist keine Einbahnstraße. Wir können nicht nur die Hand aufhalten und hoffen, der andere gibt uns irgendwie was, sondern wir müssen selber auch was einbringen. Und das lässt sich im Teamkontext, im Unternehmenskontext nicht vermeiden. Genau. Das heißt, wir machen immer so ein bisschen Wissenstransfer, auch beim Knick natürlich. Was sind die Umgangsformen? Was ist zum Beispiel auch der Kleidungsstil im Unternehmen? Worauf kann ich da achten, damit ich da eben nicht irgendwie negativ auffallen? Ich meine, es ist inzwischen nicht mehr so eng, dass man irgendwie mit einem Anzug kommen muss. Aber es gibt natürlich schon gewisse Themen, die auch beispielsweise in Schulen immer wieder diskutiert werden, die wir dann noch mal aufgreifen.
Sarah Thullner
Bauchfrei und so was. Und wie? Wie kurz darf die Hotpants sein? Genau.
Melissa Kanthak
Und genau. Und dann machen wir eben auch den Schwenk zum Thema Selbstbild und Fremdbild. Also, wie werde ich gesehen? Was sind meine Stärken, Was bringe ich mit? Wo kann ich mich vielleicht auch verbessern? Wo will ich Potenzial entfalten? Genau mein Potenzial entfalten? Und ja, weil ich einfach der Meinung bin, wenn wir alle gegenseitig ein bisschen mehr den anderen verstehen und ein bisschen mehr in die Schuhe des anderen schlüpfen, dann brauchen wir gar nicht so viele Tools und so was. Es gibt tolle Tools, keine Frage. Aber wenn wir dann noch ein bisschen den logischen Menschenverstand einschalten im Sinne von wie könnte sich der andere denn gerade fühlen, dann haben wir so einen großen Fortschritt und das passiert finde ich, aktuell irgendwie nicht. Wir sind ganz oft in diesem Was passiert mit mir? Warum überschreitet die Person meine Grenze? Statt zu überlegen okay, warum reagiert die andere Person, wie sie reagiert? Weil die wenigsten Menschen machen Dinge aus Boshaftigkeit, sondern wir machen das einfach, wenn wir aus der Psychologie draufgucken, aus Themen, die uns vielleicht belasten, die uns vielleicht überfordern, vielleicht aber auch, weil wir bestimmte Situationen schon mal erlebt haben und deswegen ein bestimmtes Reaktionsmuster an den Tag legen.
Sarah Thullner
Würdest du sagen, damit würden sich auch viele Konflikte vermeiden lassen?
Melissa Kanthak
Ja, 100 %.
Sarah Thullner
Gell? Das ist genau das. Und ich glaube, das ist so wertvoll, was du gerade gesagt hast, dass man wirklich noch mal schaut. Kann ich mich vielleicht kurz auch in die andere Person hineinversetzen? Ist das jetzt vielleicht auch im Moment auch Stress gewesen? Ist es im Moment, weil vielleicht zum Beispiel das eine was eine Mama, ein Kind ist krank zu Hause und sie weiß nicht, wie sie Verpflegung jetzt leisten soll. Bloß Arbeit. Und ich habe sie manchmal. So viele Punkte, die wir gar nicht wissen, Warum Menschen vielleicht auch mal so sind, wie sie sind. Und einfach mal kurz die andere Perspektive einzunehmen und vielleicht auch zu hinterfragen Warum hast du denn jetzt gerade so reagiert? Ich verstehe es gerade nicht. Das glaube ich dann echt wertvoll, schöne Arbeit, Melissa. Wirklich sehr, sehr schöne Arbeit. Gefällt mir richtig gut. Interessant. Und was sind so die Themen mit der eher sag ich mal, älteren Generation. Boomer. Was? Was arbeitest du da mit denen?
