Futurance: Zukunft & Versicherung

Dornröschenschlaf vorbei: Wie die LKH den Maklermarkt aufmischt

Maximilian Schroll Episode 93

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In dieser Episode spricht Maximilian Schroll mit Tobias Arendt, Leiter Maklervertrieb bei der Landeskrankenhilfe (LKH), über seinen spannenden Werdegang – vom Bankausbildung über verschiedene Vertriebswege bis hin zur Spezialisierung auf die private Krankenversicherung. 

Die beiden beleuchten, wie die Transformation der LKH abläuft, warum persönlicher Service für Makler so wichtig ist und welche Rolle innovative Formate wie die "Makler-Lounge" und Kooperationen mit Premium-Anbietern spielen. 

Außerdem geht es um die Herausforderungen und Chancen der Versicherungsbranche, die Bedeutung von Spezialisierung im Vertrieb, zukünftige Entwicklungen und die Frage: Wie sieht die Versicherungsbranche in 15 Jahren aus? 

Freut euch auf inspirierende Einblicke und ein kurzweiliges Gespräch – viel Spaß beim Zuhören!

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Maximilian Schroll [00:00:00]:
Herzlich willkommen zum Futurance Podcast. Wir sprechen über die Zukunft einer sehr traditionsreichen Branche. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass es an der Zeit ist für echte Veränderungen in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft. Und wer die Zukunft mitgestalten will, der muss hier zuhören. Hallo und herzlich willkommen zum Futurance Podcast. Mein Name ist Maximilian Schroll und ich freue mich sehr, dass ihr heute eingeschaltet habt. Und mir gegenüber im virtuellen Raum sitzt heute Tobias Arendt von der LKH. Tobi, sehr, sehr schön, dass du heute da bist.

Maximilian Schroll [00:00:33]:
Ich habe mich extrem auf diese Aufnahme heute gefreut. Ich denke, im Laufe der Folge wird auch klar, warum das so ist. Aber bevor ich jetzt hier so viel quassle zum Start, würde ich dich mal bitten, Tobi, wer bist du? Was machst du? Stell dich doch bitte unserer Community einfach mal vor.

Tobias Arendt [00:00:47]:
Max, super, super gerne. Erst mal herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich wirklich, dass das geklappt hat. Ich habe mir einiges schon im Vorhinein angehört, bin ein kleiner Fan geworden, muss ich sagen. Gute Gäste immer wieder eingesammelt und gute Beiträge dann auch wirklich dabei gehabt, wo man echt was rausziehen konnte und mitnehmen konnte. Jetzt gerade in Bezug auf unsere Veranstaltungen ja auch in der letzten Woche oder in den letzten Wochen, was wir da alles auf die Beine gestellt haben, da auch unter anderem im Podcast gewesen. Also das war für mich schon ein kleiner Traum, dann auch irgendwie dabei zu sein. Und dass du mich jetzt eingeladen hast, ja mega, also freut mich wirklich sehr.

Tobias Arendt [00:01:21]:
Ja, und direkt darauf zu kommen, wer ich denn bin: Tobias Ahlums ist der Name. Ich bin bei der Landeskrankenhilfe tätig und dort der Leiter für den Maklervertrieb seit dem letzten Jahr und darf dort jetzt gerade den gesamten Vertriebsbetreuungsteil komplett aufbauen. Habe da riesig Spaß dabei und wir sind mittendrin.

Maximilian Schroll [00:01:42]:
Klingt nach einer großen Aufgabe, klingt nach viel Verantwortung. Und jetzt, Tobi, für alle, die dich jetzt nur auf der Tonspur hören und die vielleicht noch gar kein Gesicht dazu haben: Du bist ja einer von diesen jungen Leuten, die trotzdem schon wahnsinnig viel Erfahrung haben. Und da interessiert mich jetzt natürlich, wann hat das denn angefangen mit dieser Branchenerfahrung? Wie bist du in die Branche gekommen und wie sah dein Weg dann auch aus?

Tobias Arendt [00:02:01]:
Ehrlicherweise genauso, wie man sich das gar nicht vorstellt. Also ich glaube, ich habe mich als 16-Jähriger irgendwann aus der Schule verirrt in das Thema Arbeit und Beruf und wollte aber auch tatsächlich unbedingt aus der Schulzeit raus. Bin damals in eine Bankausbildung gestartet, weil ich das für die kaufmännisch sinnvollste Ausbildung zu dem Zeitpunkt gehalten habe. Das war 2009. Bin dann ganz normal eine dreijährige Ausbildung durchlaufen und habe mich immer, und das weiß ich noch, mit breiter Brust hingestellt und gesagt: Na ja, es ist eine Bank geworden, zumindest kein Versicherer. Also das war immer tatsächlich der Punkt, dass ich gesagt habe, da will ich auf gar keinen Fall hin, da sehe ich mich überhaupt nicht. Alles Räuber und Verbrecher und ein schlimmer, schlimmer Haufen. Ja, wie es dann so kommt, ist es logischerweise dann so, dass ich mich sofort nach der Bank, als ich da den Privatkunden und dann auch später die Spezialisierung zum Firmenkundenberater durchgemacht habe, zum logischen Partner der Volks- und Raiffeisenbanken, wo ich damals war, gekommen.

Tobias Arendt [00:02:59]:
Das war die R+V, und damit dann wirklich R+V, Räuber und Verbrecher, sind wir wieder bei dem Punkt, tatsächlich dahin verirrt und das erste Mal den Touch zur Versicherung gehabt. Die R+V hat mir damals ermöglicht, den Versicherungsfachmann dann für die IHK-Ausbildung, also die IHK-Ausbildung noch zu machen, sodass ich dann auch mich fachlich in der Hinsicht so zumindest mal was das Grundwerk angeht, dann auch alles habe, durfte mich da als Generalist im Bankenvertrieb probieren und musste sagen, dass mir dieses Generalistendasein zu generalistisch war. Und ja, irgendwie dann der erste Touch so Richtung Personenversicherung gekommen ist. Das heißt, ich war in der Krankenversicherung, in der Lebensversicherung tatsächlich sehr erfolgreich, weil ich da auch ehrlicherweise immer ein Need gesehen habe, dass man da als Kunde dann auch wirklich was davon hat. Ja, Krankenversicherung lief so gut, dass irgendwann mein heutiger Kollege bei der LKH, der Stefan Gedeke, damals seitens Hanse-Merkur auf mich zugekommen ist und gefragt hat, ob ich das Ganze nicht mit der Spezialisierung für die Krankenversicherung auch machen möchte, und bin dann 2000, lass mich nicht lügen, 2017 glaube ich war es dann, zu Hanse-Merkur gegangen. Dort wirklich das erste Mal die Spezialisierung auf das Thema private Krankenversicherung dann auch durchgeführt. Habe da weiterhin das gemacht, was ich gerne gemacht habe, die Banken dann entsprechend zu unterstützen. War im Bankenvertrieb bei der Hamburger Sparkasse unter anderem tätig, konnte da in den Filialen entsprechend die Kunden mit der Krankenversicherung versorgen, sei es die Zusatz als auch die Voll und später dann auch die BKV.

Tobias Arendt [00:04:32]:
Auch die war dann ein Thema. Dann hat man uns irgendwann umbenannt in die Kiosk-Counter und dann wurde es mir ehrlicherweise ein bisschen zu langweilig. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich da so ein kleines Auge auf das Thema hatte, dass ich ja, in einer Bank nicht selber den Vertriebserfolg in der Hand habe. Ich musste mich da natürlich logischerweise auf die Banker verlassen. Und man muss ganz ehrlich sagen, falls jemand von der Haspa jetzt hört, ihr seid alles tolle Leute, aber ihr habt auch 100.000 andere Aufgaben, das ist mir schon klar. Dementsprechend muss man da auch ehrlicherweise so ein bisschen die Waffe wieder runternehmen. Wir haben da einfach dann nicht den Touch dafür bekommen, dass die Krankenversicherungen da erfolgreich reinkommen. Und habe aber gemerkt, dass mir das schon liegt, dann auch, wenn ich die Kundengespräche hatte, mit den Kunden dann reinzugehen.

