TRAIL MAGAZIN Podcast
Der Podcast des TRAIL Magazins, die Laufzeitschrift Nr. 1 für Trailrunning!
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TRAIL MAGAZIN Podcast
Die ehrliche Vorbereitung auf einen Ultratrail
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Wie trainiert man für einen Ultratrail? Tom und Denis reden über Schlüsselsessions, mentale Stärke, Fehler, Erfahrungen aus fast 20 Jahren Ultrarunning – und darüber, wie Vertrauen in den eigenen Körper entsteht.
#ultratrail #ultrarunning
Herzlich willkommen zum Trail Magazine Podcast. Der beste Podcast für Trailrunning und Laufkultur, den es gibt auf dieser kleinen Welt.
SPEAKER_03Ja, es gibt noch ein paar andere, aber auf die Schwert.
SPEAKER_02Wir wollen uns ja in Bescheidenheit baden, aber die zwei Protagonisten, die ja zumeist in diesem Podcast zu hören sind, sind schon zwei ziemlich heiße Typen, junggebliebene. Sind schon Knorke-Typen. Das sind richtig Knorke, so richtige Knorke-Typen sind das.
SPEAKER_03Hey Tom, mir geht es so viel durch den Kopf heute, das ist richtig, richtig schlimm. Wir haben dabei gemeinsam. Heute ist so ein Tag, da laufe ich hier wirklich wie so ein verstörtes Huhn durch den Stall, laufe ich hier durch die Redaktion und dann habe ich das Handy in der Hand. Also ich suche das Handy, ich lau rum und suche mein Handy und mag dann irgendwann nach ein paar Sekunden, ich habe es in der Hand. Und weil mir so viel durch den Kopf geht, ja, so wir, ich muss zum Beispiel unbedingt einen Termin machen im Autohaus, irgendwie für so Kundendienst. Genau. Und ich muss diese Scheiß-Winterreifen gewechselt werden, ja. Die habe ich so gelagert irgendwo hier. Da muss ich aber einen Termin machen und muss die wechseln lassen. Ich bin ja ein Snob, mach das ja nicht selber. Und das und dann muss ich Belege sammeln, Bewirtungsbelege. Klar. Das muss ich auch noch machen. Moment, was muss ich noch machen? Mit einem Handwerker muss ich einen Termin ausmachen, das verfolgt mich auch. Ich muss Gewerbesteuer überweisen. Ich habe eine Zahlungserinnerung bekommen, Gewerbesteuer.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_03Das befolgt mich auch.
SPEAKER_02Du musst wahrscheinlich auch den vorgestrigen Tag beim Danny Run im Schwarzwald noch so ein bisschen nacharbeiten.
SPEAKER_03Ich muss Danny Run noch ein bisschen verarbeiten. Ich muss noch Shoe-Reviews für YouTube müssen wir noch posten. Irgendwie muss ich meine Sachen packen für Everresting morgen früh. Das ist ja, da kann man jetzt ja auch nicht einfach nur so hin, ja. Ja, aber das wäre bescheuert. Du musstest ja schon ein bisschen planen. Du musst ja ganz genau wissen, musst du mal einkaufen, musst diese Tasche befüllen und so.
SPEAKER_02Aber bei Plan B-Events habe ich gelernt, muss man nicht einkaufen, weil die Bewirtung so gut ist, dass man eigentlich nichts mitnehmen muss.
SPEAKER_03Ja, stimmt eigentlich. Jetzt, wo du es sagst, stimmt, das ist ja eine Wahnsinnsverpflegung.
SPEAKER_02Also ohne Schmarrn, ohne jetzt wirklich so ganz unterschwellige Werbung zu machen, aber ich kenne wenig Veranstaltungen, die so, was die Verpflegung und was die Versorgung angeht, so gut exzellent ist wie die mit dem Plan B-Siegel. Und das sage ich aus Sicht eines Veganers. Das ist ja auch nochmal die doppelte Challenge. Aber die liebe Uta und der liebe Heini.
SPEAKER_03Die Uta hat gerade angerufen vor fünf Minuten, kurz vor dem Podcast. Muss ich dir kurz erzählen? Entschuldigung, dass ich dich unterbreche. Nee, alles so unfassbar lustig. Die Uta ruft an und sagt: Hallo Dennis, pass auf, ich mache hier mal auf laut. Und dann ist, ich habe den Namen vergessen, von Datasport dran. Ja, ja. Bist du eigentlich schon angemeldet? Du bist nicht angemeldet. Und dann ich so, doch, klar, klar, Logo, bin ich ja. Nein, du bist nicht angemeldet. Wir machen die Anmeldung hier jetzt zu. Du bist nicht angemeldet. Und ich so, na klar, bin ich angemeldet. Ich habe doch eine Registrierungsbestätigung per E-Mail bekommen und so. Warte, ich gucke und so, ich gehe in die E-Mail rein und so, klar, Stadtnummer 194 bin doch angemeldet. Und der Typ von da das schwört, naja, okay, um 8.36 Uhr, heute. Und dann sagt, na ja, spät, aber es ist noch ein Rahmen.
SPEAKER_02Alter. Aber das weißt du was, das ist einfach, das ist doch, das kann man doch nur geil finden, oder sowas, dass es geht. Das ist doch super. Aber die liebe Uta und der liebe Heini, finde ich, machen das wahrscheinlich liebevollste Athleten-Catering, was man sich vorstellen kann. Und ich kann mich noch erinnern, meine erste Zutt-finisher-Erfahrung war, direkt danach zum Finisher Catering zu gehen. Und dann habe ich mir so einen übergeilen veganen Couscous oder Bulgur-Salat, ich weiß nicht mehr, reingezogen mit Brot dazu. Das war einfach, das ist so perfekt. Das ist geil. Wenn du was Geiles zu essen kriegst nach dem Rennen, das ist doch super. Und zu trinken. Also lange Rede, also was das angeht, glaube ich, brauchst du dich jetzt. Also wenn du jetzt dein Essen vergessen würdest, dann würdest du jetzt auch nicht weniger gut laufen oder besser.
SPEAKER_03Naja, trotzdem, ich muss jetzt schon ein bisschen was packen und so muss ich ja schon. Ja, natürlich, natürlich. Also ich habe ich wollte eigentlich dir jetzt nur sagen, dass ich viel im Kopf habe und ein bisschen verwirrt bin heute. Und du jetzt heute bei dieser Aufnahme ein bisschen Rücksicht nehmen musst auf mich.
SPEAKER_02Ja, du musst auch auf mich, wir müssen auch gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen.
SPEAKER_03Ja.
SPEAKER_02Aber ich glaube, das kriegen wir ganz gut hin.
SPEAKER_03Ja, was haben wir denn heute im Gepäck?
SPEAKER_02Wir haben eigentlich gerade schon voll angefangen mit dem Thema. Achso, wir sind mitten dabei. Wir sind eigentlich mittendrin.
SPEAKER_03Soll ich dir eigentlich noch von gestern erzählen? Ja, ja. Von Danny Run?
SPEAKER_02Vorgestern, oder? Gestern? War gestern? Vorgestern.
SPEAKER_03Nee, war gestern.
SPEAKER_02Dienstag. Heute ist Donnerstag. Hä? Gestern? Gestern haben wir telefoniert, aber da warst du schon wieder in Bayernland.
SPEAKER_03Ah, okay. Aber ist ja auch egal. Nee, du hast recht, es war vorgestern.
SPEAKER_02Aber genau, nehmt uns doch mal. Soll ich euch alle mal mitnehmen?
SPEAKER_03Ja, nehm uns mal. Das war sehr beeindruckend. Also ich will nicht zu viel vorweggreifen, weil es, ich habe mich entschieden, es wird auch eine große Reportage, Porträtreportage im Juni-Heft geben dann über ihn, über Daniel Hannes Danny Run. Und natürlich wird es in erster Linie so ein Film geben auf YouTube, so A Day in the Life, ein Tag im Leben von Daniran. Also wir verbringen quasi oder ich verbringe einen Tag mit verschiedenen Leuten und diesmal waren wir in Offenburg, zur Rande des Schwarzwaldes, und haben ihn halt da wirklich daheim besucht. Und ja, das war halt total interessant, weil ich habe jetzt auch relativ viele Nachrichten bekommen heute über Instagram von ein paar Leuten, die irgendwie mit dem Trail Magazine so eine Geschichte über ihn machen. This würde nicht passion. Yeah, also I think what dahinter steckt, klar. Also there is auf Instagram natürlich a mark that not, fitness and übers, and Klimmzüge. But I must show you, and this is bewildered there is the age influencer in that liga that really in this trailrunning sport comes. And that really besides. Der typ is keyer. And this is the greatest erkenness, die ich jetzt in diesem Tag bei ihm have. Der Typ is so wie wir auf Instagram gibt. Der reden so, der is so, der denkt so. Und sein Leben sieht auch wirklich so aus. Also das sind natürlich, weißt du, auf Instagram bei so jemandem, das sind ja immer so einzelne Ausschnitte aus so einem Tagesablauf. Aber das, was er rauszieht und hochlädt, das sind wirklich reale Ausschnitte aus seinem Leben. Also der stellt sich da nicht hin und sagt: zweimal durchatmen, 3, 2, 1, jetzt spiele ich was, sondern das ist so. Und das fand ich wirklich beeindruckend so.
