Futurance: Zukunft & Versicherung

Mediziner im Fokus: Sebastian Bauer über das Deutsche Ärzteberater Netzwerk

Maximilian Schroll / Sebastian Bauer Episode 93

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In dieser  Episode spricht Maximilian Schroll mit seinem Gast Sebastian Bauer über die Veränderungen und Zukunftstrends in der Versicherungs- und Finanzbranche – speziell mit Blick auf die Zielgruppe der Mediziner. Nach einem Rückblick auf den gemeinsamen Werdegang erklärt Sebastian Bauer, warum er den Schritt in die vollständige Unabhängigkeit gewagt hat, wie er mit seinem Team eine erfolgreiche Maklerstruktur aufgebaut und welche Chancen der Wandel in der Branche gerade für junge Vermittler bietet.

Ein zentrales Thema: Die Entwicklung und Besonderheiten der Beratung für Ärzte und Zahnärzte – und warum diese Zielgruppe so einzigartig ist. Dabei beleuchtet Sebastian Bauer nicht nur klassische Finanzthemen wie Geldanlage und Versicherungen, sondern auch Praxisnachfolge, -gründung und die Rolle von Unternehmensberatung. Er gibt spannende Einblicke, wie mit Kontinuität, unternehmerischer Weitsicht und Menschlichkeit nachhaltige Mandantenbeziehungen entstehen.

On top gibt es einen exklusiven Einblick in die Vision des Deutschen Ärzteberater Netzwerks, das neue Standards für die Beratung von Heilberufen setzen und Vermittlern einzigartige Möglichkeiten und Knowhow bieten will.

Freut euch auf ein Gespräch voller Inspiration und Tatendrang, das zeigt, wie Veränderungen Chancen eröffnen und warum Fokussierung und Community die Zukunft der Branche mitgestalten werden.

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Maximilian Schroll [00:00:00]:
Herzlich willkommen zum Futurance Podcast. Wir sprechen über die Zukunft einer sehr traditionsreichen Branche. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass es an der Zeit ist für echte Veränderungen in der Versicherungs und Finanzwirtschaft. Und wer die Zukunft mitgestalten will, der muss hier zuhören. Hallo und herzlich willkommen zum Futurans Podcast. Mein Name ist Maximilian Schroll und ich freue mich sehr, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt. Und ich habe heute einen alten Bekannten zu Gast, der nämlich war er schon mal im Futurance Podcast. Seitdem ist aber super viel passiert und es steht für die Zukunft noch mehr Spannendes an.

Maximilian Schroll [00:00:37]:
Da habe ich Sebastian, wir müssen unbedingt sprechen. Ich brauche dich als Gast im Podcast. Bitte nimm dir die Zeit. Und Sebastian Bauer hat sich die Zeit genommen, deswegen darf ich ihn jetzt hier bei uns im Podcast begrüßen. Sebastian, sehr, sehr schön, dass du hier bist. Für die, die die erste Folge noch nicht gehört haben, stell dich doch ganz kurz noch mal vor.

Sebastian Bauer [00:00:54]:
Ja, schön, dass ich hier sein darf. Vielen Dank für die wertschätzenden Worte zu Beginn. Wir haben vor, Wie lange ist es her? Drei Jahre ersten Podcast aufgenommen. Der war echt cool, der kam mal gut an aus dem Freundeskreis, war ganz nett. Ich hab ganz viel zu erzählen heute. Aber womit fangen wir an? Ja, du hast mich gebeten, mich kurz vorzustellen. Sebastian. Sebastian Bauer war jetzt schon ganz, ganz lange nicht mehr bei Max, deswegen freue ich mich da zu sein.

Sebastian Bauer [00:01:24]:
Ich habe mein duales Studium bei MLP begonnen vor sehr langer Zeit, 2012, dann war ich drei Jahre im Studium, habe BWL Versicherung studiert. Dann habe ich mich entschieden mit MLP in die Selbstständigkeit zu gehen, Medizinerberatung, habe dann das sehr lange gemacht bis Ende 2024 und Ende 2024 habe ich den Schritt gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund Nico gewagt in die Selbstständigkeit als freier Makler zu gehen. Haben da jetzt eine eigene Firma aufgebaut, haben auch eine Firma gekauft mittlerweile. Also wir sind voll voll im Game und es macht unfassbar Spaß. Wir hatten ein sehr schönes erstes Jahr und freuen uns jetzt auf das zweite schöne Jahr. Und jetzt auch einer der Gründe, warum ich heute hier sein darf. Entsteht vielleicht noch was Neues, ist immer etwas unterm Deckmantel, aber es schaut schon ganz gut aus und auch natürlich durch deine wertvolle Unterstützung. Und da freue ich mich schon drauf, weil Es wird ein sehr, sehr, sehr aufregendes und spannendes Jahr.

Maximilian Schroll [00:02:20]:
Das glaube ich auch, Sebastian. Und was du jetzt hier schon so angedeutet hast, was da dieses Jahr noch auf die Branche zukommt, das würde ich hier als Teaser gleich mal für alle für den späteren Zeitpunkt in der Folge verbuchen. Du hast nämlich jetzt gerade schon gezeigt oder kurz mal angerissen, was ist denn eigentlich passiert seit unserer letzten Aufnahme? Wir haben in der letzten Aufnahme, da warst du damals noch bei MLP, viel über das Thema Ethik und Moral in der Beratungspraxis gesprochen. Was ist denn seitdem passiert? Du hast schon Kurzarbeit gemacht, vielleicht noch mal ein bisschen ausführlicher Form.

Sebastian Bauer [00:02:52]:
Sehr viel ist passiert tatsächlich. Also ich habe damals ja ein junges Team geleitet, das habe ich auch bis fast kurz vors Ende gemacht, also bis Frühjahr 2024 und ist einfach sehr viel passiert. Es war so ein Mix aus einer Weg von und hin zu Bewegung am Ende. Uns war einfach diese Freiheit am Ende doch wichtiger als das Zusammengehören oder das Dazugehören zu einer Gruppe oder zu einer großen Firma oder Struktur. Und deswegen war das eine sehr wohlüberlegte, gut durchdachte Entscheidung. Wir haben auch diesen Firmenkauf, der fiel da mit rein in diese Zeit. Da war klar, dass die Firma nicht an uns verkauft wird, solange wir bei MRT sind. Das war auch nur so ein kleiner ausschlaggebender Punkt.

Sebastian Bauer [00:03:35]:
Das war aber natürlich nicht der ausschlaggebende, weil es gab genügend andere. Und diese Freiheit, diese reine Selbstständigkeit ohne Leitplanken, Leitlinien etc. Das macht ja schon deutlich mehr Spaß als vorher. Das heißt, du hast einen Mix aus hinzu und weg von Bewegung.

Maximilian Schroll [00:03:51]:
Jetzt ist ja immer so, wenn man sich aus einer Organisation rausbegibt und aus Strukturen, in denen man so lange auch aktiv war, rausbegibt, dann fehlt das ja erstmal. Wie war denn für euch dann der Wechsel in die Maklerschaft? Wie ist es abgelaufen?

Sebastian Bauer [00:04:03]:
Uns fehlt ehrlicherweise nichts. Das klingt immer sehr hart, aber uns geht es jetzt deutlich besser als vorher. Der Wechsel lief tatsächlich relativ gut, dadurch, dass wir beide, sowohl der Nico als auch ich, sehr, sehr, sehr eng mit 80, 90 Prozent unserer Kunden waren, da auch viele Freundschaften draus entstanden sind wir sehr eng an der Beratung auch dran sind, wir sehr viele Lebensereignisse schon mit begleitet haben. Wir haben auch relativ viele selbstständige Kunden, die wir in den Niederlassungen begleitet haben. Und da entstand schon über die Zeit bei MLP ein relativ enges Bonding, würde ich jetzt als Diesel bezeichnen und daraus entstand auch eine relativ hohe Wechselbereitschaft. Man darf die Kunden ja nicht ansprechen, woran wir uns gehalten haben logischerweise Und und das mussten wir tatsächlich nicht, weil als das kommuniziert wurde seitens MLP, dass wir beide weg sind, da war ein heller Aufschrei in unserer Kundschaft und wir wurden Dann von also 18. Dezember 2024 war dieser erste Tag in Freiheit, wenn man das so nennen möchte und ab da wurden wir bis Weihnachten in Neujahr rein bis weit in das neue Jahr hinein überschüttet mit Anfragen. Wir haben auch extrem viele positive Feedbacks dazu bekommen.

Sebastian Bauer [00:05:19]:
Da waren Sätze dabei wie ja endlich eigene Firma, wo dann Ärzte auch gesagt haben, ja, jetzt kann ich euch auch mal wieder Empfehlungen schicken, was auch passiert ist. Also wir haben auch Das letzte Jahr 2025 nur mit Empfehlungen verbracht. Wir haben keine Leads gekauft und nichts und haben nur aus Empfehlungen gearbeitet, was hervorragend funktioniert. Und deswegen war das ein eigentlich sehr smoother Start. Wir haben uns dann entschieden, da sehr viel Effort in verschiedene Sachen reinzustecken. Wir haben uns ein bisschen um das Thema Marketing und Homepage Gedanken gemacht, haben uns da sehr viel Texte auch selber geschrieben und auf die Homepage gepackt, dass einfach Kunden sehen, womit wir uns beschäftigen, was man bei uns alles machen kann. Also kein klassischer OnePager. Wir haben extrem viele Weiterbildungen besucht.

