Poolcast - Inside Mühleye
Lassen Sie sich überraschen von spannenden Geschichten rund um das Schwimmbad und Camping Mühleye mit Gästen aus aller Welt. Jeden Sonntag um 09.00.
Poolcast - Inside Mühleye
Vater und Sohn Roger und Milan Weidensdorfer erklimmen das Matterhorn
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Regelmässig treffen sich der Vater Roger aus der Toskana und sein Sohn Milan, welcher aus Dresden anreist, im Wallis um zusammen die mächtigen 4000-er- Gipfel zu erklimmen.
Nach jeder Tour gehts anschliessend ins Schwimmbad Mühleye zur Entspannung.
Die Beiden verbindet eine wunderbare Vater- und Sohnbeziehung, die sie auch die schwierigsten Situationen am Berg bewältigen lässt.
Die Poolcasterin Lilo trifft die beiden nach einem erfrischenden Bad im Restaurant vom Camping Mühleye zu einem interessanten Gespräch.
The Poolcast with Geschichte and Anecdotes rundownbad and the Camping Mulle Fish. Just Sunday morning a Nini.
SPEAKER_01So we sit here in restaurant from Camping Schwimmbad Mulley. We are Lilo Poolcasterin and we the guests, the Roger and Milan Weidensdorfer. Hello with another, good time. Genau, du bist mir bereits das erste Stichwort. Sprichst du an und ich heute nicht zum ersten Mal im Schwimmbad.
SPEAKER_02Nein, ich bin immer wieder gerne im Wallis zum Bergsteigen. Und das sind ja eigentlich die Berge, der Höhepunkt. Aber da ist man immer noch so angespannt. Die ganz richtige Entspannung kommt dann im Bad für mich als Endbonbon. Wenn ich wieder zurück muss dann in mein normales Leben, gönne ich mir das immer am Ende nochmal hier einfach zu schwimmen und ein bisschen abzumachen auf der Wiese in der Sonne. Und es ist einfach immer sehr friedlich und eine schöne Atmosphäre.
SPEAKER_01Dankeschön. Und das ist die auf der Muskelentspannung. Genau. Dann ist man doch ziemlich angespannt und braucht wirklich jeden Muskel zu kletten. Und dann kann man so richtig entspannen im Wasser rüber. Genau.
SPEAKER_02Und auch immer auf den Wiesen ist auch sehr schön. Und da gibt es auch dieses warme Wasser jetzt, dieses kleine Kinderbecken. Wenn da keine Kinder sind, legen wir uns auch mal rein.
SPEAKER_01Die Weltweit tut ja da auch speziell gut. Woher kommt die zwei?
SPEAKER_02Also ich komme aus der Toskana, bin da Bergbauer. Und mein Sohn.
SPEAKER_03Also ich wohne jetzt mittlerweile in Deutschland, in Dresden und habe da meine Ausbildung gemacht und arbeite jetzt dort. Und hin und wieder treffen wir uns halt in den Bergen.
SPEAKER_02Weil die Berge, das ist so, das lässt nämlich nie los. Das ist eine Liebe fürs Leben, denke ich, wo ich immer wieder so Kraft sammle.
SPEAKER_01Und ich denke, das ist sehr schön aus Team unterwegs zu sein. Du hast daran gesprochen, ihr seid Vater und Sohn. Das schmeißt doch extrem zusammen.
SPEAKER_02Naja, es hat so alle Seiten, ja. Es ist ja in der Familie noch etwas, sagen wir mal, da wird man ja alleingeboren. Da hält man zwar ganz doll zusammen, aber man kann sich ja nicht aussuchen, so viel. Also ich habe dann immer noch auf meinen besten Freund, mit dem ich auch noch Bergstein gehe, schon über 40 Jahre. Und da ist das dann auch eine Verbindung. Aber mit meinen Kindern ist es auch wunderschön. Ich finde es toll, dass die das mit mir machen. Und da sage ich nie nach.