SPEAKER_02Also ich habe ihn vor zwei, drei Jahren kennengelernt auf so eine Art Backyard-Event. Und da muss ich auch sagen, habe ich mir auch erst gedacht, boah, was ein Spinner. So im ersten Moment, das war halt so mein erster, was eigentlich total im Rückblicken totaler Nonsens ist, das zu denken. Aber er war halt da mit seinem Bademantel und hat halt Handstand auf dem Parkplatz gemacht vor dem Laufen. Da habe ich mir gedacht, ja, irgendwie mag ich ja so abgefahrene Typen, aber so in dem Moment habe ich mir gedacht, okay, wir laufen jetzt gleich 100 Meilen. Er macht Handstand.
SPEAKER_03Das machst du jetzt einen Handstand.
SPEAKER_02Ja, so. Und dann aber so über das Rennen verteilt, habe ich mir dann auch so gedacht. Wir haben dann, glaube ich, auch nochmal ein paar Worte gewechselt und haben dann im Anschluss des Rennens auch noch ein bisschen miteinander geschrieben. Und da muss ich auch sagen, da kamen keine Art irgendwie Allyren oder irgendwie zu dumme Kommentare, sondern total auf einer Linie, total auf den Boden. Und er hätte ja allen Grund, auch ein bisschen überheblich zu sein, weil er stellt ja auch was dar.
SPEAKER_03Aber das ist er überhaupt nicht. Überheblich hat schon einen Grund. Niemand hat einen Grund.
SPEAKER_02Meine liebe Moni und ich, wir haben nämlich auch beide festgestellt, er ist einer von ganz wenigen, auch in dieser Liga.
SPEAKER_03Ihr habt was gemeinsames. Wer? Daniran und du, ihr habt was gemeinsam. Eine Sache verbindet euch tief. Ich habe keinen Hammer C. Nein, du sagst immer meine liebe Moni und er sagt immer meine liebe Frau. Das sind wir beide. Ihr seid die einzigen in meinem Umfeld, die das sagen. Meine liebe Frau oder liebe Frau.
SPEAKER_02Du hast aber gesagt, du findest. Aber bevor ich jetzt den Text vergesse. Erzähl weiter. Entschuldigung. Und meine liebe Moni und ich, wir sind uns beide einig, dass es einer von wenigen ist in dieser Liga, der weder neidisch auf, also zumindest ist unser Eindruck, neidisch auf den Rest dieser sozialen Medienwelt schaut, noch sich in irgendeiner Art und Weise vergleicht oder irgendwelche Trends mitgehen muss oder irgendwelchen Quark mitmachen, wo er keinen Bock drauf hat. Das finde ich zum Beispiel sehr sympathisch. Das ist selten geworden. Und deswegen freue ich mich auf diesen Film, weil wir wissen, die Filme, gerade in unserem Sport, die nicht aus Amerika kommen, das ist inhaltlich manchmal so ein bisschen schwierig, finde ich. Weil sich das dann nicht so auf den Sport konzentriert. Deswegen freue ich mich, dass dieser Film sich halt auf diese Danny konzentriert. Und vielleicht, genau, bin ich gespannt auf den Content, der da geliefert wird.
SPEAKER_03Ja, genau. Nee, das war gut. Also war schön, war ein schöner Lauf übrigens. Wir waren ja so 13, 14 Kilometer waren wir laufen. Wir wollten eigentlich länger laufen, aber man mag dann doch, wenn man dann filmt und so und noch Fotos macht, dann zieht sich es aus.
SPEAKER_02Ich finde aber nicht, dass du neben Danny flaumig ausgeschaut hast, sondern du hast eher lauchig. Eher lauchig.
SPEAKER_03Ich habe übrigens viel Lob bekommen, dieser Begriff pflaumig.
SPEAKER_02Fanden viele unglaublich toll. Pass auf, weißt du, dass dieser Begriff aus der Bäckerei kommt?
SPEAKER_03Für den Duci?
SPEAKER_02Nicht für den, ja, so ähnlich. Also das hat mit der Pflaume selber nichts zu tun, sondern wenn ein Teig, so zum Beispiel Rohrnudeln, wenn du die anschneidest und man kann den so wegfasern, so wegziehen und dann sich so die einzelnen Streifen in den Mund stecken, das nennt man dann eine flaumige Krone, die so ist. Das ist lustig und weich. Das ist pflaumig tatsächlich. Ich dachte, ich habe was ganz Neues erfunden, aber jetzt gibt es es in einem anderen Kontext. Und wenn man auf einen Dreiviertel Liter Schliwowitz aufstößt am nächsten Tag, ist es auch pflaumig. Okay. Wo waren wir? Wo waren wir? Wir waren jetzt bei unserem Thema eigentlich, beim Einstieg des Themas. Ich finde das Thema super, weißt du warum? Das ist für mich irgendwie so ein bisschen eine Zeitreise, weil dieses Thema, finde ich, bei mir, ich kann nur für mich reden, so ein bisschen zu so einer elendigen und nervtötenden Routine geworden ist. Und das ist schade. Weil die Vorbereitung auf einen Lauf, auf einen Ultra-Trail oder auf einen Trailrun, ist ja eigentlich wirklich eine Sache, wo man mit sich selber alleine ist, wo man Dinge durchdardenkt, nochmal so ein bisschen retrospektiv die letzten Trainings beäugt, was war gut, was war schlecht und dann danach seine Ausrüstung aussucht. Deswegen finde ich das total spannend und ich habe mich erwischt, die letzten Male immer wieder, dass sich das am Tag vorher eben so wichi-waschi, alles rein in die Tasche und dann wird schon irgendwie was dabei sein. Und das ist irgendwie schade.
SPEAKER_03Nee, also pass auf, also unser Thema heute ist die perfekte Vorbereitung und Training auf ein Ultratrail, ja. Und ich hatte mir tatsächlich, nachdem ja die Idee vorgestern kam, dass wir über dieses Thema sprechen sollten, war meine erste Überlegung: Ich bin ja nicht der Lars und ich bin nicht der Arme. Wie kann ich jetzt so über so eine perfekte Vorbereitung für ein Ultratrail sprechen? Bin ja kein Coach, bin kein Trainer, kann jetzt auch jetzt mit dir die nächste Stunde jetzt auch nicht erzählen, du musst so einen Block trainieren und das und das. Also, das kann ich nicht, weil mir da das Wissen fehlt. Aber mir ist dann eigentlich bewusst geworden. Und deshalb habe ich auch durchaus das Selbstbewusstsein, mit dir heute darüber zu sprechen, weil ich mir dann so gedacht habe: hey, pass auf, ich laufe seit 15, 20 Jahren Ultra Trails and habe eine verdammt gute Quote. Really eine verdammt gute Quote. And ich glaube, das können die Leute von außen jetzt aber nicht beurteilen, das kann nur ich selber so sagen. Ich glaube, ich habe immer mit relativ übersichtlichen Einsatz einen hohen Ertrag erzielt. Und war eigentlich fast immer auch unverletzt.
SPEAKER_02Also du machst es jetzt an einem DNF-Fest, oder?
SPEAKER_03Ja, klar, mach ich an einem DNF-Fest. Man will ja gut ankommen. Klar. Ja, ja, klar, ich mache es schon an einem DNF-Fest. Und auch daran, dass ich immer einen großen Spaß hatte an meiner Vorbereitung. Also dass ich eigentlich nie in all den Jahren gedacht habe, jetzt hoffentlich kommt jetzt das Rennen. Endlich, jetzt habe ich dann wirklich gar keine Lust mehr. Es ist mir jetzt auch zu viel und so. Das hatte ich ja auch nie. Also ich bin ja eigentlich immer mit einer schon mit einer großen Leichtigkeit an mein Ziel gekommen. Und das Ziel ist ja die Startlinie dann von einem Ultratrail erst. Natürlich. Es gibt ja eigentlich zwei Ziellinien. Die erste Ziellinie ist ja die Startlinie. Und die zweite Ziellinie ist dann tatsächlich die Ziellinie, also das Finish.
