Futurance: Zukunft & Versicherung

Vom Bankenvertrieb zum Geschäftsführer: Philipp Ernst über Leadership und Unternehmertum

Maximilian Schroll Episode 94

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In der heutigen Folge begrüßt Maximilian Schroll den neuen Co-Geschäftsführer der R+V Agentur Klenk GmbH, Philipp Ernst. Gemeinsam tauchen sie in Philipps überraschende und eher ungeplante Reise in die Versicherungsbranche ein – von den ersten Berührungspunkten zur R+V über den dualen Studienweg bis hin zur Übernahme der Geschäftsführung. Im Gespräch reflektieren die beiden, wie sich Philipps Rolle und Aufgaben mit jedem Karriereschritt gewandelt haben und welche Erfahrungen für ihn besonders prägend waren.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur Philipps persönlicher Werdegang, sondern auch die Entwicklung von Teamkultur, Führung und Unternehmertum in einer modernen Versicherungsagentur. 

Für alle, die Inspiration für Teamarbeit, Leadership-Ansätze und Einblicke in die Transformation des Agenturvertriebs suchen, liefert diese Episode zahlreiche Impulse – und einen ehrlichen Blick auf Herausforderungen, Stolz und das, was die Branche aus Philipps Sicht wirklich ausmacht. 

Freut euch auf einen authentischen Austausch über Verantwortung, Spaß am Arbeiten und die Zukunft der Versicherungsbranche – sowohl im Unternehmen als auch im gesamten Markt!

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Maximilian Schroll [00:00:03]:
Ready?

Philipp Ernst [00:00:04]:
Sehr schön.

Maximilian Schroll [00:00:05]:
Hallo und herzlich willkommen zum Futurance Podcast. Mein Name ist Maximilian Stroll und ich freue mich sehr, dass ihr heute eingeschaltet habt, denn mir gegenüber sitzt heute Philipp Ernst. Ich bin im wunderschönen Waiblingen bei der rnv-Agentur Klenk GmbH. Philipp ist neuer Geschäftsführer, Co-Geschäftsführer. Ich freue mich extrem auf die Folge mit ihm. Und Philipp, sehr, sehr schön, dass du hier bist. Oder schön, dass ich hier sein darf. So ist es eigentlich richtig.

Maximilian Schroll [00:00:29]:
Wie geht es dir erst mal?

Philipp Ernst [00:00:31]:
Ja, Max, hi, freut mich auch, dass ich heute hier sein darf mit dir gemeinsam in meinem Büro, in unserem Büro von Marco und von mir. Ja, mir geht es gut. Freue mich total auf unser Gespräch heute und bin gespannt, was wir für schöne Themen haben werden.

Maximilian Schroll [00:00:48]:
Ein bisschen was haben wir ja schon vorweggenommen, Philipp. Aber jetzt würde ich zum Anfang gern von dir mal wissen: Wie bist denn du eigentlich in die Versicherungsbranche gekommen?

Philipp Ernst [00:00:55]:
Ja Max, also das wirst du sicherlich nicht zum ersten Mal hören. Bei mir war es eher ungeplant oder ungewollt. Also es war im Jahr 2013. Ich war in meinem letzten Jahr im Abitur und habe überlegt, was will ich nach dem Studium machen, nach dem Abi machen? Auf jeden Fall Geld verdienen. Habe mich dann umgeguckt nach dualem Studium in der Gegend, viele Bewerbungen geschrieben, vorher auch einige Praktika gemacht, wollte eigentlich in die Industrie. Und ja, dann war es tatsächlich so, dass meine Mutter damals, ich glaube über Stepstone, eine Anzeige von der R+V-Versicherung gefunden hatte und ich sowieso auch das Thema Bank mit in die engere Auswahl bezogen hatte. Und dann habe ich gedacht, ich bewerbe mich einfach mal. Ich kannte die R+V bis dahin kaum oder gar nicht, muss ich dazu sagen.

Philipp Ernst [00:01:47]:
Auch die Versicherungsbranche gar kein Begriff für mich wirklich gewesen, nie mit auseinandergesetzt. Und genau, klang sehr interessant, habe ich mich beworben. Ein paar Tage später den Anruf von meinem damaligen Chef dann auch bekommen und so bin ich in der Versicherungsbranche gelandet.

Maximilian Schroll [00:02:04]:
Ja, das ist ein nicht ganz untypischer Weg. Ich erinnere mich auch natürlich an die Folgen mit Marco sehr gut und der ein oder andere aufmerksame Zuhörer mit Sicherheit auch. Da gibt es ja schon mal die erste Parallele, dass es nicht die allererste Wahl war und jetzt keine Liebesheirat. Aber dann bist du ja trotzdem zur rnv gewechselt. Wie sah dann da dein Weg bei der rnv genau aus?

Philipp Ernst [00:02:23]:
Ja, also es war tatsächlich so, wie gesagt, 2014 mit dem dualen Studium dort angefangen, war dann in den Praxisphasen im Bankenvertrieb in den Volksbanken vor Ort. Das war auch das Schöne bei dem Studium. Ich konnte wirklich die Praxisphase in der Heimat verbringen, die Theoriephase dann an der DHBW in Karlsruhe. Und genau, habe dann mein Studium beendet 2017, 3 Jahre später. Dann war ich noch so ein halbes Jahr in Einarbeitung, nennt man das letztendlich. Und dann hatte ich mein eigenes Kundengebiet, meinen eigenen Kundenstamm. Das waren dann mehrere Volksbankfilialen, die ich betreuen durfte für die nächsten Jahre. Das Schöne für mich war wirklich dieses Gebiet, das ich dann betreut habe.

Philipp Ernst [00:03:07]:
Das habe ich auch schon im Studium betreut. Mein damaliger Ausbilder, der Sven, von dem ich auch sehr, sehr viel gelernt habe, hat mich da auch immer begleitet. Und er hat sich für ein anderes Gebiet, dort wo er dann hingezogen ist, eingesetzt, beworben, wie man es auch immer nennen will, auch bei R+V. Und genau dann konnte ich in dem Gebiet arbeiten, habe da sehr, sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen. Und dann kam schon, ich glaube, das waren schon anderthalb Jahre später, ein Anruf von meinem Chef oder eine Mail. Hey, wie sieht es denn aus? Es wären noch für die Firmenkundenberater-Ausbildung wären noch zwei Plätze frei. Ob das nicht was für mich wäre. Und das war dann Ende 2018 genau.

Philipp Ernst [00:03:49]:
Und das geht bei uns, also bei R+V geht ein halbes Jahr Präsenz damals noch sehr, sehr viel. Und da wusste ich schon, okay, ich bin dann mehrere Wochen, also über 6 Monate wahrscheinlich so 8, 9 Wochen insgesamt dann dort in einem Hotel irgendwo in Gießen damals. Habe dann schon gesagt, ja, das gefällt mir, da sehe ich mich auch. Habe die Ausbildung dann dort begonnen, ohne dass ich wirklich eine Firmenkundenberaterstelle hatte. Zu dem Zeitpunkt war auch noch gar nicht für mich in Reichweite. Ich habe einfach gesagt, ich will einfach mal in Ruhe arbeiten, möchte meinen Job machen, möchte meine Kunden betreuen, meine Bankmitarbeitenden entsprechend betreuen. Und auch so war es damals mit der Firmenkundenberaterausbildung. Ja, paar Jahre später bin ich dann in die Firmenkundenberatung komplett gewechselt.

Philipp Ernst [00:04:34]:
Das heißt, ich habe dann wirklich nur noch Firmenkunden betreut. Und hatte einfach den Vorteil, dass ich recht schnell einsatzfähig war, weil ich die Ausbildung hatte und zwischendurch natürlich im Kleinen auch schon immer mal den einen oder anderen Gewerbekunden betreut habe.

Maximilian Schroll [00:04:48]:
Das interessiert mich total jetzt, Philipp. Wie waren denn diese Wechsel zwischen den verschiedenen Rollen auch? Also erst mal vielleicht der Wechsel vom dualen Studenten hin zum Privatkundenberater. Wie hat sich das für dich unterschieden? So, da bist du das erste Mal dann auch als Referent für verschiedene Filialen zuständig. Das heißt, in der Bank. Kannst du vielleicht auch noch mal erklären, wie es so aus Perspektive vielleicht auch der Bankberater ist? Die sind ja sehr gefragt, auch bei den Verbundpartnern, das heißt von Bausparkasse, Versicherung etc. Jeder möchte eigentlich mit dem Bankberater gemeinsam eng zusammenarbeiten. In der Praxis ist es, glaube ich, gar nicht immer so einfach, weil natürlich auch die nur eine sehr begrenzte Zeit haben, auch die natürlich ihre Kunden jetzt nicht überstrapazieren können mit Themen, weil auch da eine begrenzte Aufnahmefähigkeit da ist. Wie Wie hast du das denn wahrgenommen, nachdem du diesen Schritt gemacht hast vom dualen Studenten zum Privatkundenberater?