SPEAKER_03Der Vorteil, wenn man mit der Familie unterwegs ist, ist, man kennt die Familie und man ist ein eingeschweißtes Team. Und kann dann besser reagieren, wenn man weiß, wie der andere jetzt was er meint, wenn er meine Aussage sagt. Ah ja, wir können das und das machen, weil ich bin ja mit ihm unterwegs. Als wenn man jetzt mit Kumpels unterwegs ist, wo man manchmal unsicher ist, ob die da jetzt überall beziehen oder ob die es wirklich schaffen und so. Gerade in den Bergen ist ja das Vertrauen besau und hoch.
SPEAKER_01Vertrauen und dann gibt es diesen Zusammenhalt, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, auch wenn es mal schwierig wird in den Bergen. Möchtet ihr ein bisschen erzählen, wo ihr in den letzten Tagen unterwegs wart?
SPEAKER_03Wir haben uns erst am Donnerstag getroffen, hier in Fis und sind dann gleich hochgetrennt.
SPEAKER_02Bis nach Zamat sind wir getrennt, auch mit einer Familie aus Schweizer, sehr freundlich. Und dann Walleser. Und dann hat uns noch ein Bergführer, der war aus Genf, glaube ich. Und der hat uns dann mitgenommen und da haben wir gleich die neuesten Neuigkeiten aus den Bergen gehabt. Und dann sind wir wirklich von Zamat da losgelaufen und sind dann auf das Matterhorn.
SPEAKER_03Freitag waren wir. Von Donnerstag auf Freitag haben wir in Tamat über Nacht. Genau. Und Freitag früh sind wir dann los.
SPEAKER_02Dann hat man ein bisschen Angst, weil das Wetter war so wechselhaft und sollte am Sonnabend dann regnen. Und da sind wir dann tatsächlich am Freitag auf dem Gipfel und abends noch abgestiegen. Und es war auch so, der nächsten Tag, da waren ein paar, die haben es nie geschafft hinter uns. Die haben sie dann nächsten früh noch mit dem Hubschrauber gerettet. Und wir haben es noch geschafft gehabt.
SPEAKER_01Und ich habe das mitbekommen, diese Hubschrauber da.
SPEAKER_03Wir haben noch abends gesehen, wie Lichter runterkamen vom Berg. Und dann haben ja manche in der Horn die Hütte übernachtet. Und die haben wir dann am nächsten Tag im Bahnhof getroffen und die meinten, dass dann bei uns Hubschrauber gesehen und so.
SPEAKER_02Weitere Details müssen wir sagen. Nee, aber wir waren sehr glücklich bei der Schwert. Wir waren glücklich.
SPEAKER_01Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wie ist das mit der Vorbereitung? Da gehört ja nicht nur das Schauen auf die Wetter-App. Gehört ganz sicher dazu. Aber ich habe gestern gesehen, als ihr hier im Schwimmbad wart, ihr hattet große Rucksäcke und schwere Rucksäcke dabei. Was kommt da alles mit auf so einem Tour? Wie bereitet man sich davor?
SPEAKER_02Naja, es kommt immer darauf an, in welchem Stil. Also wir haben jetzt die Rucksäcke auch ein bisschen größer als der normale, weil wir halt unser Essen mitnehmen, einen kleinen Kocher. Und dann hatten wir auch noch einen Schlafsack und Matte für Biwak. Wenn wir jetzt im Notfall draußen schlafen müssen, sind wir da mehr abgesichert. Dadurch sind wir aber wiederum freier, weil wir nicht gebunden sind jetzt an irgendeine Buchung oder an. Wir sind sagen, das Gepäck bindet uns zwar ein bisschen mehr Kraft. Auf der anderen Seite gibt es uns die Freiheit. Das muss man jeder für sich selber abwägen. Für manche wäre es nicht möglich mit so einem großen Rucksack, die müssen dann lieber einen kleinen nehmen.
SPEAKER_01Ja, ich habe gestanden über diese großen Rucksäcke, was da alles drin war. Aber es wäre also für euch möglich, eine Nacht irgendwo in einer Felswand einzuführen. Haben wir schon gemacht. Auch etwas zu kochen, einen kleinen Gaskocher dabei, Schnee zu schmelzen, um daraus Tee zu kochen oder eine Suppe zu kochen.
SPEAKER_02So machen wir das.