SPEAKER_02Ich glaube, die erste Startlinie ist tatsächlich das erste wirkliche Training für dieses Leistungs-3 Ultratrail.
SPEAKER_03Naja, und darüber würde ich auf jeden Fall gerne sprechen, weil ich für, ich habe auch jetzt die letzten Jahre bei mir festgestellt, dass ich für meine Ultratrails, ich bin jetzt jemand, der jetzt eigentlich, ich laufe jetzt kein Ultratrail mehr im Winter. Das war ja früher oft so, da bin ich auch mal irgendwo hingeflogen, bin ich auch im November, Dezember oder so mal irgendwo. Das mache ich jetzt seit ein paar Jahren tatsächlich nicht mehr. Das heißt, meine Ultratrails konzentrieren sich eigentlich immer so auf den Sommer, fast schon auf den Sommer und Spätsommer, so meistens so zwei oder so. Das heißt, daraufhin trainiere ich dann auch. Und da habe ich the last year also für mich so einen Ablauf und so eine Routine entwickelt, die eigentlich ganz gut funktioniert. And ich hoffe natürlich, dass das wieder funktioniert. Sprich, dass diese Routine und diese verschiedenen Trainingspeaks, die ich so habe und Blöcke, die ich für mich so definiere, dass die jetzt auch im Hinblick auf ein Lavaredo Ende Juni, Anfang Juli funktionieren. Meldung. Meldung, ja, mach mal Meldung.
SPEAKER_02Frag mal bitte den lieben Joachim, unseren Freund Joachim.
SPEAKER_03Der schreibt mir gerade, der schreibt mir hier.
SPEAKER_02Pass auf, pass auf, frag ihn mal nach unserem letzten Chatverlauf auf Insta. Dann soll er dir mal ein Screenshot machen. Du wirst, also entweder du bist peinlich berührt oder du denkst dir, oder du denkst dir, die zwei spinnen komplett. Weil er leider nicht in Cortina ist, sondern dort ein anderes Rennen läuft. Ich ihm aber mitgeteilt habe, dass ich dich gut umsorgen werde in Cortina und dass ich mich gut an den Versorgungen um dich kümmern werde und die Carbs praktisch in dich hineinpressen werde. Nicht nur das, er weiß natürlich auch um meine Schwäche für deine Beine. Hat er mir dann so eine.
SPEAKER_03Seine Schwäche für meine Beine?
SPEAKER_02Ja, du hast doch so zarte, so wie eine Ballerina, so Ballerinerbeine, aber eine 16-jährige Ballerina. Wie so die junge Ballerina. Sehnig, sehnig glatt und lang. Und da hat er mir zwei Fotos geschickt vom UTMB, wie er praktisch mit dem Schwamm deine Beine abgewaschen hat. Ja, gut, das kannst du auch haben. Und ja, ich mache das, ich mach das lieber.
SPEAKER_03Aber die Latte liegt schon hoch, ja.
SPEAKER_02Sagt das nicht, sagt das nicht, sag doch sowas nicht in diesem Kontext.
SPEAKER_03Die Leute denken ja, der hat es gut gemacht, der hat es gut gemacht, der Joachim, muss ich schon sagen.
SPEAKER_02Joachim ist ein süßer, der macht es gut, sowas. Auf jeden Fall werde ich zumindest alles in meiner Macht Stehende tun, dass du einen wundervollen Lavaredo erleben wirst.
SPEAKER_01Ja, schön.
SPEAKER_02Und es ist vielleicht auch passend zu dem Thema, weil Lavaredo ist natürlich, ich würde sagen, in Europa einer der namenhaftesten Ultratrails, die es gibt. Und auf den muss man sich natürlich super vorbereiten. Und dein Thema für heute dreht sich ja nicht nur darum, wo packe ich meine Taschen, Taschen Packentücher. Wo tasche ich meine Taschentücher hin? Und sondern es dreht sich ja auch darum, wie bereite ich mich körperlich und mental auf diese Sache oder sportlich auf diese Sache. Oder bereite ich mich überhaupt mental auf diese Sache vor? Und du steckst gerade mittendrin.
SPEAKER_03Ja. Kann ich es sagen kurz skizzieren? Genau, ich wollte gerade freue ich uns doch mal einen Status quo. Ja, vielleicht fange ich mal ganz von vorne an. Weil ich hatte doch gerade gesagt, ich habe vor allem über die letzten Jahre im Hinblick auf diese Ultratoils im Sommer so eine Struktur, so ab Januar, so ab Anfang des Jahres, so eine Struktur und so einen Ablauf, der die letzten Jahre einfach irgendwie echt gut funktioniert hat. For mich ist es halt ganz wichtig, dass ich with a Ruhe in this drug, den man ja irgendwann had, that's space. Sprich, when I am Juli or August. Ultra-Trail auf, then will ich for me in Anfang Mai, zum Beispiel, or in Mai, not the gear, it feels a defizit or so, sondern I will entspann sein. This setzt mich zu lang. When I über a language so ein Druck, so einen defizitären Druck habe, das macht was mit mir und nichts Gutes. Von daher ist es für mich wichtig, da ruhig reinzukommen. Und ich habe mir jetzt so ein bisschen angewöhnt, dass ich schon Wettkämpfe laufen. Also ich mag Wettkämpfe laufen, auch früh im Jahr. Das mag ich total. Aber für mich unvorstellbar, was Langes zu laufen. Das mache ich auch nicht mehr. Ich habe das früher tatsächlich ab und zu mal gemacht. Da habe ich dann auch gemeint, ich muss früh im Jahr immer ultra, immer ultra. Es war mir immer ganz wichtig, es ist irgendwo ein Rennen, es gibt verschiedene Distanzen, von 10 Kilometer bis 100 Kilometer oder 80 km gibt es alles und musste es nur aus. Und ich war immer derjenige, es war klar, ich laufe das Längste, was es gibt.
SPEAKER_02Kenne ich irgendwo, ja.
SPEAKER_03Ja, ja. Und das war für mich. Also, ich wollte auch vielleicht so ein gewissen Image dann auch bei mir gerecht werden, und dann war das klar. Und das, genau, pass auf, Tom. Und das ging ein paar Mal nicht wirklich schief, aber es hat auch nicht wirklich Spaß gemacht. Also ich bin dann schon, weißt du, dann im Mai Transvulkania gelaufen, es war ein Rumgewirge, ja. Fällt mir sich ein paar andere Sachen einfach an.
SPEAKER_02Cosa de la Moda?
SPEAKER_03Ja, genau, bin ich dann auch aus dem Rest gelaufen. Und das war nicht gut. Und ich habe mir die letzten Jahre angewöhnt, nö, ich habe einen Spaß dran, ich laufe da einfach die kurzen Sachen, aber jetzt Innsbruck zum Beispiel, ich bin jetzt die letzten Jahre immer diese 15 Kilometer Innsbruck gelaufen und dann, um einfach zu gucken und da alles rausgehauen, anderthalb Stunden Fullspeed irgendwie. Und City und Trail habe ich gemacht, ein Bad Reichenhals, einfach einmal hoch, einmal runter. Und dann habe ich versucht, so ein bisschen zu steigern. Dann habe versuche ich im Juni oder so mal schon mal so Marathon oder 50 Kilometer was zu laufen. Dann war ich auch beim Lamavinkel am Start und so. Und es hat dann auch irgendwie ganz ordentlich funktioniert. Und dann kommt man da so rein. Und dann im Laufe des Junis hat sich die letzten Jahre so herauskristallisiert, dass es für mich ganz gut ist, dann so einen richtigen Block in Bergen zu haben. Letztes Jahr, du weißt es, du warst dabei, hat sich es dann natürlich angebunden, da haben wir unsere Crossing Bavaria gemacht. Da waren wir dann halt einfach fast die Woche jeden Tag ganz klar.
SPEAKER_02Genau, gestern, wo du es gesagt hast, da kam mir das dann auch. Da haben wir gesagt, eigentlich hat er recht. Eigentlich ist dieses Konzept vom Crossing Bavaria, was Ablauf und Umfang angeht, perfekt, wenn man im Sommer einen 100-Miler laufen will.