Tobias Arendt [00:05:14]:
Und habe dann wirklich, bin dann Vermittler geworden, und das bei Deutschlands größtem Vergleichsportal. Bin aber da tatsächlich auch schon mit dem Ziel gestartet, dass ich dann irgendwann dort Führungskraft werde, und konnte dann ja sowohl erstmal ganz viel zum Thema private Krankenversicherung beraten, das war ausschließlich das Themenfeld, ich war im PKV-Spezialteam und ja, durfte da wirklich Vollgas geben, die Kunden betreuen, beraten, und das hat richtig, richtig viel Spaß gemacht. Gerade da wurde dann natürlich gerade dieses Spezial-Know-how zum Thema private Krankenversicherungsberatung extrem auch aufgebaut. Und da ist dann dieser Touch wirklich gekommen, dass PKV für mich das Themenfeld ist und die Spezialisierung auch echt gegriffen hat. Und bin froh, dass ich das gemacht habe, denn über den Weg war dann die Möglichkeit zur LKH offen, die ich jetzt seit August letzten Jahres dann diesen Weg habe ich jetzt eingeschlagen, sagen wir es mal so, und bin mega happy, dass ich das gemacht habe, weil es extrem viel Spaß macht mit der LKH, aber auch mit dem Team, was ich mir jetzt aufbauen konnte in den letzten Wochen und Monaten.

Maximilian Schroll [00:06:21]:
Da bin ich auch sehr gespannt, gleich noch mehr dazu zu erfahren. Aber du hast gerade eigentlich im Subtext ein paar sehr interessante Sachen gesagt, als du über deinen Werdegang erzählt hast, nämlich du hast ja Einblick in total viele verschiedene Vertriebswege auch bekommen, also natürlich vom Bankenvertrieb, und da hast du schon beschrieben, was da so die Konflikte auch sind, nämlich die Bankberater Berater, die direkt am Kunden sind, die haben total viele Themen und total viele verschiedene Ziele, die sie auch zu erreichen haben. Und die Versicherungsziele, die sind ja häufig jetzt dann nicht die eigenen Ziele, sondern das sind dann Filialziele und so weiter und so fort. Und dann ist das Interesse vielleicht nicht immer ganz so hochgehängt, dass man diese Sachen priorisiert. Wie denkst du denn, weil natürlich das als christliche Vergleichsplattform für mit noch mal einem komplett anderen Zugang zu den Kunden über einen ganz anderen Ansatz und jetzt natürlich auch der Maklervertrieb. Was ist denn so, wenn du jetzt zurückblickst auf deinen Werdegang in der Branche, was sind denn deine Erkenntnisse?

Tobias Arendt [00:07:17]:
Ja, also witzigerweise ist es tatsächlich eins zu eins das Wording, was ich im Bewerbungsgespräch damals bei Oliver Contala gesagt habe, dass ich alle Bereiche eigentlich kenne bis auf den Maklervertrieb und den aber noch total spannend finde und der fehlt mir irgendwie in der Vita. Ausschließlichkeitsorga jetzt mal außen vor, aber die Erkenntnisse sind, dass irgendwo alle Vertriebswege eine Daseinsberechtigung haben. Das muss man schon ganz klar sagen, weil es verschiedene Touchpoints sind. Und bei der Bank ist es ehrlicherweise so, gerade in der Zeit, wo ich jetzt noch in der Ausbildung damals war, das ist ein enormes Vertrauensverhältnis, was man gegenüber einem Banker hat. Der weiß alles über mich finanziell und kann im Zweifel jedes Detail über mich dann auch herausfinden. Das ist mittlerweile natürlich alles deutlich regulierter als 2009, muss man ganz klar sagen. Der Datenschutz hat da schon sein Werk dazu beigetragen. Aber es ist dann dieses Vertrauensverhältnis, wo man dann einfach auch abseits von dem Versicherungsmarkt, wenn wir jetzt mal rein auf die Versicherungsschiene gehen, einen Ansprechpartner hat, wo ein Grundvertrauen einfach da ist.

Tobias Arendt [00:08:13]:
Der will mir was Gutes, und das ist immer eine sehr, sehr angenehme Zusammenarbeit da mit dem Kunden dann, ehrlicherweise. Der Online-Vertrieb, ja, da reden wir über Lead-Vertrieb, da reden wir über wirklich stramme Zeitpläne, über schnelle Wege. Die Kunden, die sich bei einem Vergleicher aus meiner Sicht anmelden, sind jetzt nicht unbedingt so, dass sie jetzt sagen, ich brauche jetzt eine riesengroße Beratung, aber sie haben natürlich auch den Anspruch darauf. Und das Schöne ist, dass man das dann in der Form auch bieten konnte. Also wir haben gerade bei dem Anbieter, wo ich dann war, ganz viel Zeit gehabt, auf den Kunden auch einzugehen, und konnten auch mehrere Termine dann durchführen, um dann wirklich auch das, das zu machen, wo, in welche Richtung das dann geht. Was ich da natürlich schätze, ist die Geschwindigkeit. Wir haben, ohne dass wir an einem bestimmten Ort sein mussten, bundesweit logischerweise dann diese Termine durchführen können, was total schön war, weil man hat verschiedene Regionen durch die Menschen einfach dann auch kennengelernt. Also ich habe einen Tag gehabt, da erinnere ich mich gerne daran zurück, wo ich 5 verschiedene Dialekte dann an dem Tag hören durfte und irgendwann Ohrenbluten bekommen habe, muss man ehrlicherweise schon fast so sagen, weil dann auch die Härtefälle dann miteinander dann auch verbunden wurden.

Tobias Arendt [00:09:31]:
Ohne da jetzt auf einzelne Regionen eingehen zu wollen. Aber das war schon, war schon echt spannend. Aber hier ist es tatsächlich das Thema Geschwindigkeit. Und bei uns im Maklervertrieb ist es ja eher dann der B2B-Bereich, der für uns dann interessant ist, oder den ich jetzt ja quasi dann dazu bekommen habe. Wir wollen natürlich und werden auch unsere Maklerinnen und angeschlossenen Vermittler, Makler, Maklerin, Vermittler, Vermittlerin und wie sie alle heißen, am Ende des Tages dazu befähigen und unterstützen, dass sie bei ihrem Kunden dann auch zum Erfolg kommen. Aber hier geht es eher dann auch wirklich um den theoretischen Bereich als in dem praktischen Bereich. Und das zu machen ist ehrlicherweise, das merke ich jetzt immer mehr nach dem ersten halben, Dreivierteljahr, macht mir unfassbar viel Spaß, weil es gar nicht mehr diese Kundenausbildung ist, die man dann jetzt irgendwie 4, 5 Jahre gemacht hat, sondern hier geht es dann wirklich darum, einen Vermittler dazu befähigen, unsere Produkte, die wir haben als LKH, dann bestmöglich an den Mann zu bringen. Und das ist etwas, was mir dann doch ein bisschen mehr taugt als am Ende des Tages der Endkunde, auch wenn ich die Gespräche immer sehr genossen habe.

Maximilian Schroll [00:10:31]:
Das glaube ich, und ich denke, du hast auch einiges aus diesen Stationen und aus diesen vielen Erfahrungen mit unterschiedlichen Kunden, die auch mit unterschiedlichen, also über unterschiedliche Kontaktwege mit einem unterschiedlichen Vertrauensvorschuss etc. pp. zu einem Vermittler oder zu dir damals als Vermittler dann eben auch gekommen sind, oder auch zu Vermittlern in deinem Team, und natürlich auch zur Thematik, wie kann man denn Prozesse so gestalten, dass sie auch im Sinne des Kunden schnell, gut, digital funktionieren. Was würdest du denn sagen, Tobi, was hast du jetzt auf dem Weg Weg, den du bisher gemacht hast, von der Bankausbildung bis heute, gelernt, was dir für deinen Job, den du jetzt machst als Marktdirektor bei der LKH, hilft?

Tobias Arendt [00:11:11]:
Servicierung ist alles. Das würde ich jetzt erst mal so wirklich zusammengefasst schnell sagen wollen. Es ist am Ende des Tages ein, gerade der Versicherungs- und Bankenbereich, ist ein Menschenbereich. Also hier geht es nicht darum, Digitalisierung ist notwendig und sollte auch jeder tun, da bin ich ganz klarer Verfechter von. Ich denke trotzdem, dass diese Branche niemals rein digital funktionieren wird, sowohl im B2C-Bereich als auch im B2B-Bereich, weil das muss man wirklich sagen, das Learning ist ganz klar, ohne die Menschen, die damit zusammenarbeiten, würden diese ganzen Dinge nicht funktionieren. Das klar hat die Digitalisierung ihre Vorteile, beschleunigt Dinge und macht sie auch einfacher, aber allein das ganze Thema Grundvertrauen, nicht jeder vertraut einer Technik blind, und das ist in vielen Fällen auch echt gut so, das muss man auch ganz klar sagen. Gerade die Anfänge von ChatGPT beispielsweise waren für uns in der Vermittlung ein Riesenproblem. Die Plattform war nicht gut, die KI war nicht gut gefüttert.

