TRAIL MAGAZIN Podcast
Der Podcast des TRAIL Magazins, die Laufzeitschrift Nr. 1 für Trailrunning!
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TRAIL MAGAZIN Podcast
Die Folge über Ehrlichkeit
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ehrlichkeit tut weh — aber noch mehr tut es, ihr aus dem Weg zu gehen. Vom Berglauf ans Limit bis zu unbequemen Wahrheiten: Tom & Denis reden Klartext. Keine Ausreden. Keine Lügen. Nur Ehrlichkeit.
Der Trail Magazin Podcast, der Podcast für Trailrunning und Bewegungskultur mit Tom und Dennis. Herzlich willkommen zum Trail Magazin Podcast, heute mit unvorhergesehenen Belangen.
SPEAKER_02Waren die unvorhersehbar?
SPEAKER_00Nö, aber ich weiß, das wird heute eine Folge. Also die wird gut, weil. Für dich oder für mich? Für mich wird die besser. Also die Folge heute wird für mich viel besser als für dich, Tom. Und ich kann dir auch sagen, wieso, weil ich bin so der Judge heute.
SPEAKER_02Können wir die Leute das entscheiden lassen, für wen es am Ende besser ausgeht? Die können dann schreiben.
SPEAKER_00Wir können mal reinkommentieren, für wen die Folge heute besser ausgeht. Hallo Dennis. Hi Tom, wie geht's denn? Ich weiß, es ist eine blöde Frage, weil ich weiß, es läuft jetzt nicht so optimal aus.
SPEAKER_02Nein, gut, mir geht's gut.
SPEAKER_00Okay, wollen wir es kurz erklären?
SPEAKER_02Können wir?
SPEAKER_00Wir waren laufen. Am Wochenende waren wir zusammen laufen. Und ich habe es auch im Intro oder aktuellen Wochenshow auf YouTube ja schon angeteasert. Die hast du noch gar nicht gesehen.
SPEAKER_02Wer sagt es? Nee, ich hab's noch nicht gesehen.
SPEAKER_00Du hast noch nicht gesehen, du hättest mich sonst auf das Intro angesprochen. Ich habe so einen Opener gemacht. Und da ging es darum, dass ich den gemeinsamen Hochgernlauf mit dir so ein bisschen Revue habe passieren lassen in dem Intro. Und da sind wir ganz extrem bei unserem Thema heute, über das wir uns unterhalten wollen. Es geht heute um Ehrlichkeit. Das ist ein tolles Thema. Ich finde es ein super Thema. Du warst ja kurz dabei. Ich hatte gerade ein Telefonat mit dem Hannes Namberger.
SPEAKER_02Ich durfte auch Grüße gehen raus an der Stelle.
SPEAKER_00Groß an Hannes, genau. Hannes und ich, wir machen zusammen im Oktober a Trainingscamp, ein Laser Camp, ein Cryning Camp am Gardasee. Hannes und Dirias sind unsere Guides, wird eine tolle Geschichte und da hatten wir noch ein bisschen was zu besprechen. Und jetzt habe ich ein Fahrt verloren.
SPEAKER_02Der Hannes.
SPEAKER_00Der Hannes, mit dem haben wir telefoniert?
SPEAKER_02Den hast du von telefoniert, genau. Und hoch gern.
SPEAKER_00Hoch gern, nee, und im Hannes haben wir erzählt, dass wir das jetzt aufnehmen mit der Ehrlichkeit im Sport. Ja, aber darauf wolltest du gar nicht hinten. Ich wollte darauf nutzen, dass der Hannes das sehr spannend fand. Ja, jetzt. Genau, weil im Hannes haben wir das erzählt, über was wir heute im Podcast fanden. Und der Hannes meinte, er findet das extrem spannend.
SPEAKER_02Aber aus Hannes seiner seinem Standpunkt fand ich das jetzt gar nicht so dramatisch, was ich habe. Also der sieht es ähnlich wie ich. Es ist natürlich jetzt in meinem Schluss.
SPEAKER_00Wir spannen uns alles auf für sich. Nee, ich mag es jetzt ein bisschen erklären, wie jetzt alles so kam. Darf ich es erklären? Also wir waren zusammenlaufen. Es ist schon ewig, dass wir zusammen laufen waren, muss man auch mal sagen. Letztens. Jetzt haben wir es mal hinbekommen und waren am Sonntag laufen und wir haben uns ausgesucht, wir laufen einfach straight von hier hoch bis zum Gipfel des Hochgern. Und wieder Retour. Das sind dann so 1200 Höhenmeter mit 20 Kilometern im Prinzip. Schon eigentlich eine schöne ordentliche Geschichte. Shorty. Ja, naja, geht so. Man ist schon dann auch immer drei Stunden unterwegs, letzten Endes. Für mich kurz, für dich lang. Nee, andersrum. Für mich lang, für dich kurz. Egal, wir laufen hier los. Hier am Haus, wir laufen los. Es geht 500 Meter flach durch den Ort und im Prinzip geht es dann hoch toch. Dann wird es interessant. Für mich eine furchtbare Strecke, weil es ist halt nicht steil genug, um wirklich zu hiken oder zu wandern. Das heisst, man muss das irgendwie doch durchlaufen. Bis zur Hütte zumindest, bis zur Höhunghütte. Und in meinem eher durchschnittlichen Trainingszustand, der is leider not so wie it's, schaffe ich das halt nur sehr, sehr langsam durchzulaufen. The steileren Sachen, die ich hiken kann, die liegen mir im Moment besser, weil ich gute Kraft in die Beine habe anders. This kriege ich gut hin. But this laufen, so 6%, 7-8% Steigung, this is not for me. Auf jeden Fall, du bist trotz eigentlich wenig Laufkilometer in den Beinen hast, bist du berghoch, du hast echt Punch. Aber du konntest auch vom Laufband dann auch so Sachen, so viele Höhenmeter machen. Nee, nicht sonderlich viel. Aber du hast mal 3000 Höhenmeter gemacht.
SPEAKER_02Yeah, yeah, schon. Aber die Menge, ich glaube, ich habe in den drei Monaten, wo ich jetzt Pause gemacht habe, viermal am Laufband Höhenmeter gemacht.
SPEAKER_00Aber ich glaube, mit deiner Fahrradgeschichte, die ist für Berghochlauf super. Naja, auf jeden Fall hast du mir einen vorgetanzt. Total. Das war überhaupt nicht meine Intention. It's egal, was deine war. Wir sind gelaufen und du bist immer so 50 Meter, 100 Meter, hast du dich auf mich gewartet. Dann hast du mir, von dem I just not wish, was it, but it's not interessibled. I'm gonna say that it's not interessible. It's überhaupt interessiert. And this hast du so zehnmal gemacht bis zur Hälfte der Strecke and then Kragen geplatzt, and then habe ich zu dir gesagt, Junge, lass es einfach. Lauf einfach weiter.
SPEAKER_02Nein, nein, nein, du hast gesagt, der Alois kriegt es besser hin als du.
SPEAKER_00Ja, genau. Ich wollte dir noch richtig eins auswischen und wollte dich dann noch in den Vergleich setzen. Und dann habe ich gesagt, der Alois kriegt es besser hin. Der war am nächsten Tag dann auch total stolz, dass er es so gut hinkriegt. Genial. Naja, auf jeden Fall, wir kamen irgendwann mal zusammen oben an.
SPEAKER_02Naja, das letzte, ab der Hütte sind wir ja alles so.
SPEAKER_00Da sind wir zusammen dann, genau. Da war es dann aber auch eher wandern durch den Schnee. Da waren wir dann durch die Runde.
SPEAKER_02Aber da hätte eh keiner laufen können von da.
SPEAKER_00Nein, da hat es dann besser funktioniert. Okay, gut. Dann sind wir runtergelaufen, da konnte ich meine Karten ein bisschen mehr ausspielen wieder. Genau. Da sind wir dann zusammen runtergelaufen und irgendwann sind wir in einen Singletrail eingebogen im Downhill.
SPEAKER_02Man muss sagen, kurz vor Ende.
SPEAKER_00Und dann tut sie hinter mir einen riesigen Schlag. Und Tom liegt voll auf der Fresse. So richtig komplett. So richtig, so richtig an der Wurzel hängen bleiben vorne mit der Kappepfanne, mit der Zehenkappe hängen bleiben und sich komplett langsam.
SPEAKER_02Weißt du, was das Schlimme ist jetzt, wenn du es so erzählst? Dieser Moment, wie das passiert ist, der ist mir in den letzten Tagen wirklich teilweise stündlich durch den Kopf gegangen, diese Sequenz, wie ich aufs Maul gefallen bin. Weil ich mir in dem Moment gedacht habe, bitte jetzt nicht bei so einem schönen, perfekten Lauf kurz vor Schluss noch aufs Maul fallen.
SPEAKER_00Ja. Du warst vielleicht zu verkopft.
SPEAKER_02Und dann ging die Klappe nach unten. Ich habe mir gedacht, warum laufen wir denn nicht eigentlich einfach den Forstweg runter? Dann wäre es nicht passiert. Also eigentlich bist du dran schuld.
SPEAKER_00Ja, ich dachte halt, wenn du nur diese langweilige Forststraße gelaufen hast. Jetzt sage ich mir, komm, so ein schöner Shortcut mit diesem Single Trail, den laufen wir jetzt. Dann haben wir nochmal ein bisschen eine Abwechslung. Klar. Und ich kann meine Skills noch ein bisschen mehr auspacken, nachdem du mich bergauf so gedemütigt hast.
SPEAKER_02Kauf das sozusagen, die Leute denken, ich bin übelst der Mixer. Nein. Ich komme halt besser raus. Nein, pass auf, um das klarzustellen. Ich muss ja auch die Möglichkeit haben, das gerade zu rücken. Das Thema ist, wir haben ja tatsächlich zusammen noch nie so einen klassischen Berglauf gemacht. Und jeder, der hier aus der Gegend kennt, der weiß ja, dass der Anstieg zur Hochgernhütte ein klassischer Berglauf hier ist. Der Hochgernberglauf. Das heißt, das kann man richtig schön, da kann man sich so richtig schön rausschießen. Und meine Intention war eigentlich eher, danach zu suchen, was kann ich jetzt tun, dass es dir und deinem Mindset besser geht.
