TRAIL MAGAZIN Podcast

Trailrunning-Brands, die uns anziehen. Teil 2.

Denis Wischniewski, Tom Stetter Season 2026 Episode 130

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Tom und Denis schließen das Thema und sprechen diesmal über den Erfolg von HOKA, Decathlons´ Eigenmarke KIPRUN und vieles mehr ...

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SPEAKER_00

Herzlich willkommen. Oh, Tom.

SPEAKER_01

Sollen wir nochmal zusammen mal versuchen? Doch, wir machen es mal zusammen. Drei, eins, zwei, eins. Herzlich willkommen zum Trail Magazin Podcast.

SPEAKER_00

Teil 2.

SPEAKER_01

Es war jetzt echt rumpelig.

SPEAKER_00

Egal. Wie so ein Kassettenrekorder, der leiert.

SPEAKER_01

So rumpelig, wie es nur sein kann.

SPEAKER_00

Ich habe heute einen kleinen Text drüber geschrieben über eine Situation, in der ich kein Autoradio hatte.

SPEAKER_01

Alter, das kenne ich aber auch noch.

SPEAKER_00

Kein Autoradio, weil kein Geld und so, ja. Wollte dann immer so ein geiles von Kenwood, so ein geiles Autoradio. Damals dann auch mit CD-Deck und so, aber konnte ich mir nicht leisten und das alte Radio war kaputt. Und dann habe ich mir auf die Rücksitzbank eben so einen batteriebetriebenen Kassettenrekorder gelegt, einfach, dass ich Musik im Auto hatte. Und die Batterien, die waren ja total schnell leer. Und es gab ja damals keine Batterien, die du wieder aufladen konntest. Also in meiner Erinnerung gab es das damals noch nicht wirklich. Und wenn dann waren die brutal teuer, diese aufladbaren Batterien. Das heißt, es waren immer Batterien drin, die immer irgendwie halb leer waren und dann leiert das immer so.

SPEAKER_01

Aber dann auch Batterien, die mit Uran gefüllt sind, dass sie irgendwie so ein bisschen richtig dicke Dinger. Ja, so richtig dicke Dinger. Pass auf, da muss ich dir ganz schnell noch eine Story von mir erzählen, weil ich habe nämlich das gleiche Problem gehabt. VW hat ja verkauft, glaube ich, heute noch Autos mit Kassettendeck. Die haben, glaube ich, als letzte aufgehört, Kassettendecks nicht mehr serienmäßig zu haben. Irre. Auf jeden Fall war es, es muss 2006, 2007 gewesen sein. Ich weiß es nicht mehr genau. Da gab es ja so eine Reunion von Slayer. Und die haben ja damals das Album God Hates You All rausgebracht. Und ich hatte dann Karten für Dresden, live in Dresden und bin dann von Wien nach Dresden gekutscht mit der alten Kiste. Und habe mir dann so einen alten CD-Player auch auf die Beifahrersitz geschickt. Und dann jeder Song hat überall irgendwie so gestottert, weil die CD angeholt gehangen ist. Ich bin voll durchgedreht. Super. Das waren Zeiten. Ja, ja, ja, das war vor Zoom. Ja, ja, ja, ja.

SPEAKER_00

Tom, also Teil 2 heute. Wir haben einen begrenzten Zeitkorridor heute, 45 Minuten. Jetzt sind es 45, ab jetzt 45. Und wir wollen anknüpfen an die letzte Folge, in der wir über Brands gesprochen haben, also über Trail Running Marken. Mir hat einen Name sag ich nicht, jemand geschrieben aus der Industrie. Ja. Er hat mit offenen Ohren zugehört und er fand es total spannend, wie denn so die Sichtweisen auf Brands sind. Sprich, er hat eine ganz andere Sichtweise als wir offensichtlich.

SPEAKER_01

But is this good or is this schlecht?

SPEAKER_00

Oder neutral? Nee, this is neutral. This is not good and not schlecht. It's voting egal this is. But this finish tatsächlich spannend. So, würde ich jetzt gerne einsteigen. Wie sucht man sich denn einen Brand aus oder wie sucht man für sich einfach eine Marke aus, bei der man ja letzten Endes dann auch einfach die Sachen kauft und hängen bleibt, die man dann auch, die Sachen, die man dann trägt. Hat ja auch viel mit Identifikation zu tun, finde ich. Storytelling? Ja, Storytelling, also das spielt ja unglaublich viel mit rein. Am Ende ist es heutzutage, war früher vielleicht anders, können wir auch noch drüber reden. War es früher vielleicht anders. Also die bloße Funktionalität, sprich, funktioniert die Klamotte, passt die mir, fühle ich mich wohl in der, ist heutzutage sicherlich nicht alles, was zu einer Kaufentscheidung führt. Ist bei mir zumindest so. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Kaufst du nach Funktionalität?

SPEAKER_01

Nee. Für mich ist der, also die allererste Prämisse ist, dadurch, dass ich ja doch schon auf der Langstrecke daheim bin, dass die Sachen für mich funktionieren und klargehen. Aber eigentlich auf einer Linie ist dann schon so eine Markengeschichte und vor allem einzelne Personen dahinter. Also wenn jetzt die Marke interessante Leute hat, ich habe zum Beispiel damals 2015, 16, fand ich Scott Jurek halt irgendwie total cool und Toni Krupitschka und so die ganzen Leute. Und entsprechend fand ich dann auch die Marken irgendwie gut. Musste dann aber leider schnell feststellen, dass das die gut zu finden nicht reicht, um dann die Marke für sich auch zu entdecken.