SPEAKER_03Ist auch das, was mir letztes Jahr der Hannes Namberger tatsächlich gesagt hat, im Vorfeld vom Crossing Bavaria. Ja, da ist er wieder, genau. Nein, weil er wusste ja, dass ich in UTMB laufe und dann hat der Hannes zu mir gesagt: Ey, das ist so, das ist so gut, Dennis. Das wird dich so auf Linie bringen, in die Spur bringen diese Woche, Crossing Bavaria. Du kannst nichts Besseres machen. Das ist richtig, richtig gut. Und es war auch so. Ich hatte dann wirklich nach der Woche, wo wir ja jeden Tag 40, 50 Kilometer da irgendwie gelaufen sind. Oder unsere waghalsigen 75. Ja, das auch, klar, da war dann auch mal ein Tag dabei, genau, wo es richtig weht hat, wo man richtig was durchdrücken musste. Aber ich hatte dann schon das Gefühl nach der Woche, okay, jetzt bist du. Also wie bei einem Bleistift, jetzt bist du angespitzt.
SPEAKER_02Und du hast halt noch super viel Zeit gehabt, dich richtig auszuregenerieren und trotzdem weiter zu trainieren.
SPEAKER_03Genau, und es war dann auch so. Die Woche war intensiv, aber ich konnte mich dann auch ein, zwei Wochen wirklich mich erholen. Und dann gab es so ein paar, und das nenne ich dann im Vorfeld von so einem Ultratoll, so ein paar Kopfläufe, die ich hier gerne mache. Das sind dann solche Sachen wie ich mache dann gerne Nachtlaufen lange noch, traditionell Kampenwandumrundung, das sind dann so knapp 50 Kilometer. Da laufe ich dann mit meinem Kumpel Alois, laufe ich da abends um 19, 20 Uhr los in die Nacht hinein. Und das ist dann so ein Lauf, wenn ich da dann überhaupt gar keinen Einbruch bekomme und ich sage mal, von Kilometer 40 bis Kilometer 50 km so lauf wie Kilometer 10 bis 20, dann weiss ich, okay, jetzt passt alles. Das ist für mich so, da brauche ich, weißt du, da muss ich gar nicht auf eine Uhr gucken oder so. Da weiss ich dann, wenn Alois zu mir sagt, wenn wir wieder am Auto sind, dann ist die letzte Stunde so gut gelaufen. Du konntest so nochmal im Flachen nochmal so eine gute Pace laufen. Den letzten Anstieg so schön durchgezogen hast. Ich habe dich mit so viel Kraft die letzten Monate noch nie gesehen. Und wenn man sowas hört von jemandem, der einen auch begleitet oder mit einem da dabei ist und der einen auch gut kennt, das ist halt auch jemand, der kann bestimmte Dinge bei mir auch lesen, wenn man guckt, wie ich laufe, und der das sagt, dann ist das einfach, dann weißt du einfach, okay, jetzt ist es gerichtet, jetzt passt, jetzt bin ich genau auf dem richtigen Weg. Und jetzt kann ich auch gar nicht mehr viel falsch machen. Oh doch, nee, jetzt kann ich eigentlich nur noch Sachen falsch machen und nicht mehr wirklich gut machen.
SPEAKER_02Ja, irgendwann ist es, glaube ich, auch schwierig, hat man einen Punkt erreicht, wo du im Prinzip nur noch das Erreichte halten kannst und jetzt nicht mehr wirklich die großen Trainingseffekte erzielst. Das ist ja meistens so, fängt ja eigentlich schon so einen Monat vor dem Wettkampf an. Also du hast so drei, vier Wochen vor dem Wettkampf, wo du nochmal wirklich was Spezifisches und was Langes machen kannst und dann kannst du eigentlich schon sagen, die Taper-Phase los, ja.
SPEAKER_03Und dann, so geht es dir wahrscheinlich auch. Und dann ist es, dann kommt man in so eine Phase, dann sind es wirklich nur noch ein paar Wochen so bis zum Tag X. Und dann ist es für mich wichtig, dass ich so ein Momentum hinbekomme, dass ich das schaffe, dass ich diese Lust, dass sich diese Lust so steigert. Dass das jeden Tag mehr wird, dass ich daran denke, an diesen Start und einfach sage, jetzt will ich los, ich will los, ich will an diesem Start, ich habe Lust, ich freue mich auf diese Nacht, auf diese Nacht durchlaufen und so, dass sich das alles so steigert. Da darf es halt nicht passieren, dass man denkt, oh Scheiße, ich habe so viel trainiert, ich bin müde und das darf halt nicht passieren. Es muss tief im Inneren muss einfach so eine Lust entstehen, richtig, richtig Bock zu haben, dass es dann losgeht einfach. Muss richtig heiß sein drauf.
SPEAKER_02Glaubst du, das ist dann umso wichtiger, dass man rechtzeitig vorher den Zeitpunkt erkennt, wo man wirklich anfangen muss, sich so ein bisschen zu überpflegen, also so gut mit sich zu sein, nicht mehr zu übertreiben, gut zu essen, gut zu schlafen, Stress zu reduzieren und so weiter und so fort.
SPEAKER_03Ja, ich bin ja mit dieser berühmten Tabering-Phase, ja, die ja habe ich zumindest so gelesen, da gibt es ja ganz verschiedene Ansätze. Es gibt ja Leute, die müssen einfach laufen, auch bis kurz vorm Start, um einfach so eine gewisse Spannung auch zu halten. Kann ich auch verstehen. Manche, manche, wenn manche dann viele Tage davor nichts machen, dann werden die so lame und so. Und das ist dann auch nicht gut. Das kann ich auch verstehen. Aber bei mir ist das zum Beispiel komplett anders. Also, wenn ich jetzt im Hinblick auf Lavareto oder wahrscheinlich auch letztes Jahr UTMB, für mich ist es völlig okay, da sieben, acht Tage davor überhaupt nichts mehr zu machen. Also 20 Minuten mal die Beinchen bewegen am Tag oder halbes Stunde. Das ist okay, ja, das schon. Einfach um in diesem Laufgefühl zu bleiben. Aber ich brauche da gar keine wirklichen Reize mehr, Trainingsreize mehr. Also das mache ich auch. Also für mich ist da die Woche vorher nichts mehr.
SPEAKER_02Eigentlich hört sich das total vernünftig an. Ich glaube, es ist auch echt typenabhängig. Ja, ja, mit so einem Jahr. Also ich meine, auf der einen Seite spielt ja der Kopf auch eine Rolle, dass man dann irgendwann so verkrampft ist und sagt, ich habe jetzt so lange vorher nichts gemacht, wie soll das was werden? Und andere denken sich, ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich sage, okay, ich würde das jetzt gerne mal ausprobieren, weil ich halt immer irgendwie bis einen Tag vorher durchtrainiert habe. Dann halt irgendwann zwei Wochen vorher oder eine Woche eigentlich, wenn ich ehrlich bin, vorher so Umfänge reduziert habe und viel zu spät Umfänge reduziert habe bei langen Rennen und dann wahrscheinlich auch echt viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist im Rennen selber. Aber für mich, für meinen Kopf, war das so okay. Ja, aber wie wo legst du eigentlich dann in dieser Vorbereitung den Fokus? Legst du den dann eher auf materielle Dinge oder auch auf Dinge, wie jetzt zum Beispiel, dass du rechtzeitig vorher deine Annäherung einpendelst oder dass du möglichst gar nicht viel veränderst. Also so Never Change a Winning Team, immer das Sachen verwenden, wo du weißt, das funktioniert.
SPEAKER_03Also egal in welchem Kontext. Naja, im Hinblick auf, also diese tagtägliche Ernährung, diese, also diese warmen Mahlzeiten, wenn man jetzt von denen spricht, da ändere ich eh nichts. Das ist bei mir eine Sache, da habe ich, ich weiß, was ich es, unabhängig davon. Das ist eine Sache, die ich 365 Tage im Jahr einfach so mache. Da wird sich auch nichts dran ändern, auch im Handy jetzt auf einen Wettkampf jetzt nicht oder auf einen großen, langen Wettkampf nicht. Wo ich wo ich schon jetzt je näher sowas kommt, drauf achte, ist dieses Handling mit der Race Nutrition. Klar. Nee, aber das war, da war ja, da war ja letztes Jahr war ja eigentlich so das erste Jahr, wo ich mich da das erste Mal in einer langen Laufkarriere überhaupt mal wirklich damit befasst habe. Und das hat sich ja ausgezahlt, das muss man ja auch sagen. Ich muss schon gucken, dass ich bei den längeren Läufen, die dann auch unmittelbar davor kommen, dass ich da einfach das simuliere. Das war mir früher so auch nicht bewusst, aber ich behaupte mal, das war vielen nicht bewusst. Das ist ja eh so eine Sache, die bei sehr vielen erst in den letzten paar Jahren so wirklich ins Bewusstsein kam. Hey, man muss das trainieren und man muss auch die Verpflegung, man muss dieses Niveau, das muss man halten. Man kann nicht einfach sagen, ich mag es jetzt nicht mehr und ich lasse es. Es rächt sich halt alles im Rennen, das muss man halt wissen. Und du kannst es halt nur bei den langen Läufen dann auch trainieren.