SPEAKER_00Du hast ja ja, das hast du ja richtig, das hast du ja mal so richtig nicht geschafft an dem Tag.
SPEAKER_02So, und wenn du dann einfach dann so empfindlich bist. Achso, jetzt bin ich empfindlich. Ich habe gewusst, ich habe tatsächlich gewusst, dass das, ich habe wirklich händeringend überlegt, was kann ich jetzt einfach machen. Und ich habe mir gedacht, wenn ich jetzt einfach vorrenne, ist das so super assi, wenn ich stehen bleibe. Es ist im Prinzip egal, was ich mache. Also lass dich's jetzt einfach mal passieren und gucke, ob du dich äußerst. Das hast du ja dann auch getan. Ach ja. Du hast mir dann praktisch auf dem Butterbrot abstellen, auf dem Silbertablett serviert, was ich falsch mache.
SPEAKER_00Ja, ich weiß natürlich gar nicht, ob mir das zusteht.
SPEAKER_02Na klar, steht dir das zu, wenn man zu zweit laufen geht. Ich wollte halt eigentlich nur nichts falsch machen. Ich weiß, das habe ich so ein bisschen in die Buchse gegangen, aber letztendlich beiß ich es fürs nächste Mal. Das ist ja ein schönes Learning.
SPEAKER_00Na ja gut, den gemeinsamen Hochgernlauf wird es nicht mehr geben.
SPEAKER_02Doch, den wird doch, den wird doch.
SPEAKER_00Tom, ich werde nie mehr mit dir hochganglaufen. Doch, den wird es geben. Wir können alle beide. Wir können hier auf die Geschauerwand, wir können die Hochplatte machen, wir können Geigelstein, wir können alle.
SPEAKER_02Also der Hochplattenberglauf liegt mir übrigens auch ganz gut.
SPEAKER_00Ja, vielleicht hiss der sogar. Nee, das ist genau so ein Dreck. Von der Steilheit ist genau das gleiche. Das ist genauso eine dumme Drecksau.
SPEAKER_02Diese dumme Sau. Wann ist denn der Hochkehrneberglauf? Besser jetzt, oder? Sollen wir uns nicht melden?
unknownNee.
SPEAKER_00Du hast jetzt einen klaren Vorteil. Ich hab ja dir gesagt, ich bin den einmal gelaufen, den Hochgarnberglauf, und da ging es mir mindestens beschissen wie am Sonntag bei dem Lauf.
SPEAKER_02Ich weiß, warum es dir beschissen ging, ich will es noch nicht sagen.
SPEAKER_00Die Siegerin Ü70, original, die Siegerin Ü70 hat mich auf der Zielgerade noch überholt.
SPEAKER_02Es ist aber super unfair, jetzt kommst du nämlich schlecht bei weg, eine Ü70-Dame jetzt so zu deklassieren. Das finde ich nicht, weil die ist ja, hat er nicht umsonst gewonnen, die hat der gewonnen, weil sie stark ist.
SPEAKER_00Ja, gebe ich dir grundsätzlich recht und trotzdem ist es so, dass ich in der Ergebnisliste nicht wie sonst bei einem Rennen so im ersten Viertel war, sondern im letzten Fünfzehntel.
SPEAKER_02Ja. Ich möchte trotzdem gerne den hochgernberglauf mit dir machen.
SPEAKER_00Nee, du kannst den machen. Ich feuere dich auch. Aber würdest du das machen? Was? Wann ist der hochgern Berglauf? Ich weiß es nicht.
SPEAKER_02Okay.
SPEAKER_00Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass das sicherlich auch andere Termine sind.
SPEAKER_02Also das Thema ist, ich kann, also momentan, erzähl du mal weiter, du warst beim Plums und beim Kneipen.
SPEAKER_00Naja, dann tut es einen Schlag und du machst dich lang und dann liegst du da. Und dann war mir in dem Moment gar nicht bewusst, also wie schlimm ist denn das jetzt? Und nach ein paar Sekunden habe ich mir so gedacht, scheiße, du bist seltsam ruhig bist und hast fast schon so einen kleinen Schock. Und hast fast so einen kleinen Schock, there muss jetzt mehr sein. Dann habe ich dich so ein bisschen verarztet mit dem ersten Hilfe-Set. So ein Verband rum and eine Kompresse, weil die Hand offen war, die Handinnenfläche war offen. Ich konnte aber nicht einschätzen, was jetzt am Außenband ist anders. Du bist ja so seitlich auf die Hüfte gefallen. Das konnte ich überhaupt nicht einschätzen. Und letzten Endes sind wir ja dann ja auch ein paar Meter gegangen bergab.
SPEAKER_02Ich glaube, wir haben das ganz gut gemacht. Ich glaube, schlecht wäre gewesen, wenn wir zurückgegangen wären. Ich glaube, da hätte ich richtig Probleme bekommen. Das war gut, dass wir gejoggt sind.
SPEAKER_00Wir sind dann gejoggt und dann war ich eigentlich ein bisschen beruhigt, weil ich mir dachte, wie schlimm kann es sein, wenn jemand drei Kilometer noch joggte oder vier.
SPEAKER_02Weißt du, ich muss da kurz einhaken, weißt du, wann eigentlich der richtige Schmerz kam? Also ich bin jetzt nicht super krass schmerzempfindlich. Und jetzt im Fall muss ich wirklich sagen, war ich wirklich Mizi. Weißt du, wann der richtige Schmerz kam? Montag früh erst. Also über einen Tag später, eineinhalb Tage später.
SPEAKER_00Ja, aber da gibt es auch bis zu diesem Montag noch eine lange History. Willst du die auch noch mit einfließen? Wir wollen ehrlich sein. Du kriegst auch noch dein Fett weg, my friend. It's okay, it's okay, it's okay. But he's the ehrlichkeitsfolk. Also dann war erstmal, okay, now wisst man nicht what and what. Und dann hast du mir irgendwie schon.
SPEAKER_02Du hast eigentlich den, wie soll ich denn sagen, einen geschichtsträchtigen Moment völlig außer Acht gelassen.
SPEAKER_00Du hast auf der weißen Bank, als wir hier wieder ankamen, einen Spezi getrunken.
SPEAKER_02Mit dir zusammen. Ja, stimmt.
SPEAKER_00Das war natürlich wichtig.
SPEAKER_02Ich habe ein schlechtes Gewissen gehabt danach, aber ich habe mir gedacht, den Moment, das war für mich so wie für andere jetzt so auf dem Schreck ein Bier trinken oder einen Schnaps. Das ist für mich ein Spezi. Genau. Leben am Limit.
SPEAKER_00Du hast, das ist schon lange her, dass du es ein Spezi getrunken.
SPEAKER_02Ewig. Nee, stimmt nicht. Ich habe im.
SPEAKER_00Ist das so Edgebreaking?
SPEAKER_02Wahrscheinlich nicht. Nee, ich habe tatsächlich im wann war das, im März, April, da habe ich eine 300 Kilometer Radtour gemacht und dann habe ich mir irgendwann in einem Getränkemarkt ein eiskaltes Paulaner Dosenspezi gekauft, ein kleines. Aber das wirklich, da hat der Körper ganz klar signalisiert, das will ich jetzt haben, nichts anderes. Aber sonst in den letzten Jahren waren das wahrscheinlich meine einzigen zwei Spezies.
SPEAKER_00Okay, gut. Ja, Rippenprallung. Ja, und dann war Rippenprallung und dann, und du wusstest nicht, und du warst dir nicht sicher, ob du Außenband gerissen hast. Das war auch noch so ein Thema.
SPEAKER_02Also der O-Ton der Orthopädin war, wenn sie es nicht besser wüsste und wenn sie nicht wüsste, dass ich keine Schmerzen habe in dem Fuß, hätte sie zu 100% gesagt, dass die Außenbänder gerissen sind, weil der Fuß halt außen eingeblutet ist, komplett blau, und vorne an den Zehen auch alles blau ist.
SPEAKER_00Aber jetzt kommt die Geschichte. In dem Moment, wo du mir erzählst, was der Arzt oder die Ärztin so dir als Diagnose so erzählt haben, in dem Moment sage ich zu dir am Telefon, wieso atmest du so laut dort? Bist du draußen? Und dann sagst du, ja, ich bin am Berg. Ich mache gerade 1600 Höhenmeter. Und dann sage ich, halt, du hast eine offene Hand, du hast eine Rippenbrellung, die dich beim Atmen beeinträchtigt und du weißt nicht genau, was mit dem Außenband ist. Und du bist aber heute wieder am Berg. Und dann habe ich gedacht, wo wir bei der Ehrlichkeit sind, okay, der tut der komplett einander Waffel. Stimmt, ja. Der ist einfach komplett einander Waffel. Wieso liegt der jetzt nicht daheim and wartet ab, was bei dem zweiten Arzttermin jetzt genau rauskommt und hält jetzt die Beine still. Wieso? Kann ich dir konkret beantworten? Natürlich kannst du das beantworten. Du musst es sogar beantworten.
SPEAKER_02Weil die Beine nicht wehgetan haben. So, und auch wenn der Fuß blau ist. Ich habe ja letztes Jahr nach meinem Außenbandriss am linken Fuß auch relativ zügig mit dem Speedhiking wieder angefangen, weil O-Ton meines Arztes, ich meine, der kennt mich mittlerweile schon langen, der Schmerz ist. Das hört sich nach Balsen an. Nach Balsen Butterkeks. Der Schmerz ist der Gratmesser. Wenn du keine Schmerzen hast, kannst du alles machen. So, und dadurch, dass ich am bis auf die Rippen am Sonntag und bis auf meine Hand, aber die brauche ich ja zum. Ich sage mich selber an. Nein, gar nicht.