Melissa Kanthak
Da gibt es einmal ganz viel um das Thema. Wie sind die Jüngeren geprägt worden? Also wir gehen immer von uns selber aus. Was hat uns beschäftigt oder was beschäftigt uns aktuell? Und wir haben einfach Unterschiede. Also wenn wir jetzt die Babyboomer, also die älteste Generation im Unternehmen, angucken. Nachkriegszeit, Wiederaufbau das sind alles die Themen Wettbewerb. Also Babyboomer heißt ja nicht ohne Grund Babyboomer, sondern die heißen so, weil da einfach die Geburtenrate extrem hoch war. Und was bedeutet das? Ganz viele Menschen kommen gleichzeitig ins Berufsleben. Ganz viele Menschen bewerben sich um die gleichen guten Jobs. So, und wir haben jetzt die Jüngeren, die sagen so, ich kann mir eigentlich meinen Arbeitgeber aussuchen, mehr oder weniger. Das wird gerade so ein bisschen wieder das Thema aufgrund der Wirtschaftslage. Aber grundsätzlich gibt es eben auf einen Arbeitsplatz viel weniger Bewerber wie eben vor 50 Jahren. Und das ist schwer zu verstehen. Darum geht es ganz viel zu sagen. Okay, wie sind die jungen Menschen aufgewachsen? Social Media Technik, die ganzen Themen, die haben ganz andere Berührungspunkte damit. Die haben einen ganz anderen Umgang, ein ganz anderes Verständnis, auch eine gewisse Leichtigkeit in manchen Themen. Dafür tun die sich eben bei anderen Sachen viel schwerer. Beispielsweise den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Wenn ich überlegt Meine Eltern, die sind die Babyboomer, die rufen eher an, wenn die irgendwas wollen. Die Jüngeren, die gucken eher, wenn sie zum Beispiel einen Arzttermin brauchen oder einen Friseurtermin. Hat er ein Onlinebuchungssystem, Kann ich mir da online Termin buchen?
Sarah Thullner
Stimmt, absolut, absolut.
Melissa Kanthak
Und und und.
Sarah Thullner
Alles was mit Email oder WhatsApp geht, Alles, alles lernt man damit, Alles klärt man damit. Ja, ja, ja, spannend. Stimmt ja. Ich glaube, das darf man sich wirklich echt immer mal wieder vor Augen führen. Das sind diese unterschiedlichen Kommunikationswege, die dir einfach jetzt da sind und die wir uns irgendwie arrangieren dürfen. Und wie du es vorhin gesagt hast, auch mal in die Perspektive des anderen reinzuversetzen. Okay, junge Generation kann das jetzt nicht, die kann nicht einen Konflikt direkt irgendwie klären und ansprechen. Vielleicht gibt es einen anderen Weg, das irgendwie zugänglich zu machen. Und ein Boomer würde halt einfach direkt raushauen. Vielleicht auch manchmal ungefiltert.
Melissa Kanthak
Ja, ja, absolut. Absolut.
Sarah Thullner
Das ist ja das Spannende.
Melissa Kanthak
Ich meine, dein Thema ist ja auch Kommunikation und es gibt so viele kleine Stellschrauben, die man in dem Bereich machen kann, die einfach eine wahnsinnige Wirkung haben. Und ich finde auch, es geht ja nicht nur um den anderen, dass der sich irgendwie betüttelt fühlt, sondern es geht ja auch mit einem selber. Wie kommuniziere ich mit mir, wie gehe ich mit mir um? Auch wie spreche ich beispielsweise mit mir oder über die Dinge, die ich gut kann oder auch nicht kann. Und so wie wir eben bewusst über uns sprechen, sprechen wir auch unbewusst also die Dinge, die wir gar nicht bewusst wahrnehmen. Es sind ja auch so, das heißt, auch wenn wir über andere schlecht sprechen, denken wir auch schlecht über andere. Statt denen die Chance zu geben, aus der Schublade wieder rauszukommen, in die wir die gesteckt haben.
Sarah Thullner
Es ist so interessant, gell? Ich habe da auch immer so gleich so ein paar Beispiele in meinem Kopf. Die, die man einfach so erlebt hat, wo Menschen dann nicht so diesen klassischen Büro Gossip, den du einfach hast, hast du gesehen, jetzt waren die schon wieder zusammen Essen läuft da vielleicht was? Sondern dieses dieses wirklich richtig niedrige Bewerten. Jetzt hat sie ihre Arbeit schon wieder nicht richtig gemacht. So eine dumme Piep. Ja, das ist glaube ich echt was, was ein riesengroßer Unterschied ist, ob man mal vielleicht wirklich mal kurz so kleine Lästerei die ist, die ist normal, die kannst du nicht aufhalten. Aber wie du sagst, wenn es dann wirklich in die Sprache geht die richtig vielleicht auch nieder ist, die auch wirklich sehr, sehr negativ behaftet ist. Das ist ein ganz, ganz, ganz entscheidender Punkt und ich glaube, das brauchen wir eigentlich alle nicht mehr. Wir haben alle viel zu viel Themen in unserem Leben. Das ist jetzt nicht unbedingt auch noch diese schlechte Sprache braucht. Und wo man sich da auch wieder irgendwie rechtfertigen sollte, müsste, könnte. Wie auch immer. Ja, das ist schon. Ja, ich. Ich weiß, ich spüre so sehr wie du, was du da gerade ansprichst. Total. Deswegen sage ich, ich habe 1000 Beispiele. Sofort in meinem Kopf. Ja, ja, total schöne Arbeit. Wirklich? Melissa, Ich finde es richtig, richtig genial. Ähm. Jetzt hast du uns das mit der Generationsarbeit. Aber ich weiß ja, aus deiner Biographie, da steckt ja noch noch viel mehr drin. Magst du uns da auch noch ein bisschen eintauchen lassen, was du noch alles so tust?