SPEAKER_02Also ich glaube, auch über den Profibereich hinaus ist es eigentlich erst so seit dem ersten Corona-Her, so richtig am Merk, also es ist wirklich merklich mehr geworden, dass die Leute auf ihre Ernährung achten, im Rennen und umgehen und ums Rennen. Und heute ist es ja im Prinzip nicht mehr wegzudenken. Heute ist ja die Ernährung ganzheitlich zu betrachten. Und ein total essentielles Thema. Aber du hast es ja schon gesagt. Das ist so, es ist eines von wenigen Dingen, die man wirklich aktiv trainieren kann, wo man sich wirklich darauf vorbereiten muss und sollte. Aber was man halt nicht trainieren kann, da hätte ich dich jetzt mal gefragt, ob du das für ein Lavareto speziell machst, weil da läufst du ja auch durch eine ganze Nacht durch. Das ist das Thema Schlafentzug. Weil eine Nacht ist jetzt natürlich im Ultrabereich normal. Also es ist eigentlich bei einem 100 Kilometer Lauf üblich, dass man durch die Nacht läuft. Oder zumindest sehr Mozart oder anderen 100 Kilometer Läufen Swiss Alpes, die in der Früh irgendwann starten, wo du sozusagen die letzt die blaue Stunde mitnimmst in der Früh, dann durch den Tag läufst und dann in die Nacht reinläufst. Aber du kannst halt den Schlafentzug nicht aktiv trainieren. Also es ist sehr gut.
SPEAKER_03Du kannst halt wie gesagt, deswegen habe ich es auch gesagt, dass ich so ein paar, ich nenne das so, Core-Vorbereitungsläufe habe längere, wo ich halt bewusst dann auch in so eine Nacht reinlaufe oder auch mal, ja, also einfach bei Nacht auch laufe, ja.
SPEAKER_02Wie ist das, Thema Schlaf, so die drei, vier, fünf Tage eine Woche vor dem Lavaredo oder vor dem UTMB, achtest du dann nochmal ganz extrem darauf, dass die Schlafqualität besser ist oder du länger schläfst oder machst du es egal?
SPEAKER_03Länger. Ich schlafe eh viel. Ich schlafe ja eh viel. Ich bin ja niemand, der spät ins Bett geht und es ist so wie du, das könnte ich ja überhaupt nicht.
SPEAKER_02Du bist zwar wie so ein Murmeltier.
SPEAKER_03Ja, ich schlafe unglaublich viel tatsächlich.
SPEAKER_02Aber es ist doch was Tolles. Schlafen ist ja eigentlich echt was Schönes, ne?
SPEAKER_03Ja, ich habe manchmal natürlich schon den Eindruck, dass ich auch viel verschlafe einfach.
SPEAKER_02Aber Dennis, du musst ja ganz klar sagen, wir beide haben ja auch zwei ganz, ganz unterschiedliche Vergangenheiten. Und ich bin halt, seitdem ich 16 bin, in der Nacht am Arbeiten, jetzt Gott sei Dank nicht mehr seit fünf Jahren, aber dieses, man gewöhnt sich nie dran und nachts aufstehen und arbeiten ist immer assi. Aber man, man, der Kopf kann zumindest, glaube ich, das besser zuordnen, wenn man sehr früh aufsteht.
SPEAKER_03Nee, ich habe das einfach nie gelernt. Also es ist halt, ich meine, ich habe mein Leben lang halt schon auch einen Beruf, auch im, sagen wir mal so, im Verlagswesen oder im Werbewesen, wo die Leute auch gern eher, wo die Leute eher zwischen 9 und 10 halt anfangen zu arbeiten, aber dann halt auch einfach bis 20 Uhr irgendwie da sitzen. Das, ja, wahrscheinlich ist es dann so eine Sache, wo man dann einfach sich irgendwann mal dran gewöhnt, ja, und dann auch einen anderen Rhythmus hat.
SPEAKER_02Und den habe ich. War das Thema Schlafentzug für dich beim OTMB wirklich ein Thema oder war das gar nicht interessant für dich?
SPEAKER_03War ein brutales Thema.
SPEAKER_02Ja, in der zweiten Nacht oder in der ersten? Also für alle, die es nicht wissen, genau, für alle, die es nicht wissen, der UTM.
SPEAKER_03Portriand war furchtbar. Ich bin gelaufen und bin im Laufen, ich bin eingeschlafen. Ich habe mich einfach immer wieder für 5, für 10 Minuten mit einem Handytimer einfach irgendwie in so eine Kuhle, in so eine Graskuhle reingelegt und so Power Labs gemacht, weil ich total, ich habe ein totales Problem gehabt, der viel Zeit verloren durch Schlafen.
SPEAKER_02Sehr viel Zeit. Also ganz kurz für alle, die es nicht wissen, der UTMB, der startet halt um 17 Uhr am späten Nachmittag. Das heißt, du, wenn du jetzt nicht Hannes Namberger heißt oder Tom Evans, dann läufst du definitiv mal mindestens weit in die zweite Nacht rein, wenn nicht sogar auch durch die zweite Nacht, das heißt zwei Nächte. Da wird es dann tatsächlich beim Ultratrail richtig interessant, was die, also der trennt sich so ein bisschen die Spreu vom Weizen, der gut mit sowas umgehen kann, mit Schlafentzug. Da gibt es ja die verschiedensten Techniken. Aber wir hatten einmal telefoniert, wo du so ein kleines Loch hattest, wo du so richtig in so einem Down drin warst, weil du am liebsten dich jetzt auf irgendein scheiß Feldbett gelegt hättest und gepennt hättest. Aber ich glaube, da hatte ich dieses gruselige Wetter so ein bisschen wachgehalten. Das war, glaube ich, nicht so schlecht. Aber was würdest du, ich meine, das kann man jetzt natürlich rechnerisch nicht mehr rausfinden, aber wie viel Zeit glaubst du, hatte ich das gekostet, dieser Schlafentzug?
SPEAKER_03Stimmt vier, fünf Stunden.
SPEAKER_02Ja, ich kann mir durch. Das Thema ist, wenn man dann halt im Gehen oder so am Rand so ein bisschen geneppt hat oder so weggeknackt ist, da braucht man ja auch immer wieder ewig, bis der Motor mal wieder warm ist. Also man kühlt ein bisschen aus, man kommt komplett aus dem Rhythmus raus.
SPEAKER_03Ja, und ich dachte ja dann auch irgendwann mal, ich muss mich jetzt, es bringt jetzt nichts, ich lege mich jetzt irgendwie mal auf ein Feldbett und schlaf und habe das dann auch versucht und hat aber überhaupt nicht funktioniert. Und dann verlierst du ja dann auch unglaublich viel Zeit. Aber die Zeit war auch nicht das Thema bei mir. Also muss man ja auch dazu sagen, die Zeit hat mich eigentlich, hat mich jetzt nicht so interessiert, aber hatten wir ja schon mal das Thema. Nee, was für mich im Hinblick auf ein Ultratrail schon ein Problem ist, wenn wir jetzt beim Schlaf bleiben, ist ja die Startzeit. Ich bin natürlich kein großer Freund von der Lavareto-Startzeit tatsächlich, weil ich das habe ich natürlich schon ein paar Mal. 11 Uhr oder 12 Uhr Starts bei Nacht. Und was bei mir halt viel besser funktioniert, ist einfach ein Start früh am Morgen. Also sehr viel besser. Man läuft einfach einen Tag rein. Klar, dann kommt irgendwann natürlich auch eine Nacht, aber ja, gut, man kommt ja dann irgendwann auch ins Ziel. Also was für mich ein Problem ist bei einem 11 Uhr Start, um es mal zu erklären, zum Beispiel. Du startest um 11 Uhr oder um 12 Uhr nachts. Du holst mittags deine Startunterlage oder morgens, ja, und dann gehst du in die Pension oder in deinen Campervan und wirst dich logischerweise irgendwann mittags mal hinlegen, so zum Schlafen. So machen es die meisten. Und bei mir ist es einfach so, ich liege dann da um 14 Uhr, um 15 Uhr und denke mir, ja, jetzt schläfst du von 15 Uhr bis 20 Uhr oder 19 Uhr und es funktioniert halt nicht. Ich liege dann da und ich schlafe halt einfach. Ich kann da einfach nicht schlafen. Man hat schon einen gewissen Erholungseffekt, das sicherlich, auch wenn man jetzt nicht wirklich einschläft, klar. Aber so richtig funktionieren tut das halt nicht. So, dann gehst du irgendwann mal um 18, 19 Uhr nochmal was essen. Und dann wartest du halt, bis dieser Start kommt. Es geht natürlich ewig lang, du hippelst dann nervös in der Gegend rum, du wartest auf diesen Mitternachtstart. Es ist 21 Uhr, es sind immer noch drei Stunden, die Zeit geht nicht rum, du bist nervös, es ist ein unglaublicher ätzender Zustand, finde ich jetzt. Also ich mag das überhaupt nicht. Und dann, genau, und dann startest du und dann ist das auch nachts um zwölf beim Start ja erstmal überhaupt gar kein Problem. Du bist ja hell wach. Es ist ja nicht so, dass du da um 22 Uhr deine normale Müdigkeit dann kriegst, sondern du bist ja da, du bist ja voll, du bist ja voll da. Ja, genau. Und dann und dann läufst du los und dann ist es auch 5, 6, 7 Stunden überhaupt gar kein Problem. Bei mir ist es dann so, dann ist es irgendwann mal 9 Uhr, 10 Uhr morgens, du bist 19 Stunden unterwegs und dann werde ich halt total müde. Ich werde dann total müde. Dann laufe ich, die Sonne ist draußen und ich bin am Rumgehen, ja. Und ich merke so richtig, wie ich einfach das ist ein Punkt, da kommt man dann drüber hinweg irgendwann mal, aber puh, es ist, also ich habe da, muss da immer kämpfen, so, ja.
