TRAIL MAGAZIN Podcast
Der Podcast des TRAIL Magazins, die Laufzeitschrift Nr. 1 für Trailrunning!
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TRAIL MAGAZIN Podcast
Geduld schlägt Tempo. Minimalismus schlägt Ego.
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Tom & Denis sprechen darüber, warum weniger im Trailrunning oft mehr ist – und wie Ruhe am Ende schneller macht.
#trailrunning #mindset #geduld #minimalismus #laufen #berge #ultrarunning
Der Trailmagazin Podcast, der Podcast für Trailrunning und Bewegungskultur mit Tom und Dennis.
SPEAKER_00Herzlich willkommen zum Trail Magazin Podcast aus Unterwesen. Live und in Farbe vor mir, nicht in Buntfaltenhose, aber in längs gestreiftem Hemd. Herr Wischnewski.
SPEAKER_01Dennis, wie geht's dir? Mir geht es eigentlich ganz gut, muss ich sagen. Wollen wir Tom mal erklären, wo Unterwesen überhaupt ist? Ich will mir nicht vorstellen, dass irgendein Mensch das nicht weiß. Ach, wieso? Was würdest denn du in einem Satz?
SPEAKER_00Zwischen Reit im Winkel und Chiemsee. Reit im Winkel ist, also Chiemse ist ja sowieso den meisten am Begriff und Reit im Winkel eigentlich auch, oder? Aber jemand aus Ludwigshafen.
SPEAKER_01Das ist ja nicht weit weg. Nein, weiß jemand aus Ludwigshafen, wo Reit im Winkel ist und Chiemschon. Ja, ja. Ich glaube schon.
SPEAKER_00Ja. Gut. Eines der schönsten Fleckchen Erde, würde ich sagen. Oh ja, es ist wirklich schön. Und es ist herrlich. Heute ist eh schön. Heute ist sehr schön, aber. Heute ist so ein schöner Tag, Tom. Aber ich finde auch, wenn es mal nicht schön ist, hier unser Breitengrad, so die Voralpenkette zwischen Chiemsee und Chiemgauer Alpen und Mangfallgebirge, es ist einfach ein Traum.
SPEAKER_01Nee, es ist auch wirklich, wirklich so schön hier. Ich denke mir ganz oft, man braucht nicht mehr zum Schönen, um ein schönes Leben zu führen.
SPEAKER_00Ja, ich denke mir das immer, wenn ich irgendwie von Läufen oder vom Radfahren heimkomme und mich dann in den Garten setze. Und dann sehe ich ja aus dem Garten raus immer so die einzelnen Bergspitzen, also wirklich viele Gipfel. Und dann denke ich mir immer, warum fährt man eigentlich weg?
SPEAKER_01Klar. Die Frage kann man sich wirklich.
SPEAKER_00Man sagt ja immer, man muss wegfahren, um zu spüren, wie schön es da zu Hause eigentlich ist, aber irgendwie braucht das.
SPEAKER_01Wir waren ja neulich in Südtirol. Ich fühl's. Wir waren ja hier über Ostern in Südtirol, so oberhalb von Bozen, da am Ritten. Ja. Und das war wirklich, wirklich schön. Aber jetzt pass auf. Dann sind wir heim und am Wochenende darauf waren wir hier wandern, da am Hochries da in der Gegend. Also bei dir eher. Und dann bin ich mit meiner Frau so in so einer Almwiese gelegen. So ganz weiche Almwiese. Und diese ersten Blümchen.
SPEAKER_00Bei der Hochries-Hütte vielleicht da, die Wiese?
SPEAKER_01Nee, bei der Alm-Hochalm, bei Hochalm. Ja, ist jetzt eher bei Aschau da. Ist bei Aschau, aber ist ja egal. Da lagen wir dann da so und hatten uns an der Hochalm eine Brotzeit gegönnt und irgendwie was getrunken und lagen dann da irgendwie so eine Stunde einfach so in dieser ganze weiche Almwiese und die ersten Blümchen, die drückt es da dann so raus jetzt. Und dann dachten wir, also es ist fast noch schöner als in Zittirol.
SPEAKER_00Marvi hat's gefeiert.
SPEAKER_01Voll spannend. Der Hund, der hat wirklich ein Genießergen. Also Hunde haben ja allgemein ein Genießergehen, indem sie einfach total entspannt sind und sich irgendwo hinlegen. Das kennt man ja beim Hund. Aber was mir bei meinem Hund mehr und mehr auffällt, die sitzt oft dann so da am Kork und guckt richtig. Also wenn es da so ein, weißt du, dann hast du so vor dir so eine schöne Bergkette, ja, so, und dann sitzt der Hund da und guckt sich das so richtig an. Wir waren mit dem Hund, waren wir auch mal da beim Ultrax in Zermatt, da war meine Frau mit dem Hund oben an so einem Gletschersee. Und dann sagt sie, der Hund war hin und weg, der saß da und hat wie hypnotisiert diesen Gletscher auf den Gletscher runtergeguckt und so.
SPEAKER_00Ich habe gefragt, ob ihr bei der Hochries-Hütte oben wart, weil da ist nämlich auch so eine schöne Wiese, wo man irgendwie 360 Grad Ausblick hat.
SPEAKER_01Ja, ja, ich weiß, was du meinst.
SPEAKER_00Es war auch irgendwie, ich glaube, die gleiche Jahreszeit. Unten war es total grau und neblig und dann oben so die letzten 100 Höhenmeter, ist es dann aufgerissen und du bist dann oben auf der Wiese bei strahlend blauem Himmel gelegen in dieser Wiese. Die Sonne hat dich gewärmt und der Hund lag einfach wirklich, unser Hund lag einfach wirklich komplett ausgestreckt in dieser Wiese und hat das Leben gefeiert.
SPEAKER_01Also das entspannt mich ja auch so. Wenn ich den Hund dabei beobachte, wie der entspannt und zufrieden ist, das überträgt sich ja sofort im Moment. Ja, klar, natürlich.
SPEAKER_00Ja, ja. Ja, ja. Auf jeden Fall. Aber weißt du, was da drin steckt in dieser, in dem, was wir gerade erzählt haben, steckt ganz viel Minimalismus drin. Weil es alles auf alles auf eine Sache reduziert. So einfach den Moment genießen. Auf den Genuss ist es reduziert.
SPEAKER_01Oder? Jetzt pass auf, genau. Also gutes Thema, sehr gutes Thema. Aber ich erzähle dir jetzt auch nochmal was. Und zwar, ich war jetzt ein paar Tage auf Mallorca. Mit Arcorix und diesem Team. Also die haben ja auch so ein eigenes Team. Arctoryx Dach, oder? Nee, es war schon so auch international. Aber nicht nur Dach, schon international. Und die haben also wirklich, muss ich sagen, ganz für mich inspirierende Mädels und Jungs in dem Team. Klar, also Philipp Reider ist ja da so Capitano und so. Und die machen richtig, richtig starke Leute, aber auch, ich habe also nicht nur der Fokus, der liegt eben bei denen jetzt nicht nur auf so der reinen Leistung. So nicht nur, wir gucken, was jetzt die Möglichkeiten sind, wie die Leute bei Rennen laufen und so. Also, wie soll man sagen, nicht nur ergebnisorientiert, sondern wir gucken so, was machen denn die sonst so die Leute und so. Dann ist da halt ein Typ dabei, der ist so Sounddesigner nebenbei noch so. Oder beruflich ist der so Sounddesigner, also ein richtiger Künstler. Und genau, und das sind eben verschiedene spannende Leute. Auf jeden Fall, aber was ich sagen will, die haben letztes Jahr eine Art Teambildungs-Maßnahmen gehabt. Und da hat der Philipp als El Capitano, der hat dann die eingeladen, alle nach Albanien in die Berge, nach Albanien.
SPEAKER_00Albanische Alpen eintragen.
SPEAKER_01Ja, also total wenig kommerziell erschlossen, logischerweise. Und es war eigentlich nur klar, dass die irgendwie vier Tage da laufen, irgendeine Strecke laufen, vier Tage am Stück mehr oder weniger mit dem Rucksack und so. Aber ansonsten wussten die nicht viel. Und Philipp hat denen alles abgenommen an digitalem Gerät am Start. Auch Handys. Handy und Uhren, komplett. Ach, für vier Tage. Die waren komplett ohne Uhr und nur mit Papierkarte dann unterwegs. Und die haben auch für die Nacht nichts vorgebucht.
SPEAKER_00Darf ich dich was fragen? Kannst du Kompasskarte lesen?
SPEAKER_01Nee, kann ich nicht.
SPEAKER_00Ja, ich leider auch nicht. Ich würde es gerne lernen. Nee, kann ich nicht.
SPEAKER_01Okay, ja. Genau. Und genau, und dann sind die los. Also erstmal gab es natürlich so eine kleine Rebellion, weil die das also gar nicht so gut fanden. Naja, schon gut, aber die wollten dann verhandeln. Die wollten mit dem Philipp dann so ein bisschen verhandeln, so von wegen, kann ich es vielleicht das Handy mitnehmen? Ich mache es auch auf Flugmodus. Ich will es ja nur zum Fotografieren und so, weißt du, so ein bisschen rumverhandeln. Aber Philipp hat gesagt, ich mach dir schon die Fotos. Philipp hat dann gesagt, ich mach schon die Fotos und by the way, wir haben ja auch noch einen Kameramann dabei, weil da nämlich ein Film entstanden ist. Und der Film, der so 15 Minuten, unplugged heißt der. Und den kann man jetzt noch nicht sehen. Also wir haben den gesehen dann so als ganz exklusive Premiere letzte Woche. Aber der wird jetzt erstmal seine Kreise bei so Outdoor Film Festivals and so wahrscheinlich ziehen. Aber was ich sagen will, den film wird man irgendwann mal spätestens in einem Jahr irgendwann mal irgendwo auf YouTube oder so sehen, denke ich. Und das ist ein ganz, ganz, ganz toller Film, muss ich sagen. Also es ist ein richtiges Kunstwerk. And also, what this film had, by demasi and athletes more or more begleited in these four tags, died, and it was in the 15 Minuten in the film so schön rüber, die hatten so einen Spaß. Und die waren so beißig auch. Und die haben, man hat da wirklich einen Eindruck gehabt, die haben alles um sich rum so extrem aufgesaugt.
