YEAHmedics
Hier kommt: #YEAHmedics – der Podcast für alle, die in der Welt der Medizin zuhause sind, sich dafür interessieren… oder einfach nur ein bisschen mehr YEAH im Leben gebrauchen können.
Warum dieser Podcast? Weil sich die Welt – besonders im Gesundheitswesen – immer schneller dreht.
Weil der Druck steigt:
- 🔺 Arbeitsverdichtung
- 🔺 Personalmangel
- 🔺 Dokumentationswahn
- 🔺 Kostendruck
Und mittendrin: Du.
Als Pflegende. Als Ärztin. Als Student. Als Mensch.
Wer kennt nicht dieses Gefühl … den Eindruck, in immer weniger Zeit immer mehr leisten zu müssen?
Zeit für ein Gegengewicht⚖️
Zeit für Inspiration, Zeit für Leichtigkeit, Zeit für Empowerment: Zeit für Deinen nächsten #YEAHmoment
Denn:
Nicht alles kann die Politik oder meine Chefin regeln.
Aber viel mehr als Du denkst – liegt in Deiner Hand. 💡
#YEAHmedics ist Deine Einladung:
➡️ zu mehr Selbstwirksamkeit
➡️ zu mehr Lebensfreude
➡️ zu neuen Perspektiven auf alte Probleme
In diesem Podcast bekommst Du:
✨ Gespräche mit inspirierenden Menschen, die den Unterschied machen
✨ Alltagstaugliche Life-Hacks, die wirklich was ändern
✨ Tools, Tricks & Templates, mit denen Du direkt loslegen kannst
✨ Und zwischendurch die eine oder andere Portion Gänsehaut, Mut & Motivation
Ob Du in der Notaufnahme, auf Station, am Schreibtisch oder im OP stehst,
ob Du gerade zwischen zwei Vorlesungen hängst,
oder ob Du einfach wissen willst, wie man trotz allem YES sagen kann zum Job und zum Leben – dieser Podcast ist für Dich.
Ladies & Gentlemen, hier kommt: #YEAHmedics -
🔊Jetzt überall, wo es Podcasts gibt 🎧
… & auf insta: www.instagram.com/yeahmedics
YEAHmedics
Boomer vs. GenX? Was müssen wir wissen über Generationen & Perspektiven, Theresa Kirschner?
Wenn es im Team knirscht ... zwischen Boomer-Chef und Gen-Z-Junior, zwischen „früher war alles härter" und „ich will Work-Life-Balance" ... dann wird oft unsere heutige Expertin & Gesprächspartnerin gerufen: Theresa Kirschner.
Als Soziologin & Generationenforscherin ist sie so etwas wie die stille Vermittlerin, die medizinische Teams wieder ins Gespräch bringt, wenn die Fronten verhärtet sind. In dieser Folge nimmt sie uns mit in ihre Welt ... und hält uns dabei charmant den einen oder anderen Spiegel vor. Ich hatte selbst mehr als einen Aha-Moment 💡
Was dich erwartet
- Warum Generationenkonflikte in der Klinik selten wirklich Generationenkonflikte sind
- Der Blick von außen: Was eine Soziologin sieht, wenn sie in ein Team voller Ärzt:innen und Pflegenden kommt
- Konkrete Situationen, in denen Theresa vermittelt hat – und was daraus zu lernen ist 🧠
- Der Perspektivwechsel: Wie tickt „die andere Generation" wirklich – jenseits von Klischees
Mini-Learnings zum Mitnehmen
- Was wie ein Generationenkonflikt aussieht, ist oft ein Missverständnis über Werte, nicht über Alter
- Wer die Perspektive der anderen Generation versteht, muss ihr nicht zustimmen - aber kann mit ihr arbeiten
- Konflikte im Team sind selten Charakterfragen, sondern fast immer ungeklärte Erwartungen
- Angemessenes Interesse für mein Gegenüber ist eine Geheimwaffe gegen die meisten Kommunikations- und Generationen-Probleme
- Interessant: Der Gallup Engagement Index misst die emotionale Bindung &Motivation von Beschäftigten an ihren Job. Anhand von 12 Fragen entstehen 3 Gruppen: hohe Bindung, geringe Bindung („Dienst nach Vorschrift“) oder innere Kündigung.
Diese Folge ist für alle, die schon mal gedacht haben: „Die/der versteht einfach nicht, wie das hier läuft" ... und offen sind für einen Perspektivwechsel 💡
💡 Ideen, Feedback, Gäste-Vorschläge oder ein Thema, das wir aufgreifen sollten?
Ich freue mich über jede Nachricht: kai@yeahmedics.com
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Technical Genius: Martin Lesniak
Konzept, Idee & Host: Prof. Dr. med. Kai O. Hensel, PhD
⚠️ DISCLAIMER
Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Information, Fortbildung & Unterhaltung. Er ersetzt nicht die fachliche Beratung durch ein:e Ärzt:in oder Apotheker:in und darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose & Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.
Für die Inhalte dieses Podcasts sind ausschließlich unsere Moderatoren und Gäste verantwortlich. Sie unterliegen dem wissenschaftlichen Wandel des Faches. Änderungen sind vorbehalten.
Eine klinische Situation. Wir sind auf Periphärstation und es wird ein Auszubildender vermisst. Und er hat sich dann aber gemeldet bei seiner Vorgesetzten und hat gesagt, ich komme heute nicht zum Dienst. Und auf die Frage, warum nicht, sagt er, ich fühle es heute nicht. Und auf die Frage, ob er krank war, sagt er, nö, ich fühle es einfach heute nicht. Und was dahinter steckt, wie das sein kann und wie verschiedene Generationen auf ihr Leben, ihr Job und alle diese Details gucken, das besprechen wir heute im Geamedics Podcast.
SPEAKER_02Herzlich willkommen zum Gear Medics Podcast.
SPEAKER_01Ja moin, ich bin Kai Händel. Ich setze mich ein für die Menschen in der Medizin, unter anderem auch mit diesem Podcast. Und wir gucken heute auf das große Thema der Generationen und Perspektiven. Das heißt, wie verschiedene Generationen auf ihr Leben und ihren Job ganz konkret jetzt in der Medizin gucken und wie wir helfen können, aufzuklären, was man vielleicht dazu wissen kann und sollte. Und dafür haben wir genau die richtige Frau am Mikrofon. Ich freue mich, dass sie da ist. Hallo liebe Theresa Kirschner.
SPEAKER_00Hallo, lieben Dank für die Einladung.
SPEAKER_01Direkt vorab, hier geht es auf keinen Fall darum, Generationen zu bashen, sondern hier geht es darum, sozusagen einen Perspektivenwechsel zu machen und auf die andere Seite zu gucken, warum guckt man gegenüber ganz anders auf die Welt als ich vielleicht. Und da habe ich einen Vortrag von Theresa gehört, den ich ziemlich cool fand, auch sehr humorvoll und eben auch sehr witzig, wo ich einiges auch hinterfragt habe, vieles gelernt habe und da habe ich das Gefühl, die ist genau die richtige jetzt für diese Situation. Theresa, wenn man dich nicht kennt, was sollte man über dich wissen?
SPEAKER_00Ich bin Soziologin und das schon sehr viele Jahre und habe mein ganzes berufliches Leben eben mit Teams und Führungskräften in der Medizin und im Gesundheitswesen gearbeitet, bin systemisch ausgebildet, kenne unterschiedliche Generationen, weil meine Eltern tatsächlich der Generation Baby-Boomer zugehören würden. Ich darf die auch manchmal als Beispiel nehmen und die sind eben Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand. Und ich kenne auch junge Menschen, weil ich tatsächlich zwei Kinder habe. Mein Sohn ist 18, den würde man Generation Z zuschreiben und meine Tochter ist 14. Die wäre Generation Alpha und schon da erlebe ich Unterschiede in der Kommunikation.
SPEAKER_01Okay, also du bist die Expertin sozusagen am eigenen Leibe, nach oben und nach unten, sozusagen chronologisch. Du hast das studiert und du arbeitest damit. Und ich würde sagen, wir steigen doch jetzt direkt in die klinische Situation ein.
SPEAKER_02Back to reality, der Moment im Dienst.
SPEAKER_01Wir hatten eigentlich ja eben schon die Situation. Das heißt, jemand meldet sich krank, beziehungsweise kommt nicht, weil er es nicht fühlt. Und wir wollen das nicht bashen, sondern verstehen. Klär uns auf, was ist da los?
SPEAKER_00Ja, danke dafür, denn ich erinnere eine Situation im November letzten Jahres, wo mich eine Stationsleitung angerufen hat und gesagt hat, Frau Körschner, was mache ich jetzt? Denn tatsächlich hat sie ihren Auszubildenden vermisst, der angerufen, hat ihn angerufen und er hatte dann gesagt, nee, ich fühle es heute nicht. Und sie hatte nochmal nachgefragt, wie du schon gesagt hast, was ist denn los? Und er hat dir gesagt, nee, ich bin auch nicht krank, aber irgendwie, ich habe heute Schwierigkeiten, ich fühle es nicht. Und da gab es dann natürlich eine große Unsicherheit, was ist jetzt, muss ich den jetzt einbestellen oder nicht? Und das ist eine ganz spannende Perspektive, denn Generationen schauen ja mit unterschiedlichen Perspektiven darauf und verhandeln eben neu, was ist krank, was ist gesund. Und wir müssen darauf Antworten finden, was nicht bedeutet, dass wir damit einverstanden sind. Also auch die Stationsleitung musste natürlich nicht damit einverstanden sein, aber wir müssen uns manchmal für Wissen noch engagieren. Zu sagen, bei uns gibt es das nicht, ich fühle es nicht, sondern tatsächlich ist man krank oder nicht krank, triff eine Entscheidung und dann, wenn du die nicht treffen kannst, würde ich das eben dann treffen und wenn du nicht kommst, giltst du dann als unentschuldigt.