Tobias Arendt [00:12:10]:
Da hat man häufig dann Paragraphen der GKV mit einer PKV-Beratung mal schnell irgendwie übereinandergeworfen, sodass dann auch komische Fragen entstanden sind in so einer Beratung. Da bin ich froh, dass das mittlerweile besser läuft. Das muss man ganz klar sagen, weil Also es hat die Verunsicherung extrem nach oben gedrückt. Und da muss ich sagen, da vertraue ich einfach dann auch den Menschen deutlich mehr in der heutigen Zeit. Tendenz natürlich dann doch eher in die Richtung, dass die KI dann ihren Part auch übernehmen wird. Nichtsdestotrotz wird eine Geschäftspartnerschaft, das Miteinander immer einer schnelleren technischen Lösung aus meiner Sicht überwiegen. Das merken wir einfach im tagtäglichen Bereich. Also wir können anbieten, dass wir per Zoom, per irgendwelche Telefonate oder irgendwelche anderen Videogeschichten uns miteinander vernetzen und haben aber dann wirklich immer wieder den Vorteil, dass wenn man wirklich Face-to-Face ist, dass man da dann auch was rausziehen kann.

Tobias Arendt [00:13:06]:
Und es ist in der Kundenbeziehung nichts anderes. Also das Digitale hat seine Vorteile im Thema Geschwindigkeit, das Persönliche hat zum Thema Kundenbindung und zum Thema einfach das Miteinander deutlich überwiegende Vorteile.

Maximilian Schroll [00:13:21]:
Ja, absolut. Ich glaube, vor allem im B2B noch mal so, so viel wichtiger, vor allem in einer so hart umkämpften oder umgeahnten Zielgruppe wie Versicherungsmaklern, wo es natürlich eh extrem viele Kontaktpunkte gibt, ist, glaube ich, der persönliche Kontakt und auch die persönliche Beziehung eine ganz wichtige. Und das ist ja auch eine der, ich sag mal, Qualitäten, die ihr einbringt als LKH und vor allem auch als Personen im Maklervertrieb der LKH, wenn es jetzt um die Zusammenarbeit mit Maklern geht und wieso ihr es auch jetzt geschafft habt, in der relativ kurzen Zeit, nachdem eigentlich schon von der LKH lange Zeit mal nichts kam im Maklermarkt, doch wieder so extrem schnell, so sehr erfolgreich diesen neuen Markteintritt in Anführungszeichen zu schaffen. Wie erklärst denn du dir das selber, wenn du jetzt so auf das zurückblickst? Und vielleicht davor noch gelagert die Frage: Wie war denn die LKH aufgestellt? Wie war es denn, als du angekommen bist? Was war da für, was hast du vorgefunden?

Tobias Arendt [00:14:14]:
Na, ehrlicherweise muss ich sagen, dass das da schon extrem gut vorgearbeitet worden ist. Die Transformation der LKH läuft ja seit 2023. 2023, da ist ja auch viel zu geschrieben, gesagt und auch zu hören gewesen, was da bisher so abgelaufen ist. Man kann am Ende des Tages froh sein, dass wir 2023 den Wink jetzt mit dem Zaunpfahl verstanden haben und dass man da auch wirklich was gemacht hat. Und wie habe ich Sie vorgefunden? Ich bin ja von Oliver Kontaller eingestellt worden, der den Bereich Kunden und Vertrieb ja verantwortet, unter dem Vertriebsvorstand Jan-Peter Dirks. Die beiden, ehrlicherweise so zwei der Gesichter der Transformation, würde ich behaupten, gerade natürlich im Bereich, wie erreichen uns Makler und wie wird da die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen. Da wurde schon viel vorgearbeitet, die Grundprozesse waren und die Ideen der Grundprozesse waren auf jeden Fall schon mal da. Aber man muss auch ganz klar sagen, ich hatte, als ich am 1.8.

Tobias Arendt [00:15:07]:
im letzten Jahr eingestiegen bin, ein Team von 4 Leuten, 5 Leuten glaube ich, Ja, doch, und habe die jetzt heute 16, also ein halbes Jahr später. Das heißt, jetzt war natürlich erstmal die Phase Aufbau der Betreuungsstruktur, und unsere Vertriebsmanager und Vertriebsmanagerinnen, so nennen wir sie, die Maklerbetreuer, weil wir halt auch aktiv den Vertrieb mitgestalten wollen bei unseren Partnern, sind das Aushängeschild von der Transformation aus meiner Sicht. Wir fallen genauso, wie du es eben gesagt hast, auch auf, und Das ist auch das Geheimrezept, was die LKH jetzt hat, dass wir genau an der Stelle investieren, an der richtigen Stelle aus meiner Sicht. Alles, was in die andere Richtung geht, und der Trend am Markt ist in diese Richtung erkennbar, das nehme ich mir jetzt einfach mal raus sozusagen, ist eigentlich kontraproduktiv, ne. Wir merken, dass wir extrem gut ankommen. Die DKM aus dem letzten Jahr, ich glaube, jeder, der bei uns in der Halle am Stand vorbeigekommen ist, wird irgendwas gemerkt haben, und das war eine gute Atmosphäre, eine Ausstrahlung, die wir haben, das hängt natürlich an den Menschen und das hängt ausschließlich an den Menschen. Und ich glaube, der Großteil der Transformation sind die Menschen. Und was man auch ehrlicherweise wirklich sagen muss, und da bin ich auch mega stolz drauf, dass man das als Teamleistung irgendwie, mittlerweile kann ich da mitreden, aber auch in der Vergangenheit, also seit 2023, was da auch im Produktmanagement, jetzt sage ich mal ganz salopp, gekocht wurde, das ist einfach der Wahnsinn.

Tobias Arendt [00:16:42]:
Wir haben in sämtlichen Sparten der Krankenversicherungswelt Tarife rausgebracht, die irgendwo eine Daseinsberechtigung im Bereich oberstes Regal haben, und das ist denen auch geschuldet. Das heißt, auch ein weiteres Gesicht dieser Transformation ist Petra Kortmann und Team, wo wir auch echt mega froh sind, dass sie bei uns ist.

Maximilian Schroll [00:17:00]:
Mega. Ja, ich glaube, bei so einem großen Unterfangen, weil die LKH war ja schon immer, also als Monoline, kein kleiner Versicherer, sondern hat ja in den 90er Jahren auch Marktführerambitionen. Teilweise war ja wirklich immer schon mit Top-Tarifen gesegnet. Bloß, wenn ich es so richtig verstanden habe, hat man sich ja irgendwann dann vertrieblich eben entschieden, das Ganze etwas anders anzugehen. Und das dann natürlich aus so einem Dornröschenschlaf gemeinsam mit Produkt und Vertrieb wieder. Und natürlich aber dann auch allem, was irgendwo im Betrieb dann noch stattfindet, an Leistung, Service, alles, was irgendwo im Makler- und im Kundenkontakt stattfindet, ist natürlich eine Riesenaufgabe, die mit Sicherheit auch nur im Team so funktioniert. Aber natürlich das, was am meisten wahrgenommen wird, weil es einfach vorher in der Form nicht da ist oder da war, ist natürlich der Maklervertrieb. Und jetzt hast du schon gesagt, das Thema Vertriebsmanager, Maklerbetreuer, das geht ihr auch schon ein bisschen anders an.

Maximilian Schroll [00:17:54]:
Was macht denn einen guten Vertriebsmanager oder Maklerbetreuer für dich aus, Tobi?

Tobias Arendt [00:17:58]:
Wir können natürlich ganz viel über diese Floskeln reden wie Erreichbarkeit, Verlässlichkeit und so weiter, aber ehrlicherweise sind sie das nicht. Also ich glaube, jeder, der heutzutage als Vermittler oder als Makler, Maklerin draußen unterwegs ist, kennt gute und schlechte. So, und die schlechten sind die, die halt dann nicht verlässlich sind, nicht erreichbar erreichbar sind. Und wenn der erste Touchpoint der ist, dass ich irgendwie aus einem, aus einem Zoom-Meeting, wo die Kamera nicht funktioniert hat, irgendwie einen Auftrag mache, der dann aber nach 3 Tagen immer noch keine Antwort findet, dann würde ich sagen, ist das jetzt so ein Negativbeispiel, was halt nicht passieren darf. Heißt jetzt nicht, keine Sorge, wir fahren jetzt laufend irgendwie zu unseren Vermittlern und Maklern raus und trinken mit denen Kaffee einmal die Woche, das dann halt auch mit den 16 Leuten trotz der großen Zahlen nicht machbar, aber Es ist am Ende des Tages das Thema Servicierung, und da haben wir wirklich uns viel auf die Fahne geschrieben. Wir wollen eng dran sein in der Betreuung von wirklich jedem möglichen Touchpoint. Das heißt, wenn ein Antrag bei uns eingereicht wurde, ist es bei uns in Zukunft gang und gäbe, dass wir diesen Antrag quasi mitbetreuen, im Auge haben. Wir sind da natürlich in der Transformation und bei uns auch in der Umstellung im Team selber.