SPEAKER_01So macht ihr das. Also das ist wirklich sehr professionell.
SPEAKER_02Ja, wir sind das gewöhnt auch. Das ist auch, muss man leider sagen, die Schweiz ist traumhaft. Aber jetzt für uns, also ich würde nie die Trendrüse, aber ich bin wirklich ein kleiner Bergbauer, der sehr einfach lebt, sehr naturnah und sehr friedlich. Aber ich habe jetzt, also mal als Beispiel, jetzt von Fisp bis nach Zamat, das hätte mich hin und zurück fast 80 Euro gekostet. Das ist ungefähr das gleiche, was ich für die ganze Fahrt bezahle, von der Toskana bis Fisp, habe ich auch 80 hin und zurück. Bezahle ich das gleiche, was ich hier bezahle für eine Strecke von 25 km. Und zum Glück traue ich mir noch das mit dem Trampen und ich habe auch meinen Kocher, aber ich kann mir das nie leisten. Jetzt in der Matterhöhung, das hätte mich 150 Euro eine Nacht gekostet. Also da müsste ich drei Jahre sparen wahrscheinlich. Kann man auch machen.
SPEAKER_01Das war doch schon wie in Malaya mit dem Aklimatisieren, ihr seid ganz langsam nach vorne. Also langsam, ja, vielleicht nicht so langsam, aber mit jedem Meter konntet ihr euch anklimatisieren an die Höhe. Genau. Das ist ja auch immer ein Thema. Und was auch immer ein Thema ist, man hört das immer wieder, ihr habt auch den Helikopter erwähnt, dass die Leute einfach schlecht ausgerüstet unterwegs sind. Ihr beide müsst.
SPEAKER_03Und das schätzen auch.
SPEAKER_01Und das unterschätzen, genau. Die Höhe vor allem auch. Ihr seid schon so lange unterwegs, habt so viel Erfahrung. Wenn jetzt jemand diesen Poolcast hört und denkt, ich möchte auch aufs Motor hören, was gebt ihr dem für einen Tipp mit auf dem Weg?
SPEAKER_02Ich will ja auch nicht jetzt als Konkurrenz zu der ganzen Struktur und auch, ich nutze ja auch jetzt zum Beispiel dieses wunderschöne Schwimmbad und bin da sehr froh. Aber ich denke, ich würde mal sagen, 80% der Menschen bei Matteren gehen mit Bergführern und das würde ich auch empfehlen. Ich würde nicht sagen, mach das einfach so. Man darf das nicht unterschätzen. Ich habe es jetzt zum sechsten Mal gemacht und ich war voll konzentriert, weil der Weg ist wirklich schwer zu finden und es ist wirklich eine extreme Leistung vom Körper. Und das sollte man nicht unterschätzen. Also ich habe nicht mit Matern angefangen. Ich bin mit ganz kleinen Bergen und über Jahre immer wieder ein bisschen gesteigert und habe immer wieder Erfahrungen und so. Und ich bin da auch sehr respektvoll. Und das ist nie nur das Wetter, wie du das sagst. Aber da sollte man schon, naja, ich würde es nicht zu leichnen.
SPEAKER_01Genau. Sind das vor allem vorwiegend die Wallischer Berge, die euch faszinieren? Oder habt ihr auch schon andere Schweizer Berge besucht?
SPEAKER_02Ja, ich war jetzt letzten Winter war ich am Tödi als Skitor. Und da muss ich sagen, war ich auch sehr begeistert, weil das ist auch eine tolle Ecke. Das ist ja fast wie Dolomiten. Sehr felsig und wilde Gestalt, also wilde Berge. Und das ist ja gar nicht so weit von Zürich, wo mein Sohn da wohnt, den ich da besucht habe. Also ich muss sagen, hat mir auch sehr gefallen. Dann hatte ich einen Freund, der ist leider gestorben, aber den habe ich viele Jahre immer mit dem noch zusammen gemacht. Über 30 Jahre sind wir zusammen in den Schweizer Bergen. Der ist in Bogenburg gewesen. Aber da haben wir auch überall, also ich habe schon andere Berge aufgemacht, auch den Eiger, die Jungfrau-Mönch oder Finsteradorn gemacht oder Schreckhorn, alle diese 4000 habe ich natürlich schon gemacht. Und aus Winter, die Skitouren auch, oder im Sommer. Und ich war natürlich auch in Frankreich, in Mont Blanc. Also an sich überall, wo es schöne Berge. Aber Wallis ist eine besondere, besonders schöne und auch Wisp, muss man sagen, ist ja nicht so berühmt. Nicht so dieser Tourismusmagnet ist ein Kleinod, selbst die Stadt. Da kann man einen kleinen Spaziergang machen, eine wunderschöne Altstadt. Aber das Bad ist natürlich nicht zu toppen.