Philipp Ernst [00:05:38]:
Ja, also erst mal muss man natürlich auch dazu sagen, es ist gar nicht so einfach, dort auch Fuß zu fassen, weil man muss sich erst mal auch Know-how aufbauen. Aber dann auch, dass der Bankmitarbeiter sagt: Okay, ich kann den auf meine Kunden loslassen. Ganz salopp gesagt. Also wirklich, dass man das Vertrauen erst mal gewinnt von den Bankmitarbeitenden. War mein Vorteil natürlich, ich konnte über das Studium die 3 Jahre dort mich schon, konnte schon präsent sein, konnte zeigen, was kann ich eigentlich, wie arbeite ich? Und das hat wohl auch schon ganz gut gepasst, dass das recht schnell funktioniert hat, dass die mir da auch vertraut haben und dass ich die Kunden besuchen durfte. Nichtsdestotrotz ist der Alltag von den Bankmitarbeitenden auch sehr, sehr begrenzt. Da ist es auch so, dass es personell nicht immer so einfach ist. Dann gibt es Krankheitsfälle, gerade in den Filialen.

Philipp Ernst [00:06:25]:
Dann muss mal jemand wieder einspringen, den Service machen, dass die Öffnungszeiten gehalten werden können. Und ja, da ist es wirklich auch ein Thema, dass man da eng im Austausch ist, im engen Kontakt. Aber das pendelt sich so mit der Zeit letztendlich auch ein, weil ich habe dann wirklich die meisten meiner Bankmitarbeitenden, dann war es dann so, haben gesagt: Philipp, hier dieser Kunde, geh dahin wie gewohnt, das und das sind die Themen, die haben wir schon besprochen. Und dann haben wir das auf einem relativ kleinen Dienstweg auch gemacht. Also da war eine wirkliche Vertrauensbasis gegenseitig da. Dass das ganz gut funktioniert hat. Und dann hat es auch entsprechend für mich das Ganze sehr, sehr interessant gemacht, weil die Zusammenarbeit mit den Kunden natürlich auch sehr, sehr toll war und aber auch den Vorteil, es war nicht immer noch ein Dritter mit dabei, sondern die Kunden konnten sich auf mich fokussieren, weil ich dann alleine bei den Kunden letztendlich war.

Maximilian Schroll [00:07:15]:
Dann kam der Schritt zum Firmenkundenberater. Und wie war das dann? Also das ist ja dann noch mal ein komplett anderes Klientel. Wie sehen erst mal vielleicht die 6 Monate Ausbildung zum Firmenkundenberater Daten überhaupt aus?

Philipp Ernst [00:07:26]:
Also ich war einer derjenigen, die während der Ausbildung ihr komplettes Privatkundengebiet weiterhin betreut hatten. Die anderen Teilnehmer, die da dabei waren, die meisten sind entweder neu zu R+V gekommen oder waren gerade so, ich sage jetzt mal einfach in Ausbildung, also hatten einen Mentor, der dann eigentlich das Gebiet betreut hat in der Abwesenheit. Bei mir war es tatsächlich so, ich hatte über diese 6 Monate ganz normal mein Privatkundengebiet. Das schon sehr, sehr umfangreich auch war und viele Kunden, auch viel täglich angefallen ist und habe dann währenddessen eben die Ausbildung gemacht. Das heißt abends nach den Seminaren natürlich Abendessen, aber dann auch noch mal 1, 2 Stunden arbeiten, abarbeiten, Mails, Anrufe, bevor es dann vielleicht in die Bar ging, um mit den anderen Kollegen noch das ein oder andere Kaltgetränk zu genießen oder Nachbesprechung. Wir waren damals in Gießen, da waren dann auch Studenten Partys, da haben wir uns natürlich auch blicken lassen müssen. Von dem her, das gehört dann auch dazu. Aber es waren anstrengende Zeiten, auch die Fahrzeit immer montags morgens 2,5 Stunden, freitags 2,5 Stunden wieder zurück.

Philipp Ernst [00:08:37]:
Aber es war eine unglaublich tolle Zeit. Einen sehr, sehr guten Freund dort auch gewonnen, mit dem ich heute noch gerne Zeit verbringe, wo wir uns ja Kilometer, oder wir sind weit voneinander entfernt, aber schon regelmäßig treffen wollen und auch treffen. Und es war eine total tolle Zeit. Aber ich habe auch gemerkt, es war sehr, sehr schwierig im Alltag, in der Praxis immer die Privatkundenthemen und dann den Schalter umzulegen. Klick, jetzt geht es wieder weiter mit den Firmenkundenthemen. Also dieser Switch war schon sehr, sehr schwierig und auch gleichzeitig der Gedanke, wenn die Ausbildung rum ist, ich werde weiterhin die Privatkunden betreuen. Ich werde das Wissen, was ich mir aneigne, noch nicht sofort für Firmenkunden anwenden können oder anwenden.

Maximilian Schroll [00:09:21]:
Und wann kam das dann zur Anwendung?

Philipp Ernst [00:09:25]:
Also tatsächlich von den Jahren, ich komme immer ein bisschen durcheinander, aber das war dann wie gesagt ab 2019, Mitte des Jahres war dann diese Firmenkundenberater-Ausbildung fertig. Da habe ich dann vereinzelte in einer kleinen Bankstelle die Gewerbekunden mit betreut. Da kam es schon zur ersten Anwendung, muss ich dazu sagen. Aber richtig war es dann ab 2022, würde ich jetzt einfach mal sagen. Da habe ich dann, gab es auch wieder einen Personalwechsel bei uns, da ist ein Gebiet frei geworden. Dann habe ich eine Handvoll Firmenkundenberater bankseitig mit übernommen, aber gleichzeitig mein Privatkundengebiet auch noch weiterhin betreut. Also da bin ich dann wirklich doppelgleisig gefahren über ein gutes Jahr hinweg. Hatte in der Woche bestimmt 15 Termine.

Philipp Ernst [00:10:15]:
Morgens beim Firmenkunden, ja, sicherlich auch mal einer mit 5 bis 10 Millionen Jahresumsatz. Abends dann beim Azubi, Privatkunden, der gerade die Ausbildung begonnen hat. Da war es dann schon schwierig, diesen Switch auch immer wieder. Und das habe ich dann auch festgestellt nach einem Dreivierteljahr in Rücksprache mit meinem Chef, wo ich sage: Okay, Es funktioniert nicht mehr auf Dauer. Das musste ich mir dann auch eingestehen. Ich möchte dann komplett in die Firmenkundenbetreuung. Und so ist es dann ja 2023 gewesen, dass ich dann komplett in der Firmenkundenbetreuung war, in zwei verschiedenen Banken. Aber ja, ich glaube, es waren so 7, 8 Bankberater, die ich dann insgesamt betreut habe und natürlich deren Kunden.

Maximilian Schroll [00:10:57]:
Und 2026 kam dann der nächste große Schritt. Was ist da passiert?

Philipp Ernst [00:11:01]:
Genau, ich muss noch dazu sagen, dazwischen gab es noch mal ein Zwischenschritt für mich, jetzt keinen offiziellen, aber ich habe das Orientierungs-Assessment-Center intern gemacht, weil ich war mir bis dahin nicht im Klaren: Will ich eine Karriere im Konzern anstreben oder will ich im Vertrieb bleiben? Und das ist so die Entscheidung, die man treffen muss. Dann habe ich dieses Orientierungs-Assessment-Center gemacht. Muss ich einfach dazu sagen: klare Empfehlung für alle, die sich Gedanken machen, auch an die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt sicherlich zuhören werden. Probiert es, macht auf euch aufmerksam, macht mal dieses Assessment Center. Und da war dann auch für mich das Ergebnis, oder dass ich die Empfehlung hätte, auch Führungskraft im Konzern zu machen. Da war ich dann noch in einem Nachwuchsförderkreis über 2 Jahre und musste dann aber für mich die Entscheidung treffen: Okay, will ich Vertrieb, will ich Kundenkontakt oder will ich Führungskraft sein? Und war für mich klar, eine Zwischenentscheidung gibt es in meinem Angestelltenverhältnis nicht. Ja, und dann kam Marco irgendwann, ich sage jetzt mal im Jahr 2025, auf mich zu. Er war abends bei uns zu Hause, bei mir und meiner Frau.

Philipp Ernst [00:12:14]:
Ich weiß gar nicht, wie er sich angekündigt hat. Er kommt einfach mal vorbei, wie er halt so ist. Habe mir nichts dabei gedacht. Und dann hat er gesagt: Ja, du, es entwickelt sich gerade entsprechend in der Agentur schneller als gedacht. Und er braucht da Unterstützung oder er kann sich mich da total gut vorstellen. Vor allem nur mich in Anführungsstrichen erst mal, sowohl im Bereich Kundenbetreuung, Firmenkundenbetreuung, aber als auch Unterstützung in der Geschäftsführung. Genau. Und dann ist für mich so, ja, ich habe bis zu dem Moment natürlich schon immer mal drüber nachgedacht oder so.

Philipp Ernst [00:12:52]:
Wir haben auch immer mal lose gequatscht, aber das war nie wirklich ein Thema, wo man sagt, man spricht jetzt ernsthaft oder macht sich ernsthaft drüber Gedanken. Und dann war für mich so der Moment, okay, das wäre ja die Lösung, um auch zu sagen, ich habe Kundenkontakt und Führungsverantwortung. Weil ich muss ehrlich dazu sagen, der Kundenkontakt, das ist das, was mich antreibt. Das macht mir Spaß, das ist interessant, jeden Tag mit einem anderen Kunden, von den Kunden zu lernen, und das möchte ich nicht einfach aufgeben.