Sebastian Bauer [00:06:04]:
Wir haben uns umgeschaut, was gibt es alles, was gibt es für KI in der Versicherungs und Finanzwelt, die man einsetzen kann. Das Thema Geldanlage komplett neu gedacht, was uns sehr viel Zeit gekostet hat ehrlicherweise und sehr viel Nerven, aber haben da einfach auch so ein bisschen neu und von vorne gedacht, dass es auch sehr gut funktioniert. Haben extrem viel zulaufende Unternehmensberatung bei Ärztinnen und Zahnärzten gehabt. Also Wir haben bestimmt 15 16 Angebote bekommen, Praxen zu verkaufen. Und dann kam noch dieser Firmenkauf, der auch sehr viel Nerven abverlangt hat, was aber auch sehr schön war und was sehr viel Spaß gemacht hat, weil auch der Abgeber sehr, sehr angenehmer und von uns sehr, sehr geschätzter Kollege und Partner ist, wie vor auf uns konvertiert wird in bestimmten Dingen Und das war eine sehr, sehr wertvolle Zeit und ich würde es auch nicht missen. Also wir haben am Anfang zu viel Respekt vor der Entscheidung gehabt, weil das dir natürlich von einem großen Konzern immer Man legt dir sicher keine Steine in den Weg, das ist ja sicher das völlig falsche Wort. Wir haben da sehr positiven Abschluss gehabt, es war auch sehr entspannt alles. Und das Entscheidende ist aber, ich glaube eher, dass dir das hier Angst ist vielleicht das falsche Wort, aber es wird einem Respekt eingeflößt vor dieser Entscheidung, so nach dem Motto, was hast du dann alles nicht mehr? Denk bitte daran.

Sebastian Bauer [00:07:20]:
Und auf Basis dieser, ich nenne es trotzdem Angst, auf Basis dieser Angst bleiben glauben nach wie vor sehr viele. Das ist nicht NLP bezogen, sondern das branchenbezogen bleiben sehr viele in großen Strukturen, in großen Vertrieben etc. Und das finde ich eigentlich schade, weil wenn man das gut macht und gut angeboardet wird, auch bei einem guten Pool oder wenn man das alleine machen möchte, dann geht das. Und dadurch, dass es auch so was wie Shared Offices gibt, wo wir ja auch in einem sind, das uns auch mehrfach besucht netterweise, das fühlt sich schon fast an wie zurück in so eine Bürogemeinschaft zu kommen. Nur die machen halt alle beruflich was anderes, da sind Immobilienmakler drin etc. Und das hat uns auch den Start sehr erleichtert, weil es total relaxed ist, da morgens ins Büro zu kommen. Wir haben eine Empfangskraft, die uns jeden Morgen einen Kaffee macht, also den anderen beiden mir nicht, ich trinke keinen Kaffe. Aber das war wirklich so ein krass positiver Punkt, weil wir erst überlegt haben, machen wir irgendwo ein eigenes Büro und haben da halt unsere Ruhe und haben uns bewusst entschieden, in so ein Shared Office zu gehen, nutzen das auch jeden Tag total gerne.

Sebastian Bauer [00:08:25]:
Wir sind im Schnitt zwei bis drei Tage dort auch zusammen und sind da gemeinsam am Start in unserem eigenen Büro. Wir haben da Beratungsbäume, die wir nutzen können. Es gibt ein Seminarraum, wie man das, also hast eigentlich alle Infrastruktur, die die bei mir in dem Fall MLP früher geliefert hat. Und wir haben das alles und wir haben dann auch schnell die Entscheidung getroffen, dass wir die Assistentin, die uns bei MLP schon unterstützt hat, auch sofort mitnehmen wollen. Die hat auch glücklicherweise sofort zugesagt. Das war für MLP bisschen fies, aber für uns positiv. Die ist noch sehr jung und hat gesagt ich will bei einem jungen dynamischen Team dabei sein und will da mit was Großes aufbauen. Und dann haben wir noch eine zweite ehemalige Assistenz von MLP, auch noch organisiert über den Sommer und sind da wirklich sehr froh, dass Katzen und dann jetzt bei uns da dabei sind und uns unterstützen tatkräftig, weil wir könnten dieses Feuerwerk, das wir da abfackeln, das könnten wir alleine nicht mehr.

Sebastian Bauer [00:09:18]:
Also es war uns anfangs so, ja, wir teilen ein bisschen die Arbeit, da kriegen wir das schon hin. Und dann wurde uns bewusst, puh, wir haben so viel zu tun, wir brauchen echt niemanden, der uns die Arbeit abnimmt. Und bei der Menge, die wir zurzeit produzieren, reicht auch leider keine KI, da brauchen wir auch Manpower oder Women Power in dem Fall.

Maximilian Schroll [00:09:36]:
Sehr gut. Jetzt hast du gerade schon ein paar Sachen angesprochen, Sebastian, wo ich unbedingt nachhaken möchte, nämlich du hast jetzt gerade eigentlich schon mit Katrin und Daniela auch beschrieben, wie für euch der eigene Wachstumsprozess aussah. Wenn wir jetzt noch mal am Anfang von dieser Entscheidung gehen, also Entscheidung war getroffen, es geht in die Maklerschaft. Wie ist es für euch genau abgelaufen? Was waren Sachen, die man vielleicht auch vorher so gar nicht auf dem Schirm hatte und was waren vielleicht auch Themen, wo man sich zuvor zu viele Gedanken gemacht hat oder vielleicht einen Ticken zu viel Respekt bis Angst davor hatte.

Sebastian Bauer [00:10:09]:
Fangen wir mit der Angst an. Das war dieses Thema Kundenmitnahme, weil wir dann schon überlegt haben, wenn du da jetzt rausgehst, wer kommt dann überhaupt mit, kommen die überhaupt mit? Das ist ja schon ein sehr, sehr sensibles Thema. Da waren wir aber ehrlich gesagt sehr selbst überzeugt und gesagt, okay, das war bisher so gut, das wäre schon verwunderlich, wenn da jetzt gar keiner mitkommt. Und dann haben wir auch gesagt, naja, wenn nur die Hälfte mitkommt und auch da wieder Empfehlungen entstehen und wir haben wir trotzdem die Möglichkeit, über Leads oder über Aktionen trotzdem an Neukunden zu kommen, dann haben wir gesagt, okay, das wird schon irgendwie hinhauen. Also wir haben uns dann doch auch selber vertraut und haben diese Angst überwunden. Dann hatten wir auch mit Anwälten Gespräche, die uns auch panische Angst gemacht haben, mit oh Gott und was man nicht alles davon macht, haben wir gesagt, hatten wir eh nicht vor. Und dann sagt er, ja, dann ist doch gut, dann brauchen sie keine Angst. Haben.

Sebastian Bauer [00:10:55]:
Das Gespräch war sehr interessant. Also das dürfen sie nicht und das Wir machen da nichts. Also wir kopieren nichts, wir rufen niemand an, gar nichts. Und wir hoffen einfach, dass die alle kommen, freiwillig. Das war ganz interessant. Und da entsteht dann schon ein bisschen Druck, dass du oh Gott, wenn da jetzt was passiert oder wie kann man nachweisen, dass der Kunde uns auch zuerst angerufen hat? Und da fiel uns tatsächlich was sehr Positives zu, vielleicht ein bisschen Karma, weil wir uns, ich glaube, soweit im Guten verabschiedet haben und das auch sehr offen kommuniziert haben, was wir machen, wie es weitergeht. Und da war es so, dass unser altes Team bei MLP alle Kunden angeschrieben hat, genau an dem Tag, an dem wir raus waren. Und das war für uns einfach die Marketingaktion schlechthin, weil wir mussten wirklich gar nichts tun.

Sebastian Bauer [00:11:41]:
Das war nicht geplant und nicht abgesprochen. Die haben sich das, glaube ich, anders vorgestellt, so nach dem Motto haha, jetzt zeigen wir hier mal, dass wir Service auch können und die zwei braucht man nicht. Und daraus entstand dieser vorher erwähnte Monsteransturm, den wir hatten, was sehr schön und auch wirklich ein extrem positives Erlebnis war. Uns extrem befeuert hat auch die Entscheidung, weil ganz, ganz viele an der Zielgruppe schon leider und das war einer der Gründe auch zu gehen, ein Problem mit der Marke hatten und das haben wir jetzt nicht mehr. Das merkt man sehr, sehr deutlich, weil auch die Abschlussquoten sind schneller, die sind höher, wir machen viel mehr Geschäft, es ist viel mehr Vertrauen da, weil man sieht, es geht auch ohne das und wir sind auch zu zweit immer nur einwandfrei unterwegs.