SPEAKER_00Doch, weil du sagst, du sagst gerade, man kann alles machen, wenn man keinen Schmerz hat. Sagst du ihr.
SPEAKER_02Nein, ich sag ja, bis auf. Also das, was ich für dieses Bergraufwandern brauche, hat nicht wehgetan.
SPEAKER_00Doch. Weil du in dem Moment zu mir gesagt hast, dir fällt es atmen, schwerst du.
SPEAKER_02Ja, aber das ist ja kein Schmerz.
SPEAKER_00Das ist kein Schmerz.
SPEAKER_02Wenn man nicht atmen kann, ist das einfach nur ein Sauerstoffmangel, aber kein Schmerz. Nein, das muss ich ehrlich sagen, also der. Aber vielleicht muss ich so ein bisschen einlenken. Das ist ja so, dass du, wenn du nur lange genug dann am Berg bist, pendelt sich das ja irgendwann ein. Dann tut es nicht mehr so weh. Das Unangenehme ist eigentlich, wenn die Hand dann so anschwillt, aber das ging auch einigermaßen. Ich weiß nur nicht, ob die jetzt wegen der Diagnose angeschwollen ist oder wegen der offenen Wunde, bin ich nicht ganz sicher.
SPEAKER_00Hast du jetzt eigentlich diesen Verband, den du gerade an der Hand trägst, den gelben, farblich wirklich auf diese Lasportiva-Funktionsjacke abgestimmt?
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Unfassbar. Das ist ja unfassbar.
SPEAKER_02Habe ich tatsächlich. Also Moni hat mir den Verband gemacht und ich habe dann eine Jacke rausgesucht, die dann so ein bisschen dazu passt. Ist geil, ne? Das ist super, ja. Und naja, auf jeden Fall wurde gerönt und rausgefunden, dass die Rippen geprellt sind, nicht gebrochen, was aber keinen Unterschied machen würde. Und der Fuß eben wahrscheinlich einfach nur eine Einblutung, eine Überdehnung oder sowas durch diesen, durch den, durchs Einfädeln, Aufprall, was auch immer. Kann ja sein, dass ich da irgendwo auf dem Stein aufgeknallt bin. Das kannst du ja nicht mehr rekonstruieren. So, Fuß, okay, und die Hand eben höchstwahrscheinlich die Handwurzel gebrochen ist, der Handwurzelknochen. Und es gab so ein paar Sachen, wo man es nicht ganz hundertprozentig sicher sagen konnte unterm Röntgen. Und deswegen war ich heute nochmal im MRT und bekomme, wir könnten sogar jetzt reinschauen. Ich habe aber noch nicht den Befund. Den Befund gibt es dann morgen früh und dann, wenn es sich bestätigt, aber die Ärztin hat schon gesagt, sie geht ziemlich sicher davon aus, dann bekommen wir jetzt erstmal ein Gipfel.
SPEAKER_00Aber wo könnten wir jetzt live reingucken? Wo? Wo? Und zwar. Geh da mal rein. Soll ich mal reingehen? Ja, es ist spannend. Mach mal das Programm auf. Oder geh da mal rein. Ja, okay. Das ist jetzt eine E-Mail, die du bekommst.
SPEAKER_02Nee, das ist ein Portal von denen. Achso. Okay. Und du musst dich jetzt nicht registrieren. Nein, nein, also. Du musst jetzt weiterreden.
SPEAKER_00Achso, ja, okay, gut. Naja, aber wie geht es denn jetzt weiter? Es ist ja am Wochenende ist ja das Everresting in Garmisch. Nein, das ist jetzt nichts das Wochenende. Ja, jetzt ist Innsbruck, nein, ich meine ja das Wochenende darauf, genau. Ist ja Everresting. Und da bist du ja angemeldet.
SPEAKER_02Nee, noch nicht, aber. Wie noch nicht? Ich habe noch keinen Code bekommen.
SPEAKER_00Habe ich dir denn nicht gegeben?
SPEAKER_02Nö. Ich habe gedacht, du willst mich nicht dabei haben, weil ich dich deklassiert habe am Hochgang.
SPEAKER_00Ja, natürlich. Klar. So kann man die Konkurrenz natürlich auch ausschalten, indem man einfach Anmeldekodes gibt. Indem einfach die Leute raus haben. Was?
SPEAKER_02Deinen Namen habe ich noch nie gehört, verschwinde hier.
SPEAKER_00Naja. Okay, gut, aber du wirst das Everresting laufen, richtig? Natürlich. Also der. Und wenn du jetzt, also im gegebenen Fall bekommst du ja einen Gips jetzt.
SPEAKER_02Wenn sich der Riss bewahrte. Der Riss bewahrheitet, bekomme ich einen Gips, das ist korrekt. Also so einen richtigen Gips. Ein richtigen Gips, ja.
SPEAKER_00Schon ein Gips, der fängt dann irgendwo hier am Ellebogen an und bis runter dann. So einen richtigen Gips.
SPEAKER_02Also zum letzten Gips hatte ich, glaube ich, mit 10, da hatte ich einen gebrochenen Knöchel. Also es ist schon echt lange her, wo ich einen Gips hatte. Das juckt dann irgendwann so. Ich fummel da hier nicht rum, ich sag das mal. Naja, wenn ich damit ein Everresting mache, wird es wahrscheinlich jucken, weil da würdest du wahrscheinlich muckern wie Bolle da drunter. Nach dem Everresting, das stinkt wie eine Jauchengrube.
SPEAKER_00Aber ich werde einfach so Räucherstäbchen da reinschieben, dass es nicht ganz so stinkt. Okay. Und das würde ja aber bedeuten, du kannst das Everresting am Eckbauer nicht mit Stecken laufen, mit Stöcke laufen.
SPEAKER_02Kätze oder so nicht mit Stecken. gemacht. Wirklich? Die Stecken, die brauche ich bei einem Ever Resting primär fürs Runtergehen, um meine Knie zu schonen. Fürs Raufgehen brauche ich die eigentlich. Würde ich die nicht nutzen. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass ich so ein super toller Hecht bin. Das hat einfach was mit Gewohnheit zu tun. Ich nutze die Stecken gerade in den letzten ein, zwei Jahren relativ wenig, eher lieber fürs Runtergehen, um die Knie so ein bisschen zu entlasten. Und weil ich ein geiler Hecht bin.
SPEAKER_00Ja, ja, ja, ja, ja. Das habe ich so verstanden. Okay, gut. Also das ist ja schon mal, das ist ja eine gute Nachricht, dass dieses Everresting, das auf gar keinen Fall jetzt ausfallen.
SPEAKER_02Ja, auf gar keinen Fall. Das hängt ja so ein bisschen mit den Rippens. Wenn die Rippen so sind, dann kann ich halt nicht das komplette Everresting machen, sondern dann würde ich halt nach zwei, drei Runden mit dir aussteigen.
SPEAKER_00Ich werde auf gar keinen Fall diese kompletten Höhenmäder machen. Das hast du schon gesagt und ich habe zu dir gesagt, das werden wir dann sehen. Nee, Tom, es macht für mich überhaupt gar keinen Sinn.
SPEAKER_02Dennis, wir sind bei Ehrlich gemacht.
SPEAKER_00Ja, und Teil meiner Ehrlichkeit ist, dass ich seit Jahren ganz genau weiß, wie ich meine Saison aufgeschauen kann.
SPEAKER_02Du magst auch kein Backyard und deswegen magst du dieses Rundenprinzip nicht, aber. Mag ich auch nicht. Jetzt werde ich mal ehrlich. Ich weiß, warum du zum Hochgernrauf einfach den maximalen Einbruch bekommen hast. Darf ich es dir sagen? Du hast gesagt, du hast energetisch keine Probleme, du hast viel zu wenig Energie in deinem Körper gehabt. Du hättest dir eigentlich, du kennst die Strecke und du hättest dir hier eigentlich schon das erste Gel reinzimmern müssen, vor allem wenn du weißt, dass du mit mir läufst. Und du hättest eigentlich schon von Anfang an so nipperweise dir das Sportgetränk reinziehen müssen. Pacemaker zum Beispiel.
SPEAKER_00Geht das wieder los.
SPEAKER_02Ist es so oder ist es nicht so? Du hast viel zu wenig Kohlehydrate zu dir genommen. Alter, das sind 1200 Höhenmeter auf. Wie viel? Keine Ahnung, 8 Kilometer, 9 Kilometer, ich weiß es nicht. Und wenn man die laufen möchte, dann braucht man so ein bisschen Kohle im Ofen. Sonst wird das nichts. Dann kannst du auch dich bei Ü70 anmelden das nächste Mal. Junge, meinst du nicht dann, ja sicher? Du hast zwei Meter lange Beine, wenn du die nutzen würdest, wenn du genug Öl würdest.
SPEAKER_00Es könnte sein, dass ich da ein bisschen unterversorgt unterwegs bin.
SPEAKER_02Du bist unterversorgt, ich hab dich nicht einmal in Gel nehmen sehen.
SPEAKER_00Ja, aber grundsätzlich, es hatte mit dem nichts zu tun. Du warst einfach zu schnell für mich. Was Punkt? Nein, Bullshit.
SPEAKER_02Was hast du denn, sag mal jetzt ehrlich, was hast du an Energie zu dir genommen? Davor, also in der Stunde vor dem Lauf, ich bin während los um elf. In der Stunde während des Laufes, was hast du gefrühstückt? Du hast ein Stück Nusszopf abgebissen. Nein, ich habe Porridge gegessen. Okay. Dann, was hast du während des Laufes zu dir genommen? Du brauchst ja, das Porridge ist ja keine direkte Energie. Nüschte. So. Und mir fehlen da gerade die Worte. Da wunderst du dich, dass du dich ein Bein vors andere bekommst. Ich hab zu dir, wir sind in den ersten Anstieg, es ist gerade so 1-2% rauf, da habe ich mir schon das erste Gel reingepfeffert. Wirklich? Ja, sicher.
unknownJa gut.