SPEAKER_01Okay, jetzt komme ich aus einer Generation, wo man sagen würde, wer das Entscheidende ist nicht, was du so fühlst, sondern du hast dich committed, da zu arbeiten oder nicht, andere verlassen sich auf dich und das sind sozusagen die, das trumpft, also diese Verlässlichkeit trumpft, dein Tagesgefühl in Abwesenheit von körperlicher oder geistiger Ungesundheit sozusagen. Welchen Perspektivenwechsel kann man jetzt machen, um das irgendwie nachzuvollziehen oder um dem das nicht zu bashen?
SPEAKER_00Ja, denn tatsächlich ist es ja viel einfacher, dann vielleicht zu bashen, aber der Hintergrund ist genau der, wie du sagst. Wir leben ja zunehmend in einer individualisierten Gesellschaft. Heißt, so der Einzelne ist wichtig, die jungen Menschen kommen aus Elternhäusern, ich habe ja selber, wie ich gesagt habe, in Sohn, der durch mich unterstützt ist im besten Wissen und Gewissen. Und tatsächlich beginnt hier eigentlich die Aufklärung, was ist bei uns los? Wir müssen das thematisieren. Und das ist auch meine Einladung, das zu thematisieren und zu sagen, okay, wenn du wieder da bist, müssen wir darüber sprechen, wie bei uns Abwesenheit gehandelt wird. Es gibt einen schönen Spruch, verstehen heißt nicht einverstanden sein. Für den stehe ich. Man kann verstehen, dass er gerade das nicht fühlt, okay, man ist aber nicht einverstanden. Also Perspektivwechsel heißt nicht, ich muss alles hinnehmen und akzeptieren. In dem Beispiel würde ich immer sagen, und das habe ich auch ihr geraten, wenn derjenige kommt, das Gespräch zu führen, zu sagen, guck mal, bei uns gibt es die und die Varianten. Mich hatte einen Chefarzt danach gefragt und gesagt, aber brauchen wir da nicht, ist doch alles logisch, ist doch alles klar. Nein, es ist nicht mehr alles klar, weil eben tatsächlich sind wir stärker davon betroffen, Bedürfnisse mit auf Arbeit zu bringen, die wir früher nicht so mit auf Arbeit gebracht hätten. Wenn ich dir noch ein Beispiel geben darf dafür, ich erinnere eine junge Frau, die gesagt hat, wie ist denn das hier mit Menstruationstagen? Kann ich da zu Hause bleiben oder nicht? Meine Elterngeneration, Baby-Boom, ich darf sie ja benutzen in dem Beispiel, die wären nie drauf gekommen, diese Frage zu stellen. Die hätten auch niemals auf diese Frage geantwortet. Für junge Menschen ist das eine Selbstverständlichkeit und wir haben ja auch im Umfeld auch Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, die darauf Antworten finden. Und das halte ich für eine Lernmöglichkeit unserer Zeit jetzt.
SPEAKER_01Dann nehmen wir doch mal den Konflikt. Also Menstruationstage, wir wissen ja inzwischen, wird darüber viel mehr gesprochen und das ist ja auch gut so, dass das tatsächlich den Charakter einer Krankheit haben kann, sozusagen, auch wenn es physiologisch ist, aber dass man da wirklich nur erschwert, arbeitsfähig ist oder gar nicht. Und das ist ja nicht ungerechtfertigt, dass man sagt, okay, das wäre jetzt für mich was, dass ich mich da sozusagen rausziehe und dann nicht arbeiten muss an einem Tag? Auf der anderen Seite sehen wir irgendwie, die Welt wird immer verdichteter, Arbeitsverdichtung, alles wird immer knapper, höher, schneller, weiter. Also welchen Luxus, sage ich jetzt mal, wenn man das Luxus nennen will, oder welche Freiheit kann ich mir überhaupt erlauben in diesem System, in dieser Situation? Wie führt man das zusammen? Also oder wie blicken die verschiedenen Generationen darauf?
SPEAKER_00Ja, für junge Generationen, wenn wir jetzt zum Beispiel über Generation Z sprechen, und ich sage, ich betone gerne nochmal, es ist keine individuelle Sache, ja, es ist nur eine Aussage über eine Gruppe von Menschen, die in einem bestimmten Zeitraum geboren sind, die können das sehr gut nachvollziehen, weil Individualisierung durch auch digitale Medien, soziale Medien, was ganz Selbstverständliches ist. Die haben häufig Eltern, wie ich bin, jetzt Generation Y, die immer fragen, warum. Wir gelten als die Helikoptereltern. Wir haben uns ja bemüht und auch sind auf die Bedürfnisse eingegangen. Ältere Generationen, die kommen noch teilweise aus ganz anderen hierarchischen Strukturen, für die ist das ziemlich schwierig, weil deren Bedürfnisse haben auf Arbeit gar keine Rolle gespielt. Also, das war eine Frau vielleicht vor 30, 40 Jahren, da ging es gar nicht darum, ob die menstruiert oder nicht. Und da lag eine Loyalität auch noch stärker beim Patienten, beim Arbeitgeber, weniger im Persönlichen. Und wir müssen aber, und das ist mein Ansatz, darüber reden. Wir müssen das neu verhandeln. Nur genervt sein, das erlebe ich auch oft, dass jemand sagt, das ist mir jetzt zu blöde hier, die kriegen doch schon alles, entschuldige den Ausdruck, was denn noch? Ja, wo endet das denn? Aber tatsächlich sind wir in einem gesellschaftlichen Wandel und wir müssen diese Themen neu besprechen. Weil unsere zukünftige Arbeiterschaft wird also sich mit diesen Themen, also wird Antworten darauf auch finden wollen.
SPEAKER_01Dann machen wir es doch jetzt konkret. Wir gehen zu unserem Beispiel der Auszubildenden, der es nicht fühlt und nicht zur Arbeit kommt. Jetzt sprichst du mit deiner Vorgesetzten und sagst dir was? Also wie soll sie dem sozusagen dahin gehen? Und sagt, ich habe hier 24 Stationen, wenn die alle nicht fühlen und nicht kommen, das funktioniert ja nicht. Also was wie kannst du sozusagen ihre Perspektive auf diese neue, sozusagen, Jüngere erweitern?
SPEAKER_00Also tatsächlich nochmal verstehen heißt nicht einverstanden sein. Ich kann verstehen, dass er sich gerade nicht fühlt und ich kann auch verstehen, dass das nicht akzeptabel ist und sie damit nicht arbeiten kann, weil man muss einen Dienstplan machen. Wenn der aber wiederkommt, dann ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, eben auf die Auswirkungen zu schauen, weil die sind oft nicht mitgelernt. Also zu sagen, wenn du nicht kommst, dann hat das diese Auswirkungen. Das führt also dazu, und das übe ich sehr prägnant, zu sagen, das führt dazu. Und Verantwortung dahin zu übergeben, wo sie hingehört. Auch mal tatsächlich zu fragen, ich würde gerne verstehen, was das bedeutet. Und wann kannst du wiederkommen? Also Verantwortung zu übergeben, zu sagen, wenn du nicht kommst, das hat die Auswirkung, wenn das nicht geht, wir reden ja nicht von wirklich krank sein, ja, oder sondern tatsächlich von sich fühlen. Das muss besprochen werden. Und es muss sehr klar besprochen werden, was es für Auswirkungen hat und die Verantwortung ist bei dem jungen Menschen in dem Fall. Und was ich aber erlebe ist, und ich bin viel mit Praxisanleitungen zusammen, ich sehe total engagierte Praxisanleitungen mit hochrotem Kopf da sitzen, argumentieren, sich aufregen und ein gechillten, entspanntes Gegenüber. Da muss man nochmal prüfen, wer ist gerade wo in Verantwortung. Und was oft passiert, und das kann auch sein, ist, dass bei Generation Z, bei ganz jungen Menschen oft die Eltern mitgedacht werden, dass vielleicht auch nochmal die Mutti anruft und sagt, er hat es aber nicht gefühlt. Und dann muss man schon auch nochmal ein Gespräch, ein sehr rollenklares Gespräch führen über wer hat hier welche Aufgabe. Es gibt einen Ausbildungsvertrag, der regelt nicht, fühle ich mich ja, nein, sondern nur bin ich krank, bin ich nicht krank. Das heißt, diese Variante gibt es nicht. Wir können nur diese Unterscheidung treffen.
SPEAKER_02Oh fuck.
SPEAKER_01Okay, jetzt gehen wir noch eins weiter. Das Zusammenkommen von verschiedenen Generationen macht die Welt in der Medizin und sonst ja auch sehr bunt und vielseitig und auf der anderen Seite aber eben auch kompliziert. Jetzt hast du mal für uns eine Tiefpunktgeschichte mitgebracht, wo das sozusagen ad Extremum geführt ist und woran wir einiges besprechen können und dann auch im besten Falle lernen können. Was hast du uns mitgebracht?