SPEAKER_00

Ja, das ist ein spannender Punkt, wirklich ein spannender Punkt, weil wenn ich zu mir ehrlich bin, habe ich schon Sachen getragen, Produkte getragen, die nicht funktioniert haben und ich wusste gar, die funktionieren nicht. Und ich habe es trotzdem irgendwie, ich wollte es dann unbedingt und habe es auch gemacht, weil ich es irgendwie cool fand und die Marke toll fand und ich wusste, da gibt es jemanden, also eine Person, die findest du, die finde ich gut, die läuft, die Sachen, und ich wollte das dann unbedingt irgendwie auch. Und ich habe es dann auch gemacht und ich habe irgendwie schon auch einen hohen Preis dann dafür bezahlt, weil das Produkt irgendwie nicht wirklich funktioniert hat. Aber ich finde es spannend, dass man es dann, dass man es dann trotzdem macht oder gemacht hat. Heute bin ich da vielleicht ein bisschen anders, heute bin ich dann eher so, dass ich sage, nee, mache jetzt nicht, funktioniert nicht, mache ich nicht.

SPEAKER_01

Also ich beschränke dann sowas tatsächlich auch auf die Lifestyle-Klamotte. Also wenn ich jetzt eine Marke habe, habe ich jetzt irgendein gutes Beispiel, ja, Salomon zum Beispiel. Ich finde Salomon als Marke ja toll. Und weil es einfach einer der größten Repräsentanten vom Trailrunning ist, die es gibt. Punkt. Und ich finde einfach diesen Ultra-Brand total cool, weil ich mich damit sehr gut identifizieren kann. Ich kann aber jetzt zumindest die Schuhe für mich jetzt nicht so richtig tragen, weil es einfach, weil mein Fuß halt einfach nicht dafür ist halt einfach so. Dabei muss ich leben. Aber ich beschränke das dann halt auf die Lifestyle-Klamotten oder halt auf die eine oder andere Funktionswäsche, weil die normale Klamotte passt ja für mich. Aber da muss ich halt hier und da Abstriche machen. Aber es gibt zum Beispiel auch so Marken, ich mag ja Marken sehr gerne, die so No-Name sind, also die nicht so viele kennen, die wirklich nur Szene-Leute kennen. Ich habe irgendwie so einen Nachnamen.

SPEAKER_00

Schön ein bisschen so wie bei der Musik dann auch früher.

SPEAKER_01

Ja, total. Ich weiß nicht, was das ist. Wenn eine Band auf einem kleinen Label war. Ja, ja. Ich weiß nicht, was das ist, womit das zusammenhängt. Weißt du, zum Beispiel in einer Psychobilly-Szene damals, alle haben Necromantics gehört oder vielleicht so ein oder Demanded A Go, Meteor, so die ganzen Sachen. Und ich habe dann halt eher so absolutes No-Name-Zeug gehört oder Rockebilly. Ich habe dann halt Rockabilly-Maffia gehört, eine deutschsprachige Band aus Hamburg, die kein Mensch kennt, außer halt wirklich die harte Szene und sowas habe ich halt geil gefunden. Bei Marken ist es genauso. Ich finde Tarkine zum Beispiel eine cool australische Marke. Ich finde es schade, dass es die halt echt super schwer zu kriegen ist in Europa. Aber die Marke, die stellt für mich was dar. Die steht für mich für Endurance, für Lange Laufen, für alles, was ich halt an Trailrunning oder überhaupt am Laufen cool finde, steht diese Marke. Und deshalb ist die für mich eigentlich so, wo ich sage, geil, wenn jetzt hier ein Laden wäre, wo man das kaufen kann, ich würde es halt kaufen.

SPEAKER_00

Das heißt, du bestellst dir es halt online.

SPEAKER_01

Nee, ich habe es einmal, ich habe einmal ein paar Schuhe bestellt. Wir hatten es, glaube ich, schon mal. Ja, wir haben es drüber besprochen. Ja, weil ich unbedingt diesen gelabelten Filgor-Schuh haben wollte, weil der einfach, weil ich wissen wollte, ob man für diesen Preisen ordentlichen Schuh bauen kann, was ich mit Ja beantworten kann. Aber ja, es fühlt sich aber unvernünftig an, jetzt da irgendwie, ich glaube, eine Großbestellung, dass man sagt, Rose, Schorn, also wirklich mal das komplette Programm für ein paar hundert Euro, dann würde ich es, okay, das kann man mal machen, aber ich versuch's. Es gibt hier genug Hersteller, die das auch gut hinkriegen.

SPEAKER_00

Ja. Wir haben beim in der ersten Folge über einen, das fiel mir jetzt im Nachhinein auf, wir haben über einen Brand nicht gesprochen, glaube ich zumindest, über den wir auf jeden Fall jetzt kurz nochmal sprechen sollten. Und zwar, das ist ganz spannend, ein Dekathlon.

SPEAKER_01

Naja, indirekt, indirekt haben wir drin.

SPEAKER_00

Ja, indirekt haben wir vielleicht schon drüber gesprochen, aber ich würde da nochmal das ein bisschen vertiefen. Also Dekathlon, klar, kennen alle. Also gehe ich davon aus, dass alle, die zuhören, Dekathlon kennen. Wahrscheinlich, unsere Zuhörer auf jeden Fall. Also ist, finde ich, eine spannende Entwicklung, was die Trailrunning- und Laufprodukte angeht, weil ich erinnere mich vor vielen Jahren, als diese ersten Dekathlon-Supermärkte, man kann ja fast sagen, es sind Sportsuperkte. Ja, es sind Supermärkte, ja. Man läuft durch so einen Discount.