SPEAKER_02Also wenn da draußen irgendwo ein Ernährungsberater mit einem Schwerpunkt Ultra Trail oder Trailrunning ist, bitte ruf den Typen.
SPEAKER_00Also ich gebe dir ja wirklich recht, ja, das mag ja wirklich sein, dass ich da zu wenig genommen habe. Aber das ändert wirklich jetzt nichts an der grundsätzlichen Situation, dass du im Moment einfach da viel, viel starker bist.
SPEAKER_02Das ist doch völlig scheißegal. Es geht doch darum, dass du schmerzfrei im Sinne von ohne einen Herz im Farbe zu bekommen, da rauflaufen kannst. Das kannst du ja, das hast du ja in deinem Motor drin. Du sagst, ich habe einen anderen Motor als du. Wir haben genau die gleichen Motoren. Nein, du fütterst dein Motor nur nicht. Tom. Du fütterst dein Motor nicht.
SPEAKER_00Jetzt müssen wir aber auch ehrlich sein, du trainierst seit wirklich längerer Zeit mit Sicherheit das vier- bis fünffache an Umfang von mir. Das muss sich doch bemerkbar machen. Das kann doch nicht sein, Tom, dass du in der Woche. Wie viele Stunden Sport machst du in der Woche? Zwischen 20 und 30. So, und ich mache sechs bis sieben.
SPEAKER_02Trotzdem glaube ich, dass du. Also wenn sich das nicht bemerkbar hast, jeder, der sich auskennt mit der Materie, der darf da auch gerne seinen Senf dazu geben, bitte. Du kannst, wenn du dich vorher und währenddessen gut versorgt hättest mit direkter Energie, Porridge ist super, aber hätte jetzt nicht den großen Unterschied gemacht, sondern wenn du dir einfach da vorne gehe und währenddessen Zweige reingehämmert hättest und vielleicht eine Flasche mit 80, 90 Gramm Kohlehydrate drin, dann wärst du wesentlich einfacher aufgekommen.
SPEAKER_00Hebe ich dir recht, unterschreibe ich komplett. Unterschreibe ich richtig. Und trotzdem bleibe ich dabei, ändert an der Grundsätzlichkeit jetzt erstmal nichts.
SPEAKER_02Okay, also wir halten fest, ich habe einfach Pech gehabt. War das Pech oder war das Dummheit? Also mein Vorschlag für das heutige Podcast-Thema war.
SPEAKER_00Wenn du gestutzt bist. Ja, das war nicht Dummheit.
SPEAKER_02Also mein Podcast-Vorschlag für heute war ja, ich bin zu dumm zum Laufen, was tun. Aber es ist sicherlich so ein bisschen aus dem Frust heraus entstanden, dieses Thema.
SPEAKER_00Was ich bei dir jetzt im Moment gerade gar nicht kapiere, ich meine, du bist so ein anspruchsvoller alpine Läufe gelaufen, in schwerem Gelände, ja. Ich weiß, du bist jetzt nicht der super technisch alpine Läufer so. Also das bist du nicht, ja. Okay, aber du bist trotzdem jemand, der sich sehr routiniert in dem Gelände bewegt. Habe ich ja gesehen. Also muss ja bei den Läufen, die du gemacht hast. Deswegen verstehe ich es im Moment gerade nicht, dass du so beim Bergablaufen da gerade so eine Art Blockade hast. Ja, ist eine richtige Blockade. Und das verstehe ich gerade auch nicht mehr.
SPEAKER_02Also nur mal kurz zur Einordnung. Ich hab halt während des ganzen Laufes gedacht, bitte nicht fallen oder umknicken. Also dieses Thema der Außenbandriss letztes Jahr im September war meine erste richtige Lauffverletzung. Also Überlastungen und sowas, das lassen wir jetzt mal außen vor. Das ist ja relativ zügig wieder erledigt, aber so eine klassische Laufferletzung wie Außenbandrisse war meine allererste in wirklich vielen, vielen Jahren. Und das war blöd, die habe ich aber ganz gut verpackt bekommen. Dass dann drei Monate später dieser Kreuzbeinbruch dazu kam, das ist blöd gelaufen, okay. Und ich habe es dann irgendwie geschafft, wirklich sehr gut am Rad zu trainieren. Und im Laufeinstieg habe ich wirklich gemerkt, okay, es ist nicht so, dass ich die Leistung halten konnte, sondern eigentlich mit einer höheren Qualität, was Energie angeht, was Punch angeht, zurückgekommen bin. Und ich habe mir den ganzen Lauf mit dir gedacht, beim Runterlaufen, jetzt einfach nicht fallen. Das ist alles cool, einfach nicht fallen. Und dem Moment, wo ich gefallen bin, habe ich mir noch, just in diesem Moment habe ich mir gedacht, bitte jetzt nicht kurz vor Schluss einfach noch aufs Maul packen. Und dann ist es in dem Moment eigentlich passiert.
SPEAKER_00Ja, das ist es. Das kann ich jetzt, ich glaube dir das, wenn du das erzählst, dass das dann auch so im Kopf ist. Nur das kenne ich tatsächlich nicht. Von dir. Von mir kenne ich das jetzt nicht. Also ich kenne das so, dass da so eine Art Angst mitläuft und fast schon so eine Stimme, oder? Die einem sagt, so total, ja, ja, ja, ja. Das kenne ich tatsächlich nicht. Also da laufe ich da sehr befreit. Also ich habe das, wenn ich jetzt so mit dem Alus und einem Freedeeilauf, die sind technisch schon nochmal sehr, sehr viel starker im Sperrgelände. Also da habe ich eine ganz gesunde Bremse, die mir sagt, okay, ich könnte jetzt hinterherlaufen in dem Tempo.
SPEAKER_02Reden wir jetzt vom Downhill oder vom Downhill.
SPEAKER_00Nein, nur vom Downhill. Ich könnte da jetzt hinterherlaufen. Also ich könnte dieses, wie soll ich sagen, dieses zusätzliche Brikett, das man in diesen Risikoofen reinschmeißt, das könnte ich da jetzt noch reinschmeißen, dann würde ich auch dranbleiben. Aber da merke ich für mich relativ natürlich, tu es nicht, du überschreitest nicht. Ich verzocke mich da vielleicht. Ich dachte, ich gehe über eine Schwelle, das Risiko, dass ich einfach da jetzt unkonzentriert bin und mich hinpacken, wird groß. But ich habe dann aber auch für mich ein Tempo, in which ich merke, a hundredprozentige Control hat man nie. This is schon klar. Niemand. Aber zumindest so eine 99%, wo ich denke, yeah, okay, steuere ich jetzt ganz gut.
SPEAKER_02Dass du noch in die Bremse gehen kannst, wenn es hart auf hart kommt. Weißt du, was meine größte Angst ist? Meine Angst ist gar nicht das Fallen. Meine Angst ist eigentlich die langfristige Verletzung. Das ist meine größte Angst. Es ist immer meine Angst, meine größte Angst ist immer, scheiße, jetzt kann ich x Tage oder Wochen diesen Sport nicht machen. Und das war natürlich für mich, gerade so mit Hinblick in die letzten Monate, totaler Overload und Worst Case, den ich dann für mich ganz gut eingeordnet bekommen habe. Mein Glück im Unglück ist jetzt vielleicht, dass scheinbar, okay, Fuß war immer noch ein bisschen blau, aber es tut halt nichts weh und es ist schon mal gut. Dass ich jetzt zumindest was die wichtigsten Körperteile angeht, nichts abbekommen habe. Aber nichtsdestotrotz war das so mein erster Gedanke. Ich glaube, das erste, was ich nach dem Sturz gesagt habe, war nicht schon wieder. So. Und da sind die Schmerzen als solches, weil die Hand hat schon wehgetan, das Handgelenk hat wehgetan, die Rippen haben wehgetan, der Fuß hat tatsächlich auch noch wehgetan. Aber dieser erste Gedanke war nicht, oh, das tut weh, sondern scheiße, jetzt kann ich wieder so und so viele Tage oder Wochen nicht mehr laufen. Nicht mehr am Trail, nicht mehr an den Berg. Das ist für mich eigentlich die viel größere Bestrafung. Der Schmerz als solches, der ist jetzt für mich nicht das Thema. Damit kann ich umgehen. Aber ich kann schlechter damit umgehen, wenn ich das Berge nicht habe, wenn ich den Trail nicht habe.
SPEAKER_00Ja, klar, kann ich natürlich verstehen.
SPEAKER_02Und dass ich am Sonntag wandern war, also nicht, dass die Leute denken, ich war dann damit laufen. Also klar, ich bin dann zügig raufgehikt, aber dann halt bewusst runtergehedd, ohne groß ins Tempo zu gehen. Das habe ich einfach auch gebraucht. Ich habe das einfach gebraucht an dem Sonntag. An dem Tag danach. Für mich einfach für den Kopf. Es war superschönes Wetter, es war blauer Himmel, es war Sonnenschein. Ich habe mir gedacht, und heute wirst du dir einen schönen Sonnenbrand wegholen. Das habe ich gemacht.
SPEAKER_00Aber hättest du auch schön im Kampf legen können.
SPEAKER_02Nee, ich würde dir jetzt gern versuchen zu erklären, warum ich das nicht bin und ich kann, aber ich kann das nicht. Jetzt die Momente, am Samstag nach unserem Lauf hier nochmal auf der Bank zu sitzen, nochmal ein bisschen zu plaudern, das ist cool, das mag ich total gern. Aber nur dann, wenn ich weiß, ich habe was getan, ich habe was gemacht.