SPEAKER_01Und darum haben wir jetzt auch diesen Kinderlehrmengehintergrund gehört, weil so viele Kinder jetzt wieder ins Bad reingucken. Und dann wird es manchmal eben ein bisschen laut. Aber das gehört zu dieser Atmosphäre. Das macht es ja auch spannend. Habt ihr übrigens mitbekommen, dass man hier im Wallis auf die Berge schwimmen kann?
SPEAKER_02Oh ja, das habe ich ja im Schwimmbad gesehen, das steht unten auf dem Boden. Wadderhorn und dann die Höhe und auch andere Berge.
SPEAKER_01Und man kann am Viertausender Schwimmen teilnehmen. Man kann diese Viertausender erschwimmen mit jeder Bahn, die man hin und her gezählt. Werden die Meter gezählt und am Ende der Saison gibt es dann einen Gewinner. Letztes Jahr hat er einen Helikopterflug gewonnen, einen Rundflug und dieses Jahr weiß ich noch nicht genau, was als Preis wählt. Man kann sich in ein Programm einloggen, man kann diese geschwommenen Meter eingeben. Man sieht dann auf den Berg, den man ausgewählt hat, wie hoch das man schon ist. Also da machen wirklich sehr viele Leute mit, die vielleicht nicht so gerne klettern, dafür gerne schwimmen. Die machen am Viertausender Schwimmen mit. Und Perge erschwimmen statt erklimmen, das gibt es wirklich nur bei uns, wo alles. Wie sehen eure weiteren Pläne aus? Jetzt so die nächsten Tage oder.
SPEAKER_02Ich werde jetzt nochmal morgen dann in das Nachpartal hier und den Genplansch versuchen zu besteigen. Und dann muss ich nächste Woche, Freitag wieder zurückfahren zu meinem Hof, wo meine Frau jetzt da alles gießen muss, unsere Tomaten und unsere ganzen Pflanzen. Ich hoffe, die schafft das gut, aber die lässt mich immer wieder gehen, weil sie weiß, ich komme dann gestärkt zurück mit guter Laune. Weil das Bergbauernsein ist auch, hat seine schönen Seiten und eine seine anderen, wo sie manchmal ein bisschen.
SPEAKER_01Ja, die Verpflichtungen, die haben.
SPEAKER_02Genau, die gehören halt auch dazu.
SPEAKER_01Aber wenn man als Familie so ein gutes Team ist, wie ich das jetzt auch bei euch beiden feststelle, dann funktioniert das einfach. Und dann ergänzt man sich gegenseitig gut. In diesem Sinne wünsche ich euch alles, alles Gute und immer wunderschöne Erlebnisse in den Bergen. Noch viele schöne Besteigungen von unseren schönen Gipfeln. In der Nähe oder in der Ferne, je nachdem. Und vielleicht treffen wir uns mal wieder. Genau. Wenn ihr wieder nach einer Bergtour hin zum Schwimmen kommt, dann kann das durchaus passieren.
SPEAKER_02Das stimmt.
SPEAKER_01Es hat mich sehr gefreut, euch kennenzulernen. Das war jetzt wirklich eine ganz tolle Begegnung. Alles Liebe und Gute für euch beide. Danke.
SPEAKER_03Tschüss, ciao.
SPEAKER_00The poolcast mit Geschichten und Anekdoten rund um das Schwimmbad, unser Camping Müllei Fish. Jede Sonntagmorgen am Nini.