SPEAKER_01

Sportdiscount.

SPEAKER_00

Man läuft da ja wirklich mit so einem Einkaufswagen irgendwo durch. Und ja, also kennt man so ja eigentlich nicht für Sportausrüstung. Und vor vielen Jahren, als da die ersten Filialen in Deutschland aufgemacht haben, ich hatte so ein bisschen das Glück, dass im Schwäbischen, wo ich herkomme, dass da bei Blochingen quasi diese große Filiale aufgemacht hat. Da hatte man von Stuttgart aus immer guten Zugriff drauf. Man war nicht weit dahin zu kommen. Und da war das schon so: also, da geht man halt hin und kauft irgendwie wirklich billig was, ja. Und man wusste, das ist okay. Also die Sachen sind okay, aber halt auch nicht mehr. Und im Prinzip war es aber jetzt auch nicht sonderlich cool, irgendwie die Sachen zu tragen. Da war es am Anfang, war es irgendwie ganz smart, die Sachen so zu tragen, dass man es nicht gesehen hat. Sprich, man hat es so ein bisschen auf den Base-Layer oder so dann oft auch beschränkt. Aber da hat sich dann, da hat sich ja echt viel getan. Also Kip Run ist ja quasi so dieses Lauflabel, das unter dem Dach von Decathlon jetzt schon wirklich wie ein Brand funktioniert. Und wir haben auch, also da will ich jetzt auch gar nicht rumdrucken oder rumlügen. Wir arbeiten mit einem Magazin, auch in dem Jahr mit Kiprun oder Decathlon zusammen, sprich es ein Kunde von uns, ja, also die Werbung bei uns und wir testen auch die Schuhe jetzt und stellen die vor und so weiter. Und im Prinzip ist das eine Zusammenarbeit und das Ganze funktioniert wie mit jedem anderen Brand auch. Es ist gar kein Unterschied. Und ich habe das Gefühl, die arbeiten an den Produkten auch nicht anders als andere Brands. Sprich, die haben eine Produktentwicklung, die haben ein Marketing, die versuchen ein Brandbuilding zu machen und so weiter. Aber die Ursprünge sind halt ganz andere. Wie blickst du, Tom, auf Decathlon und vor allem auf Kiprun?

SPEAKER_01

Also Decathlon hat ja früher so ein bisschen diesen Guizes, dieser Geizes Skyl-Mentalität, da hat es super reingepasst. Und für mein Gefühl wandelt sich Dekathlon gerade so ganz langsam Richtung Qualität, Richtung, wir wollen irgendwie so versuchen, für jeden Geldbeutel und für jedes Niveau was anzubieten. Und ich finde das die mit Van Rizel und mit Kit Run, also mit der Radmarke Van Risel and with der Laufmarke Kid Run einen ziemlich schlauen Move gemacht haben, weil die das natürlich total losgelöst von Decathlon vermarkten können. And we hatten ja schon darüber geredet, dass es eine Frage der Zeit wird, dass es Megastores geben wird von den beiden Marken in Großstädten.

SPEAKER_00

Ich glaube teilweise schon.

SPEAKER_01

Gibt es schon, was auch total Sinn ergibt, weil die Sachen nicht nur funktionell sind, sondern teilweise auch wirklich schön. Das liegt immer im Auge des Betrachters. Aber ich finde, Tekathlon hat, also wenn ich das jetzt so ganz früher vergleiche, echt geschafft, auch die machen jetzt wirklich teilweise schöne Kleidung. Teilweise deshalb, weil es liegt immer im Auge des Betrachters. Aber wenn ich mir, die haben ja so immer diese Pro-Linien, wenn ich mir das anschaue, die ganzen Klamotten und Sachen, egal ob laufen oder radeln, gefällt mir total gut. Auch die Schuhe gefallen mir optisch sehr gut. Klar. Irgendwann gab es ja mal Roka, die gestartet haben und wahrscheinlich ganz unbewussten, sehr, sehr langfristigen, ich will es jetzt nicht trend setzen, aber in eine Marken-CI gesetzt haben und da schließen sich jetzt andere an. Und das sieht man bei La Sportiva, das sieht man bei Scott jetzt, das sieht man bei Salomon und das sieht man jetzt eben auch bei Kipern, weil deren Trail-Schuh ja auch auf Komfort ausgelegt sind, dicke Sohle, schön angenehm laufen. Da geht es nicht darum, barfußig die Füße kaputt zu machen, sondern da geht es wirklich darum, dem Kunden ein geiles Produkt zu verkaufen. Das ist so meine Wahrnehmung zu Dekatlon, dass die sich wirklich Mühe geben. Die haben auch, glaube ich, die Trail-Szene verstanden, dass die ein Ordnung ein gutes Produkt haben wollen. Die wollen halt keinen Billigmüll, so wie früher, dass du gesagt hast, okay, ich mache mal eine Weitwanderung, da kaufe ich mir bei Dekatlon ein Longsleeve, was ich dann danach wegschmeiße. Das ist nicht mehr zeitgemäß, das kann ich nicht mehr machen. Und ich habe auch das Gefühl, Kiprun wird auch tatsächlich, da gibt es eine Identifikation. Die Leute tragen es offen, die Leute tragen es groß gebrandet, kaufen Kleidung, wo es groß drauf ist. Und das ist ja schon mal ein sehr gutes Zeichen, was für Dekathlon spricht.