Maximilian Schroll [00:13:19]:
Sehr, sehr cool. Ich weiß nur, dass Marco und ich uns das erste Mal darüber unterhalten haben, über die über die Idee damals noch, und als es dann überraschend schnell auch ging, sage ich mal, dass ihr euch dazu unterhalten habt und dass ihr dann auch da gemeinsam eine Entscheidung gefunden habt. Und jetzt kenne ich das natürlich schon so ein bisschen aus Marcos Perspektive. Wie war es denn für dich? Wie kam denn diese Entscheidung zustande? Also ich meine, ihr habt vorher schon mal so ein paar Mal lose drüber gesprochen, aber wie du sagst, so richtig konkret ist es erst dann geworden an dem Tag, wo Marco euch besucht hat. Deswegen, was Was ist ab dem Tag bei dir passiert?

Philipp Ernst [00:13:55]:
Ja, also ich, es ist ganz komisch, eine ganz komische Gefühlslage. Zum einen ist die Entscheidung total einfach, aber zum anderen auch total schwer. Und wenn ich diese Sache erzähle, da lachen immer viele und sagen: Hey, wie meinst du das? Ja, man muss einfach dazu sagen, ich war in meinem Job total glücklich. Super, super Verhältnis zu den Kunden, zu den Bankkollegen. Zu den anderen R&V-Kolleginnen und Kollegen. Klar, man hat wenig Berührungspunkte, weil jeder ist so ein Stück weit sein Einzelkämpfer. Klar, die eine oder andere Bezugsperson, auch Assistenz. Aber es war nicht so, dass ich irgendwie eine Veränderung hätte herbeigesehnt.

Philipp Ernst [00:14:35]:
Und dann war aber wirklich so das Thema: Okay, Stuttgart bzw. Waiblingen, erstmal die Entfernungen sind von mir aus Ich glaube, so 110 Kilometer, anderthalb Stunden muss man einfach planen. Im Vergleich zu jetzt teilweise. Ich bin mit dem E-Scooter zu Kunden gefahren, ich konnte zu den Kunden laufen, konnte in die Bank laufen, also war immer vor Ort, hatte abends Termine mit Fußball, mit Freunden. Das war eigentlich gar kein Problem, weil ich total flexibel auch von der Zeiteinteilung war. Und wo wir dann, ja, Marco hat es ganz clever gemacht mit meiner Frau. Franzi war ja auch dabei, als er es angesprochen hatte. Und das war im Nachhinein ganz gut, weil das ist natürlich eine Entscheidung, die muss man auch gemeinsam treffen.

Philipp Ernst [00:15:15]:
Die Entscheidung treffe nicht nur ich alleine. Natürlich ist es mein Leben erst mal, meine Karriere, ein Stück weit mein Job. Nichtsdestotrotz sind es in dem Fall Franzi und ich, die die Entscheidung auf jeden Fall betrifft und restliche Familie auch und Freunde. Aber er hat sie da auch gleich mitgenommen, hat sie abgeholt. Und dann war das für mich auch schon so, dass sie schon von Anfang an so war. Mega begeistert, totale Ehre auch. Und so ging es mir ja auch. Und das hat das Ganze dann doch wieder relativ einfach gemacht.

Philipp Ernst [00:15:44]:
Und klar, ich muss auch dazu sagen, hätte Franzi da irgendwo Bammel gehabt, einen Vetor eingelegt, wäre es auf jeden Fall sicherlich schwieriger, die Entscheidung, wenn nicht sogar eine negative Entscheidung geworden. Aber das war nicht so. Franzi unterstützt mich da, seit wir uns kennen, schon immer. Also sie hat mich das komplette Studium auch begleitet, mein komplettes Arbeitsleben. Und das ist schon sehr, sehr wichtig auch. Und deswegen haben wir die Entscheidung zusammen getroffen und es war eine einfache Entscheidung dann. Aber wie gesagt, mit diesen Annehmlichkeiten, die man bisher hatte, doch schwierig. Aber ja, die Zukunftsperspektive, auch sich Geschäftsführer nennen zu dürfen, da muss ich einfach sagen, da bin ich auch total stolz drauf.

Philipp Ernst [00:16:23]:
Und ich denke, das darf man auch sein und bin auch glücklich über diese Entscheidung.

Maximilian Schroll [00:16:28]:
Sehr, sehr cool. Und da hast du mir jetzt die perfekte Vorlage gegeben für meine meine nächste Frage. Erst mal an der Stelle schöne Grüße an Franzi unbekannterweise. Aber was macht denn für dich, Philipp, ein gutes Team aus? Wenn du jetzt auch an die Zeit in der Bank zurückdenkst, wenn du jetzt auch ans erste Quartal hier denkst in der neuen Funktion, auch an Fußball natürlich, du bist ja ein leidenschaftlicher Fußballspieler. Was macht für dich ein gutes Team aus?

Philipp Ernst [00:16:50]:
Also ein Team, spaßeshalber hat man ja immer gesagt bei so Klassengruppenarbeiten, Team heißt toll, ein anderer macht's. Und genau das Gegenteil. Es ist eher so für mich ein Team. Der eine springt für den anderen ein, denkt ein Stück weit auch für den anderen vielleicht schon mit, auch wenn es nicht seine Aufgabe ist, gibt gegenseitig Tipps, gibt Raum, sich zu entwickeln, und verzeiht auch Fehler. Und natürlich Vertrauen. Sehr, sehr wichtig. Es hat mich eigentlich über die komplette Zeit meines Arbeitslebens und meines ganzen Lebens schon begleitet. Aber wenn ich im Arbeitsleben beginne mit meinem damaligen Ausbilder, Er hat mir extrem früh schon Kunden anvertraut.

Philipp Ernst [00:17:29]:
Da war ich, keine Ahnung, ein halbes Jahr noch nicht mal im Arbeitsleben und davon ein Vierteljahr im Studium. Ich hatte ja noch nicht wirklich so viel Ahnung. Aber er hat gesagt: Hey, ich vertraue dir da, ich traue dir das zu. Geh mal da zu dem Kunden, mach das mal, bespreche das. Aber du weißt, du kannst dich bei mir melden. Und er hat mir immer den Rücken freigehalten. Es war zwar ein Zweierteam in dem Moment, aber trotzdem. Kann man ja auf eine Gruppe ausspielen.

Philipp Ernst [00:17:52]:
Und dann war es auch genauso mit den Bankmitarbeitern. Das war auch ein Team. Da hat der eine für den anderen mitgedacht, hat Räume geschaffen, Ansprachen. Ich habe ja genauso, wenn ich bei einem Kunden war und festgestellt habe, oh, da ist Bedarf für eine Beratung bei der Bank, da habe ich das ja auch zurückgespielt und im Firmenkundenbereich noch extremer. Und wenn ich jetzt heute Jetzt hier in der Agentur Klenk überlegt das Team, wahnsinnig tolles Team. Also was Marco da zusammengebaut hat, muss man ja schon sagen, die letzten Jahre, wenige Jahre. Und da ist genau dieses Thema: Der eine springt für den anderen ein, man unterstützt sich, man entwickelt sich und man hat auch Spaß bei der Arbeit. Und das ist ganz, ganz wichtig.

Philipp Ernst [00:18:38]:
Der Spaß gehört in dem Team auch dazu. Und das ist auch beim Fußball Braucht man nicht drumherum reden, Max. Ohne Spaß fehlt einfach irgendwas. Und der Spaß bei der Arbeit, beim Fußball, egal bei was man macht, wenn der da ist, dann kommen auch die Ergebnisse von ganz alleine. In den meisten Fällen.

Maximilian Schroll [00:18:58]:
Das glaube ich. Und vorher kleine Insider-Info: Vorher, als wir gerade hier angekommen sind, heute ist nämlich Torben Schletzer auch noch hier vor Ort, haben noch einen guten Tag vor uns und da War gleich das erste oder eins der ersten Themen, dass ein neues Spiel gekauft worden ist für die Switch. Was hat es denn damit auf sich und dem Thema Spaß?

Philipp Ernst [00:19:18]:
Genau, also ich habe den Vorgang natürlich ein bisschen so noch im Hinterkopf, als Marco irgendwann mal, da war noch gar nicht im Gedanken, dass ich überhaupt hier in die Agentur gehe, naja, er hat jetzt fürs Team eine Nintendo Switch gekauft, einfach so als Nice-to-have. Und ich habe mir damals schon gedacht, okay, ich hatte nie eine Nintendo Switch, klar PlayStation und so weiter, Was will er damit? Ja, habe mich da nie wirklich Gedanken gemacht. Als ich dann im Januar angefangen habe, nach den Feiertagen war ich da, dann hieß es gleich in der ersten Mittagspause mit den anderen Kolleginnen und Kollegen: Also wir zocken jetzt eine Runde. Und ich so: Ja, okay, probieren wir mal. Also Mario Kart da noch zu der Zeit, jetzt ja eben das neue Spiel. Und ja, habe ich nie wirklich gedacht, dass das mir irgendwas gibt, da mittags mal eine Viertelstunde, also wirklich, es ist nicht lange, aber es ist immer mal nach dem Essen kurz eine Runde gemeinschaftlich zu zocken. Und ich muss jetzt sagen, im Nachhinein, es ist eine total coole Sache. Also das ist was, das kannte ich vorher nicht.