Melissa Kanthak
Hm? Was tue ich noch? Lass mich mal! Lass mich mal überlegen. Ich habe vielleicht. Wenn ich nicht bei der Arbeit bin, dann nehmen wir das mal bin ich auch im Ehrenamt noch unterwegs. Da haben wir, glaube ich, auch noch gar nicht so richtig viel drüber gesprochen.
Sarah Thullner
Nee, ich habe es aber noch im Kopf gehabt, dass da was war. Deswegen. Darauf wollte ich auch hinaus. Du hast das gut aufgegriffen. Perfekt.
Melissa Kanthak
Genau bin ich nämlich bei den Wirtschaftsjunioren. Also nicht Senioren, sondern bei den Jungen, also den unter 40-jährigen aktiv. Die sind deutschlandweit weltweit unterwegs. Ähm, genau. Ist ein Verband für junge Unternehmer, Führungskräfte und Menschen, die im Prinzip was bewegen wollen. Wir haben auch viele Selbstständige, die per Definition soloselbstständig sind, also keine Unternehmer in dem Sinn mit Mitarbeitenden Und bin da im Landesvorstand in Baden Württemberg. Das mache ich nebenher.
Sarah Thullner
So eine grandiose Arbeit. Wirklich. Also ich, ich ich spreche immer für die Wirtschaftsjunioren oder die auch die andere Partei Senioren helfen. Junior ist genauso etwas, wo ich sage, das ist so eine traumhafte Konstellation, wo man einfach so auf Augenhöhe aufgenommen wird, wo man wirklich so tolle Expertise auch hat. Also man muss wirklich sagen, da ist niemand dabei, der nicht von dem was er tut und spricht, Ahnung, nicht Ahnung hat. Also man weiß immer, also da ist ein Experte, der ist für dieses Thema zuständig und für was anderes ist wieder ein anderer Experte. Also es ist ja ganz klar gegliedert bei euch wäre das vielleicht noch nicht gehört habt. Ja, ich finde das so traumhaft und noch mal betont Das ist ehrenamtlich, was du da tust. Ja, das ist deine Freizeit, die du investierst. Und ich glaube, es ist nicht wenig, oder?
Melissa Kanthak
Ja, also wir haben, ich bin ja im Bereich Bildung auch angesiedelt. Von dem her ganz gut passend. Viel geht es natürlich um Projekte mit Schulen beispielsweise. Wir sind aber auch dran, ein neues Projekt für Baden württembergischer zu konzipieren, wo es um Migration gehen soll. Also wie wir junge Menschen mit Migrationshintergrund in die Themen Führung und Unternehmertum bringen können, dass sie da andocken können, weil das vielleicht auch etwas, was nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt, sondern generell Menschen, die sich vielleicht selbstständig machen wollen, die sagen Hey, ich habe gar keine Kontakte zu jemandem, ich weiß gar nicht, wie würde ich denn vorgehen, wie, wie schaffe ich das überhaupt, da Fuß zu fassen? Und das sind die Wirtschaftsjunioren, die WJler. Wirklich perfekte Plattform, Weil wir sind eine lernende Organisation, heißt es bei uns. Das heißt, wir können Dinge ausprobieren. Also auch wenn wir Workshops haben, jetzt auch in unserem eigenen Kreis. Ich bin ja im Kreis Reutlingen, Tübingen, Zollernalb tätig. Das heißt, wenn ich sage, ich habe einen neuen Workshop beispielsweise konzipiert, ich würde den gerne mal in einem Miniformat testen, dann geht es. Dann habe ich noch keinen Kunden vergrault, sondern ich kann ausprobieren, anpassen danach, um es dann eben auch offiziell anbieten zu können und habe aber schon mal ein Feedback. Und das ist halt im Ehrenamt super schön und ich glaube, da ist auch egal, welches Ehrenamt, ob das Feuerwehr ist, ob das Foodsavers ist, ob das weiß ich nicht. Ein Tierheim, ein Ehrenamt zu machen ist. Wir machen das aus Selbstlosigkeit. Eigentlich, weil wir Dinge zurückgeben wollen, weil wir mehr haben, als wir brauchen. Zeit, Energie, Geld vielleicht auch, ähm, Wissen. Absolut. Und ähm. Das zu nutzen finde ich so schön. Und da was zurückzugeben, wo wir nicht direkt einen eigenen Nutzen davon haben, sondern dass wir einfach etwas einfach etwas teilen, weil wir es übrig haben. Also nicht Ramsch, sondern weil wir etwas geben können, was einen Mehrwert für andere bietet.