SPEAKER_00

Ja, ich meine, die bringen sich natürlich auch ins Spiel bei, sagen wir mal, diesem Thema Superschuh. Die haben ja mit dem Kip Summit, der Pro, nee, nicht Pro. Auf jeden Fall, jetzt fällt mal Kip Summit Max gibt es. Das ist also der Schuh mit der maximalen Dämpfung. Und dann haben sie ja noch den, also mit der Plattentechnologie. Also sie bringen sich eben ins Spiel auch, was wirklich High Performance angeht mit Plattentechnologie und so weiter. Wir wollen auch zum Juni-Heft einfach mal einen Vergleich machen zwischen einem Plattentrail-Schuh von Kip Run und einem Modell zum Beispiel jetzt von Nike. Also mal den Kip Run-Plattenschuh dem Ultrafly von Nike gegenüberstellen und mal gucken, was ist denn der Unterschied und wo sind die 100-Euro-Unterschiede tatsächlich, die es da so gibt. Könnte ganz spannend sein.

SPEAKER_01

Also ich glaube, dass dieser preisliche Unterschied auf lange Sicht auch schmelzen wird. Also das wird nicht bei so einem gewaltigen Unterschied bleiben. Ich glaube, mit der Dekaton wird von Jahr zu Jahr an den Produkten arbeiten und entsprechend werden die wahrscheinlich auch teurer werden, was aber auch okay ist. Also es sind gute Produkte. Aber was mir aufgefallen ist, wir haben auch bis jetzt fast nur über Marken geredet, die Kleidung oder Schuhe herstellen. Aber da gibt es ja, da sind mir ja auch so viele Marken eingefallen, mit denen man sich identifiziert, wo die Leute halt einfach auch so auf diesen Brand stehen, die gar keine Kleidung oder Schuhe herstellen, sondern zum Beispiel Ausrüstung oder Sportnahrung. Total.

SPEAKER_00

Also mir fällt da als allererstes aus gegebenem Anlass vor allem Sunto ein. Also was Uhren jetzt angeht und so Wearables, weil die in 1926 in diesem Jahr 90-jähriges Firmenjubiläum feiern. Und ja, und die kommen natürlich aus einer Ursprünge, die mit Trade Running nichts zu tun haben, kann ja auch gar nicht sein, da ist die Marke ja viel zu alt. Die kommen ja aus der klassischen Orientierung so, ja. Ein ersten Kompass und so erfunden, der wirklich funktioniert hat und so weiter. Also eine lange Geschichte, aber die haben es dann doch for vielen, vielen Jahren schon verstanden zu erkennen. Hey, Trailrunning is tatsächlich ein Markt. This is eine Kategorie, die wir bespielen wollen, für die wir auch ein ganz spezielles Produkt entwickeln wollen. Und das finde ich so ganz toll gelungen. Also ich glaube, da war mitten Ursprung wahrscheinlich diese erste MBit, diese zyranblaue Uhr, die ich damals natürlich auch hatte. Und also man hatte diese MBIT 1 am Arm, ja, und es war ein absolutes Erkennungszeichen, du bist ein Trailrunner, wenn du eine Sunto-Uhr einfach trägst. Das haben die wirklich, wirklich von Anfang an verfolgt. Und also ich glaube zu wissen, dass das auch nicht immer der ultimative Erfolg war, der wirtschaftliche am Anfang, jetzt hoffentlich anders oder mit Sicherheit anders. Aber die haben es echt, und da muss ich meinen Hut ziehen, vor Leuten, die da auch Entscheidungen getroffen haben, die haben daran geglaubt und haben sich da auch nicht beirren lassen. Und das ist eigentlich ein tolles Beispiel. Deswegen, also ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass Leute Sunto-Uhren tragen, weil ich einfach für mich weiß, es ist ein großer, also die gehören zu unserem Sport einfach dazu. Deswegen freue ich mich immer, wenn ich das dann sehe, dass Leute solche Produkte kaufen.

SPEAKER_01

Und also die erste Marke, die beim Thema Ausrüstung mir auch in den Kopf gekommen ist, ist Leki. Klar ist Leki wahrscheinlich mehr noch im Skisport, also in allem was mit Ski zu tun hat, verhaftet. Und ich denke auch da einer der Big Big Player. Aber Liki ist halt auch nun mal der Marktführer, wenn es um Trailrunning-Stöcke geht. Und verkauft, also ich have jetzt keine offiziellen Zahlen, aber ich gehe davon aus, dass Lecky mit Abstand the meest for Trailrunning verkauft. Yeah, and this are aus gutem and viel mehr noch. Klar haben sie so Randprodukte, hier meinen Rucksack, da haben wir einen Windbreaker, aber die wissen, ich glaube nicht, dass sie das anbieten, weil this product so geil is, sondern weil sie wissen, dass die Leute sich auch mit Legi identifizieren, mit diesem Markenbrand. Und das finde ich irgendwie cool, dass man damit einfach so eine komplett machen möchte. Man trägt dann diesen coolen, auffälligen weißen Windbreaker mit dem blauen Brand hier, das Shark-System dann noch dazu und dann ist das alles komplett und irgendwie ist das gut gemacht.