Maximilian Schroll [00:12:24]:
Sehr schön. Jetzt hast du schon zwei Begriffe auch mit oder ein Begriff noch mit reingebracht, bei dem müssen wir jetzt ein bisschen bleiben, nämlich bei eurer Zielgruppe. Du hast vorher gesagt, ihr habt Geldanlage und Investment neu gedacht, da möchte ich unbedingt wissen, was das genau bedeutet. Und du hast natürlich auch die Unternehmensberatung und auch die Praxismaklei und die ganze Unterstützung auf der Seite schon mit eingebracht. Vielleicht bevor wir zu diesen beiden spezifischen Themen kommen, erklär mal noch mal die Zielgruppe Mediziner. Was ist bei der so besonders? Worauf muss man achten? Was sind vielleicht auch die Sachen, die man erst mit der Zeit lernt, wenn man mit der Zielgruppe zusammenarbeitet?

Sebastian Bauer [00:13:02]:
Starke Frage. Ich glaube, da müssen wir eine extra Podcast Folge aufnehmen.

Maximilian Schroll [00:13:06]:
Gern.

Sebastian Bauer [00:13:09]:
Also ich habe den Vorteil dass ich die Zielgruppe ja schon sehr lange kenne. Also mein Papa ist ja auch in dem Job und macht den schon sehr, sehr lange und ist seit 2001 auch Partner oder Berater bei MLP und hat da schon auch den Fokus Mediziner und Zahnmediziner schon immer gehabt. Ist dann, nachdem er die Teamleitung aufgegeben hat, auch in ein reines Medizinerteam gewechselt, um das noch fortzutreiben. Ich habe in einem beIN Medizinerteam gelernt und habe auch von hinten nach vorne den Lebensweg eines Arztes und Zahnarztes gelernt, weil ich in dem Team, in dem ich war, immer nur niedergelassene Kieferorthopäden, Oralchirurgen, Mundkiefergesichtschirurgen, Zahnärzte, Plastikchirurgen etc. Betreut habe. Und da war es so, dass ich eben das von der Pike auf falsch rum gelernt habe, wenn man so will. Also nicht der studiert dann Medizin, der junge Mensch und dann geht der raus und dann lernt der und so weiter, sondern ich habe gesagt, okay, mein Ziel, ich bin ja selber Unternehmer, mein Ziel ist, dass ich möglichst viele junge Menschen für Unternehmertum begeistere, nicht jetzt nur in meiner Führungsrolle damals bei MLP, sondern dann auch als Berater für meine Kunden. Und das gelingt uns, glaube ich, nach wie vor ganz gut.

Sebastian Bauer [00:14:19]:
Wir haben da viele Beispiele, die uns da extrem dankbar sind. Und das war so der Anfang, allen wollte schon sagen, übelst, das ist ja kein Übel, sondern der Anfang der Entscheidung zu sagen, das ist so eine coole Zielgruppe. Es macht so Spaß da zu arbeiten, weil mir der Mensch per se einfach sehr liegt. Also diese Zielgruppe, wie ticken Mediziner und Zahnmediziner, da war sehr angenehme Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt. Das finde ich einfach schon mal ein extrem positiver Vorteil, weil das ist so ein in der Zeit, in der ich im Büro sitze, kann ich ja nicht mit anderen Zeitungen. Ich bin nicht auf dem Golfplatz, ich bin nicht von meiner Partnerin, ich bin wo immer nicht, wo ich anders wäre als im Büro zu dem Zeitpunkt Arbeit gerne, aber ich verbringe auch Zeit gerne außerhalb des Büros und deswegen verbringe ich die Zeit, die ich arbeite, unfassbar gerne mit Menschen, die ich wirklich sehr schätze, die ich mag, mit denen die Gespräche toll sind, wo man weiß, man kann was bewegen und das sicher bei der Zielgruppe einzigartig, weil das ganze Thema Unternehmensberatung dann auch wie der Mensch tickt und wie das funktioniert, das ist schon sehr, sehr toll, macht extrem viel Spaß. Und daraus entstehen aber auch so diese Differenzen zu anderen Zielgruppen. Wenn ich zum Beispiel einen Lehrer habe, der hat ja einen komplett anderen Lebensplan als zum Beispiel ein junger Zahnarzt, der sie in den nächsten fünf Jahren niederlassen möchte.

Sebastian Bauer [00:15:31]:
Das heißt, die komplette Beratung ist eigentlich eine Finanzberatung. Wir machen ja zuerst Finanzberatung, weil es gibt ja keine Unternehmensberatung, wenn ich kein Unternehmen habe, logischerweise, erschließt sich logisch. Und deshalb stimmt sich diese ganze Finanzplanung und Finanzberatung, die wir davor machen, die stimmt sich auch diesen Lebenslauf ab. Die ist auch darauf angepasst, wo möchtest du hin. Es gibt ja Menschen, die sagen, ich weiß noch gar nicht, ob ich mich niederlassen möchte, also eine eigene Praxis eröffnen oder eine übernehmen, dann müssen wir auch den Plan dahingehend anpassen. Wir haben auch viele ins Ausland begleitet, in die Schweiz, nach Österreich und die USA. Das muss man auch vorher wissen. Das heißt, wir haben eine komplexe Zielgruppe, die komplexe Lebenspläne hat, die dann noch gepaart mit einer Familienplanung auch noch einhergeht, diese Lebensplanung.

Sebastian Bauer [00:16:16]:
Das heißt, da gehört nicht nur die Karriereplanung, sondern auch die Lebensplanung dazu mit Familie, Hausbau, Kinder, Hund etc. Und das ist so dieses extrem Spannende, weil das nie aufhört. Also wir haben auch bei bestehenden Mandaten immer was zu tun. Das ist absolut faszinierend. Also es passiert immer was Neues, Es werden Wohnungen gekauft, dann verkauft man sein Haus, zieht um, macht es neu, Manche lassen sie mehrfach nieder, manche gründen Ketten, manche machen große Zentren auf etc. Das heißt, wir haben irrsinnig viele Möglichkeiten, mit unseren Kunden zu arbeiten. Wir sehen abstruse Dinge, also im positiven Sinne, wie verzahnt und verzweigt Dinge sein können. Wir haben extrem viel zu tun, auch pro Kunde.

Sebastian Bauer [00:16:54]:
Das macht auch besonders viel Spaß, weil wir natürlich auch durch das Vertrauensverhältnis sehr viel machen dürfen. Also sowohl jetzt auch eine sehr große Spezialisierung bei der privaten Krankenversicherung, was die komplette Familie betrifft, wo wir seit Jahren extrem erfolgreich beraten. Wir sind im Immobilienbereich unterwegs, also wirklich, das ist ja so All in all Lösung. Und das Schöne ist aber auch wieder, und das macht jetzt die Arbeit als freier Makler ein bisschen leichter, weil es keine Vorgaben gibt, ist, dass wenn jemand sagt, ich will nur explizit eine Mediziner PKV über euch abschließen, dann ist das auch nicht schlimm und das ist so das Angenehme, dass es davon Biss gibt. Wir haben menschen, die haben 50, 60 Verträge bei uns und 10 Immobilien gekauft und dann haben wir Kunden, die haben eine PKV und sind total glücklich, dass wir das gut gelöst haben und das eigentlich sehr angenehm, weil die ist niemand böse und wir sind auch niemand böse. Das ist ja völlig okay, wenn man das ganz entspannt für sich löst und sagt, ich brauche eigentlich nichts anderes außer das oder jemand sagt, ich will eigentlich alles mit euch machen, macht es bitte und kümmert euch darum.

Maximilian Schroll [00:17:49]:
Wie sieht denn der der Markt für die Zukunft aus? Also vor allem auch zu dem Thema Niederlassungen, Gründungen und so weiter. Da vielleicht mal, weil wir natürlich hier in unserer Versicherungs Bubble schon immer so, sag mal, die den kleinen Bias haben, dass wir so aus unserer Blase halt denken und nehmen das zumindest so wahr und auch in den Projekten, die wir natürlich machen, dass ganz häufig irgendwo über Zielgruppen gesprochen wird, aber dass das tatsächlich, also dass man sich so auf einer grünen Wiese versucht irgendwie eine Zielgruppe zu erschließen, aber dass das tatsächliche Wissen zur Zielgruppe dann fehlt. Und wenn ich jetzt schon so einen absoluten Experten wie dich hier im Gespräch habe, dann möchte ich das natürlich nutzen, um auch noch ein bisschen diese Zielgruppen Perspektive und auch diese Marktperspektive mit einzunehmen, weil es ist ja wahnsinnig spannend, wenn man auch da im Hinterkopf hält die Demografie, die macht natürlich auch nicht vor den Heilberufen halt, sondern die wird die ja genauso wie uns als Versicherungsbranche treffen. Das heißt wahrscheinlich auch viele Chancen für junge Medizinerinnen und Mediziner, die sich niederlassen wollen. Auf der anderen Seite für euch natürlich auch, was passiert mit den Praxen, die vielleicht keinen Nachfolger finden, wie blickst du auf den Markt, was kommt da auf die Zielgruppe und dann auch auf die.