SPEAKER_02Also ich kann dir sagen, beim Lavareto ist es so, dass die Durchschnittsläufer zum Morgengrauen wirklich ein fantastisches Bild auf die, einen fantastischen Blick auf die drei Zinnen haben und dieses Panorama dort gar nicht schlafen lässt. Und das zieht sich dann eigentlich bis zum Ende so durch. Also da kann ich dich schon mal beruhigen. Aber deswegen feiere ich zum Beispiel auch so Startzeiten wie beim 100 Meiler beim Swiss Alpes, da startest du Freitag früh 7.30 Uhr. Was bedeutet, dass du definitiv, wenn du nicht, wenn du jetzt nicht, sag ich mal, irgendwo einen Komplettenbruch bekommst, am Samstag ein Daylight-Finish hast. Das ist schon richtig, richtig geil. Also bei einem 100-Miler ein Daylight-Finish zu haben, irgendwann am Nachmittagabend, ist einfach irre. Das ist großartig. Und also das finde ich schon auch. Das ist ein großes Thema, Startzeit. Also für mich jetzt nicht, so mir ist es relativ Wurst eigentlich, wobei ich natürlich, wenn ich die Wahl hätte, auch eher bei dir bin, bei der Frühstartzeit, so 8, 7, 6, 7, 8 Uhr. Aber nichtsdestotrotz hat man die nicht in der Hand, da muss man durch. Und du, was sind dann für dich, wenn du, wenn so die blaue Stunde kommt, was sind da für dich die größten Herausforderungen? Ist es ja rein die Müdigkeit oder ist es dann auch, dass du Versorgungsprobleme hast? Also dass du sagst, okay, das ist so in der Zeit bringe ich halt auch ums Verrecken nichts in mich rein oder so und dass du dann so energieverlust.
SPEAKER_03Nö, das ist jetzt gar nicht. Das ist jetzt gar nicht klar. Also man hat dann, man bekommt, das ist halt, es kommt einfach so durch diese tägliche Routine im Alltag, dass man vielleicht mal dann auch irgendwann mal Lust hat, tatsächlich auf einen Schluck Kaffee oder so hat morgens. Aber das ist ja nicht, aber das ist ja kein Problem. Du bekommst es ja an der VP mittlerweile, sogar oft einen sehr guten Kaffee, ja. Stimmt. Diese Filterkaffe-Maschinen, die können ja durchaus gut funktionieren. Und dann kann man das ja auch wirklich trinken. Und dann trinkt man da halt einen Schluck und das ist ja auch nur was für einen Kopf und für einen Geschmack irgendwo.
SPEAKER_02Aber nee, Kaffee ist schon, also wenn du an der VP nach 10, 15 Stunden einen geilen Kaffee kriegst oder auch wegen mir auch eine Kaffeeplurre, das ist mir in dem Moment völlig egal. Es ist geil, das ist Hammer.
SPEAKER_03Aber Tom, worauf ich eigentlich jetzt nochmal mehr abzielen will, sind eigentlich schon mal die Vorbereitung auf den Ultra-Trail and so ganz bestimmte Trainingseinheiten oder Dinge, die bei mir gut funktionieren ohne that man nicht sagen könnte, this stays in einem Lehrbuch, oder this würde dir jetzt ein Trainer jetzt vielleicht genauso in deinem Trainingsplan schreiben? Vielleicht auch doch und ich weiß es nicht. Aber was bei mir vom Kopf zum Beispiel auch eine ganz wichtige Sache ist im Vorfeld, also zum einen diese eine Woche, dieser richtige Block, der auch wirklich wehtun kann, so in letzter Woche. Aber der einen so, kennst du das? Ich hatte das in einem Praktikum früher, wenn man so etwas hatet, da hast du so einen Hammer und einen Blech, und du haust mit dem Hammer auf das Blech dann drauf, und das hattet quasi dieses Blech, diese Einschläge.
SPEAKER_02Da müsstest du Moni fragen, die weiß das wahrscheinlich besser als ich. Ja, wieso? Ja, weil ich kann dir sagen, wie man einen Teig verarbeitet, wenn man ein Blech färtet.
SPEAKER_03Ja, aber genau, so dieses Harte. Und so sehe ich eigentlich auch so eine intensive Woche. Du bist eigentlich ja schon ganz gut drauf, sonst könntest du ja nicht jeden Tag 50, 40, 50, 60 Kilometer laufen. Es tut dann auch ein bisschen weh, and you command with ein paar Blessuren aus the wood raus, but this hard dich normal. It's not so hard to wish. And what for me also not good functioned is shown so much as this ever-resting that morning passified. Not with the understanding, morning we're with a gondel runter. And I have this front often am Jochberg gemacht. This is this anstieg am Weichensee. You know, Rotterdam. Da bin ich früher hin, habe unten am Parkplatz geparkt und dann bin ich im Prinzip den ganzen Tag hoch und runter gelaufen. Der ganze Tag hoch und runter. Wirklich nur Höhenmeter machen. Und ich habe da kein Everresting oder so gemacht, aber ich habe da schon so 4.000, 5000 Höhenmeter für mich gemacht.
SPEAKER_02Schon viel Zeug, ja.
SPEAKER_03Ja, schon viel Zeug. Und dann bin ich dann am späten Nachmittag wieder heim oder gegen Abend. Und das war für mich für einen Kopf unglaublich wichtig. Einfach so eine Kopfsache. Ich wusste zum Beispiel, ich will einen Zut laufen, 5500 Höhenmeter. Und ich wusste, ich habe an dem Tag 4500 Höhenmeter am Jochbad gemacht. Das sind Höhenmeter, die sind in meinen Beinen drin. Ich habe das drauf. Und das ist natürlich überhaupt nicht eine Distanz jetzt in dem Sinne, weil hoch runter, was waren das dann? Vielleicht 30, 40 Kilometer, schätze ich. Aber trotzdem war es einfach dieses Wissen, dass ich diese Höhenmeter drauf habe, so unglaublich wichtig für mich. So, es sind einfach beim Ultratrail zwei Komponenten. Auf der einen Seite ist es wichtig zu wissen, ah, ich habe diese Distanz drauf, so irgendwo. Deswegen ist es auch wichtig, wenn du 100 Kilometer läufst, ein Ultratrade, unabhängig von den Höhenmetern, ist es halt von Kopf auf wichtig zu wissen, hey, ich bin halt mal 50 oder so gelaufen. Genau, ja. Aber mit den Höhenmetern ist es halt genauso. Es ist halt einfach geil zu wissen, ich habe diese Höhenmeter im Kreuz einfach drin. Und deswegen sind die solche Sessions, solche reinen Uphill-Downhill-Sessions, wo man sich dann auch immer wieder am Auto oder am Van oder so ein bisschen verpflegt, eine kleine Pause macht und so. Es ist eine gute Musik oder ein Podcast dabei, gehst da hoch und runter. Für mich Gold wert.