Tobias Arendt [00:19:09]:
Jetzt noch nicht an dem Punkt, dass wir da technisch jetzt die, die Mega-Mittel schon haben, aber wir arbeiten genau an diesen Prozessen, dass wir genau das tun können. Also die, wir sind noch nicht im Zielbild, was ich damit sagen möchte, und machen trotzdem schon einen enormen Job, was das Thema Servicierung angeht, weil jeder einfach total, also jeder in meinem Team und jede in meinem Team total daran interessiert ist, mit den Maklern draußen zusammenzuarbeiten und erfolgreich zu sein. Und das nicht nur irgendwie dann wirklich für jeden Antrag, sondern auch für Was ist mehr, wenn ein Antrag bei uns nicht funktioniert? Vielleicht haben wir ja dann andere Empfehlungen für deren Kunden. Auch das ist für uns heutzutage selbstverständlich. Es geht nicht nur darum, die LKH als richtigen Partner an der Seite zu haben. Wir können nicht für jeden Kunden der richtige Partner sein. Das muss man einfach auch so sagen. Wir haben uns in gewissen Bereichen auf ein absolutes Premiumsegment verschrieben, und nicht für jeden Kunden ist das absolute Premiumsegment das Richtige.

Tobias Arendt [00:20:00]:
Aber dann vielleicht Tipps zu geben, was dann halt für den Kunden die richtige Wahl sein kann. Auch da arbeiten wir an einem Marktverständnis bei meinem Team, dass solche Infos dann auch rausgehen können, ne. Also das macht für uns halt das Thema Vertriebsmanager dann am Ende des Tages einfach aus, dass wir vertrieblich dem Makler wirklich unter die Arme greifen. Und das muss nicht immer— im ersten Fall sollte es, aber es muss nicht immer die LKH-Lösung sein. Wenn es auf Biegen und Brechen nicht geht, sind wir die Letzten, die dann nicht sagen, dann mach's doch da.

Maximilian Schroll [00:20:29]:
Finde ich sehr, sehr cool. Gibt Sachen, die ihr ganz bewusst nicht macht, bei denen ihr sagt, nee, da haben wir gar keinen Bock drauf?

Tobias Arendt [00:20:35]:
Ist eine gute Frage. Also ehrlicherweise habe ich bisher, also wir sind jetzt natürlich gerade in der Phase, wo wir versuchen, uns ja auch dieses Zielbild zu schaffen und auch so ein bisschen zu visualisieren. Und aktuell geht viel auch, und so arbeite ich auch gerne mit meinem Team gerade zusammen, nach so einem Try and Error sieht, ne. Also wir gucken einfach, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und da sind sicherlich ein paar Learnings dabei, wo man sagen muss, das sollten wir uns jetzt nicht noch mal irgendwie antun. Und es sind halt Dinge dabei, wo wir sagen, hey, das war eine richtig geniale Idee, das hat bisher noch keiner so gemacht, das machen wir jetzt einfach noch mal und noch mal und noch mal. Und das sorgt einfach für einen positiven Aufwind. Aber so richtig bewusste Dinge, die wir nicht tun, nee, wüsste ich jetzt gerade ehrlicherweise aus der Hüfte geschossen nicht.

Maximilian Schroll [00:21:23]:
Und dann würde mich aber interessieren, die Sachen, die du jetzt gerade angeschnitten hast, was fällt denn da so drunter, die noch niemand davor gemacht hat?

Tobias Arendt [00:21:31]:
Ja, also ich habe jetzt noch keine komplette Marktrecherche dazu gemacht, ob wir das jetzt gemacht haben oder nicht, aber nehmen wir jetzt mal einfach das Beispiel, was wir für die Zuhörer machen. Ja, genau, das ist ja ganz gut. Und dann gerne eine Mail an mich, falls es was anderes gab, was ich jetzt gesagt habe, aber was es schon vorher gab. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, also Diese Maklerzusammenkünfte, wie wir sie mit deiner Makler-Lounge beispielsweise gemacht haben, erstmaliger Auftritt war jetzt von uns mit der ersten Makler-Lounge im Dezember. Da haben wir uns in eine Online-Lounge begeben. Das kann man sich vorstellen wie so eine Plattform, wo ich mit dem Avatar durch die Gegend laufe, digitales Messegelände, und dort einfach ein paar Speaker auf die Bühne hole. Das Schöne ist, dass es insofern kurzweilig ist, ich muss mich nicht von meinem Schreibtisch wegbewegen, ich muss nirgendwo anreisen, Hotelkosten oder sonst was machen. Ich habe einfach von meinem heimischen Schreibtisch die Möglichkeit, zu so einem kleinen Kongress eigentlich zu fahren.

Tobias Arendt [00:22:21]:
Und dort machen wir es so, dass wir uns Spezialwissen einfach dazu einladen. Wir haben im ersten Stint, sage ich mal, im Dezember waren wir mit der Premium Circle zusammen, mit Marc Pemingoire haben wir da zusammen die Veranstaltung aufgeplant und haben dort Fachvorträge von Premium Circle gehört, warum wir zu den Top 4, Top 5 des Marktes gehören, was das Leistungssegment angeht. Aber auch natürlich auch eigene Vorträge dazu vorbereitet, wo unsere angeschlossenen Makler, aber auch tatsächlich der gesamte Markt dazu eingeladen war, einfach dem Ganzen beizuwohnen, sich das anzuhören. Und wir haben mega gutes Feedback bekommen, weshalb dann im Dezember auch direkt die nächste Idee geboren worden ist, und zwar war das die BKV-Makler-Launch, die wir im März, Anfang März durchgeführt haben, wo ja du auch unter anderem mit dabei warst, aber auch der Fabian Albrecht, Francesco Jäger, also Marken Healthmood, Premium Private Health Club, sorry, das KV Haus, aber auch wir als LKH mit Stefan Gädecke und Maximilian Biewer haben da ein paar Beiträge und Vorträge geliefert, wo man einfach auch wirklich sagen muss, es wurde schon nach Zugabe geschrien. Ich würde sagen, das war auch ein Event, was am Markt, glaube ich, ganz gut angekommen ist und gesehen wurde, denn auch der ein oder andere Kollege von einem anderen Haus hat sich bei uns in der Marktlounge mal ganz schnell wiedergefunden und wollte mal sehen, was wir da machen. Das war für mich so das perfekte Zeichen, und auch dieser Erfolg hat uns darin bestätigt, das weiterzumachen. Und die dritte Makler-Launch, die wird dann quasi dann auch kommen. Ich meine, das haben wir im Juni angesetzt für das Thema Beihilfe, weil wir da unser letztes Puzzlestück im Produktmanagement dann auch noch mal rausbringen.

Maximilian Schroll [00:23:53]:
Ich kann da natürlich auch aus eigener Erfahrung sprechen, hat Ultraspaß gemacht, die Makler-Launch. Kann natürlich auch durch die Einblicke, die ich beim Premium Circle so ein bisschen habe, bewerten, wie da die anderen Veranstaltungen so angekommen sind. Und da war ja genau dasselbe Feedback, so die Leute, die finden es einfach super, wenn man dieses Wissen transparent macht, zugänglich macht. Und wenn es nicht die 0815-Standardpräsentationen sind, wo man noch mal erklärt, wieso das eigene Produkt jetzt hier diese eine kleine Differenzierung, dieses eine kleine Differenzierungskriterium hat. Und ich glaube, da seid ihr auch genau auf dem richtigen Weg, weil ihr zeigt, ihr nehmt die Vermittler und Vermittlerinnen ernst. Es geht nicht darum, setz dich rein, gras deine IDD-Stunden ab und dann servus, sondern allein schon die Plattformen, die genutzt werden, der Aufwand, der sich dafür gemacht wird. Also wenn ich jetzt allein an unsere Vorbereitung auch denke in so einem Pilotprojekt, den Blick mit dem BKV-Makler-Launch zum Beispiel. Ich meine, da wart ihr ja schon erfahren, was die Plattform angeht, aber das sind ja auch Sachen, die sind alle irgendwo neu.

Maximilian Schroll [00:24:49]:
Das braucht Abstimmung, das braucht viel Zeit. Und das ist, glaube ich, auch das, was mich jetzt gerade interessiert. Wie sieht denn gerade so dein Kalender aus? Wie schauen deine Arbeitswochen aus? Gibt es da eine Arbeitswoche, die der anderen gleicht, oder sind die immer alle unterschiedlich voll?