Sebastian Bauer [00:19:01]:
Berater wie euch zu Zwei Begriffe, einmal Konsolidierung, also so ein klassisch super politischer Begriff, mag ich überhaupt nicht, passt aber sehr gut in dem Fall und Chance und das Konsolidierungsthema, ich glaube, das kann man relativ schnell abhaken, weil es wird Praxen geben, die wird man nicht übernehmen können. Das haben wir auch am laufenden Band. Also ich würde mal sagen, 30 Prozent der Praxen, die uns angetragen werden, sind nicht verkäuflich bzw. Sie will niemand. Daraus resultiert die Nicht Verkäuflichkeit. Und der viel größere Part ist das Thema der Chance. Also für junge Menschen. Deswegen bin ich auch so übermotiviert seit Jahren, weil man, wenn man man kann ja die Demografie in seiner Beratung nutzen, wofür man möchte.

Sebastian Bauer [00:19:42]:
Es gibt Berater, die dann oh Gott, haben Sie schon mal rausgeschaut? Alles furchtbar. Sie müssen ganz viel Altersvorsorge machen und sonst ganz schlimm und oh Gott, oh Gott, oh Gott. Das ist der eine Weg, wie man verkaufen und beraten kann. Der andere ist zu Wie geil ist eigentlich die Zeit, in der wir aktuell leben als junger Mensch? Das gilt für mich als Makler genauso. Also ich ziehe da relativ viele Parall. Wir hatten jetzt eine Firma, die wir übernehmen konnten. Der Herr Brautmann, der uns verkauft hat, ist unfassbar glücklich über die Nachfolge. Der bekommt nur positives Feedback.

Sebastian Bauer [00:20:10]:
Die freuen sich alle, dass sich jemand kümmert. Also es ist einfach ein sehr, sehr positiver Effekt. Das ist bei Patienten ja genau identisch. Das heißt, ich bin sehr froh, wenn dann in meinem Ort. Denk da immer speziell an sehr guten Freund von mir, den Stefan, der auch eine Praxis vor Jahren aufgemacht hat und diese erfolgreich läuft, war die Frage ja soll ich das? Das auf dem Land, das ist eine kleine Praxis, die lief auch nicht gut in der Vergangenheit. Und dann habe ich zu ihm gesagt, das ist deine Chance jetzt. Genau jetzt ist deine Chance, Die will keiner. Das ist genau der Punkt.

Sebastian Bauer [00:20:39]:
Da leben viereinhalbtausend Menschen ungefähr in dem Ort mit Teilorten und du bist der einzige Zahnarzt hier vor Ort. Wie geil ist das denn? Dann habe ich gesagt, Stefan, jetzt musst du mir einfach vertrauen. Du musst mir jetzt vertrauen. Ich rechne dir das aus und sag dir, das klappt. Und wenn du mir glaubst, dann machen wir den Weg gemeinsam. Wir nehmen da Geld aufzubauen. Sehr teures Unterfangen, weil da alles neu gemacht werden musste. Da wurde seit 30 Jahren nichts mehr getan in der Praxis Und haben wir weißt du was? Jetzt nehmen wir Geld in die Hand und bauen das richtig cool auf zu einer richtig schönen modernen Zahnarztpraxis, wo Leute Lust haben zu kommen, wo die Lust haben zu bleiben, die auch gerne wiederkehren und gute Kunden werden für dich gute Patienten.

Sebastian Bauer [00:21:18]:
Und deswegen, das ist so mein lieblings plakatives Beispiel, weil das einfach bietet unfassbare Chancen. Und das würde ich eben auch als junger Arzt oder als junger Zahnarzt, würde ich das gerne erkennen wollen. Deswegen arbeiten wir da auch so fleißig dran. Und wir haben extrem viele Neugründungen schon die letzten Jahre begleitet. Das macht auch echt tierisch Spaß, wenn man dann sieht, es kommt dann irgendwann dieses Feedback, ich bin so froh, dass ich das gemacht habe. Ich bin so dankbar, dass du mich damals motiviert hast. Gerade der Stefan ist so mein Lieblingsbeispiel, weil wir das dann einfach mal so Auskunft haben, irgendwann etwas direkter werden musste und gesagt, wir machen das jetzt oder wir lassen es eins von beiden, aber das Zwischendrin gibt es nicht, hat er auch gesagt, so kenne ich dich gar nicht. Ja, aber jetzt zähl's, jetzt brauchst du mich, wenn ich immer nett und lieb und ach komm und Schatzi hier, Schatzi hier, das bringt ihr in dem Fall nichts.

Sebastian Bauer [00:22:07]:
Das heißt, du brauchst jemanden, der dich an die Hand nimmt, der dir sagt, wir packen das, wenn du gut beraten wirst durch uns, dann geht das und dann bekommst du das auch hin. Und jetzt haben wir an Weihnachten Mama wieder geschrieben und dann auch das Feedback, ja, es läuft so toll und es war die beste Entscheidung in meinem ganzen Leben und hin und her und verheiraten hat zwei Kinder. Und das dann zu sagen, ist natürlich nein, Spaß beiseite, ist wirklich so, dass der Stefan als Beispiel extrem dankbar ist und das ist der größte Dank. Ich verdiene gern Geld damit und es macht auch Spaß. Wir schreiben auch gerne Rechnungen. Wir arbeiten jetzt nicht bei der Wohlfahrt und für die Wohlfahrt und deswegen ist es auch, ich stehe da auch komplett dazu und unsere Kunden zahlen das auch sehr gerne und sind dann eben froh für das, was wir liefern am Ende. Und das ist für mich so die große Überschrift für junge Ärzte und Zahnärzte die nächsten Jahre. Chancen und Chancen, die Chance, was wirklich Großes zu machen, weiterzumachen, was auszubauen, aufzubauen, was selber zu gründen.

Sebastian Bauer [00:22:59]:
Das ist zwar sicher früher leichter im Sinne von es wurde sehr viel sehr gut bezahlt, das ist heute sicher etwas komplizierter, weil die Miete jetzt sind in München Miete sehr teuer ist und weil die Personalkosten sehr hoch sind. Das alles logisch und nachvollziehbar. Aber die Chancen, die Beerdbarkeit der Branche, also sprich wie viele Praxen kann ich mal übernehmen, was kann man alles gründen, kaufen. Wir haben eine Tierarztpraxis zum Beispiel, eine Betreuung, die hat sieben Tierarztpraxen aufgekauft, weil die alle, da will keiner mehr arbeiten und die sind jetzt der absolute Platz für 150 km Umkreis und die können alle nur noch zu dieser Praxis kommen. Völlig wahnsinnig super positive Chance. Und deswegen ist es für mich so die große Überschrift sowohl für uns in unserem Job als auch für unsere Kunden, was noch viel wichtiger ist.

Maximilian Schroll [00:23:45]:
Sebastian Mega. Und ich würde die Überleitung eigentlich gerne aufnehmen, aber ich muss, weil es mich so wahnsinnig interessiert und ich weiß unsere Zuhörer auch dann noch mal nachhaken, das Thema Geldanlage, das du angesprochen hast, neu gedacht. Erklär uns mal, was heißt das?

Sebastian Bauer [00:24:00]:
Sehr, sehr guter Punkt, weil das wirklich was, wo wir uns sehr viel Gedanken dazu gemacht haben. Das war ja bei MLP hat man eine BaFin Lizenz und läuft unter dem Haftungsdach. Und dann haben wir gesagt, okay, das war bisher cool, auch mit Fondsberatung etc. Und dann haben wir noch mal drüber nachgedacht, wie geht es weiter in Zukunft? Also bleibt es dabei oder läuft uns jemand wie Trade Republic und Scalable und wie unsere Freunde da alle reißen den Rang ab, wo stehen wir da, wo ist unser Stellenwert, wie funktionieren wir, wie wird die Dienstleistung oder auch die Beratung im Geldanlagebericht wertgeschätzt? Und dann haben wir, nachdem wir schon den Riesenaufwand hatten, uns für den F zuzulassen als Firma, haben wir Wochen später die Zulassung zurückgegeben. Das war wirklich ein sehr interessantes Learning und haben uns dann tatsächlich noch entschieden, das anders zu denken in Form von wir machen klassische Fonds und Vermögensberatung wie bisher, aber wir erweitern das um die Beratung zu Einzeltiteln, was sich heute nahezu keiner mehr traut oder wo die Banken auch die Finger mittlerweile davon lassen, auch durch äußere Einflüsse. Und auf Basis dessen haben wir entschieden, wir werden langfristig, das ist eher was für die nächsten drei bis fünf Jahre, kommt auf die Menge der Mittel an, die wir jetzt einsammeln können und die Gelder, die unsere Kunden uns anvertrauen, werden wir auch eigene Fonds auflegen und werden deshalb auch das Thema einfach anders aufgreifen, als man das klassischerweise in einem normalen Vertrieb in seinem Alltag tut.