SPEAKER_00

Ja, also mein Gefühl sagt mir auch, dass Leki in den kommenden Jahren sicherlich viel Potenzial hätte, sich in der Vielfalt der Produkte da noch weiterzuentwickeln. Also könnte ich mir gut vorstellen. Also, ich meine, das stimmt, die haben ja irgendwie, du kannst wahrscheinlich auch eine Jacke bestellen oder ein Belt oder so. Aber die könnten wahrscheinlich in Richtung Laufrucksäcke oder Racevests noch mehr machen, könnte ich mir gut vorstellen. Aber in allererster Linie muss man natürlich sagen, Auch die haben es mehr als alle anderen verstanden, zu sagen, wir sind ein Trailrunning-Brand und wir haben ganz spezielle Trailrunning-Stöcke. Und eben nicht nur irgendeinen Wanderstock, der halt für Trailrunning auch irgendwie funktioniert, sondern die haben irgendwie auch die Köpfe zusammengesteckt und gesagt: Nee, das Thema gehen wir richtig an, mit der nötigen Konsequenz. Ähnlich wie Sunto. Passt irgendwie ganz gut zusammen, dann, ja.

SPEAKER_01

Und was mir auch noch aufgefallen ist, ist vielleicht auch ganz interessant, dass gerade Nahrungs-Sportnahrungshersteller, ich habe jetzt da so Bigs oder Tailwind vor allem im Kurs, dass die gesagt haben, okay, wir haben ein gutes Produkt, es ist auch so. Ich konsumiere beides schon lange und bin da super happy damit. Aber die haben es natürlich dann auch, die haben natürlich dann auch gesagt, okay, wir wollen vielleicht dann darüber hinaus, dass die Leute dann im ganzen Rennen unsere Marke bei sich tragen und bieten halt dann dazu einen Buff an oder arbeiten mit Bockko zusammen und lassen sich dann coole Caps machen. Und die Caps sind dann meistens auch wirklich sehr funktionell. Also das ist dann nicht so irgendein Müll, den du eigentlich nicht gebrauchen kannst, sondern das Zeug ergibt dann schon auch irgendwo für die ganze Ausrüstung, die man bei sich hat, total Sinn. Und ich habe eigentlich immer irgendwie, wenn ich am Trail unterwegs bin, mit so einem Tailwind-Buff oder eine Tailwind, die haben so weiche, ganz weiche Puffies, die nicht drücken.

SPEAKER_00

Wie heißen denn die Gels mit diesem, mit so einem Regenbogenfarben so ein bisschen. Ach, ähm, ähm, ähm, ähm.

SPEAKER_01

Precision Fuel.

SPEAKER_00

Ja, genau. Ja, die machen das auch, genau. Ich meine, da habe ich gesehen, der Tom Wagner, der hat ja eine hat so eine Buckethead von eben dieser Marke. Da denke ich mir, das ist eigentlich krass, so eine gute funktionelle Buckethead kriegst du von keinem richtigen Bekleidungshersteller. Da bringt einen Gel oder eine Nahrungsergänzungshersteller quasi Kopfbedeckungen raus, die besser funktionieren als von den meisten wirklichen Herstellern von Bekleidung.

SPEAKER_01

Aber auch zum Beispiel Skrill Nut Butter. Ich habe das Gefühl, in Europa sind gerade so diese amerikanischen Pflege- und Foodbrands beliebt. Und Skrill Nut Butter macht halt Fette für Füße, für Intimbereich, halt für Ausdauersport. Und die haben eben auch Buffs und Bucketheads und T-Shirts und so Laufhemden. Und das ist halt auch sehr begehrt und sehr beliebt bei uns. Und kann ich auch irgendwo total nachvollziehen. Es sind halt eben, ne, Brands, die kennt kaum einer, machen cooles Zeug, die Brands schauen gut aus, stellen was dar und stehen halt genau für das, wofür wir eigentlich auch stehen wollen.

SPEAKER_00

Du, was ich mich jetzt immer frage, oder hast du, hast du direkt noch was?

SPEAKER_01

Nee, ich bin durch.

SPEAKER_00

Was ich mich immer so frage, es ist ja ein wachsender Markt. Das ist ja schon. Also es werden ja, also ich kenne die Zahlen jetzt nicht, aber es werden ja wirklich unglaublich viele Produkte einfach und Schuhe und so weiter verkauft. Und nach wie vor Trailrunning ist am Prosperieren irgendwo. Also da geht was. Und trotzdem, ja, die Situation ist bestimmt nicht einfach. Rohstoffe werden teuer. Es gibt große Probleme mit dem Transport aus Asien, mit den Lieferketten und so weiter. Und trotzdem habe ich das Gefühl, man könnte, weil die Frage wird ja immer oft gestellt: wäre noch Platz für gänzlich neue Brands bei uns im Sport? Und die Frage beantworte ich jetzt so als Journalist, wenn man da irgendwie gefragt wird, als in Anführungsstrichen Experte aus dem Sport, was wir ja nun mal irgendwo sind, beantworte ich schon auch immer mit Ja. Also ich glaube, es ist auch 2026 und in Zukunft eigentlich immer Platz bei uns im Sport für Brands, die einfach komplett neu aus dem Boden schließen. Weil diese Community und diese Szene bei uns natürlich schon auf eine gewisse Art und Weise auf Bewertung baut und auch gerne Sachen kauft, die sie kennen und die funktionieren. Das schon, aber man ist doch offen genug, um zu sagen: Nö, finde ich cool, probiere mal was aus, gefällt mir gut, lasse ich zu. Also diese Community bei uns, was neue Sachen angeht und auch neue Brands angeht, das ist so eine, finde ich, eine tolle Mischung aus bewerten und ich lasse mich auf was Neues ein.