Tobias Arendt [00:25:03]:
Also ich sag mal so, es ist schon eine starke Herausforderung momentan, ne Woche zu haben, die meinem Arbeitsvertrag nahe kommt. Ich sag's mal, ich formulier es mal ganz bewusst so. Also es ist halt so, dass wir, seitdem ich da bin, ich kann viel gestalten, ich kann viel machen, ich kann Entscheidungen treffen, ich kann ein Team aufbauen, ich kann Menschen entwickeln in Positionen. Ich bin leider so ein Typ, der sich davon sehr catchen lässt und dann auch entsprechend nicht mehr auf so eine Uhr guckt und Dann sind die Tage auch schnell mal weg. Wir bauen uns natürlich aktuell viele Themen auch selber auf, weil wir viele Ideen haben. Ich habe von dem Trial and Error eben schon kurz erzählt. Das Schöne an Trial and Error ist, man schmeißt viele, viele Bälle in die Luft und guckt einfach, welcher vernünftig runterkommt und welcher eher nicht. Und diese vielen Bälle in der Luft, und da bin ich jetzt nicht der bestorganisierte Typ, muss ich sagen, verliert man manchmal auch aus den Augen, welche Bälle man überhaupt erst mal hochgeworfen hat.

Tobias Arendt [00:26:02]:
Dementsprechend muss man sagen, wenn ich mich nicht ganz streng selber organisiere in der Hinsicht, sind die Wochen unausstehlich lang, machen aber extrem viel Spaß, weil sie genau solche Ergebnisse einfach abwerfen. Und das macht man dann auch entsprechend gerne. Es ist aber schon so, dass man den Elan, die Motivation, die auch bei mir im Team unfassbar hoch ist, schon auch mittlerweile, das muss man sagen, ein bisschen unter Kontrolle haben muss. Ansonsten Waren wir nachher unsere besten Kunden, sage ich mal, was das Thema Leistung angeht. Da haben wir einen Heidenrespekt vor. Nein, aber ich sag mal ganz ehrlich, um das positiv zu formulieren, wenn man so einen Haufen Motivation hat und jede Woche eigentlich genau das von sich behaupten kann, dass man nicht mehr weiß, wo die Zeit geblieben ist, dann ist das etwas, wo ich auf der einen Seite extrem stolz drauf bin, dass wir da diesen Elan, diese Motivation, diesen Fokus auch haben, diesen Laden wirklich nach vorne zu bringen, die LKH nach vorne zu bringen. Für unsere Mitglieder den richtigen Job zu machen, aber natürlich auch mit einem Auge als Führungskraft auf mein Team gucken muss, dass das natürlich dann auch nicht übermäßig in die Richtung geht. Aber machen wir uns mal nichts vor, wir sind gerade überall dabei, wir werden ganz viel gefragt, ob wir auf der Veranstaltung, dieser Veranstaltung oder auf sonstigen Veranstaltungen irgendwie dabei sind.

Tobias Arendt [00:27:17]:
Und da, wo wir sehen, dass es für uns irgendwie einen Erfolg bringen kann, oder weil wir wissen, dass das Muster, hat es schon mal in einem anderen Bereich gegeben, das hat gut funktioniert, Sind wir da logischerweise auch gerne dabei. Und ja, da machen wir dann dementsprechend ein bisschen Trouble.

Maximilian Schroll [00:27:33]:
Sehr, sehr schön. Und was hast du alles auf der Agenda? Was steht noch an? Was wird noch umgesetzt? Worauf dürfen sich die Maklerinnen und Makler noch freuen in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr?

Tobias Arendt [00:27:43]:
Ja, das ist eine gute Frage. Also an sich, einige dieser Bälle vernünftig runterzuholen, das muss man ganz klar sagen. Da sind unter anderem Dinge dabei, wie einfach diese Betreuungsstruktur wirklich auf ein Level zu bringen, dass man wirklich sagen kann, sie ist außergewöhnlich gut. Ich sag, die ist jetzt schon gut, aber wir wollen zu außergewöhnlich gut. Wir wollen wirklich sagen, dass die LKH nachher dafür bekannt ist, dass das Servicelevel extrem hoch ist. Dafür entsprechende Prozesse zu entwickeln, intern aber auch bei den Prozessen mitzuwirken, zu gucken, was wir da noch gestalten können, gerade in Betracht auf die neuen Tarife, die jetzt dann in der Beihilfelinie kommen im Juli. Da muss einfach auch intern natürlich dann logischerweise alles klappen und dafür die Prozesse zu schärfen, die Leute fit zu machen. Das gehört dazu.

Tobias Arendt [00:28:24]:
Was machen wir dementsprechend? Wir werden auf unseren regionalen Ebenen versuchen, so viele Events wie möglich dann einfach regional zu starten. Das werden wir in Zweierteams, also die 16 Leute in Zweierteams machen, dass draußen dann ein regionales Event angeboten worden ist, um zum einen uns vorzustellen, aber auch konkret das Thema Beihilfe von unserer Seite aus dann zu spielen. Wir sind logischerweise wieder auf der DKM dabei. Bei Premium Circle haben wir uns bei Best of PKV mit angeschlossen. Da wurden wir auch gefragt, ob wir dabei sein wollen. Da müssen wir dabei sein, logischerweise als Premium-Partner und mit unserem Premium-Tarif, mit dem wir uns wirklich nicht verstecken brauchen, sind wir dabei. Das heißt, wir hatten jetzt vor kurzem die Jahresauftaktveranstaltung und mit dieser ist dann quasi so ein kleines Jahr gestartet mit Roadshows. Wir werden bei den Versicherern vor Ort sein.

Tobias Arendt [00:29:14]:
Auch bei uns wird eine Veranstaltung stattfinden, tatsächlich leider nicht in Lüneburg, weil wir es da einfach regional nicht ganz so gut von der Anreise her bewältigen können, haben uns deswegen für Hamburg entschieden. Also wir werden auch in Hamburg im Sommer tatsächlich ein Event mit Premium Circle machen im Rahmen von Best of PKV. Und ja, mir fehlt eher die Übersicht, ne? 16 Leute, alle sind irgendwie jetzt gerade am Hantieren und am Fummeln, und ich kriege ganz viele Anfragen jeden Tag, wollen wir da nicht hin, wollen wir hier nicht was machen, und das wäre doch auch mal schön, wenn wir sowas machen. Also auch dieses, auch das Team hat dieses Try-and-Error-Prinzip total verstanden, und es kommen jeden Tag grandiose Ideen auf meinen Tisch, was wir alles machen können. Ja, und über eine Sache müssen wir natürlich auch als LKH reden. 1926 haben wir das Licht der Welt erblickt. Wer jetzt schnell mitgerechnet hat, der hat eine 100 an Differenz erkannt und die wird dieses Jahr natürlich auch ordentlich abgefeiert.

Maximilian Schroll [00:30:02]:
Mega, wann steigt die Party?

Tobias Arendt [00:30:04]:
Wir haben eine Party im Juli tatsächlich, Anfang, Anfang, Mitte Juli wird die starten und da natürlich erst mal intern ganz, ganz viel aufs Gaspedal gedrückt, weil die Leute, die jetzt da am Start sind, Von den 600, die wir heute sind, sind 400 wahrscheinlich schon die letzten 30 Jahre da gewesen, muss man sagen. Das muss man bei uns echt positiv erwähnen. Also ein Arbeitgeber, der wirklich geschafft hat, seine Mitarbeiter lange zu halten und wovon wir heute natürlich auch total zehren. Also gerade wir, die jetzt sehr frisch dazugekommen sind, wir kriegen wirklich Tag für Tag Unterstützung von den Mitarbeitern, die wirklich schon lange da sind und die ganzen Erfahrungen der LKH-Geschichte dann auch mitbringen. Da wird natürlich erst mal ein Fokus drauf sein und man wird uns, glaube ich, mit diesen 3 Stellen nicht übersehen können. Also die 100 wird spätestens auf der DKM dann wirklich für alle ganz klar erkennbar sein, wenn nicht sogar schon im Vorwege. Da verrät das Marketing nicht wirklich viel gerade.

Maximilian Schroll [00:31:01]:
Sehr schön. Das heißt, man darf auf alle Fälle auf den DKM-Stand gespannt sein und mal gucken, was dann da zu sehen sein wird und was dann dieses Jahr noch alles von euch und vielleicht auch uns zu sehen und hören sein wird. Da freue ich mich auch schon sehr drauf. Und dann natürlich Noch die Frage: Wie war denn der Kickoff vom Best of PKV?