SPEAKER_00Ja, ich erinnere an eine Station, die tatsächlich eine sehr hohe Fluktuation von jungen Menschen hatte, von jungen Auszubildenden. Und die hatten im Onboarding, also in der Werbung für junge Menschen, für Auszubildende sehr viele Dinge geworben, die es gar nicht gab. Also die hatten zum Beispiel im Du die Menschen angesprochen. So komm wie du bist, komm zu uns. Und als ich dann mit den jungen Menschen gesprochen habe, haben die zu mir gesagt, na, Frau Kirschner, soll ich mich jetzt wirklich im Du bewerben? Also weiß die Person, dass sie im Du ausgeschrieben hat, oder soll ich im Sie schreiben, dann bin ich aber eigentlich ungleich zur Ausschreibung. Das heißt, dahinter stehen sehr viele kluge Gedanken, die sich jemand macht. Und wenn ich aber einfach, weil ich denke, oh, this is Zeitgeist, jetzt duzen wir uns und ich mach's hier ganz easy and bewerb das so, dann haben also Menschen that ausgegangen, it is just easy, we are im du. There was niemand im. Sondern tatsächlich war this kommen wie du bist, ein großes Entsetzen auf der anderen Seite, weil eigentlich wollte ich was ganz anderes haben. And it gives viele Teamkonflikte. Junge Menschen sind in einer anderen Welt groß geworden als du und ich. Das heißt, oft, die geben sich sehr viel Feedback. Wenn du an Instagram denkst, wenn du an soziale Medien denkst, die schicken sich 100 Herzen am Tag. Auch Microsoft hat ja jetzt schon geändert, dass man sich auch das so per Feedback geben kann. Und die unterlaufen Konflikte dann einfach. Und diese Station hatte sehr hohe Kurzzeitkranke auch, weil die einfach viele verdeckte Konflikte hatten, also geworben haben mit etwas, was es nicht gab. Und da, das tragen tatsächlich junge Menschen und auch in der Arbeitsmarkt, wie er gerade ist, nicht mit. Und die, entschuldige, die haben Eltern, die sagen, das musstet ihr nicht antun, mein Engel. Ja, also tatsächlich ist das eine gefährliche, das war ein großer Tiefpunkt, weil die haben viel Geld ausgegeben, die haben sich sehr engagiert, um Auszubildende zu finden. Und das Ende vom Lied war eine total hohe Fluktuation, hohe Ausbildungsabbrüche und auch tatsächlich leider, das fand ich sehr schade, also viele Kurzzeitkranke, weil eben diese Konflikte, was manchmal ältere Generationen gar nicht als Konflikt wahrnehmen, das hat sich ja verändert, die das einfach unterlaufen haben und gesagt haben, tue ich mir nicht an. Also bei bestem Wissen und Gewissens wollte man was tun. Das war der Tiefpunkt, weil diese ganze positive Anstrengung ist gescheitert in etwas, wo es dann zu einer Enttäuschung kam.
SPEAKER_01Vielleicht hilft es, wenn wir die verschiedenen Generationen nochmal so ein bisschen beleuchten. Also fangen wir mal bei der Ältesten an, die jetzt noch im Arbeitsmarkt ist. Vielleicht hast du einfach einen Namen, wer das ist, wie der heißt, wie der so tickt, wofür hat er vielleicht Angst oder was ist dem besonders wichtig? Oder ihr.
SPEAKER_00Also die Menschen, die jetzt im Vorruhestand gehen und kurz vom Ruhestand sind, sind die Babyboomer. Je nachdem, welche Literatur immer so 1956 bis 1964 Geborene. Und du musst wissen, bei Generationsforschung, man forscht immer in deren Phase, wenn die 12 bis 19 Jahre sind. Was war da los? Und wir kommen aus einer sehr strukturierten Welt. Wir kommen aus einer sehr hierarchischen, werteorientierten Erziehung und auch aus einer statusorientierten Welt. Ich weiß nicht, ob du das noch kennst, dass man die Frau vom Arzt dann auch Frau Doktor genannt hat. Oder die Frau vom Apotheker war die Frau Apothekerin, war die Frau Bürgermeisterin, wir waren gewohnt, uns in diesen Rollen anzusprechen. Dokumentation im Krankenhaus war oft handschriftlich. Besuchszeiten waren sehr klar. Montag oder Mittwoch und Samstagmannstündchen. Wir sind nicht vom aufgeklärten Patienten ausgegangen. Also im Sinne von, und der ist Mitgestalter, sondern meine Eltern fanden das besonders mein Vater immer gut. Die weiße Wolke kennst du vielleicht noch so und dann hat er das gesagt und der Patient ist dann oder die Patientin hat ihm gefolgt. Das heißt, wenn zum Beispiel Grüßen ist für ältere Menschen Babyboomer, total wichtig. Das ist eine Frage der Erziehung. Für junge Menschen hat das gar nichts mit Erziehung zu tun. Aber die sind werteorientiert erzogen worden. Ja, so du kennst vielleicht noch Lehrjahre, sind keine Herrenjahre, wenn die, weiß ich nicht, der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause und so weiter. Ich kenne auch manche Stationsleitungen, die mir sagen, Frau Kirschner, ich durfte gar nicht im Schwesternzimmer. Mit Frühstücken. Ich musste warten, bis das vorbei war. Und dann, oder wenn die Klingel geklingelt hat, hat sich viele Menschen, ähm, da war nicht unklar, wer geht denn jetzt hin, sondern da war schon klar, dass der Auszubildende geht. Und das heißt, die haben auch schon viel digitalisiert, das will ich gerne auch sagen. Die kommen ja von Handschrift, Schreibmaschine, Diskette, Computer, also da ist schon ganz viel passiert und die erwarten natürlich manchmal, immer statistisch gesehen, eine Wertschätzung für bisher geleistete Arbeit. Junge Menschen, die in einer anderen Welt leben, selbst schon Generation, meine Generation, wenn jemand erzählt, was er alles gemacht hat, die sagen manchmal, ja hättest du doch nicht machen müssen. Das ist aber ein großer, also ein großer Affront für diese Generation, weil die mussten das aber machen. Da ging es weniger um, wie fühlst du dich und ich fühle es heute oder nicht. Die haben also viel getragen, die hatten wenig diese Arbeitszeitmodelle, die jetzt junge Mütter und Väter haben. Manchmal gibt es da auch ein Bedauern, weil die tatsächlich ja auch anders gerne gearbeitet hätten. Dann gibt es eine Generation, die nennen wir Generation X, die ist völlig unspektakulär. Da hören wir immer weniger, weil die ist so geboren 1965 bis 1980. Und für diejenigen schreiben wir manchmal in die Stellen rein sicherer Arbeitsplatz, weil die den Mauerfall erlebt. Die haben erlebt, dass tatsächlich sich der Arbeitsmarkt ändert. Die ehemalige DDR, dass es Berufe gibt, die verfallen sind, dass ich neu anfangen muss. Wir haben Brüche in den Lebensläufen. Und die sind, auch die Generation übrigens, die auf das Mitarbeiterjahresgespräch steht, die haben also gelernt, dass ich einmal im Jahr nach meiner Meinung gefragt werde, beteiligt werde. Ja, und das auch in Ordnung ist. Die arbeiten häufig 40 Stunden. Die sind auch über Prämien zu haben, etc. Da gibt es oft wenig zu zu sagen. Die Generation Y, ich sage es jetzt mal, und ich weiß, das ist ein bisschen.
SPEAKER_01Stopp, X ist schon fertig, oder?
SPEAKER_00Ja, also ich kann gerne noch was zu X sagen, wenn du magst. Das sind tatsächlich die, wo man sagt, ja, die streben nach Selbstständigkeit, die sind pragmatisch, die können mitgestalten, die orientieren sich an Mitarbeitenden und die, das ist vielleicht noch wichtig zu X, von denen kommt die Work-Life Balance. Die wird manchmal falschen Generationen zugeschrieben. Aber Work-Life Balance heißt, wenn ich arbeite, arbeite ich. Wenn ich zu Hause bin, bin ich zu Hause, da lese ich keine E-Mails. Sondern ich tue immer dort das, was gerade in dieser Situation notwendig ist. Und das muss in Balance bleiben. Wichtig ist noch, die Xer, die müssen ans Ziel glauben. Also wenn man was verändern möchte im Krankenhaus, dann müssen die die Idee haben, was soll denn hinten rauskommen. Wir kommen langsam in die Richtung Individualisierung. Also von Babyboomern bis heute individualisiert sich zunehmend. Das heißt, auch Status geht zunehmend nach unten. Status, die Bedeutung von Führung ändert sich. Generation X und auch die Babyboomer sind die letzte Generation, die ausschließlich eine fachliche Führungskraft möchte. Fachlichkeit ist wichtig, aber das ist nicht das Alleinstellungsmerkmal für eine Führung. Und die Bereitschaft, Führung zu übernehmen, die geht in den Generationen nach unten. Ich kenne ganz viele, die sagen mir, Frau Kirschner, ich mache das mit der Führungskraft, aber nicht mit den Leuten. Also ich nehme gerne ein Projekt oder so, aber ich will mich nicht mit den Leuten beschäftigen.
SPEAKER_02Daumen hoch, Daumen runter.
SPEAKER_01Wofür kriegt man von dir den Daumen runtergezeigt?
SPEAKER_00Für Generationsbashing. Denn der verhindert Austausch und Interesse.
SPEAKER_01Und wofür gibt es den Daumen hoch?
SPEAKER_00Für interessierte Führung. Interesse halte ich für eine völlig unterschätzte Führungskompetenz.
SPEAKER_01Okay, wir haben kennengelernt, die Boomer, die Babyboomer, die geboren sind, sozusagen, also das sind die Letzten, die jetzt noch sozusagen am Arbeitsmarkt sind oder die Ältesten. Und dann Generation X danach. Und wann jetzt, dann hat sich aber ziemlich was verändert. Wann, in welcher Zeit ist man Generation Y?
SPEAKER_00Generation Y sind die von 1981 bis 1994 Geborene. Und jetzt musst du dir vorstellen, auch da guckt man immer, was sind prägende gesellschaftliche Ereignisse gewesen. Die haben jetzt zum ersten Mal Internetboom erlebt. Kennst du noch dieses 56K-Modem, wo man entscheiden musste, genau, will ich telefonieren oder ins Internet? Beides ging nicht. Die kennen Videotheken. Musst du dir vorstellen. Weiß ich sehr genau.
SPEAKER_01Ich bin jetzt.