SPEAKER_01

Du kannst ja schon allein über die Spezialisierung hätten ja schon so viele Marken Platz, wenn man sich auf ein bestimmtes Produkt konzentriert, was man halt sehr gut kann. Sidas zum Beispiel, ist ja auch irgendwann aus dem Nichts, waren die da irgendwie gefühlt. Und ich habe die ersten Male, wie ich die auf den Laufmessen gesehen habe, immer, ich habe immer gesagt, Adidas, weil ich nicht richtig hingeschaut habe. Und irgendwann wäre dann sie das, okay, was machen die? Und genau Asi das. Und dann habe ich dann irgendwann genau hingeschaut, was machen die eigentlich? Cooles Produkt, spezialisieren sich halt total, stechen in den Markt rein, das sind alles andere in Ruhe cool. Und genauso ist es zum Beispiel auch mit Funktionsunterwäsche. Ich meine, jetzt mit dem Wegbruch von Goa, ich denke, Goa hat einen Großteil von Funktionsunterwäsche im Trailrunning verkauft. Der Markt ist jetzt komplett wieder frei. Und warum soll das nicht heißen? Komplett Frei nicht komplett frei im Sinne von, da gibt es keinen, sondern im Sinne von, da ist ein großer Player weg und somit auch schon wieder viel, viel Platz für ein Produkt, was eben nicht so in der Breite angeboten wird. Das heißt, eine gute Laufunterhose, ein gutes Laufunter.

SPEAKER_00

Sie haben absolut recht. Sehe ich auch, das sehe ich auch echt irgendwo schon eine Lücke. Also klar, es gibt natürlich mal irgendwie Otlo oder CEP.

SPEAKER_01

Craft macht auch super Kraft unterwegs.

SPEAKER_00

Das sind schon auf jeden Fall drei, die da viel machen. Man bekommt sicherlich bei den großen Herstellern, weiß ich jetzt nicht. Ja, mehr eigentlich nicht. Wahrscheinlich, wenn man jetzt irgendwie bei Adidas oder bei Nike oder North Face schaust, wird man sich wahrscheinlich schwer tun, jetzt irgendwie gute Baselayer zu kriegen. Schon eine eigene Sache, auf jeden Fall. Wollen wir eine Base Layer Company gründen, Tom?

SPEAKER_01

Also ich liebe Base Layer, egal in welcher Armlänge, egal in welcher Form. Ich finde, Base Layer ist einfach, wie der Name schon sagt, einfach eines der wichtigsten Teile für mich. Ein guter Base Layer ist Gold wert. Aber das kann man so weiterspinnen, ne? Ich meine, wenn man den Schuh auseinandernimmt, da gibt es ja dann immer wieder Leute, die machen zum Beispiel Schnürsenken. Oder dann gibt es jetzt, ne, Vibram hat einen Markt, dass du die Schuhe neu besohlen lassen kannst, mit Kopfhörer, Mützen. Also das kannst du ja bis ins Unermessliche weiterspinnen. Und ich glaube, wenn man ein Produkt hat, womit man dann auch entsprechend eine Lücke trifft, die viele Leute anspricht. Ich überlege gerade eine Marke. Ja, genau. Naked hat es damals gut gemacht. Hört man jetzt nicht mehr so viel davon? Aber Naked hat aber damals ein Produkt auf den Markt gebracht, das es so noch nicht gab. Oder zumindest nicht in der Funktionalität. Und zwar ein Running Belt. Salomon hatte Running Belt, sie gab es schon irgendwie, aber die waren alle nicht so richtig für Trailrunning so geil. Also weil zu wenig Platz oder geschlackert. Also es gab es immer Abstriche. Und Naked hat es geschafft, zu den ersten Running Belt auf den Markt zu bringen, fast zeitgleich mit Pai übrigens, die halt ordentlich funktionieren, mit denen du auch rennen kannst, also auch richtig schnell rennen kannst, ohne dass dir das Ding da ein bisschen die Kniekehlen runterrutscht. Und dann noch diese dünne Weste, diese, was war das, ein Liter-Weste, wo du eigentlich nur so im Prinzip wie so ein Nichts hast, was du zumachst, genau, ein paar, zwei, drei Gels rein, eine Handflaske, die du dann leer noch reinschieben konntest und ein Windbreaker. Und zu der Zeit, wo das rauskam, waren halt auch gerade so diese Skyrunning-Geschichten und diese kurzen, schnellen Sachen halt auch echt gehypt und hat total gepasst. Und jetzt ist der Running Belt mittlerweile ein Produkt, was gar nicht mehr wegzudenken ist. Irgendwie jeder zweite und jede zweite hat ein Running Belt, bei egal auf welcher Distanz, ja. Oder Tom Wagner läuft halt 100 Meilen mit 10.000 Höhenmeter an einem Running Belt. Das ist jetzt ein krasses Beispiel, aber das ist ein Produkt, was voll in Gänze angekommen ist im Trailrunning. Und was ich damit sagen will, ist, es ist wahrscheinlich unermesslich, was da noch für Möglichkeiten sind.

SPEAKER_00

Das stimmt, ja. Das ist wirklich spannend. Ich muss mich ein bisschen erinnern, da hatte ich my damaliger Verlagschef, bei dem ich quasi the allergic Trail-Magazine-Ausgabe herausgebracht habe. And then let's end the zusammenarbeit, aber nicht zustande kam, weil der damalige Verlagschef hat, It's a good magazine, Herr Wischnewski. Aber wir werden das Magazin nicht verlegen, nicht, weil wir nicht wann glauben würden, dass sie das verkaufen, aber wir sehen keine Industrie dahinter. Das war damals die Aussage von jedem Verlagschef, der einfach gesagt hat, ja, man könnte da schon ein paar tausend Hefte verkaufen, aber das Anzeigengeschäft wird eben sehr schwierig sein, weil ich sehe da keine Brands, ich sehe da keine Hersteller, ich sehe da keine Produkte bis auf ein paar Schuhhersteller. Und das ist jetzt, keine Ahnung, 15, 20 Jahre her. Und ich denke doch, dass es sich da jetzt getäuscht hat, wenn er es heute anschauen würde.