Tobias Arendt [00:31:18]:
Ja, unfassbar. Also es ist ja immer wieder total irre, Marc Pirmin Gohr dabei zuzuschauen. Ich sage jetzt einfach in Zukunft Marc einfach weiter, weil da sind wir eh unterwegs. Also es ist Wahnsinn, Marc zuzuschauen, wie er das einfach immer wieder schafft, in diesen Deep Dive, fachlichen Deep Dive zu gehen. Die Häuser, die dabei sind, das ist die SdK, die Barmenia Gotha, die VKB, BabyKK, Union, UKV, wie man sie nennt. Alle Namen, die da jetzt irgendwie in dem Konstrukt dann auch dabei sind, sind dann auch logischerweise mit dabei. Und wir, also wir 4, haben uns da dieses Jahr quasi für dieses Best-of-PKV-Thema qualifiziert. Und der Auftakt war unfassbar gut besucht, muss man sagen, für eine Online-Veranstaltung, die ich glaube von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr, also 7 Stunden am Rechner ging, hatte er eine Teilnehmerquote, oder wir hatten wir eine Teilnehmerquote von um die 300 Leute konstant, ne.

Tobias Arendt [00:32:12]:
Also es ist Bei Anmeldung von 400, wir hatten irgendwann gesagt, wir rechnen so mit 250 Leuten, wir mussten dann relativ schnell auf 400 hoch erhöhen. Dann ist irgendwann eine Warteliste aufgegangen, und ich glaube, wir hatten, weil wir alle irgendwie relativ spät erst mit der Bewerbung auch angefangen haben, glaube ich, noch Potenzial für deutlich mehr. Also richtig gutes Signal, ne, muss man ganz klar sagen. Und das ist auch so das Learning daraus, es gibt unfassbar viele Vermittlerinnen und Vermittler da draußen, die sich extrem dafür interessieren, was diese Premiumtarife ausmacht. Und für mich ist das ein sehr, sehr gutes Signal, denn nicht jeder Tarif ist für jeden Kunden der richtige. Das hatte ich ja eingangs schon gesagt, aber den grundsätzlichen Fokus auf die Premiumtarife zu legen, ist glaube ich nicht verkehrt. Das glaube ich das oberste Learning aus der Nummer. Es gibt genug Anbieter, die das wirklich, wirklich gut beherrschen und gut können, und es gibt auch, und das haben wir auch da auf dieser Plattform, auf der Veranstaltung gesehen, auch viele Beispiele, wo man denkt, dass es ganz gut läuft, aber dann auch doch die eine oder andere größere Lücke dabei ist.

Tobias Arendt [00:33:10]:
Also ich glaube, jeder, der wirklich eine Qualitätsberatung machen möchte, und da sehe ich auch ganz klar den absoluten, den richtigen Weg, der sollte sich über Premium Circle, aber auch über die Teilnehmer von dieser Veranstaltung definitiv näher informieren. Und ansonsten, Seite, wenn Werbung erlaubt ist, bestofpkv.de, auf jeden Fall mal reinklicken, denn die Veranstaltungen, die jetzt dann auch im Sommer kommen, Die sind noch offen für alle, die daran Interesse haben.

Maximilian Schroll [00:33:36]:
So ist es. Wir verlinken natürlich in den Shownotes die Landingpage zu Best of PKV, aber natürlich auch die Folge mit Marc und Nils, von denen wird es auch bald wieder was hier im Fiturance Podcast zu hören geben. Die sind ja auch quasi Co-Hosts mittlerweile. Deswegen freut uns natürlich auch, wir durften ja bei der Kampagne auch sehr gut unterstützen und waren auch überrascht, wie schnell, wie viel Response und Anmeldung darauf rumkam. Also ist wirklich super und ist ein ganz klares Zeichen meiner Meinung nach. Die Vermittler haben Bock auf Qualität, die haben genau Da drauf Lust und die schätzen das auch, wenn ein Best-of bedeutet, dass da Versicherungspartner, verschiedene Versicherungsunternehmen sich präsentieren können, ihre Vorzüge, ihre Tarife, dass die seziert werden, dass die interaktiv sich auch der Kritik, den Fragen, was auch immer stellen, die dann da so aus dem Publikum kommen. Und jetzt mal an dich gefragt, Tobi, es ist ja nicht, also es hat sich schon ein bisschen was verändert, auf jeden Fall in den letzten Jahren, was Kooperation angeht. In der Praxis sehen wir aber häufig, dass es halt ein Schlagwort bleibt.

Maximilian Schroll [00:34:33]:
Jeder heftet es sich irgendwie ans Revers, weil es schön klingt. So richtig klappen tut gut sind in den wenigsten Fällen. Jetzt ist Best of PKV aber genau eines dieser Beispiele, wo es extrem gut klappt, dass man sagt, eigentlich seid ihr doch als Top-Produktgeber alle in einem direkten Wettbewerb miteinander, ihr müsstet doch eigentlich direkt miteinander im Wettbewerb sein. Wieso funktioniert Kooperation in so einem Format aus deiner Perspektive?

Tobias Arendt [00:34:56]:
Also ich glaube, wenn man grundsätzlich ein Zielbild hat und eine Message hat, dann ist das schon mal sehr, sehr leicht, schnell eine Kooperation zu bilden und Der Markt hat ja nicht komplett das gleiche Zielbild, das muss man ja ganz klar sagen. Das sieht man ja an den Tarifausrichtungen, da gibt es sowohl die einen als auch die anderen. Und gerade die, die jetzt auch dann bei Best of PKV dabei sind, haben das Verständnis dafür, dass zum einen der Kunde das Allerwichtigste ist, und logischerweise, wenn er eine private Krankenversicherung abschließt, auch private Krankenversicherung leistungstechnisch ruhig drin sein darf. Und wenn man das als Kernmessage erstmal hat, dann ist es leicht, miteinander zu arbeiten. Da sind aber auch noch andere Botschaften mit drin versteckt, ne. Auch für die Haftungsrisiken für Makler ist natürlich auch ein großer, großer Touchpoint, wo man ganz klar sagen muss, der Makler hat immer mehr Haftungsrisiken eigentlich durch die Zeit dazu bekommen. Und da irgendwie eine Haftungssicherheit reinzubringen, auch das ist irgendwie ein Auftrag von Premiumtarifen und Premiumversicherern. Und da würde ich sagen, ist auch das ein Punkt, der dann geschlossen aus der Runde bei dem Vermittlerkreis auch ruhig ankommen darf.

Tobias Arendt [00:36:07]:
Ich finde es gut, dass das Verständnis in dem Kreis schon das ist, ja, jeder kämpft natürlich für sein Haus und für seine Verträge und für viele Polizen, die dabei rumkommen. Nichtsdestotrotz ist uns das viel mal, 14-mal lieber, sage ich mal, dass das dann irgendwie in dem Bereich dann am Ende des Tages zum Abschluss kommt, als jetzt irgendwie in einem basisähnlichen Weil ich glaube, dass die Message eine viel größere sein muss, und zwar, dass das Gesundheitsbewusstsein am Markt einfach steigt, weil der Kunde aktiv, ich würde sagen, seit der Covid-Zeit auf jeden Fall deutlich stärker einfach auch danach fragt. Und hier gemeinsam dafür aufmerksam zu machen, dass nicht überall, wo PKV draufsteht, auch PKV drin ist, ist glaube ich der ganz, ganz wichtige Faktor dabei. Und den verfolgen wir dann logischerweise auch gemeinsam, weil da ist die Stimme von jedem Einzelnen doch irgendwo zu klein. Denn wir reden hier ja dann auch über Gesellschaften wie LKH, SdK, die Barmenia Gotha, die natürlich deutlich größer ist, das muss man auch schon sagen, und auch die BBKK natürlich auch etwas größer. Aber das sind jetzt nicht die Sprachrohre der Branche, das muss man auch ehrlicherweise sagen. Und ja, für uns ist das die wichtigste Kernbotschaft.

Maximilian Schroll [00:37:22]:
Finde ich richtig gut und eröffne mir jetzt gleich die Frage zur Zukunft von Versicherern. Was ist denn da dein Take, wenn du jetzt auch an die, natürlich an den KV-Markt im Speziellen denkst? Mich würde total interessieren, wo entwickeln sich denn Versicherer aus deiner Perspektive hin? Und dann vielleicht schon noch mal so einen kleinen Vergleich ziehen zwischen einem Monoline-Krankenversicherung, wie ihr einer seid, und einem Vollsortimenter, der sagt, ich biete alle Sparten an.