SPEAKER_00Und jungen Menschen muss sich das manchmal erklären, dass nicht Netflix die ganze Zeit ging, sondern dass wir uns für einen Film entschieden haben und verbindlich den wieder abgeben mussten. Und sonst Strafe bezahlt haben. Babyboomer kennen noch ein bis zwei Fernsehprogramme mit Speerbildschirmen. Ab 22 Uhr hat der Fernseher gesagt, geh ins Bett. Ja, gibt es nichts mehr. Sondern das heißt, Medien werden immer zugänglicher. Das ist total spannend, weil unsere Generation ist praktisch die erste Generation, die Fotos vom Essen irgendwo hochgeladen hat. Du erinnerst dich, es gab noch hier so MySpace oder wie hieß das mit dieser Blume? Weiß das noch? ICQ.
SPEAKER_01ICQ. Genau.
SPEAKER_00Ja, genau. Und was ganz spannend ist, das ist die letzte Generation, die an ein Beweisbild glaubt. Das heißt, wir glauben noch das, was wir im Internet sehen, auch wenn wir langsam lernen, okay, es ist fake, aber es setzt die Leute oft unter Druck. Gerade junge Frauen, die in dieser Generation sind, die haben häufig viel Druck auch. Weil das ist die Generation, die Erziehungsratgeber liest. Das ist die Generation, die Wechseljahresratgeber liest. Weil die tatsächlich das gut machen wollen. Die gelten als bestausgebildete Generation, weil immer Förderung durch die Eltern. Und die haben jetzt was anderes Witziges gemacht, nämlich die haben für sich ein Konzept festgestellt von Work-Life Blending. Bedeutet, ich hatte letztens auch in jungen Radiologen im Gespräch und der hat gesagt, Frau Köschner, ich kann doch von woanders arbeiten. Denn tatsächlich kann ich doch über einen Tunnel mir die Röntchenbilder angucken. Ich will aber 15 Uhr mein Hund aus der Hundekita abholen. Und wenn das nicht geht, dann kann ich hier nicht arbeiten. Und das war für den Personaler eine große Herausforderung, weil der dachte, das ist mir jetzt hier langsam zu viel. Und tatsächlich ist das eine Generation, die fragt oft, warum. Für die braucht sinnstiftende Tätigkeiten, schreiben wir den in die Stellen rein. Und witzig ist, die haben zum Beispiel Sabbaticals. Sabbatical heißt, weißt du ja, ich arbeite Jetzt ein bisschen anders weniger Geld anders a pause and this difference. When I babyboomer or ranghaus, they are in sabbatical and that. Was glaubst du, was the antworten. Yeah, genau, so ein Scheiß. Was soll das? Die X are denken ganz oft, so Dinge wie die macht eine Weiterbildung, also vom Ziel her gedacht, irgendwas passiert da. And die Y sagen ganz oft, ja, habe ich auch schon überlegt. Also das heißt, wir mögen natürlich immer unsere eigene Generation noch ein bisschen mehr, weil wir die mehr verstehen. Aber ab Generation Y brauchen wir andere Feedbackformen, die brauchen mehr Rückmeldung. Ja, das reicht nicht mehr. Einmal im Jahr mache ich ein großes Gespräch und das dokumentieren wir dann über X-Abfragen. Und, das will ich gerne dazu sagen, die Babyboomer, da hat Reflexion überhaupt keine Rolle in der Schule gespielt. Das heißt, wenn ich mit den Workshops mache, mit älteren Kolleginnen und Kollegen und wir reflektieren, dann gucken die mich immer an und sagen, Frau Kirschner, können wir mal was Richtiges machen? Weil das ist tatsächlich ungeübt. Und auch diese Personalgespräche sind ungeübt. Wenn ich dann Führungskräfte habe, Oberärzte, sie sind in zehn Minuten fertig mit diesem Bogen und sagen, gibt's was, nee, dann mach mal hier deine Kreuzer. Weil einfach dieses wirklich lange Reflektieren über eine Sache ganz ungewohnt ist. Das können die Y besser, weil sie das in Schule schon mehrheitlich hatten. Die haben aber, die wollen gern mitreden. Die wollen, die können auch, ja. Aber die haben meistens einen sehr hohen Selbstanspruch. Deswegen gelten die medial ganz oft als im Dauerburnout, weil die viele Ideen für sich haben. Weißt du, die wollen gerne, gerade, ich bin ja eine Frau in dieser Generation, ich kann viele Dinge gut nachvollziehen. Die wollen also gute, pädagogisch, wertvoll, in Elterschaft sein, die wollen eben gut auch sich ernähren, Sport machen, Karriere machen. Und dann ist manchmal die Frage, mache ich schon gut genug oder nicht, bei der anderen sieht es so leicht aus in Instagram. Die ist noch besser. Die kann das noch besser, ja. Also wir sind so vergleichbar, weil wir im Kern immer noch ein bisschen daran glauben, dass das stimmt, dass es noch besser geht.
SPEAKER_01Okay. Und womit kriege ich die jetzt? Mit der Warum-Frage? Habe ich das richtig verstanden?
SPEAKER_00Die wollen wissen, wozu machen wir das? Also was ist der Sinn dahinter? Sinnstiftende Tätigkeiten und da haben wir Schwierigkeiten, oft zu binden, weil die wechseln auch bei Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Und weißt du warum? Weil die sich viel für sich vorstellen können. Die sind davon aus, für die Gruppe hat man praktisch Studienkreis-Nachhilfe war es zu meiner Zeit gegründet. Die haben ganz oft ein Selbstverständnis über, man kann alles lernen. Und die können sich viel für sich vorstellen.
SPEAKER_01Ja, ich fühle mich sehr angesprochen auf jeden Fall. Also ich fühle mich sehr etapt. Okay, schnell weiter, nächste Generation.
SPEAKER_00Ja, schnell weiter. Dann gehen wir zur. Und wenn wir über Helikoptereltern reden, das will ich gern sagen. Oder Rasenmähereltern, wie es jetzt heißt. Ja, die laufen praktisch vor ihren Kindern her und mähen alle Probleme weg. Dann meinen wir die Generation. Das System ist aber in sich sehr wirksam. Das sieht nur von außen manchmal komisch aus. Aber ich will gerne sagen, die Generation Z, man geht davon aus, 1995 bis 2010 Geborene. Das ist eine Generation, die zum ersten Mal in sehr unsicheren Zeiten lebt. Also heißt, die Wohnung, der Wohnungsmarkt ist teuer, Inflation, die Frage nach Krieg in Europa, Erderwärmung, Digitalisierung, die haben viele Themen zu besprechen. Und ich erinnere, wenn ich mal in Klassen bin oder auch bei Studierenden, die erzählen mir ganz oft, Frau Kirschner, das Einzige, was ich noch in der Hand habe, bin doch ich. Ja, ist doch das, was ich für mich herstellen kann, weil Rente kriege ich vielleicht sowieso nicht und es ändern sich so viele Perspektiven, ich muss eigentlich gut auf mich aufpassen. Und da ist das auch natürlich so, dass ich dann vielleicht schneller zu einer Aussage komme, wie eingangs, ich fühle es heute nicht, weil ich mich selber sehr priorisiere und priorisiert worden bin. Für die Generation hat man ein freies Spiel in die Kita eingeführt auch. Bedeutet, die haben ein bisschen viel mit ihren Eltern, machen die viel, weil die wollen ja auch. Und die Zettler wollen ja auch, sodass man gesagt hat, wir müssen mal gucken, dass Kinder mit Gleichaltrigen klarkommen. Babyboomer wurden pädagogisch angeleitet. Alle machen wir jetzt diesen Marienkäfer. Bedeutet, ich erlebe mehr Gemeinschaft und habe, das ist weder gut noch schlecht. Das ist nur eine andere Zeit gewesen. Und das muss man immer mitdenken, Generation Z ist eine harmonieorientierte Generation. Die kennen Harmonie. Die haben häufig Eltern, die auf Harmonie aus sind. Und wenn die also praktisch, oder sagen wir es mal so, das ist mir wirklich wichtig zu sagen. Die haben häufig, haben sich Eltern mit eingesetzt. Also gehe ich ja häufig von aus, es gibt einen Erwachsenen, der sich für mein Problem interessiert. Auch wenn ich ins Krankenhaus komme, gehe ich davon aus, ich brauche einen Erwachsenen. In Anführungsstrichen, einen Erwachsenenansprechpartner, eine Ansprechperson. Und das ist wirklich wichtig, dass man ein gutes Onboarding hat, gut sagt, was machen wir hier, was ist krank. Also wirklich im Sinne ganz pragmatisch. Denn tatsächlich ist es so, dass sie davon ausgehen, es gibt eine Ansprechperson. Und da haben wir noch ein bisschen Nachbesserungsbedarf. Das, was ich aber gerne noch sagen möchte, und das ist mir wichtig, die sind total digitalisiert. Da ist das digitale Leben genauso wichtig wie das Leben mit konkreten Kontakten. Bedeutet, wenn man dann, ich erinnere mich, als mein Sohn das erste Mal zugeguckt hat, wie ein anderer YouTube spielt und dabei geredet hat. Und dann dachte ich, was soll denn das jetzt? Logischerweise, was soll das jetzt? Ich bin Y, warum guckst denn du den? Du kennst den gar nicht und so weiter. In X würde sagen, was ist denn das Ziel? Willst du auch mal so gut werden? Ein Boomer würde sagen, jetzt hängt der wieder vom Handy oder jetzt dattelt der wieder. Sinnlos. Ja, soll lieber spielen gehen. Aber der war mit seinen Freunden im Austausch. Das heißt, der spielte mit seinen Freunden, aber im digitalen Raum. Und digitaler Raum ist hierarchiefrei. Ich habe ja eingangs gesagt, Babyboomer, Hierarchie gelernt, Status gelernt. Im digitalen Raum kannst du jeden ansprechen, kannst du jeden duzen. Es ist völlig unklar für die Generation, warum sollst du diese Tipptappetour manchmal? Dann fragst du den Vorgesetzten und der fragt seinen Vorgesetzten und der fragt den anderen Vorgesetzten. Das heißt, das muss man gut mit erklären, was sind die Erwartungen, wie wir hier kommunizieren. Sonst arbeiten die sehr ergebnisorientiert. Also heißt, die schreiben kenne ich auch einen Fall, da hat ein junger Mann für Irritation gesucht, weil der hatte den Leiter der IT angeschrieben und gesagt, mein Laptop geht nicht. Und dem war das erste Mal, musste man wieder gucken, guck mal, du bist doch hier, für dich ist die Person zuständig. Und das sind spannende Dinge, wo wir ja gerade Zeitzeugen sind. Danach kommen die Alphas, die sind im Moment wenig erforscht, das sind die ersten Praktikantinnen und Praktikanten, die gelten von 2010 bis 25 Geborenen. Aber da wir ja immer untersuchen, wie ist es in der Adoleszenz, in der Phase, wo man sehr prägsam ist, kann man eigentlich noch gar nicht rein jetzt wissenschaftlich darauf gucken.