SPEAKER_00Weil die halt auch nicht abgelenkt waren. Aber wahrscheinlich auch ausgeblendet, das, was wir unten gelassen haben, sozusagen im Tal.
SPEAKER_01Ja, ja, natürlich, klar.
SPEAKER_00Die haben natürlich vieles einfach zurückgelassen, die waren nicht abgelenkt. Geht es dir da aber auch so, dass es am Berg auch schneller geht, diesen Schalter umlegen? Ja. Schon, oder?
SPEAKER_01Du, ich meine, klar, also ich habe jetzt, wenn ich jetzt laufe dann habe ich ja in aller Regel mein Handy dabei. Für Notfälle ist es auch entscheidend, ja. Und ich mache dann auch ab und zu mal ein Video und ein Foto. Oder höre Musik über das Handy, da nutze ich es dann. Aber wenn ich jetzt laufen gehe, dann gucke ich ja nicht aufs Handy. Sondern ich habe es dabei, aber im Prinzip ist es trotzdem nicht die einzige Zeit beim Laufen, wo ich wirklich mit dem Ding eigentlich so nichts zu tun habe. Und das ist schon richtig gut. Und für mich ist das schon immer so eine richtige, so einfach eine Reinigung.
SPEAKER_00Man ist dann immer versucht zu sagen, wenn man über sowas redet, man kann ja oft, ne? Über den, wie oft nutzt man Handy, ist es zu viel. Und dann ist man ja immer versucht zu sagen, ja, aber du arbeitest ja mit dem Handy. Das ist aber völlig Quark, weil jeder Mensch, egal ob man damit arbeitet oder nicht, ist zu viel an diesem Scheißgerät. Wir reden da daheim jeden Tag darüber und gehen dann wirklich in uns und da muss man wirklich so ein bisschen achtsam sein, tatsächlich. Ja. Und dann, ich finde es gut, dass es sowas gibt für einen Notfall. Wirklich was passiert am Berg, aber ganz grundsätzlich gebe ich dir total recht, es ist eine unfassbare Qualität, wenn man an dieses Teil einfach nicht denkt. Wenn es einfach nur, es ist in der Tasche für Notfall und sonst nichts.
SPEAKER_01Ja, also in jedem Fall fand ich den Film und auch diese Idee fand ich richtig gut. Und ja, also mir ist in den 15 Minuten und auch danach, so nach dem Film, habe ich nochmal viel drüber nachgedacht. Einfach wie irgendwie hat mich der Film, der hat mich schon so richtig zum Nachdenken gebracht. Das muss ich ehrlich sagen, das passiert eigentlich nicht so leicht, dass ich so viel im Nachhinein über was nachdenke. Aber ist das ein Arcterix-Film oder ist das ein Art Film? Ja, Arterix. Arcturics haben das halt, klar, die haben es ja irgendwie finanziert, auch den Trip finanziert. Ja, ja, das soll das schon. Naja, auf jeden Fall habe ich viel darüber nachgedacht und mir is irgendwie so bewusst geworden, oder vielleicht. But I wanted for me an answer with how many glücklich sein can. Also, ich glaube zumindest so. Also unabhängig davon, dass die jetzt diese Endgeräte nicht hatten, da hatte jeder einen 20-Liter-Rucksack auf. Und ja, ein bisschen was zum Essen dabei, eine Regenklamotte, eine Isolationssacke, weil es da halt kalt fürs Wichtigste. Und abends waren die dann in irgendwelchen Dörfern und waren im Prinzip teilweise bei Privatleuten untergebracht.
SPEAKER_00Man muss ja sagen, Albanien ist ja auch nicht, da kann man jetzt nicht das erwarten, was man jetzt in der Hose oder in der Karte.
SPEAKER_01Nein, die haben teilweise auf dem Sofa geschlafen, auf dem Boden geschlafen. Ja, manchmal hatten sie geglaubt, irgendwie war es dann schon eher eine Pension oder ein Gästehaus, aber wirklich einfachste Ausstattung, einfaches Essen, also überhaupt nichts Besonderes. Und ich hatte das Gefühl, die Leute könnten in dem Moment glücklicher nicht sein. Und ich glaube, uns oder mir wird es ja ähnlich gehen. Ich meine, ich habe ja ähnliche Erfahrungen gemacht. These trips in their art have gemacht. And man spürt sich da so sehr, and when ich einfach zurückblicke an außergewöhnlich schöne Erlebnisse in mystery, dann waren es doch meistens extrem einfache Dinge. Ohne Schnickschnack.
SPEAKER_00Hast du ein konkretes Beispiel?
SPEAKER_01Naja, damals diese Woche Marathon des Hable oder so. Das ist ja ein gutes Beispiel. Ich will jetzt nicht behaupten, dass der Marathon desable as Event eine einfache Sache ist. Weil erstmal war damals von New Balance eingeladen als Journalist, das heißt, mich hätte es nichts gekostet. Privat hätte ich mir das nicht leisten können.
SPEAKER_00Ich glaube, die Anmeldung kostet gerade 3000 Euro oder sowas. Kann das sein?
SPEAKER_01Ich hätte mir das nicht leisten können und wollen. Und ich habe es damals gemacht, weil ich es bezahlt bekommen habe. Aber was ich sagen will, Domaraton de Sable, ist insofern natürlich extrem einfach und simpel. Also in der Zeit, in der du das machst, da hast du ja nicht viel. Du kriegst ein bisschen was zum Trinken und du legst dich am Abend auf den Boden, auf den Teppich und das war's. Und dann bist du da eine Woche unterwegs. Und für mich war das das Größte. Also ich hätte mir nichts Schöneres vorstellen können.
SPEAKER_00Ich glaube, sanitäre Anlagen gibt es so auch nicht. Du hast halt schon sterile Versorgung, medizinische Versorgung, ne? Was ist hast du schon versorgt?
SPEAKER_01Nein, aber an solche Sachen erinnere ich mich. Oder ich erinnere mich an unseren Trip in Kirgistan, an Piklenin. Warst du schon in Kirgistan? Ja, ich war doch mal mit den Allgäuern, war ich doch mal da.
SPEAKER_00Da beneide ich dich drauf. Ich möchte gerne mal sehr gerne nach Usbekistan oder nach Kirgistan.
SPEAKER_01Genau, und das war in dem Basecamp. Das ist ja nicht zu vergleichen mit einem Basecamp jetzt irgendwo in Nepal oder so. Das ist ja wirklich das Einfachste vom Einfachen. Und auch da, ich hätte mir nichts Schöneres vorstellen können. Aber was wo liegt da für dich der Reiz? Oder wo liegt da, wo liegt da für dich diese Zufriedenheit? Ja, ja, da muss ich wirklich drüber nachdenken. Das ist so ein tiefes inneres Glück, irgendwie so in der Natur zu sein und irgendwie auch nur mit sich und dem nötigsten auszukommen. Natürlich hat man Menschen um sich, das macht natürlich auch was aus, wenn man einfach Menschen, intensiv Menschen um sich rum hat, mit denen man in dem Moment dann ja auch irgendwie gut auskommt und man hat da tolle Gespräche und so. Das zählt ja alles mit rein, aber in dem Moment, man braucht einfach nichts. Man braucht man braucht kein Ahnung, kein teures Essen, kein schickes Restaurant, man braucht in dem Moment keine super coolen Klamotten oder so. Man braucht in dem Moment, glaube ich, nicht mal unbedingt Musik.
SPEAKER_00Nee, in dem Moment braucht man auch in dem Moment auch Musik. Ich habe eine Frage an dich und zwar: hattest du in den Situationen, wo du das gefühlt hast, immer so ein Sicherheitsnetz, dass wenn jetzt irgendwas passiert wäre, du safe gewesen wärst.
SPEAKER_01Also dein Kirgistan, da hätte nichts passiert sollen. Das ist ja richtig outback, ja. Da hätte nichts passieren sollen bei so etwas Organisierem jetzt wie bei damals Marathon de Sable, da ist klar, das ist ja total safe. Das ist klar. Aber ich will es auch ehrlich gesagt gar nicht davon abhängig machen, ob man es hat zu tun, dass man das wissen hat, that man in that moment jetzt gut abgesichert ist, muss ich sagen, da denke ich da nicht dran. Okay. Das trübt quasi oder verstärkt den Spaß an sowas nicht.
SPEAKER_00Für viele ist das ja tatsächlich so ein, wie soll ich denn sagen, so ein Must-Have, zu wissen, okay, wenn jetzt hier irgendwas passiert, kann ich dann, und ich bin nicht safe und ich kann das nicht genießen.
SPEAKER_01Ah, das ist vielleicht, ich weiß, was du meinst, aber ich glaube, das ist bei vielen am Anfang so was Wichtiges, auch in der Planung. Und wenn man es dann antritt, so ein Abenteuer, dann ist das, glaube ich, für viele wichtig zu wissen, das ist alles safe. Ich glaube, wenn du mittendrin bist, dann hat es nicht mehr so einen großen Impact auf dem Frage. Blendet man viel aus mit der Zeit, glaube ich.