SPEAKER_00Ja, und das kenne ich auch. Dass ich die das Rumsitzen und das Abhängen, dass es natürlich alles sehr, sehr viel schöner ist, wenn man weiß, man hat davor was getan. Geht man natürlich auch so. Aber trotzdem, ich glaube, ich merke das einfach. Also es ist echt ein Herangehensweise, was den Sport angeht, also die Unterschied zwischen uns, die machen sich echt deutlich. Zwischen uns beiden. Die sind echt krass deutlich. Ich habe mir da in letzter Zeit wirklich öfters mal Gedanken gemacht.
SPEAKER_02Can you this concret?
SPEAKER_00Also ich habe mir da öfters Gedanken gemacht, so weil ich einfach für mich ja auch so wissen wollte wie wichtig is the sport for me und ja klar, as journalist is a teil of my beautiful and bewerten, where other people with the sport. It's either a grosser teil fromseh. Yeah also from my job to guess where machine den macht und vor allem wie die verschiedenen Herangehensweisen sind. Und das macht mir ja unglaublich viel Spaß. Und da komme ich natürlich nicht um her, ob ich es will oder nicht, mich da ja auch immer mit zu bewerten. Also wenn ich jetzt mit dir viel zu tun habe, fange ich natürlich irgendwann mal an zu vergleichen, wie macht der Tom das macht und wie mach ich's. Das geht mir aber sogar mit dem Hannes Numbers, wie macht eigentlich der Hannes Namburger das und als Bester in Deutschland, als Profi, und wie mache ich das? Es ist vielleicht nicht ganz so spannend. Natürlich ist es spannender, ich gucke nach dir und guck, wie du das machst, weil wir uns natürlich ähnlicher sind. Klammer alles ist ja weiter. Also was das Niveau angeht, das heißt, der ist dann natürlich so weit weg. Da ist es nicht mehr so spannend. Spannend ist ja immer, wenn das Niveau ähnlicher ist, und bei uns ist das so. Und ja, genau, und da habe ich mir in letzter Zeit öfters einfach mal Gedanken gemacht und dann ist mir mehr und mehr bewusst geworden, es ist schon krass, wie wichtig das für dich einfach ist. Und ich nehme dir das ja auch ab. Eine Zeit lang war ich mir nicht ganz sicher, ob ich sie abnehmen soll. Was genau? Da dachte ich, erzählt der mir irgendein Quatsch, der Typ. Mit dem ich muss und ich muss das jetzt und ich bin da nochmal raus und stehe da um vier auf oder so und hocke morgens um vier, bevor ich aus dem Haus zur Arbeit gehe, bin ich eine Stunde auf dem Laufband oder so. Da dachte ich, ja, für herzählt der ja Quatsch oder so, ja. Und irgendwann bin ich drauf gekommen, nee, das ist das, was du willst. Du willst es wirklich. Du musst das wollen, weil es gibt überhaupt gar keinen Grund bei dir, weil dich trinkt ja auch niemand. Du verdienst dein Geld dein Geld damit. Du musst das einfach wollen. Mittlerweile glaube ich this total. And then I in forgive festgestelled that I this überhaupt. I have this überhaupt. Also I've been completely in the island at the end of the out. So that's ironic, yeah. But you know I pen aligned Samstag, Sonntag.
SPEAKER_02Weißt du, was the understand by unserence, that we erreichen wollen? Ich glaube dass du dein Ziel an andere Dinge knüpfst als ich. Das weiß ich nicht, ja. Also ich glaube, dass du das Ziel mit weniger Druck behaftest als ich. Also für mich sind es ja schon nicht nur die Dinge, das Ziel zu erreichen, sondern für mich gehört ja auf den Weg zu dem Ziel auch zum Beispiel der Punkt dazu, dass ich auf dem Weg an mich selber dann auch gewisse Ansprüche habe, was das Niveau angeht, was Umfänge angeht, was seit letztem Jahr tatsächlich sehr die Freude und den Spaß angeht. Und was ich für mich festgestellt habe, ist, dass wenn ich einfach eine gewisse Härte mir gegenüber an den Tag lege, hier und da, nicht mehr so viel wie früher. Früher habe ich mir von morgens bis abends in die Fresse gehauen, jeden Tag. Jetzt ist es einfach so, dass ich merke, dass mit einer gut dosierten Härte sich selber gegenüber einfach dann auch mehr Spaß hier und da einstellt, weil. Und was machst du Spaß dann fest? Zum Beispiel länger höhere Tempi laufen zu können. Oder im Wettkampf, wenn es jetzt mal wirklich ein harter, schneller Wettkampf ist, dann auch gut mitgehen zu können und dann an dieser Härte dann auch die Freude zu entwickeln und zu sagen, so, wie geil, dass ich das kann. Oder für mich, also meine Leidenschaft oder das, was ich halt am liebsten mache, ist einfach ewig lange bergauf laufen. Das mag ich total gern. Und da habe ich die letzten Jahre hart dran gearbeitet und es ist für mich ein cooles Gefühl, dann die Früchte dann auch zu ernten und sich dann das Erarbeitete auch irgendwie herzuholen. Aber ich habe dann immer das Gefühl, jetzt lasse ich das nicht so nah an mich ran. Die letzten ein, zwei Jahre war für mich immer das Problem, dass diese Bedingungen, die ich für mich an ein gewisses Ziel geknüpft habe, wenn die nicht erreicht sind, dann passt es für mich nicht so richtig zusammen. Und das war jetzt letztes Jahr, wo ich mir den Außenbandriss geholt habe beim Julian Alps, natürlich super frustrierend, weil ich wollte den eigentlich richtig gut laufen, diese 120 Kilometer. Und das letzte Jahr war insgesamt bis Juni sehr gut. Aber halt nicht da, wo ich eigentlich mich sehe, also auf Ultradistanzen, sondern eher auf kürzeren, schnelleren Distanzen. Den Backyard-Ultra im April mal weggenommen, wo ich ganz gut war. Aber da war ich halt eher so auf Halbmarathon bis 30 super stark. Und das ist aber eigentlich nicht das, was ich wollte. Und es hat mich auch nicht so zufriedengestellt. Im Moment war es cool, so auch mal auf einem Podium zu stehen und auch mal ein AK-Gut zu sein, so, aber es hat mich nicht so richtig abgeholt. Mich würde abholen, bei einem 100-Miler so da oben zu stehen. Also ich rede jetzt nicht von einem großen All-Over-Sieg bei einem großen Rennen. Mir reicht ja schon bei irgendeinem kleinen Dorfe-Event irgendeine AK-Platzierung. Oder meine Leistung einfach zu erreichen. Und die Leistung, die ich mir vorstelle bei so einem Rennen, die würde rechnerisch dann bei kleineren Rennen immer fürs Podium reichen, AK. Und das habe ich jetzt einfach nicht geschafft, nicht hinbekommen und habe dann einfach auch lange an mir gezweifelt. Und vielleicht kommt das jetzt auch so ein bisschen, mischt sich dann in diesen Selbstzweifel im Downhill mit rein, wo du ja erwähnt hast. Aber dieser, ich will mich jetzt gar nicht irgendwie in irgendwas verwickeln, aber dieser Trainingsumfang, den ich mache, der hat eigentlich nicht das unbedingt das Ziel, in einem bestimmten Wettkampf besser zu werden, sondern hat eigentlich das Ziel um mich, das befriedige ich mich einfach. Ich mache das total gern. Ich gehe auf und ich brauche, das ist vielleicht falsch, aber ich bin eher, also ich trainiere sehr gern und ich würde es auch gar nicht unbedingt immer als Training bezeichnen, sondern auch als Ausgleich, als also Trailrunning ist ja für mich irgendwie alles. Alles und nichts. Das ist ein Ausgleich, das ist Training, das ist Auspauern, Natur genießen, Ruhe und so, also dieses komplette Programm. Ja, das ist ja bei mir nicht anders. Ja, ja, genau. Und ich brauche das für mich einfach auch stundenmäßig lang und das Radfahren genau das gleiche. Wenn ich halt am Wochenende zehn Stunden auf den Box sitze, dann ist das für mich sicherlich auch Training in erster Linie, weil man ja irgendwo auch ein Ziel hat und das erreichen möchte, so gut wie es geht. Aber.
SPEAKER_00Nee, das ist vielleicht, wahrscheinlich ist es genau, wahrscheinlich ist es einfach der Umfang, mit dem ich den ich nicht mehr so nachvollziehen kann einfach. Das ist, glaube ich, ja, nicht mehr wahrscheinlich, ja. Das sind wahrscheinlich wahrscheinlich so die grundsätzlichsten Unterschiede im Moment bei uns. Vor allem der Umfang. Also sowas wie du warst zwölf Stunden jetzt auf dem Fahrrad oder so, wo ich mir denke. Ja, also kann ich mir gar nicht vorstellen, zwölf Stunden auf einem Fahrrad zum Sitzen, weil klar, es ist schön und man sieht da auch viel, aber ich denke nur, in den zwölf Stunden kann ich halt auch viele andere Sachen nicht machen.