SPEAKER_01Die sind ja eigentlich von noch mehr Unsicherheit geprägt, würde man jetzt erstmal meinen, oder? Wenn ich so auf die Dynamisch gehe.
SPEAKER_00Ja, ja, die gelten schon als, aber von denen wollen wir sehr viel Selbstbestimmung. Also man geht davon aus, die sind eigentlich so mehr letztens eine Praktikantin, entschuldige, wenn ich das hier in einem Podcast sage, gesagt, Frau Kirschner, ich bin so eine Bossbitch.
unknownAlso entschuldige das.
SPEAKER_00Die sind ein bisschen anders drauf, weil die werden sehr digital assistiert groß. Zu meiner Zeit, weißt du, dieses, da macht den Mutti die Kassette an, da ist es so, die stellen ihre Toonie-Box oder ihr Toonie, ich habe meine Kinder sind nicht mehr so ganz klein, auf diese Box und dann tudelt das von selber. Oder man bezieht die viel stärker ein. Jetzt ist ja gerade der neue Trend bedürfnisorientierte Erziehung. Also setz dein Bedürfnis durch. Hat das ja vielleicht auch, wenn man es kritisch betrachtet. Und man geht davon aus, dass die nicht ganz so harmonieorientiert sein werden, wie die Generation Z, weil Generation Z und Y harmonieorientiert erzieht. Ich könnte auch kritisch sagen, Konflikt vermeiden. Deswegen hauen die ordentlich drauf. Und Junge oder Eltern, die Kindern im Alter haben, sagen ganz oft, ja, Frau Köschner, das ist schon ein anderes Kaliber.
SPEAKER_01Und das sehen wir, tatsächlich beobachte ich das auch in der Klinik, dass wir viele Kinder haben, die von wahrscheinlich ja dann Generationen, ja, vor allem Y erzogen wurden. Und die werden wenig liebevoll geführt. Also da wird sozusagen, möchtest du diese Blutabnahme? Nein, du bist leider leber transplantiert, aber ist dann so, möchte halt nicht. Und dann wird das auch so hingenommen. Also man vermeidet den Konflikt mit dem Ziel, dass das Kind selbstbestimmt ist. Und möchte er halt nicht, ist halt erst vier und kann das alles gar nicht überblicken. Und da würde auch jemand, der ja sozusagen aus einer früheren Generation kommt, sagen, guck doch mal die Prioritäten, Überleben, Lebergesundheit, Immunsuppression, Lebensqualität und sowas. Und dann kommt irgendwann, ob du gerade Bock drauf hast, und genau, da guckt man eben, das kann nicht jeder verstehen sozusagen. Und dann finde ich aber auch, ist ein bisschen die Frage, weil es gibt ja nicht richtig und falsch, wie kommuniziert man das? Sagt man jetzt das jetzt fahrlässig, das so zu lassen, diese Butabnahme muss jetzt durchgesetzt werden. Und wie, wie, also hast du da einen Tipp, wie man da jemanden kommuniziert, der eine ganz andere Priorisierung hat?
SPEAKER_00Wichtig ist ja immer, wer ist gerade in Verantwortung? Also wer hat jetzt hier wofür die Verantwortung? Und aus meiner Sicht, wie in deinem Beispiel auch, und das kenne ich, meine Mutter ist ja Kinderärztin, die hat sehr darunter gelitten, möchtest du lieber bei Vierjährigen ein Antibiotikum lutschen oder lieber, also das kann kein Vierjähriger entscheiden, aus meiner Sicht, sondern weil er die Folgen nicht abschätzen kann. Wer ist hier in Verantwortung? Ich bin verantwortlich für mein Kind, also muss ich das jetzt entscheiden. Und Babyboomer, die haben diese Diskussion gar nicht mitgekriegt, ja, da wurdest du nicht gefragt, und wie fühlst du dich und kannst die jetzt, sondern da wurde das durchgesetzt. Das ist auch nicht immer gut, ja. Aber tatsächlich ist es so, man muss diese Dinge verhandeln unter dem Blickwinkel, wer ist denn gerade in Verantwortung? Und man muss das besprechen. Und das, was ich erlebe, ist, dass häufig nicht besprochen wird. Aus Sorge, dann kommt jemand nicht mehr auf Arbeit, aus Sorge, dann wirft jemand hin, aus Sorge, da ist jemand gekränkt. Und dann wird die Sprache so unklar, dass ich manchmal auch in einem Workshop sitze und gar nicht weiß, wovon wir hier reden, weil niemand den anderen kränken will. Und dadurch entsteht so ein Vakuum, wo man ganz unklar ist. Also ich würde immer sagen, wer ist in Verantwortung und Klarheit in der Sprache? Was soll denn jetzt rauskommen?
SPEAKER_01Mein Game Changer. Hast du eine Situation für uns, wo du sagen würdest, danach blicke ich ganz anders auf die Welt, die Generation, das Problem als davor. Also so ein Game Changer-Event.
SPEAKER_00Ja, ich hatte, als ich jung war mal gestartet mit der Idee, so Power Mindset, was man so liest, und du kannst ja ganz viel gestalten und so weiter. Und dann bin ich relativ schnell auch an Grenzen gekommen, weil natürlich hilft ein Power-Mindset nur bedingt. Es ist wichtig, dass man überhaupt gestalten will. Und ich hatte eine Situation, wo ich selber dann mit der Führungskraft geübt habe und wir hatten uns geteilt, nämlich ein Teil wusste das Team und einen Teil wusste die Führungskraft. Und die Führungskraft, also sie konnte die Aufgabe nicht lösen, ohne das Team zu fragen. Und die Führungskraft war in dem Fall ich. Und ich habe sehr wahrgenommen, ich bin jetzt Führungskraft, ich muss das jetzt lösen. Und ich habe da vor mich hingefummelt und irgendwann hat mich jemand aus dem Team gefragt und gesagt, Theresa, frag doch mal uns, was wir wissen. Und das fiel mir, das ist fast unangenehm, das zu erzählen, wie schuppen vor den Augen richtig, ich kann das gar nicht alleine herstellen. Also Zusammenarbeit gelingt im Team. Aber mit ambitioniert, frisch aus dem Team heraus Führungskraft geworden, dachte ich, ich habe das gespürt, meine Verantwortung, ich muss das für uns lösen. Und das ging katastrophal in die Hose, weil ich das nicht lösen konnte. Und seitdem, und das ist mein Game Changer, weiß ich, wie wichtig das ist, viele Perspektiven reinzuholen, nicht die Verantwortung abzugeben, aber zu fragen, das wisst ihr. Ich entscheide immer noch, aber sich mehrere Seiten einer Medaille anzugucken. Und darum sage ich immer noch, interessierte Führung, das hat mich sehr geprägt, ist eine unterschätzte Führungskompetenz. Wir wollen oft Aktionismus und vergessen aber, mal wie bei dir in der Medizin, uns mal mit der Diagnose zu beschäftigen. Man würde auch nicht in der Medizin einfach anfangen, eine Therapie zu machen und sagen, wird schon. Und das erlebe ich aber ganz oft, dass irgendwie, machen Sie mal Workshop, machen Sie mal Führungsentwicklung. Das zahlt auf nichts ein, wenn wir vorher das Problem nicht verstehen.
SPEAKER_02Go, go, go, go, go. Die Schnellfragerunde.
SPEAKER_01Theresa, was geht dir hart auf den Sack?
SPEAKER_00Mir geht das auf den Sack, Verantwortung nicht zu nehmen, ja, sondern nur so ein Bashing zu machen.
SPEAKER_01Und was ist aus deiner Sicht unterschätzt?
SPEAKER_00Interessierte Führung.
SPEAKER_01Und wovon braucht die Welt mehr? Von Perspektiven und Möglichkeiten. Und die Welt der Medizin?
SPEAKER_00Die braucht ein bisschen mehr von Perspektivwechseln.
SPEAKER_01Wann wird man als Generationenexpertin nervös?
SPEAKER_00Ja, jetzt Stellraderunde. Die werde ich tatsächlich nicht.
SPEAKER_01Und deine Lieblingsliteraturstelle oder Wissensquelle?
SPEAKER_00Meine Lieblingsliteraturquelle ist tatsächlich Fachliteratur. Ich stehe total, ich bin Soziologin, ich stehe auf Statistiken.
SPEAKER_01Hast du eine Studie, die ich in die Shownotes packen kann, die du besonders toll findest?
SPEAKER_00Ich finde den Gallup-Index immer toll, weil der viel über gesellschaftliche Veränderungen in Unternehmen aussagt.