SPEAKER_00Ich stelle jetzt mal eine ganz steile These auf. Ich sehe das genauso. Ich kann mich unfassbar an solchen Momenten festklammern, denke unfassbar gerne lange an solche Momente zurück. Ich mache mir nur ein kurzes, konkretes Beispiel. Leider mit Startnummer, aber okay, ich würde jetzt mal sagen, man kann sowas mehr genießen, wenn man keine Startnummer bei sich hat. Aber in dem Moment, in meinem Beispiel, hatten wir eine Startnummer, Moni und ich. Waren wir in den Dolomiten unterwegs am Laufen und waren dann von Briksen aus, sind wir dann mitten in die Dolomiten reingelaufen. Und dann war es irgendwann morgens um 5,6, die Sonne ist langsam aufgegangen. Und dann standen wir so einer 3000 Meter Wand. Die war wie aus nichts, war die da. Die Sonne blutrot, diese Wand erhält. Und wir beide sind einfach da gestanden, so, Mund auf. Klar braucht man nicht sagen, wie klein man ist, aber das fühlt man dann halt einfach auch richtig. Und wir haben uns dann angeschaut und dann haben wir gesehen, so den Weg, den wir noch gehen mussten, das war eine Scharte, die war, glaube ich, auf 3,5, 3,6, sowas, die war relativ hoch. Und haben wir gesehen, diese Scharte, die war dann auch blutrot beleuchtet. Das war so ein Bild, wo, wenn wir jetzt da entschieden hätten, wir hören jetzt hier auf, wir rufen an, wir laufen nicht fertig und bleiben jetzt einfach in dieser Hütte hier, hätte ich gesagt, ja, machen wir. Das war so ein ganz extrem besonderer Moment, wo. Und die steile These, worauf ich hinaus will, ist, ich habe Gott sei Dank jetzt ein Leben, wo ich weiß, dass daheim keine Probleme warten. Und ich glaube, wir führen alle ein ziemlich schnelles Leben, ein sehr stressiges Leben und ein sehr wenig achtsames und ein nicht sonderlich nachhaltiges Leben. Alle durch die Bank weg, selbst die, die sich Mühe geben. Und Dann kann man solche Momente, dann fühlt man solche Momente natürlich ganz anders. Ich glaube, man sollte sich mal mit Leuten unterhalten, zum Beispiel Kirgistan ist ein schönes Beispiel. Menschen, die dort leben, was die dazu sagen, ne? Ja, weißt du, für mich kommen diese Momente manchmal.
SPEAKER_01Unterhalte ich mit so einem Bärbe in Marokko.
SPEAKER_00Klar. Also mir kommen so eine Momente manchmal vor wie eine Flucht, was ja gar keine Flucht ist. Irgendwo ist es eine Flucht, irgendwie ist es, na klar, Urlaub ist immer eine Flucht irgendwo. Aber.
SPEAKER_01Ja, aber was ist die Alternative?
SPEAKER_00Da haben wir am Anfang drüber gesprochen. Sich an dem erfreuen, was man hat. Also, wenn wir jetzt hier aus einer Redaktion, schauen aus dem Fenster auf Geigein and the Hochplatte and the Chiemgauer Alpen for the house to the house. In principle, is this what we here for the house in our life not allowed, so it's weird. Also, rein theoretic could manage, okay, we besinnen us off this, what we here for the house to have.
SPEAKER_01No, this is. Und dann erkennst du, ah, das ist schön, da fühle ich mich wohl, da komme ich runter, ich brauche nicht viel zum Leben, zum Glücklichsein. Das stellst du in diesen manchmal Tagen oder vielleicht in den ein, zwei Wochen, stellst du das ganz intensiv fest. Und dann erkennst du dort ja auch, nicht nur für dich, sondern auch in der Beobachtung, das sind Menschen, die leben ein ganz anderes Leben. Die haben ein ganz anderes Tempo, die haben ganz andere Werte, andere Prioritäten, andere Prioritäten, und am Ende natürlich auch eine ganz andere Nachhaltigkeit. Und dann, ja, aber was, also wie setzt du es dann, du bist dann irgendwann ja wieder daheim, ja? Und das ist ja eigentlich vielleicht noch viel mehr der springende Punkt. Also wie was ziehe ich mir raus? Wie setze ich es um?
SPEAKER_00Das ist halt die Frage für mich. Wie man es dann daheim sozusagen ummünzt, wie man es daheim adaptieren kann, mehr oder weniger, diese Genügsamkeit und diese Zufriedenheit. Ich habe eine Antwort für dich. Gar nicht. Ich glaube, dass man diesen Moment, dass es auch nicht gut ist, diesen Moment zu versuchen zu adaptieren ins normale Leben, weil der Moment da gar nicht reinpasst. Ich glaube, es ist gut, wenn man sich immer wieder an diese Momente zurückerinnert, weil das ja einfach auch eine unwahrscheinliche Qualität bringt. Ich würde aber was sagen, ich habe das Glück gehabt, dass ich in meinem Leben schon viel reisen konnte, viele Orte auf dieser Welt sehen konnte, die jetzt vielleicht nicht sehr prunkvoll sind, sondern eher sehr ärmlich. Sag mal. Wo Gambia, Senegal zum Beispiel, Kenia, aber alles schon relativ lange her. Also Gambia war in den 90er Jahren nicht das Gambia von heute. Gambia von heute ist nennt man das Mallorca von Afrika. Und damals, ich damals stand da drei Hotels. Und dann sind wir von Gambia nach Senegal rübergefahren und haben dort alles angeschaut. Und da sind Menschen, die für unsere Augen in bitterlicher Armut leben, in deren Augen ein normales Leben führen. Die können wohl Arm und Reich unterscheiden und die können wohl Europa und Afrika unterscheiden. Nichtsdestotrotz leben die mit einer unfassbaren Resilienz und mit einem unfassbaren Blick fürs Hand und fürs Jetzt. Nicht gestern, nicht morgen, sondern hier. Das, was heute passiert, finde ich ist eine total gesunde Sache. Und das, was, also mein Wert, mein oder das Wertvollste, was ich mir so mitgenommen habe aus diesen ganzen Reisen aus Nordafrika oder eben in Mittelafrika, Kenia und so weiter und so fort, ich habe unfassbar viel Wissen da mitgenommen, weil ich es als sehr junger Mensch gesehen habe. Und ich habe unfassbar viel, glaube ich, zumindest Empathie da für mich auch rausgezogen. Und so menschliche Aspekte, die mich als junger Mensch total geprägt haben, mit denen ich aber nicht viel anfangen konnte, die mich dann aber schon über die Jahre sehr geprägt haben und wo man dann irgendwann mit den Jahren erst versteht, was da überhaupt passiert ist. Und das ist, glaube ich, dieser Wert, den man aus solchen Momenten der Genügsamkeit rausziehen kann. Ich glaube, dieser wirkliche Wert, den ist, wenn man sich da immer wieder dran zurückerinnert und an diese Gefühle, die man da mitgenommen hat und das, ich will mich jetzt da nicht in irgendwas verhaspeln, aber du weißt, glaube ich, was ich meine. Ich weiß schon, ich glaube, es ist nicht adaptierbar, diese Genügsamkeit ins normale Leben umzulegen, weil wir ein viel zu stressiges Leben führen. Wenn du, ich meine, wir müssen ja einfach nur mal den Urlaub ausklammern und einfach nur unsere normalen Arbeitswochen anschauen und mal gucken, wann schlafen wir denn mal wirklich ganz entspannt aus. Stehen auf, frühstücken, gucken blöd in der Gegend rum, gehen laufen, essen Mittag, hauen uns auf die Couch, gehen einen Spaziergang mit dem Hund machen, essen Abend, gehen ins Bett. Ist natürlich nicht möglich, weil wir alle Geld verdienen müssen. Aber diese Genügsamkeit, die lässt sich sowieso nur auf einzelne Momente so ein bisschen umlegen. Ja, das ist richtig.
SPEAKER_01Das wäre schön, wenn es. Vielleicht kommen wir da so ein bisschen auf den Punkt, auf den ich jetzt zumindest da ein bisschen drauf hin, versuch drauf hin zu arbeiten. Ich kann ja nur für mich sprechen, für mich selber. Und also ich bin eigentlich mit dem, also I'm with dem Tempo and with demand, so we this jetzt feel, and we are doing, that's a growth ausnah. Ich bin da eigentlich ganz happy damit. Also ich arbeite brutal gern. Mir macht es Spaß. Und im Prinzip habe ich auch Spaß drin.
SPEAKER_00Es gibt wiederum sehr selten.
SPEAKER_01Ja, vielleicht. Aber ich habe auch, also ich mag, eigentlich mag ich auch mal, wenn es stressig ist, wenn es viel wird. Also man macht es eigentlich nichts. Also wenn man mal so in einem Redaktionsschluss da mal so ein paar anstrengende Nächte hat und so. Eigentlich macht es mir auch Spaß. Also es ist eigentlich ein Leben, das ich eigentlich so will. Also ich will eigentlich nicht, das ist das Nächste, ich will eigentlich nicht ein Leben führen von einem Berber in Marokko. Das kann ich nachvollziehen. Ja, ich will das eigentlich nicht. Und ich will eigentlich auch nicht das Leben führen von jemand, der in Südtirol einen kleinen Hof hat, irgendwo auf 1000 Meter einen kleinen Hof hat und da ein paar Fremdenzimmer sind. Fremdenzimmer heißt es nur bei uns. Gästezimmer heißt es da.
SPEAKER_00Ja, aber Fremdenzimmer, ja, aber es stimmt ja, ist ja wirklich so.
SPEAKER_01Ja, und da ein paar Zimmer vermietet und da ein tolles Leben eigentlich führt und da eigentlich auch das relativ ruhigung irgendwie machen kann. Will ich eigentlich nicht. Ich will das eigentlich so, wie ich es habe.
SPEAKER_00Aber was spreche gegen das Leben des Einzelnen?
SPEAKER_01Nee, ich bin noch nicht ganz fertig. Aber was ich will, und da bin ich auf der Suche, und da bin ich auch für mich not. In this moment, in which my job and the production and the beautiful in the sense. When I by my life, for me alone. There will be no more, and it's not bewuster. Da hätte ich es gern noch einfacher. Ich hau jetzt mal ein paar Sachen in der Arm.
SPEAKER_00Okay, du gehst laufen. Ich würde sagen, 90% deiner Läufe sind ja auch irgendwo Schuh-Tests oder Westentests oder Klamottentests. Das heißt, du nimmst ja deine Arbeit immer mit.
SPEAKER_01Ja, immer.
SPEAKER_00Das ist eine gute Beobachtung, und dann filmst du doch und ziehst du keine Klamotte an und keine Schuhe, die jetzt vielleicht auf dem Vorher, die nicht mehr interessant sind, hast du das Handy dabei, mit dem du dann filmst, wo du eine Story machst. Und das ist aber, das ist jetzt total unromantisch, aber das ist part of the game. Das gehört mit dazu, und klar kann man sagen, okay, ich packe das Handy jetzt weg und ich hole das dann auch nicht raus. Und ich bin dann auch ganz oft so, dass ich sage, wer das sehen will, soll sich diesen Ausblick selber erarbeiten. Ich mache jetzt nicht das Foto, ich genieße das jetzt und gehe weiter. Aber ich denke mir dann auch immer ganz oft, es wäre eigentlich echt schade drum, wenn ich das jetzt nicht so festhalte. Moni und ich, wir sagen auch ganz oft, wir machen viel zu wenig Bilder miteinander.