Philipp Ernst [00:20:20]:
Klar, ich kannte es, aber nie dieses Spielen, das Zocken mit den Arbeitskolleginnen und Kollegen. Aber ich würde es jetzt wirklich missen. Also ich gehe total gern ins Büro. Ich frotzle auch gerne schon mit den Kollegen. Wenn mir einer sagt, der ist im Homeoffice, sage ich: Hast du wieder Schiss, Mario Kart gegen mich zu verlieren? Ehrlicherweise ist es so, dass ich noch derjenige bin, der meistens der Letzte ist. Gut, diese computergesteuerten, die sind dann meistens schon auch größtenteils hinter mir mittlerweile. Aber man lernt da einfach auch und da kann jeder auch abschalten beim Zocken. Also wirklich, da ist eine Stimmung, da ist keine Ahnung, was unsere Nachbarn in der Agentur hier denken, weil ich glaube, manchmal wird es schon sehr, sehr laut.

Philipp Ernst [00:20:57]:
Ich glaube, die denken, wird hier gefeiert oder was ist da? Es macht einfach total Spaß. Also das ist wirklich cool. Und ja, heute Morgen, Marco hat es gesagt, er hat ein neues Spiel gekauft. Ich bin gespannt, wenn die Kollegen nachher da sind und wir das dann mal auspacken und zocken, was uns da dann erwartet.

Maximilian Schroll [00:21:13]:
Ich fand deine Reaktion auch wirklich super. Ich hoffe, das ist okay, wenn ich dich hier schnell loswerde. Mist, jetzt habe ich gerade bei Mario Kart, bin ich viel besser geworden und jetzt kommt ein neues Spiel. Ich muss wieder von null anfangen. Aber ich glaube, genau das, was was du jetzt gerade auch beschrieben hast, und das ist auch das, was wir, was ich hier vorfinde seit 2 Jahren, wo ich ja schon regelmäßig mal hier bin, dass einfach diese, dass das, was gesagt wird, auch zur gelebten Kultur passt. Also das ist nicht nur ein, wir mögen uns hier alle und es ist hier alles heiter Sonnenschein, und in der Realität, wenn man dann ins Unternehmen mal blickt, sieht es komplett anders aus, sondern hier ist es tatsächlich so, das, was was nach außen kommuniziert wird, ist auch das, was im Inneren gelebt wird. Und ich glaube, das merken sowohl die Teammitglieder als auch die Kunden, dass es einfach auf einer menschlichen Ebene bei euch passt und dass eure Kolleginnen und Kollegen hier gerne herkommen zum Arbeiten und dass hier einfach ja eine Stimmung vorherrscht, die man wahrscheinlich so in der Form auch bei einer Versicherungsagentur jetzt gar nicht unbedingt vermuten würde. Und wenn wir jetzt mal noch mal die 3 Monate zurückdrehen, was hast du da für ein Unternehmen vorgefunden? als du angekommen bist?

Philipp Ernst [00:22:23]:
Also natürlich ein sehr, sehr erwachsenes Unternehmen, muss ich dazu sagen, obwohl es ja erst 2, 3 Jahre alt ist. Ich meine, Marco hat ja da im ersten Jahr den Andi Stahl mitbegleitet und hat ja dann die Firma aus der GmbH erst gegründet und dann die Agentur offiziell übernommen. Aber klar, das Team war, ist da alles super, super Stimmung. Die Prozesse sind weitestgehend da, also wirklich sehr, sehr erwachsenes Erwachsen vorgefunden, erwachsenes Unternehmen. Nichtsdestotrotz sind mir doch immer mal so Kleinigkeiten aufgefallen, gerade wenn es darum geht, ja, noch so ein bisschen Fachwissen an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen reinzubringen. Ich meine, ich habe halt 12 Jahre rnv-Erfahrung mitgebracht und war da sehr, sehr breit aufgestellt und werde auch heute noch tatsächlich von Kolleginnen und Kollegen aus meiner alten Funktion immer mal angerufen oder angeschrieben: Hey, wie Wie ist denn das oder wie sieht denn das aus? Weil ich mir da einfach schon Wissen aufgebaut habe. Und mein Standard oder mein Anspruch ist auch immer, dieses Wissen weiterzugeben, wo ich auch festgestellt habe: Okay, vieles ist schon da. Aber klar, wenn jemand ein Jahr in der Funktion erst ist, da kann ich auch noch ein bisschen mitentwickeln.

Philipp Ernst [00:23:37]:
Und das ist dann auch meine Aufgabe, da entsprechend die Entwicklung zu begleiten und dann noch ein bisschen was mitzubringen. Nichtsdestotrotz. Total, total ausgeglichenes Team. Wie gesagt, super Stimmung und auch von der Arbeitsweise super eingestimmt.

Maximilian Schroll [00:23:55]:
Und alle, die jetzt die Folge mit Marco oder die Folgen mit Marco noch nicht gehört haben, die noch gerne ein bisschen Insider-Infos haben wollen, wie sahen denn diese 2 Jahre aus, über die Philipp und ich jetzt hier schon mal gesprochen haben, die können in den Shownotes jetzt gerne mal nachschauen, weil da haben wir alle Folgen verlinkt. Hört euch die gerne nach dieser Folge an. Aber Philipp, jetzt würde mich noch interessieren, die ersten 3 Monate, was ist passiert, seit du hier bist?

Philipp Ernst [00:24:21]:
Gute Frage, Max.

Maximilian Schroll [00:24:23]:
Wie wird man als Geschäftsführer in der Agentur eingearbeitet, vor allem in der Agentur, die prozessseitig schon so stark ist, die es geschafft hat, innerhalb dieser 2 Jahre zur Nummer 1 Versicherungsagentur in Deutschland zu werden, auch ausgezeichnet zu werden dafür? Wie sahen jetzt die ersten 3 Monate für dich, dein Onboarding quasi, aus?

Philipp Ernst [00:24:40]:
Genau, also mein Onboarding war tatsächlich am 2. Januar, war ja noch in der Urlaubszeit, sage ich mal. Marco war bei mir zu Hause. Wir haben ein paar Themen durchgesprochen und danach waren wir dann noch nachmittags in der Therme, haben uns da noch ein bisschen ausgetauscht, ein paar strategische Dinge, den Abend noch ausklingen lassen, sage ich einfach mal. Also das war das Onboarding, blöd gesagt. Nein, Spaß beiseite. Fachwissen und so weiter habe ich ja nichts gebraucht. Das weiß ich alles, da kenne ich mich aus.

Philipp Ernst [00:25:09]:
Die Technik, die hatte ich vorher schon. Ich musste zwar meinen Laptop tauschen, neue Zugangsdaten bekommen, aber da war jetzt nichts Neues. Aber die Prozesse, die Ablagesysteme, ja, das dauert einfach seine Zeit. Und gleichzeitig habe ich schon ab dem ersten Tag Kundenverantwortung mit übernommen. Also das heißt, ich habe ja nach dem 2. Januar, dann ab dem 4. Januar schon Kundenkontakt gehabt. Ich habe mit Kunden telefoniert, schon Kunden direkt übernommen, Neukunden schon direkt betreut.

Philipp Ernst [00:25:38]:
Weil klar, es gibt keinen Sinn, wenn sich ein Kunde meldet, Neukunde vor allem, dann zu sagen: Ja, das macht jetzt Marco und in 2 Wochen übernehme ich das Ganze, sondern gleich mit übernommen. Das heißt ja, ich habe da insoweit, kann man sagen, ich wurde ins kalte Wasser auch ein Stück weit geworfen. Aber das ist auch, glaube ich, das, was ich brauche. Das war schon immer so, das war bei mir im Studium auch so. So lerne ich am besten. Und natürlich Marco auch, da vielen Dank an ihn. Hat ja ein enormes Vertrauen auch in mich. Macht die ganze Entscheidung, wie er die getroffen hat, dass er mich als Geschäftsführer mit dazu genommen hat, ist für mich einfach sehr, sehr dankbar, dass ich Marco gegenüber sein darf.

Philipp Ernst [00:26:21]:
Und das Vertrauen, das versuche ich natürlich auch zurückzugeben. Und dementsprechend habe ich mich da auch reingekämpft und habe da auch die eine oder andere Nachtschicht eingelegt. War schon immer mein Arbeitsalltag, sage ich mal, gehört schon immer ein bisschen im Vertrieb dazu. Ich denke, Diejenigen, die das kennen, die wissen, wovon ich spreche. Und genau so war das Onboarding an sich. Aber das Onboarding ist auch noch nicht rum. Ich lerne jeden Tag neue Sachen, wieder was Neues. Wie tickt der Mensch dahinter? Was gibt es Neues zu erfahren? Wie gehen wir unternehmerische Dinge auch an? Weil klar, vorher, ich bin in die Bank gekommen, habe meinen Job gemacht, E-Mails, sage ich mal, abgearbeitet, Kundenanrufe erledigt, Kunden beraten.

Philipp Ernst [00:27:02]:
Ich konnte heimgehen, hatte keine Dinge im Hintergrund, die ich entscheiden muss, entscheiden durfte. Das sieht jetzt ganz, ganz anders aus. Also es sind wirklich Entscheidungen, die Marco mir auch bewusst mir überlässt, wo er sagt: Hey Philipp, das fällt in dein Aufgabengebiet. Wir haben es ja bei uns so aufgeteilt, das Operative eher ich, das Strategische eher er. Wobei man natürlich auch dazu sagen muss, es ist irgendwo so ein schwimmender Übergang, fließender Übergang. Und so haben wir das Ganze dann auch, dass ich aber auch in den Prozessen mit involviert bin. Und wenn Marco mal im Urlaub sein sollte, ausfallen sollte oder wie auch immer, dass ich auch weiß, was fallen für Arbeitsaufgaben an. Und das ist ein laufender Prozess und das wird sicherlich auch noch dauern, bis ich da komplett drin bin.