Tobias Arendt [00:37:45]:
Ja, also ich sage mal so, wenn ich eine Sache da aus der Frage irgendwie nehmen kann, die mit mir persönlich in Verbindung gebracht werden kann, dann das ist ja mein Lebenslauf. Wenn man wirklich sagt, vom Generalisten irgendwie zum Spezialisten ist ja irgendwo so der Weg gewesen. Und ich glaube auch tatsächlich, dass das irgendwie so der Weg ist, wo die Branche hingeht. Denn in allen Bereichen kann ich nicht gut sein. Das halten die Vergleicher, glaube ich, auch wirklich jeden Tag jedem vor Augen. Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass ich wie früher, wenn ich mal so 30 Jahre zurückgucke, alles bei der Provinzial Nord irgendwie habe im Bestand. Habe ich heute, wenn es gut läuft, noch ein Produkt der Provinzial Nord, aber das andere ist dann bei der ARAG und das nächste ist dann bei der LKH und das andere ist dann aber bei dem und dem. Ja, aber woran liegt das? Ja, nicht weil irgendwie die, also sicherlich nicht, weil die Provinzial das irgendwie alles perfekt gelöst hätte.

Tobias Arendt [00:38:35]:
Das muss man einfach so sagen. Und ich glaube, da geht jetzt einfach auch der Weg hin, dass man sich schon seine Spezialgebiete rauspicken sollte, weil es einfach dann am Ende des Tages das größte Potenzial hat, dass man da auch skaliert. Für uns als Monoline ist das natürlich leicht gesagt, aber wie gesagt, wenn ich meine Vita einfach nur dranlege, bin ich total überzeugt, dass es genau der richtige Weg ist, sich zu spezialisieren und seinem Kunden einfach das Bestmögliche dann auch an die Hand zu geben und nicht irgendwie mit irgendwas, was Geld kostet, am Markt mitschwimmen zu wollen. Ich glaube, dass das einfach der Weg sein wird, gerade wenn wir über diese beiden Varianten sprechen.

Maximilian Schroll [00:39:11]:
Und was denkst du, was heißt es dann für den Vertrieb von Versicherungen? Was macht das dann mit dem Das ist eine gute Frage.

Tobias Arendt [00:39:17]:
Also ich glaube, auch da ist das Spezialistendasein dann auch für den Kunden wieder entscheidend. Also ich sehe da jetzt erstmal rein die positiven Aspekte. Wenn ich jetzt einen Bereich besonders gut kann, dann bin ich auch der richtige Ansprechpartner für diesen Bereich. Und das ist so für den Kunden aus meiner Sicht das Beste, was dir passieren kann, wenn du als Kunde an so einen gerätst, der sich wirklich mit dem Kram auskennt. Weil wie gesagt, ich weiß es als Generalist ich muss am Ende des Tages 16 verschiedene Versicherungsprodukte irgendwie drauf haben, und ich werde niemals alle zu 100% drauf haben, geschweige denn zu 70%, wenn man mal ganz ehrlich ist. Es gibt bestimmt die ein oder anderen, die jetzt seit 30 Jahren das Ganze so machen und das auch drauf haben werden, den möchte ich nicht zu nahe treten. Aber jetzt mal rein für den Durchschnittsgeneralisten ist das schon eine Riesen-Challenge da. Und dementsprechend glaube ich auch, dass die Vermittler oder die Vertriebe, die an so einem Versicherer dranhängen, der sich jetzt in diese Richtung bewegt, eigentlich für den Kunden jetzt erst grundsätzlich mal alles richtig machen, ne.

Tobias Arendt [00:40:11]:
Das muss man einfach ganz klar sagen. Und für so einen Versicherer sollte der Kunde immer im Vordergrund stehen.

Maximilian Schroll [00:40:16]:
Sehr, sehr schön. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das entwickelt, weil ich glaube auch, also die Konsequenz, wenn mehr Spezialisierung kommt, auch auf Produktgeberseite, wäre die dann, dass man auch einen größeren Zwang zur Konsolidierung insgesamt hat. Ist es dann die Konsequenz für dich da draußen?

Tobias Arendt [00:40:34]:
Das kann schon möglich sein, aber da, das ist es, ja, lass uns das mal anschauen. Da muss ich echt sagen, ja, wird wahrscheinlich einer der Wege sein und es wird auch noch andere Wege geben, geschweige denn, wenn es der richtige Weg ist. Also das ist eine Meinung, ist Kleinmann, das war der LKA. Ich glaube nichtsdestotrotz, dass da viel dran sein wird.

Maximilian Schroll [00:41:00]:
Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt, weil ich meine, die demografische Herausforderung, die ja fast die Branche ja in allen Bereichen, in den Kollektiven, in den eigenen Belegschaften, im Vertrieb und so weiter und so fort, mit dem großen Nachteil, dass sich natürlich Betreuungsbedarf nicht, dass der nicht jetzt geringer wird, wenn jemand älter ist, sondern dass da tendenziell vielleicht sogar noch ein bisschen mehr Betreuungsbedarf auch entsteht, weil unterschiedlichste Gründe, mehr Zeit, mehr Wehwehchen, auch aus eurer Perspektive natürlich. Was sind denn Was spielen denn solche Themen aktuell für eine Rolle in euren Überlegungen? Ist es was, was für dich jetzt im Vertrieb eigentlich ankommt? Ist es was, was eher aus einer vertrieblichen Perspektive, wie nutzen wir diese Entwicklung, um das Thema, das wir spielen, noch weiter in den Markt zu bringen? Oder wie denkst du darüber?

Tobias Arendt [00:41:47]:
Na ja, zum einen ist es ja so, dass grundsätzlich Demografie viel Veränderung gerade sowieso auslöst. Also gucken wir uns den Versicherungsbereich jetzt mal an. Einer der Gründe, warum ich jetzt mit Mitte 30 Das Amt eines Leiter Maklervertriebsinhaber ist sicherlich einer der Gründe der Demografie. Und ich glaube auch, dass in vielen anderen Bereichen der Versicherer auch genau das jetzt gerade gang und gäbe ist und das irgendwo überall jetzt in den nächsten Jahren diese Veränderung anstehen wird. Man könnte meinen, dass das taktisch vielleicht sogar eine der Überlegungen war, die man hatte. Aber davon mal ab, gerade aus Kundensichtspunkten, ja, also die Kunden werden erst mal grundsätzlich gerade immer älter. Das ist für so einen Krankenversicherer jetzt ist unfassbar toll, wir freuen uns für jeden Menschen, dass er lange am Leben ist. Aber für so ein Kollektiv ist das jetzt, ganz hart gesprochen, jetzt nicht, ne, schon nicht das Allerbeste, ne.

Tobias Arendt [00:42:35]:
Aber wie gesagt, bevor ich jetzt da irgendwas angedichtet bekomme, wir wollen unsere Mitglieder lange am Leben halten, dafür haben wir uns ja auch verschrieben als privater Krankenversicherer mit guten und Premiumtarifen, ne. Und ja, es ist eine große Belastung, das muss man ganz klar sagen, und ehrlicherweise auch sicherlich einer der Gründe, warum diese Transformation auch gerade in Lüneburg nach sehr erfolgreichen 90er Jahren jetzt in den 2020ern dann auch wirklich absolut fällig war. Denn dieses Kollektiv ist dann doch einfach auch schon lange am Start und hat wenig in den letzten 20 Jahren dazu bekommen, und jetzt ist es absolut notwendig. Ich bin sehr, sehr stolz darauf, dass wir das aus eigenen Mitteln finanzieren konnten. Ich bin sehr, sehr stolz darauf, dass wir Tarife haben, die das auch wirklich ermöglichen und jetzt nicht irgendwie das Ganze künstlich aufbauschen, sondern wirklich einen ernst gemeinten Weg aufzeigen, wie die LKH in Zukunft einfach agieren möchte. Und das ist, als jemand, der aus meiner Sicht so wahrgenommen werden möchte, und das ist auch die Message, als Gesundheitspartner für die Menschen. Also wir wollen halt im besten Fall vermeiden, dass die Kosten, die sowieso irgendwann kommen, kleiner ausfallen oder erst gar nicht groß im großen Stil anfallen. Also auch das ganze Präventionsthema, Prävention logischerweise auch so ein bisschen mitmanagen wollen.

Tobias Arendt [00:43:51]:
Da sind die Tarife zum einen für gebaut, das muss man ganz klar sagen, als auch dann wirklich ein vernünftiges Sparring einfach zu bieten, dass der Kunde gut an Möglichkeiten rankommt, schnellere Termine. Da haben wir gute Partner, MD Medicus beispielsweise, kennt ja, glaube ich, jeder groß am Markt. Da sind wir auch natürlich mit dabei und unsere Kunden bekommen schnell Termine bei Fachärzten, sind an den richtigen Stellen dran. Auch die psychologische Unterstützung, da auch an Termine ranzukommen, wird gut unterstützt. So schnell wie möglich da ranzukommen, damit es einfach ein kleineres Wehwehchen bleibt, bevor jetzt irgendwie eine große Bombe daraus wird, wenn man das Wort heute sagen darf.