SPEAKER_01Ach so, macht ihr, ja.
SPEAKER_00Wir machen wenig Bilder miteinander. Das kann ich nicht behaupten. Und wenn genau, wenn ich jetzt das bei euch zum Beispiel sehe, alles im Bewegungsbilder, aber auch mit deiner Frau. Das ist. Ich mache immer Bilder. Ich finde es total super. Wir machen schon auch Bilder zusammen, aber gerade wenn wir so am Berg unterwegs sind oder einfach mit dem Hund spazieren gehen, das kann man schon häufiger machen, aber letztendlich ist es ja eben, da will ich wieder auf diesen Moment, auf diese, auf diese Glücksmomente zurückkommen. Es sind doch die steilsten Momente, die, wo man sich immer wieder dran zurückerinnert. Und ich muss halt einfach sagen, es sind immer in meinem Fall zumindest oder 90% Bergmomente, die ich für mich dann auch so mit runter wieder nehme ins normale Leben ins Tal, ja. Und wo ich mich dann aber auch wirklich oft daran zurückerinnere. Ich weiß nicht, ob das eine Qualität ist, dass man sowas kann, dass man sich das immer wieder herholen kann. Aber das ist so für mich. Ich habe auch immer so das Gefühl, dass viele Leute versuchen, dann krampfhaft für etwas dankbar zu sein. Und weißt du, was ich meine? Und dann aber irgendwie letztendlich so eine tiefe Unzufriedenheit mit sich da rauskristallisiert und da ist so viel, ich muss das und ich muss das und man muss gar nichts. Ich glaube, zu einer Genügsamkeit und zu einer Einfachheit gehört auch nichts zu müssen. Oder?
SPEAKER_01Ja, zu dieser Einfachheit, über die wir heute sprechen, gehören ja andere Dinge auch dazu. Wenn ich zurückblicke, es ist ja eh bei uns im Sport immer interessant, zurückzublicken, wobei ich vorsichtig sein muss. Ich tendiere ja oft dazu, oft weit zurückzublicken. Zum einen. Ich weiß nicht, ob es schlimm ist, mir fällt es halt auf, dass ich gut blicke gern zurück. Ich auch, und auf der anderen Seite blicke ich gern nach vorne in die Zukunft, aber da eher aus so einem Sicherheitsgefühl heraus. Um, um Dinge abzusichern. Da geht es auch dann, also machen ja viele so ganz klassisch, ich muss vorsorgen. Das ist ja immer so in eine Zukunft rein planen. Geld sparen zum Beispiel. Was zurückzulegen, damit man in einer Zeit, in der Zukunft quasi da gut leben kann. Aber das ist ja alles, also das zurückblicken und dieses Planen und Vorsorgen, das hat ja alles erstmal nichts damit zu tun, um jetzt. Was ist jetzt? Just a moment. And this is also what I management, in the context of laughter, where I think, Dennis, it's few gedanken. I was 53, I have a few guns. I will not long laugh. So is many of us and intensive damage beschäftigt, what is that, what is that, what is that in the top. And then on the other side, I'm looking to what was that? What did I make and so? What is this? But man verliert so a bit of what it laufs, when many language machines. It is a great gear that many gigantic shows a bit in the arms, which keeps it.
SPEAKER_00I know I know it. I see this so when you in 10 years machine, or in 60, in which quality du this machine. Hast du ja heute in der Hand. Also du legst ja heute den Grundstein für das, was in 10 Jahren kommt. Alles habe ich nicht in der Hand. Nein, alles hast du nicht in der Hand. Das Unvorhersehbare, sowas hat man natürlich nicht in der Hand, aber wir gehen jetzt einfach mal vom Idealfall aus, dass nichts Außerordentliches passiert. Dann hat man seine körperliche Entwicklung, den körperlichen Verfall im Laufe des Alters, die Geschwindigkeit, die hat man bis zu einem gewissen Punkt, und ich glaube, der ist ziemlich weit oben, selber in der Hand. Und wenn man sich auf das besinnt, ich glaube, das gehört auch so ein bisschen dazu, die Laufqualität von morgen heute in die Hand zu nehmen und das auch so ein bisschen mitzunehmen, so als ich bin immer, weißt du, ich finde so, ich finde so, diese Glaubenssätze, die gehen mir so hart auf diese Nerven, die gehen mir so auf den Sack. Ja, wenn ich das dann immer höre, dieses Geschwafel mit irgendwelchen Glaubenssätzen wird es dann einfacher bei einem Ultrasuch von wegen, ach, in fünf Kilometer kommt die nächste Versorgung, mir geht es eigentlich gut. Ich habe zwar schon dreimal gekopft, aber in fünf Kilometer kommt die nächste Versorgung. Finde ich total nervig. Ja, dass man sich so kleine Zwischenziele macht, so alles schön und gut, aber mir gehen diese Dinge halt einfach auf den Sack. Worauf ich aber hinaus will, ist, wenn ich eben das so ins Hier und Jetzt nehme, dass es halt meine Aufgabe ist im Hier und Jetzt mich, der Trailrunner Dennis Wischniewski, heute, 24.04.2026. Heute sorge ich dafür, dass Dennis Wischnewski 2031 immer noch so läuft wie 2026. Und das ist, glaube ich, auch etwas, man hat ja selber für sich selber auch Verantwortung. Und Trailrunning ist unser Leben oder ein sehr großer Teil unseres Lebens. Und wir wollen das, spreche ich wahrscheinlich für alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer lange machen, solange wie es nur irgendwie geht, und das haben wir halt heute in der Hand. Aber ich finde, Genügsamkeit ist, weißt du, was ich glaube, wo wir uns sehr viel Genügsamkeit kaputt machen, was meine Beobachtung ist.
SPEAKER_01Nee.
SPEAKER_00Also die Genügsamkeit ist ja das, oder die Ernte der Genügsamkeit ist ja der Genuss am Laufen, so für mich. Und wir machen uns halt sehr, sehr viel durch Zahlen kaputt. Durte, durch Kurven, durch Vergleiche, durch gucken, was andere machen, aber eben nicht bei sich selber sein. Und ich finde.
SPEAKER_01Ja, der Vergleich ist das größte.
SPEAKER_00Ja, total. Ich finde, ich bin da aktuell seit ein paar Monaten. Ich würde sagen, so seit meiner Stressfraktur so ein bisschen auf dem, nee, oder nicht ein bisschen auf einem sehr guten Weg, ich gucke da nicht mehr. Ich bewundere das, wenn Leute in unserem Sport außerordentlich gute Leistungen bringen. Ich feiere die dafür, ich finde das toll. Aber ich gehe jetzt, ich gehe nicht so ran, dass ich sage, warum kann ich das nicht? Es ist halt einfach so. Aber wenn, weißt du, wenn ich mir dann zum Beispiel einen Wagner Tom anschaue, da gehen Grüße raus nach Graz und ich habe das Gefühl, der ist seit vor ein, zwei Jahren diesen Sport nochmal ganz neu für sich entdeckt. Das ist so meine Beobachtung.
SPEAKER_01Und wenn der einfach ein UTMB mit dem Nötigsten am nötigsten macht, ist das so lustig, Tom, dass du jetzt in diesem Gespräch, in der Folge, den Abzweig jetzt nimmst du, weil ich also fast auf die Sekunde auf den Tom und auf diese Beltgeschichte und auf diese, ich statte mich minimal aus, ich will möglichst wenig dabei haben, alles soll leicht wirken, mit wenigstens wenig Ballast an mir dran und so. Genau das wollte ich in dem es wirklich lustig.
SPEAKER_00Aber es ist wirklich ein Sinnbild für unser Thema heute. Für mich sind auch, das ist vielleicht ein Vergleich, der dem Tom jetzt nicht so gerecht wird, aber auch Bilder so vom Western State, ganz viele Bilder, wie Leute mit Handflasks da einfach so diese Trails langfliegen.
SPEAKER_01Auch das, was Gruppic kam, wie der quasi in den Sport kam, was der mit reintransportiert hat. Es war auch dieser Minimalismus und schwarzes Sport, ein paar Schuhe. Ich gehe es einfach an, ich gehe es mit einfachen Schuhen an, ich habe wenig dabei, ich brauche nicht viel Ausrüstung. Nichtsdestotrotz, natürlich trotzdem Training, Planung, natürlich.
SPEAKER_00Klar, das natürlich Veranlagung und solche Dinge. Aber weißt du, was ich beim Tom halt einfach auch beobachte, ist, du siehst ja ganz viele Sportler, die ich wahnsinnig dafür feiere, wenn die dann halt, wenn du merkst, okay, da verschieben sich die Prioritäten, da kommt dann zuerst die Familie, dann der Sport. Paukapell, schaut mir super gerne an, wie er dann zwischendurch halt einfach sein Kind busselt und dann weiterläuft, finde ich total toll. Aber beim Tom merkt man einfach, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Er reduziert das jetzt nicht und oder so für mich kommt es so rüber, er sagt jetzt nicht, jetzt habe ich eine Tochter und eine Familie, jetzt ist mir der Sport egal, sondern der ist ja trotzdem mit einem Ehrgeiz dabei und macht es und zieht es durch und macht so sein Ding und hat so für mich auch eine ganz klare Geschichte dahinter, die er schreiben will. Und seine Familie ist dann halt, die ist ja gesetzt, die ist ja dann trotzdem dabei. Aber bei manchen habe ich das Gefühl, das reduziert sich dann so Storytelling mit der Familie und nee, das ist beim Tom ist dann doch schon die ganz klare Linie des Sportlers zu erkennen. Und die Familie ist wahrscheinlich schon wichtiger, aber du weißt, was ich meine. Das hoffe ich, du weißt, was ich meine. Und eben diese Genügsamkeit, die beobachtet man ja beim Tom auch nicht erst seit gestern. Das ist ja eigentlich schon immer alles aufs Laufen reduzieren, so gut es irgendwie geht.
SPEAKER_01So, jetzt wäre die Frage: Wenn wir uns ja einig sind, dass the simpler the better. Warum is it? Warum, also, warum glaubst du, oder warum glauben wir, dass es sich lohnt, den Sport minimalistischer, einfacher anzugehen.