Philipp Ernst [00:27:44]:
So viel, so ehrlich muss man auch sein.

Maximilian Schroll [00:27:46]:
Ja, ich glaube, alles andere wäre auch sehr seltsam, wenn man jetzt sagen könnte, nach den 3 Monaten, man ist schon komplett einmal durch mit allem. Aber gibt's schon so was wie einen Alltag? Gibt's schon irgendwie so Fixpunkte in deiner Woche, wo du sagst, die strukturieren dich schon mal so durch, dass dass quasi so was wie ein Alltag schon möglich ist oder vorhanden ist? Oder kommt der jetzt dann noch?

Philipp Ernst [00:28:10]:
Also ich muss sagen, ich hatte nie den klassischen Alltag. Also klar, im Vertrieb, es kam immer irgendwas Unerwartetes. Man hat so gedacht: Oh, heute ist gar nichts zu tun. Dann kamen auf einmal wieder Anrufe. Hier was Interessantes, hier was Interessantes. Gerade mit den Bankmitarbeitenden früher, da war dann immer mal was in den Gesprächen. Und das ist auch das Schöne, dass kein Tag ist wie der andere. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich eine gewisse Struktur und das ist jetzt auf jeden Fall schon so, dass ich mir aufgrund der Fahrtzeit auch eingeplant habe, den Montag und den Freitag Homeoffice einfach zum Abarbeiten für Onlineberatungen.

Philipp Ernst [00:28:46]:
Dann sage ich mal Dienstag, Mittwoch, Donnerstag hier in Weiblingen. Ja, wunderschönes Büro, muss man auch dazu sagen, wo wir ja auch gerade sitzen, vor Ort zu sein, die Kolleginnen und Kollegen mitzubetreuen, Dinge mitzubekommen, Entscheidungen zu treffen, die einfach face-to-face vielleicht noch mal besser verhandelt werden können oder ausgetauscht werden kann. Und das ist so der gewisse Alltag. Aber ich denke tatsächlich, ich arbeite relativ frei, auch gerne mal am Wochenende, gerne mal abends, wie es halt auch passt. Und deswegen gibt es eine gewisse Struktur. Aber ich glaube so, den Standardalltag, den wird es bei mir nicht geben. Hoffe ich zumindest.

Maximilian Schroll [00:29:26]:
Sehr, sehr gut. Ja, ich glaube, das ist auch In dieser neuen Rolle, wie du es vorher auch schon beschrieben hast, so eine Zwangsläufigkeit, es hört halt nicht auf am Abend, wenn man sagt, okay, jetzt alle Mails beantwortet, alle Anruf-To-dos abgehakt und mit den Kollegen, mit denen ich sprechen wollte, vielleicht gesprochen, sondern du denkst jetzt natürlich oder bist anders involviert, du hast andere Verantwortung, andere Aufgaben und da sind wir auch schon beim Thema Verantwortung, Führung. Du bist ja jetzt auch Führungskraft. Wie ist denn Wie hat sich denn das jetzt in diesen 3 Monaten für dich entwickelt? Wie blickst du denn da auf diese Aufgabe und auch auf deine Rolle als Geschäftsführer allgemein? Wie verstehst du die Aufgaben und die Verantwortungen von einem guten Geschäftsführer?

Philipp Ernst [00:30:10]:
Also meine Aufgabe als Führungskraft, als Geschäftsführer, sehe ich darin, Rahmenbedingungen zu schaffen oder einen Rahmen zu stricken, Dass sich die Menschen um mich herum entwickeln können. Dass sie wirklich die Freiheiten haben zu sagen: Okay, ich entwickle mich in diese Richtung, ich entwickle mich in diese. Und dass sie sich entfalten können, dass sie sich trauen, sich zu entfalten, dass sie keine Angst haben müssen: Oh, jetzt wenn ich das mache, da gibt es vielleicht Ärger, weil da kann was schiefgehen. Fehler sind da, um gemacht zu werden. Ist einfach so. Schon immer mein Ansatz. Und das ist auch gar nicht schlimm. Wichtig ist es nur, aus Fehlern zu lernen.

Philipp Ernst [00:30:46]:
Noch besser: Man lernt von Fehlern anderer. Das ist die beste Variante. Nichtsdestotrotz gehören Fehler einfach dazu und das sind auch meine Aufgaben. Wenn mal was schiefläuft, das dann auch entsprechend zu klären. Geht es in das Thema mit dem Kunden oder geht es vielleicht in konzernmäßig? Gibt es irgendwas zu tun? Aber dann auch, wie gesagt, die Entwicklung und die Führung, dass wir da, ja, der Weg ist klar, immer nach vorne, aber nach rechts und links wird man immer mal ein paar Meter von der Straße abweichen, ganz klar. Und dies aber trotzdem dann im Gesamten wieder einzufangen, dass wir uns da alle auf einer Ebene bewegen und da alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Maximilian Schroll [00:31:25]:
Was denkst du mit den Erfahrungswerten, die du jetzt auch aus deinen anderen Stationen mitbringst? Was können andere Agenturen, aber nicht nur Agenturen, sondern vor allem auch natürlich die anderen Vertriebswege und vor allem die Führungskräfte denn davon lernen, wie hier Führung gelebt wird?

Philipp Ernst [00:31:43]:
Ja, also man muss ja dazu sagen, vor, keine Ahnung, 6 Jahren, als Corona kam, ging ja das Ganze mit dem Homeoffice los. Und egal bei den großen Industrieunternehmen, man hört ja jetzt schon wieder: Ja, Homeoffice zurück, zurück ins Büro. Projekte scheitern. Projekte werden nicht zu Ende gemacht, weil der Austausch fehlt. Sicherlich ein Thema. Also Präsenz finde ich auch ganz, ganz wichtig, einfach dass man sich sieht. Weil Nintendo Switch zocken, wenn jeder zu Hause ist, ist irgendwie schwierig. Das funktioniert bestimmt, aber besser ist es doch, wenn wir gemeinsam im Büro sind.

Philipp Ernst [00:32:16]:
Nee, Spaß beiseite. Kontrolle. Das ist so ein Thema, wo ich sehr, sehr entscheidend finde, man muss die Verantwortung auch in die Hände des Mitarbeitenden legen. Wirklich zu sagen: Hey, du bist verantwortlich für deine Arbeit. Das ist im Vertrieb natürlich ein Stück weit auch einfacher, weil wir haben Zahlen, die wir messen können, Abschlüsse, provisionsabhängige Vergütung natürlich. Nichtsdestotrotz ständige Kontrolle und ständig zu sagen: Wo ist der denn? Was macht er denn? Wie sieht es denn aus? Ist kein guter Ansatz für mich. Kann natürlich bei dem einen oder anderen funktionieren. Ja, jedem das Seine.

Philipp Ernst [00:32:53]:
Aber ich würde eher sagen: Entwicklung geben, Rahmenbedingungen und wirklich auch machen lassen und zutrauen. Und das ist meine Empfehlung, was ich jetzt auch in den letzten Jahren so ein Stück weit sammeln durfte. Gut, Führungskräfte. Ich hatte in meiner Station im Bankenvertrieb immer den gleichen direkten Chef, dann aber noch, ich sage mal, der Chefchef. Auch eine total tolle, also beide total tolle Führungspersönlichkeiten. Da habe ich mir auch viel abschauen dürfen und versuche natürlich, das Beste aus beiden irgendwie zu kombinieren. Aber das ist, glaube ich, genau der Ansatz, von dem ich gerade gesprochen habe, würde ich zu sagen, sich entwickeln zu lassen, auch die Verantwortung in die Hände der Mitarbeitenden und auch als Mitarbeiter natürlich auch zu sagen: Ich möchte gefördert werden, aber ich muss auch fordern. Ich muss Themen ansprechen.

Philipp Ernst [00:33:43]:
Ganz, ganz wichtig, offen zu sein. Und das ist aus beidseitigem Interesse immer Themen, die einen irgendwo stören, anzusprechen, mal kurz zur Seite zu nehmen. Und dann kann man aus meiner Sicht alles klären. Finde ich richtig gut.

Maximilian Schroll [00:33:56]:
Ich fasse es mal in meinen eigenen Worten noch mal ganz, ganz, ganz vereinfacht zusammen. Du kannst dann gerne sagen, ob es komplett falsch ist oder ob das so schon einigermaßen passt. Rücken frei halten auf der einen Seite, auf der anderen Seite schützend vor jemanden stellen, wenn es notwendig ist, und in diesem Zwischenraum dafür sorgen, dass die Person ganz klar versteht, was die Erwartung an diese Freiheit ist, die man gibt durch das Rücken frei halten, und das Vertrauen, das man herstellt, indem man sagt, ich stelle mich aber auch schützend vor dich, wenn irgendwo mal kundenseitig was schiefgehen sollte, was auch immer, weil du hast es richtig gesagt, gesagt, Fehler sind halt da, um gemacht zu werden und die passieren. Wo gehobelt wird, fallen Späne, wenn ich hier mal noch eine Phrase mit reinhauen darf. Weil am Ende wäre es glaube ich komplett utopisch und unrealistisch zu denken, dass immer alles glatt läuft. Und auf der anderen Seite ist es ja dann auch genau der Spannungspunkt, wo man als Führungskraft dann auch unter Beweis stellen kann: Ich sage das nicht nur, sondern ich meine das auch. Ich lebe das auch so. Hat das das einigermaßen getroffen?