SPEAKER_01Den erklärst du uns gleich noch. Und worüber hast du das letzte Mal laut gelacht?
SPEAKER_00Über meine Tochter, die hat sich jetzt das erste Mal mit einer Liebesfragestellung beschäftigt. Und ich fand das eine große Bereicherung, daran teilzunehmen. Haben wir beide gelacht.
SPEAKER_01Okay, was ist der Gallup-Index? Warum muss das jeder kennen? Warum ist es spannend zu wissen?
SPEAKER_00Spannend ist das, weil diese Studie untersucht praktisch Veränderungen in Unternehmen. Und das wirkt ja unmittelbar in Generationsvielfalt rein, ja, weil jede Generation muss unter bestimmten sozialen Veränderungen betrachtet werden. Und was zum Beispiel in allen Unternehmen gleich ist, ist zum Beispiel Themen wie, dass eine emotionale Bindung sinkt in Unternehmen oder eine hohe Wechselbereitschaft da ist. Aber auch, dass es zunehmend eine hohe Zahl an innerer Kündigungen gibt. Warum ich das interessant finde, liegt daran, dass man manchmal auch auf Führung Generationen Y und Z ist, und Z noch viel stärker, ist auf soziale Führung angewiesen. Die wollen nicht nur Fachlichkeit, sondern sich austauschen können. Und manchmal erleichtert das auch, meine Führungskräfte zu sagen, es ist schwierig und es ist auch laut statistischem Befund schwierig. Also es ist nicht so, du bist komisch oder du kannst das nicht, sondern wir haben eine hohe Individualisierung. Wir gehen nicht mehr über, du kennst vielleicht noch diese klassischen Führungsstile, die man früher gelehrt hat. Das bringt einem nichts. Man guckt auf Effektivitätskriterien. Man sind Teams effektiver nicht. Und da hilft mir der Blick über alle Unternehmen hinaus, damit ich das praktisch auch einordnen kann. Denn wir haben ja über Diagnosen gesprochen und das hilft mir dann zu gucken, okay, ist das eine besondere Situation oder sind wir eigentlich ziemlich im Benchmark.
SPEAKER_02Sechs oder neun.
SPEAKER_01Jetzt machen wir mal den Perspektivenwechsel und du hast für uns eine Situation und die beleuchten wir ganz bewusst von verschiedenen Perspektiven. Was hast du uns mitgebracht?
SPEAKER_00Ich erinnere eine Situation, wo es tatsächlich, wo ich dazu gerufen wurde, denn in der Station konnten die, also ich rede jetzt über Pflege, nicht mehr miteinander arbeiten, weil die Situation unklar war, wie wird das Bett richtig gemacht. Es gab also praktisch eine gestandene Stationsschwester, die gesagt hat, das Bett muss so und so gemacht werden und eine junge Schülerin, die wollte das gerne machen, wie in der Schule gelernt. Und das ging dann so weit, dass dann auch schon sämtliche Leute eingeschaltet waren. Und nun ist die Frage, wer hat ein Recht? Also wie wird das Bett gemacht? Und es ist natürlich berechtigt, verstehen heißt nicht einverstanden sein, zu sagen, hier drüben, so wie das Bett eine erfahrene Stationsschwester gemacht hat, lohnt sich auch zu vertrauen und zu sagen, guck mal, das ist eine Erfahrung von vielen Jahren. Das kann man anerkennen. Genauso gut ist anzuerkennen, dass jemand vielleicht neuere Dinge mitbringt, ohne das andere dadurch abzuwerten. Das war eine klassische Situation. Ist tatsächlich, wo man dann gucken muss, wie gehen wir damit um? Zwei Perspektiven, die beide richtig sind. Aber wir müssen die eben verhandeln und besprechen.
SPEAKER_01Okay, das liegt jetzt ja erstmal auf der Hand. Also wieso klappt das nicht oder was hast du als Tipp, wieso der Perspektivenwechsel da helfen kann?
SPEAKER_00Zum Beispiel, manchmal steht dahinter ja auch eine andere, ein anderes Bedürfnis. Tatsächlich hat die Stations- oder diese erfahrene Schwester immer gesagt, wir machen das ja schon immer so. Nee, das brauchen wir jetzt nicht, wir machen das schon immer so. Und dahinter stand natürlich, wenn, das ist tatsächlich auch ein Praxistipp, wenn ich diesen Satz höre, wir machen das schon immer so, mehrheitlich von Menschen, die lange im Beruf sind, dann kann dahinter oft eine fehlende Wertschätzung stehen. Die haben schon sehr viel mitgemacht, die haben schon sehr viel digitalisiert, die haben schon sehr viel Veränderungen mitgemacht und das wird meistens nicht anerkannt. Meistens wird der Fokus auf die jungen Menschen im Wettbewerb um Talente, Fachkräftemangel gelegt. Und dann kann da schon entstehen, dass ich mich über diese Situation mich sichtbar machen muss und mich daran festhalten muss, bis mal jemand kommt und mich wirklich wertschätzt. Aber nicht im Sinne von dieses Pseudo-Wertschätzen, sondern tatsächlich auch mal anerkennt, was ich hier getan habe und wirklich mal sagt, wow, Frau Körner, was Sie uns hier seit so vielen Jahren die Treue halten, das hätten vielleicht andere nicht gemacht. Und wenn ich das nicht anerkenne, dann löst sich diese Schleife von, wir haben das Bett schon immer so gemacht und meine Bedürfnisse sind hier nicht wichtig. Das löst sich dann nicht auf. Und wenn ich darauf bestehe, dann müsste ich auch sagen, warum ich darauf bestehe. Auf beiden Seiten. Auch hier sind ja auch die jungen Menschen in der Pflicht.
SPEAKER_02Kein Applaus für Scheiße.
SPEAKER_01Was gibt es für Führungsverhalten, wo du sagen würdest, das ist nie richtig, egal in welcher Generation oder Situation man ist, wo du das erlebst und sagst, da braucht es eigentlich keine Generationenexpertin. Das geht einfach nie. Und das sollte man immer meiden, wenn man selber in einer Führungssituation ist oder auch thematisieren, wenn man jemand ist, der geführt wird.
SPEAKER_00Ja, tatsächlich ist es so, ich bin ja auch Systemikerin und als Führungskraft bin ich immer Teil des Systems. Bedeutet, wenn ich es also andersrum formuliert, schlecht machen will als Führungskraft, dann gehe ich davon aus, dass ich die Ansagerin bin für die anderen. Und wenn ich es gut machen wollen würde, dann würde ich davon ausgehen, dass eine Führungsposition bedeutet, auch natürlich, dass ich mich auch reflektieren kann. Dass ich auch Haltung habe und dass ich mich dort in Verantwortung gehe, wo auch meine Verantwortung ist. Führungskräfte, die ich erlebe in der Mitte vom Krankenhaus, die also so beide Seiten tragen, die aus dem Team herausgekommen sind. Die nutzen manchmal Hilfsmittel, indem die sagen, ja, ich würde es ja für euch machen, aber ich kriege hier gar nichts mit, ich kann gar nicht und so weiter. Oder so einen Satz, den kennst du vielleicht auch. Ah ja, ich nehme es mir mal mit, danke. Wenn ich es mir mitnehme, müsste ich auch wieder zurückbringen. Also das kann nicht, da wäre ich sehr dafür, mach deine Erwartungen klar, wofür stehst du nicht? Was kannst du nicht herstellen, dass Führungskräfte auch sagen, was sie nicht machen. Und das wäre eine Einleitung oder eine Einladung, die ich immer aussprechen würde. Wofür stehst du und wofür stehst du nicht? Und wenn ich schlecht machen will, dann sage ich nur, was ich alles kann und dass jemand anders Böses das verhindert. Das stimmt aber nicht. Also, und es ist noch das andere, sei authentisch. Ja, wenn ich jetzt jemand bin, der also vielleicht nicht gut kommuniziert laut Lehrbuch, dann manage deine Schwäche. Dann guck, dass du nicht in Situationen kommst, wo du jetzt dran bist, sondern wo du dir Unterstützung holst. Weg von diesem, wir können alle alles lernen und jeder kann zu Kommunikationsseminaren. Wenn ich wirklich am äußeren Rand bin von, es ist schon grenzwertig, dann komme ich nicht auf die wertschätzende Seite, auch nicht mit 100 Seminaren. Nicht, dass man dich nicht entwickeln kann, aber es ist vielleicht nicht mein Talent. Dann muss ich schauen, dass ich so ein bisschen manage, diese Schwäche. Vielleicht Rollen vergebe. Ja, sage, ach, Frau so und so, ich würde mal heute eher zuhören, das Wort hat heute.
SPEAKER_01Ihnen würde ich mal zuhören empfehlen und nicht sprechen. Das kommt bestimmt immer gut an. Okay, also wenn ich jetzt so ein bisschen probiere, zusammenzufassen, was du ausgeführt hast, worüber wir wahrscheinlich noch viele Folgen machen können, dann lohnt es sich erstmal zu verstehen, warum die verschiedenen Generationen so sind, wie sie sind. Und du korrigierst mich, wenn ich jetzt falsch zusammenfasse. Ich habe verstanden, dass eine der prägendsten Zeiten eines Individuums ist die Zeit, in der man Teenager ist, oder? Also so zwischen zwölf und zwanzig. Das heißt, die Generationen werden daran gemessen, was passiert ist in einer gewissen Epoche. Ich fasse jetzt nicht alle zusammen, du hast es ja sehr genau ausgeführt, aber in Kürze kann man sagen, die Boomer, die jetzt gerade noch am Arbeitsmarkt sind, die sind nach dem Krieg geboren in einer Zeit, in der sozusagen ganz viel strukturiert war es, ging viel um Disziplinen und es wurde ganz viel vorgegeben und man musste das so mitmachen. Das ist wahrscheinlich keine wieder so ein bisschen.