SPEAKER_00So würde ich es gar nicht sagen für mich. Ich glaube, dass es beides braucht. Also ich glaube, es braucht schon auch hier und da mal das volle Programm. Wenn ich jetzt zum Beispiel Lavaredo, dein Lavaredo dieses Jahr als Beispiel nehme, solltest du ja dann schon vorher mit vollem Programm trainieren, einfach war ja beim UTMB das Gleiche. Aber die wirkliche Qualität ziehst du dir nicht aus den Läufen. Die wirkliche Qualität ziehst du dir aus Läufen, die du Donnerstagabend um 18 Uhr viel zu spät mit Marlois machst. Oder wenn wir beide mal laufen gehen. Oder wenn das sind so Läufe, wo man Qualität rauszieht. Aber so ich hatte das, ich hatte heute Schüler, ja, ich war halt in der Backstube. Und ich hatte einen Schüler aus Sierra Leone und einen Schüler aus Tansania. Und dann habe ich mich mit denen so ein bisschen unterhalten, so auf Deutsch, so gut es geht, die wollen lernen und dann aber. Für die Verständigung dann noch viel auf Englisch.
SPEAKER_01Die machen jetzt im Moment eine Ausbildung zum Bäcker.
SPEAKER_00Und der eine von den beiden, der ist so alt wie ich, und der andere ist 38, die sind auch nicht so lange in Deutschland, aber wirklich gute Jungs. Und habe mich dann mit denen unterhalten. Und die sind sehr, die haben ein sehr afrikanisches Mindset im positivsten aller Sinne. Und dann haben wir uns einfach über dieses total inflationär verwendete Hakuna Matata unterhalten. Das ist ja in Afrika wirklich ein Mindset. Das ist ja wirklich in vielen Ecken von Afrika ein Lebensart, Hakuna Matata, ja. Im Moment sein, zufrieden sein, sich am Arsch schlecken lassen. Und mit denen habe ich mich heute darüber unterhalten. Und ich glaube, die haben ein wesentlich, wie soll ich sagen, schwierigeres Leben bis jetzt gelebt als ich. Und haben gerade in den letzten Jahren wahnsinnig viel erlebt, bevor die hier in Deutschland angekommen sind. Und die sind so bei sich, die haben dann auch gesagt, es ist doch völlig egal, was gestern oder vor zehn Jahren war. Wer kann mich denn da wieder hin zurückbringen, dass sich da irgendwas ändern könnte? Niemand. Also muss es egal sein. Und wer kann mich zehn Jahre in die Zukunft bringen, dass ich da irgendwas drehen oder ändern könnte? Niemand. Also habe ich ja nur die Wahl, im Hier und Jetzt zu sein. Und die machen es aber mit einer unwahrscheinlichen, positiven stoischen Art. Aber halt wirklich total im Moment und haben alles mitgenommen, was man denen gezeigt hat. Was es jetzt mit Trailrunning zu tun hat, direkt natürlich nichts. Aber ich glaube, man kann wahnsinnig viel Qualität in sein Hobby, in sein Trailrunning bringen. Wenn man einfach wirklich sich versucht darauf zu konzentrieren, diesen Sport so zu leben und so zu lieben, wie er ist, einfach im Moment, ja. Weil es bringt ja nichts. Du bereitest dich jetzt noch, wie lange zwei Monate auf dem Lavaredo vor und das alles fiebert irgendwie gefühlt auf dieses Finish hin. Aber der Weg dahin, das Finish, das dauert zwei Sekunden, aber der Weg dahin, das sind ja Monate deines Lebens. Und eigentlich ist ja wirklich diese Vorbereitung, sollte ja der Fokus sein. Also dieses, dieser, weil ich das nicht mehr so gut habe, das ist schon klar, darauf will ich gar nicht hinausarbeiten.
SPEAKER_01Nein, das schon. Aber mir ist es schon auch wichtig. Und wenn ich mir jetzt so die neuen Wochen vorstelle, wenn ich mir das so versuche to visualisieren, wie so die next wechen werden und die Läufe also daraufhin, dann ist komischerweise wirklich so das Prägnanteste, was mir in den Kopf kommt, is, ich will es leicht haben, ich will es einfach haben, ich will nichts über das Knie brechen müssen.
SPEAKER_00Kann man sagen, dass du nicht am liebsten nicht planen würdest?
SPEAKER_01Ich würde tatsächlich am liebsten nichts planen. Das wäre mir am liebsten, aber ich weiß nicht, aber ich weiß natürlich, dass das nicht geht. Ich muss da ein bisschen planen und so. Aber eigentlich möchte ich es nicht. Ich möchte, dass es mir halt leicht, dass es mir leicht von der Hand geht, dass auch diese Vorbereitungsläufe und so. Ich will, dass es einfach ist. Ich möchte auch, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich muss jetzt, ich mache jetzt einen längeren Lauf mit ihr morgen zum Beispiel, ich würde am liebsten, deswegen verstehe ich dann Tom auch so gut, ich würde am liebsten, ich würde einen Rucksack daheim lassen. Ich würde gern einfach mit einer Belt laufen und eine Flask. Ohne Flask mitnehmen. Ja, warum? Weil man dann doch einiges vielleicht mitnehmen sollte.
SPEAKER_00Hast du eine Ahnung? Das würde mich mal interessieren, vielleicht kann uns der Tom da mal mitnehmen. Also 5am Club kennen wir ja mittlerweile, aber er macht ja jetzt morgens nicht diese ganz langen Kanten, sondern ich glaube, es sind mal so zehn Kilometer oder so, also richtig schön guter Morgenlauf. Was mich interessieren würde, wenn der Tom wirklich so ganz lange Trainingsnachtläufe, wenn er mit Belt läuft, wie viel, also nicht Klamotte oder sowas, sondern, also ich stelle mir halt vor, also wenn ich jetzt, wenn wir jetzt drei Stunden, vier Stunden laufen gehen zum Beispiel, dann rechne ich für mich mal so pro Stunde zwei Gels, ein, zwei Gels und halt die Flasken plus vielleicht einmal Pulver nachfüllen. Da kommt ja schon Volumen zusammen so. Gut, es geht vielleicht, sagen wir mal acht Gels, aber da muss er ja vielleicht ein Handy mitnehmen für einen Notfall, da musst du einen Schlüssel mitnehmen, da muss sie, ich weiß nicht, was muss noch, vielleicht eine Weste oder sowas, wenn es ein bisschen frisch wird oder und da kommt ja doch einiges zusammen. Und es würde mich jetzt mal interessieren, wie der Tom das bewerkstellicht, was der da so mitnimmt, wenn er so minimalistisch geht. Vielleicht können wir für uns ja da was rausziehen.
SPEAKER_01Ich hatte heute ein längeres Telefonat mit dem Philipp, also nicht mit Philipp Red, mit einem anderen Philipp, der einen Vertrieb macht für einen neuen Brand. Der nennt sich, also den gibt es schon, der nennt sich Raid Research, USA-Brand. Die haben Grubitska gesignt. Der Erfinder oder der Founder von Raid Research, der ist an, ich glaube, keine 25. Ach, ehrlich. Ist krass. Und der hat, ich habe mir es vorher angeschaut auf der Homepage, wir kriegen den Belt jetzt auch zum Testen. Der Philipp schickt uns den zu. Grüße gehen raus an Philipp, der hört zu. Unbekannterweise Grüße. Ein Belt, der 2 Liter fasst. Okay. Also du kannst rein theoretisch zwei Liter Getränke ranpacken.
SPEAKER_00Wie viel hat der Thai Belt? Wie viele Liter? Hat er einen oder hat er.
SPEAKER_01Rein theoretisch kriegst du auch anderthalb Liter, kriegst du, kannst du da rein theoretisch drei Flasks reinpacken.
SPEAKER_00Achso, ich kann sagen, zwei Liter sind ja vier Flasks.
SPEAKER_01Ja, der ist richtig spannend. Also der ist dieser Belt, der ist halt auch sehr speziell, weil die Flasks für den Belt, die sind dann natürlich auch, das sind eine wirklich spezielle Flask, die für den Fall ist. Muss wohl richtig gut funktionieren. Also da wackelt wohl nichts. Da bist anderthalb Liter dran und es wackelt wirklich nichts.
SPEAKER_00Was würdest du, jetzt so stand jetzt mit der Ausrüstung, die du hast und die du kennst, was würdest du dir maximal zutrauen, nur mit Belt für einen Umfang? Also stundenmäßig, jetzt nicht kilometermäßig. Wie viele Stunden laufen würdest du dir nur mit einem Belt zutrauen? Drei. Also gut, da würde ich mit, da geht schon ein bisschen mehr, geht schon, also fünf, vier, fünf, sechs würde ich schon machen. Aber darüber hinaus hätte ich dann schon echt logistische Probleme mit den, weil ich muss mich jetzt nicht umziehen zwischendurch, wenn jetzt, sag ich mal, verhältnismäßig normales Wetter ist. Aber ich hätte dann halt echt irgendwann so ein bisschen struggelt mit dem ganzen Zeug, weil ich hasse es, wenn irgendwas schlackert. Da kriege ich einen Vogel dabei. Das war ein Vogel. Kann ich nicht. Und ich hatte beim Zutt, glaube ich, vor zwei Jahren leider eine Nummer zu groß, dem Belt. Oder ich habe vorher ein bisschen Gewicht verloren und dann war das ein bisschen schlackeriger als sonst. Und da habe ich halt zwei Probleme. Ich kann mir dem Belt nicht so voll knallen, dass er halt vielleicht, dass er so voll ist, weißt du, dass er halt straff sitzt. Und wenn du dann aber halt nur so halb gar was drin hast, dann klackert das halt, schlackert das dann halt irgendwie rum. Aber gut, wäre dann halt Handflaske oder sowas. Du machst es schon in die Belt rein, ne? In den Belt rein, die Flask, wenn die voll sind. Nur eine ich fand es total spannend, wo wir das erste Mal miteinander gelaufen sind damals. Da hast du immer eine Flask normal in den Einschub gemacht, in die Weste. Und eine hast du dir immer hier rein gemacht, weil das Handy hier drin war. Richtig. Das war witzig. Und das war nicht die UD-Flask, wo hier kein Ding war, es war eine normale Weste. Ja, stimmt. Das ist witzig. Naja, jetzt kommen wir auf dem Thema ein bisschen. Aber du bist auf jeden Fall schon sehr interessiert daran, so wenig wie möglich dann mitzunehmen.