Philipp Ernst [00:34:58]:
Nicht nur einigermaßen, ich würde sagen 100%, also genau diese Themen. Genau, du darfst jubeln, lieber Max. Nee, es ist einfach so, kann ich nur zustimmen. Ist der Ansatz, er wird nicht immer funktionieren, nicht immer zu 100%, ganz klar. Aber mein Ansatz ist so zu führen.

Maximilian Schroll [00:35:15]:
Und genau, es ist ja wirklich dieser Kulturwandel, der glaube ich jetzt gerade in dem Gespräch mit dir auch wieder sehr deutlich wird. Hört, was es für eine Veränderung einfach auch im Versicherungsvertrieb an der Art, miteinander zu arbeiten, mit den Kunden zu arbeiten, Anspruch an die eigene Arbeit dem Kunden gegenüber etc. Aber dann das eben auch auf eine Art und Weise miteinander zu kultivieren, dass man das nicht mit Angst, Druck oder was auch immer versucht zu steuern, sondern eben genau mit diesem Modell, wie wir es jetzt gerade beschrieben hatten, ist glaube ich was, was für viele erstmal schon super klingt, aber in der Realität bei ganz vielen halt noch total weit weg ist. Wenn wir uns jetzt mal in die Situation von denen reinversetzen, was für Denkanstöße, vielleicht einen Denkanstoß oder so, der dir spontan einfällt, würdest du, oder eine Frage, die man sich vielleicht stellen sollte, wenn man jetzt als ein etablierter Agenturist, als eine etablierte Führungskraft, egal ob Konzern oder Agentur, arbeitet. Was für eine Frage sollten die sich stellen? Welchen Denkanstoß würdest du denen mitgeben, damit man genau dieses Thema der Kultur für sich vielleicht mal anders betrachten kann?

Philipp Ernst [00:36:27]:
Ja, sich aus meiner Sicht einfach mal, ist leicht gesagt, ich weiß, aber in die Lage des Mitarbeitenden zu versetzen, sich die Frage zu stellen: Würde es mir hier Spaß machen zu arbeiten? Habe ich die Rahmenbedingungen, um erfolgreich zu sein? Und wir sind im Vertrieb. Im Versicherungsbereich, das ist nun mal so, da geht es auch ein Stück weit darum, erfolgreich zu sein, um Geld zu verdienen. Und mache ich als Führungskraft alles, damit mein Mitarbeiter die Chance hat, ein gutes Gehalt zu erzielen, einen guten Verdienst zu erzielen? Und wenn ich mir die Frage beantworten kann, wenn die dann ja ist, dann ist das erst mal gut. Dann hoffentlich ist es so. Wenn die Antwort Nein ist, dann wirklich: Was muss ich denn ändern? Marco hat es, meine ich, auch bei dir schon in meinem Podcast gesagt. Er betreut ja schon seit Jahren keine Privatkunden mehr. Also er sagt wirklich strikte Trennung. Firmenkunden er oder ich in dem Fall, Privatkunden von uns beiden Außendienstlern bzw.

Philipp Ernst [00:37:27]:
vom Assistenzteam. Und aber nicht zu sagen: Na ja, der Privatkunde, der ist interessant, der ist, da könnte Potenzial bestehen, den mache ich doch jetzt mal als Führungskraft trotzdem, weil das wäre eine gute Verdienstmöglichkeit. Nein, wirklich den Mitarbeitenden die Chance auch zu geben, die wirklich guten Kunden auch in Anführungsstrichen, wo Potenziale da sind, auch die betreuen zu lassen, dass die Rahmenbedingungen einfach geschaffen sind. Und die Frage muss man sich auch wirklich erst mal stellen: Tue ich alles, damit es so ist, oder hätte ich Spaß bei der Arbeit? Weil, hatte ich vorhin schon gesagt, Spaß gehört einfach dazu. Und es kann so schön sein, wie es ist, wenn es keinen Spaß macht. Bringt alles nichts.

Maximilian Schroll [00:38:08]:
Das ist genauso, Philipp, und ich finde es wirklich, sind genau die richtigen Denkanstöße, weil diese, dieses Weg vom eigenen, von der Eigennutzenmaximierung, in der kurzfristigen Eigenmaximierung hin, Maximierung hin. So, Tommi, jetzt darfst du auf alle Fälle mal was schneiden. Ich fange noch mal neu an. Philipp, ich glaube, das waren genau die richtigen Denkanstöße. Ich glaube, weg von der Eigennutzendenke, um den Eigennutzen für sich irgendwie zu maximieren, hin zu einer: Wer sind eigentlich meine Stakeholder und wie wichtig sind die? Was haben die für Aufgaben? Was haben die für eine Relevanz? Und so weiter und so fort. Wirklich zu verstehen, auf wen ist mein Erfolg denn eigentlich angewiesen? Weil da werden die allermeisten, die sich diese Fragen, die du jetzt aufgeworfen hast, ernsthaft stellen, auch drauf kommen, ja, eine One-Man-Show ist es in den allerseltensten Fällen, sondern ich habe meine Produktpartner, ich habe eine Leistungsabteilung bei einer AO etc. pp., da überall meine Ansprechpartner, und wenn ich ein Team habe, dann habe ich eben auch Leute, die sehr aktiv zu diesem Erfolg beitragen, und ich glaube, das sich klarzumachen, dass es eben nicht mehr nur dieser Blick auf, ich bin Inhaber, der Shareholder sozusagen, und Mein Nutzen muss maximiert werden, dass das nicht mehr zeitgemäß und vor allem nicht zukunftsfähig ist. Das sehen wir, glaube ich, überall, wenn man so in die Welt blickt und sieht, was da so diese Denke auch für Konsequenzen mit sich bringt.

Maximilian Schroll [00:39:40]:
Und dann sieht man eben am Beispiel von euch halt hervorragend, wie es funktioniert, wenn man das nicht tut, sondern wenn man sich überlegt, wer ist hier part of the game und was erwarte ich von jedem Einzelnen? Was kann aber auch jeder Einzelne, jede Einzelne von mir von mir erwarten. Ich glaube, dieses Go-Giver-Prinzip hat man ja auch im Podcast vs. Buch ja auch gelesen.

Philipp Ernst [00:39:58]:
Genau, war mal, war mein Geschenk, also von Marco an mich, so wie an jeden Mitarbeitenden, der neu dazu kommt.

Maximilian Schroll [00:40:05]:
Auch da noch mal absolute Leseempfehlung, ist glaube ich für jeden gut, das auch mal einfach als Perspektivwechsel so anzunehmen. Und für mich jetzt schon sehr klar geworden, wie sahen die, wie sah dein Weg in der Branche aus, wie sah dein Weg jetzt auch in der Agentur aus? Und jetzt sind wir quasi im Heute angekommen und jetzt möchte ich mit dir den Blick aber noch so ein bisschen in die Zukunft richten. Und Philipp, mich interessiert total, was sind denn deine persönlichen Ziele und was sind die Ziele für die Agentur aus deiner Sicht?

Philipp Ernst [00:40:32]:
Also für mich, ich fange mal persönlich an, natürlich, dass ich mich weiterentwickle, dass ich diese Frage, würde ich bei mir zu arbeiten im Team, hätte ich da Lust drauf, würde das Spaß machen, immer mit Ja beantworten kann. Dass ich immer mich regelmäßig einen Abgleich mache: Ist es noch so, dass ich die Frage mit Ja beantworten kann? Also dass ich das nicht vergesse. Nicht vergesse: Wo komme ich her? Sondern wirklich zu sagen: Okay, es passt im Team, es funktioniert, es macht allen Spaß, die Rahmenbedingungen sind geschaffen. Und ich sage mal, wenn das klar ist und das Team entsprechend erfolgreich ist und wir hier weiterhin so toll zusammenarbeiten, dann ist es schon mein persönliches Ziel. Weil dann kommen alle Sachen, die Marco und ich in den Köpfen haben, Die kommen dann auch so, wie sie kommen werden. Da bin ich auch fester Überzeugung davon. Go-Giver, man gibt irgendwo was und es kommt nicht gleich zurück, aber irgendwann kommt es wieder zurück. Und deswegen sind diese persönlichen Ziele erst mal hinten angestellt aus meiner Sicht.

Philipp Ernst [00:41:33]:
Aber die kommen dann von alleine. Und für die Agentur weiterhin so ein tolles Team. Wir wurden, da war ich tatsächlich noch nicht dabei, das wurmt mich ein bisschen, letztes Jahr ausgezeichnet zur besten Versicherungsagentur Deutschlands unter keine Ahnung wie viel Agenturen, wie viel Gibt's in Deutschland?

Maximilian Schroll [00:41:50]:
Es gibt AO-Vermittler. Wie viele Agenturen es genau sind, weiß ich gar nicht. Ich glaube, so 100 müssten es ungefähr sein, bisschen mehr wahrscheinlich. Verändert sich ja auch gerade relativ schnell jedes Jahr, aber das liefern wir nach. Domi, das im Zweifelsfall rausschneiden, wenn es nicht stimmt.

Philipp Ernst [00:42:08]:
Das muss man nachholen. Also unter sehr, sehr vielen Agenturen auf jeden Fall. Und ja, wir wurden ausgezeichnet. Ich kann die den Titel auch ein Stück weit tragen. Ja, aber ich war da noch nicht wirklich mit oder Teil des Teams. Und das ist natürlich auch ein Thema für die Agentur und Ziel aus meiner Sicht für die Agentur, dass wir diesen Titel verteidigen oder wieder mal holen. Und genau, und dann geht es für mich nicht um irgendwelche Zahlen, um harte Fakten, sondern einfach einen Nutzen zu stiften für den Kunden, für die Kunden. Für die Kunden auch da zu sein, ein strategischer Partner zu sein, also nicht einfach zu sagen: Ja, wir machen das jetzt und die Sache ist erledigt, sondern einfach auch ein Sparringspartner, ein Netzwerkpartner.