Sarah Thullner
Das ist wirklich, wie du das gerade formulierst, Das ist so toll, da hat man irgendwie Lust, sofort einzusteigen. Also wenn ich, wenn ich jetzt gerade irgendjemand angesprochen fühlt, allein schon von dem, wie Melissa das beschreibt, Gerne. Setzt euch in Kontakt. Ihr wisst ja, in den Shownotes sind alle Kontaktdaten zu Melissa. Bitte, bitte, bitte. Weil ich. Ich würde jetzt auch wirklich. Gerade als Miniklein Appell ans Ehrenamt setzen. Es muss ja nicht nur jetzt in deinem Bereich sein, wie du es gerade so schön formuliert hast. Aber einfach mal generell kurz zu überlegen ist vielleicht auch ein gewisses Zeitkontingent, das ich noch übrig habe, möglich, Ins Ehrenamt zu stecken. Das ist so wichtig, das ist wirklich so wichtig. Ja, man kann es komplett nachvollziehen. Mir geht es genauso. Ich tue es ja auch. Und ja, ich finde, es gehört ein bisschen zu unserer Aufgabe dazu. Wir haben in Deutschland die Möglichkeit, wir können es. Wenn du Angestellter bist, wird es ja sogar noch unterstützt. Ja, dass du sogar ehrenamtliche Tage frei bekommst vom Arbeitgeber, ist ja auch so eine tolle Konstellation. Also ja, voll schön. Genau darauf wollte ich hinaus. Ist so schön, wie du es formuliert hast. Echt spannend. Und jetzt kommen wir zur privaten Melissa. Jetzt muss ich mal eine konkrete Frage stellen Wie sieht denn dein perfekter Tag oder erfüllender Tag aus? Erzähl uns mal!
Melissa Kanthak
Oh, das finde ich so eine schöne Frage. Weil die Übung mache ich ganz oft in meinen Coachings zu den perfekten Tag aufzuschreiben. Also ich nehme euch mal mit. Mein perfekter Tag startet mit Sonnenschein. Ich liege im Bett, die Sonne scheint durch die geöffnete Balkontür im ersten Obergeschoss. Die Vorhänge wedeln leicht im Wind und ich stehe auf aus meinem gemütlichen Bett und meine nackigen Füße berühren den handgeschliffenen Parkett. Und dann, ja dann gehe ich erstmal ins Bad, richte mich. Das mache ich auch heute schon. Mich erst richten und dann kommt alles andere. Ähm. Und dann wartet unten schon auf ein schönes Frühstück auf mich, das mein Mann vorbereitet hat. Und nach dem Frühstück setze ich dann noch mal mit einer Tasse Tee oder einer Tasse Kaffee. Draußen auf dem Balkon, mit den Füßen im Gras. Meinst du, dass ich so auf der Kante meiner Terrasse sitze und starte ganz gemütlich in den Tag? Und dann fängt mein Arbeitstag an, so dass ich entweder ein Coaching mache oder einen Workshop vorbereite für den kommenden Tag. Da den Feinschliff mach. Und dann gibt es im besten Fall ein gemeinsames Mittagessen und dann kommt die zweite Tageshälfte, wo ich unterschiedliche Dinge dann tue. Entweder arbeiten wieder und vor allem Bewegung, also Spazierengehen beispielsweise. Ich wohne hier relativ nah an den Feldern und am Wald, macht da noch eine große Runde und abends endet mein Tag mit einem guten Buch, so dass ich dann gemütlich und früh ins Bett kann und am nächsten Tag ausgeschlafen von der Sonne geweckt werden kann.
Sarah Thullner
Wow. Ich glaube, wer sich das jetzt nicht vorstellen könnte, das weiß ich jetzt auch nicht. Also, das war jetzt. Das war jetzt wirklich so ein bildlicher Gang durch deinen perfekten Tag. Der war jetzt richtig nachfühlbar. Wie schön. Aber jetzt bin ich noch neugierig. Was liest du denn gerade?
Melissa Kanthak
Also, ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig. Nicht, weil ich so super viel und superschnell lese, sondern weil ich immer so stimmungsabhängig Bücher lesen muss.
Sarah Thullner
Kenne ich von meinem Mann. Macht er genauso. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Spannend. Spannend. Okay. Das heißt, wie viele sind gerade auf dem Tisch?