SPEAKER_01Ja, das ist so irgendwie, hat sich das jetzt die letzten Jahre bei mir auch so, wie sagt man, manifestiert, dass ich gern, dass ich gern wenig dabei habe.
SPEAKER_00Ich habe eine ganz witzige Frage jetzt an dich. Jetzt gehen wir mal davon aus, wir planen sechs Stundenlauf. Okay? Und wir sagen, wir laufen beide nur mit dem Belt.
SPEAKER_01Wir laufen morgen keine Sex. Ich laufe nicht sechs Stunden.
SPEAKER_00Wir sehen das dann. Die Frage ist, was sollte passieren, wenn wir sagen, wir laufen sechs Stunden nur mit dem Belt, eine Handflask, oder weil ich habe leider nicht, ich habe leider nicht so eine richtige Handflaske, die man so in die, sondern ich muss halt eine Flaske in die Hand nehmen und ja, aber wenn du, Tom, das kannst du so nicht sagen, wenn du jetzt sechs Stunden läufst, dann kommt es ja total drauf an, welche Strecke du läufst.
SPEAKER_01Ich meine, wenn ich morgen eine Strecke laufe, sechs Stunden und ich weiß, es haben Hütten offen, ja, und ich kann da fest damit planen, dann klar, da kann ich sechs Stunden mit dem Belt laufen. Wenn ich weiß, es gibt jetzt keinen Mega-Wettereinbruch, dann ist es, also eine Regenjagd muss man immer dabei haben, da sind wir uns hoffentlich einig. Und ein bisschen Erste Hilfe müssen wir auch mitnehmen, da sind wir uns auch sehr einig. Ja. Okay, gut. Das müssen wir schon mal mitnehmen. Und wenn ich aber weiß, ich habe drei Hütten, wo ich irgendwie auffüllen kann und vielleicht noch irgendwie was essen kann, dann brauche ich vielleicht auch keine fünf oder sechs Riegel oder Gels mitnehmen. Da reichen vielleicht am Ende drei. Und wenn ich weiß, ich kann da immer auffüllen, dann reicht da auch eine Flask, um ehrlich zu sein. Sieht ja die Sache schon anders aus. Aber wenn ich weiß, ich laufe sechs Stunden und ich weiß, da kommt vielleicht wirklich gar nichts, ja, dann ist er okay.
SPEAKER_00Gehört für dich eigentlich zu dieser Genügsamkeit, zu diesem Bescheidensein, würde ich fast sagen, auch dazu, Läufe mal zu unterbrechen und sich hinzusetzen?
SPEAKER_01Ja, das ist wahrscheinlich, aber gut, da bin ich ja wahrscheinlich jetzt im Gegensatz zu dir über den Punkt, bin ich ja eh hinweg. Über welchen Punkt? Ich halte brutal oft an. Ich würde das, also nicht halte ich brutal oft an. Mir ist das, ich kenne viele, die ja, die halten nicht an und die stoppen dann die Uhr und alles. Nee, das ist ein bisschen. Und ich halte total oft an. Vor allem, es ist ja eh, ich meine, ich laufe ja viel mit dem Hund. Ich habe es ja nach wie vor ja doch auch öfters dabei. Und die wird sehen, also ich muss ja Pausen machen.
SPEAKER_00Klar, also da sind wir uns auch beide zu 1000% einig. Wenn der Hund dabei ist, macht der Hund das Tempo. Oder der Hund gibt den Takt an, sagen wir mal so.
SPEAKER_01Ja, okay, gut. Sie ist ein Tarrier. Schwierig.
SPEAKER_00Du bist auch ein Terrier.
SPEAKER_01Nein, du weißt was. Du weißt, Terrier ist schwierig, weil die ken keine Pausen. Die würden alles so machen, wie du das vorgibst. Im Prinzip würden sie halt umfallen.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_01Muss man aufpassen.
SPEAKER_00Ja, ja, da musst du natürlich so klar sein und dann die Pausen vorgeben. Genau, musst du vorgeben. Aber ich hatte das Thema schon oft mit Moni, dass mir gesagt haben, es ist eigentlich jammerschade, auch Hütten, die wir kennen, nicht zu nutzen. Einfach, du kannst dich daran erinnern, bei unserer Hochzeit, wo wir Zwischenstopp gemacht haben zum Kaffee trinken. Ich kenne die Hütte. Genau, die Mitte ein. Und es ist jetzt vielleicht nicht die spektakulärste Hütte, aber es ist unsere Hütte irgendwo. Das ist eine schöne Hütte.
SPEAKER_01Ja, aber du hast doch, wenn ihr da vorbeilauft, deine Frau und du an der Hütte komme, was wolle, ihr habt die Scheißverpflichtung, da anzuhalten.
SPEAKER_00Total im Prinzip. Wir waren jetzt länger nicht mehr dort, aber das letzte Mal, wo wir dort waren, sind wir auch reingegangen und haben was getrunken. Ja, total. Sehe ich auch so. Und ich finde einfach, also aus vielerlei Gründen macht es Sinn, in der Hütte anzuhalten, weil ich finde, die Hütten gehören auch unterstützt. Absolut. Ich glaube, es gibt kaum einen Hüttenwirt, der sich damit die Hosen voll macht, die Taschen voll macht.
SPEAKER_01Hütten gibt es, aber das ist eine andere Art von Hütte.
SPEAKER_00Yeah, yeah, but ich meine, die klassische Berghütte, die tragen natürlich auch zu einer großen Qualität unseres Wanderwegenetzes bei und das muss man ganz klar unterstützen. Aber ich bin da auch total bei dir. Es ist so was, also ich glaube, es gibt doch wenig Leckereres als in einem Lauf in einer Hütte anzuhalten, so eine eiskalte Rhabarber-Schorle oder so eine Johannesbeerschorle zu trinken. Das ist zum Beispiel auch so ein kleiner, richtig genügend Mensch würde jetzt sagen, ein Glas Watter reicht ja auch.
SPEAKER_01Vor allem, was für ein guter Lifestyle ist das. Was ist ein guter Lifestyle ist das, bitte durch die Berge zu rennen? And dann läufst du und du läufst und läufst und läufst, und dann siehst du schon so von weitem, siehst du oben so eine Hütte. Und dann läufst du immer, auf die Hütte zu. Du hast diese Hütte hast du immer im Blick. Und diese Hütte, die wird dann so von Minute zu Minute ein bisschen größer. Und irgendwann bist du da und dann gehst du da rein und sagst du Sau, dann setzt dich hin. Und dann sitzen da schon Leute und du setzt dich zu wildfremden Menschen einfach dazu, ja. Und die fragen dich und du erklärst ein bisschen, was du gemacht hast und die erzählen was von sich. Und du sitzt da eine Viertelstunde, eine halbe Stunde, vielleicht haben nur zehn Minuten und dann bist du wieder weg.
SPEAKER_00Wahnsinn. Weißt du, was in dem Moment total interessant ist? Ich bin ja, wie du weißt, nicht der allergrößte Menschenfreund. Doch, bist du, das stimmt nicht.
SPEAKER_01Das behauptest du immer. Du behauptest immer, du bist kein Menschenfreund. Du willst immer, dass ich glaube, dass du so ein bisschen wie White Trash Rob von Blatt vor Blatt bist, der keine Menschen mochte.
SPEAKER_00Du weißt, wie ich, ich hab dir erzählt, wie ich durch München gekrußt bin, was ich für Worte aus meinem Mund entsorgt habe.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Oder? Ja, ja, weiß ich, ja. Tatsächlich ist es so, ich bin kein großer Menschenfreund. Es gibt vereinzelte Ausnahmen, aber die sind sehr wenig. Egal, worauf ich hinaus will, ist, dieser Moment in der Hütte, du kommst da an nach dem Laufen, vielleicht so Wetter wie heute, maybe, und dann setzt du dich draußen hin und dann ist man einfach innerlich so voll mit einer Zufriedenheit. Also es ist ja wirklich der Nektar der Zufriedenheit, der in einer Nektar der Zufriedenheit, geil. Und der hilft einem sogar darüber hinaus, die Menschen, die dort sind, auch so zu akzeptieren und dann mit denen auch wirklich ein nettes Gespräch zu führen. Also dieser Nektar der Zufriedenheit ist sozusagen die Quintessenz unseres Sports.
SPEAKER_01Gut. Am zweiten Punkt. Nicht Einfachheit, Geduld.
SPEAKER_00Ich bin ganz groß heran.
SPEAKER_01Was bringt uns, also ich finde, es ist echt ein Riesenthema in unserem Sport. Geduldig. Geduldig sein. Aber wir reden jetzt nicht von einer Situation. Wir reden von ganz allgemein. Ich hatte, ich muss jetzt nochmal kurz auf Mallorca zurück. Ich hatte vier Interviews geführt. Vorgestern. Vorgestern noch. Nein, doch vorgestern. Hatte ich vier Interviews geführt mit Johanna Öström.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_01Mit Nathalie Bidley heißt die, glaube ich. Spricht man des Öström, hast du sie gefragt? Ja, ja, wir haben es hoch und runter. Sie hat ja, sie hatte im Trail-Magazin gelesen, auf Deutsch. War ganz interessant. Aber konnte sie gut irre. Genau, und dann haben wir den Nachnamen geübt, noch bevor wir das Interview angefangen haben. Hat den deinen ausgeübt? Nein, mein Hammer nicht geübt. Sehr gut. Also mit Elise Pensée, ich glaube, so spricht man sie aus, die französische Läuferin. Und mit wem noch? Ja, klar, natürlich mit der Johanna Ehrenplan habe ich auch noch gesprochen. Und das waren ganz, ganz tolle Gespräche. Und eigentlich kam in allen vier Gesprächen mit diesen jungen Athletinnen oder den jungen Frauen kam raus. Es geht um Geduld. For all the Elise had very drill gesprochen, auch in Hinblick auf notes Athletin in this sport, that she unglaubly, bitte have geduld. How shit for shit. She said for she is a ries. She is seit 10 years in the francisch nationalchard. Seit 10 years. Bitte, when you an eye has been too ungeduldig, I will too, I laugh in Gutes rein, in Richtung Verletzing. Stell sie halt fest, this can not function. Also es muss ja weitergehen. Und man braucht einfach progression. Man braucht von Ja, nicht nur innerhalb von einem Jahr eine Planung, sondern man braucht auch von Jahr zu Jahr zu Jahr zu Jahr braucht man einfach eine Planung. Und da gehört, und da sind wir beim Thema, Geduld. Da gehört natürlich Geduld dazu. Du musst dich dann immer wieder in gewissen Situationen bewusst auch mal zurücknehmen, mal zurückhalten, mal auf Dinge bewusst dann auch verzichten und sagen, nein, das würde ich jetzt gerne machen, aber ich mach's jetzt halt nicht. Aber glaubst du, dass man das outsource? Weil ich es halt nächstes Jahr mache oder in zwei Jahren mache und ein bestimmtes Rennen und eine bestimmte Distanz. Und da gibt es schon eine große Tendenz dazu, dass viele zu schnell halt alles wollen.