SPEAKER_02Das Thema ist, das werden wahrscheinlich die ambitionierteren Radfahrer auch bestätigen können. Du kannst es ja eigentlich auch bestätigen. Radfahren, vor allem Ultracycling, ist halt noch viel mehr abhängig vom Umfang als laufen. Weil wenn du jetzt, sag ich mal, einen 100-Meilen-Lauf machen möchtest und das einfach finishen möchtest, dann, also wenn du mich fragst, reicht es theoretisch, wenn du als längsten Lauf 50 Kilometer gemacht hast. Wenn du aber ein Ultracycling-Event fahren möchtest mit, weiß ich nicht, 1500, 2000 Kilometer, reicht es halt nicht mal 100 Kilometer gefahren zu sein, sondern da musst du einfach aus vielerlei Gründen sehr stundenmäßig schon sehr viel mehr investieren als beim Laufen. Und da bin ich bereit dazu, das zu machen und ich mache das gern. Ich mache das nicht, weil ich es machen muss. Ich könnte auch sagen, ich pfeife. Müssen musst du eh nicht. Ich mache das total gern und ich gehe gerade was das Thema angeht, dann auch total auf, weil ich halt viel Neues auch lerne. Merke auch, dass mein Körper da was rauszieht, was dem Laufen extrem zuträglich ist, was mir natürlich wieder gut gefällt. Also gerade für die Art Laufen, die ich gerne laufe. Und dementsprechend entsteht da so eine Synergie aus beiden und eine Energie. Und ich bin dann nicht der Typ, der sich da selber eine Grenze setzt oder eine Bremse reinhaut, sondern ich lasse es dann einfach laufen. Ab und zu habe ich dann natürlich mal, hat man da mal ein Thema daheim, so von der Zeit her. Das ist aber, glaube ich, ganz normal, das hat jeder. Und dann findet man einen Kompromiss, aber ganz grundsätzlich versuche ich diese Energie dann wirklich täglich in meinen Alltag einfließen zu lassen. Nicht nur ins Training, sondern überhaupt. Auch was Motivation angeht, das motiviert natürlich. Und wo ich am Freitag nach der Arbeit hierher zu dir gefahren bin mit dem Fahrrad und Podcast zu machen, das hat mich einfach wahnsinnig motiviert, dass ich mit einem relativ, in Anführungszeichen, relativ geringen Aufwand an Kraft doch mittlerweile in der Lage bin, gut für meine Verhältnisse eine gute Leistung abzurufen. Das gefällt mir. Und ich merke halt, dass da der Weg nach oben nicht zu Ende ist, sondern dass da immer noch was geht. Und das ist halt der Grund, warum ich es so mache, wie ich es mache.
SPEAKER_00Das kann ich gut nachvollziehen, dass man auch, wenn man so eine Progression hat und die spürt, dass man da großen Spaß dabei entwickelt hat.
SPEAKER_02Ich gehe mir dabei auf, an einem Punkt gebe ich dir recht, das hatten wir glaube ich schon bei einem anderen Podcast. Da hattest du mich ein ähnliches Thema und dann habe ich auch gesagt, die Leute sollen es bitte nicht so machen, wie ich das mache. Weil ich einfach oft unvernünftig habe. Hast du gesagt? Habe ich gesagt. Weil ich einfach oft in den Augen mancher, was ich auch nachvollziehen kann, unvernünftig bin oder vielleicht auch nicht nachhaltig in meinem Tun. Aber für mich persönlich passt es gut und das muss es und soll auch keiner so machen, wie ich das mache. Aber jetzt zum Beispiel dieses auf die Verletzung am Sonntag nochmal am Berg gehen, das sind so Dinge, wo ich hätte mich schlechter gefühlt, wenn ich es nicht gemacht hätte. Ich kann ja nicht genau verargumentieren, warum ich mich jetzt letztendlich dafür entschieden habe. Ich meine, ich hätte ja auch einfach daheim auf dem Rollentrainer, ohne mich festzuhalten, einfach eine halbe Stunde hatten.
SPEAKER_00Meine erste Reaktion darauf war halt, der spinnt. So, der spinnt, warum tut der das jetzt? So, also das sollte jetzt einfach die Beine mal gucken, mal stillhalten.
SPEAKER_02Ich will dir mal den Ende des Tages ganz kurz skizzieren. Ich bin dann da Richtung Rambold-Platte raufgewandert und runtergewandert und dann ist Moni mit ein paar Freundinnen zum Petersberg, das ist bei uns so eine kleine Kapelle mit Wirtschaft raufgewandert und ich bin dann noch hinterher. Und dann sind wir da oben bei blauem Himmel und Sonnenschein in der Sonne gelegen. Ich habe mir meinen Sonnenbrand weggeholt, den ich wollte, habe eine Johannisbeerschorle getrunken, habe ein Wassermeloneis gegessen, habe eine Hollerschorle getrunken und dann sind wir alle gemeinsam rungewandert. Und weißt du, und das war halt so, das hat für mich dann den Tag dann auch wieder komplett rund gemacht. Dass ich es am Montag ein bisschen gebüßt habe, ist glaube ich klar. Also ich weiß nicht, ich kann mir schon vorstellen, dass es dann wahrscheinlich nicht ganz so heftig gewesen wäre. Oder ich, keine Ahnung, ich habe keinen Vergleich, aber dieses sich selber dann auch an eine Grenze zu oder versuchen, eine Grenze auszuloten, wo man so kurz davor ist, dass es noch im so dunkelorangenen Bereich ist, das ist halt in meiner DNA hinterlegt. Das bin halt ich. Und das, ich kann dagegen auch nicht, ich will dagegen nichts machen und ich kann dagegen auch nichts machen, solange es nicht unvernünftig wird. Und ich glaube, ich habe mir jetzt schon dieses Jahr bewiesen, dass ich sehr vernünftig sein kann. Und wenn ich mir nicht sonntagssicher gewesen wäre, okay, das ist jetzt echt eine super scheiße Idee, dann hätte ich es auch nicht gemacht.
SPEAKER_00Ja. Lass uns nochmal bei dieser Ehrlichkeit bleiben, so bei uns im Sport. Vielleicht nicht unbedingt jetzt so auf uns als Personen bezogen, sondern eher so ganz allgemein nochmal, weil ich es ganz spannend finde. Was glaubst du denn? Also was glaubst du, wie wichtig oder wie förderlich ist eigentlich die maximale Ehrlichkeit, sich gegenüber zu haben in dem Sport und natürlich auch mit anderen? Sich so ein bisschen was, sich so ein bisschen zu belügen, sage ich jetzt mal, könnte für mein Empfinden eigentlich ja ganz gut sein im Sport. Pass auf, zum Beispiel, also wenn man immer ganz ehrlich ist und immer nur agiert nach dem, was jetzt offensichtlich die Wahrheit oder Realität so entspricht, dann würde man ja viele Dinge vielleicht nicht tun, die am Ende sich total auszahlen. Also wenn ich jetzt, pass auf, weiß ich jetzt noch, wenn ich jetzt zum Beispiel als Läuferin oder als Trailrunner mir jetzt zum Beispiel sage, ich ignoriere jetzt einfach mal so die Daten, die es so gibt über mich, sondern ich sage mir jetzt einfach, das traue ich mir zu, das kann ich. Und ich rede mir jetzt einfach mal so ein bisschen ein, ich bin ein bisschen besser, als es in Wirklichkeit is. Dann schaffe ich es halt auch schritte to make and over a stuff to get that I've been. Sprich, I verbally so the early and bewake so a bit in so much, in so fiction. But this actually, that I mood, that I selfbewusst bin and a bit weiter geh, so vielleck.
SPEAKER_02Also ich glaube that by given die Wahrheit gar nicht die eigene Wahrheit ist, weil man sich viel zu viel vergleicht. Dann liest man was über Trainingssteuerungen oder wie macht der das, wie macht der das. Dann machst du unter Umständen weniger. Und dann kannst du, dann denkst du dir, okay, wenn ich jetzt das mache, dann gehe ich vielleicht kaputt. Also man lässt sich auch sehr blenden von anderen. Ich glaube, es ist auch verdammt schwer, nach seinem eigenen Rhythmus und seinem eigenen Körpergefühl zu trainieren. Weil die wenigsten trainieren ja wahrscheinlich mit Trainer. Und wenn ich ohne Trainer trainiere, dann habe ich ja eigentlich nur die Parameter, die digital hinterlegt sind, also die nackten Zahlen und mein Körpergefühl. Nach mehr kann ich ja im Prinzip und mein Zeitmanagement, mein Zeitbudget. Und das sind so die Parameter, nachdem ich meinen Trainingsalltag oder mein, wie auch immer man das nennen mag, Sportalltag planen kann. Und ich glaube, dass ganz viele Angst haben, an eine bestimmte Grenze zu gehen oder zu versuchen, über diese Grenze hinauszukommen. Aus verschiedensten Gründen. Sei es eine Verletzungsangst, sei es die Angst, das nicht zu schaffen oder sich einzureden, na, das kann ich bestimmt nicht. Und da bin ich total bei dir. Ich glaube, man muss einfach bis zu einem gewissen Punkt, ich würde es gar nicht belügen nennen, sondern eher die Wahrheit ein bisschen verschieben. Und zu sich selber einfach, also bevor ich meinen ersten 100 Meiler gelaufen bin, war diese Distanz für mich 100 Meiler gelaufen bin. Bevor ich meinen ersten 100 Meiler gelaufen bin, war die Distanz für mich insofern ganz gut greifbar, weil ich halt vorher schon einige 100 Kilometer, 120 Kilometer, 80, 90 Kilometer gelaufen bin, war das nicht so weit weg für mich. Und trotzdem habe ich großen Respekt gehabt davor. Und ich war mir sicher, ich werde das gut schaffen. Das ist vielleicht, ich weiß nicht, bei einem 100-Miler, jetzt mal ganz ehrlich, bei einem 100-Miler muss man überheblich sein, wenn man den. Und ich bin dann wirklich mit einer gesunden Portion Respekt in diesen 100-Milereien, aber auch mit einer totalen Überheblichkeit, weil du musst einfach überheblich sein, wenn du ein Alpin 100 Meiler laufen möchtest, kommst du ja gar nicht anders aus. Das ist ja eigentlich surreal, sowas zu machen. Und, oder ich weiß nicht, ob du es anders siehst. Ja, und da hat mir einfach so dieses, sich die Wahrheit so ein bisschen zurechtrücken, unvernünftige Umfänge trainieren. Es ist ja auch nicht wirklich vernünftig, über 100 Kilometer eine Woche zu laufen. Ist ja langfristig für einen, sag ich jetzt mal, normalen Menschen irgendwie, also ich finde das total cool und ich mache das auch total gern, aber es ist nicht, es ist wahr, ich könnte mir vorstellen, nicht sehr gesund, wenn man das macht. Aber wenn man dieses Ziel erreichen möchte, dann muss man seine Wahrheit einfach irgendwo dann in eine gewisse Richtung lenken, dass es sich dann auch wieder gut anfühlt. Ich glaube, wenn man sich belügt, dann schwingt immer so ein bisschen ein schlechtes Gewissen mit. Sich selber gegenüber vielleicht. Oder anderen gegenüber. Aber ich glaube, wenn man einfach ein klares, konkretes Ziel hat und einen Punkt, okay, da möchte ich hin, dann muss man halt so drumherum sich gewisse Sachen dann auch so zurechtlegen. Aber ich weiß nicht, jetzt mal ganz unabhängig von der vom Sportlichen, von der Trainingssteuerung, zur Ehrlichkeit gehört ja auch ein bisschen die Kommunikation. So, und was ich, ich weiß nicht, das wollte ich dich einfach jetzt auch mal ins Boot holen, weil du ja in den sozialen Medien, glaube ich, aktuell nochmal um einiges aktiver bist als ich. Aber ich nehme für mich so wahr, dass in den sozialen Medien, wo so viele hunderttausende Sportlerinnen und Sportler in unserer Bubble unterwegs sind, einfach viele Leute sind, wie mir schwer tue, ob die wirklich ehrlich sind mit dem, was sie tun, was sie tun.