Melissa Kanthak
Aktuell sind drei auf dem Tisch. Einmal The Big Five for Life. Das zweite Buch lese ich gerade noch mal, dann les ich von Natascha Wegelin, ähm, das neueste Buch. Jetzt fällt mir der Titel natürlich nicht ein.
Sarah Thullner
Und ich habe das Cover vor mir, aber ich kann es gerade nicht richtig.
Melissa Kanthak
Ja, die Krise liebt Frauen wie dich. Ist, glaube ich, der Titel.
Sarah Thullner
Ja, genau. Ja, genau. Ja.
Melissa Kanthak
Und dann lese ich noch. Das Kind in dir muss Heimat finden. Also der Klassiker. Toll.
Sarah Thullner
Toll. Tolles Buch, tolles Buch. Ja, glaube ich. Eine absolute Empfehlung, oder? Das muss man mal gelesen haben, Wenn man so ein bisschen mit Persönlichkeitsarbeit zu tun haben möchte oder sich besser kennenlernen möchte, ist das, glaube ich ein Muss dieses Buch. Oder was würdest du sagen, Wie weit bist du denn schon?
Melissa Kanthak
Ich bin im ersten Drittel. Ich kenne ja den Inhalt so grob, weil es mir ja auch in meiner Arbeit oft begegnet. Und das sind halt viele Übungen drin. Also gerade auch für Personen, die vielleicht noch nicht die Mods Erfahrungen mit Coaching gemacht haben oder vielleicht sagen Ich will mich da mal rantasten. Perfektes Buch. Es gibt auch ein Workbook dazu. Ich weiß gar nicht, ist das jetzt Werbung an der Stelle? Also wenn Werbung alles.
Sarah Thullner
Bezahlt.
Melissa Kanthak
Aus Überzeugung.
Sarah Thullner
Genau so?
Melissa Kanthak
Genau. Und ja, es ist eigentlich ein schöner Einstieg, sich mit den Themen, mit der eigenen Gefühls und Gedankenwelt zu befassen.
Sarah Thullner
Sehe ich auch so, es ist wirklich, wie du sagst. Und schön ist schön, dass du es noch mal aufgegriffen hast. Ja, das habe ich nämlich noch nicht so gesehen. Ein schöner Einstieg. Auch die Coachingwelt. Du hast Recht, es ist nicht nur in sich selbst kurz mal so Wer bin ich? Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch wirklich wie Wie kann gecoacht werden? Wie kann man coachen? Weil es gibt ja ganz, ganz verschiedene Wege im Coaching. Wir haben ja auch vorhin schon mal gesprochen. Es gibt ja die Bezeichnung Business Coach, systemischer Coach, Trauma, Coach und und, und. Es gibt ja so viele Wege von Coaching. Da ist es auch, glaube ich, ein guter Einstieg. Ja, da hast du recht. Voll gut. Jetzt bezeichnest du dich ja auch als systemischer Coach. Wie würdest du das jetzt bei dir definieren? Was bedeutet für dich systemischer Coach? Was ist da was? Was steckt da dahinter?
Melissa Kanthak
Für mich ist der systemische Coach vor allem das Thema, auch mal in die Vogelperspektive zu gehen. Weil wir sind ganz oft im Coaching bei uns selber und wir müssen auch bei uns selber anfangen. Ganz klar, weil anders können wir Dinge nicht verändern. Und trotzdem ist unser Umfeld, unser berufliches und privates Umfeld, vielleicht auch unser unserer gesundheitliches Umfeld, sage ich jetzt mal, ähm, Ausschlaggebend dafür, wie gut wir uns entfalten können und wie gut wir uns entwickeln können. Und deswegen brauchen wir diesen Blick von außen, weil wir können im Innen ganz, ganz viel machen in der, ich sage es mal in der Theorie. Wenn wir aber außen gegen Wände rennen und es kein Vorankommen gibt, muss ich mir überlegen okay, wie kann ich auch das Umfeld verändern? An welchen Stellschrauben? Wo gibt es vielleicht eine Türe, die ich einfach noch nicht gesehen habe, weil ich davor stehe und deswegen in die Vogelperspektive muss, um diese neue Chance zu sehen. Und mir kommt gerade das Bild. Es gibt doch immer diese Weltuntergangsfilme in verschiedenen Varianten, wo immer die Welt außerhalb vorhanden ist und so und durch die Vogelperspektive, durch das systemische Coaching gehen wir manchmal in dieses Unbekannte im Außen, was hinter dieser Mauer schwebt, was aber vielleicht besser ist, wie das, wo wir aktuell sind, weil die. Die Komfortzone wird immer als Komfort und gemütlich bezeichnet, ist aber eigentlich nur das gewohnte Umfeld und gar nicht unser best place to be.