Maximilian Schroll [00:25:32]:
Sebastian ich glaube, jeder hat bis jetzt schon mal die Zukunftsorientierung, die dir absolut die Zukunft. Sorry, Domi, müssen wir noch mal kurz. Ich fange noch mal an. Sebastian, ich glaube, jetzt hat jeder, der uns zuhört, schon mal verstanden, dass du jemand bist, der sehr in die Zukunft blickt. Und jetzt habe ich am Anfang ja schon einen kleinen, bzw. Wir haben am Anfang einen kleinen Teaser gegeben, was denn in einer näheren Zukunft auf die Branche vielleicht so zukommen könnte. Wie sieht's aus? Was sind denn da deine Pläne? Hol uns mal ab.

Sebastian Bauer [00:26:01]:
Ja, jetzt so halb. Dafür bin ich ja heute da. Die Geschichte war jetzt recht spannend, aber der spannende Teil kommt jetzt eigentlich erst. Ich habe vor, das müsste jetzt wie lange her sein? Das war im September ungefähr September 2024 wo klar war, dass alles steht und dass wir raus sind. Und die letzten Monate, Tage saß ich grübelnd an der Côte d' Azur in einer Ferienwohnung auf einer Dachterrasse und habe mir gedacht, wie genial wäre es eigentlich, wenn wir so eine Art Zusammenhalt, so eine Art Branchenstandard, so eine Art Akademie, Zertifizierung, wie auch immer in irgendeiner Form für Medizinerberater, also Gleichgesinnte wie uns hinbekommen würden. Dann habe ich ein weißes Blatt Papier genommen und habe mal angefangen zu kürzen. Ich bin ein sehr kreativer Mensch, ich muss da ein bisschen Musik hören dabei und das ein oder andere Glas Weinfloss, glaube auch. Und habe dann entschlossen, ich muss jetzt hier was zu Papier bringen und ich habe so viele Ideen, ich habe so, wie ich mir das vorstelle, das muss ich einfach mal runterschreiben.

Sebastian Bauer [00:27:02]:
Dann habe ich mir da sehr viel Zeit genommen, habe fast eine Woche dran gearbeitet und habe das aber leider wieder in den Schrank gelegt. Und das war dann so ein Punkt, wo ich jetzt im alten Jahr 2025 also knapp ein Jahr später, mir noch mal Gedanken darüber gemacht habe und sage, was ist denn eigentlich mit der Idee? Die war doch eigentlich gut, Wo ist denn die? Und dann bin ich umgezogen, jetzt noch im November in eine neue Wohnung und da habe ich gedacht, boah, in diesem Chaos mit Kartons und Aktenordnern und irgendwas, wo finde ich diesen Zettel jetzt wieder? Und dann habe ich den gefunden, der ist rascheln genug Papier, der liegt hier tatsächlich, die Ortsfassung, die Originalfassung und ich habe ihn gefunden und habe ich gedacht, habe es in Ruhe durchgelesen. Geil, eigentlich echt cool. Jetzt müssen wir uns nur überlegen, was macht man da, wie vertieft man das? Wir sind in der Zwischenzeit sehr viele andere Dinge auch eingefallen auf Basis dessen, wie unser Alltag so abläuft, Fragestellungen zu KI etc. Und dann habe ich gesagt, eigentlich wäre es total geil, wenn es ein Netzwerk gibt, das deutschlandweit agiert, das deutschlandweit arbeitet, das Menschen wie uns zusammenbringt, das einen Beratungsstandard oder einen Branchenstandard irgendwann entwickelt. Wie berät man Ärzte und Zahnärzte wirklich gut? Und es liegt auch ein bisschen daran, dass die Zielgruppe gerne beraten wird von ganz vielen Menschen, also auch von jeder Sparkasse und jede Volksbank hat ein sogenanntes Heilberufe Center und da gibt es trotzdem oft Ärzte, die dann mit einem Riester Vertrag rauslaufen, der bei einem Arzt einfach nichts verloren hat oder in der Vergangenheit, heute verkauft es eh keiner mehr, aber in der Vergangenheit war das gängige Praxis. Und dadurch, dass wir unterschiedliche Bundesländer haben, unterschiedliche Ärztekammern, unterschiedliche Versorgungswerke haben, auch Produkte wie zum Beispiel eine Basisrente, einfach eine grundsätzlich andere Relevanz. Das heißt, das ist schon grundsätzlich, wenn ich sage, ich bin Berliner Berater und ich beraten Münchner Zahnarzt, müsste ich auf so viele andere Dinge eigentlich achten, damit ich ihn inhaltlich korrekt berate.

Sebastian Bauer [00:28:57]:
Und da gibt es einfach sehr viele Fehler. Also wir kommen ja auf jeden Neumandate, die schon bestimmte Produkte abgeschlossen haben und geplant wurden und da ist, sage ich mal, 60 Prozent für die Tonne, weil es eben nicht zielgruppengerecht beraten wurde. Das ist sehr schade, weil da fließt ja auch Geld und das Geld hätte man schon über Jahre besser investieren oder anlegen etc. Und daraus entstand eben die Idee, das Deutsche Ärztebefördernetzwerk zu gründen. Und das habe ich jetzt über die Weihnachtsferien auch durch einen externen Push noch mal vorangetrieben, weil es gibt jemand anderen, der auch einen großen Vertrieb aktuell verlässt und der gesagt hat, ich denke drüber nach. Also netzwerktechnisch zu arbeiten, habe ich gesagt, ganz sicher nicht, weil die Idee habe ich schon viel länger als du und wenn, dann mache ich die. Und ich hatte das, wie gesagt, schon als Papier rumliegen und dann habe ich mir tatsächlich mal mein iPad hergenommen, habe mir eine coole App für Mind Mapping runtergeladen, weil sowas hat ein klassisches iPad ja nicht. Und dann habe ich gedacht, komm, ich spinne das jetzt wirklich mal in die komplette Abstrusität.

Sebastian Bauer [00:29:57]:
Was soll das können? Was soll es dürfen? Wer soll da rein? Wer soll nicht dabei sein? Wie soll das funktionieren? Wie kann so eine Akademie aussehen? Was soll man lernen? Was soll man lernen wollen, wenn man auch dabei sein möchte? Wie kann Aussehen und Weiterbildung aussehen? Wie kann eine Zertifizierung aussehen? Wie kann auch eine Außenwirksamkeit funktionieren, Dass man auch stolz Teil dieses Netzwerkes ist und dann Menschen oh krass, mein Medizinerberater ist Teil von diesem Netzwerk, schau mal, Branchenstandard, der wird so und so ausgebildet, wird aus und weitergebildet über Jahre dann auch. Das gibt es in der Medizin ja auch, das gibt es bei uns auch mit IDD Punkten und sonstigen Punkten, deswegen kennt man das und man kennt es auch aus der Medizin und man kann es den Medizinern deswegen glaube ich, ganz gut erklären. Daraus entstand dann diese wahnsinnige finale Idee, das Deutsche Ärzteberaternetzwerk zu gründen und auf dem Weg bin ich jetzt aktuell und freundlicherweise bist du ja auch jemand, der da potenziell Lust hat, mich zu unterstützen, wenn ich das so die letzten Tage rausgehört habe.

Maximilian Schroll [00:30:57]:
Ja, das ist sehr richtig. Da sind wir auch schon beide gemeinsam in Aktion gekommen. Ich glaube auch dieses Netzwerk ist genau das, was sowohl die Branche als auch die Zielgruppe braucht. Ich glaube, diese fehlende Orientierung, die da über allem so ein bisschen schwebt, also was ist wirklich gut? Wo kann ich mich wirklich drauf verlassen? Weil natürlich Internet für uns alle und auch der sehr akribisch geführte Wettbewerb oder aggressiv geführte Wettbewerb in unserer Branche natürlich dafür sorgt, dass diese Verfügbarkeit, Vergleichbarkeit für den Verbraucher oder den Versicherungsnehmer genauso wie aber für den Makler, den Vermittler total schwierig zu durchdringen sind. Das heißt, diese Qualitätsebenen, sage ich mal, wirklich unterscheiden zu können, was ist denn jetzt gut und was nicht. Also hinter das Marketing Sprech blicken zu können und zu verstehen, okay, das passt zu meiner Zielgruppe aus den und den Gründen und dann natürlich auch die Prozesse und das Backoffice dafür zu haben, dass man dann bei Wachstum selber nicht drunter leiden muss mit 24 Stunden Arbeitstagen und natürlich vor allem auch die Kunden nicht drunter leiden müssen, weil die am Ende dann diejenigen sind, deren Leben man ja von der Risikoseite und von der Zukunfts-, Planungs und Gestaltungsseite mit begleitet und dann muss natürlich das schon alles passen. Deswegen bin ich super happy Sebastian, dass wir diese Reise auch gemeinsam angehen. Ich glaube, das Deutsche Ärzteberater Netzwerk füllt ein absolutes Loch in unserer Branche, das sehr, sehr, sehr notwendig ist.