SPEAKER_00Das war auch echt ein schönes Thema in der Folge. Und ich muss sagen, mich langweilt das total. Also mich fuckt das total ab. Also klar, es gibt Profile auch auf Instagram, da denke ich mir, ein bisschen weniger Ehrlichkeit wäre auch schön. Das ist mir jetzt fast schon zu viel Ehrlichkeit. Redest du vom Sport oder vom Sport und auch von Profilen von Personen im Sport. Und denke mir, ein bisschen weniger Ehrlichkeit wird mir jetzt auch reichen. Zumal das ja oft Personen sind, die man jetzt nicht so gut kennt, wo man dann fast denkt, will ich jetzt gar nicht wissen. Aber grundsätzlich ist mir das immer noch sympathischer als sehr viele, wo ich denke, ja, ist das jetzt wirklich, also, na gut, ich meine, man kann natürlich, man kann es natürlich so drehen und sagen, was heißt Ehrlichkeit? Ich lasse bestimmte Dinge einfach permanent weg. Also ich stelle nur das da über mich und meinen Sport, was halt einfach perfekt ist. Und lass alles andere weg.
SPEAKER_02Aber ist es ehrlich? Genau. Da bin ich bei dir.
SPEAKER_00Ich denke auch, dass das, ich würde nicht sagen, gelogen ist, aber es gibt keinen Pflicht, seine Schwächen irgendwie darzustellen oder so. Das gibt es ja nicht. Also ich verstehe das natürlich, dass jeder eher seine schöne Seite zeigt. Also es ist wie wenn man Fotos von sich macht. Ich weiß, ich habe keinen Kind, warum soll ich mich die ganze Zeit von der Seite fotografieren? Weißt du, wie ich meine? Hast du eigentlich keinen Kind? Nein, ich hab keinen Kind. Warte ein bisschen besser, ich habe große Uhren und kein Kind.
SPEAKER_02Also ich glaube, dass der Sport so facettenreich ist, dass es, wenn du deinen sozialen Medienauftritt nur auf diesen Sport reduzierst, nur die halbe Wahrheit sein kann. Aber ich glaube, dass jetzt zum Beispiel, wenn jetzt das Trail-Magazin in den sozialen Medien über Trailrunning spricht oder wir über Trailrunning sprechen, schon auch irgendwo das Gesamte so ein bisschen beäugen und anschauen müssen. Und Teil der Wahrheit ist halt einfach, dass es bei niemandem perfekt läuft und bei niemandem bling bling und tralala. Und die Frage ist halt, was und wen spreche ich mit meinem Instagram-Profil an? Spreche ich Leute an? Will ich die einfach nur motivieren? Will ich den Leuten zeigen, was ich für ein geiler Hecht bin, weil ich mit einem Gipsarm und ohne Stecken den Everresting mache? Oder will ich dieses Trailrunning so zeigen, wie es ist? Und wenn ich das möchte, und da bin ich halt ein großer Freund davon, da muss ich halt irgendwie alle Facetten beleuchten. Weil da gehört ja von dem Ganzen drumherum mit Ernährung, mit Trainingssteuerung, mit Tiefschlägen, weil man jetzt mal irgendein Thrashold-Training nicht auf die Reihe bekommen hat oder weil man mal irgendwas skippen musste, weil man keine Zeit hat oder weil man, es gibt ja tausend Gründe, die nicht so gut laufen, dann sowas auch zeigt. Finde ich super sympathisch, finde ich total gut. Und das fällt halt auch bei vielen Profilen schon oder bei vielen Leuten schon schon hinten über. Und da wird dann halt das große blinkende Ende immer gezeigt. Und das ist für mich auch einfach schade, weil ich finde, der Sport lebt schon von dem, was dazwischen passiert. Von, jetzt gehen wir mal von einem Wettkampf aus, von der Anmeldung bis zum Finish. Und das, was dazwischen passiert, ist ja eigentlich das Interessante. Das, was am Ende passiert, ist eigentlich total uninteressant. Da läuft irgendein Hiopi durch so einen großen Bogen oder eine Hiopei und dann ist vorbei. Nee, nee, klar. Aber das, was dazwischen passiert, ist ja das, was den Sport irgendwie auch ausmacht, ohne dazu romantisch zu werden. Aber da gehören halt solche Sachen auch irgendwie mit dazu.
SPEAKER_00Naja, wenn ich mich als Profi, also bei einem, ich finde bei so einer Profiläuferin und bei einem Profi, sind wir jetzt auch wieder beim Hannes, da ist ja dieses Thema Ehrlichkeit in sehr vielen Facetten total spannend. Zum einen, wie ehrlich kann ein Profi, der wirklich um einen Sieg läuft, ja? Das ist jetzt natürlich für 99,99% aller, die jetzt zuhören, ja, völlig uninteressant, ja, weil niemand läuft jetzt in aller Regelung um einen Sieg. Ist ja für so einen Profi ist es auf jeden Fall total spannend, weil ich stelle mir das jetzt einfach mal so vor, du läufst jetzt da vorne an so einer Spitze, es geht irgendwie darum, ob du so ein Rennen gewinnst und dir geht es schlecht. Wenn du im Mittelfeld läufst oder so wie wir irgendwo, dann würdest du wahrscheinlich zu den Leuten links und rechts von dir bei dem Rennen.
SPEAKER_02Wir laufen nicht irgendwo. Stimmt nicht. Weil wir immer, wenn wir laufen, irgendwo im vorderen Drittel.
SPEAKER_00Ja, ja, ist okay, aber okay, aber wir sind trotzdem.
SPEAKER_02Wir sind keine Profis.
SPEAKER_00Aber wir würden, wenn es uns schlecht geht in so einem Rennen, in aller Regel wahrscheinlich zu unseren Mitstreitern, die es so gibt, dann wahrscheinlich sagen: Oh, Magen, keine Energie, es geht gerade nicht. Lauf weiter, wenn es mir besser geht, hole ich dich vielleicht eh wieder ein. Also man würde da ja maximal ehrlich sein. Ich gehe davon aus, wenn Hannes Numberger beim Lavaredo an der Spitze liegt mit Ben Diemen zusammen. Ach, geil, ja.
SPEAKER_02Dieses Bild steht dir das schon.
SPEAKER_00Und es sind noch 10 Kilometer ins Ziel.
SPEAKER_02Demon hat keine Chance auf den letzten Downhill.
SPEAKER_00Und Hannes geht's nicht gut, ja, für ein paar Minuten. Ich glaube nicht, dass der zu Ben Diemen in dem Moment sagt, hey Ben Demon, mir geht's gerade nicht gut.
SPEAKER_02Magst du nicht mal kurz ein bisschen warten?
SPEAKER_00Lauf weiter. Wenn es mir besser geht, hole ich dich wieder ein. Nein, die zocken natürlich rum. Natürlich, ist ja klar. Also da ist dann nichts mit Ehrlichkeit. Also muss man dann halt ein bisschen flunkern, denke ich mir.
SPEAKER_02Also weißt du, welche Frage ich mir immer stelle, nicht im Sinne von schlecht, sondern ich stelle mir immer die Frage, und der Floh Neuschwander, der hat es bei seiner Bodenseeumrundung, wo ich ja Teil vom Supporter-Team sein durfte, auch gezeigt. Wie zum Teufel gehen die so lange zum Beispiel auch mit Fußproblemen um? Also ich rede jetzt nicht von Umschnackeln, sondern von Blasen und sowas. Schwand, die seine Füße, die haben ja ausgeschaut wie eine Blutorange danach.
SPEAKER_01So übel.
SPEAKER_02Brutal. Und ich stelle mir aber die Frage, ich glaube, Hannes meine ich mal irgendwie mitbekommen zu haben, dass er relativ viel Glück hat mit ziemlich starken Füßen. Also glaube ich auch nicht, du glaube ich auch nicht, ne? Dieses Blasenthema, ich habe es glücklicherweise auch nicht. Aber die laufen ja dann doch nochmal ein anderes Tempo und achten ja dann auch nochmal weniger auf Dinge wie Staub oder Steine im Schuh. Ich meine, ein Hannes Namberger wird sich dann nicht hinstellen, den Schuh ausziehen und so ein kleines Steinchen rausholen. Dann wollt er sich wahrscheinlich ins Nagelbett übers Rennen und dann wird er danach rausgeholt. Und die Frage, die ich mir immer stelle, ist, wie zum Teufel halten die das teilweise aus, mit solchen Verletzungen an den Füßen dann nochmal so da lang zu krachen. Also das muss ich sagen, finde ich schon total stark und klar. Da wird anders gezockt, da geht es aber auch um mehr. Aber.
SPEAKER_00Gut, ich meine, das ist auch ein verdrängender Ehrlichkeit.