SPEAKER_00Also, das ist keine Nachkriegsgeneration, ja, sondern deren Eltern waren das. Die haben Entbehrungen mitgemacht, ja. Also, das ist keine Nachkriegsgeneration. Und diese Disziplin ist einfach eine Werteorientierung. Pünktlichkeit, die haut es raus, wenn jemand, du kennst vielleicht diesen Spruch, fünf Minuten vor der Zeit und so weiter. Die haut es raus, wenn das Unklar ist, also Unpünktlichkeit hassen die, ja, weil die wollen dann auch, die sagen Dinge wieder, will ich mal das Elternhaus sehen. Das ist gar nichts mit dem Elternhaus.
SPEAKER_01Klar, klar, klar, klar, klar. Okay, also aber Struktur, Disziplin und das war alles sehr klar vorgegeben, oder? Dann kommt Generation X, da ging es mehr um das Ziel, du hast es als unspektakulär beschrieben. Musikalisch würde ich sagen, ist da sehr viel passiert, so als Musiker, aber sozusagen, genau, und es ging sehr viel um Work-Life-Balance sozusagen, ja, das heißt hier und da. Und dann kommt Generation Y, da gehöre ja unter mal auch ich dazu, also geboren in den 80ern wahrscheinlich bis in die 90er. Und da ist dann schon Work-Life-Blending, also die können das miteinander verbinden. Und da geht es eher um das Warum als um das Ziel. Und dann kommt Generation Z, das sind ja die meisten Menschen, die aktuell jung sind am Arbeitsmarkt. Und das sind Menschen, die in einer Zeit auch wieder der Unsicherheit gewachsen werden. Und die gucken deswegen mehr auf sich, weil sie das Gefühl haben, um uns herum fällt alles auseinander. Also achte ich zumindest mal auf mich, das ist in meinem Einflussbereich. Und Klimawandel hört keiner zu und Fridays for Future ist wieder verpufft und und und. Und man kann, ich kann es sehr gut nachvollziehen. Ich finde auch wichtig nochmal zu sagen, man wird ja von seinen Eltern sozusagen gemacht, also genetisch und auch man kriegt ja eine Umgebung von denen. Das heißt, wenn man, man will es ja sowieso nicht bashen, aber wenn müsste man die Generation davor sozusagen ansprechen, ihr habt ja eure Kinder so erzogen, wie ihr das tut, oder? Und wenn die Eltern dir keine Problem-Solving-Skills an die Hand geben, weil sie das Gefühl haben, ich möchte Harmonie first sozusagen und dann erst alles andere, dann wie soll ich dann, wenn derjenige alleine auf dem Arbeitsmarkt ist, in wo auch immer, im Job oder so oder auch in der Beziehung, wie soll ich dann damit umgehen? Das kann ich gut verstehen. Dann kommt Generation Alpha, über die wir noch nicht so viel wissen, was jetzt die Jüngsten sind, wo du das Gefühl hast, die werden wieder ein bisschen mehr auf sich achten und weniger aus Harmonie aus sein. Das war sozusagen jetzt erstmal Content.
SPEAKER_00Und kann ich dir noch ganz kurz eins dazu sagen? Denn tatsächlich ist es so, ich ein Beispiel für die Z- und Y-Dynamik, die ist mir wichtig anhand von eigenen Beispielen. Tatsächlich ist es so, dass mein Sohn ein Praktikum gemacht hat und Arzt werden wollte. Und jetzt will er kein Arzt mehr werden. Und am letzten Arbeitstag habe ich zu ihm gesagt, du nimmst eine Merci-Packung bitte mit, als Dankeschön, dass du dort dein Praktikum kostenlos machen konntest, dein Schülerpraktikum. Und dann hat er mich entsetzt angeguckt und gesagt, die müssten mir eine Merci-Packung schenken, weil ich kostenlos durgearbeitet habe. Ist auch irgendwie ein Ansatz. Er hat das dann durchgesetzt oder ich habe es durchgesetzt, weil ich die Mutter bin. Er hat es abgegeben, er hat nicht verstanden, warum er es da abgegeben hat und finde das immer noch falsch. Also er kann es nachvollziehen, aber wäre nicht einverstanden. Und das meine ich, das ist so witzig, dass wir gerade dann eben so die Arbeitswelt neu verhandeln.
SPEAKER_01Absolut. Und ich glaube, da gibt es ja auch keinen, da gibt es ja nicht richtig und falsch. Das Entscheidende ist ja, am Ende muss der Show der Laden ja irgendwie laufen. Und ich meine, vielleicht ist es auch ein sehr Generation Y-Ding, sozusagen das jetzt so zu sagen. Ich bin Klinikdirektor und so, ja, ich gucke ja schon auch nochmal anders auf die ganze Institutionen. Und ich gucke schon sehr auf die Verantwortung. Und am Ende muss man ja sagen, wenn ich, ist ja auch ein Thema, worüber wir im Vorgespräch gesprochen haben, da sind wir jetzt gar nicht zu gekommen, ja, wenn ich ein bisschen krank bin, dann gehen ja die älteren Generationen zur Arbeit, weil sie möchten sozusagen die Verantwortung weiter tragen, sie möchten keinen enttäuschen, sie möchten für die anderen da sein. Und die jüngeren Generationen gucken darauf und sagen, wie kannst du so schlecht mit deinem eigenen Körper umgehen und vielleicht steckst du wen an? Also bleib doch zu Hause, wir wollen dich hier gar nicht sehen. Oder ich kenne das auch, dass sich eine jemand meldet sich krank und schreibt, der Arzt hat mich jetzt für die ganze Woche krank gemeldet, so als wäre das ein Schicksal, was über dich kommt. Und das ist irreversibel sozusagen. Ich kann gar nicht anders, als ich muss da gehorchen. Und es gibt halt andere, die sagen, mir geht's heute schlecht, ich bin heute zu Hause und morgen gucke ich weiter. Und ich beziehe da jetzt gar nicht Position, auch wenn ich es wahrscheinlich mit meinem Wortfall schon getan habe. Aber das ist ja auch etwas, wie gucke ich da drauf? Und ich ertappe mich zumindest dabei, dass ich dann manchmal frage, wenn du jetzt sagst, oh, du für die nächsten, du bist ja nicht ein kranker Mensch grundsätzlich, du bist ja eigentlich gesund. Und jetzt bist du irgendwie für acht Tage krank geschrieben. Wirst du in sechs Tagen wirklich noch krank sein? Also ist es wirklich so? Würdest du in deinem eigenen Business wirklich jetzt dich sechs Tage rausnehmen? Hilf mir mal, wie ich da die Perspektive wechseln kann, dass ich da wertschätzend drauf gucken kann und nicht jemanden sehe, der da die Verantwortung einfach abgibt und nicht trägt. Wie kannst du meinen Horizont da gut erweitern, dass ich da mehr Verständnis für gewinnen kann?
SPEAKER_00Ja, und das ist auch schwierig. Das erlebe ich auch in ganz vielen Häusern und Gesundheitseinrichtungen, dass Leute auch sagen, gerade ältere Generationen, wieso denn gleich eine Woche? Der weiß doch noch gar nicht, ob es dann oder sie weiß doch gar nicht, ob es dann besser geht. Und das ist auch tatsächlich relevant für den Austausch. Und das ist auch teilweise, kann ich auch den Ärger verstehen, zeitgleich ist es wichtig, Krankenrückkehrgespräche zu machen. Tatsächlich, wenn jemand wiederkommt, zu sagen, Mensch, wie geht's dir denn? Wie geht's dir besser? Was können wir tun? Und da erlebe ich auch, dass mir natürlich braucht Führung Zeit. Dass Führungskräfte sagen, da habe ich jetzt nicht noch Zeit dafür. Also ich bin froh, wenn hier die Leute überhaupt kommen. Aber tatsächlich ist es wichtig, denn wir müssen uns für Zugehörigkeit engagieren. Und wenn es scheißegal mir vorkommt, ob ich da bin oder nicht, dann ist das natürlich schwieriger. Sondern wir wollen ja eben, und wir sind, das habe ich eingangs gesagt, in einer zunehmend individualisierten Welt. Und es ist wichtig, Gemeinschaft herzustellen. Zugehörigkeit ist ein starkes Bedürfnis von Menschen, zu sagen, geht's dir besser. Schön, dass du wieder da bist. Ich kenne auch schon Krankenhäuser, die machen nicht mehr die Frage, wer fehlt heute im Dienstplan, sondern die Fragen, wer ist denn da. Also, wo die gesagt haben, ja, wir versuchen es jetzt einfach mal mit einer anderen Kommunikation. Wie man dazu steht, sei mal dahingestellt. Aber meine Einladung wäre immer, Zugehörigkeit herzustellen, weil das haben wir schon in der Hand. Zu sagen, ich kriege mit, was du tust. Schön, dass du wieder da bist. Wie geht's dir? Dass jemand nicht antworten muss, weil ich kenne auch Arbeitsrecht, das ist mir klar. Aber tatsächlich, dieses Gespräch überhaupt einzuleiten, halte ich für ganz wichtig. Denn wenn wir bei Generationen sind, erinnere ich nochmal als Beispiel für Individualisierung, als meine Eltern Jugendweihe hatten, das gab es zur damaligen Zeit auch noch, jetzt ist das nicht überall üblich. Die hatten ein Buch bekommen, man kriegt ja mal ein Buch, Weltall Erde Mensch. Also du bist Teil von was ganz Großen. Ich bin Generation Y, ich habe bekommen du und Europa. Mein Bruder ist jünger, wir leben in Sachsen, der hat bekommen du und Sachsen, mein Sohn hat bekommen du und deinen Körper vor drei Jahren. Also du siehst immer ein bisschen kleiner. Und da kann man gar nicht, wenn jemand dann vielleicht sich eine Woche krank meldet, der denkt, na das ist so, der Arzt hat das gesagt, das ist ja nichts weiter als zu sagen, ich vertraue da dem der Ansprechperson. Und deswegen will ich gerne nochmal sagen, Krankenrückkehrgespräche, Zugehörigkeit stärken, du bist Teil des Teams, gut, dass du wieder da bist. Und beim nächsten Mal kannst du auch entscheiden, oft wissen das junge Menschen gar nicht. Oder Menschen wissen es gar nicht. Beim nächsten Mal, wenn es dir eher gut oder besser geht, aber nur wenn es dir gut geht, ist es auch schön, wenn du eher wiederkommst. Du kannst das entscheiden. Also das heißt, wir müssen einfach uns für Wissen engagieren und das fehlt oft. Im Onboarding oder auch später, was darf ich hier, was darf ich nicht?