Sarah Thullner
Ja, weil manchmal sind wir ja nicht mutig genug oder einfach die Angst behaftet uns ja so sehr, dass wir gar nicht aus dieser Komfortzone, aus dem Gewohnten raus können. Weil es ist ja was Ungewohntes und gefällt mir. Das kann ich das? Bin ich das? Ja, da kommen ja ganz, ganz viele Fragen immer wieder in uns auf. Und vielleicht haben sie uns leider auch so sehr im Griff, dass man gar nicht raus kann aus dem Ganzen. Und ich glaube, da hilft Coaching so ungemein, da einfach nochmal genau diesen Perspektivwechsel, wie du ihn gerade so schön bildlich beschrieben hast, zu kreieren. Und manchmal darf es einfach sein, dass man sich jemand an die Hand nimmt und sagt So, jetzt, das sind meine Themen, da möchte ich gerne rangehen. Das möchte ich gerne verändern und mehr braucht es da erstmal gar nicht. Brauchst nicht schon irgendwelche Antworten, Du brauchst nicht. Du kannst gerne mit Fragen ins Coaching kommen, wenn man erstmal gemeinsam beantwortet, oder? Das ist immer das, was mir so oft begegnet. Dieses die glaubt man, Man glaubt immer, man muss gleich schon irgendwie so eine perfekte Idee an der Hand haben. Nein, muss man gar nicht. Du kannst einfach mit deinen Ängsten kommen. Du kannst einfach sagen Mir geht es gerade scheiße. Ich weiß aber gar nicht, wie ich es verändern kann. Und ich habe das wirklich so verbal ausgedrückt, weil es einfach auch mal so sein darf. Man darf das auch gerne mal so aussprechen. Ja. Und ja, das ist schön für mich.
Melissa Kanthak
Für mich sind es die Fragen ohne Fragezeichen, weil wir keinen richtigen Ansatzpunkt haben, was wir jetzt fragen. Denn wenn wir eine Frage stellen, impliziert es ja auch schon, dass es eine Lösung dafür gibt. Und diese Lösung da in der Frage schon enthalten ist. Aber manchmal müssen wir fünf Sachen irgendwie sortieren und erstmal um dann zu sehen okay, was ist denn die gemeinsame Summe und was ist der Kern für unser aktuelles Thema?
Sarah Thullner
Ja, das hast du richtig schön formuliert. So ein Brainstorming, das unbewertet ist, einfach nur mal diese Ideen, diese Impulse rauszuhauen und dann schauen, was daraus wird. Ja, schön. Melissa. Woher nimmst du diese ganze Energie, die du hast? Also, du machst zu viel und hast dieses Ehrenamt. Was? Woher nimmst du das? Oder wo tankst du sie auf?
Melissa Kanthak
Das frage ich mich manchmal auch.
Sarah Thullner
Grandios.
Melissa Kanthak
Ich habe über die letzten Jahre. Vor allem durch die Selbstständigkeit bin ich extrem gewachsen und mir relativ schnell Was taugt mir, was taugt mir nicht? Und das ist, glaube ich, so, auch mein Mechanismus, den Dingen zu folgen, die ich gerne tue, die mir Energie geben und die Dinge liegen zu lassen, die nicht notwendig sind. Und, ähm, ich weiß nie, wie es heißt. Es gibt dafür einen Namen. Aber diese vier Felder. Vielleicht. Du weißt es bestimmt, wo wir in wichtig und dringend sortieren. Und das mache ich ganz oft. Ähm. Eisenhower. Matrix heißt, glaube ich ja.
Sarah Thullner
Genau das Prinzip, wenn man es ganz korrekt sagen will. Genau. Ja, ja.
Melissa Kanthak
Das mache ich oft unterbewusst, unterbewusst bewusst, dass ich sage, es ist die Aufgabe ist dringend notwendig. Bringt die mich irgendwie weiter oder nicht? Oder mache ich es nur, weil ich es machen muss? Oder denke, ich muss es machen? Und dadurch habe ich schon viele Energiefresser quasi aussortiert. Und natürlich habe ich auch Tage, wo ich heimkomme und denke Boah, ich könnte jetzt im Stehen einschlafen oder mir ist es zu viel, weil vielleicht privat, philosophisch beruflich viel, viel los ist, emotionale Themen noch mit reinkommen und da wirklich zu gucken, was taugt mir gut. Also bei mir ist es manchmal auch, ich nenne das Mental Health Walk, dass ich spazieren gehe, mir einen Podcast an mache, Musik höre, manchmal auch einfach nichts. Manchmal kann ich auch das gar nicht brauchen, dass ich irgendwas höre. Dann gehe ich einfach in den Wald. Und je nachdem, wie, wie emotional ich bin, spiele ich da manchmal auch durch und mache leicht aggressiven Walk. Ja, ja, aber.