Maximilian Schroll [00:32:27]:
Und wir haben jetzt glaube ich schon so ein bisschen die Frage, die ich jetzt gleich stellen werde, implizit beantwortet, möchte aber trotzdem noch mal ganz explizit stellen und bin gespannt, was du dann darauf antwortest, weil wenn uns jetzt Leute zuhören, dann stellen die sich vielleicht als Vermittlerin Vermittler genau die. Ich finde Ärzte als Zielgruppe spannend. Ich habe vielleicht sogar schon die eine oder andere Erfahrung damit gesammelt, habe gemerkt, es passt eigentlich ganz gut auf so einer menschlichen Art und Weise Und natürlich ist die Zielgruppe auch wirtschaftlich für mich total attraktiv. Also warum sollte die junge Makler, denn der junge Makler, der uns gerade zuhört, warum sollte der Teil der Community werden?

Sebastian Bauer [00:33:07]:
Das ist eine zweigliedrige Antwort, weil es gibt ja Menschen, die sind schon in dem Job und so wie wir zum Beispiel und auch da ist wieder eine Untergliederung. Es gibt Menschen, die machen den Job nur auf Unternehmensberatungsebene. Dann gibt es reine Finanzversicherungsmakler, die aber die Unternehmensberatungsebene außen vor lassen. Man geht hybriden wie uns, die beides machen, weil man sagt okay, das gehört einfach zusammen. Und dann gibt es ja Menschen, das ist dieser zweite Gleis, gibt es Menschen und Tennessee eher jüngere Menschen, die sich gerne diese Zielgruppe erschließen würden und gerne Ärzte und Zahnärzte beraten wollen würden. Das weiß ich ja aus meiner Führungszeit noch, weil da auch Teil meines Teams waren nicht Medizinerberater, also für Normalsterbliche und das andere Teil des Teams war für die Götter in Weiß. Und das ist aus meiner Sicht, das sprecht da auch offen mit Kunden drüber. Wir haben einfach eine Zielgruppe, die ist extrem zahlungsstark, die hat Lust sich um Dinge zu kümmern, wenn man es gut macht.

Sebastian Bauer [00:34:13]:
Das ist die Voraussetzung. Da setzen wir ja dann auch wieder an langfristig und die auch eine sehr, also aus unserer Erwartungen, aus unserer Erfahrung raus, eine sehr hohe Treue und Bindung an den Berater schenkt. Ich würde es wirklich als Geschenk bezeichnen. Und das zeigt auch, glaube unser Wechsel von NLP in eine eigene Maklerstruktur. Ich habe gestern noch mit einer jungen Ärztin ein Gespräch gehabt, die hat ihrem Papa davon erzählt, dass sie mitwechseln durfte. Ja, ich habe den Sebastian angerufen und hatte gesagt, ja, total gerne, logisch. Und dann hat ihr Papa zu ihr gesagt, du weißt schon, das ist eine extrem große Ehre, wenn jemand so was Eigenes noch aufbaut und dich da mitnimmt. Und sie dann, also ich fühle mich krass geehrt und toll.

Sebastian Bauer [00:35:01]:
Ich sehe das eigentlich gleichgültig, also gleichwertig, nicht gleichgültig, ich sehe es gleichwertig, weil für mich ist auch eine Ehre. Du scheinst ja mit dem, was wir gemacht haben, so zufrieden sein, dass du auf gar keinen Fall will ich irgendjemand anderen, Ich will, dass du mich weiter begleitest. Und ich glaube, da steckt einfach so viel positive Energie, so viel Umsatz Chance drin, weil wir einfach gemeinsam positiv Dinge bewegen können, langfristig viel gemeinsam bewegen können. Und das ist so der größte Punkt, warum ich sage, ich würde nie eine andere Zielgruppe beraten wollen. Wir haben ja auch die Partner und Freunde zum Teil, aber das, was uns wirklich ausmacht, ist die reine Medizinerberatung. Das können wir auch am besten. Es macht uns am meisten Spaß und dafür brenne ich auch. Dafür würde ich auch sagen.

Sebastian Bauer [00:35:45]:
Ich würde, wenn ich mir heute eine Zielgruppe aussuchen müsste, auf jeden Fall eine Zielgruppe aussuchen. Ich würde kein klassisches Maklerbüro für alle verschiedenen Jobs und für alle Berufsgruppen machen. Würde ich nicht tun, weil wenn man seinen Job wirklich ernsthaft und wirklich tiefgründig gut machen möchte, dann sollte man die Zielgruppe, mit der man arbeitet, jeweils auch verstehen. Also wenn man jetzt eine Empfehlung kriegt für einen Gaucher und Landschaftsbauer, ich kann dem nicht helfen. Ich müsste mich wahrscheinlich zwei, drei Tage für das Verständnis, sind wir wieder bei meiner alten Folge, Ethik und Moral, für das Verständnis, wie gut ich es gerne für ihn machen würde, müsste ich mich wirklich zwei, drei Tage einlesen. Was muss man achten, Wie funktioniert deren Selbstständigkeit? Wann haben die welche Chancen auf Umsatz? Wie funktioniert das haben die Konjunktur, weiß ich nicht, ob es im Winter genauso viel wie im Sommer. Keine Ahnung, verstehe ich nicht. Ich bin zu weit entfernt, um das wirklich gut beraten zu können, weil ich den Inhalt nicht verstehe.

Sebastian Bauer [00:36:35]:
Und da bin ich ehrlich genug, das auch zuzugeben. Und daraus resultiert auch meine Fokussierung, weil ich sage, ich kenne mich bei meiner Zielgruppe so gut aus, ich würde mir zum Beispiel nicht anmaßen, eine Anwaltskanzlei zu beraten. Ich kann es nicht. Wir beraten Anwälte auch in Haftungsfragen, nehmen uns von außen dazu, aber ich kann selber keine klassische Unternehmensberatung oder Finanzberatung für einen Anwalt machen, die auf diese Karriere abgestimmt ist. Ich kann ihn trotzdem zum Thema Berufsunfähigkeit etc. Beraten, aber ganz rund und hundertprozentig perfekt ist es nicht. Und das wäre immer mein Anspruch, dass es einfach sehr gut rund läuft. Und deswegen finde ich meine Fokussierung generell gut.

Sebastian Bauer [00:37:13]:
Und ich kann natürlich jetzt nur von meiner Fokussierung sprechen und für die plädieren. Und das soll eigentlich auch dieses Netzwerk Leben erlebbar machen, dass ich sage, das macht einfach Spaß, mit dieser Zielgruppe zu arbeiten. Es lohnt sich, weil eine sehr hohe Treue, eine sehr angenehme Arbeit sind, sehr wertschätzend, sehr intelligente Menschen. Das ist wirklich einfach sehr viel tolle Arbeit, die wir da jeden Tag machen dürfen. Und das führt dann auch dazu, dass eben die Umsätze tendenziell höher sind Und das führt auch dazu, dass die Stornoquoten verhältnismäßig niedrig sind. Wir haben gerade ein Reporting bekommen von unserem ersten Jahr und wir haben eine Stornoquote von 0,72 Prozent. Jetzt kannst du das natürlich für unsere Zuhörer, die nicht aus der Branche sind, ein bisschen besser bewerten, ob das gut oder schlecht ist und wie gut das sein könnte. Und das zieht sich über Jahre bei uns mittlerweile durch.

Sebastian Bauer [00:37:59]:
Also wir haben keine Ahnung wie viele tausend Verträge und Projekte gemeinsam gemacht und Davon wurden vielleicht 50 von was weiß ich was, 3000 in irgendeiner Form mal optimiert storniert. Und wir stornieren ja auch selber Dinge, die gehören da auch dazu, dass man was optimiert, was man vielleicht selber damals nicht korrekt oder nicht gut genug gemacht hat, im Vergleich dazu, wie gut man es heute lösen könnte. Es ändert sich ja viel in unserem Job, wenn man gerade an die BU denkt. Die ändert sich ja laufend. Wenn ich jetzt noch gesund bin und das günstiger geht, dann kann ich natürlich auch darüber nachdenken, das abzugraden. Und da stehen wir auch voll und ganz dazu, dass man über eine eigene Lösung noch mal drüber denkt und sagt, schau mal, das gibt es heute günstiger und besser. Da sind wir ehrlich genug zu sagen, dann tauschen wir es einfach aus.

Maximilian Schroll [00:38:41]:
Sehr, sehr cool. Das heißt, ich fasse noch mal zusammen, in der Community wird es geben, den Zugang zu Wissen, wie man dieses Wissen anwendet. Also natürlich auch die passende Schulung dazu. Und zu guter Letzt habe ich hier noch auf meinem gedanklichen Zettel stehen, das Thema Infrastruktur. Was habe ich denn damit gemeint? Kannst du mir vielleicht auf die Sprünge helfen? In was für eine Richtung man da vielleicht schon mal denken kann, ohne zu viel vorwegzunehmen.