SPEAKER_01

Ich würde gar nicht sagen, getäuscht. Es ist halt ein langer Prozess. Du musst sagen, wir haben auch in meinen Anfängen hat sich Trailrunning ganz viel dem Triathl bedient, dem Straßenlauf bedient, dem Wandern, also dem Outdoor-Sport, Bergsport bedient, was Ausrüstung angeht, meine ich jetzt. Und diese Produkte, die sich ganz klar auf Trailrunning konzentrieren, die kamen dann halt irgendwann, weil halt dieser Markt irgendwie so mitgewachsen ist mit dem Sport und dann glücklicherweise Salomon und Gore halt einfach auch zwei Marken waren, die relativ früh angefangen haben, entsprechende leichte Funktionswäsche und sowas zu machen. Aber ich glaube, zur damaligen Zeit hatte der Verlagschef vielleicht sogar recht, aber man hätte ein Gespür haben können, dass das Ding so wächst, wie es wächst.

SPEAKER_00

Hätte man haben können. Tom, was ganz anderes. Es gibt ein Brand, haben wir in der in der ersten Folge natürlich auch drüber gesprochen, ein Brand, der vor ein paar Jahren mit 110 Prozent einfach zack in diesen Trail Running Markt rein ist und heute auf eine gewisse Art und Weise wahrscheinlich Mittenmarktführer da irgendwie ist, ohne die Zahlen jetzt genau zu kennen. Du meinst vor wie viel Hokker? Ich meine Hoker. Ach, du meinst Hoker? Die da einfach voll rein sind, ja, das ist, da ist quasi ein ehemaliger Chefentwickler von Salomon, der bei Salomon rausgeht und Hoker mitgründet eben. Und mit einem riesigen Erfolg bis heute und heute sind sie quasi wahrscheinlich irgendwo Marktführer auf eine gewisse Art und Weise. So muss man natürlich immer schauen, wo genau die Kategorien sind.

SPEAKER_01

Also im Bereich Kaschenschuh auf jeden Fall, würde ich sagen.

SPEAKER_00

Glaubst du, dass diese Geschichte, so wie die quasi, ich weiß nicht, wie alt jetzt Hoka ist, sind es jetzt.

SPEAKER_01

2011, glaube ich, oder zehn.

SPEAKER_00

Also roundabout, wahrscheinlich auch 15 Jahre jetzt so. Glaubst du, dass diese Geschichte so nochmal, dass es die nochmal geben könnte?

SPEAKER_01

Die gibt es aktuell und die, also die ist gerade seit, ich würde sagen, vier, fünf Jahren am Entstehen, und zwar ist das NAC. Über NAC kann man natürlich sagen, was man, ob Produkte ist, ja, wie mit allen anderen Produkten findet man geil, findet man nicht geil. Aber NAC hat es ähnlich gemacht wie Hoka, wobei die wahrscheinlich bessere Voraussetzungen haben, weil die viel Kohle im Hintergrund hatten. Aber die sind natürlich auch mit einer unwahrscheinlichen Wucht speziell ins Trailrunning reingeschossen. Also nur ins Trailrunning, nicht jetzt wie Norton in Triad in jeden Ausdauersport, sondern vor allem Trailrunning, vor allem auch Ultra Trailrunning. Und haben dann innerhalb kürzester Zeit sind eine der Hauptsponsoren von der UTMB-Gruppe geworden und haben den Markt einfach mit ihren Produkten bestückt, die ja scheinbar gut funktionieren, weil sonst mit der, ich würde positiven Aggressivität, mit der NAC das gemacht hat und mit dieser Präsenz. Das war unfassbar. Das war schon teilweise fast unangenehm, wie NAC das gemacht hat, gerade mit dieser Menge an Werbung, die man bekommen hat. Aber betriebswirtschaftlich scheint es ja, scheint ja der Plan aufzugehen. Und es ist vielleicht ein schwerer Vergleich, eine Foodmarke mit einem Schwein.

SPEAKER_00

Ich hatte jetzt auch eher so ein komplett ausstatter gemeint. Aber ich glaube, dass es das nochmal gibt.

SPEAKER_01

Aber genau, was ich damit sagen wollte, ist, dass Hoker, dass das NEC auf jeden Fall auch immer noch im Wachstum ist und einen ähnlichen Weg in einem anderen Bereich gehen kann. Ob der so langfristig sein wird wie Hoker, ist ganz, ganz schwierig zu beantworten. Und ich glaube, das, was Hoker hingelegt hat, wird es, ja, klar, kannst du was geben.

SPEAKER_00

Aber ein Brand müsste ja wieder irgendein neues Themenfeld quasi spielen. Das muss ich mal erstmal erfinden.

SPEAKER_01

Ich habe ein Brand im Auge. Naja, ich weiß gar nicht, ob man unbedingt ein neues Themenfeld spielen muss, aber ich habe so Kailas ein bisschen im Hinterkopf. Ich meine, gut, deckungsgleich, ähnliches Produkt. Und dann macht Kailas aber wahrscheinlich breitere Produktpalette von Outdoor und extrem Bergsteigen bis zum Trailrunning-Schuh. Aber ganz grundsätzlich glaube ich, hat Kailas genau das gleiche Wachstumspotenzial wie Hoker, warum nicht?