SPEAKER_01Die Yeah-Box. Jetzt haben wir so eine Toolbox, da tun wir Tools rein, um sozusagen all das, was wir besprechen, auch möglichst praktisch anzuwenden. Jetzt hast du ganz viele Tools da reingetan, die in die Führungsgeschichte Riege gehören, oder? Also Rückkehrgespräche führen, interessierte Führung war jetzt für mich ein Überbegriff, der das Ganze am besten beschreibt, oder? Wenn du dich für die Menschen interessierst, dann interessierst du dich natürlich, ob und wann sie da sind oder auch, wenn sie nicht da sind, wie es ihnen danach geht und so, das gehört. Das fasst ja alles irgendwie zusammen. Und ich glaube, das gehört ja auch noch dazu, es muss ja auch irgendwie authentisch sein, oder? Wenn du das, wenn du eine abgelesene Frage stellst, wo du dir irgendwie, du hast diesen Podcast gehört und dann stellst du diese Frage, aber dich interessiert die Antwort nicht, das bringt ja nichts. Was würdest du denn für die jüngeren Generationen in diese Toolbox packen?
SPEAKER_00Ich würde für alle Generationen reinpacken, verstehen heißt nicht einverstanden sein. Das halte ich für ein ganz wichtiges Mantra. Ich kann natürlich verstehen, dass Frau so und so sich ärgert. Deswegen muss ich nicht einverstanden sein. Ich finde das ganz wichtig zu sagen, auch so ein Reverse Mentoring im Alltag. Was ich damit meine ist, wir pauschalisieren oft. Aber dieses gegenseitige Wissensmanagement, dieses wozu führt das? Also nicht nur das müssen wir so machen, weil das ist doch logisch, sondern auch zu sagen, wir müssen es so machen, weil das dazu führt, dass irgendwas besser wird. Und das halte ich für wichtig und auch Konflikte gehören zum Arbeitsalltag dazu. Und Konflikte haben Vorrang. Das heißt, wenn dir was nicht gefällt, ist es wichtig, wäre explizit auch für jüngere Generationen, das anzusprechen. Das ist wichtig.
SPEAKER_01Richtig deeper Scheiß. Was ist das? Ja, richtig deep. Was ist das Beste, was mal jemand für dich getan hat?
SPEAKER_00Das Beste, was mal jemand für mich getan hat, außerhalb meiner Familie natürlich, da bin ich sehr gesegnet mit. Aber das Beste, was jemand ausshalb for me getan hat, was auszuprobieren, wo er uns, ob das wirkt. Denn tatsächlich, warum das the best is, heißt, wir experimentieren ja nur. But when I can't, when ich mich mal traue, was anderes auszuprobieren. And ich kann es vorher ankündigen. Ich kann auch sagen, heute will ich mal was anderes machen, wundert euch nicht. Das und das. Und das fand ich cool, weil das hat auch was mit Vertrauensvorschuss zu tun, sich selber gegenüber zu sagen, ich probiere es anders, aber natürlich auch mal ein Tool auszuprobieren, das ich aus einer Toolbox mitgebracht habe, um zu gucken, passt es zum Handwerkskoffer oder nicht.
SPEAKER_01Und was hat er ausprobiert oder sie?
SPEAKER_00Ein Konfliktgespräch zu führen. Aber mit zwei Parteien.
unknownUnd das läuft dann nochmal anders.
SPEAKER_00Denn tatsächlich war das so, dass das sehr verhärtet war. Und sternförmige Gesprächsführung heißt das, ist super, kann ich empfehlen.
SPEAKER_01Das klingt doch ziemlich gut. Und was hättest du mit 25 schon gern gewusst, was du inzwischen weißt?
SPEAKER_00Was ich mit 25 gerne gewusst hätte, dass ich mich mehr traue zu reisen. Ich war mal Schüsse, als ich jung war. Jetzt bin ich das nicht mehr so, aber mit Mitte 20 war ich sehr drauf aus auf Hauptsache. Alle sind mit mir zufrieden.
SPEAKER_02Sie sind unter uns.
SPEAKER_01Okay. Aliens landen auf diesem Planeten und sehen Weltkriege, Erderwärmung, Ressourcenausbeutungen und sagen, die menschliche Spezies hat es doch eigentlich gar nicht verdient, weiterzuleben. Und jetzt bist du auserkorend, Theresa, dass dieses Bild zu revidieren und zu zeigen, wie gut dieser Planet ist. Was machst du denn mit den Außerirdischen, damit sie das verstehen, wie toll das hier ist?
SPEAKER_00Sie würde erstmal natürlich unterschiedliche Menschen zeigen. Denn tatsächlich ist es so, dass, und das würde ich auch erklären, jeder gibt sich Mühe. Sieht von außen halt anders aus. Und ich bin große Menschenfreundin. Ich glaube an Konstruktivismus. Das würde ich auch versuchen zu erklären, insofern ich denn ausländisch Aliensprache spreche. Nicht. Aber tatsächlich würde ich viel lachende Menschen zeigen. Denn tatsächlich halte ich Humor und Lachen für eine große Kompetenz in allen Situationen.
SPEAKER_01Jetzt bist du leider in der Hölle gelandet beim Satan. Und um da wieder rauszukommen, musst du den Satan in einer Disziplin schlagen. Das hat noch niemand geschafft vor dir. Aber du darfst die Disziplin wählen. Was ist denn deine Disziplin, die du wählst? Und was machst du?
SPEAKER_00Meine Disziplin ist Schwimmen. Ich bin eine sehr gute Schwimmerin und war das auch immer. Und tatsächlich glaube ich, wenn der so, stelle ich mir vor, dass der Teufel so raucht, der würde ja gleich ausgehen im Wasser. Da bin ich wahrscheinlich schneller.
SPEAKER_01Ah, der kann ja nicht mehr brennen.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_01Das ist doch ziemlich gut.
unknownTake it away, baby.
SPEAKER_01Okay, wie, was schlägst du jetzt unseren Hörerinnen und Hörern ganz konkret vor mit all dem, was wir jetzt hier besprochen haben, als sagen wir mal Grundlage? Jetzt geht man morgen wieder in den Job oder in was auch immer, dein Umfeld, dein Verein, die Kita, den Eltern, was auch immer, wo man so ist. Oder einfach die Klinik, die Praxis. Was ist ein Mindset, eine Art, etwas, wie kann man dieses Wissen oder all das, wofür du jetzt hier gestanden hast und stehst, ganz konkret anwenden?
SPEAKER_00Das, was ich, wozu ich einladen möchte, ist tatsächlich ein Stück weit Respekt vor anderen Lebensentwürfen, vor anderen Sichtweisen. Ich würde immer einladen, zum Perspektivwechsel, sich zu interessieren mit dem Blick, verstehen heißt nicht einverstanden sein. Und dass meine Schlussfolgerung, auf die ich komme, nicht die richtige sein muss. Wir geben uns alle Mühe im Leben. Wir gucken ja praktisch nur auf eine Seite von einem Würfel und ich gehe immer davon aus und würde das immer unterstellen, jemand bemüht sich im Rahmen seiner Möglichkeiten.
SPEAKER_01Das ist doch ein ziemlich gutes Schlusswort. Ich probiere das jetzt auch mal. Melde mich dann hier, wie es gelaufen ist. Dir, liebe Theresa, danke für deine Einblicke, die wir haben konnten. Ihnen und euch fürs Zuhören. Lieben Dank und ich freue mich immer über Feedback. Was geht besser? Wen müssen wir einladen, über welche Themen müssen wir sprechen? Kürzer, länger, schneller, höher, schneller, was auch immer. Wie können wir diesen Podcast so verändern, dass der allen, die zuhören, maximal was bringt? Denn wir wollen ja nicht nur irgendwie drüber sprechen, sondern auch gucken, dass sich die Welt für euch da draußen ein kleines bisschen verbessern kann mit dem Wissen, die Menschen, die wir jetzt sozusagen ans Mikro holen, die Geschichten, die wir erzählen, die Perspektive zu verändern und irgendwie zu zeigen, dass es hier alles geil sein kann, dass es der tollste Job der Welt sein kann, in der Medizin zu arbeiten und dass wir mit all diesen Widrigkeiten, die die Welt für uns so bereit hat, irgendwie hält irgendwie klarkommen und ein gewisses Rüstzeug haben, damit umzugehen. Dafür steht Geamedics Education und dafür habe ich das gegründet und freue mich, das machen zu können. Danke, liebe Theresa, danke Ihnen und euch. In den Shownotes habe ich den Gallup-Index verlinkt. Da kann man nochmal reinschauen, wenn man das möchte. Und ich habe irgendwie das Gefühl, die Theresa laden wir oft nochmal ein und freue mich dann bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.
unknownDanke.
SPEAKER_02Yeah, das war der Year Matrix Podcast. Kai Hände.
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