SPEAKER_00Glaubst du, dass man die Umsetzung dessen, was du gerade gesagt hast, outsourcen sollte, die man anderem in die Hand geben sollte? Diese Planung dafür, also die, sagen wir mal, seine eigene Geduld.
SPEAKER_01In die Hand von anderen, von Shows von anderen legen? Ja, klar. Also ich denke wenn du, ich meine, man muss natürlich sagen, wir sprechen da jetzt von Sportlerinnen, die natürlich Weltklasse sind. Klar, das sind ja alles Mädels, die irgendwie Top-10 laufen, Skyrunning Weltcup oder bei Weltmeisterschaften Medaillen gewonnen haben. Klar, das sind natürlich Weltklasse-Athletinnen. Also auf jeden Fall. When man die längerfristig verfolgt, then geht es nur so. Es gibt sicherlich Ausnahmen. Es gibt immer wieder Leute, die können komplett für sich alleine sorgen und sind auch achtsam. Aber ich glaube, in vielen Fällen macht es wirklich Sinn. Man hat da vertrauensvoll jemanden, der da nochmal mit drauf guckt und einfach auch sagt, hey, jetzt wenig, ruhig bleiben. Was glaubst du? Also ich meine, man kann das natürlich auch alles anders machen, klar. Wenn du so Gehirn amputiert bist wie dieser Kim Gottwald, dann kannst du natürlich mit 23 oder mit 22, kannst du natürlich meinen, ich muss jetzt da herrlich auf den Punkt geben. Ich muss jetzt da einen auf Superhero machen und glauben, ich muss jetzt da irgendwie im Kreis laufen wie ein Irr. Das kann ich natürlich machen, aber von dem Typ wird man auch in fünf Jahren nichts mehr hören.
SPEAKER_00Ich kann mich an einen Moment erinnern, wie wir waren mit dem Till laufen. Und dann haben wir uns über Trailrunning unterstützt. Halten und über Junge. Und dann habt ihr so suffisant gesagt, was ja nicht richtig war, so dass ihr, dass ihr ja eh langsam unterwegs seid. Da habt ihr euch gerade für einen Trans Alpine vorbereitet. Und dann habt ihr gesagt, aber wir machen den Sport auch schon ewig. Und wir sind ja auch schon über 50 und haben immer noch Spaß daran. Und das ist, glaube ich, so. Ich glaube, man muss die Waage finden. Man darf sich nicht vom Alter so blenden lassen. Ich habe das oft gemacht. Ich hatte das Thema, wir beide, wir sind ja ungefähr mit dem gleichen Alter in dem Sport eingestiegen, im Trailrunning. Und man hat ja dann immer die Angst, was verpassen zu können. Und das wird unweigerlich so sein. Man wird in seinem Leben Dinge nicht machen können, ob man will oder nicht. Es wird sicherlich hier und da was auf der Strecke bleiben. Ich glaube, man darf sich nur nicht unbedingt in so einem Hamsterrad machen.
SPEAKER_01Deswegen ist man ja auch ungeduldig. Yeah, yeah. Wenn man Angst meine passt, genau das darauf will ich hinaus.
SPEAKER_00Man darf sich nicht in dieses Hamsterrad reinbewegen und sagen, ein UTMB muss ich machen, die Diagonale Diffu muss ich machen, Wissens State muss ich machen, Hardrock muss ich machen, Swiss Peaks muss ich machen und Zut muss ich machen und das und das und tralala. Letztendlich muss man gar nichts. Und ich hab, ich rede ja zu schlau daher, aber ich bin ja genauso. Ich habe auch so viele Ränder auf der Bucketlist gehabt und man, leider Gott, das braucht man ja immer so Scheiß-Lebensmomente, die einen da auch so ein bisschen wieder erden uns in die Realität zurückholen. Und ich finde, diese Geduld, die habe ich wirklich in den letzten Monaten gezeigt, weil ich meinem Kreuzbein, also diesem Ermüdungsbruch, einfach die Zeit gegeben habe.
SPEAKER_01Nee, du warst da echt vorbildlich. Das muss ich wirklich sagen, es hat mich echt beeindruckt, wie konsequent du das jetzt mit dem Laufen und auch der Pause und auch jetzt, dass du jetzt auch wirklich vorsichtig da wieder reingehst und so, Chapeau. Also das muss man erstmal hinkriegen. Finde ich gut.
SPEAKER_00Ich glaube, das war irgendwie, wie ich bei diesem Arzt gesessen bin, war das der Moment, wo ich einfach zu mir gedacht habe: Ich meine, das ist ja auch, ne? Das ist jetzt Lehrgeld, nicht was ich jetzt aus zu viel Übertraining im letzten Jahr bezahle, sondern einfach Fehler, die ich ganz am Anfang vom Sport wahrscheinlich gemacht habe. Ja, und nicht einfach, das jetzt nachzuvollziehen.
SPEAKER_01Kann man nicht nachvollziehen.
SPEAKER_00Ich gehe jetzt einfach mal davon aus. Und das Ding ist, ich hab so bei mir gedacht, this sport, dieses Trailrunning, ist mir so wichtig. Kein Lauf auf dieser Welt kann so toll and so grandios sein, dass ich den Sport da aufs Spiel setze. Das geht gar nicht. Also halte ich einfach die Füße still. Ich war heilfroh, dass ich Radfahren konnte, ohne die Heilung zu beeinflussen. Oder weiß ich auch nicht genau, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass es dem, dass da nicht, vielleicht hat es ein bisschen verlangsamt, aber jetzt, ich habe es halt nicht verschlimmert. Und dann wirklich konsequent über drei Monate nichts gemacht habe. Das war natürlich. Ja. Ich brauchte da schon so für mich eine Taktik und konnte mich jetzt auch nicht immer in diese Trailrunning Bubble so im Kopf reinbewegen, weil gerade so Chianti und sowas, da habe ich mir schon auch gedacht, fuck, ich würde das so gern laufen dort. Aber es ist, wie es ist, wenn man einfach dann letztendlich so die bittere Pille schlucken muss und in den sauren Apfel beißen muss. Aber ich glaube, dieser saure Apfel, der ist gut. Und wenn man Geduld, wenn man geduldig ist, dann zahlt sich das irgendwann. Geduld zahlt das, das kriegt man doch als Kind schon. Das ist doch immer so ein Satz, den man als Kind reingedrückt bekommt. Oder Geduld zahlt sich aus und dann denkt man als Kind so, ach komm, laber mich nicht voll. Aber letztendlich zahlt sich die Geduld einfach aus.
SPEAKER_01Nee, und vor allem Geduld ist ja jetzt im, also wenn man es von ganz oben betrachtet, von ganz weit oben betrachtet, ist Geduld wichtig. Aber auch wenn man jetzt näher ranzoomt, ist Geduld bei uns im Sport ja auch eigentlich immer eine Sache, die irgendwie Sinn macht. Wenn du jetzt, also jetzt fokussieren wir mal auf einen einzelnen Lauf rein oder auf ein einzelnes Rennen. Ich meine, im Prinzip zahlt sich Geduld, wenn ich am Start stehe and Ruhe an anders eher langsam an andensiv an. In aller Regel zahlt es sich aus. Ich habe zwar ein Freund aus der Sportwissenschaft, der behauptet, naja, im Prinzip ist es egal, du kannst ein Rennen auch zu schnell angehen, irgendwann holst du dich ein, am Ende gleicht es sich eh wieder aus. Es ist egal, ob du zu schnell oder zu langsam viel zu langsam angehen. Aber ich bin eigentlich schon der Meinung, dass ich das. Wenn ich beobachte, wie die meisten Frauen zum Beispiel so jetzt auch so ein Rennen angehe, dann muss ich schon sagen, es ist halt schon sehr auffällig. Auch da würde ich gern übrigens mal, da hätte ich gern mal eine Statistik, die gibt es leider nicht, die Statistik. Die müsste man tatsächlich mal machen. Die könnte man wahrscheinlich auswerten über die Zeiten an den VPs. Also wo sind ein Großteil der Frauen bei einem Ultra in der VP 1 bis 6 oder 7, und wo sind sie dann VP 7 bis VP 10 oder 11? Also es wäre wirklich mal interessant. Das müsste man mal auswerten, weil ich der Meinung bin, die Frauen, die haben die Geduld und laufen wirklich dann clevere Rennen mit einer unglaublich konstanten Pace. Und das sind dann auch diejenigen, die hinten raus im letzten Drittel noch eine bessere Pace haben als im ersten Drittel.
SPEAKER_00Können wir uns darauf einigen, dass Konstanz und Geduld ganz eng miteinander verbunden sind? Ja, ja, klar, das würde ich in einen Topf jetzt werfen wollen. Man muss ja einfach nur mal die Personalien am Berger anschauen. Ich meine, das ist ja auch so der, der rennt ja selten wie ein Störer vorneweg. Ich meine, gut, beim UTMB kommst du aus der Nummer nicht raus. Wenn du da vorne mitlaufen willst, dann musst du einfach schauen, dass du so unter den ersten 10, 20 da rauskommst aus Chamonix. Und Les Rouges am besten auch noch. Aber der, den siehst du ja dann auf Live-Trail irgendwann nochmal so auf 10, 5. Gut, der setzt nie ganz hin, aber jetzt auch nicht immer von Anfang an Top 1, 2, 3. Und irgendwann guckst du zwei Stunden später, drei Stunden später, ist er halt auf 1. Und das verändert sich auch nicht. Ludowig, noch brutaler.