SPEAKER_02Ja, ich habe es eigentlich immer ähnlich gemacht. Ich habe in den Jahren, wo ich die E250 gegangen bin oder den oder den oder ähnliche Rennen, auch immer so im Mai, Juni geschaut, dass ich in der Woche so meine 6.000, 7000 Höhenmeter mache, ohne jetzt große Kilometer-Strecke zu machen. Ich meine, die kommt dann sowieso oder so zusammen. Aber halt, wie du sagst, den Kopf einfach und den Körper darauf vorbereiten, dass du einfach abgespeichert hast, okay, das passiert jetzt, das ist gut. Aber ich glaube, wir beide, da sind wir uns wirklich hundertprozentig einig. Du musst, um 100 Kilometer zu laufen, keine 100 Kilometer im Vorfeld laufen, sondern im Prinzip reicht es aus, qualitativ gute 30, 40, 50 zu laufen. Und dann kommt man durch einen 100 Kilometer Lauf in der Regel gut durch. Bin ich jetzt mal ganz vorsichtig. Also ich meine jetzt als längste Distanz entwickeln.
SPEAKER_03Ja, und klar, und das andere ist diese Geschichte, die ich ganz am Anfang jetzt schon angesprochen habe, wie komme ich in eine Saison rein, jetzt seit ein paar Jahren ganz bewusst, einfach auch mit erstaunlich kurzen Distanzen. Viele würden sagen, hey, wenn du Ende Juni Lavaredo den langen laufen willst, dann weiß ich nicht, ob das jetzt gut ist, jetzt 15 Kilometer Rennen zu laufen. Es ist ja doch schon, wir sind ja doch schon im Mai. Also ich bin mir nicht sicher, ein Trainer wird es wahrscheinlich anders einem aufschreiben, schätze ich. Aber ich habe doch für mich festgestellt, dass es gut ist. Also dass es ja sind dann wahrscheinlich auch einfach Erfahrungswerte. Für mich ist es gut. Also wenn ich jetzt schon 60, 70, 80 Kilometer laufen würde, es wird halt knusch für mich dann. Ich bin dann, mir ist das Risiko halt so groß, dass ich dann im Juli oder im Juni halt, dass da schon ziemlich viel verbrannt ist bei mir.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, da muss man einfach auch irgendwann anfangen. Sehr genau seinen Speicher und seine Batterie kennenzulernen und dann selber zu entscheiden, macht es Sinn für mich, jetzt die Umfänge so groß zu machen oder macht es eher Sinn, qualitativ hochwertig und weniger Umfang trainieren. Ja, das glaube ich, muss jeder für einscheinen.
SPEAKER_03Aber ich glaube, in einer Sache, da sind wir, da stimmst du mir mit Sicherheit zu, Tom, diese kurzen Distanzen auf Trails zu laufen, die ja angeboten werden. Und da gibt es ja auch tolle Formate und tolle Rennen. Ein Ultraläufer sollte sich der Sache, also stellen heißt sich jetzt, das ist das falsche Wort. Aber man kann das, man sollte das machen. Man sollte gucken, dass man mal kurze, schnelle Sachen einfach wieder in den Körper reinkriegt. Es ist einfach förderlich, es ist gut, ja. Vor allem auch, wenn man älter wird, ja, also da in so einen Trott reinzukommen und da nur in diesen langen, fast schon Wanderdistanzen da festzuhängen. Es ist schon auch einfach ein Risiko. Also ich habe es halt jetzt am Wochenende am Samstag in Innsbruck beim IATF halt gemerkt, diese 15 Kilometer, die fordern dich. Also du ist ein Startschuss und du läufst da mit 800, 900 Leuten aus dem Startblock raus und dann guckst du nach links und nach rechts und dann reißt du dich da in eine Gruppe ein und dann musst du mitlaufen. Dann merkst du, hey, das ist meine Pace, das ist meine Gruppe und da muss ich jetzt mitlaufen. Und es tut weh und es ist auch viel, viel schneller vom Tempo und von allem als sonst. Audapuls ist höher als sonst bei allen Trainingsläufen, die ich mache. Aber genau das ist es halt. Ich komme da dann bei so einem Rennen in einen Bereich, in den ich mich nicht mehr rein wagen oder im Training selber reinbringen. Das würde ich einfach nicht machen. Das passiert dann halt nur mit Ansage durch eine Anmeldung bei so einer Distanz anderem Rennen. Und für mich ist das gut. Ich mag das, weil es gibt mir eine Form. Ich merke das ja auch bei längeren Distancen. This gibt mir einfach bei einer längeren Distanz die Möglichkeit, auch da während einer längeren Distanz einfach auch mal einen Tempovechsel gut auszuhalten und auch mal eine kleine Kuppe hochzuziehen, wo man vielleicht, wenn man sowas nicht macht, dann eher nur durchwandert. Und wenn du halt das drin hast, dann kannst du halt auch bei einem Ultra mal sagen, hey, da ist jetzt ein kleiner Anstieg, 150 Meter. Nee, wandere ich jetzt nicht, sondern laufe ich jetzt einfach mal ganz bewusst durch. Man hat es dann halt in Beinen.
SPEAKER_02Ja, und die Grundgeschwindigkeit wird ja auch höher. Ich meine, ich habe letztes Jahr auch zwei, drei wirklich, also kurz ist ja immer irgendwie so despektierlich, aber kürzere Trailruns gemacht mit 21 und 24 Kilometern. Und im wilden Kaisergebirge bin ich so ein 21 Kilometer Trail gelaufen.
SPEAKER_03Du hattest einen Riesenspaß dran.
SPEAKER_02Ja, ja, ich habe da tatsächlich alles rausgeknallt und bin da, habe, glaube ich, einen Durchschnittspuls von 172 gehabt auf dem Rennen. Und das war einfach zu sehen und zu merken, klar, dass das Training Früchte trägt, aber das dann auch, wie viel Bock das auch mal macht, so kürzere Rennen sich so aus dem Leben zu hauen. Das ist eigentlich wirklich eine tolle Sache. Und ich gebe dir in einem Punkt auch recht, wo du so ein bisschen zurückgerudert bist, dass dem sollte sich wirklich jeder Ultratrailrunner mal stellen, so einem Rennen. Weil ich merke das, ich habe das bei mir gemerkt, wenn ich bei einem 100-Meilen-Rennen an der Startlinie stehe, bin ich relativ ruhig und bei mir. Da bin ich nicht nervös, da bin ich halt einfach, ich habe Respekt und freue mich auf das, was kommt. Aber vor so einen 21-Kilometer Lauf am Trail, da geht das Herz Vollgas, weil du weißt, hey, wenn jetzt gleich knallt, dann geht die Post ab. Das ist schon geil. Aber das Tolle ist, du brauchst halt nicht viel. Das Einzige, was du brauchst, ist die Kohlehydrate, die du nehmen willst in der Zeit. Und sonst brauchst du nichts an dir. Du schiebst das halt einfach durch.
SPEAKER_03Ich meine, das ist ja auch, das habe ich mir am Samstag auch so gedacht, das ist ja auch irgendwie schön und so eine gewisse Leichtigkeit. Da ist ja keine große Pflichtausrüstung dann.
SPEAKER_02Genau.
SPEAKER_03Du musst eine Jacke mitnehmen und eine Erste-Hilfe-Set und eine 500-milliliter Flask, sonst ist ja eigentlich, wird ja nichts verlangt. Und man läuft da schon irgendwie leichter und ein bisschen freier so. Ist auch mal schön beim Brennen. Wenn man da jetzt nicht mit so einem vollen Rucksack steht und den Stecken und so, wenn man einfach mal ohne Stecken und dann läufst du durch. Und ja, ist schon cool auch. Also mir hat das, mir macht es viel Spaß. Und ja, ist am Ende, weißt du, wenn ich dann am Ende des Saison dann, wenn ich dann im November oder so, so zurückblicke, was habe ich denn in so einem Jahr, was bin ich denn gelaufen, was habe ich denn gemacht, dann stelle ich auch für mich fest, und das finde ich eigentlich ganz schön, dass ich so dieses ganze Spektrum des Trailrunnings dann auch mitgenommen habe. Und das finde ich auch toll. Also letztes Jahr zum Beispiel wusste ich, letztes Jahr wusste ich, Mensch, ich bin da 15 Kilometer gelaufen, da bin ich mal einen kurzen Ultra gelaufen. Beim City and Trail bin ich fast ein Sky Race gelaufen, kann man ja fast sagen. Und ja, irgendwie hat man dann so alles. Man hat einen Etappenlauf mit dabei, privat, und das ist doch, das ist doch irgendwie schön, wenn man sich da, wenn man sich da auch maximal öffnet und irgendwie alles mitnimmt, was geht. Und irgendwie macht es einen, finde ich, schon, wenn man irgendwie, also alles läuft, was der Sport so hergibt, finde ich, das macht dann schon auch. Ich tue mir immer schwer zu sagen, der bessere Trailrunner. Wo ich mich ja immer frage, was ist denn das jetzt? Also, wenn man das so sagt, du wirst besser oder sei der bessere Läufer jetzt so. Aber dieses besser, wenn es das überhaupt gibt, dann kann man es, glaube ich, schon auch drauf beziehen, dass man alle Aspekte und alles wirklich auch läuft, was der Sport so hergibt. Und wenn man das kann und das macht, dann ist man vielleicht schon der bessere Trailer. Das finde ich schon.