Sebastian Bauer [00:39:04]:
Infrastruktur bedeutet für mich zwei Dinge. Das eine ist, dass ich gerne Menschen in unserem Job, in unserer Branche zeigen würde, wie wir unser Geld verdienen und wie wir das schaffen, dass die Kunden so gerne und so lange bei uns sind, weil wir eben nicht nur mit klassischer Geldanlage und Co. Geld verdienen und uns über Wasser halten, wenn man so möchte, sondern auch wie denken wir Service, wie lösen wir Dinge, was sind für uns Einkommenswege, worüber verdienen wir Geld, wie organisieren wir das? Aber auch Prozesse. Und das zweite ist tatsächlich diese Große Will ich Dinge vielleicht gar nicht mehr lernen? Das resultierte aus einem akuten Beispiel. Ich habe einen jungen Berater, der in einer völlig anderen Stadt, also 600 800 Kilometer weg von München, auch Medizinerberater ist und der gesagt hat, du, ich habe ein junges Zahnärztepaar, die machen gerade eine Praxis auf, ich habe habe keine Ahnung, wie das geht, ich kenne dich noch dann damals MLP und so weiter ist auch nicht mehr bei MLP, kannst du mir bitte helfen? Ich will, dass das gut funktioniert. Ich weiß, dass ihr das könnt oder du oder Nico, kann einer von euch beiden mir bitte helfen? Ich will, dass das toll läuft. Ich will, dass die glücklich sind und bevor ich das kaputt macht, ihr das bitte. Und das fand ich einfach auch wieder zu dem, was ich gerade über die Juristen, über mich selber gesagt habe.

Sebastian Bauer [00:40:29]:
Ich finde das total cool, wenn man zugibt, ich kann was nicht und ich gebe das lieber jemand, der das wirklich à la bonheur, super, perfekt, wie auch immer. Also ich würde es nie als perfekt bezeichnen, aber das wirklich Verhältnismäßig deutlich besser kann und damit auch den Menschen hilft. Am Ende sind wir ja alles Menschen, die Menschen helfen mit dem, was wir tun. Und das fand ich eine total ehrliche und offene Kommunikation. Ich fand das super wertvoll, weil er gesagt hat, du hilf mir bitte, ich kann es nicht, habe ich überhaupt gar kein Thema. Wir müssen uns überlegen, wie wir dann die Auslagen und die Einnahmen dann gemeinsam teilen. Dass man sagt, kriegst du dann zum Beispiel die Vermittlungsprovision von der Bank, ich schreibe das Honorar für die Unternehmensberatung, wie immer. Dann habe ich den Businessplan geschrieben, hab das Kundenpaar kennengelernt, wir hatten ein paar Termine gemeinsam und seit 1.

Sebastian Bauer [00:41:17]:
Januar läuft die Praxis schon wie eine 1 den ersten Monat. Und es kam sowohl von den Kunden als auch vom Berater total positives Feedback und dann genau das erreicht, worum es geht. Und das meine ich mit Infrastruktur. Vielleicht gibt es Menschen, die sagen, ich will gar keine Unternehmensberatung für Ärzte machen. Ich will oder der andere sagt, ich will gar keine Finanzberatung fertigen, ich finde Unternehmensberatung total cool, ich verkaufe Praxen en maße, es macht total Spaß, ich begleite den Ruhestand, wie auch immer. Fair enough. Dieses Netzwerk soll das aufgreifen, dass man vielleicht gar nicht motiviert werden muss dazu zu sagen, ich muss alles machen, alles machen, alles machen, wie wir das jetzt machen mit der Menschen Ärzteberatung unserer Firma, sondern fehlt einfach die Chance zu ergreifen und zu sagen, ich kann vielleicht meinen Erlöskuchen viel größer machen, wenn ich von irgendwas, was ich noch dazu nehme, wenigstens die Hälfte bekomme, als dass ich 100 prozent von irgendwas bekomme, was ich liegen lasse und nicht hole.

Maximilian Schroll [00:42:09]:
Absolut mega. Sebastian, ich glaube, jetzt haben wir schon einen sehr, sehr guten Einblick bekommen, warum man als Vermittler unbedingt auch Teil des deutschen Ärzteberaternetzwerk werden sollte, wenn man Bock hat auf diese Zielgruppe und mit dieser Zielgruppe auch seriös und erfolgreich zusammenzuarbeiten. Wie kann ich denn Mitglied werden, was muss ich tun?

Sebastian Bauer [00:42:30]:
Aktuell auch gar nicht. Ich wollte gerade einen Scherz machen aus dem Golf, so eine Analogie. Kennst du das Masters Turnier in den USA bestimmt, oder? Also doch vom Namen, aber das findet im Augusta National Golf Club statt und im Augusta National Golf Club war, ich weiß nicht, ob es bis heute noch so ist, ganz lang das Members Motto. Also wenn du Mitglied des Clubs werden möchtest und jetzt Vorsicht festhalten, sehr, sehr elitär. Geschmackssache, aber ich fand es sehr witzig zu dem Zeitpunkt. If you have to ask your not welcome, das werden wir natürlich nicht tun. Ich fand es einfach nur sehr witzig, weil ich das schon mal gefragt wurde, wie machst du das? Wer kommt da rein? Wie soll das funktionieren? Es soll am Ende ein kuratiertes Netzwerk werden. Es sollen ja Menschen zertifiziert werden, sollen sich aus und weiterbilden dürfen können.

Sebastian Bauer [00:43:24]:
Wir wollen das auch für Versicherer zum Beispiel und für Banken öffnen, dass die sich da einbringen können, partizipieren können, Content produzieren, dass wir gemeinsam wirklich Branchenstandards setzen können in der Beratung für Ärzte. Und deshalb wird es so sein, aktuell gibt es eine Warteliste. Das kann sich auf unserer Homepage, also da gibt es Ärzte Netzwerk DE, kann man sich registrieren für diese Warteliste, kann sich anmelden. Das passiert jetzt schon zuhauf. Heute früh kamen schon wieder Anmeldungen. Also Wir haben fast 60 Leute, die sich schon eingetragen haben, ohne Werbung, ohne irgendwas. Faszinierend. Es scheint die Menschen zu bewegen, das Thema Und deswegen wird das jetzt so sein, dass wir die nächsten Schritte planen, logischerweise mit deiner Unterstützung, dass wir einen ersten Newsletter rausbringen, wir planen ein erstes Meeting vor Ort, dass man sich auch trifft, weil ich so ein bisschen auch die Lust und Laune abfragen möchte.

Sebastian Bauer [00:44:14]:
Kommen dann Leute auch zusammen oder sind es hohle Worte, dass man sagt, da muss jemand dabei sein und super. Und das wird auch dazu führen, dass wir das Netzwerk nicht kostenlos machen können. Das ist am Anfang immer schwierig, wenn man gleich Geld dafür verlangt, Aber es ist tatsächlich eine Erfahrung aus meiner Karriere bisher, aus meinem Lebenslauf, dass ich immer Dinge, die geschenkt wurden und die dadurch vielleicht weniger wertvoll erachtet wurden, oft nicht so genutzt werden, wie man sich das eigentlich vorstellt. Und ich bin auch jemand, der sagt, ich habe da lieber 100 Nutzer drin, die das nutzen und die dabei sind, die an Feier sind, die zu unterstützen, die sich Content liefern, die sich supporten, die vielleicht auch diese Infrastruktur nutzen und sich gegenseitig bei der Beratung helfen etc. Als dass ich da 500 bis 1000 drin habe, die das System nahm stutzen. Ja, so ist es.

Maximilian Schroll [00:45:01]:
Und an der Stelle vielleicht auch noch mal Unabhängigkeit, also tatsächlich sich auf dann genau auf solche Strukturen einzulassen, wo es nicht darum geht, dass du jetzt hier irgendwie damit den nächsten Pool oder selber eine Vertriebsstruktur oder was auch immer aufbauen willst, sondern wo es tatsächlich einzig und allein geht, diese Dienstleistungen den Vermittlern zukommen zu lassen, damit sie ready sind für die Zielgruppe, damit sie mit dieser Zielgruppe erfolgreich und vor allem auch verantwortungsbewusst arbeiten können und das langfristig. Ich glaube, das ist eigentlich für jeden auf einer logischen Ebene selbsterklärend, dass es natürlich Geld kostet, weil wenn ich kein Geld dafür bezahle, dann zahle ich meistens mit was anderem und da weiß ich in der Regel dann gar nicht so ganz genau, womit zahle ich denn eigentlich gerade. Deswegen glaube ich, ist auch dieser Ansatz, den du da willst, genau der, den es braucht, um auch dieser Zielgruppe der Mediziner dann wirklich gerecht werden zu können. Deswegen bin ich da, wie du weißt, ja auch ein großer, großer Fan und Supporter davon von Anfang an einfach zu sagen, diejenigen, die verstanden haben, worum es hier geht, die sind auch genau diejenigen, mit denen man ja starten möchte und mit denen man dann eben auch beweisen will, dass man diese Standards setzen kann und dass man hier die Besten der Besten für diese Zielgruppe gewinnen kann, auf qualifizieren kann und denen dabei helfen kann, erfolgreicher mit dieser Zielgruppe zusammenzuarbeiten. Und wenn wir jetzt hier schon wieder das Wort Zielgruppe ein paar Mal hören, meine letzte Frage an dich, Sebastian, ich glaube, es könnte eine gute Klammer sein. Warum brauchen denn die Mediziner eine spezialisierte Ärzteberater Community wie das Deutsche Ärzteberaternetzwerk?