SPEAKER_01Ich meine gut, der ist schon UTMB gelaufen, der war der war in der bei der ersten, was war das, Le Kondamin. Lekontamin. Ja, genau, da war der auf 70 und hat ein UTMB gewonnen. Ich glaube, in dem Jahr, wo ein UTMB gewonnen hat, war ein Lekondamin auf 70.
SPEAKER_00Ja, das war beim TDS ähnlich, wo ein TDS gewonnen hat, 122 sowas. Also es ist bei Ludovig immer irgendwie, ja, ja, die Konstanz zahlt sich aus, aber Kordney brauchen wir jetzt nicht drüber reden. Das hat man beim Chianti wieder gesehen. Das ist, als wenn du einfach so ein Auto aufziehst und es fährt dann mit der immer gleichen Geschwindigkeit, ja, und du versuchst da irgendwie mitzuhalten und denkst dir, oh ja, die ist ja weit weg und die kommt ja immer näher und immer näher. Und diese Konstanz, die ist, glaube ich, auch für die Konkurrenz, diese Geduld ist für die Konkurrenz so brutal. Ich glaube, das zerbricht dich mental. Wenn jemand so konstant ist, das zerbricht dich. Du reißt dir die Beine raus, das ganze Rennen und irgendwie taucht der, der gefühlt viel langsamer ist, immer wieder auf. Denkst du, wie kann das sein? Aber da sind wir wieder beim Thema. Man soll ja nicht so auf die anderen schauen, aber das ist schon, diese Geduld, die kann andere schon mental zermürben.
SPEAKER_01Ja, und wenn wir dann nochmal ganz weit rausfahren, was die Geduld angeht, dann wird es jetzt vielleicht fast schon so ein bisschen philosophisch. Aber was ich so ein paar Mal festgestellt habe, wenn man auch den Mut hat, geduldig zu sein, so im Leben und auch im Sport. Heute wollen wir nicht über das Leben reden, sondern wir wollen schon ein bisschen beim Sport bleiben. Man denkt ja dann oft, there is a chance, which I just reifen, when I just snap, when I make and when it passiert it, then it's weg and that can I just not geduldigate and so it is often so when I the mood had geduldights to be, then many, after a long time, totally that these tats not more. And it was by me so often, and then I'm doing good that you gewartet hast and that rubber geblieben bist. Und weißt du, was der Unterschied ist? Also ich habe ein Beispiel. Ich wollte mal ein UTMB laufen und ich war da total ungeduldig und dann habe ich mich dann damals auch angemeldet und dann wurde der Lauf aber damals, haben wir schon oft im Podcast gehabt, der wurde dann abgebrochen und ich konnte ihn dann nicht laufen. So, ich musste dann raus, weil es abgebrochen wurde. Gleiches Beispiel, ich habe mich mal für einen Iron Trail angemeldet, damals irre langes Rennen, 220 Kilometer durch Graubünden. Und ich habe mir zwei Tage vor dem Start damals komplett die Außenbänder gerissen. Ideal optimalbedingungen. Und bin dann nicht gelaufen, bin dann aber hin und habe zugeguckt und so. Und habe dann beim Zuschauen festgestellt, du verrückter, das hättest du gar nicht geschafft. Also die Feststellung, die hab ich dann erst, dass ich mit breitester Brust when I died gerissen hätte. I've also in the strecke festgestelled, nee, this had been a little bit more than a little bit. And it had not geschaffed. And then ging tatsächlich four or five years ins Land. Ich habe mich nicht mehr dafür interessiert. And then bin ich nochmal hin anders gut hingekriegt. Ich habe lang gebraucht, relativ lang gebraucht, aber ich habe es echt verdammt solide ins Ziel gebracht damals. Mir war dann klar, du Verrückter, das hättest du damals nie geschafft. Nie im Leben nicht. Ich hatte nicht die Hälfte der Strecke geschafft damals. Also war irgendwie also where ich mir dann dachte, okay, but it's not. Ich habe gar kein Interesse gehabt, but irgendwann lag es da, and it was richtig, and then habe ich es gemacht, and it's rich gut geklappt. Es ging mir tatsächlich ein paar Mal im Laufe so, dass ich so komplett verworfen habe, mich nicht mehr damit beschäftigt, und irgendwann war es wieder da. Und dann lag es auch richtig auf dem Tisch.
SPEAKER_00Und dann war es gut und dann hat es auch richtig gut funktioniert. Und ich glaube, man kann auch Dinge im Leben durchdrücken, gerade im Trailrunning. Man kann das irgendwie erzwingen alles. Aber wenn man es einfach passieren lässt, geduldig ist und passieren lässt, dann ist es am Ende besser. Ich glaube, selten, dass man, ich habe es ja letztes Jahr schwarz auf weiß, letztes Jahr habe ich den Beweis bekommen, ich wollte letztes Jahr unbedingt noch am Ende irgendein langes Rennen, am besten mit UTMB-Punkten und Western Steak Qually und bla bla bla. Und der Lohn dafür waren gerissene Außenbänder. Und wenn ich gesagt hätte, komm ich scheiß drauf, ich lege mich das Wochenende einfach daheim auf die Couch und gehe Vormittag daheim laufen, wäre wahrscheinlich nichts passiert. Keine Ahnung, vielleicht wäre auch was passiert, aber worauf ich hinaus will, ist, da ging halt so eine Pechsträhne los. Und ich glaube, das ist auch so eine Erkenntnis, die man halt leider immer erst dann bekommt, wenn man den Fehler schon gemacht hat, dass sich dieses Geduldigsein eigentlich immer positiv auszahlt.
SPEAKER_01Ja, eigentlich schon. Klar, ich meine, es gibt die Situation, wo man ja, wo es Gelegenheiten gibt, man muss irgendwie, man muss zupacken. Das gibt es ja auch, man muss, hey, man muss beherzt sein, man muss sagen, nee, jetzt komm, jetzt mach ich das. Das gibt's alles, das ist schon klar. Aber in aller Regel ist, finde ich doch, ist unser Sport so langfristig angelegt. Ist einfach so. Ist einfach langfristig angelegt. Und da ist es halt einfach gut, man überlegt manchmal zweimal oder vielleicht auch dreimal und wägt ab und da gehört halt Geduld einfach mit dazu.
SPEAKER_00Naja. Und du hast es ja schon gesagt, man beobachtet leider momentan sehr viele junge Sportlerinnen und Sportler, die sich mit Anfang 20 schon ziemlich kaputt machen und dann halt auch viele, viele Verletzungen haben.
SPEAKER_01Nein, und da ist halt irgendwann ein Punkt, da kann es nicht mehr weitergehen. Da ist keine Entwicklung mehr möglich und das ist dann halt einfach ein Riesenproblem. Im Gegenteil. Wo, wo, wie, und wo soll es dann weitergehen? Also wie soll es denn weitergehen, wenn du wenn du mit 23, keine Ahnung, irgendwie 700 Kilometer im Kreis läuft mit 23, wo soll es dann weitergehen? Also da glaube ich halt nicht dran. Okay, wenn man das dann so will, vielleicht mit 23 700 Kilometer im Kreis läuft, was macht man dann mit 25? Klar, dann bist du vielleicht, keine Ahnung, dann bist die, vielleicht bist du ein DJ oder so. Es waren aber 350 Kilometer. Nein, aber das sind ja so Leute, die haben dann ein Jahr später, wollen die ja dann doppelt so lange. Und dann ist ja die Frage, was passiert dann im dritten Jahr?
SPEAKER_00Ich würde mir wünschen, wenn die Leute das so wollen und so durchziehen, dann finde ich das okay. Aber dann die Konsequenz muss man halt irgendwie immer auf dem Schirm haben. So würde ich sagen. Ich meine, 700 Kilometer laufen ist auch mit 50 nicht mehr gesund. Aber ich glaube, es ist ein Unterschied, ob man sich mit 50 dann irgendwie kaputt macht oder mit 23. In beiden Fällen, aber letztendlich kann man auch wieder so rangehen und sagen, wenn man 700 Kilometer im Kreis laufen möchte, braucht man viel Geduld, um das zu schaffen. Es ist egal, wo du suchst, du wirst immer eine Lösung in der Geduld finden können, wenn du das möchtest.
SPEAKER_01Tom, war ein crazy Gespräch heute. Ja, schön, vielen Dank. Ich freue mich, dass es das neue Terroralbum draußen ist. Ich freue mich. Ich habe schon lange nicht mehr auf ein Album so richtig gewachsen.
SPEAKER_00Ich freue mich auch sehr drauf.
SPEAKER_01Ich freue mich jetzt richtig so zu laufen und das Album hier runter. Ich ziehe mir das jetzt runter und dann freue ich mich nächste Woche so ein paar schnelle Läufe, ein paar Intervalle und dann dieses neue Terroralbum hören. Bergintervalle. Ja, geil.
SPEAKER_00Und dann gebt ihm gebt ihm. Dann machen wir Werbung dafür. Zieht euch das neue Terroralbum ein. Still Suffer. Erst Trail-Magazin-Podcast und danach Still Suffer. Still Stuffer von Terror. Danke, Tom. Grüße gehen auch aus an den Thomas.
SPEAKER_01An welchen Thomas? An welchen Thomas?
SPEAKER_00An unseren Sachsen.
SPEAKER_01Grüße an Thomas Sacher. Natürlich. Ja, Grüß an Thomas Sacher. Wer das Heft nicht kriegt. Der hat ein Abo und kriegt das Heft nicht zugeschickt. Das kann ja nicht sein. Ich weiß es nicht.
SPEAKER_00Die Post, die liefert nicht nach Sachsen. Am Karma kann es nicht liegen, weil der Thomas ist einfach so ein netter Kerl. Vielleicht hat die Post Angst irgendwie vor Sachsen. Weil da gibt es ja so komische Leute, so viele.
SPEAKER_01Nein, nein, die Leute sind gut. Nee, Sachsen ist nicht gut. Nein, nein, nein. Da lasse ich über die Sachsen, dass sie nichts kommt.
SPEAKER_00In diesem Sinne hoch die Hände Eioschke.
SPEAKER_01Ja, Gruß nach Thüringen. Ciao. Tschüss. Hatte Meng.