Sarah Thullner
Dann auch.
Melissa Kanthak
So Die Energie musste jetzt einfach raus.
Sarah Thullner
Ja.
Melissa Kanthak
Das heißt, da einfach zu gucken Ist es Sport, ist es vielleicht in der Hängematte liegen und vielleicht lesen? Ähm, wichtiger Hinweis nicht Ablenkung, weil Ablenkung verschiebt die Problematik nur, sondern wirklich zu gucken, was lässt meine Gedankenwelt ruhiger werden? Den den Blick und auch wieder das systemische Coaching in die Vogelperspektive zu gehen und zu sagen okay, warum geht es mir gerade so? Warum ist passiert, was passiert ist? Ohne Schuld oder ohne? Wie soll ich sagen, negative Gedanken über einen selber, dass man es vielleicht nicht hinbekommen hat oder dass man es nicht wert ist oder was auch immer da eben gerade kommt? Wirklich neutral versuchen neutral drauf zu gucken und zu sagen okay, was ist passiert? Wenn ich es zum Beispiel in der Situation mir angucke, das als Schwarz Weiß Film ohne Ton zu sehen? Was kann ich sehen? Was passiert tatsächlich nicht, was ich reininterpretiert worden, sondern was ist wirklich passiert? Und dann im Prinzip abzuleiten okay. Was kann ich jetzt tun? Vielleicht muss ich mich, stelle ich auch mal fest, dass ich mich entschuldigen muss, weil ich das Problem in der Situation war.
Sarah Thullner
Kann ja auch mal passieren, dass man selbst vielleicht auch mal ins Reflektieren kommen darf und sagen darf Ich glaube, da habe ich vielleicht auch nicht die richtigen Worte gewählt gerade oder vielleicht auch irgendwas ausgesagt, was ich so gar nicht sagen wollte. Auch das ist in so einer Reflexionsphase Zu sich selbst zu kommen, glaube ich auch wichtig. Da hast du recht. Ja.
Melissa Kanthak
Ja, ja und das schließt auch, finde ich immer ganz gut den Kreis zu meinem Generationenthema. Ähm, wir füttern natürlich, wenn wir jetzt sagen So, ich weiß, ich habe einen Fehler gemacht, Ich müsste mich entschuldigen. Ähm. Aber was? Also andersrum gedacht, Gibt es die Älteren, die Jüngeren? Bei dem Jungen Soll ich. Entschuldige ich mich jetzt nicht. So, dann sind wir direkt in der Schublade wieder drin. Natürlich geht es auch andersrum. Dass wir vielleicht Angst haben, uns zu entschuldigen, weil wir sagen der Ältere, der wird eh auf mich herabgucken. So und trotzdem zu sagen, ich mache das jetzt, weil es sich für mich richtig anfühlt und mein Seelenfrieden wiederhergestellt ist. Ähm, und damit die automatisch gerade im Unternehmenskontext auch Kommunikation verbessern, indem wir einfach erst mal nach uns gucken Was brauche ich, damit es mir gut geht. Und wenn das ist. Hey, Ich habe Fehler gemacht. Ich muss mich dafür entschuldigen. Unabhängig davon, wie die andere Person reagiert. Dann haben wir unseren Seelenfrieden hergestellt und führen diesen Groll nicht weiter, weil sonst was passiert. Ich meine, du kennst das auch in deiner Arbeit. Ja, wir denken, eigentlich müsste ich mich. Ich müsste mich entschuldigen. Ja, aber der wird eh blöd reagieren, oder? Die wird blöd reagieren, also lass ich's. Und dann interpretieren wir irgendwas rein. Und vielleicht sagt die andere Person. Hey, ich finde es voll cool, dass du dich entschuldigt hast. Weil ich hatte auch das Gefühl, dass ich in der Situation eigentlich gar nichts dafür konnte, dass es eskaliert ist. So, und dann sind am Ende alle happy und es kann so einfach sein. Eigentlich.