SPEAKER_00

Ja, weiß ich im Schwab. Ja, weiß ich nicht. Also wenn man sich dieses Phänomen Hoka genau anguckt, muss man natürlich schon feststellen, dass die in der Kürze der Zeit, On hat das irgendwo natürlich auch geschafft, das stimmt, aber in einer relativ kurzen Zeitspanne geschafft haben, also so unglaublich erfolgreich zu sein in verschiedensten Bereichen. Ich meine, irgendwie fing das mit Trailrunning an, aber dann hatten die ja in kürzester Zeit ja auch wirklich mit Produkten, breitesten Erfolg im Triathlon im Straßenlauf, auf dem Laufsteg. Das kommt ja auch noch dazu. Ich meine, die haben das ja dann auch wirklich geschafft, dass Hoka eine Marke wird, wo junge Menschen plötzlich durch London, durch New York, durch Berlin laufen, durch Tokio laufen, mit einfach mit Hoker-Schuhen als Lifestyle-Schuhen. Das ist eine Marke geworden, die, du kannst Schuhe kaufen in Sonderauflagen, in Collaborations mit Designern für unglaublich viel Geld. Also das haben die wirklich, wirklich geschafft.

SPEAKER_01

Und du musst sagen, Hoker hat damals damals in einer Zeit gestartet, wo Barefoot Running das Ding war. Also die haben eigentlich genau dann angefangen, wo das gar nicht funktionieren hätte können. Das war fast unmöglich. Aber ich glaube, dass sich da halt einfach auch so ein bisschen dieser, diese, sich da reinzubeißen und diese, ja, am Ball zu bleiben, sich immer weiterzuentwickeln, sich wirklich auszahlt. Und Hooker zeigt es ja immer wieder. Die haben ja mittlerweile ein Niveau erreicht, wo du dir bei den Schuhen mittlerweile schon immer denkst, Alter Schwede, krass, richtig gut, ob man die jetzt laufen kann oder nicht, aber es sind tolle Produkte. Und die schaffen es irgendwie jedes Jahr immer wieder auf ihre Top-Produkte nochmal ein Ding draufzusetzen. Und das ist schon eine Qualität, muss zu haben.

SPEAKER_00

Ja. Und was ich ja auch mag, wir haben noch fünf Minuten, Tom, was ich ja auch total mag, das gefällt mir zum Beispiel bei The North Face jedes Jahr ganz gut. Da freue ich mich fast schon drauf. Das ist jetzt auch so eine Brandsache einfach. Diese Editionen, diese Kollektionen, die da jedes Jahr auf eine ganz eigene Art und Weise immer zum Sommer jetzt released werden. Wobei, wo man richtig drauf wartet, bei bestimmten Marken, ja, mit was für einem Design, mit was für einer Farbe, mit was für einem mit welcher Zusammenarbeit, Kollaboration, mit welchem Design oder Idee bringen die jetzt zum August oder zum UTMB jetzt wieder irgendwas raus. Das finde ich total spannend. Also das macht einfach, wenn man dann Spaß dran hat, macht es einfach Laune, das zu beobachten, was da ja, was die Leute sich da einfach so jedes Jahr überlegen und so. Ich meine, das mag für viele, verstehe ich auch, irgendwie kein Beweggrund sein, was zu kaufen oder dann näher hinzuschauen. Es ist halt immer eine persönliche Sache, ob man das mag und ob man da sagt, man gibt da Geld dafür aus. Es geht dann halt auch einfach weit weg von der, wie gesagt, hatten wir ja eingangs der Folge. Ist es nur Funktionalität oder ist es mehr? Wenn es mehr ist, finde ich es mittlerweile ganz cool, was sich die Brands einfallen lassen.

SPEAKER_01

Also ich finde es gut. Ich verässt total diese Flower-Edition letztes Jahr oder vorher zum Jahr die Chamonix-Edition. Ja, super.

SPEAKER_00

Mit den alpinen Pflanzen.

SPEAKER_01

Fällt total auf, passt zum Thema, macht Sinn und ja, geil. Also ich glaube, Trailrunning ist der Nährboden für viele tolle Brands, die geile Produkte auf den Markt bringen. Und das auch noch in vielen, vielen Jahren.

SPEAKER_00

Wir machen keinen dritten Teil.

SPEAKER_01

Nee.

SPEAKER_00

Ja, mir fällt natürlich noch eine Sache ein, die wäre eine eigene Folge, sprich ein dritter Teil wert, aber das machen wir irgendwann nochmal. Da geht es sicherlich um bestimmte Verantwortungen, die Brands haben heutzutage. Auch gut, ja. Um die Produktionen. Könnten wir sicherlich nochmal angehen. Da könnte ich mir aber auch eine Folge vorstellen, wo wir tatsächlich nochmal ein, zwei Gäste oder so haben zu dem Thema.

SPEAKER_01

Gerne. Ja, super.

SPEAKER_00

Tom, Dennis. Vielen Dank. Schön war's.

SPEAKER_01

Schön war es, sehr coole Folge, ja.

SPEAKER_00

Bis nächste Woche. Spätestens. Mit einem ganz, ganz anderen Thema. Wahrscheinlich. Überlegen wir uns was Schönes. Alles klar.

SPEAKER_01

Servus.