SPEAKER_02Ja, ja, na klar.
SPEAKER_00Aber mir ist einfach zu sagen, naja, also ehrlich wäre es ja zu sagen, ich habe jetzt hier eine Blutblase.
SPEAKER_02Hey Ben, ich habe deine Blase unterm C.
SPEAKER_00Ich höre jetzt nicht. Ich steig auf. Ich steig auf.
SPEAKER_02Nein. Aber mir ist gerade noch eins gekommen. Eigentlich warst du ja am Samstag oder wir beide eigentlich total ehrlich. Ich habe einfach mal nach meinem Sturz komplett blank gemacht. Dann hast du mich mal so richtig fertig gesehen. Ich glaube, ich habe mal so ein bisschen gezittert und ich habe dich beim Rauflaufen einfach mal komplett fertig gesehen. Du hast mir.
SPEAKER_00Kannst du, glaubst du, dass ich über dich gedacht habe, als du da so nach deinem Sturz lagst? So, das hat er jetzt gedacht.
SPEAKER_02Das habe ich wirklich gedacht. Hab ich wirklich gedacht. Das habe ich wirklich gedacht. Ich hab mir beim Runterlaufen gedacht, der freut sich bestimmt, wenn ich mich gleich aufs Maul haue. Aber ich habe mir so beim Rauflaufen gedacht, und jetzt kommt es mir erst wieder. Eigentlich warst du ja total ehrlich, wo ich gesagt habe, ich will dich eigentlich motivieren und du dann gesagt hast, das gelingt dir gerade nicht so gut. Und Alois kann das besser. Und da hast du ja wirklich alles an narzisstischem Repertoire ausgepackt, was man so auspacken kann. Zu Recht.
SPEAKER_01Ich weiß nicht, ob zu Recht. Brauchte ich auch nicht, dass ich da recht hatte in meiner Realität.
SPEAKER_02Also ich wollte ja im Prinzip genau das so ein bisschen aus dir rauskitzeln, dass du mir sagst, was du von mir möchtest, was ich besser machen kann.
SPEAKER_00Hab ich ja gesagt, aber lauf einfach zu und warte oben in der Hütte und.
SPEAKER_02Das hast du eben nicht. Du hast gesagt, also der Alois, der läuft immer so vor und wartet dann 10 bis 15 Minuten auf mich. Das hast du gesagt. Du hast aber nicht aktiv gesagt, du sollst jetzt vorlaufen.
SPEAKER_00Doch, das hab ich dann gesagt.
SPEAKER_02Das stimmt nicht. Das habe ich vielleicht überhört. Dann glaube ich dir.
SPEAKER_00Ich habe gesagt, du jetzt machst doch einfach so, jetzt lauf doch bis zur Hochgarnhütte einfach und dann drehen.
SPEAKER_02Und dann bin ich losgelaufen und hast du dir gedacht, du kleiner Wichser, was ist eigentlich verkehrt mit dir? Aber das war tatsächlich ein sehr ehrlicher Moment. Ist doch gut. Ich hab dich zwar schon einmal in so einer Leidenssituation erlebt. Wir haben doch gleich. Stelle. An der gleichen Stelle tatsächlich ist uns dann auch aufgefallen, ja. Ziemlich genau sogar die gleiche Stelle. Allerdings ein paar Jahre früher. Aber nichtsdestotrotz, glaube ich, ist es in solchen Momenten unter Freunden oder unter Bekannten oder auch mit sich selber. Jetzt bin ich nur noch ein Bekannter plötzlich.
SPEAKER_03Nein, nein, nein, nein, nein.
SPEAKER_00Großartig. Ich habe gesagt, unter Freunden bekannten oder mit sich selber. In diesem Wochenende ging alles in die Brüche.
SPEAKER_02Herzlich willkommen zum Trail-Magazin Psycho-Podcast. Nein, da ist es, glaube ich, gut, ehrlich mit sich selber dann zu sein. Oder mit seinem direkten Umfeld, weil alles andere beginnt ja nicht so. Du hättest mir jetzt sagen können, du Penner, renn jetzt einfach vor und geh mir nicht auf die Säcke. Dann hätte ich das gemacht, dann wäre das für mich okay. Weil ich in deiner Situation genau das Gleiche gemacht hätte. Ganz einfach. Ehrlichkeit muss manchmal wehtun. Ja, ja, Ehrlichkeit tut auch weh. Nicht immer, aber manchmal schon. Ich glaube, es kommt immer darauf an, wie man der Ehrlichkeit entgegengeht oder wie man der gegenübersteht. Weil ich habe immer das Gefühl, vielleicht ist das so auch so ein bisschen, nochmal für mich, so mein finaler Abschluss mit dem Thema Ehrlichkeit. Ehrlichkeit wird immer verwechselt mit Kritik, mit negativer Kritik. Aber Ehrlichkeit ist ja im Prinzip einfach nur eine kurze Feststellung des Status Quo und vielleicht hier und da eine Bewertung für sich selber. Und deine Bewertung war halt einfach, ich mache das in dem Moment dann nicht sehr gut. Gut, dann habe ich drauf reagieren können. Sollten wir das vielleicht in den sozialen Medien genauso handhaben? Ehrlicher sein.
unknownEhrlich?
SPEAKER_02Oder sind wir vielleicht, nee, ich meine mit anderen, oder sind wir vielleicht in den sozialen Medien zu ehrlich?
SPEAKER_00Nee, glaube ich nicht. Gut, ich darf jetzt mein privates Profil nicht mit dem des Trail-Magazins. Ich würde beides jetzt einfach mal anschauen. Auf meinem privaten Profil bin ich sehr, sehr ehrlich.
SPEAKER_02Also ich halte mich tatsächlich mittlerweile schon sehr zurück, nicht, weil ich irgendwie einen Shitstorm fürchte, das ist mir egal. Aber mich langweilt es einfach dann auch zu ehrlich zu sein. Weil ich detoxe dann lieber soziale Medien, weil es mich mental fasst. So Dinge, die mich nerven. Also es gibt schon so Kandidaten, die, wenn ich sehe in den sozialen Medien, dann kriege ich so dezenten Brechreiz. Und deswegen schaue ich mir das gar nicht an.
SPEAKER_00Nein. Ja, komm, ich glaube.
SPEAKER_02Eigentlich ist es noch tiefer, das Thema. Eigentlich könnte man noch tiefer graben bei der Ehrlichkeit. Zack. Ich weiß, ich habe jetzt gerade kein konkretes Beispiel, aber das Thema Ehrlichkeit ist eigentlich noch viel mehr. Weil wir haben jetzt schon sehr oberflächlich.
SPEAKER_00Ja, gut, in diesem religiösen Sinne ist ja klar, ich meine, man soll nicht lügen. Oh, jetzt wird's deep. Man lügt nicht, man ist immer ehrlich. Wie im letzten Podcast Ehrlichkeit ist für mich natürlich auch, das meine ich ja mit bestimmten Profilen. Also man kann ja immer einfach was weglassen, ja.
SPEAKER_02Glaubst du mir, wenn ich dir sage, jeder Mensch lügt? Jeder Mensch lügt.
SPEAKER_00Ja, der Papst nicht. Nee, der ist ehrlich. Der Papst ist ehrlich. Die Priester auch. Und der Kardinal.
SPEAKER_02Der ist auch eine ganz ehrliche Vorhaut.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_02Wir werden jetzt übrigens wahrscheinlich dann rausgeschmissen. Für die Aussage.
SPEAKER_00Aus der Kirche?
SPEAKER_02Nee, aus Botti oder aus Apple Music.
SPEAKER_00Ach so, wegen der Vorhaut.
unknownGenau.
SPEAKER_00Na gut, die war ja eh irgendwann weg dann. Echt? Ja, ja.
SPEAKER_02Die Christen beschneiden noch nicht.
SPEAKER_00Ach stimmt, das war was anderes. Das war was anderes. Okay, gut.
SPEAKER_02Nee, Tom, vielen Dank. Dennis, es war mir ein Fest. Und 17.05. wäre dieser Hochgernlauf. Also, pass auf, wir machen es so. Du läufst den mit mir? Ja?
SPEAKER_00Nee, ich bin da gar nicht.
SPEAKER_02Jetzt pass doch erstmal auf. Du kannst doch alles skippen.
SPEAKER_00Ich habe hier diese Prävo-App.
SPEAKER_02Was ist Prévo?
SPEAKER_00Ja, Termine halt.
SPEAKER_02Ich hab gedacht, du bist der Typ, der sich das irgendwo auf so windige Post-its schreibt und mich gleich.
SPEAKER_00Da bin ich beim zehnjährigen Jubiläum des Lichtenstein-Trail und lauft den Halbmarathon.
SPEAKER_02Scheiße, das wollten wir eigentlich gemeinsam machen. Tja.
SPEAKER_00Ja, dass du vor mir rumtänzelst und mir. Lichtensteintrail und beim Train entgegenläufst.
SPEAKER_02Lichtenstein-Trail hast du, glaube ich, ein bisschen bessere Karten, weil das ist eher nicht technisch, ne? Ist der technisch? Gibt es da noch Startplätze?
SPEAKER_00Nein. Seit Weihnachten ausgehen.
SPEAKER_02Aber gibt es da eine, kann man trotzdem Werbung machen dafür zum Vorbeikommen? Ja. Auf Getränk und Ratsch?
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_02Lichtenstein. Also wir reden nicht vom Land Liechtenstein, sondern von der Stadt, von dem Ort Liechtenstein auf der Schwäbische Alpen. Anders Schwäbische Alpnähe Reutlinge? Reidlinge. Wie weit ist es?
SPEAKER_00Ist es Richtung Blaubeuren daraus? Ja, das ist zwischen Diebingen und Menzingen.
SPEAKER_02Da wo Maultasche und Fledle so besichtig die Klinge in die Hand geben.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_02Also Liechtenstein-Twellen an dem Wochenende 17.05. Ja. Tschüss. Tschüss.