Sarah Thullner
Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wie oft ist es doch so, dass genau das, was du gerade beschrieben hast, viel zu groß gemacht wird, viel zu dramatisch gemacht wird. Und dabei brauchst du es gar nicht. Und wie du gerade gesagt hast, dieses Ja. Danke für deine Entschuldigung und das war's schon. Mehr ist es gar nicht mehr. Und wenn man es nicht tut, dann ist jede Mimik, jede, jedes, jeder Atem, jede Körperhaltung auf einmal eine Bewertung. So guck, die ist noch böse auf mich. Die, die, die nimmt mir das jetzt noch übel, weil jetzt hat sie sich ihre Hände in die Schultern reingesteckt, in die Hüfte reingesteckt und steht jetzt so richtig starr da. Die ist noch sauer auf mich. Dabei denkt die Person sich gerade Boah, ich weiß gerade nicht. Mein Rücken tut weh. Und das ist so faszinierend. Oder Das ist mir so oft schon begegnet, wo ich gedacht habe hätte man es ausgesprochen, bräuchte man das Kopfkino, das danach entsteht, überhaupt gar nicht kreieren, weil man einfach aus eigenem Erlebnis, Erfahrung wie auch immer immer mehr reininterpretiert und interpretiert und interpretiert. Und ja, und um da dann das Rad wieder zu schließen, ist deine Arbeit so wertvoll, so so wertvoll und so wichtig. Ich finde es so schön, was du da tust, weil genau das braucht es, diesen Generations Kommunikationsaustausch, Der ist so so wertvoll. Ach wie schön. Hey, Melissa. Ich gucke gerade auf die uhr und ich denke. Wahnsinn! Es ist. Wir kommen leider, leider, leider schon wieder ans Ende. Mir wäre jetzt noch ganz wichtig, dass ich hier jetzt mal kurz den Raum gebe, dass du noch unseren Zuhörern erzählst, was du gerne noch erzählen möchtest. Es ist egal, ob du noch irgendwas aus deiner Arbeit einen Impuls mit uns teilen möchtest. Dein Raum. Erzähl.
Melissa Kanthak
Was ich immer ganz gerne mitgebe, ist beobachten. Also sich selber vor allem zu beobachten. Zu sagen okay, in welchen Situationen fühle ich mich gut? In welchen fühle ich mich irgendwie nicht so gut? Gibt es da vielleicht Muster, die sich überschneiden? Und dann einfach zu gucken, was kann ich tun? Und gerade auch im Unternehmenskontext auch da zu überlegen, mit welchen Kolleginnen verstehe ich mich vielleicht blind, welche meide ich und warum? Welche? Welche Schublade habe ich da? Vielleicht in die ich die reingesteckt habe? Ähm. Und ihr werdet überrascht sein, wenn ihr euch mit der anderen Person unterhaltet. Welche Schubladen da vielleicht noch aufgehen, von denen ihr gar nicht wusste, dass es die gibt und dann euer Bild vielleicht auch gar nicht mehr zusammen passt, weil das so komplex ist. Der Mensch ist komplex, wir haben so viele Interessen. Manche lassen wir zu Hause, weil wir sie bewusst aus dem Unternehmenskontext rauslassen wollen, was manchmal schade ist und deswegen den Menschen eine Chance zu geben. Genau. Und vielleicht. Ich habe mir noch ein Goodie überlegt. Weiß nicht, ob ich das auch an der Stelle sagen darf. Für alle, die jetzt sagen Hey, ich will das Big Five for Life oder meine Big Five for Life rausfinden, bekommt ihr noch mal zum Paket? Also wenn ihr das Buch bei mir zwei Einzelcoaching Sessions mit 90 Minuten on top, bei denen wir dann noch mal Themen ganz gezielt aufarbeiten können, so dass ihr nicht acht Wochen mit mir arbeitet, sondern ganze zehn Wochen. Wow! Einfach nur sagen ihr kommt von Sarah.
Sarah Thullner
Was für ein Geschenk an unsere Zuhörer. Das ist ja traumhaft. Vielen, vielen Dank. Melissa, das ist super großzügig. Und wie gesagt, ich hab's vorhin schon mal erwähnt. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ihr wisst ja, in den Shownotes findet ihr alles. Ihr könnt euch direkt dann mit Melissa in Kontakt setzen. Und was für ein schönes Geschenk. Also nutzt es. Ich finde es richtig großzügig. Vielen, vielen Dank. Und ja, Melissa, wir sind am Ende dieses wunderschönen Podcasts. Ich danke dir für deine Zeit und für alles, was du mit uns geteilt hast und einen Einblick in dein Leben mit uns gemacht hast. Und sehr bildlich erzählt hast, wie dein perfekter Tag aussieht. Richtig schön. Ich habe so richtig vor mir. Vor allem dieses Gras fühle ich gerade. Sehr. Und. Und ich danke dir. Und ich sage, wir sagen einfach zusammen Tschüss, oder? Ja. In dem Sinne, liebe Zuhörer, wir sagen zusammen Tschüss.