Philipp Ernst [00:42:50]:
Weil auch das ist ein Ansatz in unserer Kundenbetreuung. Wir haben nicht für alles eine Lösung. Es gibt einfach Themen, da ist man bei einem anderen Spezialist besser aufgehoben. Wenn wir das erkennen, dann sprechen wir das auch offen und ehrlich an und versuchen eine Lösung zu bieten, vielleicht einen unserer Netzwerkpartner mit zu installieren. Und dann kommt sehr, sehr viel über die Zeit und deswegen gibt es keine Zahlen oder so, die mir im Kopf vorschwirren, sondern einfach weiter so, nicht stehen bleiben, weiterhin entwickeln, klar, aber trotzdem ein tolles Team zu sein und dann kommt alles, wie man es sich vorstellt und wünscht.

Maximilian Schroll [00:43:26]:
Und in dem Kontext ist es vielleicht auch wichtig, darüber nachzudenken, wie sieht denn der Agenturvertrieb Vertrieb oder wie entwickelt sich der denn ganz grundsätzlich? Was sind da so deine Hot-Takes dazu, wenn man jetzt so auf die nächsten 5 bis vielleicht 10 Jahre blickt?

Philipp Ernst [00:43:40]:
Ja, ich muss ja dazu sagen, ich war ja im Bankenvertrieb. Das heißt, ich habe immer nur so ein bisschen auf den Agenturvertrieb geschielt. Und interessanterweise hatte ich immer so den Gedanken, ich würde nie in eine Agentur gehen, nie als Angestellter in der Agentur. Keine Ahnung, wo der Gedanke herkam. Muss ich jetzt, sorry an alle, muss ich jetzt revidieren. Es war eine gute Entscheidung, es war eine tolle Entscheidung, es war die richtige Entscheidung. Ja, wie sich der Agenturvertrieb entwickelt. Ich meine, wir haben den demografischen Wandel wie in jeder Branche.

Philipp Ernst [00:44:10]:
Das heißt, wir haben ein gewisses Vermittlersterben, wenn wir es mal so ausdrücken dürfen. Das heißt, es werden Bestände frei und es gibt aus meiner Sicht noch diese vielen Ein-Mann-Agenturen, nenne ich es jetzt einfach mal. Klar, im Hintergrund irgendwo eine Bürokraft noch, die so ein bisschen was abarbeitet. Aber ich glaube, die werden es zukünftig echt schwierig haben. Gerade diese Prozesse, diese digitalen Vernetzungen, KI zukünftig wird auch wirklich nicht mehr wegzudenken sein und geht nicht mehr ohne. Aber ich bin der Meinung, für eine Ein-Mann-Agentur wird es wirklich schwierig, diese Prozesse entsprechend zu implementieren. Und daher glaube ich auch, dass es größere Einheiten werden, so wie wir es jetzt vielleicht auch schon sind bzw. vielleicht noch größer.

Philipp Ernst [00:44:58]:
Spezialisiert auf gewisse Bereiche bzw. für manche Bereiche auch einen gewissen Spezialisten, dass man sagt: Okay, man hat jemand für die Firmenkundenbetreuung spezialisiert, für die Privatkundenbetreuung. Das ist schon mein Ansatz, weil ich denke, auch die Kunden, die Ansprüche werden sein: schnelle Reaktion, digitale Zugangswege und eine Verlässlichkeit. Und da kann es aus meiner Sicht in der heutigen Zeit nicht mehr sein. Und es gibt es leider immer noch, Dass man ja irgendwo eine Anfrage stellt und dann 3 Wochen später vielleicht eine Antwort bekommt. Ja, sorry, bin jetzt erst dazu gekommen. So und so, weil es ist so viel zu tun. Ja, wenn so viel zu tun ist, dann brauchst du Unterstützung.

Philipp Ernst [00:45:41]:
Dann musst du wachsen. Dann hast du eigentlich einen zu großen Kundenbestand für das, was du an Personaldecke hast. Und das ist einfach ein Signal dafür, dass man auch bereit sein muss, als Agentur zu investieren in Personal. In Weiterbildung, in Ausbildung, und dann wird es auch funktionieren. Und ich bin mir auch sicher, dass es funktionieren wird. Aber jeder muss bereit sein, sich zu entwickeln und auch auf die Kunden zu hören.

Maximilian Schroll [00:46:06]:
Und die Thematik mit Personal, jetzt ist es ja, wie du sagst, gar nicht so einfach, auch als Agentur eigentlich Mitarbeitende zu finden. Jetzt verändern sich diese Berufsbilder, jetzt sorgt der demografische Wandel dazu, dass man noch höhere Ansprüche auf der einen Seite vielleicht bei den jüngeren Leuten hat, die auch immer älter werden. Das heißt, du hast da eine größere Gruppe, die zum Beispiel sagt, Instant Feedback wäre mir wichtig. Und Instant bedeutet halt im Idealfall in unter 8 Stunden auf jeden Fall, damit ich am selben Arbeitstag definitiv noch eine Rückmeldung bekomme. Aber was macht es dann mit den Berufsbildern? Also welche Kompetenzen werden wichtiger und wie sehen denn so die Berufsbilder der Zukunft in der Agentur Kultur aus?

Philipp Ernst [00:46:47]:
Ja, also ich denke, das Berufsbild, ich meine, wir haben eine Riesenpalette an Versicherungsberatern, also da, je nachdem wen man fragt, stellt er sich eine andere Person darunter vor. Und ich denke, dass Ausbildung und Weiterbildung, diese Qualifizierung sehr, sehr wichtig sein wird, dass man auch bereit dafür sein muss, sich regelmäßig weiterzubilden und auch Lust drauf hat und nicht zu sagen: Ja, ich habe doch meine Ausbildung vor 30 Jahren gemacht. Das reicht schon. Nein, Kunden entwickeln sich in der Privatkundenbetreuung auch, im Firmenkundenbereich noch mehr. Und ich muss auch die Geschäftsmodelle des Kunden verstehen. Ich muss bereit sein, mich mit dem Geschäftsmodell auseinanderzusetzen und um auch die Risiken zu entdecken. Bestes Beispiel: Ich habe zum Beispiel 2 Kunden in meiner Zeit in der Bank betreut oder 3 mit einer Biogasanlage. Das ist jetzt kein Standardthema.

Philipp Ernst [00:47:38]:
Aber ich muss doch trotzdem, und das darf der Kunde doch auch erwarten, dass ich mich damit auseinandersetze, mich informiere. Was sind Risiken? Was betrifft die Biogasanlage? Was sind denn? Es ist jetzt kein mega interessantes Thema für die meisten, aber ich habe mich dann trotzdem reingefuchst und danach sagt der Kunde zu mir: Woher kennst du dich in dem Bereich eigentlich so aus? Sage ich: Ja gut, habe mich, klar, ChatGPT gehört halt auch dazu, dann mal ein bisschen informieren, mit Leuten reden, die sich in dem Bereich auskennen. Und diese Offenheit dafür gehört einfach dazu, ist aber für jedes Berufsbild aus meiner Sicht relevant. Und dann wirklich auch zu sagen, diese digitale Affinität, sagen: Ich bin bereit für Onlineberatung. Ich muss nicht abends um 19 Uhr beim Kunden sitzen und hinter dem noch am Abendessen, sondern der Kunde sitzt zu Hause, ich sitze zu Hause oder im Büro. Wir machen die Beratung online. Es wird mir auch bei Kunden öfters widergespiegelt: Ah, ihr macht das jetzt auch online? Ja, das gefällt mir, weil Früher kennen wir das noch so, da war dann jemand 2, 3 Stunden vor Ort und dann haben wir das noch und das noch. Es war mal schön, aber trotzdem war auch, es war dann too much.

Philipp Ernst [00:48:42]:
Und das denke ich, da müssen wir uns hin entwickeln, dass wir erkennen, welcher Kunde möchte es so, welcher möchte es so. Und so wird sich das Berufsbild weiterentwickeln müssen. Aber jetzt eine klare Aussage, wohin, sehr, sehr schwierig. Weil ich glaube, man muss einfach offen sein, weil die Kunden sind sehr, sehr vielschichtig und offen für die verschiedenen Kundentypen und bereit sein, sich auf andere Dinge einzulassen. Ich glaube, das ist das Wichtigste.