Sebastian Bauer [00:46:37]:
Ich glaube, das resultiert aus dem ganzen Gespräch von uns beiden heute und auch von allen Gesprächen, die in der Vergangenheit auch geführt haben. Du hast selber gerade genannt, wie kann man dieser speziellen und auch eine sehr, sehr fordernde und auch eine sehr anspruchsvolle Zielgruppe, wie werde ich dem gerecht? Also nicht nur inhaltlich qualitativ gerecht, sondern auch auf dieser, ich nenne es mal menschlichen Ebenen, dass man versteht, wie sieht der Lebensauf Lebensauflauf, wie sieht der Lebenslauf aus, sprich, wie entwickelt sich das, auf was muss man achten, was muss man alles bedenken bei dieser Planung? Und ich hatte gestern mit der mit der jungen Ärztin ein super Gespräch genau darüber, weil sie sagt, ich bin so froh, dass ich dich habe, mir wäre das viel zu kompliziert. Ich will, dass es ja super gelöst ist. Deswegen, das meine ich mit anspruchsvoll gar nicht. Ich wäre 50 Mal am Tag angerufen eher sogar das Gegenteil, aber anspruchsvoll meine Ich will viel von dem, was ich bezahle. Also ich bin ja Schwabe, wie man vielleicht hört. Bei mir ist es auch so, wenn ich für was zahle, dann will ich da was dafür zurück haben. Ich bin jemand, der gibt gern Geld aus, aber auch mit einer gewissen Erwartungshaltung.

Sebastian Bauer [00:47:45]:
Und daraus resultiert ja oft Qualität. Das heißt, wenn Gelieferte das zu Erwartende oder das Erwartete weit übertrifft, spricht man ja von sehr hoher Qualität. Und das wünsche ich mir grundsätzlich, dass jemand sagt, okay, das ist halt ein Finanzberater für Ärzte. Ja super. Und dann geht der Arzt oder die Ärztin oder Zahnarzt, die Zahnärztin raus und sagt, boah krass, das war schon geiler als das, was ich bisher hatte. Egal ob da um Finanzierung, ob es um Geldanlage, ob es um PKV oder wie immer geht. Es muss ein erlebbares, besseres Erlebnis sein, als jetzt bei einer klassischen Bankberatung, die auch ein Heilberufe Center. Und diesem Anspruch gerecht zu werden, das ist glaube ich so die größte Herausforderung, weil der Arzt sagt ja dann, naja, ich zahle da was dafür in irgendeiner Form, ob es Provisionen auf Umwegen sind oder ob das direkte Honorare sind und für dieses Geld hat er Dienstleistung verdient.

Sebastian Bauer [00:48:34]:
Und jetzt ist die Wie gut bekomme ich diese Dienstleistung hin? Und das ist meiner Sicht so, das hat jeder Mensch grundsätzlich verdient, dass die Dienstleistung super abläuft. Das ist aber, glaub wieder, um auf unsere alte Folgen und Ethik und Moral zurückzukommen, das geht nicht. Das ist einfach unrealist, weil wir einen anderen Jobfilter brauchen, wir darf den Beruf machen etc. Das ist einfach utopisch. Das müssen wir, glaube ich, abhaken, diesen Wunsch. Aber das, wo ich jetzt unterwegs bin, das kann ich ja wenigstens schon mal selber steuern. Und das wäre auch mein Wunsch oder mein Ansinnen, dass ich da Teil davon werde, das zu steuern und zu sagen, was ist denn wirklich, wenn man wirklich so anspruchsvolle Beratung, Mehrwerte generieren. Und Mehrwerte generiert man ja nur dann, wenn man auch diesen Qualitätsanspruch gerecht wird.

Sebastian Bauer [00:49:20]:
Und jetzt kommen so dieser Punkt wie kriege ich eine Empfehlung zum Beispiel, das ist, was ich von meinem Papa erlernt habe, Du musst empfehlenswert arbeiten. Und wenn ich jetzt nicht empfehlenswert arbeite, kommt logischerweise nichts zurück, weil der sagt naja, es war jetzt nett, aber da brauche ich jetzt meinen Kumpel Max nicht hinschicken. Und das ist so ein Punkt, dass ich sage, das würde ich mir gern wünschen, dass das daraus entsteht. Und das hat eben diese Zielgruppe verdient, wie jede andere Zielgruppe auch. Aber aufgrund der Komplexität dieses Lebenslaufs und dieser Finanzplanung und was die alles vorhaben und wie das alles funktionieren muss dann, weil so ein Betrieb macht man ja nicht 20 mal auf, sondern den gründet man hoffentlich nur einmal oder übernimmt ihn nur einmal. Da steckt schon viel mehr dahinter, als zu oh, ich habe Ihnen die richtige BU organisiert. Das ist nett und das ist auch wichtig, aber das ist einfach next level und dafür sollte man das schon können, was man da tut.

Maximilian Schroll [00:50:15]:
Wunderbar gesagt, Sebastian. Und jetzt noch mal an die Community, wenn ihr dieses Gespräch bis hier jetzt gerade gehört habt und Vermittlerin, Vermittler seid und jetzt gerade der Meinung seid, ey, das ist so spannend, klick mal auf den ersten Link in den Shownotes, da ist nämlich genau die Seite, die Sebastian erwähnt hat, verlinkt. Tragt euch da auch sehr, sehr gerne auf der Warteliste ein. Wir halten euch dann auf dem Laufenden, was in den nächsten Wochen da so passiert. Ich kann schon mal vorwegnehmen, es lohnt sich sehr, da mit dabei zu sein. In dem Sinne kann ich Sebastian nur herzlichen Dank sagen für die für das sehr, sehr, sehr aufschlussreiche und spannende Gespräch und natürlich auch vielen Dank für das Vertrauen in mich und in uns, dass wir dich dabei unterstützen dürfen. Freuen uns da mega drüber und freuen uns sehr, sehr, sehr auf das, was da in den nächsten Wochen und Monaten kommen wird. Und du kennst es, ne? Ich glaube, du kennst es noch gar nicht aus eigener, zumindest aus eigener Gastperspektive.

Maximilian Schroll [00:51:09]:
Ich glaube, das haben wir damals noch gar nicht gemacht, aber es hat sich die Tradition etabliert im Futurance Podcast, dass die letzten Worte dem Gast gehören. Deswegen von mir noch mal ein herzliches Danke für diese geile Folge und Stage is yours.

Sebastian Bauer [00:51:23]:
Vielen Dank auch an dich. Es macht immer extrem Spaß mit dir. Du bist einer der Gesprächspartner in der Branche, mit dem ich am allerliebsten und auch am allerlängsten spreche, weil es immer produktiv ist. Also ich kenne ganz ganz wenige Menschen in meinem Umfeld und in meinem beruflichen Umfeld, die so ein Elan an den Tag legen, die so mega motiviert sind, wie ich es eigentlich von mir selber auch erwarte, dass ich wahrgenommen werde. Deswegen ist es, glaube ich, einfach immer eine sehr produktive Arbeit. Deswegen möchte ich das einfach mal sehr klar kommunizieren hier und mich auch dafür ganz, ganz offiziell, schriftlich natürlich nicht, aber hier im Podcast bedanke mich und dass das auch viele hören, dass das viele hören, weil das fehlt unserer Branche und das will ich auch sein in meinem Bereich mit meinem Job. Und ich nehme dich da offen gestanden auch als Vorbild, weil ich das einfach geil finde, wie du vorangehst, was du machst, wie das, wie das geht. Und deswegen sollen das heute meine letzten Worte sein, dir zu danken, auch für den Zuspruch, für die wahnsinnige Unterstützung, auch diese geile Motivation, die du an den Tag legst, weil ich brenne für meine Idee, genauso wie du für deine Ideen Prinz.

Sebastian Bauer [00:52:30]:
Und wenn man da ganz viel Energie gemeinsam reinlegt, dann kann man sehr, sehr, sehr, sehr viel erreichen. Vielen, vielen Dank.

Maximilian Schroll [00:52:37]:
Was für eine spannende Folge. Vielen Dank euch fürs Zuhören. Schaltet auch nächsten Donnerstag wieder ein. Ladet euch den Podcast in eurem Podcatcher runter, hört ihn auf dem Weg zur Arbeit und schaut bitte auch noch in den Shownotes vorbei. Da sind nämlich alle Infos zu unserem Gast, alle Verlinkungen. Vernetzt euch, tretet in Kontakt und lasst uns gemeinsam die Zukunft der Versicherungs und Finanzwirtschaft gestalten.