Maximilian Schroll [00:44:25]:
Sehr gut. Aber was mich auf jeden Fall noch interessieren würde, Tobi, zum Ende unserer Unterhaltung hier on air: Wenn jetzt Menschen aus Versicherungsunternehmen diesen Podcast gerade hören, was würdest du denen sagen, welche Frage sollten die sich stellen? Welche Frage sollte sich jeder Mensch in dem Versicherungsunternehmen heute stellen, wenn er das hört?

Tobias Arendt [00:44:48]:
Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ich gehe mal ganz fest davon aus, dass erstmal grundsätzlich die Frage, wenn wir jetzt mal die technischen Fortschritte uns auch angucken, erstmal grundsätzlich das Thema Mehrwerte. Welchen Mehrwert kann ich bieten? Welchen Mehrwert kann ich aber auch morgen noch unserem Kunden bieten? Das ist, finde ich, das eine der wichtigsten Fragen. Und grundsätzlich geht alles irgendwo Richtung Kunde, ne? Also sind wir wirklich gerade auf dem Weg, uns in den Kunden hereinzuversetzen, oder gucken wir uns gerade andere Dinge an wie Produkt oder eigene Organisation? Ist das der Fokus? Auch das würde ich, wenn ich jetzt mal über den Markt gucke, glaube ich, als ernsthafte Frage mal mit reinwerfen. Und jetzt mal rein für die Vertriebsseite und das, was wir jetzt gerade machen, um da jetzt noch mal so ein bisschen eigene Werbung auch auf der, zum Schluss noch mal mit reinzubringen. Welchen Mehrwert bieten wir unseren Maklerinnen und Maklern und den Vermittlern und Vertrieben? Also da muss man sich einfach heutzutage abheben, und ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg, und viele auf dem genau falschen, das muss man auch so sagen. Aber das sind so einige Fragen, die man sich gerade im Versicherungsunternehmen definitiv mal ganz ehrlich stellen sollte.

Maximilian Schroll [00:46:00]:
Sehr starke Antwort, und vielleicht kriege ich dich ja jetzt noch mal hier spontan auf dem falschen Fuß erwischt. Was sollten sich denn die Makler für eine finde, Frage stellen, wenn Sie diese Folge gerade hören.

Tobias Arendt [00:46:10]:
Ja, das Gute ist, dass ich durch den Jahresauftakt vom Premium Circle jetzt gut gebrieft bin. Das muss man ganz klar sagen. Und ja, da muss man einfach ganz klar sagen: Bin ich qualitativ gut genug aufgestellt, um etwaige Haftungsrisiken vernünftig minimieren zu können? Sind meine Dokumentationen ausreichend? Habe ich für meinen Kunden das richtige Produkt vermittelt? Das sind heutzutage die wichtigsten Punkte. Die Haftungsrisiken sind noch nie so hoch gewesen, wie sie heute sind. Und ich glaube, wenn wir an den Punkten ansetzen und wirklich dem Makler da auch von unserer Seite aus die richtige Unterstützung geben, muss man sich die Fragen im großen Stil ja gar nicht groß stellen. Aber ich würde mich ganz klar mit diesen Haftungsthemen auseinandersetzen und wirklich stark hinterfragen, ob das, was ich meinen Kunden angeboten habe, dann auch das Richtige ist.

Maximilian Schroll [00:46:54]:
Nichts haftet so gut wie ein Makler, hat durch Marc Gorr in der allerersten Folge, die wir hier im Fiturance Podcast gemeinsam gemacht haben, auch geprägt den Spruch. Der ist mir seit dem Rechtssymposium, im allerersten vom Premium Circle, auf dem ich war, so so im Ohr geblieben und ist genau das, was du sagst. Ich glaube, da war ganz, ganz viel drin, Tobi, in der Folge für die Leute, die sowohl im Vertrieb als auch irgendwo in den Versicherungsunternehmen arbeiten. Und ich glaube, du hast sehr gut gezeigt, wieso ihr bei der LKH jetzt auch gerade so gut ankommt, wie ihr es tut, wieso ihr es schafft, dass ihr auch für diese Qualitätsführerschaft eben authentisch steht und dass vor allem auch die Personen, die da handeln, auch die richtigen sind. Und vielen, vielen Dank für diese tiefen Einblicke auch. Ist absolut nicht selbstverständlich. Ich glaube, das ist für viele immer sehr so ein bisschen unklar, sage ich mal, was läuft denn eigentlich bei einem Versicherer so wirklich ab? Deswegen für uns natürlich wahnsinnig wertvoll, wenn wir unserer Community hier zugänglich machen können, was denn zum Beispiel bei dem Aufbau von einem Maklervertrieb oder den Neuaufbau oder Neuausrichtung von so einem Maklervertrieb bei so einem Monoline wie der Landeskrankenhilfe alles so passiert. Dafür vielen, vielen Dank.

Maximilian Schroll [00:48:02]:
Mir hat es ultra viel Spaß gemacht, Tobi, und zum Ende empfehle Insurance Podcast ist es immer so, ich stelle jetzt erst noch eine Frage und dann hast du die letzten Worte. Das kündige ich jetzt schon mal an, damit du schon mal nachdenken darfst, während ich jetzt hier diese Frage noch stelle, weil mich würde total interessieren, 15 Jahre in die Zukunft gedacht, du kannst dir die Welt so utopisch oder dystopisch gestalten, wie auch immer du magst, wie sieht die Versicherungsbranche aus?

Tobias Arendt [00:48:25]:
Na ja, erstmal grundsätzlich haben wir weiterhin eine vernünftige private Krankenversicherungsversorgung oder es zumindest in den Griff bekommen, dass das Gesundheitssystem in Deutschland fair gelöst ist. Ich glaube, die Wege, die da jetzt gerade eingeschlagen werden, sind die falschen. Die Finanzierung ist für viele fast unmöglich geworden. Für uns als privater Krankenversicherer schön, aber für das gesamte Konstrukt Gesundheitssystem Deutschland ehrlicherweise nicht die allerbeste Message. Ich hoffe, dass wir das in den Griff bekommen haben in 15 Jahren, und ich hoffe, dass die LKH vor allen Dingen wieder das Licht der 90er Jahre dann wieder bekommen hat und den Glanz der 90er Jahre zurückerhalten hat. Hat. Und ja, das sind so die wichtigsten Punkte an der Stelle, würde ich sagen.

Maximilian Schroll [00:49:04]:
Wunderbar, Tobi, vielen, vielen Dank für deine Zeit, vielen Dank für die Einblicke, hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. An alle Zuhörer, schaut mal in den Shownotes nach, da findet ihr alles Relevante, Links zu Tobias, vernetzt euch mit ihm auf LinkedIn, ansonsten findet ihr alle anderen wichtigen Links auch in den Shownotes. Von mir bleibt nur zu sagen, vielen, vielen Dank an euch fürs Zuhören, Tobi, noch viel mehr Dank an dich fürs Dabeisein und für diese dieses sehr, sehr kurzweilige Gespräch. Und jetzt zum Ende, die letzten Worte im featuring podcast gehören dem Gast, deswegen vielen Dank, the stage is yours.

Tobias Arendt [00:49:35]:
Wahnsinn, also Max, vielen, vielen Dank für die Möglichkeit, heute hier zu sein. Ich habe es sehr genossen, tolles Interview, schöne Fragen. Ich hoffe, dass es den Zuhörern auch so geht. Und wie gesagt, hat der Max eben schon richtig gesagt, wenn ihr euch für die Landeskrankenhilfe interessiert, ihr seid Vermittlerin, Vermittler, dann sind wir bei euch genau die Richtigen. Und eine E-Mail kriegst du auch, das ist der maklervertrieb@lkh.de. Der steht natürlich immer gern zur Verfügung, hat mich sehr gefreut. Schaut euch gerne an, was wir dieses Jahr alles noch so machen werden. Wir sehen uns, hören uns auf irgendwelchen Veranstaltungen, auf jeden Fall dann auf der DKM und Max, wir hoffentlich schon früher, und trinken noch mal einen kleinen darauf, was wir heute hier fabriziert haben.

Maximilian Schroll [00:50:11]:
Was für eine spannende Folge. Vielen Dank euch fürs Zuhören. Schaltet auch nächsten Donnerstag wieder ein, ladet euch den Podcast in euren Podcatcher runter, Hört ihn auf dem Weg zur Arbeit und schaut bitte auch noch in den Shownotes vorbei. Da sind nämlich alle Infos zu unserem Gast, alle Verlinkungen. Vernetzt euch, tretet in Kontakt und lasst uns gemeinsam die Zukunft der Versicherungs- und Finanzwirtschaft gestalten.