Maximilian Schroll [00:49:10]:
Das glaube ich auch. Und jetzt seid ihr aber natürlich ja, also ich glaube ich auch, dass man da auch immer nur so Thesen aufstellen kann. Natürlich hat keiner von uns eine Glaskugel, wo man sagen kann, genauso wird es jetzt werden. Auf der anderen Seite ist es ja als Agentur im Exklusivvertrieb auch so, dass man gewissen Vorgaben unterliegt, die halt konzernseitig oder produktseitig zur Verfügung gestellt werden. Deswegen, was glaubst denn du da, wo entwickelt sich der Exklusivvertrieb hin oder wo sollte er sich aus deiner und eurer Perspektive im Idealfall hin entwickeln, damit solche Modelle, solche Erfolgsmodelle wie eures auch für die Produktgeber, für die Versicherungsgesellschaften nicht nur die schönen Einzelfälle bleiben, sondern im Idealfall eben auch in einer viel, viel größeren Fläche auftreten, weil wir eben auch schon gewusst oder vorher gehört haben, demografischer Wandel sorgt dafür, dass es weniger Leute gibt, die die Betreuung darstellen können. Und auf der anderen Seite wird das auch für einen erhöhten Servicebedarf sorgen, weil je mehr Leute in den Ruhestand wechseln, in Anführungszeichen, die haben mehr Zeit, die haben mehr Wehwehchen, die Die beschäftigen sich dann vielleicht mit diesen Themen doch einfach mal intensiver, weil man sagt: Ja, okay, dann vergleiche ich mal, dann suche ich mal dies, das, jenes. Das heißt, man wird tendenziell mit einer älteren Bevölkerung auch vielleicht die eine oder andere Anfrage mehr bekommen. Was sagst du? Wie sollte sich der Exklusivvertrieb aus der Produktgeber-, aus der Versicherungsseite entwickeln, damit solche Modelle, wie ihr sie hier habt und aufgebaut habt und weiterentwickelt, im Idealfall mal der Standard sind und nicht mehr die absolute Ausnahme.

Philipp Ernst [00:50:54]:
Ja, ist mit einem Satz oder mit einem Wort zu sagen: Unternehmertum fördern. Das ist meine klare Botschaft an der Stelle, weil man muss dazu sagen, wir haben jetzt bei uns als Beispiel in der Agentur gewisse Strukturen. Es funktioniert im Backoffice, mit den Außendienstkollegen funktioniert es, in der Geschäftsführung funktioniert es entsprechend. Wir könnten jetzt ohne Probleme weitere Bestände, einen weiteren Standort dazunehmen. Wir können unsere Schablone, unsere Prozesse einfach ausweiten. Klar sitzt dann vielleicht jemand in diesem Standort vor Ort, wie auch immer. Alles sind Möglichkeiten. Nichtsdestotrotz würde ich es wirklich unter Unternehmertum fördern, dass man sagt, okay, die großen, die größeren Einheiten, die wirklich bereit sind, auch also wir als Agentur, wir investieren ja wirklich auch viel Geld in in Ausstattung, in Technik, in Marketing und dass man das auch wirklich honoriert und fördert als Produktgeber und sagt: Okay, wir sind bereit, solche Konstrukte zuzulassen und auch zu fördern und daraufhin zu entwickeln.

Philipp Ernst [00:51:56]:
Und dann hat man auch eine wirklich aus meiner Sicht professionelle Außendarstellung, weil es auch einfacher zu händeln ist als 10 kleine Agenturen. Dann hat man vielleicht lieber 2, 3 große, jetzt im Kleinen gesagt, die man steuern kann, wo man weiß, was für eine Qualität liefern die auch an den Kunden. Weil es ist die Agentur, ist das Aushängeschild vom Unternehmen. Wenn die Agentur Mist baut, kann wie gesagt immer passieren, gehört auch dazu, dann spiegelt sich das auf die Versicherungsgesellschaft zurück, weil der Kunde kündigt ja seinen Vertrag mit der Versicherungsgesellschaft und sagt: Ich möchte dort kein Kunde mehr sein und ist wahrscheinlich für sein restliches Leben dort auch kein Kunde mehr.

Maximilian Schroll [00:52:34]:
Ja, definitiv. Und Gibt es dann natürlich noch die, wie sagt man, fällt das Wort gerade gar nicht ein, negative Mund-zu-Mund-Propaganda quasi. Also sowas spricht sich natürlich auch in der Versicherungswelt oder bei den Kunden, wenn die ein Problem mit einer Versicherung haben, immer sehr, sehr gut rum, weil es passt in die Stereotype. Das sind so ein gemeinsames Feindbild, worüber man sich dann mal kurz 10 Minuten gemeinsam irgendwie auslassen kann. Und es ist natürlich auch ein reales Ärgernis, das im Zweifelsfall wirklich auch für den Kunden ein echt großes Problem bedeuten kann. Deswegen finde ich die Impulse von dir wahnsinnig gut, Philipp. Ich glaube, da sollte jeder auf der Produktgeberseite sehr ernsthaft drüber nachdenken und vielleicht das auch noch mal ein zweites Mal hören, genauso wie die Folgen mit Marco. Da steckt, glaube ich, ganz, ganz, ganz viel Inspiration drin.

Maximilian Schroll [00:53:22]:
Ansonsten kann man euch ja auch kontaktieren über LinkedIn zum Beispiel, ist auch in den Shownotes vernetzt. Also tretet hier auch sehr gerne mit Philipp in Kontakt. Und jetzt mit einem Blick auf die Uhr. Ich bin wirklich stolz auf mich, Philipp. Zum einen muss ich jetzt hier selber loben, dass wir es immer besser schaffen, unter einer Stunde zu bleiben. Ich diszipliniere mich und muss aber echt sagen, es ist wieder wie im Flug vergangen, wie eigentlich jedes Gespräch mit dir und euch. Und für mich bleibt jetzt zum Schluss hin noch die Frage. Du erwartest sie wahrscheinlich schon.

Maximilian Schroll [00:53:52]:
Jetzt kommt die große Glaskugel. 15 Jahre in die Zukunft. Geblickt, im Idealfall, wie sieht die Versicherungsbranche aus?

Philipp Ernst [00:54:02]:
Ja, wir hatten ja schon viele Themen jetzt in unserem Gespräch heute mit dabei. Ich bin der Meinung, es wird weiterhin exklusiv, also AO geben, die Ausschließlichkeit, und den Maklervertrieb entsprechend, und natürlich auch diverse Online-Anbieter. Es wird aber trotzdem weiterhin hybrid sein, also dass sowohl der Kontakt online stattfinden wird, aber als auch offline über die Agenturen, über den Makler, je nachdem. Und ansonsten glaube ich gar keine riesige Veränderung, sondern es wird einfach weniger Personal sein. Dem müssen wir uns einfach bewusst sein. Es wird weniger geben, die den Job ausüben werden, aber mit einer technischen Unterstützung entsprechend effizienter, effektiver machen können. Und an sich, die Branche wird weiterhin elementar sein. Also es ist ein extrem wichtiger Bereich.

Philipp Ernst [00:54:56]:
Ohne Versicherung funktioniert nichts, gar nichts. Ich weiß, Versicherung klingt total uninteressant und jeder schüttelt immer so den Kopf, aber es wird weiterhin nicht so sein, dass es so, also es geht ohne Versicherer nicht. Und den Stellenwert müssen wir uns aber auch weiterhin beibehalten oder erarbeiten, weil der Ruf ist zu schlecht. Ist leider so. Also da habe ich wirklich den Wunsch, Dass man da auch mal sich bewusst wird, was eine Versicherung eigentlich auch leisten kann und leistet, müssen wir Mitarbeiter, aber auch als Kunde natürlich. Und ansonsten denke ich ja in der AO, das Beispiel Unternehmeragenturen sehe ich sicherlich als Modell für die Zukunft und bin auch ziemlich sicher, dass wir in 15 Jahren da mehrere solcher Agenturen haben werden.

Maximilian Schroll [00:55:43]:
Dein Wort. In Gottes Ohr. Ich hoffe, dass es so der Fall sein wird, mein Lieber. Und mir bleibt eigentlich nur noch zu sagen: Vielen, vielen Dank. Es hat mega viel Spaß gemacht, war eine sehr kurzweilige Folge. Ich freue mich jetzt schon drauf, die selber in der Qualitätssicherung anhören zu können. Kann mich nur bedanken, freue mich sehr auf den Tag heute noch. Und die letzten Worte beim Fiturance Podcast gebühren natürlich dem Gast.

Maximilian Schroll [00:56:04]:
So auch dir, Philipp. Vielen, vielen Dank. Hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. The stage is yours.

Philipp Ernst [00:56:09]:
Vielen Dank, lieber Max. Also Hat mir auch total viel Spaß gemacht. War mein erster Podcast. Ich denke, man hat es vielleicht auch das ein oder andere Mal gemerkt. Hat man nicht? Okay, sehr gut. Und wirklich vielen Dank für die Einladung. Schön, dass du heute da bist. Ja, was ich habe schon öfters mal angesprochen oder jetzt gerade auch ganz am Ende: Die Versicherungsbranche, total wichtiger Bereich.

Philipp Ernst [00:56:32]:
Ich bin der Meinung, wir als Mitarbeiter in dieser Branche müssen uns dem bewusst sein, müssen auch schätzen oder sollten schätzen, was für eine coole Branche wir eigentlich haben, in der wir tätig sein dürfen. Gerade im Versicherungsvertrieb. Diese Flexibilität, diese verschiedenen Kundenfälle, die man hat, das, was man lernen kann. Also wirklich, ich bilde mir ja über jedes, jede Firma, kriege ich irgendwo was mit, kann was auffassen. Und dem sollten wir uns einfach bewusst sein, dass wir wirklich eine tolle Branche, tolle Arbeitgeber haben. Also wirklich. Die Gesellschaften, die auf dem Markt unterwegs sind, die Arbeitgeber, die Agenturen, das müssen wir einfach schätzen. Jetzt mal an die Mitarbeiter gesprochen und natürlich mit breiter Brust, weil wir sind wichtig.

Philipp Ernst [00:57:16]:
Und ja, das ist so mein Statement dazu.

Maximilian Schroll [00:57:21]:
Wunderbar.