SPEAKER_02Finde ich auch. Also diesen Facettenreichtum auszunutzen und dann klar seinen Fokus auf bestimmte Sachen zu haben. Aber wenn man halt weiß, bei jeder Distanz und bei jedem Konzept, was das Rennen so hergibt, okay, das kommt jetzt auf mich zu, coole Sache. Auf jeden Fall.
SPEAKER_03Schaut, schreibt Tom Wagner im Moment eine WhatsApp, dass er beim Everwresting nicht dabei ist, aber nächste Woche bei City Trail.
SPEAKER_02Ist City und Trail nächste Woche?
SPEAKER_03Ja, aber da kann ich nicht sein, weil wir zehnjähriges Jubiläum in Liechtenstein haben, beim Halbmarathon-Trail.
SPEAKER_02Wo du auch wieder was kurz Kürzeres läufst.
SPEAKER_03Stimmt. Ja, da laufe ich eben diese 22 Kilometer und da habe ich auch, also habe ich auch richtig Lust drauf, klar. Also dann, das ist schon klar, also nach Liechtenstein, nach diesen 22 Kilometern am kommenden Wochenende, dann muss ich natürlich schon gucken, dass ich, da muss ich schon lange Sachen. Dann muss ich es wirklich anziehen, was die Distanz angeht. Das ist logisch.
SPEAKER_02Grüße gehen raus nach Graz an dieser Stelle.
SPEAKER_03Ja, immer. Tom Wagner, Hannes Namberger, immer, immer, immer dabei.
SPEAKER_02Immer wieder, ja. Und noch zum Abschluss wollte ich dich fragen, ob du dieses verrückte, diese verrückte Austragung vom Coco Dawner verfolgt hast.
SPEAKER_03Hab ich. Was ist das bitte für ein Sieg? Also ich habe. Und wie gut ist Kourtney Dowalter, dass sie als zweite halt trotzdem strahlt und unangefochten auch ein Star ist und so. Und wie cool auch, dass sie überhaupt da wieder mitgelaufen ist, dass sie einfach sagt, nee, das nach dem letzten Jahr, da bringe ich schon ins Ziel. Also wahrscheinlich auch gegenüber dem Veranstalter einfach so eine so ein Anspruch hat zu sagen, nee, nee, hey, ich komme schon wieder. Also bis letztes Jahr, das war jetzt nicht so, wie ich das geplant habe, und ich bin da wieder da. Man erzählt mich im Ziel.
SPEAKER_02Ich finde es, was ich beim Coco-Doner einfach so feiere, ich habe in den letzten Monaten wieder für mich so ein bisschen festgestellt, also so meine Beobachtung, dass der Fokus doch sehr auf männlichen Athleten liegt, also bei uns im Sport. Und ich finde, dieser Coco-Donner bietet eigentlich immer schon, und ich verfolge dem seit der Erstaustragung, der ist ja noch nicht so alt, bietet den weiblichen Athleten einfach eine super geile Bühne, auch im Vorfeld, schon in den sozialen Medien. Und dieses Jahr hat einfach diese Austragung jetzt wieder gezeigt, wie toll man Frauen in Szene setzen kann und wie schön es ist, auch diesen Frauen beim Laufen zuzuschauen, mit welchem positiven Mindset die da unterwegs sind, die rennen, die grinsen die ganze Zeit, haben natürlich auch Schmerzen. Aber wenn du teilweise halt verbissene Männer anschaust, nicht alle, das ist jetzt, das soll jetzt überhaupt gar nicht stereotypisch klingen, aber ich finde es einfach geil, dass jetzt mal in einem Rennen die Frauen so alles andere überstrahlen. Das finde ich super, das hat mir total gut gefallen. Und wie du sagst, mir, dieses Finish mal einfach once in a lifetime. Brutal. Die Stimmung dort irre.
SPEAKER_03Ja, also Audi Siegerin, ich habe jetzt, du wirst den Namen jetzt wissen, ich habe ihn jetzt nicht im Kopf.
SPEAKER_02Ich habe, wo wir, wo wir gestartet sind, habe ich den Namen noch vor mir. Ich habe gerade.
SPEAKER_03Naja, also ich habe mir auf Instagram das ein bisschen angeguckt und dann die Kordner. Und also das sind ja so, die beiden Frauen sind ja so beeindruckend und einfach so stark unterwegs. Das ist ja Wahnsinn. Also beeindruckt mich total. Frauenradsport auch. Ich gucke mir das auch, ich gucke mir auch diese, diese, diese, auch jetzt diese, diese Klassiker und so bei den Frauen, diese Frühjahrsklassiker, das habe ich mir auch unglaublich gerne angeguckt. Und Tour de Frost der Frauen ja eh. Und ich schaue mir das auch gerne an. Demi Wallering, wie die, wie die, wie die Rennen fährt und wie aggressiv und clever und bin da ein Riesen-Fan von, muss ich sagen. Für mich gibt es da keinen Unterschied und it staat in nichts nach. Hat für mich die gleiche Spannung. Die Leistung ist auch die gleiche. Also ich weiß nicht. Ich finde es einfach nur cool. Jetzt bei Cocodona, da ging die Männersache ging total an mir an.
SPEAKER_02Rachel heißt sie, oder? Rachel Nachnahme fällt mir nicht.
SPEAKER_03Naja, egal. Ja, und da hat mich jetzt das, was die Harren da gemacht haben, das hat mich jetzt in dem Rahmen eigentlich auch gar nicht interessiert. Muss es ja auch nicht, ja.
SPEAKER_02Und für alle Ultratrail-Interessierten sollten sich die Damenstartliste beim Transvulkania anschauen. Das ist OTMB-Niveau dieses Jahr. Es ist ja immer stark, aber dieses Jahr habe ich das Gefühl, so, oh, das würde sehr interessant.
SPEAKER_03Aber wir sind übrigens bei der Transvulkania, für alle, die jetzt zuhören. Wir sind bei der Transvulkania für euch vor Ort. Unser Kollege Clemens ist für uns da. Genau, der fliegt heute hin. Der berichtet fürs Heft und sicherlich auch über Instagram ein bisschen vom Rennen, aber vor allem ums Rennen herum diesmal. Wir waren schon so oft bei der Transvulkania und haben ja ganz klassisch vom Rennverlauf berichtet. Wir wollen dieses Jahr ein bisschen mehr darüber berichten, was passiert eigentlich um dieses Rennen herum. Wie sehr sind die Leute, die da leben, auch da involviert an der Strecke? Also eher so ein Fokus, genau. Könnte ganz spannend sein.
SPEAKER_02Hört sich sehr gut an.
SPEAKER_03Tom, Dennis, schön was. Machen wir einen Deckel drauf. Machen wir einen Deckel drauf. Gut, also ich freue mich auf morgen. Ich mich auch. Uhr geht's los. Wir schauen mal, wie oft wir hoch, wie oft wir hochlaufen und runter gondeln. Ich würde einfach mal sagen, Tom, wir melden uns morgen in regelmäßigen Abständen aus der Gondel. Genauso schaut es aus.
SPEAKER_02Ja, gutes, gut, ein gute Idee.
SPEAKER_03Wir müssen mal schauen. Wir werden wahrscheinlich nicht immer in dieser Gondel zusammensitzen. Das wird wahrscheinlich nicht gehen. Aber vielleicht ergibt sich das ein oder andere Mal, dass wir da zusammensitzen. Ich gehe davon aus, du wirst irgendwann mal von hinten kommen. Und dann, ja, schon. Aber wir sehen es einfach.
SPEAKER_02Wir sehen es, genau. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Garmisch. Ja, super. Tom, Dennis. Mach's gut. Bis morgen. Ciao. Tschüss.